Koͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 18. Jan. Im Schauspielhause: und sein Herz, Lustspiel in 3 Abth., nach Scribe. e Mayx und Michel, komische Oper in 1 Akt. lum. Donnerstag, 19. Jan. Im Schauspielhause, zum ersten, male needesho⸗ Die Fesetn von der Else, Schauspiel in 5 Abth., von C. Blum. Nach der Idee des Sheridan Knowle⸗, in dem Schaufpiele: The Hunchback. Sonnabend, 21. Jan. Im Konzertsaale des Schauspiel . hauses: Subscriptions⸗Ball. 1 8 Königstaͤdtisches Theoater. — ——ha Bessssses az eʒe 1 bn Mittwoch, 18. S Die Familien Capuleti und Moy ʒ = — teecchi. Oper in 4 Akten, nach dem Italiaͤnischen. —
Eine Huͤtte Hierauf: Musik von
thun versucht werden, daß ein regelloser Zufall hier walte: son⸗ dern es wird nur beabsichtigt, Behutsamkeit im Urtheilen uͤber ein Verhaͤltniß zu empfelen, worauf sehr mannigfaltige Umstaͤnde einwirken. Insbesondre bleibt es hoͤchst mißlich, in der Anzahl der 1 Geburten ein Maaß fuͤr die Sittlichkeit der großen Masse des Volks zu suchen.
Ueberall werden mehr Kinder unehelich erzeugt, als un⸗ ehelich geboren. Wo Treue neben uͤbermaͤchtiger Sinnlichkeit herrscht, bedecken mehrentheils beschleunigte Heirathen die Fol⸗ gen des Fehltritts, und die vor der Ehe erzeugten Kinder kommen als in derselben geborne in die Kirchenbuͤcher und aus diesen in die statisti⸗ schen Tabellen. Aber die hoͤchste Sittenlosigkeit, die verworfenste Un⸗ treue kann ganz aͤhnliche Folgen haben, wenn Ehefrauen die Ehe brechen, ohne daß eine Scheidung deshalb erfolgt. Auch in Be⸗ zug auf die aͤmtlichen Geburtslisten entscheidet die Rechts⸗Regel: pater est, quem nuptiae demonstrant. Steht es besser um die Sittlichleit, wo verschuldete unzeitige Geburten den Zeu⸗ gen der Schande im Keime vernichten, als da, wo die Muͤtter sich der Frucht ihres Leibes erbarmt, und mit Liebe pflegt, was sie nicht blos mit Schmerzen, sondern auch mit Reue gebaͤren foll? Die Begriffe von dem Werthe jungfraͤulicher Reinheit und ehelicher Keuschheit sind nach Staͤnden und Volksstaͤmmen verschieden. Der lebendige Glauben an einen Adel des Ge⸗ muͤths, der keine Flecken hierin duldet, besteht aber neben der — Wahrnehmung, daß einerseits nicht im Orient allein die hoͤchste Wien in 20 Xr. Strenge der aͤußern Zucht sich sehr willig mit den niedrigsten e 18 Leidenschaften paart; und daß andrerseits Maͤnner und Frauen, 1e h welche der Stolz ihres Jahrhunderts waren, und deren Geist Frahner. ., 2. wz. und Herz die spaͤte Nachwelt ehrt, nicht immer keusch erfunden
2 Petersburg wurden. (Schluß folgt.)
yMeteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags/ Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beohachtung.
Hd—dioerhöorege.
Den 17. Januar 1837.
Amtlicher Fonds- und Geld-Cours-Zettel. 8 Pr. Vaur. 88 Pr. Tour.
Brief. Geld. Geld.
102 ¾
100 G 643⁄¾
102 ½
102
102 ⅓
—
Brief. 102 ⅞
97 ¾l
Pomm. do. Kur- u. Neum. do. do. do. do Schlesische do Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Gold al marco Naue Ducaten Friedrichsd'or And. Goldmün-— zen à 5 Thl. Disconto
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. PrämSch. d. Seeh. Kurm. Obl. m 1. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do.
Elbinger do. 848 — Danz. do. in Th. — 4312 Weatpr. Pfandbr. 4 102 ⅔ Grossh. Poz. do. 4 1 Ostpr. Pfandhr. 4² 102 ¾¼
WMWechsel-Cours.
100 ¾ 97 G 106
2158 18 ⁄4 13 ½
214
13
12 ¼ Bellint. (Neu einstudirt.) (Dlle. Marie Dickmann, neu enga 2 4 12 2 2 2 7 2 8
5 girtes Mitglied, wird in der Rolle der Giulietta zum erstren, Pr. Cour. le die Buͤhne becreten. — Dlle. Haͤhnel: Romeo. — Htt
—en. Hofer: Capellio. — Herr Erl: Tebaldo. — Herr Hoͤlzel: desee 14075 Donnerstag, 19. Jan. Kean, oder: Leidenschaft und Gn 151 ¼ nie. Schauspiel in 5 Akten, von Dr. Wollheim.
150 ¾6
6 23 3G 80 G 101
103 ½
—
13 ¼ — 1b 3712 mit dem sie das in Gemaͤßheit Meines Willens Ihnen vorge⸗
steckte Ziel verfolgen, haben Meine besondere Aufmerksamkeit au sich gezogen. Indem Ich Ihnen fuͤr die so ausgezeichnete Er allung Meiner Entwuͤrfe Meinen vollkommenen Dank be⸗ zenge, hoffe ich zugleich, auch kuͤnftig in den Verfuͤgungen der hoͤheren Ortsbehoͤrden stets dieselbe Uebereinstimmung mit den Ansichten und Verfuͤgungen des Ministeriums zu finden, welche als Buͤrge der ferneren Entwickelung des Systems der Volks⸗ bildung in seiner Anwendung auf die Ihrer Verwaltung anver⸗ trauten Provinzen, gelten muß.“
Die beiden Deputirten des Donischen Kosaken⸗Heeres, Ge⸗ neral⸗Majors Rubaschkin und Kusnezofs, haben den Stanislaus⸗ Orden erster Klasse erhalten.
Am 6. Januar (dem ersten Russischen Weihnachts⸗Feiertage)
den Oppositions⸗Blaͤttern getadelt. stitutionnel einen Widerspruch in dem Paragraphen in Bezug auf Spanien finden, indem er den ersten Satz des Paragraphen, worin es heißt, „die Kammer habe das Vertrauen, daß die in⸗ nige Verbindung zwischen Frankreich und England, und ihre Beharrlichkeit in der Ausfuͤhrung des Quadrupel⸗Allianz⸗Trak⸗ tats dazu beitragen wuͤrden, Spanien vor dem Ungluͤck einer Contre⸗Revolution zu bewahren“, mit dem zweiten Satze, welcher die Regierung lobt, „daß sie Frankreich vor den unbe⸗ rechenbaren Opfern und Folgen, die eine bewaffnete Einmischung in die innern Angelegenheiten Spaniens nach sich ziehen koͤnnte, bewahrt habe“, nicht in Verbindung zu bringen weiß. Von mehreren Zeitungen wird die Bemerkung gemacht, daß Herr Dupin beim Vorlesen des Adreß⸗ hatte hier die Kaͤlte den Stand von 15 Gr. Reaumur erreicht, Entwurfes einigen Stellen besonders hervorgehoben habe, die, doch ist es seitdem bereits wieder gelinder geworden. Auch hier wie man behauptet, nur, um die Minoritaͤt der Kommission eini⸗ ist viel Schnee gefallen. germaßen zufriedenzustellen, angenommen worden waͤren; z. B. 1 den in der Adresse ausgesprochenen Wunsch, daß Spanien vor Ismkreich. dem Ungluͤck einer Contre⸗Revolution bewahrt werden moͤge. Paris, 11. Jan. Der Koönig arbeitete gestern mit dem Auch wird die Nicht⸗Erwaͤhnung der Freilassung Ludwig Buo⸗ Conseils⸗Praͤsidenten und mit dem Finanz⸗Minister. naparte's als ein kleiner Sieg der Minoritaͤt in der Kommission Noch in der gestrigen Sitzung der Pairs⸗Kammer bezeichnet. — Der Umstand, daß Herr Dupin durch besondere wurde, nachdem Herr Villemain einige Bemerkungen uͤber Accentuationen dem Adreß⸗Entwurf einen eigenthuͤmlichen Sinn denjenigen Paragraphen des Adreß⸗Entwurfs, der von der Nie⸗ zu geben versuchte, hat einen Witzling zu der Bemerkung ver⸗ derlage vor Konstantine handelt, gemacht, und der Conseils⸗ anlaßt, daß der Te rt der Adresse von Herrn Saint Marc⸗ Praͤsident in seiner Antwort sich dahin geaͤußert hatte, daß es Girardin, die Masik dazu aber von Herrn Dupin verfaßt zunaͤchst bloß darauf ankomme, den sfesten Entschluß einer zweiten worden sey. „ Expedition in der Adresse zu verkuͤndigen, — der Adreß— Man versichert, daß Herr Ouvrard seit einiger Zeit oͤfters Entwurf mit 98 gegen 11 Stimmen unveraͤndert angenom⸗ zum Finanz⸗Minister berufen werde, um einen Plan zur Re⸗ inen, und sofort die große Deputation erwaͤhlt, die heute duzirung der Rente, den derselbe eingerichtet habe, zu eroͤrtern. die Adresse dem Koͤnige uͤberreichen soll. Die an⸗ Gestern erschien der verantwortliche Herausgeber der „Mode“ ziehendste Rede in dieser Sitzung war unstreitig die des vor dem hiesigen Assisenhofe, unter der Antlage der Beleidigung Marschalls Soult, da man diesen bisher immer fuͤr einen Geg⸗ der Koͤniglichen Familie und der Belobung von Thatsachen, die ner der Politik des jetzigen Ministeriums und namentlich fuͤr das Gesetz als Verbrechen bezeichne. Die Jury erklaͤrte die einen Verfechter der Intervention in Spanien gehalten hatte. „Mode“ fuͤr schuldig, und der verantwortliche Herausgeber der⸗ Es moͤchte daher nicht ohne Interesse seyn, auf seinen Vortrag, selben ward demnach zu einmonatlichem Gefaängniß und 3000 Fr. der diese Vermuthungen keinesweges bestaͤtigt, hier noch einmal Geldstrafe verurtheilt. 8 ausfuͤhrlicher zuruͤckzukommen. Der Marschall äußerte sich bloß Im Journal du Commerce liest man: „Die Expedi⸗ ber⸗ die Spanischen Angelegenheiten, und zwar in folgender 1 nach WI“ wie man sagt, das Kabinet seit dem eise: LEingang der letzten Nachrichten des Mars⸗ af „Ich habe gestern gegen den Schluß der Sitzung einen Reduer beschäftigt Ads “.X“ k Chan⸗ b 89 (Herrn Cousin) einen Unterschied zwischen der Intervention und der Afrikanischen Armee, der Wahl der Offiziere und d s Mate⸗ Cooperation machen hören, den ich nicht recht begreife. Ich gestehe, rials sind bereits entschieden Die G 1 le A 118 daß mir dieser Unterschied eine Sbitzfindigkeit scheint, die mein Fas⸗ besti üeSe —₰; enerale Achard und Bu⸗ sungs⸗Vermögen übersteigt. In meinen Augen ist die Cooperation geaud sind estimmt, die beiden Divisionen des Expeditions⸗ Corps, dem 13,000 Mann neuer Truppen hinzugefuͤgt werden sollen, zu kommandiren. Auch waͤre im Conseil entschieden wor⸗
Namentlich will der Con⸗
Kronil des Tages.
Se. Koͤnigl. Majestaͤt haben den bisherigen Kreis⸗ZJustiz⸗ Rath und Land⸗ und Stadtgerichts⸗Direktor Mannkopff zu Pasewalk zum Ober ⸗Landesgerichts⸗Rath und Mitglied des en hss Aie h in Naumburg Allergnaͤdigst zu ernennen eruht. 3 Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem beim hiesigen Polizei⸗ Praͤsidium angestellten Polizei⸗Inspektor Altmann den Charak⸗ ter eines Polizei⸗Raths Allergnaͤdigst beizulegen und das dies⸗ falsige Patent Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Polizei⸗Assessor Grabe
Kurz 92 l Kurz
2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt. 3 Woch.
250 Fl. 250 Fl. 300 Mk. 300 Mk. 1 LSt. 300 Fr.
Amsterdam do. Hamburg . do. London..
Paris
Markt⸗Preise vom Getraide.
Berlin, den 16. Januar 1837. 1 Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 1 22 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 1
3 Pf.; kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf., auch 25 Sgr.; Hafer 24 Sgr. 5 Pf., auch 20 Sgr.; Erbsen 1 Rthlr. 5 Sgr. 8 Pf.; Linsen 1 Rthit ““ 5 7 S i dem Poltzei⸗Praͤsidium in Koͤnigsberg in Pr. zum Poli⸗
Zu Wasser: Meizen (weißer) 2 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf, bei de dun Koͤnigsberg 3 oli 2 ““ 6 Peiten,- 1 hätbir 25 Sgr.; “ Rn zei⸗Rathe zu ernennen Allergnaͤdigst geruht. 1A4““ das Bekanntmachun 8
8 1289
3 Sgr. 9 Pf., auch 22 Sgr. 6 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 8 1G Bei dem Herannahen der planmaͤßig am 1. Juli und
&ch 11““ den 8 ” 6 . 18 Schock Stroh 6 Athlr. 15 Sgr., au tblr. 7 e9, 2 16. Oktober d. J. eintretenden neuen Verloosungen unserer Praͤ⸗ Ceutuer Heu 1 Rthlr. à Sar., auch 25 Sgr. mienscheine finden wir uns veranlaßt, zur “ nachtheiligungen, wie sie fruͤher stattgefunden haben, wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß die Ertheilung von soge⸗ nannten Promessen auf Seehandlungs⸗Praͤmienscheine eine Pri⸗ unt⸗Speculation ist, welche von uns weder ausgeht, noch ver— steten werden kann. Der Kaͤufer einer solchen Promesse hat kinen Anspruch an die Haupt⸗Seehandlungs⸗Kasse und keine barantie dafuͤr, daß der Verkäufer sich im Besitz des darin be⸗ schneten Praͤmienscheins besindet, daß er nicht auf dieselbe Zmmer mehrere Promessen ausgefertigt hat, und daß er im gall der Ziehung den Original⸗Praͤmienschein herauszugeben oder die darauf gefallene Praͤmte zu zahlen auch wirklich im Stande seyn wird. Nur der Besitz der von uns selbst ausge⸗ fertigten Praͤmienscheine kann den Inhaber berechtigen, die dar⸗ auf gefallenen Praͤmien von unserer hiesigen Haupt⸗Kasse ab⸗ zufordern. . Berlin, den 16. Januar 1837. General⸗Direction der Seehandlungs⸗Societaͤt. (gez.) Kayser. Wentzel.
100 Thl. 100 Thl. 150 Fl. 100 Rbl.
Auswärtige Börsen.
Erankfurt a. M, 14. Januar.
Oesterr. 5 % Met. 103 ⅛. G. 4 % 99 3⁄16. G. 2 ½ % 56 ¼. G. 1 %. 2 . 24 ½. Bank-Actien 1677. 1675. Partial-Obl. 13956. G. Loose zu 500 T. 118. 117 ¾. Loose zu 100 Fl. 223. Preuss. Präm.-Sch. 64 ⅞. G. do. 4 % Anl. 99 ⅛. Br. Poln. Loose 68 ⅞. 68 . 5 % Span. Anl. 23 ¾. 23 ¼. 2 ½ % Holl. 54 ⁄h1 6. 54 ¼.
Paris, 11. Januar.
5 % Reute 109. 15. 3 % do. 79. 90. 5 % Neap. —. 5 %
Span. Rente 26 ¼H¼. Passive 7 ⅛⅞. Ausg. Sch. —. Neue Ausg. Sch.
1837. 16. Januar. Quellwärme 7,30 F. Fluswärme 0,3 0 wF. Bodenwärme 2,0 9 R. Ausdünstung 0,031" Rh. Niederschlag 0,021“ h. Nachtkäͤlte — 2,3 0 R. — 3,80 R.. 82 pCt.
340,68“ Par. 340 51“ Par. 340,21“ Par. — 2,72 g. — 1,20 R. 2,2 0 R. — 3,90 9. — 3,70 R. — 3,90. 81 pCt. 80 pCt. 86 vCt. trübe. heiter. halbheiter. W. SW. SW. — SW. —
340,47 Par. — 2,1 ° R..
Luftdruck. Luftwärme.. Thaupunkt... Dunstsaͤttigung Welter ... Wolkenzug...
Tagesmittel:
Das 6 Pf.; de
Redacteur Ed. Coltel. ——— —
Gedruckt bei A. W. Hapn.
Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.
Bekanntmachungen 2n-der Ger arctene subhenket nag“ Wann gste bebücns⸗Leenatu, noch bie 6 ammer 1ng 1n Krie te Sahahse 3 c 5 . us - 9) ti ssement. Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen Amt Nienover⸗Lauenfeoͤrde, den 6. Januar 1837. namentlich aus Franzoͤsischen und Englichen Wernn V 1”ö 92 Steesnee eeg.s. 11.“ “ Ruͤdiger. werden 180 nach ihrem 1 18he Auchtzge ene odial⸗Rittergu Gutzmerow, landschaft⸗ geliefert, die von dem arakter des Ganze b gich abgeschaͤtzt auf 8838, Thlr. 14 sgr. 9 pf., wovon Edet gl Citgtteauan. GGe zu geben G Die n der neueste Hypothekenschein nebst Taxe und Kauf⸗ Auf den Antrag des biesigen Justiz⸗Kommissarius sende Theilnahme, welche von allen Seiten dieser Bedingungen in der Registratur eingesehen werden Senger, als Kurator der rnst und Dorothea geb Zeitschrift bisher geschenkt worden, ist der Redaction oͤnnen, soll im Termine Tolksdorff⸗Geduhnschen Nachlaß Masse von Kerbs⸗ ein Fingerzeig, daß ihr Verfahren anspreche und ste den 26. August , ., Vormittags 10 Uhr, horst, werden die ihrem Leben und Aufenthalte nach wird daher auch ferner dabei bebarren. an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. unbekannten Geschwister der Charlotte Geduhn, ge⸗ Der Preis des Jahrganges ist 3 Thlr. und des Cöslin, den 1. Dezember 1836. bornen Tolksdorff, als: Quartals 22 ½ sgr., wofüͤr das Blatt sowohl in Be⸗⸗ Koͤnigl. Ober⸗Landesgericht von Pommern. 1) der Muͤller Gottfried Tolksdorff,
XMAsaIʒnvmm
Oeffentliche Handels⸗Lehr⸗Anstalt in Leipzig.
Da zu Ostern in der öffentlichen Handels⸗Lebr⸗ Anstalt ein neues Schuljahr anfaͤngt, so wird hier⸗ mit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die An⸗ meldungen zur Aufnahme von Zoͤglingen bei dem un⸗ terzeichneten Direktor der Anstalt statthaben kann.
Um aufgenommen zu werden, ist wesentlich erfor⸗ derlich, daß der Zoͤgling die Blattern gehabt oder
eitungs⸗Nachri 1“
83
“
e 2 lin (durch die Expedition der Allg. Preuß. Staatz⸗ cht en Civil⸗Senat. 2) der Michael Tolksdorff, Zeitung, Mohrenstraße Nr. 34) als durch alle Woh⸗ 18 3) der Daniel Tolksdorff, nichts Anderes als eine versteckte, eine schimpfliche, eine uns kompro⸗
loͤbl. Post⸗Aemter ohne Erhoͤhung zu beziehen is. I11“ 1 kel ie da and weit mehr verwickelt haben
8 1““ b
Von den Erben des Ober⸗Buͤrgermeister Sixtus Braun zu Naumburg a. d. S. ist ein Kapital, wei⸗
es jetzt uͤber 1800 Thlr. betraͤgt, zu einem Stipen⸗ dium dergestalt verwandt, daß die Zinsen davon den Descendenten der fuͤnf Braunschen Toͤchter erster Ehe
ur Fortsetzuns ihrer Studien auf Universitaͤten auf drei Jahre, und zwar, wenn der Bewerber mebrere seyn sollten, an die zwei Ausgezeichnetsten, an jeden die Haͤlfte der Zinsen, in Ermangelung von Fami⸗ liengliedern aber andern tuͤchtigen und duͤrftigen Stu⸗ enten verabreicht werden sollen.
Da das Stivendium jetzt vakant ist und sich seit laͤn⸗ ger als vier Wochen nach Ablauf des letzten Genuß⸗Ter⸗ mins kein qualifizirter Geschlechtsverwandter zu diesem Stipendium gemeldet hat, so werden die unbekannten
Fnteressenten hiervon in Kenntniß gesetzt und zu dem am 11. Marz 1837, Vormittags XI., vor dem Referendar von Nostitz im Ober⸗Landes⸗ erichte angesetzten Termine vorgeladen, um ihre Anspeache anzumelden und ihre Verwandtschaft mit den obengedachten Braunschen Toͤchtern nachzuweisen. Sollte sich Niemand melden und legitimiren, so wird uͤber die En; des Stipendiums zum Besten anderer wuͤrdiger und beduͤrftiger Studenten verfuͤgt werden. Naumhurg, den 3. Janur 1837. 4 Koͤnis!. Preuß. Pupillen⸗Kollegium.
Rothwendiger Verkauf. Land⸗ und S Cöslin.
Das auf der hiesigen Friedrich⸗Wilhelms⸗Vorstadt sub No. 10 belegene Wohnhaus des Steuer⸗Control⸗ leur Kleist, auf 6715 Thlr. 9 sgr. A pf. taxirt zufolge Hypothekenschein und der in der Registratur einzu⸗ sehenden Taxe, soll
am 14. Juli 1837, 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Coöͤslin, den 16. Dezember 1836.
Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgerich
Nothwendiger Verkauf. ¶Stadtgericht zu Berlin, den 16. August 1830. Das am Nirdorffer Damm rechts belegene Grundstuͤck des Gastwirths Horn, taxirt zu 5575 Thlr. 16 sgr. 6 pf,, soll am 11. April 1837, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Nothwendiger Verkauf. Stadgericht zu Berlin, den 24. September 1836. Das in der Poststraße Nr. 26 belegene Grundstuͤck des
Kaufmanns Kupsch, taxirt zu 272.
am 6. Juni 1837, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden.
Hvyypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
1 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 23. Dezember 1836. Das in der Brunnenstraße Nr. 19 belegene Grund⸗ füuͤck der Baͤckermeister Kochschen Eheleute, taxirt zu 8413 Thlr. 15 sgr. 3 pf, soll
zoglichem Justiz⸗Amte
27201 Thlr. 13 sar., soll
Taxe und
4) der Christian Tolksdorff, b
5) die Katharine Tolksdorff, geb. Tolksdorff,
6) die Anne Dorotbea Tolksdorf, und außerdem alle diejenigen, welche ein naͤhe⸗ res oder gleich nahes Erbrecht an den Nachlaß der Charlotte Geduhn, gebornen Tolksdorff, zu ha⸗ ben vermeinen, hierdurch aufgefordert, in dem auf
den 3. Mai f., Vormittags um 10 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Stadtgerichts Rath Lep stus angesetzten Termine entweder in Person oder durch gesetzlich zulaͤssige Bevollmaͤchtigte zu erschei⸗ nen und sich als Erben zu legitimiren, mit der bei⸗ gefuͤgten Verwarnung, daß die sich meldenden Erben fuͤr die rechtmaͤßigen Erben angenommen, ihnen als solchen der Nachlaß zur freien Disposition verabfolgt und die nach erfolgter Praͤcluston sich etwa erst mel⸗ denden naͤheren oder gleich nahen Erben alle ihre Handlungen und Dispositionen anzuerkennen und zu uͤbernehmen schuldig, von ihnen weder Rechnungs⸗ legung noch Ersatz der gehobenen Nutzungen zu for⸗ dern derechtigt, sondern sich lediglich mit dem, was alsdann noch von der Erbschaft vorhanden ist, zu begnuͤgen verbunden seyn sollen.
Uebrigens bringen wir denjenigen Erben, welche den Termin in Person wahrzunehmen verhindert wer⸗ den oder denen es hierselbst an Bekanntschaft fehlt, die hiesigen Herren Justiz⸗Kommissarien Stoermer und Scheller als Bevollmaͤchtigte in Vorschlag, von denen sie sich einen zu erwaͤhlen und denselben mit Vollmacht und Information zu versehen haben werden.
Elbing, den 13. Dezember 1836.
Koͤnigl. Preuß. Stadtgericht.
Ediecetal⸗Ladung.
Der Johann Christian Bergholz, aus dem biesigen Amtsdorfe Natho, ist im Jahre 1809 ö mit dem Herzogl. Anhaltischen Rheinbunds⸗ ontingente nach Spanien marschirt und dort nach der Affaire bei
keine weitere Nachricht uͤber denselben zu erlangen ge⸗ wesen. Auf Antrag der zur Succession berufenen hie⸗ sigen Verwandten wird daher der Johann Christtan Bergholz oder selne etwaigen, dem Justiz⸗Amte un⸗ bekannten Leibes⸗Erben, so wie alle, welche an dessen Nachlaß aus irgend einem Rechtsgrunde Anspruͤche zu haben vermeinen, hierdurch geladen, sich binnen hier und sechs Monaten und laͤngstens in dem auf vN 18P1 angesetzten Termine, Vormittags 10 Uhr, vor Her⸗ chem zu melden und zu legitimiren, wfdrigenfalls der Johann Christian Bergholz fuͤr
stodt und sein Nachlaß an die sich meldenden und
legitimirenden Erben fuͤr vererbt, jeder sonstige An⸗ spruch an den Nachlaß aber fuͤr erloschen erkannt werden soll. Coswig, den 10. Janunr 1837. Herzogl. Anhaltisches Justiz-Amt daselbst. (L. S.) Ss E. Bardua.
In Sachen, betreffend den von Eckardtsteinschen Partikular⸗Konkurs zu Amelieth, werden alle dieje⸗ nigen mit ihren dinglichen Rechten an der zur Sub⸗ hastation gestellten Spiegelhuͤtte und Zubehoͤr aus⸗ geschlossen, welche solche weder in dem am 15ten
Manresa am 3. April 1810 vermißt worden, seitdem aber
geimpft, daß er durch einen tuͤch
versehen sey, und daß er das vie erreicht, das sechszehnte aber nicht was er durch Geburtsschein zu bez
Ausw rtige Aeltern, welche ihre lichen Handels-Lehr-Anstalt zu uͤ
Glieder geistiges und köͤrperliches zesorgt ist, unterbringen.
der Familie betrachtet we
oder mit dessen Einwilligung u kann die ( jungen Menschen heilsame
1. bis inel. den 16. Februar d. J. von 9 bis 12 Uhr, die Sonntage gen Auslieferung der betreffenden werden. Hierzu ist ein ches die Nummer des Pfandbriefs Guts und den Betrag der Zinsen Berlin, den 16. Januar 1837.
Konigl.
richt hinlaͤnglich vorbereitet und mit einem diesfall⸗ sigen guten Zeugnisse, so wie auch
Der Direktor der oͤffentlichen Han⸗ dels⸗Lehr⸗Anstalt in Leipzig: Schiebe.
sind, machen wir darauf aufmerksam, bringung der Zoͤglinge die Genehmigung des Direk tors erforderlich ist. Derselbe wird sie bei Lebrern der Anstalt oder bei andern wissenschaftlich gebilde⸗ ten Maͤnnern von anerkanntem Rufe, wo sie als
Wohl in jedem Betracht
Nur uͤber den Fleiß und das sittliche Verhalten solcher Zoͤglinge, welche entweder vom Direktor selbst
ufsicht fortwaͤhrend gefuͤhrt werden. Vorstand der oͤffentlichen Handels⸗Lehr⸗ Anstalt zu Leipzig.
Die am Weihnachts⸗Termin 1836 faͤllig geworde⸗ nen Zinsen der Westpreußischen Pfandbriefe werden in meinem Comptoir, Haakschen Markt Nr. 12, vom
Verzeichniß erforderlich, wel⸗
Ludwig Lessing, Westpreuß General⸗Landschafts⸗Agent.
tigen Schulunter⸗
So eben erschien bei Gerhard in Danzi
ist durch alle Buchhandlungen gratis zu er Das gluͤcklichste Volk;
eine Parabel von Herm. Ohlett.
(In Berlin auch in der Stuhrschen Buchh. voncc)
vn)
mit einem Passe alun,
rzehnte Lebensjahr uͤberschritten habe, eugen hat.
Anzeige fuͤr Militair⸗Personen.
In Ferd. Duͤmmler's Buchhandlung, Lindu
Nr. 19, hat so eben folgende interessante Schrift e Presse verlassen:
Ueber die militairischen Pflichten und den militairischen Geist von A. L Blot⸗ dal, Capitain im Kbnigl. Franz. Generalsuahe Aus dem Franz. uͤbersetzt von einem Preuzi⸗ schen Offizier. Broch. 10 sgr.
Soͤhne der oͤffent⸗ bergeben gesonnen daß zu Unter⸗
rden und fuͤr ihr
8 Neuestes Werk von Alexander v. Hum boldt In unserm Verlage ist so eben ersehienen:
Alexander v. Humboldt's Kkritische Untersuchungen über die hisete rische Entwicklung der geographisechep
Kenntnisse
von der Neuen Welt
und die Fortschritte der nautischen Astronomie¹ dem I0ten und 161len Jahrhundert.
Aus dem Französischen übersetzt von Dr. J. L. Idelwr lsten Bandes 31e (letzte) Lieferung. geheftet 2n-
(Preis der 18ten und 2ten Lief. 1 ¾ Thlr.) Es kann nicht febhlen, dals Jeder, welcher 0 von des berühmten Herrn Verfassens Darsltellonge weise jemals angezogen fühlte, sich auch heeile- werde, neuen Genufs auns diesem neuesten Werbo desselben zu schöpfen, in welchem er eine reitze Fülle der mannigfeltigsten Kennfnisse, die Frnh eines fast dreissigjährigen Studiums üher die 6- schichte der Entdeckung Amerika's niedergelegt"
ntergebracht sind, stets noͤthige und
„ des Vormittags ausgenommen, ge⸗ Coupons gezahlt
, den Namen des enthalten muß.
Literarische An
Das 1 Magazin fuͤr die Literatur d
zug auf die Literatur des gesamm Nouvelle Revue
Vaterland fuͤr Frankreich
Nummern erscheinenden umfangre jaͤhrlich
Europaͤischen Lande einen Einblick und uͤber alle außer⸗Europaische
beschreibungen und andere ihr verlaͤssige Quellen an die Hand geber
“
welches mit dem Jahre 1837 seinen sechsten gang beginnt, hat sich die Aufgabe gestellt, in Be⸗
das Deutsche Publikum das zu seyn, was die Revue Brittanique mit Hinsicht auf England allein und die Germanique mit Hinsicht auf unser seyn sollen auf das Inhalts Verzeichniß der woͤchentlich in drei
zwei starke Baͤnde bilden, kann den Beweis liefern, daß die Redaction bemuͤht ist, von jedem
schen und gesellschaftlichen Zustaͤnde zu verschaffen
mitzutheilen, was die interessantesten neueren zu Gebot stehende zu⸗
sowohl der Literatur als des Erdballes, welche die Redaction bei ihren Mittheilungen und Auszuͤ⸗
Die Uebersetzung, welche sich der pescpbr Theilnahme des Herrn Verfassers zu erfreuer 6” wird überdem noch manche Zusätze und Bewbe- rungen enthalten und, so viel es die Umstünse et- lHauben, gleichzeilig mit dem Französischen Oüst. erscheinen, dessen Anschaffung der hahe Preis vod- wenigen Gelebhrten Deutschlands gestatten mäehie.
Das ganze Werk wied in der Deutschen beler setzung aus 6 Licferungen oder 2 Bäünden bestebem und vollständig etzva 5 Thlr. kosten. — Die 1s¹0 Lieserung des zweiten Bandes befindet sich beteils unter der Presse und erscheint ganz bestimmt il- einigen Wochen. —
Nicolaische Buchhandlung in Berlin⸗
zeigen.
es Auslandes,
Jahr⸗
ten Auslandes fuͤr
Ein Blick
ichen Blaͤtter, die
Bei C. A. Koch in Greifswald ist so eben eesche
nen und in allen Buchhandlungen zu baben 9 Berlin in der Plahnschen (L. Nitze), Jagerstre Nr. 37: z
in seine literari⸗
Laͤnder dasjenige 8
Reise⸗ Berndt, Dr. F. A. G, (Geh. Medizinal⸗Ran Die Lehre von den ntzuͤndungen aün dem jehigen Standpunkte der med n, schen Erfahrung, zum Gebrauch far 7 sche Aerzte. Ir Band. gr. 8vo. 4 Thlr.
ö“
1. Es ist die Kunde
dem
E
Se. Petersburg, 11. Jan. Freitag, den 25. Dezember
(0 Jan.) bei Gelegenheit des Russ⸗ Weihnachtsfestes, wurde
her Kapelle des Winter⸗Palals, im Beiseyn IJ. MM. des
Kaisers und der Kaiserin, Ihrer Kaiserl. Hoh. des Großfuͤrsten ronfolgers, der Großfuͤrstinnen Maria Nikolajewna und lga Nikolajewna, Sr. Koͤnigl. Hoheit des Prinzen Karl von hreußen und Sr. Durchl. des Prinzen Peter von Oldenburg, ein feierliches Hochamt gehalten; nach der Messe hielt der Me⸗ fropolit von Moskau und Kolomna, Philaret, von den Mitglie⸗ bern des Synodes unterstuͤtzt, das feierliche Tedeum zum Dant uͤr die Befreiung des Russischen Gebietes von den feindlichen Hee⸗
ren, welche an demselben Tage des Jahres 1812 erfolgt war. Die Mit⸗
glieder des Reichsrathes, die Minister, Senatoren, der Hof, die Generale und die Offiziere der Garde, der Land⸗ und See⸗ Nacht, so wie eine große Zahl ausgezeichneter Standespersonen biderlei Geschlechts wohnten dieser Ceremonie bei. Die Kom, znie der Schloß⸗Grenadiere und Abtheilungen des Garde⸗ Lyps, bestehend aus Unteroffizieren und Soldaten, die mit den ir den Persischen, Tuͤrkischen und Polnischen Feldzug verliehe⸗ n Medaillen geschmuͤckt waren (in Ermangelung solcher, die ie Medaillen fuͤr 1812 und 1814 besitzen), waren unter den befehlen des interimistischen Kommandirenden des abgesonderten Garde⸗Corps, General⸗Adjutanten Bistrom, in den Saͤlen des Palais und in der Gallerie der Militair⸗Portraits aufgestellt. In jeder Ab⸗ zeilung befanden sich drei, mit den Medaillen von 1812 und Fla oder mit dem St. Georgs⸗ oder St. Wladimir⸗Orden ge⸗ stmüͤckte Offiziere. Um 10 ½ Uhr ließen Se. Maj. der Kaiser, un Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Karl von Preußen be— gleitet, die Truppen die Revue passiren; darauf uͤbernahmen Se. Maj. das Kommando in Person und erwiesen Ihrer Maj. der Kaiserin im Voruͤbergehen die militairischen Ehren. Waͤh⸗ rend des Gottesdienstes wurde auch im St. Georgs⸗Saale ein dedeum, in Gegenwart der Truppen, und unter einer Artil⸗ seie⸗Salve von den Waͤllen der Festung, gesungen. Nach Gottesdienst begaben Sich Ihre Kaiserl. Majestaͤten, unter dem Vortritte der Geistlichkeit, in die Gallerie der Militair⸗ Portraͤts, wo alle Personen sich befanden, die an den Feldzuͤgen von 1812 und 1814 Theil ge⸗ ommen hatten, und wo Gebete fuͤr die Kaiserliche Familie ind die Russischen Armeen, so wie fuͤr das Andenken des Hoch⸗ figen Kaisers Alexander des Ersten gehalten wurden. Se. sajestaät der Kaiser gingen darauf in Begleitung des Metro⸗ voliten, der die Fahnen eingesegnet hatte, die Fronte aller Ab⸗ heilungen entlang und entließen die Truppen, nachdem Sie hnen Ihre Zufriedenheit zu erkennen gegeben hatten. Am Abend war die Stadt erleuchtet. Am folgenden Tage war gro⸗ 8e Hof⸗Balm im weißen Saale und Souper im Marmor⸗ Se. Majestaͤt der Kaiser haben unterm 18ten v. M. nach⸗ lehendes Handschreiben an den Fuͤrsten Dolgorukoff gerichtet: scherr Militair⸗Gouverneur von Wilna, General⸗Gouverneur on Grodno, Bjalostok und Minsk, General⸗Adjutant Fuͤrst
vlgorukoff! ie warme und unermuͤdete Theilnahme, die 5 seit der Umgestaltung des Unterrichtswesens in den Ihnen
aaren Gouvernements an den Tag gelegt, die schnellen Fort⸗ de- die Ihre in Gemeinschaft mit dem Minister des oͤffentlichen nterrichts unternommenen Bemuͤhungen begleit n, und der Eifer,
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mittirende Intervention, würde, als eine offen eingestandene Einmischung. Der Conseils⸗ Präsident hat uns gestern gesagt, daß, als die Rede davon war, die Fremden⸗Legion an Spanien abzutreten, man zuerst zur Auf⸗ lösung derselben geschritten sev. Die Legion gehörte also Frantk⸗ reich nicht mehr an; es war ein Spanisches Corps. Ich be⸗ dauerte nur, daß man Französische Offiziere an der Spitze derselben ließ; denn meines Erachtens mußte dies zu Verwickelungen führen. Zur Rechtfertigung dieser Meinung brauche ich nur an das zu erin⸗ nern, was sich nach dem Einrücken der Legion in Spanien zutrug. Die Ofstiziere, die sich au der Spitze der Legion befanden, wurden des Dienstes überdrüssig, kehrten zurück und wurden durch andere von der Französischen Regierung ernannte Offiziere ersetzt. Dies änderte die Lage der Dinge durchaus. Die abgetretene Legion ward nun nicht mehr als ein rein Spanisches, sondern als ein halb⸗Fran⸗ zösisches Corps betrachtet. Die durch diesen Umstand veränderte Lage verschlimmerte sich aber noch mehr, als später die Organisation einerLegton an der Französischen Gränze beschlossen wurde, der man den Namen „die Legion Schwartz“ beilegte, und als man dem Chef erlaubte, Französische Soldaten, die einen unbestimmten Urlaub erhalten hatten, anzuwerben. Als aber auch diese Legion für unzureichend befunden wurde, verfiel man auf etwas, was ich für desorganisirend halte. Man gestattete nämlich, in den Französischen Regimentern selbst Werbungen anzustel⸗ len, und auf diese Weise wurden den Gränz⸗Regimentern 3 — 4000 Manu, worunter Korporale, Unteroffiziere und sogar Offiziere, ent⸗ zogen. Man versammelte alle diese Leute in Pau, bildete aus deu⸗ selben Bataillone, ertheilte nene Grade und bewilligte bedeutende Avancements. Es handelte sich bloß noch darum, das Corps in Be—⸗ wegung zu setzen; schon war das erste Bataillen an der äußersten Gränze angelangt, als das Ministerium verändert und von dem neuen Kabinet Gegenbefebl ertheilt wurde. Alles, was sich seitdem ereignet hat, bei Seite lassend und mich uur mit dem Sy⸗ stem beschäfrigend, welches man in Ausübung bringen woll⸗ te, sinde ich, daß jene Art von Cooperation eines der ver⸗ derblichsten Dinge gewesen wäre, auf dic man nur hätte verfallen können. Man wollte Soldaten in ein Land schicken, welches allen politischen Konvulsionen zur Beute geworden, wo der frühere Zustand der Dinge umgestürzt worden war, und wo sich die Militair⸗Chefs in voller Empörung befanden. War es nicht wenigstens im höchsten Grade auffallend, daß Frankreich einen solchen Angenblick benutzen wollte, um seine Soldaten zur Theilnahme an jenen furchtbaren Un⸗ ordnungen abzusenden? Ich sehe ein, daß, wie auch der Herzog von Broglie gestern sagte, Umstände eintreten könnten, wo eine Inter⸗ vention Frankreichs in Spanien nothwendig werden dürfte. Seilt dem Tode Ferdinand's VIl. haben sich aber, meines Erachtens, dergleichen Umstände noch nicht ereiguet. Ich hatte damals die Ehre, Minister zu seyn, und war aisch noch im Ka⸗ binette, als der Lunadrupel⸗Alliauz⸗Fraktat erörtert wurde. Meine odamaligen Kollegen können mir das Zengniß geben, daß ich schon zu jener Zeit keinen Anstand uahm, mich geuen jede Arl von Intervention auszusprechen.
nin zugetragen, hat mich in meiner Meinung nur bestärkt. Keone sagt uns, daß, wenn es sich darum handelte, die Interessen, da Gebiet oder die Ehre Frankreichs zu vertheidigen, dies unter der rumvollen National⸗Fahne geschehen müsse. Dieser Gedanke hat eine hohe Bedentung, und er dehnt sich auf alle die Fälle aus, wo Fran⸗ ösische Truppen zum Kampfe berufen werden köännten. Wenn der⸗ salbe richtig verstanden wird, so kann eben so wenig von einer Coo⸗ peration als von einer Intervention in Spanien die Rede sevn. Aus diesen Gründen stimme ich für den von der Kommifsion beantragten Paragraphen.“
Der in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer verlesene Adreß⸗Entwurf giebt heute den hiesigen Blaͤttern Stoff zu allerhand Betrachtungen. Waͤhrend die ministeriellen Jour⸗ nale demselben unbedingtes Lob ertheilen, wird er natuͤrlich von
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Was sich seitdem in Spa⸗
den, daß keiner der Soͤhne des Koͤnigs gen Konstantine mitmachen solle.“ Espartero befindet sich noch immer in Bilbao. Die ferner⸗ weitigen Bewegungen, die er gegen Don Carlos beabsichtigt, werden angeblich noch durch das schlechte Wetter verhindert. Die Ernennung des Infanten Don Sebastian zum Ober⸗ Befehlshaber der Karlistischen Armee soll durch heftige Zwistig⸗ keiten zwischen Villareal und Eguia veranlaßt worden seyn. Beide machten sich so lebhafte Vorwuͤrfe uͤber die bei Bilbao⸗ erlittene Niederlage, daß keiner unter den Befehlen des andern fortdienen wollte. Die Ernennung des Infanten war ein Mit⸗ telweg, der die Gemuͤther beruhigt zu haben scheint. Der In fant Don Sebastian hat folgende Proclamation erlassen: „Sol⸗ daten! Der Koͤnig, mein theurer und vielgeliebter Oheim dunser Herr, dessen Gedanken Euch allein gewidmet sind, hat mir den Befehl uͤber die Armee anvertraut. Euer General hat die Be⸗ schluͤsse des Souverains nicht zu beurtheilen; aber er wird zu zeigen wissen, daß Euch zum Chef ein Kamerad gegeben woͤr⸗ den, der geneigt ist, an allen Euren Thaten und an allen Strapazen eines eben so muͤhseligen als glorreichen Krieges Theil zu nehmen. Ich bin oft Zeuge Eurer Heldenthaten ge⸗ wesen, Ihr werdet nun Eurerseits Zeugen meines Eifers ear Euer Wohl und meiner Anstrengungen zur Beendigung eines Krieges seyn, in welchem Ihr Euch schon so oft mit Ruhm be⸗ deckt habt. t, es auf Euch hofft, wie es Thraͤnen vergißt, die wir schon trock nen zu koͤnnen glaubten und deren Aufhoͤren nur einen Augenblick verzoͤgert worden ist, damit die Troͤstungen um so dauerhafter seyen. Das Land seufz: unter dem druͤckenden Joche jener grausamen Faction, die, indem
den neuen Feldzug ge⸗
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sie zugleich an der Usurpation und an der Anarchie Theil nimmt,
Hab und Gut der Einwohner verzehrt, sich an den Personen rächt und dabei wagt, den Namen des Allmaͤchtigen anzurufen Habet Vertrauen zu der Gerechtigkeit Eurer Sache. Gn der Heerschaaren ist Euer Beschuͤtzer. Bleibet Eu bewiesenen militairischen und religioͤsen Gesinnungen treu. einige Ausdauer und der Sieg, dieser Freund der Tapfern, werd unfehlbar Eure Anstrengungen kroͤnen. Hauptquartier Gal dacano, 30. Dezember 1836.
(gez.) Der Infant Don Seba stian Gabriecl.“
Der Tonstitutionnel sucht daß die Spanische Regierung durch ihren hiesigen Botschaften um eine bewaffnete Einmischung Frankreichs nachgesucht habe⸗ ein Geruͤcht, dem jetzt schwerer als je Eingang zu verschaffen⸗ seyn duͤrfte. asfen
das Geruͤcht zu erneuerrn
M“ Bilbao scheint man eine abermalige Belagerung fuͤrchten, und ein großer Theil der Einwohner will sich dienn; neuen Leiden durch die Flucht entziehen. In den lekten Tooen
haben uͤber 100 Familien Pässe verlangt.
An der heutigen Boͤrse wirkte die Ankunft hoͤherer Coure. aus London sehr guͤnstig auf die in, und auslaͤndischen .rah und besonders war die Spanische aktive Schuld gesucht, “ auf 26 ⁄ stieg. Man wollte wissen, daß der Gener ““ im Begriff stehe, mit seinem C G e zu stoßen, um gemeinschaftlich u unternehmen.
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Werfet Eure Blicke auf das Vateriand, sehet, wie
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Corps zu dem General Esparterh) 8