1837 / 292 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Allgem

Berlin, Sonnab'end den 21sten Oktober

Ein heiliger Bezirk ist ihm die Sceue,

Verbannt aus ihrem festlichen Gebiet

Sind der Natur nachlässig rohe Töne;

Die Sprache selbst erhebt sich ihm zum Lied. Aber, setzt er hinzu:

Nicht Muster zwar darf uns der Franke werden,

Aus seiner Kunst spricht kein lebend'ger Geist,

Des falschen Anstands prunkende Geberden

Verschmäht der Sinn, der nur das Wahre preist;

Ein Führer nur zum Bessern soll er werden. Diese letzteren Worte des großen Dichiers sind es nun, die wir der ungen obgenannten Gastspielerin nachrufen und ihr zur Beherzi⸗ ung anempfehlen wollen. Sie besitzt vor vielen anderen jugendli⸗ chen Schauspielerinnen ein Vermögen an lörperlichen und geistigen Mitteln, das zwar in allen Fächern der Schauspielkunst freund⸗ lich anspricht, aber die Ausführung ihrer Gastspiele entsprach dieser Erwartung nur zum Theil; wir haben überall vorherrschend das Talent zum Heroisch⸗Tragischen, wie wir es oben bemerkt haben, gefunden; ist denn aber dies nicht etwa „der Ausbildung vor⸗ zugsweise werth? So lange es eine Deutsche Bühne in würdiger Weise geben kann, muß die Tragödie ihre Basis und ihr Gipfel bleiben. Die Frage wäre nur, ob einem tüchtigen mimischen Talent eine bloß einseitige Ausbildung seiner Kräfte für das Heroisch⸗Tragische er⸗ sprießlich sey? Nach der Beschaffenheit unseres gegenwärttigen Thea⸗ ters ist diese Frage sehr müßig; die tüchtigen Talente müuͤssen sich schon des täglichen Gebrauchs wegen in allen Fächern routiniren und also auch gefällig bilden. Unsere Ansicht bleibt sonach mit ei nem Worte, daß Fräulein von Zahlhas sich zwar immerhin dem Schauplatz ihrer Thä⸗ tigkeit gemäß viel bewegen, aber doch, wie oben schon bemerkt, sich vornehmlich ihrem Naturberuf zur mimischen Kunst, der Darstellung des Tragischen, widmen möge. Ueber den Eingangs erwähnten weiten Gast, Herrn Jerrmann, in dem nächsten Theater⸗Arti⸗ sel dieser Blätter. —⸗

Preuss. Präüm.-Sch. 62 ⅛. Br. do. 4 % Anl. 100 ⁄¾. Br. Poln. L., 0g 42 4. 5 % Span. Anl. 1424. 14 ½. 2 ½ % Holl. 525 . 529 öne Ha mburg 17. Vhntober. 8 Buank-Actien 1882 7- Eugl. Kuss. 107 ⅛. 02 24 c1. Ne 11 sr v 14. Oktober. 5 % Rente fin cour. 109. 60. 3 % fin cour. 80. 65. 5 % Neap. fin cour. 99. 40. 5 % Span. Rente 21 ¼. Passive 4 ⁄¾. 30¾ Portug. 25 ¼³.

Bunk-Actien —.

E1111“

Den 19. Oktober 1837. 1 uu ndls- utadt weld-Cours-Zettel. Pr. Cour. Brief. Celd. 105 72 1705 1001 ⁄1 2⁄ 100 ⁄h12 IIö 107

0/ P 1 70 Fort. —. d mtlicher Fo 0.

Pr. Cour. Brief. Grld.

102 ¾ 102 ¼ 101 102³4 102 ¼ 102⁵½

Pomm. do. Kur- u. Neum. do. do. do. Schlesische do Rückst. C. und Z. Sch d. K. u. N. Gold al marco Neue Duc. Friedrichsd'or Aund. Goldmün- zeu à 5 Thl. Disconto

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. 0Obl. 30. PrämSch. d. Sech Kurm. Obl. m. I. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do.

Elbinger do.

Danz. do. in Th. Westpr. Pfandhbr. 4 Grossh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfandbr. 4

Wien, 14. Oktober. 4 % 100 ¾¼. 3 % Neue Anl. 591 ¼.

do.

077⸗

48 /98.

2 ½ % 59 ¼

7 1 %

89 6 215 ( ½ 214 ½ Koͤnigliche Schauspiele. 8 —— 1 25 Freitag, 20. Okt. Im Opernhause: Die Gesandtin, k,

mische Oper in 3 Abth, von Scribe und St. George. Must von Auber. 1

Im Schauspielhause: 1) Mistriss Siddons, ou: Une ax. tricc anglaise, vandeville noovean en 2 actes. 2) Renaucdiix de Caen. vaudeville en 2 actes.

Sonnabend, 21. Okt. Im Schauspielhause: Der Jude Schauspiel in 5 Abth., nach dem Englischen des Richard Cum⸗ berland. Hierauf: Der Spiegel des Tausendschoͤn, Burlett j 9 zos. 8 8 3 8 1517 1in 1 Akt, mit Gesang, von C. Blum. Der bei dem Land⸗ und Stadtgericht zu Schoͤnlanke an⸗ 102 G —— stellte Justiz⸗Kommissarius Damke zu Filehne ist zugleich 6 m Notarius im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu

romberg bestellt worden. 3

1 1 104 104

1 C“ verschiedenenmalen gesehen, daß man uͤber einen weiten Raum mit einem Sprunge hinwegsetzte, um sich dann wieder zuruͤck⸗ zuziehen, und eben deshalb leben wir nach 40 Jahren der Re⸗ volution noch immer auf einem schlechtbefestigten Boden.“

Das Journal La Presse enthaͤlt heute einen Artikel, der ohne Zweifel eine heftige Polemik hervorrufen wird. Es wird in demselben behauptet, daß Herr Laffitte seine Handelsbank nur errichtet habe, um dem Einflusse der Regierung durch sei— nen finanziellen Einfluß die Wage zu halten.

Die hiesigen Blaͤtter beschaͤftigen sich jetzt schon sehr ange⸗ legentlich mit den bevorstehenden Wahten. Es scheint aber un⸗ nuͤtz, die verschiedenen Kandidaten aufzuzaͤhlen, die sich um die Dceputation bewerben, indem das Resultat allein von Wichtig⸗ keit seyn kann. Uebrigens soll sich die Zahl der Kandidaten in ganz Frankreich auf 11,000 belaufen.

Es sind auch heute noch keine neuere Nachrichten von der Expedition nach Konstantine eingegangen.

Ueber die vielbesprochene Landung Tuͤrkischer Truppen in Tripolis meldet das Journal des Débats: „Zuverlaͤssige Berichte lauten dahin, daß die in Tripolis gelandeten Tuͤrki⸗ schen Truppen sich nicht uͤber 1000 bis 1100 Mann belaufen. Der groͤßere Theil derselben sind Rekruten; aber es befinden sich auch unter ihnen 100 bis 120 Kanoniere und Bombardiere, die bisher in den Dardanellen⸗Schloͤssern gedient haben. Diese Soldaten kampirten außerhalb der Stadt, und es waͤre moͤg⸗ Briefen aus Dublin zufolge, staͤnde Lord Plunket im Be— lich, daß man sie nach Konstantine gesandt haͤtte. Alle fruͤher griff, seinen Lord⸗Kanzler⸗Posten von Irland niederzulegen und dorthin geschickten Truppen sind aus dem Suͤden der Tunest— sich mit einer Pension von 4000 Pfund Sterl. in den Ruhe⸗ schen Staaten zur See nach Kefz gegangen; diesen Weg schlu⸗- stand zuruͤckzuziehen. Baron Richards wird als sein Nachfol⸗ gen auch die Agenten der Pforte ein, die nicht wagten, in Sfax ger genannt. zu landen, obgleich von diesem Orte viele fuͤr Achmet⸗Bey be Im Jahre 1766 machten die Protestanten in Irland das

104 ½

Großbritanien und IFilanb. London, 14. Oktober. Vorgestern hatte der Portugiesische Gesandte, Ritter von Ribeiro, in Brighton eine Audienz bei Ihrer Majfestaͤt der Koͤnigin, um sich zu beurlauben. Das Schreiben mit der Anzeige von der Geburt des Portugiesischen Thron⸗Erben hatte derselbe Ihrer Majestaͤt schon fruͤher in Windsor zu uͤberreichen die Ehre gehabt; jetzt uͤbergab er ein neues Schreiben seiner Souverainin und wurde Abends zur Koͤniglichen Tafel gezogen.

Die verwittwete Koͤnigin ist von Bushy⸗Park in St. Leo⸗ nard's angekommen, wo Ihre Majestaͤt nunmehr residiren wird. Lord Melbourne ist von Brighton nach Bowood in der Grafschaft Wiltshire zum Besuch bei dem Marquis von Lans⸗ downe abgereist, wohin sich auch Lord John Russell begeben hat.

Der Russische Fuͤrst Narischkin, Ober⸗Hofmarschall des Kai⸗ sers Nikolaus, ist, von Aachen kommend, hier eingetroffen. Der Russische Botschafter, Graf Pozzo di Borgo, wied in etwa acht Tagen von Paris hierher zuruͤckkehren.

Herr Trikupi, der Griechische Gesandte am hiesigen Hofe, kehrt mit dem Range eines Staats⸗ Rathes, der ihm vom Koͤ⸗ nig Otto verliehen ist, nach Athen zuruͤck. Sein Nachfolger ist Herr Mindutzo, gegenwaͤrtig aus St. Petersburg hierher un—⸗ terweges.

Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.

12277 —2 7 8

IWechsel- C% 27† .

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem katholischen Schullehrer dHahr zu Schwammelwitz, Regierungs⸗Bezirk Oppeln, das lgemkine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

Kurz 2 Mt. Kurz 151³ 9 2 Mt.

3 Mt.

2 Flt.

2 Mt.

2 Mt.

2 Mt.

8 Tage 2 Mt.

3 Woch.

250 Fl. 250 Fl. 300 Mk. 300) Mk. 1 LSt. 300) Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Thl. 1000 Thl. 150 Fl. 100 Rbl.

Amsterdam. do. HIambhurg d0.

[aILAAeö“ Paris Eu“ Wien in 20 Xr...

Augshburg Breslau. Leipzig. Frankfurt a. M. WZ. EEI

8011 ¼l

101

b1V161ö11II11116

Freitag, 20. Okt. Endlich hat er es doch gut gemach gustssdel 1873 Akten, von Albini. Vorher: Der Raͤuber en bri. Lustspiel in 1 Akt, von A. Cosmar.

Sonnabend, 21. Okt. Norma. Oper in 2 Akten. M von Bellini. (Dlle. Hochfellner, vom Kaͤrntnerthor⸗Theater, Wien, neu engagirtes Mitglied dieser Buͤhne: Adalgisa, erstes Debuͤt. Herr Eicke, vom Stadttheater zu Leiy, Sever, als Gastrolle.)

102 ¼ 30

1111““n 8

Der Schluß der dieszjaͤhrigen Dampfschifffahrt zwischen reifswald und Ystadt tritt mit dem 5. November ein, an wel⸗ em Tage das Dampfschiff zum letzt 5 Greifswald ich Ystadt abgefertigt werden wird 1

Berlin, den 16. Oktober 1837. General⸗Post⸗Amt. . Bekanntmachung.

Bei der gestern fortgesetzten und heute beendeten Ziehung tfuͤr dieses Jahr s Seehandlungs⸗

Meteorologische Beobachtung. 37. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger sdo868üh 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. 1 Huern 7,60 Luftdruck. 336,55“„Par. 336,90 „Par. 337,12 „Par.] Quellwerme 7,600 R. Lufwwäͤrme... 4+. 8,10 R. 4. 820R. 4+. 8,00 R. Reuswärme 7ℳ4 2 R. Thaupunkt.. + 6,9 0 R. + 7,0 0R. + 6,8 °R. 8 1 . 88 Dunstsaͤttigung 91 vCt. 91 vCt. 91 vCt. WE Wetter .. trübe. regnig. trübe. 1 Uederschlag 0,012 Rh. Wind W 81 W. Wärmewechsel †. 8,5° 19uA-22à2àb-22--,2ee 2 0 Wolkenzug... WNW. + 7,09. Tagesmittel: 337,89“ Par.. + 8,10 R.. †. 6,9 R.. 91 vCt.

Auswärtige Börsen Amsterdam, 14. Obtober. Niederl. wirkl. Schuld 52 %. 5 % do. 101 6. Kanz - Bill.

22 à½. 5 % Spau. 18 ½. Passive —. Ausg. Sch. —. Zinsl. 615,16.

Preuss. Präm.-Sch. —. Poln. —. Oesterr. Met. 100 ½.

Antwerpen., 13. Oktober. Zinsl. 6 ¼. G. Neue Aul. 181 1 6. Br. ⅛. G. EEI Oesterr. 5 % Met. 104 ¾. 104 ½. 4 % 99 ½. G. 2 ½ % 59 ½. 59 ¼. 1 % 25 ¼. Br. Byuank-Actien 1658. 1656.

zur Ausloosung bestimmten braͤmien⸗Scheine fielen die noch verbliebenen Haupt⸗Praͤmien is einschließlich 500 Rthlr. auf N. ; 36,679 87,610 238,102

25 ¼. Partia!- Obl. 142 ¼. G. Loose zu 500 Fl. 117 ¼. 117. Loose zu 100 Fl. 226 ½. G.

4,500 2,000 2,000

W.

22 5 m.

Allgem

Bekanntmachungen.

Civil⸗Senat des K. Ober⸗Landesgerichts zu Marienwerder. Nothwendiger Verkauf.

Das im Preuß⸗Staraardtschen Kreise belegene Domatnen⸗Erbpachts⸗Vorwerk Mestin Nr. 84, laut der nebst Hypothekenschein und Kauf⸗Bedingungen in der Registratur einzusehenden gerichtlichen Taxe abgeschaͤtzt auf 12,000 Thlr., soll am 25. Novem⸗ ber 1837, Vormittags um 11 Uhr, an ordent⸗

licher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Nothwendiger Verkaunf.

Ven dem Königl. Ober⸗Landesgerichte zu Stettin soll das im Randowschen Kreise Vorpommerus belegene Allodialgut Schoeningen, abgeschätzt auf 58,384 Thlr. 1 sgr. 3 pf. zufolge der nebst Hvpotheken⸗Schein und Kanfbedingungen in der Registratur einzusehenden landschaftlichen Tare, .

am fünf und zwanzigsten April 1838, Vormittags um 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

1 v1“ Es ist auf Todes⸗Erklaͤrung des am 4. Juni 1797 zu Bromberg gebornen Friedrich Wilhelm Ernst Arndt,

Sohn des Feldwebel Johann Arndt im 3ten Muske

tier⸗Bataillon, Regiments von Morstein, dessen Auf⸗

enthalt seit dem Jahre 1820 unbekannt ist, angetragen

worden Derselbe, modo seine unbekannten Erven und Erbnehmer, werden daher aufgefordert, in dem a m 7. M ar 38 an ordentlicher Gerichtsstelle angesetzten Termine zu erscheinen oder sich bis dahin schriftlich oder persbn⸗ lich zu melden, widrigenfolls Proyocat fuͤr todt er⸗ klärt und sein Vermoͤgen seinen naͤchsten Verwand⸗ ten oder in deren Ermangelung dem Koͤnigl. Fiscu⸗ zugesprochen werden wird. Thorn, den 16. Maͤrz 1837. 8 Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht.

Subhastations⸗Patent.

Die dem Schoͤnfaärber Franz Benjamin Lehmann gehbrigen, hierselbst in der Muͤhlenvornadt ge'ege⸗ nen Grundstuͤcke No. 2 und 3 des Hypothekenduchs, deren Hofestellen zusammengezogen und mit einem massiven zwei Etagen hohen Wohnhause, Neben⸗ und Stallgebaͤuden bebaut sind, worin eine vollssaͤn⸗ dig eingerichtete Schoͤnfaͤrberei sich befindet, und welche sich wegen ihrer Groͤße, innern Einrichtung und Lage am Cladow Kanal auch zu andern Fabrik Anstalten eignen, so wie die dazu gebhoͤrige Wiese von 9 Morgen 171 QRutben, gerichtlich auf 10,207 Thlr 20 sgr. 6 pf. adgeschaͤtzt, sollen in nothwendi⸗ ger Subhastation verkauft werden. Der Bietungs⸗ Termin ist in unserm Gerichts⸗Lokale bierselbst auf

vden 22, RNoöovembee c. vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichts Ratb Soͤnderop angesetzt. Die Taxe, die neuesten Hypothekenscheine und die Kauf⸗Bedingungen sind in unserer Regi⸗ stratur einzusehen. Die Wlese soll als ein besonderes Grundstuͤck verkaust und vom Hause getrennt werden

Landsberg a. d. W, den 14. Mai 1837. Koönigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Bekanntmachung.

Ueber den Nachlaß des hierselbst am 6. April 1837 verstorbenen Kaufmanns und Weinhändlers Christian Ludwig Albrecht ist unterm heutigen Tage der erb⸗ schaftliche Liquidations⸗Prozeß eröffnet und der Herr Justiz⸗Kommissarius Marchand vorläufig der Masse zum Curator bestellt. Alle unbekannte Gläubiger des Gemeinschuldners werden hierdurch vorgeladen, am 27. November 1837, Vormittags 10 Uhr, im Stadtgericht vor dem Herrn Kammergerichts⸗Asses⸗ sor Bratring ihre Ansprüche an die Masse gehörig an⸗

einer Anze

mit den übrigen Kreditoren über die Beibehaltung des bestellten Interims⸗-Curators oder die Wahl eines an deren zu vereinigen. Es wird hierbei die Verwarnung gestellt, daß die außenbleibenden Gläubiger aller ihrer etwauigen Vorrechte für verlustig erklärt und mit ib ren Forderungen nur an dasjenige, was nach Befrie⸗ digung der sich meldenden Gläubiger von der Masse noch übrig bleiben möchte, verwiesen werden sollen. Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden zu Sachwaltern vorgeschlagen die Herren Justiz⸗Komm ssarien Stech und D1. Straß. Berlin, den 8. Juli 1837. Königl. Stadtgericht, Abtheil. für Kredit⸗ Subhastations⸗ und Nachlaß⸗Sachen.

hier zu erscheinen, sich anzumelden, zu legitimiren, ibre Erb⸗ und sonstigen Ansprüche zu liqundiren und ge⸗ hörig zu bescheinigen und darüber mit dem bestellten Conkradictor rechtlich zu verfahren, sodann aber den 12. Jannar 1838 der Bekanntmachung des Präclusev⸗Besche’ds gewär⸗ tig zu seyn, wie gesetzlicher Vorschrift gemäß hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Justiz⸗Amt Wiesenburg, am 30. Juni 1837. Der Königliche Justiz⸗Beamte allda und Ritter des Königl. Preuß. Rothen Adler⸗Ordens Ar Kl., Joseph Moritz Benjamin Hacker.

v Der veormals Dictussche sehr vortheilhaft bekannte

Auf den Antrag der Besitzer soll das im hiesigen Kreise, ¾ Meile von Pvritz, 6 Meilen ven Stiettin und Landsberg, 17 Meilen von Berlin belegene Ritter.

gut Naulin a. h. und c. nebst Zubehbr, cerca 2600 Magdchurger Morgen Acker, werunter an 1900 Mor sgen erster Klasse, über 300 Magdeburger Morgen Wiesen, 60 Morgen Gärten und Wurthen, im Gan⸗ zen über 3100 Magdeburger Morgen enthaltend, aus freier Hand verkauft werden.

(Zu diesem Zwecke ist ein Termin auf den 3. November 11 Uhr bier in dem Geschäftslokale des Unterschrirbenen an beraumt worden, wozu Kauflustige mit dem Bemerken biermit eingeladen werden, oaß Kausbedingungen, Hvpo⸗

sthekenschein, Charte und ein Auszug aus dem Ver⸗ messungs⸗Register und die landschaftliche Tare hier eingeseben werden und von dem Kaufgelde über 70,000 Thlr. auf dem Eute steben bleiben können.

Das Gut gebört zu den besten und bedeutendsten Gütern im hiesigen Kreise, ist in sehr autem Kultur Zustande: es hat größtentheils nene Gebände, eine Froße neu angelegte Brennerei, und werden 2800 bis

* 3000 Schaafe darauf gchalten; es ist bis Jobanni 1848 für cicca 4700 Thir. jäbrlich verpachtet; doch int Pächter es zu Johaunni künftigen Jabres gegen eah verhältnißmäßig nicht bedeutenden Abstand zu räumen gehalten. Das Inventarium gehört zum großen Theile dem Päüchter.

Ppritz in Pommern, den 1. Okteober 1837.

Der Kreis⸗Jusiz⸗Rath Lympius.

Bekanntmachung. BVen dem unterzeichneten Königlichen Justiz⸗Amfe ssind, mittels der allhier und bei dem Königlichen Ge⸗ frichte zu Kirchberg aushangenden Edictat⸗Ladung, auf Aatrag des Begüterten, Jehann Friedrich Demmler in Woͤlfersgrün, dessen beibe abwesende Söhne, Johann David und Johaun Friedrich Demmler, von denen der erstere seit dem Jahre 1812, wo er, nachdem ihm sein beabsichtigtes Engagement bei den Königl. Sächsischen Husaren fehlgeschlagen, um Dienste bei der Landwirthschaft zu suchen, fortgegangen, der andere hingegen im Jahre 1813 zum Militair aus⸗ gehoben und dem Kömgl. Sächsischen ersten leichten Infanterie⸗Regimente zugetheilt worden, abwesend, und ist seitdem von ihrem Leben und Aufenthalte, in Anschung des Johann David Demmler gar keine, in Betreff des Johaun Friedrich Demmler aber nur die ungewisse Nachricht vorhanden, daß er im Monat Mai 1813 als Kranker im damaligen Militair⸗Lazareth zu Torgau gewesen und auf dem Transporte nach Hu⸗ bertusburg verstorben sevn soll; so wie alle diejenigen, welche an dieser Abwesenden Vermögen Erb⸗ oder sonstige Ansprüche zu haben vermeinen, anderweit aufgefordert worden, den 15. Dezember 1837,

und zwar die beiden Abwesenden, unter der esetz⸗ lichen Verwarnung, daß, im Pall ihres Außenbleibens, sie für todt erklärt werden sollen und ihr Vermögen denjenigen, welche sich als die rechtmäßigen Erbeukoder Empfänger dazu werden ausgewiesen haͤben, zugespro⸗ chen werden soll, die letztern hingegen, bei Verlust ihrer Ansprüche und der Rechtswohlthat der Wieder⸗

Gasthof zu Neustadt⸗Eberswalde, dessen Brutto⸗Ein⸗ nahme im Jahre 1836 gegen 5000 Tblr. betragen hat,

soll jetzt aus freier Hand verkauft werden. Zur Ab⸗ Jabe der Gebote habe ich emen Termin auf den 28. Oktober d. J., Nachmittags, in meiner Wohnung anberaumt, wo de Bedingungen schon jetzt engeseben werden künnen. Berlin, Königsstraße Mr. 21. Der Kreis⸗Justiz⸗Ralb, Justiz⸗Kommissarins 1. S 1 l ß.

Literarische Anzeigen.

Ein Verzeichniß von werthvollen und seltenen Bä⸗ chern aus allen Wissenschaften, von Musi alien, Land. karten. Kupferstichen, Kupferstichwerkfen, Litbegraphiee, Handzeichnungen, Oelgemälden, mathematischen, pby sikalischen, chemischen und muͤsikalischen Instrnmemen, geschliffenen Steinen, Gemmen, Biumen in Glas—⸗ schmelz und Emaille, von Merkwürdigkeiten und Kunstsachen, aus Speckstein, Elfenbein, venetianischem Glase, amiker Rüöm. Bronte ꝛc. zu den Nach assen⸗ schaften des Ober Medizinal⸗Raths vrn. Waller, Geben men Regierungs⸗Raths Herrn 1. Kepre, Hofra hs und und Professors Herrn ⸗„Fr. Hert, Medizinal⸗Raths Herrn Bergemann, Ober⸗Ban⸗Juspekters Herru 1) . Diet. lein und Anderer gehörig, welche nebst einer Parte reber Werke in vielen Eremplaren Ende November dieses Jahres versteigert werden sollen, ist bei dem gerichtl. Bücher⸗Aucktiens⸗Kommissarius für Berlin, Rauch, Schützenstraße Nr. 10, zu haben.

e..

Bei H. 2 Brönner in Frankfurt a. M. ist neu erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei Ferd. Dümmler, unter den Linden Nr.. 19:

Tahellariseche Uehersieht

212 8 2 72 der specisischen Gewichte der Körper. Ein alphebetisch geordnetes Handbuch für Freunde der Naturwissenschaften. insbesondere für Chemibker. Physiker,

Techniker und Mineralogen, 1““

Docent der Physik und Chemie erc, ete. 12 ¼ Bogen Royal SVo. cart. Preis 1 Thlr. 15 sͤgr.

Das hohe Interesse, welches die hier angezeigle Schrift nicht allein dem Naturferscher im weitesten Sinne des Worts, und der bedeutende Nutzen, welchen sie selbst dem Technologen, ja dem Handelsmann und Oekonemen gewährt, ist zu einleuchtend, um weiter auseinandergesetzt zu werden. Eine Schrift der Art fehlte uns bisher gänzlich. Der Herr Verfasser har darin die in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Lehrbüchern und Journalen zerstreut stehenden Be⸗ stiwmungen aller bis jetzt in Bezug auf das speci⸗ fische Gewicht geprüsten Körrer zu einem Gan⸗ len vereinigt, aufs sorgfältigste berichtigt und ergänzt. Jeder Körper ist im Werke genau bezeichnet, den meisten seibst die Abstammung, die Art der Be⸗ reitung und die chemische Formel binzugefügt, und der Herr Verfasser hat es sich angelegen sevn lassen, es überhaupt so einzurichten, daß es allen An⸗

einsetzung in den vorigen Stand, an Amtsstelle all

zumelden und deren Richtigkeit nachzuweisen, auch sich

——;

forderungen veollkommen entsprechen dürfte.

iger fuͤr die Preußischen Staaten.

So eben ist erschienen und wird in einigen Fagmn in der Stuhrschen Buchhandlung, Schloßplatz Rr.) zu haben seyn:

Ergänzungen u. Erläuterungen der Preui ßischen Rechtsbücher durch Gesetzgebur und Wissenschaft. Heransgegeben von 9 Gräff, C. F. Koch, L. v. Röune, H. Simng und A. Wentzel. 3te Lieferung: Kriminmg. Ordnung. Bogen 1 12. Preis . Thlr.- Die Fortsetzung des Landrechts solgt später.

G. P. Aderholz in Breslan.

. . . Leipziger Allgemeine Zeitung.

Die ersten drei MNummern dieser Zeitung, die schen in ihrer Ankündigung die allgemeinste Theulnabm erregt hat, sind durch alle Buchbandiungen und Pol ämter auf Verlangen als Probeblätter zu erhalten Se werden selbst hochgespannten Erwartnugen gente gen, und man darf darauf rechnen, Redactien mn Verfagsbandlung unermüdet dem Ziele nachstreben, seben, das sie bei Gründung dieses Blattes vor Aug⸗ gehabt. Der Preis für Sachsen ist 2 Verausbesablung für das Vierteljahr und wire se im Auslande nach der Entfernung ven Leipzig besie meu. Bestellungen sind durch alle Postämter In. und Anrlandes zu machen. Inserate aller e verden aufgenommen, und der Raum ciner gespaltan Zeile wird mi 13½ gr. berechnet. Einsendungenst die Leipz'ger Allgemeine Zetung sind an die Uum zeichnete Verlagshandlung zu richten und werdem sefern sie nicht den Text des Blattes betreffen, pong

frei erwartet. Leipzig, den 3. Ofteber 1837. F. A. Brockhan

In unserm Verlage ist so eben erschienenwt allen Buchhandlun gen zu baben: wvüelhaom P. Dewece. beofessoe der Gehurtsbülfr an daer Universinn; hiladelph a. Mitslied der Amwerik nischen Hchicr vhischen Gesells- haft. der Közig’., mediziniwh Cesrsch fe 2u Düinemarb t t. Die Krankheiten des Weibes. Aus dem Eagtischen übersetzt von T11““ prabkt Arzte. Wus darzte und Ceburtshelfer ꝛu lerda. Mit Zusälzen und Anmerkungen versehen fon. Dr. Dretr. Wilh. Hernr. Busehb, König!. Preuss. Medizinal-Rathe, ardentl heh un der Küönigl. Friedcich- Wilhelius-Univemldl. 1 rektor des klinischen Insti ts für Gelasbshüse. Ritter des rothen Adser-Oedens vierter desee mehrerer gelehrten Gesellschatten Mugliede ebe- 6r. 8vo. Preis 3 Thlr. 15 sgr. een Das von vielen Seiten ausgesprochene Gedürfät nach einem Werke, in welchem die wichtigsten Krab⸗ heiten des Weibes von einem rein praktischen Sla punkt und in einer gedrängten Kürze abgehandelt ae den, veranlaßte den Herrn Medizinal⸗Rath r

Buso

das von Professor Bewces in Philadelphia bereit 9 fünf Auflagen erschienene Werk über diese K heiten aus dem Englischen ins Deutsche übertrah zu lassen. Wir glauben diese Mittbeilung 2 hinreichende Empfehlung für den Werth deffelgen führen zu können, und da es durch die vielen Ar nn kungen und bedeutenden Zusätze von dem Herrn Un dizinatk⸗Rath Hr. Busch stark vermehrt ist, so äonn es die reichen Erfabrungen zweier berühmter? 1 beider Welttheile. Die gelungene Uebersetzung deseim Dr. Moser f0 das Werk dem Deutschen Pu treu wiedergegeben. 8 Berlin, im Sftbr. 1837. Rücker und Püchler 109

Bei Gustav Cronitz, Friedceichs-Str. No. erschienen: 1 1 Iluth. L., Gesünge für Ah. Op. 11. 95 88 Nicolai, G., Balladen. 5 Hefle. à 17 89 9 Reissiger. Duettini für hoben uvnd tielen EIII3“

Thblr. 12gh erieen,

29,279

94,159

94,189

123,810

236,152

33,289

121,235

126,507

184,487 T

Berlin, den 20. Oktober 1837. General⸗Direction der

1,900 1,000 1,000 1,000 509 500 500 500 500

Seehandlungs⸗Societzt

(gez.) Kayser. Wentzel.

I

richten. d.

Frankreich.

Paris, 15. Okt. Der Koͤnig kam um mit mehreren Ministern zu in das Versailler Schloß.

Herr Thiers ist nun wirklich in der

aris angekommen.

gestern nach den Tui— arbeiten, und besuchte

vergangenen Nacht in

Herr von Bourqueney, bisheriger erster Botschafts⸗Secre⸗

ir in London, ist vorgestern ournal des Débats vourqueney wegen unbefugter Ertheilun grafen Gonfalonieri abberufen worden dung. Es heißt, Herr Odilon⸗Barrot n Wahl⸗Comité bilden, welches aus n Opposition zusammengesetzt seyn angais liest man: „Welchen Weg a hlug, so mußte sie erwarten, daß ma berbrechen anrechnen wuͤrde; hossen und sie war auch darauf gefaßt. Ung eines Wahl⸗Comite's zoͤgerte, versi nig, und es werde ihr und trotz dieser angeblichen

von dort hier eingetroffen. nennt das Geruͤcht,

niemals gelingen,

b Das daß Herr von Passes an den

g eines laͤcherliche Er—

sey, eine

werde nun seinerseits auch Mitgliedern soll. Im Courrier

der gemäaͤßig⸗

üͤch die Opposition ein— nihr denselben als ein

dies war schon im Voraus be—

Als sie mit der Bil⸗ cherte man, sie sey un⸗ sich zu verstaͤndigen;

Uneinigkeit klagte das Ministerium

e in Masse und ohne Ausnahme an, daß sie den allgemeinen

und die Wahl

rieg, eine neue Revolution volle. Die Bildung eines en sehr zu statten kommen, waͤnde zur Anschwaͤrzung zenn das Comité nicht zu Stande kam, ugenscheinlichen Beweis gegolten, daß zanz ungewoͤhnliche Spaltung herrsche;

Anarchie herbeifuͤhren Comité's mußte de⸗

die um jeden Preis Vor— und zur Verleumdung bedurften.

so haͤtte dies fuͤr einen in der Opposition eine

wenn es aber zu Stande

am, so konnten natuͤrlich nicht alle Namen auf der Liste stehen,

id die Abwesenden konnten alsdann a hänahtet werden und Stoff zu neuen heinigkeit der Opposition abgeben. mmente, aus was fuͤr ein Nänner von

enen Grundsätzen vereinigen ihre Anst

Gedanke bei der Leitung de

ls die Ausgeschlossenen

Bemerkungen uͤüber die

ösition o Die verschiedenen Cle⸗ denen das Comité besteht, beweisen aber am besten,

sselben obgewaltet hat.

verschiedenen Meinungen und sogar von verschie⸗

rengungen zu dem ge—

feinschaftlichen Zwecke, dem Lande so viel als moͤglich eine un—⸗

söhangige Kammer zu sichern. ur durch wichtige Umstaͤnde herbeigefuͤhrt ür auf die D berech eStimme des Comité's hoͤrt, so wird man rkeinen jener Deputirten wieder sehen, di t haben, um fuͤr rganter zu erlangen. Wir sösichten und mit einer

sich und ihre Familie

Diese Uebereinstimmung, die

werden konnte, ist auch

auer dieser Umstaͤnde berechnet. Wenn Frankreich auf

in der Folge in der Kam⸗ eihr Mandat als Mittel Reichthuͤmer und

zweifeln nicht, daß es mit reinen aufrichtigen Sprache

gelingen werde,

ine thaͤtige und hartnaͤckige Boͤswilligkeit zu entwaffnen. Viele

e Feinde der Freiheit die Opposition en. Wir b billen, und Gefahr t

e sind vielleicht

eines ruͤckgaͤngigen Systems roberungen sind wahre Erob

sa

durch das unermüdliche Geschrei, mit dem 1 verfolgen, erschuͤttert wor⸗ eklagen dies mehr um des Landes 89 wir uͤberlassen der Zeit die S

andes, als um unserer Sorge, noch einmal die

zu zeigen; denn nur dauer⸗ verungen. Wir haben es zu

90 1 8 e. 1 1,000 stimmte Gegenstaͤnde abgegangen sind.

Was die Tunesischen Unterthanen betrifft, so sind nur einige Berg⸗Araber und ver⸗ einzelte Tuͤrken, die Mustapha⸗Bey unkluger Weise nicht in seinen Dienst genommen hat, zu Achmet gestoßen.“

Der Moniteur publizirt heute eine vergleichende Ueber⸗ sicht der Einnahmen der ersten 9 Monate d. J. mit denen der ersten 9 Monate der Jahre 1835 und 1836. Es ergiebt sich im Verhaͤltniß zu den Einnahmen von 1835 eine Vermehrung von 29,847,000 Fr. und zu denen von 1836 eine Vermehrung von 6,502,000 Fr. G Der bekannte Maler Tode abgegangen. Die in der Nacht vom 13ten zum läten stattgehabte Mond⸗ finsterniß konnte in Paris bei ganz heiterem Himmel genau beobachtet werden.

Das großartige Unternehmen, Paris und Bruüͤssel durch eine Eisenbahn zu verbinden, scheint jetzt doch gemeinschaftlich durch Herrn Cockertll und die Herren von Rothschild zur Aus⸗ zu kommen. Es soll Alles vorbereitet seyn, um diesen Plan, sey es nun mit oder ohne Unterstuͤtzung der Regie⸗ rung, ins Leben zu rufen. 8

Galignani’s Messenger sagt: „Es hat sich ein neuer Streit zwischen Frankreich und der . chweiz wegen eines Straß⸗ burger Juden erhoben, der von seinen Glaubensgenossen nach dem Kanton Aargau berufen worden war, um ein religioͤses Amt zu uͤbernehmen, und dem die Kantonal⸗ Behoͤrden den Eintritt in das Land verweigerten. Der Franzoͤsische Gesandte hat gegen diese Ausschließung remonstrirt, ihm ist aber von den Kantonal⸗Behoͤrden erwidert worden, daß die juͤdische Bevoͤl⸗ kerung gesetzlich einer Aufsicht und besonderen Bestimmungen unterworfen sey. Der Gegenstand wird noöch eroͤrtert.“

Nach riefen aus Saragossa vom 4ten sollten die Kar⸗ listen, auf die Nachricht von dem Vorruͤcken des Generals Oraa, das Staͤdtchen Cantavieja im Aragonischen Distrikt von Al⸗ caniz, nachdem sie die dort befindlichen Kanonen vernagelt, freiwillig geraͤumt und sich mit ihrem gesammten Gepaͤck nach La Cenia, unweit Tortosa, zuruͤckgezogen haben. Nach neueren Nachrichten aus Saragossa vom Sten d., die uͤber Madrid ein⸗ gegangen sind, erweist sich jedoch jen Nachricht als ungegruͤn⸗ det; der General Oraa war viermehr erst aufgebrochen, um je⸗ nen Platz zu belagern.

Die Regierung publizirt heute nachstehende telegraphische Depeschen: „Vordeaux, 13. Okt. 6 ½ Uhr Abends. Es hat ein ziemlich ernstes Treffen am 5ten bei Retuerta stattge⸗ funden, wo Don Carlos, nachdem er die Division Lorenzo an⸗ gegriffen hatte, geschlagen, und durch diesen General und Espar⸗ tero bis nach San Domingo de Silos verfolgt worden ist. Der Feind hat eine große Menge Todte und Verwundete und viele Gefangene auf dem Platze gelassen. Die Generale der Koͤnigin setzen die Verfolguͤng fort. Die Nachricht von dem Tode des Generals Zurbano ist ungegruͤndet; er befand sich am bten in Logroño.“ „Bayon Ige, E 6 Uhr Abends. Ein am 8ten aus Madrid abgesandter Courier meldet, daß die Karlisten am 5ten den General Lorenzo bei Retuerta angegrif⸗ fen haͤtten, daß Espartero auf dem Schlachtfelde angekom⸗ men sey, den Feind geschlagen und ihn mit bedeuten⸗ dem Verlust bis San Domingo de Silos zuruͤckgeworfen habe. Lodosa ist durch Zurbano entsetzt worden.“*) „Narbonne, 14. Okt. (Perpignan, 13. Okt. Abends.) Es sind in Barcelona am 8ten waͤhrend der Wahlen des 2ten Bezirks Excesse begangen worden. Der Waͤhler Vehils ward getoͤdtet. Der Gouverneur Puig hat energische Maßregeln er⸗ griffen, um die Stimmfreiheit zu sichern. Der Baron von Meer ist am 9ten in Vich angekommen. Valenzia war am öten ruhig. Der General Riego, Gouverneur von Castellon della Plana, ist bei einem Ausfall gegen die Karlisten allein etoͤdtet worden, indem seine Truppen die Flucht ergriffen und 90 Gewehre im Stich ließen.“

Dupré ist vorgestern, 48 Jahre alt, mit

ꝛ2) Hieruach scheint die gestrige Nachricht, daß ein Versu 3 8 zum Entsatze von Lodosa mißlungen sey, keinen Gsuch Zur⸗ verdienen. 8

Drittheil der Bevoͤlkerung aus, im Jahre 1822 das Sieben⸗ theil und im Jahre 1834, wo die letzte Zaͤhlung vorgenommen wurde, nur noch das Zehntheil. Diese Abnahme schreibt die Morning Chronicle der von den Tories in Bezug auf Ir⸗ land befolgten Politik zu, durch die der Protestantismus in Ir⸗ land immer verhaßter geworden sey.

Die Lords der Schatzkammer machen bekannt, daß die Revenuͤe von Großbritanien und Irland in dem Jahre vom 5. Juli 1836 bis zum 5. Juli 1837 einen Ueberschuß von 1,209,526 Pfd. 5 Sh. 5 P. uͤber die Ausgabe betragen hat, der auf gesetzlich bestimmte Weise verwendet werden

m Donnerstag den 5. Oktober wurden von Lord Haddo, dem ältesten Sohne des Lord Aberdeen, der an diesem Tage volljährig geworden war, an 1000 Gaͤste auf seinem Gute be⸗ wirthet. Ein 180 Fuß langes und 34 Fuß breites Zelt war oben auf dem Huͤgel errichtet und darin Tafeln fuͤr saͤmmtliche Gaͤste gedeckt; 500 Pañͤchter kamen zu Pferde in einem Zuge und von einem Mustt⸗Corps begleitet von Methlic nach Haddo⸗ House; bei der Ankunft des Lords wurde ein Geschuͤtz abge⸗ feuert und der Lord mit dem groͤßten Enthusiasmus empfangen.

Das neue Orchester im Drurylane⸗Theater besteht nunmehr aus 96 Musikern, der groͤßten Zahl, die je an einem Englischen Theater engagirt gewesen.

Einner der beruͤhmtesten Englischen Komponisten und Orgel⸗ spieler, auch als Gelehrter ausgezeichnet, Herr Samuel Wes⸗ ley, ist vorgestern hier gestorben. G

„Die Morning Post erklaͤrt das Geruͤcht, daß der be⸗ ruͤhmte Violinist, Herr Beriot, sich mit der Tochter des Fran— zoͤsischen Konsuls in Bruͤssel verheirathen werde, fuͤr durchaus ungegruͤndet.

Folgende Quantitaͤten Schafwolle verpool aus Neu⸗Suͤd⸗Wales und Vandiemensland gelandet worden: Im Jahre 1820: 99,100 Pfd., im Jahre 1825: 323,995 Pfd., im Jahre 1830: 2,000,700 Pfd., im Jahre 1831: 2,531,205 Pfd., im Jahre 1832: 2,096,000 Pfd., im Jahre 1833: 2,989,600 Pfd., im Jahre 1834: 2,245,800 Pfd., im Jahre 1835: 3,952, 100 Pfd. und im Jahre 1836: 4,556,600 Pfd. Man schlaͤgt die hier aus beiden Kolonieen in diesem Jahre Zu erwartende Woll⸗Einfuhr auf 6,000,000 Pfd. an was also uͤber 1,560,000 Pfd. mehr als in dem vorangegange⸗ nen Jahre und, zu 11 2. Shill. pr. Pfd. angeschlagen, 450,000 Pfd. Sterl. betragen wuͤrde. Da jetzt Kapitalien nach den bei⸗ den Kolonieen sließen und Boden und Klima von Neu⸗Suͤd⸗ Wales fuͤr die Kultur der Wolle keinem Lande auf dem Kon— tinente von Europa nachstehen, so glaubt man, daß im Laufe von 10 bis 15 Jahren England unabhaͤngig von den Woll⸗ Einfuhren aus fremden Laͤndern seyn werde, ungeachtet im ver⸗ gangenen Jahre noch 3,813,250 Pfd. aus Spanien und 36,180,000 aus Deutschland eingefuͤhrt worden sind. Die Schwanenfluß⸗ Kolonie, Suͤd⸗Australien und Port Philip haben auch ihre Heerden und sind in einem bluͤhenden Zustande.

Laut den Bombay-Zeitu ungen hatte die dortige Han—- dels⸗Kammer den durch den Orkan erzeugten Schaden untersucht und gefunden, daß von dem Verluste der Schiffe im Hafen 3 Lacs (ungefaͤhr 30,000 Pfund) auf die dortigen Kaufleute und Assekuratoren, und 43,000 Pfund auf die Assekuratoren in Lon⸗ don fielen. Hierin war der Verlust der Ostindischen Compag⸗ nie in der „Aurora“, dem „Hastings“ und den beiden Dampf⸗ schiffen, welche auf einen Lac geschaͤtzt wurden, und der Verlust an Ladung und Uferboͤten zum Betrag von 50,000 Rupien nicht einbegriffen.

Den letzten Nachrichten aus New⸗York zufolge, wat am 23. September im Repraͤsentanten⸗ Hause uͤber die Bill wegen Suspendirung der Auszahlung des den einzelnen Staa⸗ ten zuerkannten Antheils von dem Ueberschusse des Unions⸗ Schatzes debattirt worden, und es wurde beantragt, die De⸗ batte zu verschieben, weil viele Mitglieder den Wunsch hegten ihre Meinung uͤher die Maßregel auszusprechen, was auch mis 90 gegen 73 Stimmen durchging. Die Regierungs Partei zeigte Symptome von Beunruhigung uͤber die Langsamkeit des Hauses bei den vielen vorliegenden Maßregeln, deren schnelles Durchbringen größtentheils als Lebensfrage fuͤr die Exekutiv⸗ Gewalt anzusehen ist. Der Ausschuß fuͤr gerichtliche Sachen beim Repraͤsentanten⸗Hause hat sich fuͤr inkompetent erklaͤrt zus

sind in London und Li—

rüͤr

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