1838 / 182 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Kinder auf Rechnung des Armen⸗Schul⸗Fonos Unterricht, un⸗ gerechnet 426 Kinder, welche in dem großen Friedrichs⸗Waisen⸗

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Iahre 48,302 Rthlr. und außerdem 11,414 Rthlr. fuͤr Schul⸗ deaͤuser⸗Bauten verwendet; Schulgeld⸗Beitraͤge kamen, mit In⸗

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Errwweiterung schon bestehender und Anlegung neuer Kommunal⸗

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Bekanntmachungen.

Geolz, hat gegen ihren Ehemann, wegen höslicher Verlassung, auf Trennung der Ehe angetragen. Beantwortung der Klage und sist Termin auf den 8. Jannar 1839, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause hierselbst angesetzt, zu welchem der seinem jetzigen Aufenthalt nach unbekannte Ver⸗ llaagte, Matrose Johaun August Balz, hierdurch vor⸗ geladen wird. trage der Klägerin gemäß, die zwischen beiden Theilen

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Kdönigl. Land⸗ und Stadtgericht.

. börige, nahe bei der Damm⸗Vorstadt hierselbst bele⸗ (L. S

verzeichnete, auf 6579 Thlr. 3 sgr. I pf. abgeschätzte segenannte Mitrander⸗ oder welze Vorwerk, sell F

an ordeutlicher Gerichtsstelle subhastirt werd e und 46 her Gerichts werden. Taxe und Hvypotheken⸗Schein sind in Ne⸗ -

8 Kbnigl. Preuß.

tionen geworfen hatte, nur Einen Todten gehabt hat. Mag dies auch uͤbertrieben seyn, so zeigt es doch, daß die Rebellen ihren Vortheil verstehen, sie weichen vor den Truppen zuruͤck, und die eigentliche Aufgabe der Regierung beginnt erst, wenn es darauf ankoͤmmt, das eroberte Terrain zu behaupten.

Es scheint demnach, als koͤnnte das Ministerium sehr ruhig vor die Kammern treten und von seinen 81—1 sprechen; al⸗ kein der hinkende Bote kommt nach. Sechs Tausend Contos hat die Empoͤͤrung in Bahia gekostet, eine Summe, die nicht zu groß ist, wenn man bedenkt, daß die Armee wirklich aus dem Boden gestampft werden mußte, daß die Schiffe, vollkommen ab⸗ getakelt, hier in der Bay verfaulten, und daß die Arsenale voll⸗ kommen leer waren. Aber das ist beinahe die Haͤlfte des Bud⸗ gets, und so wie Calmon die vorjaͤhrige Session mit einer au⸗ Berordentlichen Kredit⸗Forderung geschlossen hat, so muß er die diesjaͤhrige damit eroͤffnen, woruͤber die Opposition (die wie jede Opposition nichts als Sparsamkeit im Munde fuͤhrt) nicht we nig schreien wird.

Gruͤnberg, 27. Juni. Ankunft Sr. Koͤnigl. Ho⸗ heit des Kronprinzen und Hoͤchstdessen Gemahlin. Die hohen Reisenden trafen gestern Abend gegen 9 Uhr, von Frankfurt kommend, hier ein, und geruhten, im Gasthofe „zu den drei Bergen“ zu uͤbernachten. Hoͤchstdieselben wurden von dem Ober⸗Präͤsidenten, Dr. von Merckel, von der Ortsgeistlich⸗ keit und den hiesigen Koͤniglichen und stäͤdtischen Behoͤrden be⸗ willkommt. Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz nahmen bald nachher die Vorstellung der anwesenden Behoͤrden huldreichst an, und setzten mit Hoͤchstihrer Gemahlin Koͤnigl. Hoheit heute fruͤh bald nach 6 Uhr Ihre Reise nach Fuͤrstenstein im erwuͤnsch⸗ ten Wohlseyn und begleitet von den herzlichsten Segenswuͤnschen der F. und der zahlreich versammelten Einwohnerschaft fort. Die hiesige uniformirte Schuͤtzen⸗Gilde genoß das hohe Gluͤck, den Allerhoͤchsten Herrschaften, sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abreise, die Honneurs zu machen. Breslau, 28. Juni. Unpäͤhlichkeit Sr. Koͤnigl. Hoheit des Prinzen Friedrich von Preußen. Hoͤchst⸗ derselbe war, in Folge einer Kontusion am Knie, genoͤthigt ge⸗ wesen, die Inspections⸗Reise nach Ober⸗Schlesien aufzugeben und seit dem 23sten d. M., an welchem Tage Se. Koͤnigl. Hoheit die Mu⸗ sterung uͤber die hiesige Garnison beendete, in unserer Stadt zu verweilen. Heute fruͤh gegen halb 7 Uhr begab sich Hoͤchst⸗ derselbe, nunmehr von jenem Uebel gluͤcklich hergestellt, von hier nach Erdmannsdorf, und geruhte, zuvor noch die Aufwar⸗ tung der hiesigen Militair⸗ und Civil⸗Autoritaͤten anzunehmen. Gleiwitz, 25. Juni. Feier des 25jäͤhrigen Stif⸗ tungs⸗Festes der Landwehr. Diese wurde gestern Nach⸗ mittags um 5 Uhr auf Veranlassung des Majors und Comman⸗ deurs, Herrn von Schaͤtzel, von dem hiesigen Bataillon des 22ten Landwehr⸗Infanterie⸗Regiments auf dem großen Exerzier⸗ Platz begangen. Koblenz, Juni. Geschenk der Prinzessin Friedrich. Die Gemeinde Ober⸗Diebach bei Bacharach, in deren Naͤhe die Burg Rheinstein liegt, verehrt in der Prin⸗ zessin Friedrich, Koͤnigl. Hoheit, eine Goͤnnerin, die sich durch ihre Wohlthaten unvergeßlich macht. Neuerlich hat die dor⸗ tige evangelische Parochial⸗Kirche von derselben Hohen Hand die Kopie eines von dem Hofmaler W. von Kuͤgelgen gemal⸗ ten Bildes Christi, der das heilige Abendmahl darreicht, zum Geschenk erhaͤlten, welches der Umstand, daß die Kuͤnstler⸗Fa⸗ milie von Kuͤgelgen aus hiesiger Gegend stammt, um so wer— ther macht. Der Vater der beiden bekannten Zwillings⸗Bruͤ⸗ der, Gerhard und Karl, war Hof⸗Kammerrath in Bacharach.

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—2.

Berlin, 25. Juni. Bericht uͤber das Armen—⸗ Schulwesen. Am Schlusse des vergangenen Jahres er⸗ hielten hier, theils in den vorhandenen 9 Kommunal⸗Armen⸗ Schulen, theils in Parochial⸗ und Privat⸗Schulen, 12,042

ause und dessen Filialen, und in dem Arbeitshause auf Kosten der Kommune unterrichtet wurden. Da sich unter den 280,000 Einwohnern der Stadt und ihres Weichbildes am Schluß des Jahres 1837 43,599 schulfaͤhige Kinder, vom Anfang des 6ten bis zum vollendeten 14ten Levensjahre, befanden, so haben un⸗ 2⁄1 derselben die Schule auf Kosten der Kommune ge—

nossen. Fuͤr das Armen⸗Schulwesen wurden im vergangenen

begriff von Resten aus dem Vorjahr, 6615 Rthlr. ein. Durch

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genuͤgen gesucht. Die Kleinkinder⸗Bewahr⸗Anstalten haben sich 1837 um 4 mit 400 Kindern vermehrt, so daß deren jetzt 21 mit ungefaͤhe 2200 Kindern bestehen. Die Verwaltung des staͤdtischen Armen⸗Schulwesens ist wegen des großen Umfangs, den es in den letzten 10 Jahren erhalten und wegen der zweck⸗ maͤßigeren Verbindung mit dem uͤbrigen staͤdtischen Schulwesen vom 1. Oktober 1837 an von der Armen⸗Direction an die staͤd⸗ tische Schul⸗Deputation, und zwar vom 1. Januar d. J. an, auch mit Inbegriff des Kassenwesens, uͤbergegangen.

Posen, 26. Juni. Neue Bau⸗Ordnung. Das Amtsblatt der hiesigen Regierung enthaͤlt eine neue, hoͤheren Orts genehmigte Bau Ordnung fuͤr die Stadt Posen vom 6. Mai d. J., welche vorschreibt, was sowohl in Bezug auf Ge⸗ nehmigung und Beaufsichtigung der Kommunal⸗ und Privat⸗ Bauten durch das Polizei⸗Direktorium und den Magistrat, der sich der staͤdtischen Bau⸗Kommission als technischer Behoͤrde be⸗ dient, als in Bezug auf Bau⸗, Feuer⸗ und Sanitaͤts⸗Polizei, bei Anlegung und Ausbesserung von Gebaͤuden, Brunnen, Wasserleitungen u. s. w. zu beobachten ist.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Ueber den Geist des Hauses Hohenzollern und die

weltgeschichtliche Bedeutung des Preußischen Setaates. Von K. F. E. Trahndorff. Berlin 1838. 8. 68 Seiten.

Der Verfasser ist von einer achtungswerthen Vaterlandsliebe durchdrungen und erkennt die hohe weltgeschichtliche Bedeutung des Preußischen Staates in dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Herr⸗ scher und Volk. Wenn in vielen constituttonnellen Staaten die Mi⸗ nister sich ein Vertrauens⸗Votum von den Vertretern des Voikes müssen erbitten, so wird im Preußischen Staate, schon seit mehr als vier Jahrhunderten, dieses Vertrauens⸗Votum dem Hause Hohenzol⸗ lern von seinem Volke zu Theil. Das Haus Hohenzollern gewann vorzüglich dadurch das Zutrauen, nicht nur seines eigenen Volkes, sondern auch das des ganzen Deutschen Volksstammes, daß es sich an die Spitze der großen kirchlichen Bewegung, im 16ten Jahrhun⸗ derte, stellte. Der Verfasser setzt von Secite 45 an die Wirkungen die⸗ ser kirchlichen Umbildung auseinander. Die erste Wirkung war eine innere, „eine stille innere Klarheit“, die zweite eine äußere, indem die Richtung ins Ausland durch die für Deutschland so verderblichen Römerzüge jetzt in der Quelle verstopft waren. Er sagt Seite 47: „Die Reformation gab der Deutschen Reichs⸗Verfassung, wie sich dieselbe unter dem Titel eines Römischen Kaiserreichs und unter dem Einflusse der störenden Ideen von Universal⸗Monarchie und Weltbeherrschung ausgebildet und dadurch dem Staats⸗ und bürger⸗ lichen Leben des treuen, auf einfache Wahrheit natürlich gerichteten Deutschen Volkes, eine ihm fremde Last aufgebürdet und das Ge⸗ präge des leeren Ceremonien⸗Prunks und der Titelsucht aufgedrückt hatte, den entscheidendsten Stoß, indem sie den einfachen Geist der Wahrheit in dem Christenthum und somit in dem Leben des Volkes selbst von dem Druck eines entstellenden, künstlichen, wissenschaftlich⸗ politischen Kirchen-Systems freimachte. Die Idee eines Römischen Kaiserreichs war mit dem Papstthum und der geschichtlichen Ent⸗ wickelung der katholischen Kirche im Abendlande auf einer Basis ent⸗ sprossen. Sie kam den Deutschen, wie die Römische Katserkrone selbst von Rom.“ Ganz im Gegensatze eines Deutschen Römerreichs war der Gedanke Friedrich's des Großen eines Deutschen Fürsten⸗ bundes. Wie sehr Friedrich der Große sein Wohl in das Wohl des Volkes setzte, bezeichnen die Worte desselben in der Schlacht bei Leu⸗ then mitten unter den Leichen der Gefallenen: „Wann werden meine Qualen enden!“ und seine bekannte Aeußerung: „Das Volk sey nicht um des Fürsten willen da, sondern der Fürst um des Volkes willen“. Seite 38. Bei solchen Gesinnungen der Hohenzollerschen Herrscher darf man sich nicht wundern, daß sich ein patriarchalisches Verhält⸗ niß zwischen Fürsten und Volk bildete. Wie ganz anders war es in dem unglücklichen Frankreich, wo Ludwig XIV. und Ludwig XV. ihr Velk dem Ehrgeize und den schamlosesten Lüsten opferten, so daß Schlosser in seiner Geschichte der neueren Zeit sich mit Recht wun⸗ dert, daß das Volk es so lange habe ausgehalten. Wir können also darin mit dem Verfasser nicht ganz übereinstimmen, daß es eine „auf irreligiöser Basis entsprungene Grund⸗Idee“ sey, daß das Volk sein Schicksal zugleich mit in seine eigene Hand genommen habe und dadurch die Willkür und den Druck seiner Kkünige beschränkte. Z— e.

Bibliothéque historique et militaire publiée par MI. Ch. Liskenne et Sauvan. Paris 1835.

Dieses Werk hat den doppelten Zweck, die Kriegskunst in ibrer Entwickelung durch die verschüedenen Kriege von den Griechen bis auf die neueste Zeit zu verfolgen und damit zugleich eine Reihenfolge der vorzüglichsten kriegsgeschichtlichen Schriften aus jeder Epoche zu verbinden. Mit Recht haben es daher die Herren Verfasser eine Bi⸗ bliothek genannt, denn man wird in einem verhältnißmäßig geringen Raume und ohne bedeutende Ausgaben eine Sammlung des Inter⸗ essautesten und Wichtigsten aus dem Kreise des militatrischen Wissens beisammen haben. Ein solches Werk ist für jede Bibliothek unent⸗ behrlich. Die Schriften der Alten über Kriegskunst und Kriegs⸗

Armen⸗Schulen wurde dem Beduͤrfniß immer vollstaͤndiger zu

von Fach sich diesem Geschäft unterzogen; es muß daher mit aunerkannt werden, daß die Herren Herausgeber, indem sie die por⸗ handenen Französischen Uebersetzungen benutzten, dieselben von neuem durchgesehen und von allen Irrthümern gesäubert haben, so daß die. jenigen, welche der Ursprache nicht kundig sind, hier wenigstens eine korrekte Uebertragung in eine neuere Sprache in die Hände bekommen. Das Werk soll sechs Bände enthalten und erscheint in Lieferun⸗ gen von vier und mehreren Bogen. Der erste Theil ist bereits kom. plett, und der zweite wird es in kurzem seyn; jener enthält die voll⸗

tändige militairische Geschichte Griechenlands, nämlich: 1) Versuch

Volfe geführten Kriege und der dabei in Anwendung gekommenen taktischen Anordnungen; 2) des Thucydides Geschichte des Pelo⸗ ponnesischen Krieges; 3) Fenophon's Rückzug send; à) die Cpropädte und 5) Arrian's Feldzüge Alexan, der's des Großen. Alles dieses zusammen bildet einen Band von 899 Seiten, groß 8vo., mit 21 Karten und Plänen zur Erläuterung des Tertes. Der zweite Band, mit einer sehr ausführlichen Ab⸗ handlung über das Römische Soldatenwesen auf 337 Seiten und mit vielen Abbildungen und Plänen, enthält demnächst die Geschichts⸗ bücher des Polvpbius, nach der Uebersetzung von Dom Thuillier, der bekanntlich unter Folard's Augen arbettete, aber neu durchgesehen und mit den später aufgefundenen Fragmenten vermehrt. Zu dem dritten Theile werden Cäsar, Begez, Onosander, der Kaiser Leo u. A. das Material liefern, und die drei letzten Theile sind für die neuere Geschichte bestimmt, welche mit den Memoitren Napoleon's in einem Bande schließen wird. Es ist zu wünschen, daß ein so gemeinnütziges Unternehmen überall die verdiente Unterstützung finden möge. Wr.

Neapel. In Gegenwart des Herzogs Bernhard von Sachsen⸗Weimar und seiner Familie fand am 8. Juni zu Pompeji eine Ausgrabung statt, bei welcher in dem übrigens unansehnlichen Zimmer eines antiken HKauses zwei schöne Erzgefäße mit reich ver⸗ zterten Henkeln, zwei ägyptistrende Erzfiguren, ein Siegelring mit Inschrift und zwei Fragmente gewirkten Goldstoffes gefunden wur⸗ den. Das gedachte Haus befindet sich in der sogenannten Strada dellAbbondanza, welche vom Forum nach dem Theater führt.

Eine bereits zum zweitenmal in Reapel befindliche ausgezeichnete Sammlung antiker Gegenstände, welche man den Apulischen Aus⸗

sitzer (die Herren Ficco, Cervoni und das Domkaplitel zu Ruvo) ihre früheren übertriebenen Forderungen gemäßigt hatte, für den Preis von 8014 Ducati dem Königl. Museum zu Neapel anheimgefal⸗ len. Die Sammlung besteht aus mehreren Vasen erster Größe, aus Wandmalereien, unter denen sich ein Todtentanz befindet, und über⸗ dies aus schönen Goldsachen.

Durch die steigende Berühmtheit der Entdeckungen von Ruvo bat ein dortiger begüterter Patriot, Herr Giovanni Jatta, dessen

scher Thongefäße längst bekannt ist, sich veranlaßt gefunden, ein be⸗ sonderes Lokal zur Aufstellung seiner ausnehmend reichen, bisher theils in Neapel, theils in Ruvo befindlichen Vasen⸗Sammlung in gedach⸗ ter seiner Vaterstadt aufzuführen. .

Mehrere auserlesene Ankäufe groß⸗Griechischer und Sicilianischer Denkmäler, hauptsächlich bemalter Vasen, sind neuerdings von dem Großherzogl. Badischen Geschäftsträger zu Rom, Rittmeister Maler,

Zu den um Erwerbung alt⸗Griechischer Denkmäler bemühten Kunstfreunden gehört auch Herr Professor Zahn aus Berlin, wel⸗ cher neulich Apulien und Basilicata bereiste; die zahlreiche Gemälde⸗ Sammlung desselben ist neuerdings nach Dentschland abgegangen.

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Koͤnigliche Schauspiele. Montag, 2. Juli. Im Schauspielhause: C spiel in 5 Abth., von Goethe. (Herr Hendrichs, vom Koͤnigl. Hoftheater zu Hannover: Clavigo, als Gastrolle.) Dienstag, 3. Juli. Im Opernhause: Der Maurer, Oper in 3 Abth. Musik von Auber. (Mad. Hoͤffert, geb. Devrient: Frau Bertrand, als Gastrolle.) Mittwoch, 4. Juli. Im Opernhause: Faust, dramatisches Gedicht von Goethe, in 6 Abth. Donnerstag, 5. Juli. Im Opernhause: Die Gesandtin, Oper in 3 Abth. Musik von Auber. Freitag, 6. Juli. Im Schauspielhause, zum erstenmale: Adelheid von Burgund, historisches Trauerspiel in 5 Aufz., und einem Vorspiel, von E. Raupach.

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Koͤnigsstadtisches Theater. Montag, 2. Juli. Drei Tage aus dem Leben eines Spie⸗ Melodrama in 3 Abth., von L. Angely. Dienstag, 3. Juli. Die Unbekannte. Romantische Oper

in 2 Akten. Musik von Bellini. 188,1282 288879

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lers.

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h1 Vertretung des Redacteurs: Wentzel. ——

Geschichte sind meistens übersetzt, aber nicht immer haben Männer

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Ediktai⸗Citation. Die Ehefrau des Matrosen Balz, Friederike, geb.

unter Beitritt des

L Zur Instruction der Sache

Landgüter veldamm, 1 Bei seinem Ausbleiben wird, dem An⸗ kbeil in Poppentin, bestehende Ehe getrennt und Verklagter für den allein schuldigen Theil erklärt werden. Reuwarp, den 16. Juni 1838.

—ꝑma’ananan—

kundig gemacht. Subhastations⸗Patent.

Großherzoglich Das dem Ockouomen Jehann Karl Gerlach ge⸗ 168

genc, Vol. IV. No. 50 Fol. 133 des Hvpothekenbuches

8 Allgemeiner Anzeiger f Wann auf Antrag des majorennen und der Kura⸗ diese seltenen Gegenstände während der verschiedenen

Revolutionen, Umwälzungen der Reiche, Aufhebungen

tel des minorennen Grafen von Blücher auf Fincken, der Abteien und Klöster bis zur jetzigen Zeit zu

Justizraths von Bülow auf Weh⸗ ningen, als Vertreters der Söhne des Ober⸗Forst⸗ meisters von der Lühe zu Jasnitz, da der au 28sten vorigen Monats angesetzt gewesene Termin von den Provocanten frustrirt ist, zur Anmeldung etwaniger Ansprüche und Forderungen an den Nach⸗ laß des weiland Grafen von Blücher auf Fincken, insbesondere an die incken mit Bütow, Heidrammel und Knüp⸗ Hotthun, Kaeselin, Darze, Göhren mit An⸗

pachteten Senz, heute publica proclamata praeclusiva

erkannt und Terwinus auf den 28. Angust dieses Jahres vor hiesiger Großherzoglicher Justiz⸗Kauzlei

Gegeben Güstrow, den 23. Mat 1838. Instiz⸗Kanzlei.

vereinen wußte. den ju diesem RNachlasse gehörigen

Lebbin und Sparow mit dem ver⸗ No. 1800 zu Antwerpen.

uͤr die Preußischen Staaten.

Verzeichnisse dieser Sammlung sind in der Buch⸗ handlung von E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3) einzusehen. Der Verkauf findet statt vom 6. August 1838 ab und an den folgenden Tagen im Saale der Ausstellung rue Venus zu Antwerpen, in Belgien durch den Greffier Ter-Brüggen.

Aufträge zum Ankauf bezeichneter Ge eris nimmt Herr A. Kreglinger, Grande Place No. 603, und auch der Greffier Ter-Brüggen, rue des Chats

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, er Szresh EE11“ 8.

zebiend 918 2 290 2 5

Bei Scheld & Comp. in Leipzig ist erschienen und in Berlin in der Stuhrschen Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2, so wie bei Burmeister & Stange, unter den Linden, zu haben:

Uebersicht der Landbaukunst. Ein kurzgefaßter Leitfaden zu Vorlesungen über dieselbe und ein Wiederholungsbuch für alle diejenigen, welche sich öffentlichen Prüfungen in diesem Fache zu unterziehen haben, eben so ein Handbuchf. eeelücher u. Landwirthe.

on . Carl August Menzel,

Königl. Universitäts⸗Bau⸗Inspektor, öffentlichen Lehrer der Baukunst an der staats⸗ und landwirthschaftlichen

nde über⸗

Mecklenburg⸗Schwerinsche

Staaten, ist vorräthig: G. Brandt. 9

a m 23.

JIJulic.

1 der Registratur einzusehen. Frankfurt a. d. O., den 7. Iun 1888. 8e

Land⸗ und Stadtgericht.

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b Oeffontlicher Verkauf einer sehr schönen und reichen Sammlung

Alterthümern, Seltenheiten, kostbaren Ca⸗ meen, edlen und feinen Steinen, Waffen, Gemälden, Handschriften seltener Art und Büchern ꝛc. ꝛc., hinterlassen durch den im Königreich Belgien ver⸗

sstorbenen Baron d'Auvin d'Hodonmoni, welcher

Preis geb. 1 Thlr. 26 ¼ sgr. von

22 8⅛ sgr.

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1“ 8 HG 888*† F

1“

* Reisende nach Paris. Bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn so wie in allen Buchhandlungen der Königl.

Wegweiser für Deutsche in Paris sonderer Berücksichtigung des für Deutsche Wis⸗ deensn; mit einem Plane von Paris und er Umgegend und mehreren artistischen Beilagen.

Reuer Plan von Paris, nach den Arrondisse⸗ ments kolorirt, nebst Straßen⸗Verzeichniß in Etuis.

Imle & Liesching in Stuttgart.

anberahmt und die Insertien der desfallsigen Ladun⸗ 4 8 8 ein 1egn 889 SIes F 9. gen in die Schwerinschen Anzeigen in extenso verfügt Literari sch e Anzeigen Pre E1.* worden; so wird solches hierdurch fernerweit gemein⸗ 8 g 8 v1““ E111“

gee 6 1. usHücht uz Fire⸗ Bei F. E. C. Leuckart in Breslau ist erschie.

nen und in Berlin bei Wilh. Logier, Friedrichs.

strasse No. 161, T. Trautwein, Breite Strasse

No. 8S, und allen übrigen Musikalien. und Buchhand-

lingen Berlins zu haben:

Worte der Liebe (Gedicht von Th. Körner), mit Begleitung des Pianoforte oder der Guitarre, in Musik gesetzt von Ed. Tauwitz. Zweite Auflage. Preis 5 sgr.

Gesangsfreunden, namentlich jungen Damen und

Allen, die dureh Vortragen ansprechender Lieder in

geselligen Kreisen sich beliebt machen wollen, kann

diese vortreffliche Composition ganz besonders an-.

Nr. 3), Preuß.

mit be⸗

empfohlen werden. Nüyr- 20 2% ugnan

aen die Taktik der Griechen in einer Uebersicht der von diesem

der Zehntau.

grabungen von Ruvo verdankt, ist, nachdem die Societät der Be⸗

Name unter den einsichtigen und glücklichen Sammlern groß⸗Griecht⸗

für das in Karlsruhe neu zu errichtende Museum angekauft worden.

Flavigo, Trauer⸗

Av 1i 8 N d ch r i ch ten. o! Lombard, Madame Gordon und Madame Lamotte; bei Letzte’⸗ Ashley nicht umhin, dem Minister in die Quer zu treten, da er

T M.⸗e 2 mt ch 1. Hse rer, die einen Buchladen hat, wurden 150 Exemplare der Laity⸗ sehr aufgebracht daruͤber scheint, daß seine Lieblings⸗ Froni k des Da ge gE za schen Broschuͤre weggenommen. Der Pairshof gedenkt, den Maßregel, die Bill uͤber die Arbeit der Kinder in den üriea. 10 0, n67 Prozeß bis Mitte Juli zu Ende zu bringen. Fabriken, eine Maßregel, die uͤbrigens das bestehende

berg, zum Prediger in Rutzow, Kreis Schivelbein, ernannt

und Minister des Innern und der Polizei, von Rochow,

also ist der Grundsatz uͤber die Gesetzlichkeit der Maßregel

ten Grund⸗Eigenthuͤmer Frankreichs ist, noch irgend einer der Pairs der Majoritaͤt, haben diesen reinen patriotischen Grund

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Donnerstag den 5ten d. M, Nachmittags um 4 Uhr, wird die Köͤnigl. Akademie der Wissenschaften, zur Feier des Leib⸗ nitzischen Jahrestages, eine oͤffentliche Sitzung halten.

Der Zutritt zu derselben steht auch ohne besondere Einlaf⸗ Karte frei.

80 4 88 Im Bezirk der Koͤnigl. Regterung zu Stettin ist der Kandidat des Predigtamts, Achter⸗

Die Nachricht, daß der Graf von Saint⸗Aulaire schon am 10ten k. M. auf seinen Botschafter⸗Posten nach Wien zuruͤck⸗ kehren werde, beruht auf einem Irrthum. Er wird hier noch der Vermaͤhlung einer seiner Töchter mit dem Grafen von Esterno beiwohnen, und erst gegen Ende d. M. Paris verlassen.

Ein hiesiges Blutt enthaͤlt Folgendes: „Der Graf von Toreno wird zwischen dem 5ten und 10ten Juli in Paris er⸗ wartet. Wenn wir aber einigen Privat⸗Briefen aus Madrid Glauben schenken duͤrfen, so hat seine Reise nach Frankreich einen rein finanziellen Zweck, und er kommt nicht, wie man

Gesetz nicht zu aͤndern, sondern nur zu erlaͤutern bestimmt ist, noch bis zur naͤchsten Session ö2 werden soll. Er nahm daher den Vorrang fuͤr diese Bill in Anspruch und wurde in seinem Antrage selbst von Sir R. Peel unterstuͤtzt, so viel dieser auch versichert hatte, daß ihm die Erledigung der Irlan⸗ dischen Angelegenheiten sehr am Herzen liege. Die Opposttion hatte sich ziemlich zahlreich eingefunden, in der Hoffnung, daß mehrere Liberale sich vielleicht aus Furcht, ihren Konstituenten zu mißfallen, wenn sie die Fabriken⸗Bill nicht zu foͤrdern be⸗ muüͤht waren, ihren Reihen anschließen wuͤrden. Dies war je⸗

worden.

e v swissen wollte, um den Grafen von Espeja als Botschafter zu doch nicht der Fall, denn bei der Abstimmung ergab sich eine, Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant ersetzen. Die Meinungen in Matdrid scheinen jetzt den von wenn auch nur geringe Majoritaͤt zu Gunsten der urspruͤnglichen

und kommandirende General des 1sten Armee⸗Corps, von Natz⸗ Herrn Lafitte aufgestellten Bedingungen fuͤr eine neue Anleihe

mer, von Koͤnigsberg in Pr. 1 aͤunstiger zu werden, da man nach vielen Unterhandlungen mit Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Staats⸗ Herrn Aguado zu der Einsicht gekommen ist, daß sich von die⸗

ser Seite her unuͤbersteigliche Hindernisse in den Weg stellen.

Tagesordnung. Der Sprecher stellte daher die Frage, ob die Irlaͤndische Zehnten⸗Bill jetzt zum zweitenmale verlesen wer⸗ den solle. Das Haus war indeß von der Verwirrung und 1 Aufregung, die gewoͤhnlich einer Abstimmung folgt, noch nicht Heute fruͤh um 11 Uhr ward der General Haxo mit krie⸗; wieder zu sich gekommen; der groͤßte Theil der Mitglieder 1 gerischen Ehren zur Erde bestattet. Alle militairischen Notabi⸗ hatte sogar seine Plaͤtze noch nicht wieder eingenommen, und merie und Kommandant von Berlin, von Tippelskirch, nach litaͤten und Abtheilungen von allen hier garnisonirenden Regi⸗ die Folge war, daß die Frage des Sprechers nur von Wenigen Freienwalde. 8 mentern, wohnten dem Leichen⸗Begaͤngnisse bei. 3 gehoͤrt wurde. Da sich aber Niemnnod dagegen erhob, so er⸗ 1I1w 5819 & CE . In einem Schreiben aus Oran vom 13ten d. heißt es: klaͤrte der Sprecher, dem Gebrauche gemaͤß, die Motion fuͤr an⸗ 8'2I, g. 2 un dgnin & „Die letzten Nachrichten aus Mascara melden, daß Abdel⸗Ka⸗ genommen, und die meisten Anwesenden erfuhren die Erledigung 8 dnS sd der sich in Tekedempt, seiner neuen Stadt, befindet, deren Bau einer so wichtigen Frage ohne Debatte und Abstimmung erst 3 eitun g 8⸗ Na ch richten. mit schnellen Schritten vorwärts schreitet. Dort hat er die durch die Anzeige Lord J. Russell's, daß er die Bill am Mon⸗

nach Rekahn bei Branbenburg. Se. Exrellenz der General⸗Lieutenant, Chef der Gendar⸗

1 289—I. 278 7228 849 1199 14 Unterwerfung der angesehensten Stämme der Wuͤste erhalten. tag den 2. Juli in den Ausschnuß bringen wolle. Die ““ 2 uslan d. 2ꝙ Unser Ober⸗Befehlshaber, General Rapatel, der sich schon beim Debatte, die am Freitag abgemacht werden konnte, wird daher

12 Frankreich. EEEEII1I1“““

Paris, 27. Juni. Der von der Deputirten⸗Kammer aus.

erst dann stattfinden, und so ist in dieser vorgeruͤckten Zeit der Bett huͤten. Der „Aetna“ uͤberbringt ihm die Erlaubniß, Session wieder ein Abend verloren gegangen. Es haͤtte zwar einige Monate in Frankreich zuzubringen. Ein Staats⸗Schiff nicht an nuͤtzlicher Beschaͤftigung fuͤr den noch uͤdrigen Theil gegangene Gesetz⸗Vorschlag in Betreff der Renten⸗Reduction ist ist zu seiner Verfuͤgung gestellt worden; aber es ist noch unge: des Abends gefehlt. Mehrere Bills von allgemeiner Wichtig⸗ von der Pairs⸗Kammer in ihrer vorgestrigen Sitzung mit 124 wiß, ob die Aerzte, dei dem jetzigen Zustande des Generals, keit standen auf der Tagesordnung; sobald aber eine derseiben gegen 34 Stimmen verworfen worden. Bevor zur Abstim⸗ ihre Einwilligung zu der Reise geben werden. Die Maͤrkte in zur Sprache gebracht wurde, erhob sich dieses oder jenes Mii⸗ mung uͤber den Entwurf geschritten wurde, bemerkte der Praͤsi⸗ glied und trug auf Vertagung an, weil der und jener von

Abgang des letzten Couriers unwohl befand, muß jetzt das

er de 9 Oran und Mostaganem sind sortwaͤhrend sehr reichlich mit Le⸗ dent, daß, wie das Votum auch ausfallen moͤge, die Kammer bensmitteln versehen, und die Ausfuhr des Getraides wird noch den bei der Maßregel betheiligten Mitgliedern nicht an⸗ sich durchaus nicht uͤber einen Grundsatz ausspreche, und sich immer lebhaft fortgesetzt.“ wesend war, indem man allgemein geglaubt hatte, daß also keinerlei Verpflichtung fuͤr die Zukunft auferlege. Hierdurch Man glaubt, daß Herr Plougoulm an die Stelle des Herrn der ganze Abend mit der Debatte uͤber die Zehnten⸗

Bill hingehen wuürde. Ein paar Maßregeln, bei denen es sich bloß um Formalitaͤten handelte, ließ man noch weiterfoͤrdern, aber schon um halb 9 Uhr vertagte sich das Haus, nachdem ein Mitglied bemerkt hatte: „Wenn wir doch hier nichts zu thun haben, so thun wir besser, wir gehen nach Hause.“

Bei Gelegenheit einer Petition der Schottischen General⸗Kir⸗ chen⸗Versammlung, welche Herr Hope Johnstone am Freitage im Unterhause uͤberreichen wollte, wurde die Regel von neuem gel⸗ tend gemacht, daß keine Petition, in welcher um eine Geld⸗ Bewilligung nachgesucht wird, vom Parlamente ohne Geneh⸗ migung der Minister angenommen werden koͤnne. Diese Regel ist zwar nicht immer streng beobachtet worden, da aber Sir Robert Peel sie waͤhrend seiner Amtsfuͤhrung wieder in Kraft gesetzt hatte, so bestanden auch die jetzigen Minister in jenem Fall um so mehr darauf, als es sich um eine fuͤr die Schottische Kirche verlangte Unterstuͤtzung aus Staats⸗Fonds handelte, zu deren Bewilligung die Minister nicht geneigt sind, ausgenom⸗ men in den sehr großen laͤndlichen Kirchspielen, besonders in den Hochlanden. 8

er Courier bemerkt mit Bezug auf die letzten Schwan⸗ kungen in den Getraide⸗Preisen: „In Hamburg und den meisten Haͤfen der Ostsee faͤngt man an zu glauben, daß England in die⸗ sem Herbst eine sehr große Menge fremden Getraides brauchen wuͤrde, und die auslaͤndischen Kaufleute hoffen aus dem wahr⸗ scheinlichen Steigen der Preise Vortheil zu ziehen. In Ham⸗ burg stiegen in der vorigen Woche die besseren Sorten von Waizen von 5 auf 7 Rthir. fuͤr die Last, und in Danzig konn⸗ ten, wie wir hoͤren, wegen der uͤbertriebenen Forderungen der Inhaber gar keine Ankaͤufe gemacht werden. Das sind die Wir⸗ kungen unserer vielgepriesenen Korngesetze. In gewoͤhnlichen Zeiten versperren sie uns die besten auswärtigen Maͤrkte und er⸗ wecken bei unseren Nachbaren eine gewisse feindselige Empfin⸗ dung; und im Augenblicke der Noth sind wir genoͤthigt, die unerhoͤrtesten Preise fuͤr Lebensmittel zu bezahlen, die bei einer vernuͤnftigen Gesetzgebung immer in unseren Ma⸗ gazinen vorraͤthig liegen wuͤrden, um ploͤtzlicher Nachfrage zu begegnen. Der außerordentliche Gewinn von diesen Zustaͤnden fließt fast gaͤnzlich in die Taschen der Deutschen Ge⸗ traidehandler, die unablaͤssig auf die Schwankungen des Engli⸗ schen Marktes Acht geben; und, was vielleicht nicht der geringste Uebelstand bei der unnatuͤrlichen Lage des Getraide⸗Handels ist, eine solche ploͤtzlich hervorgerufene Zufuhr von Getraide nach England hat immer die Wirkung, daß eine Menge von Wechseln auf London an die Hauptmaͤrkte des Konti⸗ nents gebracht werden, worauf dann eine starke Ausfuhr von Gold aus England folgt, und dann natuͤrlich eine

Nicod zum General⸗Advokaten bei dem Cassationshofe ernannt unentschieden geblieben. Das Journal des Debats macht werden wird.

in Bezug auf obiges Votum folgende Bemerkung: „Der Ge⸗ Die Graͤfin von Lipona hat gestern Paris verlassen.

danke der Konversion ist wesentlich aristokratisch. Was uns noch . „Bei Gelegen⸗

1 1 Im Journal des Débats Aiest man: von der Aristokratie uͤbrig geblieben ist, wird durch das Grund⸗ heit der Ankuͤndigung eines Werkes, betitelt: „Auszug aus den Eigenthum repraͤsentirt. Dieses Eigenthum ist das stabile Ele⸗

1 Memoiren des Fuͤrsten von Talleyrand Périgord“ haben wir ment; der Besitz des Bodens macht allein noch die Familien auf die bestimmteste Weise in Erfahrung gebracht, daß der Fuͤrst bedeutend. Das bewegliche Vermoͤgen ist dagegen seiner Natur von Talleyrand in seinem Testamente angeordnet hat, daß jede nach veraͤnderlich; es ist das populaire Clement desoͤffentlichen Reich⸗ Schrift, die vor Ablauf eines sehr entfernten, von ihm selbst thums. Die Konversion ist ein Angriff des Grund⸗Kapitals gegen

das bewegliche Kapital. Dies ist nun das zweitemal, daß die Pairs⸗ Kammer, d. h die Versammlung der großen Grund⸗Eigenthuͤmer, der Haupt Klasse der Eigenthuͤmer beweglicher Guͤter mit einer Uneigennuͤtzigkeit und einer Unparteilichkeit zu Huͤlfe kommt, die das Land zu ehren wissen wird.“ Das Journal du Das in Toulon erwartete Englische Geschwader unter den Commerce sagt, vies sey ein Argument, an welches die Geg⸗ Befehlen des Admirals Stopford besteht aus den Linienschiffen ner des Gesetz⸗Entwurfes noch nicht gedacht haͤtten. „Also““, „Caledonia“, von 120 Kanonen, „dem „St. Vincent““, von fuͤgt es hinzu, „das Votum der Pairs⸗Kammer soll ein bewun⸗ 120 Kanonen, dem „Thunderer“, von 80 Kanonen, dem „Ca⸗ derungswuͤrdiger Akt der Uneigennüͤtzigkeit, ein freiwilliges nopus“, von 80 Kanonen, dem „Edinburg“, von 74 Kanonen, Opfer gewesen seyn, welches die Repraͤsentanten des Grund⸗ den Fregatten „Barham“, von 60 Kanonen, dem „Endy⸗ Eigenthums dem demokratischen Interesse gebracht haben. Wer mion“, von 44 Kanonen, und der Korvette „Acteon“, von 32 haͤtte jemals geglaubt, daß so großmuͤthige Absichten im Spiele Kanonen.

gewesen seyen? Wie schoͤn kleidet es, so große Gedanken zu Herr Cockerill, dem die Konzession fuͤr die Eisenbahn von haben und sie zu verschweigen. Wahrscheinlich doch um den Lille nach Calais ertheilt worden war, hat nach den von der Huldigungen der oͤffentlichen Dankbarkeit zu entgehen; denn Deputirten⸗Kammer votirten Amendements das Unternehmen weder der Berichterstatter der Kommission, der einer der groͤß⸗ aufaegeben, und somit wird der Bau dieser Bahn in diesem Jahre wenigstens noch nicht stattfinden.

Trotz der Verwerfung des Renten⸗Gesetz⸗Entwurfes, war die 5proc. Rente an der heutigen Boͤrse sehr ausgeboten. Man sprach viel von der neuen Belgischen Anleihe und es schien, daß viele Kapitalisten sich Geld zu machen suchten, um es in diesem neuen Papiere anzulegen. Die industriellen und ganz besonders die Eisenbahn⸗Actien sinken taͤglich mehr. Einige der⸗ selben stehen schon unter ihrem Pari⸗Course und selbst die Actien der Saint⸗Germainer Bahn sind bis auf 900 Fr. zuruͤckgegangen.

Der Baron James v. Rothschild ist gestern von Bruͤssel wieder hier eingetroffen, nachdem er die Anleihe von 37 Mil⸗ lionen in 3proc., zum Course von 73 ½ abgeschlossen hat. Herr Richtenberger, ein Agent des Rothschildschen Hauses, hat so⸗ gleich eine Abschlags⸗Summe von 8 Millionen in den Belgi⸗ schen Schatz gezahlt. Bemerkenswerth ist es, daß die erste, von Belgien abgeschlossene 5proc. Anleihe, zu einem wenig hoͤ⸗ heren Preise, als die jetzige Zproc. ausgegeben wurde. Herr v. Rothschild hat vor seiner Abreise von Bruͤssel eine Privat⸗ legiut Audienz bei dem Koͤnige der Belgier gehabt, und Herr Rich⸗ und sich eines unverantwortlichen Leichtsinns oder geradezu tenberger, der mit dem Abschluß der Anleihe beauftragt gewe⸗ einer Unredlichkeit schuldig machen. Aus diesem Grunde sagte sen war, hat das Kreuz des Leopolds⸗Orden erhalten. Beschraͤnkung der Operationen der Bank von England. auch Herr Lasitte, daß es nur zwei Arten gaͤbe, mit der Rente 2z ; 6 hunsere eigenen Kaufleute schienen, wie wir finden, vor einiger desinitivo ins Reine zu kommen: die Reduction oder der Ban-. Großbritanien und Irland. Seit auch schon Stöoͤrungen des Geldmarktes von einer zu star- kerott. 1 1 1 London, 26. Juni. Ihre Majestaͤt die Koͤnigin hat hun⸗ ken Einfuhr fremden Getraides zu befuͤrchten. Jetzt sind, wie

Gestern kam keine Sitzung der Pairs⸗Kammer zu Stande, dert der angesehensten Fremden und Englaͤnder zu einem Diner wir hoͤren, die Meinungen getheilt, indem Viele die in Eng⸗ weil sich nicht die gesetzlich nothwendige Anzahl von Mitglie eingeladen, welches am Donnerstage, nach der Kroͤnung, im land schon vorhandenen Vorraͤthe fuͤr hinreichend halten. Soll⸗ dern eingefunden hatte. Buckingham⸗Palaste stattfinden soll. Vor demselben wird wahr⸗ ten sich indessen diese Vermuthungen nicht bestaͤtigen, sollte das

Lieutenant Laity, der vor zwei Tagen aus der Conciergerie scheinlich große Cour bei Ihrer Majestaͤt seyn. Land aufs neue den ungluͤcklichen Folgen einer ploͤtzlichen Er⸗ in das Gefaͤngniß im Luxembourg gebracht worden ist, wurde Bekanntlich ist es Gebrauch im Unterhause, daß den Mi⸗ oͤffnung der fremden Getraide⸗Einfuhr und aller damit verbun⸗

cute von der Untersuchungs⸗Kommission des Pairshofes ver⸗ nistern zwei Abende in der Woche, des Montags und Freitags, denen Schikanen und Schwindeleien ausgesetzt werden, so wol⸗ oͤrt. Vorher hatte man ihn nach seiner Wohnung in der zur Foͤrderung derjenigen Maßregeln eingeraͤumt werden, welche len wir hoffen, daß wenigstens auch eine Folge darin bestehen traße Feydeau Nr. 30 gefuͤhrt, wo in seiner Gegenwart ge⸗ sie fuͤr die dringendsten halten, weil ohne eine solche Anordnung wird, das Englische Volk aus der unbegreiflichen Apathie auf⸗ naue Nachforschung gehalten wurde. Mehrere der vorgefunde⸗ die oͤffentlichen Geschaͤfte niemals wuͤrden erledigt werden koͤn⸗ zuruͤtteln, mit welcher es so lange sich von denen auspluͤndern nen Gegenstaͤnde wurden in Beschlag Benommen, namentlich nen. Alle andere Bills und Motionen muͤssen dann gegen die läßt, welche das ausschließliche Monopol des Brodmarktes inne⸗ seine Offiziers⸗Uniform, ein Dolch, ein Paar Pistolen, Briefe Antraͤge des ministeriellen Fuͤhrers zuruͤcktreten. Obgleich aber haben.“ 8 und andere Papiere. In Folge der ersten Einleitung des Pro⸗ Lord John Russell schon fruͤher angezeigt hatte, daß er am vo⸗ Nach Briefen aus Mexiko, die der Morning Chronicle— - gegen Laity wurden Haussuchungen gehalten beim Gene⸗ rigen Freitage vor allem Anderen die zweite Lesung der Irlaͤn⸗ zu Gesicht gekommen sind, soll das dortige Repraͤsentanten⸗Haus al Vaudoncourt, den Herren Belmontet, St. Edme, Landois, dischen Zehnten⸗Vill beantragen wolle, so konnte doch Lord!! der Regierung außerordentliche Vollmacht verliehen hahen, sich 8 1u“ ““ 8 8

festgesetzten Termins unter seinem Namen erscheinen wuͤrde, sogleich und ganz entschieden durch seine Erben desavouirt wer⸗ den sollte. Die mit dieser Mission beauftragten Personen haben uns demzufolge ersucht, gegen die Echtheit der obigen Schrift förmlich zu protestiren.

fuͤr ihr Votum angegeben. Wir sind zwar ebenfalls uͤberzeugt, daß die beweglichen Kapitalien das Element des Volks⸗Reich⸗ thums bilden; aber wenn die Rente das Zeichen des bewegli⸗ chen Eigenthums seyn soll, so muß sie auch nicht auf ewige Zei⸗ ten konstituirt seyn, und man muß sie nicht den Wechselfaͤllen der Veraͤnderung entziehen, denen die anderen zirkulirenden Valuten unterworfen sind; denn alsdann kreirt man zu ihren Gunsten ein Privilegium, dessen das Grund⸗Eigenthum selbst nicht genießt. Die ewige Dauer der Rente, wie die Gegner der Konpersion sie verstehen, wuͤrde sogar ein so uͤbertriebenes Privilegium seyn, daß man unmoͤglich etwas Anderes als eine luͤgenhafte Fiction darin erblicken koͤnnte. Was ist in der That ein Kapital, welches ewig dieselbe Einnahme gewäͤhrt und ewig von allen Gefahren, von Reparatur⸗, Unterhaltungs⸗ oder Verwaltungs⸗Kosten frei bleiben soll? Der Gesetzgeber, der dem Staate die Verpflichtung auferlegte, ein solches Pri⸗ vilegium zu verbuͤrgen, wuͤrde etwas Unmoͤgliches versprechen