1838 / 32 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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St. Petersburg. Am 11. Jauuar beging die hiesige pharmaceutische Gesellschaft den 8288 ö— inwei ierliche Haupt⸗Versammlung 1 Einweihung durch eine feierliche H EEe sammlung die im Lokale der Gesellschaft aufgeseaten Kabi .s. w. in Augeunschein genommen worden, eröffne ; Sitzung mit einer kurzen ü r Zusammenkunft. Hierauf verlas der Se⸗ Rede über den Zweck der Zus⸗ E .

experimentirte Herr Professoer Nelyubie über die Entdeckung des

wesenden Ehren⸗ und wirklichen Mitglieder.

Direktor, Professor Dr. Relvubie, die cretair, Apotheker Siller, den Jahres⸗Bericht.

Beschluß machte ein frohes Mah das Wohl unseres allverehrten Monarchen ausgebracht ward.

Arseniks nach Marsh's Methode. Nächstdem hielt der Secretair einen über die wichtigsten Interessen der Pharmacie in Rußland. Ein Aufsatz des Herrn Apotheker Ludewig über die Hausenblase in naturhistorischer und 2— Hinsicht kam wegen Mangels an Zeit nicht zum Vortrag, wird aber 1

en seinen Plat in dem Jahres⸗Berichte 9 Selenhas für das . 1837 finden, welcher nächstens im Druck erscheinen soll. 1 a9r 1 8 l1, bei welchem der erste Toast auf

er mit den übrigen Abhandlun⸗

London, 23. Januar.

5 % 101 ¾. 5 % Port. 21*

Cons. 3 % 2. 11 42 Ausg. Sch. 6 ⅞. 2 ½ % Holl. 52³ Engl. Russ. —.

do. 3 18 ⁄²2.

Wien, 24. Januar.

rell

o Met. 1067/10- 2 ½ % —.

Bank-Actien 1394 ¼. Neue Anl. 606 ⁄⁄.

Berl Den 30. Januar 1838. . Amtlicher Fonds- und Geld-Courg-Z

Berlin, Donnerstag den lsten

in den für die Preußische

Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten 1 8 Monarchie bedeutendsten Marktstädten im Monat Dezember 1837, nach einem monatlichen Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

r. Cour. 99 ༽

Pomm. Pfaudbr.

St.-Schuld-Sch.

Februar

Pr. Engl. Obl. 30. Kur- u. Neum. do.

PrämSch. d. Seeh.

Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Majestaͤt der Koͤnig haben dem Direktor der Akade⸗ mie der Kuͤnste, Dr. Schadow in Berlin, den Rothen Adler⸗ Orden zweiter Klasse in Brillanten zu verleihen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kammerherrn, Lega⸗ tions⸗Rath Grafen von Schaffgotsch, jetzt in Florenz, die Annahme des von dem Großherzoge von Toscana ihm ertheilten heiligen Josephs⸗Ordens zu gestatten geruht.

Röückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.

Gold al marco Neue Ducaten Friedrichsd'or

215 ½ A. Danz. do. in Th. 1

Westpr. Pfandbr. Grosfsh. Pos. do.

Ostpr. Pfandbr. zen à 5 Thl.

ITUEREEEEEVTIEN

1 Fr. Fonr 1

Wechsel-Cours. Thlr. zu 30 88

Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Siewert ist zum Justiz⸗Kommissarius fuͤr den Neustaͤdter Kreis, zugleich mit der Praxis bei den Gerichten des Karthauser Kreises, un⸗

Hamburg

cb““ Wien in 20 Xr.

ter Anweisung seines Wohnsitzes zu Neustadt in Westpreußen, bestellt worden.

Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Thiele ist zum Justiz⸗Kommissarius fuͤr den Karthauser Kreis, zugleich mit der Praxis bei den Gerichten zu Neustadt und Berent in Westpreußen, unter Anweisung seines Wo bestellt worden.

.„„ „327272—2

..„44324—.—2„

„„2„„„2„22„ 2„

Frankfurt a. M. WZ. Petersburg..

hnsitzes in Karthaus,

Koͤnigliche Schauspiele. Im Opernhause, auf Begehre Musik von Bellini. 1) Le jeune homme en loterie, coms 2) Le chäteau de ma nièce, comédie nourelle; 3) Sans nom! ou: Drames et romn modernes, vaudeville nouveau en 1 aecte, par Mr. Théaulon.

Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung zu Koͤln ist der bisherige Schul⸗Vikar zu Suͤnge, Or⸗ bach, zum Pfarrer in Duͤrscheid ernannt worden; zu Merseburg ist der Kandidat des Predigtamts, Karl heinrich Petri, zum Pfarrer in Weßnig, der Kandidat des Predigtamts, Albert Theodor Schweitzer, um Pfarrer in Weikelsdorf, Kreis Lissen, der Kandidat des

Mittwoch, 31. Jan. Norma, Oper in 2 Abth., mit Tanz. Im Schauspielhause: die en 1 acte. 1 acte, par Mad. Ancelot.

Namen der Staͤdte. [Weben Roggen 1 Gerste Hafer Namen der e [Wenen Gerste 12 8 326 3 24⁴* Koͤnigsberg . .3841½ 31 12 22* 12 15 sses 11“ 8 3 244712 kdd““ 1011112 34 15 Stendlll . rs . 88 Tilsit .. 1711. [11771„ e“ 39⁄12 35 1 /12 Insterbur 35 286/12 17³ 12 11³ 12 Nordhausen 11“ 46*⁹ 12 /12 1XAXA* 415⁄12 33 293 18 Mühlhaufe+n. 47 292⁄12 Rastenbuug . 2 112 8 28˙* [13510 Erfurt 85 302]12 E“ 4 2₰ 1 2 2 ö1ö1ö1ö1ö“* * S 1 11“1“ 45 35 24 16 Halle ““ 46 ³ 12 12 211 Elbing vhI““ 40 ⁄/12 . 28 11s hss Torgau .1“ 507⁄12 212/12 Konbllt.. F . 86/ 6——53—— Graudenz ö A447912 34102 23 15102 enen. „J“ 515⁄12 27 ⁄h1 Kulm . A6 .”ne⸗ 88112 238: 88 Paderbennn . 47 ⁄12 89 Thorn —— N1. IL . Dortmund 552 5 28 ⁄12 osen bböFö5 42 ⁄h12 29] 1/12 21 9⁄12 15³2/12 Koͤln W1“ 52 91 2 33³ 8 21 Se v Bö'⸗ 12. 1⸗ 23,,12 19ns Elberfeld .. . . . . ..̊ . 65 43 %2 22⸗ raustanddt c RE11⸗ 53⁰ 22 Frausans v“ 501%12 38 ⁄12 28 5⁄1 2 23 Krefeld 8 ö“ 53 12 22 Kempben 145 364⁄12 26 21 1 1u“ 1156 3 8 11A1X“ 8- *⸗ 8gv. b 223712 S. b . n. Brandenburg / 324⁄12 5/1 2 208, CA1A6A“A“ 3 Kottbus.. 1““ 61712 319⁄1 27 1 ⁄%12 20 2⁄12 Malme. 64 1 301⁄%1 22. 191 .1114XX““ 626 rankfurt a. d 12 —2* 8 andsberg a. d. W... 48212 323712 1a-: 88 11166“ Ea

1 bb“ 6 Kreuznachh/.k/.a. .5: 55/12 SSv uX“ 8 39 712 33412 24 ½12 17 vA“ h. 111X“]; 545⁄1 2 40 9/13 18 ⁄¼, 1AA1““ 55 12 20 11.“ . [54 ¼1 2 36 ⁄12 27 ⁄12 [18 % Wetzlar ö .. 61 2 202²

107712 [32 712 217⁄12 18 3 1 J 1“ 8 8 8 8 28⸗ 1⸗ 20s Durchschnitts⸗Preise v11““ 458⁄12 32,71 2611⁄1½ * der 12 Feüde⸗ 43 1 M1113“ 3 . 20 5 Posenschen e [477 Seencs 87 ⁄1 38 ⁄12 328 8 2010° 9 Brandenb. u. Pom⸗ 8 irschber 52 38 ⁄1 2 30 22 merschen Staͤdte. [500 1 etane 111“] 437⁄/12 32 10⁄12 23 2 187⁄12 -11 Schlesischen Staͤdte 1432 ö11A1XAX“ .. [4010⁄12 303⁄12 20 ⁄12¶ 151 %l 2 -8 Saͤchsischen Staͤdte [45 9 öo11“““] 362⁄12 [318⁄12 20 15⁄12 4 Westfäl. Staͤdte.. 497˙12 15 Leobschuͤtz „8 6 66668653582 34 ⁄½1 2 272/12 171⁄12 147 1 14 Rheinischen Staͤdte 58 ⁄12 12 I] [312⁄12 [2511⁄12 185⁄12 12 12

Donnerstag, 1. Febr. Im Schauspielhause: des Augenblicks, Lustspiel in 3 Abth., von E. Devrient. Hig

Die Erholungs-⸗Reise, Posse in 1 Akt, von L. Angely.

Predigtamts, Johann Christoph August M Pfarrer in Welbsleben, Kreis Ermsleben, der Kandidat des sredigtamts, Moritz Thuͤmmel, zum Pfarrer in Eutzsch, kreis Wittenberg, der bisherige Pfarrer zu Wiederau, Magi⸗ ker Johann August Thielemann, zum Pfarrer in Dabrun, Kreis Wittenberg, der bisherige Pfarrer zu Welbsleben, Karl „zum Pfarrer in Sylda, Kreis Ermsleben, nd der bisherige Pfarrer zu Arensnesta, Friedrich Wil⸗ m Pfarrer in Wiederau, Kreis Liebenwerda,

aͤhnike, zum

Koöͤnigsstaͤdtisches Theater.

Zum erstenmale wiederholt: macher und Strumpfwirker, oder: Die Ahnfrau in der Scheume Posse mit Gesang in 2 Akten, von F. Hopp.

Mittwoch, 31. Jan. Mustk von 1 Wilhelm Tribel belm Hertel, zu rnannt worden; zu Oppeln ist der zeitherige katholische Pfarrer Purgmann zu Kalkau zum

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 29. Januar 1838. Weizen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rah.

Zu Lande: Pfarrer in Riemertsheide, Kreis

Meteorologische Beobachtung.

1838. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 29. Januar. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. Luftdrucbk.. 238,61 „Par. 336,10 Par. 336,21" par. Quellwärme 6,7 0 R. Luftwärme. 7,2 0 R. 5,8 0 R. 5,9 0 R. Flußwärme 0,0 °0 R. Thaupunktt 9,6 0 R. 7,8 0 R. 800 R.] Bodenwärme 2.10 R. Dunstsättigung 80 vCt. 83 vCt. 82 pCt. Ausdünstung 0,017“Rh. WetterV. trübe. trübe. trübe. Niederschlag 0. Wind. OSO. OSO. O. Wärmewechsel Wolkenzug.. O. 7,30.

Tagesmittel⸗ 336,01„ Par.. 6,20 R.. 8,5 0 R.. 82 pCt. O.

Niederl. wirkl. Schuld 535/16.

2211/1 6.. 5 % Span. 19 ½. Passive —. Preuss. Präm.-Sch. —. Poln. 118 ½¼. Antwerpen, 24. Januar.

Zinsl. 6. Neue Anl. 19 ¼₰2. G. Oesterr. 5 % Met. 1063⁄16. G.

Auswärtige Börsen

Amsterdam, 25. Januar. 5 % do. 101 5/18.

Frankfurt a. M., 27. Jahuar. 4 % 100 ⁄[¶. G. 60 3¾4. 1 % 25 1. 251 3⁄116. Bank-Actien 1708. 1707. 145 ½¼. G. Loose zu 500 Fl. 121. 120 3¾à. Preuss. Präm.-Sch. 641⁄1. 63 ⁄¶. 68. 67 3⁄¾1⁄. 5 % Span. Anl. 12 ½. 12 ⁄⅞.

Kanz-Bill. Ausg. Sch. —. Oesterr. Met. 101 ⅞.

2 ½ % Partial- Obl. Loose zu 100 Fl. 250. G. do. 4 % Anl. 102 ½1. G. Poln. Loose 2 ½ % Holl. 537/18· 53 3 1. 1

16 Sgr. 11 Pf; Roggen 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 3 Eg. 9 Pf.; große Gerste 27 Sgr. 6 Pf., auch Gerste 27 Sgr 6 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf., auch 20 Sgr.

Weizen (weißer) 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rihlr. 25 Sgr. und 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 27 Sa f., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf., auch 21 Sgr.

Neiße, und der zeitherige katholische Pfarrer u Budkowitz zum Pfarrer in Alt⸗Zuͤlz, gannt worden.

Franz Uherek

7 Sgr. 3 Pf.; kuete Kreis Neustadt, er⸗

Zu Wasser: 8

Heute erscheint das dritte Stuͤck der Gesetz-Sa belches enthaͤlt: unter

Nr. 1863. das Gesetz uͤber die Bestrafun

ten⸗Verbindungen.

Berlin, den 1. Februar 1838.

ebits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.

von Studen⸗ Sonnabend, den 27. Januar 1838. Vom 7. Januar d. J. Das Schock Stroh 7 Rthlr., auch 5 Rthlr.

1 Rthlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf G“ Redacteur Ea. Cottel. * 1 1“ Gedruckt bei A. W. Hayn.

Der Centner Heu

ehertnrarer er⸗

2—

Bekanntmachungen.

Der auf den 24. Mai c. angesetzte Termin zum Verkauf der dem Friedrich Ehregott Ludwig zugehörigen Güter, zu 3 und 4, der Gartennahrung 8 Nr. 3 und des

orgau, den 18. Januar 18388. Königl. Landgericht.

Bekanntmachung.

hiesiger E vom 1. Juli d. J. ab von 4 auf 3 ¾ Prozent

verden. s 1 ögen, hier vierprozentiger Stadt⸗Obligationen auf, sich bis Rat hhaufe zu erscheinen, ihre Gebote ab⸗

um 1. April d. J. zugeben und den Zuschlag nach zuvor einge⸗ zu erklären: holter Genehmigung der Stadtverordneten⸗

ob sie das ihnen schuldige Kapital vom 1. Juli d. J. Versammlung zu gewärtigen. Wir bemer⸗ ab der hiesigen Kommune gegen einen jährlichen en bemeh 9. 6 8 e weit belassen wollen en Prozent feruer⸗ dehaus mit 22 Bade⸗Kabinets, ein ganz hn ; e882 b massiv erbautes Gasthaus, 2 massive un v T“ Vindwerk 8 autes Woym aus ge⸗ K 1 b übrigens die Kaufbedingungen zu unter Einreichung seiner Stadt⸗bligation und der eder Zeit in 4 serle W Feneigetsr

Zins von drei und einem hal

dem 1. April d. J. einwilligend erklärt und dies uns

Zins⸗Coupons Nr. 19 bis incl. 32 anzeigt, bewilligen sind.

Die uns eingereichte Obligation wird übrigens bin⸗ nen spätestens 14 Tagen, mit dem Vermerk des neuen

Allgemeiner

Der Magistrat.

8Sn.; kanfeANnzeige. ohnhauses Nr. 30, wird hiermit Mit unserer Uebereinstimmung und Ge⸗ ufgehoben. 1 nehmigung hat die hiesige Stadiverordne⸗ ten⸗Versammlung den öffentlichen Verkauf des der hiesigen Stadt⸗Kommune gehörigen Bades zu Nieder⸗Langenau, nebst allen Zu⸗ behörungen 1 EEETöö1““ 1 1 s und es ist zu diesem Behuf ein Licita⸗ Laut Kommunal⸗Beschluß soll der Zins sämmtlicher b 1 .“ z8⸗ s huf b 20. März i 8 erabgesetzt, event. deren Einlösung 16“ Fen 1 1 Kauf⸗ 1 ihres Kapital⸗Betrags, bewirkt anberaumt worden. 8* EEE11“ durch Zurückzahlung ihres Kapita gs, lustige, die sich über ihre Zablungsfähigkeit

hören,

Anzeiger fuͤr die b82 3

ig. Juli d. J. erhoben haben, durch Deposition bei dem dern zugleich die Vorbereitung zu allen damit ver- briefszinsen für den Weihnachte in hiesigen Königl. Land⸗ und Stadtgericht entledigen. wandten Fächern und dem gesammten Geschäfts- Tagen vom lsten bis einschließlich den 20sten künftigen Avertissement. Frankfurt a. d. O., den 11. Januar 1838. [leben ist der bisher unausgesetzt verfolgte Zweck Monats, mit Ausschluß der Sonntage, in den Vor⸗ Hieses Instituts, welches daher namentlich auch für mittagsstunden von 8 bis 12 Uhr, und zwar Jäger⸗ solche Gewerbtreibende, straße Nr. 22 parterre, unter meiner Mitwirkung denen eine, wissenschaftliche Vorbereitung Bedürf- erfolgen, woselbst diejenigen, welche Pommeʒrsche land⸗ nits oder Wunsch ist, eine nützliche Bildungsanstalt schaftliche Pfandbriefszinsen zu erheben haben, sich au den genannten Tagen azun Für solche junge Leute, welche nicht bereits in Spätere Zahlungen aber dürfen, nach der Verfassum einem Gymnasium oder einer Realschule eine zweck- der Kasse, nicht geleistet werden, in eben diesen Taga mässige Vorbildung genossen haben, ist durch eine und Stunden und, falls es erforderlich wäre, aucht Vorbereitungs-Klasse gesorgt, worin in einem den Nachmittagsstunden von 3 bis 6 Uhr, wird auc einjährigen Kursus das Fehlende nachgeholt und in dem nämlichen Lokale die freiwillige Konvertim dabei fortwährend der eigentliche Zweck des Zög- Pommerscher Pfandbriefe und die Zahlung der P. lings als Hauptaugenmerk beachtet wird.

Die nähern Bedingungen der Aufnahme, so wie jede sonst wünschenswerthe Auskunft, wird der Unterzeichnete auf portofreie Briefe jederzeit auf'’s Bereitwilligste mittheilen; nur müssen Anmeldungen wo möglich im Februar oder März erfolgen, um mit den Aeltern oder Vormündern wegen des Weitere übereinkommen zu können.

im Jannar 1838.

Christian Noback, Direktor der hiesigen Handels-Lehbranstalt.

————

r Magistrat.

Zinsfußes nebst Zins⸗Conpons, wieder zurückgegeben

7

und hierbei auch zugleich die Prämie berichtigt werden.

1 1 .

Allen Inhabern hiesiger vierprozentiger Stadt⸗Obli⸗ Handels-Lehranslalt in Erfurt. gationen aber, welche ihr Einverständniß mit der Zins- Anfangs Mai beginnt in der nun schon seit Reduction bis zu dem oben genannten Termine nicht siebzehn Jahren mit dem glücklichsten Erfolge be- anzeigen, kündigen wir die in denselben verbrieften stehenden hiesigen Handels-Lehranstalt ein neuer Kapitalien dergestalt, daß sie solche in dem Zeitraum Kursus, welcher sich über alle Zweige der Handels- vom 1. bis 15. Juli d. J. nebst den bis zum 1. Juliskunde und der kaufmännischen Hülfswissenschaften d. J. fälligen Zinsen gegen Rückgabe der quittirten erstrecken und namentlich die Deutsche, Franzö- Obligation und der Zins⸗Coupons Nr. 19 bis incl. 32 -sische, Englische und Italiänische Sprache, Mathe- in unserer Kämmerei in Empfang nehmen können. matik, Physik, Chemie, Waarenkunde, Technologie, Mit dem 1. Juli 1838 hört die Verzinsung hiesiger kaufmännische Arithmetik, Handels-Gecgraphie und sch Geschichte, Kalligraphie und Zeichnen, B

die Kommune alsdann ihrer Verpflichtung gegen die⸗ Korrespondenz und die übrigen Theile der Handels- jenigen Gläubiger, welche weder ihr Einverständniß wissenschaften, so wie Vorträge über National-Oeko- nomie, umfassen wird. Aber nicht blofs die Ausbil- dung zum Kaufmanns- und Fabrikanten-Stande, son-

Stadt⸗Obligationen zu 4 Prozent auf und wird

mit der Zins⸗Reduction bis zum 1. April d. J. erklärt, noch Kapital und Zinsen in dem Zeitraum vom 1. bis

1“

Luchhalten,

1“

junge Oekonomen

darbietet.

Direction von Pommern Auszahlung der Pommer

und

Bekanntmachung. gei der am 15. Janunar, Abends 7 Uhr, gesch nen neunten Einzahlung auf die Iöö“ ir eine 2 8 - r nt. gi n 8 Eisenbahn-Actien sind sämmtliche Interimsscheine EETETT1ö1“ Habelschwerdt, den 21. Jannar 1838. der achten Einzahlung umgetauscht worden, mit Ausnahme von 27 Stück, mäfsheit des §. 4 der Statuten für null und nichtig erklärt werden, so dafs jetzt keine Scheine der achten Einzahlung mehr gültig sind.

Die Inhaber dieser Interimsscheine sind demnach ihrer Rechte als Actionairs, so wie der gemachten Einschüsse, verlustig und werden die übrig geblie- benen 27 Stück der neunten Einzahlung zum Vor- theile der Compagnie anderweitig verkauft werden.

Leipzig, den 22. Januar 1838. Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie.

Gustav Harkort, Vorsitzender. A. Dufour, für den Bevollmächtigten

Der Bestimmung der Königl. General⸗Landschafts⸗ u Stettin zufolge, wird die schen landschaftlichen Pfand⸗

Zeitungs⸗Nachrichten. 11T1I

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 24. Jan. aben dem C

ischen Staaten. eihnachten⸗Termin 1837 in den 2 Se. Majestaͤt der Kaiser „Regiments Sr. Maj. Major Obradowitsch, den verliehen.

ommandeur des Grenadier s Koͤnigs von Preußen, General— Ftanislaus⸗Orden erster Klasse Die Nordische Biene onmission zum Ordnen der aus dem Wi geretteten Sachen, Ober⸗Stallmeister Fuͤr Majestaͤt des Kaisers gebracht, Gegenstaͤnde aus der großen s am oberen Rande der

„Der Praͤsident der einzufinden ersucht tiget. Nelohe wehrend hat zur Kenntniß Sr. ͤbei der Wegschaffung aller rche ein Bild des Erloͤser and zuruͤckblieb. Die mit der a, der Gemeine von der 10ten off, und der Ti orofejew, blieben trotz de hr und ungeachtet vielfaͤlt , so lange in derselben, eistesgegenwart das

Heiligen⸗ Abnahme desselben Beauftrag⸗ Flotten⸗Equipage, Nestor Tro⸗ Intendantur⸗Comtoir, Abram r ihnen drohenden augenscheinlichen Ge⸗— iger Aufforderungen, die Kir bis sie mit seltener Selbstv Bild des Erloͤser se bemerkenswerthe That gen des Fuͤrsten Dol Trosanoff sah, um das Bild erreiche dem Schnitzwerk der

hm mit unglaublicher S auf der Leiter Schnitzwerk wie efaͤhrten die kostba Zuͤber diese lobensr Majestaͤt der Kaiser j und außerdem den G

s der Admi mmando si er und ungewoͤhnl

egtragen aller ch auf einige Millionen r eine Menge t alles gerettet,

ie hier aus Odessa eing

lten d. und U esundheits⸗Zustand. Im Pe her noch zehn Pe; 8

mien dafür stattfinden. Berlin, den 13. Januar 1838. M. Borchardt jan.

schler beim Ho

che zu verlas⸗ erleugnung und Feuer geret— ward unter Aigorukoff auf folgende Weise ausgefuͤhrt: daß die an die Heiligenwand gestellte Leiter n zu koͤnnen, so zog er sich eiligenwand auf das Karnies hinauf, chnelligkeit das Bild ab, uͤbergab es Tischler Dorofejew und ließ sich gluͤck⸗ der vom Karnies hinab, worauf er mit re Last aus den Flammen trug. In verthe That erstatteten Berichts haben edem von beiden 300 Rubel auszah⸗ emeinen Trojanoff zur Garde versez⸗ gorukoff bezeugt ebenfalls, daß das langen zu Huͤlfe geeilte Sachen durch besonderen che Thaͤtigkeit auszeichnete, besonders bei und Silber, deren ien Rubel belaͤuft. Ungeachtet sich von kleinen Sachen befand, wurde nicht h nicht einmal etwas beschaͤdigt.“ egangenen Nachrichten reichen bis guͤnstig in Bezug auf st⸗Hospitale befanden zwei wurden einige T

Die in Folge der Bekanntmachung vom 1. Ny- vember a. p. bei den Unterzeichneten angemelcdeten, am Tr. Dezember p. verfallenen Coupons von (es tisicaten der Russ.-Holl. Anleihe bei Hope & Compy. 3ten Serie, werden von heute an bis 28. Februa- . mit 13 Thlr. 4 sgr. Preufs. Cour. pro Coupes von 12 Rub. 50 Kop. bezahlt.

9. Januar 1838. Anhalt und Wagener, Brüderstrafse No. 5.

s aus dem

3 p Ct. Dänische Anleihe von 1825. eigen hierdurch an, daß sie de ches in London der 3 pCt. Di⸗ nischen Obligationen vom 8. Juni 1825 gegen neut Obligationen, datirt den 15. Dezember 1837, übernet⸗ men, die Kosten so billig als möglich berechnen und für das Risico der Uebersendung haften. Berlin, den 29. Januar 1838. Gebrüder Veit & Comp⸗, Jägerstraße Nr. 35.

Die Unterzeichneten Besorgung des Umtau welche hiermit Der Fuͤrst ralitaͤt auf das erste Ver der Rettung der

Service von Gold

Literarische Anzeigen. ondern auc Von der Stuhrschen Buchhandlung in Beriin, Schloßplatz Nr. 2, wird in wenigen Tagen ausgegeben: „Die Juden, ihre Bestrebungen und ihre Denuncianten. Von Dr. Ludwig Philipb⸗

ortwaͤhrend

Unterrichtetes Blatt, enthaͤlt Folgendes: „Man

8 1““ F l a n k 2 e i ch. 11““ 8 Paris, 25. Jan. Das Journal des Debats enthaͤlt fol⸗ genden Artikel: „Die Opposition beklagt sich durch das Organ des „Courrier francais“ uͤber den Mißkredit, in den die Repraͤsentativ⸗ Regierung, ihres Erachtens, versinke. Wir sind an diese Art von Vorwuͤrfen gewoͤhnt, und wissen, was dieselben zu bedeuten ha⸗ ben. Bei jeder Niederlage, die die Opposition im Laufe der verflossenen sieben Jahre erlitten, hat sie immer die Charte, die constitutionnelle Monarchie, die Repraͤsentativ⸗Regierung dafuͤr verantwortlich gemacht. Niemals ist ihr eingefallen, ihr eigenes Benehmen zu pruͤfen, um zu sehen, ob sie nicht einem von ihr eingeschlagenen falschen Wege alle Täuschungen und Niederlagen zu verdanken habe. Nein; da es nicht moͤglich ist, daß die Opposition sich taͤuscht, so muß natuͤrlich alle Welt Unrecht ha⸗ ben. Vor zwei Monaten zeigte sich die Opposition im hoͤchsten Grade zufrieden mit den Waͤhlern, und hoffte viel von der Kammer. Aber seit dem Votum der Adresse hat sich Alles veraͤndert: die Waͤhler sind kleine Geister, die nur an ihre kleinlichen Interessen denken; die Deputirten bewerben sich nur um die Ehre der De⸗ putation und kommen nur nach Paris, um ihre eigenen Angelegenheiten zu foͤrdern. Alle Welt ist klein, nur die Oppo— sition ist groß; nur sie hat großartige Ansichten und großartige Talente, woraus denn folgt, daß, da die Opposition immer ge⸗ schlagen wird, die Repraͤsentativ⸗ Regierung die Quelle aller Jaͤmmerlichkeiten und aller Verderbtheiten ist. Welch' anderes Mittel giebt es dafuͤr, als eine Revolution? Auch laͤßt die Opposition den Wunsch danach jedesmal durchblicken, wenn ihre Niederlagen sie etwas uͤbler Laune machen. Wir sind weit da⸗ von entfernt, zu glauben, daß das Land unserer bewunderns⸗ wuͤrdigen Institutionen uͤberdruͤssig sey; aber wenn dieses Un

1

daran Schuld. Koͤnigthum, Kammern, Wahl⸗ Koͤrper, Natio⸗ nal⸗Garden, Gerichtshoͤfe, nichts hat die Opposition ver⸗ schont; sie hat ihren Haß, ihre Verleumdungen, ihren Wider⸗ willen, der aus dem Bewußtseyn ihrer Fehler entspringt, uͤber Alles ausgeschuͤttet. Man muß zur Opposition gehoͤren, um zu glauben, daß die Repraͤsentativ⸗ Regierung verloren sey, weil nicht alle vierzehn Tage in den Kammern oder in den Straßen ein heftiger Sturm ausbricht, weil wir uns nach einmonat⸗ licher Dauer der Session noch nicht wieder in einer Ministerial— Krisis befinden; weil die Kammer sich mit nuͤtzlichen Gesetz⸗ Entwuͤrfen, und nicht mit hundertmal wiederholten Declama⸗

zu sehen, daß die Ruhe, welche jetzt herrscht, die Factionen und besonders die legitimistische Faction zur Verzweiflung bringt. Kurz, man muß zur Opposition gehoͤren, um gerade in dem

dazu wuͤnscht, endlich zu jenen Tagen der Ruhe und des Wohl⸗

Die France, die zuerst von neuen Differenzen mit Abdel—

Abdel⸗Kader hat aus eigener und angemaßter Macht⸗Vollkom⸗

beharren darauf, alles von uns Gemeldete fuͤr vollkommen rich— tig zu halten.“

Die große Gallerie des Louvre ist seit dem 20sten d. M. fuͤr das groͤßere Publikum geschlossen, um dieselbe zu der Ge werbe⸗Ausstellung, die, wie gewoͤhnlich, am 1J. Marz eroͤffnet werden soll, vorzurichten.

Am 30sten d. M. wird die Italiaͤnische Opern⸗Gesellschaft ihre Vorstellungen in dem Theater Ventadour wieder beginnen.

Der reisende Naturforscher, Herr Heudelot, ist gegen Ende des August oder Anfang des September am Senegal mit Tode abgegangen. Dem naturgeschichtlichen Museum, das ihn nach jenen Gegenden geschickt, hatte er bereits eine große Menge seltener und kostbarer Gegenstaͤnde eingesandt, und eben war er auf einem zweiten Ausfluge begriffen, als er in Galam von der Krankheit befallen wurde, die ihn auf der Ruͤckkehr nach St. Louis hinwegraffte. Ein Neger, der ihn auf allen seinen Ex— cursionen begleitete, verließ ihn unmittelbar nach seinem Tode, nachdem er sich aller seiner Effekten und naturwissenschaftlichen Gegenstaͤnde bemaͤchtigt hatte.

Die Boͤrsen⸗Spekulanten, die sich gewoͤhnlich bei Tortoni versammeln, haben eine Kollekte zum Besten der Armen ver— anstaltet und den Ertrag derselben mit 3000 Fr. an den Praͤ— fekten des Seine⸗Departements gelangen lassen.

Der Assisenhof des Departements der Drôme verurtheilte im Mai v. J. einen gewissen Louis Lioret wegen versuchter Ermordung und Beraubung eines jungen Maͤdchens zu le— benswieriger Zwangs⸗Arbeit. Das Urtheil wurde we⸗ gen eines unbedeutenden Mangels in der Form keassirt, die Sache dem Grenobler Assisenhofe zugewiesen, und von diesem ward der Angeklagte freigesprochen.

Die Madrider Hof⸗Zeitung vom 17ten d. enthaͤlt einen Bericht des politischen Chefs von Cuenga, wonach Don Basi⸗ lio Garcia in der Umgegend von Carrascosa von Ulibarri ge⸗ schlagen worden waͤre.

Nachrichten von der Spanischen Graͤnze zufolge, hat der General Espartero in einem Tagesbefehle, datirt aus Mi⸗ randa vom 13. Januar, alle Hazardspiele ohne Ausnahme un⸗ tersagt. Wer dieses Verbot uͤbertritt, verfaͤllt in eine Geldbuße von 100 Dukaten oder in eine einmonatliche Haft. Die In⸗ haber von Kaffeehaͤusern oder andern oͤffentlichen Belustigungs⸗ orten, so wie die Spieler von Profession sollen, wenn sie auf der That ertappt werden, auf § Jahre nach den Inseln ver⸗ bannt werden; der Ertrag der Geldbußen und der Beschlag⸗ nahme von Banken aber soll den Lazarethen und milden Stif⸗

tungen zufließen.

Das Journal general de France, ein gewoͤhnlich gut hat in diesen

; Redact. der allg. Zeitung des Judenthums.“

heilt entlassen. S . Creutzsche Buchhandlung⸗

Der Hafen von Odessa ist h unterbrochen. 1

„Januar

Tagen viel von einer Subsidie. gesprochen, welche die Franzs⸗

gluͤck nicht eingetreten ist, so ist die Opposition wahrlich nicht

tionen beschaͤftigt! Man muß zur Opposition gehoͤren, um nicht Augenblicke die Hoffnung zu verlieren, wo alle Welt sich Gluͤck

Kader gesprochen hatte, sagt heute: „Die von uns gegebenen traurigen Nachrichten in Betreff der Afrikanischen Angelegen⸗ hesben bestaͤtigen sich, trotz des Widerspruchs der „Charte“.

menheit drei Oberhaͤupter von Staͤmmen ernannt, und wir

sische Regierung der Regierung der Koͤnigin Christine bewilli⸗ gen wolle. Es ist 8v 8 daß das Ministerium einen Augen⸗ blick lang diesen Gedanken gehabt hat; aber es scheint, daß der⸗ selbe jetzt aufgegeben oder wenigstens verschoben ist. Man sagt, Frankreich habe bei dem Englischen Ministerium anfragen lase sen, ob dasselbe seinerseits geneigt sey, der Spanischen Regie⸗ rung eine aͤhnliche Geld⸗Unterstuͤtzung zu bewilligen; aber Lord Palmerston soll geantwortet haben, daß er in seiner gegenwaͤr⸗

tigen Stellung zum Parlamente nicht auf eine Majoritaͤt, die Feine solche Geld⸗Forderung unterstuͤtzen wuͤrde, rechnen zu koͤn⸗

nen glaube. Diese Antwort Englands ist, wie man versichert,

füͤr unsere Regierung ein Hauptgrund gewesen, die Subsidien⸗ Frage fuͤr jetzt fallen zu lassen.“

Großbritanien und Irland. 8 Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 22. Januar. Als die ministerielle Bill in Be⸗ treff der vorlaͤufigen Verwaltung Kanada's auf Antrag Lord J. Russell's die zweite Verlesung erhalten hatte, schlug Herr

Hume (wie gestern schon gemeldet) vor, daß die Bill erst in

sechs Monaten in den Ausschuß gebracht, das heißt, mit ande ren Worten, daß sie verworfen werden sollte. Hieruͤber erhob sich eine Debatte, die in dieser Sitzung noch nicht beendigt wurde. Sir George Grey, der Unter⸗Staats⸗Secretair fuͤr die Kolonieen, vertheidigte zuerst die Regierungs⸗-Maßregel und widersetzte sich dem Antrage des Herrn Hume. Dar⸗ auf nahm Lord F. Egerton das Wort, der zwar die⸗ sem Antrage auch nicht beistimmte, aber der Regierung doch bedeutende Vorwuͤrfe uͤber ihr bisheriges Benehmen in der Kanadischen Sache machte. Er verlas namentlich auch eine Stelle aus einer am 27. November von Lord Glenelg an Lord Gosford gerichteten Depesche, in welcher der Erstere, nach— dem er dem Gouverneur einige Komplimente uͤüber dessen gute Absichten gemacht, das Mißlingen derselben bedauert und an⸗ gedeutet hat, daß fortan ein kraͤftigeres Verfahren gegen das Volk von Nieder⸗Kanada eingeschlagen werden muͤsse, foügen⸗ dermaßen fortfaͤhrt: „Zugleich kann man nicht umhin, zu fuͤh— len, daß es sich besser fuͤr einen Anderen, der weniger als Sie in die Ereignisse der letzten Jahre verwickelt ist, ziemen wird, die jetzt einzuschlagende Politik auszufuͤhren. Indem wir daher alle persoͤnlichen Ruͤcksichten uͤber dem oͤffentlichen Pflicht-Geföhl vergaßen, fanden wir uns genoͤthigt, von dem Edelmuth, womit Sie Ihr Amt zur unbehinderten Ver⸗ fuͤgung der Minister Ihrer Majestaͤt gestellt haben, Gebrauch zu machen und Ihrer Majestaͤt zu rathen, Sie sogleich von der Verwaltung Nieder⸗Kanada's zu entbinden.“ Wenn nun aber, bemerkte Lord Egerton, die Nothwendigkeit, andere Maßregeln zu ergreifen, diejenigen, welche nach der nun beiseitgesetzten Po⸗

litik gehandelt, der Ansicht Lord Glenelg's zufolge, zu fernerer standes gelangt zu seyn, die die Juli⸗Revolution uns verhieß.”

amtlicher Verwendung untauglich mache, habe da Lord Glenelg nicht hiermit zugleich seine eigene Untauglichkeit und die Un⸗ tauglichkeit des ganzen Ministeriums, zu welchem er gehoͤre, aus⸗ gesprochen? Der Redner ging dann auf die Kanadischen In⸗ surgenten über und war der Meinung, daß deren Verbrechen keine geringe Bemaͤntelung in dem Verfahren der Minister selbst faͤnden, denn die Personen, welche die Kolonisten zur Empoͤrung aufgemuntert haͤtten, seyen Maͤnner, die bei den letzten Wahlen von den Ministern mit allem der Krone zu Ge⸗ bote stehenden Einfluß unterstuͤtzt worden, und haͤtten daher na⸗ tuͤrlich in der Kolonie geglaubt, daß sie mit der Regierung in Verbindung staͤnden, und daß ihre Sprache den Haupt⸗Mit⸗ gliedern derselben nicht unangenehm sey; auf die solchergestalt durch die Handlungen der Regierung selbst Irregefuͤhrten sey es un⸗ gerecht, die Strafen des Hochverraths anzuwenden. Außerdem warf Lord Francis Egerton in gleicher Weise, wie es auch Sir R. Peel gethan, dem Ministerium, ungeachtet der Herzog von Wellington dasselbe in dieser Hinsicht schon gerechfertigt hatte, nochmals vor, daß es nicht genug Truppen in Kanada zusam⸗ mengezogen habe, denn es spreche die Minister nicht frei, wenn Sir John Colborne sage, er habe hinreichende Streitkraͤfte ge⸗ habt, um eine Insurrection zu unterdruͤcken, sondern er haͤtte so viel haben muͤssen, um einer Insurrection vorzubeugen. Herr Leader, der wieder zu Gunsten der Insurgenten sprach, be⸗ hauptete, es gaͤbe nur drei Auskunftsmittel: Zwang, Versoͤh⸗ nung oder Trennung; die vorliegende Bill schlage das erstere vor und muͤsse daher Opposition finden; sie wolle eine ganze Nation fuͤr eine Empoͤrung strafen, an der nur Wenige Schuld seyen, und eine solche Strafe sey ungerecht.

London, 23. Jan. Gestern Abend war Diner bei Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin, zu welchem der Graf und die Graͤfin von Durham, Viscount Duncannon und Viscount Melbourne eingeladen waren.

Der Herzog, die Herzogin und der Prinz Georg von Cambridge sind gestern von hier nach Strathfieldsaye zum Be⸗ such beim Herzoge von Wellington abgereist.

Der Freiherr von Buͤlow, der am Sonntag Abend von Dover hier anlangte, hatte gestern in DowningStreet eine Unterredung mit Lord Melbourne. 8

Der neu ernannte Hannoversche Gesandte am hiesigen Hofe, Baron Muͤnchhausen, ist gestern in Dover eingetroffen und hat sogleich seine Reise nach London fortgesetzt.

Der Baronet Sir Patrick Bellew, Lieutenant der Irlaͤn⸗ dischen Grafschaft Louth, ist zum Mitgliede des Geheimen Raths in Irland ernannt worden.

Ueber das hisherige Verfahren der Minister in Bezug auf die Kanadischen Angelegenheiten haben sich die beiden Haͤup⸗ ter der Tory⸗Partei im Oberhause und Unterhause, der Herzo

von Wellington und Sir R. Peel, nur theilweise uͤbereinstim

mend ausgesprochen. Beide erklaͤrten zunaͤchst den von den Mi

nistern eingeschlagenen Weg einer Adresse des Parlaments an die Koͤnigin fuͤr unzweckmaͤßig, Sir Robert Peel indeß nur weil derselbe gegen die bis dahin stets befolgte Regel bei insur rectionellen Bewegungen verstoße; diese seyen immer durch ein