29 res
2508 dagegen
1038
blieb. z 4 Sar. 2 Pf.
Wirksamkeit be
schnittspreise v 5294 Rthlr. a
Manne,
—
jahre. Erst spät⸗
strebende Talent
Kreis seiner W
er fortsetzte.
dreist zur Seite
I11
Sgr. 9 Pf. — 1834 das Bestands⸗Kapital der Sparkasse
14 Sgr. 7 Pf., eingeza
Rthlr. 19 Sgr.
dem Kapital zugeschrieben worden.
zu erwarten, daß durch dieselben, wie in vie der Monarchie, der Sinn zur Sparsamkeit mehr das Familien⸗Wohl dadurch gefoͤrdert werde.
— Auf den 5 Remonte⸗Maͤrkten im Danziger Regierungs⸗ Remonte⸗Kommission 771 Stuͤck selben 69 Stuͤck zu dem Durch⸗ fuͤr die Gesammtsumme von
Bezirk sind im Jahre 1835 der Pferde vorgefuͤhrt und von der
— Am 9ten d. M. Nachmittags um 3 Uhr e unweit der Rehberge, und zwar auf dem nach dem Artillerie⸗Schießplatze, ein Waldbrand, welcher von . noch zeitig genug wahrgenommen
Jungfern⸗Heid
dem Foͤrster Herrn Koͤbcke und mit Huͤlfe wurde, so daß nur ein Raum v 10 Schritt Breite gelitten hat.
dieses Brandes hat sich bis jetzt noch nichts
der eine Schülern sich erzog, mit Dank und Ehrfurcht seinen unbescho hann Friedrich Seidel, geboren zu Juli 1740, starb als emeritirter Prorektor zum grauen Kloster den 6. Juli d. J. im
Studien zu belohnen pflegen.
vie Ahuung eines höheren Genusses a riellen Für d prägte sich sein Charakter aus in seinen Schriften (s. „gelehrtes Berlin“), unter diesen aber besonders in ten, die 1810 gedruckt und 1830 wieder aufgelegt wurden. weht der fromme Geist Gellert's und Joh. Andr. Cramer'’s, mit de⸗ ren Lebensblüthe seine Jugendbildung zusammentrifft, und deren Be⸗ strebungen, die Dichtkunst als kräftiges Hülfsmittel zur Weckung sitt⸗ licher Gefühle und eines religiösen Sinnes und Lebens zu benutzen, Er ist in dieser Beziehung als der letzte Repräsen⸗ tant der Sächsischen Dichterschule zu un n. den besseren Dichtern derselben in der Fabel und besonders im geist⸗ lichen Liede, das der Abdruck seines reinen und warmen Gefühls ist,
große Publikum
8 b 8 “ n Elbing betrug am Schl lt wurden im Laufe des
Rthlr.
Jahres 1835 ein Kapital von 4490 Rthlr. 17 Sgr. An Zinsen sind von
den Interessenten angenommen und 94 Rthlr. 29 Wenn gleich
ider Sparkassen nur beschraͤnkt ist,
on beinahe 77 Rthlr. ngekauft worden.
e der Chaussee-Arbeiter im Entste
Ueber die Art d
— ———ͤ
NEL1519 g.
Ein frommes unnd auspruchloses Leben ist untergeg lange Reihe von Jahren hindurch Tausende von
usse des Jah⸗ 3020 Rthlr. Jahres 1835
f., zuruͤckgezogen und ausgezahlt sind 16 Sgr. 4 Pf., so daß am Ende des
4 Pf. ver⸗ nur 7 Rthlr. Sgr. 11 Pf. hiernach die so steht doch
len andern Staͤdten
geweckt und
entstand in der
Wege
hen gedaͤmpft
on etwa 58 Schritt Laͤnge und
er Entstehung
feststellen lassen.
nachdem er bereits die Kaufmaunschaft erlernt, durch
durch frühzeitig begonnene und
er seine wohlgeordneten Seelenkräfte zur reinsten Har für ihn selbst der Friede seiner Seele e
irksamkeit aber die rechte
gestellt werden.
die Gunst des Schicksals den Wissenschaften zugeführt, vermochte er nicht mehr die Gründlichkeit und Tiefe sich anzneignen, welche das
794
vermeidenden Wesen ist der Grund zu suchen, daß sein dichterisches Talent nur einen kleinen Kreis von Lesern sich gewann, da spätere Dichterschulen andere Richtungen einschlugen. Dennoch haben seine geistlichen Lieder auf der Bahn, die er verfolgte, auch ihre Würdigung gefunden. Die neuen Gesangbücher zu Ansbach, Braunschweig, Bre⸗ men, Budissin, Dresden, Erfurt, Hildburghausen, Stralsund, Leipzig und Thorn enthalten erbauliche Gesänge von ihm, und die Samm⸗ lungen von Ditrich, Fischer, Hoppenstedt, Klitscher, Krause, Nicmever, Schulze, Evers, Rambach haben viele seiner Lieder gern aufgenom⸗ men. Doch auch sie werden vergessen werden und untergehen; aber den Charakter des Hingeschiedenen wird man ehren, so lange es noch Tugenden giebt. Perra sit levis! 8 Th. Heinsius.
Meteorologische Beobachtung.
Nach einmaliger
1836. Morgens ] MNachmittags Abends
11 Juli. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. Lustdruck 336 79 Par. 337,28“ Par. 337,03“„Par. Quellwärme 7,0 0 R. Luftwärme.. +† 10,1 °R. + 1600 R. + 140 0 R. Flußwärme 15 8 0 R. Thaupunkt... + 860 R. + 10 09 R. +† 10,7 °R. Bodenwärme 14,8 0 R. Dunstsättigung 89 vCt. 8 vG Ausdünstung 0 189 Rh. G “ 88 g. N Niederschlag 0 021“ Rh. Wolkenzug... “ NW. — Nachtkälte +.˖ 11,5 ° R.
Tagesmittel: 337,0 % Par.. + 18,490 .. H9 R.. 70 Utr.
r S e.
I1““ Den 12. Juli 1836. AImfltrcher Fonds- und wgeld-Cours -Zaettel.
Ausv-ärtige Börse
Amsterdam, 7. Juli.
Niederl. wirkl. Schuld 563 àX½. 5 % do. 10213⁄h161.,., Kan
247 . 5 % Span. à22 ⅜¾. Passive 13 1 6. Ausg. Schuld —.
15 ⁄1 6⁄·- Preuss. Prüm.-Sch. —. 1 Antwerpen, 6. Juli.
Passive 13. G. Ausg. Sch. 20. ELinsl. 15.
Neue Anl.
CA1X“X“
Poln. —. Oesterr. Met. 101 ¼.
12-Bill. Linsl
425„
8 —
Konigliche Schauspiele.
Mittwoch, 13. Juli. Im Opernhause: Die Gouvernante, 1 Koͤrne f: Joseph in Aegypten, musikalisches Drama in 3 Abth., Musik von Mehul.
Lustspiel in 1 Akt, von Th. Koͤrner. Hierauf: Donnerstag, 14. Juli. Im Schauspielhause: Kaba
Liebe, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller.
Koͤnigstaͤdtisches Theater. Mittwoch, 13. Juli.
frei bearbeitet von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. Donnerstag, 14. Juli. Zum erstenmale wiederholt:
Liebe nach zehn Jahren, Lustspiel in 1 Aufzuge, frei nach dem 1 Hierauf: Der Weiberhasser, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franzoͤsischen, von L. Angely. Zum Beschluß, zum erstenmale wiederhoft: Der Educations⸗Rath, Lustspiel in
Franzoͤsischen des Favier.
1F[r. v Kotzebue. Freitag, 15. Juli.
Die Ritter von Malta, historisch⸗ro, mantisches Drama in 6 Akten, nach de la Madeleine's Roman,
Der Schlaftrunk, historisch⸗romantisches Drama in 5 Akten, nebst einem Vorspiel, nach dem Franzöͤs⸗⸗
IIgeme
Berlin,
☛
N 1. 25. —.—
..
le und
——
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Justiz⸗Amtmann Kern u Freusberg und dem als Hauprmann verabschiedeten vorma⸗ ligen Kanton⸗Beamten Gellern zu Hausberge, im Regierungs⸗ Vezirk Minden, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu ver⸗ leihen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Raths⸗Zimmermeister Hampel hierselbst und dem Hegemeister Herbst zu Pechteich, im Regierungs⸗Bezirk Potsdam, das Allgemeine Ehrenzeichen
Erste
angen in einem sü naf. [*1.n9. ses Zrlstr [ Geld. schen des Alexander Dumas, von Ed. Jerrmann. (Herr Groh⸗ zu verleihen geruht. 8 yy, b gs. 2 mann: vom Koͤniglich Staͤdtischen Theater zu Pesth, Ethelw Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Justiz-Kommissarius unter denen nöch jetzt viele achtbare Männer ScSehuld-Sch. 4 102 G 1015⁄6 [Ostpr. PFfaudbr. 4 So “ Gastrolle ) sch — zu Pesth, Ethelwood, — 89765 Lüͤdscke 1 ha 1 ’1 den Jul issarius b doltenen Ramen nennen. Jo⸗ Pr. Eogl. 0b1. 30, 4 101 ½ 1010, somm. 49. (1 1008, —195738 als zweite Nechtt ecke zu Magdeburg zum Justizrath zu ernennen . 16 8 3 35 . 3 Cur- Fe 7 /8 eru l. Treuenbrietzen der 5. PrämSch. d. Seeb - 62 འ61 ¾½ Kur- u.Neug. do 4 8 3 1 geruh “ “ am Berlinischen Gvmnasium Karm. 001m.1. C. ½ 102 ¼ 101 ¼ 40. 40, 40 38 99 7,12 18 12 Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Land⸗ und Stadtgerichts⸗ beginnenden 88sten Lebens⸗ Na. Iut. Seb. do. 4 „ Eöeö 1 “ “ Assessor Doͤring zu Wolmirstedt zum Land⸗ und Stadtgerichts⸗ Berl. Stadt -Obl. 4 102 , 8 102 1 Rickst. C. und Z. 87 86 Markt⸗Preise vom Getraide. Rath zu ernennen geruht. Königsb. do. 4% — 8r G 216 ½ 215 ½ Berlin, den 11. Juli 1836. Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Land⸗ und Stadtgerichts⸗ 8 6 Eibinger do. m 8 v“ Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Hafer 23 Sar. Assessor Theune zu Wanzleben zum Land⸗ und Staͤdtgerichts⸗ geregelt fortgeflchrte Deus. 4e, ia Tb ꝑa4 “ 137 ⁄3⁄6 13 ¾½ 9 Pf.) auch 21. Sgr. 11 Pf. Nath zu ernennen geruht 8 b 1 Aber reich begabt an Gemüth, stimmte Westpr Pfandbr. 1cig5 — B 4 8 I 88n Iu Wasser⸗ Weizen (weißer) 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rihlr Rath b monie, aus der Crossh. Pos. do. 2 enee — 22 Sgr. 6 Pf d 1 Rthlr. 15 Sgr.; R 1 Rihl S2' 3 fü jugendliche 1“ Se. Hoheit der General der Infanterie und kommandi utsprang, für den jugendlichen Wechsel-Cours. E1I 3 Pf., auch 1 Rthlr.; Hafer 22 Sgr. 06 Pf., auch 21 Sgr. 3 Pf. 88 0 hCCbg“ 1 8 ind ommandi⸗ Würdigung des Lebens und . mIm Im., Erbsen, schlechte Sorte, 1 Rühlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch I Rthlr. 11 Sgr rende General des Garde⸗ orps, Herzog Karl von Meck⸗ ls des materiellen. — Für das Amsterdaukggk c. . . 250 Fl Kurz 12025 3 Pf u. enburg⸗Strelitz, ist nach Teplitz abgereist. “ 250 Fl. 2 Mt. 8 1058 Soneahelid dent 9. Filt I . b1 4 1 8— 1513, Sonnabend, den 9. Juli 1836. 1 . 1 “ “ “ B- vs 5 150 ⁄¾ Das Schock Stroh 5 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch à Rthlr. 1) Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath aeG v 11“ 200 . 3 Mt. 6 24 ¼ 6 23 86 Ssr.; der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 18 Sgr. nd General⸗Intendant der Koͤnigl. Museen, Graf von Bruͤhl, JX“ .. 200 Fr. 2 Mt. 80 ⁄2 — ach Seiffersdorff bei Dresden... LEE““ .. 180 Fl. 2 Mt. 102 ½¼½ 102 “ Der Großherzogl. Hessische Geschaͤftstraͤger am hiesigen Hofe, I111“ . 150 Fl. 2 Mt. Redacteur Ed. Cottel. Derst⸗Lieutenant Freiherr von Schaͤffer-Bernstein, nach SEIEIhVZI111“ 100 Thl. 2 Mt. 12 r“*“ 8 Darmstadt. 3 betrachten und kann —Leiprierege. . . 100 Thl. 8 Tage — 102, 2 b “ b kI WI2äö 150 Fi. 2 Mt. 101 ½ Gedruckt bei A. W. Hapn. 30 Hay Petersburg . 100 Rbl. 3 Woch. — DJ2 Darin und in seinem allen Schein 3 i tu n g N 1 ch r cht W. enreg = — — — ““ — 9 8 1 MAMy klaned.
drich August
Berlin, den Die Krimina
Be Von dem
hoͤrigen
eine protestatio wegen der von
wie die Erben
von
Rath Roseno,
legitimirte Be
Forderungen und ihnen des
Mandatarien richts⸗Raͤthe
Bromberg, Koͤnig
9„
B Not Stadtgeri
Abtheilun
Bekanntmachungen.
Deffentliche Bekanntmachung. Der hinter den Schlaͤchtergesellen Johann Frie⸗
it mittelst Verf 1 den Koniglich Preußischen Staaten befindliche Vermoͤgen des am 25. d erstor nen Fuͤrsten Nestor Kaͤsimir Sapieha der Special⸗ Konkurs eroͤffnet worden. 8 Im Hyvothekenbuche der zu seinem Nachlasse ge⸗ inzwischen - . odeer Drasköw ist auf das Anschreiben der Trilate⸗ ral⸗Kommission von Warschau den 17. Januar 1801
Keeditmasse schuldigen 17,124 Dukaten und à Floren nebst Zinsen und Kosten, desgleichen wegen der von ihm zur Tepperschen Masse schuldigen 17,297 Duka⸗ ten nebst Zinsen und Kosten. Die Intevresse
eingetragenen Glaͤubigers, des General⸗Lieutenants der Kavallerie, Grafen Friedrich Adolph von Kalkreuth, oder wer sonst in seine Rechte getreten ist, werden, insofern sie sich nicht schon bei dm Land⸗ gerichte zu Schneidemuͤhl gemeldet haben, aufgefor⸗ dert, in dem auf den 23. August d. J, Vormittags 9 Uhr,
vor dem Deputirten, Herrn Obee⸗Landesgerichts⸗
stehenden Termine persoͤnlich oder durch vollstaͤndig Anspruͤche an die in den Staaten befindliche Konkursmasse anzumelden und nachzuweisen oder zu gewaͤrtigen, daß sie mit all n an diese Masse werden ausgeschlossen
immer Stillschweigen auferlegt werden wird.
Allgem
Tuͤrke unter dem 18. Juni c. er⸗
[⸗Deputation des Koͤniglichen Stadtgerichts.
x Landgericht zu Schneidemuͤhl ügung vom 26. Marz 1820 uüͤüber das
Mai 1798 zu Wien verstorbe⸗
verkauften Herrschaft Dratzig
de non amplins intabulando notirt, dem Fuͤrsten Sapieha zur Cabritschen
an diesen beiden Summen, so
uten in demselben Hypothekenbuche
des
in unserm Instructions⸗Zimmer an⸗ vollmaͤchtigte 6f erscheinen und ihre oͤniglichen Preußischen
Zu koͤnnen gewaͤhlt werden: die Landge⸗ Roquette und Brix und die Justiz⸗
Kommissarien Vogel, Schultz I, Schultz II., Rafalski und Goltz hierselbst.
den 15. Maͤrz 1830. 1 l. Ober⸗Landesgericht.
— —
ekanntmachung. hwendiger Verkanf. cht zu Berlin, den 15. Maͤrz 1836.
Das in der neuen Koͤnigsstraße Nr. za belegene Grundstuͤck des Tischlermeisters Trutschel, taxirt zu 8806 Thlr. 1 sgr. 4 pf,, soll
am 11. November 1836, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen. dnigl. Stadtgericht hiesiger Residenzien,
Tarxe und
g fuͤr Kredit⸗, Subha und Nachlaßsachen.
station
geendet hat. 4 am 16. Dezem an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Hypothekenschein sind in der Registratur
einer Anzeiger fuͤr di
nen kann, soll fuͤr den festen Preis von 12,600 Thlr. mit 5000 Thlr. Anzahlung verkauft werden. . Auch ist ein in guter Nahrung stehender an einer Chaussee belegener Gasthof zu verkaufen. Naͤheres erfaͤhrt man muͤndlich oder auf portofreie Briefe beim Rentier Bock in Spaar bei
Bekanntmachung. Nothwendig a Stadtgericht zu Berlin, den 19. Maͤrz 1836.
Das in der Thiergartenstraße Nr. 35 belegene Grund⸗ stuͤck des Gilde⸗Seecretairs Brock, fruͤher das Hof⸗ sassene Steckbrief ist dadurch erlediget, daß EeET“ genannt, taxirt zu 23,459 Thlr. in Potsdam sein Leben durch Selbstmord
9. Juli 1836.
gr 6 pf., soll
Das in der
Edictal⸗Citation. Es werden hiermit die unbekannten Erben des im Jahre 1759 zu Eibenstock im Erzgebirge gebornen und am 18. Maͤrz 1835 hier verstorbenen Hospitalisten Johann Gottfried Germer oder Goermer guf den Antrag des Instiz⸗Kommissar Bielitz als Nachlaß⸗ Kurators oͤffentli Monaten und spaͤtestens in dem am 19. April 1837, Vormittags 11 Ubr, halb gegen die uͤbrigen Glaͤubiger fuͤr vor Herrn Landgerichts⸗Assessor Ulrici hier anstehenden Termine zu melden und ihr Erbrecht nachzuweisen, widrigenfalls der in 617 Thlr. 28 sgr. 10 pf bestehende Nachlaß dem Fiscus als bonum vacans zugesprochen
werden soll.
ber 1836, Vormittags 11 Uhr,
Bekanntmachung. Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 25. April 1836. Koͤpnicker Wassergasse Nr. 15 belegene Grundstuͤck des Holzhaͤndlers Warneyer, taxirt zu 7752 Thlr. 16 sgr. 3 pf, soll Schulden halber am 3. Januar 1837, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Bekanntmachung. Nothwendiger I Stadtgericht zu Berlin, den 18. Juni 1836. Das in der Oranienburgerstraße Nr. 39 belegene Grundstuͤck des Kammerherrn Barons Otto Heinrich von Wuͤlknitz, taxirt zu 10176 Thlr. 28 sgr. 9 pf,, soll am 17. Januar 1837, Vormittags 11 Uhr, san der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen Der dem Aufenthalte nach unbekannte oben ge nannte Besitzer des Grundstuͤcks wied hierzu oͤffent⸗ lich vorgeladen.
Denen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden die Herren Patzschke und Weber als Manda⸗ tarien vorgeschlagen.
Naumbura, am 21. Juni 1836.
Koͤnigliches Prenisches Landgericht.
er Verkauf.
Unterhaͤndler werden verbeten.
Taxe und
einzusehen. Damps⸗ 8 zwischen
St. Petersburg und
Taxe und
gen Jahre.
Verkauf 1 fal findet um 3 Uhr Nachmittags statt.
der Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft.
Preußischen St
Wcket
Die Fahrt der drei privikegicten schoͤnen und gro⸗ ßen Dampfschiffe: Alexandra, Capitain J. C. Dlets, Nicolay I., Capitain N W. Stahl, und Naslednik Capitain G. D. Boß, beginnt in diesem Jahre am Sonnabend den 14 Mai und endigt — den 29. Oktober. — Jeden Sonnabend geht ein Schiff von jedem der beiden Plaͤtze ab.
Die Preise der Passage und die Fracht fuͤr Con⸗ tanten und Guͤter sind die naͤmlichen wie im vori—
Die Ein⸗ und Ausschiffung geschieht in Cronstadt und Travemuͤnde. — Die Abfahrt von Travemuͤnde
Fher loangen geschehen in Luͤbeck im Comptoir
gaten.
seines feinern Geschmacks genuͤgen sollte gehaltvolle Vorrede, namentlich uͤber das G
lichen Werth Hahn⸗Hahn Naͤchte. 8vo.
Graͤfin), 1 Thlr.
Meißen Geh.
lich herausgegebenen „Neuen
auf dem viel bebauten Felde der poetischen L Sie verdanken sie jenem Werthe, der auch dieser
Luͤbeck. Hauch (J. C.), Tibertus, der dritte Caͤsa
Der Verfasser, einer der vorzuͤglichsten jetz
am Sonnabend den daͤnischen Dichter, verdient es, auch de
—
erschien bereits von ihm ein
Koenig (H.), Die Waldenser. Ein Roma Theile. 8vo. 4 Thlr.
Erscheinens dieses neuen Romans von dem
merksamkeit gebildeter Leser darauf zu lenken
Tace un]d Literarische An Bei F. Varrentra
in Berlin dareh F. Dümmler,
4¹1 10 Martiani, Minei Felieis Capellae:
hils6!
Ad codicam M. S8. fidem en
Arntzenii, C. Vonckii, ihardi, J. A. Goezii, aliorumque partim integris aufgefordert, sich binnen neun
2 Vol. Amaj. Brosch.
—. —
Duncker & Humblot, Franzoͤs. Buͤlow (Eduard von), D
1b 1b 8 und deutschen bearbeitet.
Ein im Koͤnigreich Sachsen sehr schoͤn belegenes Landgut, vormals Koͤnigliches Vorwerk, welches sehr guten und durchaus keinen Sand⸗ noch Steinboden hat, aus 105 Acker oder uͤber 208 Dresdner Scheffel Feld und sehr schoͤnen Wiesen besteht, durchgehends sehr gute und massive Wohn⸗, Wirthschafts⸗ und Brennerei⸗Gebaͤude hat, aller Abgaben mit 600 Thlr. jaͤhrlich verpachtet ist, b und der Gutsherr noch mit auf dem Gute frei woh⸗ gen erforderten, wenn das Ganze
von Ludwig Tieck. Erster 1834 — 36. S8vo.
einstimmig gefaͤllt sind. gelungen, in seinen
anjetzt nach Abrechnung 1 ; obgleich die
8*
zeigen in Frankfurt a. M. ist er-
schienen gud darch alle buchhandlungen zu beziechen. Liuaden No. 19:
lhaqensis, de nuptiis Philologiae el et de septem arlibus liberalihns libri novem. in nolis B. canii, II. Gratii. C. Barthii. C P. Bondami, H. Susii, parlim seleglis e! commentario perpetuo edidit- Ul
10 Thlr.
Schoͤnwissenschaftliche Schriften.
Mit großem Vergnuͤgen benachrichtigt die unter⸗ zeichnete Verlagshandlung die Freunde einer gewaͤhl⸗ ten schoͤnwissenschaftlichen Lektuͤre von dem Erschei
nen nachstehender Werke, welche man in Str. Nr. 20⸗, findet: as Novellenbuch;!
7 Thlr. 15 sgr.
Die allgemein guͤnstige Aufnahme, Sammlung im Publikum gefunden hat, am besten die vortheilhaften Urtheile, Es ist dem Herausgeber Bearbeitungen das eigenthuͤm⸗ liche, reizende Colorit jenen Novellen Sprache und Form manche Aenderun-
nahmen. In jedem Falle duͤrfte es auch in
Bußfahrt” (20 sgr.) zu beobachten. Rellstab (L), 1812. Ein historischer Zweite Auflage. Vier Baͤnde. Svo. Geh. Afri Car- Es bleibt immer eine seltene Erscheinung Mercurii
Vuiü-⸗
.Salmasii, HI. J. Gunst des Publikums. .“ L. Wal-! Rellstab (L.), Empfindsame Reisen. Nebst einem M. Meibomit Anhang von Reise Berichten,⸗Skizzen, Episteln,
Satiren, -Elegien, ⸗Jeremiaden u. s. w
Fr. Kopp.
1151;S
ten wohl behagen.
Leipzig, im Juni 1836. F A. Brock
Berlin bei
Im Verlage des Unterzeichneten ist erschie
oder Hundert Novellen nach alten italienischen, in allen Buchhandlungen zu haben, in spanischen, franzoͤsischen, lateinischen, englischen bei Ferd. Duͤmmler, Linden Nr. 19, un Mit einem Vorworte S. Mittler, Stechbahn Nr. 3:
Martin Luther's Leben.
bis dritter Theil.
welche diese Von Gustav Pfizer. Stahl gestochen.
In Engl. Band geb. 2 Thlr. 5 sgr,
Stuttgart, Mai 1836. S. G
“
zu bewahren,
den Anspruͤchen
liche der Novelle, verleiht dem Buche eigenthuͤm⸗ Venetianische Der Frau Verfasserin im vergangenen Jahre er⸗ schienenen „Gedichte“ (1 Thlr. 15 sgr.), wie die kuͤrz⸗ e 1 Gedichte“ (12 5 sgr.), hatten lich einer so ausgezeichnet guͤnstegen Aufnahme zu erfreuen, wie wohl wenige Erzeug ise und zugleich umfangreichsten Dichtung innewohnt Tragoͤdie in fuͤnf Handlungen. 8 o. Gceh. 25 sgr. schen Publikum bekannt zu werden. Im Jahre 1838 r - Trauerspiel in fuͤnf Auf zuͤgen: „Die Belagerung Maastrichts“ (25 sgr.) Es bedarf wohl nur der einfachen Anzeige N.
ser des im Jahre 1833 herausgekommenen Romann „Die hohe Braut“ (2 Thle 4 Thlr.), um die Auf
das fruͤhere Werk mit so ungetheiltem Beifalle auf
seyn, den gewandten Verfasser auf dem Felde ! dramatischen Poesie in seinem Trauerspiel:
Literatur, wenn ein so baͤndereicher Roman nag zvei Jahren schon eine neue Auflage erlebt; sie il der beste Beweis der dauernden und wohlerworbene
Jahren 1832 und 1835. Zwei Baͤndchen. Gr. 122
In einer anderen, heiterern Form, als in dem Ro⸗ man „I1812“ , zeigt sich in diesen geistvollen Reist⸗ Berichten das Talent des gewandten Verfassers, abet aauch sie wird den zahlreichen Freunden seiner Schrif
beslaͤtigt! Vollstaͤndig in Einem G gj 58 ½ B . 8 0. ni * hi die daruüber 58* Bogen gr. 8vo., mit vier historischen
brochirt 2 Thl⸗ Liesching.
Ig.
St. Petersburg, 6. Juli. Der Staatsrath, Herr Kos⸗ owsky, ehemaliger Gesandter bei den Hoͤfen von Stuttgart und Karlsruhe, ist neuerdings in den Dienst des Ministeriums der auswaͤrtigen Angelegenheiten eingetreten und jetzt dem Statthal⸗ er des Koͤnigreichs Polen attachirt worden.
Der Direktor der Israelitischen Schule in Odessa, Herr Stern, ist von Sr. Maäjestaͤt dem Kaiser zum Ehrenbuͤrger er⸗ hoben worden.
Die Frau eines Arbeiters auf der Lugunskischen Stuͤckgie⸗ ere ist am 22. Mai dieses Jahres von 5 Maäͤdchen entbunden worden, von denen noch vier am Leben und vollkommen gesund sind. Se. Majestaͤt der Kaiser haben der Mutter ein Geschenk von 500 Rubeln verabreichen lassen und zugleich befohlen, daß fuͤr den Unter! der neugebornen Toͤchter gesorgt werden soll.
eschic;⸗
hle.
iteratur neuesten halt
7
r. Ein
““ EEIbIih Paris, 7. Juli. Der Koͤnig hat von Sr. Majestaͤt dem Koͤnige von Großbritanien und Irland ein Gluͤckwuͤnschungs⸗ Schreiben zu der Erhaltung seines Lebens nach dem Attentate vom 25. Juni empfangen. Dieses Schreiben uͤberreichte der Graf von Granville, Botschafter Sr. Großbritanischen Majestaͤt, dem Koͤnige gestern in einer Privat⸗Audienz. Es scheint jetzt bestimmt, daß die Revue der National⸗Garde bei den Juli⸗Feierlichkeiten auf dem Marsfelde stattfinden wird. Das Programm daruͤber soll folgendermaßen lauten: Die Na— ional⸗Garde wird sich um neun Uhr Morgens auf dem Mars⸗ elde aufstellen, und der Koͤnig wird, in Begleitung seines Ge⸗ neralstabes und vor und hinter sich eine Abtheilung der Natio⸗ al⸗Garde zu Pferde, um zehn Uhr daselbst eintreffen. Heute giebt der Russische Botschafter zur Feier des Geburts⸗ estes seines Souverains ein großes Diner, dem auch der Graf bzzo di Borgo beiwohnen wird. Abends wird das Hotel iluminirt seyn. Die Pairs⸗Kammer hat am Schlusse ihrer gestrigen Siz⸗ zung das Einnahme⸗Budget fuͤr 1837 mit 93 gegen 14 Stim⸗ inen angenommen. — Beide Kammern haben nunmehr ihre ge⸗ segebenden Arbeiten beendigt; die Schluß⸗Sitzung wird indeß erst nach Beendigung des Alibaudschen Prozesses stattfinden. Nan glaubt noch immer, daß dieser Prozeß in einer Sitzung beendigt und das Urtheil 24 Stunden darauf vollzogen werden wird. Die Geruͤchte, die gestern in Betreff von Verhaftungen velche auf die Aussagen der Louise Bart stattgefunden haben sollten, verbreitet waren, ergeben sich als durchaus grundlos; die Polizei hat, trotz ihrer Thaͤtigkeit auf eine so unbestimmte Aus⸗ gage hin, keine Spuren auffinden koͤnnen. Ein anderer Um⸗ stand aber koͤnnte moͤglicherweise noch die rasche Beendigung des b vgzesses verzoͤgern. Ein Schreiben aus Perpig nan vom 30sten d. Nn enehält naͤmlich Folgendes: „Die erste Nachricht von säst e Alibaud's versetzte die Einwohnerschaft dieser se der . Bestuͤrzung. Der Vater des Moͤrders wurde 1- Nacht vom 27sten zum 28sten auf die Polizei⸗Praͤfektur vefordert und mehrere Stunden lang verhoͤrt. Dasselbe geschah 8¼ vüigen Personen, die mit Alibaud in Verbindung gestan⸗ vgcen. Ich kann einen Umstand nicht mit Stillschweigen 6 LW11“ Gegenstand aller sorgfaͤltigsten Nachforschun⸗ 1n0 und der einen geachteten Buͤrger dieser Stadt 2 Uhr 1“ Lage versetzt. Kaum war am 26. Juni um äsnt 8g Seüse H. Nachricht von dem Mordversuche be⸗ deren Aufrichte 2 Herr ** dieselbe dreien Personen, theitte unbeish gke nicht in Zweifel gesetzt werden kann, mit⸗ ihnen sagte: „„Ich weiß, wer den Streich ausgefuͤhrt
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wohnt. Man erzaͤhlte dies gestern Abend schon, vielleicht zu derselben Stunde, wo das Attentat begangen wurde, in einer Versammlung von Legitimisten.““ Die erwaͤhnten drei Perso⸗ nen schenkten dieser unwahrscheinlichen Mittheilung durchaus keinen Glauben; aber wie groß war ihr Erstaunen, als spaͤter der Name des Moͤrders bekannt wurde. Die Justiz hat sich dieser Thatsache bemaͤchtigt, und Herr*— leugnet seine Aeußerun⸗ gen durchaus nicht, versichert aber, daß er nicht von einer legitimisti⸗ schen Versammlung gesprochen, sondern jene Worte auf der Straße von Arbeitern vernommen habe, die er nicht kenne.“ — Man glaubt, daß die nachtraͤglich angeordnete Instruction in Folge dieses Schreibens veranlaßt worden sey. 1 Gestern hat Herr Sajou, Gerichtsbote des Pairshofes, die in dem Alibaudschen Prozesse zu vernehmenden Zeugen auf Frei⸗ tag den 10ten d. vorgeladen. Die Liste der Zeugen, deren Zahl sich auf 25 beläͤuft, ward zu gleicher Zeit dem Angeklagten mit⸗ — Alibaud soll sich uͤber die kurze Verzoͤgerung seines Prozesses sehr ungehalten gezeigt haben, indem er so schnell als moͤglich sein Schicksal entschieden zu sehen wuͤnscht. Seine ein⸗ zige Beschaͤftigung besteht jetzt darin, die Geschichte der Fran— zoͤsischen Revolution des Herrn Thiers zu lesen, von der er nur die beiden ersten Baͤnde kannte. — Die oͤffentlichen Verhand⸗ lungen werden in dem gewoͤhnlichen Sitzungssaale der Pairs⸗ kammer stattfinden, den man dazu ganz auf die Weise, wie bei dem Prozesse der Minister Karl's X.,, einrichten wird.
In einem Schreiben aus Bayonne vom Lten d. heißt es: „Alle Truppen, die sich in Vittoria befanden, sind gestern nach Espejo und Benaczerada aufgebrochen. Am 28sten Abends hat Villareal das Feuer gegen letzteren Platz eroͤffnet, nachdem er vorher seine Maßregeln getroffen, und die Verstärkungen, die von Vittoria oder von Logronoo aus eintreffen koͤnnten, abzuwehren. Espartero war in Espejo; er hatte 80 Mann durch die Hitze verloren und außerdem viele Kranke. Am Losten sind alle Kar⸗ listen, die noch in der Linie von Arlaban standen, nach Vittoria aufgebrochen und, in der darauf folgenden Nacht hat man wahr⸗ scheinlich angefangen, diese Stadt ernstlich zu bedrohen. Cor⸗ dova liegt krank in Pampelona; er schreibt dem General Ha⸗ rispe, daß er bei seinem Marsche nach dieser Stadt 22 Mann durch die Hitze verloren und 200 Kranke mitgebracht habe.“
Im Mémorial des Pyrenées liest man: „Es verbrei⸗ tet sich das Geruͤcht, daß der Karlisten⸗Chef Cabrera sich ploͤtzlich an der Graͤnze von Navarra gezeigt und ein Corps von 3000 Christinos, das sich seinem Marsche entgegenstellen wollte, geschla⸗ gen habe. Diese Nachricht ist vielleicht uͤbertrieben, aber es scheint gewiß, daß 6000 Mann Christinos unter Espartero den Befehl erhalten haben, in aller Eile nach dem bedrohten Punkte aufzubrechen.“ — Eine Proclamation des Generals Guibelalde, der neuerdings von Don Carlos zum Gouverneur von Guipuz⸗ coa ernannt worden ist, bestaͤtigt obige Nachricht. Es heißt darin: „Der General Cabrera hat eine feindliche Kolonne von 3000 Mann zwischen Logrosio und Santo Domingo vollkommen aufgerieben, indem er tausend Mann getoͤdtet und eine große Anzahl von Gefangenen gemacht hat.“ — Die Quotidienne bemerkt hierzu: „So ist also Cabrera, der sich am lten dicht bei Valencia befand, der am 17ten die Christinos bei Uldecona an der Muͤndung des Ebro schlug, diesen Fluß in zehn Tagen hinaufmarschirt und hat mehr als 60 Stunden zuruͤckgelegt, ohne von den Truppen der Generale Rothen und Narvaes, die Aragonien besetzt halten, oder von den National⸗Garden der kleinen Staͤdte aufgehalten worden zu seyn. Wenn diese Nachricht sich bestaͤtigt, wie wir allen Grund zu hoffen haben, so bethaͤtigt sie zur Genuͤge, daß der Geist der Bevoͤlkerung auf der rechten Seite des Ebro dem Don Carlos guͤnstig ist. Wenn man den Kriegsschauplatz dorthin verlegte, so wuͤrden die Karlisten daselbst sicherlich eben so viel Theilnahme und Beistand antreffen, wie in Biscaya und Na⸗ varra.
Ein hiesiges legitimistisches Blatt enthaͤlt Folgendes: „Wir glauben, unseren Lesern als ein fast offizielles (mit dem Artikel in der Madrider Hof-Zeitung vom 29. Juni allerdings sehr im Widerspruche stehendes) Aktenstuͤck die nachstehende Unter⸗ handlung mittheilen zu muͤssen, mit der Cordova, bei seiner Ruͤckkehr von Madrid, beauftragt war. Die in den diplomati⸗ schen Salons verbreiteten Artikel jener Unterhandlung sind erst am vergangenen Montag zur Kenntniß der Regierung gelangt. Die Vortheile, welche Don Carlos in Asturien und an den Ufern des Ebro davongetragen hat, haben ihm erlaubt, jenen Vorschlaͤgen auf eine seiner Stellung wuͤrdige Weise zu begeg⸗ nen. Das Aktenstuͤck selbst lautet folgendermaßen:
Vorschlag zur Unterhandlung zwischen Karl dem
Fuͤnften und Christine.
„„Sobald der General Cordova nach seinem Hauptquartier zuruͤckgekehrt war, schrieb er dem General Villareal, um sich von demselben eine Zusammenkunft zu erbitten. Dieser Letztere erklaͤrte sich hierzu nicht allein sehr geneigt, sondern begab sich persoͤnlich in das Hauptquartier Cordova's. Dieser sagte ihm, daß er von der Koͤnigin beauftragt sey, folgende Vorschlaͤge zu machen: 1) Die Vermaäͤhlung des Prinzen von Asturien, aͤlte⸗ sten Sohnes des Don Carlos, mit der jungen Koͤnigin Isabella; 2) die Beibehaltung des Koͤniglichen Statuts, welches spaͤter zu eroͤrternden Modificationen unterworfen werden solle; 3) einen Regentschafts⸗Rath, zusammengesetzt aus Personen beider Parteien; 4) die Entfernung der Koͤnigin Christine und des Don Carlos aus Spanien mit einer angemessenen Pension, de⸗ ren Zaͤhlung von den Regierungen Englands und Frankreichs verbuͤrgt wird; 5) allgemeine Amnestie. — Als Antwort auf diese Vorschläge widersetzt sich Don Carlos der Vermaͤhlung nicht, aber er nimmt dieselbe nicht als eine Bedingung sine qua non an, weil dies zu dem Glauben Anlaß geben koͤnne, daß er einen Grundsatz verleugne, kraft dessen er seine Rechte vertheidige, das Koͤnigl. Statut kann nicht beibehalten werden, dagegen sollen die Cortes hon Estamentos zusammenberufen werden, um die Angelegen⸗ eiten des Koͤnigreiches zu ordnen. Don Carlos weigert sich entschieden, das Spanische Gebiet zu verlassen, und was die
at; . 9 ½ 7 „13 d 8 . Zes ist ein gewisser Alibaud, dessen Familie in Perpianan
Koͤnigin, seine Schwaͤgerin, betreffe, so koͤnne dieselbe uͤberzeugt
seyn, daß sie von ihm besser behandelt werden wuͤrde, als von jeder anderen Regierung.““
„Die Madrider Hof⸗Zeitung (bemerkt die Quoti⸗ dienne) enthaͤlt zwar einen Artikel, der den obigen Thatsachen widerspricht; Artikel ist jedoch bloß eine nothwendige Folge der von Don Carlos ertheilten Antwort.“
Man hat an der hiesigen Boͤrse Obligationen einer neuen Anleihe von 12 ½ Millionen Franken ausgegeben, die von dem hiesigen Handlungshause Hottinguer und Comp. fuͤr Rechnung der Bank der Vereinigten Staaten abgeschlossen worden ist. Es ist dies die erste in Paris abgeschlossene Amerikanische Anleihe.
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Siz⸗ zung vom 5. Juli. Das Zeugen⸗Verhoͤr uͤber die Bill, wo⸗ durch die Stadt Stafford ihres Wahlrechts verlustig erklaͤrt werden soll, wurde fortgesetzt, und es wurden mehrere Bitt⸗ schriften uͤberreicht; im Ganzen aber kam nichts von besonderem Interesse vor.
Unterhaus. Sitzung vom 5. Juli. Sir G. Grey erklaͤrte auf eine an ihn gerichtete Frage, daß die Regierung die Absicht gehabt habe, noch in dieser Session eine Bill zur Re⸗ gulirung der Gesetzgebung von Neu⸗Suͤd⸗Wales einzubringen, daß aber spaͤtere von dort eingegangene Nachrichten es noͤthig gemacht haoͤtten, die Maßregel noch in weitere Erwaͤgung zu ziehen, so daß sie erst in der naͤchsten Session werde zur Sprache kommen koͤnnen. Auf eine Frage des Herrn Buxton zeigte Lord Palmerston dem Hause an, daß die Unterhandlungen wegen eines neuen Traktats mit Portu⸗ gal zur Unterdruͤckung des Sklavenhandels beinahe zum Schlusse gebracht seyen. Sir R. Peel wuͤnschte zu wissen, wie es sich mit einem gestern in mehreren Zeitungen erschienenen Dokument verhielte, welches heute von keinem andern Zeitungs⸗ blatte abgedruckt worden sey, und das die Unterschrift des jetzigen Com⸗ mandeurs der Britischen Huͤlfs⸗Legion in Spanien (General Evans) trage. „Dieses Dokument“, fuhr der Redner fort, „traͤgt zwar aͤu⸗ ßerlich alle Zeichen der Authentizitaͤt, innerlich aber den augen⸗ scheinlichen Charakter eines geschmiedeten Machwerkes an sich. (Hoͤrt, hoͤrt!) Der angebliche Tagesbefehl besagt, daß, da die Britische Huͤlfs⸗Legion im Einklange mit der Britischen See⸗ macht handle, alle Britischen Unterthanen, die mit den Waffen in der Hand im Dienst des Don Carlos ergriffen würden, als Rebellen behandelt und als solche, den Englischen Gesetzen ge⸗ maͤß, mit dem Tode bestraft werden sollten. Da dies Dokument uͤberall bekannt geworden, so kann ein authentischer Aufschluß uͤber dasselbe, das ich fuͤr eine Fabrication halte, nicht schnell genug kommen, und wenn der edle Lord ihn ertheilen kann, so waͤre es hoͤchst wichtig, daß jenem Tagesbefehle widersprochen wuͤrde.“ (Beifall.) Lord Palmerston erwiderte: „Der sehr ehrenwerthe Baronet wird bedenken, daß das Aktenstuͤck, um das es sich handelt, einem Offizier zugeschrieben wird, der nicht in Britischem Dienste und nicht unter der Britischen Regierung steht, fuͤr dessen Handlungen diese also nicht verantwortlich ist. Die Regierung kann keine offizielle Kenntniß von dem Dokument haben, und wenn der sehr ehrenwerthe Baro⸗ net mich daher als Minister der Krone fragt, so muß ich ihm antworten, daß ich ihm keinen Aufschluß ertheilen kann; fragt er mich aber, ob ich, meiner Privat⸗Ansicht nach, an das Vor⸗ handenseyn eines solchen Dokuments glaube, so bin ich verpflich⸗ tet, zu sagen, daß ich allerdings glaube, daß ein solcher Befehl erlassen worden. (Lauter Beifall von den Oppositions⸗Baͤnken.) Ich brauche wohl nicht hinzuzufuͤgen, daß ein von einem in Spanischem Dienst stehenden General erlassener Befehl nicht als eine Auslegung der Großbritanischen Gesetze betrachtet werden kann.“ Lord Mahon fragte darauf ganz einfach, ob England mit Spanien im Kriege begriffen sey oder nicht, indem er hinzu— fuͤgte, daß nur eine sehr unredliche Politik auf eine solche Frage keine offene Antwort ertheilen koͤnne. (Beifall.) Lord Palmer⸗ ston: „Wenn der edle Lord eine ofsene Frage stellt, haͤtte er, daͤchte ich, sich keines unredlichen Arguments bedienen sollen. (Gelaͤchter.) Auf seine Frage antworte ich, daß zwischen Eng⸗ land und Spanien ein Traktat unterzeichnet ist, durch welchen ersteres sich verpflichtet hat, die Koͤnigin von Spanien noͤthigen— falls mit der Cooperation einer Seemacht zu unterstuͤtzen, und daß die Regierung jetzt, nach ihren besten Kräften, den Inhalt jenes Traktats auszufuͤhren sucht.“ (Beifall.) Herr Plump⸗ tre trug demnaͤchst auf eine Adresse an den Koͤnig an, worin Seine Majestaͤt ersucht werden sollten, dafuͤr zu sorgen, daß alle Englischen Unterthanen, die im Auslande in Civil⸗ oder Militair⸗Diensten staͤnden, von der Nothwendigkeit befreit wuͤr⸗ den, religioͤsen Ceremonien beizuwohnen, denen ihr Glaube wi— derstrebe. Einige Radikale unterstuͤtzten diesen Antrag, der aber von den Ministern bekaͤmpft und zuletzt mit 44 gegen 38 Stim⸗ men verworfen wurde. Herr W. O' Brien nahm seine ange⸗ kuͤndigte Resolution in Bezug auf die Irlaͤndische Corporations⸗ Bill und das Benehmen des Oberhauses, auf O'Connell's Anrathen, wieder zuruͤck, und die Irlaͤndische Kirchen⸗Bill pas⸗ sirte dann mit allen noch uͤbrigen Klauseln den Ausschuß.
Oberhaus. Sitzung vom 7. Juli. Nachdem der neue Bischof von Lichfield und Coventry seinen Sitz im Hause eingenommen und den gebraͤuchlichen Eid geleistet hatte, uͤber⸗ reichte der Bischof von Llandaff eine Bittschrift von 52 Geist⸗ lichen der Irlaͤndischen Kirche, worin dieselben um Abhuͤlf⸗ Maßregeln bitten; sie schlagen die Ernennung einer Kommission vor, welche die Revenuͤen der Kirche in Irland erheben und sie unter die Pfruͤndner vertheilen moͤchte, mit der Vollmacht, Aen⸗ derungen in den Kirchspielen vorzunehmen und noͤthigenfalls von den Einnahmen der zu hoch dotirten einen Theil auf die kaͤrglicher ausge⸗ statteten zu uͤbertragen; auch meinen sie, ob es nicht angemessen seyn moͤchte, daß die Regierung den ganzen Zehnten in Irland aufkaufe, den Betrag der Kirchen-Kommission uͤberantworte und dieselbe ermaͤchtige, Grundeigenthum zum Besten der Kirche dafuͤr zu kaufen. Hierauf brachte der Herzog von Richmond den Be⸗ richt der Kommission uͤber die Feuersgefahr bei Lokomotiv⸗Ma⸗