1838 / 144 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

nem Ministerium seit dem Beginn des Buͤrgerkrieges waren die Waffen der Christinos mit so fortdauerndem Erfolge ge⸗ kroͤnt, als unter dem jetzigen, wenn man nicht etwa den An⸗ fang der Laufbahn des Generals Cordova ausnehmen will. Durch die finanzielle Verlegenheit und den Verlust des Kre⸗ dits, welche die Spanische Nation in diesem Augenblick zu der ungluͤcklichsten in der Welt machen, so wie durch die gleichzeiti⸗ gen militairischen Erfolge, erhaäͤlt die Lage Spaniens wirk⸗ lich einige Aehnlichkeit mit dem Zustande Frankreichs zur Zeit seiner ersten Revolution, wo es mit den Folgen des National⸗Bankerottes, des verlorenen Kredits, mit der Hungersnoth und dem Buͤrgerkriege zu kaͤmpfen hatte; allein unter den Generalen Spaniens ist kein Hoche, unter seinen Ministern kein Carnot und unter den Spaniern uͤberhaupt keine

Nationalitaͤt zu finden. Der Oberst Saussaye hat an die Re⸗

gierung in Madrid geschrieben, daß er, wenn die Offiziere der

Legion nicht sofort ihren Sold erhielten, Lord John Hay ersu⸗

chen werde, ihm Fahrzeuge zur Einschiffung der Offiziere und

Spoldaten nach England zur Disposition zu stellen. In dem Antwortschreiben ersucht ihn der Finanz⸗Minister, nur noch ei⸗ nige Tage zu warten, da man Alles anwenden werde, um einiges Geid aufzutreiben. Jedenfalls möge er aber keinen Schritt thun, bis ihm das Resultat des sogleich zu haltenden Ministerrathes mitgetheilt worden sey. Herr Guimenez, der Koͤnigliche Kommissar in Betreff der Forderungen der Legion, ist von Madrid hierher zuruͤckgekehrt und wird sich nach Lon⸗

don begeben. Er hat eine Anweisung der Madrider Regierung

auf 300 Pfd. Sterling mitgebracht, die er hier von den zur Besoldung der Truppen bestimmten Fonds erheben soll; allein der General O'Donnell weigert sich, einen Pfennig von diesem

Gelde herauszugeben. Zwischen dem genannten Herrn Gui⸗ menez und dem Obersten Saussaye kam es uͤber die Anspruͤche des Generals⸗ O'Donnell auf eine Belohnung zu einem ernst⸗ lichen Streit, der in Thaͤtlichkeiten uͤberging, jedoch keine wei⸗ tere Folgen hatte.“

Der Courier enthaͤlt ein Schreiben von der Spani⸗ schen Graͤnze, worin es heißt: „Im Hauptquartier des Don Carlos hat eine foͤrmliche Revolution stattgefunden. Der Infant Don Sebastian, der General Villareal und die uͤbri⸗ gen, theils exilirt, theils verhaftet gewesenen Karlistischen Anfuͤh⸗ rer haben den Don Carlos gezwungen, ein neues Ministerium zu bilden, den General Villareal zum Kriegs⸗Minister und den Infanten Don Sebastian zum Generalissimus der ganzen Kar⸗

listischen Armee zu ernennen. Die bisherigen Minister befinden sich saͤmmtlich in Haft. Am 3. Mai empoͤrte sich das zweite Navarresische Bataillon in Aoiz, am 6. das fuͤnfte in Estella und am 7. das dritte in Maneru; uͤberhaupt greift die Insub⸗ ordination so rasch um sich, daß, wenn derselben nicht bald Einhalt geschieht, der Armee des Don Carlos eine gaͤnzliche Aufloͤsung droht.

Die Soldaten fordern mit den Waffen in der Hand ihren Sold, die

Offiziere weigern sich, unter Guergué zu dienen, und haͤufig

hoͤrt man den Ruf: „„Es lebe Mußagorri!““ Der ehema⸗ lige Karlistische General Segastibelza ist verhaftet worden, weil man ihn im Verdacht hat, daß er bei dem Unternehmen Muha⸗

gorri’s betheiligt ist. Der Graf Negri hat von Don Carlos den Befehl erhalten, sich mit seinem Stabe nach dem Kastell San Gregorio de Sorlosa zu begeben.“

8 8b S P ort ugal.

Lissabon, I. Mai. (Allg. Zrg.) Aus Algarbien schreibt man, daß das Gouvernement den Befehl gegeben, das ganze Gebirge, worin Remeschido haust, in Brand zu stecken;

gestern sollte der Tag der Ausfuͤhrung seyn. Ich moͤchte wohl daran zweifeln, daß diese barbarische Unternehmung gegenwaͤr⸗

tig gelingen wird, denn noch hat der Boden alle Feuchtigkeit, die Graͤser gruͤnen noch, die Gebuͤsche und Straͤucher, womit

586 und eigener Zucht an Pferden, Rindvieh, Schafen und nen, fuͤr die reinsten und vollwichtigsten E besten Flachs, das beste neue und bewaͤhrte Acker⸗Instrument und andere preiswuͤrdige Gegenstände.

Kulm, 15. Mai. Aus dem Kulmer Lande lauten die Nachrichten uͤber die Folgen des vergangenen Winters fuͤr den Landbau sehr unguͤnstig. Waͤhrend sogar suͤdliche Europaͤi⸗ sche Laͤnder mit nie gesehenem Schnee bedeckt wurden, herrschte hier den ganzen Winter hindurch ein so gaͤnzlicher Mangel daran, daß die Felder bei der strengsten Kaͤlte bloß lagen und an Verkehr durch Schlitten⸗Transport nicht zu denken war. Der Frost hat die Winter⸗Oelsaaten, ein Anbau, der seit eini⸗ 5 Jahren bedeutende Fortschritte gemacht hatte, und die Klee⸗ elder so heimgesucht, daß sie keine Aussicht auf Ertrag gewaͤh⸗ ren; der Verlust des Klees ist aber um so empfindlicher, als er eine Wiederholung des im vorigen Jahre schon erlittenen ist und bei den feinen Schaͤfereien daher einen gegen sonst unver⸗ hältnißmäßigen Abgang hervorbringt. Die uͤbrigen Wintersaa⸗ ten, namentlich der Weizen, fuͤr das hiesige Land die Haupt⸗ frucht, erregen die groͤßten Besorgnisse. Flaͤchen von mehr als 100 Morgen sind entweder ganz ausgefroren, so daß sie umge⸗ pfluͤgt werden muͤssen, oder lassen doch nur einen duͤrftigen Er⸗ trag erwarten. Selbst auf die Erkraͤftigung, welche in anderen Jahren der Mai fuͤr die Pflanzen herbeizufuͤhren pflegt, ist bei anhaltender Duͤrre und kaltem Nordostwinde wenig zu rechnen; moͤge die Witterung sich auch noch so guͤnstig gestalten und den Sommersaaten ersprießlich seyn, so wird sie doch den dem Win⸗ ter-Getraide zugefuͤgten Schaden nicht wieder ersetzen koͤnnen. Stettin, 21. Mai. Bei dem am 1'8ten d. M. in Stargard stattgefundenen Pferderennen woruͤber wir uns den ausfuͤhrlichen Bericht vorbehalten hat ein beklagens⸗ werther Unfall stattgefunden. Fuͤnf Rennen waren bereits sehr gluͤcklich abgelaufen, als bei dem sechsten Rennen um den von der Stadt ausgesetzten, in einer silbernen Schaale bestehenden Preis der eine Reiter zwei von den hohen Stangen, mit de— nen die ganze Bahn in gewissen Entfernungen umstellt war, umritt, stuͤrzte und einige bedeutende, jedoch nicht gefaͤhrliche Verletzungen erhielt. Das Pferd des ihm unmittelbar folgen⸗ den Reiters, des Lieutenants v. Wolff vom 3ten Dragoner⸗Re⸗

giment, stutzte, machte darauf einen Satz und schnellte den buͤgel⸗ sos gewordenen Reiter mit solcher Heftigkeit vorn hinuͤber, daß er mit dem Kopfe nach unten zur Erde stuͤrzte und einen Wir⸗ bel des Ruͤckgrats brach. Bei aller sogleich angewandten aͤrzt⸗ lichen Huͤlfe ist die Rettung des Verungluͤckten nicht moͤglich gewesen, derselbe vielmehr am andern Tage fruͤh Morgens ver⸗ schieden. Die Abhoͤrung mehrerer unmittelbarer Zeugen hat uͤbrigens ergeben, daß Niemandem bei diesem Ungluͤcksfalle ein Verschulden zur Last gelegt werden kann. Koblenz, 20. Mai. Der Ober⸗Praͤsident der Rhein⸗Pro⸗ vinz, Herr von Bodelschwingh, dankt oͤffentlich fuͤr die zur Un— terstuͤtzung der durch Ueberschwemmung verungluͤckten Bewohner am Nieder⸗Rhein ihm zugegangenen Beitraͤge, unter denen von der staͤdtischen Kommission zu Vertheilung der Unterstuͤtzungs⸗Gel⸗ der in Berlin zwei Sendungen zu 1000 Rthlr. und von einem zu diesem Zwecke gestifteten Verein in Koͤln 1100 Rthlr. auf⸗ gefuͤhrt sind. Frssestatsscgan ““ Viisfenschaft, Kunst und Literatur. Statistische Uebersicht der wichtigsten Gegenstaͤnde des Verkehrs und Verbrauchs im Preußischen Setaate und im Deutschen Zoll⸗Verbande, in dem Zeitraum von 1831 —1836. In dem unter diesem Titel kürzlich erschienenen Buche hat der Herr Geheime Ober⸗Regierungs⸗Rath Dieterici, mit Benutzung amt⸗ licher Quellen und Hülfsmittel, einen reichhaltigen Stoff zur richti⸗

die Gebirge uͤberdeckt, sind jetzt in vollem Safte, mithin wird das Feuer bald wieder erloͤschen und nicht um sich greifen. Be⸗ vor die Sonne ihre volle versengende Kraft auf die niedere Vegetation ausgeuͤbt und diese vernichtet hat, was erst im Mo⸗ iat Juli und August der Fall ist, kann ein solches Unterneh⸗ men nicht ausgefuͤhrt werden, was uͤbrigens dem Remeschido dennoch wenig schaden wird, da er sich mehr in den Wohnun⸗ gen der Doͤrfer und in Felsenschluchten aufzuhalten pflegt, als n dem kurzen Gestraͤuch, das ihm wenigen Schutz gewaͤhrt.

Inland.

„Berlin, 23. Mai. Ihre Majestät die Kaiserin von Ruß⸗ and erschienen gestern ebenfalls bei dem Corps⸗Manoͤver, wel⸗ ches vor dem Hallischen Thore in Gegenwart Sr. Majestaͤt des Koͤnigs und der hier anwesenden Allerhoͤchsten und hoͤch⸗ sten fremden Herrschaften stattfand. Mittags war großes Di⸗ ner en galla bei Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Prinzen Wilhelm Sohn Sr. Majestaͤt des Koͤnigs). Abends erschienen Se. Majestaͤt der Koͤnig mit Allerhoͤchstihren Gaͤsten, zu denen sich auch noch der Großherzog und die Großherzogin von Olden⸗ burg Koͤnigl. Hoheit gesellt hatten, im Theater, in welchem die Oper: Der Postillon von Lonjumeau, bei glaͤnzendem und gedraͤngt vollem 8792b p wurde. . dem Theater war Sou— ver en famille im Palais Sr. Koͤnigl. Hohei Prinze Fhesan gl. Hoheit des Prinzen Straußberg, 15. Mai. Vorgestern wurde hier das 50jaäͤhrige Dienst⸗Jubelfest des Ober⸗Inspektors des hiesi⸗ gen Land⸗Armenhauses, Haberkorn, gefeiert. Nachdem am Vor⸗ bende die Feier durch einen entsprechenden Choral eingeleitet war, begruͤßten die Kinder der mit dem Land⸗Armenhause ver⸗ bundenen Schul⸗ und Erziehungs⸗Anstalt den Jubilar am Mor⸗ en des Jubeltages mit dem Gesange desselben Chorals. Un— er Uebergabe eines ehrenden Anerkenntnisses der Koͤnigl. Re⸗ gierung zu Potsdam und des von den vereinigten Beamten der Kurmaͤrkisch staͤndischen Anstalten dem Jubilar geweihten silber⸗ nen Pokals, sprach hiernaͤchst der Spezial⸗Direktor der Anstalt, Landrath Graf von Zedlitz⸗Truͤtzschler, begleitet von den Beam⸗ en des Hauses, die rege Theilnahme aus, welche der Jubilar durch sein Leben und amtliches Wirken sich erworben. Eine be⸗ ondere Verherrlichung erlangte das Fest durch den von Sr. Majestaͤt dem Jubilar verliehenen Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse. Der Geheime Ober⸗Regierungs⸗Rath von Schuͤtze und der Landrath Graf von Zedlitz⸗Truͤtzschler geleiteten den Jubi⸗ lar zu dem fuͤr ihn veranstalteten Festmahle, bei welchem der erste Toast Sr. Majestaͤt dem Koͤnige von dem Jubilar ausge⸗ bracht wurde.

Koͤnigsberg, 19. Mai. (Koͤn. Ztg.) In Folge des Pvrogramms uͤber das gegen Ende des Juni hier abzuhaltende Pferderennen (Staats⸗Zeitung Nr. 135.) ist nun auch das Pro⸗ ggsramm uͤber die damit verbundene Thierschau zwischen den bei⸗

gen Erkenntniß des gewerblichen Zustandes in unserm Preußischen und Deutschen Vaterlande zusammengetragen und sich durch diese Mühwaltung wie wir meinen um so mehr Anspruch auf Dank erworben, als die gelieferten Matertalien bisher entweder dem größe⸗ ren Publikum gar nicht zugänglich waren, oder wenigstens nur mit Mühe aus vielen in öͤffentlichen Blättern erschienenen amtlichen und halbamtlichen Nachrichten zusammengesucht werden mußten. Wir glauben daher dies Buch, welches sich auch durch seine an⸗ ständige, zweckmäßige und bequeme typographische Ausstattung und Einrichtung auszeichnet, allen denen, welchen es um Belehrung über die darin behandelten wichtigen, das materielle Wohlseyn des Volks be Verhältnisse zu thun ist, mit Ueberzeugung empfehlen zu Der erste Theil des Buchs liefert einen Ueberblick der Statistik des Preußischen Landes und der mit ihm zum Zoll⸗Verein verbunde⸗ nen Länder, welcher in kurzen Sätzen und scharfen Umrissen ganz serems vieles zusammenfaßt, was für die weiter folgenden Dar⸗ stellungen zu deren Erläuterung und ursächlichen Ableitung dient. Vollständiger in Bezug auf Gewerbe⸗ und Handels-Statistik ist, was hier über Preußen, als was über die anderen dem Zoll⸗Verein ange⸗ hörigen Länder gesagt wird. Bei ersterem standen dem Verfasser die reichen, vielfach noch nicht zur Tag, eg gediehenen Materialien des statistischen Büreaus zu Gebote, während er bei letzteren außer der auf amtlichen Zählungen beruhenden Bevölkerungs⸗ Nachweisung unr aus spärlicher sließenden Quellen schöpfen mußte. Es wird hier, wie in anderen Punkten, ein durch dieses Buch mit erzielter Vortheil seyn, wenn Sachkundige, namentlich aus den anderen Vereins⸗Staa⸗ ten, sich berufen fühlen, diese Nachrichten zu ergänzen und zu ver⸗ vollständigen. Vieles ist immerhin schon gewonnen, wenn nur ein⸗ mal die Bahn für dergleichen Bestrebungen eröffnet ist, und letztere sich, wäre es auch berichtigend und tadelnd, an etwas schon Beste⸗ hendes anschließen können. Die Hauptsache beim Kataster sagt Benzenberg ist, daß es fertig wird. Als ein solches Gewerbe⸗Ka⸗ taster vom Zoll⸗Verein ist das Dietericische Buch anzusehen. Mag es allerdings nur eiu Massen⸗Kataster seyn, das nur auf Umrings⸗Ver⸗ messung und ungefährer Abschätzung ganzer Fluren beruht, die Par⸗ zellen⸗-Vermessung und Bonitirung wird schon nachfolgen, und mit dem Anfang muß man doch anfaugen, um mit dem Volkommneren zu enden. Auf die statistische Uebersicht der sämmtlichen Vereins⸗Staaten läßt der Verfasser eine Nachweisung des Verkehrs des Deutschen (für 1832 und 1833 nur des Preußisch⸗Hessischen) Zoll⸗Vereins mit dem Auslande folgen, welche nach der Ordnung des Vereins⸗Zoll⸗Tarifs die Quantitäten der zur Versteuerung (oder steuerfrei) eingegangenen, der aus dem freien Verkehr des Inlandes ausgeführten und der zum Durchgang deklarirten Waaren für die fünf Jahre 1832 1836 an⸗ giebt. Dem Zeitraum nach schließen diese Tabellen sich an die in den neuen Ferberschen Beiträgen (Berlin 1832) gelieferten Nachrichten an, welche die Jahre 1829 bis 1831 umfassen, wie letztere wieder an die ersten Ferberschen Beiträge (Berlin 1829), welche die gleichartigen Daten für die Jahre 1825— 1828 enthalten. Wir besitzen also jetzt in diesen drei Büchern eine aus amtlichen Quellen geschöpfte, den Zeitraum von 12 Jahren umfassende Rachweisung der Ein⸗ und Ausfuhren, erst des Preußischen Staats, dann des Preußisch⸗Hessi⸗ schen, dann des durch Baverns, Sachsens, Württembergs und Tbü⸗ ringens Anschluß vergrößerten, endlich des für 1836 noch durch Ba⸗ dens, Nassaus und der freien Stadt Frankfurt Beitritt abermals er⸗ weiterten Zoll⸗Vereins; eine Nachweisung, deren Wichtigkeit für sta⸗

den Renntagen erschienen, wonach zu Prämien, wie in den fruͤ⸗ heren Jahren, 600 Rthlr. ausgesetzt sind. Diese werden er⸗ theilt fuͤr die schoͤnsten und werthvollsten Thiere vaterlaͤndischer

vor Allem geeignet ist, ein verlässiges Urtheil über die staatswirth⸗

tistische Betrachtungen vielerlei Art sich nicht verkennen läßt, und die

schaftlichen und finanziellen Erfolge jenes Vereins, wenn nicht schon

deren Beherzigung für diejenigen, welche jetzt so mancherlei für,

und über den Zoll⸗Verein sprechen und sprechen hören, bleibt empfehlen, was Seite 80 über die natürlichen und nothwendi ’— Wirkungen einer solchen Vereini uns esagt ist. ben

Auf die vorgedachte tabellarische Nachweisung folgen dann übe

die einzelnen in letzterer aufgeführten Waaren⸗Ariikel, Bemerkungen, welche sich theils als Erläuterungen an den durch die ebengedachte Nachweisung gelieferten Text unmittelbar anschließen, theils aus le terem nur den Anlaß zu anderweiten Darstellungen über die zon. schritte und den dermaligen Zustand der Erzeugung und Verzebrung entnehmen. Diese Erkurse, Über Getraide⸗Erbau und Ver ebrungs über den Viehstand und die Fleisch⸗Consumtion, über den Wonen, winnst und dessen Berarbeitung, über Branntwein⸗ und Bier⸗Fabri⸗ cation, Weinbau, über die Erzeugnisse und Fabrikate des Vergwerkz. und Hütten⸗Betriebs, überc Salinen⸗Production und Salz Verbrau u. a. m., beschräuken sich überall nur auf den Preußischen Staat Sehr wünschenswerth wird gerade hierin die weitere Ausdehnung leichartiger Darstellungen auf die anderen Länder des Zoll⸗Vereins leiben; seyx es, daß dem Verfasser bei einer späteren Fortsetzung sc nes Werks die hieriu erforderlichen Nachrichten zugänglich wenden⸗ oder daß andere Sachkundige aus den Vereins⸗Staaten selbst, da Wünschen des Publikums unmittelbar entgegenkommen.

Was die eigentlichen Noten und Erläurerungen zu dem Texte der Waaren⸗Nachweisung angeht, so hätten diese, der Gründlichkett unbeschadet, hin und wieder wohl etwas kürzer gefaßt werden kön⸗ nen. Manches wird erläutert, was für die Leser eines solchen Bucht vielleicht keiner Erläuterung bedurft bätte, und manchen der gelte⸗ ferten Erläuterungen können Einwendungen entgegengestellt werden. Es war zur Lieferung des vorliegenden Buchs eine sehr große Mase des verschiedenartigsten und durchaus nicht gleichwerthigen Materials zu verarbeiten. Die Zoll⸗Verwaltung insbesondere, au deren Rach⸗ richten und Register ein wesentlicher Theil des Gebäudes sich stützen mußte, war in einem großen Theile der Länder, welche jetzt den Zol⸗ Verein bilden, erst neu organisirt. Bei Folgerungen, welche aus den für diese Bildungs⸗ und Lehrjahre des Zoll⸗Vereins aufgestellten Commercial⸗Nachweisungen abgeleitet werden, ist daher mit großer Vorsicht zu verfahren, und bei aller löblichen Sorgfalt, mit welcher der Verfasser solche Schwierigkeiten zu überwinden gestrebt hat, werden doch eben hieraus einzelne Mißverständnisse und Feblgriffe erklärlich, aber auch verzeihlich. Wären sie durch das Horazische „nonum pre. matur in annum“ zu vermeiden gewesen, so stellen wir diesem, im Interesse der Gegenwart, die wohl einen Anspruch darauf hat, über die Erfolge eines der wichtigeren Zeitereignisse belehrende Auskunft zu erhalten, das vorber schon angeführte Benzenbergsche Diktum, oder wenn dies nicht als Autorität gelten soll, das alte Sprichwort entgegen, daß das Vollkommene der schlimmste Feind des Besseren ist.

Gewiß aber ist schon die allgemeinere Nutzbarmachung des vor⸗ handenen reichhaltigen Materials an sich als ein Vorschritt zum Bes⸗ seren anzuschen, und daß der Verfasser sich durch seine mühevolle und sorgfältige Arbeit ein wesentliches und dauerndes Verdienst um die Bereicherung der Statistik erworben habe; darüber wird jedes unbe⸗ fangene Urtheil ihm ein günstiges Zeugniß nicht versagen können.

Um so lieber schließen wir uns daher dem Wunsche an, den der Verfasser in der Vorrede ausspricht, daß Zett und Kraft und Mittel ihm gewährt bleiben mögen, um auch füͤr künftige Jahre ähnliche schätzbare und belchrende Rechenschaft geben zu können über die ge⸗ werblichen Fortschritte Preußens und der mit ihm zu einem gleichen für das Wohlseyn der Völker wichtigen Zwecke vereinten Länder.

L. K.

8 Auswärtige Börsen. 1“ Amsterdam, 18. Mai. 8— Niederl. wirkl. Schuld 54. 5 % do. 101 ⁄16- 25 ⅞⅛. 5 % Span. 22. Passive 5 ¼2. Ausg. Sch. Preuss. Präm.-Sch. 114. Poln. —. Oesterr. Met. 102 ½. Antwerpen, 17. Mai. ZFZinsl. 6. Neue Anl. 21 ⁄1. Br. ¼. G. Hamburg, 21. Mai.

Bank-Actien 1438. 1436. Engl. Russ. 1081⁄½. 5 % Port. —. 3 % —. Neue Anl. 19 ¼.

London, 18. Mai.

Cons. 3 % 94 ⅛. Belg. 1013¾. Neue Anl. 22 ¾42. Passive 5 ¼. Ausg. Sch. 9. 2 ½ % Holl. 54 ½. 5 % 100 ½. 5 % Port. 37 ¼. do. 3 % 25 ½. Engl. Kuss. 112 ½. Bras. 791 ⁄½. Columb. 28 ¼4. Mex. 28 à¾2. Peru 21. Chili 31. Se F ’1 Wien, 18. Mai.

% Met. 107 ¼1. 4 % 101 ¾. 3 % 82 ½. 2 ½ % —. 1 % Bank-Actien 1458. Keue ,8 6311%¼. 18 8

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88⸗ Koͤnigliche Schauspiele.

Donnerstag, 24. Mai. Im Opernhause. Auf Befehl: Vor hundert Jahren, Sitten⸗Gemaͤlde in 4 Abth., von E. Raupach. Hierauf: Der Mutter Namenstag, oder: Der ge⸗ prellte Alkade, Ballet in 1 Akt, von Hoguet. Nusik von H. Schmidt.

Im Schauspielhause: Keine Franzoͤsische Vorstellung. Freitag, 25. Mat. Im Opernhause: Wallenstein's Tod, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. (Herr Zoͤffler, vom Stadttheater zu Breslau: Max, als Gastrolle.)

Im Schauspielhause: 1) Le prisonnier d'une femme, vau. deville en 1 acte. 2) Le jeune Mari, comédie en 3 actes et en prose, par Mr. Mazères. 3) Trop heureuse, vaudeville en 1 acte. Sonnabend, 26. Mai. Im Opernhause. Mit Alllerhoͤch⸗ ster Genehmigung zum Benesiz der Koͤnigl. Saͤngerin Madame Seidler: Der Wassertraͤger, Oper in 3 Abth., von Cherubini⸗. Hierauf: Spanisches Bild nach Lewis, Tanz von Hoguet. Musik von Schmidt. Und: Robert der Teufel, Oper von Meyerbeer. (Vierter Akt.)

Billets zu dieser Vorstellung, zu welcher Abonnementzs und freie Entreen nicht gelten, sind in der Wohnung der Madame Seidler, Unter den Linden Nr. 27

v11e“ Kanz- Bill. Zinsl. 6 ⅛.

—. J

do.

7, zwei Treppen hoch, von Morgens 9 bis Mittags 2 Uhr, zu selzeihen Pra sen zu haben: 5 Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 gr. ꝛc.

Im Schauspielhause: Die Geschwister, Schauspiel in 5 Abth., von E. Leutner. den:

Konigsstaͤdtisches Theater. Donnerstag, 24. Mai. Der Gloͤckner von Notre⸗Dame. Romantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch⸗ Pfeiffer. (Fraͤulein von St. George, vom Stadttheater in Koͤln: Esmeralda. Herr Seelig, vom Stadttheater in Nuͤrn⸗ berg: Phoͤbus, als Gastrollen. Herr Meyer: Claude Frollo.) Freitag, 25. Mai. Belisar. Oper in 3 Abth. Mustk von Donizetti. (Herr Schober, K. K. Hof⸗Opernsaͤnger vom Kaͤrntnerthor⸗Theater in Wien: Belisar, als achte Gastrolle.) Sonnabend, 26. Mai. Der Braͤutigam und der Affe. Posse mit Gesang in 3 Akten. (Herr Stoͤckl, erster Mimiker und Taͤnzer des K. K. Hof⸗Theaters am Kaͤrntnerthor in Wien: Mamock, als Gastrolle.)

1 8 “”

Hegizaer., fun ztiss. 89 1 1 tr⸗

Redaction unter Leitung von Rheinwald.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

jetzt schließlich festzustellen, doch gründlich vorzubereiten. Zur beson⸗

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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. 8

Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Friedrich ist von Duͤs⸗ seldorf hier eingetroffen. 1“

Angekommen: Der Graf von Teck.

-“ am 2lsten und 22sten d. M. fortgesetzten Zie der öten Klasse 77ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie siel 1 Haupt⸗Ge⸗ winn von 50,000 Rthlr. auf das nicht abgesetzte Loos Nr. 39,430; 3 Gewinne zu 5000 Rthlr. sielen auf Nr. 46,292. 52,588 und 57,385 nach Danzig bei Rotzoll, Juͤterbock bei Gestewitz und nach Landshut bei Naumann; 14 Gewinne zu 2000 Rthlr. na Nr. 4948. 19,360. 20,440. 23,633. 41,863. 56,174. 60,480. 61,141. 63,421. 66,377. 76,323. 86,242. 93,687 und 107,950 in Berlin bei Matzdorff, bei Mestag und 3mal bei Seeger, nach Breslau bei Gerstenberg und bei H. Holschau, Coͤln bei Reimbold, Crefeld bei Meyer, Elberfeld bei Heymer, Halle bei Lehmann, Magdeburg 2mal bei Brauns und nach Sagan bei Wiesenthal; 31 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 1342. 4805. 9030. 16,372. 22,675. 24,261. 25,882. 31,237. 32,008. 33,059. 33,535. 40,118. 40,728. 44,470. 48,518. 33,500 33,569. 55,382. 57,959. 60,145. 61,538. 76,068. 80,983. 82,594. 89,651. 90,924. 98,525. 105,606. 106,673. 107,860 und 111,070 in Berlin bei Alevin, bei Baller, bei Matzdorff und Zmal bei Seeger, nach Barmen bei Holzschuher, Brandenburg bei Lazarus, Breslau bei Leubuscher und Zmal bei Schreiber, Danzig bei und 2mal bei Rotzoll, Duͤsseldorf bei Spatz, Elberfeld bei Bruͤ⸗ ning, Erfurt bei Troͤster, Hirschberg bei Raupbach, Krakau bei Rehefeld, Magdeburg bei Brauns und bei Roch, Muͤnster bei Lohn, Neuß bei Kaufmann, Posen bei Bielefeld, Ratibor bei Samoje, Sagan bei Wiesenthal, Siegen bei Hees, Stettin bei Wilsnach, Trier bei Gall und nach Wrietzen bei Paͤtsch; 62 Ge⸗ winne zu 500 Rthür. auf Nr. 160. 416. 2648. 12,111. 14,901. 15240. 15,494. 16,056. 16,136. 20,162. 20,436. 21,412. 21,538. 22283. 23,260. 24,288. 24,721. 25,004. 28,050. 28,875. 32,485. 33,714. 38,811. 39,983. 40,602. 42,000. 42,236. 45,069. 45,354. 48,412. 48,776. 52,119. 54,282. 55,672. 57,195. 57,621. 58,235. 61,229. 61,467. 61,684. 64,675. 64,951. 67,029. 67,266. 78,829. 79,823. 80,115. 81,693. 82,504. 83,718. 86,912. 87,173. 88,623. 88,836. 91,955. 92,730. 96,606. 104,633. 106,719. 110,131. 117,045 und 111,994 in Berlin 4mal bei Alevin, Amal bei Burg, bei Grack, bei Moser, mal bei Seeger und bei Sußmann, nach Breslau bei J. Holschau, bei Leubuscher, bei Prinz und ömal bei Schreiber, Coͤln 6mal bei Reimbold, Danzig bei Rein⸗ hardt und bei Rotzoll, Duͤsseldorf 3mal bei Spatz, Ehrenbreit⸗ stein bei Goldschmidt, Elberfeld bei Heymer, Glogau bei Levy⸗ sohn, Halberstadt bei Sußmann, Halle 2mal bei Lehmann, Hirschberg bei Martens, Koͤnigsberg in Pr. bei Burchard, Landsberg bei Borchardt, Lissa bei Hirschfeld, Magdeburg bei Brauns und bei Buͤchting, Muͤhlhausen bei Blachstein, Naum— burg 2mal bei Kayser, Nordhausen bei Schlichteweg, Ratibor bei Samoje, Sagan 5mal bei Wiesenthal, Schwerin bei Hessel, Stettin bei Rolin, Tilsit bei Loͤwenberg, Trier bei Gall und nach Waldenburg bei Schuͤtzenhofer; 93 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 2210. 2928. 4096. 4436. 7669. 8104. 9094. 10,257. 10,376. 10,524. 10,687. 13,611. 14,006. 17,271. 18,640. 19,873. 20,799. 22,297. 23,812. 24,634. 25,337. 26,456. 27,493. 27,902. 30,192. 32,191. 32,775. 37,008. 37,160. 37,901. 38,059. 39,038. 39,473. 40,125. 41,931. 42,054. 42,219. 45,200. 45,921. 46,103. 46,309. 47,367. 48,152. 48,277. 49,762. 50,756. 51,418. 52,333. 55,322. 55,824. 55,925. 58,220. 58,458. 59,188. 59,433. 60,974. 61,513. 62,328. 67,383. 67,478. 69,207. 70,076. 70,703. 72,295. 72,636. 72,803. 75,698. 75,935. 78,541. §!1,110. 82,019. 82,274. 82,521. 82,685. 85,135. 89,109. 93,427. 93,554. 93,592. 94,094. 94,539. 94,555. 95,925. 97,163. 99,022. 99,561. 103,548. 103,713. 103,731. 107,118. 108,124. 109,340 und 111,490. Die Ziehung wird fortgesetzt. Berlin, den 23. Mai 1838. 1“ Koͤnigl. Preußische General⸗Lotterie⸗Direction. Angekommen: Se. Excellenz der Koͤnigl. Wuͤrttember⸗ gische General⸗Lieutenant, Oberst⸗Kammerherr und erster Adju⸗ tant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Freiherr von Spitzemberg, und Der Koͤnigl. Wuͤrttembergische Wirkliche Geheime Legations⸗ Rath von Goes, von Stuttgart. Abgereist: Ihre Durchlauchten der Fuͤrst und die Fuͤr⸗ stin Czartoryski, nach Tevplitz. Se. Excellenz der General⸗Lieutenant, außerordentliche Ge⸗ sandte und bevollmaͤchtigte Minister am Koͤnigl. Sardinischen Hofe, Graf zu Waldburg⸗Truchseß, nach Koͤnigsberg in Pr.

1 Bei der

X“

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 16. Mai. Der General⸗ Adjutant Graf Wassiltschikoff ist zum Praͤsidenten des Minister⸗Comité's und der Wirkliche Geheimerath Speransky zum Praͤsidenten des zum Reichsrath gehoͤrenden Departements der Gesetze er⸗ nannt worden.

Der geistliche Vice⸗Praͤsident des evangelisch⸗lutherischen Konsistoriums, Vollborth, hat den St. Stanislaus⸗Orden erster Klasse erhalten.

Se. Kaiserl. Hoheit der Thronfolger geruhte bei seiner vor einiger Zeit geschehenen Durchreise durch Poltawa in

Folge eines von der dortigen Obrigkeit geaͤußerten Wunsches eine alte kleine, bereits zum Niederreißen bestimmte Kirche, in

kannten Sieg uͤber Karl XII. verr berbaues von Stein, demjenigen chen Peter's des Großen in Nachwelt zu erhalten, einen Beitr

willigen. Um ein bleibendes Andenken

ment und der Genesung Sr. Ma

dortigen Kreisschule eine Pensions Aufnahme hauptsaͤchlich von? den und in dem von Sr.

sitzern einsammeln zu lassen. Die hiesige unter stehende Alexander Benckendorf ist, 1834 bis zum I. April d.

hat seit J. eine Heitiung kranker Kinder, 197,000 Rubel gehabt; die Ausga hin blieben gegen 40,000 Rubel uü⸗ wurden 7702 Kinder behandelt un Auf Befehl der Regierung

liche Mineralquelle durch zweckmaͤßi zugaͤnglich zu machen.

Deputirten⸗Kammer. (Nachtrag)) Die Berathung uͤb ten ward von Herrn

„Es ist keinesweges meine Absit

Gesetzes Man fragte,

Weise konstituirt worden wären. minarien. Es ist Thatsache, Art irgend eine fände. Ich nes Gesetzes die

Beaufsichtigung von verlangte damals, Regierung wen

Lehrer einziehen sollte.

angestellten auch

so mehr wiederholen, da sich daran knüpft, eine Frage,

meinden unterstützten sind zwar gesetzlich anerkannt, und unbedeutende Summen für dieselben

nichts. Niemand mehr als ich

der Ersten seyn, der sie vertheidigte. Politik eines Staates nicht zuläßt, die ten Macht, wie es die

sen. Und wenn es in der Staate anerkannt sind, von ihm unter

vielleicht aus ehrenwerthen Gesinnur sicht, der Erzichung

Getriebe jener großen Seminarien der That nur den Widerspruch: Es

gische Fakultäten, die von dem M

tet, daß nämlich den Zöglingen der

beizuwohnen.“ Herr Bech gestellten Grundsatz, ligioͤsen Unterrichts eindringen i die Frage aufwerfen, stire, und ob auch die katholische haftig sey. Wenn dies der Fall das Recht, den Unterricht, den j wie zu hemmen. Man naͤhere

ard bestritt den

der großen Frage uͤber die Tre

von der weltlichen.

sich dcg auf die Bemerkung, Recht habe, sich in jene

siegelbewahrers, aus der wir ward die verlangte Summe bew Sitzung vom 18. Mai.

dem Budget fuͤr die geistlichen nehmigte dasselbe ohne weitere b spezielle Budget der laß, die Herr nal⸗Artikel,

Salon eines Praͤfekten ein worden, machte.

fuͤr eine unwuͤrdige

in welchem gesagt

welcher Peter der Große einst sein Dankgebet fuͤr seinen be⸗

mission vor, eine Summe von

Neich, der sich uͤber dem Haͤus⸗ t.

fundenen Anwesenheit des Kaisers im Pensaschen Gouverne⸗ der Adel des genannten Gouvernements in Tschembar mit der

aisen armer Adeligen zu gruͤn⸗ Majestaͤt bewohnten Hause eine einzurichten, die dazu noͤthigen Gelder aber von den Gutsbe⸗

dem Schutze Sr. Majestaͤt des Kaisers Kranken⸗Anstalt fuͤr Kinder,

veranstalteten Konzerten, Kirchen⸗. 8 1 entstandene Einnahme von beinahe

werden Anstalten getroffen, um eine im Grodnoschen Kreise bei dem

Frankreich.

Dubois eroͤffnet, der sich Artikel, in welchem 1 Million Fr. 1 verlangt wird, im Wesentlichen folgendermaßen aͤußerte:

die Stipendien beschrinken zu wollen, aber ich erinnere die Kammer

daran, daß sich zu Anfang der vorigen Session, über den Elementar⸗Unterricht, eine ernste Debatte erhob.

in welchem Zustande sich

befävden, die weder auf eine regelrechte, i Ich meine hiermit die kleinen Se⸗

2 daß in 100 bis 120 Anstalten der etwa 20,000 Kinder unterrichtet

über die genaue Zahl der Schüler, als über die in jenen Instituten

die sowohl den öffentlichen Schatz, als die von dem Staate anerkannten, so wie die von Schulen interessirt.

die Leitung jener großen Seminarien weiß die Regierung ebenfalls achtet die Freiheit der Kulten, und

wenn die katholische Religion entweder in ihren t ren Grund⸗Prinzipien angegriffen werden sollte, so würde ich einer

Römische Kirche ist, dem Zufalle zu überlas⸗ That 30 40,000 aktive Geistliche giebt, die vom

Vereine aller Art, Männer⸗ und Frauen⸗Klöster besinden, welche sich

und dem Unterrichte widmen, wenn sich in je⸗

nen Vereinen, wo tausend Ursachen zu h ren können, möglicherweise verderbliche Grundsätze einschleichen, so

muß das Auge des Staates wachen,

Beaufsichtigung des Staates unterrichtet,

Budgets, und also offenbar bei einer unpassenden

Diese Frage, ernst, um so beilaͤufig behandelt

Charte von 1830 zu verletzen. uns einen Auszug vorbehalten,

Ehren⸗Legion gab zu einer Dugabé dadurch anregte, daß er einen

zum Gegenstand einer Frage an das Der Großsiegelbewahrer erklaͤrte

ganz abgeschmackte get unveraͤndert angenommen wurde. des Finanz⸗Ministeriums an die Reihe kam,

ichtete, vermittelst eines Ue⸗

Petersburg befindet, der ag von 2000 Rubeln zu be⸗ der im Jahre 1836 stattge⸗ jestaͤt zu bewahren, beschloß „Anstalt zur unentgeltlichen

irche

deren Praͤsident der Graf ihrer Begruͤndung im Jahre aus freiwilligen Beitraͤgen, Kollekten und Honoraren fuͤr

ben betrugen 157,000 mit⸗ brig. In der genannten Zeit d unterstuͤtzt.

Dorfe Druskenicki befind⸗ ge Einrichtung dem Publikum

ö“

Sitzung vom 17. Mai. er das Budget fuͤr die Kul— uͤber den Isten fuͤr Seminar⸗Stipendien

cht, die geforderte Summe für

bei Gelegenheit des

eine Menge von Instituten noch auf eine gesetzmäßige

werden, ohne daß dabei Seiten des Stäaates statt⸗ daß vor der Erörterung je⸗

igstens Erkundigungen, sowohl

Ich muß dieses Gesuch jetzt um eine wichtige finanzielle Frage

ihm und den Ge⸗ Die großen Seminarien Sie bewilligen alljährlich nicht ; aber über die Grundsätze und Dogmen oder in ih⸗

Aber ich behaupte, daß es die Erziehung einer so stark organisir⸗ stützt werden, und unter denen sich ngen, aber ohne hinlängliche Ein⸗

einer falschen Exaltation füh⸗

rung zur Erhoͤhung der Gehalte fuͤr die Mitglieder des Rech⸗ nungshofes verlangte, zu streichen. Herr Dupin verließ den Praͤsidentenstuhl, um sich diesem Antrage der Kommission zu widersetzen, und die Forderung des Ministeriums zu unter⸗ stuͤtzen; aber nichtsdestoweniger verweigerte die Majoritaͤt der Kammer jene 105,000 Fr. Die weiteren Berathungen wur⸗

den auf morgen verschoben.

“] “¹ 1

Paris, 19. Mai. Das Testament des Fuͤrsten von Tal⸗ leyrand ist gestern durch den Notarius Chatelain, dem Praͤsi⸗ denten des Gerichtshofes erster Instanz, überreicht worden. Herr von Talleyrand hat seine Nichte, die Herzogin von Dino, zur Universal⸗ Erbin eingesetzt, auch seinem Großneffen, dem Herzog von Valencay, bedeutende Legate vermacht. Dem Testa⸗ mente des Fuͤrsten ist eine eigenhaͤndig geschriebene Erklaͤrung beigefuͤgt, in welcher er die politischen Grundsaͤtze auseinander⸗ setzt, die sein Benehmen unter den verschiedenen Regierungen seit 1789 geleitet haben. Man sagt, daß in dieser Erklaͤrung, die nach dem Willen des Herrn von Talleyrand seiner Familie gleichzeitig mit dem Testamente vorgelesen werden soll, die merkwuͤrdigsten Aufschluͤsse uͤber verschiedene wichtige politische Ereignisse enthalten sind Diese Erklaͤrung ist, so wie das Testament, im Jahre 1836 geschrieben. Der Fuͤrst verbietet uͤbrigens in derselben den Erben ausdruͤcklich, seine Memoiren, die in England deponirt sind, vor Verlauf von 30 Jahren zu publiziren. Er befiehlt ihnen, Allem zu widersprechen, was vor jener Zeit unter seinem Namen publizirt werden sollte. Herr von Talleyrand schließt sein Testament mit der Erklaͤrung, er sterbe als Roͤmisch⸗katholischer Christ. 1 Der Prinz von Joinville hat nach einem siebenwoͤchentli⸗ chen Aufenthalte Rio Janeiro am 23. Februar Abends verlas⸗ sen und am Bord des „Herkules“ die Richtung nach Cayenne eingeschlagen. 3

Der Oesterreichische Botschafter, Graf Appony, hat ein au heute ngssese gewesenes diplomatisches Diner wegen Ablebens des Fuͤrsten Talleyrand absagen lassen.

Es heißt, Herr Dupin der Aeltere habe die Absicht, Kroͤnungs⸗Feierlichkeiten in London beizuwohnen, wenn die S sion der Kammer bis dahin beendigt seyn wuͤrde.

Das Journal des Debats enthaͤlt heute folgenden Ar tikel: „Man versichert, daß die Regierung in wenigen Tagen der Deputirten⸗Kammer Gesetz⸗Entwuͤrfe vorlegen wird, durch welche einige der großen Eisenbahnen Privat⸗Compagnieen uͤber⸗ lassen werden sollen. Dieser Entschluß hat fuͤr uns nichts Ueberraschendes. Die Politik der Regierung, in Bezug au Eisenbahnen, besteht, wie solches auch der Conseils⸗Praͤsiden auf der Rednerbuͤhne erklaͤrt hat, darin, daß dem Lande endli die Wohlthat jener Verbindungs⸗ Mittel gewaͤhrt werde, un deshalb muß ihr auch vor allen Dingen daran liegen, jede neu Verschiebung und jeden neuen Aufenthalt zu vermeiden. Wen wir den Geruͤchten glauben duͤrfen, die uns von mehreren Sei ten zugehen, so beabsichtige man, den Kammern mehrere Ent⸗ wuͤrfe uͤber jede der großen Linien vorzulegen. So wolle man z. B. zwei verschiedene Bahnen von Paris nach der Loire, die eine uͤber Orleans, die andere uͤber Chartres und Tours, zwei von Paris nach Rouen, die eine uͤber die Plateaux, die andere durch das Seine⸗Thal, und vielleicht auch zwei von Paris nach der Belgischen Graͤnze, die eine uͤber Amiens, die andere uͤber St. Quentin in Vorschlag bringen. Man will sich bei dem Antrage auf diese doppelten Bahnen auf das Beispiel der beiden Eisenbahnen von Paris nach Versailles stuͤtzen. Dieses Beispiel scheint uns aber nicht sehr schlagend. Bei einer so kurzen Strecke, wie die von Paris nach Versailles,

1

und nothwendig das innere beaufsichtigen. Man bedenke in werden etwa 3500 Geistliche ohne und doch existiren theolo⸗ inisterium des öffentlichen Unter⸗

richts abhängen. Diese Rebenbuhlerschaft des Unterrichts tritt noch greller hervor, wenn es wahr ist, was man von allen Seiten behaup⸗

großen Seminarien von den Bi⸗

schöfen förmlich verboten wird, dem Unterrichte unserer Fakultäten

von dem vorigen Redner auf⸗

daß der Staat in die Geheimnisse des re—

nuͤsse. Er wolle ganz einfach

ob in Frankreich religioͤse Freiheit exi⸗

Religion dieser Freiheit theil⸗ sey, so habe man auch nicht ene Konfession ertheile, irgend sich hier bei Gelegenheit des Gelegenheit, nnung der geistlichen Gewalt meinte der Redner, sey zu zu werden. Er beschraͤnkte daß die Regierung nicht das

Angelegenheiten zu mischen, ohne die

Nach einer Rede des Groß⸗

illigt. Nach Abstattung einiger un⸗

interessanten Bittschrifts⸗Berichte ging die Kammer wieder zu

Angelegenheiten uͤber und ge⸗ esondere Berathungen. Das Debatte An⸗ Jour⸗ worden war, es waͤre in dem

Kreuz der Ehren⸗Legion verloost

Ministerium jene Nachricht Fabel, worauf das Bud⸗ Als hierauf das Budget schlug die Kom⸗

105,000 Fr., die die Regie⸗

war es vielleicht nothwendig daß jede der beiden Haͤlften der Hauptstadt eine besondere Einfahrt hatte. Wenn die Eisenbahn von Versailles nur auf dem rechten Ufer der Seine ausgelau⸗ fen waͤre, so wuͤrde sie fuͤr gewisse Stadtviertel des linken Users fast so gut wie gar nicht vorhanden gewesen seyn. Aber die Verlaͤngerung beider Bahnen bis ganz nach Versailles war ein Fehler; denn fuͤr letztgenannte Stadt war eine doppelte Einfahrt durchaus uͤberfluͤssig. Wie wuͤrde es nun erst seyn, wenn man einen solchen Irrthum auf einer Strecke nicht von 4, son— dern von 30 bis 50 Stunden wiederholte? Wir glauben da⸗ her, trotz aller Geruͤchte, auch nicht, daß dies wirklich der Ge⸗ danke der Verwaltung ist. Augenscheinlich wuͤrde man mit ei⸗ nem solchen System der doppelten Bahnen viel anfangen, aber wenig beendigen sehen. Wenn sich in dieser oder jener Rich- tung mehrere Compagnieen anbieten sollten, so kann ja das Ministerium derjenigen den Vorzug geben, die die meisten Buͤrgschaften darbietet, und deren Plan den Beduͤrfnissen des Landes am besten entspricht.“

Der Fuͤrst Talleyrand war von allen Souverainen Europa’'s mit den ausgezeichnetsten Orden bekleidet. Als auffallend muß indeß bemerkt werden, daß er, trotz des thaͤtigen Antheils, den er an der Bildung der constitutionnellen Regierung in Belgien nahm, keinen Orden von dem Fuͤrsten dieses Landes erhalten hatte. Durch den Tod Talleyrand's wird ein Sitz in der Aka⸗ demie der Inschriften und der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften erledigt.

Der in Nantes erscheinende Ami de la Charte meldet, das dem Grafen von Bourmont gehoͤrende Schloß, in der Naͤhe von Freigné, werde zur Aufnahme des Eigenthuͤmers, der im Begriff stehe, nach Frankreich zuruͤck ukehren, eingerichtet.

Auch die gestrige Sitzung des Assisenhofes ward noch mit Zeugen⸗Verhoͤren ausgefuͤllt. Es finden sich zu den jetzigen Sitzungen eine verhaͤltnißmaͤßig nur geringe Anzahl von Zu⸗ hoͤrern ein.

Die Geldsummen, welche am Bord der „Nereide“ von Haiti gekommen sind, werden, unter Begleitung einer Gens⸗ darmerie⸗Abtheilung, per Achse nach Paris befördert.

Ein legitimistisches Blatt meldet Folgendes aus Na⸗ varra: „Die Vorbereitungen zu dem Verhoͤre der Generale Zariateguy und Elio sind beendigt. Praͤsident des Kriegsgerichts

9*

ist der General Martinez. Zariateguy wird von dem Obersten Me