1838 / 323 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

hat anderen Leu⸗

8 Ehrentitels beschraͤnken; fle hat ösie dieser Par⸗

uͤndeten halten, wei he Neutralitaͤt beobachten oder ihr noch andere Enttaͤuschungen vorbe⸗ die Majoritaͤt, man kann es nicht zu ihrem Ziel zu gelangen, weder Feinde schonen, wenn sie ihr im Wege wird sie in einer an⸗

* EC 111“ den Umsturz eine ten, die sich fuͤr tei gegenuͤber ei

ihre Verb ne aͤngstlich n Beistand leisten, halten. Diese Partei bildet leugnen; auch wird sie, ihre Freunde, noch ihre In der einen r zum Vors⸗ Ueber die Thron⸗Rede Blatt folgendermaßen: Meinung voͤllig zufrieden Festigkeit und Energie mit nicht weniger die weise die in dieser ho rung verspricht, und Muth die im Angesichte der Verpflichtungen

Gestalt bekaͤmpft, chein kommen.“ außert sich das letztgenannte Thronrede hat die oͤffentliche Wenn die Ausdruͤcke der ruͤßt wurden, so und kluge Zuruͤckhaltung be⸗ Die Regie⸗ it Beharrlichkeit uͤberlassen, Nation und Europa's eingegangenen Die politischen

Leidenschaft izenden Bewegungen anderen Maͤchte sind. n gesucht hat, ver⸗ beauftragten

deren wiede

Enthusiasmus beg

hen Mittheilung herrsch

die Interessen des Landes m zu vertheidigen;

Fragen duͤr⸗

verzichten, eine Herausforderung welche man so sehr zu verbreite mit Unterhandlungen s wenig uͤberlegten Mani⸗ des Staats wußte besser, itte hervorriefen, was es von der gan⸗ wenn schwierige Umstaͤnde eintraͤten. as Staats⸗Oberhaupt, inmitten der staͤrksten Bewegungen, Frittes erkannte; es hat dieselbe Bereich seiner Kraͤfte gefunden. In Bezug und moralischen Interessen ist die Rede densteleend. Tin Gesetzentwurf uͤber die In⸗ ist angekuͤndigt; hat derseide den it der Presse zu unterdruͤcken,

bitterung, die Staͤrke Macht und ordnet sie den groͤßtenthel festationen unter. als diejenigen, welche jene Schr zen Nation zu erwarten h Kein vernuͤnstiger Belgier bei Annahme der Krone, die ganze Wichtigke niemals außer dem auf die materiellen nicht weniger zufrie urten und Diffamationen weck, die uͤbermaͤßige Zuͤgellosigke er uͤberall Beifall finden; ist er dagegen dazu eit der Diskussion zu beschräͤnken und in Belgien die Ausnahme⸗Bestimmungen Angriff auf die Constitution erblik⸗ die richterliche Gewalt, werden eiten bereiten.

Das Oberhaupt

hat vergessen, daß d

it dieses Sch

die Freih in Frankreich uͤblichen so wird man darin einen ken, und die Regierung, wie sich dadurch zahlreiche ehe man die der letzten zwanzi man die

einzufuͤhren,

Man erwaͤge Presse legt; die Geschichte

Hand an die Gefahren es hat, wenn

g Jahre zeigt, welche lusnahmen vervi Gestern nach der Koͤniglichen Sitzung de die unter den Waffen standen, naͤmlich 3 ein Bataillon des 2ten Linien- Re⸗ Guiden, auf dem Schloßplatz

diesem Schauspiel vom

elfaͤltigt.“

filirten saͤmmtliche Truppen, Bataillone des liten, 2 des l0ten und Regiment

giments nebst dem 8 * Die Konigin sah

vor dem Koͤnige. Balken aus zu. Der erste 2 gtage in Fol

Herr Jacquelart, ist am ge eines Schlagftusses mit Tode abgegangen.

Deutschlan

Muüͤnchen, 14. nung, welche an Muͤnchen und Wuͤrzburg erging das Fortbestehen der und entschieden geendet, da die philes der philosephischen Seetio

eibarzt des Koͤnigs,

Durch die neueste Verord⸗ er Universitaͤten e Streit, der uͤber n gefuͤhrt wurde, faktisch sophische Fakultaͤt der Uni⸗ n eines Lyceums setzt waren und sind denn aber die Lyceen, Ursoruͤnglich waren aiversitaͤten ieser Orden nach Deutsch⸗ cziehungs Wesen zu lei⸗ katholischen Suͤd⸗

die philosophischen Fakultaͤten d Loceen in Bayer

versitaͤt ganz gleichgestellt wird. die so sehr in Schutz nichts anders Surrogate der Universttäten. land verpflanzt wurde ten begann, uͤber Deutschland, in Da

genommen werden? Jesuitische U⸗

das ganze E nahm er die Gymnasten im nern und Oesterreich; aber damit s dem Gymnasium trat, nicht an protestanti⸗ ürfte, wußten sie das Hochschulen zu erlangen, niversitäten die meisten gruͤndeten sie die die sie wohl auch Uni⸗

lniversitäͤten geschickt werden Besuches solcher auswartiger an den katholischen

wahrend sie seldst Bald aber

Lehrfaͤcher uͤbdernommen den bischöflichen Sitzen, nannten,

emein geltenden Fakultaten an e Diese Loceen wurden aus zwei Fakultaͤten ge⸗

asophischen und der theolsgischen, besetzt mit Je⸗

ge derselden mit Benediktinern; die scholastisch; tchik, Religions Philossophie,

Phosik einige Experimente, wie

kennt, und Pädagogik;

eschichte gegeben. philosophischen Kursus,

versitäten fruher allg srät bestanden. bildet, de suiten und nach dem Abgan Lehr⸗ Methade Logik, Dialekuk, Metaohnfk, ectwas Mathematik; von der sie fetzt schon in d väter wurde auch Seschichte und e Segenstaͤnde b er aus vier Semestern in jedem Gegenstande eine Pruͤfung bestar werk war wohl an allem die Hauotf widmen wollte, mnuß lich am Sitze des Bischafes war Szesen⸗Unceum baäldets; selten waren mehrere in ein lichen Sprengel, und so traten . solcher Weise tüchtig geschult in das Amt der Se mit dem Anfange dieses Jahrhunderts di ungen überall gesteigert wurden, cch die wenigen Fa an diesen Lyceen in Bagern gelehr 1 des Känigs Maximiltan IL. m ttete die Regierung die uͤbrigen reichlich Fall war, und es wurden sowohl geistli Lehrer, die im Rufse tüchtiger Kenntniße an ziesen Schulen angestellt, namentlich zeichnete sich das in Nünchen aus, wesches 5183 aus die en beiden zhilossophischer ahne die theologischen Lurs⸗ ten Männer berufen, vaterlt und vtel geleistet Im Ganzen moch ungefähr 3 nder 6 bestanden has wurden sie von den Emnen za nicht so zahlreich seyen, nen, ihre Sitten beaufst schreiten zu koͤnnen. ete aber allen Eaceen den Krieg den, nur die Univ domo sprachen. nit maͤgig nur meni vochanden sind, 5a der Theslogte vihmen Unterstützung selten ¶n demfelben die Hawxvtlache var

iner solchen Univer⸗

war beinah: zanz

Mittelschulen

en den ganzen

Wer sich der Theelogie an derselben Anstalt bleatben, da sie g und gewissermaßen

dann die jungen Geistlicher

2298⸗ —4223

Regierun ein, dagegen als früher der

Dahin wurden die ti che Aufsicht üͤber die Juͤnglinge ge ten der lyccen in Bayern noch vorzuͤglich empfehlens verth Iim georitesen, veil die Ttudenten cht üͤbersehen, ihren Fleiß ord⸗ rigen und gegen Fehlende alzbald ein⸗ gielletcht Abelserstandener Eifer küͤa⸗ an, ste sollten alle verschwin⸗ ersitaͤten bestetzen, deren Professoren hier pro dag in Bayern verhaͤlt⸗ 3 fͤr Etudenten 2 STzhne armer Aeltern sich fast imm er angel an der noͤthi⸗

Sie bebachten niche, Erivendien

ben veaen Antversitöt hre Tiudten

und ö5lfcz,

enden wollen:

1328

Lyceen mit tuͤchtigen Maͤnnern besetzt wurden, welche den gesteigerten wissenschaftlichen Forderungen genuͤgen konnten, und

hatte sich ganz verloren. Als nun aber die Provocationen ge⸗ gen die Lyceen immer heftiger wurden, nahmen sich mehrere tuͤchtige Stimmen der Befehrdeten an, der Streit wurde hef⸗ tig; bald reklamirten die Bischoͤfe diese Anstalten als Pflanz⸗ schulen von Theologen; die neuere Zeit gewährte den Bischoͤfen auch wirklich groͤßeren Einfluß auf diese Schulen als fruͤher; dessenungeachtet waren sie in Gefahr, zu verwaisen, da derje⸗ nige Student, der vom Gymnasium an die Universtlaͤt uͤber⸗ trat, hier den philosophischen Kursus in einem Jahre hoͤren konnte und einige Kollegien, die er nicht gehoͤrt hatte, in die Zeit seines Fach⸗Studiums verlegen konnte, waͤhrend am Ly⸗ ceum jeder Student zwei volle Jahre auf den philosophischen Kursus verwenden mußte. An der Universitaͤt war uͤberdies große Freiheit, und so kam es, daß nur Wenige wegen beson⸗ derer Verhaͤltnisse an den Lyceen festgehalten wurden, und sie einzugehen drohten. Die vielen Versuche, welche seit sechzehn Jah⸗ ren im Bayerischen Schulwesen stattfanden, gaben den Lyceen am Ende ein groͤßeres Ansehen als zuvor, auch stieg ihre Zahl und jetzt ist jeder Hochschuͤler verbunden, in einer genau bestimmten Ordnung die philosophischen, mathematischen und dergleichen Lehr⸗Gegen⸗ staͤnde zu hoͤren, daruͤber nach jedem Semester sich pruͤfen zu lassen. Er wird sonst in Allem wie ein Student an einem

Lyvceum betrachtet, so daß keiner eben sehr versucht seyn wird,—

die Universaͤt vorzuziehen, zumal dort wie hier in demselben Geiste gelehrt werden muß. Zu dem Besuche der Vorlesungen uͤber Physik und Chemie ist kein Studirender mehr verpflichtet. Welch ein Unterschied aber zwischen der philosophischen Fakul⸗ taͤt einer Univerfitaͤt und der eines Lyceums sey, wie mannig⸗ fach dort und wie beschraͤnkt hier die Vorlesungen und also die Auellen des Wissens und der Bildung seyn, mag man daraus erkennen, daß im Ganzen nur fuͤnf Lehrer die philosophische Section eines Lyceums bilden. Auffallend ist es, daß die Ver⸗ fuͤgung uͤber den zweijaͤhrigen philosophischen Kursus nicht auch far die Universität Erlangen, sondern bloß fuͤr Muͤnchen und Wuͤrzburg gilt.

Darmstadt, 14. Nov. Heute uͤberbrachten die Deputa⸗ tionen der ersten und zweiten Kammer der Landstaͤnde dem Großherzoge die in den Sitzungen vom 12. und 13. November berathenen und votirten Dank⸗Adressen auf die Thron⸗Rede. Die Adresse der ersten Kammer lautet: 1

Allerdurchlauchtigster Großherzog, Allergnädigster Großherzog und Herr! Mit dem Gefühl echrsurchtsveller und inniger Freude wurden von Ew. Köuigl Hoheit getreuen ersten Kammer der Stände die Aeußerungen landesfürstlicher Gnade und Fürsorge vernommen,

womit Allerhöchstdieselben die Stände Versammlung des Großhersog⸗

thums am Schlusse des vorigen Laundtages entlassen und die leber⸗

zeug 2 8 4 demsselben sehr gefördert worden sev. Nichts hätte darum bei unse⸗

rer dermaligen Wiedervereinigung zu den Stufen des Threnes er⸗-

bebenter und beglückender für uns seyn können, als die erneuerte

Versicherung jeuer buldvollen Gesinnungen und die uns zu Theil ge⸗ wordene Bestaͤrigung, daß die Arbeiten früherer Landtage und die von Allerböchstdenselden in allen Zweigen der Staats⸗Verwaltung an⸗ grordneten Maßregeln, unter dem Schutz äußerer Ruhe, fortwährend mit deu besten Erfolgen gekrönt werden. Wir selbst hatten vielfache Gelegenbeit, uns hiervon zu Überzeugen, und fühlen uns gedrungen, die Huldigungen des Dankes und unserer echrfurchtsvollsten Anerken⸗ nung der uünermüdlichen landesväterlichen Sorgfalt Ew. Königl. Hobeit Allerböchstdenselben alterunterthänigst zu Füßen zu legen. Die wir in den Fortschritten, welche im Vergleiche mit dem Zu⸗

stande nach den Kriegen, das Großherzogthum und seine Verwaltung

gemacht hat, Ex. Könixl. Hobeit erhabenes Verdienst auf’s in⸗ nigste verchren, so ist es zugleich unser sehnlichster Wunsch, daß nichts die Freude trüden möge, womit Allerhöchstdieselben in vͤter⸗ lichem Wohlwelten auf diese Fortschrute hinblicken. Wir bezeigen

Ew. Königl. Hobeit insbesondere unsern ehrfurchtsvollsten Dank sonnen, ihren Einfluß dahin zu benutzen, daß dem erwaͤhnta Skandal so bald als moͤglich ein Ende gemacht werde. Est

für die gesebenen Mittheilungen über die befriedigende Lage der Fi⸗ nanzen und den steigenden Wohlstand des Vaterlandes; wofür uns unverkenndare Merkmale im Hausbalte des Staates sowohl, wie in dem der Gemeinden, verbunden mit dem zunchmenden Flor des Acker⸗ daues und der Gewerbe, als sprechende Beweise von Allerhöchstden⸗ seloen bezeichnet worden sind. Hober noch preisen wir die landesvä⸗ jerliche Wrisheit und Huld, die sich in dem Bestreben beurkundet, die Gesittung des Volkes, insoweit sie von öffentlicher und religlöser Erziebung, überhaupt von der Einwirkung der Regierung abhängt, gleichen Schrut mit dem Wachslhume seines materiellen Wohles hal⸗

ten zu lassen. Segensreiche Erfolge haben diese Bestrebungen, das Gute zu erbalten, das Bessere vorzubereiten und zu verwirklichen, bis

jetzt schon begleitet, und wir zweifeln nicht, daß es auf dem betrete⸗ nen Wege gelmngen werde, das Land einem vollkommen befriedigen⸗ den Zustand entgegenzuführen. Daß Ew. Königliche Hoheit eine solch Aussicht, die sich Allerböchstdenselben, als unserm gnädigsten Regenten, cröffnet, in Worten voll Huld, als „höchst wohlthuend“ bezeichnen, bestätigt von nenem jene allverehrte landesväterliche Ge⸗ sinnung, die gewohnt ist, stets das eigene Glück in dem Glück klller⸗ psdero treuen Volkes zu finden. Auch als Haupt des Großher⸗

Hauses sehen Ew. Königl. Hoheit Ihre Tage gesegnet; und fonnte allgemeiner und herzlicher in sämmtlichen Thetlen des s den freudigsten Anklang erregeg, als die Allerböchstdenselben die Geburt eiges Enkels von Gott beschiedene Frende. Mit rührem Herzen stimmen wir ein in den tiefgefühlten Dank, wel⸗ en Ex. Königliche Hoheit für dieses den Fürsten und Sein Volk bech beglückende Ereigniß der göttlichen Vorsehun darbringen, ind erfleben für das fernere Bohl Ew. Königl. Hoheit und sämmt⸗ er Höchsten Angebobrigen Allerböchstdero Hauses mit Vertrauen

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sichten bder & 3⸗Regierung, die künftige Gesetzzebung des noes vorzube nebmen unsere dankbarste Anerkennung eben sehr in Anspruch, als uns die Versicherung zur Freunde ge⸗ ichte, daß, ungeachtet der kräftigen Mitwirkung der Staatsschul⸗ THlgungsfasse bei Anwendung des Gesetzes über die Ablösung Crundrenten, die Slaatsschuld abermals bedeutend vermindert en se9. Mit freud ger Zereitwilligkeit haben auf dem vortgen btage beide Kammern der Stände die zur Errichtung des evange⸗ n Pred ger⸗Seminars erferberlichen Mittel bewilligt, fest über⸗ gaß eine zwedmaßig eingerichttte Anstalt dieser Art der segen⸗ B. rmtllt der (vanzelischen Geistlichen des Landes die sicherste Bürzgschaft gewähre., Es zereicht uns zur hehen Befrterigunz, den Ervwartungen, welche Ew. Königl. Hohrft, in Ueberecinstimmung mit Büerböchübihren getreuen Sländen, von bieser in das Leben der Kirche tief eingreifenden Anstalt eheht hbaben, nun vollkommen ent⸗ sorochen und drei Institnte in Friedberg vereinigt zu sehen, deren Betehen für Kirche und Schule, im GGeist und auf den Grundlagen unerer geheiligten Neligten, schon zt die besten Fruüͤchte verspricht. —erg be mMitel, welche Ew. Kenizliche Hobest zur Unter⸗ stötzang des öͤfentlichen Unterrichts für nöthig erachten, eine be⸗ denkense Grhözung bdes seltherigen Betrages nicht erheischen, er⸗ scheiat uns um so erfreulicher, ba, nachdem nun auch elne bi vas Realschulen errichtet worben, den Bedürfnissen bes Volks⸗ SHalwefens eine eben fe amfaßenbe als erfelaresche ürsorge gewib- met worktern 18. Wir hegen ben eifeizen Wunsch, daß ber Bau ber

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Tötzben, üöber welche man sich bel bem vorlgen Fandtage vereintgte,; „eiih veresschreiten und auch densenigen begenden bes Lanbes,

Vollständig tbeilen wir die hohe Besricdigung Eow. König

Jgung auszusprechen geruht haben, daß das allgemeine Wohl auf 1 . die Fine h von Bern, nachdem der Einfluß der Gebriͤder

es Almichtigen. Mit lebhaftem Interesse erwarten 1 —. 94 2 1 688,22 weich? uns über diejenigen Tbeile der neuen entschiedene Majoritaͤt. Die Devoristen glauben daraus daen Entcwurf bereits vollendet ist, jetzt und künftig

: eellen. Die seitherigen Bemühungen und bethätigten

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welche sich eines erleichterten Verkehrs seither noch nicht zu erfreue hatten, diese Weohlthat bald zu Theil werden möchte. Der

6,,„ ., br Bi 1 gnädigst angekündigten Vorlage eines Gesetzes über die event die Regierung that hierin sehr Vieles. Der jesuitische Geist Zurüchnahme des Gesetzes der Provinzialstraten sind wir üͤbrigen

fn Unterthänigkeit gewärtig und erkennen hierin mit ehrfurchtsvoll⸗

stem Danke die den Wünschen, welche auf dem vorigen Landtage desfalls geäußert wurden, zu Theil gewordene Berüc schtißuns. .Heh

mit den erfreulichen Ergebnissen, welche aus der Errichtung des 89 werb⸗Vereins bis jetzt schon hervorgegangen sind. Je mehr sich nie

Wirkungen dieses woblthätigen Instituts über alle Theile des dm⸗ des verbreiten, um so sicherer läßt sich erwarten, daß unter den Ge.

werbtreibenden jener Grad von Intelligenz und industrieller Betrieh.

samtkeit werde hervorgerufen werden, welcher erforderlich ist, um nicht

länger hinter denjenigen Machbarstaaten zurückzubleiben, die ung bierin vorangeeilt sind. Was Ew. Königj. Hoheit durch dit ange⸗

ordnete Vermehrung von Gerichtsstellen zur Erleichterung der Recit,

pflege zu verfügen geruht haben, erkennen wir mit dem chrfurchte, vollsten Danke hierdurch an. Zur hohen Freude mußte es ung

reichen, und wir betrachten es nicht minder als einen wichltigen Fen⸗. schritt, daß ecs, nach der uns guädigst eröffneten Ankündigung, e

lungen ist, der entgegengestandenen bedeutenden Hindernisse ungtach⸗ iet, das Münzwesen nicht nur des südlichen Deutschlands auf eine höchst befriedigende Weise durch Staats⸗Verträge zu ordnen, sonden in das Deutsche Münzwesen überhaupt eine größere Einfachhen

und, soweit es die Verhältnisse gestatteten, Einheit zu bringen, künf⸗ iigen Münz⸗Verwirrungen vorzubeugen, besonders aber Jedermang biasichtlich der Ausprögung der Münzen, alle nur zu ercünschenden Garantiectu zu geben. In der Reihe umfassender und großartigar Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs und des Handels, die de Regierung Ew. Königlichen Hoheit so glanzvoll bezeichnen, wird aug dieses den Interessen und Wünschen der Bewohner des Landes ¼ sehr entsprechende Resultat der stattgefundenen Bemühungen künftg eine ruhmwürdige Stelle behaupten. Judem wir schließlich vich

zweiseln, daß die Gegenstände, wesche Ew. Königliche Heheit geruha

werden, uns vorlegen zu lassen, bei dem geringen Umfange derselben ein rasches Vorschreiten der Landtags⸗Arbeiten möglich machen werd fütlen wir uns bei dem Beginnen dieser unserer Versammlung m. demselben Eifer beseelt und von derselben chrfurchtsvollsten Ergeha beit und unbegränzten Anbänglichteit an die geheiligte Person Er Königlichen Hobrit und das gesammte Großherzogliche Haus auß jebhafteste durchdrungen, womit wir noch immer auf den Ruf m seres erbabenen und innigst geltebten Souveralns um Allerhöchf

dessen Thron uns vereinigien, fest entschlossen, in der uns angent

senen Stellung auf der eingeschlagenen Bahn beharrend, zu Alla wirksam zu seyn, was dem Heile des Vaterlandes sörderlich und da landesväterlichen Absichten Ew. Königlichen Hoheit entsprechend sene fann. Geruhen Allerhöchstdieselben den Ausdruck dieser Gefllie und die Gelübde der unverbrüchlichsten Ehrfurcht und Treue huͤde vollst zu genehmigen, womit wir ersterben Ew. Königl. Hoheit ala⸗ unterthänigste treugehorsamste erste Kammer der Stände des Greß⸗

berzogthums. Darmstadt, den 12. Rovember 1838.“ Die Dank⸗

Adlesse der zweiten Kammer werden wir morgen mittheilen.

Schweiz. Bern, 12. Nov. (Hannov. Z.) Wie es scheint, will um

Schnell auf die Leitung der oͤffentlichen Angelegenheiten avfge⸗ hoͤrt hat, eine Maßregel durchfuͤhren, welche zu nehmen dat

Rechtsgefuͤhl der Schweizer schon laͤngst gefordert hat. Le⸗ kanntlich wurde 1832 eine Anzahl von Patriziern und Buͤrgem in Anklagezustand versetzt und des Verbrechens beschuldigt, gegen die Staatsverfassung konspirirt zu haben. Ob nun gleich seither volle sechs Jahre verflossen und ganze Roßlasten Papieres dieset

Prozesses halber verschrieben worden sind, und obgleich die oͤffeme

liche Meinung fort und fort auf die staͤrkste Weise gegen die absicht liche Langsamkeit der Bernschen Justiz sich ausspricht, so ist doch

heute die Sache der Entscheidung noch eben so fern, als sie es 188 war. Es wurde und wird immer noch versichert, daß die vorhin ge

nannten Burgdorser Magnaten vorzugsweise es gewesen seye welche theils aus politischen Gruͤnden, theils aus Rachegefuͤh die Beendigung des Prozesses bis jetzt verhindert haͤtten. W

man jetzt aus Bern vernimmt, waͤre die dortige Regierung ge

in der That hohe Zeit, daß endlich einmal ein solcher Schn gethan werde, und Bern den staͤrksten Vorwurf, den man einen Lande machen kann, von sich abwalze, den Vorwurf naͤmlich die Justiz werde in ihm schlecht administrirt, und Parteigct uͤbe auf dessen Gerichtsgang einen Einfluß aus.

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88 Portugal.

Lissabon, 3. Nov. Da die Chartisten einsehe daß sie durch die Waffen sich nicht der Gewalt bemaͤchtiga koͤnnen, so haben sie jetzt, wenigstens scheinbar, die von D Pedro oktroyirte Karte aufgegeben und sind Vertheidiger de Volks⸗Souverainetaͤt geworden. Kaum war die Verordnung d Betreff der allgemeinen Wahlen erschienen, so traten auch de Klubs ins Leben; allein sie verkannten abermals ihr Interesse, inde sie mit den Devoristen gemeinschaftliche Sache machten, wodurchse natuͤrlich in der öffentlichen Meinung verloren. Die Septembrifea waren getheilt; die vernuͤnftigen Leute von der alten Opposition un

deten die kleine Kohorte der Ordeiros oder Freunde der Ordnungit Minister nennen sich Mitglieder dieser S. Zu den Arsenalise

die ihren Namen von dem Klub des Marine⸗Arsenals ableim aus der Zeit, als Franga Inspektor desselben war, gehoͤren d. diejenigen, welche sich Liberale nennen. Ihre Klubs bilden! Opposition gegen die Chartisten. Die Klubs der Chartistent hielten in den ersten Distrikt⸗Wahlen in den Provinzen

sich allein Vortheil ziehen zu koͤnnen. Die Minister erwache sie wollen Minister bleiben und geben der Nation einen sche⸗ genden Beweis davon, daß das constitutionnelle System in Pmmf tugal nur dem Namen nach besteht. Die Listen der erfea Wahlen werden an verschiedenen Orten mit Gewalt verbramt oder zerstoͤrt und neue Wahlen durch andere, von der Gem

ernannte und beschuͤtzte Waͤhler vorgenommen und fuͤr Lhe erklärt. Eine Folge davon war, daß die Mehrzahl der har tisten nicht wieder gewaͤhlt wurde. In Lissabon ging es!

dem ersten Skrutinium anstaͤndiger her. Mit absoluter Mass rität wurden zu Senatoren erwaͤhlt: der Graf das Antas ein Septembrist, und der Graf Farrobo, ein Chartist, zu De putirten der Finanz⸗Minister, Manuel Antonio de Carvalhe der keiner Partei angehoͤrt, und der Bischof von Coimbra, ecs Chartist. Man schritt jetzt ju den zweiten Wahlen, und di Munizipal⸗Garde der Hauptstadt gab den Ausschlag zu Gun sten der Arsenalisten. Man klagt den zweiten Commandeur der Munizipal’“ Garde an, allein dieser beruft sich oͤffens sich auf seinen Chef. Der Lonseils, Präͤsident koͤnme vielleicht das Raͤthsel loͤsen. Das Resultat her Wahlen ist eis Gemisch der verschiedenen Klubs, Ordetros finden sich sehr we⸗ nige darunter, sie schmeicheln sich indeß damit, den Kern eines

1e, parti zu bilden, der über die beiden anderen Parteien den

Steg erringen wird. Die Cortes sind zum 9. Dezember 9 sammenberusen. Ist man genoͤthigt, sie aufzuloͤsen, so wird zu schoͤnen Auftritten kommen.

8 2 8 * 8 .

Inland.

20. Nov. Auf der Berlin⸗Potsdamer vom öten bis 12ten d. M. 14,801, und vom M. 11,165 Personen ge Als ein besonders

Berlin, bahn sind bis 19ten d. 15. Nov. vom 14. auf den 15. e vorhergegangene b der Winzer vernichtet h nahen Trauben groͤßtent ere Zeitigung

schaͤdliches Ereigniß Oktober zu erwaͤhnen, essere Witterung neu belebten In zener Nacht sind eils so geschreckt worden, lieb und die Beeren zum

ie durch di

haß die fern unterdruͤckt

Theil verfa agm Monat

paͤre, da me er gewesen,

Verungluͤckte. ahrend der Stuͤrme auf Die Zahl der Ertrunkenen hre Boͤte umgeworfen worden sind, bedeutend wenn nicht oft wunderbare Rettungen stattgefun⸗ „B. ein Fischer die Besonnenheit, sein dieses in den Boden des umgeschla⸗ d sich daran so lange

Gumbinnen, 16. Nov. Oktober find u Haf verungluͤckt.

7 Fischer w

b So hatte z

schen⸗Messer zu ziehen, nden Bootes zu stoßen, un fest zu halten, fe herbeikam. *

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üͤber einige besonders erheb⸗ Gewerbsamkeit im preußischen

Reueste Nachrichten enstaͤnde der

Zweiter Artikel.

n Gegenstaͤnde der Gewerbse bereitung des Materials zu derselben, ch das Spinnen geschieht. pinnen ein so leichtes Geschaͤft, daß es mit von Koͤrper⸗ und Geisteskraͤf⸗ fruͤher Kindheit bis in das hoͤchste Lebensalter von und ohne besondern Nachtheil, jeden chen und wieder fortgesetzt werden kann. ganz besonders zur Nebenbeschaͤftigung in

welche bei andern Arbeiten und haͤus⸗ Bei sorgfaͤltiger Benutzung enraäume kann fast in jeder Haushaltung der besonders aber neben dem Betriebe laͤndlicher Ar⸗ Gespinnst gewonnen werden, ohne als die An⸗

Einer der wichtigsten e Weberei nebst der 3 elche mehrent einen ist das nem hoͤchst n von sehr edermann betrieben, ugenblick unterbro g eignet sich daher en Zwischenraͤumen, chen Verrichtungen uͤbrig bleiben.

Im Allge⸗

geringen Aufwande

eser Zwisch sterklassen, eiten eine große Menge drer Aufwand dazu erfordert wuͤrde, s Materials und der sehr einfachen Werkzeuge dazu: rer Hauptbeschaͤftigung, oder amilien⸗Verhaͤltnisses doch unterhalten werden e auch keine Nebenbeschaͤftigung trieben. g dieses Nebengeschaͤfts dasselbe willig zu es bleibt im— den ohnehin un— Diese große Wohlfeilheit ig von zwei Bedingungen: espinnst verlangt werde, als erzeugt werden kann; und zweitens, t gefordert werde, als solches, wel⸗ Masse des Volks zu verfertigen vermag. webe so lange sehr theuer geblie⸗ r mit der Menschenhand unmittelbar gesponnen wer⸗ denn einerseits waͤchst die Laͤnge des Fadens, wor⸗ as eine Quadrat⸗Elle Gewebe verferti den Verhaͤltnisse mit der fordert sehr feines Gespinnst ei ne große Aufmerksamkeit und eine zarte, rbeiten hart gewordne H Das Weben erfordert zwar schon ein r Raum einnimmt als der Spinnwocken; erkraft als das n bei schlichten [Weberei eben⸗

hhaffung de Spinner wuͤrden wegen ih begen ihres F üͤssen, wenn si ger wird eine sehr geringe Belohnun hon ein hinlaͤnglicher Antrieb seyn koͤnnen, n: wie gering auch das Spinnerlohn sey, er ein sehr leicht zu erwerbender Zuschuß zu ermeidlichen Unterhaltungskosten. es Gespinnstes ist jedoch abhaͤ istens naͤmlich, daß nicht mehr urch Nebenbeschaͤftigung kein anderes Gespinnf es die große die sehr feinen Goeͤ

en, als nu een konnte: gt wird, in einem sehr

Feinheit desselben, und ne lange Uebung, nicht durch grobe

hnell steigen ndrerseits er

Werkzeug, das theu⸗ r ist und meh ehr Einsicht, Uebung und gewissermaaßen Koͤrp bpinnen: indessen sind auch diese Anforderung noch so gering, daß sehr vie beschaͤftigung betrieben werden kann.

verweben die laͤndlichen Familien im den Winter uͤber spannen. denselben Bedin⸗ pinnen ist: naͤmlich soweit die zu Faͤhigkeit der ge⸗ Arbeiterklasse dazu

fachen Geweben Us nur als Neben

In vielen Gegenden ruͤhjahr selbst das Garn, was sie Haher bleibt auch das Webe gen, worunter es das S gebenbeschaͤftigungen uͤbrige Muße und die andtesten Familienglieder in der gemeinen

Die große Einfachheit dieser Verri öͤglich gemacht, Werkzeuge zu ersinnen, n des Spinnens und oßentheils entbehrlich wird, und der einzelne om Arbeiter zum Ausseher uͤber Maschinen emporsteigt, att seiner spinnen und weben. In Folge dieser Erfindung kann n das Spinnen und Weben in Anstalten, welche sich aus⸗ hließlich damit beschaͤftigen, in einem Umfange, der jeder An⸗ rderung genuͤgt, so wohlfeil betrieben werden, er bei bloßer Nebenbeschaͤftigun ndere Kostbarkeit der hr vermindert, weil die Naaße kostbarer werden, ch ist es selbst moͤglich ge n, als es auch die zarteste und geuͤbteste Die nachstehende Darstellung duͤrfte haulich zu machen, was in dieser Ruͤcksicht jann im Allgemeinen gekannt, selten aber nach seinem ganzen Gewichte gewuͤrdigt wird.

Das baumwollne Garn, Maschinen gesponnen wird, nzahl Stuͤcke oder Straͤnge englischen Garn⸗Ma n Pfund englisches Han Nac⸗Culloch's Handbuche eitet durch Richter Theil i. as groͤbste baumwollne Maschinengarn, vchten dient, Nr. 6, das feinste bis as ist, vom ersten wiegen 6 n englisches Handelspfund.

n Gebinden zu 80 Faden von 1 ½¶ Yards, ch eine Laͤnge von 840 Pards, oder;:

a nun der englische Fuß 135, 1, der preußische nach der Maaß⸗ d Gewichtordnung vom löten Mai 1816 139, 13 p inien enthält: so hat der Faden, woraus ein englisches Stuͤck Barn besteht, eine Laͤnge von 2447 ½ preußischen Fußen. Der Haspel hat in den einzelnen Theilen des preußischen Ptaats eine sehr verschiedne Laͤn erselbe in Schlesien bei dieser o

n wohlfeil unter

chtungen hat es jedoch wodurch das Verrich⸗ Menschenarbeit bereits Mensch fortan

ebens durch

als es nur im⸗: moͤglich bleibt; und die be⸗ espinnste und Gewebe wird Maschinen dazu nicht in demselben worin es die Handarbeit wird. worden, mit Maschinen feiner zu spin⸗ Menschenhand ver⸗ geeignet sein, an⸗ zwar von Jeder⸗

aßes, welche delsgewicht wiegen. Nach einer in fuͤr Kaufleute, fuͤr Deutschland bear⸗ S. 178 enthaltnen Nachricht ist welches nur zu Licht⸗ dahin gesponnene N 1 iesem 356 englische Stuͤcke Ein solches Stuͤck besteht aus sie⸗ und enthaͤlt folg⸗

520 englischen Fußen.

Fuͤr leinenes Garn kann nehin nicht sonderlich genauen u messen durchgängig so angenommen werden, daß darnach änge eines Fadens J ½ preußische oder berliner Ellen zu ist 89 ¼ preüußische Zolle betraͤgt. -

8 Zoll, das Nach der

1329

Verordnung, betreffend die polizeilichen Verhaͤltnisse des Leinen⸗ gewerbes

vom 2ten Juni 1827, hat in dieser Provinz

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1 Straͤhn 3 Haspeln und— —“ Straͤhn. Die Laͤnge eines solchen Stuͤckes betraͤgt hiernach 35,700 preu⸗ ßische Fuße.

Aber in einem großen Theile des preußischen Staats rech⸗ net man nach Stuͤcken von 20 Gebinden zu 40 Faͤden, welche dem⸗ nach nur ein Sechstheil dieser Laͤnge, naͤmlich 5950 preußische Fuß enthalten, wenn die Laͤnge des Fadens, wie vorhin angenommen wurde, 3 ½ preußische Ellen betraͤgt. Dieses gilt jedoch nur fuͤr die Provinz Preußen; in Brandenburg und Pommern hat dage⸗ gen der Faden eine Laͤnge von vier solcher Ellen: es ist daher die Fadenlaͤnge eines Stuͤckes leinen Garn in Brandenburg und Pommern 6800 Fuß, oder 21 Stuͤcke Garn daselbst sind vier schlesischen gleich. Da der groͤßte Theil des Verkehrs mit leinenem Garn, wenigstens in den oͤstlichen und mittlern Pro⸗ vinzen des preußischen Staats doch in Schlesien stattfinden duͤrfte: so soll die nachstehende Vergleichung auch auf schlesi⸗ sches Garn-Maaß und zwar auf den Straͤhn von 8925 Fuß bezogen werden. Es verhaͤlt sich also ein englisches Stuͤck baumwollnes Garn zu einem schlesischen Straͤhne leinenes Garn der Laͤnge des Fadens nach wie 2447 % zu 8925; das ist sehr nahe wie 3 zu 11. Nach Eytelwein’s Vergleichung der Maaße und Gewichte wiegt das Pfund englisches Handelsgewicht, wel ches von dem Troy⸗ oder Muͤnzgewichte wohl zu unterscheiden ist, 9062 hollaͤndische Aß, deren 9728 ein preußisches Pfund nach dem Gesetze vom 16. Mai 1816 ausmachen. Es verhaͤlt sich hiernach das preußische Pfund zu dem englischen Pfunde Handelsgewicht wie 4864 zu 4531, das ist in kleinen Zahlen nahe wie 44 zu 41. Wiegen nun 41 englische Stuͤcke ein eng⸗ lisches Pfund: so werden 4 englische Stuͤcke Garns von der⸗

selben Feinheit ein preußisches Pfund wiegen. Da aber 11

englische Stuͤcke einen Faden enthalten, der eben so lang ist als derjenige Faden, welcher sich in drei schlesischen Straͤhnen be⸗ findet; und da folglich 44 englische Stuͤcke der Fadenlaͤnge nach 12 schlesischen Straͤhnen gleich sind: so werden bei gleicher Schwere eines gleich langen Fadens zwoͤlf schlesische Straͤhnen ein preußisches Pfund wiegen, wenn Al englische Stuͤcke ein

englisches Pfund wiegen.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß ein leinener Faden einen geringern Durchmesser hat, als ein baumwollner, wenn beide bei gleicher Laͤnge gleich schwer sind: aber man kann sich uͤber⸗ nicht darauf einlassen, die Feinheit des Garnes nach dem

urchmesser des Fadens zu beurtheilen, weil dessen genaue Messung sehr großen Schwierigkeiten unterliegt. Daher wird die Feinheit des Garnes aus Baumwolle und aus Flachs doch auch nur nach dem Gewichte verglichen werden koͤnnen; und es

wird angenommen werden muͤssen, daß ein leinener Faden eben so fein sei, als ein baumwollner, wenn die gleiche Laͤnge von

beiden gleich viel wiegt. Hiernach wuͤrde ein leinenes Garn,

wovon 12 schlesische Straͤhne 1 preußisches Pfund wiegen, hier

eben so fein zu achten sein, als baumwollnes Garn, zu 41 eng⸗ lischen Stuͤcken auf ein englisches Pfund. Baumwollnes Garn, wovon 356 englische Stuͤcke auf ein englisches Pfund gehen, wuͤrde hiernach eben so fein sein als leinenes Garn, wovon 104 schlesische Straͤhne ein preußisches Psund wiegen: also der Straͤhn nur 1 %3 oder 1216 Auentchen. Das gebraͤuchlichste baumwollne Maschinengarn steht nun allerdings sehr weit unter diesem bis jetzt aͤußersten Grade der Feinheit. Sehr gewoͤhn⸗ lich bei uns vorkommende Nummern 1es zwischen 38 und 412: nach dem vorigen wuͤrde, aber Nr. 41 ein Garn sein, wo⸗ von 12 schlesische Straͤhnen ein preußisches Pfund wiegen, also der Straͤhn 2 ½ Loth. Die hoͤchste Nummer, welche in den berliner Preis⸗Kuranten vom laufenden Jahre 1838 angefuͤhrt wird, ist Nr. 200, also so fein wie Garn, wovon 58 ½ schle⸗ sische Straͤhne ein preußisches Pfund woͤgen, das ist der Straͤhn nahe 22⁄16.Quentchen.

Die Weberei benutzt vier Hauptmaterialien, naͤmlich:

Flachs, Baumwolle, Schaafwolle und Seide: die Weberei aus

anderen Stoffen ist wenigstens im preußischen Staate nicht von großer Bedeutung; was aus Hanf gewebt wird, duͤrfte wohl das erheblichste davon, und in den Tabellenwerken unter der Rubrik Leinen in Verbindung mit den Geweben aus Flachs aufgefuͤhrt sein. Die Maschinenspinnerei ist zunaͤchst auf Baum⸗ b wolle angewendet, und sodann auch auf Schaafwolle uͤbertragen worden, und es kann wohl jetzt kein mit der Hand gesponnenes Garn aus diesen beiden Materialien mehr mit Vortheil zu Ge⸗ weben angewandt werden. Baumwollnes Garn wird im preu⸗ ßischen Staate nach den zu Ende des Jahres 1837 aufgenommenen Tabellen in 152 Anstalten auf Maschinen gesponnen, welche

zusammen 125,972 Spindeln enthalten: aber neben demselben

wird noch sehr viel englisches Maschinengarn im preußischen

Staate verwebt. Schaafwollnes Garn wird theils in großen Anstalten, haͤusig aber auch auf kleinen Maschinen von etwa

40 Spindeln gesponnen: den angefuͤhrten Tabellen nach sind 401,210 Spindeln uͤberhaupt damit beschaͤftigt. Das Verspinnen von Wolle mit der Hand hat auch noch keinesweges aufgehoͤrt, obwohl es sich so unvortheilhaft erweist, daß es mit den Fort⸗

schritten der Gewerbsamkeit nothwendig aufgegeben werden muß.

Die Macht der Gewohnheit ist so groß, daß sich gewerbliche

Einrichtungen noch lange kuͤmmerlich fortschleppen, nachdem sie

laͤngst durch beßre entbehrlich geworden. Sehr große Schwie⸗

rigkeiten stehen dagegen noch immer dem Verspinnen des

Flachses auf Maschinen entgegen. Am Ende des Jahres 1837

waren im preußischen Staate angeblich sieben Anstalten zum welches im britischen Reiche auf erhaͤlt seine Benennung nach der

Verspinnen des Flachses auf Maschinen vorhanden, welche zu⸗ sammengenommen 10,444 Spindeln enthielten. Die große

Leinwandweberei wird daher bis auf einen verhaͤltnißmaͤßig noch

immer geringen Antheil ganz mit Garn bestritten, was mit der

Hand gesponnen wurde: und es ist hauptsaäͤchlich die Flachsspin⸗

nerei, welche ganz allgemein in laͤndlichen und staͤdtischen Wirth⸗ schaften zur Nebenbeschaͤftigung dient. Was als rohe Seide in den Handel kommt, ist nicht sowohl mit dem Flachse, der Baum⸗ und Schaafwolle, als vielmehr mit dem daraus gespon⸗ nenen Garne zu vergleichen; es ist nämlich ein Fabrikat, wel⸗ ches entsteht, indem bei dem Abhaspeln der Cocons mehre von dem Seidenwurme gesponnene Faͤden zusammengenommen wer⸗ den: ein eigentliches Spinnen durch Menschenhand findet daher hier nicht statt.

Der Flachs ist bei weitem das wohlfeilste von den vier vor⸗ stehend genannten Materialien: aber das Garn daraus ist theu⸗ rer als baumwollnes, weil es noch immer groöͤßtentheils durch die Handspinnerei erzeugt wird. Der Berliner Börsen⸗Preis⸗ Kurant vom 28. September 1838 notirt die Baumwollenpreise nach Verschiedenheit der Sorten von 17 bis 27 Thaler für den Centner: im Mittel waͤren also etwan 22 Thaler dafuüͤr anzu⸗ nehmen. Die Preise des Flachses sind im Umfange des preu⸗

zischen Staats nicht blos nach der Verschiedenheit der Gegen⸗ den, sondern auch nach dem verschiednen Grade der Reinigung Werg, worin er zu Markte gebracht werd, daß der höchste mehr als das dop⸗ Im August 1838 wurde der Mit⸗ b Flachses fuͤr Memel zu 8 ½, fuͤr Hirsch⸗ berg zu 18 ½ Thaler, gewiß in sehr verschiednem Zustande dieses Materials angegeben. Im Allgemeinen wird man wehl nicht sehr irren, wenn man annimmt, daß unter uͤbrigens glei⸗ chen Verhäͤltnissen die Flachspreise im preußischen Staate durch⸗ schnittlich etwan die Haͤlfte der Baumwollenpreise sein dürften. In den vorhin angefuͤhrten Berliner Pr Pfund der im allgemeinsten zu Gewebe englischen Maschinen⸗Garns, naͤmlich Mule twist-eprima Nr. 28 S bis 42 mit 13 bis 14 Silbergreschen verzeichnet. sische Provinzialblatt giebt im August 1808 den Preis des Schockes leinen Garnes zu Frankenstein auf 26 Thaler aun, und es ist auch hier wohl die Sorte gemeint, welche am mei⸗ sten im Gebirge gebraucht wird. Nach dem weiter oben ange⸗ gebnen Maaße enthaͤlt ein englisches Stuͤck baumwollnes Garn einen Faden, welcher 2447 ½ preußische Fuß lang ist. Bei Nr. 40. enthaͤlt ein Pfund englisches Handelsgewicht 40 solcher Stüscke, also einen Faden von 97,900 preußische Fuß Laͤnge, folglich ein 8 preußisches Pfund einen Faden ven 105,000 preußische Fuß in runder Zahl mit Weglassung der Zehner und Einer, welche die 9 Rechnung giebt. Ein schlesisches Stuͤck Garn enthaͤlt dagegen einen Faden, der 35,700 Fuß lang ist; folglich das Schock ven 8 60 solchen Stuͤcken einen Faden von 2,142,000 Juß. Cs ve⸗ des baumwollnen Fadens zu dem lei⸗,

das ist genau wie 5 zu 102 n im müttlern Durchschnitte zu 13 Süber⸗ man wuͤrde alsd fuͤr den andern . das ist na

von Heede oder gleichzeitig so verschieden, pelte des niedrigsten b telpreis des Centners

eis⸗Kuranten ist das 8 n gebrauchten Serte

Das schle⸗

haͤlt sich also die Laͤnge nenen wie 105 zu 21 Den ersten kauft ma 1 275 Silbergroschen, he 9 ½ Thaler geben, wenn er fuͤr denselben Preis ekauft wuͤrde. Aber der leinene Faden kostete 26 Thaler, a so einahe dreimal so viel. Es soll keinesweges behauptet werden, daß Nr. 40 Mule twist, und das Garn, welches in Frantenstein am haͤufigsten zu Markte kommt, gerade einerlei Feinheit habe; fuͤr den vorliegenden Zweck genuͤgt es jedoch, daß beide zu gleich gewoͤhnlichen Arten von Ge

Es geht naͤmlich aus dieser braͤuchlichsten Gattungen von G rer werden muͤ

weben dienen. 11.“ zechnung hervor, daß die ge⸗

eweben ohngefaͤhr dreimal theu-

ssen, wenn sie aus leinenem Garn bestehen, als wenn statt dessen baumwollnes Garn dazu genommen

wird: vorausgesetzt naͤmlich, daß die und der Appretur in beiden Faͤllen gleich bleiben. delt es sich nur immer noch um Gewebe, wozu das leinene Garn durch bloße Ausfuͤllarbeit oder Nebenbeschaͤftigung er⸗ ntlich wohlfeil wird: noch viel mehr stellt sich aber das Verhältniß bei as leinene Garn von besonders ein⸗ r Arbeit lebenden Menschen gespon⸗ ch zeigt die Erfahrung, daß leinener Ba⸗ als baumwollne Gewebe von r Flachs kann mit Spinnma⸗ ner gesponnen werden als Nr. 41 Die großen Maschinen⸗ aldenburg und Freiburg in Schle⸗ enden Angaben zufolge, gewoͤhn⸗ lesische Straͤhn 3 ½ Loth wiegt: Straͤhn neoch en von letzterm 12 Straͤhne 33 Loth, und. Aus den vorstehenden Betrach⸗ hervor, daß gleiche Fadenlaͤn glische Stuͤcke ein englisches

Kosten des Webens Hier han⸗

zeugt, und folglich außerorde zu Gunsten der Baum wolle feinen Geweben, wozu d geuͤbten und blos von nen werden muß: au tist wenigstens sechsmal theurer ist, gleicher Feinheit des Fadens. is jetzt noch nicht feirn bei dem englischen Maschinen Spinnereien auf Flachs zu W sien spinnen, den hier vorlie lich ein Garn, wovon der was sie bis jetzt spannen, wiegt der

vom feinsten, 2%¾ Loth. Hiernach wie etwas uͤber 1 P tungen geht aber wenn 41 en schlesische Straͤhne ein preußi gewoͤhnlichen Garne zu 3 ½

Straͤhne 42 Loth oder 21⁄10

Betrachtungen w

gen gleich schwer Pfund, und 12 Von dem

sches Pfund wiegen. Loth auf den Straͤhn, wiegen 12 preußische Pfunde. uͤrden also bei gleicher Schwere aͤden 41 englische Stuͤcke 21 ⁄1 englische Pfund iglich 31 ½1 englische Stuͤcke ei das Garn wuͤrde der Feinheit nach zwischen Nr. 31 und Nr. 32 fallen. Nach einer gefaͤlligen sachkundigen feinste leinen Garn, welches mit der Hand gesponnen oder das sogenannte Spitzengarn, ein solches, wo⸗ llen ein Pfund wiegen. Unter der Voraussetzung, ß und Gewicht gemeint sey, wuͤrde englischen Maschinengespinnstes Es hat naͤmlich der Faden, welcher ein preu⸗ aͤnge von 497,250 Fußen; das ist, 5 schlesischen Straͤhnen. Betrachtungen bei gleicher Schwere sche Straͤhne ein preußisches, und Stuͤcke ein englisches Pfund wiegen: so werden sich in gleicher Art zu 19054 Die Hand kann also in Flachs Maschine in Baum⸗ 28. September 23 ½ Silbergroschen kaͤuf⸗ Spitzengarnes kostet dagegen ußische Thaler.“) Das giebt Verschiedenheit der Spinn⸗ lche einerseits fuͤr das d andererseits fuͤr das ie Schwierigkeiten, nnerei in Flachs zu uͤberwinden moͤglich, das Garn dadurch es durch Handarbeit erzeust Sypinnmaschinen auf Flachs daß es dadurch moͤaglich wird, ohne nenes Garn zu schaffen, als irgend nerei nur so viel zu

Nach den vorerwaͤhnten gleich lan n englisches Pfund;

Mittheilung,

werden kann,

von 234,000 E daß hier preußisches Ellenmaa dieses Garn mit uͤbereinkommen.

ßisches Pfund wiegt, eine L er enthaͤlt die Laͤnge von 55 nun nach den vorerwaͤhnten Faͤden 12 schlesi

Nr. 190 des

gleich langer 41 englische auch 55 5 schlesische Straͤhne englischen Stuͤcken verhalten.

bei weitem nicht so fein spinnen, als die Nach dem Berliner Preis⸗Kurant vom 1838 war Mule prima Nr. 200 fuͤr lich, das Pfund des vorgedachten kaum weniger als ein Hundert pre von der ungeheuren er Feinheit des Fadens, we gefordert werden muͤssen, un t werden koͤnnen.

einen Begriff preise bei hoh Handgespinnst Maschinengespinnst gestell welche bei der Maschinenspi machen es zur Zeit noch un hlfeiler zu stellen, als Daher haben die

erheblich wo werden kann. bis jetzt nur den Erfolg, eise so viel lei wogegen bei der Handsoin verschafft werden kann, als durch Neben⸗

Sollten die Fortschritte in der Meck anik g Flachs mit güleichen Feinheit wie Baumwolle zu verspinnen, worin der Vorzug des lei⸗ zu vermindern: so wuͤrde dies Landbau⸗ und Fabrik⸗ Ietzt behauptet sich die Leinwand libarkeit und Glätte, vom Throne bis zur

erhoͤhte Pr

dem jetzigen Preise arbeit erzeugbar ist. und Chemie es jemals Kosten und zu gleicher ohne die Haltbarkeit des Fadens nenen Garnes besteht, erheblt eine große Umwaͤlzung Verhaäͤltnisse verursachen. neden dem Kattun ohngeachtet des doͤhern Preises; und Huͤtte bleidt wenigsten

Die Preise der noch sehr viel versch Baumwolle: man hat gleichzeitis preußisches Gewicht einerseits weniger als de

der Handels⸗, vorzuüͤglich durch ihre Ha &

s das Hemde leinen. Schaafwolle sind nach ihrer Beschaffendeit iedner, als die Preise des Flachses und der Wolle, wovon der Centner eißig und andrer⸗

res Tdatsächliche in desen Betroch⸗

*) Diese Angade, se wie med Mutdellung des H

tungen verdankt d. V. der gürtgeu Kemwmissions⸗Ratds Mad⸗ 1

erra Farrerr⸗