1838 / 327 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Breslau, 19. Nov. Heute, als am dreißigsten Jahres⸗

tage der Allerhoͤchst verliehenen Staͤdte Ordnung vom 19. No⸗

vember 1808, fand hierselbst die feierliche Einfuͤhrung des an

die Stelle des verstorbenen Herrn Men⸗

2 neugewaͤhlten und von des Koͤnigs Majestaͤt Allerhoͤchst be⸗ aͤtigten Ober⸗Buͤrgermeisters Herrn Lange statt.

. 8 S 1 8 8 9

Neueste Nachrichten uͤber einige besonders erheb⸗ liche Gegenstaͤnde der Gewerbsamkeit impreußischen 8 Staate. Zweiter Artikel. 8 (Fortsetzung.)

Zum Weben von ganz⸗ und halb seidnen Zeugen waren nach der Gewerbetabelle zu Ende des Jahres 1837 im preu⸗ bischen Staate Ses 14,111 Stüͤhle im Gange. Hiervon befanden stch 11,137 allein im Regierungsbezirke Duͤsseldorf, und 454 in den naͤchstangraͤnzenden Regierungsbezirken Arns⸗ derg, Koͤln und Achen. a die vier Regierungsbezirke Muͤn⸗ ster, Minden, Koblenz und Trier gar keine Seidenweberei hat⸗ ten: so waren hiernach 539 in den westlichen Provinzen Stuͤhle auf Seide und Halbseide im Gange .. ... 11,591 8 Hiernaͤchst hatten noch die betraͤchtlichste Webererei

vean seidnen und halbseidnen Waaren Berlin mit dessen Umgebungen, naͤmlich die Stadt Berlin selbst 1575 und die Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt 740, Fve also die Provinz Brandenburg ... ndlich hat noch der Regierungsbezirk Erfurt 122,

der Regierungsbezirk Merseburg 2, der Regierungsbe⸗ irk Magdeburg 5 und der Regierungsbezirk Liegnitz

76 Stuͤhle auf seidne und halbseidne Waaren: da nun die Regierungsbezirke Breslau und Oppeln zur Zeit gar keine Seidenweberei haben; so befanden sich in den Provinzen Sachsen und Schlesien uͤberhaupt auf Seidenwaaren Webestuͤhle im Gange . . . . . . . ...

1 Diese.

8

1“

1.“ 88 1114“

1““

205 4,1

8. ————— auf seidne und halbseidne Waaren gehende Stuͤhle bilden das Ganze der Seidenweberei des preußischen Staats, indem sich

ar nichts davon in den Provinzen Pommern, Preußen und

Posen befindet. Es sind demna 85 nahe /i aller Seiden⸗ weberei des preußischen Staats im Regierungsbezirk Duͤsseldorf unnd dessen naͤchsten Umgebungen; Berlin und dessen Umgebung, oder die Provinz Brandenburg uͤberhaupt hat sehr nahe ¼ der Seidenweberei der westlichen Provinzen, also in Bezug auf die Seidenweberei des ganzen Staats sehr nahe 3, das ist noch nicht ganz %⅛ derselben; der ganze Ueberrest, der sich mit geringer Ausnahme in den Reqterungebezleken Erfurt und Lieg⸗ nitz besindet, betraͤgt noch nicht ganz ½ der Seidenweberei der Provinz Brandenburg, oder wenig mehr als ½%, der gan⸗ zen Seidenweberei des Staats.

Im Regierungsbezirke Duͤsseldorf selbst sind die beiden ö woran sich die Seidenweberei haͤlt, Elberfeld und

efeld. Es hatten einerseits die Kreise

ͤa11ö1ö141*X“- 5982 vʒe ““ 409 Rʒ1“¹“ 257 ————

Diese drei an einandergraͤnzenden Kreise also 6648 ͤu1116148*“ 2428 1116166““ 1099 Gladbach ..... ““ 754

Diese drei gleichfalls an einandergraͤnzenden Kreise also

4281

gangbare Stuͤhle auf Seidenwaaren.

on dem Ueberreste befanden sich .““

a 92

. IVWVB8¹“ 89

und zerstreut in den uͤbrigen Kreisen . . . . . . . . ... 27

m Regierungsbezirke Koͤln vereinigt sich die Seidenwe⸗

berei in der Stadt Koͤln und deren naͤchsten Umgebung. Es

hatten naͤmlich:

ddie Stadt und der Landkreis Koͤln. . . . . . . . ... 155 uund der unmittelbar angraͤnzende Kreis Muͤhlheim. 159

Diese Kreise zusammen also. ... . ..... 314

gangbare Stuͤhle auf Seidenwaaren. Außer ihnen befand sich

nur noch ein einziger solcher Stuhl in diesem Regierungsbezirke. Die uͤberhaupt nur 23 Sruͤhle auf seidne Waaren, welche der Reaevgierungsbezirk Achen enthaͤlt, befinden sich fast ganz in den Krreisen Erkelenz und Heinsberg, also zunaͤchst des Seidenwe⸗ berei⸗Distrikts von Krefeld im Regierungsbezirk Duͤsseldorf. Eben so befinden sich die uͤberhaupt nur 116 Webestuͤhle auf

8 Seidenwaaren im Regierungsbezirk Arnsberg fast ganz in den Kreisen Hagen und Bochum, welche zunaͤchst an den Kreis El⸗ berfeld graͤnzen.

. Die Seidenweberei der Provinz Brandenburg hat zu ih⸗

de ttallllzzzzz aitttz . . . . .. .. .. ... .. , Stuͤhlen auf Seidenwaaren. azu treten in dem nordwärts angraͤnzenden Kreise iederbarnim in und um Bernau

in dem suͤdwaͤrts angraͤnzenden Kreise Teltow in und

nung, besteht noch eine Seidenweberei im Regierungsbezi Frankfurt, dergestalt, daß die Stadt Zuͤllichau.. .. ...

und das platte Land des naͤchst angraͤnzenden Kreises ba⸗ Sternberg, namentlich in Gleisen

gangbare Stuͤhle auf Seidenwaaren enthaͤlt.

Von den uͤberhaupt nur 76 gangbaren Stuͤhlen auf Sei⸗ denwaaren, welche die Provinz Schlesien hat, befinden sich 70 allein in der Stadt Schmiedeberg; der Ueberrest in und bei

der Stadt Greiffenberg. Endlich sind in der Provinz Sachsen, und zwar

b11111nq

Ses.

in der Stadt Langensalza, Regierungsbezirk Erfurt . . . 122 » zZeitz, Regierungsbezirk Merseburg..... 2 » » 5

————— Zusammen also 129 Stuͤhle auf Seidenwaaren im Gange. Es ergiebt sich hier⸗ aus, daß diese betraͤchtliche Auslagen auf ein kostbares Mate⸗ rial erfordernde Weberei sich nicht leicht vereinzelt, sondern in der Regel nur große Massen bildet, worin vermoͤgende Unter⸗ nehmer eine betraͤchtliche Anzahl von Stuͤhlen unter ihrer naͤ⸗ hern Aufsicht beschaͤftigen. Die bisher betrachtete Weberei bezieht sich nur auf das Weben von Zeugen und Tuͤchern, aber nicht auf das Weben von Baͤndern, und auf die ihrer Grundlage nach ganz davon verschiedne Strumpfwirkerei. Baͤnder werden aus allen vier Hauptstoffen der Weberei, Seide, Schaafwolle, Baumwolle und Flachs verfertigt, und alle Provinzen haben einigen Antheil an ihrer Bereitung: aber uͤber drei Viertheile dieser Fabrikation gehoͤren den westlichen v“ an, und zwar insbesondere den Regierungsbezirken uͤsseldorf und Arnsberg. Im Regierungsbezirk Duͤsseldorf sind wiederum Elberfeld und Krefeld die Mittelpunkte dieses Gewerbes: es hatten namentlich am Ende des Jahres 1837 gangbare Bandstuͤhle die Kreise Elberfeld. 920

8 Lennep. . 273 zusammen... . . . . ...

ferner die Kreise Krefeld 196

Kempen. 671

Gladbach. 222

8 1“ zusammen in den Kreisen Geldern, Kleve, Duͤsseldorf und Solingen

waren noch zerstreit...

wonach sich fuͤr den Regierungsbezirk uͤberhaupt ergeben. 2308

rungsbezirk Achen befanden sich die 39 Bandstuͤhle eben so, wie die Webestuͤhle auf seidne Waaren, blos in den Kreisen Erke⸗ lenz und Heinsberg. uͤberhaupt 793 Bandstuͤhle, wovon sich 7 gen und 2 in dem angraͤnzenden Kreise Bochum befinden. 30 Bandstuͤhle des Regierungsbezirks Muͤnster sind saͤmmtlich in den neben einander liegenden Kreisen Warendorf, Beckum und Luͤdinghausen. und die Regierungsbezirke Trier und stuͤhle. Die beiden westlichen Provinzen zusammen genommen hatten hiernach 3245 Bandstuͤhle.

noch am staͤrksten in den Provinzen Sachsen und Schlesien be⸗ trieben. Hier zeichnet sich vorzuͤglich aus

Im Regierungsbezirke Koͤln hatte die Hauptstadt mit ih⸗ rer Umgebung 60 Bandstuͤhle, und der an der Graͤnze der Grafschaft Mark liegende Kreis Gummersbach 10: im Regie⸗

Der Regierungsbezirk Arnsberg enthaͤlt 1 in dem Kreise Ha⸗

Die

Der Regierungsbezirk Koblenz hat nur 5,

inden gar keine Band⸗

Außer den westlichen Provinzen wird die Bandweberei

die Stadt Erfurt mit

rem Mittelpunkte

wodurch sich fuͤr Berlin und seine Umgebung uͤberhaupt ergeben 1965 Abgesondert hiervon, doch wesentlich fuͤr Berliner Rech⸗

irk 50 300 diese Gegend zusammen also 350

Provinz Brandenburg hatte ö 8 und außerdem nure noch 1

zusammmen also

Die

ꝑ211g1111“ 1 ö-1e—.]; 93 Bandwebestuͤhle in der Stadt Potsͤvau··n,an,n,t, . 75 In den Provinzen Pommern, Preußen und Posen w und in der Stadt Brandenbuuririggg.... 190 dies Gerwerbe ganz unerheblich, und sie hatten nur 4 außerdem ist noch im Kreise Juͤterbogk⸗Luckenwalde an⸗ ““ in Pommer.. vd44*“” 1 in Posen

. ..A“ zusammen also Bandstuͤhle.

Ueberhaupt hatte der preußische Staat hiernach an Frß des Jahres 1837 Bandstuͤhle sch hiernach am End

in den beiden westlichen Provinzen

re. in Sachsen und Schlesien ...... 8 in Brandenburg . . uh in Pommern, Preußen und Posen .. .... 8 also zusammen —— N Aus den vorliegenden Tabellen geht nicht hervor, mit 2 chen besondern Arten von Baͤndern sich diese Stuͤhle beschaͤftign (Schluß solgt.) Böer IiI. Den 23. November 1838. Amtlicher Foandsz.- ³u᷑d 6eold.- Coaurs-Zette! Fr. Tour. Pr. Tan.— IlTBrnefF. [Gala. SEHISS. 1. 6, 3t.-Schuld. Sch. 4] 103 102 ½ omm. Pfandbr. 2 s 101 7⁄121017 eeen— 4 103 ⅛16 1025, Kar. u. Neum. do. 2¹† 101 3 ¾ 1011 Erameb. d.Beoh. 68 3 68 1 [Scklesische do. 4 104 ¼½ Kurm. Obl. m. l. C. 4 1031 ⁄½ 103 Rückat. C. und Z. Nm. Int. Sch. do. 4 103 102 ½ seb. d. K. u. N. 93 8 Berl. Stadt-. Obl. 4 10271 102 % Königsb. do. 4 Gold al uareo [— 215 ¼ 2158 Elbinger do. 4 —) Neue Dueaten —- 18 ¼ anz. do. in Th. —18 Triedrichsd'or 13 ½ 13 Wezstpr. Pfandbr. ²22 ß101 100 ½ [And. Goldmün- Grofah. Pos. do. 4 105 103 ½ [‧en à 5 Tul. 131½ 127 Ostpr. Pfandbr. 221 100 %⅞ Ii⸗eonto 3 4 1

Auswäüärtige Börsen. Amsterdam, 18 November. Niederl. wirkl. Schuld 53 ¾. 5 % do. —. Neue Anl. 1611/16. Antwerpen, 17. November. Zinsl. 5 Neue Anl. 161 ³⁄16. 15 Frankfurt a. M., 19. November. Oesterr. 5 % Met. 106 ⅜1 G. 4 % 99 ¾¼ 991 ²2. 0 59 6. 1 % 25 ¼ G. Bank-Actien 1771. 182 ¼ 6 Loose zu 500 Fl. 133. 132 ⅞. Loose zu 100 Fl. 275 G. Preun Präm.-Sch. 68 ⁄¼ G. do. 4 % Anl. 103 ¼ Br.

7 Poln. Loose 68 % 681 1. 5 % Span. Anl. 4 ¼. 4. 2 ½ % Holl. 53 ¼ 53 ½¼. EKisenbahn-Actien.

St. Germain 670 Br. Versailles rechta Ufer 570 G. do. linkes Ufer 225 G.

Bordeaux-Teste —. Sambre-Meuse 430 Br. Köln-Aachen 96 Br. Comp.-Centrale —.

Kanz. Bill. 2315%

21 1770. Partial- o8.“*

Leipzig-Dresden 91 R.

neen ger 21. November. Bank-Actien 1470. 1468. Engl. Russ. 1071⁄½. ¼. 5 % Port. 3 % do. —. Neue Anl. —.

London, 16. November. Cons. 3 % 94 ½. neig. 101 . Neue Anl. 171⁄1. Passive! Ausg. Sch. 71¼. 21 ½ % oll. 54 74. 5 % 100 ⁄¶. 5⁰% Port. 31 ¼ do. 3 % 20 ½. Engl. Russ. 111 ¾¼ Bras. 79. Columb. 25. Mex. 23 1. Peru 18. Chili 25 ½. Paris, 17. November. 5 % Rente fin cour. 111. 3 %, fin cour. 82.

5 % Nea fin cour. 102. 30. 5 % Span. Rente 17. Passive 3 ⁄⁄.

3 % Portug. 20

Koͤnigliche Schauspiele.

Sonnabend, 24. Nov. Im Schauspielhause. Die Ew⸗ schwister, Schauspiel in 5 Abth., von E. Leutner.

Sonntag, 25. Nov. Im Opernhause. Der Freischuͤt, Oper in 3 Abth. Musik von C. M. von Weber.

Im Schauspielhause: 1) Une faute, drame - vaudeville a 2 actes, par Scribe. 2) Une position délicate, vaudeville en I acte (Dans la première pièce, Mr. Saint- Aubin remplira le röle du Comte Ernest, et dans la seconde, celui de Mr. de Tréneuil.) In Potsdam: Verirrungen, buͤrgerliches Schauspiel in 5 Abth., von E. Devrient.

Koͤnigsstäaͤdtisches Theater. Sonnabend, 24. Nov. Der Verschwender. Original⸗Zau ber⸗Maͤhrchen in 3 Akten, von Ferd. Raimund. usik von Kapellmeister Konradin Kreutzer.

Ser 25. Nov. Wilhelm Tell. Heroisch⸗romantisch t

Oper in 3 en, nach Jouy und Bis frei bearbeitet von Theodor v. Haupt. Musik von Rossini.

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel.

11111166“ 433 und die Stadt Magdeburg mit .. . . . ... 230 Bandstuͤhlen. Außerdem befanden sich in den neben einander liegenden Kreisen Lauban, Loͤwenberg und Hirschberg des Regierungsbezirks Liegnitz.... 8⁵ und im Kreise Reichenbach .. . . . . . .... . 24 Der uͤbrige Theil dieses Gewerbes ist sehr vereinzelt und zerstreut: und es waren außer den vorangefuͤhrten noch vorhanden in der Provinz Sachsen uͤberhaupt..... 68 und in der Provinz Schlesien .. .. . . . ...... 114 wodurch sich fuͤr diese beiden Provinzen zusammen er⸗ geben Bandstuͤhle .. . . ... 4 68 1 E1142* 954

Gedruckt bei A. W. H ayn.

Bekanntma EE11.“ nholz⸗Verkauf. In der Kemnitz⸗Göbenschen Sequestrations⸗Sache sollen auf Veranlassung des Königlichen Kammerge⸗ Aichts mindestens 1200 Klafter Kiefern Kloben⸗ und

Knünittelholz im Wege der Licitation, öffentlich verstei⸗

8* ert werden. Zu diesem Behuf ist ein Licitations⸗

Termin auf

5 den 15. Dezember c., Vormittags 9 Uhr,

8 im Forsthause der Kemnitzer Oberheide anberaumt,

wozu der unterzeichnete Kommissarius Kauflustige hiermit einladet. vF Förster Letz wird vor dem Termin das Holz auf Verlangen vorzeigen. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht und sind vorher beim Wirthschafts⸗Kurator, Amtmann Wolff in Klein Kreutz dei Brandenburg, beim Försier Letz und beim Unter⸗ 8 45 einzusehen, auch durch Letztere auf fran⸗ kirte Gesuche und gegen Erstattung der Kopialien ab⸗ schriftlich ju erlangen. Die Ablage bei der neuen Scheune am Schwielow⸗ See der Havel ist nur ¼ resp. ½ Meile von der Ober⸗ heide entfernt.

Burg Brandenburg, den 19. November 1838.

Der Justiz⸗Rath und Dom⸗Syndikus EEEE Knesebeck.

chungen.

Adresse A. R., franc 2 Treppen.

Die zwanzigste von 5 Thalern a Eise

hiermit angeordnet. zahlung

den Herren Anhal

dern sind) zu leisten.

lust aller Rechte un zahlungen, nach H§. 4

Bekanntmachung.

wird nach §. 3 der Allerhöchst bestätigten Statuten

in Leipzig bis zum 19. Januar 1839, Abends 7 Uhr, oder auch, jedoch spätestens bis zum 12. Januar 1839, Abends 7 Uhr, bei den in unsern frühern Bekanntmachungen bezeichneten auswärtigen Handlungshäusern (in Berlin bei

die monatlichen Bau

Wir erinnern, dass im Unterlassungsfalle der Ver

Ein Papiermühlen⸗Grundstück im Leipziger Kreise des Königreichs Sachsen, sehr vortheilhaft so⸗ wohl hinsichtlich des Papierabsatzes als des Hader⸗ Einkaufs gelegen, mit bedentendem Feld⸗ und Wiesen⸗ bau, mit Holz und starker Teichfifcherei, ist sofort zu verkaufen und das Nähere zu erfahren unter der

Die Interimsscheine werden Actien von 100 Thlr. mit Zins.

1839, nach 7

Ihr Abends, null und nichtig.

derholen wir, dafs

o, Leipzig N. Neumarkt 86 die 19te Einzahlung in Leipzig am

Abends 7 Uhr,

und letzte Einzahlung Die Inhaber

uf die Leipzig-Dresdner nbahn-Actien

1e hnh en wird.

derselben gefälligst beizubringen.

Die Inhaber belieben diese Ein- , 1reipzig, den 10. November 1838.

1 5 1 4 2——

gegen die Geisinte voupons auf 5. nebst Talon umgetauscht, und es sind am 19. Januar

alle Interimsscheine

82 . . Unserer frühern Bekanntmachung gemäfs wie-

ng. 24. November, aufser Leipzig am 17. November,

er Interimsscheine werden gebeten, zu den Einzahlungen ein Verzeichnifs der Nummern

Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie. Gustav Harkort, Vorsitzender. F. Busse, Bevollmäüchtigter.

( I. 8 2

Im Verlage von Duncker & Humblot in Ber⸗ ahre lin wird in kurzern erscheinen:

Shakspeare und seine Freunde, das goldene Zeitalter des lustigen

oder

4.

Englands. 89 Aus dem Englischen von

. leris. 1 Aus einer nicht, er war für alle 32 Ben Jonson.

Im Verlage der Buch⸗ und Musikallenhandlung P9 4 Crantz, Friedrichsstraße Nr. 165, sind neu erschienen:

Eckenbrecher, C. A. v., Abendreihn von W. Muͤl⸗ ler. 5 sgr. Ich denke Dein, Duettino für So⸗ pran und Bariton. 5 sgr. Vier Lieder: Sonneu⸗

Literarische Anze

t & 1Q woselbst auch ieh bbrꝛzokor Jägerstraße Nr. 37, ist erschienen: Eqq11111I1I1X in der NeFi ; Fangn. vyfon Ad. Brennglas. 8ℳ1 2 Hefte à 7 ½ sgr.

d aller früher geleisteten Ein- der Statuten, eHntritt.

In der Plahnschen Buchhandlung (L. Ritze),

schein; die Rose; Sehnsucht; im Walde. Op. 3. 10 sgr. Eckert, Carl. Album Deutscher Lie⸗ der und Romanzen. (Der Frau Gräfin Rossi⸗

igen. gewidmet.) Elegant geheftet 1 ½ Thlr.

UI5 e yj Taschenbuch auf 84*,n⸗ 1830 bis 1838. stellung, Einzeln jeder Jahrgang 20 sgr.

Die neun Berlin,

ahrg

änge zusammen 4 Thlr. 15 bei List 988

r. & Klemann Blurstraße Fr. 9.

ö111AAXA“; 11 1

Strafsburg- Basel 350 Rp

wunderung. Ich habe

eeeeee, wmeaßssese Maeenenn E111“] I Bbü r g6 Hr r * 82 ns ee mroürnes Ueämcrim vnnmgs mmüman dieans u as 2 , nnen dan 268181226 Sdhirsiauneag 52 Eö1“ 888 ua hn Lht I Ahlnachns lun su. g 2 m 7 n eeeah emns im eee ee a e rSas .nhe I 22 nat . u sul ] n Alm 826 Ks nulduus. 8 v8 5 ⸗* v10,072 893. . 2 gch i mm ,hs 1.I:857,81e —b 28 ö E1 179.89 II“ vamul 4 n :v sEun 2 112 2 2222 184 11 226 Ime. os .“ F 8 Cuean v bus 8. 818] 882 S:. Hasa. ig Itss: 8 82 Iv er sn 8* u b 668686 —y—,ę-;—ʒGé 1 SEESSSI11u6 L-e S 5 menah in veitnulnen we mhun * No. 327 1“X“ Berlin, Sonntag den 25sͤten November ö111“ 6 2 11“ * 128 W— ůHℳ———ꝗ— ——— EEEEöö“ 6, 38 88928 UtGre hnt ir eebbbbe riellen Autoritaͤt entzogen; aber damals geschah es auch, daßsß— 80 22oes. 8: 58 ü ; roßbrit rland. b -. Nachrichten 8 der Koͤnigsmoͤrder Alibaud so dicht an den Wagen des Königs 8. I. anien 2 n0 3 22 Amt li ch c 4 heran konnte, um sein Mordgewehr auf den Kutschenschlag zu London, 17. Nov. Von Veraͤnderungen im Ministerium 8 es legen. Wenn das Koͤnigthum sich die Vorsichts,Maßregeln ge⸗ hoͤrt man jetzt zwar nichts mehr, man glaubt indeß, daß die 8 Kronik des Dag I“ fallen lassen mußte, die es jetzt gegen die Wuth der Fanatiker

Laͤjesto r Köni Landschafts⸗Direktor Se. Majestaͤt der König haben dem Landse 1t

und Landrath des Neumarkter Kreises, im Regierungs⸗Bezirk Breslau, von Debschitz, den Stern zum Rothen Adler⸗Or⸗ den zweiter Klasse mit Eichenlaub zu verleihen geruht. 85

Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Ballot ist zum S bei dem Land⸗ und Stadtgerichte in Iser⸗ lohn bestellt worden.

Wö1.“”

Angekommen: Se. Excellenz der Erb⸗Hofmeister in

der Kurmark Brandenburg, Graf von Koͤnigsmarck, von

822

1 . 8 b 1I1“““ 8

1 Zeitungs⸗Nachrichten.

1 1 F r a n 9 re i ch. 119A1“X*“

Paris, 18. Nov. Herr X. Marmier, von seiner Reise nach Lappland gluͤcklich zuruͤckgekehrt, hatte gestern eine Privat⸗ Audienz beim Koͤnige und hierauf die Ehre, zur Koͤniglichen

afel gezogen zu werden. 8e Den Aarschall Gérard steht, wie ein hiesiges Blatt meldet, im Begriff, eine Reise nach Belgien anzutreten.

Der Tod zweier ausgezeichneter Maͤnner wird heute in den hiesigen Blaͤttern angezeigt. Der Trauerbote des Erstern ist der Herr von Chateaubriand, der folgendes Schreiben an die Redaction des Journal des Déöbats richtet: „Die Soͤhne des Herzogs von Fitz⸗James erweisen wir die Ehre, mich aufzufordern, Frankreich den Tod ihres beruͤhmten Vaters, des Herzogs von Fitz⸗James, anzuzeigen. Ich erfuͤlle diese traurige Pflicht mit der tiefen Niedergeschlagenheit einer 8 Freundschaft und mit den Gefuͤhlen einer schmerzerfuͤllten Be⸗ die Ebr⸗ u. s. w.“ 88 Herzogs ü- itz⸗James, Urenkel des Herzogs von erwick, eine Fübirtahhen Sohnes Jakob's II. und der Arabella Churchill, Schwester des Herzogs von Marlborough, ward im Jahre 1776 in Versailles geboren. Er emigrirte waͤhrend der Revolution, ward aber schon unter der Konsular⸗Regierung von der Emi⸗ granten⸗Liste gestrichen. Im Jahre 1814 wurde er Adjutant und premier gentilhomme de la chambre des Grafen von Artois, nachmaligen Karl's X., und Mitglied der Pairs⸗Kammer. Nach der Juli⸗Revolution leistete er dem Koͤnige der Fran osen den Eid, gab aber im Jahre 1831, bei Abschaffung der rblichkeit der Pairie, seine Entlassung als Pair von Frankreich und ward in dem Departement der obern Garonne zwei Mal zum Depu⸗ tirten gewaͤhlt. Der zweite Todesfall ist der einer der beruͤhmtesten medizinischen Notabilitaͤten, des Doktor Broussais, welcher gestern fruͤh auf seinem Landsitze bei Paris gestorben ist. -

Die zur Errichtung eines Denkmals fuͤr Moliere niederge⸗ setzte Kommission hielt am vorigen Sonntag eine Versammlung, in welcher die Mitglieder zu ihrem Leidwesen die Ueberzeugung

ewannen, daß die durch Subscription zusammengebrachte umme noch so ungenuͤgend sey, daß man sich wahrscheinlich genoͤthigt sehen werde, die Gelder zuruͤckzugeben. Indeß hofft man noch immer, daß es nicht zu diesem Aeußersten kommen werde. Der Minister des Innern soll im Falle der Noth eine außerordentliche Beisteuer von 40,000 Fr. versprochen haben.

Die ministeriellen Blaͤtter hatten auf das bestimm⸗ teste erklaͤrt, daß das Kabinet nichts von einer Broschuͤre des Generals Bugeaud wisse. Das Journal géneral, von dem die entgegengesetzte Behauptung ausgegangen war, versichert heute auf seine Ehre, daß jene Broschuͤre existire, und daß die⸗ selbe dem Kabinet vorgelegt worden sey. Das Ministerium

abe verschiedene Veraͤnderungen verlangt, die das genannte H. spaͤter mitzutheilen verspricht. In der in Rede stehen⸗ den Broschuͤre soll bewiesen werden, daß der General Bugeaud in Afrika nichts ohne die ausdruͤcklichen Befehle des Conseils⸗

raͤsidenten und des Kriegs⸗Ministers gethan habe, und zum Beascae dieser Behauptung sollen die Aktenstuͤcke beigefuͤgt

ne86,, Journal des Deöbats aͤußert sich uͤber den un— gluͤcklichen Vorfall bei den Tuilerieen in folgender Weise: „Wir waren darauf gefaßt, daß das hoͤchst beklagenswerthe Ereigniß, welches am Mittwoch Abend in der Rivolistraße stattgefunden hat, der Opposition Stoff zu den uͤberwollendsten Kommenta⸗ ren liefern wuͤrde. Wir zweifelten eben so wenig daran, daß sie die ganze Verantwortlichkeit der Regierung aufbuͤrden wuͤrde, und endlich waren wir auch überzeugt, daß sie diese Gelegenheit benutzen werde, um das ganze ystem der Vor⸗ sichts⸗Maßregeln anzugreifen, mit denen die oͤffentliche Behoͤrde seit einigen Jahren gegwungen ist, die Person des Koͤnigs zu umgeben. Ueber den Vorfall selbst, so bedauernswerth er auch seyn moͤge, haben wir fuͤr den Augenblick nichts zu sagen. Wir erbiecken neben dem Opfer einen Angeklagten und werden des⸗ halb den Urtheilsspruch abwarten. Zur Eroͤrterung steht aber jetzt schon frei der Antheil, den die Regierung an den Vorsichts⸗Maßregeln hat, mit denen die Koͤnig⸗ liche Wohnung umringt wird, und wir gestehen mit der Opposition ein, daß dieser Antheil groß ist. Wenn die Orga⸗ nisation dieser Sicherheits⸗Maßregeln nicht eine der ernstesten Pflichten waͤre, die dem Minister des Innern seine Verant⸗ wortlichkeit auferlegt; wenn diese Maßregeln von dem freien Ermessen des Koͤnigthums abhingen, so glauben wir, versichern

8*

1]

wir tadeln die Empfindung

dieselben uͤber enuͤgend seyn wuͤrden. Die E.A. zu koͤnnen, daß dieselben uͤberall ungenuͤg seyn 4 Haben, die Zuftiedenheit des Königs ausgedruückt wird.

nge

sogenannte Polizei des Schlosses war la

Zeit der ministe⸗ 1“ 8

schuͤtzen, wenn es seinen Palast der ministeriellen Verantwort⸗ lichkeit oͤffnen mußte, wer traͤgt die Schuld? Eben die Leiden⸗ schaften, die jetzt das Uebermaß von Strenge anklagen und die so lange Zeit durch ihre Gleichguͤltigkeit eine Stimmung ermunterten, welche leider jene Strenge so nothwendig ge⸗ macht hat. Es wuͤrde uns indessen zu pruͤfen uͤbrig bleiben, ob die militairischen Instructionen, wie sie die gerechte Sorg⸗ falt der oͤffentlichen Behoͤrde vorgeschrieben hat, jetzt noch im⸗ mer im Einklange mit dem augenscheinlich ruhigeren Zustande der Hauptstadt steht. Aber wir muͤssen damit warten, bis jene Instructionen uns in ihrem ganzen Umfange bekannt sind. Seit den sechs Jahren, wo das Juli⸗Koͤnigthum im Tuilerieen⸗Pa⸗ laste residirt, ist dies der einzige und wir wollen hoffen der letzte Vorfall, der das Publikum mit den strengen Vorsichts⸗ Maßregeln fuͤr die Sicherheit des Schlosses bekannt gemacht hat, und weit beklagenswerthere Ungluͤcksfaͤlle haͤtten eher einen Mangel als ein Uebermaß von Beaufsichtigung verrathen. Wie dem aber auch sey, das traurige Ereigniß in der Rivolistraße ist wohl geeignet, die Gemuͤther lebhaft zu beschaͤftigen, und en nicht, die sich in den Oppositions⸗ Journalen kundgeben. ur wollen wir nicht, daß man unter dem Vorwande, einen Ungluͤcksfall zu beklagen, die Nothwen⸗ digkeit in Frage stelle, die Person des Koͤnigs durch die ganze Kraft der oͤffentlichen Macht zu beschuͤtzen.“

Ganz auffallend wird seit einigen Tagen die Sprache des

sonst so entschieden ministeriellen Journals „la Presse“, und es ließe sich hieraus, mehr als sonst aus irgend einem anderen Anzei⸗ chen, auf eine bedeutende Verstimmung zwischen den Mitglie⸗ dern des Kabinets und auf eine nahe bevorstehende Modifica⸗ tion des Ministeriums schließen. Schon die Art, wie das ge⸗ nannte Journal gestern die Herren von Salvandy und Lermi⸗ nier assimilirte, trug durchaus nicht mehr den Stempel eines Organs, welches sich die Aufgabe stellt, die Verwaltung zu ver⸗ theidigen. Der heutige Artikel der „Presse“ aber koͤnnte mit einigen unbedeutenden Veraͤnderungen eben so gut in einem Oppositions⸗Journale gestanden haben, und man wird ersehen, daß der Verfasser dies an mehreren Stellen selbst fuͤhlt und durch einige kuͤnstliche Wendungen zu verdecken sucht. „Wir haben“, sagt naͤmlich die Presse, „uns uͤber zwei That⸗ sachen auszusprechen, von denen, unseres Erachtens, die⸗ jenige nicht die wichtigste ist, die mit der Erschießung eines Betrunkenen geendet hat, auf den eine Schildwache ihr Ge⸗ wehr mit einem rohen Stumpfsinne (keroce stupidité) abfeuerte. Die andere Thatsache, von der wir sprechen wollen, ist das un⸗ gluͤckliche Versehen, welches die beiden Schwestern eines Re⸗ dacteurs des Journal du Commerce betroffen hat. Wenn wir bis jetzt daruͤber geschwiegen haben, so geschah es deshalb, weil wir uns erst genau unterrichten wollten, bevor wir unsere Mei⸗ nung in ernsten Ausdruͤcken abgeben mochten. Der Posten, den wir in der Presse einnehmen, ist vielleicht der arteste und schwierigste, den es giebt. Bevor wir uns einen adel gegen die Regierung erlauben, welche zu allen Zeiten und von allen Seiten mit 5 vieler Ungerechtigkeit angegriffen wird, muͤssen wir nicht allein alle Folgen unserer Worte, sondern auch alle Auslegungen, zu denen dieselben Anlaß geben koͤnnen, genau er⸗ waͤgen. Unsere Unabhaͤngigkeit wird zuweilen gehemmt, nicht durch das Ministerium, sondern durch die Opposition, die im⸗ mer bereit ist, unsere leisesten Bemerkungen als einen Beweis der Anarchie, oder wenigstens als eine Spaltung im Schooße des Kabinets zu bezeichnen. Man begreift daher, daß wir zuweilen Anstand nehmen, nuͤtzliche Wahrheiten zu sagen, da dieselben, auf perfide Weise kommentirt, am Ende mehr Schlim⸗ mes als Gutes zuwege bringen. deß in der Eesngn dessen nicht abhalten,

icht betrachten. it al e aussprechen zu muͤssen glauben, ist das unwuͤrdige At⸗ tentat, welches drei Polizei Agenten begangen haben, indem sie das Domizil zweier jungen Maͤdchen verletzten und dieselben mit Ge⸗ walt nach der Polizei⸗Praͤfektur schleppten, ohne auf irgend eine Ein⸗ wendung zu hoͤren, ohne auf die Protestation ihres Bruders Ruͤcksicht zu nehmen, der sie vergebens aufforderte, den Grund ihres Verfahrens anzugeben und ihm das Vorfuͤhrungs⸗Man⸗ dat zu zeigen. Der Polizei⸗Inspektor Gody ist zwar augen⸗ blicklich abgesetzt worden, und wir wuͤrden den Polizei⸗Praͤfekten nur zu loben haben, wenn er dabei stehen geblieben waͤre; aber was wir unmoͤglich billigen koͤnnen, ist die Antwort, die er auf das Schreiben des Herrn Michel in mehrere Journale hat einruͤcken lassen. Wir finden dieselbe durchaus nicht in schick⸗ lichen Ausdruͤcken abgefaßt, und wir sagen dies laut, obgleich mit Bedauern, denn es wird uns schwer, auf diese Weise oͤffentlich gegen den Akt eines Beamten zu protestiren, dessen ehrenwerthem Charakter Niemand mehr Gerechtigkeit widerfahren laͤßt, als wir. Ein lebhafter Unwille konnte das Schreiben des Herrn Michel diktiren; dieser Unwille wird von allen denen verstan⸗ den werden, die eine Mutter, eine Schwester, eine Frau oder eine Tochter haben und daran denken, daß die Heiligkeit des Domizils dieselben nicht vor roher Beleidigung schuͤtzt. Nein, wir sind uͤberzeugt, daß die Antwort, welche wir heute in meh⸗ reren Journalen gelesen haben, von dem ehrenwerthen Herrn Delessert weder geschrieben noch diktirt worden is⸗ und wir zweifeln nicht, daß er der Erste seyn wird, der unsere strenge Sprache billigt, wenn sie dazu beitraͤgt, die Poli ei⸗Agenten in der Folge von einem leichtsinnigen und brutalen benehmen ab⸗ zubringen, welches sie sich im Allgemeinen seit einiger Zeit an⸗ ewoͤhnt haben.“”“ . 1 Per häberfchal Valée ist am Eten d. M. wieder in Algier eingetroffen, und hat einen Tagesbefehl erlassen, in welchem den Truüppen, die an der Expedition nach Stora Theil genommen

was wir als eine

stattfinden werde, bloße Vermuthung. G setzt das Blatt hinzu, ob Lord Melbourne selbst die Zeit genau zu bestimmen wisse.

Diese Ruͤcksicht kann uns in-

i egen die wir uns mit aller s 5a e s mauer gegen Rußland aufgefuͤhrt habe.

Minister ihr Geheimniß bei sich behalten wollten, denn man haͤlt es fast fuͤr unmoͤglich, daß Lord Melbourne ohne einige Veraͤnderungen in der Zusammensetzung seines Kabinets der

Eroͤffnung des Parlaments mit Zuversicht entgegensehen koͤnnte. Lord John Russell, der durch den Tod seiner Gemahlin sehr

niedergeschlagen wurde, hat sich so weit erholt, daß er seit einigen Tagen wieder einen Theil seiner Zeit den oͤffentlichen Geschaͤften widmen kann.

Nach dem Courier ist die Zeit der Wiedereroͤffnung des Parlaments durchaus noch nicht bestimmt und selbst die neulich mitgetheilte Angabe, daß dieselbe um die Mitte des Januar Man moͤchte zweifeln,

Sehr unwahrscheinlich ist die Angabe eines Dubliner Blat⸗ tes, daß der Herzog von Sussex darein gewilligt habe, den Po⸗ sten eines Vice⸗Koͤnigs von Irland anzunehmen; Lord Mor⸗ peth werde dann, jenem Blatte zufolge, einen Sitz im Kabiner erhalten und alle amtlichen Geschaͤfte uͤbernehmen.

Nach der Limerick Chroniecle hat die Regierung die

Absicht, die Bestimmungen des in der letzten Parlaments⸗Ses⸗ sion angenommenen Gesetzes, welches die Geistlichen der bisschoͤf⸗ lichen Kirche verpflichtet, auf ihren Pfarreien zu wohnen, auch auf Irland auszudehnen.

Der Ausschuß des protestantischen Vereins hat durch sei⸗

nen Secretair, Edward Dalton, ein Umlaufschreiben erlassen, worin Unterstuͤtzung angesprochen wird, um seine wichtigen Be⸗

muͤhungen mit groͤßerer Kraft und Wirkung fortsetzen zu koͤn⸗ nen. Es wird darin gesagt, daß die Einnahme der ersten zwei Jahre die Ausgaben nicht gedeckt habe und oam Ende dieses

Zeitraumes eine Schuldenlast von ungefaͤhr 400 Pfd. St. an⸗

gewachsen sey, welche durch die Einnahme des vorigen Jahres,

obgleich die laufenden Beduͤrfnisse dadurch bestritten worden, nicht

habe getilgt werden koͤnnen. Die Zwecke des Vereins sind aus⸗ schließend auf die Befoͤrderung des Uebergewichts der bischoͤs⸗ lichen Kirche gerichtet.

Die Times wiederholt fortwaͤhrend, daß es jetzt Rußland 8 sey, gegen das sich alle Aufmerksamkeit und die ganze Wider⸗

standskraft Englands richten muͤsse. sagt genannte Blatt in einer seiner letzten Nummern, „dreierlei Ur⸗ sachen des Konflikts zwischen Nationen: Territorial⸗Fragen, kommerzielle Fragen und rein voͤlkerrechtliche Fragen, dech solche,

„Es giebt“, so sagt das

bei denen vorzugsweise Ruͤcksichten der Politik in abstracto, Be⸗ eintraͤchtigung des politischen Einflusses oder Uebergewichtes in

einem dritten Staate, in Betracht kommen. Daß eine reine Territorial⸗Frage in dem Streite zwischen England und Ruß⸗

land vorliege, kann man nun freilich nicht behaupten, aber den⸗

noch ist sie nicht ganz ausgeschlossen, denn wenngleich England durchaus nicht die Absicht hegt, auch nur einen Fuß Landes an sich zu reißen, so kann es doch nicht gleichguͤltig zusehen, wie Rußland sich ruͤstet, an der Donau, am Bosporus, am Schwarzen und Kaspischen Meere Eroberungen zu machen, welche unmittelbar nachtheilig auf England zuruͤckwirken muͤssen; 840 unzweifelhaft aber ist der kommerzielle und rein politische C

mit welcher die Plaͤne Rußlands ihnen drohten, zu verkennen

schienen, weil die Ursachen des Streites, ihrem Charakter ge⸗ maͤß, weniger in die Augen spraͤngen, als dies bei einer reinen

Territorial⸗Frage der Fall seyn wuͤrde. Auf der anderen Seite aber giebt die „Times“ jetzt doch zu, daß der Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, Lord Palmerston, dessen Po⸗ litik ihr bisher nur zur Zielscheibe der heftigsten Schmaͤhungen diente, die Lage der Dinge wohl begriffen und in den mit Oesterreich und der Pforte neuerdings abgeschlossenen Traktaten eine tuͤchtige

arakter des Streites.“ Die „Times“ macht dann ihren Landsleuten den Vorwurf, daß sie, aller Warnungen ungeachtet, nur darum die Gefahr,

ihres Spottes und

1 Schutz⸗ „Daß ein nicht unbe⸗

deutender Schritt bereits gethan ist“, sagt sie, „um Ungluͤck

und Schmach von unserer Macht im Auslande abzuwenden,

beweisen die durch Lord Palmerston neuerdings negoziirten Trak⸗ tate mit den uns befreundeten Maͤchten Hesterreich und der

Tuͤrkei; und kein Britischer Unterthan, welches auch seine poli⸗ tischen Ansichten seyn moͤgen, darf sich durch Eifersucht oder

Parteigeist verhindern lassen, dem Minister, dem wir jene Traktate

verdanken, den Beifall zu zollen, den er in vollem Maße verdient

hat. Der Traktat mit der Tuͤrkei giebt England ein direktes In⸗ teresse und das Recht, sich auf eigene Hand den Russischen Plaͤnen

im ganzen Tuͤrkischen Reiche entgegenzustemmen. Der Traktat mit

Oesterreich oͤffnet uns den ganzen Lauf der Donau und giebt

.

England einen Standpunkt zur genauen Beobachtung jeder,

auch der kleinsten Bewegung, wesche Rußland an der Nord⸗:

graͤnze der Laͤnder des Sultans vornehmen moͤchte. Diese

Traktate, entworfen unter Umstaͤnden von nicht gewoͤhnlicher der Vertheidigung und Vorsicht, und sobald sie zweckmaͤßig, wenn auch auf vollkommen friedlichem Wege und in Uebereinstim- mung mit den Anforderungen der Billigkeit und Ehre, durch⸗ gefuͤhrt werden, so koͤnnen sie eine etwa projektirte Invaston in

Schwierigkeit, sind kluge und wirksame Maßregeln

die Tuͤrkei im Keime ersticken, ohne daß ein Tropfen Blutes

vergossen wuͤrde.“

Die Morning Chroniele tritt heute mit der schon vor langer Zeit verheißenen Charakteristik des mit Oesterreich ab:

geschlossenen Handels⸗Traktats hervor. Zwar wird hauptsaͤchlich nur das durch den neuen Traktat gefoͤrderte Handels⸗Interesse besprochen und wegen fernerer Erlaͤuterungen auf eine vermuth⸗ lich bald sich darbietende Gelegenheit verwiesen, indeß deutet das genannte Blatt doch darauf hin, daß ein engerer Anschluß an Oesterreich, in Opposition gegen Rußland, ein Haupt⸗ zweck des Traktats seyv. „Der Vertrag“, heißt es in der

Chroniele, „ist, gleich den meisten neueren Handele Ver⸗