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Die Groͤße des Ungluͤcks wird man erst dann beurtheilen koͤnnen, wenn der Sturm auch in Liverpool und auf andern großen Maͤrkten Europa's, wohin Aegyptische Baumwolle gesandt worden ist, ausgetobt hat. Bis sent haben nur einige unbedeutende Ban⸗ kerotte stattgefunden. Unter diesen Umstaͤnden ist es von der hoͤchsten Wichtigkeit, daß die Franzoͤsischen Dampfboote ihre re⸗ Felmaͤßt en Fahrten begonnen haben, wodurch wir alle zehn Tage achrichten aus Europa erhalten. Die Packetboote von Triest haben unseren Hafen noch nicht besucht. Der Oberst Chesney ist am 17ten auf einer Griechischen Brigg von Beirut hier an⸗ mmen und am folgenden Tage auf dem Franzoͤsischen Dampf⸗ oote „Scamandre“ nach Marseille abgegangen. Auf diesem Wege kommen die Depeschen, oder was er sonst uͤberbringt, vierzehn Tage fruͤher nach London, als wenn er das heute ab⸗ ehende Englische Packetboot abgewartet haͤtte. — Vor drei Fehee wurde bekanntlich unser Konsulat hierselbst um die umme von 7000 Piastern bestohlen, ohne daß es moͤglich ge⸗ wesen waͤre, eine Spur des Thaͤters aufzufinden. Jetzt ist die Konsulats⸗Kasse in Kahira erbrochen und die Summe von 2000 Piastern daraus geraubt worden. Der Vice⸗Konsul ist deshalb wegen Nachlaͤssigkeit kassirt, und Herr Walne ist an seine Stelle gekommen. — Die Kriegs⸗Sloop „Coote“ ist das Rothe Meer heraufgekommen und hat Briefe aus Indien mitgebracht, die indeß nur bis zum 22. Maͤrz gehen. In mehreren Haͤfen des Nothen Meeres ist die Cholera ausgebrochen, weshalb man in Suez und anderen Aegyptischen Haͤfen Haessegng62 dagegen getrof⸗ en hat. Auch in Syrien, namentlich in Damaskus, wuͤthet e, und auf Malta herrscht eine der Cholera aͤhnliche Krank⸗ eit, weshalb bei der Ankunft des „Spitfire“ hierselbst die assagiere desselben in das Lazareth gebracht und die Briefe durchraͤuchert wurden. — Mehmed Ali wird sich in wenigen Tagen nach Candien begeben. Gestern wurden ihm 7 Päaster fuͤr seine Baumwolle geboten, allein er wies das Anerbieten mit Unwillen zuruͤck und gab den Befehl, fuͤr jetzt nichts zu verkaufen. — 54ghi wird nach Syrien gehen, um die Baͤder von Tiberias zu gebrauchen. — Scherif Pascha ist seit einem Monat Gouverneur von Damaskus.“ mtns 18u en EEW11““ ehter Mlagt. Ihgün HIay d. 11114“*“ 11“ Berlin, 2. August. Nach den von der Bade⸗Direction zu Swinemuͤnde herausgegebenen Listen betrug am 28. Juli die Zahl der Badegaͤste 537 und diejenige der Fremden 310. Die Direction ist auch in diesem Jahre mit lobenswerthem und dankbar aner⸗ kanntem Eifer bemuͤht, den Wuͤnschen der Badegaͤste in Bezug auf Bequemlichkeit und Unterhaltung zuvor⸗ und entgegenzukom⸗ men. Der Bau eines neuen großen Saales, unmittelbar an dem Gesellschaftshause, ist groͤßtentheils beendigt und es wird dadurch dem seit Jahren gefuͤhlten Beduͤrfnisse einer Vergroͤße⸗ rung des bisherigen fuͤr die Zahl der Gaͤste nicht ausreichenden Lokals abgeholfen werden. Eben so muß es lobend anerkannt werden, daß die Einwohner Swinemuͤndes sichtlich und von
1“] E11111“
Jahr zu Jahr mehr bestrebt sind, durch zweckmaͤßige und ge⸗
faͤllige Einrichtung der Wohnungen, so wie durch billige Mieths⸗ forderungen die Zufrisdenheit der Gaͤste zu erwerben.
— Am 28sten Abends 10 Uhr wurde in Swinemuͤnde ein Nordlicht beobachtet, welches etwa eine Viertelstunde sicht⸗ bar war.
— In dem Hafen zu Swinemuͤnde sind in der Periode vom 26. Juni bis 25. Juli bei einem Wasserstande von 19 bis 20 ½ Fuß im Fahrwasser 111 Schiffe angekommen, von wel⸗ chen 71 Schiffe beladen und 40 geballastet waren. In See ge⸗
gangen sind 132 beladene und 16 geballastete, zusammen 148
Schiffe. Unter den eingelaufenen Schiffen befanden sich 49 und
unter den seewaͤrts ausgegangenen 96 Preußen. Mit Getraide liefen aus 42, mit Nausholz 36, mit Spiritus I und mit son⸗ igen Waaren 53 Schiffe von zusammen 6818 Lasten Groͤße.
7*. 7 “ “ 1““
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862 e“ Kunst und Literatur. Allgemeines Landrecht fuͤr die Preußischen Staa⸗ ten und Allgemeine Gerichts⸗Ordnung fuͤr die Preußischen Staaten in Verbindung mit den die⸗ selben abaͤndernden und erlaͤuternden Ge⸗ setzen, Koͤnigl. Verordnungen und Justiz⸗Ministerial⸗ Reskripten. Unter Benutzung der Akten und mit Ge⸗ nehmigung Eines Hohen e.een sr herausgege⸗ ben von A. J. Mannkopff, Koͤnigl. Preuß. Kammer⸗ gerichts⸗Rath. 1b
Im Gebiete der vaterländischen Jurisprudenz ist neuerlich ein Werk hervorgerreten, welches sowohl für die richterlichen Beamten von Interesse ist, als auch die besondere Beachtung des größeren Publi⸗ kums verdient. Es sind dies die unter vorstehendem Titel resp. im Verlage der Nauckschen und der Reimerschen Buchhandlung erschei⸗ nenden Ausgaben unserer Gesetzbücher, von denen der 1ste, 2te und Ate Band des Allgem. Landrechts und der 1ste Band der Allgem. Gerichts⸗Ordnung bereits erschienen sind.
Seit Emanation der Gesetzbücher, durch welche das vaterländi⸗ sche Recht eine feste Basis erhielt, ist beinah ein balbes Jahrhundert, reich an den wichtigsten Veränderungen in allen Richtungen des bür⸗ gerlichen Verkehrs, verstrichen, wodurch eine so reichhaltige Gesetzge⸗ bung der neuern Zeit herbeigeführt wurde, daß geordnete Samm⸗ lungen und Repertorien der neuern Legislatur schon lange ein drin⸗ gendes Bedürfniß geworden sind.
Sollen dergleichen Werke dem Bedürfnisse entsprechen, so müssen sie sich durch Vollständigkeit und eine Anordnung auszeichnen, welche leicht darauf hinführt, was gegenwärtig geltendes Recht ist, und ein Werk, welches unter Weglassung aller in den Gesetzbüchern enthalte⸗ nen, durch die spätere Gesetzgebung aber aufgehobenen Bestimmun⸗ gen nur das gegenwärtig geltende Recht enthält, würde das zweck⸗ dienlichste seyn. Ein solches Werk würde sich jedoch nicht für den Richter zur praktischen Anwendung eignen, denn dieser darf sich nur auf das Gesetz selbst und nicht auf dergleichen so mannigfaltigen Ir⸗ rungen unterworfene Sammlungen des bestehenden Rechts verlassen. Der Gesetzgebung muß es vorbehalten bleiben, das gegenwärtig gel⸗ tende Recht zu einem Ganzen zu verschmelzen; die Vollendung der zu diesem Zwecke Allerhöchst angeordneten Gesetz⸗Revision dürfte je⸗ doch noch fern seyn.
Desto willkommener muß das oben erwähnte Werk des Kammer⸗ gerichts⸗Raths Herrn Mannkopff erscheinen, welches unleugbar vor allen bisherigen Werken ähnlicher Art durch Vollständigkeit und zweck⸗ mäßige Anordnung sich auszeichnet. Durch die dankenswerth anzuer⸗ kennende Genehmigung des Hohen Justiz⸗Ministeriums ist die unmit⸗ telbare Verbindung der abändernden und ergänzenden Bestimmungen der späteren Zeit mit den betreffenden Stellen der Gesetzbücher möglich ge⸗ worden, und so werden die gesammten zur Zeit bestehenden Vor⸗ schriften des vaterländischen Rechts und des gerichtlichen Verfahrens in einem Werke vollständig gegeben. Insofern unterscheidet sich dieses Werk wesentlich von allen bisher erschienenen Hülfsbüchern für die praktische Anwendung unserer Gesetze, namentlich auch von den früher von demselben Verfasser herausgegebenen Ergänzungen und Abänderungen der Preußischen Gesetzbücher und von dem jetzt (an⸗ scheinend als eine theils vervoLständigte, theils weniger enthaltende Nachbildung des Maunkopffschen Werkes) unter demselben Titel von den Herren Gräff, Koch, von Roenne, Simon und Wentzel bei Ader⸗ holz in Breslau angekündigten Werke, denn alle diese Werke, nament⸗ lich auch das letztgedachte, wovon ein Heft erschienen ist, beschränken sich mehr oder weniger auf bloße Allegate und Nachweisungen, und
8
, 8
es bedingt ihr Gebrauch den Besitz mehrerer anderer Werke, welche
19 aufzuschlagen unbequem und zeitraubend ist, so wie ihre Anschaffung kostspieltg bleibt.
Das vorliegende Werk giebt die Produkte der Legislatur und zwar, insofern darin auch sämmtliche Justiz⸗Ministerial⸗Reskripte auf⸗ genommen worden sind, im weiteren Sinne vollständig, und empfiehlt sich zugleich durch Wohlfeilheit, da es andere Sammlungen und die Gesetzbücher selbst entbehrlich macht.
Daß in demselben nicht auch noch die Produkte der jurtstischen Literatur berücksichtigt worden sind, gereicht dem Werke nicht zum Vorwurfe, denn in eine Ausgabe der Gesetzbücher gehört nur das, was auf legislativem oder doch offiziellem Wege als Abänderung, Er⸗ gänzung oder Erläuterung ergangen ist. 8
Das Werk empfiehlt sich zugleich durch seine typographische Ein⸗ richtung und insonderheit dadurch, daß der Text des Allgemeinen Landrechts und der Gerichts⸗Ordnung mit lateinischen Lettern, die abändernden und erläuternden Gesetze mit mittlerer und die Refkripte mit kleinerer Deutscher Schrift gedruckt sind, wodurch beim Gebrauch
das Störende der Unterbrechung des Textes durch die
1 — 1 eingeschaltet, neueren Veränderungen wesentlich vermindert wird. G.
Meteorologische Beobachtung.
Morgens Nachmittags Abends I1 Nach einmaliger
1837. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. ntHaLAxHnx nAsannm.
I. August.
7
Quellwaͤrme 7,80 9. Flußwärme 15,4 °9 Bodenwärme 14,5098 Ausdünstung 0,09109, Wind. NNW. Niederschlag 0,10109p Wolkenzug... N. Nachtkaälte + 9,20 1
Tagesmittel: 335,76“ Par.. +. 13,10 R.. †. 8,10 R.. 66 pCt. Na.
—
335,81" Par. + 11,69° R. + 9,89° R. 87 pCt. halbheiter. NW.
335,82“Par.
+ 16,9 ° R.
+ 8/492R. 52 pCt. halbheiter.
335,63“ Par.
+ 10,6 ° R.
+ 6,2 ° R. 70 pvCt. regnig. WNW.
—
Luftdruck
Luftwärme.. Thaupunkt.. Dunstsättigung Weichr
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 28. Juli.
Niederl. wirkl. Schuld 53 l⁄. 5 % do. 100 ½. Kanz . 23 ⅛. 5 % Span. 21. Passive 5 ¼. Ausg. Sch. S8. Zinsl. 77- Preuss. Präm.-Sch. 109 ¾¼. Poln. —. Oesterr. Met. 100 ¼.
Antwerpen, 27. Jul1Hs. .
Linsl. 7 ⁄¼.
Neue Aul. 20 ½¼. L“
Bank-Actien 1352. 1350. Engl. Kuss. —. 5 % Port. —. ¼ 3 % 25 ½. Neue Anl. 19 ¼. London, 28. Juli.
Cons. 3 % 91 ¾¼. Belg. 102 ½. Neue Anl. 21 ⅞. Passive 9 Ausg. Sch. —. 2 ½ % Holl. 53. 5 % 101 ½. 5 % Port. X. do. 3 % 26. Engl. Russ. 110. Bras. 84. Columb. 25. Mex. Peru 21. Chili 33.
Paris, 28. Juli.
5 % Rente fin cour. 110. 35. 3 % fin cour. 79. 35. Neap. 96.65. 5 % Span. Rente 23 ½¼. Passive 5 ⅞. 3 % Portug. A Wien, 28. Juli.
5 % Met. 1051 ⁄2. 4 % —. 3 % 77 à¼. 2 ½ % —. 10%¼ Bank-Actien 1368 ½. Neue Anl. —.
Koͤnigliche Schauspiele.
Donnerstag, 3. Aug. Im Opernhause, zur Feier des lerhoͤchsten Geburtsfestes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Festmas Sr. Majestaͤt dem Koͤnige zugeeignet von Spontini. Hiern Rede, gedichtet von L. Thebesius, gesprochen von Herrn ger. Dann: Volksgesang, den Preußen gewidmet von Ey⸗ tini. Und, zum erstenmale: Der Liebestrank, Oper in 2 M aus dem Italiaͤnischen. Musik von Donizetti.
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des erz Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
In Charlottenburg, zur Feier des Allerhoͤchsten Gebu festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Rede, gedichtet von L. I besius, gesprochen von Herrn Rott. Hierauf, zum erstenmen Vetter Heinrich, Schauspiel in 5 Abth., vom Verfasser n „Luͤge und Wahrheit.“
Freitag, 4. Aug. Im Schauspielhause: Corona von (ân luzzo, Schauspiel in 5 Abth., von C. Raupach.
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Konigsstaͤdeisches Thegter..
Donnerstag, 3. Aug. Zur Feier des Allerhoͤchsten Gebun festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Rede, gedichtet von Edun Komitsch, gesprochen von Herrn Genée. Vorher: Huvertz aus der Oper: Titus, von Mozart. Zum Beschluß, zum er male: Der Buͤrgermeister von Saardam. Komische Over in Akten, nach dem Italiaͤnischen des Gilardoni. Musik Donizetti.
Freitag, 4. Aug. Kean, oder: Leidenschaft und G. Schauspiel in 5 Akten, frei nach dem Franzoͤsischen des Alc der Dumas, von Dr. Wollheim. (Herr und Mad. Schw. felder werden vor ihrer Urlaubsreise hierin zum letztenme
auftreten.)
Redacteur Ed. Cottel.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
——
11111 2.
2 Allgem
9 Bekanntmachung.
Die Resubhastation des zur Joseph von Tucholka⸗ schen erbschaftlichen Liquidations⸗Masse gehörig gewe⸗ senen, im Schwetzer Kreise gelegenen Ritterguts Jun⸗ kerhoff Nr. 72 ist anfgehoben worden, der auf den 30. Sevptember angesetzte Licitations⸗Termin fällt daher fort.
Marienwerder, den 22. Juli 1837. Civil⸗Senat des Königl. Ober⸗Landesgerichts.
M.EgHses, v sbemt 5 8* “
einer Anzeiger fuͤr die P
Nothwenbiger Verkauf.
Stadtgericht zu Berlin, den 21. Dezember 1836.
Die beiden in der Landsbergerstraße Nr. 84 und 84 a. belegenen Grundstuͤcke des Kaufmanns Liebo, — 1 Disciplin b wovon das erstere zu 6139 Thlr. 9 sgr. 1 pf. und das Vorgetragen in der 52sten Sitzung der pädagogi⸗ letztere zu 4622 Thlr. 22 sgr. 9 pf. taxirt ist, sollen am 8. September 1837, Vormittags 11 Uhr, . an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxen und Oberlehrer an der K. Real⸗ u. Elisabethschule zu Berlin.
Hypothekenscheine sind in der Registratur einzusehen.
von J. H. Schul
8vo. broschirt.
AAFrH c lama.
P r o Flarn
Land⸗ und Stadtgericht Mewe.
Nothwendiger Verkauf. Die den Eilersschen Ehelenten zugehörige, im Dorfe Jellen, etwa 1 ½ Meile von hier an der Chaussee von Mewe nach Neuenburg belegene Freischulzerei, zu wel⸗ cher 4 Culmische Schulzenhufen und 6 Culmische Hufen erbvpachtliches Land gehören, und welche zufolge der
nebst Hypothekenschein in der Registratur einzusehenden Tgaxe auf 9814 Tblr. 10 sgr. geschätzt ist, soll in termino 8 den 13. Februar 1838 ati aau ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. ahe in
*
1111A4“
G iuint hn
Edictal⸗Citation. Der Schuhmachergeselle Daniel Bragulla, welcher vor 42 Jabren aus Creuzburg ausgewandert und zu⸗ letzt bei dem 3ten Bataillon des ehemaligen v. Klin⸗ kowstroͤmschen Musquetier⸗Regiments in Frankenstein garnisonirt hat, von dem letztern aber desertirt ist, wird auf den Antrag seiner Verwandten, da er seit iener Zeit von seinem Leben und Aufenthalt keine Nachricht ertheilt hat, hierdurch aufgefordert, bin⸗ naen neun Monaten und zwar spaͤtestens in dem auf den 16. Februar 1838, Vorm. um 10 Uhr, vor dem Konigl. Kammergerichts⸗Assessor Herrn von Goͤtze anberaumten Termine in unserem Gerichts⸗ Lokale auf dem Koͤnigl. Schlosse hierselbst sich ent⸗ weder schriftlich oder durch einen mit gerichtlichen Zeugnissen von seinem Leben und Aufenthalt versehe⸗ nen zulaͤssigen Bevollmaͤchtigten zu melden, beim Ausbleiben aber zu gewaͤrtigen, daß er fuͤr todt er⸗ klaͤrt und sein Vermoͤgen seinen legitimirten naͤchsten
Anträge zu machen genöthigt bin. Stettin, den 30. Juni 1837. 6
Niederländische Dampfschifffahrt.
Während der Monate Juli und August fährt läg⸗ lich Morgens um 7 Uhr ein Dampfschiff von Köln nach Rotterdam, ausgenommen den 3., 17. und 31. Juli und 14. und 28. August, wo die Abfahrt um 4 Uhr Morgens statthat. 2 Schiffe legen die Reise von hier nach Rotterdam in einem Tage zurück. 12 Die jeden Montag von hier fahrenden Dampfschiffe korrespondiren mit dem jeden Dienstag von Rotterdam nach London abfahrenden Dampfschiff „Batavier“.
A Steamboat leaves Cologne for Rotterdam du- ring the months of Jaly and August at 7 d'clock in the morning, except on the following days, the 3., 17. ond 31. of July and 14. and 28. Augüst, on which days she will leave Cologne at 4 o'clock in the morning.
The Steamboat leaving Cologne on Mondays cor- responds with the „Batavier“, which leaves Rot- terdam for London every Tuesday.
2 eine
Preußenlied von
““
Die um 4 Uhr abfahrenden Die
³ Mit einer Abbildung. Svo.
Leipzig, im Juli 1837.
——
Verwandten ausgeantwortet werden wird. Creuzburg, den 20. Februar 1837. F. Keonigl. Land⸗ und Stadtgericht.
v“
Literarische Anzeigen.
Bei A. W. Hayn in Berlin, Zimmerstraße Nr. 29, erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen zu haben:
gerstralse No. 24, ist erschienen:
bvenhagen und Neapel.
Gedanken über die dem weibhlichen Geschlecht Faͤhigkeit zum Unterrichten in wissenschaftlichen Disciplinen in der Schule.
schen Gesellschaft zu Berlin
5, Zͤeh.
10 sgr.
So eben ist erschienen und in allen Musik⸗ und Herr F. H. Morin hat mir die Einziehung seiner Buchhandlungen zu haben: ausstehenden Forderungen für Bücher, Musikalien ꝛc., aus dem Jahre 1835 und früheren aufgetragen. Ich ersuche alle diejenigen, welche ihm in solcher Beziehung noch etwas rückständig sind, die Zahlung binnen kur⸗ zem an mich zu leisten, widrigeunfalls
“ (Friedrich Wilhelm unser König.)
ur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs Singstimme (mit und ohne Chor zu singen) und Begleitung des Pianoforte. Von C. F. Müller. Preis mit dem Portrait des Königs 10 sgr. Preis ohne das Portrait des Königs 7 ½ sgr. v. Deppen zur Feier des 3. August für eine Singstimme mit Pianoforte⸗Begleitung com⸗
ponirt von Herrmann Pudor. C. W. Fröhlich & Comp., Unterwasserstraße Nr. 8.
In meinem Verlage ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen (Berlin durch Alex⸗ ander Duucker, Französische Straße Nr. 20 «.): ie Resultate der Wasserkur zu Graͤfenberg.
Ex apibus mel ct cera.
Diese Schrift enthält in zehn Briesen nicht allein eine genaue Beschreibung der neuen Heilmethode- in Gräfenberg, sie theilt zugleich die Ergebnisse der vom Verfasser selbst bestandenen Kur mit. Dem Arzte wird sie eine genaue Charakteristik der physiologischen Wir⸗ kungen dieser Methode, dem Laien, welcher sich der Kur unterwirft, ein erheiternder und berathender Führer seyn. F. A. Brockhaus.
Bei Simon Schropp & Comp in Berlin, Jaä-
Post-Karte von Deutschland und den angrünzen-
den Staaten zwischen Calais und Lemberg. Ko- Berlin 1837. 4 Blatt 2 Thlr. auf Leinzvand, in Etui 3 Thlr.
*
— — — B- 8
Bei E. Kummer in Leipzig ist erschienen und
allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin i
Plahnschen (L. Nitze), Jägerstraße Nr. 37:
Euripides Werke, nachgedichtet von J. Niu witz. 38 Bdch. enthalt. Kypklops. gr. 12 mo. 12
O. T., Roman von H. C. Andersen. Aus Dänischen von W. C. Christiani. 2 M.
2 Thlr. 5 sgr.
Seidler, C., Brasiliens Kriegs⸗ und Revoluteh geschichte seit dem Jahre 1825 bis auf die ne Zeit. 8vo. geh. 27 ½ sgr.
Trahn, G. W. Erfahrungen und Beobacht über die Wirkung der Sabbathsfeier auf! ten und Christen. Dargestellt mit Hiu auf den Zweck dieser Feier für alle Welttt 8vo. geh. 122 sgr. 1
¹ 1
zugesprochene
Im Verlage der Gebr. Reichenbach il⸗Lel erscheinen seit dem 1. Juli: G Diplomatische Blaͤtter für Genealogie und Staatenkunde.⸗ Zeitblatt für die höheren Stände. Redigirt vom Freiherrn L. v. Zedlitz. Durch die Mitwirkung der gründlichsten /Fol im Felde der Gencalogie und Staatenkunde, mit chen die Redaction durch die Herausgabe des „Nel Preuß. Adels⸗Lexikons“ in Verbindung gem ist, und durch den reichen bereits vorhandenen & der interessantesten, die Verhältnisse des Adels bete den Nachrichten aus der Geschichte der Vorzeit⸗ die hier augekündigte Zeitschrift ihre Aufgabe,, fortlaufende Chronik der diplomatischen und Pars Verhältnisse des gesammten Adels und der het ren Stände überhaupt zu geben, befriedigel lösen im Stande seyn. 1 Mit diesen Andeutungen über die Tendenz dere verweisen wir auf die ausführlichen P rospetin⸗ Probe⸗Num 9 Fen, 16 in allen Buchhan en gratis zu erhalten sind. 1 3 Von 1 „Diplomatischen Blaͤttern” nen in elegantester Ausstattung allwöchentlich v2 mern zu je ½ Bogen in Ato. Man abonnl 6 den halben Jahrgang d. J. mit 2 Thlr. Preußen bei allen löbl. Post⸗Aemtérn und Buchhandlunge Berlin, Posen und Bromberg bei E. S. Mi in Greifswald bei L. Bamberg). 1
5 sgr.
geh. 1 Thlr.
Preis in
ieße daher ihre Groͤße verkennen.
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Sh 2 Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tage s
Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Kronprinz und die Kron⸗ en ssin sind von Kissingen, und be. Koͤnigl. Hoheit der Prinz August aus der Provinz bachsen hier wieder eingetroffen. “ E“ 1
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8 s, 29. Juli. Fers arbeitete der Konig mit den Ninistern der auswaͤrtigen ngelegenheiten, der Justiz, des rieges und des Handels, und empfing darauf den Geschaͤfts⸗ aͤger des Papstes. 1 Die Herzogin von Orleans begab sich gestern in Beglei⸗ ng der verwittweten Erbgroßherzogin von Mecklenburg nach r Kirche in der Rue de Billettes, um dem Trauer⸗Gottes⸗ enste zum Andenken an die im Juli Gefallenen beizuwohnen. Das Journal des Döbats enthaͤlt heute folgenden Ar⸗ cl: „Wir feiern jetzt zum siebentenmale die Wiederkehr r Juli⸗Tage. Sieben Jahre, nur sieben Jahre trennen uns on jener glorreichen und schrecklichen Epoche, wo Frankreich, seine heiligsten Rechte und seine Existenz als civilisirte und eie Nation zu vertheidigen, genoͤthigt war, sich allen Gefahren ner Revolution auszusetzen. Vor sieben Jahren opferte Paris, elches noch kurz zuvor so ruhig und den Gesetzen so unter⸗ sorfen gewesen war, die Suͤßigkeit des Friedens, die Genuͤsse iner Civilisation, die Interessen seines ungeheuern Handels, im patriotischen Beduͤrfnisse, die Ehre und die Rechte des indes gegen einen unsinnigen Angriff zu vertheidigen. Denk⸗ fürdige Tage, vielleicht weniger noch durch den Enthusiasmus ir ersten Augenblicke, als durch die ruhige Vernunft, den uͤber⸗ gten Muth und die lange Geduld, mit welcher Frankreich slch und nach die Buͤrgschaften fuͤr die gesellschaftliche uͤhe wiederhergestellt und die Ordnung zuruͤckgefuͤhrt hat. ie Folge hat gelehrt, daß Paris und Frankreich, nicht blind— ings und durch stuͤrmische Leidenschaften hingerissen, gehandelt ahen. Der Heroismus, der die Juli⸗Revolution vollbrachte, ebt sich besonders in der Weisheit kund, mit welcher die Fol⸗ n derselben geregelt wurden; dadurch zeigte man der ganzen elt, daß Frankreich eben so ernst und bedaͤchtig in seinen Ent⸗ hͤssen gewesen war, wenn es seine Ruhe eine Zeir lang auf⸗ ub, als wenn es zu derselben zuruͤckkehren wollte. Die Juli— Revolution von dem trennen wollen, was auf sie gefolgt ist, d Drei Tage des Auf⸗ chwungs und des Enthusiasmus wuͤrden in 8 Sgg — welches so leicht zu entflammen ist, wie as unsrige, wenig bedeuten, wenn Frankreich nicht, in— gem es seine Revolution machte, die Bedeutung derselben gerchnet und ihre Graͤnze bestimmt haͤtte. In ihrem Zuschh⸗ pechange, in dem Verfolg ihrer Geschichte ist die Juli-Revo— zummn wahrhaft bewundernswuͤrdig und glorreich. Sie hat die Uonung wieder hergestellt, wie sie die Freiheit vertheidigt hatte sas Leben der Minister beschuͤtzt, wie sie ihre Ordonnanzen zer⸗ issen hatte; die Juni⸗ und April⸗Empoͤrungen unterdruͤckt, wie biec Despotis mus des Staatsstreiches zerschmetterte; sie hat len Leidenschaften einen Zuͤgel angelegt, allen Mißbraͤuchen e Freiheit Einhalt gethan, bestraft und verziehen! Mit ilen diesen Anspruͤchen auf die oͤffentliche Anerkennung be⸗ chet die Juli⸗Revolution ihren siebenten Jahrestag; und 4 Wunder der in sieben Jahren wieder hergestellten ¼ und Ordnung ist sicherlich eben so groß, als e ein drei Tagen umgestuͤrzten Regierung. Wir sagen edaß Alles beendigt sey; denn in dieser Welt ist nie etwas 5 9 den uͤben standenen Tagen der Pruͤfungen folgen andere; 8 11 enlose Frieden, die vollkommene Gluͤckseligkeit, die Ghsngenlose Ruhe ist hienieden weder den Voͤlkern noch den hcch bestimmt. Die Leute, die sich eine Regierungsform, 86 ehgah vorstellen, der ganz von selbst geht, und ihnen 8 öigen und keine Wachsamkeit mehr kosten soll, traͤumen n hen etwas, das nie existirt hat. Die unumschraͤnk— cc chs⸗ und die Republik, die alten wie die E dents engeh haben ihre Verlegenheiten, ihre Ge⸗ hecg⸗ sees⸗ ihre Parteien, ihre Zwistigkeiten, ihre derche Sn lehelwollenden. So geht es nun einmal uͤberstehen 1e. geg sahh 8. , 6⸗ eibsel von Unordnungen und Leiden E15 seren Gesetzen und in unserer efäschaften LEE“ jele Dinge zu verbessern und tns 8 esushen 1 öügen Ddeen in Einklang zu bringen; aber dfecr heds cgseh 8 * 5 4 „ B er ahr, daß die Ordnung ungeheure Fortschritte de hataea Btreich einer Ruhe und einer Sicherheit genießt, die es eede eee ,sunter 6cg Prinzip der neuen Re ierung uͤrde, und daß es uns an diesen ie⸗ enten Jahrestage erlaubt ist, der Juli⸗Revolution schon she h F..g Bersebechß zu danken.“ HPrinz von Joinville wird sich am 5. Auqust in Tou⸗ * 8 den ,Herkulgs “ einschiffen und bis nin 8b n eird gaszen heege Geschwader begleitet werden. Der Prin 68 29. seeederg nach Madeira und Teneriffa, von dort nach *† 15 5 Kuͤsten, nach den Inseln des gruͤnen Vorge⸗ naie⸗ 88 ) sio Janeirv und Bahig, nach Cajenne, nach Mar⸗ 2 ee Felbuve, Jamaica und Cuba begeben. Zuletzt wird 8 ules in der herrlichen Bay von Chesapeak, die sich schen Virginien und Mar Anter aetzen. e nd Maryland e hca. vor Anker gehen as en ir aut wer⸗ der Prinz von Joinville eine Reise in er Vereinigten Staaten unternehmen. Alsdann
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der ganz
Koͤnigl. Hoheit direkt nach Brest zuruͤckkehren. Die e wird wahrscheinlich acht bis zehn Monate dauern. heil der Eisenbahn von Paris nach Saint⸗Germain, ertig ist, ward vorgestern von etwa 60 Personen be⸗ fahren. In drei Tagen hofft man, alle Arbeiten beendigt zu haben, und am 10. August wird wa rscheinlich die Koͤnigl. Fa⸗ milie die Bahn durch eine feierliche helche einweihen.
Auf den Vorschlag des Ministers des ö entlichen Unter⸗ richts ist der bekannte Schriftsteller Herr von 1 ouy zum Offi⸗ zier der Ehren⸗Legion ernannt worden. Sollte Herr Viennet nun noch Anstand nehmen, seinen Orden zu tragen?
Das ministerielle Abendblatt enthaͤlt jetzt einen Be⸗ richt uͤber die in Langres stattgehabten Unruhen, woraus sich ergiebt, daß dieselben durchaus nicht politischer Natur, sondern lediglich dadurch veranlaßt waren, daß die Polizei sich einem Tumulte widersetzte, der mehrere Abende hinter einander we⸗ gen einer Familien⸗Angelegenheit vor einem dortigen Privat⸗ hause stattfand.
Die Brigg „Laurier“ ist nun abermals, mit Victor Boi⸗ reau am Bord, von Brest aus nach New⸗York unter Seegel gegangen.
Mademoiselle Elise Garnerin wird heute um 4 Uhr mit einem Ballon in die Seh⸗ 19. und sich mittelst eines Fall⸗ schirmes niederlassen. Ihr Vater hat an ein hiesiges Journal geschrieben, daß das Ungluͤck, welches den Herrn Cocking ge⸗ troffen, seine Tochter nicht einschuͤchtere, und daß jenes traurige Ereigniß vorausgesehen, erklaͤrt und durch den Luftschiffer Hrn. Delcourt dem Hrn. 8 Luftschifffahrt wird de 40ste der Mademoiselle Garnerin
Die Presse meldet, daß am Bord des mals eine Person an der Pest gestorben sey.
Der Courrier frangais bemerkt in Bezug auf die ge⸗ genwaͤrtig in England stattfindenden Parlamentswahlen: „Die bisjetzt bekannt gewordenen Wahlen ergeben einen Vortheil von etwa 22 Prozent zu Gunsten der Reformisten. Es 9 indeß keinesweges gewiß, daß dieses fuͤr die Liberalen guͤnstige Resul⸗ tat fortbestehen wird. In den groͤßeren Staͤdten wird es den Reformisten leichter, den Sieg geen ihre Gegner davon zu tra⸗ en, weil sie sich dort auf die industrielle und Handel treibende
lasse und auf die Hauseigenthuͤmer stuͤtzen, und mit diesen Wahlen hat man begonnen. Aber die Repraͤsentanten der Grafschaften, die durch Waͤhler ernannt werden, welche groͤßten⸗ theils von den großen Grundeigenthuͤmern abhaͤngen, gehoͤren in der Regel der Tory⸗Partei an. Diese Wahlen kommen spaͤter und werden die Schaale ein weni auf die Seite der aupiefeiglseschen Shsiece neigen. e. Einfluß Londons
die Grafschaften ist nicht so groß ri 89 “ ht so groß, als der von Paris auf
Die Regierung hat heute nachstehende telegraphische De— peschen erhalten: ebehe 8 Man schreitbe 82 Saragossa vom 24sten, daß Don Carlos auf Camarillas mar⸗ schire, wo er 8000 Rationen verlangt hat. Dieser Weg deutet die Absicht an, uͤber Daroca und Taragona nach dem Ebro zuruͤckzukehren. Espartero war am 19ten in Villaz de Domingo; Garcia stand bei Cuenga und war bereit, auf Teruel oder auf Molina zu marschiren, je nach der Richtung, die Don Carlos einschlagen werde.“ — „Bayonne, 27. Juli. Ein am 25sten in Pampelona publizirter Bericht meldet, daß Don Carlos am 22sten in Daroca angekommen war und auf Borja marschirte. Espartero und Oraa folgten ihm auf seinem eiligen Ruͤckzuge.“ Man schreibt aus Bayonne vom 25. Juli: „Es bestaͤ⸗ tigt sich, daß die Karlisten, 3600 Mann stark, am 22. Juli zwischen Haro und Logrono uͤber den Ebro gegangen sind. Es sind sechs Bataillone, von denen zwei aus Biscayern, zwei aus Guipuzcoern, eines aus Valencianern und eines aus Ca— stilianern besteht, begleitet von einer Eskadron Kavallerie die von Elio kommandirt wird. Die ganze Expedition steht unter dem Befehl von Zariateguy. Sie hatte kaum den Ebro uͤber⸗ schritten, als sie von den constitutionnellen Truppen aus Haro und dhecor . ee wurde. Die Soldaten glaubten fest man werde sie nach Madrid fuͤhren, ein Stabs⸗Offizier ver⸗ sicherte jedoch, der Commandeur habe den Befehl, sich mit Don Carlos zu vereinigen, um seine disziplinirten Truppen, die be⸗ deutende Verluste erlitten, zu vermehren. Es ist nicht gegruͤn⸗ det, daß noch zwei andere Karlistische Expeditionen abgegangen In. neien 8 1 ist die von „Sentinelle des Pyrénées“
itgetheilte Nachricht von der Einnahm t mtcgsahe Feggäcchesc hme Tudela's durch die
ie gestern erwaͤhnten kurzen Betrachtungen des our⸗ nal des Débats uͤber die Spanischen 1u1 folgendermaßen: „Die Expedition des Don Earlos ist vollkom⸗ men gescheitert und die Niederlage, die er am löten bei Chiva erlitten hat, zwingt ihn, sich auf die kleine Karlistische Festung Cantavieja, an den Graͤnzen von Nieder⸗Aragonien, zuruͤckzu⸗ ziehen. Alle Briefe und Devpeschen lassen in dieser Beziehung keinen Zweifel uͤbrig. Die Dinge wenden sich augenscheinlich zu Gunsten der constitutionnellen Waffen. Es steht nun zu er— warten, ob Don Carlos wirklich, wie man jetzt verkuͤndet, ge⸗ zwungen seyn wird, uͤber den Ebro zuruͤckzugehen.“ 1
Die Gazette de France haͤlt es fuͤr unmoͤglich, daß es die Absicht des Don Carlos seyn koͤnne, uͤber den Ebro zuruͤck⸗ zugehen, sondern glaubt vielmehr, daß die ruͤckgaͤngige Bewe⸗ gung des Don Carlos nur zum Zweck habe, sich mit dem Corps zu 1eeh. 12v.;;- uͤber den Ebro gegangen sey.
eute bleibt wegen der Juli⸗Feierlichkeit die Boͤr chtoffen g Juli⸗Feierlichkeit die Boͤrse ge⸗
EBe“ . 8 Großbritanien und Irland.
London, 28. Juli. Unter den an esehenen Fr 8 8. 1 n Fremden, die d- den letzten Tage bei Hofe erschienen, Fülnehs an den Groß⸗ berzog und die Großherzogin von Oldenburg. Der Griechische Gesandte, Herr Trikupis, befindet sich fast immer in ihrer Um⸗
gebung.
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Cocking prophezeit worden sey. Die heu⸗“
Die Koͤnigin hat unterm 19ten d. den Bildhauer Westma- cott zum Ritter ernannt und dem Obersten (General⸗Lieutenant) Evans die Erlaubniß ertheilt, das Großkreuz des Ordens Karl's III. zu tragen, welches die Koͤnigin von Spanien ihm fuͤr seine Waffenthaten bei Irun und Fuentarabia verliehen.
Das Schloß in Windsor wird zur Aufnahme der Koͤnigin
zu Ende des nächsten Monats in Bereitschaft desehe Alle Do⸗
mestiken des verstorbenen Koͤnigs erwarten, da sie in der neuen Hofhaltung werden beibehalten werden. Die verwittwete Koͤ⸗ nigin, die an einem sehr laͤstigen, ihr die naͤchtliche Ruhe rau⸗ benden Husten leidet, hat ihren Kammer⸗Musicis durch ihren Schatzmeister anzeigen lassen, daß sie ihre Dienste nicht laͤnger gebrauche; ob diese Musiker von der Koͤnigin Victorig werden engagirt werden, steht dahin. Der Herzog von Sussey von Holstein⸗Gluͤcksburg zu glaͤnzendes Diner.
ab gestern dem Prinzen Christian hren in Kensington⸗Palast ein
Der Vice-⸗Koͤnig von Irland ist nach Dublin zuruͤckgekehrt
und dort von vielen Tausend Menschen mit dem groͤßten Ju⸗ bel empfangen worden.
Der Kanzler der Schatzkammer ist wieder hier angekommen und hatte sofort mit V 8 ourne.
Der Courier spottet den Pariser National, der sich aus London habe aufbinden lassen, der Herzog von eaenesi0 Len im Begriff, die Stelle eines Ministers der auswaͤrtigen Ange⸗ legenheiten unter Viscount Melbourne anzutreten.
Bleich nach der Versammlung des Parlaments sollen, wie es heißt, 12 neue Pairs und 4 Herzoͤge (der Marquis von Anglesea zum Shgs von Mona) ernannt werden.
Der General⸗Prokurator, Sir John Campbell, machte in seiner Rede an die Waͤhler von Edinburg bemerklich, daß die Hochtory⸗Partei die Anspruͤche der Koͤnigin auf ihren Thron zwar nicht bestritten habe, jedoch keinen Anstand nehme, laut du. zuchhen, wie es besser waͤre, das Salische Gesetz in England
ren.
Herr Abercromby wies in seiner Wahl⸗Rede in Edin⸗ burg auf die geringe Majoritaͤt hin, mit der das Mini⸗ sterium zur Gewalt gelangte; er bemerkte kerner, daß diese Majoritaͤt von 27, mit Ausnahme einiger 2* en, bestaͤndig esh 20 bis 30 eschwankt haͤtte, daß er sich in der Ge⸗ schichte des Landes einer Administration erinnere, die mit einer so geringen Majoritaͤt sich so lange behauptet habe, und daß dies ein sicherer Beweis sey, daß das Ministerium von der oöͤffent⸗ lichen Meinung unterstuͤtzt werde, weil der geringste Wechsel dieser oͤf⸗ fentlichen Metnung dasselbe üTne. wuͤrde. Diese Gewalt der oͤffentlichen Meinung und der olksstimme, auf welche die Ad⸗ ministration sich begruͤnde, verdanke das Volk aber nur der Reformbill. Hierauf ging der Redner zu dem jetzigen Zustande des, Ministeriums und seinen naͤchsten Maßregeln uͤber. „Al⸗ les“, sagte er, „was wir von unserer neuen Herrscherin und noch dazu von einer so jugendlichen Herrscherin wissen und wis⸗ sen koͤnnen, ist, daß sie ihre Minister gewaͤhlt und von diesen Ministern die Erklaͤrung angenommen, mit der sie ihre Regie⸗ rung eroͤffnet hat.“ Diesen Ministern nun 1.. Irland, fuhr der Redner sort, daß es zum erstenmal ohne Zwangs⸗ mittel beherrscht werde. Hierauf erwaͤhnte Herr Abercromby, der schon im Eingange seiner Rede von der gewaltigen Spal⸗ tung der politischen Meinung im Parlament und im Lande ge⸗ sprochen hatte, die nie so entschieden hervorgetreten sey als jetzt, der religioͤsen Zwistigkeiten. Er glaube, sagte er, daß die herr⸗ schende Kirche in England und Schottland von einer großen Majoritaͤt des Volks unterstuͤtzt werde. (Beifall und Aeußerun⸗ gen des Tadels). Der Redner nahm von diesen lauten Aeuße⸗ rungen des Lobes und Tadels, die bei dem einfachen Ausspre⸗ chen einer Thatsache, an das er glaube, sich kundgegeben, ei⸗ nen Beweis her von dem tiefen Zwiespalt, der im Volke uͤber diesen Punkt herrsche. Er halte es, fuhr er fort, fuͤr die Pflicht der Regierung, die bestehende Kirche zu unterstuͤtzen, weil sie durch das ee sey. (Wiederholte Aeußerungen des Lobes und des Tadels.) Ob einer der 2 aͤhler seine Meinung geaͤndert habe, wisse er nicht, er habe, wenn ihn sein Gedaͤcht⸗ niß nicht taͤusche, die Worte seiner letzten Adresse eben wieder⸗ ders ugleich aber sey es die Pflicht der Regierung und der
esetzgebung, die achtbare und zahlreiche Minoritaͤt der von der Kirche Dissentirenden zu schuͤtzen. Aber man moͤge die Sache der Kirche nicht in die politischen Parteikaͤmpfe verwik⸗ keln (Hoͤrt! hoͤrt! Beifall), denn wenn es sich zeige, daß Reli⸗ gion ein Hinderniß zur Erlangung buͤrgerlicher Rechte sey, sey dies mit dem hoͤchsten Nachtheile verbunden und gebe dem Streite uͤber politische Fragen alle Uebel religioͤser Parteikaͤmpfe. Auch koͤnnte das Volk die Kirche, wenn es sie zwischen sich und sei⸗ nen Rechten erblicke, leicht verlassen. (Hoͤrt!) „Doch moͤge diese Zeit“, so schloß der Redner, „nie kommen, allein ich glaube, daß eine solche Betrachtung der Aufmerksamkeit der Kioche sehr
mech v- ls der Marquis von Douro, aͤltester Sohn des Herzogs von Norwich, um deren
von Wellington, von einem Waͤhler ich beworben, um die Gruͤnde
Stimme er und Herr Scarlett befragt wurde, welche 88 bestimmten, von der Meinung seines beruͤhmten Vaters in Bezug auf die Armen⸗Gesetze abzuwei⸗ chen, antwortete er nach augenblicklichem oͤgern: „O, mein Va⸗ ter! der sitzt im Oberhause und hat ichts mit Waͤhlern zu ellington“, fuͤgt der Courier hinzu,
88 Wfr Herzog von
ist mit icht freimuͤthig, sein Sohn, wie wir sehe
aus Versehen seelmamee9, “ Der Admiral Napier will eine
gegen die Wahl seines
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An Tumult und Unfug hat es bisher bei den Wahlen nicht gefehlt, und an mehreren Orten 29 die Ruhe auf hoͤchst betruͤbende Weise gestoͤrt worden. Hier in London hat man sich damit begmägr, einige der verungluͤckten Kandidaten in
orangenfarbener Kieidung in effegie an den Galgen zu haͤngen;
von Cambridge eine lange Unterredung
Petition wegen Bestechung Gegners, des Herrn M. Attwood, ein⸗
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