Spanischer Flagge eingeraͤumten Beguͤnstigungen wieder aufge⸗ hoben werden sollen, in den Cortes zu verhindern, und daß man sagte, der mit dem Gesandten sehr vertraute General Seohie⸗ haͤtte deshalb den Plan entworfen, die Cortes auf das sch eu⸗ nigste aufzuloͤsen. In der That wurde vorgestern den Cortes ein von 20 Deputirten (und zwaͤr zuerst vom General Sevane) 88 terzeichneter Antrag vorgelegt, demzufolge die Cortes an J. 8 die Koͤnigin⸗Regentin eine Votschaft richten sollen, um sie zu 98 ten, die jetzigen Cortes unverweilt aufzuloͤsen, damit die vorbe⸗ reitenden Versammlungen der kuͤnftigen sofort beginnen koͤnnten. Da sich Niemand der Zulassung dieses Antrages widersetzte, so kann man nicht bezweifeln, daß er von den Cortes angenommen werde, ohne daß die meisten Deputirten die ihm eigentlich zum Grunde liegende Absicht errathen haͤtten. J. M. die Koͤnigin⸗ Regentin hat die ersten 34 Senatoren aus den ihr bers lestn. Listen ausgewählt. Ich bemerke, daß bei weitem die Mehr aus gemaͤßigt denkenden Personen besteht. Es befinden sich zwar die HH. Calatrava, Arguelles, Seoane, Ferrer darunter, allein selbst wenn die uͤbrigen Ernennungen ebenfalls der Mehrzahl nach auf Feinde der Anarchie fallen, so desh jene Herren nur eine schwache Minoritaͤt bilden, und sich immer uͤberstimmt sehen. — Die Minister erschienen vor⸗ gestern in den Cortes, und nachdem Hr. Vila seine Inter⸗ pellation wegen der in Barcelona von dem Baron Meer ge⸗ troffenen Maßregeln an sie gerichtet hatte, erklaͤrte der Kriegs⸗ Minister, die Regierung koͤnne fuͤr jetzt noch keine genuͤgende Antwort ertheilen, weil sie noch keine amtlichen Nachrichten von dem Baron Meer erhalten habe, sie sey aber auf das voll⸗ staͤndigste durch das Benehmen dieses Generals befriedigt. Hier⸗ mit erklaͤrten die Cortes diesen Gegenstand fuͤr erledigt. Gestern aber griff der Deputirte Lopez die Regierung mit einer sgheh wuͤthenden Declamationen an; die vorige sey blind und tau gewesen, die jetzige sey noch dazu stumm. „Unabhaͤngig von dem Willen der Regierung“, rief er aus, „sucht eine verborgene Hand die Dinge dahin zu fuͤhren, daß die fremde Intervention unvermeidlich und zur Nothwendigkeit werde, damit ein auf unsere Freiheit und unsern Ruhm wenigstens eifersuͤchtiges Kabinet, wie ein anderer Brennus herbeikomme, und sein Schwert in die Wagschale werfe, in welcher unsere Rechte gewo⸗ gen werden sollen, oder auf den Punkt zu bringen, wo es ihm daran liegt, der Faction einen entscheidenden Schlag zu geben, um dem schon erschoͤpften Volke zu sagen: hier habt ihr nun den Frieden, den einzigen Gegenstand eures Interesses — be⸗
kuͤmmert euch nicht um die Freiheit, diese geht euch nichts an.“
1e“ “
8 1““
Berlin, 15. Nov. Von gestern auf heut Niemand an der Astatischen Cholera erkrankt; aus fruͤheren Erkrankungen ist 1 Person als verstorben gemeldet worden. eit dem 28. Juni d. J., als dem Tage des ersten Erscheinens der Cholera im Marienwerderschen Regierungs⸗ Bezirke, sind bis zum Ende des verflossenen Monats, in uͤber⸗ haupt 11 Kreisen und 67 verschiedenen Ortschaften, worunter sich 17 Städte befinden, an derselben 2245 Individuen erkrankt, 962 gestorben und 1207 genesen, so daß noch 76 in der aͤrztli⸗ chen Behandlung verblieben, deren Mehrzahl wahrscheinlich ge⸗ nesen wird. Neue Ausbruͤche der Krankheit sind im Laufe des verflossenen Monats in 14 Ortschaften, saͤmmtlich in der Naͤhe bereits infizirter Gegenden, erfolgt; dagegen hat dieselbe in 22 Ortschaften und namentlich c S st, gpiss⸗ Kreise, wo die⸗
be besonders heftig war, gaͤnzlich aufgehoͤrt. shlse .. Oktober 8 der Unterricht in dem neu⸗ errichteten katholischen Gymnasium zu Kulm begonnen. Die Anstalt zaͤhlt gegenwaͤrtig bereits 140 Zoͤglinge.
ber die Anzahl der gerichtlichen Untersuchungen Fe ö Verbrecher, und die Folgerungen, welche daraus zu ziehen sein duͤrften.
Nach aͤmtlichen dem statistischen Bureau zugekommnen . sind hm preußischen Staate in den sechs Jahren 1831 bis mit 1836 5238 gerichtliche Untersuchungen gegen junge
5 üͤhrt worden, wovon — 8 Fure geag im 10-ten Lebensjahre und darunter 8 425 » IlIlten » 12ten „ 13ten „» lâten 15ten 8 B 8 » 16ten Lebensjahre und zunaͤchst daruͤber stan⸗ den. Es waren also uͤberhaupt 5188 junge Leute, deren Le⸗ bensalter mit verhaͤltnißmaͤßig geringen Ausnahmen G dem Anfange des 10ten und dem Ende des lüten Jahres stand, gegen welche jene Untersuchungen gefuͤhrt wurden, wovon
557 Diebstaͤhle und Diebeshehlerei,
Betruͤgereien, Zoll⸗Contraventionen und Muthwille, Landstreicherei und Bettelei, woͤrtliche und thaͤtliche Injurien, fleischliche Verbrechen, Brandstiftungen, fahrlaͤssige Toͤdtungen, Mord, 18 Raub en. Hiernach
9„
Forstfrevel,
kamen jaͤhrlich im Durchschnitte 865 junge
Leute in dem vorhin bezeichneten Alter wegen 873 Verbrechen
in Untersuchung.
Die Zahl der jungen Leute im preußischen Staate, welche damals in dem Lebensalter zwischen dem Anfange des zehnten
und dem Ende des sechszehnten Jahres standen, laͤßt sich nur
nach einer wahrscheinlichen Schaͤtzung angeben, weil die aͤmt⸗ lichen Zahlungen sich nicht auf diese Altersstufe insbesondre er⸗ strecken. Einen Anhalt hierzu beut jedoch dar, daß die Ein⸗ wohner Civilstandes, welche das vierzehnte Lebensjahr uͤber⸗ schritten, das sechszehnte aber noch nicht vollendet haben, wegen eines Steuerinteresse besonders gezaͤhlt werden. betrug nach der letzten Zaͤhlung am Ende des Jahres 1834 faͤr beide Geschlechter zusammen genommen... folglich fuͤr jeden einzelnen der beiden hier zusam⸗ men gezognen Jahrgaͤnge 1 sieben solche Jahrgaͤnge wuͤrden demnach zusammen genommen enthalten
Vierzehnjaͤhrigen weniger als der
stehende Unterschied in
der Anzahl der 1“
ist hierselbst
Ihre Anzahl 613,122 306,561
2,145,927 1 Es sind nun zwar unter uͤbrigens gleichen Umstaͤnden de⸗ rer, welche im sechszehnten Lebensjahre stehen, weniger, als de⸗
rer, die sich erst im funfzehnten Lebensjahre befinden: eben so
der Funfzehnjaͤhrigen weniger als der Vierzehnjaͤhrigen, der
Dreizehnjaͤhrigen, und so
fort; indem jeder Jahrgang sich um diejenigen mindert, welche
1284
ehr unbedeutend, wenn die Sterblichkeit so gering ist, als sie 8e dem Anfange des zehnten und dem Ende des scht⸗ zehnten Lebensjahres zu sein pflegt, wo sie nicht leicht 18 Uiche bes auf Hundert uͤbersteigt, falls nicht etwan Nadönl 8. Krankheiten herrschen. Auch ist kein erhebliches Gewi b 8
auf zu legen, daß in der hier zum Grunde liegenden 3 hlung die Angehoͤrigen des activen Militaͤrs nicht einbegriffen 5* da die Zahl derselben offenbar nicht betraͤchtlich sein kann. w88 lich wird auch uͤbersehen werden koͤnnen; daß die Zaͤhlung nich
gerade in der Mitte des sechsjahrigen Zeitraums, das ist, am Ende des Jahres 1833, sondern ein Jahr spater vollzogen wurde. Es duͤrfte daher die Annahme, daß die Mittelzahl der jungen Leute vom Anfange des zehnten bis zum Ende des sechs⸗ zehnten Lebensjahres im preußischen Staate waͤhrend der sechs Jahre 183v1 bis mit 1836 in runder Zahl durchschnittlich 2,150,000 war, als der Wahrheit sehr nahe kommend erschei⸗ nen, und jedenfalls gegen den Vorwurf gerechtfertigt sein, daß ie erheblich zu groß waͤre. 8
st 1 tam durchschnittlich von 2485 oder in runder Zahl von beinahe 2500 jungen Leuten in dem vorstehend bezeichneten Lebensalter jaͤhrlich einer zu gerichtlicher Untersuchung. Der bei weitem groͤßte Theil dieser jugendlichen Verbrecher gehoͤrte noch zu den Unmuͤndigen im Sinne des allgemeinen Landrechts: es hatten nehmlich mehr als 1 derselben das vierzehnte Jahr noch nicht vollendet. Von den strafbaren Handlungen, derent⸗ wegen sie in Untersuchung geriethen, gehoͤrte hasseh. eoch nicht ½⸗ zu den groben Verbrechen, welche einen hohen . von Rohheit oder Verdorbenheit bezeichnen Es beziehn 8 h nehmlich nach dem vorstehenden Verzeichnisse 5⁰000 dieser Un⸗ tersuchungen auf Diebstaͤhle, Betruͤgereien, E11“ Injurien, das ist auf Vergehungen, welchen in diesem Lebens⸗ alter in der Regel nur Leichtsinn, Unfahigkeit voruͤbergehenden Geluͤsten zu widerstehen und mangelhafte Ausbildung der Be⸗ griffe von Recht und Unrecht zum Grunde liegt. Nur die uͤbrigen 238, welche fleischliche Verbrechen, Branoͤstiftung, fahr⸗ laͤssige Toͤdtung, Mord und Raub betreffen, koͤnnen als schwere Verbrechen betrachtet werden: vorausgesetzt jedoch, daß die dar⸗ unter begriffnen fahrlaͤßigen Brandstiftungen und Toͤdtungen unter Umstaͤnden veruͤbt worden sind, woraus ein so hoher Grad von Fahrlaͤßigkeit hervor geht, wie er nur bei großer Rohheit statt sfinden kann. Von den Untersuchungen der letz⸗ tern Gattung kamen noch nicht ganz 40 durchschnittlich auf ein Jahr: also ohngefaͤhr eine jaͤhrlich auf 54, 900 in dem vor⸗ stehend bezeichneten Alter stehende Kinder und junge Leute.
Es darf wohl angenommen werden, daß alle Faͤlle, worinnen
auch nur der Verdacht besteht, daß eine vorsaͤtzliche Brand⸗ siiftung, eine Toͤdtung, ein Mord oder ein Raub ver⸗ uͤbt worden sei, zur Kenntniß der Gerichte gebracht wer⸗ den, ohne Ruͤcksicht das Lebensalter des Verdaͤchtigen: dagegen ist es wohl moͤglich, daß fahrlaͤßige Brandstiftungen aus Mitleid mit der großen Jugend des Schuldigen zuweilen verheimlicht werden; fleischliche Verbrechen gelangen aber meh⸗ rentheils wohl nur zufaͤllig zur Kenntniß der Gerichte, weil sie gemeinhin durch Mangel an Aufsicht veranlaßt werden, und die Vorgesetzten daher die Schande stummer Suͤnden mit ihren Untergebnen theilen. Mit der Beschraͤnkung, welche sich hier⸗
bre von jungen Leuten in dem hier bezeichneten Lebens⸗ dees hrgr vekehensehn Senh wirklich 9. nesesoeherns kamen: es scheint aber nicht, daß es auf einen Verfall der Sittlichkeit hindeute, wenn jaͤhrlich von 54,000 Menschen einer zurech⸗ nungsfaͤhigen Altersklasse ein er wegen grober Peubrechen zur Untersuchung kommt. Drei Fuͤnftheile der hlerher gehoͤrigen Untersuchungen beziehn sich auf Brandstiftung. Es kann nicht die Absicht sein, ein Verbrechen entschuldigen zu wollen, welches in so hohem Grade gemeinschaͤdlich ist: gleichwohl darf nicht unbemerkt bleiben, daß fahrlaͤßige Brandstiftungen oft die Folge eines unbewachten Augenblicks sind, und daher auch sonst gut⸗ artigen jungen Leuten wohl zu Schulden kommen koͤnnen; und daß die große Leichtigkeit, durch vorsatzliche Brandstiftung Rache fuͤr Beleidigungen zu uͤben, um so mehr zu solchen Graͤultha⸗ ten verleiten kann, je weniger die Folgen derselben klar erkannt werden koͤnnen, das ist, je unverstandiger und reizbarer die
uldigen sind. 1 1b C verhaͤlt es sich mit denjenigen Vergehungen, wor⸗ auf die uͤbrigen 5000 Untersuchungen im Laufe der hier betrachteten sechs Jahre gerichtet waren. Nach den vorstehend angenommnen Zahlen kam in runder Summe jaͤhrlich eine solche Untersuchun auf beinahe 2600 junge Leute des hier bezeichneten Alters. Es ist indessen sehr einleuchtend, daß der bei weitem groͤßte Theil die⸗ ser Vergehen gar nicht zur Kenntniß der Gerichte gebracht wird. Entwendungen und Veruntreuungen und ein Muthwillen und Trotz, welcher sich durch strafbaren Ungehorsam und Beleidi⸗ gungen offenbart, sind so gewoͤhnliche Erscheinungen, daß es schon einen hohen Stand der Sittlichkeit bezeichnen wuͤrde, wenn unter 100 Menschen vom Anfange des zehnten bis zur Vollendung des sechszehnten Lebensjahres im Laufe eines gan⸗ zen Jahres durchschnittlich nur eine strasbare Handlung dieser Art vorfiele. Unter solchen Verhaltnissen waͤre aber von sechs⸗ undzwanzig Handlungen dieser Art nur eine zur gerichtlichen Untersuchung gekommen. In den bei weitem mehrsten Faͤllen scheinen auch wirklich in der haͤuslichen Zucht vollkommen hin⸗ reichende und durchaus zweckmaͤßige Mittel zu liegen, um in diesem Lebensalter den Leichtsinn und Muthwillen zu zuͤgeln, und den Hang zur Befriedigung von Geluͤsten durch unrecht⸗ liche Mittel zu unterdruͤcken. Verstaͤndige und wohlwollende Hausvater, Lehrherren und Herrschaften tragen auch schon des⸗ halb Bedenken, die Huͤlfe der Gerichte ge en jugendliche Ver⸗ gehungen solcher Art anzurufen, weil der lecken, welchen eine Bestrafung auf diesem Wege dem Rufe des Schuldigen anhaͤngt, mehrentheils seine Besserung hindert. Die Zunahme der ge⸗ richtlichen Untersuchungen wegen solcher Vergehen koͤnnte daher ehr auf Zunahme der Sorglosigkeit und Haͤrte unter den Vorgesetzten der Jugend als auf Zunahme der Unsittlichkeit un⸗ ter ihren Untergebnen deuten. Indessen ist es jedenfalls mensch⸗ licher und weiser, edlere Beweggruͤnde fuͤr diese Erscheinung aufzusuchen. War es vormals in einigen Faͤllen die unsittliche Neigung verliehne Gewalt zur Befriedigung der Rachsucht zu mißbrauchen, was der eigenmaͤchtigen Bestrafung erlittner Ver⸗ luste und Beleidigungen den Vorzug vor dem Abwarten des ge⸗ richtlichen Erkenntnisses verschaffen konnte: so wird mit der Ver⸗
edelung der Sitten auch diese Neigung verschwinden, und jeder
Fall eines jugendlichen Verbrechens, zu dessen Beahndung eine milden Sitten angemessne Hauszucht nicht zureichend erscheint, zur gerichtlichen Untersuchung gebracht werden. War es sonst eine Scheu vor den gerichtlichen Formen, vor der Nothwendig⸗ keit die Anklagen zu beweisen, und der Vertheidigung Raum zu geben, welche von dem Anrufen der richterlichen Huͤlfe in Faͤllen abhielt, die sonst ganz dazu geeignet waren: so haben die
aus ergiebt, ist also wohl anzunehmen, daß nicht mehr grobe
rbessert, und andrerseits das Zutrauen auf dieselte E in die Nothwendigkeit ihrer Formen verme Auch in dieser Beziehung muß die Zahl der zur gerichtliche Untersuchung kommenden jugendlichen Vergehungen wachse Jedenfalls bleibt es ganz unstatthaft, von Veraͤnderungen der Anzahl der zur gerichtlichen öö kommenden Vo gehungen dieser Art auf Veraͤnderungen in der Anzahl derer zu schl Ben, welche begangen werden. Die letztern haͤngen oh Zweifel von der Zunahme oder dem Verfall der sittlichen Bi dung
wohl der Jugend, als ihrer Vorgesetzten ab: die erstern si 00. Kacen von dem Verhaͤltnisse der haͤuslichen Zut zu der oͤffentlichen abhaͤngig. Aus der nachstehenden Ueberse duͤrfte sehr einleuchtend hervorgehn, in welchem Maaße keing weges allein der Zustand der Sittlichkeit, sondern auch Gew samkeit, oͤrtliche Verfassung und Verschiedenheit der Gesetze 1 gerichtlichen Formen auf dieses Verhaͤltniß wirkt. Es befam sich nehmlich im einjaͤhrigen Durchschnitte aus den sechs 9 ren 1831 bis mit 1835 nach den vorhin gebrauchten sehr à lichen, und in ihrem Ergebnisse nur ganz unerheblich daß verschiedne Annahmen
Amtliche Nachrichten Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem beim Kriegs⸗Ministertum gestellten Geheimen expedirenden Secretair und Kalkulator hberg den Charakter als Kriegsrath zu verleihen und das tent fuͤr denselben Allerhoͤchst zu⸗ vollziehen geruht.
von di sen ka⸗ men Verbre⸗ chen zur ge⸗ richtlichenUn⸗ tersuchung während der vorstehend be⸗ zeichneten 6 FAahre 6 20
auf 100,0 junge ½ kamen g. jährlich Durchsch zur Unte chung Ven
chen
Kind. u. junge Bin dem Anfange des 10ien und dem Ende des 10 Jahres
in den Reglerungsbezirke Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur
jsten Garde⸗-Landwehr⸗Brigade, von Stransz, von herrnfurth.
Stralsund Bromberg.. II Koͤslin. Posen.. Arnsberg Breslau. Marienwerder Achen
Liegniz
Danzig
Minden
Muͤnster
Erfurt .IS“ . Magdeburg b Potsdam oh. Berlin E“ .Stettin 0. Koͤnigsberg 21. Gumbinnen 22 Wrer 28. Stadte Berlin... S-.eIee“ WWECvg
Zeitungs⸗Nachrichten
1 2 2 “ 151,592 18 b1G 111X1X“ 8e 8. Paris, II1. Nov. Der Koͤnig besichtigte gestern, in Be⸗ 178/923 128 ung des Intendanten der Civil⸗Liste, das Versailler Museum. 99 51 Von den 35 Deputirten, deren Wahl gester bekannt v 130 orden ist, gehoͤren, in soweit ihre politischen Ansichten be⸗ 8879 113 t sind, 5 der Opposition an; es sind die Herren Mathieu, 1 136 rm, Renou, Landry⸗Gillon und Etienne. Auch zwei Legi⸗ 45,3 320 sten sind neuerdings gewaͤhlt worden: Herr Reybaud 807 Arles und Herr Arthur von Labourdonnaye in Lo⸗ öe t. In Moulins ist das bekannte Oppositions⸗Mitglied, 1G1,seg Ie r von Tracy, der bisher diesen Wahl⸗Bezirk in der A. 265 mer repräsentirte, gegen den constitutionnellen Kandida⸗ 18 1 Herrn Meilheurat, durchgefallen. Auch ein bekann⸗ 12. 3 ” Legitimist, Herr von Gras⸗Préville, ist in Tarascon vn 278 t wieder gewaͤhlt worden. In Beziers (Dep. des Hérault) 1 32 1146 die Wahl zwischen den Herren Viennet und Flourens strei⸗ . .“ geblieben, so daß die Kammer uͤber den Fall zu entscheiden 1“ 324 en wird. Heute ist neuerdings die Nachricht von 15 De⸗ 1 “ 323 rten⸗Wahlen hier eingetroffen, so daß jetzt noch deren sechs 26. Koͤ 62,6⸗ da- Ruͤckstande sind, naͤmlich: 1 in Marmande, 1 in Tarbes, 1 Fee; Staate 2,175,580 5238 Vesoul, 1 in Ploörmel (wo die Wahl bis zum 1. Dezem⸗ Es bedarf keiner ausfuͤhrlichen Nachweisung, wie gam 19. e.ge ““ Koksika, die erst am 18ten 1 8 us der groͤßern oder geringern , . g. 3 Seea T1 E“ 1 einer 9]7¹ öFen 1 n;G Ala. Pressee, und dem Seh den Kindern und jungen Leuten auf einen verhaͤltniten sich sehr ernste treitigkeiten erhoben. Das letztgenannte ßig niedern oder hoͤhern Stand der Sittlichkeit schließen vrn. naͤmlich den Waͤhlern des Bezirks, in welchem der bebspielsweise annehmen zu wollen, daß die Sitten im 2 65 I. er. Presse, 8— “ Girardin, als Kandidat rungsbezirke Duͤsseldorf 1. Hze b na verdorbner waͤren Een 8 neseneese 18 7,8 g nhnhe 18 LT 8* im Regierungsbezirke Oppeln, weil in jenem auf hunder! c. 28 8 8 Ger na e fuͤ 8 e ah Kollegium seyn Kinder und zunge Leute achtzig, in diesem aber nun 0, Herrn von Gira in zum Deputirten zu ernennen, und send Kinder u I lich fuͤnf Verbrechen im Dote dabei deutlich auf das ungluͤckliche Duell mir Herrn Ar⸗ 11“ ö “ d Carrel angespielt. Herr Emil von Girardin hatte hier⸗ E114“ der Anzahl und Beschaffenheit der 11“ EC“ gerichtlichen Untersuchung gelangten VBerbrechen, und der dem heutigen 52r 11“ ö soͤnlichen Verhaͤltnisse derer, welche sie veruͤbten, haben e ardin, daß, obgleich er sich jede Art von Mut b u hohen Werth, nicht blos zur öö den, sich auf eine Entfernung von zwei Schriuth 9 G die Thaͤtigkeit der Gerichte; sondern auch, weil Verg eichuh, er doch die Herausforderung des Herrn Thomas nicht an⸗ derselben mit der Anzahl der Volksklassen, .B die Sümen werde, weil er sich 1“ habs, kein 11“ . EEöö“ un 8 ET“ T“ 1S Meein Ar⸗ ren Fol 9 “ Carrel gehabte gruͤnde. Schließlich erklaͤrt Herr von Gerichtsverfassung 8.geh g, CI böö ardin, daß er gestern zu Hause geblieben sey, daß er aber der sehr L sebse ae e S. Verfall 892 te ausgehen werde, und daß sein Entschluß gefaßt und seine gteg durch sogenaunte Berherars, Srneziten⸗ dar in se es Phn zasl igen, ersfleig aer sch ihm nahern 8 ; . 1 gen, 9 r sey⸗ . 1 Angabe Sag., E“ groß Keben den Wahlen beschaͤftigen sich die hiesigen Blaͤtter G ste niche zu grundfalschen Vorstellungn te dase ausschließlich mit v Angelegenheiten. 1 G Ferthüͤmern vecleiten soll. Nut ah. oren Koreff und Wolowski haben das nachstehende Verbrechen ist sie anwendbar, deren Veruͤbung sich hoͤchst
e- 95 der Gazette des Tribuneaux ge⸗ b 1 tet: err Redacteur! Einige Journale haben geglaubt der Kenntniß der Gerichte entzieht, wenn auch zuweilen . ge IJ h geglaubt, Thaͤter verborgen bleibt.
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„National“
mit der Forderung beschaͤftigen zu muͤssen, die wir an den zog und die Herzogin von Hamilton und an Lord Lincoln, Anlaß der aͤrztlichen Behandlung der Graͤsin von Lincoln, ellt haben. Wir wissen nicht, in welcher Absicht einer Sache, das Publikum erst durch die Debatten der Gerichts⸗Sitzun⸗ Niederl. wirkl. Schuld 531 3. 5 % do. 100 15⁄18. 1. kennen lernen sollte, eine solche Oeffentlichkeit gegeben wor⸗ 221 ⁄1 6. 5 % Span. 20 ¾1¼. Passive —. E“ .“ ist. Trotz des lebhaften und maͤchtigen Interesses, welches Preuss. Prüäm.-Sch. 112. Poln. —. Oasterr. Met. 100 ½. dabei haben, daß alle Thatsachen bekannt und in ihrem Antwerpen, 9. November. hrhaften Lichte ewuͤrdigt werden, bedauern wir es 8 - 1“ an geglaubt hat, die Presse im voraus mit einer Eroͤrterung Hnhectser Sae Russ. 107 ½¼. 5 % Port. diese Privat⸗Angelegenheit beschaͤftigen zu muͤssen. Aber, da v“ r Sache schon eine indiskrete Oeffentlichkeit gegeben wor⸗ London, 10. November. sst, so liegt uns daran, den Thatsachen, wenigstens so weit Cons. 3 % 93 ⅛. Belg 101 ¾. Neue Anl. 19 ¼. Passieeuns betreffen, ihren wahren Charakter wiederzugeben. Man Ausg. Sch. 6 ½1. 21 †%¼ % Holl. 53 %³. 5 % 101 ¼. 5 % 11 Ih unser Benehmen, bei dem wir uns allein durch die Ehre do. 3 % 22 ½. Engj. Kuss. 1105 ⁄1. Bras. 82 ¾. Columb. 2. segsen ließen, als eine Geldschneiderei, als eine Speculation auf 27 ½. Peru 20 ½. Chili 31. “ kandal geschildert. Man hat uͤber die Summe von varis, 10. November. 20 700 Fr. ein gewaltiges Geschrei erhobe ehinzuzufuͤ 5 % Kente An. Co47, 168. 80., 8 ...R11. daß diese Summe, dien r selbst a Eübertri⸗ 111““ Neap. fin cour. 99. 75. 5 % Span. Keute 20 %. Passive 458 1 e, die wir selbst als uͤbertrieben dargestellt, (2) ö anderen Zweck hatte, als die Sache vor die Gerichte zu 3 gen, um nicht allein eine pecuniaire Genugthuung, sondern h, und vor allen Dingen, eine Ehren⸗Erklaͤrung zu erlangen. 8 die 24,000 Fr. betrifft, die man angeblich fuͤr uns bei Herrn tte deponirt hat, so haben wir davon erst seit Einleitung des ozesses sprechen hoͤren; fruͤher hat man uns kein Anerbieten irgend rich rt gemacht. Wir wiederholen es uͤbrigens, daß wir vor t keine bestimmte Summe feststellen, sondern es den Rich⸗ mühanlassen werden, selbst den rechtmaͤßigen Lohn fuͤr unsere * vmigen und für. unsere Aufopferungen zu bestimmen. eih aageblichen Eroͤffnungen betrifft, die man sich den 88 die e. t, von unserer Seite vor Gericht zu fuͤrchten, so erzte Pflichten zu erfuͤllen; wir kennen dieselben und 7 g nicht verletzen. (gez.) Koreff. Wolowski.“ ffr chreiben steht, was die mit einem 2 bezeichnete Stelle „in einem iderspruch mit demjeni en, aus welchem
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 10. November.
3 %
Wien, 10. November. 1 4 % —. 3 %, 7z. 2 ½ 0%0◻ 59 ⁄¾. 1
5 % Met. 1¹“¹ Neue Anl. 59512 ⁄1 2.
Bank-Actien 1403.
Koͤnigliche Schauspiele. V
Donnerstag, 16. Nov. Im Schauspielhause, auf v
ren: Die Schule des Lebens, Schauspiel in 5 Abth., einem Maͤhrchen, von E. Raupach.
Koͤnigsstaͤdtisches Theater. 1 Donnerstag, 16. Nov. Norma. Oper in 2 Akten.
von Bellini
Redacteur Ed. Cottel. üümumeeee
binnen Jahresfrist davon sterben. Indessen ist der hieraus ent⸗ einzelnen Jahrgaͤnge
Fortschritte der Bildung einerseits das “ bei den Ge⸗
“
Gedruckt bei A. W. Hah
Toulon Er uͤberbringt, wie es heißt, Marschallstab.
wir in
Ihnen
den Bericht tern, die den
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den Verlust des Forde
V Weiterh Kollege sich mit derjenigen
Gericht Ein
gen in
November
8*
Nr. 314 der St. Z. einen Auszug gegeben haben.
Hier
lautet der betreffende Satz woͤrtlich also: „Wir verlangen durch eine gerichtliche Vorladung fuͤr einen Jeden von uns 200,000 Fr; so ungeheuer diese
Summe auch erscheinen mag, so glaube ich sagen zu koͤnnen, daß den Sachverstaͤndigen, die jener furchtbaren Krankheit lesen, so wie den Rich⸗ materiellen Verlust unserer Praxis, die Verschlim⸗ meiner Gesundheit und fuͤr Herrn Wolowski vielleicht Augenlichts, in Anschlag bringen werden, jene rung nicht fuͤr so uͤbertrieben erscheinen wird.“ in erklaͤrt der Schreiber allerdings, daß er und sein Summe begnuͤgen wuͤrden, die das ihnen zuerkennen werde.
ier der Adjutanten des Koͤnigs ist abgegangen, um sich von dort nach
doch
heute von hier nach Afrika schhaushissen. dem General⸗Lieutenant Valse den Man spricht noch von anderen Befoͤrderun⸗ der Afrikanischen Expeditions⸗Armee. Der Herzog von
emours und die Generale Rulhières und Trezel wuͤrden zu
General⸗Lieutenants; der Ehren⸗Legion; der
der General Perregaux zum Großoffizier Oberst Tournemine zum General⸗Major;
der Oberst⸗Lieutenant Lamoricieͤre zum Oberst, u. s. w. ernannt
werden.
Das Journal de Par
stantine
is theilt ein Schreiben aus Kon⸗
vom 16. Oktober mit, worin einige Details uͤber die
letzten Lebenstage des Generals Danrémont gegeben werden:
„Es ha
es darin, „Dir die Details uͤber mitzutheilen, die fuͤr
t mir eben sowohl an Zeit als an Muth gefehlt“, heißt die furchtbare Katastrophe mich ein bitterer und ewiger Schmerz seyn
wird. Heute, wo die sterblichen Ueberreste meines ungluͤcklichen Generals eingesargt sind, um uns auf unserem Ruͤckmarsch zu
begleiten, wo mein Fuß auf der Straß
melte Le
ichname gehemmt, mein Ohr nicht mehr durch das Schmer⸗
zens⸗Geschrei der Verwundeten und Sterbenden zerrissen wird;
heute endlich, wo auf die schauderhafteste Unordnung etwas Ruhe
gefolgt ist, will ich Dir die schmerzlichen Details zu geben. ral⸗Gouverneur; um 7 Uhr
und beg
Batterieen errichtet worden waren. ein Chirurgus, der ihm Tages zuvor er unter den Kugeln der Araber aufgefallen war.
es versuchen, meine Erinnerungen zu sammeln und in Bezug auf den General Danrémont hatte ich den Dienst beim Gene⸗ Morgens verließ er sein Bivouac lateau von Kutiad-⸗Ati, wo Bresche⸗ Unterweges begegnete ihm durch den Eifer, mit dem die Verwundeten verband, Der General richtete einige aufmunternde
Am 11. Oktober ab sich nach dem
Worte an ihn, und dieser machte ihm dagegen bemerklich, daß
es nicht von den verneur Batterie
Ich verließ ihn keinen Augenblick.
falls in
die Kugeln, Niemand verwundet. vouac mit der Hoffnung zuruͤck, d Tage zugaͤnglich seyn wuͤrde.
erhielt d wohner
gut sey, sich an diesem Orte aufzuhalten, weil derselbe Kugeln aus der Festung bestrichen werde. Der Gou⸗ setzte, trotz dieses Rathes, seinen Weg nach der Bresche⸗ fort und blieb in der Batterie bis um 6 Uhr Abends. Der Prinz befand sich eben⸗ Den ganzen Tag uͤber umsausten uns eine Haubitze platzte in der Batterie, aber es ward Am Abend kehrten wir nach dem Bi⸗ aß die Bresche am folgenden Am 12ten um 6 Uhr Morgens er Gouverneur die Antwort auf eine letzte an die Ein⸗ von Konstantine erlassene Aufforderung. Diese Ant⸗
der Batterie.
wort, die uns unser Parlamentair uͤberbrachte, lautete folgen⸗
dermaßen: Getraide daß wir Alle
und aber sind, lie
Gouverneur diese Worte vernommen, Morgen der Nacht,
errichtet
gus ihm Tages zuvor
vo GIs,
den Zust
erblickte, zu ihn an den Tages zuvor
„„Saget den
Franzosen, beduͤrfen,
daß, wenn sie Pulver wir ihnen solches geben wollen; bis zum letzten Mann entschlossen als uns zu ergeben.““ Nachdem der begab er sich um 7 Uhr tterie, die man waͤhrend
etwa 100 Metres von den Waͤllen entfernt, Als er an der Stelle ankam, die der Chirur⸗ als die gefaͤhrlichste bezeichnet hatte, hielt um die waͤhrend der Nacht ausgefuͤhrten Arbeiten und and der Bresche, welche man von dort aus ganz genau untersuchen. Der General Rulhieres erinnerte ertheilten Rath, und forderte ihn auf,
ber zu sterben,
s nach einer neuen Bresche⸗Ba nur hatte.
einen anderen Weg nach der Batterie einzuschlagen. Der Gou⸗
verneur⸗
seine letzten Worte.
hatte,
unterhal
mein Gott!““ zu Boden. Leichnam,
Bivouac
am folgenden
wuͤrde.“
Aus Bayonne schreibt man vom 7ten d.: hat sein Hauptquartier
hielt er wieder Stadt; in demselben Augenblicke b eine Kanonenkugel traf
Dies waren achdem er noch einige Schritte gemacht an und richtete sein Fernglas auf die
litzte es vom Walle auf, und den Gouverneur in die linke Seite, Er stuͤrzte mit dem Ausrufe: „, Ach Um 2 Uhr Nachmittags kam der von einer Infanterie⸗Compagnie begleitet, in dem an. Am Abend wurden wir Alle benachrichtigt, daß Morgen um vier Uhr Sturm gelaufen werden
„Don Carlos nach Amurio verlegt, und naͤhert sich
erwiderte: „„C'est égal, allons toujours.“*
N
b des Herzens.
auf diese Weise der Stadt Onate, wo er wahrscheinlich seine
Winter⸗
rale warten ruhig an sich reorganisirt, und die Gemuͤther
der ermt
Die Christinischen Gene⸗ bis die Karlisten in den Provinzen sich wie— General Moreno soll sich
QAuartiere aufschlagen wird. 2 den Ufern des Ebro,
üthigt haben werden. Der
nach Frankreich begeben haben.“
— Die Allgemeine
stehende
Einnahme von Konstantine
Zeitung giebt nunmehr
die nach⸗ sehr interessante Mittheilung eines Augenzeugen
n uͤber die „ mit dem Bemerken, daß dies der
bereits fuͤr verloren geachtete Bericht ihres Deutschen Korrespon⸗ denten in Algier sey, der den Generalstab der Expedition be⸗ gleitet habe:
„Ko Morgens keit ohne möglich, schen Eil nur die of Ich sende
Ihnen früher aus Konstantine zu schreiben, boten, welche von hier nach Bona abgesandt wurden, durften
Privatbriefe mitnehmen. Brigade,
nstantine, 16. Okt. Konstantine wurde am 13. Oktober 9 Uhr mit Sturm erobert. Sie haben diese wichtige Neuig⸗ Zweifel längst über Frankreich erhalten. Es war mir nicht denn die Arabi⸗
fiziellen Depeschen, aber durchaus keine P Ihnen dieses Schreiben durch einen Offizier der ersten
“
die morgen nach Bona abgehen soll. Man wollte den Abgang der Pri⸗ vatbriefe ohne Zweifel absichtlich verzögern, damit in Frankreich die erste Freude des Sieges nicht vergiftet werde durch die schauerlichen De⸗ tails dieser ruhmvollen, aber blutigen Waffenthat und durch das Be⸗ kanntwerden des Verlustes einer fo bedeutenden Anzahl der tapfer⸗ sten Offiziere, welche, ihren Soldaten ein Helden⸗Beispiel gebend, bei b dem Sturme der Bresche in den Tod sanken. Es fehlt mir in die⸗ sem Augenblick noch an hiureichend ruhiger Fassung, Ihnen alle be⸗ eldzuges zu schildern. Der Eindruck
merkenswerthen Vorfälle dieses F
des Erlebten ist noch zu erschütternd, und meine Gesundheit hat, wie die so vieler Anderen, gelitten. Von Bona aus werde ich Ihnen über alle interessanten Episoden der Expedition berichten; hier nur das Wichtigste. Die Französische Armee trat am 1. Oktober vom La⸗ ger Medschez⸗Hamar aus ihren Marsch nach Konstantine an. Ste bestand aus vier Brigaden und zählte im Ganzen nicht über 7000 Mann. Die Arabischen Hülfs⸗Truppen, auf welche der General Danrémont mit solcher
Zuversicht gerechnet hatte, waren sämmtlich ausgeblieben. Mau rückte nur in sehr kleinen Tagmärschen vor, obwohl die Witterung überaus günstig war. Dieser laugsame Marsch hätte leicht verderb⸗ lich werden können, denn ein einziger Regentag würde die schwere Artillerie in den Koth versenkt haben. Am 6. Oktober erreichte man Konstantine. Eine Stunde vor dieser Stadt begannen die ersten Feindseligkeiten: Arabische Reiterhaufen griffen die linke Flanke des
onvois an, wurden aber ohne Mühe zurückgeworfen. Die kleine Französische Armee lagerte auf dem Berge el Mansurah, der ein wei⸗ tes Plateau bildet und die Stadt beherrscht. Erst bei dem äußersten Ende des Plateaus überschaut man am Rande eines Abgrundes die ganze Stadt. Konstantine ist von der Größe Algiers. Seine Lage auf einem rings senkrecht abgeschnittenen Kalkfelsen, welchen der Fluß Rummel mit Getöse umrauscht, ist malerisch wild; das graue Fels⸗ gestein bekleidet auf allen Stellen der grüne Kaktusstrauch; die Ge⸗ gend erinnert zugleich an die Schweiz und an den Süden. Die Stadt selbst besteht aus einem Labyrinth von schmutzigen Häufern mit Ziegeldächern von der Farbe ihrer Felsen und engen finstern Gassen; nur die Minarets der Moscheen erheben sich in blanker, weißer Farbe über
e nicht mehr durch verstuͤm⸗
das Chaos der grauen Steinhütten. Der General Danrémont, der Herzog von Nemours und ihr Gefolge verwellten einige Stunden an dem Rande des Abgrundes, um das Terrain zu rekognosziren. Dieser Augenblick war in hohem Grade imposant. Bisher war die Meinung vorherrschend, die Stadt sey verlassen, und man werde keinen Widerstand finden, was die kampflustigen Offiziere sehr besorgt machte. Jetzt erst gewahrte man alle Anstalten einer eutschlossenen Vertheidigung. Zwei ungeheure rothe Fahnen flatterten trotzig über dem Thore Bab⸗el⸗Dscheddid; ein wüthendes Krie sgeheul tönte von allen Mauern und Schanzen, auf den Moschee⸗Thürmen schrieen die Marabuts ihre Gebete zu dem Him⸗ mel auf, und eine Masse von Weibern erfüllte die Lüfte mit jenem unheimlichen, trillernden Wehegeschrei, welches man bei den Festen und Leichenbegängnissen dieses Volkes vernimmt. Zu gleicher Zeit eröffneten vier Battericen von der Stadt ein heftiges, gutgerichtetes das Plateau, und un ählige Flintenkugeln pfiffen über die Köpfe des
Generalstabes hin. lücklicherweise wurden nur sehr wenige Perso⸗ nen verwundet, obwohl die Bomben oft nur einige Schritte vor EE11““ Der General Danrémont, mit dem Fernrohr dicht am Rande des Abgrundes stehend, gab in diesem Augenblick Proben jenes kalten verachtenden Muthes, der ihm einige Tage später ver⸗ derblich wurde. In der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober fiel ein kalter heftiger Regen, welcher vier Tage fast ununterbrochen fort⸗ dauerte und die ganze Gegend in eine ünermeßliche Kothpfütze ver⸗ wandelte. Die Truppen litten während dieser Zeit schrecklich. Viele Sol⸗ daten und Offiziere überfiel das Fieber, und gleich in der ersten Nacht star⸗ ben funfzehn Fieberkranke im Kothe; nicht das geringste Obdach war zu finden. Am 8ten wurde die Höhe Cudiat Ali, im Osten der Stadt, von der dritten und vierten Brigade besetzt; aber es war unmöglich, Kano⸗ nen hinüber zu bringen. Am 9ten führte man auf el Mansurah etwa 20 Stück in Batterieen auf, welche ihr Feuer an diesem Tage gegen die Stadt begannen. In wenigen Stuͤnden waren die feindlichen Batterieen zum Schweigen gebracht und ein Theil der Kasbah zer⸗ trümmert. Man warf auch Bomben und Congrevesche Raketen in die Stadt, aber das Feuer wollte sich nirgends verbreiten. Am 10ten etablirte man endlich die Bresche⸗Batterieen auf der Höhe von Cu⸗ diat Ati. Nur mit unermeßlicher Mühe gelang es, die vier⸗ undzwanzigpfündigen Stücke über das bodenlose Terrain und durch den augeschwollenen Fluß zu bringen. Den 11ten und 12ten donnerten fünf Batterkeen fast ohne Aufhören wider die Bresche. Konstantine hat nur zwischen den Thoren Bab⸗el⸗Dsched⸗ did und Bab⸗el⸗llad eine kleine verwundbare Stelle. Von jeder an⸗ deren Seite bildet der senkrechte Fels eine natürliche, furchtbare Mauer, die weder die Kugel, noch die Mine zu zerstören vermochte. D Zahl der Todten von Französischer Seite war am 12. Okt. noch sehr unbedeutend. Obwohl die Belagerten unaufhö
— — rlich mit Wallflint n und kleinen Kanonen feuerten, so richteten diese Geschüͤtze doch fast keinen Schaden au, da die
Französischen Corps hinter der Auhöhe eine gedeckte Stellung hatten. Eben so waren die Angriffe der Araber und Kabylen im Rücken nicht sehr ernsthaft. Vier bis fünftausend dieser Barbaren hatten die östlichen Höhen besetzt und tiraillirten aus sehr weiter Entfernung. Manchmal stiegen sie mit großem Geschrei zum Kampfe herab, aber einige Escadrous der Chasseurs d'Afrique wa ren hinreichend, jene Horden in die Flucht zu jagen. Am 12. Okt. früh Morgens wurde der Gouverneur, General Danrémont, durch eine Kanonenkugel entzwei gerissen. Er hatte, die Bresche rekognoszirend, sich zu sehr dem Feuer der Belagerten bloßgestelt. Der Herzog von Remours befand sich an seiner linken Seite; rechts einer der Adju tanten, das übrige Gefolge war zerstreut. Ich stand in geringer Entfernung hinter dem Gouverneur, als dieser zu Boden stürzte; er blieb auf der Stelle todt. Der junge Prinz zeigte hier, wie bei allen übrigen Gelegenheiten, die edelste Fassung und einen bewunderungs⸗ würdigen Muth. Die Kugeln, die ihn umsausten, die blutende Leiche des Ober⸗Generals, die Verwundeten um ihn her, erschreckten ihn keinen Augenblick, er weigerte sich fest, die gefährliche Stelle zu ver— lassen. Der General Perregaur, Danrémont’s Busenfreund, warf sich schmerzvoll über dessen Leiche, und wurde in dem nämlichen Augenblicke von einer Flintenkugel an der Stirne verwundet. Unter den Trup⸗ pen machte der Tod des Gouverneurs nur geringen Eindruck; nur wenige Soldaten waren Augenzeugen seines Falles. Ueberhaupt hatte der General Danrémont kein besonderes Ansehen in der Armee. S zeigte während dieser Expedition große Kaltblütigkeit und einen unge⸗ meinen persönlichen Muth, aber nicht jene entschiedene Thatkraft, jene rasche, handelnde Entschlossenheit, welche den Feldherrn von Genie verkünden. Langsam und zaudernd in seinen Maßregeln, verlor er viele kostbare Stunden. Man verglich in der Armee den General Danrémont oft mit dem Marschall Clauzel, und dieser Vergleich fiel immer zu Gunsten des Letzteren aus. Der General⸗Lientenant der Artillerie, Valée, folgte als ältester General dem Gouverneur im Ober⸗ Kommando. Am 12. Oktober Abends trat endlich schöne Witterung ein, und die Feuerschlünde spieen waͤhrend einer mondhellen Nacht ihre Kugeln nach der Bresche hinüber. Ein Bataillon der Zuaven, die Compagnie Franche, ein Theil des Genie⸗Corps und des zweiten
Feuer gegen