8 1 der Stelle von Opis. Der Fluß Athem oder Physcus vereinigt sich in dieser Gegend mit dem Tigris. Der Athem, der Altun Su, oder kleine Zab (der Zabatus Ke⸗ nophon's und der Caprus des Ptolemaͤus), und der große Zab (der der Griechen und der Leukus der Alexandrinischen Geschichtsschreiber) sind die Fluͤsse, welche zwischen Bagdad und Mosul in den Tigris fallen. Auch die Lage von Siracse ist ge⸗ nuͤgend bestimmt. Die letzten Ueberbleibsel der Expedition wer⸗ den durch die große Syrische Wuͤste nach dem Mittelmeere ge⸗ 182 (Sie sind bereits uͤber Aegypten in England angekommen).
inige von der Expedition reisen ins Herz von Kurdistan. Wenn das Barometer die Reise aushaͤlt, so ist Hoffnung vorhanden, die Hoͤhe zu bestimmen, in welcher die Quellen des Euphrat und des Tigris entspringen, und die geographische Aufnahme dieser Flüsse zu vervollstaͤndigen.
Berichte aus Singapore vom 31. Dezember melden, daß die Piraten fuͤr eine Zeitlang aus der Sunda⸗Straße vertrie⸗ ben waren; die Kriegsschiffe „Wolf“ und „Zephyr“ machten bestaͤndig Jagd auf dieselben.
Ein diesseitiges Blatt enthaͤlt folgende Nachrich⸗ ten uͤber Ostindien: „Es duͤrfte interessant seyn, den Zu⸗ stand der periodischen Literatur in Indien nach dem Ablaufe des ersten Jahres, wo die vollkommene Preßfreiheit eingetreten ist, zu beachten. Nach Allem, was man wahrnimmt, hat jene Maßregel keinen bedeutenden Einfluß auf die einheimischen Zei⸗ tungen ausgeuͤbt, und einige der aͤlteren Zeitungen haben sogar kuͤrzlich der Natur ihren Tribut entrichtet und sind eingeschlafen. Der Kaumudi, den der beruͤhmte freisinnige Ram Mohun Roy gegruͤndet und der schon lange sehr gekraͤnkelt hatte, existirt nicht mehr; der Timir⸗Nasuk (Zerstoͤrer der Finsterniß), der so lange besteht, als es eine einheimische Presse giebt, hat ebenfalls aufgehoͤrt; der Bungudut erscheint zwar noch, aber sein „Bote“ ist sehr duͤrftig. Diesen Zei⸗ tungen gegenüber entstanden zwei neue, der Prabackar und der Prabooh Tschendradaya, die kuͤrzlich gegruͤndet worden sind, und in welchen mehrere die eingeborene Bevoͤlkerung an⸗
gehende Gegenstaͤnde sehr geistreich verhandelt werden. Ueber⸗
haupt werden diese neuen Zeitungen sehr gut redigirt. In Lu⸗
diang ist, unter der Aufsicht der Amerikanischen Missionarien,
eine Persische Zeitung entstanden, und in den ersten Tagen dieses Jahres (1837) ist auch auf dem großen Markte des Hinduischen ZVoerglaubens, in Gaya (in Bahar, 55 Englische Meilen von Patna), eine Zeitung entstanden. Hoffentlich wird die neue Herab⸗ jetzung des Portos der einheimischen Presse zu Statten kommen und
u ihrer Belebung beitragen. — Es ist zu Kalkutta eine Quantitaͤt 3 zu ih g - st z die Rechte der Kammer, resp. des Parlaments, wohl bedacht.
gruͤner Thee angekommen, welcher von den Chinesischen durch
Heren Gorhon aus dem Lande gebrachten Pflanzern in Sudiya, in Assam, aus einheimischem Saamen gezogen ist. Dieser Thee ist von Lord Auckland, dem General Gouverneur, selbst als gut Besitze aller annexen Rechte zu seyn, unumstoͤß Thee aus Blaͤttern berei⸗
eingesam⸗
aneekannt worden. Da dieser tet worden ist, welche außer der Jahreszeit melt worden, da man ihn ferner nach dem Verfahren vereitet hat, das sonst nur bei dem schwarzen Thee angewendet wird, und mit schlechten Werkzeugen, und da man ihn ferner versucht hat, ehe er zur vollkommenen Reife gediehen war, so laͤßt sich voraussetzen, daß, wenn alle jene nachtheiligen Umstaͤnde wegfallen, der Thee sich als vollkommen preiswuͤrdig bewaͤhren werde. Dies war im November 1836. Nach einem Pripat⸗ briefe aus Sudiya vom 21. December hatte Herr Bruce, der dortige Agent, fuͤnf Kisten Thee gemacht, aus denen man Pro⸗ ben genommen hatte, die sehr gut befunden worden waren. Man steht also jetzt, daß die Theepflanze vollkommen in Assam gedeiht.“ vh nbG rnn1
EEEEqE1öö1I EAmerre eech. eö1“ Nebe d ser.de.. gSege Aus dem Haag, 14. Junt. Hiesigen Blaͤttern zufolge, wird Se. Koͤnigt. Hoheit der Prinz Friedrich der Niederlande morgen nach Berlin abreisen, um dann in Gesellschaft seiner dort noch verweilenden Durchlauchtigen Gemahlin wieder hier⸗ her zurückzukehren.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben sich vorgestern in der Stadt
Groͤningen besunden. 1s
10¼ 8824 Deutschland.
— — Weimar, 18 Juni. Gestern ist Se. Koͤnigliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Preußen, Sohn Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, zu einem Besuch bei unsern Großherzoglichen Herr⸗ schaften hier eingetroffen und heute wieder nach Duͤben zuruͤck⸗ gereist. 8 Der Großherzog, die Frau Großherzogin und der Erbgroß⸗ herzog sind heute von hier nach Eisenach abgegangen. Der Großherzog wird acht Tage daselbst verweilen, dann Kissingen zum Gedrauch der Baͤder besuchen und spaͤter vermuthlich eine Rheinreise machen. Die Frau Großherzogin und der Erbgroß⸗ herzog werden die Sommermonate in dem romantischen Wil⸗ helmsthal bei Eisenach zubringen.
Unser Wollmarkt am 13ten, 14ten und 15ten hatte auch in diesem Jahre wieder an Ausdehnung zugenommen und war abermals von dem schoͤnsten Wetter beguͤnstigt. In runder Summe abgeschaͤtzt, moͤgen etwa 20,000 Stein Wolle zum Markte gebracht worden seyn, wovon die Haͤlfte verkauft wurde; ungefähr 10,600 Stein nicht hier lagernde Wolle sind nach Proben verkauft worden, und 10,000 Stein blieben unverkauft, weil die Verkäufer fuͤr dieselben hoͤhere Preise abwarten woll⸗ ten. Die Wolle wurde zu 9 bis 13 Rthlr. pro Stein, also um 20 bis 30 pro Cent wohlfeiler verkauft, als im vorigen Jahre, was der sonst so froͤhlichen Stimmung der Verkaͤufer natuͤrlich vielen Eintrag that. Haͤtte die kalte, nasse Witterung nicht Waͤsche und Schur aufgehalten, so wuͤrde die Masse der Verkaufswolle natuͤrlich noch weit groͤßer gewesen seyn.
Hannover, 17. Juni. Nach Inhalt einer Landesherrlichen Verordnung vom 13ten d. M. ist zwischen dem Koͤniglichen Kabinets⸗Ministerium und der Kaiserl. Oesterreichischen Regierung eine wechselseitige Freizuͤgigkeit in Ansehung der zum Deutschen Bunde nicht gehoͤrenden Kaiserlichen Staaten vereinbart worden.
Muüͤnchen, 13. Junt. (Bayer. Bl.) Aus dem Vortrage des Abgeordneten Dr. Schwindel an den zweiten Ausschuß uͤber den vom Koͤnigl. Staats,Ministerium der Finanzen an die Kammer gebrachten Bericht, die Verwendung der Staats⸗Ein⸗ nahmen in den Jahren 182 ½⁄, bis 2 ½,, betreffend, duͤrfte un⸗ ter Anderem die dort ausfuͤhrlich eroͤrterte Frage von besonderem Interesse seyn, in wiefern mehrere, durch die Erhehung Sr. Majestaͤt des Koͤnigs Ötto auf den Griechischen Thron verur⸗ sachte Kosten aus Bayerischen Staats⸗Mitteln gedeckt werden konn⸗ ten, Dr. Schwindel sagte: „In fruͤhern Zeiten wurden von regie⸗ renden Fuͤrsten ihren Coͤhnen, namentlich den Zweltgebornen, Herrschaften und Laͤnder zu deren Auskommen nutznießlich uͤber⸗ lassen. Diese Usufruktuar⸗Assignatton pflanzte sich wohl auch
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Nachstehendes: „
oͤfters in der Nebenlinie quasi erbschaftsweise fort, die Nutz⸗ nießung von bloßen Geldrenten aber waͤhrte immer nur so lange, als diese fuͤrstlichen Personen einen Theil des Hofes unter der vaͤterlichen oder obervormundschaftlichen Gewalt des regierenden Obverhauptes ausmachten; zessirte aber bei dem Uebertritte gedachter fuͤrstlicher Personen in eine eigene auslaͤndische Hofhaltung, vorzuͤg⸗ lich bei Uebersiedlung auf auswaͤrtige Throne. Bei solchem Austritte aus der Mitte des vaͤterlichen oder gleichsam gemein⸗ schaftlichen Hauses wurde gewoͤhnlich, ganz im Geiste der in Deutschland allgemein geltenden Familienverhältnisse, eine be⸗ stimmte oder beliebige Totalabsindung gereicht. Fuͤr die Verbindlich⸗ keit, souverainen auslaͤndischen Herrschern Unterhalts⸗Beitraͤge zu leisten, oder gegebenen Falls und konsequentermaßen spaͤter auch noch fuͤr die Kinder auswaͤrtiger Dynastieen zu sorgen, sprechen we⸗ nigstens keine gesetzlichen oder constitutionnellen Bestimmungen. Dieser Aufwand fuͤr jetzt und die Zukunft unterlag dann na⸗ tuͤrlicher Weise einigen Bedenken; indessen wurde die Rech⸗ nungsstaͤndigkeit desselben von Seiten der K. Staatsregierung folgendermaßen aufrecht erhalten: 1) hat des Koͤnigs Otto von Griechenland Majestaͤt noch nie, auf irgend eine Verzicht⸗ leistung hin, aufgehoͤrt, Bayerischer Prinz zu seyn, und als sol⸗ cher alle Familien⸗- und Erbschaftsrechte ungeschmaͤlert sich vor⸗ behalten, demnach die gesetzliche Apanage nach dem Familien⸗ Statute ohne Widerrede anzusprechen; 2) gruͤndet sich die ei⸗ gentliche Rechtsstaͤndigkeit dieses Postulates noch außerdem auf den Vertrag vom 7. Mai 1832, welchen die Hoͤfe von Groß⸗ britanien, Frankreich und Rußland mit des Koͤnigs von Bayern Majestaͤt zu London abgeschlossen haben. Dieser Vertrag enthaͤlt im Artikel 11 folgende Bestimmung: „Der Prinz Otto von Bayern soll in dem ungeschmaͤlerten Genusse Seiner Bayerischen Apanagen verbleiben. Se. Majestaͤt der Koͤnig von Bayern verpflichten Sich noch uͤberdies, so viel an Ihnen gelegen, des Prinzen Otto Stellung in Griechenland zu erleichtern, bis zu dem Zeitpunkte, wo das Einkommen der Krone dort ausgemittelt seyn wird.“ Referent weiß die unbe⸗ streitbaren Praͤrogativen des Koͤnigs zu wuͤrdigen und zu eh⸗ ren, und kennt das Majestaͤtsrecht, den ganzen Staat in seinen Verhaͤltnissen zu anderen Staaten zu repraͤsentiren, Gesandte
zu schicken, Buͤndnisse und Staats⸗Vertraͤge einzugehen und der⸗
gleichen. Ich wuͤrde aber in Bezug auf solche Vertraͤge durch unbedingte Zustimmung in diesen oder aͤhnlichen Faͤllen das Recht der Staͤnde, bei allen Geldverwilligungen aus Staats⸗ mitteln gehoͤrt und zum Beirath angegangen zu werden, nicht vergeben. Auch Frankreichs und Englands Koͤnige haben hin⸗ sichtlich der Buͤrgschaft des bekannten Anlehens Artikel 12
Da indessen der erste huhtsennd, daß Prinz Otto auf keiner⸗ lei Weise aufgehoͤrt habe, Bayerischer Prinz⸗ und sohin im ich besteht, glaubt Referent, in Hinblick auf das Familienstatut und die den Koͤnigl. Prinzen hier, und im Gesetze uͤber die permanente Civilliste garantirten Rechte, diese jaͤhrliche Apanage (80,000 Fl.) zur Anerkennung empfehlen zu muͤssen.“ — In dem Auszuge aus dem Sitzungs⸗Protokoll des zweiten Ausschusses vom 3. Juni 1837 heißt es weiter, die Positionen des Koͤnigl. Staats⸗Mini⸗ steriums des Koͤnigl. Hauses und des Aeußern betreffend: daß die sub 6 des Etats des Koͤnigl. Staats⸗Ministeriums des Koͤnigl. Hauses und des Aeußern eingetragene Regentschaft als Griechische Reichsverwesung zwar nicht rechnungsstaͤndig sey, daß jedoch die pro 183 %; hierauf erlaufenen Kosten à 74,388 Fl. 53 Kr. sowohl unter Hinblick auf den Londoner Vertrag vom 7. Mai 1832, als auch nach den eroͤrterten besondern außer⸗ ordentlichen Ruͤcksichten, nachtraͤglich zu bewilligen seyen.
Frankfurt a. M., 17. Juni. In der Sitzung des Se⸗ nats vom ö6ten d. ist der Beschluß der gesetzgebenden Versamm⸗ lung vom 27. Mai d. J., die Reduction der Zinsen der staͤdti⸗ schen Schulden betreffend, genehmigt worden. Zugleich hat der Senat von seiner Seite die Herren Schoͤff Scharff, Senator Bansa und Senator Dr. Schmid, demnaäͤchst aber die Buͤrger⸗ Repraͤsentation von ihrer Seite in ihrer Plenar⸗Sitzung vom 13ten d. M. die Herren Oberst von Ellrodt, A. Bernus und Dr. Ohlenschlaͤger zu Vollziehungs⸗Kommissarien ernannt. Die⸗ ser gemeinschaftlichen gemischten Vollziehungs⸗Kommission ist so⸗ fort der unbeschraͤnkte Auftrag zugegangen, binnen Jahresfrist ein 3proc. Anlehen zu dem bestmoͤglichsten Cours und bis zu der zur Konversion der bestehenden Staatsschuld noͤthigen Summe von hoͤchstens 8 ½ Mill. Gulden, ausschließlich der aͤlteren Reche⸗ neischuld, abzuschließen, wobei jedoch die auszustellenden Zproc. Obligationen in derselben Form, wie die gegenwaͤrtigen 4proc., zu emittiren, auch zu ihrer Verzinsung und allmaͤligen Ruͤckzah⸗ lung mindestens 320,000 Fl. jährlich bestimmt sind, wohingegen eine Kreirung von unverzinslichen Rechneischeinen, so wie von Loosen, gaͤnzlich ausgeschlossen bleibt.
—. — Frankfurt a. M., 17. Juni. Der Verein zur Unterstuͤtzung von Invaliden aus der Schlacht bei Belle⸗Alliance hat auch fuͤr dieses Jahr wieder eine Vertheilung von 560 Gul⸗ den eintreten zu lassen beschlossen. Die desfallsige in den hiesi⸗ gen Zeitungen am Jahrestage der Schlacht erscheinende Bekannt⸗ machung lautet folgendermaßen: „Der unterzeichnete Verein bringt zur oͤffentlichen Kenntniß, daß er, dem Sinne seiner Stiftung gemaͤß, heute, am Jahrestage der Schlacht bei Belle⸗ Alliance (18. Juni 1815), beschlossen hat, eine Vertheilung von 2* Hundert Sechzig Gulden oder 320 Thlr. Pr. Courant eintreten zu lassen. Sechzehn Inpaliden erhalten Je⸗ der Zwanzig Thaler als Unterstuͤtzung für 1837. — Der Verein sieht sich veranlaßt, wiederholt zu bemerken, daß direkte Gesuche einzelner Invaliden unberuͤcksichtigt bleiben, auch die einma⸗ lige Bewilligung einer Unterstuͤtzung keinem Invaliden einen An⸗ spruch giebt fuͤr die folgenden Jahre. — Frankfurt a. M., 18. Juni 1837. Der zur Unterstuͤtzung in der Schlacht bei Belle⸗Alliance inva⸗ lid gewordener Deutscher Krieger dahier bestehende Verein. — Georg v. St. George, Praͤsident. Ober⸗Hofprediger Brei⸗ denstein zu Homburg. Alexa„der Bernus. Moritz v. Beth⸗ mann. Fegeee gcs Hohrn. Georg Brentano Laroche.
arrer Dr. Kirchner. 84 Anfangs dieser Woche machte Se. Excellenz der Koͤnigl. Preußische Bundestags⸗Gesandte, Herr von Schoͤler, Sr. Koͤ⸗ nigl. Hoheit dem Prinzen Wilhelm von Preußen zu Mainz seine Aufwartung.
Die Actien der Taunus⸗Eisenbahn waren schon auf 41 pCt. Praͤmie gefallen, stehen aber jetzt wieder 147. Ursache des Stei⸗ gens ist, daß man erfahren hat, Herr Denis sey mit seinen vor⸗ bereitenden Arbeiten fuͤr die Bahn so weit zu Ende gekommen, daß nun das Comité in wonigen Tagen einen bedeutenden Schritt
in dem Unternehmen vorwaͤrts thun kann.
Spanien. ““
Madrid, 7. Juni. Die heutige Sof⸗Fa suns enthaͤlt ereits in einer fruͤheren Nummer unseres
Eq1116““
Blattes, bei Gelegenheit verschiedener haͤmischer Insinuatinh wegen angeblicher Mittheilungen der Regierung an die haben wir gesagt, daß die Fakta entstellt worden seyen
warnt. d 1 und andere Pariser Blaͤtter noch immer dergleichen falsch
absurde Nachrichten mit. Es wird z. B. behauptet,
griffe auf den Koͤnig der Franzosen erlaubt und verlangt haͤcg daß man Frankreich den Krieg erklaͤre. Dergleichen Mit lungen verdienen kaum eine Widerlegung, und der Umstanz die genannten Blaͤtter dieselben nicht verbuͤrgen, ist kein h fuͤr den Nachtheil, der aus dem anderen Umstande entspi⸗ daß sie dieselben uͤberhaupt zur Oeffentlichkeit bringen. Die ßigung und Klugheit unserer National⸗Repraͤsentation ung Loyalität der Spanischen Regierung gegen ihre Verbuͤndeten zu wohl bekannt, um neuer Beweise zu beduͤrfen.“”)
Wie es heißt, wird die Koͤnigin am naͤchsten Sonng in den Cortes erscheinen, um den Eid auf die neue Const zu leisten. .
Es ist hier die Nachricht eingegangen, daß der Brig⸗ Nogueras die Karlisten, welche Gandesa belagerten, gesch und mit bedeutendem Verluste zuruͤckgetrieben habe.
Man schreibt aus Cadix vom 31. Mai: „Unsere Pmf so wie die von Mallaga und Sevilla, erfreuen sich der vogg mensten Ruhe. Unser politischer Chef wird morgen eine durch die Provinz antreten, um die Organisirung der Nat Garde zu vollenden. Der Geburtstag der Koͤnigin von land ist hier mit großem Glanze gefeiert worden. Sow Englischen, als die Franzoͤsischen Schiffe zogen die Flaggga Maͤchte der Quadrupel⸗Allianz auf.“
Ein aus Berbegal vom 3. Juni hier eingegeng Schreiben meldet Folgendes uͤber das Gefecht bei Barzaz „Der Oberst Conrad ist an der Spitze seines Bataillong eine Kugel, die durch das rechte Auge in den Kopf dray toͤdtet worden. Der General Oraa wollte nur eine Rag irung nach Barbastro unternehmen und theilte sein i
ataillonen, 1300 Pferden und 16 Kanonen bestehendes in drei Kolonnen; den Mittelpunkt kommandirte Buerenst rechten Fluͤgel Villapadierna und den linken Conrad. Dh listen hatten 18 Bataillone und 1000 Pferde in Varbtt Als der ungluͤckliche Conrad sah, daß seine Kolonne in Ge war, durch drei Karlistische Bataillone abgeschnitten zu wen und daß es unmoͤglich sey, die fliehende Fremden⸗Legion; Stehen zu bringen, da stuͤrzte er sich mitten in den Kamp er den gesuchten Tod fand. In demselben Augenblick fiel Ibarra, Adjutant des Generals Oraa. Endlich gelang et, fliehenden Truppen unter dem Schutze des Nachtrabes seß wieder zu ordnen, daß der Ruͤckzug in guter Ordnung stmatt den konnte, denn der Feind wagte sich nicht uͤber die Olz waͤlder hinaus, die sich drei Viertelstunden weit von Barbch erstrecken. Die Verbindung mit Saragossa ist nicht ei Augenblick unterbrochen worden. Der Verlust ist uͤbrigens m
auf beiden Seiten gleich.“ I nsEItbG n
Griechenland.
Athen, 19. Mai. (Allg. Ztg.) Vergangenen Nonta (15. Mai) fand in Gegenwart Sr. Maj. des Koͤnigs dee seie liche Eroͤffnung der Universitaͤt statt. Eine religioͤse Ceremen die Eidesleistung der Professoren und sechs Griechische Re bezeichneten diesen wichtigen Akt. Vorlaͤufig fehlt es die Institut am Besten — an Studenten, welche erst kommen 1 sen, bevor die Menge der ernannten Professoren den Kathe besteigen kann.
Die Ausdienung von 800 Deutschen Truppen bis 6. Juni, und jene von 1000 Mann einige Monate spaͤter, brt eine große Bewegung im Kriegs⸗Ministerium hervor. I. weiß kein Mittel, diese jetzt mehr als je noͤthige Mannschaft erhalten, noch sie zu ersetzen. Die Resultate der Reengaginn fielen bei allen Bataillonen hoͤchst unbefriedigend aus, und es voͤllig neuen Werbung duͤrften die finanziellen Verhaͤltnisse zu im Wege stehen. Die Offiziere, welche zum Verbleiben in G⸗ chenland aufgefordert wurden, koͤnnen natuͤrlich ohne Solde nicht verwendet werden. Es handelt sich hier nicht um Mißtrauen gegen Griechische Truppen, sondern um Truppen und fuͤr sich. Denn die Griechen im Allgemeinen wollen 1 Soldaten seyn, wenigstens keine 1veg. Man ist begit wie sich die Regierung aus dieser Verlegenheit helfen wird
Die letzten Nachrichten aus Poros reichen bis zum 17. Es waren bis zu jener Zeit 47 an der Pest gestorben, Behandlung und 14 neu verdaͤchtig. Die besten Vorsicht regeln sind getroffen, um auf der mit aller Strenge eing senen Insel dieses schreckliche Uebel zu ersticken, dessen tung auf dem festen Lande bei so energischer Obhut fuͤrchtet werden darf. Eine Wachsamkeit anderer Art a die Insurrection in Thessalien, welche einen sehr ernse rakter anzunehmen scheint. Um das Land vor einem 4 Einfall der Insurgenten zu schuͤtzen, wurden dieser Thn pen unter dem Kommando des Generals Gordon entsende hier garnisonirende Eskadron Lanzenreiter nahm an dem b vations⸗Corps Theil. Die letzten Berichte an das Kriegac⸗ sterium brachten bereits Details uͤber ein Treffen, welchesl Vaso mit den Klephten bestand, wobei 150 Insurgenten Waffen in die Haͤnde dieses wackern Offiziers sielen.
Der Capitain jenes Schiffes, welches die Pest ”- brachte, ist nicht, wie es fruͤher hieß, gestorben. Das⸗ v scheint ihn zur exemplarischen Bestrafung dutbewahre ⸗ Es ist nun erwiesen, daß dieser Elende in einen Hafen einlief, in einem dort wegen der Pest von den du⸗ nern verlassenen Dorfe das Haus eines Kaufmanns! die vorgefundenen Waaren stahl und dieselben sammt d nach seinem Fahrzeuge schleppte. Sterbende Matrosen 1 diese Aussage. or einigen Tagen entsprang dieser 8 welcher so viel
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Unheil uͤber Griechenland brachte, seing wurde aber kaut Briefen, welche eben vor Abgang der wei Poros einliefen, durch die Leute des dortigen Hauptmamy g meier wieder eingebracht, und sieht nun in Ketten lig g strengen Urtheil entgegen. Die Pest dauert fort, au halb des abgesperrten Verpflegungshauses.
Die Allgemeine Zeitung theilt folgendes Schretgg Franzoͤsischen Infanterie⸗Offiziers aus Algier mit, das, obwohl es noch vor Abschließung des Frie 1 trages mit Abdel⸗Kader abgefaßt ist, doch von einigech „- seyn duͤrfte, da es zeigt, welchen Charakter der u- v. Erbitterung der Krieg in den Umgebungen von 8 nommen hat. Das „energische System des Herzoge ban vigo“, von dem der Verfasser des Briefes spricht,
.
Cort 1 3 und gleich das Publikum vor ungenauen Nachrichten dieser Aert! Dessenungeachtet theilen das „Journal des Dban in, zu schließen, e w daß in ner Sitzung der Cortes mehrere Deputirte sich persoͤnliche
uͤllt sind. en seinerseits ausgeführt und erprobt hat.
tes, als das vollstaͤndige Niedermachen eines St 3 mi ännern, Frauen und Kindern. Sen.n emf rief von einem sehr wohl erzogenen jungen Offizier von sanf⸗ Charakter geschrieben ist, so moͤchte man ffast versucht Ben, daß in Afrika keine andere Art von Krieg zglich sey, als die durch Vertilgung. Der Brief lautet: „Ich T Algier nicht verlassen, ohne Ihnen uͤber die hiesigen Vor⸗ ezu schreiben. Ruhige Staͤmme, mit denen wir im gutem nwerständniß lebten, haben sich vor einigen Tagen, ohne daß meinen Grund davon anzugeben wuͤßte, empoͤrt. Man glaubt, Intriguen der Partei Clauzel und die Einverstaͤndnisse, welche vormalige Aga (Marey) bei den Arabern unterhielt, haben [zu dieser unerwarteten Auflehnung beigetragen. Man moͤchte veifen, daß das System der Gewaltthaͤtigkeit und der Will⸗ r des Marschalls Clauzel und Marey's allein gut sey, und das friedliche System des Generals Damrémont nichts ige. Immer sind es unsere unseligen Rivalitaͤten, die Alles derben, besonders wenn kein Napoleon da ist, den Generalen tzunft zu lehren. Wie dem auch sey, so fingen diese oͤstlich Ebene auf einer kleinen Bergkette bei der Rassuta gelegenen imme an, ein nicht weit von da entferntes Franzöͤsisches Pacht—⸗ zu pluͤndern und 60 Ochsen fortzutreiben. Man schickte so⸗ ich einige Truppen unter dem Befehle des Obersten Schauen⸗ zu ihrer Verfolgung ab. Diese sollten von 800 Mann In⸗ ierie unterstuͤtzt werden, die an den Ufern des Isser landen ien. Am Abend der Einschiffung ging aber die See so hoch, man nicht von dem Hafen auslaufen konnte, so daß der „Haufen des Obersten Schauenburg ganz sich selbst uͤberlassen
. Die dreimal staͤrkern Araber griffen diese aus zwei Ba⸗ lonmn des zweiten leichten und einer Schwadron Jaͤger beste⸗ w Kolonne an, wurden aber voͤllig zuruͤckgeschlagen. Nach im Gefechte wurde die Verstaͤrkung, die man zur See hatte onden wollen, zu Land abgeschickt, und man errichtete sogleich eziemlich große Redoute, die eine betraͤchtliche Zahl von Ver⸗ digern faßte. Diese Arbeiten waren kaum fertig, als die ber, im Vertrauen auf die kleine Zahl Franzosen, die darin en, zahlreicher und entschlossener als jemals zuruͤckkamen. e griffen die Redoute nachdruͤcklich an, und einige kamen so⸗ uͤber die Graͤben. Alles war aber vergeblich, die Redoute vde mit der groͤßten Unerschrockenheit durch Abtheilungen des sten Linien⸗Regiments und des zweiten leichten, die sich darin anden, vertheidigt, und diese Vertheidigung, in Verbindung gut combinirten Ausfaͤllen der Jaͤger von Afrika, hatte den insten Erfolg. Die Araber wurden decimirt und geworfen. ise beiden Gefechte waren glorreich fuͤr unsere Truppen. In Nersten hatten wir zwei Offiziere und 15 Mann todt, und w Offizier und 36 Mann verwundet. In dem zweiten wur⸗ uns 40 Mann getoͤdtet und 70 Mann verwundet. Diese nuste sind allerdings groß, aber der Verlust der Araber ist endlich groͤßer. Spione, welche am folgenden Tage nach dem eiten Treffen zuruͤckkamen, schaͤtzen deren Verlust in dem zwei⸗ Treffen auf 400 Todte und 600 Verwundete. Diese Zahl eint nicht uͤbertrieben, wenn man weiß, daß trotz ihrer ge⸗ senhaft beobachteten Sitte alle Todten mit sich zu nehmen, ch 80 Leichname auf dem Schlachtfelde zuruͤckblieben. Die luber zeigten waͤhrend des ganzen Kampfes eine unglaubliche bitterung; da sie aber fast nur Fußvolk hatten, so konnte man it auf sie stoßen, und ihnen einen bisher beispiellosen Ver⸗ szufuͤgen. General Peregauy ist seit vier Tagen mit einer konne von 3000 Mann in dieser Richtung aufgebrochen, und nhat noch keine Nachricht von seiner Expeditton, die uͤbri⸗ igewiß gelungen seyn wird. Andererseits scheinen die Had⸗ inenstämme und die Araber von Medeah diesen Zustand der udseligkeiten benutzen zu wollen, um uͤber unsere Niederlas⸗ igen herzufallen. Sie ließen sagen, daß sie heute Buffarik Ntefen wuͤrden. General Damrémont will ihnen keine Ruhe en, und macht Anstalt, in der Metidscha zu operiren, waͤh⸗ d General Perrégaux oͤstlich und General Bugeaud in der voinz Oran operirt. Man bereitet sich auf einen großen Zug „ und hat allen Regimentern befohlen, den Saͤbel und die ptrontasche, die bei dem Marsche hinderlich sind, abzulegen. uan nimmt dafuͤr taschenfoͤrmige Guͤrtel, die mit Patronen Diese Idee kommt von General Bugeaud, der sie . Man glaubt, wir den unsere Richtung nach dem Grabe der Christen einschla⸗ „um die Hadschutenstaͤmme zu Grunde zu richten, ihnen Vieh zu nehmen und sie auf diese Art durch unermuͤdete atigkeit in Schrecken zu setzen. Alle Truppen von Algier diesen Abend nach Buffarik aufgebrochen; ich werde morgen daselbst zu meinem Regimente stoßen. Diese ganze große wegung in einem Augenblick, wo man nur an Pacifica⸗ und Kolonisirung dachte, wird ohne Zweifel in Frank⸗ heinen schlechten Eindruck machen. Dies ist aber die noth⸗ oge Folge der Reisen und der Proeclamationen Abdel⸗ es in diesen Gegenden. Uebrigens glaube ich, daß man mit energischen Vorkehrungen den Krieg in acht Tagen wei⸗ treiben kann, als unter dem Marschall Clauzel in einem te geschehen ist, da er bei seinem beweglichen Geiste nichts lusdauer durchfuͤhren konnte. Man kann diese Gelegenheit eifen, um Alles, was man trifft, zu zerstoͤren, und auf eine chthare Art gegen die Araber zu wuͤthen; denn man darf
allem Wunsche nach Frieden sich mit ihm weder schwach noch
herzig zeigen. Der geringste Fehler von ihrer Seite muß der ußersten Strenge bestraft werden. Um die Araber zu muß man sie mit eiserner Hand treffen, und das ¹ bestaͤndig uͤber ihrem Haupte schweben lassen. Diese ken werden unsern Philanthropen der Kammer sehr barba⸗ ortommen, sie sind es aber nicht. Man muß die Araber h 98 er und nicht als Europaͤer behandeln. Uebrigens be⸗ 1 8 nsere Ehre und unsere Sicherheit auf diesem Verfahren; 61 einmal in Afrika seyn muͤssen, so wollen wir lieber 8* 6 vertilgen, als uns von ihnen erwuͤrgen lassen. Wenn 8 2H. Deputirten nicht gefaͤllt, so duͤrfen sie nur hieher 8 n und sich zwischen die Araber und uns stellen. Uebri⸗ sen diese Staͤmme dadurch einen großen Fehler began⸗ 2 sie diesen Zeitpunkt zu ihrer Empoͤrung waͤhlten. Die I 8 werden in drei Wochen reif seyn, und man kann leicht behre 81s verbrennen, so daß ihnen keine Aehre uͤbrig Dach tan kann sie bestaͤndig beunruhigen und ihnen nach dcha ihre Feürect nehmen. Wenn die Lection, die man düficatin zu geben im Begriff ist, von Erfolg ist, so wird die kon und die Sicherheit der Ebene sehr gewinnen. Diese 4 esserlichen Araber müͤssen mit dem energischen System des heeh n Rovige behandele — ein System, dem man e. er Krieg i ika läͤ 1 dvokatenphrasen fuͤhren.“ 88* 8 eecss g f
1““ “ Fegertr 6. Fz 8. 89
* 2 Cö 8 . r Se 8 11616“
81 6“ FAit
““ - I Inlaned. 48 ¶ 8 80 r“ Berlin, 20. Juni. Auf den diesjaͤhrigen hiesigen Woll⸗ markt, der kalendermaͤßig am 19. Juni beginnt und fuͤnf Tage dauert, waren bis heute Mittag circa 50,000 Centner gebracht, und 10 bis 15,000 Centner duͤrften wohl noch zu erwarten seyn. Das Seehandlungs⸗Institut fing gleich gestern an, einige Einkaͤufe u machen; mehrere Kaͤufer folgten diesem Beispiel, und dies hatte die Folge, daß in der bisherigen vereh gen mehr als gewoͤhnlich verkauft und besonders die hochfeine Wolle fast ganz aufgeraͤumt wurde. Das Geschaͤft wird wesentlich dadurch erleichtert, daß die Produzenten nach den Resultaten, welche die Wollmaͤrkte in Breslau, Posen und Stettin geliefert, ziemlich genau wissen, was sie fordern, und die Kaͤufer, was sie bieten koͤnnen. Im Allgemeinen stellen sich die Preise um etwa 25 pro Cent niedriger als im vorigen Jahre. Es fehlt uͤbrigens nicht an Kaͤufern, und somit laͤßt sich in den naͤchsten 24 Stun⸗ den ein rascher Absatz erwarten. Die Waͤsche ist allgemein als gut 1 8 8 ie Zahl der Studirxenden auf der Koͤnigl. Rhei⸗ nischen Friedrich⸗Wilhelms G u Bond 889. im gegenwaͤrtigen Sommer⸗Semester 68 . Außerdem stu⸗ diren noch auf der gedachten Universitaͤt die Rechte: Seine Koͤnigl. Hoheit der Erbgroßherzog von Mecklenburg⸗Strelitz, Se. Durchlaucht der Erbprinz von Sachsen⸗Koburg⸗Gotha, und dessen Bruder, der Herzog Albrecht Franz von Sachsen⸗ Koburg⸗Gotha, Durchlaucht. Von jenen 657 immatrikulirten
tudirenden gehoͤren 71 (46 Inlaͤnder und 25 Ausländer) der evangelisch⸗theologischen Fakultaͤt, 108 (naͤmlich 105 Inländer
und 3 Auslaͤnder) der katholisch⸗theologischen Fakultaͤt; 217 (196 Inlaͤnder und 21 Auslaͤnder) der juristischen Fakultaͤt; 159 (146 Inlaäander und 13 Auslaͤnder) der medizinischen Fa⸗ kultaͤt und 102 (78 InlꝛJnder und 24 Auslaͤnder) der philoso⸗ phischen Fakultaͤt an. Ueberdies sind noch 41 nicht immatriku⸗ lirte Studirende zum Hoͤren der Vorlesungen berechtigt, so daß sich die Gesammtzahl auf 698 stellt.
Der Neubau des oͤstlich gelegenen Theils des Koͤnigli⸗ chen Gradier⸗Werks bei Großen⸗Salze im Regierungs⸗Be⸗ irk Magdeburg von 462 laufenden Fuß und zu dem Kosten⸗ nschlage von 25,252 Rthlr. ist zu Anfang des vorigen Monats vollendet und wieder in Betrieb gesetzt worden.
— Zur See wurden in die drei Hafenplaͤtze des Reg. Be⸗ zirks Coͤslin im Monat Mai vom Auslande fuͤr 27,397 Thlr. und vom Inlande fuͤr 55,593 Thlr. Waaren eingefuaͤhrt. Unter jenen waren die bedeutendsten Artikel 4032 Tonnen Hering, 450 Schffl. Leinsaamen, Hanf, Kaffee ꝛc. Die Exportation nach dem Auslande bestand hauptsaͤchlich in 9172 Schffl. Roggen, Gerste, Weizen, Erbsen und Hafer, 447 Centner Leinewand, 333 Klaftern Brennholz und sichtene Balken, im Gesammt⸗ werthe von 25,691 Thlr., wogegen nach inlaͤndischen Seeplätzen fuͤr 26,605 Thlr. Waaren versandt wurden. Es kamen in jenen Hafenplaͤtzen 41 Schiffe und 32 Boͤte an, und 38 Schiffe und 29 Boͤte gingen seewaͤrts aus.
— In den Danziger Hafen sind im Monat Mai 132 Seeschiffe eingegangen; von denselben kamen 11 aus Preu⸗—⸗ ßischen, 34 aus Englischen, 31 aus Schwedischen und Norwe⸗ gischen, 19 aus Hollaͤndischen, 15 aus Hanseatischen, 8 aus Daͤnischen Haͤfen u. s. w., und es waren beladen, 64 mit Bal⸗ last, 29 mit Haͤringen, 18 mit Stuͤckgut, 4 mit Steinkohlen u. s. w. Ausgegangen sind 168 Schiffe, nämlich 4 nach Preußischen, 88 nach Englischen, 23 nach Franzoͤsischen Haͤfen u. s. w. Geladen hatten Holz 58 Schiffe, Weizen 34, Roggen 19, verschiedenes Getraide 19, Holz und diverse Guͤter 13 Schiffe u. s. w. — In Elbing waren 2 Oldenburgische Schiffe mit Tabacksblaͤttern und 1 Hannoversches mit Ballast einge⸗ gangen; ausgegangen waren 1 Oldenburgisches Schiff mit Holz retour, 1 dergl. mit Knochen nach England, und 1 Han⸗ noversches Schiff mit Oelsaat⸗Kuchen nach England. — In den Pillauer Hafen sind eingegangen: 187 Schiffe, und zwar 68 mit Ballast, 113 mit Stuͤckguͤtern, 6 mit ordinairen Pro⸗ dukten. Ausgegangen sind 154 Schiffe, naͤmlich 127 mit Ge⸗ traide, 2 mit Holzwaaren und 25 mit diversen Guͤtern. — In Memel sind eingegangen: 140 Schiffe, von welchen 107 Bal⸗ last, 8 Heeng⸗, 4 oen, 9 Sgänt s. 8591a 45 hat⸗ en. usgegangen sind 10 iffe, naͤmlich 86 mit Hol 10 mit Getraide, 4 mit Saat u. 880 1 3 956.
— Die zu Herzoglich Warschauschen Zeiten erfolgte Herab⸗ setzung der Praͤmie fuͤr die Erlegung der Woͤlfe auf resp. 1 Rthlr. und auf 15 Sgr. und die Schwierigkeit, selbst diese Praͤmie bei der Toͤdtung der Woͤlfe zu erlangen, waren Schuld daran, daß bei der Preußischen Wiederbesitznahme der Provinz Posen im Jahre 1815 sich diese Raubthiere in derselben auf eine furchtbare Weise vermehrt hatten. Bloß in dem Wongrowiecer Kreise, wo diese Landplage aufs hoͤchste gestiegen zu seyn schien, waren im Jahre 1814 16 Kinder und 3 erwachsene Personen von Woͤlfen zerrissen worden, so daß das Uebel schneller kraͤfti⸗ ger Gegenmitiel bedurfte. Sie wurden dahin ergriffen, daß die zu Suͤdpreußischen Zeiten fuͤr die Erlegung der Woͤlfe bestimmt gewesenen Praͤmien, naͤmlich 1) fuͤr die Erlegung eines alten Wolfs 6 Rthlr., 2) füͤr die Habhaftwerdung eines Nestwolfes 3 Rthlr., 3) fuͤr einen ungebornen, bei einer erlegten Woͤlfin gefundenen Wolf 1 Rthlr., hergestellt, außerdem aber Jagden angestellt und Verordnungen wegen Toͤdtung der Woͤlfe durch Kraͤhenaugen (nuces vomicae) erlassen wurden. Dies hatte den Erfolg, daß in den fuͤnf Jahren von 1815 bis incl. 1819 uͤberhaupt 607 Woͤlfe getoͤdtet wurden, fuͤr welche an Praͤmien die Summe von 4618 Rthlr. gezahlt wurde. Schon im Jahre 1817 waren diese Praͤmien bis auf 12 Rthlr. fuͤr eine alte Woͤlfin, 10 Rthlr. fuͤr einen alten Wolf, 8 Rthlr. fuͤr einen jungen Wolf, 4 Rthlr. für einen Nestwolf und 1 Rthlr. fuͤr einen ungebornen Wolf erhoͤht worden; so daß die Verfolgung der Woͤlfe immer thaͤtiger wurde und in den sechs Jahren von 1831 bis incl. 1836 nur 1449 Rthlr. an Praͤmien gezahlt werden durften, weil bei der verringerten Anzahl von Woͤlfen nur 256 hatten erlegt werden koͤnnen. In der neuesten Zeit hat sich jedoch eine abermalige Vermehrung dieser Raubthiere bemerk⸗ lich gemacht, wovon der vorherrschende Grund fast allgemein in dem Umstande gesucht wird, daß in dem Nachbarstaate seit der Zeit, wo dort die Fuͤhrung eines Schießgewehrs beschraͤnkt ist, der Vermehrung der Woͤlfe nicht mehr nach dem Beduͤrfnisse entgegen gewirkt werden kann, daß sie in die Pro⸗ vinz Posen hinuͤberwechseln, und daher bei ihrem bekannten herumstreifenden Leben uͤberall Schaden anrichten. Kommen gleich die Faͤlle, wo Menschen von Woͤlfen zerrissen werden, nicht mehr vor, so richten sie doch noch unter den Heerden nicht sel⸗ ten Schaden an, und namentlich ist das schutz⸗ und wehrlose Wild der Waͤlder und Felder ihrer Raubgier preisgegeben. Es ist bekannt, daß der Wolf das kleine Wild uͤberall, wo er darauf stoͤßt, auf seine eigene Hand in seine Gewalt bekommt; daß er da, wo er auf den Raub eines groͤßeren Stuͤck Wildes, als
—
b 8 8
Hirsch, Schwein, 44 g daß einer von ihnen
sich dasselbe von dem anderen gleich zutreiben zu lassen, und daß sie damm des schaftlich ünd sicher bemaͤchtigen. Um nun gänzlich auszurotten, ist es im 2 noch besondere Societaͤts⸗Praͤmien fuͤnffachen Satz der ersteren erhoͤh z. B. fuͤr eine alte Woͤlsin neben Rthlr. noch 60 Rthlr. wuͤrden. Sie sollen durch Beitraͤge,
eht, sich einen Kameraden ch auf den Wechsel des Wildes stellt, um einem Jagdhunde foͤrmlich Raubes sich gemein⸗ wo moͤglich das Uebel e, neben den zu stiften, welche bis auf den t werden sollen und wonach der Staats⸗Praͤmie von 12 gezahlt werden basirt auf den Viehstand
an Societaͤts⸗Praͤmie
aufsucht,
taatspraͤmien
oder die Flaͤche des Grundbesitzers der Beitragspflichtigen, b schafft werden, und es läßt sich nicht 1.; 8* Sache durchgefuͤhrt wird, die Groͤße der Belohnung eine so leb⸗
hafte und ausdauernde Verfolgung der Woͤlfe
duͤrfte, daß die Provinz in kurzem von die
gaͤnzlich befreit seyn wird.
ur Folge haben en Raubthieren
Ber lei Den 20. Juni 1837.
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Amtligkher Fandes- und Seld- çgeouzgs- Zatter.
I. our. . Brief. Seld. 8
Fr. Touar. Brief. Seld.
102 G
100 ½ 63 ¾l
102 ⁄
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St.-Schuld-Seh. Pr. Engl. Obl. 30. PrümSch. d. Seech Kurm. Obl. m. I. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt- Obl. Königsb. do.
Elbinger do.
Danz. do. in Th. Weztpr. Pfandbr. Grofsh. Pos. do. Ostpr. Pfandbr.
Pomm. do. Kur- u. Neum. do. do. do. do. [Sehlealsehe doe. Rückzt. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Gold al marco. Neue Duk. Friedrichsd'or. And. Goldmüu- 103 G zen à 5 Thl. 104 l isconto.
EE
43 103 ¾
84A9.
97 ¾
86
215 18 ¼ 13 G
13 ¼
104
Wechsel-Courz.
Pr. Ton Thlr. zu Brief.
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30 8 t1.
Kurz 2 Mt. Kurz
2 Mt. 3 Mt.
2 Mt. 2 Mt. 2 Mt.
2 Mt. 8 Tage. 2 Mt.
3 Woch-
Amsterdam do. Hamburg do. London
Wien in 20 Xr. Augsburg Breslau
122 ¾ 141 ½ 150 1
1
1
Ge 4.
2¼, 29 7.
Srx x a Amsterdam, 15. Juni. Niederl. wirkl. Schuld 511 1.
22 ½. 5 % Span. 225/16.
Preuss. Präm.-Sch. 111.
Passive —. Poln. —. Oesterr.
—
Antwerpen, 14. Juni.
Oesterr. 5 % Met.
5 % do. 98 716. Aup 4 Süesl E. et. s;
Passive —. Ausg. Sch. —. Zinsl. 7 ½. Neune Anl. 22 ½.,
Frankfurt a. M., 17. Juni. 4 % 99 ½. 99 ¾. 2 ¼ 9 1 % 241 ¼1 6. 24 ⁄1 6. Bank-Actien 1638. 1526. Partial. bl
Kanz-Bill. Zinsl. —.
28
889 8— 1“
8n
141 ⅛. G. Loose zu 500 Fl. 113 ⅛. 113 ⅞. Loose zu 100 Fl. 221 Br. Preuss. Präm.-Sch. 63 ⅞. 63 ¾. 8do. 4 % Anl. 100. G. Poln. Loose
—
5 % Span. Anl. 19 ⅛. 19 ¼. 2 ½ % Holl. 515 ⅛. 51 516.
S
4 121
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Mittwoch,
; 8n †
21. Juni.
Koͤnigliche Schauspiele. Im Opernhause: Er mengt sich in
2
Alles, Lustspiel in 5 Abth., frei bearbeitet nach Mißtriß Cent⸗
live, von J. F. Juͤnger.
Soldat aus Liebe, Donnerstag, 22. Juni. male: Die Schoͤngeister in der Livrée, nach dem Franzoͤsischen. Hierauf: Der D Lustspiel in 2 Abth., nach Goldoni, studirt.) (Herr Lebruͤn: Truffaldino, als Freitag, 23. Juni. Im Opernhause:
von Schroͤder. Gastrolle.)
89
oguet. zum ersten⸗ Lustspiel in 1 Akt, frei iener zweier Herren, (Neu ein⸗
Der Postillon von
(Herr Direktor Lebruͤn, vom Stadt⸗ Theater zu Hamburg: Plumper, als Gastrolle.) Hiera pantomimisches Ballet in 2 Abth., von Im Schauspielhause,
Der
Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth. Musik von A. Adam.
(Herr Fischer: Biju.) Im Schauspielhause:
Pour la seconde représentation de
Mr. Bercour, la reprise de: Une fante, drame-vaudeville en
2 actes, par Scribe. de Villevalier.
Koͤni
Mittwoch, 21. Lustspiel in 3 Akten, von Albini. Komische Operette in 1 Akt. Donnerstag, 22. Juni. muͤnzer. Oper in 3 Akten. Sonnabend, 24. Juni. Leben. parzer.
78 8 1“ 1
8 gsstaäbtisches Theater. ut gemacht! chatzgraͤber.
Juni. Endlich hat er es doch Hierauf: Der Musik von Mehul. Der Schwur, oder: Die Weäüse sn Auber.
um erstenmale: Der Traum ein Dramatisches Maͤhrchen in 8 Akten, von Franz Grill⸗
Mr. Bercour remplira le röle du Comte
„ 8 4 28 * 1u“ “ 8
Falsch⸗
“ Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 19. Juni 1837.
Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 2 . 15 698; egges 1 R e große Gerste 29 Sgr. 5 Pf.; kleine Gerste 25 5 1 h. vf. Feüb 1 Rthlr. er: Weizen (weißer) 2 8 und 1 Rthlr. 22 Sgr. 8 P
thlr. 5 Sgr., auch 1 R
Pf., auch 1 Rthlr. thlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Sgr.;
8 Sgr. 9 Pf. auch I Rthlr. 25 f.; Roggen 1 Rthlr. 6 Sgr. 3
Sgr.
Pf., auch
1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf.; Hafer 22 gr. 6 Pf., auch 21 Sgr. 3 Pf.;
Erbsen 1 Rthlr. 1½ .. Pf. onnabend, 7 Das Schock venden,
Stroh 7 Rthlr. 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 25 Gir, eas
KReedacteur Fa. Cottel.
1“
L“ EEEE1“ 8 8 8 ₰ M * 2 3 I harmrsre.
Juni 1837. 8 6 Rthlr.; der Centner Heu
Gedruckt bei A. W. Ha
mdzs b Iüüemmebsehete
“
8*1 MahssdA I“ .s Herkrat s ed
Fae 84
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