Um 5 ½ Uhr klärte sich das Wet⸗ gemacht, und der Kommandant ruͤnes Blatt an dem Turban zu efechte erkennen koͤnne; zugleich l in Kenntniß ge⸗ ir befanden uns brach an; nur
rischen Stamm anzulangen. ter etwas auf; es wurde Halt befahl den Eingeborenen, ein g befestigen, damit man sie im G wurden die Scharfschuͤtzen von dieser Maßrege setzt, um jedem Mißgriff vorzubeugen. nur eine Meile von dem ersten Douar; Verzug und der Zweck der ganzen Expedition ware Unterdessen trafen die Araber Anstalten, ihre Pferde wieder zu bemerkten Unentschlossenheit in ihren Reihen.
tenant Ben Ouani be tain, und berichtete, Infanterie marschiren. Chefs kommen, und sagte zu ihnen: „„ sie sind unentschlossen. gleich in Bewegung setzten, ihre Leichname uns einen bahnen wuͤrden.““ Zugl sein Detaschement sich ausbreiten 1 dem Söbel in der Hand, Feuer.
Einfluß auf die Handlungsweise der Araber, sie ritten ohne Zoͤgern uns voran. en Spahis und eine est war im Tentrum oder sie wurden die wir durch hatten, setzten wir uns chlafe uͤber⸗
der geringste verfehlt w
mer keine besteigen,
Der Unter⸗Lieu⸗ ab sich zu dem kommandirenden Capi⸗ haͤtten Furcht und wuͤrden nicht ohne Dieser ließ augenblicklich saͤmmtliche Eure Leute fuͤrchten sich, Sagt ihnen, daß, wenn sie sich nicht wir sie niederschießen, und uͤber Weg zu dem feindlichen Stamme ich hatte der Befehlshaber der Jaͤger assen und kommandirte, mit Dieses Manoͤver hatte mehr als alle Bered⸗
samkeit ihrer Chefs, beiden Fluͤgel waren durch zwei Abtheilu eilung Jäaͤger verstaͤrkt worden, der eilt; sie mußten also weiter marschiren, niedergesaͤbelt. Um die Zeit wieder einzubringen, die Unentschlossenheit der Araber verloren in Galopp; die erste Nur die ent werfen und zu entfliehen; si⸗ sich hin. Der Flaͤchenraum, ausgedehnt; er bestand au Douaren abgetheilt waren, daß wir ihn mit unserer geringen Sechzig Douaren,
n Douaren wurden noch im fernteren hatten Zeit, sich aufs Pferd zu e trieben ihre zahlreichen Heerden vor den dieser Stamm einnahm, war sehr s 3000 Zelten, die wieder in 500 und war viel zu weitlaͤuftig, als Mannschaft haͤtten einschlie⸗ die in einem Kreise von zwei wurden von Grund aus zerstoͤrt, nicht ohne von ern derselben wuͤthend vertheidigt worden d die Weiber die abgeschossenen Gewehre luden, sich die Maͤnner mit Keulen und Steinen. 200 Todte und Verwundete zuruͤck; wir zaͤhlen sind erschossen und mehreie un⸗ erden von Kameelen, Rind⸗ Um 10 Uhr
ßen koͤnnen.
Meilen lagen, den Bewohn denn waͤhren vertheidigten Feind ließ
19 Verwundete, zwei Pferde brauchbar geworden; zahlreiche He ammel sind in unsere Haͤnde gefallen. andant die ganze Mannschaft wieder ten in aller Stille zuruͤck, um uns Diese war nach indernisse, unkte an⸗ onnen hatten; dieser Den Rest des Tages Am Morgen des 2. April setz⸗ ung, um nach hefs des Stam⸗
vieh und Korgens hatte der Komm versammelt, und wir kehr wieder mit unserer Infanterie einem der beschwerlichsten Maͤr welche sie zu uͤberwinden hatte, um 9 Uhr gelangt, ven wo aus wir den Angriff beg and sich 16 Meilen von Konstantine. verhielten wir uns ruhig. ien wir uns mit Tages⸗Anbruch in Bewe ukehren; die bedeutendsten die sich unterworfen hatten, fuͤhrten Am 5ten sind die Chefs der Aractas, Provinz, angelangt, um ihre
u vereinigen. e und trotz aller
Konstantine zuruͤckz
mes und einen Marabout,
wir mit uns hinweg.
eines der staͤrksten Staͤmme der Unterwerfung anzuzeigen. Trotz der Furcht, welche die Partei⸗ r Achmet Bey's in den Staͤmmen zu verbreiten suchen, sich unsere Herrschaft in der Provinz taͤgli Ruͤckkehr nach Konstantine war eine solcher Lebensmittel angekommen, die wir uns an Ort und Stelle nicht verschaffen konnten; unsere Magazine sind jetzt auf ere Zeit wohl versorgt.“
8 Bei einem gestern stattgehabten Jagdrennen w pei mehreren Rennen ruͤhmlich genannte
von einem zu Pferde anwesenden Zuschauer, kenen Zustande schien, Pferde, sondern auch d todt zu Beden fielen.
ch weiter aus.
Bei unserer große Zufuhr
ard die schon Stute „Esmeralda“ der in einem trun⸗ so heftig angerannt, daß nicht allein beide er Reiter des fremden Pferdes sogleich Der die „Esmeralda“ reitende Jokey zer leichten Verletzung davon gekommen.
Charte von 1830 erkläͤrt sich fuͤr ermaͤchtigt, dem in Umlauf gesetzten Geruͤchte, daß der bei dem Ankauf des Journals „le auf das bestimmteste öraf von E heimlich aus Lille entfernt hatte, ist in
ist mit ein
erzog von Orleans mit Nessager“ betheiligt sey, u widersprechen.
spagne, der sich, wie bereits gemeldet, Metz wieder ergriffen
Constituhionnel enthaͤlt folgendes Schreiben aus rono vom 9. April: „FIriarte hat den Karlisten unter Straße nach Madrid versperrt; die Kavallerie der ein feindliches Corps aus San Adefonso vertrie⸗ st nach Medina Celi zuruͤckgegangen. Zariategui wollte von San Leonardo nach Segovia marschiren, um dem aͤrkung zuzufuͤhren, allein die Catalo⸗ n sich, zu marschiren. — Eine Bri⸗ Division hat Osma besetzt, um alle der Junta von San Leonardo und den Aragonien und der Sierra de Albaracin Martin Zurbano hat Vitoria mit 600 In⸗ ssen, und ein von Tolosa nach berfallen. — Don Carlos ist e Truppen inspicirt hat, nach
Negri die Koͤnigin hat
Grafen Negri eine Verst nischen Rekruten weigerte de von van Bueren'’s Verbindung zwischen Karlisten von U abzuschneiden. — fanteristen und 50 Pferden verla . ada bestimmtes Convoi uͤ
Penñacerr aus dem Mena⸗Thale, wo er di Esstella zuruͤckgekehrt.“ Ein Schreiben von der 12. April meldet, daß der kanntlich durch einen Hufschlag seines Pfer a angekommen sey. sind in das Roncal⸗Thal marschirt.
Großbritanien und Irland.
Wir haben gestern des von einem d“) mitgetheilten Geruͤchtes er⸗ Spring Rice als Kanzler der Schatzkammer Gegen diesen Minister position gerichtet, weil blicke eben eine schwache Seite darbie⸗ Nr. 102 der St. Ztg.) angefuͤhrt, so wie in dem abgelaufenen Jahre nder Ausfall in den Staats⸗Ein⸗ hat der Minister auf die von H Frage die H sse in Kanada als die⸗ den finanziellen Aus⸗ Gleichwohl uͤberlegenen Staats⸗
Navarresischen Graͤnze vom Brigadier Tarragual, welcher be⸗ des verletzt wurde,
Die mit ihm zuruͤckgekehrten
gondon, 17. April. Tory⸗Blatte (de daß Herr Minister) resigniren werde. sind jetzt vornehmlich d
er ihr in diesem Augen tet. Wir haben bereits (in daß sich im letzten Quartale, uͤberhaupt, ein sehr bedeute nahmen ergeben hat. Zwar ume im Parlament an ihn gerichtete risis in Nord⸗Amerika und die Ereigni bezeichnet,
m „Standar
Angriffe der Op
Momente fall vollkommen
sind die Tories, haushalts⸗ Kenntnisse, den Whigs gegenuͤber, Gut gethan, gar nicht g Minister diesen Ausfall so rüͤhig durchgeh ihrer Organe, der „Morning Herald“, hat bereits auf die Noth⸗
auf ihre
em Finanz⸗
esonnen, d en zu lassen. Ja, eines
*U
wendigkeit hingewiesen, dem Kanzler der Schatzkammer einen anderen Controlleur, als Herrn Joseph Hume, im Unterhause zu bestellen. Warum treten nicht, fragt das genannte Blatt, so gewiegte Finanzmänner, wie Herr Goulbourn und Herr Herries, auf, wenn es zu beweisen gilt, daß die Whigs nichts von der Finanz⸗Wirthschaft verstehen? Herr Hume hat sich durch sein jetztes entscheidendes Voium in Bezug auf die Kosten der Durhamschen Mission bei den Gegnern des Mini⸗ steriums in solchen Mißkredit gebracht, daß sie selbst sein Ein⸗ maleins nicht mehr fuͤr richtig anerkennen wollen. Sie sind gesonnen, nach den Oster⸗Ferien selber Pis giner 3g arjchmeesgeger Batterie ins Feld zu ruͤcken, und in der Freude des Sieges, den sie sich davon versprechen, verkuͤnden einige Tory⸗Blaͤtter bereits, daß sich Herr Spring Rice vom Amte ganz zuruͤckziehen wolle. Einige gehen sogar so weit, diesen Entschluß auch dadurch zu motiviren, daß die Koͤnigin uͤber ihren Finanz⸗Minister sehr ungehalten sey, weil er die Kosten der bevorstehenden Kroͤnung so niedrig oder, wie sie es nennen, „knauferig“ angeschlagen habe. Inzwischen haben die ministeriellen Blaͤtter hierauf bereits geantwortet. Die „Morning Chronicle“ versichert, die Koͤnigin habe nicht bloß nichts dagegen, daß die Kosten ihrer Kroͤnung nur den zehnten Theil desjenigen betragen, was die Tories bei der Kroͤnung Georg's IV. verausgabten, sondern es entspreche sogar ihrem beschei⸗ denen Sinne und der einfachen Erziehung, die sie durch ihre wuͤr⸗ dige Mutter erhalten, ganz vollkommen, wenn dem Lande durch die Einrichtungen bei der Kroͤnung eine Million Thaler erspart wuͤrden. Diese Einrichtungen hatten die Whigs uͤbrigens auch schon bei der Kroͤnung Wilhelm's IV. mit dessen Genehmigung getroffen, und ihre Organe behaupten nun, daß es hauptsaͤchlich diese po⸗ pulaire Maßregel und nicht der Ausfall in der Staats⸗Ein⸗ nahme sey, was die Tories gegen den Finanz⸗Minister so in Harnisch gebracht habe. An ein Ausscheiden desselben, wie ver⸗ kuͤndet worden, sey 2968 auch gar nicht zu denken.
Die gestrige Hof⸗Zeitung enthaͤlt die offizielle Anzeige von der Ernennung des Herrn J. Duncan Bligh, bisherigen Gesandten am Schwedischen Hofe, zum außerordentlichen Ge⸗ sandten und bevollmaͤchtigten Minister bei Sr. Majestaͤt dem Koͤnige von Hannover, des Sir Thomas Cartwright, bisheri⸗ gen Gesandten beim Deutschen Bundestage, zum außerordent⸗ lichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister bei Sr. Maje⸗ staͤt dem Koͤnige von Schweden, und des Herrn Henry For, bisherigen Gesandtschafts⸗Secretairs in Wien, zum bevollmaͤch⸗ tigten Minister beim Deutschen Bundestage.
Es heißt, der ⸗katholische Pair Lord Petre werde bei der Kroͤnung zum Grafen von Derwentwater erhoben werden. Auch ist von der Pair⸗Creirung der Herren J. Marshall und Beilby Thompson die Rede. Ersterer soll den Titel Lord Hal⸗ steads erhalten. Graf von Charleville ist zum Irlaͤndischen Re⸗ praͤsentativ⸗Pair gewaͤhlt worden.
Im Londoner Gemeinde⸗Rath haben sich auch einige Stim⸗ men gegen das Unterbleiben des Kroͤnungs⸗Schmauses verneh⸗ men lassen; Alderman Copeland unter Anderen wollte, daß man dies Diner auf Kosten der Stadt veranstalten moͤchte, wenn die Regierung die Ausgaben dafuͤr scheue; er selbst machte sich 1 auf der Stelle 500 Pfd. zu diesem Zweck zu sub⸗
ribiren.
Lord Brougham soll oͤffentlich erklaͤrt haben, der Herzog von Cambridge werde in kurzer Zeit den Ober⸗Befehl uͤber die Britische Armee uͤbernehmen.
Herr O Connell ist am Sonnabend in Dublin angelangt und hat gleich nach seiner Ankunft wieder Anstalten zu Volks⸗ Versammlungen getroffen, in denen waͤhrend der Osterferien die jetzt dem Parlamente vorliegenden Irlaͤndischen Maßregeln dis⸗ kutirt werden sollten.
Die reitende Neomanry von Großbritanien besteht jetzt aus 18,144 Mann mit 1114 Offizieren; sie kostet jaͤhrlich etwas uͤber 100,000 Pfund. Bekanntlich ist in der letzten Zeit im Parla⸗ mente oͤfters von den Tories daruͤber Klage gefuͤhrt worden, daß die Minister diese Landes⸗Miliz aufloͤsen wollten; man ver⸗ nimmt nun, daß dies nur in denjenigen Grafschaften geschehen solle, wo Linien⸗Truppen stehen.
Die Herzoͤge von Palmella und von Terceira, der Mar⸗ quis von Saldanha und alle anderen Fluͤchtlinge, die bei der letzten Chartistischen Insurrection in Portugal betheiligt waren, werden in Folge der allgemeinen Amnestie wahrscheinlich in ihr Vaterland zuruͤckkehren; Koͤnig Ferdinand soll besonders wuͤn⸗ schen, die beiden Herzoͤge wieder in Lissabon zu sehen. —
Sobald Herr Babington Macaulay von Ostindien wieder hier eintrifft, will, wie verlautet, zu seinen Gunsten Herr Bai⸗ nes auf seinen Parlamentsschz fuͤr Leeds verzichten, den er nur uͤbernommen haben soll, um ihn fuͤr seinen Freund aufzube⸗ wahren. hran. Mittwoch hat der durch seine Bemuͤhungen um die Ver⸗ breitung des Christenthums auf den Suͤdsee⸗Inseln bekannte Mis⸗ sionair John Williams eine neue Reise nach den noch undurchforsch⸗ ten Inseln jener Weltgegend angetreten. Mehrere andere Missio⸗ naire begleiten ihn auf dieser Expedition. Herr Williams war vor etwa drei Jahren aus der Suͤdsee zuruͤckgekehrt, wo er 15 bis 16 Jahre zugebracht hatte. Seine jetzige Fahrt macht er auf dem „Camden“. Mehrere reiche Edelleute Großbritaniens haben ihm Unterstuͤtzungen zufließen lassen, unter Anderen der Graf Fitzwilliam 300 und der Herzog von Devonshire 150 Pfd. Auch die Corporation der Londoner City hat 500 Pfd. zu dem Unternehmen beigesteuert. —
Der Walzer⸗Komponist Strauß hat gestern hier sein erstes Konzert gegeben, und seine Compositionen, so wie ihre Ausfuͤh⸗ rung durch sein Orchester, finden in den hiesigen Blaͤttern glei⸗ ches Lob, wie fruͤher in Frankreich und 7 ord⸗Amerika.
Zu Toronto in Ober⸗Kanada hatte, beim Abgang der letzten Nachrichten von dort, das Verhoͤr der gefangen genom⸗ menen Aufruͤhrer begonnen. Sutherland soll in seinem Gefaͤng⸗ nisse den Versuch gemacht haben, sich ums Leben zu bringen. Fuͤr die Mission zweier Abgeordneten nach England hatte das Versammlungshaus eine Summe von 2000 Pfd. votirt. Man zweifelte nicht, daß das Oberhaus und der Gouverneur diese Sendung genehmigen wuͤrden. Drei Banken von Ober⸗Kanada hatten am ten v. M. die Erlaubniß erhalten, ihre ee lungen einzustellen und dreimal so viel Papiergeld auszugeben, als ihr Kapital betraͤgt. Man glaubte, daß sie in Folge dieser Erlaubniß ihre Circulation von 98,000 auf 1,500,000 Pfd. er⸗ hoͤhen wuͤrden. —
Der Haupt⸗Anstifter der Kanadischen Rebellion, Louis Papineau, soll sich jetzt in Albany im Staate New⸗York auf⸗ halten und in der letzten Zeit 9F— mit dem Gouver⸗ neur dieses Staats und mit anderen Beamten der Vereinigten Staaten im Briefwechsel gestanden haben. Man sagt, er gehe mit neuen Plänen zur Insurgirung Kanada's um, glaubt aber nicht, daß ihm die Ausfuͤhrung gelingen wird.
Die Morning Chronicle will in dem Handels⸗Cirku⸗
lar, welches in Montreal erlassen worden (s. den Art. London!
Auf je 000 Seelen jenes Halb⸗Kan⸗ Mirglied des Verfassungs⸗Rathes zu wäaͤhlen.
It alien.
Im Widerspruche mit der gestern nach ebenen Nachricht, daß die Herzogin gnon erkrankt und da⸗ t ein Korrespondent der All⸗ 9. April Abends erfolgte An⸗
im vorgestr. Bl. der St. 3.), nur eine gehaͤssige A dortigen Loyalisten erblicken, unter denen, welche mit in Handeis⸗Verbindungen stehen, Furcht zu verbreiten. nadt
Auch in Neu⸗Suͤd⸗Wales geht man schon da eine Eisenbahn anzulegen; sie soll sich von Sydney Englische Meilen fuͤdwestlich bis nach der am Mor Fluß gelegenen Orte Yaß erstrecken, in gerader Port Philipp hin. Diese letztere Niederlassung wird, de nehmen nach, binnen kurzem eine abgesonderte Ko 9 waltung unter einem Unter⸗Gouverneur erhalten, wobei der Gouverneur von Neu⸗Suͤd⸗Wales die Kontrolle uü selbe fuͤhren soll. 1
Belgien
Bruͤssel, 10. April. Se. Majestaͤt der Köͤnig haben
den Grafen Lehon in einer besonderen Von dem bereits erwaͤhnten „Sendschreiben ge⸗ van Bommel“ ist in Luͤttich jetzt die dritte Auflage e
Deutschland.
Fuͤr die Prinzen des Kur Hauses sind zum Landtage bevollmaͤchtigt: Von dem l Herr Hof⸗Marschall von Buttlar; dem Landgrafen von Hessen⸗Philippsthal: Herr Obetst, — von dem Landgrafen von Philippsthal⸗Barchfeld: Herr Ober⸗Forstmeister von stein. — Fuͤr die Standesherren: Von dem Herrn Gra Isenburg⸗Waͤchtersbach: Herr H.
Der staͤndige Ausschuß ist bereits mit der vorlaͤu fung der Legitimationen beschaͤftigt; die beschlußfaͤhige diesen Morgen (I9ten) noch nicht anwesend.
— — Dresden, 20. April. der Saͤchsischen Graͤnze bei Stolpen gelegenen Boͤhmif Stadt Schluckenau ist am l3ten d. M. fruͤh gegen 4 Uh dem Hause eines Baͤckers Feuer ausgebrochen, welches bei eiten heftigen Sturmwinde, aller angewandten Muͤhe un heftig um sich gegriffen hat, daß dadurch innerhalb den 160 Haͤuser und 27 Scheunen, darunter die bedeutendseg Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Gebaͤude, eingeaͤschert worden sin chule und die Vorstäͤdte sind verschont e blieben, und gegen 400 Familien — darunter viel arme Wehg — dadurch obdachlos geworden.
Das vor einiger Zeit gegen die Theilnehmer an der nih iger Burschenschaft von dem Koͤnigl. Appellationsgericht g
eipzig ergangene kondemnatorische Erkenntniß ist mittelst andn⸗ weiten Erkenntnisses des hiesigen Ober⸗Appellationsgerichts h geaͤndert worden.
Muͤnchen, 18. April.
s exlassen. mmer ein
, 10. April. chen Blaͤttern gegeb rd von Sachsen⸗Weimar in Av ckgeblieben sey, melde n Zeitung die am Herzogin in Rem.
Ztg.) Am lsten hatte der 1 Hofe, Mensignoxe Fabio Erzbischof von Tarso, die Ehre, von Sr. Ma⸗ oͤffentlicher Audienz in Gegenwart der Koͤ⸗ diplomatischen Corps und des ganzen n zu werden und seine Beglaubigungsschrei⸗ Nachher wurde der Nuncius Ihrer Maje⸗ uiter vorgestellt.
Herr Abro, in Diensten des Pascha's von nach mehrmonatlichem Aufenthalte hier mit seinem folge nach Rom gereist, wo er
Neapel, 7. April. e Pzpstliche ria Asquini, E. dem Koͤnige in Familie, des staates empfange zu Abergeben.
Koͤnigin M
üeg— Nuncius am hiesigen
Audienz empfang
Kassel, 19. Apvril. 9 den Oster⸗Feierlichkei⸗ Er hat es wohl zunaͤchst seinem schoͤnen daß er in alle Gesellschaften gebeten wird. si binnen 12 bis 14 Monaten die Eisen⸗ Gange seyn und diese Strecke
Friedrich zu Gottorp: beiwohnen üͤme zu verdanken, Wie verlautet, dir aabn von hier nach Portici im sinuten zuruͤckgelegt werden.
Dampfschifffahrt mit Sicilien und Malta wie⸗ Reisenden außerordentlich leb⸗ Schiff hat Hunderte von Passagieren an Bord, die Das letzte von Malta angekommene Dampf⸗ Nachricht mit, daß Herr Dr. Bowring anfangs hat, um uͤber Syrien, Wien nach Italien zuruͤckzukehren, wobei er auch un⸗ besuchen wird. Sein aͤltester Sohn, der die Reise t ihm gemacht hat, wird direkt uͤber Malta nen und soll, wie es heißt, in ein hiesiges Hand⸗
18 Spanien. 7 7C
Die Breslauer Zeitung theilt nachstehendes Opera⸗ Karlistischen Armee vom 15. bis zum 24. „Die Vereinigung der feindlichen Streit⸗ Ebro⸗Linie erlaubte uns nicht, uͤber den Fluß zu General Guergué nahm also zu einer Kriegslist seine die den besten Erfolg hatte und den General Espar⸗ Guergué naͤmlich zog die Aufmerk⸗ samkeit des Feindes auf die Mitte seiner Linie, indem er that, als wolle er Viana besetzen, eine Stadt, die eine kleine Stunde Espartero, der sich in dieser Stadt mit einem Theile seiner Truppen befand und glaubte, daß er die Blokade von Viana zu verhin⸗ Nena (d. h. von Villarcajo) entbloͤßen, ndem er die Mehrzahl der Bataillone, die sich diesseits befanden, an hzog. Demzufolge setzte General Guergusé, der den Feind in die Falle gehen sah, sich ale bald aus der Umgegend von Viana mit der Ca⸗ lignischen Abtheilung des Generals Zavala in Beweguung und ge⸗ langte in Eilmaͤrschen in das Thal Mena, wo schon seit eini⸗ een Tagen der Graf Negri mit der Division des Marquis Hoveda, der in der Affaire bei Balmaseda gefallen war, stand. Diese beiden Divisionen bilden jetzt nur eine unter dem Be⸗ hl des Grafen Negri, mit welcher man das neu gebildete 8te astilianische Bataillon vereinigte.) Diese Expedition ist nach Estre⸗ adura bestimmt und soll sich mit Don Basilio verbinden. — 5. Maͤrz. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, setzte ch das Heer in Bewegung, unterstuͤtzt durch mehrere Alavische d Biscayische Bataillone; General Guergus befand sich an der Spitze desselben. Der Feind, welcher den wichtigen Punkt Soncillo ait doder 6 Bataillonen behauptete, wurde angegriffen und, im guͤcken durch den tapfern Castor bedroht, dadurch gezwungen, ihn nverlassen, nachdem er einige Todte und Gefangene verloren hatte. Das Heer zog weiter und wandte sich nach Reynosa, ohne auf inen Feind zu stoßen. — 16. Maͤrz. Narsch unseres Heeres erfuhr, marschirte rvon Logroño auf Burgos zu, aber der Graf Negri hatte schon einige Tage Vor⸗ prung gewonnen. — 17. Maͤrz. stella an, nachdem er mehr als 35 Leguas in 48 Stunden ge⸗ acht hatte, um sich uͤber neue Operationen zu berathen. — §. und 19. Maͤrz. Nechts Neues. General Guergué bleibt ier, indem er unseren Truppen aus Alava und Biscaya Zeit aßt, sich in der Umgegend von Viana zu konzentriren. Ge⸗ eral Tarragual behauptet fortwaͤhrend Ober⸗Aragonien, indem r die Urbanos dieser Provinz entwaffnete. — 20. Maͤrz. ach der Ankunft obengenannter Truppen setzte sich das Bela⸗ Geschuͤtz aus der Umgegend von Estella nach Viana dessen Besitznahme beschlossen war) in Bewegung, um einen Theil artero's zum Ruͤckzuge zu noͤthigen. — 21. und e Vistan iter und der viele Schnee hinder⸗ E okade von Viana zu beginnen, wo sich General Guer⸗ zue mit dem Kommandanten und Ingenieur⸗General Sllvestre it dem 20sten befanden. — 23. Mäarz. hen Geschntz Fort der Stadt.
nant von Ochs hierselbst;
Hauptmann Baͤhr hiersehi Seitdem die
bder eroͤffnet, ist der Verkehr von und gehen. iff brachte die xandrien verlassen
In der drei Stunde
hierher kom lungshaus treten. 8
Nur die Kirche,
sons⸗Journal der Maͤrz d. J. m
kommen taͤuschte.
— er Staatsrath und Regierung 88. 8 Praͤsident Graf Karl von Seinsheim wird, wie man vernimm naͤchstens eine Reise nach Paris antreten. . Der Staatsrath von Schilcher ist auf sein wiederheltg eines Staatsrathes im wordentichen Dienste enthoben worden, und zwar „mit dem Bedauem (r Majestaͤt, einen so rechtschaffenen und tuͤchtigen Geschaftiman in Erwaͤgung der vorgelegten Gruͤnde entlassen zu muͤssen. har von Schilcher bleibt Praͤsident des obersten Rechnupzsse und ist zum Staatsrath im außerordentlichen Dienste maan
rg, 17. April. (Karlsr. Ztg.) Gestern ha ofrath Puchelt das Prorektorat hiesiger le aͤnden seines Vorgaͤngers, Geheimen Die Aussichten fuͤr die Frequenz des Sommers sind guͤnstig, da schon eine Anzahl von Ankönnig gen aus Goͤttingen eingetroffen i — — Frankfurt a. M., 19. April. Herr Graf von Muͤnch⸗Bellinghausen, ig en acht Tagen aus Wien zuruͤckerwartet. Geschaͤftstraͤger bei hig Scherff, ist bereits vor t Man glaubt, und daß er demnits ndischen Regierung hmenden Unterhan Angelegenheit hierher in der Natur dieser daß sie kein sehr schnelles Resultat eng
t es trotz der sie wenig c reilich erfreut sich der de eit, dagegen vih Seit dem Iütent l unsers Meßhanc
von Logrono entfernt liegt. Ansuchen seiner Stelle icht genug Kraͤfte haͤtte, dern, ließ die Lini
Heidelbe nahm Geheime versitaͤt aus den H Mittermaier.
Der Bundet 0
sidial⸗Gesandte, nun in den erst
Der Koͤnigl. Niederlaͤndische freien Stadt, Legations⸗Rath von Tagen von hier nach dem Haag abgereist. seine Reise auch politischer Tendenz sey, mit Eroͤffnungen der Koͤnigl. Niederlaͤ Bezug auf die am Bunde wied lungen in der Luxemburg⸗Limburger Es duͤrfte üͤbrigens
er aufzune Espartero, der den ruͤckkehren werde. terhandlungen liegen, len werden.
Mit den Meß⸗Geschaͤften geh guͤnstigenden Witterung leidlich. tailhandel noch keiner sehr großen Lebhaftigk im Großhandel immer noch viel umgesetzt hat der Lederhandel, ein
General Guergue kam in
bedeutender Th Von Sohlleder kamen sehr ansehnliche wieder auf den Platz; der Preis, der e richtet sich besonders nach der Guͤte der durch den strengen Winter auch gelitten hat. konnten wesentlich hoͤhere Preise bedungen werden, im Verhaͤltniß sehr wenig zur Messe g den Fabrikanten an Kalbhaͤuten gefehlt. es, daß auf der diesmaligen Oster⸗Messe renhaͤndler wieder mehr ihre Rechnung fa Absatz ziemlich zufrieden sind.
Unsere diesmalige Fruͤhjahrs- Blumen⸗ und stellung wurde heute Nachmittag eroͤffnet und Witterung, welche mehr dem Winter als dem richtern befand sich auch der nach S Oesterreichische Feldmarschall⸗Lieutenant, welcher bei Veranlassung der seines Souverains, des Kaisers Mittagsstunden in dem Lokal de Ausstellung ein glaͤnzendes Dejeuner geg Hundert Personen der Auch Ihre Koͤnigl. Hessen⸗Homburg und Ihre Durch uise von Nassau beehrten da Schon fruͤher war es bekannt 9 daß bei dieser Gelegenheit auch eine Kollekte zum B Pesther stattfinden werde. zen⸗ Ausstellung ist trotzde vorausgegangen, wieder se ausgestellten bluͤhenden Gewaͤchse, seltene, bedeutend. 1
begonnen.
uͤr Oberleohe F ber Kolonnen Esp
ebracht wurde. 2. Maͤrz. Das schlechte Bemerkenswert die Englischen Poh
nden und mit ihrmn
Pflanzen n
zwar bei eineh Fruͤhling ähach
Das Feuer des gro— es begann um 6 Uhr Morgens gegen das aͤußere ebe neds. Als das Feuer des Feindes nachließ, erblickte —₰ z vor 2 nbruch der Nacht die Bresche, die uns einen ptmann (der verwundet und in den Laufgraͤben zum Ge⸗ irde), zwei todte und mehrere verwundete „In derselben Stunde ruͤckte eine feindliche spartero's in Logrono ein, die den Platz entsetzen sollte. g (erfuhr man) hatte Espartero sich vorgenom⸗ ltion des Grafen Regri zu verfolgen, waͤhrend Gene⸗ as in dieser Provinz befindliche Heer anfuͤhren sollte. — General Guergus, der seinen Zweck, einen Theil der onne zum Roͤckzuge zu noͤthigen, erreicht hatte, hob llagerung auf, und wendete sich in Eilmaͤrschen ersichert, er wolle Portugalete belagern. erino begleitet den Grafen soll er sich von ihm mit einer Schwa⸗ zu durchstreichen, und die zu ziehen. — Die Deser⸗ ge in den feindlichen Reihen, in Kavallerie uͤberhand. Man hat neu⸗ das in kurzem unaufhoͤrlich daran, be⸗ a zu organisiren, die von
angenen gemacht w
Unter den Preis Ooldaten kostete
versetzte Kaiserl. herr * .22 ene urtsfeier — ie E
Majestät, in 8— aergnwedit⸗ sigen Kreise emn
heren hie 1 oheit die verwittwete ra
eindlichen K loͤtzlich die B ach Biscaya.
Bemerkungen. der Folge aber bron trennen — 8 Aufmertsamkeit ion nimmt von T er Infanteris wie 9tes Castilianische aFelde fiben soll. waffnete Buͤrger⸗Bataillone großem N 3 werde
räfin von Hessen .-221N e General M um beide Castilien
Die diesmalige Blumen⸗ daß ihr ein so stren hr ausgezeichnet und d und unter ihnen
1““ illon gebildet, an Fbster in varr utzen seyn werden.“ .
I me, Lng Basel, 10. April. Im Kanton Schwyz ha Rath den Antrag an die Land⸗Gemeinde gema ten Ehen ganz zu untersagen.
Die in der Constitution vorge Basellandschaft tritt in diesem Ja
„Rath das Gesetz uͤber die Ern
E““ 8 1“
eeeh lichkeit der Constitu⸗ A den die Visconde's das Antas und Re⸗ aron Bomfim, zu Grafen, und der Finanz⸗
ssabon, 10. Apri . ve C ½ 7„ pril. I 9* 89 4 eschwoͤrung wur Bei der Feie
so wie der
schriebene Revision
fassung von hat der Land
2109297
minister, Joao d'Olixeira, zum Baron creirt. Sa da Ban⸗ deira soll, dem Vernehmen nach, wenn er sich aus dem Mini⸗ sterium zuruͤckzieht, zum Herzog erhoben werden.
Das von der Koͤnigin erlassene Amnestie⸗Dekret lautet fol⸗ gendermaßen: „Jedes politische Ereigniß, das seit dem 10. September 1836 stattgefunden hat, soll fuͤr immer der Vergessen⸗ heit uͤbergeben seyn und mit gaͤnzlichem Stillschweigen uͤbergan⸗ gen werden. Alle aus einem solchen Ereigniß entstandenen und noch schwebenden Prozesse sollen null und nichtig seyn. Alle Personen, die sich in Folge solcher Ereignisse außerhalb Portu⸗ gals befinden, koͤnnen in ihr Vaterland zuruͤckkehren. Die Mi⸗ litairs, welche an diesen Ereignissen einen Antheil genommen haben, sollen, wenn sie den Eid auf die Verfassung von 1838 leisten, wieder in den aktiven Dienst eintreten koͤnnen. Die Wiedereinsetzung von Civil⸗Beamten in ihre Stellen ist jedoch in diese Amnestie nicht mit eingeschlossen.“ Ein zweites Dekret schließt die Miguelisten von der Amnestie aus, unter Vorbehalt spezieller Begnadigungen, so wie einer allgemeineren Amnestie die jedoch erst nach gänzlicher Vernichtung der Guerillas erlas⸗ sen werden soll. Ein drittes betrifft die Begnadigung oder Strafmilderung in Bezug auf Militair⸗Vergehen.
— Tuͤrkei. I
Konstantinopel, 28. Maͤrz. (Journ. de Smyrne.) Die Ungnade Halil Pascha's macht noch immer das groͤßte Aufsehen, und giebt zu vielen widersprechenden Vermuthungen Anlaß. Jeder erklärt sich dieses Ereigniß auf eine andere Weise und bringt das Entfernteste damit in Verbindung. Ob⸗ gleich die Gruͤnde, welche die offizielle Tuͤrkische Zeitung bei der Bekanntmachung der Absetzung des Seriaskers angiebt, einen hohen Grad der Wahrscheinlichkeit fuͤr sich haben, so wol⸗ len doch manche Personen diese Beweggruͤnde durchaus nicht als die wahren gelten lassen. Man will mit aller Gewalt einer Maßregel, welche das Wohl des Staatsdienstes dringend noth⸗ wendig machte, eine politische Bedeutung unterschieben: man will durchaus einen Systems⸗Wechsel und nicht bloß das Ab⸗ treten eines Mannes darin sehen. Manche versichern selbst, Haltl Pascha habe nicht undeutlich zu verstehen gegeben, daß er das Opfer seiner friedfertigen Gesinnung und seiner Hinnei⸗ gung zu Frankreich und England geworden sey. Es bedarf keines weitern Beweises, wie gewagt eine solche Behauptung ist, und daß sie nur als eins von den tausend Geruͤchten, welche in einigen Salons eine augenblickliche Bedeutung erlangen, angesehen werden kann. Die Abfassung des Artikels in der Tuͤrkischen Zeitung laͤßt in jedem Worte die groͤßte Unzufrie⸗ denheit Sr. Hoheit hindurchblicken. Man glaubt, der Sultan habe sich von dem Zustande der Armee und den militairischen Huͤlfsquellen seines Reiches genau unterrichten wollen, der Se⸗ riasker aber sey nicht im Stande gewesen, befriedigende Aus⸗ kunft daruͤber zu ertheilen; der Sultan fand bei strenger Nach⸗ forschung uͤberall nichts als Unordnung und Verwirrung. Die Armee war weniger zahlreich, als man sie angegeben hatte, und fuͤr den Fall eines Krieges konnte sie in ihrer gegenwaäͤrtigen Verfassung eben kein großes Vertrauen einfloͤßen. Nles deutete in einem so wesentlichen Zweige der Verwaltung auf die Nach⸗ laͤssigkeit des Seriaskers, die doch unter den jetzigen Umstaͤnden von den ernstesten Folgen seyn konnte. Verhaͤlt sich dies wirk⸗ lich nicht anders, so wird der Zorn des Sultans durch die Ge⸗ fahren, denen die Sorglosigkeit des Großwuͤrdentraͤgers das Land und den Thron aussetzte, vollkommen gerechtfertigt; indeß koͤnnte diese Deutung, obgleich sie sehr annehmbar scheint, eben so falsch seyn, als alle uͤbrigen Geruͤchte, die im Publikum umherlaufen.
Die Regierung sendet fortwaͤhrend Verstaͤrkungen nach Kur⸗ distan. In der vorigen Woche gingen eine starke Abtheilung Linientruppen und mehrere Geschuͤtze zur Taurischen Armee ab.
1 Smyrna, 30. Maͤrz. Das Journal de Smyrne faͤhrt in seinen dem Pascha von Aegypten nicht sehr guͤnstigen Betrachtungen uͤber den Zustand Syriens und die Schwierig⸗ keiten, welche der Ausbreitung der Aegyptischen Macht dort entgegentreten, fort. Nach demselben wird die Stellung Meh⸗ med Ali's in Syrien von Tage zu Tage mißlicher, und in der That, wenn von den duͤstern Prophezeiungen des genannten Journals sich auch nur die Haͤlfte verwirklichte, so haͤtte die aufbluͤhende Aegyptische Macht einen harten Stoß zu befuͤrch⸗ ten. Ganz Syrien soll sich in einer furchtbaren vehee be⸗ finden und die dumpfe Gaͤhrung Alles fuͤrchten lassen. Die un⸗ aufhoͤrlichen Requisitionen von Menschen und Geld sollen die ganze Provinz in Harnisch gebracht haben. Die Beschreibun⸗ gen, welche von den Ausschweifungen und der Zuͤgellosigkeit der Aegyptischen Soldateska gegeben werden, sind sehr eindrucks⸗ voll, aber wohl etwas uͤbertrieben. Bei der Bekanntmachung einer neuen Werbung sollen ganze Doͤrfer verlassen werden; selbst Europaͤer haͤtten zuweilen Mißhandlungen zu fuͤrchten. Durch einige zu ihrem Vortheile ausgefallene Treffen wären die Drusen sehr ermuthigt worden, und die Insurgenten faͤnden immer mehr Zulauf. ndererseits darf man aber auch die un⸗ geheuren Anstrengungen nicht uͤbersehen, welche Mehmed Ali macht; alle Truppen, uͤber die er nur irgend verfuͤgen kann, werden von ihm nach Syrien gesandt. Das Journal de Smyrne glaubt, daß die Ernennung Soliman's zum Ober⸗ Befehlshaber in Syrien die Eifersucht Ibrahim Pascha's er⸗ regt habe, und in der schleunigen Abreise dieses Fuͤrsten von Homs nach Aleppo in einem Augenblicke, wo seine Gegenwart an dem erstern Orte so nothwendig war, sieht es eine Bestaͤti⸗ gung seiner Vermuthungen. Aus diesem Grunde soll Ibrahim Pascha an den letzten Gefechten, die mit der Niederlage seiner Truppen endigten, und waͤhrend welcher er mit 8 — 10,000 Mann ganz unthaͤtig blieb, keinen Theil genommen haben. Das genannte Journal verkuͤndet sogar schon einen vollstaͤndigen Bruch zwischen dem Vater und Sohn, und glaubt, daß derselbe schon laͤngst eingetreten seyn wuͤrde, wenn nicht Ibrahim Pascha jetzt mehr als je der Huͤlfe Aegyptens beduͤrste, um sich in Syrien zu behaupten.
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 26. April. Die Vereinigten Staaten haben seit ihrer Unabhaͤngigkeits⸗Erklaͤrung sieben Praͤsidenten gehabt. Sie waren, der Reihe nach folgende: Washington, im Jahre 1732 geboren, von 1789 bis 1797 Präsident; John Adams, geboren 1735, Präͤsident von 1797 bis 1801; Thomas Jeffer⸗ son, geboren 1743, Praͤsident von 1801 bis 1809; James Ma⸗ dison, geboren 1751, Praͤsident von 1809 bis 1817; James Monroe, geboren 1758, Praͤsident von 1817 bis 1825; John Quincy Adams, geboren 1765, Präsident von 1825 bis 1829; Andrew Jackson, geboren 1767, Präsident von 1829 bis 1837; Martin van Buren, Praͤsident seit 1837. Es ergiebt sich hier⸗ aus, daß, mit Ausnahme von John Adams und John Quincy Adams, alle Praͤsidenten zweimal gewaͤhlt worden sind, da die gesetzliche Dauer der Praͤsidentschaft vier Jahre betraͤgt.
Die Goldminen der Vereinigten Staaten haben in den letzten dreizehn Jahren 5,126,500 Dollars eingebracht; jetzt aber faͤngt der Ertrag derselben an abzunehmen. .
Hiesige Blaͤtter enthalten eine Zusammenstellung uͤber die in den acht Jahren von 1829 bis 1336 in New⸗York an⸗ ekommenen Einwanderer. Es kamen naͤmlich im Jahre 1829: 5,064 Personen an; im Jahre 1830: 30,224; im Jahre 1831: 31,739; im Jahre 1832: 48,589; im Jahre 1833: 41,7023 im Jahre 1834: 48,110; im Jahre 1835; 35,303; im Jahre 1826: 60,541. Fuͤr das Jahr 1837 wird die Zahl der Cinwanderer fuͤr New⸗Pork zu 66,000 und fuͤr die ganze Union zu 100,000 angenommen. Diejenigen Einwanderer, welche mit wenigem Gelde ankommen und sich sogleich nach dem fernen Westen be-⸗ geben, werden bald reiche Ackerbauer, waͤhrend viele von denen, die in den Staͤdten am Atlantischen Ocean bleiben, Vagabunden wer⸗ den. So waren im Jahre 1836 unter den im Armenhause zu Boston befindlichen Armen 597 Amerikaner und 673 Auslander, in Philadelphia unter 2781 Armen 1515 Amerikaner und 1266 Auslaͤnder. Aus einem Bericht der Aldermen von New⸗YVork befanden sich am 12. Juni 1837 in den verschiedenen Armen⸗
Anstalten dieser Stadt 2453 Personen, von denen die Mehr⸗ zahl aus Fremden bestand, und von sämmtlichen Personen, die unter der Kontrolle der Armen⸗Kommissarien standen, waren
¼ Auslaͤnder. Was die Fremden⸗Gesetze betrifft, so muß ein Fremder, wenn er ein Buͤrger der Vereinigten Staaten werden will, sich deshalb an einen Beamten des betreffenden Gerichte⸗ hofes wenden, wo er mit einem Eide versichert, daß er in keiner⸗ lei Beziehungen zu irgend einer anderen Regierung mehr stehe, und daß er der Regierung der Vereinigten Le Ge⸗ 299. leisten und sie unterstuͤtzen wolle. Hat er sich fuͤnf ahre lang den Gesetzen unterworfen und sich üͦberhaupt tadellos aufgefuͤhrt, so genießt er alle Vorrechte eines Amerikanischen Buͤrgers. Einer Kongreß⸗Akte zu Folge, wer⸗ den die Kinder von naturalisirten Aeitern, wenn sie unter 21 Jahren sind, ohne Weiteres als Buͤrger der Vereinigten Staaten betrachtet. Ein Fremder kann durch Erbschaft kein Eigenthum erwerben, aber wohl durch Kauf. Stirbt ein Frem⸗ der, bevor er naturalisirt worden ist, so wird uͤber seinen Nachlaß nach den Bestimmungen seines Testaments verfuͤgt; hat er kein Testament gemacht, so wird nach den Gesetzen desjenigen Staa⸗ tes verfahren, in dem er gestorben ist. Stirbt ein Fremder, der die oben erwaͤhnte eidliche Erklaͤrung abgegeben, vor dem Ablauf der sunr Erlangung des Buͤrgerrechts noͤthigen fuͤnf Jahre, so werden seine Wittwe und Kinder als Buͤrger der Vereinig⸗ ten Staaten betrachtet. Ein auf die vorgeschriebene Weise ein⸗ gebuͤrgerter Auslaͤnder genießt zwar gleiche Rechte mit den ge⸗ bornen Amerikanern, allein erst nachdem er sieben Jahre Buͤr⸗ ger gewesen, kann er Kongreß⸗Mitglied werden. Auch kann nur ein eingeborner Buͤrger Praͤsident der Vereinigten Staa ten oder Gouverneur eines einzelnen Staates werden, doch fin den in letzterer Beziehung einige Ausnahmen statt. Die bekannte Saͤngerin Madame Caradori⸗Allan, weiche ich jetzt in Philadelphia befindet, ist an einem der dortigern heater auf einige Zeit engagirt und findet daselbst großen Beifall
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Ausstellung auf der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnst
zum Besten der in Ost⸗ und Westpreußen durch eg. Ueberschwemmung Verungluͤckten.
Zunächst dürfen wir die Nachricht bringen, daß gegenwärtige llei e Ausstellung, welche des Anziehenden und Schönen so viel dar bietet, noch um 8§ Tage, nämlich bis Sonntag den Losten, verlänger worden, wie der bisher immer wachsende Besuch, welcher namentlich in den letzten Tagen die beiden Säle gedrängt füllte, solches wünscht ließ, zumal unter der Begünstigung des nunmehr eingetretenen frrune lichen Wetters.
Gegenüber jenem Seestück mit ruhigem Wasserspiegel von Wicke berg besitzt die Ausstellung viele und achtbare Darstellungen des be⸗ wegten Meeres. Ein Werk von Krause zeichnet sich durch die be⸗ kannten Vorzüge dieses Künstlers aus, scheint aber in der Bewegung des Wassers und in der Transparenz der anrollenden und überschla⸗ genden Wellen noch gelungener. Hesgleichen sehen wir zwei Seebil⸗ der am Achenbach in Düsseldorf, dessen Entwickelung die Kunst⸗ freunde bisher mit gespannter Erwartung Schritt für Schru gefolgt sind. Karl Schulz, dessen Talent mit amphidische Matur zwischen Wald und Meer wechselt, und mit der Jagd auch die Fischerei verbindet, stellt uns hier eine See bei frischem Wind mit einem Fischerboot dar, aber nicht in seiner eigenen Manier, son dern in der von Schotel; man kann in der That durch den erste Anblick ebenso getäuscht werden, als der launige Künstler unlängst die Verehrer von Watelet zu necken wußte. Außerdem wohlgelungen Marinen von Gätke und Hermann; Schirmer versetzt uns in di Farbenpracht des Mittelländischen Meeres, Agricola aber will hier alles Gesehene überbieten und selbst den kühnen Gudin überflügein, indem er uns das malerische Atrani im Golf von Salern mit dem vom Sturm erregten Meer im feurigsten Sonnen⸗Untergang darstellt, während im glühenden Abendroth ein Platzregen auf die in hohen Zacken emporragenden Gebirge fällt. Ein Schiff wird vom Sturn gegen das Land getrieben, und arbeitet mühsam entgegen. Das Rol⸗ jen des Elements ist auch hier trefftich ausgedrückt, daß aber das Bild, welches gewiß zu den besten des Künstlers gehört, in Ganzen keinen Eindruck macht, welcher mit seinen einzelne Schönheiten im Verhältniß stände, kommt vielleicht von eine
gewissen Zuviel, somwohl der Auedebnung, als der Gegeastände und Farben, weniastens für ein nordisches Ange. Biermann stellt uns G
die Gegend von Oberwesel in ihrer Pracht vor, bei Abendbelenchtung; auch an verschiedenen Mondscheinen fehlt es nicht. Der von Wäcke⸗ berg, in einer Holländischen Gegend, ist besonders dunkel und nächt⸗ lich gebalten; heller und anziehender ist eine andere Mondschein⸗Land⸗ schaft, welche unsere erböhte Aufmerksamfeit auch schon darum verdient. weil wir hier einen wohlbekannten Historten⸗ und Portrairmaler mit folchem Glück auf einem fremden Gebiet betreffen, sie ist nämlich von keinem Anderen als Begas. Der bleiche Mond hebt sich, von einem Hof umgeben, über einer grauen Wolkenschicht empor, und während erauf den Mittel⸗ und Vordergrund einen melancholischen Schatten wirft, erleuchtet er in der Ferne mit duftigem Schein eine große Stadt, in welcher man bald ünser Berlin erkennt. Es scheint eine Märznacht zu seyn, der Schnee ist so eben geschmolzen und nur noch einzelne zerstreute Schneestellen liegen umber auf dem braunen Erdreich; Vögel schla⸗ fen auf den schwanken Aesten der kahlen Bäume. Eine bestimmte Empfindung beherrscht das Ganze.
Der Architefturstücke und Stadiprospekte giebt es uscht wenige, und die meisten sind von Werth. Gärtuer giebt uns zunächst einen schönen Prospekt aus Berlin, die Jannowitz⸗Brücke und stellt daueben zu unserer Ueberraschung Ansichten von Moskan von dem fremdar⸗ tigsten Charakter, aber mit einer so überzeugenden Wahrheit, daß mau ihm glauben muß. Auch sehr schöne Interieurs sehen wir; darunter besonders eine vortreffliche Darstellung aus dem Juneru des Wirter⸗ palais; der Künsiler ist leider nicht angegeben. Wir nennen unter den Beisteuernden aus dem Fach der Landschaft nur noch die Ramen: Scheuren und Kraft in Düsseldorf, Schulz in Danzig, und aus Ber lin: Hintze, Henning und Kiesling.
ast noch reicher ist die Ausstellung an schönen Gearebilden und Thierstücken, ja wir finden bier im Kleinen das Ausgezeichnttste
vereinigt. Zunächst wetteifern Berlin und München um den Preies