beenennüühid .“—“
die Kasse nicht erffne 8 -⸗ Schauspielhause: Vert buͤrgerliches O ] m auspielhause: Verirrungen, buͤrgerliche a
in 5 Abth., von E. Devrient. chauspia
Montag, 21. Mai. Im Schauspielhause: Schauspiel in 4 Abth., von E. Raupach. 88
Dienstag, 22. Mai. Im Opernhause: Der Postillon vmn E“ Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth. Musik von A. Adam. “ ¹
Im Schauspielhaufe: Franzoͤsische Vorstellung. Zu den Montags⸗ und Dienstags⸗Vorstellungen kann he⸗ u
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mine „ s 8 U ee eta n e an 162 die gzuemmantn nu,S. 18 2 Hrs sIr i r
Fr. Tsoer. Thlr. zu 30 25
Brief. 141 1 150 ¾ 151 ½4
Frankfurt ℳ. M., 16. Mai. weshalb auch Abends im Opernhause Met. 106 ³¾. G. 210% 101 ¾. G. 21½2 % 6113. „bö. 1 % 26 ⅞. Rr. Hank. Actien 1735. 1738. Partial. Obl. 2 G. L.50⸗ zu 500 Fl. 125 1. 1251 ½. Loose zu 100 Fl. 263. G. Preussa. Präm.-Sch. 65. 64 ¾. do. 4 % Anl. 1921 G G. Poln. Loose
Oesterr. 209 mechsel-Courv.
RKurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 M.. 2 Mt.
661 ¼. 66 . 5 % Span. Anl. 12 ½. 12. 2 ½ % oll. 5b ⁄½. 547/18. Hamburg Die Ropalisten, E“ 88ig
Wien, 14. Mai. London 1⁰% 1011 2* 3 % 82 ⁄₰.
Nene Anl. 627 ⁄½.
211,0) ₰
5 % Met. 107.
i . Wi in 20 AF. Bank-Actien 1444*4. en in 1
Augsburg
p. Breslaa..
— .
erliner E114*
Den 19. Mal 1838.
fmtltlicher Fonds.
und Geld-Courn
Leipzig Frankfurt a. MNM. WIAA . Petersburg
8 Tage 2 Mt.
2 3 Woch.
Inseinnnnmn,;s
—————
1838. 18. Mal.
Morgens 6 Uhbr.
Nachmittag
6. Zett*l. 2 Uhr.
A r. Four. d Brief. I Geld.
—
8
Meteorologische Beobachtung.
Sonntag,
8 Abends 10 Uhbr.
Nach einmaliger Beobachtung.
p; r. Uour. Brief. Geld.
Pomm. Pfandbr. 23⁄3 Kur- u. Neum. do. 4 do. do. do. 2½ Schlesische do. 4 Rückst. C. und Z. Seb. d. K. u. N.
% 102 ⁄ Pr. Engl. Obl. 20. 4 102 ¾ PrömSeh. d. 82b.— 64 ½ Karm. Ohl. m.;1C. 4 103 ¼ 102 % 4 103 Gold al marco Neue Ducaten Friedrichsd'or And. Goldmön- zen à 5 Thl. Discento
1 Dana. do. In Tb. — 43 ⁄¼ Westpr. Pfaundbr. 44 101 Grofsh. Pes. fo. 4 104 ⁄1 Oatpr. Prandbr. 4 101 ⁄¼ Z Pomm. do. 141 101
Khbinger
IIII
334,71"“ Par.
+ 4,90 R.
+ 3,³⁰° R. 80 pCt. trüde.
d88.
Luftdruck... 333,22“ pa Lustwärme.. Thaupunkt.. Dunstsattigung
292 gg 100 1³ 992 90
v, 63 pCt. er. 18 trübe.
N
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214 ¾
Wolkenzug. Tagesmittel:
—
+ 9,.50 R. + 3,9° R.
232,579 Par.. †. 7,90 R.. 4*. 3,80 R.,, 70 vCt. ON8SO
Montag, Salvatore
232,69 Par. Ca von Donizetti.
+ 9,4° R. + 13202 R. 68 vCt. trübe.
ONRO.
—
Quellwärme 7,190 R.
Flußwärme 9,9 0 R.
Bodenwärme 9,8 0 R.
Ausdünstung 0,022“Rh.
Niederschlag 0.
Wärmewechsel *2 10,20 + 3,60.
r.
Lustspiel i
——
131⁄12
Sonntag, 20. Mai.
237 12 %
Zu dieser Vorstellung sind
—
Koͤnigliche Schauspiele. Im Opernhause: ser⸗Nymphe, Feen⸗Ballet in 3 Abth., von P. Taglioni.
Undine, die Was⸗
Billets nicht mehr zu haben,
Bekanntmachungen. Nothwendiger Berkauf. Ober⸗Landesgericht zu Bromberg.
Die im Inowraclawer Kreise delegenen Ritter⸗ güter Etemboka und Maszenice nebst Jubehör, landt schaftlich abgeschätzt auf 68,369 Thlr. 2 sgr. 8 pf. mi⸗ Ausschluß einer im Königreich Polen belegenen Wald⸗ strecke, sollen am 27. Oktober 1838, Vormittags 11Ube, an ordeuntlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Hypo⸗ theken⸗Schein, Bedingungen und Taxe sind in dem Büreau Mr. III. einzusehen.
Alle unbekannte Real⸗Prätendenten werden auf. gedoten, sich spätestens in diesem Termine dei Ver⸗ mesdung der Prätlusion zu melden. I
Oeffentliche Bekanntmachung.
Die bereits früher vom Königlichen Stadtgerichte
hierselbst erlassene Bekanntmachung, daß der vormalige Kaufmann Heinrich Beer durch
ein Erkenntniß erster Instanz de publicato den
7. Juni 1836 für einen Verschwender erklärt wor⸗ den und demselben kein Kredit gegeben werden dürfe,
wird hierdurch in Erinnerung gebracht, und werden
zugleich alle diejenigen, welche sich mit demselben in
Pariehns⸗Gesch fte einlassen oder demselden unerlaub⸗
ten Kredit geben sollten, auf die Vorschriften der §. 1310, 1311 Tit. 20 Th. II. A. L. R., welche Ge⸗
Fman socgendergestan lauten:;
„. 1310. Wer einem ieverehrigen Darlehen oder sonst unerlaubten Kredit giebt, der soll, außer der von selbst folgenden Nichtigkeit des Vertrags, eben so viel, als die geliehene oder geborgte Summe oder Waare beträgt, zur Strafe entrichten.
g. 1311. Eben so wird der bestraft, welcher einer war großjährigen, aber wegen Verschwendung oder senst unter Vormundschaft stebenden Person uner⸗ laubten Kredit giebt.“
hierdurch verwiesen.
Berlin, den 8. Mai 1838. 1 Königlich Preuß. Kurmärkisches Pupillen⸗ 38 Kollegium.
—.—
Subdhastatious-Patent. Nothwendiger Verkauf.
Das den Schloͤssermeister Johann Benjamin Strauß⸗ schen Ebeleuten zugehörige, in Kleinhammer unter Nr. 40 des Hypothekenbuchs gelegene Grundstück, ab⸗ geschätzt auf 6008 Thlr. 20 sgr. zufolge der 9 Hy⸗ potheken⸗Scheine und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll den 26. Oktober
8 8
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W1“ an hiesiger Gerichtsstelle verkauft werden. “ Köntgl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
CäEEEEEEEEEbP 1 Die unbekannten Erben des am 22. April d. J. bierselbst verstorbenen pensionirten Polizei⸗Bereiters Friedrich Heinrich Emanunel Gärtner, so wie event. deren Erben und Erbnehmer, werden hierdurch zur Geltendmachung und Rachweisung ihres etwanigen Erbrechts zu dem auf den 15. Oktober 1838, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Auskultator von Schirnding an bhiesiger Gerichtsstelle anberaumten Ter mine unter der Warnung vorgeladen, daß der Nach⸗ Aaß des Verstorbenen dem sich im Termine meldenden und legitimirenden nächsten Erben, oder, falls sich kein solcher melden sollte, dem Königl. Fiscus als herren⸗ joses Gut zur freien Verfügung verabfolgt werden wird und dersich nach erfolgter Präclusion etwa erst mel⸗ dende nähere eder gleich nabe Erbe alle Handlungen und Disvosjtionen desjenigen, der sich dann in dem Be⸗ sitze des Rachlasses befindet, anzuerkennen und zu übernehmeu schuldig, von Letzterem weder Rechnungs⸗ legung nech Ersatz der gezegenen Nutzungen zu fordern berechtigt, sondern sich ediglich mit dem, was alsdann noch von der Erbschaft vorhanden seyn möchte, zu begnügen verbunden seyn wird. Hirschberg, den 17. Norember 1837. Königl. Land⸗ und Stadtgericht.
——— —
Berkan Kreisgericht Krojanke.
Die den Banauier Liepmann Mever Wuͤlffschen Erben zugehörige an der Küddow gelegene Tarnowker Mühle nebst dem damit verbundenen Mühlengute, bestebend außer den Wohn⸗ und Wirthschafts Gebäu. den aus 364 Morgen 155 IMRuthen Land an Acker, Wiesen und
FSreiwtlliger
circa 13 Meorgeu gehört, gerichtlich abgeschätzt auf 6364 Thlr. 3 Wr. 7 pf. zufolge der nebst Hypotheken⸗ Sten und Bedingungen in unserer Registratur ein⸗ zusehenden Tare, soll
am 25. Juli 1838, Vormittags 11 Uhr, an erdentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
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EIEIIDIDIDDAII11“”
Der am 23. August 1761 zu Militsch, Koseler Kreise eborne, angeblich im Jahre 1811 als Studiosus der heologie von Breslau auf die Universttät Krakau gegangene Johann Preidel, der seit dieser Zeit keine Nachricht von seinem Leben und Aufenthalte gegeben, so wie dessen unbekannte Erben und Erbnehmer, wer⸗ den auf den Antrag des ihm, resp. den Erben bestellten Kurators Herrn Justiz⸗Kemmissarius Frölich hiermit aufgefordert, sich innerhalb 9 Monaten von der ersten Einrückung dieser Vorladung in die öffentlichen Blätter angerechnet, spätestens aber in dem auf den 29. Dezember 1838, Nachmittags 2 Uhr, in der Gerichts⸗Kanzlei zu Militsch anberaumten Ter⸗ mine bei dem Gerichte oder in der Registratur dessel⸗ ben in Person, schriftlich oder durch einen bei Ersterem
zur Praxis berechtigten Justiz⸗Kommissartus, wozu litz vorgeschlagen wird, zu melden,
10 sgr. bestehendes Kapital⸗BPermögen entweder feinen sich legitimirenden gesetzlichen Erben oder aber dem Königl. Fiskus als herrenleses Gut ausgehändigt wer⸗ den wird.
Kosel, den 12. Januar 1838. Das Gerichts⸗Amt Milit
8
Daß der diesjährige hiesige Wollmarkt auf den 7. und 8. Junt angesetzt ist und ansehnliche Zufuh ren zu erwarten seyn werden, wird mit dem Beifuügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Directlon des Markts den Käufern sowohl zur einstweiligen Lagerung der Wolle, als auch zum Transpors dersel⸗ ben die willigste Assistenz leisten wird.
Stralsund, den 11. Mai 1838.
Bürgermeister und Rath hierselbst.
Verkaufs⸗Anzeige einer großen Besitzung, gelegen in der Königl. Preuß. Rhein⸗Provinz, beste⸗ hend aus einem Hauptgute mit herrschaftlichem Schlosse und den dazu gehörigen Verwaltungs⸗ und Oekonomie⸗ Gebäuden, Gärten und Weihern; sodann aus mehreren Rittersitzen, Meierhoͤfen, Mühlen, Eisenhämmern, Wohn⸗ hänsern, ausgedehnten Hoch⸗ und Nieder⸗Jagden, wor⸗ unter eine sich uͤber einen Diftrift von mehr als fuͤnf — Meilen erstreckt, Fluß⸗Fischereien, Geldgefällen ꝛc. ꝛc. mit einigen tausend Morgen Ackerland, Wiesen, Gär⸗
ten und Forsten.
Diese Besitzung, früber eine unmittelbare freie Reichs⸗ herrschaft, genießt nech jetzt mehrere Ehrenrechte und liegt zwischen zwei Landstraßen, in der Nähe von meh⸗ reren großen und kleinern Städten.
Das Ganze bietet dem Erwerber eine seltene Gele⸗ genheit dar, mit Sicherheit und Vortheil seine Gelder anzulegen, da die Güter, Forsten, Ackerländereien und Wiesen ꝛc. in sehr gutem Zustande sind und im Ver⸗ hältuisse zum Kauspreise seit langen Jahren einen reinen Ertrag von 4 ½ à 5⁵ Precent gewähren, auch
kein prekärer vn Mee sich befindet.
Nähere Aufschlüsse ertheilt auf persönliche Anfrage oder frankirte Briefe Herr Advekat⸗Anwalt Flamm in Köln a, R. 88½ 88 Bekanntwmachung.
Die Schwefelwasser-, Gas. und Schlammbäder am Gesundbrunnen zu Nenndorf werden zur üblichen Zeit,
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p.
der Herr Justiz Kommissarins Seiffert gu Groß⸗Streh⸗ widrigenfalls der Johann Preidel für todt erklärt und dessen in 33 Thlr.
nuter den versch edenen Bestandtheilen dieser Besitzung
am 1. Juni d. J., in den verschiedenen Formen der Anwendung, eröffnet, die Soolbäder aber am 15. Juni.
Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.
Die unterzeichnete Verwaltung verbindet mit die- ser Anzeige die Bemerkung, dats man in diesem Jabre mebrere, zur Bequemlichkeit und Annehmlich- keit für die Kurgäste dienende, neue Einrichtungen an diesem so reich ausgestatten Kurorte finden wird. Bad Nenndorf, am 9. Mai 1838. Die Brunnen- Verwaltung.
Dampf-Packetfahrt,
zwischen Kopenhagen u. Kiel und zwischen Kopenhagen und Lübeck. Das bekannte Dampfschiff „Frederick VI.“, Capt. M. He fs, setzt seine Reisen zwischen obenge- nannten Oertern regelmässig fort und geht: von Kopenbagen nach Travemünde jeden Montag Nachmittag um 3 Uhr präclse, von Travemünde nach Kopenhagen jeden Dienstag Nachmittag um 6 Uhr präcise, von Kopenhagen nach Kiel jeden Freitag Morgen um 8 Uhr präcise, Kopenhagen jeden Sonnabend Abend um 7 Uhr präcise, ab. Reisende können ihre Equipagen mit sicb führen. Nähere Nachricht ertheilt: in Kiel der Herr K. A. Christiapi, Nach- folger, und
in Lübeck D. CG. Witte.
von Kiel nach
Die funfzehnte Einzahlung von 5 Thaler auf die II Dresdner Eisenbahn-Actien wird nach §. 3 der Allerhöchst bestätigten Statuten hiermit angeordnet.
Die Inhaber belieben diese Einzahlung vom 1. Juni
an in Leipzig bis zum 21. Juli d. J., Abends
7 Uhr, oder auch, jedoch spärestens bis zum
14. Juli d. J., Abends 7 Uhr, bei den in unsern
frühern Bekanntmachungen bezeichneten auswär-
tigen Handlungshäusern, zu leisten.
Fr erinnern, dass im Unterlassungsfalle der Ver- lust aller Rechte und aller früher geleisteten Ein. zahlungen nach §. 4 der Statuten eintritt.
Die Interimsscheine werden gegen neue auf 75 Thlr. Einzahlung lautende umgetausckt, und es sind am 21. Juli d. J., nach 7 Uhr Abends, diejenigen der läten Einzahlung auf 70 Thlr. lautend null und nichtig.
Unsern frühern Bekanntmachungen gemäfs wie- derholen wir, dass die IAte Einzahlung am 31. Mai in Leipzig,
am 25. Mai aufser Leipzig, Abends um 7 Uhr, geschlossen wird.
Die Inhaber der “ werden gebeten, zu den Einzahlungen ein Verzeichniss der Nummern derselben gefälligst beizubringen.
Bei der am 5. Mai geschlossenen 3ten Einzahlung sind 41 Stück Interimsscheine der i2ten Einzahlung nicht umgetauscht worden, welche hierwit in Ge- mässheit §. 4 der Sratuten für null und nichtig er- klärt werden, so dafs jetzt keine Secheine der 12ten Einzahlung mehr gültig sind. Die Inhaber dieser In- terimssckeine sind demeach ihrer Rechte als Aectio- nairs, so wie der gemachten Einschüsse verlustig, und werden die übrig gebliebenen 41 Stück der 13ten Einzahlung zum Vortheile der Compagme anderweitig verkauft.
Leipzig, den 10. Mai 1838. Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie. (G(GGustav Harkort, Vorsitzender. öPö.. Busse, Bevollmächtigter.
vuuzzzzz
Literarische Anzeigen.
So eben ist in meinem Verlage erschienen und in allen Buchhandlungen vorräthig, in Berlin bei Ludwig Oehmigfe, Burgstraße Nr. 8: 1u
Skizzen aus dem Alltagsleben. 2 Aus dem Schwedischen. h28g Erstes Bändchen:
Anfragen in ärztlicher Beziehung sind an die Her- ren Geheime-Hofrath d'Oleire oöder Doktor Cor- demann, als die Brunnen-Aerzte, zu richten, und die Wohnungs-Bestellungen besorgt der Burggraf Rüek hierselbst. Ueber die physikalischen und chemischen Eigenschaften und über die Heilkräfte der Nenndorfer altbekannten Schwefelquellen, So wie über die Ein. richtungen der Anstalt, geben die in der Krieger. schen Buchhandlung zu Kassel herausgekommenen Schrifton des Herrn Geh.-Ilofraths Wurzer vom Jahr 1815 und der Herren Geh.-Hofrath d' Oleire
Weide, und wozu ein kleiner Wald von und Professor Wöhler vom Jahr 1836 Nachricht. bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr.
Dire Töchter des Präsidenten. EErzählung einer Gouvernante. 8Svo. Geh. 1 Thlr. 20 sgr.
Die Verfasserin der „Teckningar utur Hwar⸗ dagslifwet“ hat sich in Schweden einen ausgezeich⸗ neten Namen erworben und ihre Erzählungen ver⸗ dienen der Deutschen Lesewelt bekannt zu werden.
Leipzig, im April 1828. F. A. Brockhaus.
——— ——
In allen Buchhandlungen Deutschlands, in Berlin 3),
ammerano, uͤbersetzt von Shan⸗ Haͤhnel.
Billet⸗Verkauf erst von Sonntag Mittag 12 Uhr anfangen. Koͤnigsstaͤdtisches Theater.
20. Mai. Der Braͤutigam und der Affe.
zer des K. K. 9
21. Mai. Belisar. Oper in 3 Abth.
am
(Herr Schober, K. K. Hof⸗Opernsaͤnger un
Kaͤrntnerthor⸗Theater in Wien: Belisar, als sechste Gastrolle) Deennde 2 Mai. n
Der Verräaͤ (Fraͤulein wn
Zum erstenmale: kt, frei uͤbersetzt von Holbein.
St. George, vom Stadttheater in Koͤln: Claͤrchen. — Seelig, vom Stadttheater in Nuͤrnberg: Jakob, als Ga len.) Hierauf: Der Barometermacher auf der Zauber⸗Insit Zauber⸗Posse mit Gesang in 2 Akten, von F. Raimund.
Redaction unter Leitung von Rheinwald. 8 —
Gedruckt bei A. W. Hayn.
Kant's (Imm.) Menschenkunde oder philosophische Anthropologle. Herausgegeben von Fr. Chr. Starke. Reue Aug, gabe. Brosch. Preis 1 ¼ Thlr.
Selbst denken ist des Menschen Ziel; ahn
nicht leeres, phantastisches, sondern Ideen⸗ und Geist reiches. — Hierzu aber ist die Einsammlung von reichen Kenntnissen nöthig, welche ganz vorzüglich die vor Sachkennern sehr belobte und für Jedermann ver⸗ ständliche Kant's Menschenkunde darbietet, die wir nicht nur den Gebildeten, sondern auch den Gesehrteu zur Anschaffung empfehlen können. (Ernstsche Buchhandlung in Quedlinburg.)
Bei E. H. Schroeder in Berlin, Königsstue Nr. 37, ist erschienen und in allen Buchhandlunga
zu haben: Champagner⸗Schaum.
Geschöpft und auf Flaschen gezogen für den Scherzes und der ungeheuren Helterkeit. Eine pikante Sammlung des Reuesten und Interesau⸗ testen auf dem Felde des Jokosus. In 3 Abtheilungen. Herausgegeben vom Bruder Chamäleon, itglied des Pikwick⸗Klubb. „ Batterite. Preis sauber geheftet 7 ½ sgr.
Dieses Werkchen wird endlich dem so behr füͤblbaren
Mangel an „neuen interessanten Pieceu zum Vortrag in geselligen Kreisen geeigner voll⸗
kommen abhelfen, da der Herausgeber darauf beson,
ders Rücksicht genommen. Die I. Abtheilung enthält humoristische Auf⸗ sätze von Börne, Laube, Saphir, L. Schuen der, Swift u. s. w.
Die II. Abth. neue launige Gedichte von vel
Gaudyv, A. Grün, Reinik, Saphir u. s.r. Die III. Abtheilung endlich Berliner Lokalscherzt und eine Quintessenz pikanter Anekdoten.
Im Verlage von T. Haslinger in Wien und m T. Trautwein in Berlin, Breite Strafse No. erschienen so eben und sind zu haben:
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Paris. Walzer für das Pianoforte. 101stes W. Preis 15 sgr. Zu 4 Haänden 20 sgr. Für Pianofom und Violine 15 sgr. Für 3 Violinen und Bafs 20 9. Für Guitarre 10 sgr. Für Flöte 5 sgr. Für e Orchester 1 Thlr. 20 sgr. Gleichzeitig erschien auch: Clara Wieck,
Hexentanz für das Pianoforte. 10 sgr.
—
Neue Englische Kunstsachen. Stanfield's Sketeches on the Mosell 28 Thlr. Vivian's Spanish Scenery. 28 Thlr. The Mantilla, painted by Landseer, engr) Robinson. 7 Thlr. Sterne and the Grisette, painted by Ner ton, engr. by Doo. 7 Thlr. Start for the Derby & Coming in forh Derby. 2 Plates. Col. 21 Thlr.
Portraits of the Brood Mares at Hampyta
Court. 1 Nos. 18 Thlr. Queen Victoria, painted by Francis, ²s-. by Lewis. Col. 5 Thlr. Friedrich Krebs, Kunsthändler, Französische Strafse No. Al, am Gendarmen-I
ö1“
Bei Graß, Barth & Comp. in Breslau ersch so eben und ist durch jede Buchhandlung zu bezteßeg in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg dur E. S. Mittler:
Dr. L. Wachler's Lehrbuch der Geschichte, zum Gebrauche in höheren Unterrichts⸗Anstalten. Sechste vermehrle und verbesserte Auflage. 1838. er⸗ 8vo. Preis 1 ½ Thlr.
Außer den vielen Veränderungen, Berichtigun und Zusätzen, mit denen der treffliche, jüngst verem „ Verfasser diese seine letzte literarische Arbeint bereichent ist auch die Geschichte bis zu Ende des Jahres "2 fortgeführt worden; und wird sonach dieses Werk eines der gediegensten seiner Art mit Ueberzengun von Reuem empfohlen.
ist zu haben:
mit Gesang in 3 Akten, von J. Musik von 85* sG n
8 err F. Stoͤckl, erster Mimiker und eaters am Kaͤrntnerthor in Wien: Mamock, als Gestd⸗
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung
u Breslau ist dem zeitherigen Kuratus Rost zu Merz⸗ ef die Pfarrei in Heidersdorf, Kreis Nimptsch, und dem cherigen Kapellan Hoffmann in Groß⸗Peterwitz die erle⸗ gte Pfarrei daselbst nebst den Filialen Lorzendorf und Pohls⸗ erf, Kreis Neumarkt, verliehen;
u Koͤln ist die durch Resignation des Pfarrers Werner porn erledigte Pfarrstelle zum heil. Kunibert dem bisherigen ffarrer zu bendersdorf, Peter Joseph Horn, uͤbertragen; id an die Stelle des anderweitig versetzten Pfarrers en Nathias Schwieren der bisherige Kapellan und Militair⸗Seel⸗ örger zu Jülich, Peter Joseph Guth, zum Pfarrer zu
denich, Dekanat Hersel, ernannt worden;
zu Oppeln ist der zeitherige Pfarr⸗Administrator Amand hronia zu Krzanowitz, Kreis Kosel, als wirklicher Pfarrer selbst bestaͤtigt worden. v“
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Angekommen: Se. Durchlaucht der General⸗Major d Commandeur der öten Division, Prinz George zu Hes⸗ en, von Frankfurt a. d. O.
Se. Durchlaucht der General der Infanterie, General⸗Ad⸗ tant und Staats⸗Minister des Kaiserl. Hauses, Fuͤrst Wol⸗ onski
Se. Excellenz der General der Kavallerie und General⸗ Adjutant, Graf von Benkendorff,
Se. e Kaiserl. Russische General der Kavalle⸗ je und General⸗Adjutant, Graf von Orloff,
Se. Excellenz der Kaiserl. Russische General⸗Lieutenant on Adlerberg,
Se. Excellenz der Kaiserl. Russische General⸗Lieutenant on Kawelin, und
Der Kaiserl. Russische General⸗Masor von Philosophoff, on St. Petersburg.
Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Ober⸗Praͤ⸗ dent der Provinz von Bassewitz, und
Der General⸗Major und Commandeur der 4ten Kavalle⸗ e⸗Brigade, Freiherr von Krafft II., von Landsberg a. d. W.
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Zeitungs⸗Nachrichte Auslan “
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Paris, 14. Mai. Der Moniteur promulgirt heute in inem amtlichen Theile das Gesetz in Betreff der General⸗Con⸗ ils und der Bezirk⸗Conseils.
Der Constitutionel erzaͤhlt, daß am vergangenen Don⸗ erstage, waͤhrend der Koͤnig in Versailles war, der Conseils⸗ Praͤsident, die Wendung der Debatte uͤber die Eisenbahnen vraussehend, mitten in der Sitzung einen Expressen an Se. Ma⸗ staͤt abgesandt habe, um die schleunige Ruͤckkehr des Koͤnigs
erbitten. Der Koͤnig habe gerade in Begleitung vieler Hersonen einen artistischen Umgang in dem Museum 89 eer noch mehrere Stunden habe dauern sollen. Nach esun er Depesche des Grafen Molé habe der Koͤnig aber soglei inen Wagen verlangt und sey ohne Eskorte nach den Tuile⸗ een geeilt, wo er noch vor dem Schlusse der Kammer⸗Sitzung gekommen waͤre. An demselben Abend habe noch ein Mini⸗ er⸗Conseil stattgefunden, in welchem beschlossen worden sey, aß keine Modification des Ministeriums fuͤr jetzt stattfinden solle.
Das Journal la Presse enthaͤlt heute folgenden Artikel: Ja, die gegenwäͤrtige Lage ist seltsam; sie ist sogar falsch; aber e ist nicht beunruhigend, denn sie widerstrebt den wahren Srundsaͤtzen der Repraͤsentativ⸗Regierung; und man wird die Hindernisse, die gewisse Factionen zu erregen suchen, zu besiegen bissen. Man muß dem gegenwaäͤrtigen Zustande ins Auge zu licken wagen. Man muß das Uebel bei Namen nennen. Und an glaube nur nicht, daß es heroischer Mittel gegen dasselbe
Peduͤrfe, solcher Mittel, die oft verzehrender sind, als das
ebel, welches man bekaͤmpfen will. Fuͤr eine constitutionnelle id nationale Regierung ist das immer gegenwaͤrtige, immer bürtsame, immer sichere Huͤlfsmittel die oͤffentliche Meinung. Venn die Regierung diese auf ihrer Seite hat, so werden die sactionen sich zuruͤckziehen und die Coterieen verschwinden. Wohlan, die oͤffentliche Meinung beginnt schon, die gegenwaͤr⸗ ge Lage aufmerksam zu betrachten und es bedarf nur ein⸗ sner ndeutungen, um sie gaͤnzlich aufzuklaͤren. Ueber⸗ I. in den Familien, in den Fabriken, in den Werk⸗ sten, sucht man sich uͤber den Widerspruch Rechenschaft n geben, der zwischen der oͤffentlichen Ordnung und den par⸗ deeeteeüschen erlegenheiten, zwischen dem allgemeinen Wohl⸗ 8 zind den kuͤnstlich hervorgerufenen Besorgnissen stattfin⸗ Ken lle thaͤtigen und vernuͤnftigen Maͤnner, die, gleich der 1 heeen, den National⸗Wohlstand in der Entwickelung der 119 suchen, wundern sich zu vernehmen, daß die von der 4 altung entworfenen Plaͤne, um der Arbeit im Lande einen „ und schnellen Aufschwung zu geben, durch Theorieen — hmn werden, hinter denen sich kleinliche Leidenschaften ver⸗ roßea Man sieht eine thaͤtige und gewissenhafte Verwaltung eber ige Entwuͤrfe reiflich vorbereiten, sie mit Eifer und ieser ugung 8 und dann ploͤtzlich der Ausfuͤhrung lchser Entwuͤrfe Hindernisse in den Weg legen. Die öoͤffent⸗ einung, unzufrieden uͤber dieses Resultat, forscht nach
1ö111“ 4 Fameagisn oSenmn meneane.
den Gruͤnden, und was entdeckt sie? zehn bis zwoͤlf Personen, die ebenfalls das Staatsruder in Haͤnden gehabt haben, die gewiß, wenn sie Minister waͤren, dasselbe thun wuͤrden, was sie jetzt miß bil⸗ ligen, die den Zustand Frankreichs am Vorabend ihres Ausscheidens fuͤr glaͤnzend erklaͤrten und die am Tage nach ihrem Falle Verderben und Untergang prophezeiten; Ehrgeizige, die sich eigentlich nicht Zegen das, was die Regierung thut, sondern nur gegen den Gedanken auflehnen, von anderen Haͤnden aus⸗ gefuͤhrt zu sehen, was sie selbst nicht in's Werk zu richten ver⸗ standen; eitle Politiker, die sich nicht daran gewoͤhnen koͤnnen, zu glauben, daß man ohne sie zu regieren im Stande sey; das ist die wahre Coalition!“ — Dem 8
laß: „Woran erkennt man, daß ein Ministerium das Ver⸗ trauen eines Landes hat, und daß es eine Nation so regiert, wie sie regiert zu werden wuͤnscht! Wenn es die Majoritaͤt in den Kammern hat. Woran erkennt man, daß das Vertrauen und die Zustimmung des Landes aufhoͤren? Wenn jene Majo⸗ ritaͤt sich von dem Ministerium entfernt. In Folge dieser so einfachen Regel glaubte man bis jetzt, daß ein Ministe⸗ rium mit der äjoritaͤt stehen oder fallen muͤsse. Dies wuͤrde auch immer der Fall seyn, wenn nur Maͤnner von eini⸗ 5 Auszeichnung Kr Leitung der oͤffentlichen „vvnn. berufen wuͤrden. olche * in sich selbst die Kraft finden, ihre Portefeuilles niederzulegen, wenn sie die Ueberzeugung er⸗ langt haͤtten, daß der Augenblick dazu gekommen sey; wenn man aber nur gewoͤhnliche Maͤnner am Staatsruder sieht, so
Lande, welches nichts von ihnen wissen will, noch einige Tage laͤnger aufzudringen. Dies ist das edle und wuͤrdige Schau⸗ spiel, dem wir seit einigen Monaten beiwohnen. Die ministe⸗ riellen Blaͤtter bemuͤhen sich, dem Publikum zu erklaͤren, wie das Ministerium die Majorität verloren haben koͤnne, ohne des⸗ halb zum Ausscheiden genoͤthigt zu seyn. Warum sollte sich auch in der That das Ministerium dem Urtheile der Kammer fuͤgen? Es hatte noch vor kurzer Zeit die Majoritaͤt, und jetzt wendet sich dieselbe ploͤtzlich von ihm ab. „„Wir suchen““, sagt das Journal des Débats, „„nach den Gruͤnden, welche diese plöͤtzliche Veraͤnderung herbeigefuͤhrt haben koͤnnen, aber wir finden keine.““ Was liegt daran, ob Ihr die Gruͤnde kennt oder nicht? Ist die Sinnes⸗Aenderung der Kammer deshalb weniger eine aus⸗ gemachte Thatsache? Ist es etwa eine Regel der Repraͤsenta⸗ tiv⸗Regierung, daß sich ein Ministerium nur dann vor dem
sen Ausspruch vern Ps⸗ Gruͤnde auffindet? Das waͤre eine neue constitutionnelle Jurisprudenz, die sich in ihren Resultaten schwerlich als eine haltbare behsen wuͤrde.“
Das Journal du Commerce sagt: „Die Franzoͤsischen Inhaber Spanischer Fonds sehen mit großer Spannung dem Erscheinen des Berichts uͤber die Bittschrift entgegen sie den Kammern in Madrid uͤbersandt haben.
en. Dieses Comité steht mit einer in London zu demselben
wecke gebildeten Kommission in Verbindung. meinschaftlich darauf bedacht, sich jedem neuen Unternehmen zu widersetzen, welches die Anspruͤche der jetzigen Glaͤubiger beein⸗
traͤchtigt.“ Großbritanien und Irland.
zung vom 14. Mai. Auf den Antrag Lord Melbourne⁸ wurde die zweite Lesung der Irlaͤndischen Armen⸗Bill wegen Unpaͤßlichkeit des Herzogs von Wellington bis zum naͤchsten Montag verschoben. ö Minister hielt es naͤmlich nicht fuͤr angemessen, in Abwesenheit des Herzogs mit einer so wichtigen Maßregel weiter vorzuschreiten. Pört!) Lord Wynford setzte auch die auf den folgenden Abend anberaumte zweite Lesung seiner Bill zur Verbesserung des Englischen Ar⸗ men⸗Gesetzes noch so lange aus, bis die Kommission, welche sich jetzt mit der Untersuchung der angeblichen Fehler dieser Akte beschaͤftigt, ihren Bericht werde abgestattet haben.
Unterhaus. Sitzung vom 14. Mai. Nachdem der Marquis von Blandfort, ein Torp, als neu erwaͤhltes Mitglied fuͤr Woodstock, seinen Sitz im Hause eingenommen hatte und von Lord Churchill, dem liberalen Kandidaten, eine Petition gegen diese Wahl uͤberreicht worden war, trug Lord John Russell darauf an, daß das Haus sich in den Ausschuß uͤber die von ihm fruͤher vorgelegten Irlaͤndischen Zehnten⸗Resolutio⸗ nen verwandeln moͤchte, um diese Resolutionen zu genehmigen und ihn zu ermaͤchtigen, eine Bill auf dieselben zu begruͤnden. Die Opposition hatte schon durch Sir T. Ackland ein Amende⸗ ment zu diesem Vorschlage ankuͤndigen lassen, wonach vorher die im 1835 vom Unterhause angenommenen Resolutio⸗ nen in Bezug auf die Verwendung jedes etwanigen Ueber⸗ schusses, der durch die Zehnten-Umwandlung und Abloͤsung zu eruͤbrigen seyn moͤchte, aufgehoben werden sollten. Gegen die⸗ ses Amendement war daher der groͤßte Theil der Rede des Ministers gerichtet. In den diesjaͤhrigen ministeriellen Resolu⸗ tionen in Betreff der Regulirung der Zehnten⸗Frage (deren Inhalt wir in Nr. 124 der Staats⸗Zeitung ausfuͤhrlich mitge⸗ theilt haben) ist naͤmlich der im Jahre 1835 vom Unterhause angenommene Beschluß, uͤber die Verwendung des nicht fuͤr die Beduͤrfnisse der herrschenden Kirche in Irland erforderlichen Ueberschusses in ihren Einkuͤnften zu allgemeinen Unterrichts⸗ zwecken ohne Unterschied der Religion, nicht enthalten, sondern nur angedeutet, indem es in der einen Resolution heißt, daß das Einkommen, welches dem konsolidirten Fonds, nachdem die jetzigen Zehnten den Inhabern abgekauft seyn werden, aus der
es Pehelhts dirr htdng, n 91 , 84 oms
darf man von ihnen eine solche Resignation nicht erwarten. Sie werden alle Spitzfindigkeiten hervorsuchen, um sich dem
Ausspruche der eeeeh. zuruͤckziehen muß, wenn es fuͤr die⸗ n
welche Es ist ein be⸗ sonderes Comité gebildet worden, um die Interessen der Besiz⸗ zer Spanischer Fonds zu vertheidigen und die Fortschritte der finanziellen Operationen des Spanischen Kabinets zu verfol⸗
naͤmlich, nicht abgehen koͤnnten.
Beide sind ge⸗ - riellen Vorschlaͤgen ebenfalls enthalten, und er erklaͤre hiermit,
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Siz⸗,
Seheeesedeeees⸗ noch erwachsen duͤrfte, zur Bestreitung lokaler Irlaͤndischer Ausgaben, fuͤr welche der konsolidirte Fonds aufkommen muß, und zur Foͤrderung des Unterrichts verwendet werden solle, ohne Hinzufuͤgung, ob auch fuͤr den Unterricht der nicht zur herrschenden Kirche gehoͤrenden Bevöoͤlkerung Irlands oder bloß fuͤr die Unterrichts⸗Anstalten dieser Kirche. Lord J. Russell machte nun der Opposition den Vorwurf, daß sie durch ihren Vorschlag nur von neuem Zwietracht und Feindseligkeit erregen und eine leidenschaftslose Ausgleichung der Irlaͤndischen Zehn⸗ ten⸗Angelegenheit verhindern wolle. Lr meinte, das Amende⸗
ment Sir T. Ackland's sey demselben wahrscheinlich durch den ourrier français giebt der gegenwaͤrtige Zustand zu nachstehenden Aeußerungen An⸗
Bischof seiner Diözese eingegeben worden, eine Bemerkung, die von der liberalen Seite mit stuͤrmischem Beifall aufgenommen wurde. Der Minister ging nun in eine weitlaͤuftige — des Verhaͤltnisses zwischen Kirche und Staat ein, namentli mit Bezug auf Irland, indem er auseinandersetzte, daß dies Verhaͤltniß hier ein ganz anderes sey, als in England, und daß in Irland die Einkuͤnfte der herr⸗ schenden Kirche im Vergleich zu der Seelsorge, welche die Geistlichkeit derselben dort zu verrichten habe, viel bedeu⸗ tender seyen, als in England, waͤhrend diese Einkuͤnfte doch hier von einer protestantischen, dort von einer katholischen Bevoͤlke⸗ rung erhoben wuͤrden, denn auf 6 ½ Millionen Katholiken kämen in Irland nur 650,000 Presbyterianer und 852,000 Mitglieder der herrscenoen Kirche. Deshalb, sagte er, schienen ihm die im Jahre 1835 vom Unterhause angenommenen Reso⸗ lutionen, auf deren Widerruf die Opposition jetzt dringe, we⸗ nigstens einige Genugthuung fuͤr das Irlaͤndische Volk darzu⸗ bieten, indem sie demselben * noch eine Aussicht auf die Verwendung eines Theiles der Kirchen⸗Revenuͤen zum allge⸗ meinen Besten aller Volksklassen, ohne Ruͤcksicht auf deren religioͤsen Glauben, gewaährten. Daß er die Appropriations⸗ Klausel nicht direkt in die diesjaͤhrigen Vorschlaͤge aufgenom⸗ men, scheint nach den Andentungen des Ministers und den of⸗
fenen Eingestaͤndnissen der ministeriellen Blaͤtter aus Ruͤcksicht
fuͤr die Gegenpartei geschehen zu seyn, um den am Schluß der vorigen Session von dem Herzoge von Wellington mit Bezug auf die Irlaͤndischen Maßregeln abgegebenen versoͤhnlichen Er⸗ klaͤrungen mit gleicher Versoͤhnlichkeit zu begegnen. Aus dem⸗ selben Grunde, sagte Lord J. Russell unumwunden, 6.8. das Ministerium auch die Irlaͤndische Munizipal⸗Bill so lange aufgeschoben und erst die AUrmen⸗ und die . heit vorgebracht; nun aber finde es sich getäͤuscht, denn die Opposition habe dessenungeachtet ihr altes Verfahren nicht geaͤndert; im Gegentheil, sie verlange noch mehr, sie fordere, daß das Haus einen Ruͤckschritt thun und Resolutio⸗ nen, die ein fruͤheres Parlament zu Gunsten Irlands angenommen, wieder aufheben solle. Haͤtte der Herzog von Wellington im 28ass Jahre von einer solchen Absicht etwas angedeutet, oder waͤre nur zu Anfange dieser Session dieser Plan der Opposition angekuͤndigt worden, so wuͤrden die Mi⸗ nister nicht so nachgiebig Ssgen i sie wuͤrden die Irlaͤndischen Bills nicht in der jetzigen Reihefolge eingebracht und sie wuͤr⸗ den entschieden erklaͤrt haben, daß sie von dem Haupt⸗ Grundsatz der Resolutionen von 1835, von der Approprlation Dieser Grundsatz sey, wenn auch nicht mit denselben Worten, in den diesjaͤhrigen ministe⸗ Hause,
daß die Minister dem zur Ausfuͤhrung des desagten
Grundsatzes, vorschlagen wollten, kuͤnftig 100,000, statt 50,000 8 TPppßfund jaͤhrlich aus dem konsolidirten Fonds fuͤr den Volks⸗Un⸗ 1 1 tterricht in Irland, nach dem dort von der Regierung im Jahre
1831 eingefuͤhrten, alle Volksklassen, die Katholiken wie die Protestanten, umfassenden National⸗Unterrichts⸗System, anzuweisen und diese Ausgabe durch den Ueberschuß zu decken, der dem koͤnsolidirten Fonds, nach Abloͤsung des Zehn⸗ ten, aus der vorgeschlagenen Zehnten⸗Regulirung noch erwachsen werde. Daß man die Resolutionen des Jahres 1835 nicht un⸗ veraͤndert habe beibehalten koͤnnen, erklaͤrte Lord J. Russell fuͤr eine Folge der veraͤnderten Zeitumstaͤnde, eben so wie Burke spaͤter die Bedingung der Britischen Oberherrlichkeit aus seinen Versoͤhnungs⸗Vorschlaͤgen in Beziehung auf Nord⸗Amerika habe weglassen muͤssen, oder wie an nif eine fruͤher von ihm vorgeschlagene Garantie fuͤr den Fall der Emancipation der Irlaͤndischen Katholiken spaͤterhin aufgegeben habe. So sey denn auch Manches von dem ministeriellen Zehnten⸗Plane jetzt nicht mehr fuͤr angemessen befunden worden, aber von dem großen Prinzip, daß die Irlaͤndische Kirche zum Unterricht aller Volksklassen, vhhe Unterschied der Religion, beizutragen Le9 von diesem koͤnne und werde man nie ablassen. ir Ackland verlas nun sein oben erwaͤhntes Amendement und rechtfertigte dasselbe besonders dadurch, daß man die Irlaͤndische Kirche nicht 28 in Ungewißheit daruͤber erhalten duͤrfe, ob das im Jahre 1835 von dem Unterhause aufgestellte Appro⸗ neieohs e noch als geltend zu betrachten sey, und ob es wirklich in Ausfuͤhrung gebracht werden solle, was aus den diesjaͤh⸗ rigen Resolutionen nicht klar hervorgehe. In aäͤhnlichem Sinne aͤu⸗ ßerte sich Lord Stanley. Swei Mitglieder dagegen, welche im Jahre 1835 gegen das Appropriations⸗Prinzip gestimmt hatten, Sir Ch. Lemon und Herr Slaney, und die sich auch jetzt nicht zu Gunsten desselben erklaͤren wollten, sprachen sich doch gegen das Amendement aus, weil es nur die Erledigung der Zehn⸗ ten⸗Angelegenheit zu hindern und die von dem Herzoge von Wellington eroͤffnete und von dem Ministerium erwiederte An⸗ näherung der beiden Parteien zu vereiteln geeignet sey. Die Debatte wurde indeß, nachdem Lord Morpeth die Rede Lord Stanley's beantwortet hatte, an diesem Abend noch nicht been⸗ digt, sondern auf den folgenden vertagt. London, 15. Mai. Die Debatte in Bezug auf die Ir⸗ laͤndische Zehnten⸗ Bill, die gestern im Unterhause angefangen und heute fortgesetzt wurde, hat scheinbar zwar kein allgemei⸗ neres polittischen Interesse, aber sie haͤngt doch mit den zartesten