Vorschuͤsse zu machen. Die Christinos halten sich im Koͤnigreiche Valenzia auf der Defensive.“ “ Der General Evans, der Spanische Held (wie die Kar⸗ listen ihn srpottweise nennen), hatte gestern eine lange Unterre⸗ dung mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, und wird morgen nach London abgehen, „um auf seinen Lorbeern auszuruhen.“ b
Einem Privpatschreiben aus Madrid vom 10ten d. M. zu⸗ folge, hatte die Nachricht von der fast gaͤnzlichen Aufreibung der Freinden⸗Legion und von dem Uebergange des Don Carlos
uber die Cinca dort große Sensation erregt. Als das geeignetste Mittel zur Abwendung der drohenden Gefahr betrachtete man — eine Veraͤnderung des Ministeriums. (!)
Nach den letzten Berichten aus Madrid hat der Verkauf der Kirchengefaͤße uͤberall in den Provinzen großen Unwillen erregt. Zu Leon sollte, nach einem Militair „Aufruhr, die schuldig be⸗ fundene Compagnie entwaffnet werden; sie widersetzte sich aber, und man mußte Gewalt gebrauchen, wobei mehrere Soldaten ver⸗ wundet wurden.
Ein Madrider Abendhlatt, La Verdad, hat die Geduld ehaht, die nachstehende Uebersicht der militairischen Resultate des Buͤrgerkrieges in Spanien vom Jahre 1833 an bis auf den heuti Tag zusammenzustellen, indem es die Materialien
zu seiner Arbeit einerseits der „Madrider Hof⸗Zeitung“, ande⸗ rerseits der Karlistischen „Gazette d⸗Oüate“ entlehnte. Nach der Madrider Zeitung ergeben sich in jenem Zeitraum fuͤr die Christinos folgende Resultate: 144 gewonnene Schlachten, 633 gewonnene Scharmuͤtzel, 87 Ueberfaͤlle, 27,624 Gefangene, 187,123 getoödtete Karlisten, 68,039 eroberte Gewehre, 2018 Stück eroberte Geschuͤtze, 391 getoͤdtete Generale, 18,937 zu den Christinos uͤbergegangene Goldaten! — Nach der Gazette d.öHFate haben die Karlisten uͤber die Christinos folgende Vor⸗ tdeile errungen: 303 gewonnene Schlachten, 425 gewonnene Ge⸗ fechte, 114 Ueberfaͤlle, 133,002 Gefangene, 247,535 getoͤdtete Christinos, 69 getoͤdtete Generale, 84,900 eroberte Gewehre, 124 Stuͤck eroberte Geschuͤtze, 61,019 Ueberlaͤufer, 8043 erbeu⸗ tete Pferde! Diese Resultate sind um so wunderbarer, als die Christinos niemals mehr als 40 Stuͤck, und die Karlisten kaum 20 Sꝛück bespannte Kanonen niit sich gefuͤhrt haben. Die von biiden Geiten getöoödteten 460 Generale uͤbersteigen bei weitem die Zahl derjenigen, die beide Parteien je besessen haben oder noch besitzen; eben so verhaͤlt es sich mit den 414,658 Todten und 160,626 Gefangenen. 88 GSroßbritanien und Irland. Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 15. Juni. Herr Grantley Berkeley, der in dieser Sitzung (wie bereits erwaͤhnt) auf eine Adresse an den Koͤnig antrug, um Se. Majestaͤt zu ersuchen, daß Hoͤchstdieselben die unverzuͤgliche Ausfuͤhrung desjenigen anzubefehlen geruhen möchten, was von dem im Jahre 1835 ernannten besonderen Ausschuß in Bezug auf die Einrichtung eines Theils der Frem⸗ den⸗Gallerie fuͤr die Zulassung von Damen anempfohlen wor⸗ den, sagte, er halte es fuͤr seine Pflicht, diese Sache nicht nur um ihrer selbst willen zur Sprache zu bringen, sondern auch weil fruͤherhin Beschluͤsse zu Gunsten derselben in diesem Hause gefaßt worden seyen, denen man, wie er glaube, nicht auswei⸗ chen dürfe; er fordere das Haus auf, seine gerechte Praͤroga⸗ tive geitend zu machen (Gelaͤchter) und jene Beschluͤsse in Kraft zu setzen, denn wolle man dies nicht thun, so wuͤrde man ein Praͤcedenz⸗Beispiel für die Beiseit⸗ legung anderer wichtegerer Beschluͤsse aufstellen; der Gegenstand sey so klar, daß er nicht weiter darauf einzugehen brauche (Ge⸗ laͤchter); er glaube, es werde Niemand gegen die Einraͤumung eines Theils der Gallerie fuͤr die Damen etwas einzuwenden haben; was die Einwuͤrfe betreffe, die gegen die Anwesenheit von Damen erhoben worden, so wolle er nur fragen, ob man nicht die Atmosphaͤre lieblicher sinde, wenn man ein Blumen⸗ bouquet in seinem Zimmer habe. (Gelaͤchter.) Capitain Chet⸗
regel fuͤr vollkommen vernuͤnftig, gerecht, billig und natuͤrlich. (Großes Gelächter.) „Ein Ausschuß“, sagte er, „wurde er⸗ nahnt, der Bericht desselben fiel men aus, und seine Anempfehlung wurde, Hause daruͤber zur Abstimmung kam, mit
Majoritaͤt verworfen. 1 2 das Haus dem von meinem tapferen Freunde vorgeschlagenen Be⸗
als es im der geringsten
schlusse bei. Ich hoffe daher, daß ein reformirtes Parlament
üuch dafuͤr stimmen wird. Man fuͤhrt gegen die Maßregel an, -.enas 68e. gar den Wunsch nicht, den Parlamenis⸗Ver⸗ handlungen beizuwohnen; kann man das aber wohl mit gutem Gewissen behaupten, da sie sich in dem alten Hause so weit her⸗ abließen, an einem Ort, die Laterne genannt, Platz zu nehmen 82 eine Behandlung der Damen, die dem Hause doch wahrlich nicht zur Ehre gereicht; und wenn Damen sogar ihre Bequem⸗ lichkeit aufopfern, um ihre Wißbegierde zu befriedigen und die Verhandlungen des Hauses im Verborgenen mit anzuhoͤren, um wie viel geziemender ist es da fuͤr uns, daß wir ihnen dies offen gestat⸗ ten. Ein anderer Einwand ist, daß die Anwesenheit von Damen die Debatten verlaͤngern und manche Mitglieder veranlassen wuͤrde, uͤber die vorltegenden Gegenstaͤnde in sehr weitlaͤuftige Decla⸗ mationen einzugehen, wodurch große Verzoͤgerungen in den Ge⸗ baͤften entspringen duͤrsten. Dies glaube ich aber keinesweges, indem ich vielmehr der Meinung bin, daß Viele dadurch abge⸗
halten werden wuͤrden, unsinniges Zeug zu schwatzen oder sich
ersoͤnlichkeiten und heftige Ausfaͤlle zu erlauben, die oft so . e verursachen. Auch darf ich wohl hinzu⸗ fuͤgen, daß die Damen, wenn eine erlauchte Prinzessin auf den Tohron gelangt, natuͤrlich um so mehr wuͤnschen werden, bei den Verhandlungen gegenwaͤrtig P seyn, die dann Eine ihres Ge⸗ schlechts angehen wuͤrden.“ Da Niemand weiter das Wort ver⸗ langte, so wurde zur Abstimmung geschritten, und es ergaben sich 92 Stimmen fuͤr und 116 gegen den Antrag, so daß der⸗ selbe (wie bereits gemeldet) mit einer Majoritaͤt von 24 Stim⸗ men verworfen wurde. .“
87
London, 16. Juni. Wenn Se. Maäjestaͤt der Koͤnig in fruͤheren Zeiten einen Anfall von Asthma hatte, so dauerte der⸗ selbe gewöhnlich 6 Wochen; jetzt ist die vierte Woche, und wenn der Koͤnig die Kraͤfte behaͤlt, dem Anfalle noch zwei Wochen zu widerstehen, so hofft man, daß Se. Majestät sich dann wieder
anz wohl befinden werden. Von Brustwassersucht, deren das Geruͤcht mehrfach erwaͤhnte, soll sich keine Spur gezeigt haben.
Einem Geruͤchte zufolge, waͤre Redschid Bey aus London nach Konstantinopel zuruͤckberufen worden, um dort das Depar⸗ tement der auswaͤrtigen Angelegenheiten zu uͤbernehmen, und man nennt Jarim Efendi als seinen Nachfolger in London.
Gestern aus Liverpool hier angekommene Briefe melden wieder den Sturz eines dortigen Hauses, das sich durch seine Euergie und seine Achtbarkeit in Geschaͤften ausgezeichnet hatte.
zu Gunsten der Da⸗ 1 zu honoriren. . 5 8 keine Aenderung des bisher befolgten Systems, sondern be⸗
Bei einer fruͤheren Gelegenheit stimmte
696 Es handelte besonders mit Amerika und hatte kuͤrzlich dorthin viel Getraide verschifft, das schlechte Rechnung gab. Seine Verpflichtungen werden verschieden von 2 — 500,000 Pfund
eben. 1 vSr Waghorn soll, in Anerkennung seiner seit 12 bis 14 Jahren fortgesetzten Bemuͤhungen zur Verbesserung der Com⸗ munication mit Indien, von der Ostindischen Compagnie, welche ihn zugleich zu ihrem Post⸗Agenten in Aegypten ernannt hat, ein 6 von ,100 Guineen an Werth zum Geschenk erhalten. S. Der Marquis von Waterford, laͤngst durch viele wilde Streiche bekannt, zog am Donnerstage mit einigen Genossen und mit Ofsizieren, die er sich aus der Infanterie⸗Kaserne zu Windsor beigesellt hatte, durch diesen Ort nach dem Castle⸗Gast⸗ hofe, auf welchem Wege sie von den Haͤusern, wo sie voruͤber⸗ kamen, die Thuͤrklopfer abbrachen und zum Theil den Bewoh⸗ nern die Fenster einwarsen; die kranke Gattin eines Geistlichen soll dadurch so erschreckt worden seyn, daß ihr Leben in Gefahr ist. Einen ihrer Kameraden, den die Polizei ergriffen hatte, entrissen sie ihr mit Gewalt wieder. Zwei gingen nach Eton, verstuͤmmelten dort das Standbild Heinrich's VI, des Gruͤnders des Kollegiums, und nahmen das Scepter desselben als Trophaͤe mit nach London. Als nun eine Belohnung von 25 Guineen fuͤr den, welcher den Thaͤter angeben wuͤrde, ausgesetzt wurde, erhielt die Behoͤrde das Scepter in einem Packet zuruͤck. Man hofft, daß dieser Unfug gerichtlich geahndet werden wird.
Der Courier bemerkt: „Einige unserer Zeitungen sind erstaunt, daß Gold aus Rußland nach England kommt; dies ist aber eben so natuͤrlich, als daß Zucker aus Jamalka nach Eng⸗ land kommt. Rußland verspricht, das Mexiko der alten Welt zu werden. Da es, trotz der schnellen Zunahme an Reichthum und Civilisation, fuͤr seinen bedeutenden Ertrag an edlen Me⸗
tallen nicht genug Nachfrage hat, so sindet der Ueberschuß noth⸗
wendigerweise seinen Weg nach dem besten Markte, der gegen⸗
waͤrtig gerade England ist.“
einheimischen Zucker. Als dies Schiff Lima um die Mitte Fe⸗ bruars verließ, war der Praͤsident Sants⸗Cruz am Vord eines Englischen e nach e abgegangen, wo der Bundes⸗ ngreß zusammenkommen sollte, F letzten Tagen des Aprils ist zu Dominica ein Schiff mit 433 Sklaven am VBord durch den Kriegsschooner „Griffin“ aufgebracht worden. Es ist ein Portugiesisches Schiff, obwohl in Bordeaux gebaut; die Mannschaft bestand fast nur aus Portugiesen, doch befanden sich am Bord auch vier Fran⸗ zosen und ein Italiaͤner. Unter den Ersteren war der urspruͤng⸗ liche Eigenthümer des Schiffes, Herr Giraud, welcher mit dem Schiffe eine Fahrt nach Whidah an der Sklavenkuͤste machte. Dieser Ort ist ein bedeutender Hand elsplat und gehoͤrt dem Koͤnige von Dahomai, Namens Apogi. Hier haben die Por⸗ tugiesen eine Faktorei, deren Gouverneur D. Francisco de Souza 50 bis 60 Schiffe auf den Skiavenhandel verwendet. Die am Bord befindlichen Schwarzen waren eng zusammengepreßt, aber gut genaͤhrt und schienen guter Laune zu seyn. Ein Theil derselben war aus dem Koͤnigreiche Nagos, mit welchem der Koͤnig Apogi beständig Krieg fuͤhrt und ihm Gefangene abzunehmen sucht. Apogi ist ein maͤchtiger, aber auch sehr grausamer Koͤnig und hatte an seinem letzten Geburtstage 500 — 600 seiner eigenen Unterthanen zu seiner Kurzweil theils koͤpfen, theils von den Zinnen eines Forts herab auf Bajonnette stuͤrzen lassen. Kein Wun⸗ der demnach, wenn die Gefangenen sich gluͤcklich schätzten, mit einem Schiffe fortgeschickt zu werdin. Sie b.eer dich im Zustande gaͤnzlicher Nacktheit, erhielten aber auf Dominica Klei⸗ dungsstuͤcke. 1 1 8 IDen letzten Nachrichten aus New⸗York vom 26. Mal zufolge, wurden schon seit dem 3ten v. M. die Wechsel der Re⸗ gierung der Vereinigten Staaten auf die Natchez⸗Bank pro⸗ testirt; die Regierungs⸗Banken in Washington zahlten noch aus,
9 . — BE11 „b Go! 1 in der Muͤnze hatte; wyed unterstuͤtzte den Antrag und hielt die vorgeschlagene Maßs⸗ weil die Regierung noch Gold und Silber in d 9 ;
II, 1 g 2₰ 7 eg 9 . jeso. 2 ath allein die Honorare der Staatsbeamten werden diesen Vorr bald erschoͤpft haben. Dagegen hat sich die Reglerungs „Bank zu New⸗York geweigert, einen Wechsel von 300,000 Dollars Das Cirkular des Schatz⸗Secretairs verspricht
sagt nur, daß das Schatzamt sogenannte Warrants ausstellen 1ea; far ” Deckung hinlaͤngliche Fonds bei den Regie⸗ rungs⸗Banken vorhanden seyen; sollten sie jedoch wider Erwar⸗ ten nicht honorirt werden, so sind die Zoll Einnehmer und die Verwaltung der Staatslaͤndereien ermaͤchtigt, sie an Zahlungsstatt anzunehmen. Im aͤußersten Falle wuͤrden die Warrants bis zum Zu⸗ sammentritt des Kongresses zu laufen haben und alsdann die Regie⸗ rung die noͤthigen befriedigen groͤß ehs eaas uͤberschwemmt, wobei freilich &8 bis 10 pCt. gegen baar Geld verloren gehen; indessen schmeichelt man sich, durch diese
Maßregel eine Art von Assignaten creirt und somit der Krisis
Einhalt gethan zu haben. Das Regierungs⸗Blatt Globe weist
. enssta ie niede lassen um 10 1 rer Pmftie nach, daß der Kaufmannsstand die niederen Klasse Fe en ve erec, Feheet ee MNill. D ebracht habe, denn dadurch, daß die Banken sprangen die Raͤuber, Namens Recz „Marcz P⸗edhtagen asee⸗0, 8. 1 Kalaräbi genannt), Csuha Anti und ein
ihre Zahlungen eingestellt, waͤren die Banknoten um 10 pEt. W sich a1e diese Noten in den Haͤnden aller Klassen befaͤnden, so muͤßten auch alle Klassen fuͤr die Fehler einer Ein⸗ zigen leiden. Eine gleiche Summe verlieren die Deponenten, die ihr Vermoͤgen den Banken anvertraut haben, und nun will man auch der Regierung Papier statt baar Geld aufdringen, vm g nen Theil des Verlustes auf sie zuwaͤlzen. Zu New⸗Orleans fingen die Dinge an, sich etwas besser zu gestalten. Mehrere Banken loͤsten ihre groͤßeren Noten ein. Zu Philadelphia herrschte dagegen eine uͤble Stimmung; es wurden aufruͤhrerische Plakate angeschlagen, und am 12ten v. M. versammelten sich so ungeheure Menschen⸗ massen, daß wan eine Pluͤnderung aller Banken besorgte. Es wurden Reden gehalten und Resolutionen beschlossen; aͤrgere Exzesse wurden durch die bewaffnete Gewalt verhuͤtet. Zu New⸗ Orleans hat einer der geachtetsten Kaufleute, ein Franzose, Na⸗ mens Nicolet, in Folge der Ruͤckkehr protestirter Wechsel aus Havre, sich eine Kugel durch den Kopf geschossen. Beim gaͤnz⸗ lichen Stocken aller Geschaͤfte sind dennoch die Waarenpreise in die Hoͤhe gegangen, und zwar aus dem Grunde, weil man es noch fuͤr sicherer haͤlt, Produkte, als Banknoten vorraͤthig zu haben. Das Geruͤcht, daß General Jackson sein Vermoͤgen ver⸗ loren habe, widerlegt er selbst, indem er in einem Privatschrei⸗ ben erklaͤrt, er habe seit 20 Jahren keinen Wechsel auf Jeman⸗ den gezogen und sey auch Niemanden einen Dellar schuldig.
Nach Berichten aus Caraccas vom 7. Mai sollen jaͤhr⸗ lich 170,000 Dollars von der Zoll⸗Einnahme fuͤr den Antheil der Republik Venezuela an der Columbischen Schuld nach Lon⸗ don geschickt werden. In einem Schreiben aus Laguaäira vom 23. April heißt es: „Michelena hat endlich von seinem Amte als Finanz⸗Minister Besitz genommen und schon in einer vor
. „ . H. „ Schißf Dieser Tage ist zum erstenmale ein Peruanisches Schiff moͤchten.
„ 2 7 2 mi Bundesflagge hier angekommen; es fuͤhrt eine Ladung behn maenee. 8 1 Jahr alt, mit
Vollmachten nachsuchen, um die Inhaber zu
Einstweil ie groͤßeren Städte mit Pa⸗ 1 S au bhei lui 1I1A“ am 17. Mai im benannten Comitate in dem Gehau bei
d11111“*“ 8
den Repraͤsentanten gehaltenen Rede stark und eindringlich a Sranien. 18 die Nothwendigkeit hingewiesen, Fonds zur Zahlung der Zin Galignani's Messenger enthaͤlt nachstehendes an die ruͤckstaͤnde an die auswaͤrtigen Staats⸗Glaͤubiger auszusetzen. daction dieses Blattes gerichtetes Schreiben aus Barcelona einleitenden Schritt hierzu empfahl er, sofort die Zoll. Vales,] m 6. Juni: „Se. Excellenz der General Pastors, General⸗ zur Zahlung eines Achttheils der Einfuhrzoͤlle gebraäͤuchlich sapitain von Barcelona, hat mir aufgetragen, Sie zu benach⸗ einzustellen, was auch beschlossen ward und, wenn das ande htigen, daß er zu seinem großen Erstaunen in Ihrem Blatte Haus beistimmt, sogleich 120,000 Dollars am Jahre zu dem „in 22. Mai ein, angeblich von ihm verfaßtes und aus dem erwaͤhnten Zwecke einbringen wird; den Rest denkt man duzessager“ entlehntes Schreiben gelesen hat. (Vergl. Staats⸗ die Abgaben von Salz, Brennereien und ein Zehntel der stung Nr. 146.) Da dasselbe von Aufang bis zu Ende falsch meinde⸗Abgaben zusammenzubringen. Michelena, so wuͤnscht Se. Excellenz, daß Sie die Guͤte haben moͤch⸗ das Publikum davon in Kenntniß zu setzen; auch hat
der vor ein gen Jahren in England war, kennt den Werth des oͤffentig, Kredits und ist uͤberdies ein thaͤtiger Mann. 9 . Erxcellenz zu gleicher Zeit an den Spanischen Bot⸗ Die Zeitungen von New⸗Orleans, welche bis; after in Paris geschrieben, um gegen die Urheber je⸗ „2 MW,; „, 8 ey wied um Illig 18. Mai reichen, wollen wissen, Santana sey wieder ; fchh boͤswilligen und unverantwortlichen Mittheilung sofort sidenten von Mexiko ernannt, und Mexiko habe die Unag gerichtliches Verfahren einzuleiten. Es thut mir leid, gigkeit von Texas anerkannt; es sollen Mextkanische Parc, en zu muͤssen, daß in der letzten Zeit viele falsche Nachrich⸗ tairs mit dieser Nachricht im Texianischen Haupiquartier ch in Bezug auf diesen Theil von Spanien in Ihrem werth⸗ kommen seyn. 1] b len Blatte erschienen sind. Obgleich die hier wohnenden Bri⸗ 11X“ nur daruͤber lachen koͤnnen, wenn sie die Berichte uͤber den 1 . ehzessh kand Barcelona's und von den „„Mordthaten““, von den Aus dem Haag, 17. Juni. Se. Majestaͤt der g. sberall aufgestellten Kanonen““, von den „ „sich versteckenden sind heute Mittag von der nach einigen Provinzen unten pörden“”“, von „„tumultuarischen Versammlungen““ u. s. w. menen Reise hier wieder eingetroffen. 1 n, so koͤnnen doch dadurch unnoͤthige Besorgnisse unter unse⸗ Amsterdam, 18. Juni. Heute ist zur Erinnerung Freunden in der Heimath erregt werden. Ich hege daher den Schlachttag von Waterloo in allen Kirchen ein feterni Vertrauen, daß Sie die Guͤte haben werden, Ihre Leser zu Gottesdienst gehalten worden. güchern, daß Barcelona vollkommen ruhig ist und daß aile 1“ den Unruhen am 4ten in den Blättern erschienenen 9 S 1 gchichten, die das Gegentheil enthalten, falsch sind. Bruͤssel, 18. Juni. Der Koͤnig wird morgen wiedernRe iben auch in Ihr Blatt eine angebliche Adresse der Na⸗ Paris abreisen, jedoch nur acht oder zehn Tage dort verneGarde von Catalonten aufgenommen, worin die Koͤnigin und dann mit der Koͤnigin und dem Kronprinzen nach A Spanien gebeten wird, die Behoͤrden von Barcelona abzu⸗ zuraͤckkehren. in und zu veranlassen, daß das Britische Geschwader von Es ist eine Kommission ernannt worden, welche entschg hiesigen Rhede entfernt werde. (Vergl. Staats⸗Zeitung No. soll, ob und wie einige alte Gemaͤlde im Museum und .) Diese Adresse hat die Runde durch alle Zeitungen ge⸗ Kirchen zu Antwerpen einer Restauration zu unterwerste scht und ist selbst im Britischen Unterhause zur Sprache ge⸗ emnen. Ich habe die Ehre, Ihnen zu sagen, daß ein solches kument niemals existirt hat, und daß Niemand hier bekannt der so hieße, wie die Unterzeichner der Adresse. Der Britische me hat nie in irgend einem Theile von Spanien in hoͤherem Anse⸗ gestanden, als es jetzt hier der Fall ist, obgleich in einem Briefe, der geblich von einem Britischen Offizier geschrieben worden seyn das Gegentheil versichert wird. Man haͤlt sich indeß so⸗ hl auf dem Britischen eschwader, als unter den hier woh⸗ den Englaͤndern allgemein uͤber eugt, daß dieser angebliche giische Offizier nur eine literarische Maske ist, die bald einen faischen General⸗Capitain, bald die National⸗Garde einer ha Provinz revpraͤsentirt, jetzt aber als Britischer See⸗ jer erscheint, eine Verkleidung, die zu schlecht gewaͤhlt ist, iegend Jemand taͤuschen zu koͤnnen.“ — Die Times theilt ein Schreiben ihres Korrespondenten „Bayonne vom 11. Juni mit, worin es in Bezug auf die ine des Don Carlos heißt: „Schon seit dem Februar dieses sres hatte Don Carlos die Absicht, den Kriegs⸗Schauplatz den Baskischen Provinzen zu entfernen. Die nfll grunz se Planes wurde durch die iederlage des General Evans Hernani, so wie dadurch beschleunigt, daß Espartero seine umtichen Truppen nach San Sebastian fuͤhrte, und Castilien Aragonien den Karlisten offen ließ, ein Fehler, den er, wie hsagt, auf den Wunsch der Britischen Regierung begangen Jum die Niederlage des Parlaments⸗ Mitgliedes fuͤr West⸗ ster durch einen, wenn auch noch so unbedeutenden Erfolg eerdecken. In einem zu Tolosa gehaltenen Kriegsrathe, dem arlistischen Generale beiwohnten, wurde vorgeschlagen, di⸗ auf Madrid zu marschiren. Diesem Plane wider⸗ te sich jedoch Don Carlos, einmal, weil der Besitz der anerkannter Freund und Goͤnner der Kunst die dortigen Schpne Spaniens fuͤr ihn kein Gegenstand des Zweifels mehr in Augenschein zu nehmen, und wird derselben im kuͤnftigen Pn könne, und es sich hier also lediglich um eine Frage in nat entsprechen. Die Diplomatie ermangelt nicht, dieser Eilzug auf die Zeit handle, und dann weil die Hauptstadt, un⸗ dung nach Muͤnchen einen politischen Zweck mit besonderem Alchtet der Karlistischen Partei in derselben, sich vielleicht so deuten auf Griechenland anterzuschieben.— ., ’oe wuͤrde halten koͤnnen, bis Espartero zum Entsatz herbei⸗ Wegen der in der Theresianischen Ritter⸗Akademie hier ae. Andererseits wurde Don Carlos durch Deputationen aus gebrochenen Krankheit, welche bereits sieben zum Theil den palonien, Aragonien und Valencia aufgefordert, durch seine gesehensten Familten im Lande angehoͤrigen Zoͤnlinge dieser Penwart den Insurgenten in jenen „Provinzen einen stalt dahingerafft hat, ist nach dem ausdruͤcklichen Willen einigungspunkt darzubieten. Das Fuͤrstenthum Catalo⸗ Majestaͤt die strengste Untersuchung angeordnet worden. 2 erbot sich, 40,000 Mann zu stellen, der Bischof Curator des Instituts, Graf Taaffe, welcher einen Urlaub 8%¼ Solona hatte seine ganze Dioͤzese bewaffnet, und Gebrauch der Baͤder in Voͤhmen erhalten hatte, ist, nüprera berichtete, daß er an der Spitze von 26,000 Mann Staffette zuruͤckgerufen, vor einigen Tagen hier eingernslhe. Die von Don Carlos abgesandten Offiziere uͤberzeugten und es soll seitdem ermittelt worden seyn, daß — durch 1c daß die von den Provinzen gegebenen Versprechungen wohl wahren in schlecht verzinntem Kupfergeschirr — verduwahll werden koͤnnten, und die von Saragossa eingegangenen Speisen jene Krankheit, woran noch einige Zoͤglinge lehezlimen Nachrichten ließen hoffen, daß man sich dieser Stadt faͤhrlich darnieberliegen, erzeugt haben. de bemaͤchtigen koͤnnen. Unter diesen Umstaͤnden wurde be⸗ Preßburg, 16. Juni. Die Preßburger Zeit umtlllsen, daß Don Carlos durch Aragonien nach Catalonien und Nachrichten aus dem Zalader Comitat zufolge, ine n nach Valencia oder Unter / Aragonien marschiren und all⸗ 778 — [die kleinen in den genannten Provinzen zerstreuten nif⸗Corps an sich ziehen solle, bis er eine hinreichend starke ict beisammen habe, welche die Einnahme von Madrid mit herheit voraussehen lasse. Obgleich der Plan des Don os bisher im Allgemeinen gluͤcklich ausgefuͤhrt worden ist, sind doch im Einzelnen einige Blunders vorgekommen. Gui⸗ alde hatie den Befehl erhalten, sich dem Marsche Espartero's widersetzen und ihm das Terrain Schritt vor Schritt streitig machen, allein obgleich er ihm den Weg nach Tolosa ver⸗ rrt hat, so waͤre es doch gewiß besser gewesen, wenn er sich in einer anderen Richtung entgegengestellt haͤtte. Don
U bastian, welcher “
it 6! b n gebun! Burde. 1, welcher glaubte, daß Espartero oder Evans sogleich
zu Boden, wo er mit Huͤlfe der Soldaten gebunden wurde üld. — 8 . e 1 4*½8 Faann Se,en 1. Hahe im dichten Gebuͤsche, allein am AM egen wenn sie seinen Abmarsch erfuͤhren, befah fiel auch Csuha Anti in die Haͤnde der Gerechtigkeit, Dina ade Fälle Wen von Irun und Fuentarabia, diese Plaͤtze 9 b esah NIIT1AA111“ Iö- e Fe tunden lang zu halten und uͤberhaupt den
den einer Muͤhle, wo er uͤbernachtete, von ng 1 1 . Cesnzente Panduren im Schlahe ergriffen 18.a Reche 7 2. 7 8 baghe Feb nang des 1 r me bri bei 8 ichen. ndeß die 48 unden vergingen, sagte in seinem Bekenntniß aus, er sey mit Sobri! e daß weder Espartero e. ze 1 1 im Tolnaer Comirat) beisammen gewesa n 8 1 noch Evans vorruͤckten, so haͤtten die Fa ree ge vsetzteeahee erreicht 7 Ee aus den genannten Pläͤtzen herausgezogen werden seceg, er habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich Sen, 8 allein bei aller seiner Tapferkeit hatte der Komman⸗ einem Pistol durch das Herz geschossen und daß er in an 9 sa⸗ nicht so viel Einsicht, um die wahre Bedeu⸗ Scheune bei Präga (unweit Suͤmeg im Zalader Comitat 8 e nu o ebetienen 8 verstehen, ö’ Veahn 5 grag , oder CaNpz eopfert. adurch, daß der General Fran⸗ 44 e ren habe, naͤmlich den Peti oder eha dag aufg „
Pha. Sngg sarn nsnor 8 e wone bets Toynaet 9 hses d ene u den Gehersn Peribatrem 98 ½ e Fafaüs in ʒMen aaagie „ on Larlos verhindert, sich vor Saragossa Gleichlautend hiermit war auch die Aussage des am 29 sigen, einer Stadt, di gere, g . 1 8 ene. 4s . megen, 1 „ die von groͤßerer Wichtigkeit fuͤr die M. standrechtlich behandelten Csuha Anti. ssten ist, als Madrid, und von deren Einwohnern die Mehr⸗ Don Carlos ergeben seyn soll. Wenn Alles gluͤcklich
Htalien e Cabrera, der am 23st ie i Rom, 5. Juni. Am 28sten v. M. A lbst, rbeg 1 bee see⸗ ich 5
esandten Befehle anzun h jetzt i 1 7533 . e n dase e anzunehmen, jetzt im Stande i in Velletri ein Erdbeben und Tags darauf ebe asaas zu veren get, e 88 Kane sefan⸗ H cheh
In Antwerpen ist der geachtete Bildhauer van Hoc Tode abgegangen. B8ö. b
Muͤnchen, 17. Juni. (Bayer. Bl.) Die Kammu Reichsraͤthe hat in ihrer Sitzung am 14ten d. M. besch s dem von der Kammer der Abgeordneten angenommenen Anm des Abg. Dr. Hutter, welcher bezielt, daß die unsiegelmagg Personen hinsichtlich schriftlicher Eingaben an die Koͤnigle Stellen und Behoͤrden in Gegenstaͤnden des administrativena des polizeilichen Ressorts von der ihnen obliegenden Verte lichkeit, ihre Eingaben der bezeichneten Art von einem reciyin Anwalt verfassen oder wenigstens durch die Mitunterschrift ein solchen legalisiren zu lassen, befreit werden moͤchten — die stimmung nicht zu ertheilen. “ 1“ “ 1“
Wien, 16. Juni. (Schl. Ztg.) Se. Majestaͤt de Kaiser, welcher in voriger Woche von einer Unpaͤßlichkeit befa len worden, befindet sich wieder vollkommen wohl. Se. Koise Hoh. der Erzherzog Palatinus von Ungarn wird mit Gemahlic dem Erzherzoge Stephan und der Erzherzogin Hermine worge oder uͤbermorgen hier erwartet.
Berichten aus Karlsbad zufolge, sind daselbst fuͤr Majestaͤt die Koͤnigin von Wuͤrttemberg, Wohnungen be worden. 8 3
Dem Vernehmen nach hat Se. Dorchl. der Staats kan Fuͤrst von Metternich von Sr. Maäjestaͤt dem Koͤnige Luhg von Bayern eine Einladung nach Muͤnchen erhalten, um
der:
drei Raubgesellen von Sobri's Vande, als sie eben 76 Regen durchnaͤßten Kleider an einem kleinen Feuer 2 ng von fuͤnf Mann der dortigen Infanterie, vneer Zühr Comitats⸗Panduren, entdeckt. Beim Anblick ihrer Vasth
Deserteur Namens 0 saͤmmtlich auf und ergriffen die Flucht. Der Pandur sch dem Kalaräbi und traf dessen Kopf, dieser aber schoß zunit traf den Panduren durch den Arm; letzterer eevc din viel achtend, stuͤrzte dem Kalaräbi nach, ergriff und schl 9G
Abends bemerkte
i Armee Genzano, Albano, Marino, Frascati, und den um egeone zum 25. Jult in Cazalonten
fern dreimal wiederholte Erderschuͤtterungen. Der eigten, hg b 9 ereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
ziale, in dessen Umkreise diese Erschuͤtterungen sic LScno⸗ bekanntlich ein erloschener Vulkan. — In Mon die = — Washinaton 7. Ma. SD. — sich ein sogenannter Schlamm⸗Vulkan erzeugt, welcher derhig kreinigten G auf welches Handet ö 6s
rung n wohnerschaft zu einer ploͤtzlichen Wohnsitz⸗Veränderung
“ 5* 9
kaufte oͤffentliche Laͤndereien nur Gold
Verkehr hier
fast ausschließlich gegruͤndet sind, hat seit kurzem einen Stoß erlitten, der in allen Zweigen des oͤffentlichen und Privat⸗Ver⸗ kehrs auf das empfindlichste gefuͤhlt wird. Die Fallissements in New⸗York und New⸗Hrleans in den letzten Wochen betragen allein gegen 200 Millionen Dollars, und verhaͤltnißmaͤßig eben so viel in allen anderen Theilen der Union. Dies ist zwar zu⸗ naͤchst die Folge der unsinnigen Speculations⸗Wuth und der Gewinnsucht, wodurch ein kuͤnstlicher Reichthum und ein kuͤnst⸗ liches Steigen der Preise aller Dinge hervorgebracht war, de⸗ nen es an solidem Fundament fehlte; es ist aber nicht zu leug⸗ nen, daß eben jene Speculations⸗Wuth und die daraus hervor⸗ gegangenen Uebel ganz besonders den Maßregeln der Admini⸗ stration waͤhrend der letzten Jahre zugeschrieben werden muͤssen. Die Herausnahme der Deposita aus der Bank der Vereinigten Staaten, wovon die unmittelbare Folge die Kreirung einer Un⸗ zahl kleiner Banken in den einzelnen Staaten war, die nun, nicht laͤnger von einer großen Bane kontrolirt, Papiergeld ohne Ende emittirten, so daß jest 185,762,506 Doll. Banknoten in Circulation sind, waͤhrend deren im Jahre 1830 nur 61,223,898 Doll. zirkulirten. Dies befoͤrderte und erleichterte Speculatio⸗ nen aller Art ungemein; Schwindler, die nicht einen Heller besaßen, benutzten ihren politischen Einfluß, um Banken zu er⸗ richten oder um von Banken Darlehen in Banknoten zu be⸗ kommen, womit sie ungeheure Strecken unkultivirten Landes kauften, deren Preis sich vermeintlich mit jedem Jahre verdop⸗ peln sollte; die hohen Preise der Baumwolle reizten insbeson⸗ dere zum Ankauf und zur Kultur von Baumwollen⸗Laͤndereien; Personen kauften dergleichen Laͤndereien und verkauften die darauf zu gewinnende Hans oste, ehe sie noch gepflanzt war, an Spekulanten, und um diesen dazu die Mittel zu verschaffen, wurden wiederum von einflußreichen Spekulanten Banken ins Leben gerufen und solchergestalt kuͤnstliche Zahlungsmittel und ein kuͤnstliches Gebaͤude erschaffen, welches ausschließlich auf der Voraussetzung beruhte, daß die hohen Preise der Baumwolle stets fortdauern und daß die von den Vereinigten Staaten ausgefuͤhrte Baum⸗ wolle jaͤhrlich, wie bisher, einen Werth von circa 100 Millionen Dollars haben wuͤrde. Diese uͤbertriebenen Speculationen in Laͤndereien hatten wiederum die Folge, daß auf Verbesserungen aller Art spekulirt wurde, um den Werth der Grundstuͤcke zu erhoͤhen; es wurden Wasserleitungen, Kanaͤle, Eisenbahnen u. s. w. projektirt; dies erforderte neue Anleihen, die zum großen Theile in Europa durch Verkauf der Gesellschafts⸗Actien unter man⸗ nigfachen Vorspiegelungen gemacht wurden, und eine andere Folge war, daß zu den gewoͤhnlichen Arbeiten keine Arbeiter mehr zu haben waren; auch der Tageloͤhner fing an zu spekuli⸗ ren und wollte fortan nur gegen das erhoͤhte Tagelohn an Ei⸗ senbahnen und Kanaͤlen arbeiten, und dieser Mangel an Arbei⸗ tern mußte wieder die Preise aller Dinge zu einer unnatuͤrlichen Hoͤhe steigern. . In Verbindung mit den eben erwaͤhnten Maßregeln der Administration stand die Bill, wodurch der Werth des Goldes zum Silber auf 1 zu 16, mithin zu hoch, bestimmt wurde, bloß um die Besitzer der suͤdlichen Goldminen zu beguͤnstigen, und in Folge der Manie Jackson's, recht viel Gold und Sil⸗ ber in Circulation zu bringen, wodurch er auf den gemeinen Mann zu wirken hoffte. Die Folge war eine ungeheure Ein⸗ fuhr von Gold⸗ und Silbergeld, wovon in den Vereinigten Staaten im Jahre 1833 nur 30 Millionen Doll. waren, waͤh⸗ rend man die jetzt hier befindliche Summe auf 80 Millionen Doll. schaͤtzt. Durch eine fernere Maßregel Jackson's nahmen auch diese 80 Millionen Doll. einen falschen Weg. Es waren besonders die An⸗ haͤnger dieses Generals, welche, vermoͤge ihres uͤberwiegenden politischen Einflusses, Kredit bei den Banken gefunden hatten und dadurch in den Stand gesetzt waren, große Strecken öͤffent⸗ licher Laͤndereien zu kaufen; es kam jetzt darauf an, ein Mittel fuͤr diese Spekulanten zu finden, die Laͤndereien vortheilhaft wieder zu veraͤußern, und in dieser Absicht erließ Jackson im vorigen Jahre ein sogenanntes treasury cireular, wodurch (an⸗ geblich um der Speculations⸗ Wuth zu begegnen, in der That aber, wie Viele glauben, um die Spekulanten, die bereits im Besitz von Laͤndereien waren, zu beguͤnstigen) die Land⸗Behoͤrden angewiesen wurden, als Zahlung fuͤr ver⸗ und Silber anzunehmen. Hierdurch wurden die meisten Anbauer, die selten Gold und Silber bei sich fuͤhren, genoͤthigt, von den Spekulanten zu kau⸗ fen, die Banknoten annahmen oder ihnen auch Kredit gaben. Die Maßregel hatte aber zugleich eine hoͤchst nachtheilige Folge fuͤr den Handel und Verkehr. Die Banken in den westlichen Theilen der Union, wo die oͤffentlichen Läͤndereien liegen, muß⸗ ten fortan jeden Augenblick darauf vorbereitet seyn, daß man ihre Noten zur Zahlung praͤsentirte, um sich in den Besitz baa⸗ ren Geldes zum Ankauf von Laͤndereien zu setzen; sie mußten sich deshalb nicht nur mit einer bedeutenden Summe baaren Geldes versehen, welches bei ihnen unbenutzt liegen blieb, son⸗ dern sie mußten auch aus demselben Grunde die Emission ihrer Noten einschraͤnken, und es wurden dadurch nicht nur dem re⸗ gelmaͤßigen Verkehr die noͤthigen Huͤlfsmittel entzogen, sondern die großen Atlantischen Städte entbehrten auch in jenem baaren Gelde ein Circulations⸗Mittel, ohne daß dem Westen selbst der geringste Nutzen daraus erwuchs. Diese Maßregel wird als eine der Hauptursachen der jetzigen kommerziellen Krisis betrachtet. Die forcirte Importation von Gold und Silber, welches groͤßtentheils aus England eingefuͤhrt wurde, hatte aber noch eine andere hoͤchstwichtige Folge; es entstand dadurch eine Colli⸗ sion mit dem Englischen Geldmarkt, und besonders wurde die Ausfuhr von Gold, welches in England das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist, dort so unangenehm empfunden, daß sich die Bank von England zur Fsge von Maßregeln veranlaßt fand, um nicht nur diesen Ausfuhren baaren Geldes nach den Vereinigten Staaten ein Ziel zu setzen, sondern auch die Ruͤck⸗ kehr des bereits ausgefuͤhrten zu bewirken. Bis dahin hatten die Britischen den Amerikanischen Kaufleuten Erleichterungen, aller Art zu Theil werden lassen, ihnen lange Kreditfristen ge⸗ stattet, ja sogar erlaubt, fuͤr den ganzen Werth ihrer konsignir⸗ ten Baumwollen⸗Ladungen gleich nach der Absendung nach den Markipreisen am Absendungsorte auf sie Nn J bes. Der Eng⸗ lische Kredit war auch von den hiesigen Importeurs, deren sich die Speculationswuth ebenfalls bemaͤchtigt hatte, dazu be⸗ nutzt worden, enorme Quantitaͤten Britischer und in England auf Kredit erkaufter Waaren hier einzufuͤhren. Amerika war daher in der Schuld Englands und doch fuͤhrte man Gold und Silber von dort hier ein. Man durchschaute endlich in Eng⸗ land das hiesige Schwindelsystem, man verlangte Zahlung, man entzog dem hiesigen Handel die bisherigen Erleichterungen und wollte es nicht laͤnger dulden, daß Englisches Kapital zu Ameri⸗ kanischen Schwindeleien benutzt wuͤrde. Auf die Nachricht von diesen Maßregeln Großbritaniens fielen sogleich die Preise der Baumwolle (des hauptsaͤchlichsten Artikels, womit die vereinig⸗ ten Staaten ihre Importationen bezahlen) um die Haͤlfte, es
eq11ö1ö1613“ “ fallirten sogleich mehrere große, Haͤuser in Neu⸗Orleans, und, nachdem so der erste Anstoß gegeben war, folgten andere in Neu⸗
ork u. s. w.; das ganze kuͤnstliche Gebaͤude wurde dadurch er⸗ chuͤttert und wankend gemacht und ist in diesem Augenblick sei⸗ nem Einsturz nahe.
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Berlin, 23. Juni. Man schreibt aus Branden⸗ burg unterm 15ten d. M.: „Heute wurde die hiesige Ritter⸗Atademie durch einen Besuch Sr. Koͤniglichen Ho⸗ heit des Prinzen Wilhelm, Sohnes Sr. Majestaͤt des Koö⸗ nigs, begluͤckt. Se. Koͤnigl. Hoheit, auf einer militairischen Inspections⸗Reise begriffen, traten, nachdem Sie die anstoßende Domkirche in Augenschein genommen hatten, unter das in einem Saale versammelte Personal der Anstalt, wo Sie sich durch den gerade anwesenden Kurator, Domherrn von Erxleben, und den Direktor Dr. Blume nicht nur das gesammte Lehrer⸗Kollegium und mehrere der Zoͤglinge vorstellen zu lassen die Gnade hatten sondern auch von dem Lokale und den besonderen Einrichtungen der Anstalt mit dem wohlwollendsten Interesse Kenntniß nah men. Vorzuͤglich aber machten die Worte der Huld und Er munterung, mit denen Se. K. H. die Versammlung entließen, einen tiefen und bleibenden Eindruck auf Lehrer und Schuͤler.“
— Am 18ten d. M. traf Se. Köni
herzog von Mecklenburg⸗Strelitz, uͤber D Koͤln ein, wo Hoͤchstdieselben von Ihrem gegenwaͤrtig auf der Universität Bonn studirenden Sohne, dem Erbgroßherzog Koͤnigl. Hoheit, bewillkommt wurden. Noch an demselben Abend begaben Beide sich nach Bonn, wo Se. Königl. Hoheit der Großherzog einige Tage zu verweilen gedachten, um die schoͤnen Umgebungen der Stadt zu besuchen.
— Der 18. Juni, als der Tag, welcher vor 22 Jahren 6 der Herrschaft Napoleon's fuͤr immer ein Ende machte, wurde in diesem Jahre, das gerade den naͤmlichen Kalender wie das Jahr 1815 hat, indem auch damals der 18. Juni der vierte Sonntag nach Trinitatis oder der fuͤnfte nach L war, von denjenigen Bewohnern Duͤsseldorfs, die den efreiungs⸗ krieg mitgefochten, durch ein Festmahl im Kasino gefeiert, dem sich ein Ball anschloß, an welchem noch viele andere Buͤrger der Stadt Theil nahmen.
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— Von den Resultaten des in Stettin ate I4ten, 15ten und 16ten d. M. abgehaltenen Wollmarktes theilen wir nun⸗ mehr nachstehende vollstaͤndige Uebersicht mit. Die Zufuhr be⸗ gann schon am 10ten d. M. und belief Cc. im Ganzen auf 26,143 Centner. Davon wurden 23,963 Centner verkauft und 2180 Centner blieben undisponirt in erster Hand. Von dem letztgenannten Quantum wurden 950 Centner in dem Lager der ritterschaftlichen Privatbank und 130 Centner in demjenigen der Koͤnigl. Vank aufgelagert, 940 Centner zum Berliner Markt abgefahren und 160 TCentner nach den Guͤtern zuruͤckgefuͤhrt. Die Behandlung und Waͤsche der Wollen war im Allgemeinen sehr gut, und viel besser, als man bei der Schur des vorange⸗ gangenen uͤberaus unguͤnstigen Jahres erwarten durfte. Insbesondere vseren sich darin die Wollen der Dominien Barskewitz, Colbatz,
urow, Petznick, Reselkow, Schloͤtenitz, Schoͤneberg u. a. m. aus. Was die Preise der Wollen anbetrifft, so reihte sich der Markt in sei⸗ nen desfallsigen Resultaten leider den Erfahrungen an, welch e durch den Einfluß der jetzigen nachtheiligen Geschaͤfts HKonjunk⸗ turen schon auf den vorangegangenen Maͤrkten zu Breslau, Landsberg u. s. w. gemacht waren. Die allgemein verbrei⸗ tete Geldkrisis und Muthlosigkeit, in deren Folge die Beschaͤftigung und der Absatz aller in Wollen arbeiten⸗ den Fabriken, so wie der Speculations eist der Wollhaͤndler so sehr gelaͤhmt wurde, die theils hierdurch, theils durch vermehrte Konkurrenz zwischen mehreren neuerrichteten Kammwoll⸗Spinne⸗ reien entstandene Preis⸗ Erniedrigung der Wollgarne, und der gaͤnzliche Mangel von Kaͤufern aus den Rhein⸗Gegenden mach⸗ ten die Kaͤufer bedenklich und hielten sie in ihren Geboten zu⸗ ruͤck, so wie sie andererseits die Verkaͤufer unschluͤssig machten, welche sich nur schwer mit der Aussicht des gegen die Vorjahre bedeutenden Preis⸗ Ausfalls vertraut machen konnten. Daher kam es auch, daß die Zeit bis zum 13ten fast ohne Geschaͤfts⸗ Abschluß verstrich und daß die roduzenten erst nach Eingang der Nachrichten uͤber die Resultate der fruͤher abgehaltenen Maͤrkte sich in das ihrem Geld⸗Interesse nachtheiligere Verhaͤlt⸗ niß zu finden begannen und zum Verkauf schritten, welcher dann aber auch so rasch vor sich ging, daß bis zum 15ten Abends der groͤößere Theil der Wollen abgesetzt und am 16ten Mittags der Markt geraͤumt war. Die große Verschiedenheit der Preise, veranlaßt durch die vorerwaͤhnten so ungewoͤhnlichen als unguͤn⸗ stigen Umstaͤnde, gestattet keine bestimmte Classification nach den Gattungen der Wollen, und es kann nur im Allgemeinen ge⸗ sagt werden, daß die Produ enten, welche beharrlich bemuͤht gewesen waren, in der Veredlung der Wollen vorzuschreiten und die Waͤsche mit Sorgfalt auszufuͤhren, minder von dem Preisfalle beruͤhrt wurden; daß Kamm⸗ und lange Wolle weniger begehrt waren als fruͤher; daß die Preis⸗Erniedrigung gegen das Jahr 1836 sich von 10 bis 35 Rthlr. (in einzelnen, jedoch wenigen Fäͤllen, selbst bis 40 Rthlr.) fuͤr den Centner stellte und daß der Durchschnitts⸗ satz des Preisruͤckschlages gegen das Vorjahr sich auf circa 30 pCt. annehmen laͤßt. Mit Dank ist es dabei anzuerkennen, daß von Seiten des Seehandlungs⸗Instituts Einkaͤufe bis zum Be⸗ trage von mehr als 3000 “ ausgefuͤhrt wurden, was nicht wenig zur Befestigung der Preise beitrug, daß die Koͤnigl. Bank sich zur Annahme eines Pfandlagers von Wolle gegen den ermaäͤßigten Zinssatz von 4 pCt. fuͤr die darauf zu leistenden Geldvorschuͤsse bereit erklaͤrte, und daß die ritterschaftliche Pri⸗ vatbank auf die gewohnte Weise sowohl durch ihr Wollmagazin als durch die gemeinschaftlich mit der Koͤnigl. Bank geschehene Bereitung ansehnlicher Geldmittel das Geschaͤft unterstuͤtzte. — An Kaͤufern aus England und Deutschland fehlte es nicht, und die zum Markte getrofsenen Einrichtungen erregten wiederum allgemeine Zufriedenheit.
— In Obermendig, im Kreise SS Koblenz, brach in der Nacht vom 14ten zum 15ten d. M. ein Feuer aus, wodurch binnen kurzer Zeit 9 Wohnhaͤu⸗ ser, 18 Staͤlle und 2 Scheunen, nebst vielen Kleider⸗Vorraͤthen, Mobilien u. s. w. in Ische gelegt wurden. Man muthmaßt eine absichtliche Brandstiftung, und zwei verdaͤchtige Personen sind dieserhalb bereits gerichtlich eingezogen worden. “
dayen des Regierungs⸗