bd.) 2 r⸗ an 1281 G6 228 vne5281. 914 vr ee bi ahns
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8 ½
Preußische Staats⸗Zeitung.
Berlin, Sonntag den 20ten Mai
—
Koͤnigsstäbtisches Theater.
Sonnabend, 19. Mai. Der Vater der Debuͤtantin.
in 4 Akten, nach Bayard, von B. A. Herrmann. the Der Obrist von sechzehn Zoßren Lustspiel in 1 Akt, frei paa⸗ dem Franzoͤsischen, von B. A. — nac Sonntag, 20. Mai. Der Bräutigam und der Affe. Pos⸗
mit Gesang in 3 Akten, von J. F- Musik von G. On 8 err F. Stöͤckl, erster Mimiker und Taͤnzer des K. K. Hof eaters am Kaͤrntnerthor in Wien: Mamock, als Gastrolle) Montag, 21. Mai. Belisar. Oper in 3 Abth., 8 Salvatore Cammerano, uͤbersetzt von *2 Haͤhnel. Wann von Donizetti. (Herr Schober, K. K. Hof⸗Opernsaͤnger 8 Kaͤrntnerthor⸗Theater in Wien: Belisar, als sechste astrolle)
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Pes⸗ 3 manke. ni Eannketnsgsr .20 76191 8 8 1 & 85 nu m 8*2 ne s 3
Berli . r . Si Den 18. Mai 1838. “ I X 1s dgs- und Gweld-Cours-Zettel.
Fr. Tour. Brief. Geld.
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den. Der General⸗Secretalr erstattete Bericht über die neue⸗ sten Unternehmungen des Englischen Grabstichels in Stahl und Kupfer, wozu die von Burnet so eben erschienenen Stahl⸗Radirun⸗ gen der Raphaelschen Kartons und Finden’s Royal Gallerie of bri- tisb arts, wovon die erste Lieferung vorlag, Veranlassung gab. Die Stahl⸗Radirung der Raphaelschen Blätter, dem Anscheine nach nicht ohne Maschinenhülfe gemacht, kann sich zwar, hinsichtlich der Aus⸗ führung, nicht mit den ölteren berühmten Blättern von Halloway vergleichen, allein diese mechanische Nachbildung leistet hier, wo ecs darauf ankam, gewirkte Tapeten⸗Bilder wiederzugeben, genug, und wenn man in Erwägung nimmt, daß von den älteren Blattern ein jedes zehn Pfund Sterling, eine Stahl⸗Radirung aber, und zwar in demselben Groß⸗Folio⸗Format, nicht mehr als 1 Rthlr. 15 Sgr. kostet, so darf man seine Ansprüche nicht zu hoch stellen. Prof. Brandt legte eine dem Andenken des verewigten Generals von Witzleben gewidmete Medaille vor. Von dem Kunsthänd⸗ ler Lüderitz war eine Einladung eingegangen, eine Kunst⸗Aus⸗ stellung in seinem neu eingerichteten Magazin zu besuchen, in wel⸗ chem sich vorzügliche Landschaften und Thierstücke von Schelfhont und van Oés, Seestticke von Scheuern und Achenbach und mehrere Oelgemälde der Düsseldorfer Schule aufgestellt befinden. Von einer reichen Sammlung Französischer und Riederländischer Aquarell⸗ Zeichnungen hatte Herr Lüderitz dem Verein eine Mappe zur Ansicht mitgetheilt, nuter welchen sich ausgezeichnet werthvolle Blätter von Gudin, Ciceri, Garnerey, Schotel, Eckhout, Waldorp, Sweboch und mehreren anderen berühmten Meistern in diesem Genre befinden. Unter den Blättern eigenen Verlages dieser Hand⸗ lung zeichnensich zwet Bildchen von A. Schrödter aus, von denen er das eine, „wandernde Musikanten“, selbst radirt hat; das zweite, eine Jagd⸗Partie des Prinzen Friedrich Königl. Hoheit, ist von Fischer und Mützel vortrefflich radirt. — Von einem, im Portraiti⸗ ren glücklichen Dilettanten, r. W., lag das, durch Originalität der Aufsasung sich auszeichnende Bild Sr. Majestät des Königs vor, welches, zu einem wohlthätigen Zwecke bestimmt, sich einer beson⸗
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ders günstigen Aufnahme zu erfreuen gehabt hat. r.
vGG Amtlicher Fon . Fr. Uaar. A IEE 8 102 ⁄¶ [poumn. Pfaudbr. 2½ 102 1 Kur- u. Neum. do. 4 64 ⁄½ do. do. do. 3 ½
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. PrüämSch. d. Sech. Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Köuigsb. do. Klbinger do. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandhr. Grosah. Pos. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do.
99 % 103 ½¼ 1031⁄1 102 ⅓ 103
102 ¾ [schlesische do. 4 Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Gold al marco Neue Ducaten Friedrichsd'or Aund. Goldmün- zen à 5 Thl. Disconto
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90 ½ —
43 ¼ 101 %¾ 10à % 101 ⅝ 101
214 ¾¼ 131/12 12 %
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bielte! Antw. „Er sagte, er würde erst in London etwas erhal⸗ ten.“ — Fr. „Warum reistet Ihr mit Hubert nach London7“ 184 „Ich wollte in Eugland Gelder einzuzsehen suchen, die die Englisch Regierung meinem Vater schuldig ist. Wenn ich es erhalten hätte
Amt liche Nachrichte n. sie nach den genannten Otaliaͤnischen Staaten, unterliegt dem FFranko⸗Zwangse bis zur Bayerisch⸗Oesterreichischen Graͤnze. An
Kronik des Tages. 8 8ee nezn hen⸗ a) das Preußische Porto vom Absendungsorte bis Hof. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Grafen Eduard b) an Transit⸗Por 1,10„6 , so würde ich damit eine Maschi ich 1 dergh von 2 b 9 8, 8”.. ger den Rothen Adler⸗Orden schen Besperne -- bis zur Vayerisch⸗Hesterreichi⸗ in 19 verkaufen kedachte. 1. Fr. 1,e zr bente een Eusses weiter Klasse ’ uͤr den ei n 1 ater, jene Gelder zu reklamiren. Er hatte sogar sein z S. Majestat der König haben dem Ober⸗Forstmeister 2* 2 FE8 — zn., diesecr Begehung einer anderen ge han ge 2* von Buͤlow auf Rieth in Pommern den St. Johanniter⸗Or⸗ Zwan 7 Franko bis zur Bayperisch⸗Oesterreichi Gra vn. „Danen weiß ich nichte. Fr. „War nicht ein Herr verleihen geruht. „ esterreichischen Graͤnze rown in dieser Angelegenbeit der Bevollmächtigte Eures Baters? den zu “ 9 ½ Sgr. fuͤr den einfachen Brief. Antw. „Ah, das sst wahr!“ N— Fr. „In Eures Vaters Angele Berlin, den 19. Mai Die Korrespondenz nach und aus den Venetianischen De⸗] genheiten brauchtet Ihr daher nicht nach Lendon zu reisen.’“ Autw xaätan ’1 8 Mai. ylegationen Venedig, Polesine, Padua, Vicenza Tre⸗ „Und doch bin ich dieser Sache halber in England gewesen. Ich habe 4 ha⸗ zvac vr. Sea nac Hende 56 Fe ie 2En viso, Friaul und Belluno, so wie nach und aus der Rö⸗ eb-e, n ꝙ doffte durch nes⸗ zur Anfertigung ußla . rl. Ho⸗ i j . ’ einer aschinen beauftragt zu werden.“ — Fr. nn ing⸗ Grogfurst Thronfo! 11n ; Gro fur fiin mischen Legation Ferrara, erhaͤlt ihre Befoͤrderung uͤber Prag Ihr die Vorschläge, die Euer Pazer 8 Fr. „Kanntet Alexandra und die Großfuͤrsten Nikolaus und Michael,
8,8 „Verlim 8 8818 8 n z61 bisherigen Porto⸗Saͤtzen tung gemacht hatte!“ Antw. „RNein.“ *b 5 8 91 1,1 40 pCt., Fzegen Asr 6 88* sessrrige Abefeferung: Kon sind heute Nachmittags um 5 ½ Uhr von St. Petersburg hier . 2 **59 2n ai, Pes, Amt E“ SSeeeen. 89,† Euch nur deshalb mit nach London genom vv. 8 S EEöu Kartoffel⸗Braun, eingetroffen und in den fuͤr Allerhoͤchst⸗ und Hoͤchstdieselben in Be⸗ y. len habe, um Euren Vater an der Ausführung der Maschine zu hin⸗ .2 .„ . 3 “ 4 2 ̃ . . 1 . 3 Kartoffel⸗Preise. b reitschaft gesetzten Zimmern auf dem Koͤnigl. Schlosse abgestiegen. Die Koͤnigliche Akademie der Kuͤnste hat der Blumen⸗
dern.’“ Autw. „Ich bhatte den Vorschlag meines Vaters in einem Der Scheffel Kartoffeln 12 Sgr., auch 8 Sgr. 3 Pf. dalerin Louise Muͤller hierselbst das Praͤdikat einer akade⸗
— 8. Markt⸗Preise vom Getraide. wer Berlin, den 17. Mai 1838. 2. Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 20 Sgr., auch 1 Rthlr. 19 C. große Gerste 1 Rthlr. 6 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 5 Sgr. 8 Hafer 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf. Eing. gangen sind 18 Wisvel. Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 18 Sgr., auch 2 Rgc. 8 Sugr. 9 Pf. und 2 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rtblr 1 Sar. 3 Pf., auch 1 Rtblr. 18 Sgr. 9 Pf.; große Gerste 1 Ruil⸗ 5 53 “ 1 3 Sgr 8 3, . 2 En 9 ., auch 1 Rehlr. ingegangen sin 2 Wispel 12 c 1 Mittwoch, den 16. Mai 1838. Lefte Das Schock Stroh 7 Rthlr. 5 Sgr., auch 6 Rthlr. Der Ceat ner Heu 1 Rihlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 22 Sor. 6 Pf. Branntwein⸗Preise vom 11. bis 17. Mai 1838. Das Faß von 200 Quart, nach Tralles 584 pEt., nach Richne
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Konigliche Schauspiele.
Sonnabend, 19. Mai. Im Schauspielhause, zum ersten⸗ male wiederholt: Gasthaf⸗Abenteuer, Lustspiel in 1 Akt. Hier⸗ auf: Die Schleichhaͤndler, Possenspiel in 4 Abth., von E. Raupach.
Sonntag, 20. Mai. Im Opernhause: Undine, die Was⸗ ser-Nymphe, Feen⸗Ballet in 3 Abth., von P. Taglioni.
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10. Sgr. ꝛc.
Die eingegangenen Meldungen um Billets zu dieser Vor⸗ e-.; sind, so weit der Raum es gestattet, beruͤcksichtigt wor⸗ den. Es wird ersucht, solche von Sonnabend, den 19ten d. M., Morgens 9 Uhr an, im Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau bis Abends 7 Uhr abholen zu lassen, nach welcher Zeit daruͤber anderweit 1 verfuͤgt werden muß. sind . Ballet Phehg. 6 noch zum Parterre,
I 0; G dem dritten Range und Amphitheater zu haben. 1“ “ Im Schauspielhause: Verirrungen.
Antwerpen, 12. Mai. Montag, 21. Mai. Im Schauspielhause: Die Royalisten.
ZLinsl. 5 %.
bssentlichen Blatte gelesen, aber etwas Gewisses wußte ich nicht dar⸗ über.“ — Fr. „Ihr glaubt also, daß Euer Vater eine solche Ma⸗ schine ohne Fuch nie hätte zu Stande bringen können’“ Antw. „Er würde es vielleicht gekonnt haben, aber es würde seine sehr gro- ßen Schwierigkeiten gehabt haben.’“ — Fr. „Euer Vater hatte aber
doch die Maschine, die er in St. Petersburg dem Englischen Ge⸗ sandten verkaufte, ohne Euch angefertigt?“ Antw. „Nein, ich hatte mit ihm daran gearbeitet.“ — 81 „Was habt Ihr in London ge⸗ macht!“ — Antw. „Ich habe meine
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 13. Mai. Bekanntmachung.
Vom 1. Juni d. J. an wird die Korrespondenz aus Ber⸗ lin und dem groͤßten Theile der oͤstlichen Preußischen rovinzen nach Tirol, Vorarlberg, dem Fuͤrstenthum ichtenstein, der Lombardei, der Delegation Verona,
mischen Kuͤnstlerin durch Patent vom heutigem Datum ertheilt. Berlin, den 12. Mai 1838. Direktorium und Senat der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste. (gez.) Dr. G. Schadowc.
Neue Anl. 20 ¾. ö Eüszrr LlmUrk Brs
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—y—— ——, — — . . e einer Anzeiger fuͤr gegenwärtig 167 Thlr. 22 sgr. 3 pf. beträgt, zur Selbst⸗ verwaltung gegen Caution verabfolgen zu lassen. —
Ngem
Bekanntmachungen.
Edictal⸗Citationu.
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Die am 22. Rovemder v. J. zu Freistadt verster. eder dessen etwaige Leibeserben die Aufforderung, sich
bene, verwütwet gewesene Feuerbürgermeister von
Falkenhain, Johanna Elisabeth, geberne ven Schwei. zum 16. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr,
nichen, hHat ein Testament bdinterlassen, welches in Be. zu - treff der Erbeseinsetzung dadurch unwirksam geweorden, aufgetretenen nächsten Verwandten gemäß, diesen das
daß die darin eingefetzte Universal⸗Erdin vor der Erd⸗
Auf den Antrag des Rachlaß⸗Curaters, Justiz⸗ Raths Bassenge, werden daher alle undekannte Erben der Erblasserin aufgeferdert, ihre Ansprüche an den Machlaß schriftlich oder durch einen mit Information und Bollmacht versebenen diesigen Justi Keommissa⸗ rius, wozu denselben der Justiz⸗Rath Treutler und
ofrath Hoffmann, so wiec die Justiz⸗Kommissarien
eumann und Werner, vorgeschlagen werden, späte⸗ stens in dem auf b den 31. August 1838, Vormittags um 10 Uhr, angesetzten Termine, vor dem ernannten Deputirten Herrn Oberlandesgerichts⸗Referendarins v. Prittwitz auf dem hdiesigen Schlesse anzumelden, idr Berwand⸗ schaftsverhältniß und diernächst das Weitere, im Fall des Ausbleibens aber die Präͤclusten
lasserin verstorden ist. V
verwaltung wird überlassen werden.
Diesem Antrag gemäß, ergeht an den Philipp Zech zur Empfangnahme obigen Vermögens spätestens bis so gewiß dahier zu melden, als sonst, dem Antrag der Vermögen des Abwesenden gegen Cantion zur Selbst⸗ Ehrenbreitstein, den 1. April 1838. 1
Meumann.
Berichtigung. In der Ediktal⸗Ladung des Herzeglich Braunschweig⸗ Lüneburgischen Kreisgerichts de dato Braunschweig, den 21. April 1838, das Haspelmachersche Fideikemmiß Kapital betreffend, ist in No. 126 pag. 812 dieses Blatte im Allgem. Anzeiger Spalte 2, Zeile 2 von oben statt der fünften Hauptlinie zu lesen: der vierten Haupt. linie.
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E11114“ Demuach unter heutigem Date über das in hiest
mit ihren Erb⸗Ansprüchen dergestalt zu gewärtigen, daß der gedachte Machlaß, welcher nach dem Inven. tarium cirea 500 Thir. beträgt, in Ermangelung aller Erben, als berrenloses Gut dem Königl. Fisko zuer⸗ kannt und verabfolgt werden wird, auch der nach er⸗ folgter Präclusion sich etwa erst meldende Erde alle bereits getroffene Dispesitionen anzuerkennen und zu übernehmen für schuldig erachtet werden wird, ingleichen weder Rechuungslegung nech Ersatz der gezogenen Nutzungen zu fordern berechtigt, sondern sich lediglich mit dem, was alsdann noch von der Erbschaft vor⸗ danden ist, zu begnügen verbunden sepu soll. Gleogau, den 17 Oktober 1837. Erster Senat des Königl. C“
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gen Landen befindliche Vermögen weiland Ober⸗Finanz⸗ Raths ven Schaper zu Berlin der Special⸗Konkurs erkannt ist, so werden alle diejenigen, welche an ge⸗ dachtes Vermögen aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche zu haben vermeinen, ediktaliter und bei Strafe des Uusschlusser hierdurch vorgeladen, solche in dem dazu auf
den 3. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, vor hiesigem Herzoglichen Kreisgerichte angesetzten Ter⸗ mine anzumelden und möglichst kiar zu machen.
Gegeben Braunschweig, den 31. Mäirz 1838. Herzoglich Braunschweig⸗Lüneburgisches
Kreisgericht.
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richts von Rieder⸗Schlesien und der Lausitz “ “ Die zur Philipp von der Lanckenschen gebörenden, auf Wittew delegenen Güter: 1) Lancken mit dem Pachtr zelle Katzenhoff, Mattchow, Fernelüͤtkevlt, * Lanckensburg mit dem Pachtrechte des Woldenitzer Ackers in Wieck, und 5) Prescuske, sellen fernerweit in Termino den 30. Mai d. J., Vermittags um 19 UÜUhr, vor dem Königl. Lofgerichte zum Verkauf aufgeboten werden. Kaufliebhaber, benen die Einsicht der Ver⸗ kaufs⸗Bedingungen, nach welchen die Tradition der Eüter Trinitatis 1839 geschehen sell, sowohl auf bie⸗ siger Kanzlei als bei dem Luts Kurater, Land⸗Syndi⸗ kus Dr. Lanzemack in Stralsund frei steht, und welche die Güter nach vergängiger Meldung ben den gegen⸗ wärtigen Pächtern derselben in Augenschein nehmen tönnen, werden daber hiermit geladtn, sich zur Abgabe ihres Bets in praeüsxo cinzufinden, und wie zur Mach⸗ richt gereicht, daß eine weitere Licitation der gedachten Güter nicht stattfinden wird, so werden zugleich sämmt⸗ liche nicht präklutirte r. d. Lanckensche Krediteren hier⸗ durch ad Terminum ben 31. Mai c., Vormittags 10 Uhr, citirt, um sich entweder in Persen oder durch gebsrig legitmirte und instruirte Gevellmächtigte über den Zuschlag der Eütcr auf die bochsten Gebete zu Außern, rub praejudicio, in die Beschlüsse der Mehrbeit der Anwesenden
Debitmafse
3 echte der Domanial⸗Par⸗
2) 3) 3)
willigend und an dieseiben gebdunden werden .“ und an Fer und Brom,
werden.
Deatum Greifswald, den 10. Mai 1838. Königl. Preuß. Hefgericht (L. s.) und Rägen. 8
(gez.) v. Mäller, Praeses.
ediktal⸗L adung.
Due Berwandten des am 24. Juli 1780 2 ssen
bornen, seit 10 Jabren abmesenten Philipr Zech, de Aufeathalt unbekannt ist, haben darauf angetragen
iübnen besseu unter Kuralel sicheubes Bermögen, zwtsiches Schulen und in allen M⸗nieren, Holzschnitten, Hand.
das die Ausbleibenden als Kaufmann Renken in Oldenburg, die höchst nützliche ein⸗ und begueme Einrichtung getreffen, die daselbst aus⸗
reu Pommern
Nord⸗Seebad Wangerooge. Das Merd⸗Seebad auf der Insel Wangerooge an der Oldenburgischen Küste, so wie die, nach wie vor, daselbst auf herrschaftliche Kosten zu führende Bade⸗ Wirthschaft, wird auch in diesem Sommer mit dem (1. Inli eröffnet und mit dem 31. Apgust geschlossen werden. Vegen Logis⸗BPesiellungen in den beiden geräumigen und anständig eingerichteten Logir⸗Häusern, oder in den zu diesem Zweck bequem aptirten Weohnungen der Insulaner, die seit der letzten Bade⸗Saison mit bedeu⸗ tenden Reubauten vermehrt find, wendet man sich entweder an den Gcheimen Hefrath Westing in DOidenburg oder an den Badearzt Dektor Chemnitz in Jerver, eder an den Vogt Alers in Wangeroeoege.
Die Uederfahrt nach der Inkel geschicht täglich in den durch das Oldenburgische Wochenblatt und durch gedruche Auschläge in den ersten Gasthäusern zu Bre men, Oldendurg und Jerer naͤbher anzuzeigenden Ab fahrts⸗Stunden von der der Jusel gegenüber liegenden Schleuse des Karclinen Sie’s, und wöchentlich in be guem eingerichteten Packelböten ren Hamburg üund Bremen aus. Außerdem liefert auch das täglich vem letztereu Orte nach Bremerhafen fahrende Dampfschiff eine bequeme Geltgenheit zu dieser lUleberfahrt, indem zu Bremerhafen jederzeit Segelschiffe zur Aufnahme der Wangerooger Badegäste bereit liegen.
Um mit dem Seebade zu Wangerooge ein zweitet gleich wichtiges Heilmittel, cin Soolbad, zu vereinigen ist auch ron dem Besitzer der dortigen Saline, dem
so wie andern äftigen Heilstoffen, sehr reiche Mutterlauge in Bädern anzuwenden.
Die Inspectien des Serbades zu Wangereoge Mal 1838. “
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Kunst-Anzeige.
vom 22. Mai d. J., Nachmittagz 2 Uhr anfangend, wird die zur Verlassenschaftsmanze des Königl. Re gierungs-Secretzirs Niekels zu Würzburg gehörige
derührt.
die Preußischen
zeichnungen, Oelgemälden, Pokalen, Münzen, Glas- malereien und anderen Kunstgegenständen nach der Folge der Katalogs-Nummern öffentlich versteigert Kataloge werden in allen soliden Kunsthandlungen, welche Aufträge zu übernehmen die Gesälligkeit haben, gratis ausgegeben, in Würzburg durch die Stahel- sche Buchhandlung und Hrn. Antiquar Hennemann. Würzburg, im März 1838.
Literarische Anzeigen.
In allen Buchhandlungen und bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3) ist zu haben:
F. Schellhorn, auserlesene Geburtstags⸗, Hochzeits⸗ und Abschieds⸗ gedichte, Stammbuchsverse, — Räthsel und Polter⸗
abends⸗Scherze. — — 3te Auflage. Broschirt. 15 sgr.
Fn obenbenannten, aber auch zu andern Familien. Festen wird man in dieser Sammlung die passendsten Gedichte finden.
(Verlag der Erustschen Buchhandlung in Quedlinburg.)
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun gen, zu Berliu in der Stuhrschen, Schloßplatz Nr. 2,
vorrälhig: Gruß an Berlin.
Ein Zukunfttraum von Heinrich Stieglitz.
Gr. 8vo. Geheftet. 25 sgr. An der Hand der Poesie durch die Straßen der großen Hauptstadt wandernd, schildert der Dichter das Leben und Treiben in seinen verschiedenartigen Gestal. tungen, vornehmlich aber den höchsten Interessen sich zuwendend, führt er wie in einem geistigen Panorama alle Ramen, welche die Vergangenheit und Gegenwarn Berlins in irgend eine Beziehung zu Kunst und Wis⸗ senschaft stellte, an seiner Phantasie vorüber und schöpft aus der Erinnerung an eigene Erlebnisse das Orakel der Zukunft. Ein Blick auf das Verzeichniß der vorgeführten Per sönlichkeiten zeigt, daß das Gedicht nicht allein Berlin, sondern die Interessen des gesammten Deutschlands
Leipzig, im Mai 1838. F. A. Brockhaus.
So eben ist erschienen und durch Alexander Duncker in Berlin zu beziehen: Foreign Quarterly Review N o. 41. The Thugs and Phansegair. Modern Italian narrative Poetry Courtel on Political Science. Russian Novel writing. Discovery of America before Columbus established. Martinez de la Rosa — Isabel de Solis. The Abbé Lamennais. Ingemann, Danish Novels and Poems. Peregrinations of a Pariah Flora Frislan. Canada. . IHiindoostain Poetry. b Miscellaneous Literary Notice Foreign Puhblications in the last thr⸗e Months. Black & Armstrong, Hof. Buchhändler, 8, Wellington Street, North Strand. No. 42 will be published Juli I1th.
Es ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei Wilh. Besser, Behrenstr. NrA2: Lehrbuch der Englischen Sprache nach Ha⸗ milton’'s Grundsätzen. Zunächst für den Privat⸗Unterricht verfaßt von J. F. W. Zimmer. Heidelberg, bei J. C. B. Mohr. Gr. 8vo. Gch.
1¼ Thlr. = 2 Fl. 42 Kr. Der Herr Verfasser hat in vorstehendem Werke die Hamiltonsche Methode auf eine Weise zur Aus führung gebracht, wofür ihm jeder Kenner gerechte Anerkennung zollen wird. Die Vorzüge des Hamilten⸗
Staaten.
lungen zu Posen und Bromberg:
seine Fehler vermieden. Reben der umfeassenden, dech in möglichster Kürze abgefaßten Grammattk verdientn die beigefügten Musterstücke, da sie binsichtlich det Verstehens stüufenweise solgen und den besten und fer⸗ rektesten Autoren entnommen sind, jegliches Lob, se daß wir mit vollster eberiengeanh behanpten dürfen, baß, wie der Verfasser in der Vorrede bemerkt. bein aufmerksamen Gebrauch dieses Werkes der Schüller schnell zum Engliich sprechen gebracht wird.
Mit Recht läßt sich daher wohl sagen, der Verfasa hat uns einen neuen und näheren Weg zum Englisch lernen gezeigt. 9
Kunst-Anzeig In ganz kurzer Zeit erscheint in der unterteich- neten Verlagshandlung die von Fischer u. Mützel lithographirte Jagdscene nach dem von der vori- gen Ausstellung her rühmlichst bekannten Bilde von Ad. Schroedter in Düsseldorf, was durch viele Portrait-Aehnlichkeiten vor anderen derartigen Bil. dern sich auszeichnet. Ein Probedruck lieprt vereits zur Ansicht bei uns aus, und nehmen wir Bestellun. gen auf die ersten besten Abdrücke an Lüderitzsehe Kunst-Verlagshandlung, äüunter den Linden No. 58.
11.“
So eben erschien Maps No. 70, enthält: England, with the Canals and Kailroads and The Environz
of Dublin. Preis schwarz I1 sgr. A. Asber, Linden No. 20.
So eben ist bei Unterzeichnetem erschjenen u versandt: Handbuch der Geschichte der Medizin. Nach den Quellen bearbeitet von Dr. Michael Bene- diet Lessing. Erster Band. Geschichte der Medizin bis Harvey (1628). Gr. Gebeftet. Preis 2 ¼¾ Thlr. 4
Adreß⸗Kalender für die Preuß. Justiz⸗Be⸗ hörden und Justiz⸗Kommissarieu, oder aldha⸗ betisches Verzeichniß sämmtl. Städte und Flecken mit Augabe der Civil⸗ und Kriminal⸗Gerichte, Kreut⸗ Insuz⸗Kemmissarien, geistlichen, Berg⸗ und Steuer⸗ Gerichte, deren Sitz se sind oder zu denen sie gte⸗ hören, so wie der zur Praxis berechtigten Jusn⸗ Kommissarien. Herausgegeben von der Redactten
Svo.
(C. F. Rauer). Jabrg. 1838. Geheflet. 15 sgr Numan, A. Dr., über die Bremsenlarven in Magen der Pferde. Aus dem Holländ. unt Zu⸗ sätzen und einem Anhange über die übrigen Breu⸗ senlarven bei den Hausthieren ven lör. Hertwiz. Pref. a. d. Königl. Thierarzneischule zu Verlin. M. 2 illum. Kupfert. 8vo. Geheftct. 285 sgr. Das wohlgetroffene Bildue'ß des Herrn Profese Dr. Hertwig in Fol. Preis 15 sgr. 1 Berlin. Aug. Hirschwald, Burgstr. Rr.!
Chateaubriand's neuestes Werk.
von uns als Meuigkeit versandt, in Berlin (Stechdahe Nr. 3) an E. S. Mittler, so wie
Congreès de Verone. Guerre d'Espagne. Négociations. Colonies espagneles: Dar M. de E1ö11“*“ Edition originale. 8 2 Vols. Gr. 12 mo. 1 Thlr. 15 sgr. Diese namentlich zum Debit in Deutschland bestimuli Ausgabe wird in Leipzig an demselben Tage aue ben, an welchem das Werk in Paris erscheint: . in Paris mit aller Korrektheit und Sauberkeit gedru und verdient, abgeseben von dem Außerst nieorige Prfile somit e Vorzug vor einem etwa de Brüssel ausgehenden Machdrucke. Der Preig der gr. 8vo. Ausgabe in 2 Bänden 8 4 Tblr. 20 sgr.
geschichte wird bald nur eine Siimme sevn.
aris und Leipzig, den 28. April 1838. h 1 cb Brockhaus & Avenarius.
„Semmlung von vorzüglichen Kupferstichen aus allen
— rin eben so berücsichtigt, als schen Systems werden darin eben sich -W
Sonntag 11 5 Uhr Vormittags, Montag 7 Uhr fruͤhʒ
des Central⸗Blattes für Preuß. Jurister
So eben ist erschienen und an alle Buchbandlungter an dessen Hand
Ucber die hohe Bedentung dieses Werks für die Zei-
den Koͤnigl. Sardinischen Staaten, dem Kirchen⸗ Staate — die Legation Ferrara ausgenommen — ferner nach Lucca, Modena, Parma und Piacenza, Toskana, St. Marino und nach dem Koͤnigreiche beider Sieilien et vice versa, zur Erlangung einer schnelleren Befoͤrderung, nicht mehr durch Boͤhmen, sondern auf dem geraden Weg durch Bayern, uͤber Nuͤrnberg und Augsburg, geleitet werden.
In 9 e dieser direkten Spedition wird die Korrespondenz solgende Befoͤrderung erhalten:
A. Nach und aus Tirol, Vorarlberg, dem Fuͤrsten⸗ thume Lichtenstein, dem Veronesischen, der Lom⸗ bardei und den Sardinischen Staaten. bgang aus Berlin.
Senntag 6 Uhr Abends, Montag 6 Uhr Abends, Dienstag 6 Uhr Abends, Mittwoch 6 Uhr Abends, Donnerstag 6 Uhr Abends und Sonnabend 6 Uhr Abends. 8— br
GGerha uh- nne Sin Des se ng. onnaben r fri onnabend 1 ½ Uhr Nachmittags
Montag 9 Uhr fruͤh, Montag 1 ½ — Mirr⸗ V
woch § Uhr fruͤh und 1 ½ Uhr Nachmittags.
Ankunft in Verona.
Dienstag 11 ½ Uhr Vormittags, Mittwoch 7 Uhr fruͤh, Donner 111 8 Uhr Vormittags und Sengagendd- nac fruͤh. heas
h. u E 19 onntag 7 Uhr Abends, Dienstag 7 Uhr fruͤh, Dienstag 7 Uhr Abends, Donnerstag luͤhr fruͤd, Dehnerid, 10 üce bends und Sonntag 7 Uhr fruͤh. ““ taiis dug Fash vHsa EE.A“*“ 4
Dienstag r fruͤh, Mittwoch 6 Uhr, Donnerstag 6 Uhr fruͤͦ reitag 6 Uhr fruͤh, Sonnabend 6 Uhr ag 888 189
ud Rsgans 898 Turin.
Donntag r Nachmittags ienstag 5 Uhr Nachmittags, Donnerstag 5 Uhr Nachmüttags und 2enb zza8 5 nih⸗
Nachmittags. 5 u ö asa8. ontag r ends, Mittwo 0 Uhr Abends, Freita 7 Uhr Abends und Sonntag 7cer A2n 2 Frehh Deensag 12 h ieSd ha S . ag 12 Uhr Mittags, Donnerstag 7 Uhr fruͤh, Sonnabend 7 Uhr fruͤh und Montag 7 Uhr fruͤh. g 82 8 eacqeaiseb n unn nsgu⸗ ssuF. 8t he; 2 end § Uhr fruͤh, Mont — nd Mittwo vndiheenanz h, Montag hr fruͤh und Mittwoch br Ankunft in Berlin. — Mittwoch 5 Uhr Nachmittags, Donnerstag 6 Uhr fruͤh, Sonn⸗ abend 10 Uhr Vormittags und Montag 6 Uhr fruͤh.
B. Nach und aus Mittel⸗ und Unter⸗Italien. Abgang aus Berlin. Dienstag und Donnerstag 6 Uhr Abends. Ankunft in Mantua. 8 Sonntag, Dienstag und Donnerstag 7 Uhr Abends.
Ankunft in Bologna. Montag, secgrthgch n Freitag 1 Uhr Nachmittags. düensag nkunft in Florenz.
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Honntag, 79 71928
Donnerstag und Sonnabend 6—11 ½ Uhr fruͤh. Ankunst in Rom. onnerstag, Sonnabend und Montag 5 Uhr fruͤh. 2 Ankunft in Neapel. nnabend, Montag und Donnerstag 6 Uhr fruͤh. Ab uruͤ F. gang aus Neapel. Dienstag, Dandenag nd Sonnabend Abends. dannerstag 4 ußr Nacganins9:. Lnn n. r Nachmittags, Sonnabend 12 Uhr Nachts ienstag 4 Uhr Nachmättage⸗ b Ke - gang aus Florenz. onnabend, Piense und Donnerstag 6 ühr Abends. do 19gc aus Bokogna. nntag, Mittwoch und Freitag fruͤh. 8. Abgang aus Mantug. untag, Mittwoch und Freitag 11 Uhr Abendd. Nontag 6 ühr f 82 Wunssn Berlin. ZI r fri onnerstag 6 Uhr . 3 10 ühr Vchinstuh. g hr fruͤh und Sonnabend ie Korrespondenz nach
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den Eingangs gedachten Oester⸗
Rubel Waaren nach O 1 1 Ee ach Oesterreich ausgefuͤhrt, im Jahre 183
schischen Provinzen, nach
dem Fuͤrstenthume Lichtenstein, so
Angekommen: Se. Erlaucht der Graf ose h zu Stolber Seshang, von Stolberg. sa Jesenh; Der General⸗Major und Commandeur der 6ten Infante⸗ rie⸗Brigade, von Schaper, von Torgau.
Zeitungs⸗Nachrichten.
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Rußland und Polen.
St. Petersburg, 12. Mai. Se. Majestaͤt der Kaiser aben dem Erzbischof von Minsk, Vikanor, und dem Erzbi⸗ d1 Cherson, Gawriil, den Wladimir⸗Orden zweiter Klasse † Vergleich mit dem Jahre 1836 hat sich, wie jeder Handel, auch der Russische Handel mit Jesa und der Tuͤrkei 80 Jahre 1837 etwas vermindert. So wurden im Jahre 1836 fuͤr 2,405,338
3 da egen r 2,364,112 Rubel. Baares Geld wurde im Jahre 1836 im Betrage von 372,185 Rubel uͤber das Graͤnz⸗Amt Radziwiloff ausgefuͤhrt; im Jahre 1837 nur fuͤr 105,154 Ru⸗ bel. Die Einfuhr geigt dieselbe Abnahme, denn es wurden im Jahre 1836 fuͤr 213,224 Rubel Waaren eingefuͤhrt, im Jahre 1837 nur fuͤr 137,043 Rubel. Baares Geld wurde im Jahr⸗ 1836 im Werthe von 2,891,731 Rubel eingebracht, im Jahre 1837 nur fuͤr 2,181,094 Rubel. Der Handel mit der Tuͤrkei erlitt eine aͤhnliche Verringerung. Als Resultat dieser Vergleichung zwischen den Handels⸗Beziehungen der bei⸗ den genannten Jahre stellt sich heraus, daß im Jahre 1836 die gesammte Ausfuhr Rußlands nach Oesterreich und der Tuͤrkei (zu Lande) in Waaren 3,398,501 Rubel, in baarem Gelde 745,610 Rubel betrug. Im Jahre 1837 betrug dagegen die Ausfuhr in Waaren nur 3,249,577 Rubel, in baarem Gelde nur 560,910 Rubel. Die Einfuhr aus Oesterreich und der Tuͤrkei (zu Lande) betrug im Jahre 1836 647,599 Rubel an Waaren und 3,651,712 Rubel an baarem Gelde; im Jahre 1837 wurden an Waaren nur fuͤr 538,052 Rubel und an baa⸗ rem Gelde nur fuͤr 2,535,657 Rubel eingebracht. — Der See⸗ handel Taganrogs hat sich im abgelaufenen Jahre ebenfalls et⸗ was vermindert, denn im Jahre 1836 hatte die gesammte Ein⸗ und Ausfuhr einen Werth von 20,205,153 Rubel, im Jahre 1837 betrug sie nur 17,908,609 Rubel.
— — Warschau, 15. Mai. Die beunruhigenden Ge⸗ ruͤchte uͤber die Unsicherheit durch Raͤuberbanden in den De⸗ partements Augustowo und Warschau moͤchten nun ihre End⸗ schaft erreicht haben. — Ein Gutsbesitzer ward auf seiner Reise nach Warschau in einem Walde vor Praga von einem ehema⸗ ligen Kosaken-Offizier mit zwanzig Kerlen angefallen und voͤllig ausgepluͤndert. Doch gelang es ihm, seine Person zu retten, und er machte sofort bei seiner Ankunft zu Warschau von dem Vorfall Anzeige bei dem Fuͤrsten⸗Statthalter, welcher darauf in aller Stille mehrere Frachtwagen mit darin verstecktem Militair und bewaffneten Polizei⸗Beamten ausruͤstete, und durch den bezeichneten Wald fuͤhren ließ. In der That ließen die Raͤu⸗ ber sich anlocken, wurden aber nicht wenig uͤberrascht, sich beim Beginn der Pluͤnderung der Wagen von allen Seiten mit Flinten⸗ und Pistolenschuͤssen begruͤßt und von Bewaffneten um⸗ ringt zu sehen. erwartet ihren Richterspruch. ““
Frankreich.
Assisenhof. Sitzung vom 12. Mai. (Rachtrag.) Der Praͤsident hatte, wie gestern erwäͤhnt, die Angeklagten Hudert und Laura Grouvelle aus dem Saale fuͤhren lassen, und begann, nach einer eindringlichen Ermahnung, die Wahrheit zu sagen, nachstehen⸗ des Verhör mit dem Angeklagten Steuble. Fr. „Hadt Ihr im Juni 1836 mit Hubert in Verbindung gestanden † Autw. „Ich habe ihn bei Moutier gesprochen.“ — Fr. „Hat Euch Hubert zu Made⸗ moiselle Grouvelle geführt?“ Antw. „Ja, mehreremale.“ — Fr. „Zu welchem Swecke!“ Antw. „Weil ich weder Ardeit noch Geld hatte.“ — Fr. „Hat sie Euch Geld gegeben!”“ Autw. Sie hat mich unterstützt, wie sie alle Unglucklichen unterstützt. — Fr. „Sevd
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Ihr gegen das Ende des Jabres 1837 mit Hubert in England gemwe⸗
sen * Antw. „Ja.“ — Fr. „Wo habt Ihr Euch elngeschifft!.
Antw. „In Ostende.“ — Fr. „Habt Ihr Euch einige Zrit in „Wir hielten uns auf der Reise
Verviers aufgehalten”“ Antw. nach Brüssel dei Rachtzeit in einer defestigten Stadt auf. — Fr „Hat sich Hubert nicht in dieser befestigten Stadt emferni? Autw. „Hubert eutferute sich auf der Reise zu verschtedeuen Malen.“ — Fr. „Sagte Euch Hubert, daß er unterweges Geld er⸗
Die Bande ist nach Warschau abgefuͤhrt und
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1 nt Freunde besucht und mich mit Zeichuen beschäftigt.’ — Fr. „Habt Fbr nicht den Plan ee Maschine für Hubert gezeichnet?“ Autw. „Ich habe nicht allein eine Maschine für Hubert, sondern auch viele andere Maschinen gezeichnet.’“ — Fr. „Es ist also von einer Maschine zwischen Euch und Hubert die Rede gewesen!“ Antw. „Ja, von jener und von mehreren anderen.’“ — Fr. „Wozu sollte die Maschine dienen, von der Ihr mit Hubert gesprochen habt’“ Antw. Es war eine Ma⸗ schine zum Schießen.“ Man legt Steuble den Plan vor, der in dem Hute Hubert's gefunden worden war und er erkennt denselben an. — Fr. „Hat nicht Hubert eine Reise nach Frankreich ohne Euch gemacht?“ Antw. „Ja.“ — Fr. „Saht Ihr in London die Fran⸗ lösischen Flüchtlinge!“ Antw. „ 4 habe sie zuweilen gesehen.“ — Fr. „Habi Ihr einen Italtaͤnischen Fluͤchtling Ramens Davaris ge⸗ sehen?“ Antw. Fetent ⸗ — Fr. „Habt Ihr nicht in London
einen Streit mit Hubert gehabt?“ Autw. „Ja.“ — Fr. „Wes⸗ halb?“ Antw. „Wegen Geld⸗Angelegenheiten.“ — Fr. „Ist gar nichts über die Anfertigung einer Maschine und über den Zweck derselben unter Euch verabredet worden’“ Antw. „Es war zwischen uns verabredet, daß die Maschine angefertigt werden sollte; aber er hat mir nicht gesagt, wem er dieselbe zu verkaufen gedächte.“ —. Aus dem folgenden Theite des Verhörs gingen nur bekannte That⸗ fachen hervor; die Mißhelligkeiten zwischen Hubert und Steuble in
London scheinen daher entstanden zu seyn, daß einer dem andern
Kuderi fürchtete eine Denunciation, Steuble besorgte, daß man ihn späͤter undelohnt bei Seite schieben würde. 858 nee⸗ der Streit endigte damit, daß Hubert dem Stenble den Riß zu der Maschine heimlich fortnabm und sich damit nach Frankreich auf den Weg machte. — Der Präsident zu Steuble: „Man hat umter Euren Papieren eine Schrift nachstehenden Inhalts gefunden: „„Traktat zwischen Steuble und der Franzoͤsischen Re⸗ publik. Da ich meinerseits Alles gethan habe, um das Unterneh⸗ nehmen zu Stande zu bringen, und da Herr Hubert meinen Beschlüssen zuwider gehandelt hat, so sehe ich mich genöthigt, nachfolgende Be⸗ dingungen festzusetzen: 1) das Haus wird in meinem Ramen gemie⸗ thet; 2) ich allein bestimme die Arbeiter, die in der Werkstatt arbei⸗ ten sollen; weder Herr Hubert noch sonst Jemand darf dieselbe be⸗ treten; ³) bezahle ich die Arbeiter.“ — Steuble erwiederte auf die an ihn gerichteten Fragen, daß das Unternehmen, von dem in jener Schrift die Rede sey, in dem Bau einer Maschine bestanden habe. Es habe in London ein Haus gemiethet werden sollen, um daselbst die Werkstätte einzurichten. Der Präsident zeigte hierauf den Ge⸗ schwornen an, daß es nach vielen Bemühungen gelungen sev, ein in Chiffern geschriebenes Blatt, welches man in Hubert's Brieftasche gefunden habe, zu dechiffriren, und es ergäde sich darnach folgender Inhalt: „„Ich bedauere schmerzlich die Spfer, die gebracht worden sind; ich nehme alle Verantwortlichkeit darüber auf mich. Mein Ge⸗ wissen ist rein. Wir haben uns alle Muühe gegeben, ihn anderen Siu⸗ nes zu machen. Ich habe ihn gebeten, zu Ihnen zu geben; er will sich nicht mehr damit Ich erfahre, daß er bei einem seiner Freunde gewesen ist, um seine Denunciation übersetzen zu lassen; dieser hat sich geweigert. Er jzürnt auf uns, weil er keinen Brief von seinem Vater erhalten hat, weil er sich einbildet, daß wir ihn täuschen wollten. Wir sind überzeugt, daß Christoph nur nach Lon don gekommen ist, um seine Bedingungen zu machen und um für seine Maschine den Preis, den er fordert, zu erhalten. Glücklicher⸗ weise hat er Ihren Ramen nicht genauut. Da er sieht, daß er uns auf diese Weise nicht ausbeuten kann, so will er sich durch Denun⸗ ciation bereichern. Ich habe Alles zu fürchten, wenn die Gesandt⸗ schaft mich entdeckt. Jetzt, da ich wiederhergestellt bin, suche ich die Gelegenheit, um ihm dasselde Schicksal zu bereiten, wie dem Ande⸗ ren; auch gied⸗ ich Ibnen dafür, daß er in keine anderen Hände fal⸗ len soll. La 16 Ich babe Kuallpulver gefun⸗ den, so viel ich brauche, um alteenfalls die dalde Hauptstadt in die Luft zu sprengen; dies kostet nichts. Der Fabrikant ist ein guter Repu⸗ blikaner; ich muß mich mit ibm 70 Stunden voen London entfernen, um Experimente zu machen. Dies ist die einzige Ausgabe. Wenn Sie es für zwecmäßig erachten, auf diese Weise fortzufahren, so seuden Sie mir segleich den Freund, damit wir wädrend der Fabri⸗ cation des Pulvers an die Ardeit gehen köunen. Weun Ihnen dies nicht konvenirt, so senden Sie mir sogleich Geld, damit ich mich, wenn Christeph getödtet ist. füchten kann. Meine Lage ist schrecklich. Kein mchr. um nach.. zurückzukedren und den Ip⸗ rannen, den elenden Kaudan Pascha zu tödten. Trotzdem soll er noch vor mir sterdeu. — Der Praäsident zu Steudle: „Könnt Idr uns erklären, was das dedeutet?“ Antw. „Ich weiß nichts daron.“ — Fr. Warum reistet Ihr denn se eilig den Lendon ab,. und kamt nach Paris? Antw. „Weil ich erfahren datte, dasß Hu⸗ dert mich lästerte. — Fr. „Kanntet Idr nicht vielleicht den .P. des Briefes, den ich so eden vorgelesen hade, und vergalaste Euch dies nicht zu der schnellen Entfernung von Londen Antw. Rein. — Fr. „Wer dat Euch in Paris zu Bincent Girand ze⸗ füͤdrt k Antw. „Ich weiß es nicht. — Fr. War es nicht Ma⸗ demoiselle Groupelle oder Anuat’ Antw. Rein. — Fr. Hahe Idr Mademoiselle Grouvelle desacht? Autw. Ja. Ir. „Dft* Autw. „Wie es sich gerade traf. — Fr. „Weddald giügt Ider zu Autw. „Um Frauzösisch zu lernen.“ Fr. Wie Fug 828 iun, daß Ihr dei Eurer Feindschaft mit Hudert die Madem Grourelle desuchtet da Idr dech wusftet, daß sie seime vertrautn
nicht traute.
— k.