1838 / 286 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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2283

werden hierzu öffentlich vorgeladen.

Maäaczniki, dessen Taxe auf 18,043 Thlr. 16 sgr. 9 pf., Podkoce, dessen Taxe auf 14,933 Thlr. 20 sgr. 5 pf.,

327,383 Thlr. 18 sgr. 5 pf. festgestellt worden sind, sol⸗

Gerichts⸗R

kböhnnen in unserer Registratur eingesehen werden.

der Erbpächter Peter Ernst und Anna, geb. Cier⸗ niewska⸗Herrmannschen Eheleute, vom 27. August und

die Uhrmacher Pawlitzkische Pupillen⸗Masse des Königl.

sprüche zu haben vermeinen, namentlich die ehemaligen

8

8.

Forderung an das Grundstück für erloschen erklärt

84

Auswürtige Börse

1““ Amsterdam, 8. Oktober. Niederl. wirkl. Schuld 53 ¾. 24³ 19‧ 59⁰ 0 S an. 17 ⁄1¶.

Passive 4 ½⁄. Preuss. Präm.-Sch. 119 ⁄¾⁄.

Poln. 118 ½.

Antwerpen, 7. Oktober. Neue Anl. 179/1 6.

Oesterr.

5 ZTinsl. —.

Frankfurt a. M., 10. Oktober. 24 Oesterr. 5 % Met. 106½⁄. 106 ⅜. Br. 1 % 25 ⅞. Br. Bank-Aetien 151 ½. Br. Loose zu 500 Fl. 127 ¼1L. 127. Preuss. Präm.-Sch. 66 ⁄. G. do. 4 % Anl. 103 ¼4. 667-1. 99 ¾2. 5 % Span. Anl. 77⁄⁄¶. 73⁄12.. 2 ½ % Ho kisenbahn-Actien. Srt. Germain 700. Br. Cfer 615. Br. do. linkes Ufer 460. 445. Strassbu Bordeaux- Teste —. Sambre-Meuse à40. G. Lei Br. Köln-Aachen —. Comp.-Centrale —. 1 Wien, 8. Oktober. 5 % Met. 107218. 4 % 38 % 80. Bank-Actien —. Neue Anl. 6419⁄1 6.

1736.

2 %

—y

Ausg. Sch. —. Zinsl. —.

4 % 100. Br. 1734. Loose zu 100 Fl. 275. G.

Kanz-. Bill. Met. 103 ⅛.

Partial- O0 bl.

Br. Poln. Lovnse Il. 52 13/⁄16. 52 ¾. Versailles rechtes rg-Basel 375. G. pzig - Dresden 96.

von C. Blum.

h k1, . V

——

1176

Kooͤnigliche Schauspiele.

Sonntag, 14. Okt. Im Opernhause: Die keibrente, 8 1 Akt. Hierauf: Der Seeraͤuber, großes Ballet in 3 Abth.

Im Schauspielhause: Der Bettler, Drama in 1 Akt, von E. Raupach. Hierauf: Die Einfalt vom Lande, Lustspiel in 4 Abth., vom Dr. C. Toͤpfer.

Montag, 15. Okt. Im Schauspielhause. Zur Hoͤchsten Geburtsfeier Sr. Koͤnigl. Hoheit des Kronprinzen: Rede,

gedichtet von A. Wollheim, gesprochen von Herrn Rott. Hier⸗

auf, zum erstenmale: Das laute Geheimniß, romantisches

Lustspiel in 5 Abth., frei nach Carlo Gozzi, von C. Blum.

Dienstag, 16. Okt. Im Opernhause: Abth. Musik von L. van Beethoven.

Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

In Potsdam: Die zweite Frau, Lustspiel in 3 Abth., Hierauf: Lebendes Bild mit Solotanz. bE“ 1116 v“ 4 1

LE11““

Fidelio, Oper in 2

Keͤnigsstädtisches Theater. DSponntag, 14. Okt. Nelke und Handschuh, Schicksale der Familie Monetenpfutsch. schon oft parodirten Stoffes, Musik von A. Muͤller.

Montag, 15. Okt. Zur Feier des Hoͤchsten Geburtzf⸗ Sr. Koͤnigl. Hoheit des er Zum erstenmale: von Lammermoor. Oper in 3 Akten, nach dem Italtaͤnise des Salvatore Cammerano. Musik von Donizetti. 5 neuen Decorationen sind von den Decorations⸗Malern H Graeb und Finck gemalt.) (Herr Kreipl, vom stanoist Theater zu Pesth, neu engagirtes Mitglied dieser Buͤhne. 9 Edgard von Ravenswood, als Debuͤt.) 8 ö111I““ . 88 Sn 8 demn 4⁴

1 In Vertretung des Redacteurs: Wentzel.

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ober; ) Neue Parodie . in 3 Akten, von J. Nest

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br.

Bekanntmachungen.

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1

anntmachung

wegen Verkaufs von Brennholz auf den Öder⸗Ablagen 11 Thlr. und 15 Thlr. 15 sgr. besteht, Zunm öffentlichen meistbietenden Verkauf einer Quan⸗so wie deren Erben oder nächste Verwandte, werden htterdurch vorgeladen, in dem auf sden 1. Februar 1839, Vormittags um 10 Uhr, vor dem Herrn Assessor tions⸗Zimmer anste 1 hre Eigenthums⸗ und sonstigen Ansprüche anzumelden 1

z8. zu Klink und Stoberau.

tttät Brennholz, und zwar:

a) auf der Oder⸗Ablage zu Klink:

37 Klaftern Erlen Scheithelz,

do. Kiefern do. do. Fichten do. do. do. Astholz,

der Oder⸗Ablage zu Stoberan:

von

2 567

1907

und⸗ 108

b) auf vpon 180

do. E do.

do.

Rot in do. 2 Eschen Scheitholz, . 14 do. Erlen do. und 1105 do. Kiefern⸗ und Fichtenhelz, ist ein Licitations⸗Termin auf

12.

ͤ 8 76

von Vormittags 10 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr von dem Herrn Regiecrungs⸗ und Forst⸗Rath Krause abgehalten werden wird. Kauflustige wollen sich daher am Termine einsinden und ihre Gebote abgeben. Die Bedingungen werden im Termine bekannt ge⸗ macht werden, und wird in dieser Beziehung vorläufig bemerkt, daß bei Ertheilung des Zuschlages der vierte Theil der Kaufgelder als Angeld gleich erlegt werden muß. Oppeln, den 30. September 1838. Königl. Regierung, Abthellung für die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

B1

1

MNothwendiger Verkauf. Ober⸗Landesgericht zu Bromberg. Das im Inowraclawer Kreise belegene adelige Rittergut Wierzbiczano cum Pertinentiis, landschaft⸗ lich abgeschätzt auf 121,770 Thlr. 19 sgr. 8 pf., wo⸗ für im letzten Termine 81,200 Thaler geboten sind, soll am 10. Dezember 1838, Vormittags 10 Uhr,

an ordentlicher Gerichtsstelle in fortgesetzter Subha⸗

station verkauft werden. Hvpotheken⸗Schein, Kaufbedingungen und Tare sind in der 3ten Abtheilung unserer RMegicratur einzuseben. Die ihrem Aufenthalte nach unbekannten Realgläu⸗ biger, als a) der Vincent Rzeszotarski, b) der Ritterschaftsrath Joseph v. Bu c) die Anna Schröder,

1“ 8 Heianntmachung

Freiwilliger Verkauf. Ober⸗Landesgericht zu Posen. I. Die im Adelnauer Kreise belegenen adeligen Güter

Allgemeiner

Alstholz, 88

anberaumt, welcher im Flößamtsbause zu Stoberau

b) des am 1. Fe

Garten und i

und nachzuweisen; mägen die sich Me

Klaftern Weißduchen Scheitholz. füühren, so wird der Nachlaß als herrenlos dem Fiskus

zugesprochen werden Meseritz, den 16 Königl. La

Subha

Palmiéschen Büdnerstelle erbaute Wohnhaus, laut der

a m

Kocttbus, den 27. Königl. Preuß. Auf Antrag ihrer werden folgende, seit

als Nadlergesell

Sein Vern

mente vom Ja fkeine Nachricht

Weinbergen bei

Kriege gewesen sich ertheilt.

seit der im Jah

schollen.

und Boczkow I. und II., deren Taren zusammen auf len in termino E9o Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten, Ober⸗Landes⸗ ath von Forestier, an öffentlicher Gerichts⸗ stelle verkauft werden. Die Taxen, Hppothekenscheine und Kaufbedingungen

Posen, den 20. September 1838.

““ Bekanntmachung. Alle diejenigen, welche auf die aus der Obligation

3. September 1813 in dem Hypothekenbuche des Grund⸗ stücks Niederczehren Nr. 1, sub Rubrieca III. No. 1. für

Stadtgerichts Deutsch Eylau eingetragenen 340 Thlr. An⸗

Pawlitzkischen Pupillen, deren Erben oder Cessionarien und Inhaber des Dokuments, werden, da der Besitzer des Grundstücks, Schulze Hintz, behauptet hat, daß die Forderung bezahlt sey, aufgefordert, ihre Ansprüche binnen 3 Monaten, spätestens dve R18389,

vor dem Deputirten, Herrn Referendarius Holst, gel⸗ tend zu machen, widrigenfalls sie mit denselben prä⸗ kludirt, ihnen ewiges Stillschweigen auferlegt und die

werden wird. Urkundlich unterschrieben und besiegelt. Marienwerder, den 18. September 1838. Königl. Land⸗ und Stadtgericht. Ediktgl⸗Citation.

Die unbekannten Erben:

a) des zu Meseritz im Jahre 1829 verstorbenen Nagelschmidts Daniel Eltermann, dessen Nach⸗ laß nur in einem sehr baufälligen, gerichtlich auf 97 Thir. 18 sgr. 5 pf. abgeschätzten, kleinen Wohn⸗

werden die Fustis, K

seit der unterm Sein Vermögen

Geburtszeit sind zufinden.

1814 verschollen ihr eingegangen. Ihr Vermögen b so wie deren etwa

den

nächsten Verwandten Den an Bekanntscha

reich hier, und Ei

Anzeiger

Bürger Johann Benjamin Albrecht, dessen Nach⸗ laß nur in einem kleinen auf 9 Thlr. gewuͤrdigten

Das auf der in dem Dorfe Brunschwig bei Kottbus belegenen, im Hvpothekenbuche Nr. 60 verzeichneten

nebst Hypotheken⸗Schein in unserer Registratur einzu⸗ sehenden Taxe auf 5500 Thlr. abgeschätzt, soll im Termine 1 72

an Gerichtsstelle meistbietend verkauft werden.

1) Johann Karl Flehmig, Sohn des Weißbäckers Johann Samuel Flehmig zu Wahrenbrück, geb. am 18. Dezember 1797, seit dem 16. Juli 1815

Rachricht-von sich zu ertheilen.

Jehann Christian Schuster, Sehn des Einwoh⸗ ners Christian Schuster im Freywinkel, geboren am 25. September 1734. Schon in einem Doku⸗

webergeselle aufgeführt, und seit dem von ihm

Sein Vermögen beträgt 12 Thlr. 10 sgr. 3 pf. 3) Johann Gottlieb Kell, Sehn des Handarbeiters und Weinbergsbesitzers gleichen Ramens, in den

1790, angeblich Train⸗Soldat im letzten

Sein Vermögen besteht in 10 Thlr. 20 sgr. 9 pf. 4) Karl Gottlob Mehlhose, Sohn des in Hohenlei⸗ ppisch gestorhbenen Zweihüfners und Schenkguts⸗ Besitzers Johann George Mehlhose, geboren am 11. Mai 1779 in Wermsdorf, als Sattlergeselle

in Rußland aus ertheilten letzten Nachricht ver⸗

Sein Vermögen beträgt 72 Thlr. 18 sgr. 3 pf. ) Karl Gottfried Dietze, Sohn des Zimmermanns Johann Gottfried Dietze zu Liebenwerda, nach Angabe seines Vaters in einem Kaufe vom 6. Ro⸗ vember 1782 schon damals 16 Jahre lang auf der Wanderschaft als Sattlergeselle abwesend und

in Rußland ertheilten letzten Nachricht verschollen.

Johanne Sophie Kniesche, Tochter des gewesenen Schuhmachers Johann Gottfried Kniesche zu Elsterwerda, geboren am 14. Juli 1799, als Dienst⸗ magd in einem Dorfe bei Großenhayn im Jahre

nehmer hierdurch öffentlich aufgefordert, sich binnen 9 Monaten, spätestens in dem auf

16. Juli 1839, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termine ent⸗ weder schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Anweisung zu gewärtigen, widrigenfalls sie für todt erklärt und ihr Vermögen ihren sich legitimirenden

Fiskus zugesprochen und verabfolgt werden würde. enhardt in Elsterwerda vorgeschlagen.

Liebenwerda, am 28. September 1838. Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

bruar 1820 zu Broetz verstorbenen an 18 S. Oppenhei

n zwei unsicheren Forderungen von

Für die Beförderung der Gelder z Geßler in unserem Instruc⸗ benden Termine zu erscheinen und zah größeren Summen ½ Ct. Speesen zu meldet sich kein Erbe, oder ver⸗ ldenden ihre Legitimation nicht zu Auskunft geben.

Minden, den 2. Oktober 1838. 1. „Februar 1838.

Gesellschaft. nd- und Stadtgericht.

n, Sn-

fuͤr die Preußischen Staaten.

rn. Abr. Schaaffhausen, C an Hrn. J. W. Stein,

in Dresden an Hrn. George Mensel & Comp.,

Frankfurt a. M. an Hrn. Grunelius & Comp., 6

Hannover an Hrn. Michel Berend, 8

» Münster an Hrn. Lindenkampf & Olfers.

und damit verbundene Korresponden; haben die Ein⸗ zahlenden von Beträgen bis zu 100 Thlr. 3 pCt.; von

sonstige Bestimmungen werden die genannten Häuser

Die Direction der Rhein⸗Weser⸗Eisenbahn⸗

Bogelsang. v. Spreckelsen. Vorlaender.

in jun. & Comp., Im Verlage der Buchhandlung Josef Mar Coömp. in Breslau ist so eben erschienen und haben in Berlin in der Plahnschen Buchhang (L. Nitze), Jägerstraße Nr. 37: 3 an d busch der pharmaceutisch⸗chemischen Praxig oder 721 Anleitung zur sachgemäßen Aussührung der in den pharms tischen Laboratorien vorkommenden chemischen Arbas richtigen Würdigung der dabei stattsindenden Vorzi und zweckmäßigen Prüfung der officinellen chemsch Präparate, mit Benutzung der neuesten Erfahrun im Felde der pharmaceutischen Chemte; entworfen von 1 A. Du flos, Mit einer Steintafel und ciner Tabelle.

ur hiesigen Kasse

entrichten. Ueber

Literarische Anz

Durch alle Buchhandlungen ist zu

stations⸗Patent.

Vier Dezemberc. 88

Von Theodor Mund 8vo. Geh. 2 Thle.

April 1838. Land, und Stadtgericht.

a l⸗Citatilon. 2 resp. Kuratoren und Verwandte länger als 10 Jahren Verschollene:

Velinpapier. Das vorstehende, durch mehr als 10

räthig zu Berlin in der Schloßplatz Nr. 2.

e auf Wanderschast, ohne seitdem nögen beträgt 150 Thlr. Gewerbvereine hre 1805 als verschollener Lein⸗ erlangt.

Zweites Heft. Inhalt: Balancier. Mittel zur

Liebenwerda geboren am 11. Ok⸗ Terte.

und seit 1822 keine Nachricht von 3 Fl. 30 Kr.

ter Sachkenner erworben.

re 1810 oder 1811 von Moskau Großherzogthum Hessen

1838.

26. August 1790 von Woronecz

sucht. Gr. 8vo. 15 sgr.

9 in 20 Th 1 3 besteht in 20 Thlr. Ueber seine Klinkhardt, F. A., das Recht

keine kirchliche Rachrichten auf⸗

tifaction der Geistlichen in andern cesen. Mit 5 Anlagen. Gr. 8vo Lüntzel, H. A., die ältere Dib heim. Mit 2 Karten. Gr. 8vo. Rautenberg, F. G., Predigten. Sander, A., Beiträge zur Kr. klärung der Griechischen 1s Heft. des Sophocles und Euripides.

und seit dem keine Nachricht von

esteht in 101 Thlr. 5 sgr. 3 pf., zurückgelassene Erben und Erb⸗

Traumann, F.,

oder beim Mangel derselben dem

fthier ermangelnden Interessenten

ommissaire Leupold und Heyden⸗

zu Hannover. Gr. 8vo. 10 sgr.

Landwirthschaftli

in Berlin an Hrn. Braunschweig an

9 8 Laßst⸗ nebst Hofraum und Anbau zur Schmiede,

Rhein⸗Weser⸗Eisenbahn. 8

Auf den Antrag unsers Kassirers haben wir geneh⸗ migt, daß die Einzablung der fälligen ersten Rate à 10 Projzent des Actien⸗Kapitals, so weit solche noch nicht geleistet worden, gegen Interims⸗Quittung auch bei den nachbenannten Häusern gescheben könne, als:

»„ Bremen an Hrn. H. H. Meier & » Köln an Hrn. J. D. Herstatt,

Thaer. mit Titel. 30 Thlr.

von Putsche. 13 Bde. Hlbfrzod. 13 Thlr. 20 sgr. Das Ganze der Landwirthscha hoff. 4 Bde. Leipzig.

Carl W. J. Schultze, Hrn. Gebr. Löbbecke & Comp., Comp.,

Ato. Berlin. 1809 u. 10.

Berlin. List

11“

Charaktere und Situationen. Bücheyr.

Rovellen, Skizzen, Wanderungen auf Reisen und durch die neueste Literat

3 Thlr. H. Schmidt & v. Cossel’s Raths⸗Buchhandlung.

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von Hector Rößler, 88 Secretair des Gewerbvereins und Lehrer an der höhe⸗ ren Gewerbschule zu Darmstadt.

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Berhandlungen des Gewerbvereins für das 8

Zweiter Jahrgang. 2 I1s Buartalheft mit 3 lithographirten Tafeln in Fol. Gr. Ato. Preis 12 sgr. oder 45 Kr.

8— II 2 zerstenbergschen Buchhandlung in Hil⸗ desheim sind in den Jahren 1837 und 1838 erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei Ludwig Oehmigke, Burgstraße Nr. 8: Elwert, Dr. W., das Blutlassen, kritisch unter⸗

heimischen katholischen Geistlichkeit, ohne Feierlichkeiten gültiger Weise letztwillig verfügen zu können, nebst Bemerkungen über die Testamen⸗

Beiträge zur Kritik und Erklärung Gr. Svo. Seffer, J. H. Ch., Hannoverscher Kinder⸗

freund, als dritter Theil der ersten Lese⸗Uebun⸗

gen für Kinder. 5te Auflage. 8v über die Befugniß zur unentgeltlichen Verabreichung pathischer Heilmittel nach den Gesetzen des 8 Königreichs Hannover, erörtert in einer Vorstel⸗ lung an das Königliche Ministerium des Innern

ches. Annalen, Möglinsche, der Landwirthschaft, von 30 Bde. Berlin. 1817 32. Pappbd.

Encypklopädie der Land⸗ und Hauswirthschaft, Leipzig.

1834 37. Thaer, rationelle Landwirthschaft. 1 Bde. 10 Thlr. 20 sgr.

& Klemann, Burgstraße Nr. 9.

Zweite verbesserte Auflage. . 1 Gr. Svo. 1837. 37 Bogen. Preis 2 Thlr. 10 9 eigen Die großen Fortschritte der neuesten Zeit im fu beziehen: der Chemie machten ein neues, demgemäß ausgeage eeetes Werk längst wünschenswerth. Wie zenlgene ddie Erscheinung des Obigen gewesen, und wie sehr⸗ selbe den Anforderungen, welche die Wissenschaft da zu machen berechtigt ist, auf jede Weise entsprocn hat, beweist die schon jetzt nöthig gewordene neue N. lage, die, vielfach berichtigt und verbessert, von nem t. 8 und ganz besonders empfohlen zu werden verde Wismar, In den geschätzten Annalen der Pharmacie XVI. ist obiges Handbuch ausführlich und gründlich

sprochen und empfohlen worden.

Ur.

Jourunale rühm⸗

lichst empfohlene Werk des bekannten Autors ist vor⸗ 888g Stuhrschen Bu

lung,

Bei E. Klönne in Wesel ist so eben erschia und in allen Buchhandlungen, in Berlin in der Er linschen Buchhandlung (F. Müller), Breite She Nr. 23, zu haben: 1

Spindler, E., des Schusters Zögliug.

mantisches Sitten⸗ und Charaktergemäͤlde aus Zeiten des Kaisers Rudolph von Habsburg. 37 Elegant geheftet. 3 Thlr. 15 sgr.

techbahn Nr. 3),

Im Verlage von G. P. Aderholz in Brresleu‚ so eben erschienen und bei F. Dümmler in Pa unter den Linden Nr. 19, so wie in allen Buchhut lungen, zu haben: Ergänzungen und Erläuterungen der Preußischen Rechtsbuͤcher durch Gesetzgebung und Wissenschaft. Unter Benutzung der Akten Eines Hohen Juste Ministerii und der Gesetz⸗Revisions⸗Arbeilen. Herausgegeben von H. Gräff, C. F. Koch, Justizrath. Ob.⸗Landesger.⸗Rath.

Erzielung einer Excentrische

L. v. Röngt⸗, Ob.⸗Landesger⸗ Rath. und A. Wentzel, Fürstenthumsger.⸗Direktor l Ober⸗Landesger.⸗Ralh. b IAte bis 21ste Lieferung, Fortsetzung der Gerichts Ordnung, Schluß der Hehe theken⸗ u. Deposital⸗Ordnung und Agrar⸗Gesetzgebond 92 Bogen. Gr. 8vo. Geh. 5 Thlr. 20 sgr. Sammlung sämmtlicher Vexrordnungen,⸗ welche in den v. Kamptzschen Jahrbüchern für Pua Gesetzgebung enthalten sind; nach den Materien zusammengestellt⸗ Herausgegeben von H. Gräff. 1 0ör u. 1 Ir Band. Enthaltend die im Jahre 1836 u. 1837 (Bd. 7-1 der Jahrbücher) erschienenen Verordnungen. Gr. 8vo. 2 Thlr. (Ir or Bd. mit Sachregister 15 ½ Thlr.)

H. Simon,

Kammerger.⸗Assessor.

der Hildes⸗

Deutschen Diö⸗ . 15 sgr.

cese Hildes⸗ 2 Thlr. 15 sgr. Gr. 8vo. 25 sgr. itik und Er- Dramatik ehr.

—.—

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hombo⸗ amen.

etto 3 Th-

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Analekten für die gesammte Staatsang

neikunde, oder auserlesene Abbandlungen. 8 dem Gebiete der gerichtlichen Medizin 32 medizinischen Polizei, herausg. durch einen fe ein von Aerzten und Juristen. Ir Band 1s He Gr. Svo. Préeis 22 sgr. ö Fabeln⸗ und Mährchen⸗Buch mit Abbildunga nach Zeichnungen von Lyser. is Heft. 5 Bo mit 20 Abbildungen. Velinpapier. 10 sgr. Chronik von Berlin von Geppert, bi⸗ 10ten Heft, à 5 sgr. 1“

1827 31.

ft, von Kirch⸗ 7 Thlr.

&

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8 8

3

Berlin, Montag den 15 en Oktober

Amtliche Nachrichten

Kirronik des Tages.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Intendantur⸗Rath Wett⸗ stein zum Intendanten des 3ten Armee⸗Corps zu ernennen und die Bestallung fuͤr denselben Allerhoͤchst zu vollziehen geruht.

16

Ausland.

Rußland und Polen.

Reval, 8. Okt. Unerwartet ist den treuen Bewoh⸗ nern Revals die Freude zu Theil geworden, ihren Kaiserlichen

Herrn, so wie dessen erhabene Gemahlin und die Großfuͤrstinnen Naria, Olga und Alexandra auf der Ruͤckkehr von Berlin nach St. Petersburg in ihren Mauern zu sehen. Ihre Kaiserlichen

Majestaͤten, welche am Zten d. M. auf dem Dampfboot „Her⸗ Hafen von Swinemuͤnde verlassen hatten, fanden in der Ostsee einen Theil der Russischen Flotte aufgestellt, die im

ules“ den

Angesichte Sr. Maj. des Kaisers und ungeachtet der hoch ge⸗ hhenden See eine Reihe von glaͤnzenden Manoͤvern ausfuͤhrte. Indessen ward das Wetter immer stuͤrmischer und nahm beim Tinlaufen des Dampfbootes in den Finnischen Meerbusen eine d gefahrdrohende Gestalt an, daß Se. Maj. der Kaiser Sich, mit Ruͤcksicht auf den Gesundheits⸗Zustand Ihrer Maj. der Kaiserin und der Großfuͤrstinnen, bewogen fanden, in den Ha⸗ en von Reval einlaufen zu lassen, wo die hohen Herrschaften nur so lange verweilen werden, als noͤthig ist, sich von den Muͤhseligkeiten der uͤberaus stuͤrmischen Fahrt zu erholen. Aller⸗ sichldieselben werden alsdann zu Lande uͤber Narva die Reise nach St. Petersburg fortsetzen.

.“ 1“ is, 8. Okt. Es scheint jetzt gewiß, daß das Franzs⸗

11““

asche Kabinet das wiederholte Anerbieten des Londoner Kabi⸗

vets, in den Streitigkeiten mit Mexiko als Vermittler aufzutre⸗ en, foͤrmlich abgelehnt hat. 8

Der General Jacqueminot hat gestern fruͤh mit seiner Ge⸗ mahlin eine Reise nach den Pyrenaͤen angetreten und wird erst zur Eroͤffnung der Kammern in Paris zuruͤck erwartet.

Der Muͤller Collet von Lagny, dessen Verhaftung angezeigt worden, ist nach seinem ersten Verhoͤr vor dem Instructions⸗ Richter wieder in Freiheit gesetzt.

George Sand ist im Begriff, eine Reise nach Italien an⸗ zutreten, um dort den Winter uͤber zuzubringen.

Man spricht von einem Duell, welches heute fruͤh zwischen

zͤwei Journalisten stattfinden solle, und dessen Resultat noch

icht bekannt seyv. Beim Durchlesen der verschiedenen Zeitun⸗ gen scheint es außer Zweifel, daß die Redacteure des Consti⸗

utionnel“ und der „Presse“, die Herren Veron und von Gi⸗

ardin, damit gemeint sind. Das vorgestrige Blatt des Con⸗ itutionnel enthielt folgenden Artikel: „Herr von Girardin, der Deputirte, der Redacteur der „Presse“, kurz der, den Je⸗

dermann kennt, nimmt, nachdem er in den letzten Zeiten die

entehrendsten Anschuldigungen unbeantwortet gelassen hat, 8 ein aggressives Wesen an, und versichert in einem eindseligen und perfiden Tone, daß der Herausgeber des Constitutionnel in Konkurrenz mit den Herren Jacquemi⸗ ot und Bureaux de Pusy vor den Waͤhlern des ersten Arondissements habe erscheinen wollen. Wir erklaͤren hier, daß dies niemals die Absicht des Herausgebers des Constitutionnel gewesen ist, sondern, daß er im Gegentheil die Kandidatur des Herrn Bureaux de Pusy lebhaft unterstuͤtzt hat. Diese einfache Erklaͤrung wird wohl als Widerlegung einer Luͤge der „Presse“ und als Antwort auf einen Angriff des Herrn von Girardin

genuͤgen.’“ Hierauf erwiederte Herr von Girardin: „Der

gewandte Herr Veron, der Ritter der Ehrenlegion, der Exploi⸗ tant der päte Regnault, der vormalige Direktor der Oper, der vormalige Redacteur der Quotidienne, der ungluͤckliche Kandi⸗ dat von Dieppe und Landernau, gegenwaͤrtig der Redacteur des Constitutionnell, kurz der, den Jedermann kennt, der es vortrefflich versteht, in allen Journalen seine päte, seinen

lanz und sein Verdienst loben zu lassen, erklaͤrt, daß es nicht wahr sey, daß die Rede davon gewesen waͤre, ihn den Waͤhlern des ersten Arondissements vorzuschlagen. Wir bleiben nichtsdestoweniger bei unserer Behauptung. Die Er⸗ klͤrung des „Constitutionnel“ beruht lediglich auf dem zweideu⸗ tigen Satz, daß er niemals die Absicht gehabt habe, als Kan⸗ didat aufzutreten. Wir wissen in der That, daß Herr Veron vorgiebt, die Kandidatur sey ihm angeboten worden. Die That⸗ sache ist, in den Ausdruͤcken, wie wir sie gemeldet haben, nichts⸗ destoweniger wahr; wir wußten es seit langer Zeit, und wuͤr⸗ den es gar nicht erzaͤhlt g wenn nicht alle Trompeten des euilletons mit großem ches uns mit den offenen und unterirdischen politischen Anspruͤ⸗ chen des Herrn Veron im Widerspruch zu stehen schien. Herr

eron hat sich selbst den Beinamen Parvenu gegeben; wir werden fortfahren, ihn schlau zu nennen, bis wir ihn ehrenwerth nen⸗ nen koͤnnen. Was die Nichtbeantwortung gewisser Anschuldi⸗

sungen betrifft, so sind sie leicht zu erklaäͤren; der Redacteur der

„Presse“ bietet den Verleumdern die Stirn und verachtet sie, der Redacteur des „Constitutionnel“ schmeichelt den seinigev.“

Herr Veron konnte hierauf die Antwort nicht schuldig blei⸗

en und ertheilte sie in folgenden kurzen Worten: „Auf unsern vorgestrigen Artikel in Betreff des Herrn von Girardin erwar⸗ teten wir im Laufe des gestrigen Tages eine ganz andere Ant⸗ wort, als diejenige, welche er in der „Presse“ publizirt. Wir erwiedern auf die Worte des ehrenwerthen Deputirten von

ourganeuf: „„Ich biele meinen

E1““ ““ Ebb1 11“ 8 8 8

art fehlt. der ungluͤckliche und eingewurzelte Ehrgeiz des Kandidaten von

aͤrm ein Fest verkuͤndigt haͤtten, wel⸗

verachte sie”““, nur ein Wort. Es ist Herrn von Girardin in dem Zustande der Mißachtung, zu dem er herabgesunken ist, nicht erlaubt, Jemand die Stirn zu bieten oder zu verachten.“ Herr v. Girardin laͤßt sich auch durch diesen Ausfall noch nicht verlei⸗ ten, seine Pistolen hervorzusuchen, sondern entgegnet: „Leuten, die schlecht erzogen sind, werden Grobheiten leicht; es ist dies ihre Art, sich aus Verlegenheiten zu ziehen. Herr Veron hat

geglaubt, dem Laͤcherlichen durch Schimpfreden zu entgehen,

aber er hat sich getaͤuscht; es hat ihm diesmal an Klugheit und Gewandtheit gefehlt, und es ist ihm nur gelungen, zu bewei⸗ sen, was wir schon wußten, daß es ihm an Geist und Lebens⸗ Woher sollte ihm beides auch kommen? Aber

Landernau hat ein Recht auf Schonung; wir werden daher nicht aufhoͤren, nachsichtig und billig mit ihm zu verfahren; so

hatten wir gezweifelt, daß Herr Veron jemals etwas anders

seyn koͤnnte, als ein schlauer Spekulant ohne Erfindungsgabe und wir beeilen uns jetzt, unsern Irrthum einzugestehen; er hat, nicht etwa die Presse, wohl aber den wohlfeilen Muth erfunden.“ Ob es nach diesen ausgetauschten schmeichelhaften

Billets zu einer ernsten Fehde gekommen ist, werden uns die

morgenden Blaͤtter berichten.

Waͤhrend die ministeriellen Blaͤtter anzeigen, daß die Fran⸗ zoͤsische Regierung die Nachricht von der Annahme des Han⸗ dels⸗Traktats Seitens des Pascha von Aegypten erhalten habe, publizirt der Constitutionnel eine Erklaͤrung Mehmed Ali's an die Europäischen Konsuln, welche er von seinem Korrespon⸗ denten aus Alexandrien erhalten haben will und deren Authen⸗ ticitaͤt er fuͤr ziemlich gewiß haͤlt. So unwahrscheinlich nun auch nach der Lage der Dinge die Authenticitaͤt dieses Akten⸗ stuͤckes erscheint, so ist es doch nicht ohne Bedeutung fuͤr diese Angelegenheiten. Dasselbe lautet folgendermaßen: „Meine Herren! Die Koͤnige Europa's sind sehr aufgeklaͤrt und sagen, daß sie seit langer Zeit die Ruhe der Voͤlker und im Allgemei⸗ nen das Gluͤck des Menschengeschlechts wuͤnschen. Wenn sie sich aber weigern, meine Rechte auf Unabhaͤngigkeit anzuerken⸗ nen, so sind sie inkonsequent in ihren Behauptungen, welches ich zu beweisen gedenke. So lange ich nicht unabhaͤngig bin, werden die Staaten des Sultans und die meinigen immer einander ge⸗ gegenuͤberstehen und unter den Waffen bleiben, da ich reicher, staͤrker und maͤchtiger als der Sultan bin. Ganz Epirus, Ana⸗ tolien, Karamanien, Syrien, Aegypten, die Inseln, kurz die ganze Tuͤrkei und ganz Arabien sind der Unruhe, den politi⸗ schen Erschuͤtterungen und den Erpressungen aller Art preisge⸗ geben, und werden durch die Furcht zu Grunde gerichtet, welche ich dem Sultan einfloͤße. Die Streitkraͤfte des Sultans sind bekannt, und seit langer Zeit nach ihrem Werthe gewuͤrdigt. Wenn der Pascha von Bagdad ihm den Krieg erklaͤren sollte, so wuͤrde er ihn nicht unterwerfen können. Was mich betrifft, wenn ich den Fuß auf das Gebiet des Sultans setzte, so wuͤr⸗ den alle seine Unterthanen, alle, sage ich, die ganze Tuͤrkei mich mit offenen Armen empfangen, und selbst die Soldaten des Sultans wuͤrden ihre Waffen vor mir strecken. Die Koͤnige Europa's scheinen also bei dieser Gelegenheit mehr das Ungluͤck der Voͤlker, als ihr Wohlbefinden und ihre Ruhe zu wuͤnschen; denn, wenn sie auch meiner Unahaͤngigkeit keine Hindernisse in den Weg legten, wuͤrde ich nicht immer derselbe und Muselmann blei⸗ ben, wie zuvor? Sie koͤnnen nicht vergessen haben, daß Griechenland, dessen Umfang, als es sich erhob, nicht die Groͤße eines Talari hatte, den Sultan, trotz seiner zahlreichen Armeen sechs Jahre lang im Schach hielt, und daß, wenn ich ihm nicht beigestanden haͤtte, sie sogar Konstantinopel erobert haben wuͤrden, waͤhrend ich, ohne die Einmischung der drei Maͤchte, ganz Griechenland unterworfen haben wuͤrde, da nur noch Nauplia meinen Waf⸗ fen widerstand. Was habe ich andererseits nicht fuͤr die Civi⸗ lisation in Aegypten gethan? Habe ich es nicht mit regelmaͤ⸗ ßigen Truppen und mit einer, nach der Europaͤischen Methode organisirten Kriegs⸗Marine ausgestattet? Habe ich nicht Kuͤnste und Industrie eingefuͤhrt, Manufakturen aller Art errichtet,

die vor mir daselbst unbekannt waren, und deren Produkte

jetzt, zum allgemeinen Erstaunen, mit den Produkten der Eu⸗ ropaͤischen Industrie rivalisiren? Man sage mir nur, wie es

zugeht, daß die Europaͤischen Monarchen sich in eine fremde Als Frankreich gegen Algier marschirte und

Sache einmischen. es eroberte, als Frankreich sich Konstantine's und so vieler an⸗ derer Staͤdte bemaͤchtigte, da hat sich Niemand eingemischt, ob⸗ gleich es uns als Glaubensgenossen der Algierer wohl erlaubt gewesen waͤre, uns bei ihrer Sache betheiligt zu glauben und es ein Leichtes fuͤr uns gewesen seyn wuͤrde, sie zu unterstuͤtzen und zu vertheidigen, oder

wenigstens den Franzoͤsischen Truppen die Unterwerfung zu er⸗ 1

schweren.

schen Souveraine leiten? Sie werden sagen, durch das Inter⸗ esse fuͤr die Ruhe der Voͤlker, und durch den Wunsch, Blut⸗ Das ist aber eine offenbare Unwahr⸗ eit. Was floß denn in den Kriegen mit Algier? Wasser oder

vergießen zu ersparen.

lut? War es Wasser oder Blut, was bei der Einnahme von Konstantine floß? So lange ich nicht unabhaͤngig bin, wird die Tuͤrkei weder Ruhe noch Frieden haben, und der Sultan wird nach und nach seine Staaten fremden Maͤchten aufopfern muͤssen, bis sein Thron ganz zusammenfaͤllt. Und ich sollte gleichguͤltiger Zuschauer seines e Unterganges bleiben, waͤhrend ich, unabhaͤngig, sein Verbuͤndeter seyn wuͤrde? Wir und unsere Voͤlker wuͤrden eintroaͤchtig und ruhig neben einander leben koͤnnen. Waͤre ich unabhaͤngig, so wuͤrde es meine erste Sorge seyn, die Haͤlfte meiner Armee aufzuloͤsen, damit meine Soldaten sich der Industrie und dem Ackerbau widmen koͤnn⸗ ten. Meine wichtigste Aufgabe wuͤrde es seyn, viele Abgaben, vie in Folge meiner gegenwaͤrtigen Lage auf dem Volke lasten, abzuschaffen; der Sultan wuͤrde meinem Beispiele folgen, und dies waͤre das wahre Mittel, die Tuͤrkischen und Aegyptischen Voͤlker gluͤcklich zu machen. Jedenfalls ist es mein fester Ent⸗ schluß, in Zukunft keine Obola Tribut mehr an den Sultan zu

Verieumdern die Stirn und

zahlen, und will er mir die Zahlung mit den Waffen in der Hand abzwingen, so moͤge e 2

Durch welche Gruͤnde lassen sich denn die Europaͤi⸗

““ Großbritanien und Irland.

London, 6. Okt. Die Reise des Prinzen .4 be. Cambridge scheint sich sehr weit ausdehnen zu sbilen. denn es sind Sr. Koͤnigl. Hoheit nicht nur von den Gesandten der be⸗ deutendsten christlichen Hoͤfe Europas, sondern auch von dem Tuͤrkischen und selbst von dem Aegyptischen Gesandten Poͤsse zugefertigt worden. Man will jetzt wissen, daß der Prinz volle drei Jahre von England abwesend seyn werde.

Der Prinz von Audih befindet sich jetzt in Edinburg, wo er mehrere der oͤffentlichen Institute besucht und namentlich großes Interesse fuͤr die Arabischen und Persischen Handschrif⸗ ten in einer dortigen Bibliothek gezeigt hat.

Es hat sich hier das Geruͤcht verbreitet, daß ein in London sehr bekannter Englischer Ingenieur, Herr Hind, den die Rus⸗ sische Regierung vor ungefaͤhr zwei Jahren gegen ein jaͤhrliches Gehalt von 800 Pfund Sterling in Dienst genommen, um die Gasbeleuchtung in St. Petersburg einzurichten, und der sich seitdem mit seiner ganzen Familie dorthin uͤbersiedelt hatte, nach Sibirien verbannt worden sey, weil er sich nach Englischem Gebrauch die Abschnittsel von den Gasroͤhren, beim Zusammen⸗ fuͤgen derselben, angeeignet und verkauft habe. Die Direktoren der hiesigen Gas⸗Compagnie, fuͤr welche Herr Hind in Vaux⸗ hall die Gasbeleuchtung eingerichtet, haben deshalb dem Russi⸗ schen Botschafter, Grafen Pozzo di Borgo, eine Denkschrift uͤbergeben, in welcher sie um Aufschluß uͤber die Verhaͤltnisse jenes Ingenieurs ersuchen.

Man kann jetzt hier in 24 Stunden Nachrichten von Du⸗ blin haben und umgekehrt. Die Londoner Zeitungen, die Mor⸗ gens um 11 Uhr auf der Eisenbahn von London nach Liver⸗ pool und Abends um 9 Uhr mit einem Dampfboot von letzte⸗ rem Orte nach Dublin befoͤrdert werden, treffen in der Haupt⸗ stadt Irlands am andern Morgen um 11 Uhr ein. .

Man glaubt allgemein, daß das Brod im kommenden Winter in England sehr aufschlagen wird; in diesem Fall be⸗ sorgt man eine furchtbare Aufregung unter der aͤrmeren Volks⸗ klasse, und die Frage in Betreff der Korngesetze duͤrfte dann in der naͤchsten Parlaments⸗Session eine der ersten und wich⸗ tigsten seyn und wahrscheinlich sehr leidenschaftliche Debatten verursachen.

Die großen vierteljaͤhrlichen Verkaͤufe von Indigo und Thee, welche jetzt im Gange sind, erregen allgemeine Aufmerk⸗ samkeit. Es ist noch nie so viel Thee mit einem Male zum Verkauf gestellt worden; die Quantitaͤt besteht aus 16 Millionen Pfund. Dies scheint den Thee⸗Händlern einige Besorgnisse zu machen, und sie haben nicht solche Ankaͤufe gemacht, wie sonst gewoͤhnlich. In Folge davon sind die Preise heruntergegangen, und die Eigenthuͤmer des Thees sahen sich genoͤthigt, einen be⸗ traͤchtlichen Theil zuruͤckzunehmen, um ein ferneres Fallen zu verhindern. Der Indigo⸗Verkauf stellte sich guͤnstiger, obgleich auch 12,000 Kisten ausgeboten sind; in einzelnen Faͤllen wurden fuͤr diesen Artikel sogar etwas hoͤhere Preise gezahlt, da sowohl fuͤr das Ausland wie fuͤr die einheimischen Fabriken lebhafte Nachfrage danach war.

Waͤhrend in dem Streite zwischen Mexiko und Frankreich die allgemeine Stimme des hiesigen Publikums sich gegen letz⸗ teres ausspricht, sein Verfahren fuͤr hoͤchst ruͤcksichtslos und ge⸗ haͤssig erkläͤrt und ein vermittelndes Einschreiten von Seite: der Englischen Regierung verlangt, laͤßt sich in der „Morning Chronicle“ auch ein Vertheidiger der Franzoͤsischen Regierung vernehmen, der die von ihr angeordnete Blokade als eine ver⸗ dienstliche Maßregel zu Gunsten der Gerechtigkeit und Civili⸗ sation gegen eine barbarische Nation darstellt. „Es ist“, sagt derselbe, „in London voͤllig Mode geworden, auf Frankreichs Ehrgeiz zu schmaͤhen, als ob keine triftige Gruͤnde fuͤr das Ul⸗ timatum des Baron Deffaudis vorhanden gewesen waͤren; die⸗ jenigen aber, welche das Benehmen der Mexikanischen Re⸗ gierung in ihren Verhaͤltnissen zum Auslande seit einer Reihe von Jahren beobachtet haben, muͤssen wohl wissen, daß Frankreich keinen anderen Ausweg hatte, als den Schritt, den es gethan; und weit entfernt, daß das Ultimatun von den anderen in Mexiko sich aufhaltenden Auslaͤndern geta⸗ delt wuͤrde, kann ich aus persoͤnlichem Augenschein versichern, da ich mich zur Zeit seiner Veroͤffentlichung in jener Hauptstadt befand, daß die Mehrheit aller Nationen, der Englaͤnder, Deutschen und Amerikaner, sich im Gegentheil nur Gluͤck dazu wuͤnschten. Sie hatten Alle aͤhnlichen Druck zu leiden gehabt, wie die Franzosen, und freuten sich, daß die Stunde der Ver⸗ geltung gekommen war. Die Summe von 600,000 Dollars, welche die Franzosen fordern, ist sogar geringer, als die Merxi⸗ kaner es erwarteten, sobald sie merkten, daß Frankreich nicht laͤn⸗

ger mehr mit sich scherzen lassen werde, und so viel ich weiß, sind viele der Franzoͤsischen Interessenten ernstlich aufge⸗ bracht daruͤber, daß ihre Regierung nicht auch die Zin⸗ sen fuͤr die Summen verlangt, auf die sie in manchen Faͤllen in Folge von Beraubungen schon seit Jahren Anspruch haben, um so mehr, als der Zinsfuß in Mexiko 15 bis 25 pCt. ist. Man hat sich daruͤber lustig gemacht, daß Santana's Sol⸗ daten sich an dem Backwerk eines zu Tacubaya etablirten Fran⸗ zoͤsischen Konditors regalirt haben sollten, ich sehe aber nicht ein, warum ein Zuckerbaͤcker nicht eben solchen Anspruch auf Schutz von Seiten seiner Regierung haben soll, wie der reiche, von Waaren⸗Ballen und Geldsaͤcken umringte Kaufmann in der Calle de las Capuchinas. Gewiß ist er zu einer Entschaͤdigung berechtigt und wird sie auch erhalten, obgleich in dem Ultimatum seiner nicht besonders gedacht ist. Was die Zwangs⸗Anleihen betrifft, so muß Jedermann zugeben, daß die Franzosen in die⸗ ser Hinsicht nicht nur die Sache Frankreichs fuͤhren, son⸗ dern die der ganzen gebildeten Welt. Nie ist in dem wil⸗ desten Distrikt von Mexiko ein abscheulicherer Raub begangen worden, als diese durch Gesetzes⸗Formen sanctionirte Pluͤnde⸗ rungen. Die Regierung beschließt nach Belieben, wie viel ein Jeder zu einer sogenannten Anleihe, eigentlich aber zu einem reinen Geschenk beizutragen habe, um die Individuen, welch⸗

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