Bekanntmachungen.
Gerichtlich⸗nothwendiger Verkauf bei dem
slüichen Rittergut Kotomierz im
Ober-Landesgericht zu Bromber
Das zur Kreisrath von Logaschen erbscha Liquidations⸗Masse gehdrige Bromberger Kreise, landsch 33,160 Thlr. 15 sgr., soll au Hypothekenschein und reau III. einzusehende
aftlich abgeschaͤtzt
n Taxe
am 14. Januar 1837, Vorm. um 8 Uhr, r
an ordentlicher Gerichtsstelle subhastir
Der Schloͤsserge ring, am 30. Apri 1803
von richt gegeben. Auf den Antrag des angeordneten Ku
badena h
Allgemeiner Anzeiger
f den Grund der nebst Bedingungen in unserem Bu⸗
sell Fohann Hermann Anton Schwe⸗ 11786 dahier geboren, ist im Jahre auf Wanderschaft gegangen und hat seit 1804 seinem Leben und Aufenthalte gar keine Nach⸗
“
“
fuͤr P. Scribe, 2e édit. 10 sgr., mit Spracherläuterun- gen und Wärterbuch zum Schul
Tartuffe et l'Avare. édit. à 10 sgr.
Un changement d'uniforme. nery. 5 sgr.
Le gamin de Paris. Comédie-v Bayard et Nanderburch. 10 sgr. Dieses Stück findet jetzt auf allen deutschen Thes- tern unter dem Titel: „Der Pariser Taugenichls“
den allgemeinsten Beifall. Don Juan. 2 Drames p. Delavigne et p. Dumas. à 15 sgr. 3 Une famille an temps de Luther. Comõdie par Delavigne. 7 ½ sgr., mit Wörterhuch zum Sehal- gebrauch 10 sge. Esther, Tragédie p. Racine. 5 sgr. Das Verzeichnils des Répertoire, 163 der besten französ. Theaterstücke enthaltend. wird gratis aus- gegeben; das französ.-deutsche Wörterbach zu
2 Comédies p. Molière. 2e Comédie b d Ea-
auf audeville par
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8 ra⸗
gebrauch 12 ½ sgr. D
haben unser mythologi und werden sich ein Vergnuͤgen daraus machen, denen Freunden de zeige hin sich dern vorher selb Einsicht mitzuth
mers Mytholo
dern deutschen Werke uͤbertrossen wird!
1“
die Preußischen Staaten
Dazu noch ein Stahlstich, so schoͤn, wie er in eutschland noch nie geliefert wurde. Alle Buchhandlungen Deutschlands und der Schweiz sches Woͤrterbuch vorraͤthig Vor einigen Verfasser: r Wissenschaft, welche auf die bloße An⸗ Umriß der christ nicht zur Anschaffung entschließen, son⸗ 86 pruͤfen wollen, das Werk zur eilen. Diese Pruͤfung wird gewiß bestaͤtigen, daß Voll⸗ hologie an Vollstaͤndigkeit, Klarheit nd Gediegenheit, so wie an eleganter Aus⸗ attung und Preiswuͤrdigkeit, von keinem an⸗
So ecben ist im
Joh Eisenhb
11312 Bei uns ist erschienen: 8 ceviarlum proctico — medicam secundum Pharma-
⸗e
1) Fär Pianofor
Judae, C., Lehrbuch der Religion sür lische Lehr⸗Anstalten Parthiepreis bei 25 Exemplaren 12 Thlr.
Wochen erschien von demselben He
Preis 7 ½ sgr. Parthiepreis bei 25 Exemp Neuester Walzer von Johann Sr.
Wien und T. Trautwein in Berlin, No. 8, erschienen und daselbst zu hal
für das Pianoforte. sgleichen auch in folgenden Aus
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27 ½ Bogen. Prel
lichen Kirchengeschichte. 6 Bog
raufg, aslin
Breit 3 aben ann Staral ahn-Lust-Walze S89stes Werk. Pr.
II
Verloge von T.
estrag
gaben: te zu 4 Händen 25 sgr. 2 2 3
ger
tors wird daher der genannte Schwering, nach Unter⸗ schied seine etwa zuruͤckgelassenen unbekannten Erben und Erbnehmer vorgeladen, sich vor oder im Termine vom 21. Junius 1837 an hiesiger Gerichtsstelle zu
seiben kostet 5 sgr. —
Englische-Taschenbücher für 1837.
den-
copocam borussicam exuratum. Preis 15 sgr. Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2.
Violine und Plianoforte 20 Ssgr. 5) Fü 3 und Bass 20 sgr. 4) Für Guitarre 10 sgr. 5) F 5sgr. 6) Für das Orechester 1 Thlr. 1
josig
0 29 81,
melden und weitere Anweisung zu gewaͤrtigen, widri⸗ enfalls derselbe fuͤr todt erklaͤrt und sein Vermoͤgen den
9 Rheine, den 24. Mai 1836. Koͤnigliches Land⸗ un
e d Stadtgericht. Aulike.
Knipheus.
Bekanntmachung. Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 27. Mai 1835.
Das in der Rittergasse Nr 14, Ecke der Roßstraße, belegene Grandstuͤck der Gastwirth Golleschen Ehe⸗
leute, taxirt zu 8721 Thlr. 24 sgr. 7 ½ pf., soll am 24. Jastuar 1837, Vormittag 11 Uhr an der Gerichtsstelle subhastirt werden.
Voͤlker, oder deren lich vorgeladen.
Notbwendiger Verkauf
Stadgericht zu Berlin, den 21. September 1835.
Das in der Poststraße Nr. 26 belegene Grundstuͤck d Kaufmanns Kuvpsch, taxirt zu am 6. Juni 1837, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden
Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehe
sich legitimirenden Erben ausgeantwortet werden soll.
Tare und Hypothekenschein sind in der Regigratur einzusehen.
Die dem Aufenthalte nach unbekannte Wittwe des Kammermusikus Thamm, Friederike Louise, geborne Erben werden hierdurch oͤffent⸗
27201 Thlr. 13 sar., soll
Taxe und
Drawing Room Scrap Book., 7 Thlr. — Picturesque Annual, 7 Thlr. — Juvenile Scrap Book. 5 Thlr. — Edelstein und PDerle, 12 Thlr. 15. sgr. — Ehret die Frauen, 4à Thlr. — Deutsches Taschenbuch, 4 Thir. — Albion, 6 Thlr. — Le Keepsabe français. 4 Thlr A. Asller, Linden No. 20.
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6
Bei Wilh Nauck in Leipzig ist so eben er nen und in der Nauckschen Buchhan lin, Hausvogteiplatz Nr. 1, zu haben: Beitrag zu den Streitfragen uͤber die jetzige Gymnasialbildung, neu angeregt von lr. Lorinser in der Schrift: „Ueber den Schutz der Gesundheit auf Gymnasien.“ Broch. sgr.
schie⸗ dlung in Ber⸗
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Goͤtterlehren und Sagengeschichten r Zeiten und Völker vollstaͤndig in einem Bande In der Hoffmannschen Verlags⸗Buch in Stuttgart ist erschienen und wurde so sandt, in Berlin an die Plahnsche Buchhandlung (L. Nitze), Jaͤgerstr. Nr. 37: Dr. W. Vollmer's vollstaͤndiges Woͤrterbuch
der Mythologie aller Nationen.
Eine gedraͤngte Zusammenstellung des Wissenswuͤr⸗ digsten aus der Fabel⸗ und Gotterlehre aller Voͤlker der alten und neuen Welt.
handlung eben ver⸗
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Zehn Thaler Belohnung.
Es sind zwei Wechsel, jeder von Tausend Thale von Herrn Leopold En Kruͤger vom 12.
liche Finder wird ersucht, solche
gelmann auf Herrn Joh Carl Oktober d. J. ausgestellt, acceptirt und in Blanco girirt, verloren worden. Der ehr⸗ egen eine Beloh⸗
EEEe““
Complett in Einem Bande von 104 Bogen (mit herrlichem Englischen Titel⸗Stahlstiche) und einem Abbildungen⸗Hefte von 129 Tafeln liegt nun ein Werk vollendet dem Publikum vor, welches, das Erste und Einzige in unserer Literatnr, die Mythologie aller Nationen umfaßt. Zu diesem Unternehmen, welchem schon durch eine ganz un l⸗
r, Sa
um
1 Ppbde. st. 8 Thlr. 3 ½ Thlr. Klein Annalen der Gesetzgebung. 26 Ppbde. 10 Thlr. Monatsschr
7 Bde 3 Thlr. Pdlitz d. Staatswissenschaften. Lpz. 827. 5 Ppbde. 52* Thlr. Jurist. 3 Ppbde. 5½ Thlr. Dess. Samml. Pr. Gesetze 19 Bde. 17 Thlr. Stengel Beitraͤge 18 Bde. 11 Thir
Eichhorn deutsche Staats⸗ u.
tairrechts. Berl 826. 3 Nationalreichth. Bresl. 794. 4 Thle. 1½ Thlr. Amts⸗
versch Ausg und zu sehr billigen Preisen. Handlung kauft fortwaͤhrend Buͤcher von W auch ganze Bibliotheken.
In Kuhr's Buchhan Nr. 30) ist so ebe Die Hauptschwierigkeiten der
Den Freunden der franzoͤsischen Sprache koͤnnen wir dieses Werkchen ganz besonders empfehlen und uͤberhaupt zoͤsi
Idiotismen enthaͤlt,
hen und sich im Sprech
H. A. Wolff, Charlottenstraße Nr. 19, verkauft: 111“ melang neues Archiv der Pe Gesctzgebung 1hg;
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Mathis jurist. chr. 11 Bde. 5 ½ Thlr. Paalzow's Hdbch prakt. Rechtsgel. 5 Ppbde. 5 Thlr. Dess. Magazin.
Rabe neues Hlfoch. f prakt Bisher waren da
Freunde des Herrn ode Napoléon. Strasb 808. 2 Bde. 2 ½ 1 hlr. Rechtsgesch Goͤtt 1. A Bde. 3 Thlr. Rudloff Hdbch. d. Pr. Milt
3 Bde. 2 ½ Thlr. Schmith uͤb Jedes Heft, stellungen und att Jahrg 1811—15. 17. 18. 22. Corp. jur. in Dieselbe
erth,
moͤglich Das iste Heft ist das 3te wird Ende
dlung in Berlin (Linden
ha Fried en erschienen:
Als die anspruchl franzoͤsi⸗ schen Sprache in alphabetischer Zusam⸗ menstellung. Nach den besten neuern Gram matikern bearbeitet und durch Beispiele erlautert von S. Ponge. Nebst einer Tabelle der unre gelmaͤßigen Zeltwoͤrter 8vo. roh 10 sor cart. 12 sgr.
lung eines Mannes, langer Zeit der
mir und der Schulj jedem Deutschen, schen Sprache be mmlung solcher
der sich mit der fran— schaͤftigt, indem dasselbe eine franzoͤsischen Wendungen und deren Kenntniß nothwendig ist, Schriften mit Leichtigkeit zu verste en und Schreihen eine echt
„Wenn ich in die
franzoͤsische 1I Ich zeige eines vor
Bei G. Eichler in Berlin
Volks
in 50 Darstellungen aus dem Neuen Te⸗ von Friedich von OLivier mit Text von Gotth. Heinr,
bilderbibel ohne Text nur in den Haͤnden
nommen, sie allgemein in den deutschen zu bringen und de Schubert mit zu liefern. groͤßtes Octavformat, enthaͤ kostet Einen solchen niedrigen durch besondere be⸗
Ate und 5te im Laufe de Gotha, Oktober 1836
Empfehlung fuͤr dieses
1 Unterricht der Jugend fassers der funszig Fa so allgemein guͤnstig aufge „Mit ienen Bildern“ (deren beid seinen Haͤnden ware
bes Geschenk gegeben“ Bilder in meinen Haͤnden se
doppelt freundlich entgegen. mit den schon erklaͤrten
„Behrenstraße N bilderbibel
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in Muͤnchen dng- g 1ste und 2te Heft dleser Vül eine e nun ilch 1 Buchhen es Herrn Hofrath 9
OLivier — ich hab 1e
(t 10 9, it dem wu Naaha Verb aͤltng ¼ m Sepytm Jahres geliefert. *ℳ s Jahres 1837.
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7 Thlr. (20 sgr.) m Preis zu gewaͤhren, . guͤnstigende im Juni, das 2te i dieses
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Perthes von Hampbmn 1 Hambmg
und doch wohl zuverlit Werk geben wir die Mitte ssen Lieblingsveschaͤftigungt i h Kinder, vel nommen wurden:
e erste Hefte den Teypt) „i rts ein sehr e
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n, noch ohne ugend meines O Thuͤre trete und die Kindet n hn, so blicken mir — Gewoͤhnlich wird zuci eine Repetition gehalten Die sechs⸗ und sie bensabrigen
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dem Maͤkler Rhodin abzugeben; da ohnedem die noͤ⸗ thigen Maa
n
Um nachstehende vier vorzuͤgliche Werke unseres Verlags:
1
fuͤr
ung von Zehn Thalern in der Ankerschmiedegasse bei
ßregeln getroffen sind, daß diese Wechsel ur fuͤr den rechtmaͤßigen Eigenthuͤmer Werth haben. Danzig, den 15. Oktober 1836.
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Literarische Anzeigen.
Anerbieten fuͤr Lehr⸗Anstalten.
m Dr. K. W. Boͤttiger,
Geschichte des deutschen Volkes und des deutschen Landes, Schule und Haus und fuͤr Gebildete uͤberhaupt. Zwei Baͤnde mit §8 Stahlstichen. Gr. 8v. 4 Fl. 48 Kr. oder 3 Thlr. Dr. W. Pfaff, Kais. Russ Hofrath, Professor in Erlangen ꝛe. Die Gesammt-⸗-Naturlehre fuͤr das Volk und seine Lehrer. Mit 73 Abbildungen. 2 Fl. 24 Kr. oder 1½ Thlr. Dr. M. Creizenach, Lehrbuch der Algebr fuͤr hoͤhere Schulen und zum Selbstunterricht. 8vo. 3 Fl. 12 Kr. oder 2 T
hlr. F. Hausch,
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nahme von Seiten des Lese⸗ denste und allgemeinste den ersten Impuls gege die Verlagshandlung als
zwoͤlf uns bekann lungen der besten nehmen, von dem u Schulzeitung“ es zu den selbst
In dieser Recension deshalb jede interessant, schoͤner,
1,
der phoͤnizischen, stischen, versisch sschen, nordischen, italischen, sschen, aͤthiopischen,
gallischen, seyth
terlehren. — Gewiß,
ewoͤhnliche Thei Publ
Verdienst an. der ersten Lieferungen wuͤrdigte t gewordene oͤffentliche Beurthe
Seit Erscheinen
nter anderen „die allgemein 1 (Nr. 93 d. J. 1836) sagt, „da den schwierigsten und bedeutendste in unserer an aͤhnlichen Unterneh ungen keineswe
heißt es weiterhin:
uͤrdigste onen zusammengestellt zu haben, nich oß aus der griechischen und roͤmischen leich diese natuͤrlich bei weitem der sten Raum einneh
en, japanischen
ndischen, lapplaͤndi mtschadalischen,
raibischen
„lamaitischen, badaischen, abi⸗ nisch
en, peruanischen und anderen Goͤt⸗
gruͤndetsten Anspuͤche auf den Dank Al⸗
srums die entschie⸗ Anerkennung geworden ist, ben zu haben, rechnet sich
deutschen Blaͤtter dieses Unter⸗
ges armen Zeit gehoͤrc.“ „Es ist nfallssehr erfreulich und hoͤch st Hhier klar und deutlich und in bluͤhender Sprache das Wissens⸗
aus der Goͤtterlehre aller Na⸗
men, sondern auch aus arabischen, indischen, aͤgyp⸗ „mongoli⸗ skandinavi⸗ kalmuͤckischen, groͤn⸗ schen, litthauischen, n, flavischen, friesischen, ischen, muhamedanischen,
der Verfasser hat die
franzoͤ sische Tournure anzueignen.
In Kommisston ist bei Unter Czech, F. H., Professor am K K. Taubstummen Institute zu Wien, versinnlichte Denk⸗ unt Sprachlehre fuͤr Taubstumme, mit An⸗ wendung auf die Neligions⸗ und Sitten⸗ lehre und auf das Leben. Gr. Ato. 1ste — 13te Lieferung 27 Bogen Dert und 309 sanber gestochene Kupfertafeln und mehrere Tabellen. Praͤnumera
tions⸗Preis 4 Thlr. 10 sgr. „Mit diesem Werke, welches in 20 — 21 einzelnen Lieferungen, jede zu 2 Druckoogen mit 3 oder 4 sau⸗ bern Kupfern, erscheint, und wovon bereits 13 Liefe⸗ rungen beendet sind, denen die uͤbrigen im Laufe dieses Jahres, so wie zu Anfange des kuͤnftigen, fol⸗ gen werden, eroͤffnet der in seinem vieljaͤhrigen Be⸗ rufsleben hoͤchst achtungswuͤrdige Verfasser einen neuen Weg zur Schulbildung der gehoͤr und (darum auch) sprachlosen IJugen d. Was bisoher auf dem von Wissenschaft, Kunst und christ⸗ licher Humanitaͤt muͤhsam gebahnten Wege eines dank⸗ baren praktischen Unterrichts und durch be⸗ rathende Lehrwerke erzielt, in der wuͤnschenswerthen Vollkommenheit aber zur Zeit noch nicht erreicht worden ist: Sprachgeistige und religioͤs⸗sitt liche Bildung aller Taubstummen, das wil der geniale Verfasser auf dem Wege bildlicher Dar⸗ stellungen und zwar mit weniger Aufwand an Zeit und Kraft, aber dennoch gluͤcklicherem Erfolg erstrebt sehen
Leipzig, im Oktober 1835. C. H. Reclam.
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zeichnetem zu haben:
Kleinen geben die punktlichste Rechenschaft aͤder sed Person, auf die mein Finger deutet, und verichten die dargestellte Begebenheit meist mit meinen eigna fruͤher gehoͤrten Worten, die ihnen eben durch ” damit verbundene Anschauung so fest im Geeddch⸗ nisse geblieben sind“ „Nach zwei oder drei alten wird ein neues dh vorgenommen, — nicht mehr als eines in jeder he tion — seine einzelnen Personen genannt undg schildert, meist mit denselben moͤglichst einfachen un schriftgemaͤßen Worten. Durch Fragen uͤberzeuge t mich, ob die Kinder alles gefaßt haben, und t schon nach der ersten, gewiß nach der zweiten En klaͤrung giebt mir die wetteifernde Freude der amd vorten aus dem Munde selbst der kleinsten Kirnte den zuverlaͤssigsten Beweis.“ „Dazu hoͤre ich von den aͤlteren Geschwistern de⸗ felben, daß sie zu Hause alles trenlich wieder berth— ten, was sie gesehn und gehoͤrt haben.“ „Diesen Erfolg glaube ich, neben der Wahtht und Innigkeit der aus einem aufrichtigen chrifiliche Herzen hervorgegangenen Bilder, hauptsaͤchlich aus ihrer Sparsamleit schuldig zu seyn, daß sie sich all uͤberfluͤssigen Beiwerks enthalten, sich moalichst a die wirklich genannten und haͤndelnden Personen b schraͤnken und darum auch diese in einer dem kut lichen Auge zusagenden Groͤße geben koͤnnen.“ Ich bin der festen Ueberzeugung, daß jeder b rer, selbst vor 20 Schuͤlern, wir haben deren WS⸗ noch mehr aber jeder Hausvater, jede Hauemuule denselben erfreulichen Erfolg sehn werden, wenne diese Bilder in aͤhnlicher Weise zum Leitfaden i
Trigonometer ꝛc.
Die Zahlen⸗Rechnung
in ihren reinen Elementen dargestellt und auf die
verschiedenen Forderungen der praktischen Geometrie und des commerziellen Lebens angewendet. Ein arithmetisches Handbuch fuͤr Schule und Haus Svo. Gebunden. Fl. 36 Kr. oder 1 Thlr.
die vor einigen Monaten erschienen und so guͤnstiger Aufnahme sich zu erfreuen hatten, daß mebrere Lehr⸗ Anstalten sie einfuͤhrten, diesen immer mehr zugaͤng⸗ lich zu machen, haben wir, vielfachen Aufforderun⸗ gen von Lehrern zu genuͤgen, uns entschlossen, bei Abnahme von Parthieen fuͤr Unterrichts⸗ Anstalten diesen ganz außergewoͤhnliche Vor⸗ theile zu gewaͤhren, die dafuͤr zeugen moͤgen, daß es uns zunaͤchst um allgemeine Verbreitung dieser ohnehin sehr billigen Schriften zu thun ist. Wir er⸗ suchen, diese Werke sich zur Einsicht zu verschaffen, was durch jede Buchhandlung geschehen kann, in
Berlin zunaͤchst durch die S bu hosche⸗ Schloßplatz Nr. 2, wo Exemplare vorraͤthig liegen, und bei be⸗ absichtigtem Ankauf in Anzahl fuͤr Schulen uͤber die Parthiepreise ebendaselbst Raͤheres sich bestimmen zu lassen. J. Scheible's Verlags⸗Expedition
in Leipzig und Stuttgart.
—
ler, welche an dieser Wissenschaft irgend
So eben erschien:
Th(aͤtre français. Nourelle Suite
ersten christlichen Unterrichts bei ihren Kleinen u⸗ men wollen. Das Kind muß fuͤr jeden, der in m
Interesse finden. Und sollte dieses Inter⸗ esse nicht das allgemeinste seyn?“
Ueber die beiden ersten Lieferungen berichtete seiner zeit das „Berliner Conversations⸗Blatt⸗ Nr. 194: Ies sind die ersten, vielversprechenden An⸗ faͤnge eines solchen riesenhaften Unterneh mens“ — (den aufgehaͤuften Vorrath der Forschun⸗ gen auf dem Gebiete der Mythologie behufs einer vollstaͤndigen Bearbeitung der Fabel⸗ und Goͤtter⸗ lehre aller Zeiten und Voͤlker zu ordnen) — „das im Vertrauen auf eigene Kraft mit umfas⸗ sender Kenntniß und Einsicht begonnen worden ist und, wir hoffen es, 1 gus⸗ dauerndem Muthe auch zu Ende gefuͤhrt werden wird.“ — Es ist dieß nun gescheh hier auch unmoͤglich
Livr.
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en, und gewiß: ob es ien lich erscheint, Allen zu genuͤgen — Kuͤnstlerund Kunstfreunde, Lehrer und vor⸗ geschrittene Lernende, sogar des weiblichen Ge⸗ schlechts (der Vortrag beruͤhrt nirgend die unrelne Sphaͤre des Schluͤpfrigen), uͤberhaupt jeder Gebil⸗ dete wird dieses Werk mit Nutzen und angenehmer Unterhaltung gebrauchen. Eine ausfuͤhrliche Einlei tung giebt den nothwendigen Ueberblick der Ge⸗ schichte der Religionen und „Schon um dieser Einleitung willen (sagt die Allgemeine Schul⸗
0„
und Berli
So eben ist in der Schlesingerschen Buch- und Musikhandlang, unter den Linden No. 34, erschienen: 8 .⸗ . 74 9 . 6” . Répertoire du théâtre français à Berlin.! Lambassadeur. Comédie p. Seribe. 2e 6dit. 7 ½ sgr. Lademoiselle à marier. Comédie p. Scribe. 2e édit.
71 42½ Sgr.
Avont, Pendant et Après. Esquisses bistorique
s die Tafel auf nicht gan
zeitung) sollte das Buch in jedes Gebil Haͤn den seyn.“ ch Gebildeten
Die Ausstattung des W sionen einstimmig als vort der Preis bei dem großen
nach
9 erkes ist von allen Recen⸗ vecaich Fra afe 1S. kosten⸗Aufwande, den das Buch noͤthig machte, beispiellos billig: der Bogen des großen Lexicon⸗Formates berechnet sich auf circa nur 4 Kreuzer — Einen Groschen —
5 1 Kreuzer oder 2 ½ Pfennige! handlt
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und in einigen Tagen erscheint:
Woͤcterbuch 11¼ sgr.
Zesch in Beclin (Schlossplalz und Breitestr.-Ecke) ist so eben ers hidnen:
Odeum
Vortrage in geselligen Kreisen eigyen. sammest und herausgegeben von A Cosmar. Achtes Bindchen.
Bei C. M. Schuͤller in Crefeld erschien so eben )
Rheinisches Straf⸗Gesetzbuch Das Ganze erscheint in 2 Lieferungen, jede à 5 sgr.
Nr. 37, ist so eben erschienen und durch alle Buch⸗
5. Chult. Comédie-vaudev. par M. Scribe.
6. La La ide. Comédl.- vaudev. par M. A neelol. soll, eine bestimmte aͤ sie ihm gegeben Es kuͤndigung seiner Ge
7. Keaun. Dramo par A10x. l!) um as. 8 2 V 8 Hirten, die Festfreude
de Livrai on kostet in der ganzen Serie nu r! mit Woͤrterbuch 8 ¾ sgr; einzeln 7 ¼ sgr., mi
8
und wird so mit ihm Bureanu da Théatre frangais. Nnd ns Cshre
Carl Heymann, Poststraße Nr 25.
auz dem Ged
der Buch- und Masikalienhar dlung von Rud
zu bekommen: Einige Bem Schwinde
Eine Auswahl von ernsten und lanni. Gedichten. lehe zum mündlichen
84 We!l Ce-.
sich
Broch. 5 sgr.
laͤutert.
ist durch alle Buchhandlungen
Gechc. zu haben, in in durch L.
Oehmigke, Burgstraße Nr. 8:
der von dem Franzoͤsischen Gouvernement an eordneten offiziellen deutschen Uebersetzung Iste Lieferung
sers. Die Iste Lieferu vathie im Allgemeinen,
3 Homdopathie genannt.
Nebst einer kurzen Beschreibung der Homdovpehh in Koͤnigreich Hannover, durch eigene Erfabrung Fuͤr Aerzte . G Salomon, prakt. Arzte und Wundarzte in Bel⸗ nar bei Hildesheim. Iste Lief. 8 . Brosch. 122 sge Vorstehendes Werk enthaͤlt zum Theil die eigenen Erfahrungen uͤber die Homdopathie des in der dieinischen Literatur hinl!
Kreis seiner Beachtung, vollends seiner Liebe näne ußere Gestalt haben Hieewied
lebt mit Jesu, hoͤrt die a⸗ hurt, sieht das Staunen dir der Engel, sieht das Kind in
der Krippe, kommt mit den Weisen zu keiner Schvel
gehn bis zum Kreuze, bid süt
Ich glaube, wer die heil Geschicte so gelernt und mitgelebt hat, dem wird sie nie wich aͤchtniß, aus dem Herzen verschwinden
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So eben erschien und ist durch jede Buchhandlum
erkungen uͤber den lder L
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und Nichtaͤrzte. Von he—
me⸗ aͤnglich bekangten Vers ng handelt von der Hom b die 2te und letzte, welche!
a Wochen erscheint, enthaͤlt die Beschreibung 21 mdopathie im Koͤnigreich Hannover, nebst sehr wich
gen und merkwuͤrdigen Krankengeschichten, die sowo
Verlage von E. H. Schroeder, Koͤnigstraße
Nordhausen, im Sep 8
ungen zu beziehen:
den Arzt, wie auch den Nichtarzt interesstren werden.
tbr. 1836. E. F. Fuͤrf. 8
evang 5 20
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Kronik des Tages.
Koͤni en dem Erzpriester Lauren— Majestaͤt der Koͤnig haben dem Erzpriester L Ftarzinski, katholischen Pfarrer zu Krappitz, Regie⸗ . Bezirk Oppeln, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse eleihen geruht.
ge. Hoheit der Prinz Karl von Hessen und bei ein ist von Darmstadt hier eingetroffen.
Se.
JEPEEEEEE11111“ g n,g. I111 bdonnabend den 22sten d. M., als am Tage d heanr Ihrer Koͤniglichen Hoheit der Prin⸗ s Elisabeth von Preußen mit Seiner Hoheit strn en Karl von Hessen und bei Rhein, fahren mtliche Hof⸗Eauwagen, so wie auch die Sguipagen. aller zur er eingeladenen Herrschaften, uͤber die Schloßbruͤcke Lesch dchloßportal Nr. 5 im Koͤniglichen Schlosse bei der Wen⸗ reppe vor und durch das Portal Nr. 1 nach der Langen ösei,agen hingegen, welche die mit Entree⸗Billets ver⸗ um Zuschauer nach dem Koͤniglichen Schlosse bringen, fah⸗ über die Schleusenbruͤcke durch das sogenannte Muͤhlen⸗ ntal Nr. 3 in der Schloßhof⸗Ecke linker Hand bei 8 llei⸗ Thuͤr vor durch das Portal Ny. 2 nach der Breiten aheagit vom Koͤniglichen Schlosse nach 1 e geschieht in entgegengesetzter Ordnung, so daß die Hoß wipagen und die Equipagen derjenigen Herrschaften, Theilnahme an dem Feste eingeladen waren, sich “ artal Nr. 1 bei der Langen Bruͤcke aufstellen, bei der treppe vor⸗ und durch das Portal Nr. 5 abfahren — ö die Equipagen der Zuschauer sich auf dem aͤußern 8 atze, in der Naͤhe des Portals Nr. 2 nach der Ste hbahn 1 aufstellen, durch dies Portal ein⸗ und durch das sogenannte ühlenportal Nr. 3 abfahren. Berlin, den 20. Oktober 1836. Koͤnigliches Hof⸗Marschall⸗Amt.
Der General⸗Major, General-⸗Adjutant dr. Majestaͤt des Koͤnigs und 2ter Kommandant von Berlin, vraf von Nostitz, aus Schlesien. 8 Ober germeister und Chef des Hof⸗Jagd⸗Amtes, mneral⸗Major Fuͤrst Heinrich zu Carolath⸗Beuthen, n Carolath.
Der Hof⸗Jaͤgermeister, Major Graf Klei n Neuenzelle.
Abgereist: bt. Petersburg.
Angekommen:
st vom Loß,
Der Fuͤrst Alexander Kotschubey, nach
Nachrichten.
2
Zeitungs TEIgd.
Frankreich.
Paris, 14. Oktbr. Der Koͤnig empfing gestern in Fegü ee Grafen von Montalivet, den Admiral Jacob und den Ad⸗ iral de la Bretonnibre.
Der Moniteur publizirt heute die Koͤnigl. ö ich welche die dem Kriegs⸗Ministerium fuͤr das Jahr 1837 oͤfneten Kredite unter die verschiedenen Abtheilungen 1. Departements vertheilt werden. Die Eb1111 ts fuͤr das Kriegs⸗Ministerium belaͤuft sich auf 226,576,015 ranken.
Der Koͤnig hat den Ingenieur⸗Lieutenant Pardon, der in von an den Arbeiten zur Befreiung Dufavel's den thaͤtigsten
Untheil genommen, zum Capitain ernannt, dem G eyron, der zuerst zu Dufavel gelangte, den Orden der Ehren⸗ kegion und den uͤbrigen bei jenen Arbeiten beschäͤftigt gewesenen Sapeuren Ehren⸗Medaillen verliehen.
Der Baron von Nervo, Schwiegersohn des Barons von Garante, ist gestern von hier nach St. Petersburg abgereist.
Der Varon von Davilliers, einer der Vice⸗Praͤsidenten der
hiesigen Sparkasse, hat diesem Institut den Betrag seines Ge⸗ altes fuͤr die Zeit, wo er Gouverneur der Bank war, und das sich beilaͤufig auf 31,833 Fr. belaͤuft, zum Geschenk gemacht.
In einem Schreiben aus Toulon vom gten d. heißt es:
Heute morgen ist das Geschwader, das mit der Transportirung der Truppen nach Bona und Oran beauftragt ist, bei gutem Wind unter Segel gegangen. Dasselbe besteht aus den Linien⸗ chiffen „Jupiter’“ und „Suffren“, der Last⸗Korvette „la Fortu⸗ ne“, den Briggs „la Durance“ und „!'Egérie“ und dem ampfschiffe „Papin“, im Ganzen aus 6 Schiffen, die unge⸗ faͤhr 4000 Mann an Bord haben koͤnnen.“ 8 Mehrere der kuͤrzlich entstandenen Journale versuchen seit einiger Zeit, einen Unterschied zwischen der jungen Presse, das heißt den Journalen, die nach der Juli⸗Revolution ent⸗ standen sind, und der alten Presse, oder den Journalen, die chon vor jener Revolution bestanden, geltend zu machen. Es konnte nicht fehlen, daß die Aufstellung solcher Kategorieen zu einem lebhaften Streite zwischen den verschiedenen Journalen fuͤhren wuͤrde. Das Journal des Débats, das bisher an dieser Polemik keinen Theil genommen hatte, aͤußert sich heute in folgender Weise: „Wir hatten uns bisher nicht viel um die Streitigkeiten gekuͤmmert, die seit einiger Zeit wischen der sogenannten alten und jungen Presse stattfinden. ene Streitigkeiten schienen uns von einem sehr untergeordneten nieresse fuͤr das Publikum, wie fuͤr uns. Man wird begrei⸗ fen, daß wir keinen Anspruch darauf machen, der jungen Presse
den 2lsten
Oktober
die wir vertheidigen, niemals die Interessen, die Wuͤnsche und die Meinungen eier Zeit zu Gunsten der Vergangenheit an⸗ tasten wird. Man kann in der That nur die Frage aufstellen, welches ist die alte, die abgenutzte Politik, und welches ist im Gegensatze diejenige, die darauf Anspruch machen kenn, die jetzige Gesellschaft zu regieren? Es giebt nicht zwei ö Arten, eine solche Frage zu stellen und zu beantworten. 8 kann vorkommen, daß die junge Presse eine sehr alte Poli⸗ tik vertheidigt, waͤhrend die Presse, durch Erfah⸗ rung belehrt, ein System unterstuͤtzt, welches den Beduͤrf⸗ nissen der gegenwaͤrtigen Zeit weit mehr angemessen is. Junge Presse und alte Presse ist ein Streit um Worte. Es koͤmmt durchaus nicht auf das Datum der Gruͤndung eines Journals, sondern auf das seiner Politik an. Die beste Poli⸗ tik ist die, welche von ihrem Jahrhundert datirt und die mit demselben gleichen Schritt haͤlt. Wir fuͤrchten nicht, uns zu taͤuschen, wenn wir, nicht allein mit allen aufgeklaͤrten Sesh der Politik der Juli⸗Regierung, sondern auch mit ihren erklaͤr— testen Gegnern behaupten, daß der wesentliche Charakter unserer Nation und unserer Zeit ein uͤberwiegendes Beduͤrfniß nach Stabilitaͤt und Ruhe ist; und da alle Gewalten, die sich seit 50 Jahren in Frankreich aufeinander gefolgt sind, abwechselnd die Gesetze, die sie gemacht, verletzt und durch diese Ver letzung große Uebel uͤber das Land gebracht haben, so zeichnet sich un⸗ sere Epoche wesentlich durch die Anhaͤnglichkeit an die bestehen ’ den Institutionen, durch die Achtung vor dem geschriebenen Ge⸗ setz und durch die Leidenschaft fuͤr Gleichheit aus; man klammert sich an das Gesetz, als an die einzige Buͤrgschaft fuͤr Ruhe und oͤf⸗ fentliche Wohlfahrt; man liebt die Freiheit nur in so als sie durch das Gesetz festgestellt und beschraͤnkt wird. Dies ist der Geist unserer Nation und unseres Jahrhunderts. Die po⸗ litische Freiheit ist die Schutzwehr gegen die Fehler und die Eingriffe der Regierung; das Gesetz, zwanglos votirt, aber mit Strenge angewendet, ist die Buͤrgschaft gegen die Excesse der Parteien; es ist das Huͤlfsmittel gegen die, der Freiheit soses⸗ genthuͤmliche Unmaͤßigkeit. Aber man muß sich uͤber das Wort Gesetz verstaͤndigen. Wenn wir behaupten, daß die Nation die Gesetze liebe, so darf man nicht glauben, daß sie eine bloße Chimaͤre liebkose, daß sie nur die Gesetze liebe, die noch zu machen 98 und nicht diejenigen, die schon existiren, daß sie immer nur, wie die Op⸗ position, daran denke, die Graͤnzen der Gesetzgebung hinauszuruͤcken, und daß sie nicht friedlich unter dem wachsamen und fortan un⸗ verletzlichen Schutz der von ihr selbst eroberten Buͤrgschaften leben wolle. So ist das Volk nicht beschaffen. Die Opposition, die kaum das Ziel ihrer funfzehnjaͤhrigen Anstrengung erreicht hat, will immer weiter und weiter und hoͤrt nur auf ihre Lei⸗ denschaften oder auf ihre Berechnungen; das Volk ruht 1 sich aber gern ein wenig aus und schoͤpft Athem, bevor es seinen Weg weiter fortsetzt. Das Gesetz ist in seinen Augen nicht diese oder jene in dem Gehirn der Politiker entsprungene Abstraction, jenes getraͤumte Utopien, welches der Haß oder der Ehrgeiz der Parteien uns in der Ferne zeigt, sondern es ist ganz einfach die Charte von 1830 mit ihrem Koͤnigthum, ihren beiden Kam⸗ mern, ihrer freien Presse, ihren Buͤrgschaften aller Art, die Charte mit den organischen Gesetzen, wodurch sie vervoll⸗ staͤndigt worden, mit den Revpressions⸗ und schübengn Gesetzen, wodurch sie vertheidigt wird. Wenn man 1— e⸗ setze seines Landes liebt, so empfindet man nicht jene heillose Ungeduld, dieselben bestaͤndig zu modificiren; 8 wartet ab, man maͤßigt sich, man will die Wirksamkeit der Gesetze versu⸗ chen, man will ihre gegenwaͤrtigen Wohlthaten venligece und man legt Werth auf ihre Stabilitaät; denn das einzige Mittel, sie mit Erfolg zu verbessern, ist, sie mit Geduld zu e Eben dieser geduldigen und einsichtsvollen Pruͤfung unterzieht sich gegenwaͤrtig die Franzoͤsische Nation. Sie sche Ph. 8 sich so ausdruͤcken darf, das Leben der Charte von 830 eben, so lange es irgend moͤglich ist. Dieses Leben gefaͤllt ihr. Die Nation hat die Herrschaft der Klubs, die der Schaffotte und die der Eroberungen kennen gelernt; jetzt hat sie nur noch Vertrauen zu der Macht der Gesetze, fuͤr die sie im Juli 1830 gekaͤmpft, mit denen sie gesiegt hat! Die wahrhaft junge, die wahrhaft nationale Politik besteht also darin, jene Gesetze aufrecht zu erhalten und zu vertheidigen. Ob man uns zu der jungen oder der alten Presse zähte, gilt uns gleich: wir werden die Politik des 13. 1S des 11. Okt. und des 6. Sept. vertheidigen, denn sie ist die olitik des e Frankreich.“ .“” 8 ne5 Reglerung hat aus Bayonne vom 12. d. M. die nach⸗ stehende telegraphische Depesche erhalten; „Gomez befand sich, den letzten Nachrichten zufolge, in Montoro und stand im Be⸗ griff, wieder uͤber den Guadalquivir und ͤber die Sierra zu⸗ ruͤckzugehen, um sich in die Gebirge von Volida zu wevfen; diese Bewegung soll eine Folge der Demonstrationen des Gene⸗ ral⸗Capitains von Sevilla seyn, der am 28. v. Mt. 4000 Mann bei Carmona versammelt hatte. Sanz befand sich am 6. b etwa 6 Stunden von Oviedo, welches eine Garnison von 2900 Mann hat, die entschlossen ist, ihm Widerstand zu 8v Portugiesische Brigade war am 2. dieses von Leon in Eilmaͤrschen nach Oviedo aufgebrochen.“ — Eine so eben (5 den tags) der Regierung zugegangene neuere relegraphische e steht mit der obigen ziemlich im Widerspruch. Sie e fol⸗ endermaßen: „Gomez ist am 1. dieses in Cordova eingeru⸗ iaer atte von Seiten der Einwohner einen ziemlich lebhaften Wi⸗ derstand erfahren. Alaix war in Andujar, Espinosa in Fuentez und Rodil in Mora angekommen.“ “ Aus Perpignan schreibt man vom Ften d.: „Der Ge⸗ neral Maroto, der Intendant La⸗Bandero und 15 andere Fluͤcht⸗ linge sind heute hier eingetroffen. Der Baron Lerche an⸗ en Sohn sind n d. bei W in einem Gefechte geget brigadier Ayerba getoͤdtet worden. 1 8 e ftancais enthaͤlt einen Artikel uͤber die gegenwaͤrtige Handels⸗Krisis, der mit folgenden Worten selege „Auf allen unseren großen Handelsplaͤtzen verspuͤrt man jetz
alte
anzugehoͤren; und andererseits behaupten wir, daß die Politik,
einen bedeutenden Geldmangel, und das Vertrauen ist sehr er⸗
schuͤttert. Unterschieden aber von England, wo die Ursachen der Krisis rein kommerzaell sind, und wo die Speculation die gerechte Strafe fuͤr ihre zu große Kuͤhnheit empfaͤngt, haͤngt die Krisis bei uns mit politischen Umstaͤnden zusammen, die fuͤr die Dauer⸗ haftigkeit des Kredits Besorgnisse zu erregen geeignet sind. Der Handel leidet nicht deshalb, weil er die Wege, die ihm offen⸗ standen, gemißbraucht hat, sondern weil er bedroht ist, seine ge⸗ woͤhnlichen Abzugswege zu verlieren, weil seine, schon seit zwei erhaͤltnisse mit Spanien sich jetzt ganz aufloͤsen zu wollen scheinen, und weil unsere oͤstlichen Graͤnzen, die bisher der Markt fuͤr die Schweiz waren, sich in ihren vor⸗ theilhaften Verbindungen gestoͤrt sehen.“
An der heutigen Boͤrse sind die Spanischen Papiere wie⸗ derum, und zwar von 22 ½ auf 20 % gefallen, was man den niedrigeren Coursen von London zuschrieb. Man sprach heute von der Moͤglichkeit eines Beschlusses der hiesigen Bank zur
Jahren unterbrochenen
Erhoͤhung des Diskonto's, und obgleich die Actionaire groͤßten⸗
theils gegen diese Maßregel sind, so glaubte man doch, daß die Bank sich werde dazu entschließen muͤssen, da sich außer dem Reserve⸗Fonds senes Instituts, der gesetzlich 80 Millionen in baͤarem Gelde betragen muß, nur noch 18 Millionen in den Kassen der Bank befinden sollen, und man befuͤrchten muß, dab, wenn der Zinsfuß nicht erhoͤht wird, alles Geld aus Frankreich nach England gehen wuͤrde.
Großbritanien und Irland.
London, 14. Okt. Lord Brougham gedachte heute von seinem Landsitz Broughamhall nach London abzureisen. 8 Die Titel und Guͤter des verstorbenen Admirals Lord Sau⸗ marez erbt dessen aͤltester Sohn, der Geistlicher ist. 2 Herr W. Marsden, Verfasser mehrerer wichtigen Schriften uͤber Geschichte und Sprachen des Morgenlandes, unter anderen uͤber die der Insel Sumatra, ist im §esten Lebensjahre verstorben. Im Jahre 1795 wurde er vom Grafen Spencer zum zweiten Admiralitaͤts⸗Secretair ernannt und hat seitdem in patriotischem Sinne auf die ihm zukommende Pension von 1500 Pfund ver⸗ zichtet.
8 Die Versammlung des Provinzial⸗Parlaments von Ober⸗ Kanada ist vom 22. September bis zum 27. Oktober ausgesetzt worden.
Jemand, der vorgestern in der Themse nahe am Ufer et⸗ was Schwarzes auf dem Grunde liegen sah, holte es mit den Händen herauf, fuͤhlte sich aber sogleich schwer verletzt; es war ein junger Alligator, der irgendwo uͤber Bord gefallen seyn muß. Er verkaufte ihn an den zoologischen Garten. 8
Die Morning Post enthäͤlt folgende Charakteristik der fuͤr Madrid erwaͤhlten Deputirten: „Augustin Arguelles ist schon in England bekannt. Wir erkennen seine Faͤhigkeiten und seinen achtbaren Charakter im oͤssentlichen und Privatleben an; aber er hat sich durchaus als ein bloßer Theoretiker gezeigt. Wenn er in den Jahren 1820 und 1821, wo er Minister war, mit dem Koͤnige arbeitete, so that dieser nichts, als daß er sein Taschentuch zusammenlegte und wieder aus einander nahm, und als man ihn einst fragte, weshalb er dies thue, so antwortete er: „„Ich thue nur, was mein Minister thut; was er heute empfiehlt, verwirft er nach einigen Tagen wieder, so daß am Ende eines Monats nichts gethan ist.““ Diego Argumiosa ist Professor der Chirurgie am San-Carlos⸗ Kollegium. Er gilt fuͤr einen gewandten Mann, ist aber sehr seinen Ansichten er⸗ geben, kein guter Redner und hat außerordentlich große und haͤßlich gestaltete Fuͤße. Cantero ist ein reicher Banquier, ein achtbarer Mann, der es gut meint, aber nicht sehr gewandt ist. Calderon de la Barca hat Madrid in den fruͤheren Cortes re. praͤsentirt und besitzt viele schätzbare Eigenschaften, namentlich eine große Unabhaͤngigkeit des Charakters, da er der Meinung ist, ein Deputirter muͤsse alle Beruͤhrung mit den Ministern vermeiden und keine Befoͤrderungen fuͤr seine Freunde nachsu chen. Er ist sehr groß, stark von den Pocken zerrissen, in sei⸗ nem Wesen sehr offen und frei und will gewiß von Herzen das Beste seines Landes. Firmin Caballero, Haupt⸗Redac⸗ teur des „Eco del Comercio“, ist sehr angesehen bei den mittleren und unteren Volksklassen und ein guter Red ner, der, will, wohl zu unterscheiden weiß, was dem Lande heilsam ist und was nicht. Er hat niemals ein oͤffentliches Amt bekleidet und strebt auch nicht danach. Ro⸗ driguez Leal ist ein ununterrichteter Emporkoͤmmling, weder ein sehr guter Redner, noch ein guter Staatsmann; er weiß indeß, wann er zu schweigen hat, und wird wahrscheinlich in den Cor— tes eine Rolle spielen. Da er weiß, daß es ihm an Kenntnissen gebricht, so sucht er sehr eifrig diesem Mangel abzuhelfen, und seine wunderbare Beharrlichkeit wird ihn seinen Zweck erreichen lassen. Im Jahre 1823 war er Schreiber bei dem Deputirten Pedro Hull, der jetzt Kaufmann in Liverpool ist; spaͤter wurde er Verwalter bei einer reichen Edeldame in Placencia, trieb je⸗ doch außerdem noch Handels⸗Geschaͤfte. Jetzt ist er ein vermö⸗ gender Mann und constitutionneller Alkalde von Madrid.“
Dem Globe zufolge, ist der Oberst Kirby von der Eng⸗ lischen Legion in dem Treffen am Isten d. nicht so gefaͤhrlich verwundet worden, als es anfangs hieß, so daß seine Wieder⸗ genesung nicht bezweifelt wird.
Die Toryblaͤtter, namentlich die Times und die Mor⸗ ning-Post, enthalten wieder Artikel uͤber die angeblichen Ad⸗ sichten Rußlands gegen Englands Interessen, wie man es denn uͤberhaupt seit einigen Jahren hier nicht an Bestrebungen hat fehlen lassen, die oͤffentliche Meinung in diesem Sinne zu bear⸗ beiten, zu welchem Behufe namentlich das „Portfolio“ uUnd eine Masse anderer Druckschriften erschienen sind. Eine Ausnahme macht die Schrift eines Fabrikanten zu Manchester, welcher, aus eigener Ueberzeugung und durch seine Stellung uͤber allen Ver⸗ dacht der Parteilichkeit erhaben, die entgegengesetzte Ansicht ver⸗ theidigt und nachweist, daß Rußlands Aufblüͤhen nur Englands Handel foͤrdern werde. Auch der Courier ist gegen Ruͤßland
wenn er
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nicht feindselig gesinnt und eitirt einen (gestern erwaͤhnten) an Ort und Stelle geschriebenen Artikelaus der Dumfries Times, worin es
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