1838 / 311 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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nur da, wo meist frisches Fleisch verbraucht wird; das Provinzen, worin ein großer Theil der Bäͤcker und Flei. b 18* 82 8* 119 % 6“ 8,9 4 inschlachten von Vorrath um Lohn beschaftigt viel weniger scher auf dem Lande lebt, muͤssen schon deswegen der Zahl nach 8-28 e, eI Iese. v

Haͤnde. Die meisten Baͤcker sollten demnach haben die wohl⸗ mehr Bäcker und Fleischer haben, weil das Gewerbe daselbst

habendsten, die fabrikreichsten und die holzaͤrmsten Provinzen: mehr im Kleinen getrieben wird: auf der groͤßern Jahl der . 2 die meisten Fleischer aber diejenigen Landestheile, worin bei] Landhandwerker beruͤht es daher wohl mit, daß die Pre vinzen *

groͤßrer Wohlhabenheit doch weniger Vorrath in den Haushal⸗ Schlesten, Sachsen, Westfalen und Rheinprovinz auf edes EEE1“ 8 . b Hunderttausend ihrer Einwohner durchschnittlich mehr EEE11ö 12 1 ¼ 8 Fleischer haben, als die Provinzen Brandenburg, . EE“ Ee⸗

die Provinz Posen Einwohner 1,169,70bu 8 darunter waren Baͤck 8 Meister

Gehuͤlfen ra

uͤberhaupt Baͤcker

Fleischer Mieister Gehuͤlfen uͤberhaupt Fleischer die uͤber⸗ haupt Einwohner

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tungen eingeschlachtet wird; vieles haͤngt doch auch ab 22*1ꝙ „Preußen und Posen; aber der verschiedne Grax. 224

von der Vertheilung der Baͤcker und Fleischer auf Stadt *—”

Land. Es wohnten namentlich Bäͤcker mit Einsch!⸗ der Wohlhabenheit, und der Unterschied zwischen Natural⸗ und Geldwirthschaft sind auch hier gewiß sehr wirksam gewor⸗

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in den auf dem

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darunter waren Baͤcker Meister Gehuͤlfen

uͤberhaupt Baͤcker Fleischer

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läüberhaupt Fleischer 8. deie Provinz Pommern uͤberhaupt Eiihnwohner dSdarunter waren Baͤcker Meister

Gehuͤlfen

uͤberhaupt Baͤcker Fleischer Ühghaee... Gehuͤlfen..

öäüberhaupt Fleischer 8 die Provinz Schlesien uͤberhaupt Eiijhnwohner

darunter waren Baͤcker

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uͤberhaupt Baͤcker Fleischer Mieeister Sehuͤlfen... 1 üͤberhaupt Fleische..... dle ronee Sachsen uͤberhaupt

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Einwohner.. darunter waren Baͤcker

Meister

Gehuͤlfen

uͤberhaupt Baͤcker Fleischer Meister Gehuͤlfen ...

uͤberhaupt Fleischer ddie Provinz Westfalen uͤberhaupt Eiinwohner darunter waren Baͤcker Gehuͤlfen überhaupt Baͤcker Fleischer Meister Gehuͤlfen

uͤberhaupt Fleischer die Rhein⸗Provinz uͤberhaupt Einhwohner.

2,473,723 dearunter waren Baͤcker

uͤberhaupt Baͤcker

Fleischer

8b Meister Gehuͤlfen...

uͤberhaupt Fleischer Ueberfichtlich zusammengestellt befanden sich demnach hunderttausend Einwohnern durchschnittlich

in den Provinzen „Baͤcker

8

WMestfalen 8 Rhein⸗Provinz 1“ e.“ Bei groͤßerer Wohlhabenheit wird mehr feines Brod und Gebeaͤck aus Weizen verbraucht, und schon dadurch eine groͤßere Anzahl von Baͤckern nothwendig. Wo das Brennmaterial theu⸗ ver ist, wird auch wohl selten in eigenen Oefen gebacken. Wo ageloͤhner woͤchentlich mit baarem Gelde gelohnt wird, kauft er in der Regel sein Brod vom Bäcker: wo Drescher⸗

maaß und Naturalien uͤberhaupt als Lohn gegeben werden,

muß auch der Aermste selbst backen, oder doch wenigstens eignen Teig verbacken lassen. Der Fleischverbrauch waͤchst auch mit der Wohlhabenheit: aber er vermehrt die Zahl der Fleischer er⸗

in den Provinzen Preußen Posen Brandenburg Pommern

Staͤdten Lande 1900 201 3386 655 1546 199 2424 357 2894 1425

Westfalen 22 97 1785 Rheinprovinz 4552 4304 und Fleischer mit Einschluß der Gehuͤlfen I1“*“ 458 Posen

1704 183 Brandenburg 2620 ommern 885 chlesien 2679 Sachsen. . 2323 Westfalen... 1071 Rheinprovinz. 2608 Schlesien ist hiernach die einzige Provinz, welche mehr, und zwar bedeutend mehr Baͤcker und Fleischer auf dem Lande hat, als in den Städten: naͤmlich beinahe auf zwei Stadt⸗ baͤcker drei Landbaͤcker, und auf neun Steadtfleischer eilf Landfleischer. Am naͤchsten kommt ihr hierin noch die Rhein⸗ provinz; auf diese folgt Westfalen, dann Sachsen: diesen folgen Preußen und Brandenburg, und zuletzt Pommern und Posen. Es verhielten sich naͤmlich der Zahl nach mit Einschluß der Ge⸗ huͤlfen die Stadtbaͤcker zu den Landbaͤckern in der Rheinprovinz wie achtzehn zu siebzehn, Provinz Westfalen wie neun zu sieben, Sachsen » zwei zu eins, Preußen » eilf zu drei, Brandenburg» fuͤnf zu eins, Pommern fast wie acht zu eins, Posen nahe wie neunzehn zu zwei; und die Stadtfleischer zu den Landfleischern in der Rheinprovinz wie zehn zu sieben, Provinz Westfalen wie sieben zu vier, 8 Sachsen »„ zwei zu eins, 5 eezehn zu vier,

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F.

randenburgv eilf zu zwei, 82

Posen » neun zu eins, Pommern » eilf zu eins.

Die Provinzen stehen in Bezug auf beide Gewerbe hier in einerlei Reihefolge: nur hat Pommern verhaͤltnißmaͤßig noch weniger Landfleischer als Posen; vermuthlich nur weil hier ein großer Theil des Fleischvorraths aus Gefluͤgel besteht, zu dessen Schlachten man keines Fleischers bedarf.

Schlesien bedarf allerdings vieler Landbaͤcker und Land⸗ schlaͤchter schon deshalb, weil in dieser Provinz durchschnittlich ein groͤßerer Theil der Einwohner auf dem Lande lebt, als ir⸗ gend in einer andern: aber doch reicht dieses bei weitem nicht hin, den großen Unterschied zu erklaͤren, der in dieser Ueberzahl der Landhandwerker gegen andre Landestheile liegt. Die preu⸗ ßische Steuerverfassung vor dem Jahre 1810 duldete Baͤcker und Fleischer auf dem Lande nur als hoͤchst seltne Ausnahmen: aber in Schlesien fand sie schon bei der Besitznahme die Doͤr— fer voll Handwerker, welche nicht daraus entfernt werden konn⸗ ten, weil allzutief begruͤndete Verhaͤltnisse dadurch verletzt worden waͤren. Ohngeachtet der strengen Zunftverfassung und der staͤdtischen Bannmeilen, hatten sich auf den Guͤtern der geistlichen Stifter, der Standesherren und anderer bevor⸗ zugten Grundbesitzer, Handwerker zahlreich angesiedelt, welche gern aufgenommen wurden, wegen des Schutzgeldes, das zu⸗ weilen einen betraͤchtlichen Theil der Gutseinkuͤnfte ausmachte. Merkwuͤrdig bleibt allerdings, daß ein solches Verhaͤltniß nicht in gleichem Maaße in den Laͤndern entstand, welche jetzt die beiden westlichen Provinzen des preußischen Staats ausmachen: die öbö der vormals reichsunmittelbaren geistlichen und weltlichen Grundherren, und die dichte Bewohnung sollten das⸗ selbe doch sehr beguͤnstigt haben. Indessen ist hier immer noch so viel geschehen, daß diese Provinzen noch jetzt naͤchst Schle⸗ sien verhaͤltnißmaͤßig die meisten Landbaͤcker und Landfleischer ha⸗ ben. In der Provinz Sachsen sind wohl nur deshalb verhaͤlt⸗ nißmaͤßig noch etwas weniger Landhandwerker angesiedelt, weil in dieser Provinz ein groͤßrer Theil der Einwohner in den Städten lebt, als in irgend einer andern, Brandenburg mit dem Uebergewichte der Hauptstadt allein, ausgenommen. Die sehr geringe Anzahl der Landhandwerker in der Provinz Po⸗ sen, ist gewissermaaßen nur scheinbar: Ortschaften, welche in andern Provinzen kaum mittelmaͤßige Dorsschaften sein wuͤr⸗ den, haben unter der aͤltern Verfassung dort Stadtrechte ge⸗ wonnen, um Jahrmaͤrkte darin zu halten, und den Absatz der Branntweinbrennereien und Brauereien des Grundherrn da⸗

den. Die Provinzen Schlesien und Sachsen haben auf jedes Hunderttausend 88 durchschnittlich fast die gleiche Zahl von Fleischern, naͤmlich 222 und 220: auch zwischen der

Gleichheit; jene hatte 179, diese 177 Fleischer auf hunderttau⸗ send Einwohner. Es moͤchte jedoch mislich sein, aus einer sol⸗ chen Gleichheit auf einen gleichen Fleischverbrauch zu schließen. Noch weniger Gewicht duͤrfte auf das Verhaͤltniß der Zahl der Baͤcker zu der Zahl der Fleischer zu legen sein. Schlesien hat beide Handwerker sehr nahe in gleicher Anzahl: die Rhein⸗ provinz hat dagegen nur halb so viel Fleischer als Baͤcker, und in der Provinz Westfalen befinden sich sogar gegen siebzehn Baͤcker nur sieben Fleischer: daraus kann aber wohl nicht ge⸗ folgert werden wollen, daß der Brodverbrauch zu dem Fletsch⸗ verbrauche sich in diesen Provinzen auf aͤhnliche Weise verhalte. Die bloßen Zahlen reichen hier nicht aus, wo so sehr Vieles nicht blos von der Zahl der Gewerbtreibenden, sondern auch von dem Umfange ihres Geschaͤftes abhaͤngt. (Fortsetzung folgt.)

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Denkschriften und Briefe zur Charakteristik der Welt und Literatur. Zweiter Band. Berlin 1838.

In Nr. 183 der St. Ztg. befindet sich die Anzeige des ersten

Theiles dieses Werkes, wo wir uns bereits im Allgemeinen über das⸗ selbe ausgesprochen haben, daher uns hier bei seiner Forisetzung nur übrig bleibt, Einiges von dem Inhalt hervorzuheben und zu bemer⸗ ken, daß er sich in der Mannigfaltigkeit und dem Interesse dem er⸗ sten Theile im Ganzen gleichstellt. In der ersten Hälfte finden wir bier Briefe von 22 wve wie von dem Könige Karl XIV. von Schweden an den Grafen von Walmoden, 1813; vom Grafen von Schlabrendorf; von Fr. A. Wolf; von Schleiermacherz vom Für⸗ sten von Hobenzollern, Fürstbischof von Ermeland, wo es sich von dem Uebertritt Raphael Bock's zur katholischen Kirche bandelt. Ein Brief des Papstes Leo XII. vom Jahre 1825 eine Danksagung für ein vom Herausgeber (Dr. Dorow) ihm übersandtes Werk dem der Bericht rvon einer Audienz des Letzteren bei dem Kirchenfürsten an⸗ geschlossen ist. Die Aenßerungen des Papstes zeugen von seinen ver⸗ öhnlichen und toleranten Gesinnungen, so wie von den anerkennen⸗ den gegen Preußen und gegen die Person des Königs. Fer⸗ ner wollen wir noch erwähnen die Briefe von Fr. von Gentz, die Lebensverhältnisse aus seiner Jugend berühren; von P. Al. Wolff, in welchen die Bescheidenheit und der Eifer des dramatischen Künst⸗ lers, auch in seiner Glanz⸗Periode noch Belehrungen anzunehmen und sich stets fortzubilden, einen erfreulichen Eindruck machen. Ein Brief Ludwig Robert's erzählt anziehend die Hinrichtung Sand'’s. Fer⸗ ner enthalten mannigfach interessante Notizen die Briefe von Kah⸗ nemann, Hackert, Wieland u. A. 8 Die zweite Hälfte bietet uns Denkschriften, Briefe, Depeschen und diplomatische Noten aus der Französischen Revolution von 1792 bis 1799, von Franzosen und natürlich sämmtlich in Französtscher Sprache. Man wird durch sie lebendig in jene Zeit versetzt; bald in das Innere, in die unselige Schreckenszeit, und bald in das Feldlager. Den Schluß macht ein kurzer Brief vom „General Bonaparte“ an Myvot vom Jahre 1796. Die übrigen Stücke rühren her von Bon⸗ nier d'Arco, Boulland, Calon, Dumont, Guiot, Labadie, Lacombe, Rivaud, Rühl, Sotin. Deren Inhalt anzugeben, ist in der Kürze nicht möͤglich, und zudem beruht das Haupt⸗Interesse auf der Form, dem Tone und den Gesinnungen, was nur durch die Lektüre des Gan⸗ zen befpiedigt werden kann. a.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 2. November. Niederl. wirkl. Schuld 531 5/16. 5 % do. 101 ½. Kanz. Bill. 243⁄1 6. 5 % Span. 18 ¼. Passive 4. Ausg. Sch. —. Zinsl. —. Preuss. Pram.-Sch. 121 ¼. Poln. —. Oesterr. Met. 103 ¾l. Antwerpea, 1. November. Zinsl. —. Neue Anl. 18. G. Hamburg, 5. November. Bank-Actien 1452. 1429. Engl. Russ. 108 ⁄½.

3 % —. Neue Anl. —. 3 London, 2. November.

Cons. 3 % 93 ⁄1. Belg. 101 ½2. Neue Anl. 17 ½. Passive 3 ⅛. Ausg. Sch. 7 ⅜l. 2¹/½ % oll. 53 ¾. 5 % 100 ¼4. 5 % Port. 31 ¾. do. 3 % 20 ⁄1. Engl. Russ. 111 ½. Bras. 78 ¼. Columb. 25. Mex. 23. Peru 18. Chili 26. 8 ö“

Paris, 2. November. 5 % Rente fin cour. 109. 95. 3 % fin cour. 81. 65. 5 % Nea au compt. 101. 45. 5 % Span. Rente 18 ½¼. Passive —. 3 %

Portug. 20 ¼₰2.

5 % Port. —. do.

Koͤnigliche Schauspiele. Donnerstag, 8. Nov. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Onkel und Nichte, Lustpiel in 5 Abth., von Charlotte

Birch⸗Pfeiffer.

steg, igzstaͤdtischet Theater. Donnerstag, 8. Nov. Der Verschwender. Original⸗Zau⸗ ber⸗Maͤhrchen in 3 Akten, von F. Raimund. Musik vom Kapell⸗ meister Konradin Kreutzer. (Herr Gruͤhn: Julius v. Flottwill.)

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel. 16“

durch zu foͤrdern.

Zedruckt bei A. W. Hayn.

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LEWIW“ Bekanntmachungen.

Bekanntmachung. Indem wir den geehrten Mitgliedern 2 hiesigen Versicherungs-Vereine hierdurch bekannt machen, dass für das abgelaufene Semester an Hagelschaden - Vergütigungen = 34,122 Thlr. 22 sgr. 7 pf. an Mobiliar. Brand- Vergütigungen =23,475 Thlr. 1sgr. pf., 2 müssen, zu welchem Zwecke wir eute einen Beitrag von m 9 sgr. pf. pro Cent zur Hagel-Kasse und von = 2sͤgr. 2 pf. pro Cent zur Feuer-Kasse ausgeschrieben haben, ersuchen wir dieselben gleich- zeitig, mit Bezug auf Abschnitt II. Tit. V. des Sta. tuts, um dessen pünktlichste Einzahlung

und verbinden damit die Anrei ge JFol. nreige, dafs der gegen-

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A ist so eben erschi

iner Anzeiger fuͤr

der Hagelschaden- Versicherungs- Gesellschaft = 10,575,875 Thlr. und der Mobiliar-Brand-Versicherungs-Gesellschaft 8 = 33,455,925 Thlr. beträgt. Schwedt, den A4. Oktober 1838. Haupt-Direction der Hagelschaden- und Mobiliar. Brand- Versicherungs- Gesellschaft. C. F. Saenger. Meyer. v.

Literarische Anzeigen. .Die vierte vermehrte Auflage des Handbuchs der Französischen und Deutschen

Conversations⸗S

von Ed. Coursier,

mit einer Einleitung vom Herausgeber des Europa, ugnst Lewald,

enen. Die erste Auflage erschien vor

öller. v. Winterfeld. Stuttgart, im Herbst 1838. Su haben bei

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prache

Breite Strasse No. 8, zu haben:

Buchhandlung von Paul Reff. W. Logier in Berlin, Friedrichsstraße Nr. 161. Bei P. Mechetti qm. Carlo in Wien ist so eben erschienen und bei T. Trautwein in Berlin, Iinden No. 30.

Lanner, J., Frohsinns- Scepter.

1“

die Preußischen Staaten.

drei Jahren. In mehr als 10,000 Phrasen enthaͤlt dieses anerkannt vorzügliche, von Jedem, der Franzö⸗ sisch treibt, mit augenscheinlichem Erfolg benutzie Werk alle im gewöhnlichen Leben nothwendigen Redensarten und Idiotismen der beiden Sprachen. Obschon der Preis von 22 sgr für das 450 Druckseiten enthaltende Werk schr billig ist, haben wir dennoch jede Buch⸗ handlung in Stand gesetzt, den Schul⸗Anstalten, welche es einführen, noch besondere Vortheile zu gestatten.

1318 Werk 15 sgr. Für 4 Hände 20 sgr. Für Violine und Pianoforte 15 sgr. Für 3 Violinen und Bass 20 sgr. Für Guitarre 10 sgr. Für Flöte 5 sgr. Für das ganze Orchester 2 Thlr.

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Rheinprovinz und der Provinz Brandenburg besteht eine solche—

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Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Polizei⸗Sergeanten Johann Oehlmann zu Stolpe das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Medizinal⸗Rath Dr. Gusch zum Regierungs⸗Medizinal⸗Rath bei der Regierung zu Nünster zu ernennen und die diesfalls ausgefertigte Bestallung Alerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Medizinal⸗Assessor Dr. Tourtual zum Medizinal⸗Rath und Mitgliede des Medizi⸗ al⸗Kollegiums zu Muͤnster zu ernennen und die fuͤr denselben ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.

Bei der diesjaͤhrigen Preis⸗Bewerbung der Zoͤglinge des Koͤniglichen Gewerbe⸗Instituts wurden folgende Preise zuerkannt: I. Die silberne Denkmuͤnze oder der erste Preis dem H. Thomée aus Altena, Regierungs⸗Bezirks Arns⸗ berg, sowohl in der Statik und Mechanik, als in der beschreibenden Geometrie und im freien Handzeichnen, dem A. Scheeffer aus Berlin, in der Physik und Chemie, dem A. Fromholz aus Stettin, im Maschinenzeichnen. II. Die eherne Denkmuͤnze oder der zweite Preis em E. Mierau aus Hohenstein, Regierungs⸗Bezirks Dan⸗ zig, sowohl in der Geometrie als im Maschinenzeichnen, dem O. Gerstmann aus Glatz, in der Phosik und Chemie, dem W.e⸗ Gersdorff aus Marienburg, im freien Hand⸗ eichnen. Beelin, am 7. November 1838. Beuth.

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Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der bten Kavallerie-Brigade, von Kurssel, nach Frankfurt a. d. O. E“ 8 53 Se.

Zeitungs⸗Nachrichten.

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Paris, 3. Nov. Durch eine Koͤnigliche Verordnung vom gestigen Tage wird das Wahl⸗Kollegium des Departements

her Ost⸗Pyrenaͤen auf den 1. Dezember in Prades zusammen⸗ erufen, um an die Stelle des zum General⸗Prokuratur in Kol⸗ ar ernannten Herrn Pares einen neuen Deputirten zu waͤhlen.

Die Quotidienne laͤßt dem Grafen Molé, in Betreff er Reise der Prinzessin von Beira, noch immer keine Ruhe nd behauptet jetzt sogar, daß der Franzoͤsische Botschafter in Pien foͤrmlich das Versprechen gegeben habe, daß der Durch⸗ ise durch Frankreich kein Hinderniß in den Weg gelegt wer⸗ n wuͤrde. Außerdem meldet das legitimistische Blatt, daß ie Prinzessin von Beira 2 Millionen Fr. in guten Wechseln, Gold und in Diamanten bei sich gehabt habe.

Gestern fruͤh ist ein Agent der Mexikanischen Regierung it wichtigen Depeschen fuͤr das Kabinet der Tuilerieen in Pa⸗ s eingetroffen. Man glaubt, daß er der Ueberbringer neuer

Porschläge von Seiten des Praͤsidenten Rosas ist. Man bricht von einer Geldentschaͤdigung und von einem Handels⸗ raktat, durch den die Franzosen mit den beguͤnstigtsten Nationen f gleichen Fuß gestellt werden sollen. Es heißt, das Franzoͤ⸗ sche Kabinet werde einen Agenten absenden, der mit der Mexi⸗ anischen Regierung in Unterhandlung treten solle.

Der Temps ist auf kuͤnftigen Mittwoch vor Gericht gela⸗ n worden, um uͤber einen Artikel Rechenschaft zu geben, der

8 seinem Blatte vom 27sten v. M. stand. Er wird beschuldigt, nen ungetreuen und beleidigenden Bericht uͤber die Debatten

dem Prozeß der Herren Perier Soͤhne gegen verschiedene ournale abgestattet zu haben.

Es ist in der hiesigen finanziellen Welt seit einigen Tagen as Geruͤcht verbreitet, daß einer der ersten Banquiers und apitalisten Europa's und der Welt bereits seit vier Monaten gonnen habe, die Geschaͤfte seines Hauses zu liquidiren. diese Liquidation duͤrfte schwerlich vor 4 bis 5 Jahren been⸗ gt werden koͤnnen.

akt, den Herr Victor Hugo feürzlich mit einem hiesigen Buch⸗ ͤndler abgeschlossen hat, un- wonach er demselben auf 10

hahre das Verlagsrecht fuͤr alle seine fruͤheren Werke giebt;

id sich verpflichtet, in dieser Zeit drei neue zu schreiben. Nach blauf der 10 Jahre wird Herr Hugo wieder Eigenthuͤmer iner Werke. Fuͤr diese Cession erhaͤlt er die Summe von 90,000 Fr., von denen ein Drittel gleich und der Rest nach Jahren ezahlt wird.

as Journal des Doébats enthaͤlt heute, 85b irgend nes politischen Raisonnements, einen langen Auszug aus

nem Artikel, den Herr Guizot in die „Revue francaise“ hat

nruͤcken lassen, betitelt: „Ueber den Zustand der Seelen.“ Die medizinische Abtheilung der Akademie hat, aufgefor⸗ rt von dem Minister des öͤffentlichen Unterrichts, ein Comité nannt, um die Nothwendigkeit der Erneuerung der Pocken⸗ mpfung zu gewissen Perioden zu untersuchen. Die in der politischen Welt herrschende Stille druͤckt schwer fdie ungluͤcklichen Zeitungsschreiber, die ihre Kolumnen fuͤl⸗ In muͤssen, es mag nun Neuigkeiten geben oder nicht. Dieser ebieterischen Nothwendigkeit ist auch wohl der nachstehende ürtikel, den der National seinen Lesern auftischt, zuzuschrei⸗ en: „Der Besitz der Proscenien⸗Logen in dem Italiänischen heater duͤrfte leicht eine Staats⸗Angelegenheit werden, indem breinen Streit zwischen dem Minister des Innern und dem oß⸗Referendar der Pairs⸗Kammer veranlaßt hat. Die aristo⸗

8 ⸗— 8

kratischen Salons sollen sich lebhaft mit diesem Streite beschaͤf⸗ tigen, der daraus entsprungen ist, daß der Minister des Innern die Proscenien⸗Logen auf der rechten Seite, die bis jetzt der Herzog von Decazes inne hatte, sich ohne weiteres angeeignet hat. ergebens soll der Graf Molé seine Vermittelung in die⸗

ser wichtigen Frage angeboten haben, und man ist nicht ohne

Besorgniß, daß die parlamentarische Majoritaͤt in der Pairs⸗ Kammer durch diesen Vorfall geschwächt werden duͤrfte.

Das Journal du Commerce wirft in seinem neuesten Blatte dem Minister des Innern abermals einen Akt der Will⸗ kuͤr vor. „Seit langer Zeit“, sagt dasselbe, „war die Rede von dem Ausscheiden des Direktors der Taubstummen⸗Anstalt. Wenn es ein Amt giebt, welches durch seine Natur und, wir wagen es zu sagen, durch seine wahrhafte Heiligkeit, von den Einfluͤssen der Politik und des Favoritismus nicht leiden darf, wenn es ein Amt giebt, bei dem man nur auf die Waͤrme des Herzens, auf eine besondere Faͤhigkeit, auf Eifer und drnan. rung Ruͤcksicht nehmen muß, so ist es sicherlich das des Nach⸗ des Abbé de l'Epée. Nun fand sich aber im 12ten Be⸗ zirk ein ehrenwerther Beamter, der wenig Vermoͤgen hat und dem man eine bessere Stellung zu verschaffen wuͤnschte. Dieser Beamte verdiente jedes Wohlwollen, und in dieser Beziehung haͤtten wir dem Minister nur Lobspruͤche zu ertheilen. Herr Delanneau, warum sollten wir ihn nicht nennen, da wir persoͤnlich durchaus nichts gegen ihn haben, Herr Delanneau, ein ausgezeichneter Geschäͤftsmann, war zu jedem Amte geeignet, ein einziges vielleicht ausgenommen, und gerade zu diesem ein⸗ zigen hat Herr von Montalivet ihn bestimmt. Ausschließlich von Beweggruͤnden der politischen Konvenienz geleitet, beschloß der Minister, dem Herrn Delanneau die Direction des Taub⸗ stummen⸗Instituts zu uͤbertragen. Das Unternehmen war schwierig, denn die Statuten des Instituts schreiben vor, auf welche Weise bei der Ernennung des Direktors zu Werke ge⸗ gangen werden muß. Der Administrations⸗Rath, aus lauter ehrenwerthen und ausgezeichneten Maͤnnern zusammengesetzt, muß eine Liste von drei Kandidaten vorlegen, unter denen der Minister zu waͤhlen hat. Aber wie sollte man es anfangen, einen Mann auf diese Liste zu bringen, der sich in seinem gan⸗ zen Leben nicht mit Taubstummen⸗Unterricht beschäftigt hatte, und dem es ganz unmoͤglich ist, sich den Zoͤglingen, die man ihm anvertraut, verstandlich zu machen. Herr von Montalivet, diese Schwierigkeit voraussebend, fand es ganz einfach, sich uͤber jede Formalitaͤt hinwegzusetzen. Man hielt die Entlassung des vori⸗ gen Direktors und die Ernennung des neuen bis zum Tage vor der Installation geheim. Die Administratoren, die Pro⸗ fessoren, die Beamten des Instituts wurden nur durch die Jour⸗ nale von diesem Akt der Autoritaͤt in Kenntniß gesetzt, und man beeilte die Installation, um jede weitere Berathung des Ver⸗ waltungs⸗Rathes unmöglich zu machen. Die Mitglieder des Conseils wohnten der Feierlichkeit nicht bei, und wenn das „Journal des Débats“ das Gegentheil behauptet, so fuͤgt es nur einer Ungesetzlichkeit noch eine Unwahrheit hinzu.“

den Großbritanien und Irland. Lvondon, 2. Nov. Die Geruͤchte uͤber eine andere Be⸗

V setzung einiger Stellen im Ministerium erhalten sich noch im⸗

mer. Man behauptet allgemein, daß dem Herzoge von Rich⸗ mond und dem Grafen Spencer Antraͤge gemacht worden seyen, daß aber Beide eine abschlaͤgige Antwort ertheilt haͤtten. Auch glaubt man kaum, daß der Marquis von Normanby sich bewe⸗ en lassen werde, an die Stelle Lord Durham's als General⸗ Penbhenene nach Kanada zu gehen, obgleich Lord Melbourne dies sehr wuͤnschen soll. Zum Gouverneur der Bermudas⸗ Inseln, nach welchen bekanntlich die Kanadischen Insurrec⸗ tions⸗Haäͤupter von Lord Durham verbannt worden sind, ist, wie die heutige Hof⸗Zeitung meldet, der Oberst⸗Lieute⸗ nant William Reid, einer der Brigade⸗Generale der ehema⸗ ligen Britischen Legion in Spanien, ernannt worden. Ein fuͤr die Regierung sehr unangenehmes Ereigniß ist es, daß das neue nach New⸗ York bestimmte Dampfboot „Liverpool“ sich durch heftige Stuͤrme genoͤthigt gesehen hat, nach Cork zuruͤck

zukehren, nachdem es fast den dritten Theil seiner Fahrt schon Mit diesem Schiffe waren naͤmlich die De⸗

zuruͤckgelegt hatte. peschen an Lord Durham abgefertigt worden, in denen die Re⸗

gierung ihn ersucht, seinen Aufenthalt in Kanada wenigstens noch einige Zeit zu verlaͤngern. vielleicht erst an ihrem Bestimmungsort eintreffen, wenn Lord B schon von dort abgereist seyn wird.

In der literarischen Welt spricht man viel von einem Kon⸗

Diese Depeschen duͤrften nun

ach langem Schwanken soll das Ministerium endlich be⸗ schlossen haben, nicht, wie es gestern noch hieß, Sir H. Ellis, sondern den fruͤheren Praͤsidenten der Ostindischen Compagnie,

Sir John Carnac, an die Stelle des verstorbenen Sir R. „Grant zum Gouverneur von Bombay zu ernennen. Die ener⸗ gischen Maßregeln Lord Auckland's, des General⸗Gouverneurs von Ostindien, haben bei dem hiesigen Handelsstande große

Billigung gefunden, und die Offiziere freuen sich uͤber die Aus⸗ sichten auf Befoͤrderung, die der Feldzug in Asien ihnen darbie⸗ ten duͤrfte. Uebrigens glaubt man, vaß in Folge der in Ostin⸗ dien und Iran sich vorbereitenden Ereignisse eine Vermehrung der Britischen Land⸗ und Seemacht unumgaͤnglich seyn werde, da die Truppen in Ostindien der Verstaͤrkung beduͤrfen, die wenigen Regimenter aber, die sich in England besinden, kaum ausreichen, um hier den noͤthigen Garnisons⸗Dienst zu versehen, und aus Kanada bei den jetzigen Verhaͤlt⸗ nissen auch keine Truppen zuruͤckgezogen werden koͤnnen. Nach Berichten aus Agra vom 23. August hat ein vom 183sten des⸗ selben Monats aus Simla datirter Tagesbefehl bereits die Of⸗ fiziere designirt, welche die von Schach Sudschach zu werbenden Truppen befehligen sollen, und durch einen anderen von 14ten datirten Tagesbefehl ist eine Verfuͤgung des General⸗Gouver⸗ neurs publizirt werden, der zufolge alle Regimenter eingeborner Infanterie in der Praͤsidentschaft Bengalen um einen Sergeanten, einen Korporal und 10 Gemeine fuͤr jede Compagnie verstaͤrkt werden sollen.

Prinz Georg von Cambridge wird sich, wie man vernimmt, ein Vierteljahr in Gibraltar aufhalten.

Die Gemahlin des Ministers des Innern, Lord John Russel, ist gestern in ihrem Zisten Lebensjahre an den Folgen der Entbindung gestorben.

Louis Rapoleon hat durch seinen Adjutanten, Herrn von Persigny, den Premier⸗Minister Lord Melbourne seinen Dank 85 die Freundlichkeit ausdruͤcken lassen, welche die Britische

egierung bei seinen Angelegenheiten in der Schweiz gegen ihn gezeigt habe.

Ueber den Handels⸗Traktat zwischen England und Oester⸗ reich bemerkt die Morning Post: „Einige Personen scheinen an neue Uebereinkuͤnfte zu glauben, welche zum Zweck hätten, die Freiheit des Verkehrs zwischen dem Schwarzen und dem Mittellaͤndischen Meer wiederherzustellen. Wir sehen aber nicht ein, wozu man sich damit beschaͤftigen sollte, einen Verkehr wiederherzustellen, der fuͤr die Handelsfahrzeuge, nach den Sti⸗ pulationen des Traktats von Adrianopel, schon besteht; denn nach diesem Traktat ist die Fahrt durch den Bosporus fuͤr den Handel derjenigen Nationen offen, die mit der Pforte nicht im Kriege begriffen sind. Was die feindlichen Absichten

egen Rußland anbelangt, welche zwei oder drei Franzoͤsische

Büͤrter in dem Handels⸗Traktat zu entdecken geglaubt haben, so kann man nur laͤcheln, wenn man die Artikel liest, aus de⸗ nen sie diesen Gedanken herleiten. So lange es Friede bleibt, wird Rußland sich durch den neuen Traktat nicht beeintraͤchtigt finden; sobald aber Rußland mit einer der beiden Maͤchte in Krieg geriethe, wuͤrde es mit vollkkommener Freiheit uͤber alle die Mittel verfuͤgen, die ihm zu Gebote stehen, um den Han⸗ dels⸗Verhaͤltnissen Oesterreichs und Englands Hindernisse in den Weg zu legen. Die festen Punkte, welche Rußland an der Donau innehat, und das durch den Traktat von Unkiar⸗Ske⸗ lessi ihm zugesicherte Vorrecht, die Meerenge der Dardanellen jedem fremden Kriegsschiffe zu verschließen, sind eben so viel Sicherstellungen fuͤr Rußland gegen die Folgen des kuͤrzlich zwischen Oesterreich und England abgeschlossenen Handels⸗Ver⸗ trages.

Kuͤrzlich kamen in einer Kohlengrube bei Whitehaven wie⸗ der 40 Arbeiter durch eine Gas⸗Explosion ums Leben.

In der City fand kuͤrzlich eine Versammlung statt, um die Nothwendigheit der Colonisation der kuͤrzlich von der Englischen⸗ Regierung in Besitz genommenen Falklands⸗Inseln in Erwaͤ⸗ gung zu ziehen. Ein Schreiben des Kolonial⸗Ministers giebt die Bedingungen an, unter welchen er einer sich zu diesem Zweck bildenden Gesellschaft einen Freibrief verleihen wollte.

Nach Berichten aus New⸗York sollen die letzten Unruhen auf der Insel Puerto⸗Rico durch die despotischen Maß⸗ regeln des nicht sehr beliebten Gouverneurs Lopez Banos erregt worden seyn, als derselbe die von den Spanischen Cortes de⸗ kretirte Kriegs⸗Contribution eintreiben wollte, die angeblich fuͤr Puerto⸗Rico doppelt so viel betraͤgt, als die ganze Masse des auf der Insel im Umlauf befindlichen Geldes. Auf die Vor⸗ stellungen, welche die einberufenen Deputirten gegen diese Con⸗ tribution machten, soll der Gouverneur geantwortet haben, man habe sie nicht zusammenberufen, um die Schwierigkeiten aus⸗ einanderzusetzen, welche die Erhebung der Contribution verur⸗ sachen koͤnnte, sondern um die ausgeschriebene Summe herbet⸗ zuschaffen. ord⸗Amerikanische Blaͤtter deuten darauf hin, daß die Erhaltung der Insel Cuba und Puerto⸗Rico fuͤr Spanien immer unsicherer werde, und sie warnen daher vor Spanischen Obligationen, die auf diese Besitzungen ausgestellt sind.

Den neuesten Nachrichten aus Guatimala vom 27. Juli zufolge, hatte der National⸗Kongreß seine Session in San Sal⸗ vador geschlossen. Auf den Vorschlag des derzeitigen Chefs des Staates, Don Mariano Rivero Paz, hatten die zeseßgebende Versammlung und der Staats⸗Rath eine allgemeine Amnestie fuͤr alle politischen Verbrecher, vom Tage der Unabhaͤngigkeit ab, einstimmig bewilligt. Der Ey⸗Praͤsident Arce, Don Ma⸗ riano Arecinena und andere Verbannte, koͤnnen daher in ihr Vaterland zuruͤckkehren. Am 1. November wird ein Konvent zusammentreten, um eine neue Constitution fuͤr den Staat zu entwerfen, welche, bevor sie Landes⸗Gesetz wird, dem Volke zur Bestaͤtigung vorgelegt werden soll. Carrera's Empoͤrung war fast vollstaͤndig unterdruͤckt.

Das Schiff „Thomas Lowry“, Capitain Bulley, am 29sten v. M. von Canton in Dover angekommen, hat die schnellste Reise gemacht, von der man je gehoͤrt. Das Schiff ging naͤm⸗ lich am 6. Juli von Macao ab, passirte die Chinesische See gegen einen schweren Suͤdwest⸗Monsun und ankerte auf der Rhede von Angier in der Sunda⸗Straße am 12. August, segelte folgenden Tages wieder ab und kam nach 41 Tagen, am 283.

September, in St. Helena an; am 24. September wieder von

dort abgehend, kam es nach 84 Tagen in Dover an, mithin von Angier in Allem in 75 Tagen. Eben so ist auch die Hin⸗ fahrt dieses Schiffes merkwuͤrdig. Es war am 17. Januar d. J. mit voller Ladung von Liverpool nach Singapore und China abgegangen, loͤschte am ersteren Platze den groͤßten Theil

der Ladung, nahm neue Ladung nach China wieder ein, loͤschte

dieselbe dort wieder und nahm dann aufs neue seine jetzige Ladung ein; die ganze Hin⸗ und Herreise wurde demnach, un⸗ 99 der ganz widerwaͤrtigen Jahreszeit, in 9 Monaten und 2 Tagen beendet.

Belgien.

Bruͤssel, 3. Nov. Der Koͤnig und die Koͤnigin werden am 6ten d. M. im Schlosse zu Laeken aus Paris zuruͤck er⸗ wartet.

Der Courrier de la Meuse enthäͤlt einen Bericht uͤber die in England immer groͤßer werdende propagandistische Wirk⸗ samkeit der Herrn George Spencer und Phillipps, von denen der Erstere ein Bruder des Lord Spencer ist, im Jahr 1830 zur katholischen Konfession uͤbertrat und am 25. Mai 1832 zu Rom die Weihen als Priester erhielt. Die Anzahl der in Eng⸗ land lebenden Katholiken soll sich bereits, allerdinas mit Ein⸗

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