1838 / 105 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

1 220 Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußische

Bei deu auch jetzt noch fortdauernden Aumel⸗ jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, in dem Grerel⸗

Bekanntmachungen.

Das im Bereuter Kreise belegene, v. Lehwald Jerzierskischen erbschaftlichen Liquidation

Masse gchörige adliche Eut Klufowahntta, welches und

laut Tausch⸗Kontrakts vom 1. Oktober 1811 Rezesses vem 2. Mai 183 aus einzelnen Theilen d

Gutsantheile Mszisczewice F. II. M. N. B. PD. E. K. L. und 0. gebildet worden ist und gegenwärt

aus dem Vorwerk und Dorf Klufowahutta, ercl. des

Anton v. Wvsockischen Antheils, aus dem Vorwe⸗

Dombrowo und aus den Dörsern Alt⸗ und Reu⸗ Laßenietz ercl. des v. Marzickischen Antheils und Per⸗ in hiesiger Registratur nebst dem neuesten Hvpotheken⸗ Schein einzusehenden Tare auf 5262 Thlr. 2 sgr. 7 pf.

tinenzien besteht und landschaftlich laut der

1

abgeschätzt worden soll in termino 8 den 15. September c. an hiesiger Gerichtsstelle subhastirt werden.

Zugleich werden alle unbekannten Real⸗Prätendenten

und von den bekannten: 1) der Thaddens v. Kistowski; b 2) der Matthias v. Kistowski, wegen der für jede

derselben auf Mszisczewice P. II. M. N. Rubrica

IlI. sub No. *. eingetragenen 1000 Fl.;

3) die Theresia v. Kistowska, verchelichte v. Wensierska, wegen der für sie auf Mszisczewice F. II. M. N.

Rubrica III. sub No. 4. eingetragenen 500 Fl.;

8) die v. Koczoczkowskischen Erben, wegen der für ddie v. Koczvezkowskische Masse auf Mszisczewice

F. HI. M. N. Rubrica III. No. 6.

600 Thlr.:

eingetragene

5) der Carl Wiecki wegen des für ihn auf Mszisczewice L. Rubrica III. Xo. 10. eingetragenen Lebtagsrechts, modo deren Erben, Cessionarien⸗, Pfand⸗ oder son⸗

stige Briefs⸗Inhaber, zu dem auf den 15. September c.

anstehenden Termin Behufs Liquldation ihrer Ansprüche

unter der Verwarnung vorgeladen, daß die Ausble

benden mit den gedachten Ansprüchen präkludirt wer⸗

den sollen. Marienwerder, den 5. Februar 1838.

Civil⸗Senatdes Königl. Ober⸗Landesgerichts.

Nothwendiger Verkauf. DOber⸗Landesgericht zu Bromberg. Die im Mogilnoer Kreise belegene, gerichtlich au

75,538 Thlr. 12 sgr. pf. abgeschätzte Herrschaft Pad

niewo, bestehend aus dem Schlüssel Padniewo und

dem Schlüssel Paledzie Dolne, nebst Zubehör, soll am 14. Juli 1838, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Die Taxe, der Hopotheken⸗Schein und die Kaufbe⸗

dingungen können in der Registratur eingesehen werden. Der Rubr. III. No. 7 eingetragene Glänbiger Kauf⸗ mann Franz Habisch aus Kalisch, modo dessen Erben und Nachfolger, werden hierzu öffentlich vorgeladen. Bromberg, den 12. Dezember 1837. Königliches Ober⸗Landesgericht.

Bekanuutmachung.

Der Baron Gustav von Kirchbach auf Klitschendorff, der sich der eigenen Verwaltung seines Vermögens begeben hat, ist unter Kuratel hierselbst gestellt und kann rechtliche Handlungen ohne Zustimmung seines Kurators, des Barons Julius von Kirchbach auf Hohensee, mit Gültigkeit nicht vornehmen.

Datum Greifswald, den 24. März 1838. Königl. Preuß. Hofgericht von Pommern.

und Rügen.

(L. S.) Dr. Odebrecht, Königl. Hofgerichts⸗Rath.

ö1n

Nachdem über das Vermögen des hiesigen Kauf⸗ mann Louis Krause per decr. vom 21. Oktober c. der Konkurs eröffnet worden, werden aile unbekannten Gläubiger desselben hierdurch aufgefordert, in dem auf

den 23. Mai 1838, Vormittags 9 Uhr, vor dem Königl. Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Herrn Fiebig auberaumten Liquidations⸗ und Verifica⸗ tions⸗Termine persönlich oder durch zulässige Bevoll⸗ mächtigte, wozu ihnen die Herren Justiz⸗Kommissarien Wocke und Ebert vorgeschlagen werden, zu erscheinen, ihre Ansprüche an die Konkurs⸗-Masse gebührend an⸗ zumelden und deren Richtigkeit nachzuweisen, widr gen⸗ falls sie mit allen ihren Forderungen an die Masse präcludirt und ihnen deshalb gegen die übrigen Gläu⸗ biger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird.

Glatz, den 15. Dezember 1837. Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. 11 Kraufe. BI“

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 5. Septbr. 1837. Das hierselbst in der neuen Kommandantenstraße Nr. 9 belegene Grundstück des Kunstgärtner Toussaint, taxirt zu 21,259 Thlr. 14 sgr. 7 pf., soll⸗ am 22. Mai 1838, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und

Hypotheken⸗Schein sind in der Registratur einzusehen. die Uebergabe zum 1. Juli 1838 erfolgen.

St. George⸗Pferdemarkt in Gnesen.

Durch die seit einem Jahre nachgegebene Einbrin⸗ gung der Russischen und Polnischen Pferde ist die sonst schon sehr bedeutende Konkurrenz auf dem hie⸗ sigen St. Georgi⸗Pferdemarkte in einem solchen Grade vermehrt worden, daß an diesem Markte im vorigen

Jahre über 200 Pferde aus Polen und Rußland und d 2ter Klasse und Haferland angesprochen ist,

Uber 2000 Stück einheimische Pferde zum Verkauf gestellt wurden. Eine, wenn nicht größere, so doch jedenfalls gleiche Konkurrenz läßt sich auch zu dem in diesem Jahre, vom 23sten bis zum 28sten d. Mts., stattfindenden Pferdemarkte mit Gewißheit voraussetzen, worauf wir das handeltreibende Publi⸗ fum hiermit aufmerksam machen. 11““ Gnesen, den 1. April 1838. Der Magtstrat.

6 B e kauntmachung „der Pommerschen Landschaft. Von den von uns unterm 28. Dezember 1837 den

zur Joseph

gebäude größtentheils neu ausgeführt, so

Fläche, welche nach ritterschaftlichen Grund⸗ sätzen mit

tirt. dungen haben wir vielfach Gelegenheit gehabt, un

S⸗

er I. fönnen. ig’ Zur Berichtigung dieser sinden wir uns veranlaßt, hierdurch wiederholt bekann zu machen, 1) daß für die zu Johannis curr. gekündigten Pom merschen Courant⸗Pfandbriefe die freiwillige Kon vertirung zu ncl. den 30. April curr. stattfindet; auch

rk

spã vurr. gekündigten Pfandbriefe zwar noch erfolgen nicht weiter bewilligt. Termino Weihnachten curr. gekündigten Pfand

n Courant⸗Pfandbriefe, deren namentliche Kündi

Prämie von einem Procent gezahlt wird.

erst nach dem 1. Juli curr. beantragt werden zahlt die Landschaft dann gleichfalls keine Prä mie mehr.

n

nochmals öffentlich bekannt. Stettin, den 3. April 1838.

Landschafts⸗Direction. von Eickstedt⸗Peterswaldt.

i⸗

Bekanuntmachung.

einen anderweitigen Termin auf füden 2. Mai d. J., Nachmittags 4 Uhr,

„auf dem hiesigen Landschaftshause angesetzt, zu welchem

wir Pachtliebhaber mit dem Bemerken einladen, daß

oder in Staatspapieren niederzulegen im Stande ist, zum Gebote gelassen werden wird.

Marienwerder, den 17. März 1838. Königl. Provinzial-Landschafts⸗Direction.

Präklusiv⸗Bescheid. In Sachen das Schuldenwesen der hiesigen Banquier⸗ handlung Lazarus Berenhart Söhne betreffend wird wider alle diejenigen, welche ihre etwaigen Forderun⸗ gen in dem am 26sten v. Mts. stattgehabten Liqui dations⸗Termine und bis jetzt nicht angemeldet haben, hiermit die Präklusion erkannt. Decretum Braunschweig, den A. April 1838. Herzogl. Kreisgericht. 8 W. Friese. Endesunterschriebener Svndikus der David Palm⸗ schen Liquidations⸗Masse fordert die Interessenten h er⸗ mit auf, sich den ½½. Mai 1838, Nachmittage um 3 Uhr, in den Sitzungs⸗Saal des Tribunals zu Kalisch vor dem Kommissarius Herrn Szumanski zu gestellen, um mit demselben den Fond des Distributions⸗ Plans durchzusehen und die Abschließung der Masse zu beendigen.

Kalisch, den z2. März 1888. RNowicki.

Guts⸗Verkauf. In Folge einer erbschaftlichen Ausein⸗ andersetzung soll das in der Neumark in dem Soloiner Kreise belegene, von Soldin 2 Meilen, von Pyritz Meile, von Stet⸗ tin 7 Meilen und von Berlin eine Tagereise entfernte Allodial-Rittergut Batowöffent⸗ lich, und zwar aus freier Hand, verkauft werden, und steht hierzu ein Bietungs⸗Ter⸗ min auf den 10. Mai 1838, Vormittags 11 Uhr, in Ppritz in dem Gasthofe des Herrn Fischer an, wozu Kauflustige hiermit eingeladen werden. Bis zu dem Termine hin können die Verkaufs⸗Bedingungen, Karte und Ver⸗ messungs⸗Register in dem herrschaftlichen Wohnhause zu Batow eingesehen und das Gut selbst in Augenschein genommen werden. Außer den sonstigen Annehmlichkeiten sind die erforderlichen Wohn⸗ und Wirthschafts⸗

wie das Vieh⸗, Feld⸗ und Wirthschafts⸗In⸗ ventarium vollständig vorhanden, und kann

Das betreffende Gut gehört zu den bessern Gütern des Kreises, ist in gutem Kultur⸗ Zustande und enthält über 2000 Morgen

467 Morgen zu Weitzland 1ster Klasse, 320 Morgen zu Weitzland 2ter Klasse, 322 Morgen zu Gerstland 1ster Klasse, er Rest aber größtentheils als Gerstland

und befindet sich unter Fläche ein Theil Forst. Die Wiesenfläche beträgt 350 Morgen. Das erforderliche Brennmaterial an Holz

der letztgedachten

davon zu überzeugen, daß viele Besitzer solcher Pfand⸗ briefe annehmen, für die zu Weihnachten 1838 gekün⸗ digten Pfandbriefe werde auch nach dem 1. Juli curr. noch die Konvertirung und vielleicht sogar zu cinem zu erwartenden höheren Prämien⸗Satze stattfinden

irrthümlichen Meinung

Precent Prämie nur noch bis 3 Bochkoltz, Notar.

erhin kann die Konvertirung solcher zu Johannis aber vom 1. Mai ab wird eine Prämie dafür daß bei der freiwilligen Konvertirung der pro briefe (das heißt aller und jeder Pommerschen

gung nicht schon zu Johannis curr. erfolgt ist) nur noch im Laufe des Monats Avpril ein und ein halbes Procent Prämie, im Laufe der Mo⸗ nate Mai und Juni curr. aber nur noch eine Konvertirungen auch dieser Pfandbriefe, sofern sie

Im Iuteresse der Pfandbriefs⸗Inhaber, deren Ab⸗ sicht es ist, ihre Pfandbriefe überhaupt konvertiren zu lassen, machen wir die obigen Bestimmungen hierdurch

Königliche Preußische Pommersche General⸗

Zur öffentlichen Verpachtung der im Thoruer Kreise belegenen adeligen Nawraschen Güter auf 3 nach ein⸗ ander folgende Jahre, von Johannis c., haben wir

nur derjenige, welcher eine angemessene Caution baar

beleuchtet ihren, gegenwärtia so allgemein interessiren⸗ den, vielfach besprochenen Gegenstand mit besonderer Klarheit und Unparteilichkeit und dürfte zur Berichti⸗ gung der Ansichten weseuntlich beitragen. Wir glauben solche daher nicht nur dem hippolegischen Publikum, sondern empfehlen zu können.

s dingschen Saale Nr. 1095 dahier nach und nach 680 Fuder Wein eigenes Gewächs aus den Lagen von Zeltingen, Lieser, Grünhaus, Casel, Neuscharzberg, Oberemmel, Bock⸗ stein, Pichter, Schiergarten ꝛc. zur Versteigerung brin⸗ gen, und zwar: 310 Fuder von 1834, 170 2 SZAZ“ 1 200 2 1835. Die Jahrgänge werden in der angegebenen Ordnung vorkemmen und die 3 ersten Tage ansschließlich mit dem ersten Jabrgange besetzt werden. Trier, den 30. März 1838.

Literarische Anzeigen. Bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3) Posen, Bromberg, ist so eben erschienen: gebräuchlicher und unterhaltender

Anwendungen der Mathematik, enthaltend Aufgaben aus dem Gebiet der Statik, Dvnamik, Hv⸗ drostatik, Hydrodynamik, Pneumatik, Akustik, Optik u. s. w. mit ihren Lösungen; Notizen aus der Chro⸗ nologie, Gnomonik, der Kunst des Aufnehmens, des MNivellirens, der praktischen Geometrie u. s. w. mit den darauf bezüglichen Figuren; endlich eine große Anzahl gebräuchlicher Tabellen und ein kleines Vokabularium des Inhalts eines Lehrbuchs der elementaren Mathematik. Verfaßt von GEE gar d. Ins Deutsche übersetzt. 16mo. Geh. Mit 1 Figurentafel. Preis 1 Thlr. 10 sgr. Das Buch hat sich in Frankreich einer so allgemei⸗ nen Theilnahme zu erfreuen gehabt, daß bald nach dessen Erscheinen eine 2te Auflage nöthig wurde, und so läßt sich erwarten, daß es auch in Deutschland eine eben so willkommene Erscheinung seyn werde. In der That ist dasselbe nach seinem Inhalte geeignet, sowehl den Praktiker als den Theoretiker, den Liebhaber als den Kenner der Mathematik zu befriedigen, denn während jenen die große Menge von Beispielen und Erläu⸗ terungen in den einzelnen Theilen der angewandten Mathematik höchst wünschenswerth und nützlich sevn werden, wird diesen eine solche kompendiöse und zu⸗ verlässige Sammlung der wichtigsten Formeln und Ta⸗ bellen aus demselben Gebiete wichtig erscheinen; ja,

Buchhandlung hat sich daher der Herausgabe einen Deutschen Bearbeitung dieses Werks mit Freuden un terzogen und ihrerseits durch Korrektheit und Schön⸗ beit des Drucks und des Papiers das Französische Original zu übertreffen gesucht. Meyer’'s Universum,“ ein belehrendes Bilderwerk für alle Stände.

Burg Stolzenfels am Rhein, Hirnischkretschen in Böhmen, Inneres der Nikolskoi⸗Kirche zu Peters⸗ vurg und der Horeb in Arabien.

Die zahlreichen Subscribenten auf dieses Werk wissen, wie geistreich der Tert ist, welcher die herr⸗ lichen Stahlstiche begleitet, und laden wir neue Be— steller ein, sich durch Ansicht bei uns mit diesem „Uni-

7 sgr. 3 Bände à 12 Hefte sind schen komplet er—

schtenen. Auf 10 Exemplare geben wir Sammlern

das 11te gratis.

Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2.

Bei J. A. Brockhaus in Leipzig ist erschienen und so eben bei uns angekommen:

Conversations-Lexicon der Gegenwart.

Ein für sich bestehendes und in sich abgeschlosse- nes neues Werk, zugleich ein Supplement zu allen Ausgaben des Conversations-Lexicons. Erstes Heft (10 Bogen gr. Svo.) 10 sgr. Auf dieses interessante Werk eröffnen wir hier- mit eine Subscription und empfehlen uns zu Bestel- lungen darauf. Die folgenden Heste, jedes à 10 sgr., erscheinen in kurzen Zwischenräumen. Prospekte

werden gratis ausgegeben. Berlin, den 12. April 1838. Vofssche Buchhandlung, Charlottenstr. No. 25, Ecke der Dorotheenstr. So eben ist folgende Schrift bei uns erschienen: Ueber die Vollblutsfrage. Ansicht, Kritik und Antikritik mit einem ausführlichen Vorwort, herausgegeben von O. M., b einem Freunde ruhig vorschreitender Kultur. Svo. Sauber brosch. 15 sgr. Diese aus sachkundiger Feder hervorgegangene Schrift

überhaupt allen Freunden der Thierzucht

Berlin.

Enslinsche Buchhandlung (F. Müller), Breite Straße Nr. 23.

und Torf ist hinreichend vorhanden. Die vor⸗ handene Ziegelei liefert ein gutes Produkt. Das Dominium Batom.

In der Absicht, Auswärtigen auf vorzügliche Mosel⸗ und Saar⸗Weine Reflektirenden die Sache zu erleich⸗ tern, hat ein Verein von Weinguts⸗Besitzern von Mosel und Saar beschlossen, eine öffentliche Versteigerung

Inhabern für den Fall der nicht freiwilligen Konver⸗ rirung respektive zu Jeohannis und Weihnachten curr. gekündigten Pommerschen Courant⸗Pfandbriefen sind bis jetzt beinahe schon 1ꝛQ des ganzen Betrages konver⸗

der hn lschse Weine eigenen Wachsthums abhalten zu lassen. Derselbe wird daher am Donnerstag, den 3. künf⸗

Straße Nr. 20 a., ist so eben erschtenen: Gallerie dramatischer Kuͤnstler der Königl. Hofbühne zu Berlin. 1s Heft.

jeder Gebildete überhaupt kann daraus eine belehrende Jund verständliche Uebersicht dessen erhalten, was die Mathematik für den größten Theil aller übrigen Wis⸗ senschaften zu leisten im Stande ist. Die Verlags⸗

So eben erschienen IV. Band IIte Lief., enthaltend: J.

versum befannt zu machen. Jedes Heft kostet nur

Im Verlage von Alexander Duncker, Französ

n Staaten.

Unterzeichnete empfingen so eben einen Probeh von adh

Schiller's saͤmmtlichen Werken neue Ausgabe in 12 Bänden, fein Velinpapler. 8 scriptions⸗Preis 3 Thlr. 10 sgr. oder 4 Lief. à2nb. und empfehlen sich auf's neue zu geneigten Bestellund 8 Bechtold & Hartje, Jägerstraße Nr. e

Oesterreichische 1 Zeitschrift 188 „Heft. b Dieses Heft ist so eben erschienen und an alle P handlungen versendet worden. uch Inhalt: J. Die Vertheidigung des nördlichen Pz mens im August 1813. II. Der Erbfolgekrieg in 8 nien 1701 1713 4. Der Feldzug 1705 in Pornn und Spanien. III. Kriegs⸗Scenen aus der Geschun des K. K. Aten Dragoner⸗Regiments Großherzog - Toskana. Angriff des Wachtmeisters Harrucker 2 die Französischen Vortruppen bei Eglingen am n. mp gust 1796. Ueberfall von Würzburg am 1. Scptente⸗ 1796. Gefecht an der Abens und Rückzug über Arin Rohr am 19. April 1809. Ueberfälle auf die Fun zösischen am linken Donauufer aufgestellten Vortza 8 IV. Ueber Kriegsraketen als Ersatz für die ehentn Bataillons⸗Kanonen. V. Neueste Militair⸗Verändan gen. VI. Miszellen und Notizen. Der Preis des Jahrgangs 1838 von 12 Heftan h so wie der aller frühern Jahrgänge von 1818 2 1837, jeder 8 Thlr. Sächs. 8 Die Jahrgänge 1811 1813 sind in einer nan Auflage in 4 Bänden vereinigt erschienen und kose zusammen ebenfalls 8 Thlr. Sächs. Wer die gug Sammlung von 1811 1835 auf einmal abnima erhält dieselbe um ¼ wohlfeiler. Von dem Unterzeichneten ist diese Zeitschrift duh alle Buchhandlungen um die genannten Preise zu beziche Wien, den 15. März 1838. 8 J. G. Heubner, Buchhändler Bestellungen erbittet sich

Ludwig Oehmigke in Berlin, Burgstr. N.a

Unterzeichnete macht aufmerksam auf: Die Feuerlösch⸗Anstalten in Paris und Mui⸗ land im Vergleich mit den unsern. Ein Wort zur Beherzigung für Behörde und Bürge schaft vom Königl. Hauptmann Dr. Moritz Meyn⸗ Gr. 8vo. Mit 2 Tafeln. 122½ sgr. Schlesingersche Buch⸗ und Musitkhandlung, Linden Nr. 34. b

Durch jede Buchhandlung des In- und Auskamk

8 Littérature Français.

ancienne et moderne, ou recueil des plus beaux morceaux qui se tranes dans les ouvrages des poèëtes et des prosateurst. cais les plus distingués, depuis Guillaume IX., em- de Poitou et duc d'Aquitaine, jusqu'à nos jom

avec

des notes biographiques. Publié par In biI8 1 maltre de langue française et directeur d'une

d'éducation à Berlin. (Berlin, 1838. Verlag der Buchhandlung C. F. Amelang, Brüderstrafse No. I11

Das Werk, welches die Verlagsbandlung um obigem Titel dem Deutschen Publikum hier darüie tet, wird sich hoffentlich bei allen Freunfen e Französischen Sprache der günstigsten Aufnahme zu erfreuen haben, indem es sich eben Sowoöhl sit die Jugend als für Erwachsene, jedes Gesehlechss und Standes, so wie zum Gebrauch in Schulen Erziehungs-Anstalten, ganz vorzüglich eignet. De- Herr Herausgeber hat das Werk in A Bände g- theilt, von denen der Iste und 2te dem p oetisehen der 3te und Ate den prosaischen Theil bilha und eine eben so reiche als mannigfaltige Auswe des Schönsten und Gediegensten der Französisebs Literatur enthalten werden. Einen besondern Vo dürfte dieses Werk auch noch durch die beigefiemn biographischen Notizen von mehr als 400 D iebten und Schriftstellern Frankreichs älterer und neuere- Zeit, erbalten indem so der Leser in den Stand g. setzt wird, sich auf eine leichte Art mit dem Geb- der Französischen Literatur bekannt zu machen. Dieses zur Unterhaltung wie zur Belebrung gkais zu empfehlende und gleichsam eine kleine Biblioches bildende Werk erscheint in monatlichen Lieferunegen, jede von wenigstens 6 Bogen, auf schönes veln papior gedruckt, und werden 6 Lieferungen elnen Dand bilden. Der Preis jeder Lieferung ist, ver- hältnifsmäfsig höchst billig, 7 ½ sgr. oder 6 gr. C- Bis Dato erschienen des I. Bandes 1s, 28 unm035 Heft: enthaltend: Fables 0des Uylles et Elégies à 7 ½ sgr. 22 sgr.

nb

So eben ist erschienen und in allen Buchhanalnn

(in Verlin bei L. Hold, Königsstraße Nr. 62 Kn der Post) zu haben: Handpeostille von Dr. W. A. Schickedanz, Königl. Militair⸗Ober⸗Prediger des 7ten Ritter ꝛc.

Erster Theil, 18 Heft. Das Ganze erscheint in à Heften à ½ Thlr. Sf an⸗ benten wollen die Güte haben, sich das erste Hefien zusehen, welchem eine kurze Ankündigung vorgeheftet 1ö“ C. G. Hendeß.

Bei Th. Bade in Berlin, Jägerstrafse Noö. zu haben:

New Dialogues, english and german,

of both Nations. Preceded by a variety lessons and a large collection of idiomat

Armer⸗Lon

Subsch’

32 5g

Charlotte von Hagn. Schwarz 1 Thlr. 25 sgr. color. 2 Thlr. 7 ½ sgr. Das vorliegende sehr elegant ausgestattete Heft enthält nächst dem Portrait des Frl. v. Hagn die⸗ selbe in ganzer Figur als Philippine im Militair⸗ befehl, Arouet in Voltaire's Ferien und Co⸗

tigen Mai, und an den darauf folgenden Tagen,

rona von Saluzzo im gleichnamigen Schauspiel.

8 roess 0 well calculated to accelerate the wrogenn ses⸗ respective learners, in 2 parts. I. 1 sons and idiomatical phrases. II. Dialoguea. cct- modern style of conversation. By John La.

5 5 d (406 Seiten.) 1 Thlr. in Hamburh-

Nestler u. Melle . 8

nge an auf 3

orgen, pedition

Berlin, Sonnabend den 14ten

als am ersten Oster⸗Feiertage, wird kein s⸗Lokal heute von der Mohrenstraße Nr. 34 nach der Friedrichsst

April

raße

2. 2 2 . . 2.2⸗

Abends

8 2

Blatt der Staats⸗Zeitung ausgegeben. Hiermit verbindet die Redaction die Anzeige, daß das Nr. 72, zwischen der Tauben⸗ und Jägerstraße, verlegt worden ist.

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—y— -——

Kronik des Tages.

Bekanntmachung. Mit dem 15. Mai d. J. wird zur aͤglichen Personenpost chen Berlin und Spanoau, vorlaͤufig fuͤr die Sommer— onate, ein zur Aufnahme von zehn Personen eingerichteter, uemer, verdeckter, auf Druchfedern ruhender Wagen in wendung kommen. 1 Das Personengeld bei dieser Post wird von gedachtem Sar. pro Meile, fuͤr die ganze Wegestrecke also festgesetzt, wofar jedem Reisenden, wie bisher, die 20 Pfd. Sachen gestattet ist. Den Reisenden aus Soandau wird nachgegeben, in den aßen von Berlin den Wagen zu verlassen. Die Reisenden „Berlin nach Spandau koͤnnen die Post auch vor dem schofe „zum Hirsch“ in der Behren⸗Stratze besteigen, muͤssen r, wenn sie von dieser Befugniß Gebrauch machen wollen, hes bei Loͤzung des Passagte⸗Billets anzeigen. vAm Sonntage und Freitage wird die Post nach Spandau dem oben gedachten Termine ab, anstatt um 6 Uhr Abends, um 9 ½ Uhr Abends, nach Beendigung des Schauspiels, zBerlin abgefertigt werden. Berlin, den 9. April 1838. General⸗Post⸗Amt.

e Mitnahme von

Bekanntmachung.

Verschiedene oͤffentliche Blaͤtter des In⸗ und Auslandes ben sich herausgenommen, das Geruͤcht zu verbreiten, daß r viele, nach einigen sogar Hunderttausende von falschen eußischen Kassen⸗Anweisungen im Umlauf und die Nachah⸗ gen sehr gelungen seyn sollen.

Diese Nachricht ist mit allen sonst dabei angefuͤhrten Ein⸗ heiten durchaus ungegruͤndet, welches wir hiermit oͤffentlich annt zu machen uns veranlaßt finden.

Berlin, den 14. April 1838.

Haupt⸗Verwaltung der Staats⸗Schulden. ““ ther. von Schuͤtze. Veelitz. Deetz. von Berger. Alle diesenigen, welche sich, ohne nach den bestehenden Ge⸗

immatriculationsfahig zu seyn, dem chirurgischen oder rmaceutischen Studium bei der hiesigen Koͤnigl. Friedrich⸗ helms Universitat widmen oder das schon begonnene fort⸗ n wollen, werden hierdurch veranlaßt, sich noch vor Anfang bevorstehenden neuen Studien⸗Semesters bei dem Unter⸗ hneten, Franzoͤsische Straße Nr. 42, in den Morgenstunden

Fbis 10 Uhr mit Beibeingung der uͤber ihre Schulkennt⸗ he oder uͤber bereits gehoͤrte Vorlesungen sprechenden Zeug— e zu melden, wonaͤchst sie, wenn sie geeignet befunden, oder nach einer Vorprfung werden, die Zulassung und naͤhere leuung zum betreffenden Studium zu gewaͤrtigen haben. Berlin, den 6. April 185.

r Direktor des chirurgisch pharmaceutischen Studiums bei der hiesigen Koͤnigl. Universitat. Rust.

Der bisherige Landgerichts⸗Referendar Theodor Regnier nach gut bestandener dritten Pruͤfung zum Advokaten beim pellationsgerichtshofe zu Koͤln bestellt worden.

——

Abgereist: Der General⸗Major und ad interim Com⸗ ndeur der 1Oten Division, von Hedemann, nach Posen.

Zeitungs⸗-Nachrichten

A

2

u 899 Frankreich

Pairs⸗Kammer. Sitzung vom 7. April. (Nach⸗

g.) Im Verlaufe der Debatte, die sich zwischen dem Grafen Montalivet, Herrn Villemain und dem Conseils⸗Prasiden⸗ ergriff Herr von Montalivet zuerst das Wort d sagte:

„Ich beginne damit, meinem ebhrenwertben Freunde, der so eben Tubune verläßt (Baron Pelet) einige Worie zu entgegnen. In treff der finanziellen Wünsche, die er ausgesprochen bat, so begnuüge mich, darauf binzuweisen, daß es besser gewesen wäre, derselven bei der Diskussion über das Badget Erwähnung zu ihun. Dert

rden seine B.trachtungen ganz an ihrer Stelle gewesen seyn. Ich

chte mich überhaupt in feine aufregende Erörteruna einlassen; aber kann nicht umbin, auf die cben erwähnie Rede Einiges zu erwie⸗ v. Jedermann weiß, wie redlich der Baron Peler bei allen Dis⸗

assionen zu Werke gegangen ist; er schwört zu keiner Fahne, gehört

ner Partei an; sein Zveck ist aufzuklären, nicht umzustürzen; ich rde deshalb seine Ausichten einer znauen Prüfun 8 v eeeem an hat Ihnen gesagt, daß die Repräsentativ Regiceung nicht auf er ihr eigenthümlichen Grundlage ruhe, und daß die Geschäfte

einer anderen Macht geleitet würden, als von derjenigen, die mit

ir Leitung derselben beauftragt wäre; hierauf ist es mir schwer, zu

tworten, denn diese Bebauptung ist zu unbestimmt, zu nichtssagend.

Man dat binzugefügt, dan die Regirrung, einige feierliche Gelegen⸗

hn abgerechnet, nur Niederlagen erlitten babe. Man zähle doch ge dieser Riederlagen auf, die das Ministerium in der Deputirten⸗ ammer erd ldet har! Ich glaube nicht, daß der Redner auf dieje⸗

vwen Niederlagen hat be udeuten wollen, die im Schoße der Kommis⸗

enenstautfiuden, eine Hindentung welche die Jouruate auch nicht einen wir dürfen gar nicht wissen, m. H., was in den stüngen der Kemmissionen vorgebt, zu denen wir, fraft der Ver⸗ Rung, keinen Zutritt baben. Was ist denn für uns Nachtheiliges

er Kammer geschehen! Ein einziger Gesetz⸗Entwu f ist vermwor

nworden; es war das Gesetz über die Wasserleitungen: di.s in

die einzige Niederlage, die das Ministerium erlitten hat, und es hat das Glück gehabt, dies Loos mit sehr vielen ehrenwerthen Männern zu theilen, denn im letztverwichenen Jabre war der Gesetz⸗Entwurf von beiden Kammern und dem Staats⸗Rathe angenommen worden. Die Frage muß daber neuerdings geprüft werden. Wir machen der Kammer das Prüfungs⸗Recht nicht streitig; die Ausübung dieses Rechtes kann wohl oft hemmend in den Gang der Geschäfte eingrei⸗ fen, aber hoffen Sie von der Zeit und der Weisbeit der Kammern, daß sie alle die gehe men Hindernisse zu besiegen wissen wird, die sich bis jetzt der Wicksamkeit der Regierung entgegenstellen. Man bat uns die Ebre erzeigt, zu versichern, daß wir auf diese Kammer rechnen könnten, daß dies aber mit der andern nicht der Fall sey;

—Qᷓ́ᷓ́ê—

es sind allerdings 142 neue Deputirte in dieselbe eingetreten, aber

lassen Sie ionen Zei, sich die nöthige praktische Geschäftskenntniß zu verschaffen, und Sie werden sehen, wie die Vorurtheile schwinden werden. Was uns betrifft, so sind wir mit Vorsicht und Geduld, den wesentlichen Eigenschaften einer guten Verwaltung, ausgerüstet. Man bat in der letzteren Zeit sich häͤufig des Ausdrucks: die Würde der Reagierung. bedient; ich behaupte, daß auch die Opposition Würde

zeigen mun; es ist ihr nicht erlaudt, sich zu verkleinern; wentgstens

darf sie dann nicht der Regierung eben daräus einen Vorwurf machen,

denn diese bat nur zu oft ein Recht, klein zu erscheinen, geschehe es aus eigener Machtvollkommenheit, oder weil sie gezwungen wird, sich bei Be⸗ kämpfung ibrer Gegner zu bücken.“ Herr Villemain: „Ich verlange das Wort!“ Herr von Montalivet: „Es ist hoffentlich ein⸗

leuchtend, daß meinen Worien keine persönliche Beziehung unterzu⸗ legen ist; ich beschränke mich darzuf, einige der Hauptgrundsätze der

Repräsentativ⸗Rö gierung zu erwähnen Das chrenwerthe Mitglied, dem zunächst meine Erwiederung gilt, hat gesagt, daß Jedermann ein gewisses Unbehagen fühle, und daß das Land sich nicht in einem normalen Zustande besfinde. Ja, m. H., es feblt uns in der That etwas, und zwar die Dauer! Seit funfzig Jahren haben tiefgrei⸗ fende Revolutionen alle politischen, religiösen, moralischen und gesell⸗ schaftlichen Zustände untergraben; sollten sie in dem Reiche der Gei⸗ ster allein feine Verwirrungen angerichtet haben?! Man behauptet, daß man, um diesen moratiseen Witren zu entgeben, sich mit der Polirik beschiftigen müsse, statt das wir durch das auesschließliche Heroorheben der materiellen Interessen das Land in einen Schlaf einzuwiegen suchten, der fast dem Tode gleich sey. Mi der Politit! Und was soll man in dieser Beziehung ihun! Es sind noch nicht gauz sieben Jibre, seirdem eine völlige Umgestaltung ales Bestehen⸗ den stattfand. Sollen wir jetzt abermals eine solche Reform vorneh⸗ men? Wir haben das Wavl⸗Element in die General⸗Conseils der Departements, der Bezirke und der Gemeinden eindringen lassen; Das, m. H., hat die Juli⸗Revolution zu Wege gebracht! Mein Gegner behauptet, daß die Revolueion keineelei Ersparniß zur Folge gebabt babe. Er ist ungerecht gegen eine Revolution, der er gedient hat, und die er liebt, wie ich. Es bestand eine Auflage, die besonders die ärmeren Klassen drückte, dies war die Getränk⸗Steuer. Diese Auflage ist einer Steuer⸗Ermäpigung unterworfen worden. (Marren) Ich untersuche hier nicht, ob die getroffene Maßregel gut oder schiecht war; ich erinnere bloß daran, daß sie genommen wurde. Wer bat die Loiterieen, wer hat die Spielhäuser aufgehoben? Es war die Juli Regierung. Wer führte den Elementar⸗Unterricht cin? Es war dieselbe Re⸗gierung. Hier ist in der That keine Er⸗ sparniß, die Ausgabe hat sich im Gegentheil vergrößert; aber es han⸗ delt sich bier nicht darum, einige Minionen zu ersparen; die wahren Ersparnisse sind die wirklich nützlichen Ausgaben. Wir haben zugleich unsere Aufmerksamkeit darauf verwendet, diejenigen Auflagen zu er⸗ mäßigen, die den Ackerbau niederdrückten, denn der Ackerbau ist in schwierigen Zeiten die beste Hülfequelle des Landes. Man sage nicht, daß die Jusi⸗Revolution nichts genützt dabe; sie hat viel genützt! Sie bat sich kühn bis zur Vermessenbeit gezeigt; ich sage nichts wei⸗ ter über sie, denn es bedarf nichts mehr, um sie zu rechtfertigen. Man fragt uns, weshalb wir keine politische Gesetze geben? Man muß auf diesem Wege Maaß zu halten wissen. Was hat den Unter⸗ gauag der Republif, des Kaitserreichs und der Restauration ver⸗ anlaßt? Die Republik begünstigte die Freiheit bis zum Uleber⸗ maß; das Kaiseribum fand einen milltairischen Geist in der Nation; es wollte ihn noch steigern; es wollte einen immerwähren⸗ den, steis wachsenden Ruhm, und es ging an einer Uebertreibung sei⸗ ner Grundsätze unter; die Restauration glaubte, nie genug gethan zu baben, um sich ihrer früberen Stellung wieder zu versichern, und sie giag an der Ueberanstrengung ibrer Kräfte unter. Es ist das Prin⸗ zip der foridauernden Be vegung, das man uns anempfiehlt, ein per. petuum mobile, das man nie, weder in der Politik, nech in der Me⸗ chanif erfinden wird. Das perpetuum mobile der Freihrit war es, was die Repnblik stürzte, das perpetuum mobile des Ruhms zer⸗ t ümmerte das Kaiserreich, und das perpetuum mobile des ancien regime hat die Restauration zum Fallen gebracht. Schleudern wir, m. H., die Juli⸗Regierung nicht in das perpetuum mobile der Peli⸗ tik. (Beifall.) Man beschuldigt die Frag osem daß sie es nicht verstan⸗ den hätten, ihre Eroberungen zu bewahren. Wir haben außerordent⸗ liche moralische und pelitische Eroberungen gemacht. Lassen Sie uns diese bewabren und hören wir nicht auf die Stimme derjenigen, die uns über alle Gränzen hinausführen wollen. Wer glauben, daß wir auf dem Wege, den wir betreten haben, die Gesittung des uns an⸗ vertrauten Landes vollständig bewirken werden; nur Ausdauer fann uns diesem schönen Ziele zuführen. Wenn eine Regierung nicht bloß des⸗ halb geliebt wird, weil man sie hat entstehen sehen und weil sie zum Sturze der früberen beigetragen hat, sondern wenn man sie deshalb liebt, weil man schen von seinen Vaͤtern vernahm, es sev eine gute Regierung, dann erst füblt man sich wahrhaft se ihr hingezogen, dann wird man nicht vor Begierde brennen,sie zu stürzen, ondern mangebrmitibr ver⸗ trauensvoll einer immer ausgedebüteren Versittlichung entgegen. (Wie⸗ derholter Beifall.) Mau klage uns nicht an, daß wir das Land zum Materialismus verfübrten! Wir sind uns vielmebr bewußt, daß wir uns unablässig um die geistige Beredlung desselben bemüben. Wir bewirken dies durch die öffentl’che Erziehung und durch den Geist der Religion, die Hauptstützen, worauf die Veredlung und Unabbän⸗ gigkeit der Nalion beruüht. Wenn unsere Enkel einst die Früchte unserer Saat ärndien werden, wenn diese dazu beigetragen hat, die öffentliche Freibeit zu befestinen, dann fönnen sie kühn auftreten; was uns betrifft, wir müssen vosichtig sivn! Dies, m. H., sind un⸗ sere Ausichten über die Versüutlichung des Landes; das Leben der Völter ist ein anderes, als das Leben des Einzelnen; jenes zählt seine Epochen nach Jahrbunderten, und man opfert sie einem gewis⸗ fen Tode, wenn man sie allzu früh zur Reife bringen will. (Beifall.) Weunn die Kammer in dieser Hinsicht mit uns übereinstimmt. so wird sie unserer Verwaltung ihre Z stmmung und ibre Mitwirkung nicht versagen, die, ehne die gegenwaͤrtigen Verbältnisse des Landes si. geh süegen. sich mit den böheren Jteressen seiner Zukunft eschäfrigi.“

Nachdem Herr von Montalivet unter allgemeinem Beifall die Rednerbuͤhne verlassen hatte, besties Herr Villemain die⸗ selbe und aͤußerte sich im Wesentlichen folgendermaßen:

„Ich habe nicht das Wort um einer persoönlichen Angelegenheit willen verlangt, denn ich habe nicht die Ehre, eine Parter der Depu⸗ tirten⸗Kammer bier zu vertreten; ich habe das Wert verlangt, wie es je⸗ dem einzelnen Mitgliede freisteht, um einige der von dem Herru Mi⸗ nister des Innern aufgestellten Ideen zu beleuchten. Er zählt, nach seiner Aeußerung, den Baron Pelet nicht zu der Klasse derjenigen Oppositions⸗Mitalieder, die nur umstürzen, aber nicht aufklären wel⸗ len. Ich bin überzeugt, daß Herr Pelet diese Lobsprüche verdient aber ich weiß nicht, wie der Herr Minister überbaupt zu einem sol chen Lobe kommt, und ob es in dieser Kammer eine Oppesition giebt die nichts will, als das Bestehende umstürzen? Was will sie umstür zen? Die Juli⸗Regierung?! Es giebt Niemand, weder in der Pairs noch in der Deputirten⸗Kammer, der eine Regierung umstürzen möchie, die durch die Gerechtigkeit und Nothwendigkeit bedingt ist, und an die ein Eidschwur uns fesselt. Will man eiwa das Ministerium stür⸗ zen? Ich glaube nicht, daß er einen so ungeeigneten Unterschied zwischen aufklären und umstürzen hätte machen sollen; und wenn wirklich Jemand die Absicht hegte, das Ministerium zu stürzen, so ist dies wenigstens nicht meine Idee, noch die meinecr Freunde. Uebrigens wäre dies Vorhaben sehr unschuldig, und wenn sich dasselbe durch den Erfolg rechtfertigte, könnte es sehr ge⸗ setzmäßig und monarchisch seyn. Man vermengt immer, ob freiwillig oder unfreiwillig, die Juli⸗Regierung mit dem jedesmaligen Ministe⸗ rium. Wäre dieser Irrihum gleich von Anfang an allgemein ver⸗ breitet gewesen, so wüͤrde das gegenwärtige Ministerium nicht eristi⸗ ren, denn die Ersten, die dasselbe bildeten, würden noch im Brsitze idrer Aemter sevn, zufolge dem Prinzipe, daß man nichts Besteben⸗ des umstürzen dürfe. Der kluge und gelehrte Beamte, der den Be⸗ richt der Kommission entworfen bat, wollte in eine bloß technische Diskussion verwickeln; er hoffre, daß eine politische Debatte unter uns nicht zu Stande kommen würde. Er bat sich geirrt. Die politische Diskussion hat sich von allen Seiten erhoben; sie sprach aus den Worten des Herzogs von Broglie, aus der Rede des Ministers und aus derjenigen des Baron Pelet; sie lebie in der Seele Aller. Der Herr Minister ist in einem schweren Irrthum brfangen, indem er die Interessen des Ministeriums mit denen der Regierung vermengt; feine Theoric über die Gefahren der Bewegung, seine Bereetsamkeit über die Folgen derselben siud daher ohne alle Wirkung und beweisen nichts von dem, was sie beweisen sollen. In dem Vortrage des Herrn Pelet ist nichts erwähnt, was man für einen Angriff auf die constitutionnele Regierung halten könnte; denn die Handlungsweise eines Ministe⸗ riums genau prüfen wollen, heißt nicht, eine Regierung stürzen, die man gegründet und veriheidigt hat. Der Herr Mimster bat mwit gro⸗ ßer Gewandtheit alles Bedeutende hergezählt, was die Juli⸗Regie⸗ rung wäbrend sieben Jahren gethan hat: die Schwierigke ten, welche sie zu überwinden hatte, die Vortheite, die sie dem Lande ver chafft hat. Wer hat denn das Gegentbeil behauptet? Doch nicht erwa Herr Pelet, der zu seiner Zeit selbst einen Theil des Ministeriums bildete, und an den Anstrengungen desselben, die nationalen Juteres⸗ fen zu fördern, den tbätigsten untbeil nabm? In Bezug auf die materiellen Jateressen, die man in unser Gedächtniß zurückcufen will, erinnere ich an die Worte eines großen Reduers in der Deputirten Kammer, Herrn Rover Collard, die derselbe in einem Wahl⸗Kolle⸗ gium aussprach. Er sagte, daß er denjenigen Debatten glaube fremd bleiben zu müssen, die sich mit nichts Anderem, als den rein mate⸗ riellen Interessen beschäftigten und von den hoöberen gesellschafilich n Interesfen keine Notiz nähmen. Der Herr Minister hat ferner gesagt, daß nur das Gesetz wegen der Wasserleitungen durchgefallen wäre, und daß die Minister keine andere Niederlage erlitien hätten. Es bandelt sich nicht darum. In der Bildung des Kabinets liegt ein Hauprfebler; dasselbe ist, wenn ich mich so ausdrücken darf, nicht parlamentarisch gebildet, es wird nicht durch eine kompakte, in Grundsätzen und Mei⸗ nungen übereinstimmende Masse unterstützt, und ist unter sich selbst nicht einig. Waren wohl diejenigen Kabinets⸗Mitglieder, die so leh⸗ baft für das Disjunctions⸗Gesetz und andere ähnliche Gesetz⸗Ent⸗ würfe sprachen, mit ihren Kollegen vollkommen einverstanden? Woher ist dieser Zwiespalt gekommen? Weil Herr Melé im Kabinet neden dem Herrn von Montalivet saß.“ (Aufregung.) Der Mnnister des Innern: „Es ist nicht die geringste Uneinigkeit in dem Ka⸗ binet 0. Herr Villemain: „Die Uneinigkeit liegt schon in dem Entstehen des Ministeriums: und das jetzige Kabinet kann dies nicht leugnen, da es aus einer Coalition hervorgegangen ist, gegen die es jetzt so sehr eifert. Hätte man nicht gestern gesagt, daß etwa bundert Personen, nur vom Ehrgeiz getrieben, die bestehende Macht umstür⸗ zen wollten, wäre nicht der Herr Minister des Innern dirsem Aus⸗ fpruche beigetreten, so würde ich diesen Gegenstand gar nicht berührt haben; aber wenn es erlaubt ist zu sagen, daß es Ebhrgeizige giebt, die das Bestehende umstü zen wollen, so kann man auch säagen, daß es deren giebt, die die Regierung vertbeidigen wollen; und es ist er⸗ laubt, den Einen eben so wenlg Mitleiden zu schenken, als den Anderen. Meiner Ansicht nach, können die geheimen Fonds immer be⸗ willigt werden; aber ich glaube nicht, daß es wohlgethan sev, wenn ein schwaches Ministerium seine Existenz an eine Forderung von 1 ½ Millionen Fr. knüpft, die kein Mensch demselben ernstlich zu verwei⸗ gern denkt, und glaube eben so wenig, daß es aus einer solchen Be⸗ willigung der Pairs Kammer schließen werde, daß diese seinem politi⸗ schen Systeme beitrete.“

Der Conseils⸗Praͤsident, Villemain die Rednerbuͤhne bestieg, Weise: 8 B

„Der vorige Redner hat gesagt, daß alle Uebel aus dem fehler⸗ haften Ursprunge des Ministeriums vom 15. April herrührten. Es bätte, seiner Ansicht nach, ein ganz neues Ministerium gebildet wer⸗ den müssen, aus dem jedes unlautere Element des 6. Septembers verbannt worden wäre. Er hat ferner gesagt, daß das gegenwärtige Ministerium, aus den widerstrebendsten Elementen zusammenaesetzt, ein Ministerium der Coalitionen sev, das den Keim zu seinem Unter⸗ gange in sich trage, das aber während seiner Dauer ganz vortreslich über die Notbwendigkeit spreche, die Coalitionen zu stürzen. Wenn ich die Ehre hätte, mit Herrn Villemain in dem Kabinette zu sitzen, so würden gewiß die entgegengesetztesten Ansichten in unserer Person vereinigt seyn, denn ich bin selten mit ihm in der Kammer vollkom⸗ men einig gewesen, und ich habe nicht mit ihm sämmlliche Kabinette befämpft, die es in den letzten acht Jahren gegeben bat.“ Herr Villemain: „Ich biieh hier, als Sie die Pairs⸗Kammer verließen!“ Der Conseils⸗Präsident: „Ich that damals Alles, was ich sagte, während Sie nichts von dem, was Sie sprachen, in Aussüb⸗ rung brachten. (Beifall). Herr Villemain. „Ich habe mich bei

welcher nach dem Herrn entgegnete in folgender

jener Gelegenheit nicht von meinen Kollegen getrennt.“ (Lebhafte Auf⸗

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