8 16 8
uͤcke und dergleichen und der fuͤr die Spanische Re⸗ gieruns selbst seit dem Anfange des Buͤrgerkrieges abgesandten Gewehre und Munitionen. Es waren, hieß es, von Lord Hill Befehle an die Obersten verschiedener Regimenter ergangen, sich zum Dienst im Auslande fertig zu halten. Man glaubte, daß ein Bataillon von jedem der drei Garde Infanterie⸗ Regimenter mitgehen wuͤrde, und daß zugleich der Zweck damit verbunden sey, dem General Evans die Gelegenheit zu ver⸗ schaffen, von San Sebastian aufzubrechen, um mit den Truppen der Koͤnigin gemeinschaftlich zu operiren, was ihm bis jetzt un⸗ moͤglich gewesen, da er nicht Mannschaft genug hatte, um die Stadr und ihre Circumvallationslinie gegen einen ploͤtzlichen An⸗ griff zu decken. Es sollten auch naͤchstens Transportschiffe an⸗ genommen werden, um Kriegs⸗ und Mund⸗Bedarf nach Spa⸗ nien zu bringen, und seit 14 Tagen hatte eine groͤßere Anzahl von Feuerwerkern als gewoͤhnlich zu Woolwich eifrigst an der Cerfertigung von Raketen und Patronen gearbeitet, auch waren von da schon seit einem Monat sechs Regierungs⸗ Dampfschiffe mit Vorraͤthen fuͤr die Legion abgegangen. 4
Am läten d. M. fand zu Totneß eine große Versammlung der Reformer von Suͤd⸗Devonshire statt, in welcher der bekannte Radikale Sir William Molesworth eine Rede hielt, aus der hervorgeht, daß ein Theil der radikalen Partei sich in der naͤch⸗ sten Session mit dem temporisirenden Verfahren der Minister eben so wenig zufriedenzustellen gesonnen ist, wie dies O (Connell
Aeidu
8 uf die Angelegenheiten Irlands ferner zu thun be’ 18 Herieh ace Sir⸗ 1 keine vierzehn Tage mehr fortgesetzt werden.
absichtigt. Nachdem Sir William Molesworth darauf hinge⸗ wiesen hatte, daß das demokratische Prinzip taͤglich mehr Wur⸗ zel fasse, nächdem er angedeutet, wie sehr sich die oͤffent⸗ liche Meinunz insbesondere zu Gunsten zweier Maßre⸗ geln, weiche mit diesem Prinzip uͤbereinstimmen, aus⸗ gesprochen habe, naͤmlich fuͤr die geheime Abstimmung und eine durchgreisende Reform des Oberhauses, auße er sich solgendermaßen: „Bei diesem raschen Vorwaͤrtsschreiten der oͤffentlichen Meinung ist es eine sehr ernste und wichtige Frage: Wie muͤssen sich die Minister benehmen? Wenn sie fortfahren wollen, die Lenker des Volks und die Beherrscher der Nation zu bleiben, dann muͤssen sie mit dem Volke fortschreiten. (Beifall.) Zwischen ihnen und der Volks⸗Partei ist ein Buͤnd⸗ niß geschlossen worden, welches ihnen zur Macht verholfen hat, welches ihnen ihre Macht erhaͤlt, und ohne welches sie als Mi⸗ nister nicht eine einzige Stunde existiren koͤnnen. Dab dieses Buͤndniß fortdaure, ist meine ernste und aufrichtige Hoffnung. Damit es aber fortdaure, muß es von beiden Seiten auf Bil⸗ tigkeit und Gleichheit beruhen. (Beifall.) Bis jetzt sind a le Konzessionen von der Volks⸗Partei ausgegangen,
ihr da⸗ gegen sind keine gemacht worden. Die Magzoritaͤt der
Anhaͤnger des Ministeriums ist fuͤr die geheime Abstimmung,
mehrere Mitglieder des Kabinets haben sich verpflichtet, sie zu—
unterstuͤtzen, dennoch haben wir zweimal waͤhrend der beiden letzten Sessionen das Kabinet im Bunde mit den Tories uns gegenuͤbergesehen, und zweimal haben sie uns nur durch Huͤlfe der Tories geschlagen. Ist das billig und gerecht? Sind dies die Grundsätze einer festen Verbindung? Noch muß ich zu mei⸗ nem Bedauern erkiaͤren, daß sich ein Geföhl der Indifferenz
gegen die jetzige Verwaltung und Unzufriedenheit mit dem Ver⸗ fahren ihrer Anhaͤnger immer weiter und allgemeiner verbreitet.
Die Ursache davon ist, daß das Ministerium eine Kabinets⸗Oppo⸗ ztion gegen eine Menge liberaler Maßnahmen bildet, von de⸗ nen ein Theil durch Mitglieder des Ministeriums selbst gebilligt wird. Es ist allerdings nothwendig, daß die Mitglieder der Re⸗ gierun
pei⸗ desselben mißbilligt; die großen Parteifragen des Tages muͤssen der feriesten Diskussion anheimgegeben seyn. „Es darf keine Sab! ets-Oppeosition geben gegen die geheime Abstimmung, ge⸗ nen bie Reform des Oberhauses, noch gegen irgend eine der Zroßen demokratischen Maßregeln. Alle diejenigen, welche mit der Reaierung in naͤherer Verbindung stehen, muͤssen die Frei⸗ deit haben, uͤber diese Fragen zu votiren, nach bestem Wissen nd Gewissen. Ich halte mich fuͤr verpflichtet, zu erklaͤren, zaß, falls nicht der demokratischen Partei Konzessionen von der grmacht werden, es vergehlich seyn wuͤrde, noch laͤnger die jetzige Verbindung der Parteien zu hoffen. Wenn aber die Re⸗ gierung diese vernunftgemäͤsze Konzessio⸗ macht, dann wird das ZBok sich um sie sammeln, dann wird sie der Nation frische Kraft und erneuertes Zutrauen einfloͤßen und sich die Unter⸗ säbung dersenigen sichern, welche, gieich mir, gern ihre Freunde on moͤchten, die aber ihre Prinz pien, selbst zu Gunsten der Sreundschaft, nicht aufgeben zu duͤrfen glauben. Am 12ten wurde zu Dublin die gewoͤhnliche halbjaͤhrliche Versammlung der Actionaire der National⸗Bank von Irland, beren erster Direktor bekanntlich O'Connell ist, gehalten, in wel⸗ rv die Direktoren ihren Bericht erstatteten. Ungeachtet der neulichen Krisis stehen die Angelegenheiten der Bank doch so gaut, daß eine Devedende von 4 pCt. vertheilt worden ist. Sonst Setruz die Dividende immer 4 ½ pCt. Die Actien dieser Bank send daher auch um 8 pét. gefallen. Da das Privilegium der SHaak iin Jahre 1838 ablaͤuft, so haben wegen Erneuerung des⸗ (elben derests Konferenzen mit dem Kanzler der Schatzkammer
4
22
er 88ö..
2
„ 2* 352—
8 2ö.22 .— ₰
sialtzefunden, und es wird eine darauf bezuͤgliche Bill in der
hedoestehenden Parlaments⸗Session eingebracht werden.
Yon Seiten einer Anzahl Rheder in Hull ist dem Admi⸗ ralitats Kollegium ein Gesuch vorgelest worden, zwei Scheffe
mit Lebensmitten und Kleidunz nach dem Eismeere zu senden,
üm den dort eingeschlossenen Wallfise saängern zu Huͤlfe zu kom⸗
men. Es siegen noch sechs Schiffe im Eise fest, deren Mann—
schaft sich auf 300 Personen belaͤuft. Die Lords der Admirali⸗
jat haben aber erklaͤrt, daß sie keine Gelder mehr zur eventuel⸗
ien Befreiung derselben bewilligen keanten. Der Courier enthaͤlt einen Artikei, in welchem zu zeigen
versuyt wird,
Ees in solche
sche
von Groönland zu begruͤnden. Am 13ten fand die feierliche Eröͤffnung der neuen Eisen⸗
bahn zwischen London und Greenwich stalt, welche jetzt bis zur
ondon⸗Br⸗dge vollendet ist. Der Lord⸗Mayor und die She,⸗ uiss stellien sich in Prozesston bei dem Abfahrtsorte ein, und der Wagenzug machte darauf seine erste Fahrt bis Deptford. Am 6Gien d. kam Herr Evans, der Vorstand des Haupt⸗ Bureaus der „Noͤrdlichen und Central⸗Bank von England“ in zanchester mit der Post von dort hier ag und fand zu seinem Schrecken, daß er ein Packet mit 111,400 Pfund in Wechseln u. Banknoten verloren hatte. Es wurden sogleich Preise fuͤr ½ Wederauffindung geboten, und man fand das Packet auch aglcherweise in einem Stalle, wo es, wie es scheint, ganz arz os in einen Winkel hingeworfen worden war. Dies soll der
aͤußerte
uͤber die von dieser einzubrengenden Maßnahmen einig sind, keinesweges aber, daß ein jedes einzeine Mitglied des Kabi⸗ 1 nete verpichtet ist, die Vorschläͤge zu bestreiten, welche die Mehr⸗
setze und dem Gesetze wegen des Branntweinbrennens. — 7ten ward im Storthing eine daß es zur Sicherheit fuͤr die Englischen Wall⸗ SFschfaͤnger in der Baffins⸗Bai, die jetzt alle Jahr⸗ durch das Gesahr gerathen, noͤthig seyn wuͤrde, eine Eng!i⸗; e Kolonie, wie sie Daͤnemark hat, irgendwo auf der Westkuͤste iche an de ise
von Bergen vor der Ankunft desselben in Christianta veruͤbt
“ “ . 1“ 8 Grund seyn, der damals den Kredit jener Bank erfchuͤttert und die Unterstuͤtzung derselben durch die Bank von England erfor⸗ derte. Die ebengedachte Manchestersche Bank soll jedoch nun um noch groͤßeren Vorschuß bei der Bank von England einge⸗ kommen seyn, diese aber auch noch genauere Auskunft uͤber ihre Lage verlangt haben. In Rathkeale in Irland befinden sich mehrere Familien, die vor Elend und Kaͤlte fast umkommen; die armen Protestan⸗ ten in Killyheen, einem Dorfe in der Nachbarschaft, sind in demselben Zustande; und doch waren die Woche zuvor von senem Orte 39 Pfd. Sterl. als Beitraͤge zu der O Connell⸗Steuer eingeliefert worden.
Der Brighton Gazette zufolge, sind Privatbriefe aus Barbadoes angelangt, welche von dem Ausbruche einer epide⸗ mischen Krankheit reden, die man fuͤr die Cholera haͤlt, obgleich sie sich nicht sehr boͤsartig aͤußert. Die bei der Insel stationir⸗ ten Britischen Kriegsschiffe hatten in Folge dieses Ereignisses ihre Station verlassen, um anderwaͤrts zu kreuzen.
Ein New⸗Yorker Blatt vom 22sten v. M. meldet, daß von dem Kriegs⸗Schauplatze in Florida die Nachricht eingegan⸗ gen sey, der ausgezeichnete Haͤuptling der Seminolen⸗Indianer, Oseola, sey durch eine Abtheitung Krihk⸗Indianer, unter dem General Jessup, gefangen genommen worden. Der General hat dem Indianer, der den Fang gethan hat, 1000 Dollars gege⸗ ben und ihn zugleich zum Lieutenant befoͤrdert. Nach der Ansicht des General Jessup konnte der Krieg nun von den Indianern
Der Geldmangel wird an der hiesigen Boͤrse jetzt kaum
schwerer gefuͤhlt, als gewoͤhnlich um diese Zeit des Jahres, und die Fonds behaupten sich ohne merkliche Schwankungen. Portugiesischen waren jedoch in den letzten Tagen großen Fluc⸗ tuetionen unterworfen, da die Ankuͤndigung der Dividendenzah⸗
Die
lung von den 3 procentigen Obligationen nicht erfolgt ist. Gestern waren die Geschaͤfte in Consols sehr beschraͤnkt, und
diese variirten nur zwischen 88 1 und ¼. Schatzkammerscheine
standen die groͤßeren 12, 14, die kleineren 14, 16, und das Publikum legt sein muͤßiges Geld meist in letzteren an. 2 halbmonatliche Abrechnung in fremden Fonds lief ohne merkliche Schwierigkeit ab. Portugiesische waren, wie gesagt, sehr ge⸗ druͤckt; die 5procentigen schlossen zu 44 ½, die 3 procentigen zu 28 . Der hoͤchste Stand, den die Spanischen gestern erreich⸗ ten, war 20 ½. Ein Herr G. W. Gassidy hat an der Boͤrse oͤffentlich und mit Nachdruck der Angabe widersprochen, daß die „Noͤrdliche und Central⸗Bank“ aufs neue die Bank von Eng⸗ land um Unterstuͤtzung angesprochen habe; diese sey schon am Sten d. nicht weiter erforderlich gewessfen.
a““ Aus dem Haag, 17. Dez. In der gestrigen Sitzung der zweiten Kammer der Generalstaaten hat dieselbe den Gesetz⸗ Ennwurf in Bezug auf die Aushebung der National⸗Miliz im Jahre 1837 mit 35 gegen 14 Stimmen angenommen. Da nichts weiter an der Tagesordnung sich befand, so wurden die Sitzungen der Kammer bis zum 15. Febr. 1837 vertagt.
Gestern war bei Hofe ein großes Diner, zu welchem saͤmmt⸗
liche Mitglieder der Generalstaaten eingeladen waren. Aus Herzogenbusch wird gemeldet, daß ein Theil der Stadt
sich bereits unter Wasser befinde und daß am 15ten d. M. der
Wasserstand immer noch im Wachsen gewesen sey. Man sieht
traurigen Berichten von dort entgegen. ebb831“ Bruͤssel, 16. Dez. g- 1 wo in Erfahrung gebracht haben, daß die Entlassung des bisherigen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten, Grafen von Mue⸗ lenaere, dem uͤberwiegenden Einfluß der sogenannten katholischen Partei, im Gegensatze zu der industriellen, zu verdanken sey. Dem Vernehmen nach, erwartet man hier einige Spanische Agenten der Koͤnigin Christine, die hauptsaͤchlich den Auftrag haben sollen, Belgische Offiziere fuͤr den Spanischen Dienst zu gewinnen. 8
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 13. Dezember. Nachdem Se. Majestaͤt der Koͤnig dem Praͤsidenten von Billbergh seinen Abschied als erster
Departements⸗Chef im Generall⸗Zollamt bewilligt, haben Se.
Majestaͤt verordnet, daß der erste und zweite Departements⸗Thef im General Zollamt kuͤnftighin jener Chef fuͤr das Cameral⸗De⸗ partement, dieser Chef fuͤr das Kanzlei⸗Departement he ßen sollen, und haben demgemoͤß zu dem ersten Amte den bisherigen zweiten Departements⸗Chef, Kanzleirath Valerius und dem andern, den Secretatr im General Zollamte, Faͤhreus, ernannt. 1
Am 16. d. fand in Upsala das feierliche Leichenbegängniß des Erzbischofs von Rosenstein statt. Die Honoratioren der Stadt, das Lehr⸗Personal der Universttaͤt, saäͤmmtliche Studi⸗ rende und die Schuljugend waren dabei gegenwartig.
Die Versammlung, die in Calmar wegen der Errichtung einer Provinztal⸗Vank fuͤr Smaland gehalten ward, hat sich
guͤnstig fuͤr dieselbe ausgesprochen und beschlossen, daß ein Cen⸗ 1 Filial⸗Comtoire in Calmar
tral⸗Comtoir in Joͤnkoͤping und und Westerwik errichtet werden sollen.
Das Wochenblatt der Stadt Boras ist wegen eines Arti⸗ kels in Betreff der Norwegischen Angelegenheiten zu einer
Geldbuße von 133 Rthirn. und zur oͤssentlichen Abbitte in Ge⸗ genwart des Anklaͤgers verurtheilt worden.
Christlanla, 9. Dez. In den verschiedenen Abtheilun⸗ gen des Storthings beschaͤftigte man sich noch mit dem Zollge⸗
Thuͤren gehalten. Zwei der Theilrahme an dem kuͤrzlich am
zogen; dagegen ist man der Raͤuberei, welche an dem Felleisen
Spur
2—„
wurde, noch nicht auf die gekommen. Deutschland.
Dresden, 20. Dez. Von dem kieutenant Werner, der bekannt⸗
lich hier ein gymnastisch es Institvt errichtet hat, das sich der allgemein⸗
sten Theilnahme erfreut, ist kuͤrzlich in der Arnoldschen Buchhandlung 6
unter dem Titel: „Zwoͤlf Lebens fragen“, ein Werkchen erschie⸗ nen, worin der Verf. zu erweisen sucht, daß zu dem Gluͤcke ei⸗ nes kultivirten und wohlgeordneten Staats eine bloß gei⸗
stige Erziehung nicht hinreiche, daß vielmehr auch die physi⸗ V
sche damit verbunden werden muͤsse. Se. Maj. der Koͤnig von Preußen haben die Dedicztion dieser Schrift anzunehmen ge⸗
ruhet, welche gewiß manches Beherzigenswerthe fuͤr diejenigen
Die selben Eigenschaft in der Schweiz accre itirten Freiherra
Einige Belgische Zeitungen wollen
der uͤbrigen Lehranstalten der Stadt
Am 4 Versammlung bei geschlossenen
Post⸗Comtoir veruͤbten Postraube uͤberwiesene Personen sind gefaͤnglich einge⸗
enthett, dle sich mit der Erziehung und Ausb
beschäftigen.
Muͤnchen, 15. Dez. Folgendes ist der heutige Ot der Brechruhrkranken: Vom vorigen Tage 199, Zugang ¹ Summe 217; genesen 20, gestorben 10 (5 mehr als gesten in aärztlicher Behandlung verblieben 187. b
Muͤnchen 16. Dez. Folgendes ist der heutige Stand Brechruhr⸗Kranken: Vom vorigen Tage 199, Zuganga Summe 217; genesen 22, gestorben 8, in aͤrztlicher Behanz, verblieben 187. — Bei der bedeutenden Abnahme der Naꝛ krankenden hofft man denn auch, daß wir noch das Vergngi haben werden, IJ. MM. den Koͤnig und die Koͤnigin Griechenland auf einige Zeit hier zu sehen. (Anderen Phf ten zufolge, wuͤrde das Zusammentreffen des neuvermaͤhlten niglichen Paars mit IJ. MM. dem Koͤnige und der K von Bayern in Augsburg erfolgen.)
Wiesbaden, 17. Dez. Am 12ten d. M. verschieh der evangelische Landes⸗Bischof Dr. Muͤller nach kurzem a an den Folgen eines Schlagflusses, im 7isten Jahre seints ters. Die Armen verlieren an ihm einen Vater, der 6. einen treuen Diener, die evangelische Kirche einen wurz, Vorsteher.
Karlsruhe, 17, Dez. Seine Kaiserl. Hoheit der h fürst Michael von Rußland ist gestern Abend spät von Fue furt a. M. hier eingetroffen und im Gasthofe zum Zihein Hofe abgestiegen. Hoͤchstderselbe wird heute die Mittagst sel Hof einnehmen und morgen die Reise nach Baden forrseten
Oesterreich.
Wien, 17. Dez. Se. Kaiserl. Majestaͤt haben dem au ordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister am Kig⸗ Bayerischen Hofe, Grafen von Spiegel, die wegen seinen schwaͤchten Gesundheit erbetene Versetzung in den Rubef zu bewilligen, und an dessen Stelle den bisherigen Geseng in Dresden, Grafen v. Colloredo⸗Walsee, zu ernennen, Posten eines außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchte Ministers am Koͤnigl. Saͤchsischen Hofe aber dem besher iß
der v. Kriegelstein zu verleihen geruhet.
Se. Kaiserl. Majestaät haben dem zum außerordentz. Gesandten am Koͤnigl. Saͤchsischen Hofe ernannten Feq Binder von Kriegelstein und dem in derselben Eigenschn Koͤnigl. Preußischen Hofe stehenden Grafen von Trautm dorff, als Merkmal der Allerhoͤchsten Zufrtedenheit met dar ihnen geleisteten Diensten, den Orden der Eisernen Kromh Klasse zu verleihen geruhet.
Am 12ten d. fand die vierte General⸗Versammlung stimmfuͤhrenden Actionaire der Kaiser Ferdinands⸗Noriee statt, wobei die mit wenigen Abaͤnderungen sanctionirten d tuten der Gesellschaft im Druck mitgetheilt, und eine defint Direction nach Vorschrift derselben gewaͤhlt wurde. sa wurde entschieden, daß, nach Empfang der Kaiserl. Bewillg zum Bau der Preßburger Fluͤgelbahn, dieser zugleich mirg der Hauptbahn und zwar auf Kosten des Hauptfonds der sellschaft, ohne neue Actien auszugeben, begonen, und nur Stadt Preßburg die verlangten 300 Actien des ganzen Umg nehmens al par: uͤberlassen werden sollen, da diese d e bength ten staͤdtischen Grundstuͤcke ohne Entschaͤdigung abzugeden bereit erklärt hat. Saͤmmtliche Berichte, welche erstattet g den, lieferten Beweise von erfreulichem Fortschreiten des ha
nehmens, und bei der ganzen Verhandlung zeigte sich nüht!
tten von Opposition. Shaeaes EEE“ wir die Post schon seit drei Tazn Es scheint, daß das Austreten der Donau unterhalb Pef ihmn Lauf aufgehalten hat. Auch hier ist die Donau in Folge? haltenden Regenwetters auf eine sert einigen Jahren ungewe liche Hoͤhe gestiegen, wodurch Zufuhren aller Art aus Oesterreich sehr erleichtert, und die Preise der Lebensmittel was ermäͤßigt worden sind. Fruͤhere Briefe aus Belgrad zeigene daß Fuͤrst Milosch auf der ganzen Graͤnze Serbiens gegen Tuͤrkei Sanitäts Vorkehrungen getroffen, und in Alexrineze—. Quarantaine⸗Anstalt errichtet habe. Fuͤr Reisende ist dort h tägige Kontumaz vorgeschrieben, und alle Briefe aus de. 9 kei werden daselbst geraͤuchert. In Tolge dieser E nrichn muͤssen die Tataren, welche sonst ununte brochen von Konk⸗ tinopel bis Belgrad gingen, schon in Pexineze, und zun tenmale in Semlin wechselg.
— — Wien, 15. Dez. Se. Kaiserl. Hoheit des herzog Karl wird nicht, wie das Geräͤcht es vor einiger verbreitete, die Erzherzogin Therese nach Ne ⸗pet, sondent nach Trient begleiten, daselbst den Vermaͤhlungsfeierbdh beiwohnen und dann nach Wien zuruͤckkehren. Wie man! wird Se. Koͤnigl. Hoheit der Erzherzog Ferdinand vose auch noch laͤngere Zeit in Klausenburg verweilen; die Erns des Landtages ist jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben äß
Der Englische Gesandte hatte vor einigen Tagen memnee
Konferenzen mit dem Fuͤrsten v. Metternich, welche, wnte sagt, die Aufnahme von politischen Fluͤchtlingen, namenthch niger Italiaͤner, auf der Insel Malta betroffen haben. Im Laufe dieser Woche gab der Englische Gesandle
Tuͤrkeschen ein großes Diner, welchem auch alle uͤbrigen am sigen Hofe accreditirten Gesandten beiwohnten. Die sent en Zeit hier anwesende Englische Schriftstellerin, Se Tral⸗ wird in den vornehmsten Salons mit groͤßter uszeichnung pfangen und ist auch bei der Frau Fürstin v. Melternich d den Englischen Gesandten eingefuͤhrt worden. .
Man will wissen, daß im Staatsrathe die Abtheilunge die Justiz eine veraͤnderte Organisation erhalten und Taaffe zum Praͤses derselben ernannt werden soll.
Dem Vernehmen nach, soll im naͤchsten Fruͤhjahrt, großes Uebungslager in der Gegend von Verona und zu cher Zeit ein derartiges bei Prag stattfinden.
Vor einigen Tagen ist hier die sche Fregatte „Portland“ eingelaufen, welche den Köͤnia von Griechensand und dessen neuvermaͤhlte Gemahlin du men und nach Athen uͤberfuͤhren soll. Es scheint also gür seyn, daß der Koͤnig sich hier einschiffen wird, und 8b es fruͤher hieß, von Ancona aus die Ueberfahrt mache sl Bis jetzt sind jedoch noch keine Austalten zun Empfange
ben in hiesiger Stadt getroffen worden.
Schweiz. Neuchatel, 13. Dez. Gestern murde die des gesetzgebenden Koͤrpers von dem Praͤsidenten, Chambrier, mit folgender Rede eroͤffnet: „Meine Herren! Die ernsten Zerwursnisse zwischen der vanlh zerischen Eidgenossenschaft und Frankreich, die Ihre azußerane. 8 Zusammeukunft im Monat Oktober veraulaßten, sind beeut
Triest, 10. Dez.
Versammlun
Zchu⸗ 09]
Hertn n-
8 8 8 ” 5 8 st jetzt wieder ruhiger geworden, als e te Zustande der wei g. Angelegenheit der einheimischen rauswäͤrligen Politik hätte die gegenwärtige Session des gesetz⸗ 6 i Körpers nöthig gemacht, und die in dem Bülletin verzeich⸗ hen Gesetz⸗Eutwürfe hätten, ohne Nachtheil für das Staats⸗ en bis zur Sommer⸗ Session, die in jedem Jahre noth⸗ 29 Weise der Eröffnung der gewöhnlichen Tagsatzung digeßen muß, aufgeschoben werden können. Nichtsdestowe⸗ kancalaubte die Regierung, Sie auch diesmu in dieser Jahres⸗ jer fammenberufen zu müssen, da dieselbe Ihnen, meine Herren, G nein für die längeren gesetzgebenden Arbeiten gelegener geschie⸗ — Sie ergreift überdies mit Vergnügen jede Gelegenheit, mit Verfammlung der Landes⸗Abgeordneten in nähere B-rührung sn imen und dem Neuchateller Polke zu zeigen, daß beide stets in einstimmung und in gleichem Sinne handeln, und daß es ihr indiges Ziel ist, durch allmälige Verjüngerung und Verbesserung 8 „Gesetze unsere alten Institutionen zu befestigen. Dies ist erfreuliche und leichte Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, um gerechten Erwartung des verehrten und geliebten Königs su ent⸗ chen, der uns keine audere Pflicht auferleagt, als die, mit ihm da⸗ ju arbeiten, daß Vaterland, dem er Vater ist, immer blühen⸗
ücklicher werde.“ 1 18 8 8 Dez. Leicht duͤrfte, des tiefen Friedens, in chem wer leben, ungeachtet, die Fluͤchtlinas⸗Angelegenheit noch en Keim neuer Zerwuͤrfnisse mit dem Auslande in sich tragen; Expulsion des Mazzini, Rauschenplatt u. s. w. bestaͤtigt sich er nicht, und doch wird auf derselben bestanden werden. Haͤt⸗ diese Menschen einen Begriff von Zartsinn und Dankbarkeit, haͤtten sich, un dem Lande, welches sie waͤhrend Jahren gast⸗ aufgenonmen, ernste Unannehmlichkeiten zu ersparen, laͤngst willig entfernt und sich nach England begeben. Man schreibt aus Bern: „August Conseil, aus Ancona Italien, ist am 9. Dezember 1836 von dem Amtsgerichte
Bern poltzeilich verurtheilt worden: 1) zu „Ansichtragung”“ ausgestandenen Gefangenschaft; 2) zu Bezahlung der Ge⸗
enschaftskosten und der Haͤlfte der Untersuchungskosten; 3)
er von Pounzei wegen aus dem Kanton Bern gewiesen und der Wiedereintritt auf 4 Jahre verboten seyn.“
„Ruhe herrscht, wie sie seit Jahren nicht statthatte, ist un⸗
Nach arschaft Basel⸗Landschaft ziemlich lebhaft bewegt,
n es handekt sich in diesem Augenblicke daselbst um nichts heres, als um das Fortbestehen der dermaligen Regierung. se Behoͤrde steht mit dem Obergerichte schon seit Jahren einem aͤußerst gespannten Fuße. Diese Spaltung nahm in beruͤchtigt gewordenen Pfarrer⸗Geschichte von Waldenburg n Ursprung. Die Regierung glaubte berechtigt zu den dortigen anderer Gruͤnde halber abzusetzen. Da aber e Amtsverrichtunzen dennoch fortsetzte, so sollte er verhaftet den. Die Anhaͤnger des Pfarrers fielen uͤber die mit dessen
/
nehmung beauftragten Landjaͤger her, schlugen zwei dersel⸗
todt und mißhandelten die uͤbrigen auf eine barbarische see. Die Regierung leitete nun einen Kriminal⸗Prozeß ge⸗ die Thaͤter ein und klagte sie des Aufruhrs an. Das Ober⸗
den Erwaͤgungsgruͤnden seines Urtheils, daß Widerstand ge⸗ die Regierung erlaubt sey, im Falle sie etwas Ungesetzliches
lange. Diese drang zu wiederholten Malen auf Kassation des
gichen Urtheils, und vor einigen Wochen entschied endlich Landrath durch das Uebergehen zur Tagesordnung gegen Gesuch der Regierung. Die Mitglieder derselben faßten nuf einmuͤthig den Entschluß, ihre Stellen niederzulegen, n ihrem Begehren von Seite des Landrathes nicht sofort sprochen werde. Gegenwaͤrtig ist derselbe nun außerordent⸗ er Weise versammelt, und mit großer Spannung sieht Basel⸗ moschaft den Beschluͤssen seiner hoöchsten Behoͤrde entgegen. Buchstaben der Verfassung nach ist das Obergericht sou⸗ ain, und es sind daher seine Spruͤche u bedingt guͤltig. SFtglian.
—2
Neapel, 6. Dez. Man spricht hier viel von der angeb⸗
nahen Auftösung der Natonal⸗Garde, wesche voriges Jahr 1 b S 1 Irun he 48 8 8 t ges Jah bloß von einer Verschiedenheit in den Ansichten über die beste Orga⸗
r errichtet wurde. Großes Vertrauen scheen uͤbrigens die
gierung nie in die National⸗Garde zu haben, da man ihr nicht habe ich es für angemessen erachtet, nach Vernehmung des Minister⸗
attete, die Waffen bei sich zu behalten; nach jedem Ausruͤcken
ßten solche in dem Castel nuovo deponirt werden, und die formirten Herren mußten sich ohne Waffen nach Hause be⸗ en.
Die Cholera nimmt sehr ab.
waren 73 Erkrankungen, wovon 43 Sterbefaͤlle, vom 1ten
den zten 56 Ertrankungen, wevon 46 Sterbefalle; im Gan⸗
bisher 8672 Erkrankungen, worunter 4687 Sterbefaͤlle. M 2„ ember,
Rom, 8. Dezen (Altkg. Ztg.) la in Miguel von hier abgereist seyn, was wohl durch seinen
enthalt auf dem Lande entstanden ist; da er sich vorgestern in Porto d'Anzo mit der Jagd beschaͤftigte, so glaube ich
—’
t an seine Entfernung.
In dem Geschaͤftsgange des Finanz⸗Ministeriums hat Mon⸗
ore Tosti eine große Reform vorgenommen, welche die Ver⸗
achung der Verwaltung und eine Verminderung des Perso⸗
s herbeifuͤhren soll. Man ist sehr gespannt auf den Ausgang
r Anerdnung, da Wenige nur mit dem Plane bekannt sind, Doch ir Tosti hat schon ganz andere Dinge durchgesetzt, die noch fast Alles gegen sich hatte. 5 Monsignore de Cuppis, Richter bei Sacra Rota. Aus einem altadeligen Geschlechte in Fano
man ihn im Ganzen als unausfuͤhrbar betrachtet.
doverwickekter waren, und wo er Dieser Tage starb hier
geboren, trat er fruͤh ins Militair ein und vertauschte vor einigen Jahren den Degen mit dem Krummstab. se man vernimmt, wird der Kardinal⸗Staats⸗Secretair mbruschini sich auf einige Zeit von den Geschaͤften zuruͤckzie⸗ 6 um sich ganz nach den Vorschriften der Aerzte verhalten b nen. Ein Anfangs nicht gehoͤrig beachtetes Halsuͤbel hat Fenwartig einen Charakter angenommen, der dem Kardinal pprechen verbietet und das Schlimmste befuͤrchten laͤßt. herischt hier nur Eine Stimme uͤber diesen Staatsmann, seꝛmn Leiden erregt allgemeine Theilnahme. Wir woönschen, 8 “ so wert hergestellt seyn moͤchte, daß er die enr 8 Geschoͤfte wieder uͤbernehmen kann, die einstweilen dem Monsignore Capaccini besorgt wird. LE “ Ruspoli (welcher hierher von seinen inen. e wurde, so daß man erwarten konnte, daß E1““ Uditore generale della Camera wieder an⸗ ee wurde gestern ein im September eingereichtes hs 7 ach das Ministerium im Namen des Pap⸗ Ge. Der Ruͤcktritt dieses geschaͤtzten Pezͤlaten er⸗ ts Römif. ussehen; er suͤhrt in Zukunft wiever den Titel die “ 88⁸ Firsten. Seinen tym zukommenden Gehalt en. êten Monate hat er dem Wohlthaͤtigkeits⸗Verein uͤber⸗
1
V zuziehen.
Pfarrer seiner anstoͤßigen Auffuͤhrung dieser
die
der Grundlage und sichersten Stütze der Spüten
Stadtgeruͤchte lassen
. 8 6 Spanien
Madrid, 3. Dezember. (Allg. Ztg.) Jetzt, da die guten Buͤrger Madrids anfangen, sich von dem neulich gehabten
Schrecken zu erholen, fragt einer den andern: wie es moͤglich war, daß eine Bande von 250 Soldaten fast 48 Stunden hin⸗
durch die Hauptstadt der Monarchie in Angst versetzen und das
Leben der Einwohner bedrohen konnte, ehe es der Regierung
Ziel zu setzen. ausbrach, haͤtte die Regierung ihn mit energischer Hand unter⸗ drücken muͤssen; allein man berieth sich und unternahm nichts, und provozirte dadurch gewissermaßen die Aufruͤhrer zu ihrem unsinnigen Unternehmen gegen den Koͤniglichen Palast und zu ihrem frrneren Widerstande. Fuͤrchteten sich die Minister etwa, das Blut derjenigen zu vergießen, die ihnen als Werkzeuge zum Erlangen der Ge⸗ walt gedient hatten? Der Minister⸗Praͤsident, in der heutigen
Cortes⸗Sitzung von Herrn Olozaga um Aufklaͤrung uͤber sene Vorfaͤlle befragt, erklaͤrte, die Regierung habe sogleich beim Aus⸗ bruch des Aufruhrs die kraͤftigsten Maßregeln anbefohlen, und wenn der General⸗Capitain die Vollziehung derselben nicht so rasch, als man wuͤnschte, betrieben habe, so duͤrfe er die desfall⸗
sigen Gruͤnde fuͤr jetzt noch nicht verbffentlichen. Das ganze Komplolt scheint uͤbrigens von unsichtbaren Haͤnden geleitet wor⸗
wuͤrde auf diese geschossen haben. Die Artillerie war so schlecht entfernteren Theile der Stadt fielen.
„Als die Rebellen ihre Patronen verschossen hatten, schlichen sich
8 1 “ „die Schuldigste 1 ranne . Waͤhrend bei uns und in der uͤbrigen Schweiz eine poli⸗ Schuldigsten davon und entr n aus dem nahen Thore,
wurden jedoch von der Kavallerie wieder eingefangen. Jetzt be⸗ findet sich die entwaffnete Compagnie in einer anderen Kaserne
unter Bewachung der National⸗Meliz, und ein Kriegs⸗Gericht fuͤhrt die Untersuchung; man glaubt, daß alle Unteroffiziere er⸗
schossen werden sollen. Die andere Compagnie, welche bei dem Palaste geblieben war, bezog gestern wieder die Kaserne, und heute sind 100 Mann von ihnen mit nur zwei Offizieren und vollstaͤndiger Bewaffnung nach Buitrago marschirt. Niemand begreift dergleichen Maßregeln.
gezosen, und diese Tratten sollen von dem Repraͤsentanten des Hauses Riera zu einem fuͤr die Regierung guͤnstigen Preise üuͤbernommen worden seyn. Es bleibt nun in Frage gestellt, ob bei Praͤsentirung dieser Wechsel der Intendant der Havana hin⸗
reichende Mittel haben wird, sie einzuloͤsen, da dort unterdessen
he gprach see von der Anklage frei und erkloͤrte überdies Vorfalle eingetreten seyn koͤnnen, die ehn derselben
berauben.
Por
tugal.
nigin erlassene und von Herrn Manoel Passos gegengezeichnete Amnestie⸗Dekret lautet folgendermaßen:
„In Betracht, daß die offentliche Ruhe, welche kürzlich in eini⸗ gen wenigen Distrikten der Provinzen Minho und Tras os Montes in Folge der in der Hauptstadt am à. und 5. November stattgehabten pelitischen Ereignisse gestört war, im ganzen Königreiche vollkommen
hergestellt ist, und daß alle Bürger zu dem gesetzmäßigen Gehorsam gegen dic Gesetze zuruckgekehrt sind, so wie von dem Wunsche erfüllt, Eintracht
Bande der Einigkeit, des Friedens und der in der Portugiesischen Familte nech enger zu dieselbe Eines Sinnes werden und von Streben beseelt seyvn möge, der Sache
schlingen, damit
dem
der Freiheit, als
eines Staats, einen mächtigen und gleichförmigen Impuls zu gebeu,
nisation des Repräsentativ⸗Svstems entsprangen, behindert werden,
rathes zu beschließen, wie folgt: Art. 1. Kein Bürger soll wegen
der politischen Ereignisse, die am àten und 5ten dieses Monats in Lissabon stattgefunden oder die sich in Folge davon auf irgend ei⸗ nem anderen Punkt Vom 1sten auf den 2ten wa- 103 Erkraakungen, wovon 53 Sterbefaͤlle, vom 2ten auf den
des Königreichs zugetragen haben, verfolgt, gefangen gesetzt oder gerichtet werden. Art. 2. Diejenigen, welche in Folge der im vorigen Artikel erwähnten Ereignisse ctwa festgesetzt worden, sellen, falls ihre Verhaftung nicht aus einem anderen Grunde geschehen, in Freiheit gesetzt werden. Art. 3. Die öffentliche Behörde soll in ihrem Bestreben, das Vertranen unter den Bärgern herzustellen, die gesetzlichen Garantteen aufrecht erhalten,
ohne die nnablässige Wachsamkeit über ösfentliche Sicherheit und
Ruhe zu vernachlässigen, und sie wird Alle, die in Zukunft die ein⸗ geführte Ordnung etwa verletzen sollten, der Strenge der Gesetze überliefern. Art. 4. Alle diesem entaegenstehende Verordnungen sind null und nichtig. Der Staais⸗Secretair des Innern hat Obiges zu beachten und zur Vollziehung bringen zu lassen.“
Die Regierungs⸗Zeitung meldet die Ernennung des
Herrn Jozé Ribeiro Santos aus Altona zum Portugfesischen General⸗Konsul bei den freien Hansestaͤdten und zugleich zum Commandeur des Christus⸗Ordens. b In demselben Blatt befindet sich ein Dekret des Fi⸗ nanz⸗Ministers, durch welches die Ausfuhr der Weine von Porto neu regulirt wird. In seiner Auseinandersetzung be⸗ merkt der Minister, daß der Wein, welcher Leöascplach nach England ausgefuͤhrt wird, von vorzuͤglicher Qualitaͤt sey und einen sehr hohen Einfuhrzoll in England bezahlen muͤsse, wo⸗ durch die Einfuhr der geringeren Sorten unmoͤglich gemacht werde, daß diese dagegen leicht etnen Markt in Amerika faͤnden und billigerweise eine geringere Aussuhr⸗Abgabe zahlen sollten, als die nach England bestimmten Weine. Das auf diese Aus⸗ einandersetzung begruͤndete Deeret hestimmt nun: 1) daß die erste Qualitaͤt des Weines, welche gewoͤhnlich nur nach Groß⸗ Britanien ausgefuͤhrt werde, sortan nach allen Theilen der Welt ausgefuͤhrt werden duͤrse; 2) daß die zweite Qualitaͤt nur nach Amerika ausgefuͤhrt werden duͤrfe, den gleichen Zell (12,000 Reis per Pipe) wie die erste Qualitaͤt bezaͤhlen und in Faͤssern gefuͤllt seyn muͤsse, weiche die Bezeichnung „zweite Aualitaͤt“ tragen; und 3) daß die Haͤlfte der von dleser zwei⸗ ten Sorte erhobenen Abgabe zuruͤckerstattet werden solle, nach bewiesener Einfuhr in Amerika, sobald die Verschiffung in frem⸗ den, und zwei Drittheile, sobald sie in Nat'onalschiffen gesche⸗ hen sey. (Sowohl der Kvrrespondent der Times als auch dieses Blatt selbst benutzen die Mittheilung dieses Dekretes, um große Klagen uͤber die Abnahme der Britischen Privilegien in Por⸗ tugal und uͤber den Mangel an Schutz von Seiten des Mini⸗ sters der auswaͤrtigen Angelegenheiten zu erheben.) Der Nacional berichtet uͤber einen Aufstand des in El⸗ vas garnisonirenden 7. Infanterie⸗Regimentes, der aber durch die Festigkeit des kommandirenden Generals schleunig unter⸗
1 genehmigen. einfiel, Mittel zu ergreifen, um einem so unerhoͤrten Frevel ein Denselben Abend (den 28.), als der Aufruhr
nister⸗Residenten 8 Milreis; den zu seyn, und es fragt sich nun, ob es der Regierung daran liegen wird, den dunkeln Schleier, der uͤber ihnen liegt, hinweg⸗ Eine Menge National⸗Milizen zeigten unverholen ihre Spympathie mit den Aufruͤhrern, und kein einziger von jenen
von Konstantine begleitet. von dieser Stadt entfernt, und schon fehlte es uns an dem Nothwen⸗
alleinigen kostet hat, mußten wir den Ruͤckzug antreten.
vs ehifoe Futter bekommen, und — ich darf es jetzt wohl sagen — nur und damit diese Zwecke nicht durch vorübergegangene Irrungen, die ve wuͤrden.
“ 6 “ 84 ö 3 drückt worden ist. Die Anstifter scheinen Miguelistische Agen⸗ ten gewesen zu seyn... .. “ Es verlautet, daß Herr Manoel Passos vorige Wocher der Köoͤnigin seine Resignation eingereicht habe, daß diese aber nicht angenommen worden, indem die Koͤnigin ihm gesaqgt Hebe, daß, da er zur Herbeifuͤhrung des jetzigen Standes der Dinge behuͤlflich gewesen, sie gar nicht daran denken koͤnnte, seine Dimission zu
— Die in Berlin eingegangenen bis zum 3. Dez. reichenden Lissaboner Blätter enthalten ein weitläͤuftiges Regulativ in Betreff der kuͤnftigen Organisation des Departements der aus⸗ wäͤrtigen Angelegenheiten, so wie der demselben angehoͤrigen Beamten. Diese Letzteren sind in vier feststehende Klassen ein⸗ getheilt, von denen die erste ein bleibendes Gehalt von 800 Mil⸗ reis, die zweite von 6090 Milreis, die dritte von 400 Milreis und die vierte von 210 Milreis hat. Aus diesen Klassen wer⸗ den die zu den sogenannten diplomatischen Austraͤgen, d. h. den Sendungen ins Ausland erforderlichen Individuen entnommen. Doch kann die Regierung solche Sendungen auch anderen Per⸗ sonen ausnahmsweise uͤber:tragen. Diese sogenannten „diploma⸗ tischen Auftraͤge“ zerfallen wiederum in fuͤnf Kategorieen, naͤm⸗ lich: bevollmaͤchtigte Minister mit 9600 Milreis Gehalt, Mi⸗ 3900 Milreis; Geschäftserager mit 2400 Legations⸗Sccreraire mit 1900 Milreis; erste Attachée's und General⸗Konsuln mit 800 Milreis; und endlich zweite Attache's und Konsuln mit 600 Milreis. — In der Provinz Minho hatte sich eine Miguelistische Guerilla
ebildet, die, der Angabe nach, aus 40 bis 50 Jadividuen, zum
27* 4⁴ *⁷
b Theil fruͤheren Offizieren der Armee Dom Miguel's, denen gerichtet, daß die beiden Heͤuser, in denen die Rebellen waren, nur wenig gelitten haben, waͤhrend viele Kanonenkugeln in die Eine achtpfuͤndige Kugel begruͤhte das nahe am Prado belegene Hotel der Englischen Ge⸗ sandtschaft, und mehrere wurden in der Straße Alcala gefunden.
Braga zum Aufenthaltsorte angewiesen worden war, bestand. Diese Guerilla waͤre, nach den Berichten des Militair⸗Gouver⸗ neurs der Provinz, Baron do Almargem, von der National⸗ Garde von Barca und Arcos angegräffen und zerstreut worden, wobei der ehemalige Oberst⸗Lieutenant Carvalho Rosa und eirn Barbier, die zu jener Guerilla gehoͤrten, gefangen worden. — Auch geben die Regierungs⸗Blaͤtter eine angeblich von Dom Miguel an die Portugiesen gerichtete, aus Rom und dem Pa— laste Strazzi vom 21. Oktober datirte Proclamation, worin die Thronentsagung jenes Prinzen als gezwungen erklaͤrt und die Wiederherstellung des verehrten Gesetzbuches „der alten Natio⸗ nal⸗Repraͤsentation, aller fruͤheren Landes⸗Gesetze und der Zehn⸗ ten, die eine goͤttliche Institution zur Erhaltung der Diener des
Altars seyen, so wie die Vernichtung des gottlosen Gesetzes, welches die religiösen Orden aus ihren Besitzungen trieb“, als das Ziel seines Strebens bezeichnet werden.
Dem Vernehmen nach hat die Regierung in diesen Tagen
eine sehr bedeutende Summe auf den Intendanten der Havana
AEL16.
Bona, I. Dez. Nachdem ich 18 Naͤchte hinter
einander bivouakirt und gestern zwoͤlf Lieues in einem Zuge zu ruͤckgelegt hatte, um die naͤchste Gelegenheit wahrnehmen zu koͤnnen, Sie hinsichtlich meiner zu beruhigen, bin ich endlich ge⸗ stern Abend, 30. Nov., in Bona wieder angekommen. muß ich befuͤrchten, daß Sie bereits vor meiner Ankunft von
Fast anderer Seite durch Ungluͤcksbotschaften eingeschreckt worden sind,
uund in der That ist unsere Expedition sehr klaͤglich abgelaufen.
Lissabon, 3. Dez. Das am 18. November von der Koͤ⸗ den 1c. 18os. . g. S, dg e .
leich am fol⸗ genden Tage wurden wir durch ein furchtbares Wetter uͤber⸗ Schnee und Regen uns bis unter die Mauern
och waren wir drei Tagemaͤrsche
digsten; unsere armen Soldaten sanken dahin vor Frost und Elend, und als wir am vorletzten Tage des Morgens erwachten, sahen wir viele Leute, die im M“ Tod gefunden hatten. Endlich erreichten wir Konstantine; drei Tage blieben wir vor dieser Stadt stehen und versuchten, uns derselben zu bemaͤchtigen; am dritten aber, nach einem letzten Sturme, der uns 5 — 6Offiziere und 200 Mann ge⸗ Es fehlte uns an Lebensmitteln; seit zwei Tagen hatten unsere Pserde kein
von uns hofften, daß wir Bona wieder erreichen Die Araber, die schaarenweise von den Hoͤhen herab⸗ kamen, fielen wie die Geier unter furchtbarem Geheul uͤber uns her und verfolgten uns mit Flintenschuͤssen. Gluͤcklicher weise aͤnderte sich das Wetter und blieb waͤhrend des ganzen uͤbrigen Theils unsers Marsches gut. Dies machte denn auch, daß unsere Soldaten neuen Muth schoͤpften und sich trefflich ielten. Der Ruͤckzug, der jetzt begann, war unbestritten der muster⸗ hafteste und wohlberechnetste, den man je gesehen. Vier Tage hinter einander, von 5 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags, ver⸗ folgte der Bei von Konstantine uns mit 5 bis 6000 Arabern, die unaufhoͤrlich auf uns feuerten. Allen Maroden, die hinter der Colonne zuruͤckblieben, wurde der Kopf abgeschlagen. Erst als wir auf dem halben Wege zwischen Konstantine und Bona wa⸗
ren, schoͤpften wir wieder Athem; von hier oan waren unsere
einzigen Feinde nur noch Hunger und Uebermuͤdung. Weelen unserer Leute sind die Fuͤße erfroren. Unser ganzer Verlust auf dieser ungluͤcklichen Expeditton laßt sich auf 850 bis 990 Mann berechnen.
Inland.
Berlin, 22. Dez. Man schreibt aus Hamm u erm 16ten d. M.: „Aus authentischer Quelle vernehmen wir, daß JJ. MM. der Koͤnig und die Koͤnigin von Griechenland, un⸗ ter den Namen eines Grafen und e ner Geifin von Missolunghi, am 22sten d. M. Oldenburg verlassen, desselben Tages zu Osna⸗ bruͤck und am 23sten hier in Hamm mit einem Gesolge von 23 Personen uͤbernachten, und Tages darauf die Reise öͤber Elberfeld, Koͤln, Koblenz u. s. w. nach Muͤnchen fortsetzen wer⸗ den. Die Allerhoͤchsten Herrschasten brauchen auf jeder Post⸗ station 34 Pferde.“ b
— Aus Danzig wird unterm 10ten d gemeldet: „Am 5ten d. M. bei Tagesanbruch wurde bei einem heftigen Sturme auf der Halbinsel Hela, etwa eine Viertelmerle nordwestlich vom Dorfe Putziger⸗Heisternest, ein gestrandetes Briggschiss entdecke“, dessen gänzliche Zertruͤmmerung beretts erfo’gte, als die Ein⸗ sassen des letztgenannten Ortes zum Strandungsorte eilten. Es haͤt leider die ganze Bemannung dieses Schistes ihren Tod in den Wellen gesunden. Eine Leiche, so wie 2 Boͤte und einige andere Gegenstaͤnde sind von der See an das Land getrieber worden. Ein Theil des Wracks nebst den betakelten beiden Ma⸗ sten liegt noch in der Brandung, nunmehr eine halbe Merle oͤstlich von Putziger⸗Heisternest vertrieben, zu deren Bergun Anstalten getroffen worden sind. Die mit mehreren andern Brief⸗ schaften in einer Kiste vorgefundene Musterrolle dieses Schiffs, J. d. Pillau den 4. Februar 1836, hat ergeben, daß dasselbe der e J. F. Wegmann et Comp. in Elbing gehoͤrt, den
amen „Tarl“ gefuͤhrt, und daß die ganze Bemannung, mit Lin⸗ schluß des Capikains B. W. Hammes von Pillau, aus 9 Per⸗ sonen bestanden hat.“ 8