1836 / 336 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ndestheilen Unserer Monarchie

t werden sollen.

den 28. Oktober 1836.

Friedrich Wilhelm.

m, Kronprinz.

Frh. v. Brenn.

v. Rochow. v. Nagler.

dern auch in allen übrigen puͤnktlich in Ausfuͤhrung gebrach So 9Se gegeben

(L. S.) Friedrich Wilhel Gr. v. Lottum. Ancillon. riegs⸗Minister: v. Schoͤler. Gr. v. Alvensleben.“ Nachstehendes ist der Inhalt ei der Gesetz⸗Gammlung enthal wegen Aufhebung des Verbots, eidelberg zu besuchen: Meine an das Staats⸗ habe Ich Meinen Erlaß vom⸗ mder Universitaͤten

Frh. v. Altenstein. t. Muͤhler.

ner in demselben Stuͤcke hoͤchsten Kabinets⸗Ordre

tenen Aller die Universitaͤten Erlangen, Wuͤ

burg und Ministerium heute ergan⸗ 20sten Mai 1833, enthaltend, mo⸗ s Studirens der Inlaͤnder Wuͤrzburg und Heidelberg Sie autorisirt habe, auch zum rlaubniß zu ertheilen. Faͤllen zu verfahren Gesetz⸗Sammlung be⸗

gene Ordre das Perbot des Besuchs fre difizirt und das unbedingte Verbot de auf den Universitaͤten zu Erlan außer Kraft gesetzt, Besuche dieser drei

indem Ich Universitaͤten Ihre E Sie haben diesem gemaͤß in vorkommen und den gegenwaͤrtigen Erlaß durch die

kannt zu mach den 21. November 1836.

An den Staats⸗Minister Frh. Laut Nachrichten aus Duͤ waren Se. Koͤnigl. Hoheit oͤchstdessen Gema wesenheit dorthin zuruͤckgekehrt.

en hat sich unter der Benennung len⸗Bau im Wurm⸗ deren Statut unterm 30. Okto⸗ dem Vorbehalte des Widerrufs, erletzt wuͤrde, und unter daß die Gesellschaft allen Bergbau betreffenden ge⸗ ch dem Vergwerks⸗Gesetz

am 23sten v. M. lischen Pfarr⸗

Friedrich Wilhelm.

v. Altenstein.“

sseldorf vom 27sten v. M. rinz Friedrich am Abend zu⸗ hlin bereits vor einigen Tagen nach

„Vereini⸗ Revier“ eine

In Ach gungs⸗Gesellschaft fuͤr Steinkoh anonyme Gesellschaft gebildet, llerhoͤchsten Orts unter falls das Statut nicht befolgt oder v der Bedingung bestaͤtigt worden ist, r noch ergehenden, d riften, namentlich au 1810 unterworfen bleibt. euthen an der Oder erfolgte neuerbauten evange Grundstein am 13. April 1835 ge⸗ chliche Feier ging de dem die Einfuͤhrung der Prediger, hiernaäͤchst mit e

ergangenen ode setzlichen Vorsch vom 21. April

In B die Einweihun und Schulhauses, wozu de t worden war.

des daselbst

m Einweihungs⸗ Lehrer und Kin⸗ ittagsmahle von 81 der Buͤrger⸗Ressource froͤh⸗ An diesem uͤber 10,000 Rthlr. ko⸗ uͤbrigens das Schoͤne sucht und in demselben 5

Schulzimmer und geraͤumige

der folgte und der Gedecken und mit einem lich beschlossen wurde. stenden Gebaͤude hat lichen zu verb heizung versehene 2 Prediger und 4 Lehrer gew efuͤhlten Mangel eines eigenen beinahe 3000 groͤßtentheils evangel adt gluͤcklich abgeholfen ist.

mit dem Nuͤtz⸗ roße mit Luft⸗ ohnungen fuͤr so daß nunmehr dem seit Schul⸗ und P

200 Jahren Jah ische Ein⸗

digerhauses fuͤr die wohner zaͤhlende St

Wissenschaft, Kunst und Literatur. Ausstellung auf diz. sngt cheg Akademie der

Nov. wurde die Ausstellung geschlossen, nach⸗ cht Tage verlängert worden und d Obwohl die tritt des Winters, das Wetter sehr der winterlichen Temperatur Besuch doch bis zum letzten Nicht ohne eine jeser seltenen Vereinigung traulich geworden war, ößten Theil nicht wieder sehen wird. äste der Großen und in di⸗ uach allen

Sonntag den 27. dem sie zweimal um a Ganzen volle zehn Wochen gedar

namentlich der frühe Ein nladend machte und selbst trotz Räumen, war der äufig gedrängt. Abschied von d mit denen man ver

emnach im

nert hatte. späte Jah⸗

in den weitläͤnftigen 1— Tage fortwaͤhrend zahlreich gewisse Wehmuth u von Kuanstwerken, von deuen man den gr. ck in die Paläst beschränkteren Kunstfreundes;

aber manches des Besten, So war e

kehren zurt 9 b Winden gehen

was weit zu uns herkam, s besonders tröstlich, underte Bild Le Vengeur seinen Besitzer

sie auseinander, wird in unseren Mauern v zu vernehmen, gefunden hat denn auch zu gung gelten zurückkehren, fol vorhauden, daß w Pariser Ausstellun war in würdiger interpfand, daß uns werde, welche in diese nd zu ma e der Anwachs der Kunstwer in gleichem Berhä bei der Eröffnung zunä wir uns in diesen Bl. erfreulichsten Anw Verlauf von weni

daß das bew

freundliche nach Paris ank, und, wie verlautet, so ist Aussicht dazu die Deutsche Kunst auf der nächsten sich zeigen werde, und auch das beste

leich seinem Urheber gewiß als folgt unser D. irklich auch ebruar und März Dies wäre denn 8 e Beistener der Franzosen nicht fehlen iel beigetragen hat, die Ausstel⸗ Die Erweiterung die Zunahme des Be⸗ es war besonders die erstere, amals drückten

uns fünftig di m Jahre so viel b lung glänzer chen vor allen bisherigen.

des Lokals,

chst imponirte, und d s scheine nunmehr auch bei dem gesorgt, denn daß im ere der Säle sich so aum fehlte, was hätte Lokal nicht durch König⸗ as Deoppelte 1 alles ausgestellt, und darunter Wichtiges langte r Umstände unvollendet. deren Werke früheren Aus⸗ ichten, fehlten diesmal so den Berlinern nur die Namen nennen: dem Kopf des Holofernes von dem der Katalog ferner den trefflichen eider durch Unpäß⸗ Düsseldorfern fehl⸗ z. B. Köhler und Rei⸗ die Ausstellung fast an einer Ueberfülle ff von dem Stand der Kauflust der Liebhaber, Werke wahrhaft stritten, nicht einmal Gerathene ohne Käu

ättern aus, e Jahre hinaus aufängliche Le schon wieder an R

achs auf viele en Wochen die

Erwartung. wenn das akademische mehr als d

werden sollen, Munisicenz Und doch der Katalog versprach; 8 Andtres b ehrere unserer bed stellunggen zum vorz gut als ganz; wir helm Wach angekündist hatte, nen Joseph, seinen fts⸗Maler ine Unterbrechung erlitt; ige der bedeuten Wenn nnn dennoch Uitt, so wird m. Dinge machen, un welche sich um die gt werden; widerlegt dies thätig weist vielmehr nur Unter solchen kleinen Theil der Menge de müssen wir größten Thei der Sculptur. lich ausgefallen, und jene legt b

ke der hiesigen Land sichtliche Verschiede er Schule, diese

der Ausstellung rscheinung hervor als in dem Ein

lieb im Konflikt de

eutendsten Künstler, Schmuck gere

dürfen von 1 der eine Judith mit

August von Klöber, Bater wiedersehend, verhieß, Blechen, dessen Production ! auch unter den

ten uns ein deren Ramen,

an sich danach einen Begri d bei alle dem konnte die

gelungenen ö daß aber das weniger Interesse des Publikums schritte des Geschm anden konnten unsere

acks im Ganzen.

Berichte nur einem des Katalogs gerecht werden; sich nur an das Beste schließen, o

RNummern d u wenden.

wohl wir noch zum en und vollends alle Leistun smal kanm so reich als gewö esonders einige allgemeinere Bemer⸗

chaftsmaler zeigten schen in frühe⸗ denbeit von den sehr zahlreichen Verschiedenheit nuͤn ist ge⸗ zeigt sich auch sogleich der gebracht hat. fluß der Französischen

6 Guten gebot, ir denn auch heute schon l die Landschaft übrig ha Allein letztere war die

kungen nahe.

ahren eine u der Düsseldor wachsen, und innerhal Grund, welcher eine solche E in nichts anderem zu suchen,

1366

Bilder, welche im Laufe der letzten Jahre sind und hier allmälig nicht wenige un haben, was um so eher geschehen konnte, mende Richtung schon früher eingeleitet hatte. die Ausstellungen vor sechs bis zehn Jahren gesehen haben, um zu ermessen, wie groß und durchgreifend diese Aenderung sey. spielten die idealen Landschaften eine weseutliche Rolle, s lig komponirte als nach dem Gesichtspunkt der reinen Schönheit aus der Ratur zusammengestellte: Krause, Ahlborn, Wilhelm Schirmer aus Berlin, Biermann und viele Andere bewegte diesem Kreise, und echt Poetisches ist darin geleistet wendete sich zuerst davon ab und ging bald gänzlich zu Marine⸗ stücken über, welche ihn dann den Holländereien immer näher führten. Schirmer und Ahlborn fanden dagegen für jeue Richtun reichliche Nahrung und haben uns dorther eine Reihe von heiterer Schönheit vorgestellt. Blechen unsere nächste Natur mit einem kräftigen Auge, aber einem gar zu kapriziösen Pinsel gemalt; diesen Sinn verleugnet lien nicht und sehr seltsam kontrastirten seine dorth der gegen Alles uns früher von da Zugeflossene.

schien für ihn in diesem Lande nicht zu existiren, auch großartige Schönheit der Gebirgs⸗Linien der heiteren Fernen war es nicht, was ihn ansprac Oede, das Phantastische, Zerrissene und drückte er mit einer energischen Keckheit nachdrücklich aus, man sah, daß nur eben ein übergroßes Streben nach Kraft und Cha⸗ rakter ihn auf seinen eigenthümlichen Weg v zurückgekehrt, blieb Blechen seiner Art getreu, und b um ihn eine Landschafterschule, welche nicht versäumte, die hervor⸗ stechendsten Eigenschaften des Meisters sich zuerst anzueignen. Mitt⸗ lerweile waren mehrere ausgezeichnete Bilder von Vatelet aus Pa⸗ ris nach Berlin gekommen, welche an kühner Meistersch brillantem Lichteffekt, etteifernden

sels, in einer schlagenden Totalwirkung,

ders aber an Kraft und einer mit der Ratur selbst w Rachahmung, hauptsächlich in den Vordergründen, alles jemals Ge⸗ fehene übertrafen. Seitdem kamen durch den Kunsthandel Bilder der Art immer häufiger nach Berlin, und namentlich sah man hier eine große Auswahl schöner Pariser Aquarellen, welche viele der ge⸗ rühmten Eigenschaften mit jenen Oelbildern gemein hatten, aber auch die, daß sie sich ziemlich wenig um das P und Auffassung kümmerten. Meister in allem Technischen, konnten sie auch dem noch Interesse abgewinnen, was die Kunst sonst hatte liegen lassen, und ihre Romantik ließ ihnen das Verfallene und Unordentliche in besonders künstlerischem Licht erscheinen, auch moch⸗ ten solche Gegenstände dem Abgerissenen und wilderten ihres Vortrags durch eine entg zusagen. So wandten sie sich denn ha nen zu; vernachlässigte Hintergebäude und schmutzige Sackgäßchen, schiefstehende Baulichkeiten über fanligen Gräben, mit den brillante⸗ sten Lichtern erleuchtet, schienen malerisch Landschaften mit fernen Bergzügen. Ein E ler blieb nicht ganz aus. Auch sie stellten uns b stutzung die dunkeln Verbvrgenheiten der Hauptstadt vor, denn sie hatten die schiefen auf Pfählen stehenden Hinterhäuser an Wasser⸗ gräben, die Sackgäßchen und Bullenwinkel schon zu finden gewußt. Solche sah man auf der letzten Frühlings⸗Ausstellun Seefisch, aus der schen Schule, hat uns nach allem Aeußern einen vollständigen Va⸗ telet geben wollen, auf den das Signalement in allen Stücken zu⸗ paßt, allein bei so großer Aehnlichkeit wird der Unterschied nur um so augenfälliger. Wilhelm Schirmer, aus Berlin, hat da⸗ gegen einen Prospekt, der dessen wahrh

jetzige große hat daran keinen Mangel.

dem angegebenen Geschmack vorgestellt.

Dampf, dann einen gre

der Hinter

im Wesentlichen abgethan wäre. Man

geschmeichelt hat, so mag er es damit

ihrer erhabenen Schönheit; daß

treu und wahr sey. Später er

öfters nach Berlin gelangt serer Künstler umgestimmt als sich eine entgegenkom⸗

angenähert hat. Norddeutschen Ebene

Theil zertreten, wird v witters, wellig

owohl völ⸗

Hagel schütte wird zucken, Was an dieser Landschaft b Malerei, denn die Handhabung des breiten Pinsels hat etwas M. figes, wobei doch viel Feinheit der Zeichnung, z. B. 1b blättrigen Kräutern des Vordergrundes, hervortritt. sich eine treffliche große Landschaft v falls eine ebene heimische Gegend, ldes und zugleich ein Teich mit prächtigem Schilf und N. utern, in dessen dunkelklarem Spiegel Hornvich zur Trin Landschaft ist kraftig im Vortrage, zeugt von g. bildetem Raturgefühl und erinnert ihrem Streben nach an die be⸗ G

nsich mit Glück in worden. Krause

in Italien ildern voll dagegen hatte schon früher

e er auch in It, er gesendeten Bil⸗

Relz und Anmuth Auch diese Lan

Die

etrieben, die alten Eichen, de zerschmetterte Aeste dem Sturm vertraut sind, strecken sie auch dem drohenden Unwetter entgegen. Von hellem Sonnenlicht beglä⸗ schieben und thürmen sich die schweren Wolkenballen über einande dort lagern sie sich finster, und bald werden sie aus ihrem Schoß d

n, um die reife Aerndte niederzuschlagen, und der Bil um die nackten Zweige der Eichen noch mehr zu zer esonders löblich erscheint,

der Künstler auch, aber auf eigenthümliche Weise, der Franzoͤsis Gegend ist eben und ganz wie sie die herrschende ist; ein reifes Kornfeld om ungewissen Winde, dem Vorboten des Ge ren zackige schon vielfag

(Schluß folgt.)

———

in den goif⸗

82

Berlin, Sonnabend den 3üten Dezember

————

1“

on Otto Völcker an, ein Kornfeld am Rand a

Kronik des Tages.

Des Koͤnigs Majestät haben Allergnädigst geruht, den bis⸗

v, sondern das Dürre, elbst Zerlumpte, dies aber

Berliner

Den 1. Dezember 1836.

Amtlicher Fonds-

vnnd HMeld-Cours-Zetevl!.

Landgerichts⸗Rath von Gerolt Appellationsgerichtshofe zu Koͤln

Börse. en Kammer⸗Praͤsidenten,

(berfeld, zum Rath am

Nach Berlin ald sammelte sich

s Majestaͤt haben den Dom-Syndikus von dem

Des Koͤnig Brandenburg an der Havel zum Justigrath zu

8l Brie

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Präm Sch. d. Sech Kurm. O bl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. DBerl. Stadt- Obl.

aft des Pin⸗

Elbinger do.

Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.

wI185öööesbgZf.

Fr. Vour.

Brief. Geld. 101 72 2

99

63 6217¼ 101 ¼½ 10024 102 ½ 102

43 101 G 103 H

101/12sO„tpr. Pfandbr. 98 Tomm. do.

103 ½H [Diseonto.

Kur- u. Neum. do- do. do. do. Sehlesische do. Räckst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Gold al mareo. Neue Duk. Friedrichsd'or.

mnesebeck zu nennen geruht.

Se. Excellenz der General der Kavallerie und Adjutant Sr. Majestaͤt des Kaisers von Rußland, Meross, nach St. Petereburg.

1

oetische ihrer Gegenstände

IZechsel-Cours.

mitunter etwas Ver⸗ 1 nende Verwandschaft ufig der Kehrseite des Schö⸗

interessanter, als lachende influß auf unsere Künst⸗ ald in pikanter Zu⸗

Frankfurt a. M. WZ.

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6368 886.96ääb1166*

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Wien in 20 Xr.

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250 Fl. Kurz 250 Pl. 2 Mt. . 300 Mk. Kurz 300 Mk. 2 Mt. 1 LSt. 3 Mt. 300 Fr. 2 Mt. 150 FIl. 2 Mt. 150 Fl. 2 Mt. 100 Thl. 2 Mt. .. 100 Thl 8 Tage. 150 Fl. 2 Mt. 100 Rbl. 3 Woch.

Frankreich. Der Prinz von Joinville ist auf der higenia“ in Toulon angekommen, wo er sich einer arantaine unterwerfen muß. ab sich heute fruͤh um 6 Uhr

Paris, 26. N egatte „Ip taͤgigen Qu

Der Minister des Innern beg n Koͤnige und blieb bis um 9 Uhr

Man liest in hiesigen Blaͤttern: „Als der jetzige Koͤnig der n waͤhrend der Schreckenszeit der Franzoͤsischen Revolu⸗ on einen Zufluchtsort in der Schweiz suchte, um den Franzoͤsischen Republik zu entgehen, bedurfte er zur

in den Tutilerieen.

ral erschießen solle. der, der verloren hatte, sein Pistol, lud es und suchte

hungen der

g und auch die

us 2 Passive —. aftig nicht bedurft härte, in d8 Die Schönheiten von Mei⸗ en, namentlich mit seinem gothischen Dom hoch auf dem Felsen, sind ekannt genug, der Maler aber suchte sich ein verstecktes Gewässer auf, um uns zunächst Hinterhäuser und Gartenmauern dann in der Ferne einen Blick auf den Fels und ein k von dem Dom mit seinem durchbrochenen Thurm zu öffnen. Dafür wendete er alle Potenzen einer scharfen Beleuchtung auf, malte ziehende Regenwolken, welche den Fels mit seinen Geb Schatten legen, davor, aus den Schornsteinen blauen wirbelnden llleuchtenden Sonnenblick in den Baumkronen der erenzausen Gärten, in den Kürbisranken und auf den Erkern

u zeigen, und ein Stückchen

änden in sinsteren 3 % 29 ¼. 5 % Rente 106. 20. 3 % do. 79. 45. E % Nea

. 45. Neap. 98. 25. 8%

auf Span. Kente 19 ¼. Ausg. S I g. 8

nem frischen Regen⸗ 3 % dta ns l2es Ausg. Sch. —. Neue Ausg. 86

äuser, und dies alles genäßt von eir asser des Flüßchens.

schauer und abgespiegelt in dem dunkelgrünen W Was der Künstler wollte, hat er erreicht; das Bild erregte ein ge⸗

Auswüäürti

Passive 5 ¼.

ge Börsen. Amsterdam, 26. November. Niederl. wirkl. Schuld 5115,465. 5 % do. 99. 5 Span. 18151 ½. Preuss. Präm.-Sch. 111 ½. A h November. Ausg. Sch. 25. Zinsl. 8 ½. Neue 1. 1877. Frankfurt a. M., 28. Nokombor. Oesterr. 5 % Met. 102 ½. 102 ⅞. 561½2. 1 % 25. Br. Bank-Actien 1622. 1620. Partial-Obij. 138 .51 Loose zu 500 Fl. 114 ½. 114 ¼. 8 Präm.-Sch. 63. G.

Loose zu 100 Fl. 219. do. 4 % Anl. 99 ½. 5 % Span. Aul. 17 ¼. 17 ⅛¼. 2 ½ % Holl. 513 ¾. 51I1Ae.

iamburg, 29. November.

DBank-Actien 1330. 1328. Engl. Kuss. 102 ½¼. 5 % Port. —. do. Neue Anl. 177 ¼.

Paris, 25. November.

Passive 5 ¾.

Wien, 26. November.

5 % Met. 103 ⁄1 6. 4 % 98 ¾¼. 3 % 73 7⁄ 0. 2 ½ 24 ¼. Bank-Actien —. Neue Aus. 57628 E

22.

eise eines Passes, den ihm ein Herr Muͤl⸗ cher ihn in seinem Hause aufgenommen hatte, Vierzig Jahre sind seitdem ver⸗ wig Philipp von Orleans ist Koͤ⸗ In dieser erhabenen Stellung er⸗ den Zeiten des Un⸗ Er beauftragt

ortsetzung seiner r aus Zug, wel it vieler Muͤhe verschaffte.

össen und der proskribirte Lud ig der Franzosen geworden.

nert er sich des Mannes, der thm in sentlichen Dienst leistete. inen Gesandten in der Schweiz, sich zu erkundigen, ob jener herr Muͤller noch am Leben sey; es ergiebt sich, daß derselbe irklich noch lebt und Fahnentraͤger des Kantons Zug ist. Der Kontebello schreibt ihm und fordert ihn auf, sich Gnade ihm von Seiten des Koͤ⸗ Der ehrwuͤrdige daß er den lebhaftesten Antheil an den hilipp's genommen und sich efreut habe; er selbst des Gluͤcks, das der zu bitten, e. Maäjestaͤt sich sei— Der Herzog

Ausg. Sch. —. Zin Poln. —. Oesterr. Met. 3n

uͤcks einen 4 % 98 ⅛. 98 ¼.

Herzog von M aruͤber auszusprechen, welche igs der Franzosen Freis erwiderte darauf, Techselfällen des Lebens Ludwig; Stillen uͤber sein endliches Gluͤck g. nieße im Schoße seiner Familie all' er habe den Koͤnig um nichts

Poln. Loose 65 ¼. 1 machen koͤnne.

ministeriellen Blaͤttern uüͤ ministeriellen Abendb „Die Haltung der Franzoͤsi

Nittelstand gewaͤhre; nd er finde seine Belohnung darin, daß S freundlich erinnert haͤtten. das Original dieses Briefes nebst der Den Koͤnig ruͤhrte der

r aus jener Zeit so hn Montebello sandte

wisses Staunen, als es zuerst erschien, allein der Eindruck war bei längerem, wiederkehrendein Anschaun kei

Licht⸗Effekt ist blendend, es scheint das mit den Mitteln des Malers erreichen läßt, glaubt, daß es möglich sey, so weit zu gehen, ja die Franzosen selbst schienen übertroffen. Dafür zeigt sich auch im Bilde deutlich genug, daß der Künstler seine Mittel überboten habe; da er im Mittelgrunde die Palette schon erschöpft hatte, so blieb ihm im Vordergrunde nichts übrig, als die grellsten Farben, ohne Anlaß, neben einander zu stel⸗

ner Steigerung fähig. Der Aeußerste zu söyn, was sich zan hätte nicht ge⸗

len, wodurch denn Stein, Holz, Mauer ein gleichmäßiges gläserues Ansehen erhietten. So scheint uns auch die Spiegelung im Wasser übertrieben und nicht glücklich vorgetragen. so ideale Schirmer sich nicht ganz verlengnen können; wir sehen auch hier in seinen Bänmen und Ranken⸗G

Und doch hat der srüher

ehängen noch jene gewählten ormen, finden sie aber in einigem Widerspruch mit der übrigen Auf⸗ fasuung. Daß das Bild immer sehr interessant bleibt und viel Schö⸗ nes und Geschmackvolles enthält, braucht wohl nicht gesagt zu wer⸗ den, vielleicht aber ist besonders erfreulich daran, daß es ein Extrem zu seyn scheint, daß also hiermit vielleicht diese Digression der Kunst darf aber in solcher Richtung wohl eine Analogie mit einer neuerdings verbreiteten Verirrung der Dichtkunst finden, welche nämlich die Poesie um einen effektvol⸗ len Kontrast zu bereichern glaubt, wenn sie die nackteste Prosa in dieselbe mit aufnimmt und aus jener in diese schroff hinüberschlägt.

Dem Poetischen ohne solche Beimischung sind Ahlborn und Biermann treuer geblieben. Der erste hat zwei prächtige Landschaf⸗ ten, einen Blick auf Sprakus und eine Ansicht von Palermo mit dem majestätischen Felsen gegeben; Geschmack und Schönheitssinn sprechen

In Potsdam:

daraus deutlich an, nur wünscht man der Beleuchtung mehr Wärme, deun dieses schweflichte Gelb der Lichter hat in der That ctwas Fro⸗ stiges. Biermann ist eher zu weit ins Umgekehrte, nämlich in ein warmes Braun gegangen. Das Bild zeigt im Mittelgrunde die Tas⸗ sos⸗Eiche mit dem Kloster St. Onofrio; sicht auf das im rosigen Licht liegende Rom und in einer besonderen Durchsicht, welche die Bäume lassen, zeigt sich die von goldiger Luft umslossene Kuppel des St. Peter. Von einer höchst malerischen, man darf sagen, poetischen Form ist die Tassos⸗Eiche, und wenn der Künst⸗ ler, im Bergleich zu getreuen Abhildungen, verantworten,

Hochgebirge.

man hat eine schöne Aus⸗ 8 Montag, 5.

ihr in der That bedeutend . daß sie ja einem Dichter geheiligt ist. In Catel fanden wir noch immer den alten, d. h. einen vertrauten Kenner der Italiänis. 1 jüngerer Künstler, Elsasser, früher in Blechen's Schule, jetzt in Rom, Art angeschlossen hat, gereicht dem Jünger selbst zu großem Vortheil, doch sind die hauptsächlichsten Leistungen dieses seltenen Talentes wohl in der Architektur⸗Malerei. Die südlsche Natur in ihrem eigen⸗ thümlichen Zauber stellt er dar in zwei Procida, u, s. w, von den Höhen des Pausilip genommen, und wie⸗ derum In dem Bilde: „die Stadt Girgemti in Sicgilien, gesehen von den Höhen des Klosters S. Vito, durch die Klosterhalle.“ Dagegen hat er in einem anderen Bilde aus den Tyroler Alpen, die Gegend in den Thälern von Gossensaß, mit solchem Eifer nach blendenden Licht⸗Effekten und durchgehender Saftigkeit gestrebt, daß, man ver⸗ zeihe den Vergleich, die Landschaft aussieht, als habe es Heil gereg⸗ net. Dagegen hat uns Bönisch auch diesmal wieder eine Dar⸗ siellung aus den Skandinavischen Alpen gegeben und dem bewährten düse des Künstlers und ihr selbst glauben, daß sie e sehien von demselben Maler eine große

effektvoll gemalte Landschaft, ein aufziehen

Bildern, dem Blick auf Ischia,

sik von Halevy. wir können ees

Gewitter

Freitag, 2. Dez. Michel, komische Oper in 1 Akt. Musik von C. Blum. Hi Der Marquis von Carabas, oder: Der gestiefelte Kan komisches Zauber⸗Ballet in 2 Abth., von Hoguet.

Im Schauspielhause:

von A. W. Schlegel. Devrient. Sonntag, 4. Dez. Im Schauspielhause: in 1 Akt, von A. Cosmar. Lustspiel in 4 Abth., x1 Dr. C. Toͤpfer. Bruder und Schwester, Original⸗Lustse in 2 Abth., von C. P. Berger. Sehneg. L Lina ag 1 Akt, nach dem Franzoͤsischen, von G. Harrys. Und: Leh 1) Der Burghof. 2) Italtaͤnische Damen, Schih 3) Maͤdchen, mit Waschen beschäftigt. nung eines Pommerschen Bauern aus dem Waitzacker bei Pf an seine Tochter, welche konfirmirt werden soll. 5) Lebegne Bild mit Tanz. Eine Slavische Foͤrster⸗Familie auf e

1 dez. Im Schauspielhause: Eduard's, Trauerspiel in 3 Abth., nach Delavigne, von?

Der Ball zu Ellerbrunn, Solotanz.

In Potsdam: Abth., von C. Blum.

Dez.

Koͤnigliche Schauspiele.

Im HOpernhause:

Hierauf:

Königstaͤbtisches Theate Freitag, 2. Dez. Zriny, oder: Die Bestuͤrmung von? . Melodrama mit Choͤren in 5 Akten, von Th. Koͤn⸗ Musik vom Kapellmeister Franz Glaͤser. man und Zriny.)

Hierauf:

1) La reprise de: La famille!] quebourg. drame-vaudeville en 1 acte, par Scribe. 2)] première représentation de: nouvcau en 2 actes,

Sonnabend, 3. Dez.

Renaudin de Caen, vauderil ar 8 Duvert et Lauzanne.

m Schauspielhause: chard II., Trauerspiel in 5 Abth., von Shakespeare, uͤbers Fuͤr die Buͤhne eingerichtet von Edu

Im Opernhause: Ali⸗Baba

Oper in 4 Abtb., mit Tanz. Musik von L. Cherubini. 8 Humnter und Compagnie, Lustse Hierauf: Die Einfalt vom Lank

Angely.

zsischen Uebersetzung nach Paris. lt desselben so tief, daß er sich augenblicklich nlegion, den einer seiner Adjutanten trug, ausbat, eine bare Tabatiéere mit seinem Bildniß hinzufuͤgt nem Gesandten in der Schweiz mit dem Befehle zugehen iss, diese Zeichen seiner Freundschaft dem Herrn Muͤller zu

den Orden

Mary, Mayx e und beides

Das Journal du Commerce publizirt ein Schreiben, es der junge Ludwig Buonaparte in der Nacht vom 1Iten und unter den Augen des Poltzei⸗Praͤfekten an seine Mutter Es lautet folgendermaßen: Nutter! Ich erkenne in dem Schritt, den Sie gethan haben, Ihre ganze zaͤrtliche Sorge fuͤr mich; ühr gedacht, die mich bedrohte, aber nicht an meine Ehre, die ich verpflichtete, das Loos meiner Ungluͤcksgefaͤhrten zu theilen. ür mich ist es ein sehr lebhafter Schmerz gewesen, Maͤnner zu ver⸗ sen, die ich ins Verderben gestuͤrzt habe, da meine Anwesenheit und eine Aussagen auf die Jury guͤnstig haͤtten einwirken koͤnnen. ch schreibe an den Koͤnig, um ihn zu bitten, lick auf sie zu werfen, dies ist die einzige Gnade, die Werth Ich gehe nach Amerika; aber, meine eure Mutter, wenn Sie meinen Schmerz nicht vermehren Der Ge— utter aus Europa

schrieben hat. „Meine theure

Sie haben an die Ge—

einen guͤtigen

Adele, Lustspitl mich haben kann. ollen, so beschwoͤre ich Sie, mir nicht zu folgen. nnte, daß ich an der Verbannung meiner Schuld waͤre, wuͤrde in den Augen der Welt ein unausloͤschli⸗ r Flecken und fuͤr mein Herz ein nagender Kummer seyn. Ich Ul mir in Amerika, wie Achill Muͤrat, selbst eine Existenz schaffen; hbedarf eines neuen Interesse, um es daselbst aushalten zu nen. Ich bitte Sie, theure Mutter, dafuͤr zu sorgen, daß Straßburger Gefangenen nichts fehle; nehmen Sie sich der iden Söhne des Obersten Vaudray an, die sich mit ihrer tter in Ich wuͤrde mich leicht in mein schicksal finden, wenn ich wuͤßte, daß meine Ungluͤcks⸗Gefaͤhr⸗ am Leben blieben; aber den Tod tapferer Soldaten auf dem ewissen zu haben, wuͤrde ein Schmerz seyn, den keine Zeit Leben Sie wohl, u. s. w. (Gez.) Napoleon Louis Bonaparte.“ . Herr von Pastoret der juͤngere ist vor einigen Tagen nach r; abgereist; er wird daselbst, wie man sagt, bei Eroͤffnung s Testaments Karl's X. seinen Vater, den vormaligen Kanzler Frankreich, vertreten. Gestern hatte die Fuͤrstin Lieven eine ausgewaͤhlte Gesell⸗ aft bei sich versammelt. Man bemerkte daselbst den Prinzen haul von Wuͤrttemberg, den Grafen Pahlen, den Herrn von nwenhjelm und mehrere andere Mitglieder des diplomatischen I ½ Herr Berryer, der die Fuͤrstin in Baden kennen gelernt e, fand sich auch ein, und gleich nach seinem Eintritt bildete

Die Stih

h utter i i fi Lustspie in Paris befinden.

Floͤschen koͤnnte.

(Herr Bosard: 0

Sonnabend, 3. Dez. Der Buͤhnen⸗Dilettant. Lu 1 Akt, von G. Harrys. iel in 1 Akt, von Frau v. Weißenthurn. ruͤbsale einer Postwagen⸗Reise. Komische Gemaͤlde in 6 N. men und 2 Aufzügen, von L.

Sonntag, 4. Dez. Die Juͤdin. dem Franzoͤsischen des Scribe, von Friederike Elmenreich.

Der Brautschleier. Zum Beschlh

Oper in 4 Akten, u.

Redacteur Ed. Cottel.

8s Kreis um ihn, den er fast den ganzen Abend uͤber auf interessanteste von seiner Reise nach Deutschland unterhielt.

Der neue Amerikanische Gesandte a Gedruckt bei A. W. Hayn. saß, ist gestern in Paris eingetroffen.

8* ö

hiesigen

Hofe, Herr

Ueber die sogenannten Afrikanischen Bataillone, die groͤß⸗

tentheils aus militairischen Straͤflingen zusammengesetzt sind, giebt ein hiesiges Blatt, nach einem Schreiben aus Algier, nachstehende Details: „Die Afrikanischen Bataillone sind von einer seltenen Unerschrockenheit vor dem Feinde, aber die Sol⸗ daten, aus denen sie bestehen, haben fast alle laͤngere oder kuͤr⸗ zere Zeit in den Gefaͤngnissen zugebracht und sich daselbst einen Geist der Insubordination zu eigen gemacht, der auch im Dienst nicht immer zu beherrschen ist. Es ist kaum moͤglich, sich einen Begriff von der unerhoͤrten Zuͤgellosigkeit jener Truppen zu machen. Nicht selten sieht man Offiziere durch Komplotte, die oder gegen den Dienst geschmiedet wurden, persoͤnlich die Verschwornen greifen zu den Waffen und verbarrikadiren

sich in ihren Kasernen; die Zahl derselben belaͤuft sich zuweilen auf 50,

100 und selbst noch mehr; man ist alsdann genoͤthigt, mit dem uͤbrigen

Theil der Truppen gegen sie zu marschiren, wobei es nicht selten zum Blutvergießen kommt. Dergleichen Aufstände dauern oft mehrere Tage und schließen gewoͤhnlich mit der Anwendung einer sehr maͤßigen Strafe, zuweilen auch, was noch gefaͤhrlicher ist, mit gegenseitigen Zugestaͤndnissen. Es koͤmmt vor, daß die Jaͤger unter sich Karten um einen ihrer Finger spielen und daß der Verlierende mit kaltem Blute seine Hand auf den Tisch legt, ein Messer ergreift und sich, ohne irgend einen Schmerzenslaut hoͤren zu lassen, haut. In den ersten Monaten dieses Jahres beklag⸗ ten zwei Soldaten beim Essen sich gegenseitig uͤber die Ungerechtigkeiten und die schlechte Behandlung ihrer Compagnie. Einer von ihnen schlug vor, eine Partie Pi⸗ ket um das Leben des Korporals zu spie sen, daß der Verlierende bei der ersten Gelegenheit den Korpo⸗ Sobald die Partie beendigt war, ergriff sein Schlacht⸗ opfer auf. Kaum hatte er aber das Zimmer verlassen, als ihm einfiel, daß er sich auch an seinem Capitain zu raͤchen habe. Er kehrte also wie⸗ der um und verlangte laut von seinem Kamerad seine Revange, indem er erklaͤrte, daß er das Leben des Capitains gegen das Leben des Korporals setzen wolle. Die Zuschauer unterstuͤtzten den Vorschlag, die Revange ward angenommen, und das Schicksal bezeichnete jetzt den Capitain. Dieser wurde auch am hellen Tage und fast in Gegenwart aller Truppen ermordet. den Spieler wurden mit dem Tode bestraft, worauf ein dri Soldat, um seine Kameraden zu raͤchen, wieder einen der Of⸗ fiziere erschoß, die uͤber jene zu Gericht gesessen hatten.“

Heute wurde in Paris eine Proclamation des Dom Mi⸗ guel in Tausenden von Exemplaren verbreitet. In diesem Do⸗ kumente befinden sich so triviale Aeußerungen gegen die Koͤnigin von Portugal, daß man auch keinen Augenblick an die Authen⸗

tizitaͤt desselben glauben konnte.

Der Streit zwischen einigen Englischen und Franzoͤsischen ber die Vorfaͤlle in Lissabon giebt dem latte zu folgender Erklaͤrung Anlaß: schen Regierung, die in Lissabon durch ihre Gesandtschaft und durch ihre Schiffe. repraͤsentirt wurde, hat sich den Beifall und die Achtung aller bei der letzten Krisis gegenwaͤrtigen Portugiesen erworben. Man scheint es in Frank⸗ reich zu bedauern, daß unsere Politik von unseren Verbuͤndeten nach Gebuͤhr gewuͤrdigt wird, und die Presse uͤbernimmt es, von Paris aus der oͤffentlichen Meinung in Portugal zu bewei⸗ sen, daß sie die Ereignisse, die sich unter ihren Augen zugetra⸗ gen, falsch beurtheilt habe. Einige unserer Journale haben sich gestern dieser seltsamen Aufgabe unterzogen. (Vergleiche den gestrigen Artikel des Courrier frangais.“) Sie behaupten, daß die unserer Marine gegebenen Instruc⸗ tionen die Schranken einer strengen und vorsichtigen Neutralitaͤt überschritten haͤtten. Es ist schon fruͤher gesagt worden, und die Thatsachen haben es hinlaͤnglich ans Licht gestellt, daß in jenen Instructionen jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten Portugals untersagt wurde. Unsere Flagge befand sich dort, um eine Rolle zum Schutze unserer Landsleute und noͤthigen— falls eine Rolle im Interesse der Menschlichkeit zu spielen. Unsere Flotte hat diese Instructionen in keinerlei Weise uͤberschritten. Nun sagt aber ein dem Ministerium ge⸗ neigtes Journal (das „Journal des Déebats“), daß das Gelingen der in Lissabon versuchten Reaction seinen, naͤmlich dieses Journals, Beifall gehabt haben wuͤrde. Aendert indeß diese Meinung eines Journals etwas an der passiven und neu⸗ tralen Haltung, die der Admiral Hugon beobachtet hat? Diese nach dem Ereignisse in Paris ausgesprochene Meinung hat mit den deutlichen und bestimmten Instructionen eines Admirals nichts gemein. Kann jenes Journal nicht frei seine Meinung aͤußern, ohne daß seine Worte die Politik einer Regierung ver⸗ daͤchtigten. Es hat, als es Betrachtungen uͤber vollendete That⸗ sachen anstellte, den Versuch in Lissabon nicht contre⸗ revolutionair genannt. Dies ist das Vergehen, welches man ihm vorwirft, und man entnimmt aus der Wahl einer Bezeich⸗ nung Argumente, die man fuͤr wichtig haͤlt. Das in Rede ste⸗ hende Journal hat sich ganz einfach erinnert, daß der constitu⸗ tionnelle Zustand in Portugal mit der Charte des Dom Pedro begonnen hatte, und daß diese Charte durch einen militairischen Handstreich umgestuͤrzt wurde, aber es hat sich auch Dem Mi— guel's und des Absolutismus erinnert; ein Versuch in diesem Sinne wuͤrde in seinen Augen ein contrerevolutionairer Ver⸗ such gewesen seyn. Das Wort „contrerevolutionair“ kann ver⸗ nuͤnftigerweise in Portugal nur auf Dom Miguel und in Spa⸗

nien nur auf Don Carlos angewendet werden.”“

Ueber Bilbao meldet der Messager Folgendes: „Ein gestern Abend hier eingegangenes Schreiben berichtet, daß am 18ten Unterhandlungen zwischen der Munizipalitaͤt, der Garni⸗ son und der National⸗Garde von Bilbao b einer Capitula⸗ tion stattgefunden haͤtten, daß sich aber die I schieden abgeneigt gezeigt und gedroht habe, auf diejenigen Feuer zu geben, die von Uebergabe sprechen wuͤrden. Wir ha⸗ ben mehrere Briefe aus Santo⸗ Nachmittags gelesen, in denen ein wichtiger Sieg verkuͤndigt

ational⸗Garde ent⸗

gegen sie bedroht;

den verspielten Finger ab⸗

eines Korporals

len. Es wurde beschlos⸗

Die bei⸗ tter

Domingo vom 19ten um 2 Uhr

wird. Santo⸗ Domingo ist der Name einer der Hoͤhen, die Bilbao umgeben und die sich in dem Besitz der Belagerten befindet. Mehrere Angriffe der Karlisten waren schon m it gro ßem Verlust zuruͤckgeschlagen worden. In der Nacht vom ISten zum 19ten hatten der Regen, der in Stroͤmen her⸗ abfloß, und ein heftiger Sturm einen Theil der Belagerungs⸗ Arbeiten zerstoͤrt. Am 19ten fruͤh machte die Garnison einen Ausfall, wobei sie bedeutende Vortheile errungen haben soll. Die Anstrengungen der Pafemen waren hauptsaͤchlich gegen die von der feindlichen Artillerie besetzten Punkte gerichtet. Zwei Batterieen wurden demontirt; der Schreiber eines der Briefe, aus denen wir diese Nachrichten entnehmen, sagt, daß er selbst in eine jener Batterieen eingedrungen sey. Die Kar⸗ listische Artillerie hat viel gelitten, und dieses Corps allein zaͤhlt 17 getoͤdtete Offtziere. Die Garnison hofft sich jetzt allein und ohne den Beistand Espartero's halten zu koͤnnen.“ Die Sentinelle des Pyrenées vom 22sͤten d. M. ent⸗ haͤlt folgende Nachrichten: „Die in den letzten Tagen hier verbreitet gewesenen Geruͤchte uͤber die Einnahme der so⸗ genannten Altstadt von Bilbao werden durch folgende Thatsa⸗ chen widerlegt: Den in Rede stehenden Geruͤchten zufolge, sollte die Einnahme von Bilbao am 17ten d. erfolgt seyn; nun aber sprechen Briefe vom 19ten im Gegentheil von dem taͤglich festern Entschlusse der National⸗Garde, sich unter den Truͤmmern der Stadt begraben lassen zu wollen. Jedes Haus ist befestigt, und selbst wenn es dem Feinde gelingen sollte, einzudringen, so wuͤrde er noch nicht im Besitz der Stadt seyn. Jene Geruͤchte hatten uͤbrigens ihren Grund darin, daß zwei einzeln stehende Haͤuser vor Alt⸗Bilbao, welche Barrio de Mena genannt werden, von den Karlisten besetzt worden waren. Dieses Ereigniß wurde, wie gewoͤhnlich, vergroͤßert und entstellt, und so entstand das Geruͤcht, daß die Stadt genommen worden sey. Beim Beginn der Belagerung durften die Karlisten hoffen, sich Bilbao's durch einen Handstreich zu bemaͤchtigen, aber jetzt ist dieses Unterneh⸗ men schwieriger, wo nicht gar unmoͤglich. Der Platz hat eine zahlreiche Artillerie und eine hinlaͤnglich starke Garnison, die von der tapfersten National⸗Garde in ganz Spanien unterstuͤtzt wird. Es fehlt nicht an Lebensmitteln, an Munition und an Haͤnden, da selbst die Frauen mit seltenem Muthe zu der Ver⸗ theidigung mitwirken. Mit all diesen Elementen zu einer lan

gen und muthigen Vertheidigung wird sogar der Beistand Espar⸗

tero's nicht noͤthig seyn, um den Fall Bilbao's zu verhindern.“

Straßburg, 23. Nov. (Zeitung des Ober⸗ und Niederrheins.) Die Instruction in Bezug auf das Komplott vom 30. Ökt. ist jetzt beendigt. Die Herren Rossée, General⸗ Prokurator, und Wolbert, Rath am Koͤnigl. Gerichtshofe, wer⸗

den heute oder morgen Straßburg verlassen. Die Prozeß⸗Akten werden der Anklage⸗Kammer des Koͤnigl. Gerichtshofes von Col⸗

mar zur Entscheidung, vor welchem Gerichtshof der Prozeß ver⸗ handelt werden soll, uͤbersandt werden. Man hat, nach Pariser Journalen, davon gesprochen, daß der General⸗Prokurator bei dem

Koͤnigl. Cassationshofe um die Bestimmung des Gerichtshofs ein⸗ kommen wuͤrde; allein es ist nie von einer derartigen Maßregel

die Rede gewesen. Der Prozeß wird vor den Assisen des Nie⸗ derrheins, die zu Ie zusammentreten, verhandelt wer⸗ den. Bereits haben sich der General⸗Prokurator und der Koͤnigl.

Prokurator mit seinem Substituten bei dem Tribunal erster In⸗

stanz in die peinliche Aufgabe getheilt, die Anklage zu fuͤhren.

Jedenfalls wird der Prozeß nur in einer außerordentlichen Session des Assisenhofes des Niederrheins vorgenommen werden koͤnnen. Die Instruction hat, wie wir bereits bemerkten, kein neuen Mitschuldigen ergeben, und Alles laͤßt vermuthen, daß sich die oͤffentlichen Debatten auf die urspruͤnglich verhafteten Personen beschraͤnken werden. 1 8

Großbritanien und Irland.

London, 25. Nov. Graf Spencer lebt jetzt ganz zuruͤck⸗ nhraen zu Althorp, um die großen Schulden zu tilgen, welch ein verstorbener Vater kontrahirt hatte. Der Plymouth Herald will aus zuverlaͤssiger Quelle wissen, daß das Parlament im Maͤrz aufgeloͤst werden wuͤrde. Der Lord⸗Advokat hat zu Leith eine Anrede an seine Waͤh⸗ ler gehalten und sich vorzugsweise uͤber die Irlaͤndischen und

Schottischen Rechts⸗ und Kirchen⸗Fragen ausgesprochen, die im

Oberhause in voriger Session verungluͤckt sind. Ueber eine Re⸗ form der Pairie zußerte er sich jedoch schwankend, obwohl er zugab, daß allen Verbesserungen und Reformen ein Hinderniß im Wege stehe. Der Globe meint, er theile hierin die Ansicht der meisten Reformer, die allerdings mit dem Oberhause unzu⸗ frieden seyen, jedoch die Frage wegen Reform desselben so lang als moͤglich zu vermeiden wuͤnschten. 8

Ein praͤchtiger Staatswagen, welcher fuͤr Ihre Kaiserliche Hoheit die Erzherzogin von Parma hier gebaut worden war, ist nach Livorno eingeschifft worden.

Am Sonntage fand ein Mordversuch auf den Franzoͤsischen General⸗Konsul, Herrn Durand de St. André, statt. Er saß in seiner Bibliothek, als eine Windbuͤchse auf ihn abgeschosse 8 wurde; doch traf ihn gluͤcklicherweise der Schuß nicht. De Thaͤter hat bis jetzt nicht ausfindig gemacht werden koͤnnen. 8

Ein sehr verstaͤndiger Mann, der eben von einer Reise durch die Grafschaften Sligo, Roscommon, Leitrim und Done⸗ gal, in Irland, zuruͤckgekehrt ist, versichert, daß die Aussichten der Paͤchter trauriger seyen, als je, und daß man in diesen Theilen von Irland gegen Fruͤhjahr eine Hungersnoth mit Ge⸗ wißheit voraussagen koͤnne. .

Die Morning Chronicle erwidert in einem ihrer Ar tikel (dessen gestern unter Paris erwaͤhnt worden, der uns aber mit der verspaͤteten Löondoner Post vom 22sten uͤber Hamburg erst heute zugeht) Folgendes auf die Aeußerungen der Fran⸗ zoͤsischen Blaͤtter uͤber die letzten Ereignisse in Lissabon und uͤber das von der Britischen Flotte im Tajo dabei beobachtete Ver halten: „Mit Bedauern sinden wir, daß der Ton, den ein Thei der Franzoͤsischen Blaoͤtter in Bezug auf die neuesten Vorfalle