424 8 1 .
f b b A (8½, §8 6. JIe mgras imn durch Abfahren des Sandes wieder kulturfaͤhig gemacht werden Auswärtige Börsen. 9 sdsg bnin het 2 220 o. M18102
kann. 2— haben Versandungen in 2 Maße auf der — 2 Amsterdam, 17. April. n 2₰ Be9 Anznzd ant h: n9 enah..2 18:1108
Strecke von Grimlinghausern nach Neuß, bei Monheim und Rhein⸗ Niederl. wirkl. Schuld 545/16. 5 % do. 1012 19 8 m9 u; 181 185 nadeh nenn1023 R. dmg . nt
dorf im Kreise Solingen und bei Volmerswerth im Kreise Duͤsseldorf,
3/14. % Span. 181 5⁄16. Passive —. 1 S uagSrusth mcvhdut— 7 7 bru z Ss2 1.12, -Pne’in. Poln. —. 1 n0 n275- — 8 6 stattgefunden, und Ufer⸗Abbruͤche sind an vielen Orten vorgekommen. P. Intworpen, 16. s aumn g2 u169,D ne9 ch F⸗ — Zur Unterstuͤtzung der durch die Rhein⸗Ueberschwemmung in passive —. Zinzl. —. Neue Anl. uEIA““ Hamura. mn 220 Ebün S Noth gerathenen Einwohner sind fast im ganzen Regierungs²⸗ 8 1 un nn. Bezirke Sammlungen milder Gaben eroͤffnet veg. noch 8” ar 3 1 1 vor dazu aufgefordert wurde, und aus einzelnen Orten sin —; 8 28 87229029 229
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Berlin, Dienstag den 24 fen April
— A 2 EEE . 2„ * mmm — lᷣ̃ ☛ ; —
22.
Allgemeine
2
verloren gegangen, aber 306 Familien, aus etwa 1000 Perso⸗ nen bestehend, sind obdachlos geworden, ohne Kleidung und Nahrung, indem bei der großen Schnelligkeit und Heftigkeit des Feuers diese Ungluͤcklichen nur wenig haben retten koͤnnen und auch der groͤßte Theil ihrer Habe mit verbrannt ist. Die Noth und das Elend der Verungluͤckten ist um so groͤßer, als besonders der aͤrmere Theil der Einwohner von diesem Brand⸗ ungluͤck betroffen worden ist, welcher leider auch nur mit den geringsten Summen in verschiedenen Assekuranzen sich ver⸗ sichert hatte. Köln, 19. April. (Kölnische Zeitung.) In dem Dorfe Mehlem im Kreise Bonn schlug am 16ten d. M. waͤh⸗ rend des Gottesdienstes unerwartet ein Blitzstrahl in die dor⸗ tige Kirche. Derselbe fuhr, ohne jedoch zu zuͤnden, in den Thurm, laͤngs dem Drathe des Uhrhammers in die Thurm⸗ uhr, den Perpendikel hinab, und dann der Zugluft folgend, durch die halboffene Hauptthuͤr ins Freie. Mehrere Leute wur⸗
81 ꝛibi Oesterr. 5 % Met. 107 ⅛. G. 4 % 101 ½. G. 2 ½1 8899 d9 61 ². 1 % 263/18. G. Bank-Actien 1748. 1746. artia 1., Ioimolo: 151 ¼¾. GC. Loose zu 500 Fl. 123 ⁄1. 123 ¼. Loose au 100 Fl. g. — Preuss. Präm.-Sch. 65 1. 651⁄1. do. 4 % Anl. 102⁵ 8. G. — 2 N Bank-Actien 1438. 1436. Engl. Russ. 108 ¾. 5 % por.. 3 % —. Neue Anl. 17 ¼. 6
P 66 ⁄1. 66 1. 5 % Span. Anl. 12 3 ⁄1. 12 ½¼. 2 ½ % Holl. de /be 1
London, 17. April. XS
Hamburg, 20. April. Ausg. Sch. 7 ¾. 2 ½ % Holl. 54. 5 % 100 ½. 5 % ban.1
õ
dnaldhhamn!
. 99 f 121 4
Frankfurt a. M., 19. April. nacbiN 2262238. schon erhebliche Beitraͤge in Geld eingegangen, waͤhrend in den
„.s g. 8½ . 1
Hauptorten die Sammlungen noch fortdauern. — Die Wohl⸗ thaͤtigkeits⸗Vereine, die sich sowohl auf dem Lande als in den Staͤdten des hiesigen Regierungs⸗Bezirks gebildet, haben beson⸗ ders im vorigen harten Winter zur Linderung der Noth nicht wenig beigetragen, So hat z. B. der Frauen⸗Verein zu Cre⸗ feld 126 Woͤchnerinnen, unter welchen 40 verschaͤmte Arme wa⸗ ren, auf 2 bis 3 Wochen mit Speise und Trank versehen, auch
1838.
— —
—
— —
ά—
Amtliche Nachrichten..
nach wenigen Schritten in die Tiefe hinabzusiuken. Und nun will
men worden war, ertheilte der Praͤsident dem Herrn Dela⸗ 2 man Mazjoritäten, die zuweilen durch Coalitionen gebildet werden, die
Bras. 76 ⁄½. borde, als dem zuerst eingeschriebenen Redner, das Wort ge⸗
den zwar getroffen, jedoch nur zwei wesentlich verletzt. 8 16. April. b den Land⸗Debits⸗Zechen des Essen⸗Werdenschen Bergamts⸗Be⸗
— — Duͤsseldorf,
zirks hat im Laufe des Monats gelinderen Witterung keinen beso
wogegen die Abfuhr auf der Ruhr um so staͤrker betrieben worden ist und die Zechen fuͤr den Ruhr⸗Debit sich eines be⸗
Der Kohlen⸗Absatz auf 1— lichen Handarbeiten Maͤrz wegen der eingetretenen nders starken Fortgang gehabt, rung der Lehrerstellen, Neubaut haͤuser im hiesigen
durch freiwillige Beiträge von
deutenden Absatzes zu erfreuen gehabt haben. Die Huͤtten⸗An⸗ „
lagen bleiben, da es an in schwunghaftem Betriebe. sollen nur schwache Bestellungen inzwischen, nachdem die den, ihre Arbeiten nach
nen. In den
—
falls viel . ne 2acen.
e wird lebhaft betrieben Fe he⸗ 8 Die Kaufleute Thywißen und haben eine daselbst neu erbaute Oel⸗Dampf⸗ muͤhle vor kurzem in Betrieb gesetzt, welche zu den bedeutend⸗ en dieser Art gehoͤrt, indem darin woͤchentlich 2700 aamen, welche 290 bis 295 Ohm Oel liefern, verar⸗
sakturen noch immer stocken.
Sohn zu Neuß
sten Anla Scheffel beitet werden koͤnnen. kleinere Oel⸗Dampfmuͤhle
Da die und no
so sind sie nunmehr im Stande, — u verarbeiten, resp. 480 Ohmen Oel zu liefern. — Neuß wurden gute Geschaͤfte gemacht 38,858 Rthlr. an Koͤrnerfruͤchten ab⸗ Handel und Schifffahrt haben uͤberhaupt wieder neues Die Schifffahrt nahm am 7ten v. zu Ende des Monats im Ganzen
Saamen Auf dem Fruchtmarkte zu und im Ganzen fuͤr etwa gesetzt. Leben gewonnen. Di Anfang und seirdem sind bis zu
112 beladene Schiffe, incl. 44 D b An Guͤtern haben dieselben
und abgegangen.
u- und 15,293 Centner abgefuͤhr e ifff fellschaft fuͤr den Nieder⸗ und Mittel⸗Rhein hat mit ihren schoͤ⸗ am l4ten v. M. ihre Fahrten
nen und schnellen Fahrzeugen yorlaͤufig zwischen Duͤsseldorf und
ich bis setzt eines sehr guͤnstigen Erfolges. — Der Schaden, Phair 4 juͤngste Ueberschwemmung des Rheins in verschie⸗ denen Kreisen des hiesigen Regierungs⸗ ist nach den nunmehrigen Ermittelungen erheblicher, Bei Rees sind in der Naͤhe der entstande⸗ wenigstens 650 Morgen guten Acker⸗ oder Wiesengrundes ganz abgespuͤlt oder theilweise hoch mit Kies und Sand bedeckt worden. reien Isselburg und Vecasselt haben durch
anfangs glaubte. B nen drei Durchbruͤche
Strom ausgedehnte Abspuͤlungen
en und alle Gebaͤulichkeiten in dem Gebiete der Ueberschwem⸗ b aben durch Wasser und Eis große Beschaͤdigungen er⸗ litten, so daß viele derselben, und besonders die kleinen Woh⸗ unbrauchbar geworden sind, und ein⸗
mung h nungen der Tageloͤhner, stuͤrzen oder Dormagen und gen Acker
Bestellungen nicht fehlt, fortwaͤhrend Fuͤr die Eisen⸗ und Stahlfabriken
Fluͤsse und Baͤche vom Eise frei gewor⸗ langer Stockung wieder lebhaft begon⸗ Tuch⸗Manufakturen herrscht augenblicklich gleich⸗
den Einsturz drohen. 8 Rheinfeld im Kreise Neuß sind an mehr oder weniger versandet,
durch Umlagen...
98 2 n
eingegangen seyn; sie haben
verschiedene Kleidungsstuͤcke unter sie vertheilen, und uͤberdies in der von ihm unterhaltenen Armenschule 1 mit befriedigendem Erfolge unterrichten
lassen. — In dem verflossenen Johre 1837 sind fuͤr Verbesse⸗
Regierung⸗Bezirk aufgebracht worden:
2, eh qlon ihn
do. 3 % 21 ¾.
90 Kinder in weib⸗ Mex. 27 ½.
—.
en und Reparaturen der Schul⸗
Peru 21.
5 % Met. 107 ⅛1. Bank-Actien 1460 1.
Engl. Russ. 111 ½.
Chili 30. Wien, 17. April.
4 % 101 ⁄1. 3 % 82 s10- 21¼ 0 1
Neue Anl. —. 2
BEE
9
den Evangelischen 2,809 Rthlr. »„ Katholischen. „1,117 „
u.54,263 »
im Ganzen 58,189 Rthlr.
9111 1838. 21. April.
—
Meteorologische Beobachtung.
Morgens 6 Uhr.
Abends 10 Uhr.
Nachmittags
Nach einmasj - 2 Uhr. 52
Becdanag
Luftdrucbk...
4 I888
Verfertigung der baumwolle⸗ wogegen die Seiden⸗Manu⸗
Professors Adolph E.
(Siehe A. Erman's Reise um die
vor einiger Zeit einige Bemerkung
Besitzer außerdem noch eine . St. Petersburg über den gef ornen
ch eine Wassermuͤhle betreiben, woͤchentlich an 4500 Scheffel
fel erregten. Herr Erman sah
Art werden übrigens für Deutsche
M. ihren Konstantine mit, die von Herrn ampfschiffe, hier angekommen 34,607 Centner t. Die Dampfschifffahrts⸗Ge⸗
sind. 924 Fuß, Kassaubah von Konstantine worth theilte Einiges mit über die
Mainz begonnen und erfreut 8 a. London.
Bezirks verursacht hat, Auch in den Buͤrgermeiste⸗
den verheerenden oder Versandungen stattgefun⸗
nach Jndien fort. Der Präsident der
der Osmanen zum Ebvren⸗
sicht der Gesellschaft in Kenntniß
In den Feldmarken von 400 Mor⸗ ein Theil
wovon jedoch
2 “ 8 2 Wissenschaft, Kunst und Literatur.
London. In der Sitzung der hiesigen Königlichen geogra⸗ phischen Gesellschaft am 9. April wurde ein Schreiben des Herrn rman in Ber in verlesen, Beobachtungen über die Temperatur des gefrornen Bodens bei Ja⸗ kuzk in Sibirien, so wie über das dortige Klima überhaupt mittheilt.
Admiral von Krusenstern hatte nämlich der geographischen
Eis genannt) bei Jakuzk mitgetheilt, anch . enthielten und daber auch bei mehreren Mitgliedern einige Zwei⸗
feiner eigenen Beobachtungen veranlaßt.
raphischen Almanach von Bersghaus erscheinen. S Fem p l—⸗ theilte barometrische Höhenmessungen zwischen na Falbe, Capitain in der Dänischen Marine und ehemals Konsul in Tunis und Athen, bestimmt worden Hiernach liegen das Lager bei El Daraan 280 Fuß, Kalemah sh, der Gipfel des Berges Umm el Setas 3575 Fuß und die 2300 Fuß über dem Meere dieser Stabt wird zu 3060° 21 N. angegeben. — Herr William Ains⸗
In der Sitzung der Asiatische am 7. April verlas der Secretair der Gesellschaft, ein Schreiben des Majors Rawlison aus Teherau in B zug in Pfeilschrift verfaßeen Inscheiften, die sic an vielen als man den. — Hecr Professor Rovle tbeilte einen Anszug aus ein m ben des in Indien befind ichen Dr. , Aude rem erwäont, daß der Kau schuf. Ba m erst seit dem Jabre 1828 in Indien angebaut wird. — Herr Professor Wilson setzte die Vorie⸗ fung seiner Adhandlung üder die Reise eines Cdinesischen Buddo sten
Migliede zu erneunen. 1 d Botschafter, welcher der Sitzung beiwohnte, erwi derie bierauf, daß er stolz darauf seyvn werde, den Si
noch ehe dies geschehen kbune, der Sultan durch einen wertbvollen * Beitrag zu der Bibliothek der Gesellschaft beweisen würde, daß er 8 der ihm zug dachten Ehre würdig sey. u“ 9*
—
Luftwärme.. Thaupunkt. Dunstsättigung WetterV.. Wind. Wolkenzug..
IL11“
worin derselhbe seine
33 1,21“ Par.
87 pCt. heiter.
SW.
Tagesmittel:
— Quellwärme C88 Flußwärme 420 8 Bodenwaͤrme 1372 Ausdünstung 0,. heiter. Niederschlag 0,h SW. Wärmewechsel 4 9 SW. + 1,00.
332,20"Par.. + 4,1 0 R... †+. 0,4° R.. 74 „C.. 8n
32,78“ Par. + 730 R. + + 0,8 ° R
56 vCt.
332,80“„Par. 2,9 0 R. 0,3 0 R. 81 pCt. heiter. Sw.
1,6 0 R. 0,00 R.
Welt. Bd. II. pag. 248 ꝛc.) Der Gesellschaft en des Akademkers von Baer in Boden (von ihm fälschlich Boden⸗ die mancherlei Unrichtigkeiten
’ 4½
Montag,
daher zu der Mittheilung
Berichtigungen ähnlicher Leser in kurzem auch in dem geo⸗ — Sir Grenville Bona und
sich von C. Blum.
Die Breite
Eilicischen und Syrischen Pforten.
n Gesellschaft Oberst Briags⸗ auf die Orten vo fin⸗ Schrei⸗
Spey mit, wo i unker Ande⸗ * Spey m vo in er Hierauf:
Klausel.
Gesellschaft schlug vor den Saltan Der Turklsche Dienstag, von Bellini.
Ultan, sreinen Herrn, von der Ab⸗ zu setzen; er boffe jedoch, dan, 2
8
“
Schmitz: Miekchen; — in Hamburg: Heimann Levi, als Gastrollen)
Antritts⸗Rolle.)
—
Koͤnigliche Schauspiele. 23. April. komische Oper in 3 Abth. 1 In Potsdam: Magister Quadrat, Lustspiel in 1 Att, n C. Blum. Hierauf: Bruno und Balthasar,
Im Schauspielhause: Der
M Musik von Auber. un
Lustspiel in 3 1
Dienstag, 24. April. Im Schauspielhause: Vor hunm Jahren, Sitten⸗Gemaͤlde in 4 Abth., von E. Raupach. Der Polterabend, komisches Ballet in 1 Akt, von
Mittwoch, 25. Braut, Oper in 3 Abth. Musik von Marschner.
Im Schauspielhause: 1) Les rirvaux d'eux méme, comeéleg 1 acte. 2) La premiere représentation de: ble, vaudeville nouveau en I acte, du théätre du Gymnmase. h mari de la veuve, comédie en 1 acte.
Hierxl Hoguet. Des Falknan
April. Im Opernhause:
Un mariage müoame
Koöͤnigsstaͤdtisches Theater.
Montag, 23.
von Holbein. (Herr Schmitz, vom Stadttheater zu Magoug. Oberst von Held; — Mad. Paris in Pommern, oder: Dee seltsame Testmna Vaudeville⸗Posse in 1 Akt, von L. Angely. (ꝛo.
pril. Liebe kann Alles. Lustspiel in Ahmn,
chmitz: Franziska, als Gagaa)
Herr Gaͤdemann, vom zweiten Ijen
Oper in 2 Akten. M
24. April. Norma. 1 Bassist des Theatzag
(Herr Kaler, erster
Pesth, neu engagirtes Mitglied dieser Buͤhne: Ocovis,
Redaction unter Leitung von Rheinwald.
Gedruckt bet A. W. Haht
—
— ——
——
—
—
“ 1I n9 H ⸗
58
“ 1 ““
(ESESdictal⸗Citat
Der Böttchermeister Johann Friedrich Lutzke ist am 20. Oktober 1816 und dessen Ehefrau Anne Christine, ist schon am 16. Januar 1808 hier⸗ „ ziꝛsau irca 2100 2 Da deren Erben Unbekannt sind, so baare Gefälle an die Herrschaft entrichter oder deren etwaige Erben und sich spätestens bis
eb. Wasserfuehrer, elbst verstorben. werden die letzteren b Erbnehmer hierdurch aufgefordert, um Termine,
en 12. Rovember d. J. Vormi
hierselbst zu melden, widrigenfalls die nicht nen mit ihren Erbansprüchen werden präckudirt werden und der Rachlaß den sich legitimirenden Erben verab⸗- folgt, der nach erfolgter Präclusion sich etwa erst mel. dende nähere eder gleichnahe Erbe alle Dispositionen derselben anzuerkennen und zu übernehmen für schul⸗ 1 Rechaungslegung noch Er atz der gehobenen Rutzungen zu fordern für berechtigt Cadreh ssgn der⸗ gistanme noch von der Erb⸗ on wird, zu begnügen für verbun⸗ wenn sich Niemand melden sollte, der Machlaß als herreuleses Gut dem Fiskus zuge⸗
dig und von ihnen weder
vielmehr sich mit dem, schaft verhanden se den crachtet und,
sprochen werden wird. b Alt⸗Damm, den 10. Januar 1838. Königl. Land⸗ und Stad
Allgemeiner Anzeiger fuͤr
Bekanntmachungen.
289 minial⸗Bran⸗ und Brennerei, drei herrschaftlichen Lein⸗ wand⸗Bleichen mit Walken, einer Leinwand⸗Mangel, Hängehaus und Appretur, umfaßt sieben Dörfer mit 2 Kirchen, 2 Schulen, 52 Banern, 3 Schenken, 6 Mühlen, 2 Schmieden und 202 andern ländlichen Be⸗ sitzungen, welche zasammen circa 2100 Thlr. jährlich jare Die land⸗
ist 130,000 Thlr. an Unterzeichnetem
i o u.
schaftliche Tare vom Jahr 1783 Kauflustige wollen sich gefälligst in portofreien Briefen wenden. veb Albrechtsderf bei Breslau, den 18. April 1838. Mutins,
Krnigl. Rittmeister a. D. und Landesältester. .“ 8
ttags 11 Uhr, nicht Erschiene⸗
rNb
— —
Das Dampfschiff „Droning Maria“, Capt. J. P. Saag, wird am 3. Mai seine Fahrten zwischen Stettin und Kopenhagen begiunen, an jedem Donnerstag, Flittag 12 Uhr, von bier, und an jedem Montag, Mittag 12 Uhr, von Kopenbagen abgehen. Die Preise und Frachtbedingungen bleiben Lie⸗ selben ais im vorigen Jabre, nämlich 12 Thlr. à Per- son des ersten Platzes, 8 Thlr. à Person des zweiten uand 26 sgr. à Centner oder 2 ½¼ Kubikfuss Fracht.
8 icht i. 3 Stettin, den 20. April 1838. A. Lemonius. tgericht. ö22
2
————
bT
f. — Der Handlungsdiener, nachherige Mechanikus Julius Wilhelm Böttcher, 36 Jahr alt, zu Schönfließ in der ebürtig, welcher im Jahre 1820 oder 1821 nach Rußland ausgewandert Und sich bis zum Jahre 1830 in Tula aufgehalten, Petersburg gegangen, woselbst
Reumark, Königreichs Preußen,
dann aber nach St.
.
er jedech gegenwärtig nicht
7 2
hat ermi
nen, wird hierdurch von seinem gewesenen Vormunde
dringend aufgefordert, sich baldigst be
Land⸗ und Stadtgericht zu Schönfließ in der Neumse zu melden, und seinen gegenwärtigen Anfenthaltsert
anzuzeigen.
12*8 2 „ Bchufs Auseinandersetzung soll die Glatz gelegene Herrschaft Gellenau
Dieses Besitzthum an der Böhmischen südlichen Abbang des Gebirges zwischen od Lewin gelegen, hat ein ansehnliches Schloß, drei Acker⸗ Vorwerke mit guter Feld⸗ und Wiesenstäche, schöuem Forst und einer veredelten Schaafheerde, Jroßen Do⸗
Rheinische Eisenbahn⸗Gesellschaft. Mit Bezugnahme auf die Art. 33 und 34 der Statu ten berufen wir hiermit die nächste ordentliche General⸗ Verfammlung der Activnaire unserer Gesellschaft auf Freitag, den 11. Maid. J., Bormittags 9 Uhr,
im großen Rathhaus⸗Saale zu Köln. Zugleich machen wir denselben bekannt, daß in Folge des Beschlusses der General⸗Versammlung vom 16. Ok⸗ tober v. J. Eremplare der lithegrapbirten Pläne der adeptirten Linie von Köln bis zur Belgischen Gränze und einer gedrängten Darstelung auf unserem Büreau hierselbst und auf dem Sectiens⸗Büreau zu Aachen niedergelegt sind, woselbst die in unseren Registern eingeschriebenen Actionaire bis zum 16. April c. ein Exemplar in Empfang nehmen können. “ Köln, den 5. April 1838. 1““
Die Direction der Rheinischen Etseunbahn⸗ aichh Gesellschaft. Heauchecorne, Spezial⸗Direktor.
ttelt werden kön⸗
i dem Königlichen
in der Grafschaft verkauft werden. Gränze im Rachod und
die Preußischen
Literarische Anzeigen.
Im Verlage der Unterzeichneten erschien und ist in allen Bachhandlungen, zu Berlin in der Stuhr⸗ schen, Schloßplatz Nr. 2, zu bekommen:
Der Erzbischof von Koͤln in Opposition mit dem
Preußischen Staats⸗Oberhaupte,
oder: Neuestes Beisviel der offenen Auflehnung und vielfach vereinigten revolutionairen Umtriebe der Römisch⸗katholischen Reactionspartei,
nebst nech verschirdenen Zugaben für die Lehre von gemischten Ehen und anderen in das bürgerliche Leben tief eingreifende LE1““
on dem Herausgeber des canonischen Wächters. Karlsruhe, Ehr. Fr. Müllersche Hef⸗Buchhandlung.
183—8.
Diese inhaltreiche Denkschrift über einen höchst wich⸗ tigen kirchen⸗ und staatsrechtlichen Gegenstand, der jetzt das Losungswort unserer Tagesvpolitiker geworden ist und an welchem alle Parteien großes Interesse nehmen, ist von unterzeichneter Verlagshandlung so eben versendet.
Der Verfasser hat in diesem neuen Werke, in dem sich Geschichte und Polemik die Hand bieten, das in Janz Europa viel besprochene Ereigniß in der Erzdiözese Köln, von allen Seiten und auf den Grund „von konstatirten Thatsachen und offiziellen Aktenstücken mit Gründlichkeit und unparteiisch beleuchtet.
Außerdem hat derselbe die jetzt geltenden Grund⸗ sätze von gemischten Ehen mit den verschiedenen darüber vorhandenen Landesverordnungen mit mög⸗ lichster Vollständigkeit dargestellt, so wie noch andere damit verwandte, die höchsten und heiligsten Interessen der katholischen Kirchengenossen angebende Verhäll⸗ nisse nach den unabwtrislichsten Bedürfnissen und Auforderungen der Gegenwart besprochen.
Die Verlagshandlung hat es sich zur Pflicht ge⸗ macht, diese zeugemäße, für Dentsches Kirchenwesen überaus wechtige Schrift auch äußerlich durch gefälligen Druck und schönes Papier geschmackvoll auszustatten.
Das Werk enthäit 23 ¾ Druckbegen in gr. 8vo. und kostet 1 ½ Thlr. oder 2 Fl. 42 Kr. Rhein.
Karlsruhe, März 1838. 1 gr. Chr. Fr. Müllersche Hef⸗Buchhandlung.
„⸗
1
Staa
Im Verlage von G. so eben zsfecnen und bei E. S. Mittler in kan (Siechbahn Nr. 3), Posen und Brombe⸗g zu büe⸗
—
ten.
— —,—
P. Aderholz in Bresau
222
Tonleben.
Rovellen und vermischte Aufsäße von August Kahlert. Svo. Geh. 22 Bog. Velinpap. Preis 1 Thlr. ugh Inhalt: I. Movellen. 1) Reinhelds Vnw. jahre. 2) Die Dilettanten. II. Beiträge zur Aüe lik der Tonkunst. 1) Die eeeni des Na⸗ tischen in der Musik. 2) Ueber Lieder⸗ALerte. c. Genrebilder in der modernen Musik. „) Das s lische Element in der Sprache. 5) Das Peuce und sein Verhältniß zur neuern Kunst. ÜI. torien. 1) Tobias. 2) Bonifacius, der 29 Apostel. IV. Poetischer Anhang. 1) Lue Tönen. 2) Das Glöcklein. 3) Die Memnentig 4) Das Abendlied. 5) Peusitaneen, hefa en 25 Sängerin. 7) Einer jungen Klavier pielerin. 999 sitalisches AB C. 9) Denksprüche für Künfiler. 10 jahrslied für Mussker. 11) Bekenntniß.
Von den Mittheilungen aus Spanien üb
Wissenschaft und Kunst, die jetzige veni
wälzung und den Krieg; von J. B. v. Pfei⸗ 1 ist die zweite Lieferung erschienen. Die güngünm nahme, welche die erste in den öffentli 2 gefunden, beweist, daß die Tendenz des Het „Aktenstücke zur politischen und Kultur ü liefern, die, in ihrem Zusammenhange geyr Fugüin politischen, religiösen und wissenschaftlichen von der Gesinnung und Denkweise der 28 Mitteln und Wegen, von dem Bildungegang⸗ Bb, tion u. s. w. ein treueres und vollständigerr ng d währen, als die in unsern Zeitungen enes Lieiem⸗ tizen“, nicht verkannt wurde. Diese giresch an Can
8 thält unter Anderem: 1) den Zug des Deng h 188 1 Valladestd; 1h09
nach Katalonien; 2) die Karlisten in
achten und Gesetze über die Reformirung 4) Auszüge a. d. Memoiren des Gen. 5) Berichte über die neuesten literar. E — Recensionen neuer literar. Werke u. .. 2 allen he Exemplare dieser Lieferung à 18 sgr. ngig, 1u hanclungen zur Einsicht é nahme 8 2*
lin in der Stuhrschen, Schlofplas per 99
Fan Ntz2 78 “
Ponteen
ein.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Geheimen Justiz⸗ nd Tribunals⸗Rath, Professor Dr. Reidenitz zu 8 Pr., den —— Adler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlau ihen geruht. du veleihen stat der Koͤnig haben dem katholischen Pfarrer Keuper zu Niedermarsberg, im Regierungs⸗Bezirk Arnsberg, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.
Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung zu Breslau ist der zeitherige Kuratus Scholz zu Tra⸗ chenberg zum katholischen Pfarrer in Prausnitz ernannt worden; u Magdeburg ist der Predigtamts⸗Kandidat Stuͤber u der erledigten evangelischen Pfarrstelle in Neuendorf, Bruͤchau und Siedentramm berufen, und der Rektor Spierling in chersleben zum evangelischen Prediger in Emmeringen er⸗
nannt worden. 1
Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und kommandirende General des 3ten Armee⸗Corps, von Thile II., von Magdeburg. 1 —Der General⸗Major und Commandeur der 2ten Division, von Grabow, von Erfurt.
Der General⸗Major und Commandeur der 1 1ten Kaval⸗ lerie Brigade, von Barner, von Danzig. gereist: Der außerordentliche Gesandte und bevoll⸗ e Minister der Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika
5 Henry Wheaton, nach Paris.
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Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland. vesxiüct
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Rußland und Polenu.
St. Petersburg, 14. April. Auf Allerhoͤchsten Befehl
wird im Mai des naͤchsten Jahres hier in St. Petersburg eine Ausstellung Russischer Fabrikate stattfinden.
Se. Majestaͤt der Kaiser haben mehreren Buraͤtischen
Stauͤmmen der Trans⸗Baikalschen Laͤndereien Fahnen verliehen,
pie denselben am 17. Februar feierlich uͤbergeben und von den
E
Betheiligten mit großem Jubel aufgenommen wurden.
Mehrere Beamte und Aerzte bei der Odessaer Quaran⸗ Haine⸗Anstalt erhielten fuͤr ihre ausgezeichneten Dienstleistungen vbaͤhrend der Pest lebenslaängliche Pensionen und Belohnungen
Geld und Medaillen. Auch erging ein sehr schmeichelhaftes Restript Sr. Majestaͤt des Kaisers an den General⸗Gouverneur on Neu⸗Rußland und Bessarabien, Grafen von Woronzoff.
In dem dem Kaiserlichen Winter⸗Palast gegenuͤber belege⸗ den Gebaͤude des Generalstabes ist eine Abends erleuchtete Uhr ungebracht worden, die den Bewohnern der Stadt als Regu⸗ ator dienen soll.
Auf Veranlassung des Ministeriums des Innern erscheint hier eine „Uebersicht von Russischen alten Gebaͤuden und ande⸗ en vaterlaͤndischen Denkmaͤlern“. Den interessanteren Beschrei⸗ ungen sind lithographirte Plaͤne und Ansichten beigefuͤgt. Die Materialien wurden auf Befehl und fuͤr Rechnung der Regie⸗ ung seit einer Reihe von Jahren gesammelt und in der beson⸗ deren Kanzlei des Kaisers aufbewahrt.
Der beruͤhmte Violinspieler Ole⸗Bul ist im ersten Konzert, welches er in Moskau gab, mit unbeschreiblichem Enthusias⸗ nus aufgenommen worden; er beabsichtigte, noch zwei Konzerte ort zu geben.
168 hem F. vnleE me sia Faämhn 1 s Frankreich. “ a 1916.1
Pairs⸗Kammer. Sitzung vom 16. April. Bei Er⸗ ffnung der heutigen Sitzung hielt der Baron von Barante em kuͤrzlich verstorbenen Marquis von Osmont eine Gedaͤcht⸗ iß⸗Rede. Hierauf nahm die Kammer mehrere Gesetz⸗Entwuͤrfe don oͤrtlichem Interesse an, und beschaͤftigte sich alsdann mit em Gesetz⸗Entwurfe uͤber die Aushebung von 80,000 Mann 2 ea. Klasse von 1837. Da mehrere Redner wuͤnschten, aus⸗ ühr ich ͤber diesen Gegenstand zu sprechen, so ward die Bera⸗ Pun der einzelnen Artikel auf den folgenden Tag verschoben. ⸗ der Sitzung legte der Großsiegelbewahrer drei Ver⸗ nmngen vor, durch welche dem General Voirol, dem Herrn 8 8e und dem Herrn Rossi die große Naturalisation be⸗ AKe sollte. Die Kammer ernannte eine Kommission
sieben Mitgliedern, um diese Verordnungen zu pruͤfen.
2 Debuttrten „Kammer. Sitzung vom 16. April. erathungen uͤber den Gesetz⸗Entwurf in Betreff der Gei⸗
steskr ; 3 2 E ward in der heutigen Sitzung geschlossen und der⸗
ie Pairs⸗Knigen Amendements, die eine neue Zusendung an
Kammer nothw i 202 20
die Kammer, sich erst Gouin zu beschaͤftigen zung, um uͤber einen aͤndischen Meere
F8. benutzte den uͤbrigen Theil der Siz⸗ fahrensed vorwurs 8 Betreff der im . ampfschiffe anzunehmen. ei neegad en der Ftimmkugeln ergab es 2* 8 ban nicht die vwar. 1 zahl von Mitgliedern gegenwaͤrtig gewesen
Sitzung vom 17. Ap
. ril. uffentlichen Tribunen mit 1 Heputirten
Jschauchon leag Se. 7 die . en angefuͤllt, und auch die 8 Freeesss fruͤher und zahlreicher als gewoͤhnlich 9 z⸗Minister, Herr Lacave⸗Laplagne, der seit ragen wegen eines Gichtanfalls das Zimmer huͤten sich auf einem Sessel nach seinem Platze tragen. Pshrh fuͤr unguͤltig erklaͤrte Skrutinium erneuert ntwurf ir, Betreff der Dampfschiffe angenom⸗
Auf den Vorschlag des Praͤsidenten beschloß morgen mit der Proposition des Herrn
gen den Vorschlag des Herrn Gouin. Derselbe bestritt eben so wohl das Recht, als den Nutzen der Renten⸗Reduction und glaubte, daß das Einzige, was man in Bezug auf die Staats⸗ schuld thun koͤnne, darin bestehe, eine Veraͤnderung in den Ge⸗ setzen uͤber den Amortisations⸗Fonds vorzunehmen und zu er⸗ klaͤren, daß man die Rente zu jedem Course zuruͤckkaufen wolle. Die 5proc. Rente wuͤrde dadurch vielleicht auf 133 steigen; aber dies, meinte der Redner, sey eben ein großer Vortheil fuͤr den Staat, indem der National⸗ Reichthum dadurch vermehrt werden wuͤrde und eben dadurch eine neue Erwerbsquelle fuͤr den Gewerbfleiß und Ackerbau er⸗ oͤffnet seyh. — Herr Monier de la Sizeranne erklaͤrte sich faͤr den Vorschlag und gab die Hoffnung zu erkennen, daß, falls derselbe angenommen wuͤrde, das Ministerium sich nicht verleiten lassen wuͤrde, die Pairs⸗Kammer zum Widerstand gegen denselben anzureizen. Nach diesen beiden Rednern, de⸗ nen die Kammer nur eine sehr geringe Aufmerksamkeit schenkte, und nach einem geistreichen Vortrage des Herrn Liadieères (aus dem wir uns einen Aussug vorbehalten), bestieg Herr von Lamartine die Rednerbuͤhne und aͤußerte sich, unter auf⸗ merksamer Stille der Versammlung, im Wesentlichen folgender⸗ maßen:
„Die Kammer erwartet vielleicht, daß ich die Beweggründe wie⸗ derholen werde, die mich schon einmal veranlaßten, das Recht und die Billigkeit einer gezwungenen Reuten⸗Reduction zu bekämpfen. Ich ecrkläre von vorne herein, daß dies nicht der Fall ist, und hoffe, dies werde die Kammer geneigt machen, mir einige Augenblicke zu schenken. Ich behalte mir meine Ueberzeugung als eine ohnmächtige Protestation vor, und will einen Augenblick annehmen, daß ich, in Uebereinstimmung mit der Majorität der Kammer, die Konversion wünschte. Ich werde den Vorschlag an sich, d. h. seinen Geist, seine Zahlen und seine politische Bedeutung, prüfen. Vorher aber erlau⸗ den Sie mir eine einzige Bemerkung: Jedesmal, wenn eine große politische, legislative und finanzielle Maßregel, — und die vorliegende vereinigt diese drei Bedingungen in sich — jedesmal also, sage ich, wenn eine solche Maßregel die Meinungen, die Interessen so lebhaft aufregt und ein Land in solchem Grade leidenschaftlich stimmt, so ist immer u wetten, daß sie voller Zweifel und voller Gefahren ist, und daß sie nicht anzuregen klüger gewesen wäre. Ohne eine absolute Roth⸗ wendigkeit, ohne eben so augenscheiuliche als bedeutende Vortheile, das Eigemhum und den öffentlichen Kredit umzuwälzen, ist ein Schritt, vor dem ein jeder Staatsmann, eine jede Regierung, eine jede Kammer zittern muß. Ich sage mit Ihnen, wenn Sie es wol⸗
jen, daß es billig und gesetzlich ist, die konsolidirten Drittheile, die Ueberbleibsel früberer Staats⸗Baukerotte gewaltsam zu reduziren, daß
es loval ist, den Geist und den Buchstaben früberer Kontrakte zu leugnen, ein Kapital zurückzuzahlen, wéährend bei dem ursprünglichen Gesetze über das große Buch“ nie von einem Kapitale die Rede gewesen ist; aber ist es auch wohl für den Akt einer großen Nation, deren Rechtlichkeit ten muß, wie das Sonnenlicht? Und aus einer solchen Operation mit ganz unbeslecktem Rufe hervorgebe? Nein. Kein Einziger von Ihnen würde in seinen Privat⸗Verbält⸗ nissen das thun, was er seinem Lande jetzt anrätb.“ — Der Redner
ließ sich darauf in eine Beleuchteng der einzelnen Artikel des Gouin⸗ orschlages ein, und fuhr dann folgendermaßen fort: „Hat die Kommission hofsen können, daß sie eine Verwaltung finden würde,
schen
die verblendet und verwegen genug wäre, das Mandat anzunehmen, was man ihr übertragen will? as Ministerium vom 11. Oktober, so stark es auch war, ist vor einem solchen Versuche zurückgebebt. Ich frage den ehrenwerthen Antragsteller, was er selbst thun würde, wenn er auf der Ministerbank säße; ich frage ihn, ob er es wagen würde, seinen Vorschlag in Ausführung zu bringen? sich unter den Mitgliedern der Kommission ein einziges befinde, wel⸗ ches sich ähnliche Bedingungen auferlegen lassen würde? hafte Sensation.) Werfen Sie doch die Augen auf Eunropa! Sind Sie nicht eben erst einer großen Revolution entronnen? Sind die in der politischen Welt durch den Umsturz einer Dvnastie hervorge⸗ brachten Erschütterungen schon ganz wieder beseitigt und besänftigt?
Ich frage die Minister, ob nicht vom Petersburger bis zum Haager
Kabinette und von den kleinen Italiänischen Höfen bis zu dem La⸗ ger des Don Carlos ein Netz dumpfer Feindseligkeiten um das Juii⸗ Frankreich gesponnen ist! Ich frage, ob wir nicht die Freundschaft Preußens hauptsächlich nur den persönlichen Gefinnungen seines ver⸗ ehrten Souverains zu danken haben? Ich frage sie, ob nicht ein
Tag der Empörung in Konstantinopel jener Ficrion des Osmanischen Reiches ein Ende machen und eb dadurch nicht im Osten und im
Westen ein neuer Erbfolgekrieg eröffnet werden würde, der alle Be⸗ ziehungen der Kabinette unter einander verändern könne? Wenn sich bei einem so provisorischen Zustande der Dinge ein Staatsmann in der Kammer befindet, der kühn genug ist, um 6 Monate lang für die Ruhe in Europa einzustehen und unter dieser Bedingung die Regie⸗ rung anzunehmen, so erhebe er sich und übernehme sie. Die Regie⸗ rung gechört ihm, als dem Kühnsten unter den Kühnen.
weiter als das Schicksal und ist verwegener als die Vorsehung. Und
baben Sie es nicht selbst bei Eröffnung dieser Session gesehen? Ha⸗
ben Sie nicht Krieg oder Frieden in Ihren Händen gehbabt, je nach⸗
dem Sie für oder gegen die Intervention in Spauien stimmten? An
welch' schwachen Fäden hing die Entscheidung! Tänschen Sie sich nicht;
Sie haben die Spanische Frage nicht gelöst, sondern deren Lösung
nur hinausgeschoben. Sie wird noch einmal, noch zehnmal wieder⸗ kehren, wiederkehren mit neuen Verwickelungen und mit gebieterischeren Umständen. Und können Sie denn etwa mit größerer Sicherheit Ihre Blicke auf das Inunere des Landes richten? Die Regierung hat sich ohne Zweifel auf dem Gebiete der Interessen der Ordnung befestigt,
aber herrscht in den Ideenu Ordnung, oder Frieden in den Meinungen!
Existirt ein Regierungs⸗Gedanke, um den sich eine so große Anzahl persönlicher Ueberzeugungen gesammelt haben, daß die Kammern, das Land und die Regierung einen übereinstimmenden Weg einschlagen können? Augenscheinlich nicht: die Juli⸗Regierung hat sich bisher nicht zur allmächtigen Repräsentantin eines jener allgemeinen Inter⸗ essen, eines jener Lebens⸗Gedauken zu machen gewußt, die den Re⸗ gierungen Stärke, Einfluß und Dauer sichern. Der Beweis dafür liegt in unserem Herumtasten; wenn man 7 Jabre laug immer unsicher auftritt, so geht daraus hervor, daß der richtige Weg noch nicht gefanden worden ist. Ich beklage diesen unsicheren Zustand eben so sehr als Sie; ich erschüttere niemals, ich unterstütze vlielmehr nach allen meinen Kräften die achtungswerthen und fried⸗ liebenden Männer, die in diesem whenastle auf der Ministerbank sitzen; aber unser guter Wille allein kann die so gewünschte Stabi lität nicht beroverusen. Man sollte beinahe glauben, der parlamen⸗ tarische Boden sey untergraben, und es waͤre das Schicksal Aller,
anständig genug htlich leuch⸗: würde ein Privatmann
Ich frage, ob
(Leb⸗
Er sieht
schon den Keim ihrer Ohnmacht in sich tragen, ein Werk anvertrauen, welches, um auf eine nützliche Weise ausgefüllt zu werden, weunig⸗ stens des Europäischen Friedens und der Stabilität unserer Gewal⸗ ten bedarf. Wenn ich gewagt habe, der Kammer und dem Lande das zu sagen, was ich für Wahrheit balte, so mögen mir zum Schlusse auch die Minister erlauben, daß ich gegen sie aussprech was ich über die Haltung der Regierung bei dieser große Debatte denke. Haben sie wohl darüber nachgedacht, welche Stellung die Regierung bei einer Frage einnehmen muß, die so viele verschi denartige Interessen berührt? Kann eine Regierung, die immer den Willen und den Gedanken des Landes leiten muß, einen solchen Kon⸗-⸗ flikt eintreten lassen, ohne die Hand auf die Frage zu legen und zu sagen: „„Sie gehört mir vor jedem Anderen; mir kommt es zu, die⸗ selbe ins Werk zu setzen, oder zu bekämpfen!““ Ja, die Regierung muß eine Ueberzeugung haben. Wenn ste für die Konversion ist, so unternehme sie dieselbe. Ist sie aber dagegen, so trete sie entschieden auf unsere Seite und stelle sich zwischen die bedrohten Rentiers und die Steuerpflichtigen, die man täuscht. (Lebhafter Beifall.) Im er⸗
steren Falle wird das Ministerium wenigstens die Ehre des Sieges
haben; im zweiten wird es vielleicht besiegt. Aber was ist daran gelegen? Unterliegt man jemals ruhmvoller, als im Kampfe fuͤr das, was man zu vertheidigen beauftragt ist, und fällt man ehrenvoller,
als wenn man mit seinem Körper das Recht und das Vermögen von
200,000 Franzosen und den Kredit und die Rechtlichkeit des Landes
bedeckt? Wenn es aber glaubt, daß eine Regierung ungestraft bei
Seite treten kann, um dem Strome einer öffentlichen Leidenschaft
Platz zu machen, wenn es einem Theile der Nation seinen Schutz
versagt, so bat es den Anschein, als ob es der Rothwenldigkeit ein
feiges Zugeständniß machte. Es würde sich täuschen, wenn es glanbte,
daß es nach Vollziehung der Reductions⸗Maßregel die frühere Ach⸗
tung und die frühere Zuneigung in der Nation wieder gewinnen würde. Verletzte und unbeschützt gelassene Jnteressen haben ein un⸗
versöhnliches Gedächtniß. Der Cevanke einer Drohung liegt mir
fern, aber ich hielt es für meine Pflicht, dem Staatsmanue, der in
diesem Augenblicke an der Spitze der Regierung steht, meine Besorg⸗
nisse nicht zu verhehlen. Ich ebre seinen Patriotismus und seine
persönliche Uneigennützigkeit zu sehr, als daß ich nicht wüßte, daß er
bei seiner Verwaltung weniger noch auf heute, als auf morgen be⸗
dacht ist. Nicht seine Verlegenheiten kümmern ihn so, als die seiner
Nachfolger und das Schicksal der Regierung, welche er seinem Lande
dermaleinst zurückläßt.“
Nach diesem Vortrage, der bei einem großen Theile der Versammlung lebhaften Beifall fand, verlangten viele Stim⸗ men die Verschiebung der Debatte auf morgen, und der Prä⸗ sident sah sich genoͤthigt, die Sitzung schon um 4 ½¼ Uhr auß zuheben.
Paris, 18. April. Es wird jetzt wieder von vielen Sei⸗ ten her versichert, daß der Herzog von Fezensac in wenigen Tagen nach Madrid abgehen wird.
Das Journal ha Presse findet sich durch die (gestern er⸗ waͤhnten) Geruͤchte heute zu folgender Erklaͤrung veranlaßt: „Einige Journale wiederholen die Geruͤchte, denen zufolge Herr von Lamartine als Minister der geistlichen Angelegenheiten be⸗ zeichnet wird. Es ist allerdings nicht zweifelhaft, daß das schoͤne Talent und der edle Charakter des Herrn von Lamartine ihm in einer nicht entfernten Zukunft die ehrenvollsten Posten im Staate sichere; aber wir glauben uns nicht zu taͤuschen, wenn wir er⸗ klaären, daß die in Rede stehenden Geruͤchte durchaus unge⸗ gruͤndet sind.“
Durch eine Koͤnigliche Verordnung vom 17ten d. werden die Wahl⸗Kollegien von Arras und von Laigle auf den 12ten kuͤnstigen Monats zusammenberufen, um an die Stelle der ver⸗ storbenen Herren Harlé Vater und Valacé neue Deputirte zu waͤhlen. 8
Es wird von den Oppositions⸗Blaͤttern nicht unbemerkt ge⸗ lassen, daß Herr Odilon Barrot zum erstenmal zum Praäͤsiden⸗ ten eines Buͤreaus ernannt worden ist; wie denn uͤberhaupt die letzten Ernennungen als besonders unguͤnstig fuͤr das Ministe⸗ rium bezeichnet werden, indem von den neun Buͤreaus fuͤnf dem linken Centrum und der linken Seite angehoͤren. G
Ueber die militairischen Operationen in Konstantine be⸗ richtet ein Schreiben von dorther in folgender Weise: „Am 28. Maͤrz um 6 Uhr Abends brachen wir mit einem Detasche⸗ ment von 160 Jaͤgern des dritten Regiments und 120 Spahis von Konstantine auf. Das Kommando stand unter den Befeh⸗ len des Capitain Marion. Die mobile Kolonne, zu der unser Detaschement gehoͤrte, war schon zwei Stunden fruͤher aufge⸗ brochen, sie ward von dem Bataillons⸗Chef der Afrikanischen Scharfschuͤtzen, Paté, befehligt. Diese Kolonne bestand aus 4 Compagnieen Grenadieren, ½ Compagnieen Voltigeuren des 26sten und 6lsten Linien-Regiments, 2 Compagnieen Scharf⸗ schuͤtzen, 2 Compagnieen des 3ten Afrikanischen Bataillons, 2 Compagnieen Tuͤrken und 2 Gebirgs⸗Haubitzen; ein Train De.8 taschement, das das noͤthige Fuhrwerk zum Transport der Ver⸗ wundeten mit sich fuͤhrte, folgte. Wir zaͤhlten im Ganzen 850 Mann. Zwei Meilen von der Stadt stießen wir zu unserer mobilen Kolonne und setzten nun vereinigt unsern Marsch bis 2 Uhr Morgens fort. Dieser war langsam und beschwerlich, denn das Wetter war fuͤrchterlich und die Nacht stockfinster. Die Fackeln, welche jedem Zuge vorgetragen wurden, verlöoͤsch 8 ten oͤfters durch die Heftigkeit des Sturmes. In slchen Augenblicken waͤre das Weiterruͤcken eine voͤllige Unmoͤg⸗ lichkeit geworden, wenn nicht starke Blitze die Wolken decke zerrissen und die Straße erhellt haͤtten. Endlich, gegen 1 Uhr, brach das Ungewitter los, der Regen und der Hagel 1 schlugen mit Macht nieder und die Bergschluchten schwollen zu reißenden Stroͤmungen an, die unser Vordringen noch mehr verzoͤgerten. Wäͤhrend unseres Marsches waren 3 bis 400 be. rittene Araber von den uns unterworfenen Staͤmmen zu une gestoßen und bildeten unsere Avantgarde, die unter die Befedle des Kadi von Smelas gestellt ward. Um 2 Uhr Morgens, als der Kommandant Pate sah, daß die Infanterie das Ziel nicht vor Tagesanbruch erreichen wuͤrde, befahl er, daß die Kavalle⸗ rie sich vorauf begeben solle. Diese benutzte jede nur eintgermaßen gute Wegstrecke, sich in Trab zu setzen, um die verlorene Zeit wieder zu gewinnen und vor Tagesanbruch dei dem aufruͤdre