1836 / 237 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Gram verbreitet, und durch beides besonders die Zahl der Ge⸗ burten mindert. v Am kraͤftigsten, dauerhaftesten und wohlthaͤtigsten wirkt auf die Zunahme der Bevoͤlkerung die Verbesserung des Zustandes der großen Masse des Volks, welche durch Erhoͤhung der Sittlichkeit, Einsicht und Thaͤtigkeit derselben entsteht. Gemeinhin wird an⸗ genommen, daß die Bevoͤlkerung am schnellsten wachsen koͤnne, wo sie zur Zeit am duͤnnsten ist; wo demnach noch fruchtbarer Boden fleißiger Hände harrt, und Gewerbe mangeln, weil es an Menschen fehlt, die sie betreiben koͤnnten. In dieser An⸗ nahme liegt zwar nur in so fern Wahrheit, als der Zustand des Landes die Benutzung seines Naturfonds nicht hindert, und Ar⸗ beit um hinlaͤnglichen Lohn begehrt wird. Sehr oft befoͤrdert vielmehr die Dichtheit der Vevoͤlkerung das Ausbeuten des vor⸗ handnen Naturfonds und das Entstehen neuer Gewerbe, mit⸗ hin den Anwuchs der Volkszahl. Jedenfalls bleibt jedoch die Dichtheit der Bevoͤlkerung eines der einflußreichsten Verhaͤlt⸗ nisse, und es darf daher auch hier eine Nachricht nicht fehlen, wie dieselbe sich im preußischen Staate zu Anfange des Jahres 1835 gestaltete. 3 Die Regierungs⸗ enthielten geogr. bezirke Quadratmeilen Koͤnigsberg 408, v3 Gumbinnen 298,2) 5 Danzig 152,28 2,185 Marienwerder . . .. . 16 2 ι‿σρ᷑—Rmσ⁹!⁷iEʒEAmE: die Provinz Preußen JZJE1111“ V nR Cmh. Posen 321, 68 2,357 „. Bromberg.. .214,83 1,686 2 meaEnmasn die Provinz Posen ..536,5 2,089 2 Potsdam mit Berlin 373,0 2,519 V Frankfurt. 357,25 1,988

die Provinz Brandenburg .. 730,094 2,259 er 1,904 .

Stettin Koͤslin 1,328 . Stralsund 2,040 . die Provinz Pommern 1,660 Breslau 3,996 Oppeln 3,119 Liegnitz 3,185 die Provinz Schlesien 3,435 —— Magdeburg 2,747 Merseburg 3,289 Erfurt. 4,738 die Provinz Sachsen 3,236 r nnnn Muͤnster 3,026 Minden 4,256 Arnsberg 3,467 die Provinz Westfalen 367,96 3,514 ☚☛☚☛—- 5,082 7,415 4,130 4,783

und hatten daher durchschnitt⸗ lich auf der Quadratmeile 6“ 1,782 Einwoh.

g

1 bhöes En

Duͤsseldorf... FF“ E11“ Achen die Rheinprovinz 4,911 Der ganze Staat ohne Neufchatel 5,070,05 2,665

——,

Die vorstehenden Angaben der Dichtheit der Bevoͤlkerung gruͤn⸗ den sich auf die Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1834, deren Er⸗ gebniß am Eingange dieses Aufsatzes steht, und auf den hier beigesetzten Flaͤcheninhalt der. einzelnen Regierungsbezirke. Die⸗ ser aͤndert sich, wenn die Graͤnzen der Regierungsbezirke veraͤn⸗ dert werden, welches seit dem Abdrucke der neuesten Ueber⸗ sicht der Bodenflaͤche, der Bevoͤlkerung und des Vieh⸗ standes der einzelnen Kreise des preu zischen Staats, Berlin 1833. Verlag bei Duncker und Humblot zwiefach geschehen ist. Das neuerworbne Fuͤrstenthum Lichten⸗ berg von 10 ½ Quadratmeilen ist als landraͤthlicher Kreis St. Wendel dem Regierungsbezirke Trier beigefuͤgt, und die Herr⸗ schaft Beeskow, welche seit dem Jahre 1816 zum Regierungsbe⸗ zirke Frankfurt gehoͤrte, ist von demselben wieder getrennt, und dem Regierungsbezirke Potsdam einverleibt worden. Die Volks⸗ zahl des Fuͤrstenthums Lichtenberg ist schon in der Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1834 mitbegriffen, und hier so wie sein Flaͤ⸗ cheninhalt dem Regierungsbezirke Trier zugezaͤhlt: dagegen be⸗ zieht sich Volkszahl und Flaͤcheninhalt der Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt noch auf den Zustand, welcher leztlich vor der veraͤnderten Stellung der Herrschaft Beeskow bestand, da dieselbe nur erst mit dem Anfange des Jahres 1836 eintrat. Es entstehn aber auch fortwaͤhrend Veraͤnderungen in den Angaben des Flaͤcheninhalts der Regierungsbezirke, welche nicht auf einer Veraͤnderung ihrer Graͤnzen beruhen, sondern bloß auf einer Verbesserung der Landkarten, wornach der Flaͤchenin⸗ halt berechnet wird. In den westlichen Provinzen ist die Ver⸗ messung der Laͤndereien nunmehr gaͤnzlich beendigt, welche der zeitigen Steuer⸗Vertheilung zum Grunde liegt. Das Ergebniß dieser Vermessung ist nun an die Stelle der fruͤhern Angaben des Flaͤcheninhalts der Regierungsbezirke getreten, und es sind

hier dadurch folgende Aenderungen entstanden

Muͤnster.. statt 132,22 Minden. .. 94,55 Arnsberg 140,53 16 KSs. .. ... . 73,0⸗ Duͤsseldorf... 100,29 Koblenz 109,54

Trier 121,84 bgbbPa- Durch neue Erwerbung keam zu Trier noch das Fuͤrstenthum Lichtenberg..

5

jetzt 132,17 ge 95,68 2 140, 11 8. 72,40 7 98,32 109,4 ; 120,08

75,05

2 8

11“

.10,50

1.“ . Weestfalen und

Rhheinprovinz . statt 847,89

jetzt 855,10 geog. Q. M.

meilen giebt hiernach die Katast uͤberhaupt um als die bisher

bedeutend unrichtig waren. Die an

auf Hundert: am groͤßten sind si sicherheit fruͤherer Landes⸗Vermessung nur

Revisionen nicht ganz entbehren darauf verwendet worden.

In den mitlern und oͤstliche sungen noch nicht beendigt; abzu Landkarten auch hier bevorstehn. In den, ist jedoch in vorstehenden cheninhalt der das angefuͤhrte Werk enthaͤlt. D

schiedne Beschaffenheit der ist uͤberhaupt sehr viel groͤßer, aus Maͤngeln der es auch Pflicht ist, fuͤr Genauig

graͤnzenlose Aengstlichkeit hierin weges zum Vortheil.

Menschen ab, die nur

1“ (Schluß

förderung des Gartenbaues in den Futi und 13. August c. im F

7

diger Seliger zu

Obstkultur in dortiger

selbst eingepflanzt hat; die beifälli für die Blumenzucht, über die von zu Seppau bei Beuthen

blühend zu haben und besser durch lungen des Rektors Herrn Kahle

kers Herrn Liegel zu Braunau am menbaumes; die Erfahrung über die Vertilgung des zu er als wirksames Mittel vorschl Stamm der Obstbäume, so

ten, theils zur

empfohlen ist; lung des Inspektors Fr. Dehnhardt über eine neue

nach diese Oxalis Mirbeli in Folge

wächse; Mittheilungen aus den Schwedischen Gartenbau⸗Vereins

derem eine von dessen Vice⸗Präsident

selben Stande wie bei seinen Lebz Secretair machte

insbesondere während der Zeit der

2,95 oder sehr nahe drei auf dem statistischen Buͤreau nach Landkarten ange— stellten Berechnungen. Ein Unterschied von fastzwei Quadratmeilen findet sich bei dem Regierungsbezirke Duͤsseldorf,

heblich, und betragen bei keinem

noch theilweise be gliche Erwartung, daß diese vollstaͤndig

Regierungsbezirke beibehalten worden,

Messungen und keine Unrichtigkeit wissentlich zu

Die Richtigkeit der saͤchlich doch von dem guten Willen einer großen das anzieht, wovon sie und die sehr wohl erkennen, daß geringe Irrthuͤmer und Zaͤhlen keinen erheblichen Unterschied in den

machen, welche fuͤr das Leben im Staate daraus zu

1111AAXAX“ In den beiden jüngsten Versammlungen des Vereins zur

wurden vorgetragen: ebruar d. J. gestifteten Anhaltschen Gartenbau⸗Vereins zu Dessau,

emeldete Methode des Bengalischen Rosen im freien Lande

botanische und pomologische Charaktexistik und C en des Kämmerers Herru achtschmetterlings (Phalaena brumata), wo⸗

weit die Zweige reichen, zu Monats September umzugraben, um die Puppen theils Speise der Vögel bloß zu legen, schon sonst, und namentlich vom Dr. schriften der allgemeinen Schweizerischen ie ten Natur⸗Wissenschaften (Isten Bandes 2te Abth. Zürich 1833) Aeußerungen des Herrn Dr. 4 des Botanischen Gartens Oxalis, von ihm Mirbeli benaunt, wo⸗

wirklich eine neue Spezies ist; eine Abhandlung des dizinal⸗Raths Herrn Professor Link über Akklimatisirung der Ge⸗

in Stockholm, in welchen unter

Nach Abzug der von außen hinzugekommnen 10 ½ Quadrat⸗

er⸗Vermessung diese Provinzen Quadratmeilen kleiner,

wo die Karten noch dern Unterschiede sind minder er⸗ Regierungsbezirke voll Eins e noch bei⸗Minden und Trier,

wo die Beschaffenheit der Begraͤnzung und des Bodens die Un⸗ Angaben leicht erklaͤrt. innerhalb gewisser Gr 1 die Fortschritte in Kenntniß und Bildung fuͤhren fortwaͤhrend zu Verbesserungen, deren auch das Katasterwerk bei kuͤnftigen

Ueberhaupt ist jede Gränzen sicher, und

wird, obwohl große Sorgfalt

n Provinzen sind die Vermes⸗ sehn ist jedoch schon, daß den betraͤchtliche Verbesserungen bekannt wer⸗ noch der Flaͤ— welchen iejenige Unsicherheit aller staats⸗

Angaben vorerst

wirthschaftlichen und politischen Berechnungen, welche die ver— Personen und Sachen erzeugt, als diejenige Unsicherheit, welche

Zaͤhlungen entsteht. Wie sehr keit der letztern zu sorgen, und dulden: so gereicht eine Statistik selbst doch keines⸗ Angaben haͤngt haupt⸗ ßen Anzahl von Nutzen absehn; im Messen Folgerungen ziehen sind.

der

folgt.)

1“

Be⸗ Königl. Preuß. Staaten am 10. die Mittheilungen des

Behufs Anknüpfung einer näheren Verbindung zur wirksameren Ver⸗ folgung der gemeinschaftlichen Zwecke; N Blumberg bei Balz über das zur Anlegung einer Obstpflanzung ihm aus der Landesbaumschule

überwiesenen 200 Stück Obstbäume, von denen er zur Pe⸗ Gegend eine beträchtliche Quantität an ver⸗

schiedene Bauernwirthe vertheilt und unter belehrender Anweisung

Nachrichten des Herrn Pre⸗ gute Gedeihen der

Belebung der

gen Aeußerungen des Ausschusses dem Kunstgärtner Herrn Schwabe Niederhakens der auf Partieen, um sie reichlicher Winter zu bringen; Mitthei⸗

den Puttlitz über die Wirkungen

zu

des Kreosots, das er gegen die Fäulniß von Pflanzen, Bäumen und Früch⸗ ten mit gutem Erfolge angewendet hat; zwei Abhandlungen des Apothe⸗ Inn, enthaltend die Geschichte und die

Classification des Pflau⸗ Persike hierselbst,

üägt, den Erdboden rund um den Anfang des zu vernich⸗ welches Mittel auch Hegeischweiler, in den Denk⸗ Gesellschaft für die gesamm⸗

Klotzsch auf eine Abhand⸗ zu Neapel, Herrn

der Vergleichung mit 0. bipuncgtata Geheimen Me⸗ vorjährigen Verhandlungen des An⸗

en, Herrn v. Pontin, verfaßte inter⸗

essante Erzählung enthalten ist, die einen im Jahre 1834 bei der 80 jäh⸗ rigen Tochter des berühmten Linn

sonstigen Landsitze Hammarby⸗ schildert, b denen der Verewigte seinen Studien obgelegen, noch Alles in dem⸗

6 abgestatteten Besuch auf dessen wo in den Gemächern, in Der General⸗

eiten sich befindet.

Mittheilung von den in einem der neuesten Hefte der Annalen der Gartenbau⸗Gesellschaft zu Paris befindlichen statisti⸗ schen Nachrichten über den Umfang des Blumenhandels in Paris,

Bälle in den Wintermonaten, wo

„B. im Laufe einer Woche (vom 23. bis 30. Januar d. J.) bloß

en in dieser Zeit gegebenen 7900 großen Bällen und Soiréen bei F Ministern und Gesandten u. s. w. und zu 2100 anderen größ en Privat⸗Bällen verwendet wurden: für Miethe von Kübeln und cönr 4 mit Schmucksträuchern und Ziergewächsen, die von einem Balle pfen andern gingen, Behufs Decoration der Eingänge, Treppen und nan säle 10,000 Fr., für Blumenkörbchen, Guirlanden und dergl. 85 Schmuck der inneren Gemächer 6000 Fr., für abgeschnittene Kamenin zu Verzierungen 3600 Fr., für einzelne Kamellien⸗ Blüthen und andere feine Blumen zum Haarputz 1000 Fr., für 2000 ea miethete Kamellien in Blüthe 2000 Fr. und für Ballstraäͤuge von 2 bis 20 Fr. das Stück, 20,000 Fr., so daß in jener Wocheie lein auf Blumenschmuck verwendet wurden 42,600 Fr. ohne den 4 trächtlichen Verkauf auf dem Blumenmarkte, wobei noch zu bem. 8 ken, daß bei jener Schätzung nicht die Zeit angenommen worden 89 es die meisten solcher Bälle und Soiréen giebt. Die Snie welche überhaupt der Blumenhandel zu Paris in Umlauf setzt g auf mehr als 2 Millionen Fr., jährlich augegeben. Nachrichtzn wird bemerkt, daß das für den gemeinnützigeren Gebrauch der daü handlungen des Gartenbau⸗Vereins ausgearbeitete vollständige Sra⸗ und Namen⸗Register zu den ersten 10 Bänden (lste bis einschlieflit Llste Lieferung) nunmehr erschienen, und für 20 Sgr. durch den e cretair des Vereins wie durch die Nicolaische Buchhandlung zu n8 ziehen ist, den Subskribenten aber zugesendet werden wird.

8-.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

In der Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschef ten vom 16. August las Herr von Blainville eine Abhandlne⸗ über die Stellung, welche die Gattung Chionis in dem ornithesen schen Systeme einnehmen müsse. Seine Untersuchungen haben 3 überzeugt, daß diese Vogelart nicht unter die Gallinaceen gehört hg hin zuerst Oken und später auch Isidore Geoffroy, Goldfuß 8 Lesson sie gestellt hatten, sondern daß sie mit den Strandläufern mng Stelzenläufern und namentlich mit der Gattung der Austernffsch in der Organisation und in der Lebensart die meiste Aehnlcst habe, nur die Form des Schnabels weiche etwas ak, doch sey dauf kein großes Gewicht zu legen. Herr Montagne theilte seine Lah achtungen mit über die unter dem Ramen „Muscardine“ befune Krankheit der Seidenwürmer und bestätigte die von dem vnd Bassv gemachte Entdeckung (siehe Sitzung der Akfad. v. 25. Jütt Nr. 214 der Staats⸗Zeitung), daß die Krankheit durch die dia kelung einer kleinen frvptogamischen Pflanze euntstehc. m Herrn Peltier war ein Schreiben eingegangen über die g dem Faden eines Galvanometers zufällig entstehenden elcft. chemischen Ströme. An Werken wurden der Akademie überremh. die 13te Lieferung des zu der Reise von Humboldt und Bonxplen gehörigen geographischen und phpsischen Atlasses. Ferner die zm⸗ setzung der kritischen Untersuchungen über die Geschichte der Geom̃⸗ phie der neuen Welt. Dieser Lieferung ist eine höchst merkwünge Karte beigegeben, ein Fragment einer Weltkarte, die im Jahre 1ch von dem berühmten Piloten Juan de la Casta gezeichnet worden s Die Original⸗Karte befindet sich in dem Kabinet des Baron i Walkenaer. Endlich Lubbock's Beobachtungen der Ebbe und Fuh in Liverpool und Bronn’s Lethaeca geognostica, oder Abbildung m C” der für die geologischen Formationen charakteristischen Fossilieu.

Auswürtige Börsen.

Amsterdam, 19. August. Niederl. wirkl. Schuld 551 63. 5 % do. 102 1516. Kam I 8 % Span. 30 ½. Passive 9 %¼. Ausg. Schuld 14 1u8. Preuss. Prüm.-Sch. 110 ¼. Poln. —. Oesterr. Met. 100 % Amwefpen, 18. August. Ausg. Sch. —. Zinsl. 11 ½à. London, 19. August. Cons. 3 % 91 ⅛. Belg. —. Neue Aul. 30 ¼. Passive 8 ½. Ausg. Sch. —. 2 ½ % Holl. 5 % Port. 71. do. 3 % 43 à¼. Engl. Kuss. 111 ½. Gelarhbegre. Mor.. .“ Paris, 18. August. ö 5 % Rente pr. compt. 108. 75. ün cour. 109. —. 3 % g. compt. 79. 95. fin cour. 80. 10. 5 % Neap. 100. 25. 5 % Spu Rente 31. Fassive 9 ½. Neue Ausg. Sch. —. Ausg. Sch. 11 % 3 % Portug. 45 ⁄¾. . St. Petersburg, 17. August. Lond. 3 Mon. 102 ⁄2. ½¼.. Hamb. 3 Mon. 9455 4. 2 2. F ber-Rub. 357. Kop

24. Passive 10. Neue Anl. M

Obl. -. 1821

Bras. N.

1 Wien, 19 August. 5 % Met. 104 ¼. 4 % 99 8¼. 3 % 75. 2 ½ Bank-Actien 1352. Neue Anl. —.

Ss SBas

2 07 —0% .“ 1 % 6

Koͤnigliche Schauspiele. Donnerstag, 25. Aug. Im Schauspielhause: Rothli⸗ chen, Feen⸗Oper in 3 Abth., nach dem Franzoͤsischen des Thin lon, von der Koͤnigl. Schauspielerin Fr. Krickeberg. Musit beß Boyeldieu. Freitag, 26. Aug. Im Schauspielhause: Emilia Galo Trauerspiel in 5 Abth., von G. E. Lessing. Koͤnigstaͤdtisches Theater. ..

Donnerstag, 25. Aug. Der Pariser Taugenichts. Lusth

in 4 Akten, frei nach dem Franzoͤsischen, von Dr. Karl Thf

Hierauf: Das Schreckens⸗Gewebe. Posse in Akt,

nach dem Franzoͤsischen, von B. A. Herrmann. 1 Freitag, 26. Aug. Eulenspiegel, oder: Schabernack

Schabernack. Wiener Lokal⸗Posse mit Gesang in⸗

.“ Redacteur Ed. Cottel.

——

Gedruckt bei A. W. Hahn.

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Frrtünemen

eeEeehee abeenaeeeeeen

Alllgemeiner Anzeiger

Bekanntmachungen.

Deffentliches Aufgebot.

Auf dem Grundstuͤcke der Christian Gieseschen Ehe⸗ leute zu Kampangen Nr. 5, welches ehemals einem gewissen Isaac Bornieß gehoͤrte, sind Rubric⸗ III. No. 1 noch 352 Thlr. 10 sgr. 2 ½ pf, naͤmlich 528 Flor. 15 gr. 6 pf. fuͤr jedes der Geschwister Johann und Jacob Steckmann an Vater⸗ und Brudererbtheil auf Grund des Theilungsrezesses vom 15. April 1773 und Kubrica III. No. 2 noch 1000 Thlr. oder 3000 Flor. ruͤckstaͤn⸗ dige Kaufgelder auf Grund des Kaufvertrages vom 18. Mai 1775 fuͤr den Martin Bornieß eingetragen:

Der mittelst

Bekanntmachu

stuͤck praͤcludirt und ihnen deshalb ein ewiges Still⸗ schweigen auferlegt werden wird.

Marienwerder, den Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und S

2. August 1836. n g.

Steckbrieses vom 24. Junt a. c. ver⸗

folgte Baͤckergeselle Carl August Duͤnom ist wieder zu gefaͤnglicher Haft gebracht worden.

Frankfurt a. d. O., den 19. August 1836. Koöͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

die genannten Geschwister Steckmann und der ꝛc Borriß, deren Erben oder Cessionarien oder die sonsti⸗ 4. Inhaber dieser Forderung werden hierdurch aufge⸗ ordert, den 26. November a. c. vor dem Heven Assessor Siewert anberaumten Ter⸗ mine zu melden und ihre Anspruͤche geltend zu machen, widrigenfalls sie mit ihren Anspruͤchen auf das Grund⸗

Großherzoglich Amtsgericht.

Auf Antrag des Schutzjuden Joseph Simon Bars⸗ dorf auf hiesiger 2 1— sich binnen 3 Monaten, spaͤtestens in dem auf gemacht, daß zwischen ihm und seiner Ehefrau, ge⸗

bornen Wilda aus Hamburg, Ehepacten keine Guͤtergemeinschaft stattfinden soll. Strelitz, den 2. Juli 1836.

Amtsfreiheit wird hierdurch bekannt in Folge abgeschlossener

fuͤr die Preußischen Staatenane.

Kupferstich⸗Auction.

Daß die bereits in diesen Blaͤttern angezeigte Ver⸗ Franz v. Sternberg⸗Mander⸗

Große steigerung der Graͤfl.

die Italien. Schule in 7440

Dresden,

scheidschen Kupferstich⸗Sammlung, Nummern, bestimmt den 5. September d. J. allhier durch Unterzeichneten be⸗ ginnt, wird andurch nochmals bekannt gemacht.

den 10 August 1836.

Carl Ernst Heinrich, Auctionator.

Schoppe, Amalia, die Kolonisten, 2 Bde. 19 Terpen, C, Skizzen nach dem Leben, 2 Bde. à320 Wachsmann, C. von, Erzaͤblungen u. N len, 7.r Bd. (auch u. d. T: Neue Folge 1r à 14 Thlr. 8 Leipzig, im August 1836. Carl Fo 1 Bestellungen hierauf nehmen an die Buchham gen von E. S. Mittler in Berlin (Stecht Nr. 3), Posen und Bromberg.

iste Abtheilung,

Im Verlage des anerkannt gute

Beer,

Literarische Anzeigen. Fuͤr Leihbibliotheken und Lesezirkel. Unterzeichneten sind nachstehende Romane in elegantester Ausstattung erschienen;

A. T., Erzaͤhlungen und Novellen, 3 Bde.

Krebs, Julius, neueste Novellen und Erzaͤh⸗ lungen, 3 Bde. (auch u. d. T.: Novellen u. Er⸗

zaͤhlungen zr bis Ar Bd), à Thlr.

1 8 . nh . Bei Ernst Günther in Lissa ist wrsebjean dqureh alle Buch- und Kunsthandlungen, 8 dül qurch die Enslinsche Buchhandlung (Ferd. [er), Breitestrasfse No. 23, zu bekommen: Bil dnils des Fürsten Anton von Lülhographirt nach einer Zeichnu Auf fein weiss Papier 20 sgr., auf chinvs&. Papie Mit Oelfarben colorirt 4 Thlr.

heimen

hen geruht.

88 Durch eine Koͤnigl. Verordnung vom 4ten d. wird

befehl uͤber die Observations⸗

ung: „Mehrere Zeitungen sprechen mit

4889882

Berlin, Freitag den 26ůfen August

—q

——

1I1I““

Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den Berg⸗Amts⸗Di⸗ rektor, Grafen von Bredow zu Wettin, zum Berg⸗Rath zu ernennen und das desfallsige Patent Allerhoͤchstselbst zu voll⸗

ichen.

seh Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem Journal⸗Vorsteher, Ge⸗ Registrator Cursch im Ministerium der geistlichen, Un⸗ terrichts- und? kedizinal⸗Angelegenheiten, das Praͤdikat als Hof⸗ rath huldreichst beizulegen und das desfallsige Patent zu vollzie⸗

Hyhre Koͤnigl. Hoheit die Prinzessin von Doberan hier eingetroffen. 8

Koͤnigliche Bibliothek. Der Bestimmung des Koͤnigl. Hohen Ministeriums der tistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten zufolge, 1 die Koͤnigl. Bibliothek vom 29. August bis 17. September d. J, der vorzunehmenden Reinigung der Saͤle und Buͤcher, sp wie einiger baulichen Einrichtungen wegen, geschlossen.

Angekommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Oesterreichische Lirkliche Geheime Rath und Kaͤmmerer, außerordentliche Ge⸗ sandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf von Trautmannsdorff⸗Weinsberg, von Dresden. JAbgereist: Se. Excellenz der Ober⸗Land⸗Mundschenk im Herzogthum Schlesien, Graf Henckel von Donners⸗ march nach Anklam. b 88 1““

Zeitungs⸗Nachri

Ausland. ͤA1“ ch. Paris, 19. Aug. Der Koͤnig hat von den Hanse⸗Staͤd⸗ un Hamburg, Bremen und Luͤbeck und von der freien Stadt Franksurt Gluͤckwuͤnschungs⸗Schreiben zu der Erhaltung seines Lebens empfangen.

Der Herzog von Orleans muß noch immer Unpäͤßlichkeits acher das Zimmer huͤten; es hotßt, er werde sich nicht nach dem Lager von Compiegne begeben; so viel ist gewiß, daß der Her⸗ zog von Nemours heute Mittag allein dorthin abgegangen ist.

err Serrurier zum außerordentlichen Gesandten und 6 ten Minister in Rio Janeiro, und Herr Ed. Pontois zu dem⸗ selben Posten bei den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika ernannt.

Das Wahl⸗Kollegium zu Saintes, im Departement der niederen Charente, hat am 1öten d. seinen bisherigen Deputir⸗ ten, Herrn Dufaure, der sich wegen seiner Ernennung zum Staatsrath einer neuen Wahl unterwerfen mußte, mit 257 un⸗ ter 413 Stimmen wiedergewaͤhlt. Eben so hat das Wahl⸗ Kollegium zu Ambert, im Departement des Puy⸗de⸗Dome, sei⸗ nen bisherigen Deputirten, Herrn Molin, der zum Praͤfektur⸗ älanin worden ist, mit 99 unter 162 Stimmen wieder⸗ gewaͤhlt.

Der General Bugeaud ist am 13ten d. in Marseille ange⸗ kommen. Er wird sich gleich nach Beendigung seiner Quaran⸗ näne nach Paris begeben, und es heißt, daß er, an der Stelle des Generals Harispe, der fortwaͤhrend kraͤnklich ist, den Ober⸗ Armee an den Pyrenaen erhalten

Wasa ist von

werde. Der Pair Graf Theobald Walsh de Serrant, ist gestern hierselbst in einem Alter von 40 Jahren mit Tode abgegangen. Das Journal de Paris enthaͤlt heute folgende Erkläͤ⸗ , mehr oder weniger Währheit von demfenigen, was sich seit einigen Tagen, auf An⸗ 9 der Ereignisse in Spanien, im Minister⸗Rathe zugetragen dat. Es ist nicht unsere Sache, ihre Irrthuͤmer zu berichti⸗ gen, doch moͤchte es wohl angemessen seyn, gewisse Behauptun⸗ een zu widerlegen. Niemals ist davon die Rede gewesen, in 892 gegen die Verfassung von 1812, d. h. gegen irgend ei⸗ 15 heil der liberalen Partei zu Felde zu ziehen. Dies ist hee undfalsche Behauptung. Folgendes waren vielmehr die Hefchen uͤber diesen Gegenstand: Eine der wesentlichsten Ur⸗ 8 sdes Exaltation der Gemuͤther in Spanien war die Be⸗ 812 Don Carlos siegen zu sehen. Ware der Aufstand in aer d- gedäͤmpft worden, so wuͤrden die Gemuͤther sich weni⸗ 5. sfert haben. Hierin also lag die wahre Schwierigkeit e en Angelegenheiten. Gewiß war diese Schwierig⸗ 5 telegbar, wie viele es geglaubt haben, da man gesehen daß die Fremden⸗Legion, ungeachtet ihrer geringen Streitkraͤfte,

em Villareal eine wichtige Niederlage beibringen konnte. Haͤtte

10 Fenasche Armee thaͤtiger operirt, so wuͤrde Alles eine an⸗ Schon gewonnen haben. Leider ist dies nicht geschehen. dacht ] die mit Spanien verbuͤndeten Maͤchte darauf be⸗ sten Erei LEEE“ Beistand zu leisten, als die neue⸗ dige Ve g isse die Angelegenheiten jenes Landes in eine vollstaͤn⸗ ige Verwirrung brachten. Wird man jetzt mehr Soldaten und

mehr r 1 ö finden, um der Contre⸗Revolution Widerstand zu

liist 8 er ir 4 . 8 5 8 sten? Wir wissen es nicht, wollen im Uebrigen, um ein rich⸗

igeres Urtheil faͤllen

Minlerweile zu können, noch eine Zeit lang warten.

nimmt Frankreich einen nicht minder lebhaften An⸗ theil at Frankreich einen nicht minder lebhaften An de in Odem Schicksal der Koͤnigin, die es anerkannt hat und Es hengt n eine so große und edle Sache repräͤsentirt.“ leyrand ö der Marschall Soult und der Fuͤrst Tal⸗ dis zu kommen. Fgend eingeladen worden, unverzuͤglich nach Pa⸗

is jetzt sind noch keine neuere Nachrichten aus Madrid

R

1

hier eingegangen. Die auf gewoͤhnlichem Wege eingegangenen Berichte E; erst bis zum 9ten d. Die PWost 18” Muͤhe durchzukommen, denn die Guerillas zwischen Madrid und Sa— ragossa machen alle Wege unsicher; besonders soll der Engpaß bei Calatayud und Olica kaum zu passiren seyn. Daher weiß man denn auch uͤber den Militair⸗Aufstand vom 12ten und 13ten wenig Gewisses. Nur unverbuͤrgt erzaͤhlt man sich, die Truppen, welche die Koͤnigin zur Annahme der Constitution ge⸗ zwungen, seyen nur 500 Mann stark gewesen.

Der Phare de Bayonne hat von einem seiner Madrider Korrespondenten die Abschrift eines Beschlusses erhalten, der am 15. Juli von einem im Hause des Herrn Mendizabal versam⸗ melt gewesenen Comité ausgegangen seyn soll. Waͤre dies Akten⸗ stuͤck authentisch, so wuͤrde daraus hervorgehen, daß wirklich in Madrid ein Central⸗Ausschuß fuͤr die Verfassung von 1812 existirt und die Bewegungen in den Provinzen geleitet hat; es lautet folgendermaßen: „Instruction, beschlossen im Hause des D. Juan Alvarez Mendizabal in der Nacht vom 15. Juli 1836. 1) Keine Emeute zu provoziren, damit die Regierung dies nicht als Vorwand zur Aufstellung einer Militairmacht benutze. 2) Die Massen zu bearbeiten und besonders die National „Garden zu gewinnen, um sie zur Zeit der Eroͤffnung der Cortes guͤnstig zu stimmen. 3) Sich mit den Korrespondenten in den Provinzen zu ver⸗ staändigen, damit von allen Seiten die gegenwaͤrtige Regierung verschrieen werde. Hierzu dienen folgende Mittel: 1) Keine Nachricht, welche die Regierung erhaͤlt, unberuͤcksichtigt zu las⸗ sen, sondern sie zu entstellen und zu kommentiren, um sie in einem den Miniskern nachtheiligen Lichte erscheinen zu lassen. 2) Den Bouͤrgerkrieg so darzustellen, als werde durch denselben Don Carlos beguͤnstigt; den Ministern vorzuwerfen, daß sie die wahren Patrioten verfolgten. 3) Nichts gegen die Koͤnigin, desto mehr aber gegen die Camarilla zu sagen und sie als die Ursache darzustellen, warum die Koͤnigin die Regierung den Haͤnden der Volksfreunde entrissen habe. Diese Geruͤchte werden in den Provinzen verbreitet und durch den Redacteur der „Themis“ den auswaͤrtigen Blaͤttern mitgetheilt. Alle Nationalgardisten, welche wegen ihrer Exaltation bekannt sind, sollen uUnterstuͤtzt und gegen das Ministerium ausgehetzt werden. Die Unter⸗ stuͤzung der Armen in den Kaffeehaͤusern und Schenken mit 5 Realen taͤglich wird fortgesetzt.“

Im Courrier francais liest man: „Wenn man gut un⸗

terrichteten Personen glauben darf, so hat das Ministerium heute

aenerich von einem allgemeinen Aufstande in Catalonien er⸗ alten. z

Aus Bayonne wird vom 17. August gemeldet, die in Aragonien stehende erste Division der Central⸗Armee, von Ge⸗ neral Soria kommandirt, habe, wahrscheinlich in Folge der Pro⸗ clamation S. Miguels, am Iten die Constitution von 1812 pro⸗ klamirt. Der General verhielt sich neutral und zog es endlich vor, das Kommando dem Brigadier Santa Cruz abzutreten; dieser mochte aber gleichfalls die Stelle fuͤr zu schwierig halten, und resignirte auch, worauf ein ehemaliger Franzoͤsischer Offizier Ma⸗ nuel Lebron das Kommando uͤbernahm. Dieses Ereigniß ist uͤbrigens jetzt von geringer Wichtigkeit, da die Koͤnigin selbst die Constitution angenommen hat, die Armee also wahrschein⸗ lich nicht zoͤgern wird, ein Gleiches zu thun. General Soria soll kurz vor seiner Abdankung dem Corps des Karlisten⸗Gene⸗ rals Quilez in Aragonien eine Niederlage beigebracht haben. Aus der Hauptstadt von Aragonien sind fernere Berichte ein⸗ gegangen. Die von der insurrectionellen Junta ausgeschriebene außerordentliche Steuer (nach Anderen eine Zwangs⸗Anleihe) von 4 Millionen Realen wurde mit großer Strenge beigetrie⸗ ben, und diejenigen Einwohner, die ihren Theil zu bezahlen verweigerten, wurden in das Gebaͤude des ehemaligen Inquisi⸗ tions⸗Tribunals eingesperrt. Die Constitutionnellen von Sara⸗

gossa haben eine gruͤne Kokarde mit der Inschrift „Constitution

oder Tod“ angenommen und insultiren jeden, der sie zu tra⸗

gen sich weigert.

Ein Bericht aus Santander vom 14 d. sagt, General Cordova, der den Oberbefehl dem Baron Meer und nicht dem Obersten Ribeiro uͤbertragen gehabt, habe dasselbe wieder uͤber⸗ nommen, sobald er erfahren, daß Villareal in Villasana de Mez⸗ zan angekommen sey, um Gomez zu Huͤlfe zu eilen. Daß Go⸗ mez von Espartero geschlagen worden, bestaͤtigt sich, jedoch scheint dieser Sieg abermals keine anderen Folgen gehabt zu haben, als daß Gomez sich wieder in das Gebirge zuruͤckgezogen hat.

Don Tarlos hat ein Dekret erlassen, wodurch allen Engli⸗ schen Deserteurs freigestellt wird, in ihre Heimath zuruͤckzukeh⸗ ren. Diejenigen, die von dieser Erlaubniß Gebrauch machen wol⸗ len, sollen durch die Vorposten bis an die Gränze gefuͤhrt werden.

Großbritanien und Irland. London, 19. August. Der Koͤniglich Schwedische Ge⸗ sandte, Graf Bjoͤrnstierna, gab am Mittwoch Abend ein großes diplomatisches Diner, welchem der Schwedische Minister, Graf

von Wetterstedt, und die meisten der Englischen Minister bei⸗.

wohnten.

Am 16ten d. veranstaltete Herr Feargus O'Connor zu Manchester einen Umzug zum Andenken an die blutigen Scenen von 1819 auf dem sogenannten Peterloo⸗Felde. Er selbst und mehrere Handwerker hielten Reden; späͤter zogen sie in vier⸗ spaͤnnigen Wagen durch die Stadt; doch ging Alles ruhig ab.

Zu Leith ist das Dampfschiff „Clarence“, von 250 Pferde Kraft und 800 Tonnen Gehalt, vom Stapel gelassen worden. Im Laufe dieses Jahres hat die General⸗Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft noch vier Dampfschiffe, „Caledonia““, „Giraffe“, „Ocean“ und „Counteß of Lonsdale“, jedes von 700 Tonnen, erbauen lassen.

Herr Green ist am Donnerstage ohne den Herzog Karl von Braunschweig in die Luft gestiegen, da Letzterer sich weigerte, 8 einer so spaͤten Stunde, wie 7 Uhr Abends, sich der Atmo⸗ phaͤre preizzugeben. Der Ballon ist unbeschaäͤdigt herunter⸗ gekommen. G

Nach Briefen aus Salonichi lagen daselbst zwei Grie⸗ chische Kanonenboͤte und Tuͤrkische 1en edasch kh2 Sits nachdem sie vergeblich auf die Seeraͤuber Jagd gemacht hatten. Die letzteren fanden in den Buchten der Gebirgs⸗Gegenden des Olympos und des Othos Zuflucht, da sie einen Theil ihres Rau⸗ bes den dortigen Heiligen zuzuwenden pfiegen. 8

Nachrichten vom Vorgebirge der guten Hoffnung zufolge, war der Kaffernhäuptling Hintza, der sich als Geisel in den Händen der Kolonial⸗Regierung befand, auf dem Wege in das Kaffernland, wo er zur Auslieferung des den Kolonisten ge⸗ raubten Viehes beitragen sollte, von seiner Englischen Eskorte, der er, wie es heißt, entfliehen wollte, getoͤdtet worden. Lord Glenelg, der Kolonial⸗Minister, scheint dem Bericht uͤber die Art seines Todes nicht vollen Glauben beizumessen und hat dem Gouverneur des Caps besfohlen, die Sache zu untersuchen, um die Ehre des Englischen Namens von dem Vorwurfe der Er⸗ mordung eines wehrlosen Gefangenen zu vindiziren.

Nach Briefen aus Kalkutta vom 30. Maͤrz war der neue General⸗Gouverneur von Indien, Lord Auckland, am 6. Maͤrz daselbst angekommen und am folgenden Tage unter den gewoͤhn⸗ lichen Solennitäten beeidigt worden. Der interimistische Gene⸗ ral⸗Gouverneur, Sir Charles Metralfe, welcher zum Gouver⸗ neur der neu kreirten Praͤfidentschaft Agra ernannt ist, fuͤhrt als solcher offiziell den Titel Vice⸗Gouverneur der nordwestli⸗ chen Provinzen und wird in Agra residiren. Die Bewohner von Kalkutta sind durch das ihnen ganz neue Schauspiel eines Luftballons in Erstaunen gesetzt worden. Der Aeronaut, Herr Robertson, welcher ihnen das erste Schauspiel dieser Art gege⸗ ben hat, hatte eine Einnahme von 10,000 Rupien, etwa 1000 Pfd.

Aus New⸗York wird unter dem 20sten v. M. gemeldet, daß der Krieg mit den Krihks so gut wie beendigt und der Rest der Indianer uͤber den Tschattahotschel⸗Fluß getrieben worden war. General Scott war abberufen worden. Der Bischof der Episkopal⸗Kirche von Pennsylvanien, Dr. White, ist am 17. Juli im 88sten Jahre seines Alters zu Philadelphia gestorben: es war ein allgemein verehrter Mann, und Leute von allen Kon⸗ fessionen wollten seinem Leichenbegaͤngnisse beiwohnen. Große Goldmassen sind aus Europa in den Vereinigten Staaten an⸗ erasnte. Auch uͤber die Aerndte sind bessere Berichte einge⸗

Nach Berichten aus Buenos⸗Ayres vom 28. Mai wurde der Jahrestag der Unabhaͤngigkeit daselbst am 25. Mai aufs feierlichste begangen. Der Britische Gesandte wurde dem Gou⸗ verneur vorgestellt und äußerte die Gesinnungen der Freundschaft seines Monarchen fuͤr den Staatenbund des Plataflusses, dessen Theilnahme an ihrer jetzigen Ruhe und Wohlfahrt und dessen Wuͤnsche, das gute Verhaͤltniß zwischen Großbritanien und jenen Staaten zu befoͤrdern und zu vermehren. W1ö.

Niederlande.

Aus dem Haag, 20. Aug. Der imistis . 20. Aug. gewesene interimistische Ober⸗Statthalter in Ostindien, Herr Baud, ist nach habten Konferenz mit dem Kolonial⸗Minister nach dem Loo zu 1. 1 9 üese. gg. ist General⸗Major Na⸗ s von hier na em Helder abgegangen si 8891o G. 1“ er Staats⸗Secretair, Graf Schimmelpennink, ist von sei ner Reise zuruͤckgekehrt und die Minister des L 88 der Finanzen werden naͤchste Woche erwartet. 1

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Schweden und Norwegen.

Stockholm, 19. Aug. Vorgestern Nachmittag sind Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Kronprinz und die EE1 Hoͤchstihren Kindern von ihrer Reise nach den suͤdlichen Pro⸗ vinzen des Reichs, wohin sie ihre hohen Anverwandten, die Her⸗ zoglich Leuchtenbergische Familie, begleitet hatten, im erwuͤnschten ES28 t adt nea zuruͤckgekehrt.

1 ei der am 1. Aug. gehaltenen Auection der großen mecha⸗ nischen Werkstatt zu Motala hat sich kein Hieter vb. Die Gesellschaft .. einer aus 2 Directions⸗Mitglie⸗ dern und 3 Actien⸗Besitzern bestehenden Kommission auf, den Minimums,⸗ Preis zu bestimmen, wozu die Direetion fernerhin Kaufgebote auf dieses Eigenthum annehmen moͤge, und setzte zugleich fest, daß diese Minimums-⸗Bestimmung sogleich versiegelt der Direction eingeliefert und nicht fruͤher von ihr geoͤffnet wer⸗ den solle, als bis ein ernstes Gebot geschehen waͤre; im Fall nun dieses dem versiegelten Minimum entspraͤche, so solle die Direc⸗ tion durch Zeitungen bekannt machen, daß ein annehmliches Ge⸗ bot gemacht worden sey, und einen Jeden, der damit wetteifern wolle, auffordern, sich innerhalb eines Monats mit Antraͤgen hoͤren zu lassen, wo dann der vortheilhafteste angenommen wer⸗ den wuͤrde. Der Werth der noch in diesem Jahre theils schon fertigen, theils noch in Arbeit befindlichen, theils eben erst kon⸗ eesc Segecsen belief sich auf ungefaͤhr 200,000 Rbthlr., Jöh einmal so viel als fuͤr die Arbeiten des ganzen vorigen

Im vorigen Monate haben 1734 Kauffahrtei⸗Schi Sund passirt. Von diesen waren ö1 vom 18r dischen Haͤfen bestimmt; 105 von Schweden nach auswärtigen Secen, von und nach Schwedischen Plaͤtzen 26; Schwedische

chisse von und nach auswaͤrtigen Orte . 889

Daͤnemar k. v

Kopenhagen, 18. Aug. Nach einer von unserer Regie⸗ rung mit dem Englischen Postwesen getroffenen slheet. e. sollen kuͤnftig die Englischen und Daͤnischen Zeitungen, so weit sie uͤbrigens autorisirt sind, mit der Post versandt zu werden mit den beiderfeitigen Posten ohne Bezahlung von Postgeld, Distributions⸗Gebuͤhren oder sonst irgend einer Abgabe versandt werden. Die Englischen Zeitungen erleiden dadurch eine bedeu⸗ tende Preis⸗Ermaͤßigung. Die „Times“, die „Morning Chro⸗ nicle“, der „Courier“, und der „Star“, welche jedes noch vor he Jahren 180 Rbthlr. jaäͤhrlich kostete, koͤnnen nun fuͤr 93

bthlr. 83 Bsh. auf der Post bestellt werden. Die Preise der