unnterbrochen. Am Schlusse seiner Erwiderung auf die Rede des Letztgenannten bemerkte Lord Palmerston (aus dessen Zortrag wir das Wesentliche schon mitgetheilt haben) noch Fol⸗ gendes uͤber die Spanische Sache: „Es handelt sich hier sagte der Minister, „um eine streitige Ibeenfolge⸗ und eine olche Streitfrage erstreckt jederzeit ihren Einfluß uͤber das Land inaus, wo sie entstanden. Es liegt uns ob, zu beachten, wel⸗ hes am wahrscheinlichsten die Tendenzen und Allianzen Spa⸗ niens seyn wuͤrden. Es ist Englands nteresse, Spanien reich, 85 und gluͤcklich zu sehen, was es doch nimmer unter einer Regierung, wie die Koͤnig Ferdinand's es war, werden kann; wenn Spanien dagegen freie Institutionen erhaͤlt, so kann es ein wichtiges Glied in dem Europaͤischen Staatenverbande werden. Es thut mir leid, die Sympathie der Herren gegenuͤber unver⸗ aͤnderlich auf Seiten der Sache des Despotismus und stets ge⸗ gen jedes Volk gerichtet zu finden, das seine Freiheit zu erringen strebt. Wer waren denn bis auf den allerletzten Augenblick die Staͤtzen Dom Miguels? Und waren sie es nicht darum, weil Dem Miguel ein Despot war? Und sind sie nicht jetzt eben so eifrig bemuͤht, die Sache des Don Carlos zu unterstuͤtzen, keineswe⸗ ges, weil er ein Usurpator, nicht, weit er der Urheber des em⸗ pörenden Edikts von Durango, sondern nur, beil er ein Des⸗ pot ist? Ich fuͤr mein Theil gestehe, daß, wenn ich in einem noch so geringen Grade zu dem großen Regenerations⸗Werk in Spanien deizutragen vermag, wenn ich einen noch so kleinen Ancheil an dem Triumph, einen neuen besseren Zustand der Dinge in Spanien herbeigefuͤhrt zu haben, dereinst in Anspruch nehmen kann, dies ein hinreichender, fuͤr den Spott, dem ich jetzt von Seiten der ehrenwerthen Herren ausgesetzt bin, mich vollkonmen entschoͤdigender Lohn fuͤr mich seyn wird.“ Sir Robert Peel erhob sich hierauf, um dem Staats⸗Secretair fuͤr die auswaͤrtigen Angelegenheiten zu antworten, und ließ sich im Wesentlichen solgendermaßen vernehmen: 18 8 „Der edle Lord hat bei dieser Gelegenheit dasselbe Verfahren beobachtet, welches er, wie ich aus Erfahrung sagen kann, stets und
immer mit demselben Erfolg einschlug, so oft die auswärtige Politik
Englands in Erwaäͤgung kam; nachdem er nämlich Dreiviertelstunden mit der Vertheidigung seiner Politik zugebracht und die eme Hälfte
seiner Anhänger in einen behaglichen Zustand der Ruhe versetzt, der
Zeichen des Beifalls zu Gunsten sei⸗ ver Handlungen entloct (o, o! und Gelächter), fand er es für nöthig, die Einen aus ihrem Schlaf aufzustören und den Enthusiasmus Anderer zu erregen, indem er sesnten Gegnern Theilnahme am Despo⸗ tiemas und au uttrakonserpativen Grundsätzen vorwarf (h.
ob man durchaus ein Anhänger des Don Carlos seyn müßte, wenn man die Politif des edlen Lords mißbilligt, als oh es nicht möglich wäre, einen Zweifel über die Gerechligkeit der Handlungen des edlen
anderen aber nicht ein einziges
Lords nud über das Resnultat seiner auswärtigen Politik zu hegen,
rane zugleich die Hemmung der Berbesserungen und Fortschritte in Epanuien zu wünschen und die Hoffunngen dieses Landes auf fest⸗ begründete Institationen zu vereitein. Ich für mein —
besavouire jede Theilnahmet und Spmpathie für Don Carlos. (Stürmischer Beifall von der ministeriellen Seite des Hauses.) Ich wiederhole nur, was ich früher gesagt. Wenn ich in Erfüllung eines Traktats handele, duͤrch weichen die Königin von Spanien als die
Verbündete dieses Landes anerkaunnt wurde, ist es da eines besonde⸗ ren Lobes werth, wenn ich mich nicht auf geheime Schliche einlasse,
uig ihren Erfolg zu verhindern: Ich möchte auch nicht sagen, daß die Zwecke der Beitischen Politik durch den Erfoig des Don Carlos
22 — 5 befördert we
erklären, daß ich Spanien im Genuß fest begründeter Freiheiten, im
Genuß solcher Institutionen zu sehen wünsche, die für seine Wohl⸗ fahrt die heilsamsten und durch ihr allmäli es Fortschreiten am besten zur festen Begründung seiner Freiheit geeignet
bba möchten. Aber wenn ich auch diese Gesinnungen hege, so muß
ch doch dem Hause zugleich sagen, daß ich glaube, unsere volilik
pereitelt die Saͤche festbegründeter Fortschritte, wir vereiteln dieselbe
dusch unsere Dazwischenkunft und Einmischung, und dadurch, daß
wir von dem Grundsatz unserer Unterstützung, nämlich von dem Nicht⸗ Interrentions⸗Prinzip, a
den. . ¹ auch unser Haudels⸗Interesse iu Spanien angeführt. aber den edien Lord, inwieweit ihm dieser Zweck ist? Er versichert, die Britischen Kauflente in sepen ganz zufrieden und vergnügt. geuheit zaben, sich über diesen Punkt genauer a eche ich glaube, einer meiner edlen Freunde will den jetzigen Zustand un⸗
2nnn
seres Handels in Spanien, abgesehen von der sonstigen Politik, näch⸗
Ich frage elungen Spanien
stens besonders zur Sprache bringen. Glaubt der edle Lord, 111 ist?
Politi? Epaniens im Allgemeinen günstig gegen England Glaubt er, daß die Gesinnungen der Bewohner der Halbinsel ge⸗ gen England sich sehr gemildert haben? Möge er nur auf Por⸗ üugal sehen. Wird er sich etwa auch mit dem Gedeihen unse⸗ es Handels daselbst rühmen wollen! (Beifall.) Wird er behaup⸗ en wollen, daß seit der Begründung der freien Institutionen des dlen Lords in Portugal, seit dem Siege der Sache Donna Maria’'s Englands Handel dort auf einen günstigeren Fuß gelangt ist? We⸗ igstens haben sich die Englischen Kaufleute allgemein über die eindseligkeit beschwert, die daselbst gegen Englands Handel bewiesen worden. (Beifall.) Der edle Lord wünscht freie Institutionen in Spanien zu begründen; freut er sich etwa so sehr über die Institu⸗ tionen, die er in Portugal begründet hat? (Gelächter.) Der edle Lord hat seinen moralischen Beistand gewährt, so weit er gehen konnte. [Reues Gelächter.) Wenn der edle Lord zufrieden ist, warum haben wir da sechs Linsenschiffe im Tajo? Dahin ist es mit Portugals Liebe u England gekommen! In Folge unserer früheren Einmischung sind jetzt echs Linienschiffe nöthig, um die Personen und das Eigenthum der dortigen Britischen Kaufleute zu beschützen! (Beifall.) Ein anderer Zweck des edlen Lords war die Pacisication der Halbinsel. Hat er diesen Zweck erreicht? Kein Wahrheitsliebender wird behaupten wollen, daß Spanien sich mit Hinsicht auf seine innere Pacisication in einem besseren Zustande befäude, als bevor wir uns Überhaupt in seine An⸗ gelegenheiten mischten, bevor wir 10,900 Mann für den Dienst der K b⸗ nigin von Spanien in England anwerben ließen und auf diese Weise nur dem einen der kriegführenden Theile militairischen Beistand leisteten, Und bevor wir die Königin von Spanien mit Waffen und Munitien ver⸗ sorgten. Glaubt der edle Lord etwa, daß das Spanische Volk von Henzen mit dem General Evans cooperirt? (Großer Beifall.) Hat es rcht offenbare Eifersucht auf die tapferen Truppen Englands ge⸗ eigt? Hat es nicht deutll en Widerwillen gegen ihre Siege kundge⸗ geben?! Es will nicht, daß seine Institutionen durch ihre Hülse be⸗ ründet werden sollen. Genug, unsere Einmischung hat bis auf die⸗ en Augenblick noch keinen guten Erfolg gehabt und nicht im gering⸗ ten zur Begründung eiuer festen, dauerhaften Regierungs⸗Form in Spanjen beigetragen.“ 84 Im weiteren Verfolg seiner Rede spielte Sir R. Peel noch
auf die (bereits erwaͤhnte) kuͤrzlich erschienene Broschuͤre uͤber die Spantschen Angelegenheiten an, deren Autorschaft Einige dem Lord Palmerston zuschieben wollten, die dieser aber ablehnte, wie⸗ wohl er sich bamit einverstanden erklaͤrte. Diese letztere Erklaͤ⸗ rung benutzte nun der Redner, um den Minister ironisch zu fragen, ob er etwa auch der in jener Broschuͤre aufgestellten Ansicht beipflichte, daß England ein ““ nach Spanien senden und fuͤr oieses Land eine neue Anleihe garantiren sollte; wenn er dieser Mei⸗ nung sey, fuͤgte Sir R. Peel hinzu, so koͤnne er darauf rech⸗ nen, daß er damit im Parlamente eben so viel Anklang finden werde, wie mit sjeiner heutigen Rede. (Gelaͤchter.) Endlich zog
wurde. „Aber“, fuhr er
soerrh. als
Theil
werden würden. (Beifall.) Eben so entschieden muß ich dazu zu erhalten, und drei Päpste verweigerten dies nach einander,
bweichen, daß wir einen Weg eingeschlagen Faben, äauf dem wir Englands Charakter schwerlich zu höherem Au⸗ jrben bringen, noch auch Spaniens Zunneigung uns gewinnen wer⸗ Unter den Zwecken des Quadrüupel⸗Traktats hat der edle Lord
Nun, er wird bald eine Gele⸗ auszusprechen, denn 1
312 Sir R. Peel es noch in Zweifel, ob der Quadrupel⸗Traktat wohl dazu beigetragen haben moͤchte, die Verhaͤltnisse zwischen England und Frankreich inniger zu knuͤpfen, wie Lord Palmer⸗ ston es behauptet hatte; wenigstens, meinte Sir Robert, schiene ihm dies aus einer Vergleichung der letzten Thron⸗ Reden der beiden Monarchen nicht eben hervorzuleuchten. J Herr O'Connell, der hierauf das Wort nahm, meinte, Sir R. Peel habe durch 8. Rede, 9 der er öö an der Intervention zuruͤckgewiesen und sich vor allen Dingen ge⸗ ern ie D w das er Se fur Don Carios gethan, geradezu ein Ver⸗ von Zeit zu Zeit uͤber diesen Gegenstand im Unterhause gstan dammungs⸗Uriheil uͤber viele seiner Freunde ausgesprochen, die faͤnden. r habe in der That bemerkt, daß jedesmal, wenn ihre Liebe fuͤr Don Carlos ganz offen zur Schau truͤgen, waͤh⸗ mit der Sache der Karlisten schlecht stehe, irgend ein Anetrah rend der sehr ehrenwerthe Baronet ihn ganz uͤber Bord gewor⸗ dieser Art gemacht werde. Hiermit schloß diese erfolglose Dis sen habe. Den Grausamkeiten der Christinos, uͤber die Herr kussion, und die Fortsetzung des Ausschusses uͤber die Marina Grove Price geklagt hatte, stellte O'Connell die der Karlisten Veranschlagungen wurde bis zum Montag verschobeg.
egenuͤber, die er in seiner Weise mit den schwaͤrze⸗ 1 1 1 en Farben schilderte. Daß diesen beiderseitigen Graͤueln —London, 11. Maͤrz. Der hochbejahrte Russische Graf aber noch kein Ende gemacht sey, davon wollte er Romanzoff ist nach funfzig ZJahren wieder zu einem Besuch 1 die Schuld allein auf die Franzoͤsische Regierung schieben, die, London eingetroffen. Daß derselbe einen dipiomatischen Auftrag waͤhrend sie sich vor der Welt fuͤr eine Freundin der Koͤnigin an den hiesigen Hof haben sollte, wie einige hiesige Blaͤtter gi⸗ Christine bekenne, im Geheimen alles Moͤgliche fuͤr Don Car⸗ meldet hatten, wird jetzt von anderen fuͤr sehr unwahrscheinlich sos thue und so eine doppelte Rolle spiele. Sie lasse, behaup⸗ erklaͤrt. 1““ tete er, den Karlisten immer noch Zufuhr zukommen und sehe Die M orning Chroniele hält das Resultat der2 bstim es ruhig mit an, daß die Franzoͤsischen Soldaten, die nach der mung in der Franzoͤsischen Deputirten⸗Kammer uͤber 158 Dis Pyrenaͤengraͤnze geschickt worden, um in den Deenst der Koͤni⸗ junctions Gesetz füͤr eine neue Phase in der politischen Geschicht gin einzutreten, nachdem die Erlaubniß hierzu widerrufen wor⸗ der jetzigen Franzoͤsischen Regierung und fuͤr den Ausdruck einge den, zu Don Carlos gingen. O'Eonnell bediente sich bei dieser Se⸗ allgemeinen Gefuͤhls, dem entweder das jetzige Ministeriumm ode legenheit auch der unschicklichsten Ausdruͤcke gegen den Koͤnig dessen Nachfolger wuͤrden Gehoͤr geben mussen. Das genanmn Ludwig Philipp selbst, ohne daß er deshalb zurecht gewiesen Blatt will näͤmlich darin die Erklaͤrung finden, daß die Kamme sodann fort, „das ehrenwerthe Mit⸗ sich mehr vor dein Einfluß einer Ultra⸗Faction am Hose, a6 glied fuͤr Sandwich (Herr Grove Price) hat seinen Enthusias⸗ vor dem Volk oder der Armee fuͤrchte, denn, meint es, die lei mus fuͤr die Sache des Don Carlos dadurch zu rechtfertigen denschaftlichen Reden der Herren Persil und Jauges haͤtten gesucht, daß er sagte, Don Carlos sey ein aufrichtiger Katholik, offenbar jenes unerwartete Resultat herbeigefuͤhrt, waͤhrend man und der Bischof von Leon sey gegen die Inquisition; auch warf vor denselben auf eine Majoritͤt von mindestens 40 Stirnina er mir im Lauf seiner Bemerkungen vor, ich haͤtte Don Carlos zu Gunsten des ministeriellen Gesetz⸗Entwurfs haͤtte rechnen bi das ehrenwerthe und gelehrte Mitglied habe eine Unterredung sonders deshalb von Bedeutung, weil es das erstemal sey, di mit Don Carlos gehabt.“ Hierauf erwiderte O' Connell die Kammer sich in direkte Opposition gegen die Ansicht d Folgendes: Koͤnigs gesetzt habe, de ro 1 „Ich habe Don Carlos nie besucht. 88 habe ihn in meinem Entwurf in den Pariser politischen Zirkeln allgemein Leben nicht gesehen. (Gelächter.) Ich haͤbe den Bischof von Leon gewesen. gesehen — und wie? Er wünschte, iich sollte ihn besuchen, was ich ablehnte; worauf er sagte, er werde mich besuchen; er kam auch, und zwar mit einem Dolmetscher, der nur den einen Fehler hatte, daß er weder Spanisch, noch Englisch verstand. (Gelächter.) Der Bischof konnte wenig Französisch, und er versuchte daher, sich Lateinisch mit mir zu de eg- jedoch die “ bööb 8 / so verstand ich sehr wenig. Ich wurde aufgefordert, d 2 1 1 2 G L’ 8 h sehn, es gichf. 2ga der Bischof thaͤt es, † angelangt. Dies hatte den Abdruck der diplomatischen Korre und ich habe wahrlich Alles gethan, um ihn nur los zu werden, was spondenz uͤber die Beschwerden der Amerikanischen Regierung mir indeß nicht halb so schnell gelingen wollte, wie ich es wünschte. gegen Mexiko im Washingtoner „Globe“ zur Folge. — Inner’ Dies ist die ganze Verbindung, in der ich mit dem Hofe und halb der letzten Tage waren in New⸗York angekommmen: Aus Lager des Don Earlos gestanden habe. Das ehrenwerthe Milglied Bremen 1938 Säcke Weizen; aus Marseille 8000 Bushel Wei⸗ für Sandwich sagte in seinem Enthusiasmus für Don Carlos und zen; aus Triest 3058 Seͤcke Roaggen und aus Danziz 16 den Bischof von Leon, daß Belde Gegner der Inquisition sepen. b“ Wei k1616 Roggen, und Danztz 1 Was ist nun das Wahre? Ferdinand sowohl, als Don Carlos haben Fässer Lizen. k“ 8 nie den Gedanken an die Wiedereinführung der Inquisition aufgege⸗ 1 In Zeitungen aus Buenos⸗ Ayres bis Ende Novemberz ben. Ferdinand wandte sich an drei Päpste, um ihre Einwilligung findet sich unter anderen langen Aktenstuͤcken in Beziehung auf die Haͤndel zwischen Peru und Chili auch eine Vorstellung des Britischen General⸗Konsuls in Peru an den Befehlshaber des an der Kuͤste kreuzenden Chilischen Geschwaders abgedruck⸗, worin er sich uͤber die Unterbrechung und Beunruhigung des Britischen Handels⸗Verkehrs durch jenes Unternehmen beschwert.
Hauses, wo er (Lord Sandon) sitze, getadelt, weil Partei gelobt habe, aber er habe nicht die Minister wegen des Lobes getadelt, welches sie der anderen Partei gespendet. — Her Villiers bemerkte, daß Reden wie die des edlen Lords (Ma⸗ hon), der diese Debatte veranlaßt habe, und die des sehr ehrenwerthen Baronets (Sir R. Peel) nur die Tendenz haͤtten, die Partei anzufeuern, der sie, ihrer Aussage nach, nicht geneigt seyen. Wenn irgend etwas die Fortdauer des Buͤrgerkrieges in Spanien befoͤrdern koͤnnte, so waͤren es die Debatten, weicht
Uern
1Ph Murray fuͤhrte neulich in einer seiner Vorlesungah uͤber Chemie an, daß, wo Leinoͤl in Beruͤhrung mit Baumwell komme, ein Brand entstehe.
Den letzten Nachrichten aus den Ver zufolge, war der ehemalige Geschaͤftstraͤger der Staaten in Mexiko, Herr Powhattan Ellis, in
88
einigten Stagten Vereinigten Washington
und sie hatten ein Recht dazu, denn die Inqutsttion ist ein Laien⸗ Tribunal, und der Papst kann daher jeden Geistlichen verhindern, daran Theil zu nehmen. Dies ist ein WWhiuct welches den Emhu⸗ stasmus des ehrenwerthen Mitgliedes nicht für Dou Carlos, sondern⸗ für den Papst erregen follte. GBeifan und Gelächter.) Einige Herren interessiren sich sehr für die Fortschritte des Don Carlos, des aufrichtigen Katholiken in Spanien, aber sie verweigern den Fi tvern vechtgfet⸗ h 18” E1“ “ 1ieeh acn t a gerneesaen ,Alus Haag, 13. Mäͤrz. Unsere Zeitungen komme widerfahren lassen, zu glauben, daß sie es nicht aus Liebe zum Ka⸗/ wiederholentlich auf die letzte Debatte der zweiten Kammits der tholizismus in Spanien, sondern aus Liebe zum Despotismus gethan Generalstaaten zuruͤck und theisen die Reden mit, welche oc⸗ haben. Das ehrenwerthe Mitglied für Sandwich suchte das Recht verschiedenen Mitglieder uͤber die seitdem genehmigten dre Ge⸗ des Don Carlos auf den Spanischen Thron darzuthun und behaupv⸗ setz⸗Entwuͤrfe: A) uͤber die Ausgabe von Loosrenten apf einen Erei daslelhe seb außer allem Zweisel. Nichtsistjedoch ungegründeter. Das Theil der Kolonial⸗Schuld; ) Uber die diesjaͤhrige volle Zin Salische Gesetz war nicht das ursprüngliche Erbfolge⸗L eses in Spanien. senzahlung der Staatsschuld und C) uͤber das außerordentiiche Das Hausesterreich gründete seine Thronfolge⸗Anprüche Spanien auf Krieas⸗TC hre 1837 geh hab Außer meh die weibliche Linie. Philipp von Anjeu bestieg den Thron nach dem Rechte/ Kriegs⸗Budget im Jahre 1837 gehalten haben. Außer meyrf feiner Mutter, und auf Isabella folgte Iohanna. Im Jahre 1713 schaffte ren anderen Rednern nahm auch Herr van Dam van Ifselt ilipp von Anjon dae alte Gesez 75 1 iche Weise! Er das Wort und sagte, daß die Stellung eines Repraͤsentanten Philipp von Anjou das alte Gesetz aͤb und auf welche Weise? Er 1— gte, 3 lung s „ berief nicht die Cortes ein, um diese Frage zu entscheiden, sondern er; der Nation, der den Koͤnig und das Vaterland liebe, taͤglic saͤndte Cirkulare an sie herum, worin er sie aufforderte, ihre Stim⸗ schwieriger werde. Er werde fuͤr das Gesetz wegen Ausgalt men für oder gegen eine Veränderung der Thronfolge⸗Ordnung abzuge⸗ von Loosrenten uͤber einen Theil der Koonial⸗Schuld, und ge⸗ ben. Sie thaten dies, und wie bewies der Monarch, daß sie seinem gen das Gesetz wegen voller Verzinsung der Staatz Vorschlage günstig seyven? Dadurch, daß er alle von den Cortes⸗Mit⸗ f. b Jahre 1837 stimme F. 5 balb 1 8 b ’ z S 888 schuld im Jahre 1837 stimmen, ohne sich deshalb in gliedern ihm übersandten Briefe verbrannte. Dies ist der Ursprung neue Eroͤrterungen einzulassen; er sehe sich jedoch geni— des Salischen Gesetzes in Spanien, und man vergleiche da⸗ „a. 9J „ 8 1““ mit den Ursprung des Gesetzes, welches Don Carlos von dem thigt, einem traurigen Gefuͤhle Raum zu geben, welches rbe⸗ schließt D14“ wurde durch das Gesetz wegen außerordentlicher Bewilliauna von Throne ausschließt. Die Erbfolge in weiblicher Linie wurde ¹ 1 EEEEEEEEEEECEEEqEI1IIBPö gung v von den Cortes zu verschiedenen Zeiten sanctionnirt von Kriegs⸗Ausgaben im Jahre 1837 in ihm erregt worden sey den Cortes im Jahre 1812 — kurze Zeit vor dem Tode Ferdi⸗ doch wolle er seine Einwuͤrfe dagegen nicht in einer improvifnn nand's, und endlich von den letzten Cortes, und wegen eines solchen ten Rede aussprechen, damit ihm nicht etwa im Eifer Ausdruͤch Rechtes, worauf Don Carlos seine Ansprüche gründet, entschuldigt entschluͤpften, die er spaͤter zu bereuen haben moͤchte. Der Reoͤ man die von ihm begangenen ene Die Sei ge 2, ner gab sodann eine Uebersicht von dem, was seit dem Adfalz 111““ S esg. Velgiens in den Niederlanden stattgesunden habe, und kam EEEEEETEEE1ö C“ n e e dem Schlusse, daß alle von dem Lande dargebrachten Opfer be jetzt kein anderes Resultat gehabt haͤtten, als große Verwirrun
lichkeit mit einer Geldstrafe von 75 pCt. von ihren Kirchen⸗Einkünf⸗ ten. Das war der Vortheil von der Verbindung der Kirche mit dem 1 . 8 1.
in den Finanzen und eine Lage, von der Niemand wissen koͤnn wie sie enden werde. „Ich achte“, fuhr er fort, „l
Staate, eine Verbindung, die, um die Reinheit der einen und die Sicherheit des anderen zu erhalten, in jedem Lande aufgehoben werden
christliche Gesinnung derjenigen, die ihre ganze Hoffnung 4 die Vorsehung und auf eine u
sollte.“
Lord Sandon sagte hierauf, O'Connell tadle es, daß die ug und auf eine ungewisse Zukunft setzen; auch! Koͤnige von Spanien 75 Prozent von den Einkuͤnften der Geist⸗ glaube an die natuͤrliche Guͤte der Vorsehung, aber dieser Glagt lichen erhoben haͤtten, waͤhrend doch in einem Lande, das viel wird mich nie dahin bringen, gegen die uns drohenden Gesch⸗ naͤher liege, als Spanien, durch O'Connell's Bemuͤhungen die ren die Augen zu verschließen. Die bei versch sossenen Thüa Geistlichen des groͤßten Theils ihrer Einkuͤnfte beraubt und in uns gemachten Mittheilungen haben mir keinen Enthusiasmus de das groͤßte Elend versetzt worden seyen. Ueber die jetzt in Spa⸗ Art einfloͤßen koͤnnen, wie dies bei einigen Malgliedern der Fall g⸗ nien von Seiten der Christinos begangenen Grausamkeiten wesen ist. Man sollte die Lehren, welche uns die Geschiche schluͤpfe er hinweg, was allerdings wohl nicht zu verwundern giebt, nie vergessen und die Kraͤfte der Niederlande fuͤr. die Z0 sey, da, dem ehrenwerthen und gelehrten Mitgliede freilich ten der Gefahr aufsparen, fuͤr Zeiten, wie ste das Vaterland keine Worte so vertraut und gewoͤhnlich seyen, als Blut gesehen hat, als der Ehrgeiz des Auslandes uns i und Mord. Er spreche uͤber die in Spanien veruͤbten griff.“ Der Reoner nahm sodann von den vpfl Grausamkeiten, waͤhrend er doch zu aͤhnlichen Dingen in genden Gesetzen noch Gelegenheit, zu bemerken, wie gefaͤhrlic Irland ermuthige, wenn er seine Anhaͤnger auffordere, es sey, wenn man sich von dem constitutionnellen Wege end die Thuͤrschwellen derjenigen, die gegen seine Wuͤnsche stimmen ferne. Die Summen, sagle er, welche man heute durch wuͤrden, durch irgend ein Merkmal zu bezeichnen. Ein solches. besonderes Gesetz verlange, seyen in den Jahren 1835 und 1 Benehmen sasse sich eben so wenig rechtfertigen, wie das von ohne eine Mitwirkung der General⸗Staaten vergusgabt worder O’Connell mit solcher Heftigkeit angegriffene. — O'Connell er⸗ und in gewisser Beziehung sey es nun ganz gleich, ob das Ge⸗ widerte hierauf, der edie Lord irre sich, wenn er sage, er (O'Con⸗“ setz fuͤr 1837 angenommen oder verworfen werde. F. nell) habe die Einkuͤnfte der protestantischen Geistlichkeit in Ir⸗ gegen des Gesetz, weil er fuͤr das Ungluͤck, von dem das Vater land auf 75 pCt. reduzirt, waͤhrend er im Gegentheil die Bill land bedroht werde, nicht verantwortlich seyn wolle. 1 unterstuͤtzt habe, welche der protestantischen Geistlichkeit 77 ½ pCt. BI . 92 18 sichern sollte, und gerade der edle Lord und seine Freunde waͤ⸗ 8 213 “
Wenn der edle Lord Bruͤssel, 12. Maͤrz. Herr Lehon, diesseitiger Gesandter in Frankreich, und der Graf von Dietrichstein, Kaiserl. Oester⸗
ren es, die dies verhindert haͤtten. Lord
ihm vorwerfe, daß er nur die Karlisten verdamme, so sey dies in Fr. 1ns def ergt dom Hiztr chttein, 8 . reichischer Geschaͤftstraͤger in Belgien siad Beide aus Paris
hier eingetroffen. 18 —
1
Niederlande
—
offenbar ein Irrthum, denn er habe stets sowohl das Benehmen der Christinos als das der Karlisten getadelt. Lord Sandon gab dies zu, allein er meinte, O'Connell habe die Seite des
sie die eine
ioͤnnen; es ergiebt sich jedoch aus
dessen großes Interesse fuͤr jenen Gesel⸗
bekam
Deutschland.
Hannover, 15. Mäͤrz. Koͤnig Herzog von Cambridge ist seyn von Berlin und Schwerin
Ueber den Erfolg der in mer der Allgemeinen Staͤnde⸗
gestern im erwuͤn hier wieder einget
sigen Reglements⸗
Sitzung vernommenen Aeußerung des burg, daß dem Beschlusse erster Kammer, das ben uͤber die Eisenbahn⸗Angelegenheit einer
chung zu uͤberweisen, von zweiter Kammer
Der Schwaͤbische Merkur welcher die Runde der Deutschen Zeitungen „Hannover, 4. Maͤrz. der Fuͤrstin und seinen beiden Prinzessinnen hurg hier eingetroffen und wire geraume bringen. Es ist von einer Vermaͤhlung. unseres Vice⸗Koͤnigs, des Herzogs von Cambridge, teren Prinzessin von Lippe⸗Buͤckeburg, die durch Balbung ausgezeichnet ist, die Rede. —
Toͤchtern
Se. Koͤnigl. Hoheit der Vice⸗ chtesten Wohl⸗
roffen.
geheimer Sitzung der zweiten Kam⸗ Versammlung vorgestern behandel ten Frage uͤber die Eisenbahnen hat, in Gemaͤßheit der desfall⸗ Bestimmungen, Nichts veröffentlicht werden einer heute in oͤffentlicher Deputirten von Papen⸗ Regierungs⸗Schrei⸗ — gemeinschaftlichen Kommission von vier Mitgliedern jeder Kammer zur Untersu⸗ ner beigetreten worden. enthaͤlt foigenden Artikel, zu machen beginnt: Der Fuͤrst von Lippe⸗Buͤckeburg ist mit
naus Buͤcke⸗
Zeit in-Hannover zu⸗ des aͤltesten Sohnes
mit der aͤl⸗
Anmuth und Der aus Kaiserl. Rus⸗
sischen Diensten in Großbritanisch⸗Hannoversche uͤbergetretene und
um General⸗Lieutenant ernannte Prinz Ernst von
7 —*%
Hessen⸗Phi⸗
lippsthal⸗Barchfeld wird in Zukunft in Hannover residiren und
im Fruͤhjahr hier eintreffen.
V — 1 Er ist bestimmt Vice⸗Koͤnigs, Herzogs
von Cambridge,
7- „
29 schall⸗ Amt im über das Hannoversche Armee⸗Corps zu nerkt nun die Hannoversche Zeitung: „ nicht hier geschyeeben seyn kann, geht fuͤr dem „aäͤltesten vwesenen Wiede le hervor. Die Veranlassung der ersten ig unbekannt, und die
Nachricht
Weimar, 15. Maͤrz. Am 12ten nerherr und Geheime Rath Freiherr derg sein funfzigjaͤhriges Dienst⸗Jubilaͤum, aussehen, daß die
ben Jahrhundert ein von seinem
Wolffskeel v
Fuͤrsten so
fuͤhren.“ — H Daß dieser Artike! r. 8 ir einen Jeden schon aus Sohne“ und der am 2½. Maͤrz laͤngst erfolat ge⸗ er⸗Abreise der Fuͤrstl. Lippe⸗Buͤckeburgschen Fanl
Abwesenheit
18 8 bri der das Feldmar⸗ Koͤnigreiche Hannover bekleidet, den
Oberbefehl sjerzu be⸗
ch Fami⸗ ist hier voͤl⸗
zweite Nachricht nicht minder unrichtig.“
d. feterte der Ober⸗Kam⸗
on Reichen⸗ ies sich vor⸗
Feter eines Tages, an welchem vor einem hal⸗ ausgezeichneter Hof⸗
end Staats⸗Beamter dem oͤffentlichen Dienste sein Leben zu wid⸗
zen angefangen hatte, weder von den hoͤchsten Herr sonst unbeachtet bleiben wuͤrde. Der Großherzog Jubilar eine mit Brillanten p Pildnisse Sr. Königl. Hoh. versehene goldene Dose
ete diesee Geschenk mit einem Haadschreiben, das
mhme an derr Feste aussprach. Eine zweite, eben geschmuͤckte Dose ließ Ihre Kaiserl. Hoh., die Frau
bin, dem Freiherrn von Wolffskeel einhaͤndigen.
schaften noch
b verehrte dem reich verzierte und mit
dem und beglei⸗ die Theil⸗ so präͤchtig Großherzo⸗
S 88 Von den
Kammerherren, die am Großherzogl. Hofe Dienste thun, erhielt
22 2„ +89
r zum Andenken an diesen feierlichen Stutzuhr.
Seit einigen Tagen haͤlt sich hier Drontheim (Norwegen) auf, bgesendet ist, um das Schulwesen in mehreren zu lernen. Er wird hier delt, die ihn in den Stand setzt
der Rektor Lan
„ seinen Zweck
t eine
der im Auftrage seiner
werthvolle
Bugge aus Regierung dern kennen
mit aller der Zuvorkommenheit behan⸗ zu erreichen.
Gleiche Beguͤnstigung hat er besonders auch in Berlin und
Dresden gefunden.
Am I2ten d. M. starb hier Nikita Yasnowsey, ren Probst der sen Jahre.
Muͤnchen, 11. Maͤrz. Im gestrigen Kreis genzblatte theilt das Ministerium des Innern e Industrie Bayerns erfreuliche Nachricht miet. Es naͤmlich aus dem von dem Ministerium des
Naufmanns Sattler in Bremen, die freudige Ueberze anter den vielen im verflossenen Jahre nach Nord⸗A hefihrten Manufaktur⸗Erzeugnissen Deutschlands die sichs Bayern eine wesentliche Stelle einnehmen, und hus jenem Welttheile an die ddeutende Bestellungen, besonders in Sp fefriedigt bleiben mußten. Voczuͤglich gesucht war zumwollenen Struͤmpfe aus den Strumpf⸗Fabriken rangen. Dieses bringt nun des Ministerium gen Kenntniß, und fordert zur Erhebung se gröͤßtentheiis das freiwillige Werk der Mehrerer in Verbindung seyn muß und kann, Regierung nur belehreno und die Hemmungen inwirkt. — Daß in der letzteren Zeit Vie erung und Verbesserung der Bayerschen Industri
seit
hiesigen Russisch⸗Griechtschen Kirche, in
„Intelli⸗ ine für die
wurde ihm Koͤnigl. Hauses und des Aeußeren mitgetheilten Jahresberichte des Koöönigl. Konsuls, ugung, daß merika aus⸗ des Koͤnig⸗ . daß manche Bayerischen Fabriken eingegangene tegelglaͤsern, sogar un⸗
en auch die der Stadt
zur allgemei⸗ ng der Industrie auf, Einzeinen
oder wobei die beseitigend
les fuͤr Befaͤr—
e geschehen
t, daß namentlich die Industeie⸗Ausstellungen und die daruͤber
statteten Berichte irugen, ist unleugbar, und selbst in manchen belche in dieser Hinsicht ganz unthaͤtig waren, wie en Pfanz, erhebt sich der Unternehmungsgeist, und piegel Fabriken angelegt. hahriost, arm in jeder Beziehung, gleicht er welch ein thaͤtiges, ruͤstiges Leben herrscht hier eit ist die obere Pfalz zuruͤck, weiche von einer Me ahrhaft darniedergedruͤckt war, dier koͤnnten die Gemeinden selbst wirkt
ich fuͤr eine nft wohlthatig wirken, wenn
„dgl., wie sie auf dem Schwarzwalde so reich blüht, „ deren Erzeugnisse bwaͤrts der
een oder andere Industriezweige ergriffen inen leichten Absatz sicherten, da auf der Donau a Osten, oder jetzt durch den Ludwigs⸗Kanal bei Nuͤ besten offen steht 8
Canton, 22. Oktober. kheehaͤndlern un wischen ersteren und den Europaͤlschen K⸗ eligkeiten gekommen. Hedingung ihren Thee verkaufen, daß dieselben ihnen eile des Werthes baar bezahlen. — Die Englischer aicen gehofft, daß das Verbot der Opium⸗Einfuhr
Zwischen
Uüfleuten, ist
und ertheilten Belohnungen Vieles dazu
Provinzen, in der obe⸗ es werden
Diese obere Pfalz, lange Zeit ver⸗ dem Schwarzwalde; „ und wie
59 b SIA;. lige Kloͤster
und sich erst allmaͤlig erhebt.
lange Zu⸗
sie z. B. die Uhr⸗Ma: afaktur
einfuͤhr⸗
ruberg der
den Chinesischen Schwarz⸗ d den Hong⸗Kaufleuten, den Zwischenhaͤndlern
es zu Mif⸗
Erstere wollen Letzteren nur unter der
1 Kaufleute
werde aufge⸗
vden werden. Statt dessen kommt aus Pecking ein Kaiserliches
ekret an, wodurch die es Einfuhr⸗Verhot von dem ugeschaͤrft wird. Es lautet, wie solgt: „Der C alsin hat eine Denkschrift eingegeben, betreffend de * dem Volke aus der Einfuhr des Opiu kird, und verlangt darin, daß sie verboten werde.
ist sehr gerech
u
EEEb
in Folge dieses De
Kaiser neu ensor Heu⸗ n Schaden,
us durch das Zollhaus Das cht. Man lasse diese Droguerie nicht zu. Beach⸗ krets zu vermuthen,
S; Memo⸗
daß
“ die Vorstellung des Gouverneurs und der Lokal⸗
anton vom 17. September, fuhr⸗Verbots bitten, zu spaͤt kommen werde.
Igkland.
8WW1b86 Maͤrz. Dem heutigen Militair⸗ blatt zufolge, sind nachstehende Militairs Nuhestand versetzt worden: Der Generan mel, Commandeur der 2ten Division, ver Brockhusen, Kommandant von Wittenbaerg (els nant), der General⸗Major von Szerdazello; 1öten Kavallerie⸗Brigade, der Oberst von S mandeur des 9ten Jufanterie⸗Regiments
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von Richthofen vom Ingenieur⸗Corps Der Graf von Keyserling, goner⸗Regiments, ist schieden und mit Pension zur Disposition 8 — Se. Durchlaucht der Koburg⸗Gotha kam am 13ten d. M. Morgens
beiden Soͤhne, des Erbprinzen Ernst und an. Die beiden jungen meldet, zu ihrer taͤt Bonn mit heit der Erbgroßherzog von wird zu gleichem Zwecke, Grafen Finck von Finckenstein,
bereits eine Wohnung fuͤr die worden.
Zur oͤffentlichen Pruͤfung der schen Real⸗Gymnasiums, die am naͤchst⸗ stattfindet, ladet der Direktor August durch ein ein, welches eine Abhandlung des Oberlehrers Dr. „Zur Naturgeschichte der Gattung Calandra“ en Uebersicht des Lehrplans der Anstalt zeigt schmelzen des sprachlichen U bei nicht zu großem Zeitaufwande. Die fuͤr jeden Schuͤler steigt nicht uͤber 32 Anstalt hat im
aus seinen bisherigen gestellt worden.
in Beg! erwartet, und ist fuͤr Se.
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sx.
thaͤlt.
fuͤr jede Woche.
3 Jahre erhalten, Stadt im Gehalte Anstalt einer reichlichen Vermehrung mancher Geschenke zu erfreuen gehabt, unter denen das fraͤheren Direktors, des Prof. Hr. Schmidt, erkeanung erwähnt wird, ner Pension
auch sind drei
zu Gunsten der Anstalt verzichtet hat. 19 Huͤlfslehrern. Die Anstair zählte zuletzt 398 denen 23 in Prima waren; gt
mit dem Zeugnisse der Reife zur Universität entlassen. oberen Klassen werden geprüft.
— Das Buͤrger⸗Hospital zu Tri verflossenen Jahres 493 Hauslinge, 22 mehr 1835. Auch in anderen Staͤdten des Reg.⸗Bez es sich mit ruͤhmlichem Eifer angelegen seyn, moͤgliche Weise zu Huͤlfe zu kommen. Eine a hat in dieser ) Saarlouis an den Tag gelegt; sie wird as kraͤftigste von dem dorkigen Dame
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des Gemeinde⸗S
₰έ ₰ 1 8⸗0 * Schüler, vo⸗
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— Es find überhandt an Schulden incl. Zinsen Kiqnidirt worden in dens
Jahren 1816 — 34.
Rethlr. 4,939,935 2,504,712 1
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1 n enrxna eemüvx-en, e
Behoͤrden von worin sie um Aufhebung jenes Ein⸗
Wochen⸗ nit Pension in den entenant von Rum⸗ Beneral⸗Major von General⸗Lieute⸗ Commandeur der ee, SFene (als General⸗Major der Oberst von Dresky, Kommandant von Neiße (als 8 Major), und die Obersten Jachnick, von Gayette und Baron (als General⸗Majors.) — Oberst und Commandeur des 3ten Dra⸗ Verhaͤltnissen ausge⸗
regierende Herzog zu Sachsen⸗
in Begleitung d des Herzogs; recht, auf seiner Ruͤckreise von Bruͤssel nach Gotha in Bonn Prinzen werden, wie man von dort wissenschaftlichen Ausbildung naͤchstens die Universi⸗ einem einjaͤhrigen Besuche beehren. Auch Se. Ho⸗ Mecksenburg Strelitz, fuͤgt man hinzu, eitung seines Gouverneurs, 1 Hoheit eines Jahres gemiethet
Schuͤler des hiesigen Koͤini⸗ n Dienstage (21. Maͤrz) Programm Burmeister: Die ein angemessenes Ver⸗ nterrichts mit dem wissenschaftlichen Zahl der Lehrstunden 8 . Die m verflossenen Jahre von Sr. Majestaͤt dem Koͤ⸗ mige die Verlangerung eines Gelodzuschusses von 600 Rthlr. auf si Lehrerstellen von Seiten der bersessert worden. Ueberhaupt hat sich die ihres Apparates und ihres mit besonderer An⸗ der auf einen bedeutenden Theil sei⸗ sammte Lehrer⸗Personal besteht aus 11 ordentlichen “
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von den Letzteren werden jetzt vier diesmal ausnahmsweise Nachmittags
er zaͤhlte zu Ende des als im Jahre Trier laͤßt man den Armen auf alle — ganz besondere Thoͤtigkeit Beziehung die Hospizien⸗Verwaltungs⸗Kommission in in ihren Bemuͤhungen auf Verein unterstuͤtzt, der
die Armen mit Lebensmitteln, Brennmaterialien und Kleidungs⸗ stuͤcken versehen laͤßt, auch seine Sorgfalt auf unbemittelte junge Maͤdchen erstreckt, indem fuͤr diese ei ie Schule gegruͤndet worden ist, in welcher sie in allen weiblichen Arbeiten unterrich⸗ tet werden. — Ueber den Zustand der in einigen Staͤdten des Regie⸗ rungs⸗Bezirks Merseburg befindlichen Sparkassen ist Folgen⸗ des zu melden: In die Sparkasse zu Halle, die am Jah schlusse 1835 einen eingelegten Kapital⸗Bestand von 88,862 Thlr. 8 verzinsen hatte, wurden im vorigen Jahre zusammen 50,178 hlr. neu eingelegt, und die erfolgten Kuͤndigungen betrugen nur die Summe von 29,450 Thlr., so daß am Jahresschlusse 1836 die eingezahlten Kapitalien uͤberhaupt 109,590 Thlr. betru⸗ gen. Die Kasse besaß außer einem baaren Bestande von 1099 Thlr. die Summe von 122,587 Thlr. Aktiv⸗Kapitalien, folglich im Vergleich gu den nur mit 109,590 Thlr. cingelegten und 3 verzinsenden Kapitalien einen Ueberschuß von 14,096 Thlr. DBa hiernach die Existenz der Anstalt so gesichert ist, daß die Mit⸗ glieder der Gesellschaft eine Haftung bei entstehenden Verlusten in Folge der von ihnen uͤbernommenen Verbuͤrgung nicht zu fuͤrchten haben, so wird jetzt an einem Plane gearbeitet, wie ein Theil dieses Mehrbetrages zu gemeinnuͤtzigen Zwecken fuͤr den aͤrmeren Theik der Halleschen Einwohner verwendet wer⸗ den soll. — Die Sparkasse zu Naumburg, deren zu verzin sender Kapitalien⸗Bestand am Schlusse des Jahres 1835 205,742 Thir. betrug, schloß Ende 1836 mit einem dergleichen Bestand von 210,421 Thlr. ab, an welchem 2300 Interessenten zu sehr verschiedenartigen Betraͤͤgen Theil haben. — Bei der Sparkasse zu Zeitz waren Ende 1835 zinsbar eingelegt 61,602 Thlr.; dazu sind im Jahre 1836 getreten 19,014 Thir. einge Egte Gelder und 1630 Thlr. unabgehoben gebliebene und den Contor zugeschriebene Zinsen; dagegen wurden an mehrere Interessen⸗ ten zuruͤckgezahlt 14,900 Thlr., so daß der eingelegte verzinsliche Bestand am Jahresschlusse 1836 67,438 Thlr. betrug. — Bet der erst im Laufe des Jahres 1835 errichteten Sparkasse zu Merfe⸗ burg betrug die eingelegte Summe am Jahres schlusse 3571 Thlr.; im Laufe des Jahres 1836 kamen an neu einge⸗ legten Kapitalien hinzu 11,558 Thlr. und es wurden an meh⸗ rere Interessenten zuruͤckgezahlt 4298 Thlr.: der eingelegte Ka⸗ pitalien; Bestand betrug also am Schlusse des vorigen Jahres 10,830 Thlr. 118“ b — Der im Januar d. verstorbene Schulze und Freisasse Johann Andreas Wendenbura zu Zabitz bei Gerbsteot hatte seinen Lebzeiten gegen seine Kinder oͤters geaͤußert, daß er auf seinenm Grabe nicht ein aͤußeres Denkmal errichtet sondern sein Andenken dadurch zu erhalten wuͤnsche, daß aus set⸗ nem Nachlasse ein Kaopital von 300 Thlr. angelegt wuͤrde, sen Zinsen jaͤhrlich am 30. November, seinem Geburtstage, dazu verwendet werden möchten, den armen Schulkindern nothbuͤrftige Bekleidung, und, soweit dieses wesentlich nothwendig seyn moͤchte, die erforderlichen Schulbuͤcher anzuschaffen. Ob nun gleich der ꝛc. Wendenburg verstorben ist, ohne hieruͤber eine ketztwillige posttion zu hinter b „ so hoahon sich doch seine SHind, Enkel verpflichtet gefuͤhlt, den muͤndlich geäͤußerten Willen zhre Erblassers zu ehren und haben ein sicheres Hypothek⸗Kapite! von 360 Thlr. zu dem gedachten Zwecke cedirt.
— In den Haͤfen zu Pillau und Memel hat auch waͤh⸗ rend des verflossenen Monats der Schiffsverkehr nicht aanz ge⸗ ruht. In Pillau sind 2 Schiffe ein⸗ und 4 von dort ausgegan⸗ gen. Zwei dieser letzteren waren mit Getrarde nach Amerika befrachtet. In den Memeler Hafen sind 3 Schiffe ein⸗ und 8
8 beladen, aus demselben Unter diesen befand sich ebenfals ein Schiff mit b 28
Schiffe, mit Getraide und Holz ausgelaufen. Roggen und Weizen, welches die Beßim 1 9
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Disß; 13659294 „; Iirik „ 82¾ mnder uüun ir Niidee 942.
ldenwesens in der gesammten Rhein⸗Provinz am 1. Januar 1836.*) —ö“
karauf sind bis zun hlusse des Jahres
überhaupt abgetragen
worden.
mncgan Rihlr. 4,979,100 1,942,647 2,524,458 1,186,482
4,452.822
508,85 1 117,312
404 2322½ 7½4 §. 4] e. 748,411 438,070
3,001 472
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*) Man vergleiche hiermit di
uxnRcweben hem rme Lüenen
vom vorigen Jahre gegebene Uebersicht bis zum 1.
15,085,510
2 8 2„„ 92 Zünnar 1835.
schaft, Kunst und. Literatur. Fluͤchti, e terkungen eines fluͤchtig Reisenden. Erstes Heft: Reise von Neapel durch Apulien und die
Jonischen Inseln nach Arhen. Berlin 1837.
Der Reisende, welcher die Vorrede mit seinem Ramen unterzeich⸗ net (aber ehne Vornamen), eröffnet biermit eine Reihe gefälliger Stizzen von seiner im Jahre 1835 üunternommenen Tour. Es thut
ordentlich wohl, nach so vielen sentimentalen und poctisch abschildern⸗ den Reise⸗Beschrelbern einem von verständigem Sinne und nüchter⸗ nem Urtheil zu begegnen, dem doch eine gewandte und sogar feine Frder zu Gebote steht. Fern von schriftstellerischen Ansprüchen er⸗ zählt der Verfasser uns leicht und natürlich, was er geschen hat und was ihm begegnet ist, ohne das lästige Bemühen, atlles pikant und außerordentlich darzustellen. unferes Erachtens den Z namentlich auch als Un⸗ terhaltungs⸗Lektüre, am besten zu erfüllen, und das Büchsein hätte in dieser Rücksicht des sehr bescheidenen Titels kaum bedurft. Der Ver⸗ fasser trifft in Athen mit dem berühmten Verstorbenen zusammen und sagt bei dieser Gelegenheit: „Ich freuie mich herzlich, den originellen reisenden Landsmann wiederzusehen, mit dem ich zusammen dae jenlge ais Handwerk betrieb, woraus er cine Kunst gewacht.“ die Kunst bei jeuem zugeges so behält gegenwärtiges Heft, welches vielleicht weiter zu lesen cinladet, doch den wesentlichen Vorzug, daß es weni⸗ ger gefahtfüchtig ist, und nicht zugirich um den Beifalt der Menge
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Auf die in der Nummer 60 dieser Blätter gelieserte Anzeige über das Lustspiel „die Isolirten“ lassen wir hier einen zweiter kurzen Bericht über die Herrin von der Else foigen. Herr C. Blum bat, seiner eigenen Angabe zufolge, dieses Lustspie! nach dem Engli⸗ schen Tho Hunchback (der Buckeltge) frei bearbeitet; wir ünsererseits fügen hinzn, sehr frei; so frei, daß Zir faum zu begreisen vermögen, rarum er seine Arbet; nicht ganz für seine eigene ausgegeben hat: die geringste Veranderung ist noch die, daß nicht bloß der 1 aus Titei des Stücks, sondern aus dem Inhalt
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desselben
Eine Reise⸗Erzählung diefer Art scheint
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verschwunden ist. So seyr wir üuch die Bescheidenbett schätzen, d hierunter in dirsem speziellen Falle verborgen sepyn ma ½ so können wir doch im Allgemeinen die Bemerkung nich: unterorücken, Sash ge⸗. wissen Theater⸗Schrifestellern, sey es aus einer ihren übrigen iiterg rischen Beschäftigungen eulichuten Angewobhnheit oder in der versteckten Absicht, einen Sündenbock zu haben, auf den sie nach Belieben das Mißlingen des Stücks werfen können, dae Sichanschnen an Anderen zum Bedürfniß Leworden zu seyn scheint. Wir rechnen nicht Herrn Blum zu der Zahl dieser Schriftsteller, trauen ihm diel⸗ nehr eben so viel eigene Darstellungs⸗ und Productionstunst zu, alz er nun nach seinem Winlen mit dem Verfasser des Eunglischen Origis ais thei⸗ len muß. Aber das möchten wir rüͤgen, di er d⸗ 16““ vorgesetzt, ein fremdes Produkt vor Angen zu haben „dennoch aber damit nach Belieben zu schalten und zu wasten, dem Geiste dieses HPreduktes so ganz ungetreu geworden ist und eben darum bat er doppelt Unrecht, wenn er sein Stück nicht ganz r e nige ausgiebt. Herr Sheridan Knowles, der' Verfasfer Englischen Originals The Haum ünhack, weiß, wie es mit gegenwärtigen Geschmack der Theaterfreunde in London beschaffen 7. man scheint dort (alle Berichte ohne Ausnabme, nament! ich an h Frie⸗ drich von Raumer'’s Rachrichten stimmen darin überein) eine Göich gültigkeit gegen die Poeste und das böhere Drama zu e ; sagen affekliren, denn wenn gleich dus Schanspiet tr Pö1ö SbHSö8 L“ WI11114X“X“ ten Shoakespeare's oder andere guüte Dramenm aufgefühet werden, we⸗
füͤr das fei⸗ dres
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nig oder gar nicht besucht wird, so hört man doch überalt in den öf⸗
semtlichen Gesprächen von ni den Heroen desfelben reden. Dem sey indeß wie ihm der dortigen vornehmen Welt dle Mode⸗ da und dagegen jene vorerwähnte diffectatten der G Poesie und das höhere Drama aufgekommen. Zeit der T heatervorstellungen mit den Sitzungen des Poarlaments und den Diners der Großen und Reichen kollidirt, und so bleibt 1. nur Müsziggängern und dem großen Haufen Zeit und Lust übrig⸗ das Theater zu besachen und Dichter und Schauspieler zu 16 8 sich nach dem Gelüst der Menge und — schlimmer 1X“ dem Geschmack der Fafl IV“ sch Lafhionot An richten. Herr Sheridan von Kopf, Dichter und Schanspiecler zugleich,
chts mehr als vom Theater, dem Drama und
nug, es ist in r zu besuchen, ab⸗ eichgültigkeit gegen Dazu fommt, daß die
om wollte, ge v Theater
Knowles, ein Mangn
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zu haben,
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