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glaubte, ihm einen erfolgreichen Widerstand zu leisten. Wenn dies wahr ist, welch' ein Bild bietet es dann von der verzweifelten Lage dar, auf die nun die Christinische Regierung reduzirt ist, und welch' ein Vorwurf fuͤr ihre Anhaͤnger, die solche Unwahrheiten über die militatrischen Erfolge der ihre Truppen kommandirenden Offiziere verbreitet haben; Da die Parteien, welche die Portugie— sische Revolution herbeifuͤhrten, der Koͤnigin ein Dekret abge⸗ preßt haben, wodurch die Pairs⸗Kammer aufgehoben wird, die ein eben so wesentlicher Zweig der Portugiesischen, wie unser Oberhaus von der Britischen Verfassung ist, so haben die Pairs, mik dem Herzoge von Palmella an der Spitze, einen energischen Protest gegen ein so gesetzloses und schmäͤhliches
Verfahren unter zeichnet und publizirt. Die Pairs behaupten darin offen und maͤnnlich, was die Times schon laͤngst in Be⸗ zug auf die Revolutionen in Spanien sowohl wie in Portugal ausgesprochen hat, daß naͤmlich die Form einer bestehenden Re⸗ gierung gesetzmaͤßig durch eine ploͤtzliche Gewalthandlung eine
zuͤgellosen Soldateska nicht umgestuͤrzt werden kann. Die Sitt⸗
lichkeit und folglich die Legitimitaͤt der jetzigen Portugiesischen Revolution ist in diesem Protest der Pairs in das gebuͤhrende Licht gestellt, und aller Wahrscheinlichkeit nach wird dieselbe bei der Nation eine gleiche Aufnahme sinden.“
Die Morning Post berichtet aus Lissabon: „Die In⸗ triguen uͤber die Frage, zu wessen Gunsten das Successionsrecht entschieden werden soll, die in dieser Session der Cortes zur Sprache kommen sollte, sind sehr weit gegangen, und es unter— liegt keinem Zweifel, daß das Verfahren mehrerer hochgestellten Personen und einiger Minister allgemeines Mißfallen erregt hatte. Man behauptete, die Herzogin von Braganza sey in ihren Bemuͤhungen, eine fuͤr ihre Tochter guͤnstige Erklaͤrung zu er⸗ wirken, weiter gegangen, als gerade nothwendig gewesen waͤre, obwohl es ziemlich natuͤrlich war, daß sie sich bemuͤhen mochte, ihrem einzigen Kinde Vortheile zu erwirken. Dies hat indessen Streitigkeiten zwischen allen Mitgliedern der Koͤniglichen Fa⸗ milie zur Folge gehabt, wegen Theilung von Brillanten, Gold und anderen ihnen gehoͤrenden Effekten; und es ist dabei fast zu unanstaͤndigen Scenen gekommen, indem die Koͤnigin anderen bohen Personen den Vorwurf gemacht hat, in einigen Faͤllen sich mehr zugecignet zu haben, als ihnen von Rechts wegen zukam, in anderen gar Alles behalten zu haben.“
Das Paketschiff „Sheffield“, welches in sechzehn Tagen von New⸗York in Liverpool angelangt ist, hat Nachrichten aus Amerika bis zum 2isten v. M. mitgebracht. Die Praͤsi⸗ denten⸗Wahl in den Wahl⸗Kollegien beginnt am 7. Dezember; 24 Tage vorher muß in den einzelnen Staaten die Wahl der Waͤhler anfangen. Die Gesammtzahl der zu ernennenden Waͤh⸗ ser wuͤrde 294 seyn, wenn Michigan bis dahin die Bedingun⸗ gen seiner Aufnahme in die Union annimmt und zum Staat wird, und es wuͤrden daher, wenn alle stimmen, zur Guͤltigkeit einer Wahl 148 Stimmen erforderlich seyn. Maine hat 10 Wähler, New⸗Hampshire 7, Massachusetts 14, Rhode⸗Island 4, Connecticut 8, Vermont 7, New⸗York 42, New⸗Yersey 8, Pennsylvanien 30, Delaware 3, Maryland 10, Virginien 23, Nord⸗Karolina 15, Suͤd⸗Karolina 11, Georgia 11, Michigan 3, Ohio 21, Indiana 9, Illinois 5, Kentucky 15, Tennessee 13, Alabama 7, Mississippi 4, Missouri 4, Arkansas 3 und Louisiana
5 zu waͤhlen. Der Praͤsident Jackson war am 3. September von seiner Reise durch Alabama im besten Wohlseyn wieder in der Eremitage, seinem Wohnsitz, eingetroffen. 9 Den in den Rew⸗Yorker Blaͤttern befindlichen Nachrichten aus Brasilien zufolge, standen die Rebellen noch immer an 1000 Mann stark, Kavallerie und Infanterie, in der Naͤhe der Stadt Para und hatten schon mehrmals den Versuch gemacht, in dieselbe einzudringen, aber stets ohne Erfolg. Die Garni⸗ son der letzteren soll ebenfalls aus 1000 Mann mit 16 Kanon
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8 “ 8 B e l g i en. 88 .
Bruͤssel, 12. Okt. Der Koͤnigl. Preuß. Gesandte, Herr von Arnim, ist von Achen, wohin er sich zu Sr. Koͤnigl. Ho⸗ heit dem Kronprinzen von Preußen begeben hatte, wieder in Bruͤssel eingetroffen. 1
Herr 8 Bulwer ist hier angekommen, um hier als
Britischer Geschaͤftstraͤger zu fungiren. ö 1“ Deutschland. Hannover, 15. Okt. Se. Koͤnigl. Hoheit der Vice⸗ Koͤnig ist gestern Vormittags von Soltau und Ihre Koͤnigl. Hoheit die Frau Herzogin von Cambridge nebst Familie gestern Nachmittags von Rotenkirchen hier wieder eingetroffen.
Die Herbstuͤbungen der beiden Garde⸗Bataillone wurden hier heute mit einem Manoͤver, bei welchem auch Artillerie mit⸗ wirkte, beschlossen. —
Kassel, 15. Okt. Se. Hoheit der Kurprinz und Mitre⸗ gent haben in einer, dem Koͤniglich Wuͤrttembergischen Staats⸗ rath Freiherrn von Trott heute ertheilten Audienz aus dessen Haͤnden dasjenige Schreiben empfangen, durch welches Se. Majestaͤt der Koͤnig von Wuͤrttemberg denselben als Allerhoͤchst⸗ ihren außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister an dem hiesigen Hofe beglaubigt haben. 6
Nuͤnchen, 11. Okt. Das diesjaͤhrige Oktober⸗Fest ist nun voruͤber, und obgleich das Wetter fuͤr diese Festlichkeiten nicht sehr guͤnstig genannt werden konnte, da nur einige Tage
ie Sonne in ihrem vollen Glanze sich zeigte, die uͤbrigen Tage aber naßkalt und regnerisch waren, so hatte sich dennoch, sowohl an den beiden Sonntagen, wo die Rennen stattfanden, als an den uͤbrigen Tagen des Festes, eine große Menge von Einhei⸗ mischen sowohl, als Bewohnern aus der Umgegend auf der The⸗ resienwiese eingefunden. Dabei zeigte sich wieder die Liebe und Anhaͤnglichkeit der Bayern an ihr Herrscherhaus in seinem voll⸗ sten Glanze. Trotz des stuͤrmischen Wetters erglaͤnzte doch Hei⸗ terkeit und Freude auf allen Gesichtern, wenn der Koͤnig und mit ihm die allgeliebte Koͤnigin und die Koͤnigliche Familie sich zeigten, und der rauschendste Jubelruf empfing JJ. MM. bei Ihrem Erscheinen auf der Wiese. Viele Fremde ließen sich durch de Furcht vor der angeblich nahen Cholera von dem Besuche des Oktober⸗Festes abhalten, und selbst in Muͤnchen gab es Leute, welche ein Einschleppen der Brechruhr bei einer Gelegenheit, wo Menschen aus allen Theilen des Landes zusammenstroͤmen, befüͤrzzteten. Allein alle diese Befuͤrchtungen und Voraussagun⸗ gen wurden vereitelt; die Hauptstadt und deren Umgebung er⸗ freut sich eines Gesundheitszustandes, der besser ist, als zu ir⸗ gend einer Zeit, und die Sterblichkeit ist, mit anderen Jahren verglichen, bedeutend geringer. Der in Mittenwald und in Alt⸗ und NReu⸗Oetting ausgebrochenen Brechruhr, die namentlich in dem ersteren Orte durch die hoͤchst unguͤnstigen klimatischen Ver⸗ haͤltnisse und die Armuth der Einwohner einen gefäͤhrlichen Charak⸗ ter anzunehmen drohte, ist durch die weisen Maßnahmen der Regierung ein Damm gesetzt, und allmaͤlig verbreitet sich die Ueberzeugung, daß gar keine Cholerafaͤlle in Luzern vorgekom⸗
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men und dieses Uebel die Graͤnzen dieses Staates zu keiner Zeit uͤberschritten habe. Und selbst wenn man mit einigen We⸗ nigen annehmen wollte, was jedoch noch nicht zugestanden wird, die Cholera haͤtte wirklich einen Schwung aus Italien nach Mittenwald und Alt⸗Hetting gemacht, so waͤre fast der Beweis geliefert, daß dieselbe wegen ihres Charakters, den sie in den genannten Orten entwickelt, keine ernstliche Besorgnisse fuͤr Bayern zu erregen im Stande sey. Gewiß ist, daß unter dem Volke deshalb alle Furcht verschwunden, und selbst manche fuͤr ihr Leben uͤber Alles bekuͤmmerte Staͤdter fangen an, uͤber ihre allzugrohen Besorgnisse zu laͤcheln. Die Angaben, welche man in auslandischen Blaͤttern uͤber die angeblichen Cholerafaͤlle in Muͤnchen verbreitete, koͤnnen geradezu fuͤr Erdichtungen er⸗ klärt werden.
Unsere oͤffentlichen Angelegenheiten gehen ihren ruhigen, ge⸗ regelten Gang; ein fuͤr jeden Vaterlandsfreund sehr erfreulicher Umstand. Was man seit einigen Tagen in oͤffentlichen Blaͤt⸗ tern uͤber die Zusammenberufung der Staͤnde⸗Versammlung, und zwar noch in dem Laufe des Monats Dezember, gesagt hat, be⸗ ruht auf bloßen Vermuthungen; gewiß jedoch ist, daß die Vor⸗ arbeiten fuͤr die staͤndischen Berathungen in saͤmmtlichen Mini⸗ sterien fast voͤllig beendet, und dieser Tage die Budgets der ver— schiedenen Ministerien Sr. Maj. dem Koͤnige werden vorgelegt wer⸗ den. In allen Branchen der Verwaltung herrscht uͤbrigens die groͤßte Thaͤtigkeit, und wenn auch hier und da ein Wunsch fuͤr irgend eine Verbesserung laut wird, so erscheint er denn doch nicht als ungestuͤmes Begehren, da die Regierung jede oͤffentliche gegruͤndete Beschwerde oder Bitte sogleich beruͤcksichtigt und manche Luͤcke in der Gesetzgebung auf dem naͤchsten Landtage ihrer sicheren Ausfuͤllung entgegengeht. Dieser Tage hat das Koͤnigl. Staats⸗Ministerium des Innern an die Koͤnigl. Regie⸗ rung des Rezat⸗Kreises ein Restript erlassen, worin gesagt ist, daß, da sehr viele Familienvoͤter durch unrichtige Vorstellungen von den Verhaͤltnissen Nord⸗Amerikas sich zur Veraͤußerung ih⸗ res Besitzes und Aufgebung ihrer oͤrtlichen Erwerbs⸗Verhaͤltnisse verleiten ließen, um in jene Staaten auszuwandern, die Behoͤr⸗ den der unbedachtsamen Emigration durch freundliche Belehrun⸗ gen uͤber den Stand der Dinge er tgegenzuwirken haͤtten. Ein anderes Reskript desselben Ministeriums vom 4. Sept. ent⸗ haͤlt die Allerhoͤchste Genehmigung Sr. Maj. der von dem Fraͤn⸗ kischen Weinbau⸗Verein gestellten Bitte, ihre Jahrbuͤcher all⸗ jaͤhrlich zur Allerhoͤchsten Einsicht einsenden zu duͤrfen. Mit Recht verspricht man sich von dem Wirken dieses Vereines die besten Fruͤchte fuͤr das Gedeihen des Weinbaues in Franken sowohl als fuͤr das Emporbluͤhen des Handels mit Fraͤnkischen Weinen.
Die Summe der städtischen Einnahmen von Muͤnchen be⸗ trugen im vorigen Jahre an Malz-⸗Aufschlag 258,000 Fl.; die uͤbrigen Einnahmen 916,090 Fl.; von diesen Einnahmen wurden 100,6000 Fl. zur Tilgung der Kommunschulden verwendet.
Neuesten Nachrichten aus der Schweiz vom 8. Okt. zu⸗ folge, haben die Franzoͤsischen Graͤnz⸗ Behoͤrden der Baseler Post⸗Direction die Anzeige zukommen lassen, daß vom 7. Okt. an Niemand mehr nach Frankreich gelassen wuͤrde, dessen Paß ein spaͤteres Visum als das vom 28. Sept. l. J. truͤge. Seit dieser Zeit wurden aber von der Franzoͤsischen Gesandtschaft in Bern keine Paͤsse mehr nach Frankreich visirt, weshalb es also auch keine spaͤteren Visa mehr geben kann, und ein persoͤnlicher Verkehr der Schweizer mit Frankreich waͤre daher auf allen Punkten der Schweiz, wo sie an Frankreich stoͤßt, unmoͤglich; nur fuͤr die Waaren waͤre der Verkehr auf der Straße von Basel nach Frankreich noch offen. — So eben erfaͤhrt man, daß die Regierung von Genf als Repressalie auch ihrerseits die Sperre gegen Frankreich beschlossen habe.
Aus Athen erfährt man vom 8. Okt., daß die Regierung auf erhaltene amtliche Anzeige von dem Ausbruche der Cholera in Ankona und anderen Theilen des Paͤpstlichen Staates be⸗ sondere provisorische Auarantaine⸗Anstalten fuͤr Schiffe und Passa⸗ giere, die aus Orten kommen, wo die Cholera herrscht, angeord⸗ net habe. Diese Punkte, wo eine I4taͤgige Quarantaine zu be⸗ stehen ist, sind Hagia bei Patras und Delos. Schisse und Passagiere, die aus bloß verdaͤchtigen Plaͤtzen kommen, bestehen an den gewoͤhnlichen Hrten eine Quarantaine von 11 Tagen. In Volos an der Tuͤrkischen Graäͤnze haben sich Pestfaͤlle ge⸗ zeigt; die Griechische Regierung hat deshalb sogleich die noͤthi⸗ gen Maßregeln an der Tuͤrkischen Graͤnze angeordnet. In Athen ging das Geruͤcht, bei der Ruͤckkehr Sr. Maj. des Koͤnigs Otto wuͤrde ein Minister⸗Wechsel stattfinden; man nannte als Mini⸗ ster⸗Kandidaten den Griechischen Gesandten in London, Herru Tricupis. Der Staats⸗Kanzler erfreute sich einer guten Ge⸗ sundheit.
Augsburg, 13. Okt. In der hiesigen Abendzei⸗ tung liest man: „Der Geldmangel, welcher sich in der letzten Zeit auf allen großen Handelsplaͤtzen zeigte, hatte sich auch in Augsburg fuͤhlbar gemacht, allein man war hier um so weniger besorgt, als man in der Bayerischen Hypotheken⸗ und Wechsel⸗ bank in Muͤnchen die Mittel zu finden dachte, um den Ausfall, welchen die großen Baarsendungen nach Frankfurt, Leipzig und der Schweiz in den Kassen hervorbrachten, wieder zu decken. Allein man taͤuschte sich; denn als der Handelsstand bei dem unvermeidlich eintretenden Mangel Ressource suchte, zeigte es sich, daß die Kassen der Bank leer waren. Auch fand man es auffallend, daß die Bank gerade beim Eintritt dieser Geldklemme eine neue Einzahlung von 20 pCt. ausschrieb, waͤhrend solches beim Gelduͤberfluß unterlassen worden war. Inzwischen hat auf eine Vorstellung des Handelstandes die Koͤnigl. Regierung bedeutende Vorschuͤsse gegen Deckung gemacht; auch sind bereits große Baarsendungen von Wien angekommen, so daß nicht die geringste Stockung in den Geschaͤften eingetreten ist, und Augs⸗ burg, als einer der ersten Deutschen Wechselplaͤtze, somit sich wie bisher in den Stand gesetzt sieht, den vom Ausland an ihn ergehenden Ansorderungen zu entsprechen.“
Frankfurt a. M., 15. Okt. Se. Koͤnigl. Hoheit der Großherzog von Sachsen⸗Weimar ist gestern, unter dem Na— men eines Grafen von Allstedt, hier eingetroffen. Auch Ihre Koͤnigl. Hoheit die Herzogin Ida von Sachsen⸗Weimar ist gestern, unter dem Namen einer Graͤfin von Doͤrnburg, hier angekommen “ 8 E11111“
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8* 8 (66Sch“ Zuͤrich, 10. Oktbr. Die Sitzung des Großen Raths vom :ten d. eroͤffnete Buͤrgermeister Heß mit folgender Rede: „Kaum haben wir uns getrennt, in froher in un⸗ serm Vaterlande werde alles seinen geregekten Gang gehen, und alle Verhaͤltnisse dem Auslande gegenuͤber seyen vöoͤlkerrechtlich geordnet, so folgt ein Ruf, wieder zusammen zu treten, um auf eine Tagsatzung Instruction zu ertheilen, die innere und aͤußere wichtige Streitigkeiten zu berathen habe. Vom Auslande her sehen wer dermal Frankreich, welches in dro⸗
hender Stellung als der maͤchtige starke Nachbar in einer,
fast unerhoͤrten Sprache einen Widerruf eines To Srda sen unt 1““ 1“ 88 huͤten, denn ihr eigenes Int vor dem Weltgerichte der Geschichte nicht zu den schoͤnen T ten unserer Zeit gezaͤhlt werden wird. V diese Sache sehr ernst geworden, und je nachdem wir ehrenhaft zu benehmen wissen, wird auch die Zukunft ¹ rechtfertigen, selbst wenn die Gegenwart uns truͤbe anblt Es ist unsere Pflicht, besonnen und ruhig zu pruͤfen, c und wenn wir finden sollten, es habe die Erns Namen handelnde d
h einer von Morgens 9 bis Abends den Berarathung, folgende In⸗ Die Gesandtschaft wird in Festhaltung vom 9. Sept. abhin, und mit Ruͤck⸗ der Franz. Note gestellte Satisfactionsgesuch, genheit des A. Conseil, erklaͤren, daß dem Grunde keine Folge gegeben auf offiziellem Wege 9. Sept. von keiner nachgewie⸗
che Tagsatzung, nach interbrochen dauern ertheilt: „ 1) onklusums
gsatzunge ordentli
Doch fuͤr uns g Tagsatzun f die Angele ch schon aus ist un als Frankreich noch nicht schehen ist, — Tagsatzungsbeschluß vom nossenschafi gefehlt (oder die in ihrem n satzung), so sollen wir uns beeilen, selbst dem unfreundlich Nachbar, der beleidigt wurde, volle und gerechte Genuathun
Denn wer erkennt, daß er unrecht gehandelt s0 Reue und zur Genugthuung. Sal wir aber finden, es sey recht gehandelt worden, vielleicht s gehandelt worden waͤre, so wuͤrde man⸗ fe machen, und dann waͤre Genugtk — Wie denn? — Soll der em Recht nicht mehr, und nocht m Unrecht seinen Namen geben duͤrfen? 8 1 it und Recht je ein Opfer ge und so wird hossentlich sich auch der Kleine nicht bem und sein Recht nicht freiwillig aufgeben. sey auch hier: Thue Recht und scheue Niemand! maber daraus entstehen? tergrunde sogar ein offener Krieg,! — Schweiz liebt den Frieden Opfer gebracht; aber wird zum Opfer bringen? den Frieden will, muß sich ich dafuͤr, nur der wird einen wahren, echten mit Achtung zu wehren weiß. Diese Frage eifer, und dann der Angegriffene. d eg, vielleicht noch einen anderen. Am n Kampfe durch eine Rechtz nicht mehr in
b dem diesfälligen unge gesetzt worden sey, somit auch eidigung die Rede seyn koͤnne; vielmehr an gewonnener die rechtliche Stellung und das anerkennen
Frankreich, die Sachlage,
Tagsatzung in diesem Sinne abzufassenden Mittheilung aller auf diesen Gegenstand be⸗ 2) Sollte dieser Antrag von Staͤnden keine halten, so ist die Gesandtschaft Instructionen einzuholen. 3) Die Gesandt⸗ in Betracht, daß eine bedeutende Mehrheit der er Tagsatzung, betreffend die st, und die Minderheit, der M rziehen hat, den Stand Waadt Beschluͤssen unbedingte Folge zu lben fuͤr alle aus einer fortgesetzten Weigerung Als Gesandter
der hat Pflicht zur Note dasselbe zu be⸗ gar, wenn ander Note dasselbe zu be gerechtere Vorwuͤr forderung an ihrem Platze! darum, weil er klein ist, d
ging ein National⸗ und andere patriotis
en sey, unter
angewiesen, zu refe⸗
wohl Keiner, der fuͤr Freihe ände, fraglichen Beschluͤssen d chtlinge, beigetreten i eStimmenden sich zu unte
ern, fraglichen
Unser Wahlsr. ingend aufford ben, und dense , stehenden Folgen verantwortlich r St. Gutzwiller ernannt.
Ialien.
bats schreibt aus Turin: „ Sardinischen Staaten Jahre sich
Es droht uns Sperre, im He Nun, Jeder weiß c und hat diesem schon manch sie auch diesem Frieden die — Ein altes Sprichwort sagt: . auf den Krieg ruͤsten, und so stt
ql. Lissabon, 23. Sept. Allg. Ztg.) Alles ist in gespann⸗ ter Erwartung der Dinge, die da kommen werden. 1 Anzahl der hoͤheren Staats⸗Beamten giebt, weil sie die Consti⸗ tution von 1820 nicht beschwoͤren wollen, ihre Dimission ein, und die Mehrzahl der Untergebenen folgt dem Beispiel ihrer Vorge⸗ setzten, wenigstens solche, welche nicht lediglich von ihrem Amte ihr Brod haben. — Fuͤr den Augenblick hat das jetzige Ministe⸗ rium sich eine kleine Summe Geldes zu verschaffen gewußt, indem es die hiesige Bank genoͤthigt hat, ihm den noch ruͤckstaͤndigen inisteriums auszuzahlen. Anfaͤnglich sich aber in den Willen des Mi⸗
“ 5
Das Journal des De dem oͤstlichen Theile der Der Koͤnig, welcher im vorigen hatte, als dort die Cholera am heftigsten Hauptstadt verlassen und die an— In den Doͤrfern verweilte er, wie ke in den Hospitaͤlern. u Casal, Vercelli, Tor⸗ er, was helfen konnte; Seinen eigenen Orden nahm b ihn einem Dorsschulzen, der Kranken ausgezeichnet hatte. Seine Gegenwart, welche den on dem besten Er— uͤck, ganz bescheiden, als und wunderte sich, daß Seither nahm
Zugleich be—
a, guten Frtebhlttolera ist in eder erschienen. Genua begeben hat von neuem seine Provinzen bereist. den Staͤdten, und war auf den Borromaͤischen Inseln, e‚Novara, Voghera. unterstuͤtzte, ermuthigte. von der Brust und uͤberga ch seine Besorgtheit fuͤr die erall erschien er ohne Geleite. er Beamten und Aerzte belebte, war v ge begleitet. Er kehrte nach Turin zur te er etwas ganz Einfaches gethan, ihm deswegen besonderen Dank wissen wollte. ud Kriegsuͤbungen vor. seiner Beendigung nahen Gesetzbuche. Verminderung der Zoͤlle; eine Zum erstenmale hat illionen Fr. dankt man der Weis⸗ Punkten des Koͤnig⸗
erhalten, der sich von Krieg haben wir nun zu erwarte scheidet zuerst der Angr leicht nur den s ist hier nicht noch moͤglich, der handlung zuvor zu kommen? Zeiten des starren Faustrechts; die Civilisation zwingt seltz oft etwas Hoͤheres anzuerkennen; r unser Recht zu finden. * e des lieben, theuren Vaterlandes, u das ich mehr fuͤrcht Wir sehen den sont
befuchte einzelne Kran
1. Nichts unterlie Maͤchtigsten der Erde, leicht ist auch hie Blicke ins Inn sollen wir einem Zerwuͤrfnisse steuern, jeden Streit mit dem
Theil einer Anleihe des letzten M weigerte sich die Bank, fuͤgte als dieses derselben bedeutete, da ist sehr unbedeutend und reicht zufrieden zu stellen. Obwohl ) sehr angelegen seyn laͤßt, sich populair durch Einschraͤnkung der hohen Gehalte, daß weder die jetzigen
Ich wende nisteriums, nicht respektiren werde. Die Summe kaum hin, einigermaßen das Ministerium es sich zu machen, und zwar so ist man doch allgemein der Meinung, Minister noch die Sache, welche sie fuͤhren, vor Die Minister wollen sich noch immer ni Abdankungs⸗Schreiben und die Proclamation des oͤffentlichen Blaͤttern bekannt zu ma⸗ den Prinzen zu uͤberre⸗ mission drucken zu las⸗ geantwortet haben soll, daß es wider denselben entworfene Doku⸗ he auf dem fruͤher eingereich⸗
Auslande. — Eidgenossen Bundespflicht zu erfuͤllen. Beschluß der Tagsatzung nichte
Einen solchen Beschluß, der d Sicherheit der Eidgenossenste i, heißt das nicht, das Vaterd Und verhehlen wir uns nicht:! Fremden in die Arme, und das Schicksal Polens 1 Krakaus erreicht uns schnell, wenn wir der inn Taͤuschen wir uns nicht: im Kampfen dem Auslande giebt es vielleicht auch Kantone, welche die Syr Waadts gegenuͤber des Konklusums ebenfalls fuͤhren moͤchte an noch zaͤhlen? Doch ich endegg Worte des groͤßen Ha— Bruͤder, Eure Macht, sie liegt in Curt
unsere Berathungen dem Vaterlan (Den in dieser Sitzung von der — chluß haben wir bereits mitgetheilt.)
die Truppen
sich weigern, die durch 16 Stimmen gefaßten erkennen und nicht vollziehen. Aufrechthaltung der Ru gefaßt wurde, nicht vollziehen Befahr preisgeben?
mehrere Musterungen u aͤftigte er sich mit dem, Man spric Stand der Finanzen gestattet. Einnahme⸗Ueberschuß im c ergeben. Dieses gluͤckliche Resultat ver fen Gallina. — Auf mehreren hr bedeutende Straßenbauten angeordnet. bindung zwischen Chambery und Paris Fuͤr die Wiederherstellung 900,000 Fr. angewiesen. Da d, um die Armen zu be⸗ Arbeiten angeordnet. — Eine den Sardinischen ihre Raͤnke zu fin⸗ Ihre Agenten sind aus dem t nur solche Fremde zugelas⸗ ihrem Eintritte in das Land andes⸗Gesetze und die freund⸗ Nachbarn zu
seyn werde. verstehen, das Prinzen Ferdinand in den chen; sie sind vielmehr bemuͤht gewesen, den, eine von ihnen selbst abgefaßte Di sen, worauf aber der Prinz seine Ueberzeugung sey, unterzeichnen; er beste elchem sie nach Gutduͤnken verfahren koͤnnten. ortugal gekommen sey, um
großer Ge eilen den Betrag von mehreren N nern Auflese nicht zuvor kommen. heit des Gra e derselben soll die Ver neun Posten verkuͤrzt werden - Simplonstraße hat der Koͤnig Aerndte nicht gut ausgefallen ist, sin ͤüͤftigen, noch andere oͤffentliche visse Partei glaubte einige Zeit lang, in gaten einen Zufluchtsort und Schutz fuͤr Sie wurde bald enttaͤuscht. de gewiesen, und es werden jetz ‚welche einsehen, daß sie mit Verpflichtung uͤbernehmen, die L aftlichen Verhaͤltnisse des Landes zu seinen
und dann, auf wen duͤrfte m am Beinhaus in Treu!““ Gott gebe, daß zum Segen gere joritaͤt gefaßten Bes⸗
ten, mit w erklaͤre ferner, daß er nicht nach P 1 Akt zu unterzeichnen, der seiner Vuͤrde zuwider
Murten standen die irgend einern ner Ehre, seinem Charakter und seiner W stets gewohnt, nach seinem Gew Rathschlaͤge zuruͤckweisen, den er mit Pflicht nicht vereinbaren koͤnne. der Jahrestag der Ankunft der feuern von Kanonen, der Stadt gefeiert.
wurde bekanntlich wieder abgesagt, un eblichen Unwohlseyns der Koͤnigin.
enden Verhaͤltnisse waren daruͤber pikirt, und Bei Lichte betrachtet, enn sie unter den gegenwaͤrtigen Um⸗ n Geschmack findet.
issen zu handeln,
Die am 10. d. als Anm zen Rath berathene und mit q— an Einmuͤthigkeit graͤnzenden Mehrheit genehmigte aft unseres Standes zur naͤchsten d 1) Ueber den Wim enblicks steht das Beduͤrfniß, Freiheit des Vaterlem Die Gesandtschaft u Erreichung dieses Zwet mit demselben und zu keinem Beschl der einen derartigen Chyarakter an sich dert aäͤber das Wohl der Eidgenossensct d Zukunft und eben so sehr tzpsebracht. e die Bedingung jeder waßt gegenuͤber anderen Staaten daß sie dem
Schaffhausen, 9 ine N G
des kleinen Raths vom Glockengelaͤute und Ein auf diesen Tag festgesetzter Handkuß d zwar wegen eines vor⸗
tion fuͤr die Gesandtsch Die Schoͤpfer der beste⸗
satzung lautet und Schwierigkeiten des Aug Ehre, die Unabhaͤngigkeit und die rein und ungeschmaͤlert zu bewahren. sich daher zur Pflicht mach hinzuwirken. S. Zumuthung kraͤftig die Hand bieten, gen wuͤrde. 2) Erfor die Fuͤrsorge fuͤr Gegenwart un einfache Gesetz der Billigk Neutralitoͤt, daß die Schweiz das beobachte, was sie fuͤr sich selbst anspricht, leidige noch gefaͤhrde; weder hergebrachte, Formen und Grundsaͤtze verletze, den Vorschriften „sondern daß da, kein Bedenken getragen werde, solche, Sachkenn tmis eder gut zu machen.“ In Anwendunw kres wird die Gesandtschaft elegenheit des Conseil wahr w. nd was hingegen auf Irrthum, Taͤuschung aoln h aͤchtigen Angaben beruht. Im erstern lt eich verlangte Genugthuung, von der hih und hoͤchstens uͤber einzelne Stellen in d Aufschluß zu geben, volltt ar auszusprechen, daß dadurch, daß die T eien und oͤffentlichen Verhg: Beleidigung des Botschafters, ne gs oder der Französischen Nation e hier aber eben so wenig als andernit ls Ausdruck der Gesinnungen el Erklärungen, denen am fuͤglichsten dun einer unbetheiligten Mut Wenn es sich hingegen Sache sich nicht! ericht selbigen diß er Treue anch
im Wesentlichen dahin: Spanien. TT “ id wird bald gewahr werden, und guter Wille ohne Fast eine jede der von dem Maßregeln hat eine allgemeine zu leisten, her⸗
fruͤheren erfreut. gin nicht zu verargen, w stäͤnden an Feierlichkeiten der Art keine werden derselben ohnehin schon von ihren gemuthet, die, ich moͤcht Maß uͤbersteigen. Blaͤttern ihren tiefgefuͤhlten Dank den abstatten, die fuͤr die neue treten sind (und der Koͤnigin sie abg sie selbst den Wunsch aussprechen, d Vaterlandes Anspruch habenden Kaͤmpfer oͤffen und Nachwelt bekannt gemacht und Es will aber von diesen Helden keiner seinen Dergleichen Unwuͤrdigkeiten ließen sich noch
Regierung
Madrid, 29. Pindet sich in huͤlfloser Lage ur das Zauberwort „Constitution“
en, auf die under bewirken. e fast sagen, an läßt man sie z. B. in den amtlichen hochherzigen Portugiesen in Reih' und Glied ge⸗ ezwungen haben); man laͤßt aß jene auf den Dank des
atkraft kein en Ministerium getroffenen zzufriedenheit und die Die Ausw
entgegen treten
Weigerung, ihnen Folge eisung mehrerer politischen Fluͤchtlinge, erbannung verschiedener, der Regierung als erbitterte die in ihren Er⸗ artei, die noch mehr durch lischaft zusammenzutreten, dieses Verbot haben die Mitglieder und angekuͤndigt, daß sie
)
a willkuͤrliche V 9 vublikaner verdaͤchtiger Spanier,
mrtungen getaͤuschte demokratische P Ps Verbot, in einer patriotischen Gese fgereizt wurde. — selben eine Protestation eingelegt, eMinister vor den Cortes als Hochverraͤther belangen werden. ie Aushebung der 50,000 Man ational⸗Garden, findet in Aragonien und Andalusien ossenen iderstand. Die Sequestrirung der Guͤter der Ausgewanderten, ner Purifications⸗Junta, welche nach dem so ein Vehmgericht uͤber amten bilden soll, Die Finanz⸗
so der Mit⸗ belohnt wuͤrden. Namen hergeben. viele aufzaͤhlen.
Andere weder be⸗ Staatenleben in Widerspruch wo. dieses g
hen seyn sollte, n, so wie die Mobilisirung der (Times.)
Lissabon, sammeln, um die noͤthigen Maßregeln
sich am 1. Dezember ver zur regelmäßigen Zahlung der Dividenden eines Tilgungsfonds fuͤr die
Der Werth des wird auf 4 llen den Cortes den Vorschlag machen, d zu verkaufen. Wird dies ge⸗ dinister, die von den Cortes be⸗ m Zins von 2 ½2 Ct. zu
angene Mißgriffe wi s allgemeinen Gesichtspun In, was in der Ang
Niedersetzung eit
haßt gewordenen System Calomarde“
politischen Gesinnungen saͤmmtlicher Justiz⸗Be
ben Mißfellen bei allen rechtlichen Leuten erregt.
tßregeln des großen Wunderthaͤters werden nun von seinem heren eifrigsten Vertheidiger (Aniceto de Alvaro) als baare zchwindeleien dargestellt und in dem Castellano dem allgemei⸗ Die Art und Weise, wie Herr Men⸗ zabal das neue Zwangs⸗Anlehn zum Belaufe von 17,080,600 ealen uͤber die Einwohner von Madrid vertheilen ließ, hat die oͤßte Erbitterung und den entschiedensten Widerstand erregt. ersonen, die nicht die Ehre hatten, zu den Freunden des Finanz⸗ Kinisters gezaͤhlt zu werden, sind sehr hoch (einige mit 300,000 ealen) besteuert worden, waͤhrend andere Bemittelte, die sei⸗ r Gunst genießen, ganz frei blieben. Hr. Arguelles erklaͤrt nun s Chef der Vertheidigungs⸗Junta, er habe Personen, die einen hen Rang bekleiden, deshalb so hoch besteuert, weil er sie sonst
ihrer Wuͤrde zu beeinträͤchtigen und sie zu beleidigen gefuͤrch⸗
V Dieser Spott fand keinen Beifall, und da die Leute icht bezahlen wollen, so ist nun aus der Mitte des Ayunta⸗ niento eine Junta niedergesetzt worden, die bei den Beschwerden s8 Schiedsrichterin auftreten soll. 5,960 Realen eingegangen. Auch der Mißbrauch mit der ge⸗ tzgebenden Gewalt, welche die Minister in den vielen taͤglich scheinenden Dekreten sich anmaßen, wird nun den Leuten zu Der „Espaol“ sagt heute daruͤber unter Anderem: „Un⸗
re Pflicht ist, gegen ein solches Verfahren zu protestiren Wozu gat man die Constitution proklamirt? warum haben wir sie be⸗ chworen? Etwa um sie nicht in Vetracht zu ziehen, wenn es zur inwendung koͤmmt, und damit sie bloß dazu diene, die Luft mit 5 wohlklingenden Wort auszufuͤllen? Die Regierung huͤte 9, hun, as ihr nicht zusteht; die Minister moͤgen sich 1 1.“ ihre Pflicht ist, weil es das Gesetz befiehlt, dem n geschworen haben, so gut wie wir; sie moͤgen sich
Abzahlung der noch nicht verkauften National⸗
zu ergreifen. 1 Millionen Pfund geschaͤtzt, und die
Eigenthums Minister wo kuͤnftighin nur ge nehmigt, so beabsichtigen die M reits anerkannten Obligationen mit eine konsolidiren.
Da die constitutionnelle Repraͤsentanten⸗Haus gestattet, aufgeloͤst worden.
Die Proklamirung der aus dem Wunsche, die Charte von 1 vielmehr aus Widerwillen rium, weil dasselbe das A sich allen Reformen und Ersparniss⸗ auf ungesetzliche Weise in die Wahler Meinung verachtete. der Camarilla ein Ende gemacht und werden, die noͤthigen Veraͤnd unehmen, die in mancher Dom Pedro verliehene Charte.
Einem Besehl der Koͤnigin zufolge, soll im reiche die National⸗Garde sich sammeln. Auch wird jetzt jedes Linien⸗ im Palaste Dienste zu thun, zug
Die Koͤnigin hat befohlen, eines National⸗Theaters vorzulegen.
Bei der Armee sind große Ersparnisse in der der Lebensmittel eingefuͤhrt worden.
Ein Dekret vom 26. September hebt das fentlichen Schatzes auf. Die Geschaͤfte desselb die Beamten des Finanz⸗
seitigen und verd denr von Frankr u weisen, g nnissions⸗ Bericht befriedigender . , gen baares Ge lich aber kl en Gelaͤchter uͤbergeben. von dem Recht einer fr brauch gemacht 8 viel weniger seines Koͤni beabsichtigt worden sey; Aeußerungen Einzelner a Mehrheit gelten koͤnnen — die Vermittelung der Gesandtschaft Eingang verschafft wer gen sollie, daß der fe verhielte, wie der dies stellt, so muͤßte der begange kannt, und diese Anerkennun ausgesprochen werden handelten geschehen. schaft demjenigen Grundsaͤtzen am n eine solche Richtung nehmen, daß er hendes Zerwuͤrfniß mit Frankreich oder sollten noch andere nicht vor mit dem Auslande zur schaft jederzeit so har gebieten, jedoch erstatten und de
habe, eine
des Volks gegen das vorige usschließungs-System angenommen, en hartnaͤckig widersetzte, sich mischte und die oͤffentliche d jetzt auch den Intriguen es den Cortes uͤberlassen in der Constitution von Hinsicht weniger liberal ist,
den duͤrfte. ktische Hergang der faͤllige Kommissions⸗B ne Irrthum in gut g eben so ruͤckhaltslos und llem in der Sache bi Faͤllen solle sich die den oben angedeutet ollten die obwaltend nste Folgen und e daraus hervorgehen wuͤ ausgesehene V en, so wird die Gesan,
Hoffentlich wir
‚wie es mit a In zweifelhaften Auswege anschließen, der aͤchsten kommt. S
Bis gestern waren erst 1820 vorz
als die von
Sonntags zum Regiment zu der Ehre,
i Vorschein kommen, ideln, wie Pflicht und Ueber dem kleinen Rathe daruͤber ungesaͤut
ssen Auftraͤge einholen.
Basel⸗Landschaft, 10. Okt. Unser .
andrath hat in 1b ner heutigen Sitzung der Gesandtschaft auf die de
bevorstehend vartements versehen.
denn ihr eresse raͤth ihnen dazu. Die Majori⸗ taͤten sind nicht immer dieselben, nichts ist vergaͤnglicher, als Po⸗ pularitaͤt, und neben dem Kapitol erhebt sich der tarpejische Felsen.“ Die Regierung hatte einen neuen Militair⸗Gouverneur und Teniente de Rey nach Malaga geschickt; diese beiden Maͤn⸗ ner mißfielen aber der dortigen National⸗Miliz, und so nahmen denn Escalante und Bray wieder ihre Stellen ein. In Granada hat Quiroga ein Militairgericht eingesetzt; uͤber 50 Personen, worunter einige Mitglieder der fruͤhern Junta, befinden sich in Verhaft. — Don Facundo Infante, der unter Mendizabal Unter⸗ Staats⸗Secretair des Krieges war, ist zum Militair⸗Gouverneur von Madrid ernannt worden. — Am 26sten fanden hier die Bezirks⸗ Wahlen statt; nachdem die 12 Wahlherren fuͤr Madrid gewaͤhlt waren, verfuͤgten sich diese mit ihren Waͤhlern in die Kirche St. Ma⸗ ria und wohnten der Absingung eines Tedeums bei; darauf Gardist an die Orgel und trug Riego’s Hymne che Gesaͤnge vor, in welche die in der Kirche befindlichen Personen einstimmten. — Nach dem unter Isturiz proklamirten Wahlgesetz nahmen in Madrid allein gegen 4000 Einwohner an der Wahl der Deputirten direkten Antheil. Jetzt ernennen zwoͤlf Waͤhler die fuͤr N Dies soll nun der Ausdruck der oͤffentlichen Meinung seyn! Der Antheil, welchen die Menge vermi an den Wahlen nimmt, ist ein wahres Gaukelspiel, eine Ent⸗ aͤußerung des Wahlrechts zu Gunsten eines Anderen, und am Ende erscheinen als Vertreter der Nation Maͤnner, die den Urwahlern unbekannt, oder vielleicht gar verhaßt sind.
Tkadrid bestimmten Deputirten.
ttelst der Kirchspiels⸗Junten
Eine große
ß es die Banknoten
mlangem Bestand cht dazu
Er
Ueberzeugung, sei⸗ laufe, und wuͤrde er jeden seiner wohlerkannten
— Gestern, am 22sten, wurde Koͤnigin in Lissabon durch Ab⸗
abendliche Erleuchtung
die Anhaͤnger der ist es wohl der Koͤni⸗
Ministern Dinge zu⸗ Unverschaͤmtheit alles
tlich namhaft, und nach Verdienst
Die Cortes werden
und zur Bildung National⸗Schuld
dasselbe
Charte von 1820 nur ein einziges so ist die Kammer der Pairs
Constitution von 1820 geschah we⸗
826 zu stuͤrzen, als Ministe⸗
anzen Koͤnig⸗ xerziren ver⸗
ihr den Plan zur Errichtung
Vertheilung
Tribunal des oͤf⸗ en sollen einstweilen Es werden
Von den Raͤthen des — .F. da Costa Sampayo, die Consti⸗ tution von 1820 beschworen, und als Belohnung dafuͤr erhaͤlt er 250 Pfd. Wartegeld, bis er anderweitig wieder angestellt werden kann.
Die Ratifizirung des Vertrages mit Spanien ruͤcksichtlich der freien Beschiffung des Douro wird wohl nicht stattfinden, obgleich die Minister sehr geneigt sind, in gutem Einvernehmen mit Spanien zu bleiben.
In dem ersten Viertel dieses Jahres sind von Antwerpen und östende 13 Schiffe nach Portugal, und von Portugal 8 Schiffe, worunter nur 1 Portugiesisches, Haͤfen abgesegelt. Portugal fuͤhrte aus: Zucker, Taback und verschiedene Waaren, und nur eine Kiste mit Wein, zusammen 4 Belgien sandte dagegen nach Por tugal: Fensterglas, Buͤcher, Liqueuöre, Huͤte, Stuͤhle und ander Moͤbel, Muͤhlsteine, Teppiche, Porzellan, Glas⸗ und Eisenwaa⸗ ren, Buͤrsten, Billards, Gemaͤlde⸗Rahmen, Wagen, Schleifsteine gss esser, Spiegei, Pinsel, Schreibfedern u. s. w. Diese Artikel hatten einen Werth von 248,373 Franken, so daß 5,433 Fr. zu Gunsten Belgiens ergieb
dadurch 12,364 Pfd. jaͤhrlich erspart.
Schatzes hat nur Einer, J
nach den genannten
172,940 Franken an Werth.
Kleidungsstuͤcke, N
sich ein Ueberschuß von
Lrke.
nopel, 11. September. Die neueste Nummer der Tuͤrkischen Zeitung Tekwimi Wekaji vom ersten Dsche⸗ masi'l achir (10ten September) enthält folgende Artikel:
„Der als Gesandter der Hohen Pforte am Britischen Hofe residirende Beilikdschi des Divan's, Nuri Efendi, ist von dem genannten Hofe immerdar mit dankenswerther Auszeichnung be⸗ Der Umstand allein, daß die Temperatur von London auf seine Gesundheit nachtheilig einwirkt, hat ihn dazu bestimmt, seine Abberufung von dort zu erbitten. Da nun der Britische und der Franzoͤsische Hof in gutem Vernehmen stehen, und die Hohe Pforte mit beiden durch alte Freundschaft ver⸗ bunden ist, so hat Se. Hoheit allergnaͤdigst beschlossen und ver⸗ fuͤgt, daß der erwaͤhnte Botschafter nach P rige Osmanische Gesandte am Französischen Hofe Mustafa Reschid Bei Efendi, mit Ersterem tauschend, nach London abgehen soll.“
„Der vor einiger Zeit mit
Konstanti
handelt worden.
aris, und der bishe⸗
8 dem Thronbesteigungs⸗Schrei⸗ ben des Schah's von Iran nach Konstantinopel gekommene Botschafter desselben, Chudadad Chan, waͤhrend dessen An⸗ wesenheit verschiedene die Interessen beider Hoͤfe betreffende Punkte ins Reine gebracht wurden, hat, wie es der zwischen beiden Hoͤfen bestehenden echten Freundschaft und Glaubens⸗ Genossenschaft angemessen, die auszeichnendste und ehrenvollste Behandlung erfahren; da nun die Abreise des erwaͤhnten Bot⸗ schafters herrannaht, so ist derselbe am 18ten des vorigen Mo⸗ nats zur Abschieds⸗Audienz geladen worden. erschienen, dem Willen des Sultans gemaͤß, der Wali von Er⸗ serum und Seriasker des Orients, Essaad Pascha, und der Mudir von Iran, Aga Muhammed. Hoheit uͤberreichte der Minister des Auswaͤrtigen den Gesand⸗ ten das Großherrliche Antwort⸗Schreiben an den Koͤnig von Persien, worauf Chudadad Chan eine Ehren, Decoration em⸗ pfing, und ein Befehl zur Besorgung seines Reise⸗Bedarfs er⸗
Der Mudir von Iran erhielt eine mit Brillanten be⸗ Dose, und der Wali von Erserum ein mit Brillanten ge⸗ schmuͤcktes Bildniß Seiner Hoheit. Letzterer gab dem Sultan in einem aus funfzehn Distichen bestehenden Gedichte seine Dankbarkeit zu erkennen.“
8 „Nachdem Seiner Hoheit bekannt geworden, daß in den heißen Sommer— Monaten an verschiedenen Orten Konstantino⸗ pels Wassermangel eingetreten sey, geruhten Hochdieselben von dem Zustande der Cisternen und 1 niß zu nehmen.
Zugleich mit ihm
Im Beiseyn Seiner
stern asserleitungen persoͤnlich Kennt⸗ Die Wasser-Inspection vähsee 1ö den Obliegenheiten des Mudir's der Großherrlichen Gebaͤude Abd el Halim Efendi's; allein dieser Beamte konnte, wegen uͤber⸗ asser-Angelegenheiten nicht Aufmerk⸗ — Es hat daher Seine Hoheit in der Person des gewesenen Inspektors der Baumaterialien, Shakir Efendi's — eines Mannes von Einsicht und Thaͤtigkeit — ei⸗ nen besonderen Inspektor zu ernennen geruht, unter dessen Auf⸗ sicht saͤmmtliche Wasser⸗Behaͤlter und Wasserleitungen der Haupt⸗ Dem erwähnten Efendi ist ein monatliches Gehalt von 50090 Piastern ausgesetzt worden.“
„Das Inspektorat uͤber die frommen Stiftungen der bei⸗ den heiligen Staͤdte (Mekka und Medina) gehoͤrte urspruͤnglich zu den Obliegenheiten des Großmeisters des Serai (obersten Eunuchen). Die uͤbrigen Geschaͤfte dieses Wuͤrdentraͤgers machten es ihm unmoöͤglich, alle Angelegenheiten der Stiftungen genuͤgend zu besorgen, und eben deshalb war unlaͤngst fuͤr die Verwaltung des Schatzes der heiligen Orte ein besonderer Mudir ernannt Allein diese Trennung des Inspektorates von der Verwaltung (Mudirlik) hatte etwas Mißliches, und außerdem zeigte der neue Mudir Imte
haͤufter Geschaͤfte, den W samkeit genug zuwenden.
stadt stehen sollen.
Nesarat)
der neue N er seinem Amte nicht ge⸗ Seine Hoheit geruhte deshalb, den Großmeister des Serai von jenem Inspektorate gaͤnzlich zu befreien und die Wuͤrde eines Mudir's der erwaͤhnten Stiftungen wieder einge⸗ hen zu lassen. Einem Großherrlichen Beschluß zufolge, soll h fuͤhro ein besonderer Beamter die Direction sämmtlicher Ange⸗ legenheiten der erwaͤhnten Stiftungen uͤbernehmen, bisherigen Defter⸗Emini Edhem Efendi diese neue Wuͤrde zuerkannt. von Mekka zuruͤckgekehrte Surre⸗Emine Efendi ist an dessen erledigte Stelle getreten.“
Dasselbe Blatt der Tuͤrkischen Zeitung berichtet uͤber die Feuersbrunst, welche am 25. Dschemasi'l ewwel einen großen Theil des Stadtviertels Bajesid in Asche legte. Fel war auf dem Papiermacher⸗Platze 1 in der Bude eines Schreibzeug⸗Haͤndlers ausgebrochen, asser der Gnade Allah's und
wachsen war.
Hadscht er kuͤrzlich 8 ε2 „ „ 8 41 ) Said Muhibb
Das Feuer aghiddschiler Tschar⸗
und wurde endlich durch das den Eifer der Beamten“ wieder geloͤscht.
Schließlich enthaͤlt das vorllegende Blatt noch folgende Notiz, welche einen neuen Beweis davon giebt, daß der Orient Verdienste Europäischer Gelehrten um die Literatur des Orients zu wuͤrdigen anfaͤngt: „In der Koͤniglich Preußi⸗ schen Stadt Breslau wird an einer Ausgabe der Arabischen n „Tausend und Eine Nacht“ gedruckt, die elf Baͤnde Fuͤnf Baͤnde sind bereits erschienen, und der Jeder Band kostet 48
Erzaͤhlunge umfassen soll. sechste besindet sich unter der Presse. Sobald der Druck beendigt ist, sollen auch hierher Exemplare geschickt werden.“ — Unmit⸗ her lesen wir von Alibaud's der Franzosen die erste Mittheilung in Tuͤrkischer Sprache.
(nach Konstantinopel
telbar vor Attentat auf den Koͤnig
*) Die Surre ist ein für die heiligen Orte bestimmtes Ehren⸗ geschenk, welches der Emin der Pilger⸗Karavane alljäbrlich nach Mekka bringt.