1838 / 3 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

sieben Jahren befolgten Politik, die Frankreich Dieses politische System ist den gegenwͤrtigen aber dadurch nicht entstellt worden. und wir wissen nicht mehr, wohin der Weg uns fuͤhren kann. Herr Dupin ist gestern wieder zum Präsidenten ernannt worden. Wie wir uͤber ihn denken, weiß Jedermann. Er 18 seine Fehler, dafuͤr aber besitzt er auch Eigenschaften, die Niemand ihm bestreiten kann, und die ein Anderer in der Kammer schwer wuͤrde ersetzen koͤnnen., Wenn daher auch einige leise Meinungs⸗Verschiedenheiten zwi⸗ schen ihm und manchen Fractionen der Kammer bestehen, so sind wir doch uͤberzeugt, daß in Tagen der Gefahr Herr Du⸗ pin niemals von den Grundsaͤtzen der Ordnung und monarchi⸗ bhen⸗ Stabilitaͤt abweichen wuͤrde, die er so lange vertheidigt at.

Die Weihnachtszeit hat ihren Einfluß auch auf die hiesige Sparkasse ausgeuͤbt. Dieselbe erhielt in der abgelaufenen Woche an neuen Zuschuͤssen nur die Summe von 360,210 Fr., waͤh⸗ rend sich die Ruͤckzahlungen auf 421,000 Fr. beliefen.

Gestern ist. bei uͤberfuͤlltem Hause das vielbesprochene Trauer⸗ spiel des Herrn Alexander Dumas, „Caligula“, zum erstenmale, aber nur mit getheiltem Beifall gegeben worden.

Die heute eingegangenen Zeitungen von der Spanischen Gränze enthalten keine wichtige Nachricht uͤber die Bewegun⸗ gen der Armee des Den Carlos; aber ein Schreiben aus Val⸗ ladolid vom Ilten d. meldet, daß 14 Karlistische Bataillone sich der Mancha genaͤhert haͤtten, und daß sogleich ein Courier an Espartero abgesandt worden sey, wahrscheinlich um Verstaͤrkun⸗ gen von ihm zu verlangen. Der General Romarino wird noch immer, unter dem Vorwande, daß seine Paͤsse nicht in Ordnung seyen, in Valladolid zuruͤckgehalten.

Gränze der seit gerettet hat.

Umstäͤnden angepaßt, es ist Noch ein Schritt weiter vor,

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87. Niederlande. 8 8 Amsterdam, 28. Dez. Heute Nacht ist hier in der Warmoes⸗Straße im Hause des Buchhaͤndlers Eigemau ein Feuer ausgebrochen, das sich bald mit solcher Hestigkeit ver⸗

vpreitete, daß nicht bloß jenes Haus ganz niedergebrannt ist, sondern auch viele Nachbarhaͤuser mehr oder weniger stark ge⸗

litten haben. Leider haben dabei mehrere Menschen das Leben verloren. Es befanden sich darunter eine Wittwe mit ihren ddrei Toͤchtern, eine andere Wittwe, der genannte Buchhaͤndler ECigemau und ein Deutscher aus der Stadt Norden, Namens

Johann Taaks, die saͤmmtlich in dem niedergebrannten Hause

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Belgien. ge.) Der Legations⸗Secre⸗

WIII1“ ”“ Bruͤssel, 27. Dez. (Mon. Belg 8 tair Herr Balan ist einstweilen mit den Geschaͤften der Koͤnigl. Preußischen Gesandtschaft beauftragt worden. Herr Graf von Galen ist bereits von hier abgereist. 1“ Hiesigen Blaͤttern zufolge, wird sich die sogenannte „Beob⸗ achtungs⸗Division“ nur noch kurze Zeit im Luxemburgischen auf⸗ halten. 8 Dem Journal d'Anvers zufolge, ist die Frage in Be⸗ zug auf den Gruͤnwalder Busch auf diplomatischem Wege so gut wie voͤllig ausgeglichen. 8 Der Fuͤrst von Musignano, Karl Lucian Bonaparte, ist voon Antwerpen hier angekommen und begiebt sich nach Italien. 8 Es heißt, daß unser Finanz⸗ Ministerium im neuen Jahr ein bedeutendes Anlehen man spricht von 100 Mill. Fr. zur Deckung der Eisenbahnen⸗Baukosten machen werde. Jeden⸗ falls soll, einer Aeußerung des Ministers im Senat zufolge, ddie sogenannte schwebende Schuld in eine zinstragende Staats⸗

sschuld verwandelt werden.

Das Journal de Liege enthaͤlt uͤber Englands Besitzungen in Amerika: in Folge der unguͤnstigen Nachrichten, uletzt uͤber den Erfolg des zwischen den Kanadiern und der Englischen Armee ausgebrochenen Kampfes erhalten hat, und die in jener Hauptstadt die lebhaftesten Besorgnisse erweckt ha⸗ ben, auf Kanada gerichtet. Die Englaͤnder haben ziemlich um⸗ fangreiche Besitzungen in Amerika; aber mit Ausnahme einiger Inseln steht die Bevoͤlkerung keinesweges im Verhäͤltniß zu der Ausdehnung des Gebietes, und auf einer Flaͤche von 65,600 Quadrat⸗Myriametern belaͤuft sich die Ge⸗ sammtzahl der Bewohner an Ansiedlern und Eingebornen kaum auf 2 Millionen. Die groͤßte dieser Besitzungen

ist der weite Landstrich, der den Namen Neu⸗Britanien fuͤhrt und zwischen dem 54sten und 142sten Grade westlicher Laͤnge und dem Alsten und 80sten Grade noͤrdlicher Breite liegt, be⸗ graͤnzt von dem noͤrdlichen Eismeer, der Baffings⸗Bai, der Davisschen Meerenge, dem Atlantischen Ocean, den Vereinig⸗ ten Staaten, dem Großen Ocean und dem Russischen Amerika; er ist von Osten nach Westen 1390 Lieues lang und von Nor⸗ den nach Suͤden 850 Lieues breit; aber seine Bevoͤlkerung be⸗ steht kaum aus 700,000 Seelen. Der wichtigste Theil von Neu⸗Britanien ist Kanada, welches das suͤdoͤstliche Ende dessel⸗ ben bildet und allein die Haͤlfte seiner Gesammtbevoͤlkerung, nämlich ungefaͤhr 470,000 Einwohner umschließt, eine fuͤr eine Flaͤche von 260 Lieues Laͤnge und 85 Lieues Breite immer noch sehr duͤnne Bevoͤlkerung. Auebek, die Hauptstadt, am St. Lo⸗ renz⸗Strom, hat beinahe 30,000 Einwohner, und Montreal, an demselben Strom, 70 Lieues von Auebek gelegen, nahe an 40,000. Die uͤber Neu⸗Britanien verbreiteten eingeborenen Voͤlkerschaften sind groͤßtentheils noch unabhängig; sie schweifen ohne feste Wohnsitze umher und beschaͤftigen sich groͤßtentheils mit der Jagd und dem Fischfange; nur in Kanada und in den daran stoßenden Gebietstheilen findet man eine Bevoͤlkerung von Europaͤischer Geburt oder Abstammung. In Nieder⸗Kanada rechnet man 275,000 Einwohner von Franzoͤsischer und 60 bis 70,000 von Englischer Herkunft. Der gebirgiae und mit Wal⸗ dungen bedeckte Boden liefert Bauholz in Menge, welches man auf dem St. Lorenz⸗Strom leicht fortschaffen kann; reiche Eisenbergwerke werden daselbst ausgebeutet, und die Kuͤstengegenden sind frucht⸗ bar an Getraide, Zucker und Taback. Was aber den Besitz dieser Kolonie fuͤr Englaud besonders wichtig macht, ist, daß es von dort aus stets ein wachsames Auge auf die Vereinigten

Staaten haben kann, und die letzteren wuͤrden ihrerseits wahr⸗

scheinlich die Emancipation eines Landes nicht ungern sehen,

folgende Bemerkungen . „Alle Blicke sind jetzt

welches durch Abschuͤttelung des Englischen Joches die Union den sie zu fuͤrchten gelernt achricht von der Niederlage ervorgebracht hat, ist daher beibourneschen Ministeriums Man ist daher auf dem

von einem Nachbar’ befreien wuͤrde

hat. Die Aufregung, welche die N

der Englischen Truppen in London nicht gering, ja, die Existenz des scheint sogar dadurch bedroht zu seyn.

welche man in London

2

Kontinent nicht ohne Grund sehr gespannt auf die weiteren Folgen jener Begebenheit.“ 8 1

Deutschland. 1

Hannover, 30. Dez. Se. Majestaͤt der Koͤnig beehrten gestern das Schauspiel mit Ihrer Gegenwart und wurden der sehr zahlreichen Versammlung mit großem Jubel em⸗ pfangen. 3

Die beiden Prinzen von Solms sind aus dem Mecklen⸗ burgschen zuruͤck gestern hier wieder eingetroffen.

Die Hannoversche Gesetz⸗Sammlung enthält eine Koͤnigliche Kabinets⸗Verordnung, „die Uniform der Civjldiener⸗ schaft und der Ritterschaft betreffend.“ Am Schlusse der Ver⸗ ordnung heißt es: „Wir gebieten Allen, welche diese Verord⸗ nung angeht, nach deren Inhalte sich genau zu richten, unter⸗ sagen jede Abweichung von der ertheilten Vorschrift, sie erfolge nun durch Weglassung oder Veraͤnderung der Uniform, oder Hinzufuͤgung irgend einer nicht ausdruͤcklich ertheilten Bestim⸗ mung, erklaͤren hiermit alle fruͤheren Anweisungen, insofern sie mit der gegenwaͤrtigen Verordnung im Widerspruche stehen, fuͤr aufgehoben und unguͤltig, und weisen endlich saäͤmmtliche Be⸗ hoͤrden und Diener an, in Faͤllen, welche ihnen zweifelhaft seyn sollten, an Unser Kabinet sich zu wenden und die weitere Be⸗ stimmung zu gewaͤrtigen.“

Kassel, 29. Dez. (Kass. Ztg.) In der gestrigen Siz⸗ zung der Staͤnde⸗Versammlung wurde unter Anderen ein Schreiben des Bevollmaͤchtigten Sr. Durchlaucht des Landgra⸗ fen von Hessen⸗Philippsthal, Herrn v. Berlepsch, verlesen, worin derselbe erklaͤrte, den Sitzungen nicht beiwohnen zu

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Leipzig, 31. Dez. tg.) Der Univer⸗

(Leipz. Allg. 8 nh sitaͤt Leipzig ist folgende Mittheilung offiziell zugegangen: „Sollte sich der eine oder andere der an der Universitaäͤt Goͤttingen

8

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halt, dafern nicht sonstige, solchenfalls hoͤhern Orts anzuzeigende Bedenken vorhanden, nicht zu erschweren, auch wenn er in der Eigenschaft als Privatlehrer akademische Vorlesungen zu halten beabsichtigen sollte, hieran nicht zu hindern. Dafern Stu⸗ dirende zu Goͤttingen von dort nach Leipzig sich wenden sollten, um daselbst ihre Studien fortzusetzen, so ist denselben, wenn sie in Gemaͤßheit der Verordnung vom 2. Januar 1835, den Bundesbeschluß vom 13. November 1834 uͤber die Universitaͤ⸗ ten und andere Lehr⸗ und Erziehungs⸗Anstalten betreffend, die erforderlichen Zeugnisse beibringen, die Aufnahme unter die Studirenden zu Leipzig nicht zu versagen; entgegengesetzten Falles aber in Gemaͤßheit des 3ten Artikels der angezogenen Verordnung zuvoͤrderst mit der Goͤttinger Universität die noͤ⸗ thige Communication zu pflegen.“ 1 G Muͤnchen, 28. Dez. Die neugeborne Prinzessin Tochter Ihrer Koͤnigl. Hoheit der Herzogin May erhielt in der feierli⸗ chen Taufe, welcher Ihre Majestaͤten, die Allerhoͤchsten Herr⸗ schaften und die Minister des Reiches beiwohnten, die Namen Elisabetha, Amalia, Eugenne. C11“ „Stuttgart, 24. Dez. (Karlsruher tg.) Die Muͤnz⸗ sache ist noch immer der Hauptgegenstand, der das Publikum beschaͤftigt und ihm zu reden giebt. Es ist allerdings wahr, die Herabsetzung der Scheidemwuͤnzen ist viel empfindlicher, als die der halben und Viertelkronenthaler, einmal weil bei diesen die Abschaͤtzung nicht so bedeutend war, und dann weil die oöͤffent⸗ lichen Kassen zur Auswechselung angewiesen waren. Zudem trifft die neueste Maßregel hauptsäͤchlich die aͤrmere Klasse. Die von Koͤnigl. Kassen gesiegelten und ausgegebenen Sechser⸗ und Groschenrollen werden von der hiesigen Staats⸗Kasse angenom⸗ men und gegen gangbare Muͤnze ausgewechselt; auch Pflegschafts⸗ Gelder, sagt man, seyen von der Staats⸗Kasse schon ausgetauscht worden, und es waͤre zu wuͤnschen, daß diese Verguͤnstigung allge⸗ mein angeordnet wuͤrde. Daß uͤbrigens durch die neueste erordnung in Muͤnzsachen das Vertrauen der Buͤrger zu der Regierung nicht im mindesten erschuͤttert wurde, beweist folgender Vorfall: Kurz nach der Bekanntmachung der erwaͤhnten Verordnung fand man in mehreren Theilen der Stadt an den Str einen geschriebenen Aufruf angeklebt, worin die Buͤrger aufge⸗ fordert waren, sich zu einer allgemeinen Protestation ge⸗ gen die in Frage stehende Maßregel zu vereinigen, und die Departements⸗Chefs des Innern und der Finanzen, von wel⸗ chen die Verordnung unterzeichnet ist, in Anklagestand zu ver⸗ setzen. Dieser Aufruf fand jedoch so wenig Anklang, daß er uͤberall sogleich von den Buͤrgern selbst abgerissen und der Po⸗ lizei⸗Behoͤrde uͤbergeben wurde. Die angestellte Untersuchung ergab, daß ein gewisser obskurer junger Rechts⸗Konsulent, Na⸗ mens Beuerlen, der Verfasser und Schreiber war; er wurde zwar verhaftet, da es sich aber bald zeigte, daß er geisteskrank war, wurde er gegen eine maͤßige Caution wieder entlassen und vorlaͤufig seiner Familie zur Obhut uͤbergeben. . Nach dem Gesetz vom Jahre 1828 uͤber die oͤffentlichen Verhaͤltnisse der Israeliten sollte fuͤr die israelitische Kirche des Koͤnigreiches ein Central⸗Fonds gegruͤndet werden, welcher unter der Aufsicht und Leitung der israelitischen Ober⸗ Kirchen⸗Behoͤrde steht. Die Quelle dieses Fonds war bis jetzt hauptsaͤchlich nur die durch das obenerwaͤhnte Gesetz eingefuͤhrte Personal⸗Steuer der Israeliten, welche von jeder selbststandig lebenden israeliti⸗ schen Mannsperson jaͤhrlich mit 6 Fl., und von jeder Wittwe jährlich mit 3 Fl. zu bezahlen ist. Diese Steuer floß bis nach vollzogener Organisation des israelitischen Kirchenwesens gaͤnz⸗ lich in die Central⸗Kirchen⸗Kasse, und nach der 1835 36 voll⸗ endeten Organisation theilweise in die Central⸗Kirchen⸗Kasse, theilweise in die der betreffenden israelitischen Kirchen⸗Gemein⸗ den. Ferner haben die verschiedenen Kirchen⸗ Gemeinden 2 Beiträge zu den Rabbinats⸗Besoldungen an die Central⸗ irchen⸗Kasse einzusenden, von welcher die Rabbinen ihre Ge⸗

halte vierteljaͤhrlich beziehen. Aus diesen Mitteln und den je⸗ weiligen Zuschuͤssen der taats⸗Kasse hat die Central⸗Kirchen⸗Kasse ferner zu bestreiten: die Kosten der Ober⸗Kirchen⸗Behoͤrde und der Kassen⸗Verwaltung, die Unterstuͤtzungen an israelitische Kan⸗ didaten der Theologie oder des Lehrfachs, Lehrgelder fuͤr arme Juͤnglinge, welche Handwerke u. s. w. erlernen, die Reisekosten⸗ Entschaͤdigungen an die Be irks⸗Rabbinen fuͤr deren Rei⸗ sen bei dem ordentlichen Turnus zur Leitung des Got⸗ tesdienstes in den verschiedenen Kirchen⸗Gemeinden ih⸗ res Bezirks, die Kosten fuͤr Einberufung der Rabbinen bei besonders wichtigen Verathungen und bei Pruͤfungen, An⸗ schaffung von Religions⸗, Gesang⸗ und Spruchbuͤchern fuͤr arme Israelitenkinder im Lande, Beitraͤge zu Armen⸗Versorgungs⸗

bisher angestellten Lehrer hierher wenden, so ist ihm der Aufent⸗

Straßen⸗Ecken h

besonderer Leistung aus Staatsmitteln fuͤr thigen Unte stuͤtzungen fuͤr die wegen nicht von ihren Stellen entfernten alten

worden. Hiernach

Fonds selbst aber auf 46,888 Fl. 24 Kr.

malige Rabbinen und Vorsaͤnger digung 1896 Fl. 45 Kr.; Beitraͤge an ar Schul⸗Amts⸗Zoͤglinge 681 Fl. 17 Kr.; Gewerb⸗Lehrlinge und Gewerb⸗Gehuͤlfen!

Nach einem in der tenen Schreiben aus Baden staͤndische Aueschuß, der unter ersten Kammer, des Markgrafen Mitgliedern dieser Kammer (v. und sechs Mitgliedern der zoweiten Hoffmann, v. Itzstein, v. Jahres⸗ Ende des Juni d.

J. betrug die

abgezogen

22352 ₰âqE 5 22,352, 75

tragen und noch zu 5 pCt. verzinst wird.

traͤgt. Es ist der Betrag, der aus von Bestandtheilen des

dieses Domainengut oder nach der haus an die Stelle der einzelnen ist. Bei dieser

Staats⸗Kasse fließt und die 2 (ie durch die Civilliste sammt Apanagen u

nen, wenn man sich auf Ank in jeder Hinsicht nuͤtzlichen, leicht zu verw

zehntpflichtigen Gemeinden, die zur

leihen, daß außer den Zinsen noch 1

genden Zuschuͤsse zur Zehntenablösung zu

schiedener Senatsvortraͤge, der Recheneischeine, und betreffend, war am 22sten d. außerordentlicher Weise

altnisse betreffend, lautet, wie folgt: ammlung hat durch Beschluß vom am 25. August d. J. zu trage die verfassungsmaͤßige gewuͤnscht, publizirt werde, der bisher coursirenden keiten festgestellt wird. In dem tember d. J. der gesetzgebenden

lich gehandelt und dasselbe zu klar auf die fruͤhere Mittheilung beziehen

ction vorlegt.“

Wien, 28. Dez. heit der Erzherzogin Sophie geht es taͤgl ber ist gaͤnzlich verschwunden.

Die Errichtung einer Italiaͤnischen entschieden. Ihre Einrichtung soll sich v Garde wesentlich dadurch unterscheiden, wohl Uniform als Subsistenz aus eigen

ten wird. Die neue Garde wird in Itali Umgebung des jeweiligen Vice⸗Koͤnigs ge

Italien.

Rom, 21. Dez. wieder eingetroffen. ßischen Gesandtschaft ein. Letzerer Courier zuruͤckgelegt.

Wie man jetzt versichert,

ten, unter ihnen die Monsignoren Gestern 1

schoͤnen Theater Apollo ein Konzert bei

nen) wurde unter rauschendem

meisterhaft d gesis

der durch die

Die ersten Damen

und so hatten wir

der Stadt hatten d

Don Alessandro Torlonia,

nahe an 2000 Seudi, zanz den armen

kosten an unvermoͤgende Gemeinden, endlich fuͤr jetht und mit

Rabbinen un Das Rechnungs⸗Ergebniß der Central⸗Kirchen⸗Kasse ist mae fuͤr 1835 und 1836 zum erstenmal oͤffentlich bekannt gemach beliefen sich die Einnahmen auf 23 % Kr., und die Ausgaben auf 21,98. Fl. 59 % Kr., d Die Rabbinats⸗Bese dungen betragen 5387 Fl. 30 Kr., die Unterstuͤtzungen fuͤr vos Reisekosten⸗Entschn Rabbinats⸗ un Unterstuͤtzungen an arm Kr.; Bei traͤge an Armen⸗Versorgungs⸗Anstalten 21 Fl. 40 Kr. u. s. w.

1450 Fl; me

Rechnung der Schulden⸗Tilgungs⸗ gesammte

Abtragung von Schulden verwendet worden 8 Verfassung das Fuͤrsten Glzubiger Schuld findet keine Verzinsung statt, wei dies eine leere Form waͤre, da der Ertrag der Domainen in die Bedirfnisse der Fuͤrstlichen Fam Wittwen⸗Gehalte gedeckt werden. Dieses große Guthaben des Grundstocks wim nicht sebald zu neuen Erwerbungen angewendet werden koͤn zufe beschränken will, die eince

Tilgung entrichtet werden, sondern auch die dem

Muͤnze zur Besei 2 Vertrage, welcher am 5. Versammlung mitgetheilt wor den, ist uͤber das Verhaͤltniß des neu einzufuͤhrenden Muͤn fußes zu dem bisher nominell bestandenen Muͤnzfuße ausfuͤhr gestellt, als daß es noch na—

erer Erlaͤuterungen beduͤrfte, weshalb der Senat glaubt, sic zu koͤnnen, und nunmehe

den desfallsigen Gesetz⸗Entwurf der gesetzgebenden ““ 8 Mit dem Befinden Ihrer

Gesandte, Geheime Legationsrath Dr. Bunsen, Auch traf vor einigen Tagen rungs⸗Rath Bruͤggemann aus Koblenz bei der hiesigen

hat seine

Die Einnahme wird Kinder verwand

holera zu Waisen gewordener Konzert veranlaßg

diesen Zwe

erstanden er d Vorsanger

196 SlI. 16

Kasse gep

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ist, so

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altenden un

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zur

bezahlen.

zusammenberufen worden. natsvortrag vom 19. Dezember d J, das Gesetz uͤber Muͤnzre

„Die gesetzgebende Ver 20. September d. J. demn Muͤnchen abgeschlossenen Muͤnzver Sanction ertheilt, zugleich abe daß mit jenem Staatsvertrage zugleich ein Gese⸗ wodurch das Verhaͤltniß der neuen Muͤnze tigung aller Streitz

Ve 211

ich besser.

ck die ni⸗ Pruͤfung

20, 172 .

Allgemeinen Zeitung enthah vom 16. Dezember hat der langz dem Vorsitze des Praͤsidenten der Wilhelm ven Baden, aus dre Goͤler, Nebenius und Rau Kammer (Bekk, Duttlinger Rotteck-und Speyerer) besteht, dih

ruͤft. Img

Staatsschun 26,399,422 Fl., wovon jedoch 4,366,670 Fl. Aktiv⸗Vermoͤge 9 werden muͤssen, so daß die wirkliche Schuldenmasse mr 1 Fl. betraͤgt. Die ganze Schuld besteht aus zwei sehr un gleichartigen Theilen, von welchen der erste Theil der Schuld an Pa⸗ vatglänbiger, die allein verzinst und faͤr jetzt allein getilgt wir Sie betrug nach der neuesten Berechnung nur noch 9,434,91 Fl. Die Hauptposten derselben sind 3,563,300 Fl. Rentenschein zu 3 ½ pCt. und 4,527,079 Fl. Rest der Lotterie⸗Anleihe ve 1820, welcher fortwaͤhrend nach dem urspruͤnglichen Plan abg

te Haup

theil ist die Schuld an den Grundstock, die 12,797,925 Fl. b Verkaͤufen und Abloͤsungae Domainengutes eingegangen und zu

daß nun

getreten

ad eintraͤg

lichen Zuwachs der Domainen zu geben versprechen. Zum er stenmale wurde die Rechnung der Zehnten⸗Schuldentilgungs Kasse vorgelegt, welche nicht bloß die Bestimmung hat, da tiger Abloͤsung Darlehen mach wollen, die erforderlichen Summen unter der Bedingung f

allmalige

Staate obli⸗

Frankfurt a. M., 39. Dez. Zu der Erledigung reh unter Andern 1) die Prolongatieck 2) das Gesetz uͤber Muͤnzverhaͤltnis M. die gesetzgebende Versammlun

Der &

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rsammlung 8 g 9 9

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Kaiserl. Ho⸗

rem heutigen Blatte nachstehendes Koͤnigliche Dekret:

2

2 Fasten, welches sie am Tage streng beobachten.

Das üle⸗

Nobelgarde ist nun Deutschen daß jeder Einzelne soe en Mitteln bestreitet

on der der

waͤhrend die Deutsche Garde auf Kosten des Staats unterhal en verbleiben und

hoͤren.

(Allg. Ztg.) Der Koͤnigl. ist gestern hiet

Reise

ganz gefuͤll

Von dem singenden und spielenden Personal (uͤber dbb Beifall Rossini's Wilhelm Acl

zur U

as

Gelegenheit, außer vielen Herren latur und des diplomatischen Corps, hier die ganze Noblesse versammelt zu sehen. Der Eigenthuͤmer des hatte nicht allein da eingeraͤumt, sondern auch das ganze Theater mi auf das splendideste erleuchten lassen, so daß die

Waisen zu

zu

Preußische

der Regit Preuj hierher al

werden nicht weniger als z Monsignoren im naͤchsten Konsistorium den Kardinalshut ergh Mai und Mezzofanti, Bece

der gelehrten Welt als ausgezeichnete Maͤnner bekannt. Abend gab eine Gesellschaft Dilettanten in den

tem Havse 200 Persch

nterstuͤtzung der Pres

Roͤmische T heatert,

s Lokal gratie t Wachskerzen

Einnahme Gute kon

nen sehr geschickten Gehuͤlfen finden.

in der That eine seltene Erscheinung, daß ein Minister der

er also, wie man hofft,

men wird. Nachtraͤglich mag mir hier vergaͤnnt seyn, taran zu erinnern, wie Torlonia zur Zeit der Cholera sich durch seine Freigebigkeit auszeichnete, indem er viele Hunderte von Men schen ununterbrochen beschoͤftigte, seinen Palast durch keine Ab sperrung schloß und saͤmmtlichen Arbeitern der großen Tabacks Fabrik, welche zu der aͤrnten Klasse gehoren, waͤhrend des Verlaufs der Krankheit täͤglich Fleisch und Wein verabreichen ließ.

Spanien. Madrid, 18. Dez. Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt in ih⸗

„Durch Gruͤnde, denen meine Ueberzeugung nicht wider⸗ stehen konnte, bestimmt, habe ich, im Interesse des oͤffentlichen Wohls, dem von den letzten Cortes angenommenen Gesetze zur Regulirung der Geistlichkeit meine Sanction verweigern zu muͤs⸗ sen geglaubt. Da ich jedoch die Metive gehoͤrig zu wuͤrdigen weiß, welche die Cortes bewogen, dem fast allgemein ausgespro⸗ chenen Verlangen gemaͤß, dieses Reglement zu entwerfen, das die Tenden hat, die Dotation des Kultus und seiner Diener auf die Art zu sichern, daß sie bei zufaͤlligen Ereignis⸗ sen nicht von Allem entbloͤßt sind, welches dadurch ver⸗ mieden werden kann, daß die Geistlichkeit weder einen, sowohl mit dem Geiste der Kirche, als mit dem traurigen Zu⸗ stande der oͤffentlichen Huͤlfsmittel im Widerspruch stehenden Reichthum besitzt, noch auch sich in odem erniedrigenden Stande der Duͤrftigkeit befindet, der sie herabwuͤrdigt und veraͤchtlich⸗ macht; da ich ferner wuͤnsche, daß die Zahl der Diener des Kultus in Uebereinstimmung stehe mit den Beduͤrfnissen der Glaͤubigen, daß bei Allem, was in Bezug auf die Lage der Geistlichkeit beschlossen wird, stets auf das Wohl der Kirche und des Staates Ruͤcksicht genommen werde, und daß man, indem dies Prinzip als Basis angenommen wird alle aufreizenden Maßregeln, so wie alle eben so unpas⸗ senden als unzeitigen Controversen vermeide, die gesetzlichen Rechte und die bestehenden Interessen bewahre, um auf all⸗ malige und unmerkliche Weise eine vollkommene Reform zu er⸗ langen, so befehle ich als Koͤnigin⸗Regentin: 1) Es wird eine Junta ernannt, die uns einen, nach den angegebenen Prinzi⸗ pien abgefaßten Gesetz⸗Entwurf zur Regulirung des Kultus und seiner Diener vorzulegen hat. 2) Dieser Junta sollen alle im Besitz der Regierung befindlichen Nachweisungen, die zur Er⸗ leichterung der Arbeit dienen koͤnnen, mitgetheilt werden. Die ünte, die fuͤr ihre Arbeiten nicht besoldet wird, soll aus vier Genatoren, den erwaͤhlten Erzbischoͤfen von Toledo und Valencia, dem erwäͤhlten Bischof von Zamora, Herrn Nicolaus Maria Garelly, den beiden Deputirten Don Manuel Varro Ayuto und Pablo Gobantes bestehen.

Ich, die Koͤnigin⸗Regentin.“”“)

Im Indicateur de Bordeaux liest man: „Ei Schreiben aus Madrid meldet, daß der Inflnt Don 8 eisco de Paula und seine Gemahlin vor kurzem kaum der Ge⸗ fahr entgangen sind, von fuͤnsfundzwanzig berittenen Karlisten unter Anführung des jungen Palillos, gefangen genommen zu werden. Der Infant fuhr naͤmlich, wie gewoͤhnlich, in einem henen Wagen an den Ufern des Kanals, als der die Eskorte deh ende Offizier ihn auf die Karlisten aufmerksam machte. Der Prinz ließ sogleich den Wagen halten, worauf die Karli⸗ sten im Gallopp heransporengten; da jedoch der Kutscher einen Nebenweg einschlug, so gelang es dem Infanten, zu entkommen e naͤherten sich der-Hauptstadt bis auf Flinten⸗ 8 Tuͤrkei.

Konstantinopel, 6. Dez. In der letzten W i 8198. Bemerkenswerthes Ferdiseflen: in * n ache verhese Fiatiicher Srinstand, und der Mangel an Neuigkeiten war 8 89 h groß. Bekanntlich pflegen die Tuͤrken sich BesPaf 1 asan uͤberhaupt nur auf die nothwendigsten schaͤfte des Tages einzulassen und alles Wichtige bis nach dem Bairamsfest zu verschieben. Dies Jahr scheint denn auch keine Ausnahme ven der gewoͤhnlichen Regel machen zu sollen die Muselmaͤnner schlafen oder beten wahrend der groͤberen Haͤlfte des Tages; des Nachts aber entschaͤdigen sie sich fuͤr das Na em Bai— ram duͤrften wohl einige bedeutende politische Sprache kommen, und es wird dann wahrscheinlich zu den Veraͤnderungen im Personal der obersten Beamten der †forte schon seit einiger Zeit die Rede ist, geschritten werden. Z Regen, der seit einiger Zeit fallt, macht die ee He traurig, denn er verhindert die Mu⸗ . 1 8 . 44 9 . 4 sr 8e ;ahs an ihren naͤchtlichen Promenaden und ie meisten Mitglieder des diplomatischen Corp r neuen Minister der e 1“ Ber⸗ schon ihren Besuch abgestattet, und alle sind von seinem eist und von seinen feinen Manieren eingenommen. Es ist

Pforte gan gelaͤufig franzoͤsisch spricht und sich mit der Leich⸗ qCEEE benimmt. Die fremden en r fechen sich daher auch eine sehr guͤnstige Aen⸗ derung in ihren Verhaͤltnisse g g in 1— aͤltnissen zur Pforte, besonders weil sie nun in vielen Angelegenheiten die Vermi⸗ b in vielen 8 Vermittelung der Dr mans nicht brauchen werden. Abges⸗ e&s EWW AUbgesehen von den anmuthigen Formen, besitzt Reschid Bey aber auch wirkl 6 C9 54 82 8 . 2 ich ie 88 88. sen heier veigechels in Curopa hat saüne de⸗ d 11 nanche wichtige Dinge wesentlich, modifi⸗ 18 & hat sich mit den Hauptfragen der Verwanea g aatswirthschaft sehr ; beschäͤftigt; sollte 1t Heinen bedeutenden Einfluß erlangen, so Waefen man nicht, daß er denselben benutzen werde, 8g 8 9 erungen in der Tuͤrkei einzufuͤhren, und man scheint all⸗ vanin auf ihn viel zu rechnen. Der Sultan wird bei der hrung seiner umfassenden Reformplane an ihm gewiß ei⸗ ze Der Seriaskier, der Ka⸗ 8. 1 der Pg. Pen ner Akif Pascha sind üͤübri⸗ aͤnner, die dem Großherrn, ein Jeder in sei nem Fach ausgezeichnet Dienste lei 8BEE 22 88 e Dienste leisten koͤnnen. Eben so ver⸗ h viel Gutes von Namick Pas in diesem 8 8 amick Pascha, der in die 8 88 Muschirat von Aidin boetedes es⸗ Feth G er zu F ionen in K i napel auserföhen wehbe. zu hohen Functionen in Konstanti⸗ Irthuͤmlich ist geme Seschehe 89 .Z. esen, daß der vor kurzem zum atetzer ven Meke⸗ Medina ernannte Osman Pasch dcnesee Zen⸗ Aegyptischen Fregatte eingeschifft habe, 89. 8 8 im hiesigen Hafen anlangte und die einen Theil roßherrn fuͤr das Grab des Propheten bestimmten

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Geschenke am Bord genommen hat. Neueren Nachrichten zu⸗ folge, befand dieser neue Statthalter der heiligen Oerter sich noch in Asten, von wo er jedoch naͤchstens hier erwartet wird, um sich auf seinen Posten zu begeben. 1 Das letzte von Trapezunt hier angekommene Dampfboot hat nichts ven politischem Interesse mitgebracht. Die mit die⸗ ser Gelegenheit aus Persien eingegangenen Briefe erwaͤhnen der Expedition des Schachs gegen Herat nicht, so daß man nicht weiß, wo die Persische Armee, fuͤr die man der rauhen Jahreszeit wegen nicht ohne Besorgnisse war, sich jetzt befin⸗ det. Mit Vergnugen erfahrt man, daß die seit einiger Zeit im Persischen Handel wahrgenommene Besserung sich erhalt, ja sogar noch zunimmt. Die in Konstuntinopel ansaͤssigen Kauf⸗ leute jener Nation empfangen fortwaͤhrend betraͤchtliche Sum⸗ men; jedes Dampfboot uͤberbringt ihnen 2 bis 3 Millionen Piaster, theils in baarem Geld, theils in werthvollen Waaren. Bis jetzt haben sie sich indeß dieses Geldes noch nicht bedient, um ihre alten Schulden zu bezahlen, woran sie zur großen Unzu⸗ feiedenheit der hiesigen Handelswelt, die das ihnen geschenkte Vertrauen fast zu bedauern anfangt, gar nicht zu denken scheinen.

Smyrna, 8. Dez. Das auf hiesiger Rhede vor liegende Franzoͤsische Geschwader ne fahrt an; das Linienschiff „Santi Petri“ wird nach Athen ge⸗ hen, der „Montebello“ und der „Trident“ aber werden nach Frankreich zuruͤckkehren. Nur der „Jupiter“, der die Admi⸗ rals⸗Flagge traͤgt, wird, wie es scheint, noch einige Zeit hier bleiben, weil der Admiral Gallois, obgleich es sich mit seinem EE seit einigen Tagen merklich bessert, noch

icht so weit hergestellt i um ei Seerei b benen. gef st, ine Seereise unternehmen zu

Der bisherige Russische General⸗Konsul in Aegypten Duhamel, ist am 2ten d. auf seiner Reise von venene Konstantinopel hier durchgekommen.

Die Besorgnisse, welche durch einige neuerdings hier vor⸗ gekommene Pestfalle erregt worden waren, sind wieder so ziem⸗ lich verschwunden, und der Gesundheits⸗Zustand von Smyrna bietet in diesem Augenblick nichts Beunruhigendes dar, denn im Laufe dieser Woche hat man in der Stadt nur einen neuen Pestfall ermittelt, und im Lazareih unter den Verdaͤchtigen haben sich nur zwei Todesfalle ereignet. Es steht daher zu

hoͤffen, daß die Krankheit sich nicht weiter entwickeln werde. Man wauͤnscht jedoch, daß die Orts⸗Behoͤrde groͤßere Vorsichts⸗ Maßregeln gegen Alles, was aus dem Innern des Landes koͤmmt, ergreifen möͤchte, besonders da seit gestern versichert die Pest zu Foglieri sehr heftig wuͤthe.

wird, daß

1111.“ 8 „Athen, 27. Nov. Der Admiral Dandolo befindet sich mit einem Theil seiner Flotten⸗Division noch immer im Piraͤus. Es heißt, er habe um Entbindung von seinem Kommando nachge⸗ sucht, weil sein mehrjaͤhriger Dienst zur See seine Gesundheit eschwächt hat und einige Ruhe suͤr ihn wuͤnschenswerth macht. Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Johann schrieb bei seiner Anwesenheit in Griechenland eigenhandig folgenden Brief an den Grafen Dandolo: „Mein lieber Graf Dandolo! Es freut mich sehr, im Augenblick meiner Abreise von der Levante nach Wien uͤber Triest Ihnen meine vollkommene Zufriedenheit mit dem trefflichen Zustande Ihrer Division ausdruͤcken zu koͤnnen, die ich am 2 ¼ Oktober auf der Rhede von Smyrna besuchte, am 27sten im Hafen des Piraͤus wieder besichtigte und heute hier vor Nauplia vor Anker liegend fand. Mit on. Vergnuͤgen habe ich in diesen Meeren die gute Hal⸗ iung, vollkommene Ordnung und sorgfäͤltige Mannszucht wahrgenommen, welche in allen Zweigen der Ihren Befehlen untergebenen Kaiserlich Oesterreichischen Marine herrschen, und ich bin besonders erfeeut, die volle Ueberzeugung mitnehmen zu koͤnnen, daß uͤberall, wo die Oesterreichische Flagge erscheint um die Interessen des Handels zu schuͤtzen, Ihre Division den Auftrag zu erfaͤllen weiß, der Ihnen von Sr. Majestaͤt dem Kaiser ertheilt ist; ich habe die Gewißheit hiervon, denn es herrscht in dieser Hinsicht nur Eine Stimme, sowohl zu Kon⸗ stantinopel, wie zu Smyrna und zu Athen, von Seiten der Kaufleute, so wie von Seiten der Behoͤrden, welche damit beaufrragt sind, diesen wichtigen Zweig der National⸗Industrie auf alle Weise zu schuͤtzen und zu erleichtern. Theilen Sie ge⸗ falligst die Gefuͤhle, welche ich Ihnen hier ausgedruͤckt habe den Herren Commandeurs, Offizieren, Unteroffizieren und Sol⸗ daten Ihrer Diviston mit. Ihr wohlgeneigter Johann, Erz⸗ herzog von Oesterreich. Nauplia, 9. November 1837.“

Athen, 12. Dez. (Allg. Ztg.) Die Hauvt⸗Angelegen⸗ heit, welche die Bewohner von Athen seit dem Abgange der letzten Post beschaͤftigt hat, ist das Preß⸗Gesetz. Obgleich es bis jetzt noch nicht im Druck erschienen ist, hat es doch schon er Wirkung gehabt, daz die Oppositions⸗Zeitungen vor der Dand verstummt sind. Herr Levidis ist freilich seit vierzehn Tagen wieder in Freiheit gesetzt, doch ist die „Hoffnung“ seit⸗ dem nur noch einmal erschtenen, um einen heftigen Artikel ge⸗ en den Minister Polyzoides an den Mann und unter die eute zu bringen. Ueber das Preß⸗Gesetz hoͤrt man, daß es sehr mild sey; es erhoͤht nur die von dem Redacreur zu stel⸗ lende Caution, indem außer der Deposition einer Summe von 1600 Rchlen. in baarem Gelde auch noch eine Sicherheit zu

demselben Belang in Immobilien gefordert wird. Ferner wer⸗

den an die Person des Redacteurs hoͤhere Forder

als bisher, d. h. er muß vecrscher Sr deeehehe der Klasse der Literaten gehoͤren. Im Fall eines Preß⸗Ver⸗ gehens ist dieser wirkliche Herausgeber, nicht aber, wie fruͤher

ein nomineller Stellvertreter verantwartlich; sollte er sich der Feentworttechtet durch die Flucht entziehen, so tritt fuͤr ihn zer Drucker ein u. s. w. Die naͤhern Details des Gesetzes sind indeß noch nicht bekannt. So wenig wir nun gemeint sind, einer Unterdruͤckung der Zeitungen (die uͤberdies auch 185 8 beabsichtigt ist) das Wort reden zu wollen, so läͤse 88 88. nicht leugnen, daß der groͤßere und einsichtigere dhen d,. ist, seit einer Reihe von Jah⸗ en z Renmab einige Wochen verlebt

lich schaͤndliche Angriffe auf ehrenwerthe aöe. vac. sen, oder. wenigstens davon reden zu hoͤren. Eben 8 weni

aber darf man sich verhehlen, daß die nachtheiligste Pole. mik, welche die Oppositionsblaͤtter unter diesen Umstaͤnden gegen die Regierung ergreifen koͤngten, diejenige seyn wuͤrde

inen oder zwei Monate lang gar nicht zu erscheinen. Dis hiesige Publikum ist einmal an polirische Diskussionen ge voͤhnt; sie sind ihm ein wahres Beduͤrfniß, welch es der trockene „Courter“ allein nicht befriedigen kann. Vleiben

daher die uͤbrigen Blatter eine langere Zeit ganz aus, so wer⸗

V dete.

auch von der Zuruͤckberufung des

den die eingefleischten Zeitungsleser eine so große Leere empfin⸗ 88 den, daß selbst diejenigen, welche jetzt der Beschraͤnkung der Presse Beifall zollen, ihre gegen die Regierung wenden, und uͤber Ermordung der Druckfreiheit (11 ε⁴,) Geschrei erheben werden. Kaum hat indeß das Preßgesetz den Staatsrath verlassen, so hat auch Herr Polyzoides seine beide 8. bisher gefuͤhrten Ministerien verlassen muͤssen, was etwas auf⸗ siel. Er ist zum Staatsrath im außerordentlichen Dienst und zum Vice⸗Praͤsidenten des Areopags ernannt worden, welchen Posten er bereits vor seiner Ernennung zum Minister beklei⸗ —. Sein Nachfolger in beiden Departements ist Herr Gla⸗ rakis, ein ehemaliger Capodistrianischer Staats⸗Secretair, den man zur Russischen Partei zaͤhlt. Sehr zufrieden ist man mit der Ernennung des ehemaligen Finanz⸗Ministers Theocharis aus Leipzig zum Geheim⸗Secretair und Kabinets⸗Referenten Sr. Majestäͤt des Koͤnigs. So nimmt unsere Regierung auch aͤußerlich immer mehr ein nationales Ansehen an. Man spricht Herrn Koletti's aus Paris, was jedoch zweifelhaft scheint. Im Innern des Landes herrscht uͤberall die tiefste Ruhe; nur auf der Gränzlinie haben neulich

die Türkischen Raͤuber zwei Griechische Ingenieur⸗Offiziere ge⸗

fangen genommen.

In der Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Paris am 26. Dezember stattete Herr Duméril 4118 nelr eine Abhandlung des Herrn Macquart in Lille, über die zweiflügli⸗ gen exotischen Insekten. Die Abhandlu g erbielt die Billigung der Akademie. Aus einem an die Akademie gerichteten Schreiben des Herru Richard aus Tanger ergiebt sich, daß in jenem Theile Afrika's

flanzungen oder Wälder der Ceder des Libanon vorkemmen. Herr Pampour übersandte eine Abhandlung über ecine neue Methode zur Bestimmung des Wierstandes, den die Wagons auf Eisenbahnen erleiden. Die Akfademie ebielt die Zeichnung ciner schöuen, in Gupana vorkommenden Wafsserpflanze, die zu der Gattung Nymphaca gehört und (ven dem Entdecker Herrn Schomburgt) den Ramen Vie⸗ toria Regina erhalten bat. Ihre Blätter sind achtzebn Fuß lang und die Blume dat vier Fuß Umfang; die Frucht erreicht fast die Größe einer Orange und enthäit eine aroße Anzahl Körner, die in Guypana ge⸗ gessen werden. Herr Matteucci übersandte eine Abhandlung, worin er die Verb eitung der elektrischen Ströme in Flüssigkeiten verschitdener B schaffenhrit untersucht. Herr Dumas las einen Tbeil eines Schreibens des durch seine Untersuchungen über das Blut bekannten Doktors Denis, worin eine Ueberucht von einer neuen b . über 8— zur des Lebeus der Thiere nöthi⸗

füssigkeiten gegcben wurde. Herr Delamarche legte ci

Erdglobus von verbesserter Feene en vor. au

Berichtiaung. In der Nr. 361 der St. Ztg. vo⸗ rigen Jahre, S. 1409, Sp. 2, Z. 53 v. u., muß die Sylbe „Ur“ wegfallen.

Iiner Börs e.

Ber Den 2. Jannar 1838.

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Zettel. Pr. Coor. Brief. Geld. 100 ⁄¾ 100 ¾ 99 % 107

1“ 8 Fonε et n d geld-Cour. Pr. Cour. Brief. Geld. 12. 2. 101 ¾¼ 632⁄ 102 ¼ 102 ½¼

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 20. Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Iut. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Köunigsb. de. Elbiager do. 421 Dauz. do. in Th. Wentpr. Pfaudbr. 4

Grosab. Pos. do. 4 10à ¼ teu à 5 Tul. Ostpr. Pfandur. 4 102 Discantoe

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Kur- n. Nenm. do. 4 do. do. de. 37 Schlesische do. 4 Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Sold al marco Neue Ducaten Friedriebad'or Aud. Goldmün-

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Kurza 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 6 2 AMt. 2 Mt.

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2 Tage 2 M.

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Amsterdam.. do. Hamburg. do.

300 Mk. 300 Mk. 1 LSt. 200 Fr. 150 Fl. 159 Fl. 100 Thl. 100 Tnl. 150 Fl. 100 Rbl.

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Wien in 20 NXx . Augsburg

Breslau.

Leipzig

Fraukfurt a. M. WZ. Peterrburg.

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55 27 Preuss.

59 à. err. 5 % Met. 105 ½. 105 ½. 2* Preuss. Prüm.-Sch. 63 ½. (8. 66 ¾. 66 1. 5 % Span. Anl. 12 ¼. 12 ¾. 2 ½ % lioll. 52 ⁄1 52 ¼.

5ℳ79 Rente fin cour. 108. 5. . in cour. 97. 75. 5 % Span. Kemte 20 ⁄½.

—. Bank-Actien 1406 ⁄⅛.

us würtige

Börse * 8 Amsterqam. 28. Dezember.ß Niedarl. wirkl. Schuld 521⁄1 1. 5 % do. 100 ½. Kanz -Rill. 2. 5, % Span. 19 ½. Passive 4 ½. Ausg. Sch. —. Zinal. 6 Präm.-Sch. 110 ¾¼. Poln. Oesterr. Met. 100 ¾l.

27.

8 Antwerpen Neue Anl. 197/16 ö.—

Frankfurt a. M., 30. Dezember.

4 % 100. G. 2 ½ 0

8 d. 25 /18. 255/1 G Bank-Actien 1683. 1681. Harcar- a. .G. Loose zu 500 Fl. 118 ⁄¾. 118 ¾¼. Loose au 100 Fl. 246. (8. do. 4 %, Aul. 101 ¼. 68. P'oln. 1.94.0

Paris, 27. Dezember. 3 % fin cour. 78. 99. 5 % Passive à1† 3

Wien, 28. Dezember. S.*

5 % Met. 10511⁄, . 4 %, —. 3 %, 7K 13 Neue Anl. 5091¼

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