1838 / 298 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Deutschland.

Maäaͤnchen, 21. Okt. Das Ministerium des Innern hat Folgendes erlassen:

„Es ist von mehreren Seiten zur Anzeige gebracht worden, daß sich das Uebel der Kurzsichtigkeit in neuerer Zeit auffallend unter der Jugend verbreite. Wie verschleden auch die Ursachen hiervon sevn mögen, und so wenig zu hoffen ist, daß selbiges durch äußere Anord⸗ nungen gänzlich beseitigt werden könne, so verdient es doch wegen seiner bedauerlichen und tief in die bürgerlichen Verhältnisse eingrei⸗ fenden Folgen volle Aufmerksamkeit, und es liegt insbesondere den Schul⸗Behörden ob, bei der Erziehung und beim Unterrichte Alles zu entfernen, was erweislich die Sehkraft der Augen schwächt, und dennoch an den Lehr⸗Anstalten sehr häufig unbeachtet bleibt. Die Königl. Kreis⸗Regierungen haben deshalb Fürsorge zu treffen, daß schon dei der Wahl, bei der Anlage und bei der Einrichtung der Schul⸗ Lokalitäten auf diesen Umstand möglichste Rücksicht genommen und auch da⸗ bin gewirkt werde, damit die gegenüberliegenden Gebäude nicht einen An⸗

strich erhalten, welcher der Sehkraft des jugendlichen Auges nachtheilig zu werden droht. Ingleichen sind die sämmtlichen Lehrer und Aufseher aller

Unterrichts⸗ und Erziehungs⸗Anstalten zu beauftragen, nicht allein durch zweckmäßiges Belehren die Schonung und Schärfung des Ge⸗ sichtsinnes zu fördern, sondern auch dahin zu wirken, daß nicht in der Schule selbst durch ungleiches und übermäßiges Beheizen, durch falsche Aufstellung der Sitzvulte, Wandtafeln, Karten u. dgl., durch grelle Abwechselung von Licht und Schatten, durch schiefe zusammen⸗ gedrückte Haltung des Körpers beim Sitzen, durch zu anhaltendes Lesen und Schreiben, durch blasse Dinte und kleinen schwachen Druck oder schlechtes Papier und ähnliche Dinge die Reigung zur Kurzsich⸗ rigkeit verstärkt und diese weiter ausgebildet werde. Insbesondere ist allen Schülern der Gebrauch unnöthiger oder unpassender Gläser auf das ernstlichste zu verbieten, überhaupt denselben das Tragen von Brillen nur dann zu gestatten, wenn sie sich durch ein ärztliches Zeug⸗ nns ve vermögen, daß ihnen dasselbe nothwendig oder räth⸗ ich ist.

Dresden, 23. Okt. (Leipz. Ztg.) Das hiesige Publi⸗ kum beschaͤftigen die Auswanderer nach Amerika, welche seit einiger Zeit fast taͤglich die Elbe oder die Eisenbahn bis Oberau

m Anfang ihrer weiten Reise u ein aus 228 zug. nesng Ferr., ene eise benuben, wozu ein aus⸗ Sach ten irgendwo zu animiren, er vielmehr die aufgeregten Gemuͤ⸗ (ther des Montenegrinischen Volkes besaͤnftigt habe, und daß es vorzuͤglich sein Verdienst sey, wenn die Feindseligkeiten nicht noch Ansiedler bereits angekauft seyn. Allem Anscheine nach, hegen blutiger und hartnaͤckiger geworden. Kowalewsti ist mit beson⸗ die von hier auswandernden Familien die Absicht, einen eige⸗ deren friedlichen Auftraͤgen Rußlands an den Vladika bereits

wieder nach Montenegro abgereist. Die Verhandlungen uͤber

sischem Staatsdienste getretener Jurist die naͤhern Einleitun⸗ gen trifft. Andere Auswanderungslustige werden im naͤch⸗ sten Fruͤhjahre nachfolgen. Die Laͤndereien sollen fuͤr die

nen Staat zu gruͤnden, denn nicht nur Handwerker von

allen Gattungen, sondern auch Landleute, Chirurgen, junge 82 ist lass. Vaterla:

Theologen und Juristen verlassen das Vaterland, um ein neues, unsicheres aufzusuchen. Dagegen scheinen die hiesigen

Auswanderer mit denen anderer Gegenden Sachsens in keiner unmittelbaren Verbindung zu stehen, und es waͤre die Erschei⸗ nung der Auswanderungssucht fast raͤthselhaft zu nennen, wenn

sie nicht ihren Grund darin faͤnde, daß vor ungefaͤhr zehn Jah⸗

ren die Pietisten an dem Vorabend eines gluͤcklichen Zeitalters sich sehen und die Hoffnung hegen koͤnnten, ihre absonderlichen Glaubens⸗Meinungen wuͤrden bald allgemeine Guͤltigkeit er⸗ langen, die naͤchste Zeit aber diese Hoffnung vereitelte. We⸗ nigstens kann der Grund jener Erscheinung nicht in dem Be⸗ nehmen der Regierung liegen. Denn wenn diese religioͤse Privat⸗Versammlungen beaufsichtigt, naͤchtliche Zusammen⸗ kuͤnfte in benachbarten Hainen, seyen sie auch zu religioͤsen Uebungen oder koͤrperlichen Kasteiungen bestimmt, verbietet, einen Pietisten, sey er Geistlicher oder nicht, verhoͤrt, weil er eines oder mehrerer Vergehen angeklagt ist, andere Pietisten als Zeugen aufruft, denselben Mann, wenn er Geistlicher ist, auf die Dauer der Untersuchung von der Ausuͤbung seiner

Amtspflichten entbindet oder seiner Person sich versichert, weil er, trotz des Verbotes, naͤchtliche Zusammenkuͤnfte wieder leitet, die Absicht verraͤth, heimlich in das gesuchte Paradies seiner

Glaͤubigen zu entfliehen, und neuer, groͤßerer Strafe unterlie⸗

gender Vergehungen angeklagt wird, so uͤbt sie nur das Recht

aus, welches ihr uͤber alle Anstalten im Staate und Staats⸗ Angehoͤrigen gebuͤhrt.

Freiherrn von Schele urkundlich die Abstammung der Familie von Schele zu Schelenburg von freien Schloßherren nachge⸗

wiesen, auch auf sonstige historisch⸗glaubwuͤrdige Weise die Ab⸗

kunft dieser Familie vom alten freien Herrenstande Deutschlands dargethan worden ist, so haben Se. Majestaͤt der Koͤnig dem-⸗ selben und seiner ehelichen Descendenz in Gnaden gestattet, den Freiherrn⸗Titel zu fuͤhren, welches auf Allerhoͤchsten Befehl hier⸗

durch von mir zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht wird.“ Stuttgart, 21. Okt. (Schwaͤb. Merk.) Se. Koͤnig⸗ liche Majestaͤt haben heute dem Grafen van der Duyn von Maasdam, Oberst⸗Hofmeister Ihrer Maäjestaͤt der hoͤchstseligen Köͤnigin der Niederlande, welcher von Sr. Majestaͤt dem Koͤ⸗ nige der Niederlande hierher abgeordnet worden war, um im Auftrage seines gnaͤdigsten Herrn fuͤr Se. Koͤnigl. Hoheit den Erborinzen von OHranien um die Hand Ihrer Koͤnigl. Hoheit

der Prinzessin Sophie Friederike Mathilde von Wuͤrttemberg zu bilten, eine Audienz zu ertheilen geruht, in welcher demsel⸗ ben das die Zustimmung Sr. Majestaͤt zu dieser Verbindung

enthaltende Antwortschreiben des Koͤnigs an Se. Majestaͤt den König der Niederlande eingehaͤndigt worden ist. Die J. G. Cottasche Buchhandlung hier hat die Goͤschen⸗

che Buchhandlung in Leipzig an sich gekauft, und erhaͤlt dadurch g z1g 8 2

den Verlag mehrerer der ausgezeichnetsten Deutschen klassischen Werke, wie die von Wieland, Klopstock ꝛc., sodann die vielgele⸗ senen Schauspiele von Iffland, Houwald ꝛc, Muͤllner's Werke

7. *

und manche andere. sel, 22. Okt. Die Gesetz⸗Sammlung enthält sol⸗

dgrung der Borscriften des Ausschreibens des Ministeri⸗ om 18. Auzust 1823, über das Verhältniß der cvange:

in Ansehung der Ministertal⸗Handlungen.

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der katholischen Kirche in Anschung der Ministerialhand⸗

——,—— ⸗* 8bg

3. Januar 1827, wonach „„bei Lemischten Ehen den

freistebt, bii Eingehung ihrer Ehe vertragsmäßige,

Barfü jenes Ausschreidens abändernde Bestimmungen über ralizisie Erzichuag ihter Kinder zu treffen; jedoch nachgtlassen „2 nung einer gimischten Ehe in dem Falle, wo dieselbe hh be Saten Auzsschreiben einem katholischen Pfarrer ob⸗ 1, dieser aber babei rücksichtlich ber Religisns⸗Verschiedenheit der Wariobten ein Bedenken hbaben würbe, von einem inländischen evan⸗ gelischen Geistlichen zusnahmsweise verrichten zu lassen,““ wird, mit hochster Genehmigung Sr. Hehtit des Kurprinzen und Mitregenien, amgecrenet, daß in Fäuen, in welchen ein fathelischer Pfarrer die gstchende Eisezuung einer gemischten Ehe der Religions⸗

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5,is rn, der Kinder besterlet Geschlechts in der katholischen

5 8 1 4 2 2 sch eenbeit megen verweigern, oder an eine Zusage in Betreff 5 1 1

Fteligiom kntlpfen würde, derjenige inlänsische evangelische Pfarrer guna zernehmen soll, zu dessen Parechie eie Braut bis dahin

schreiben des Ministeriums des Innern vom 20 Ok⸗ ber das Verhältniß der evangelischen und der katho⸗

s, vre des, den Bederden bekannt gemachten, allerhöchsten Be.

gehört hat, oder, sofern der Wohnort der Braut nicht zu einem evan⸗ gelischen Kirchspiele gehört, welchen die Verlobten sich wählen wer⸗ den. Die geistlichen Behörden und Alle, welche es sonst angeht, haben sich hiernach gebührend zu achten. Kassel am 20 Oktober 1838. 8 Kurfürsiliches Ministerium des Innern. (Unterz.) Panst ein. Ende.“

Braunschweig, 23. Okt. Die Eisenbahn von hier nach Wolffenbuͤttel wird, wie es heißt, am 15. November durch eine Probefahrt eroͤffnet werden.

8 1. Oesterreich.

WW1 Okt. (Schles. Ztg.) Ueber das Wesen der neuen Italiaͤnischen Nobel⸗Garde scheint so viel entschieden zu seyn, daß dieselbe, aͤhnlich der Ungarischen, aus lauter jungen Maͤnnern des Italiaͤnischen Adels bestehen und als Pflanzschule fuͤr Offiziere in der Armee dienen wird. Ihre Zahl ist auf 60 Köpfe bestimmt, wovon 30 aus dem Lombardischen und 30 aus dem Venetianischen Koͤnigreiche werden gewaͤhlt werden. Ihr Aufenthaltsort ist Wien, wo zu ihrer Aufnahme auf der Ma⸗ riahilfer Hauptstraße bereits ein eigenes Gebaͤude aufgefuͤhrt worden ist. Schon im Monat Februar oder Maͤrz kuͤnftigen Jahres wird ein Theil der bereits ernannten Garden, wie es heißt 10 aus der Lombardei und 10 aus Venedig, hier einruͤk⸗ ken und von da an die Anzahl bis auf 60 nach und nach er⸗ gaͤnzt werden. Unter der Generalitaͤt bezeichnet man die Feld⸗ marschall⸗Lieutenants Grafen von Ceccopieri und Duca di Ser⸗ beloni als die, deren einem die hohe Wuͤrde eines Capitains der neuen Garde zu Theil werden duͤrfte. Hinsichtlich der Uni⸗ es derselben scheint noch keine definitive Entschließung erfolgt u seyn.

b Dem Hauptmann Kowalewski, welcher aus Montenegro berufen ward, um sich vor dem Russischen Botschaftek zu Ve⸗

nedig wegen der gegen sein Benehmen unter den Montegrinern von Oesterreich erhobenen Klagen zu verantworten, scheint es

gelungen zu seyn, sich vollkommen zu rechtfertigen. Er soll be⸗ theuert und bewiesen haben, daß, weit entfernt, die Streitigkei⸗

die Graͤnz⸗Differenzen mit den Montenegrinern stocken gaͤnzlich, nachdem nun auch die Oesterreichische Kommission Dobrota ver⸗ lassen, wo sie auf die Ruͤckkehr des Vladika, der in seiner ju⸗ gendlichen Unbesonnenheit den Frieden kaum aufrichtig zu wuͤn⸗

schen sche lange genug vergeblich gewartet hatte.

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Venedig, 14. Okt. Vorgestern verfuͤgten sich Ihre Ma⸗ jestaͤten der Kaiser und die Kaiserin mit den Erzherzogen und Erzherzoginnen nebst ihrem ganzen Gefolge in das Marine⸗Arsenal, um dieses großartige Etablissement in Augenschein zu nehmen. Die Korvette „Sirena“ von 34 Kanonen wurde in Gegenwart Ihrer Majestaͤten vom Stapel gelassen. Se. Majestaͤt der Kaiser geruhten, dem Ansuchen des K. K. Marine⸗Komman⸗ danten, dieser Korvette zum Andenken an den am Kroͤnungs⸗ Tage erlassenen Akt Kaiserlicher Milde, den Namen „Clemenza“ beilegen zu duͤrfen, zu willfahren. Ihre Majestaͤten besichtig⸗ tigten hierauf das Arsenal in allen seinen Theilen und nahmen auch das Land⸗Arsenal in Augenschein. Am naͤmlichen Tage fuhren Se. Majestaͤt der Kaiser, von dem Erzherzog Franz Karl begleitet, in ihrer Privat⸗Gondel nach dem Lido und be⸗ sahen auf der Hin⸗ und Herfahrt mehrere Kirchen. Ihre Majestaͤt die Kaiserin, von ihrem Oberst⸗Hofmeister, ihrer Oberst⸗ und dem Vice⸗Delegaten begleitet, beehrten mehrere

ohlthaͤtigkeits⸗Anstalten, unter Anderen das Hospitium des Abbate Ciliota, in welchem auf seine Kosten arme Mädchen

1 seiner Pfarre erzogen werden, mit einem Besuche. Hannover, 23. Okt. Die Hannov. Ztg. enthaͤlt fol⸗ s Pf zog suche gende amtliche Bekanntmachung des Justiz⸗Ministers von Stra⸗

sonkei 8 g S . X 1 6⸗Mi iste V 8 * 8 * n 8 lenheim: „Nachdem von dem Staats⸗ und Cabinets⸗Minister widmet. Se. Majestaͤt der Kaiser begaben sich nach Mala⸗

Der 13. Oktober war einer fuͤr Venedig und besonders fuͤr den dortigen Handelsstand hoͤchst erfreulichen Feierlichkeit ge⸗

mocco, um daselbst den Grundstein zu dem dortigen Damme zu legen, der sich uͤber zweitausend Meter weit ins Meer er⸗ krecken wird. Ihre Majestaͤten und die Erzherzoge und Erz⸗ herzoginnen wurden in Malamocco von dem Bischof von Chi⸗ oggia, in dessen Dioͤcese der Ort liegt, empfangen. Nachdem der Bischof die bei dieser Ceremonie gewoͤhnlichen Kirchengebete gesprochen hatte, erfolgte die Grundsteinlegung mit den uͤblichen

Feierlichkeiten. Ihre Majestaͤten der Kaiser und die Kaiserin,

von den Erzherzogen und den Erzherzoginnen begleitet, setzten hierauf die Fahrt an Bord des Dampfschiffes „Marianna“ nach Chioggia fort, wo Hoͤchstdieselben, trotz der stuͤrmischen See, welche die Reise sehr beschwerlich machte, gegen halb 2 Uhr Nachmittags anlangten. Das Dampfschiff „Conte di Spaur“ und zwei Dampsschiffe des Oesterreichischen Lloyd, der „Francesco Carlo“ und der „Conte Mittrowsky“, von vielen Zuschauern besetzt, begleiteten Ihre Majestaͤten, welche in Chioggia von den dortigen Behoͤrden und dem Volke aufs festlichste empfangen wurden. Im Augenblicke als Ihre Majestaͤten, unter unermeßlichem Jubel des Volkes, ans Land stiegen, zeigte sich am Horizonte ein prachtvoller Regenbogen. Nachdem Ihre Majestaͤten die Domkirche und einige andere Merkwuͤrdigkeiten des Ortes besichtigt hatten, wurde die Ruͤck⸗ fahrt nach Venedig auf den innern Kanaͤlen an Bord des Dampsschiffes „Conte di Spaur“ angetreten. Das Schau⸗ spiel, welches sich nun darbot, als Ihre Majestaͤten sich bei ein⸗ brechender Nacht der Stadt naͤherten, war unbeschreiblich schoͤn. Tausende von Lichtern stiegen in der Dunkelheit aus der Tiefe der Gewaͤsser empor. Es schien, als ob der Himmel, der ganz von Wolken umhuüllt war, an welchem nicht ein einziger Stern funkelte, all sein Licht dem Meere abgetreten haͤtte; alle Leuchtthuͤrme, Schiffe, Inseln der Lagune laͤngs des gan⸗ zen Weges waren beleuchtet. Je naͤher man der Stadt kam, desto prachtvoller und uͤberraschender wurde der Anblick. Saͤmmt⸗ liche Gebaͤude auf dem St. Markusplatze waren nach ihren architektonischen Umrissen aufs glaͤnzendste beleuchtet. Das Dunkel der Nacht erhoͤhte den 9n-s Effekt dieser Scene. Als Ihre Majestaͤten um § Uhr ans Land stiegen, verbreiteten bengalische Feuer, die in diesem Augenblicke angezuͤndet wur⸗ den, ploͤtzlich eine Tageshelle. Se. Majestät der Kaiser geruh⸗ ten noch einige Zeit auf dem Platze umherzugehen und die Beleuchtung in Augenschein zu nehmen. Als spaͤter Ihre Ma⸗ jestaͤten an den Fenstern des Palastes erschienen, um dieses in der Welt einzige Schauspiel zu betrachten, wurden sie von der unermeßlichen Volksmenge, die bis spaͤt in der Nacht auf dem 7 wogte, mit dem lebhaftesten und wiederholten Applaus egruͤßt.

Se. Kaiserl. Hoheit der Großfuͤrst Thronfolger von Ruß⸗ land ist unter dem Namen eines Grafen von Borodinsky am

welche sich freiwillig entfernten) ist sehr gering. Welche Sͤm uͤbrigens bei der Regierung noch vorwaltet, kann man dar

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11. Oktober Abends in Verona eingetroffen und im Gasthe 2 den zwei Thuͤrmen abgestiegen. Nachdem Se. Kaiserl. 8 2992 ein a nommen, setzte Hoͤchstderselbe am folgenden Tage die

eit die Haupt⸗Merkwuͤrdigkeiten der Stadt in Augensch

der Lombardei fort.

Rom, 13. Okt. (A. Z.) Von einer politischen Amnesii hat in der letzten Zeit Manches im Publikum verlautet, ohn daß ein hinreichender Grund vorhanden scheint. Die Ver d⸗

nisse sind hier wesentlich andere als im Oesterreichischen

lien. Die Zahl der Verhafteten in den verschiedenen Nimh⸗ schen Forts erreicht nicht funfzig. Viele von diesen sitzen zu⸗ gleich wegen anderer als bloßer politischer Vergehen in Haf⸗

Die Zahl der wirklich Exilirten (ausgenommen ddiejengen

entnehmen, daß einer der Exilirten, welcher vorige Woche n Civitavecchia, in Hoffnung eines General⸗Pardons, landeg gleich die Weisung erhielt, sich augenblicklich, bei Verlust seing Freiheit, zu entfernen.

Gestern ist eine durch den Kardinal⸗Staats⸗Secretair u terzeichnete Bekanntmachung erschienen, nach welcher, um dar Unwesen der Straßenraͤuber ein Ende zu machen, eine Kon⸗ mission von mehreren Personen ernannt ist, an deren Spit

der General⸗Direktor der Polizei und Gouverneur von Ran Monsignore Vannicelli, steht. Sie ist beauftragt, zu ermitun

wer die Schuldigen sind, und die des Verbrechens Ueberwits nen nach dem Kriminalkodex zu verurtheilen. Eine Appellatie findet von diesem Gerichtshof nicht start, welcher beauftragt sn die Vollziehung des Urtheils so schnell als moͤglich nach 1 ganzen Strenge des Gesetzes zur Ausfuͤhrung zu bringa Man verspricht Allen, welche sich freiwillig stellen und ihn Mitschuldigen angeben, so daß sie eingefangen werden koͤnne Verzeihung. Es heißt hier, daß einige fremde Diplomana

durch ihre Vorstellungen diese Maßregel veranlaßt haͤtten, do 9) Haͤtten, dech

ist wahrscheinlicher, daß die Regierung dadurch zur Thäͤtigken aufgerufen wurde, daß Berichte uͤber die kannibalischen Gräuct

einliefen, welche die Straßenraͤuber gegen arme Landleute, be denen sie nichts fanden, veruͤbten.

Messina, 5. Okt. (A. Z.) Die hiesige Kaufmannschas hat zu Ehren Ihrer Koͤnigl. Majestaͤten einen festlichen Ball in dem hiesigen Boͤrsen⸗Saal veranstaltet, den der Koͤnig und he Koͤnigin mit ihrer Gegenwart beehrten, wobei sie sich durch isr leutseliges Benehmen die Liebe Aller zu gewinnen wußtmen Der Koͤnig tanzte sehr viel, und ausschließlich mit Frauen ode Toͤchtern von Kaufleuten. Die Koͤnigin folgte dem Beispit ihres Gemahls, indem sie sich an der Seite von buͤrgerlicha Taͤnzern die ganze Dauer des Balls uͤber sehr gut unterhiet⸗ Ein zweiter Ball konnte nicht statt finden, weil das Koͤniglich Paar uns verließ, um die Reise nach Catania fortzusetzen, var wo aus es sich nach Palermo begeben wird, um die Winm. Monate daselbst zuzubringen.

Spanien.

Madrid, 13. Okt. In dem neuen N Don Alberto Valdric, Marquis von Valgornera, das Pott⸗ feuille des Innern und Don Jose Quinones de Leon, Ma⸗ quis von Montevirgen, das Ministerium der Finanzen erhtt ten. Dies Kabinet scheint indeß im voraus zu kurzer Daus verurtheilt zu seyn. Der Castellano aͤußert sich uͤber dassehe folgendermaßen: „Die Nation bedurfte eines thatkraͤftigen ul

starken Ministeriums. Das neue Kabinet ist aber weit entfem,

diesen Forderungen zu entsprechen; vielmehr findet es allgemein Mißbilligung. Indeß kann man dem Ministerium des Hemn von Frias wenigstens so viel zum Ruhme nachsagen, daßt von keinem Verfolgungsgeist gegen diejenigen beseelt ist, ü nicht alle seine Ansichten theilen; es besitzt mehr Edelmuth ug Rechtschaffenheit und wird von weniger politischem Groll g stachelt, als das vorige Kabinet. Aber um jetzt die Angelegen heiten des Staats zu leiten, ist noch etwas mehr als ehrme werthe Gesinnungen und Absichten erforderlich.“

General van Halen hat die Erlaubniß erhalten, seinen Bruder, einen Belgischen Offizier, nach Spanien kommen zu⸗ lassen und ihm das zweite Kommando unter seinen Befehlen zu ertheilen.

Der Karlisten⸗Chef Orejita, der so lange Zeit der Schrecken der Provinz La Mancha war, ist von seinen eigenen Leuten getoͤdtet worden. Sie brachten am 3ten d. seinen Leichnemg nach Ciudad Real, um von den Christinos eine Belohnung t.

potsdam, 26. Okt. Bräͤnde. In dem Kalende jahre 1837 haben in den zur Kur- und Neumaäͤrkischen Feun Societaͤt gehoͤrigen Staͤdten des hiesigen Regierungs⸗Bezit uͤberhaupt 55 Braͤnde stattgefunden, von denen 1 durch Gewh ter, 1 durch Verwahrlosung, 10 durch muthmaßliche Brandsi tung, 4 durch fehlerhafte Bauart und 39 durch unermitzel⸗ Zufoͤlle veranlaßt worden sind. Die dafuͤr ausgeschriebene 19 guͤtigung betraͤgt: a) fuͤr versicherte Gebaͤude 63,554 Rthlr. 2 Sgr. § Pf., b) fuͤr nicht versicherte Gegenstaͤnde incl 19 Wiederherstellungs⸗Kosten fuͤr beschaͤdigte Feuerlöͤsch schaften 7691 Rthlr. 16 Sgr. 2 Pf., zusammen 71,246

8 Sgr. 10 Pf.

Koͤnigsberg, 22. Okt. Stuͤrme. Vorgesternun gestern herrschte hier mit wenigen Unterbrechungen ein orkis aͤhnlicher Sturm aus Nordwest, welcher das Wasser aus de frischen Haff in den Pregel jagte. Dieser stieg um mehr 5 Fuß und uͤberschritt, innerhalb der Stadt, an mehren Orten das Bollwerk. Fuͤr mehr als 6000 Rthlr. Flößbohh, losgerissen und stromaufwaͤrts gegen die Bruͤcken und auf Wiesen getrieben. Auf dem Lande sind Haͤuser und Knc⸗ abgedeckt und innerhalb der Stadt wurden ein Bruͤckengelin und mehrere Baͤume vom Sturme umgeworfen. Die Nen burger Fahrpost traf gestern um einige Stunden spaͤter 1- ein, weil auf der letzten Station die Chaussee durch umgen, fene Baͤume gesperrt war. In Pillau sind die auf d Strom liegenden Schiffe von ihren Ankern gerissen und 9 Tonnen des Seegatts sind saͤmmtlich aus ihren Lagen vecc ben. Fuͤr die vielen hier erwarteten, noch in See befindli Schiffe ist man hier sehr besorgt. Der Sturm, welcher

acht Tagen herrschte, war nicht so heftig als der gestriae 1

hat dennoch mehrere Schiffe entmastet und auch hier a 8 Pregel einen Kahn mit 4000 Ziegelsteinen und einen en mit Holz befrachteten Kahn versenkt. Heute hat der Stu⸗ sich gelegt, der Wind ist nach Norden herumgegangen, Wasser stroͤmt aus und der Pregel ist bereits um ³ Fuß fallen. . u““ 8

1 81 Breslau, 22. Okt. Vereine zur Erziehung sitt⸗ verwahrloster Kinder. Diese an mehreren Orten hiesiger Provinz bestehenden Vereine dauern in ihrer wohl⸗ ätigen Wirksamkeit fort, und legen von Zeit zu Zeit dem Pu⸗ tum in ihren Rechenschafts⸗Berichten die erlangten Resultate 2 Pruͤfung vor. Im Laufe dieses Jahres sind solcher Be⸗ ichte drei erschienen. Wir entnehmen diesen Berichten Einiges. 2) Dem sehr lehrreichen des Vereines zu Goldberg, un⸗ ir der Leitung des Herrn Superintendenten Postel. Ein⸗ nahme vom 1. April 1836 bis Ende Maͤrz 1837: 534 Rthlr. 89 Sgr. 2 Pf. Ausgabe 465 Rthlr. 13 Sgr. 4 Pf., worun⸗ ir 280 Rthlr. Kost⸗ und Pflegegeld fuͤr 19 Zöoͤglinge. Die Summe aller bisher der Anstalt zugehoͤrig gewesenen Kinder etraͤgt 38. Die Einnahme⸗Quellen bestanden außer den Bei⸗ mägen der Mitglieder und Wohlthaͤter des Vereines, der Stadt⸗ zerordneten, der Armen⸗Kasse in Goldberg und eines dasel bst

bestehenden Frauen⸗ und Jungfrauen⸗Vereines, auch in ansehn⸗

lichen legen 88 selegenhis in familienartiger Instituten⸗Pflege, theils einzeln

21

nischen Lijeratur, der Herr Graf von Hob im vorigen Jahre eine Schilderung des Nicolo M. gegeben haite, machte im „Komet“ auf ein altes, wie es scheint, Italiänisches Heldeugedicht aufmer des Viceminers M. Ant. Franc. Oliviero Epos: alkaldische Krieg in Schwaben besungen wird. Der Triumph Karl's V. über den Bund der protestantischen F 1 ng des katholichen Kirchen⸗ Seine Lieblingshelden sind Faruese, und auf des „Langrave“ Phi⸗ Von diesem Ge⸗

Geschenken der Hohen Ministerien der geistlichen ꝛc. An⸗ eiten und des Innern und der Polizei. Die Kinder

bei Pflege⸗Aeltern untergebracht. Die Erfahrungen, die man

mit ihnen im Laufe des Jahres machte, sind im Ganzen sehr aufmunternd, und nur 2 derselben haben dem Vereine wahren Kummer gemacht. 2) Der Verein zu Jauer steht unter

der Leitung des pensionirten Herrn Landraths Keck von Schwartz⸗ 188. 179 Rthlr. 18 Sgr. 3 Pf. Der Verein hat 9 Zoͤglinge in Pflege, die meist aus Jauer gebuͤrtig sind. 3) Der Verein im Riesengebirge, unter der Leitung des Herrn Pastor Feldner. Er besteht 2 Jahr, hat 9 Kinder in Pflege, und im letzen Jahre 151 Rthlr. 19 Sgr. 11 Pf. eingenommen. Mit ihm wirkt in erfreulicher Harmonie ein Frauen⸗Verein.

Minden, 23. Okt. (Elberf. Ztg.) Landwirth⸗ schaftlicher Verein in Luͤbbecke. Dieser Verein besteht seit 1837. Der Hauptzweck desselben ist die Befoͤrderung der bandwirthschaft, des Gartenbaues, der Obstbaumzucht und der, mit der Landwirthschaft in Verbindung stehenden Gewerbe, wie die Veredlung der Viehzucht. Zu der Erlangung dieses Zweckes wird der Verein sich zunaͤchst bemuͤhen, diejenigen Hindernisse, welche die Fortschritte der Landwirthschaft hemmen, aufzudecken und moͤglichst zu beseitigen, mit den Mitteln, welche zur Be⸗ oͤrderung dienen, bekannt zu machen, neue Erfindungen und Erfahrungen mitzutheilen, neue Werkzeuge anzuschaffen, die Viehzucht zu verbessern ꝛc. Der Verein besteht aus wirkli⸗ chen und korrespondirenden Mitgliedern. Jeder Einwohner des Kreises, welcher unbescholtenen Rufes ist, kann Mitglied werden und zahlt jaͤhrlich 1 Thlr. Beitrag. Es werden Orts⸗ Vereine gebildet. Der Verein zaͤhlt bis jetzt 65 Mitglieder. Im vorigen Jahre hatte derselbe seine vorzuͤgliche Aufmerksam⸗ seit auf die Gewinnung des Leinsaamen von inländischem Flachse gerichtet und dazu geeignete Praͤmien ausgesetzt. 8

Elberfeld, 22. Okt. Ungluͤcksfall. Vor wenigen Tagen ereignete sich in der benachbarten Stadt Bar⸗ men ein beklagenswerther Ungluͤcksfall. Ein junger Kaufmann,

welcher schon seit einiger Zeit an Verstandes⸗Zerruͤttung litt,

eilte in einem Anfall von Wahnsinn aus seiner Wohnung der nahe vorbeifließenden Wupper zu und stuͤrzte sich in die durch

anhaltenden Regen hoch angeschwollenen Fluthen, um sein Le⸗ ben zu enden. Zwei seiner Bruͤder, welche ihn beobachtet, und

nachgeeilt waren, 99. sich sogleich zu seiner Rettung nach, allein in dem starken Strome vermochten sie sich selber nicht zu

halten. Durch einen aus der Naͤhe herbeigeeilten Buͤrger wur⸗ den, jedoch mit großer Anstrengung, der kranke und der juͤn⸗

gere Bruder gerettet, der dritte, ein braver junger Mann, ist seider ertrunken, und hat dessen Leiche auch bis jetzt noch nicht aufgefunden werden koͤnnen.

Gasbeleuchtung. Die schon seit zwei Jahren ge⸗ troffenen Vorbereitungen zur Gasbeleuchtung unserer Stadt sind nunmehr so weit gediehen, daß diese wohl noch in diesem Winter zur Ausfuͤhrung kommen wird. Auch haben bereits mehrere Gast⸗ wirthe und Kaufleute die noͤthigen Vorrichtungen treffen las⸗ sen, um ihre Haͤuser auf diese Weise zu erleuchten. Die Un⸗

ternehmer, eine Gesellschaft Belgischer Actionaire, hatten mit

manchen oörtlichen Schwierigkeiten und Ungluͤcksfaͤllen beim Bau

ihrer Anstalt zu kaͤmpfen, wodurch die Ausfuͤhrung verzoͤgert

worden.

Schauspielhaus. Auch eroͤffnet sich uns die Aus⸗ sicht zu dem Bau eines eigenen Schauspielhauses, welches un⸗ serer volkreichen Stadt bis jetzt gaͤnzlich fehlte. Mehrere an⸗ gesehene Bewohner derselben sind zu dem Ende zusammengetre⸗ ten, um das dazu benoͤthigte Kapital durch Actien à 100 Rthlr. zusammenzubringen. Eine naͤchstens zu haltende Versammlung

der Interessenten soll hieruͤber das Naͤhere entscheiden.

sich die einer sitzenden majest Haupt geschlungen,

den kleinen Amor mit der Leyer.

bohen Werth. in Silber geprägt werden, welche letztere zur Belobn bei der jährlichen Ausstellung ein vorzüg⸗ liches Taleut und eifrige Bestrebung au den Tag legen.

welchem der Schm Die Einnahme betrug vom 1. Januar 1837 bis 25. Mai Smelvcadica lega) und die Wiederberstellu Glanbens ist die Aufgabe des Dichters.

auf Kaiserlicher Seite Oitavio lipp von Hessen Seite der Ritter v dichte in 24 Gesängen ist eine sehr schöne Ausgabe erschienen, (Venedig 1567, bei Valgrisi. 4.) Sie Gedicht für die

Kopenhagen, 10. Okt. Die Daͤnische Fregatte „Rota“,

den Tag zur Seite

den Apostel Paulus dargestell befinden sich auf dem unteren The Compositionen: Mars und Amor, Heh und der knicende Ganymed. Die Schönheit der Composition und die sorgfältige Ausführung aller Details gicht dieser Medaille einen Es soll davon ein Exemplar in Gold und mehrere ung fär die Künstler bestimmt sind, die

Leipzig. Ein geübter Forscher in den Schäͤtzen der Italiäͤ⸗ enthal⸗Städteln, welcher acchiavelli heraus⸗

in Italien vergesseues,

veiche auch die einzige ist. ist selten und theuer. Ppantasie und das Ohr des J. und daber über Ariost und Tasso bald vergessen wurde“ und Literaturfreund nicht ohne Interesse. igen Zustände Deutschlands und der Kirche ustramontanen Zeitgenossen abgespiegelt erfasser in seiner Jugend selbst auf dem Genug, das Gedicht wird noch jetzt lite⸗ at sich daher kein

doch für den Geschichts⸗ Es zeigt, wie die damal sich in der Vorstellung eines haben. Vielleicht war der V Schausplatze des Krieges. rarisch anztehen. Der Herr Graf von Hohenthal h geringes Verdienst erworben, daß er einen neuen korrekten Abdruck dieses Gedichts auf seine Kosten veranstaltete. Er verglich dabei zwei Exemplare der ersten und einzigen Original⸗Ausgabe, die er auf der Bibliothek zu Dresden**) und auf der zu Göttingen zur Einsicht bekommen hatte. In jenem fehlte der erste Bogen des ersten Gesanges, in diesem ein egeber aus belden das Ganze herstellen. Das Gedicht ist auf Veltnpapier schön und korrekt gedruckt, u. d. T.: M. Antonio Francesco Oliviero.

Blatt; so konnte der Hera

„La Alamanna di 290. P. seconda, pp. 327. Lipsia 1838. klein, daher wird auch diese Ausgabe bald zu den

höreu.

Es ist in Nr. 180 der diesjährigen Allgemeinen Preußtschen Staats⸗Zeitung bereits des in Paris erscheinenden tableau décennal lonies et les puissances étran- geres Erwähnung geschehen und in jener Anzeige bemerkt worden, ene erste Band des Werkes die allgemeinen der verschtedenen Einfuhr⸗ eil des Tableau's hierher

gdu commerce de la F

daß der damals erschien Uebersichten und die spezielleren Angaben Artikel enthalte. Jetzt ist der zweite Th. gelangt, der die Ausfuhr⸗Artikel einzeln angiebt.

Nach den allgemeinen Uebersichten sind die wichtigsten Ausfuhr⸗

die durchschnittlich 23 pCt. II. baumwollene Waaren, die durchschnittlich 10,2 III. Wein, der durchschnittlich 9 118

aller Ausfuhr ausmacht. Das Tableau giebt

Artikel Frankreichs

versandt werden.

auf einem Delphin ruhende Rymphe Galathea der Dania, ätischen Figur, mit dem Aehrenkranz um das das Wappenschild ihr zur Seite, Als Legende sieht: MDCCCXXXVIII. Iiafniac. Rund um sind eine Menge von Thorwaldsen’s Arbetten freisförmig augebracht; zu oben steht Christus mit Petrus und Jo⸗ bannes dem Täufer zu seiner Rechten, den Aposteln Johannes und Paulus zu seiner Linken. Um einen lichen zu den heidnischen Gegenständen Johannes des Täu

und reicht ibr

Uebergang von den christ⸗ u bilden, hat der Künstler ers und die Racht neben t. Zwischen diesen beiden Basreliefs ise des Kreises folgende heidnische Preußen erbielt nachdiesen Tabellen nur für 335 866 d. i. 0,27 » e, Merkur, die Grazien, Jasen

sam, auf

La Alamanna“, in dieser Abtheilungen sind:

on Beichlingen.

Ungeachtet das reimlose laliäners wenig Ansprechendes hat, ), so ist es

1. Von den seidenen Waaren 1 geht das allermeiste uach den Vereinigten Staaten von Nord Amerika. Wir heben Einiges aus den Resultaten des Jahres 1836 ber vor. Nach den Werth⸗Bestimmungen, wie solche für die Zoll⸗Gesetze an⸗ genommen, sind im Ganzen an Französischen seidenen Waaren nach den

Eabellen des commerce special ausgeführt worden für 139,729,368 Fr.

Davon gingen nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗ Amerika für 67,722,506 Fr., also 48,5 pCt. nach England für... 13,485,064 » 9,6 nach Spanien für 4,967,336 » 30 »

und gewiß ist Preußen für Französische scidene Waaren kein Haupt⸗ Ausfuhrland, da in Preußen selbst sehr viel Fabricatton oteser Waa⸗ ren ist. Indessen ist Deutschland und sind die villes anseatiques be- sonders dufgeführt; beide zusammen entbalten etwma 12 Ct. aler Aus⸗ fudr, wovon ein nicht unbeträchtlicher Theil auf Preußen fallenn mag. Immer aber ist diese Ausfuhr unerbeblich gegen Rord⸗Amerika, das sast die Hälfte aller Französischen seidenen Waaren fortnimmt. Es sind im Ganzen 47 Länder in den verschiedenen Welitheilen bezeich⸗

net, wohin die seidenen Waaren ausgehen. Letztere werden in 19 ver⸗ schiedenen Unter⸗Anikeln aufgeführt: Etoffes pures unies, facçonnées, 1 brochêées de soie, d'or et d'argent fin, d'or ou d'argent faux, Etoffes melées de fil ou d'autres matieères, Tulle, Dentelles dites Blondes, selbst gaze de soie pure, Crepe, Bonneteries, Ruͤbans, sechs verschiedene Ar⸗

ken von Passementerie, enblich Chapeaux de soie. Die wichtigsten

Etoffes pures unies 59,943,120 Fr. Ausfuhr 1230 façonnées 24 740,170 Z1“

5 V 4 8 Rubans.. 2,769,120 n

zusammen 117,452,à210 Fr. Ausfuh 1836 w

also 84 pEt. der Gesammt⸗Ausfuhr und 16 pCt. vertheilen sich 1“

die übrigen 16 Unter⸗Abtbeilungen. II. Baumwollene Waaren.

Auch hier sind viel Unter⸗Abrheilungen und auch hier erscheinen die Vereinigten Staaten als die bedeutendsten Abuchmer Frankreichs, werden jedoch beinahe erreicht von dem Absatz nach Spanien. Den angenommenen Werthen nach war 1836 der Absatz Fraukreichs an baumwollenen Waaren 65,677,157 Fr. .

Hiervon gingen 1 82 nach Nord⸗Amerika für 15,498,888 Fr. uiuunnd H1 nach Spanien für 14,752 586 ““ MNiach Spanien ist der geee 886 in das Königreich Sardinien. .* We I. . An Wein war die Ausfuhr 130,521,916 litres im Jahre 1836; im Wertbe augegeben auf 51,468,890 Fr. Die Ausfuhr schwankt in

und 139 Mill. litres. Auch bei dem Wein erscheint Nord⸗Amerika

als das wichtigste Land der Ausfuhr; doch aber vertheilt sich im

Parte prima, pp. Die Zahl der Exemplare ist ö

rance avec ses co

I. seidene Waaren,

25. Oktober. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr.

teratoren Tiraboschi, Fontanini, Apostolo l dem Namen nach. Nur Gin⸗ ihn an und weiß cenza geboren sey. lamanna del Oli-

*) Die Italiänischen L. Zeno kennen den Dichter nicht einma guené (Hist. litt. d'Italie V., nichts weiter von ihm zu sagen, als daß er zu Vi Ginguené beurtheilt das Gedicht sehr sireng: „L.A viero est un poëme mort-nC.“

**) S. Falkenstein's Beschreibung der Königl. Bibliothek zu Dres⸗

p. 145 147) führt

wohl für die bewohnte Erde. Von den 1836 ausgeführten 130,521,916 litres im Werthe von 51,468,890 Fr. gingen nach Nord⸗Amerika 16,427,035 litres den Hansestädten. 10,736,161 iederlanden. 7,884,035 Belgien. 7,081,329 Rußland 4,622,526 Preußen.. 4,394,964 England 3,799,746 » Es kann auffallen, daß England mit verhältnißmäßig so gerin⸗

Teres, ein Spanischer Wein, das gewöhnlichere Geträuk ist.

jekten zeigen wollen, wie viel Belehrung aus den hier mitgetheilten offiziellen Zahlen über die Verbältnisse der Industrie und des Han⸗ dels Flanfece sich schöpfen läßt.

in alphabetisch geordnetes vollständiges Register ga

a sehr den Gebrauch des Werkes.

den Jahren von 1827 bis 1836 zwischen den Summen von 80 Mill.

Ganzen die Ausfuhr viel gleichmäßiger als bei den früher erwähnten Gegenständen. Frankreich ist ktas eigentliche Weinland sür Europa,

ger Summe erscheint; indessen ist es bekannt, daß dort der Sherris⸗

Wir haben nur im Verfolg der früheren Anzeige an einigen Ob⸗ b

“] Meteorologische Beoba tun 2 die Länder an, wohin die Ausfuhr⸗ gisch ch 9

1838. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger Beobachtung.

Luftdruh. 338,12“Par. 339,00 Par. 339,82“„Par.] Quellwärme 7,39 R. Luftwärme.. +. 020 R. + 650 R. + 0,20 R.] Fluswärme 7,09 R. Thaupunkt. 2,40 R. 0,00 R. 3,1 ° R.] Bodenwärme 7,39 R. Dunsisattigung 80 vCt. 58 pCt. 74 vCt. Ausdünstung 0,029 Rh. Wetter.. heiter. heiter. heiter. Niederschlag 0. O. O. O. Wärmewechsel + 6 690

Wolkenzug.. O. 3,19. Tagesmittel: 339,00 Par.- +. 2,3 90 R.. + 180 R.. 67 vEt. O.

den, S. 753.

in den für die Preußische

Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten Monarchie bedeutendsten Marktstädten im Monat September 1838, nach einem monatlichen Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

Namen der Etaͤdte. Webze

2. Memel 3. Tilsit

.Rastenburg

welche Thorwaldsen zu uns herüberführte, hat zugleich eine große 10

Anzahl ihm gehörender Kunstschätze mitgebracht, die zum größten Theil für das neue Thorwaldsen⸗Museum bestimmt sind. Eine be⸗ deutende Menge ganz vorzüglicher Oelgemälde ist bereits ausgepackt, desgleichen verschtedene Fresko⸗Malereien, sowohl aus der älteren Ita- Uiänischen Künstler⸗Periode, als aus noch früherer Zeit, sodann viele Bronzen, Terracotten und Hetrurische Vasen. Unter der großen An⸗ sahl von Kupferstichen besindet sich Denon's Werk über Aegypten, Lisconti's Griechische und Römische Alterthümer, Rossini's opere antiche c moderne, Thurmer's Werk über Athen, und ganz ausge⸗ zeichnete Arbeiten von Piranesi, Rapbael Morghen, Lonahi u. A. m. Die wichtigsten mitgebrachten Arbeiten in Marmor sind: A. Sta⸗ nen: Merkur, Hebe, Venus, der Hirtenknabe und eine Portrait⸗ . B. Basreliefs: Alexander’s Triumphzug, die vier Jah⸗ eszeiten, Bachus und Amor, Amor und Psyche, der Centaur und ejanira, der Streit um Achilles Waffen, die drei Grazien, das menschliche Leben, Alexander als er Persepolis verbreunt. C. Eine Ptble von Marmo Cipollino. D. Ein mit Basreliefs verzierter Ka⸗ 8 Da alle diese Gegenstände theilweise noch nicht geordnet sind, Tbe auch dem großen Publikum der Zutritt noch nicht gestattet; vfa waldsen selbst ist indeß eifrig mit deren Aufstellung und Orduung ben häftigt und hat überdies, wie man sagt, noch so viele andere Ar⸗ eiten übernommen, daß er vor Mitte künftigen Sommers Däne⸗

mark wohl nicht wieder verlassen wird.

Vor einiger Zeit wurden hier der Maler M. Norbve und der Müdailleur Christenfen einstimmig als Mitglieder der Akademie der even Künste aufgenommen. Dem Christensen hatte die Akademie dus Probe⸗Arbeit die Ausführung einer Medaille auf die Heimsen⸗ Köngvon Thorwaldsen’'s Kunstwerken aufgetragen. Es ist solche dem vr 5 ganz vorzüglich gelungen; auf der Vorderseite sieht man das u Profil von Thorwaldsen mit der Umschrift: Albertus

8 g. dsen, Sculptor Danus. Rund um ist Alexander’'s Einzug in abylon als umlaufende Frise angebracht. Auf der Kehrseite naht

11. Kulm 2. Thorn

1. Koͤnigsberg...

4. Insterburg... 8

Posen .Bromberg .Fraustadt 4. Rawitsch Kempen

Berlin

3. Kottbus

z. Stettin Stralsund 8. Kolberg

Stolpe

Brandenburg

4. Frankfurt a. d. O. 5. Landsberg a. d.

1. Breslau Gruͤnberg .Glogau .Liegnitz Goͤrlitz .Hirschberg . Schweidnitz

2

S2E21nnt

Neiße

Leobschuͤtz

11. Ratibor

8 Glatz ““

Namen der Stäaͤdte. [Watre Roggen Gerste Hafer

1. Magdeburg.... qEP1

2. Stendaaaa 12 43 In

3. v. 11“ 50 222²2 Nord ausen 1m 2 516⁄12

Teühl⸗ ““ 88./ 7233

Hae . . . . . . . . . . 6811

Muͤnster .. Minden .. Paderborn. Dortmund.

1 2

/5SIS2SSn:

A

.Elberfeld ... Duͤsseldorf Krefeld Kleve .Achen Malmedy Trier

10. Saarbruͤck 11. Kreuznach 12. Simmern 13.

14.

SSISgUES-e 92

Durchschnitts⸗Preise der 12 Preußischen Staͤdte 301% 204112 5 Posenschen Staͤdte 39 ½1¶ [25 % 9 Brandenb. u. Pom⸗ merschen Staͤdte.. 45 11 Schlesischen Staͤdte [5941½2 44* 8 Saͤchsischen Staͤdte [631 112 538 4 Westfaͤl. Staͤdte. . 781[12 52 5/1 14 Rheinischen Staͤdte 175412 54*

11u