1838 / 331 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Docretum Brann Ias gericht ersten Bezirks.

der auf das gezeichnete Actien-Capital geschehe- nmen Einzahlung, nämlich: für die Summe von 1 1 z1 Millionen Gulden durchdielöblichen Magistrate

lion und 600,000 Gulden durch die Wechselbäuser

Rezt-Betrag in meinem Comtoire

Hvvpotheken⸗Schein sind in der Registratur einzusehen.

Thlr. azu 30 8

B

Pr. Cour. r. g2fa.

rief.

2 Mt. 2 Mt.

300 Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Thl.

Wien in 20 Kr Angsburg

EBresiau 8 Tage

Leipzig 2 Mt.

Fraunkfurt a. M. WZ. Petersburg

8.

Mittrooch, 28. Nov. Im Schauspielhause.

der. 1) Albanerinnen an einer Fontaine. 2) chen in der Sylvesternacht. 3) Burgwacht 4) Soldaten spielen in einer Schenke Karten. einen Liebesbrief lesend. 6) Eine Stiefelbude in Pommerschen Stadt. Hierauf: Der Majoratserb 4 Abth., vom Verfasser von „Luͤge und Wahrhei

Donnerstag, 29. Nov. Im Schauspielhause.

150 150 10 2 Mt. 10158 2 Mt. 99 ½2

191 % 311⁄12

Koͤnigliche Schauspiele.

5) Italiaͤnerinnen 8

= 5 Abth., von Bouilly, uͤbersetzt 139 ¾ . 150 %⅓ 149 ¼ 8* 797⁄12 Georges,

onnerstag, 29. Nov. 3 oder: 102

vom Kapellmeister J. Drechsler. gend. Herr Plock: Lorenz.)

Freitag, 30. Nov. Hinko, Nuͤrnberg, Lebende Bil⸗ juͤngere Zwei Maͤd Moͤnche und

301 ½h½

S”1

einer kleinen Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. e, Lustspiel in

Zum ersten⸗! 10 Sgr., auch 1 Rthlr. 5 Sgr.; Ha

male wiederholt: Frage und Antwort, dra 1 Akt. Hierauf: Der Abbée de l'Epée, historisches Drama in

nal⸗Zauber⸗Maͤhrchen in 3 Akten,

Roggen 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rthl 1 Rihlr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 3 Sgr. 9

von Kotzebue.

Konigsstaͤdtisches Theater.

Mittwoch, 28. Nov. Zum treuen Schaͤfer, komische Oper

in 3 Akten, nach dem Franzoͤsischen vom Freiherrn von Lichtenstein.

des Secri

von Ferd. R

der Stadtschultheißen⸗Sohn von Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspiel: „Der ohn“, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer.

ò—

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 26. Rovember 1838.

Sgr., auch 2 r. 20 Sgr.; große Gerste

Pf.; kleine Gerste 1 Rthir.

25 fer 28 Sgr. 9 P

Musik von Adam. Das Maͤdchen aus der Feenwelt, Der Bauer als Millionair, großes romantisches Origi⸗

(Dlle. Eichbaum:

matischer Scherz in

1““

pPf., auch 1 Rt Fafer 1 Rthlr.

be und Saint⸗

Der Centner

aimund. Musik 1888.

Erbsen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 1 Rthlr. 17 Sgr.

Zu Wasser: 7 Sgr. 6 Pf., und 2 Rthlr. 25

Meteorologische Beobachtung. Morgens 26. November. 6

17 Sgr.: 6 Pf., auch 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf. gr.; kinsg Weizen (weißer) 3 Rihlr. 10 Sgr., auch z Sgr.; Roggecn 1 Rthlr. 28 hlr. 25 Sgr. 8 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 5 888

Sonnabend, den 24. Rovember 1838.

Das Schock Stroh 6 Rthlr. 25 Sgr., auch 6 Rthlr. 5 Sm Heu 1 Rthlr. 2 Sar. 6 Pf., auch 20 Sgar. 1

h

Nachmittags

Nach einmali 2 Uhr. 2

Abends Beobachtung.

Uhr. 10 Uhr.

Die Ju⸗

Luftdruck.. Luftwärme Thaupunkt Dunstsaͤttigung

——

Wolkenzug Tagesmittel:

Rthlr. 10 Sgr.;

f., auch 25 Sgr.;

338,61“ Par.

83 pCt. halbheiter. NW. NRNW.

Quellwärme 720 Flußwärme 0,00 8. Bodenwarme 4,10 5 Ausdünstung 0,H.7, 1 Niederschlag 0. 1 Wärmewechsel NRNW. ö 338,75 Par.. 4,6 0 R.. 5,8 0 R... 79 pCt. Ng

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, .

6,5 ° R. 80 vCt. heiter. NNW.

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In Vertretung des Redacteurs: Wentzel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

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Allgeme

Bekanntmachungen. RNothwendiger Verkauf.

n

Königl. Ober⸗Landesgericht zu Marienwerder. Die Erbpachtsgerechtigkeit auf das im Departement des hiesigen Ober⸗Landesgerichts im Preuß. Stargard⸗ schen Kreise gelegene Domainen⸗Vorwerk Rokittken Nr. 113, abgeschätzt auf 9866 Thlr. 7 sgr. 1 pf. zufolge der nebst Hopotheken⸗Schein und den Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll am 6. März 1839, Vormittags um 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Rothwendiger Verkauf.

Stadtgericht zu Verlln, den 19. Juni 1838.

Das in der Dresdnerstraße Nr. 29 belegene Grund⸗ stück des Bürger und Leichenbitter Carl Friedrich Fa⸗ bricius, taxirt zu 5482 Thlr. 1 sgr. 9 pf., soll zur Auf⸗ lösung der Gemeinschaft am 26. Februar 1839, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Zu diesem Termine werden

a) die unbekannten Real⸗Prätendenten und

b) die Erben der Wittwe des Predigers Richter,

Johanne Caroline, geb. Dietrich,

hierdurch öffentlich vorgeladen.

In Sachen den Nachlaß des hierselbst verstorbenen Mühlen⸗Baumeisters Johann Friedrich Jocob Höro⸗ dieß aus Berlin betreffend, werden alle diejenigen, wesche an jenen Rachlaß aus irgend einem Rechts⸗ grunde, folglich auch aus einem Erbrechte, Ansprüche zu haben vermeinen, kraft dieses ediktaliter citirt, solche Ansprüche am 29. Dezember d. J., Morgens 10 Uhr, vor hiesigem beneßt Stadtgerichte bei Strafe des gänzlichen Ausschlusses gehörig anzumelden und so viel als thunlich zu bescheinigen.

schweig, den 20. Rovember 1838.

F. Rosenthal. 1 1Sir

884½ 8 Hanseatisch-Süddeutsche

Central- Eisenbahn.

Bekanntmachung.

In Folge der definitiven Weigerung Sr. Maj. des Königs von Hannover, der von mir projectirten Han- scatisch-Süddeutschen Central-Eisenbahn, welche eine direkte und kürzeste Verbindung der Hanse- städte mit Central- und Süddeutschland bezweckt, die Leitung durch sein Königreich zu gestatten, und treu meiner für diesen Fall gegen meine Actio- nairs übernommenen Verpflichtung, habe ich (nach vorgängiger Bekanntmachung vom 15. Septbr. a. c.)

die vollständige baare Zurückerstattung

hier, zu Coburg und in Meiningen; für eine Mil- in Frankfurt den 8 am 15. und 16. dieses Monats bewerkstelligt und überdies auch die Zinsen der ausgeliehen gewesenen Einzahlungs-Beträge der Herzogl. Sachsen-Meiningenschen Regierung für die Waisén-Anstalten des Landes bereits überwiesen.

Da aber eine (zwar nur kleine) Anzahl der aus- gegebenen Actien au diesen Tagen nicht angemel- jet worden sind, ich indessen die Inhaber vor Ver- just berrahren möchte, so bin ich bereit, sie noch wMäbrend sechs Monaten, von heute an, bei Präsentation in meinem Comtoire allhier jederzeit baar einsulösen. Nach Ablauf dieser ge- räumigen Frist kann keine Rückzahlung mehr an-

gesprochen werden. 1 Hildburghausen, am 20. November 1838.

Gebrüder Mülhens & Comp. 1 und J. L. Schätzler in Augsburg und für

von v. Hofmann, Kshnigl.

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rige Aufgaben oder Finger⸗Uebungen für Anfänger

geboten. ma inst) ven Zweck mit charakteristischer Schönheit verbunden finden, ohne daß auf einen gro⸗

NVNVol. II. pars 1.

iner Anzeiger fuͤ 8 Zur Geschichte

LEI11“ des Feldzuges von

aͤr

2₰

1813, Pre ußischem General⸗ 1 Thlr. 20 sgr.

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Im Verlage von F. E. C. Leuckart ist erschienen in Berlin bei Songe et 6é6riteé. our le Pianoforte composées par B. 3 Philipp. Op. 28. Preis 2 Thlr. Diese Klavierstücke haben einen als Kla⸗

Compofitionen vielen Beifall Unter dem Namen

Etüden werden dem Publikum meistens höchst schwie⸗

Hier aber wird man den instrukti⸗

ßern als mittlern Grad der technischen Fer⸗ tigkeit gerechnet wäre.

So eben ist erschienen und in Berlin durch Ferd. Dümmler. Linden No. 19, zu beziehen: Euripidis Tragoediae. Recensuit Godofredus Hermannus Von dieser schönen Ausgabe sind bisher erschienen: Vol. I. pars I. Hecuba. 1 Thlr. 7 ¼ sgr. pars II. Iphigenia in Aulide 1 Thlr. 7 sgr. pars III. Iphigenia Taurica 1 Thlr. 15 sgr. Helena. 1 Thlr. 7 ½ sgr. pars 1I. Andro nache. 22 ½ sgr. pars III. Cyclops. 15 sgr. Letzteres haben wir so eben versandt. November 1838. Weidmannsche Buchhandlung. So eben ist bei A. G. Liebeskind in Leipzig er⸗ schienen und in allen Buchhandlungen, bei A. Asher, Linden Nr. 20, vorräthig: 2 Vollstaͤndiges Englisch⸗Deutsches und Deutsch⸗Englisches Woͤrterbuch, enthaltend alle in beiden Sprachen allgemein gebräuch⸗ liche Wörter. In zwei Theilen.

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Johann Sporschil.

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Press kartonnirt 10 Thlr. oder 18 Fl. Rhein. Die leider so sehr verspätete Erscheinung dieses wichtigen und umfaugreichen Werkes ward theils durch die unendlich mühevolle, mit der größten Gewissenhaf⸗ tigkeit und Sorgfalt besorgte Bearbeitung dieser neuen Ausgabe, theils durch die bedeutenden Schwierigkeiten des Satzes und der Korrekturen veranlaßt, welche letztere namentlich mit einer wahrhaft ängstlichen Ge⸗ nauigkeit besorgt einen großen Aufwand an Zeit er⸗ forderten. Dadurch hat dieses Werk aber auch in jeder Hinsicht eine solche Vollendung erhalten, daß ihm der erste Platz unter allen bis jetzt erschienenen Wörter⸗ büchern dieser beiden Sprachen wohl schwerlich wird bestritten werden können. Nach einer genauen Durch⸗

Her von den Grofsherzogl. und Herzogl. Sächs. Gouvernements concessionirte Un-. ternehmer der Hanseatisch-Süddeutschen 8 Central-Eisenbahn:

J. Meyer, Chef des Bibliographischen Instituts. ¶—————B—B—B—Bõℳ

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Die Jaͤger und Schuͤtzen des Preußischen

Heeres.

Was sie waren, was sie sind und was sie seyn wer⸗

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vae Mit 4 Plänen, einer Abbildung und

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g. Gr. 8vo. Brosch. 3 Thlr.

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d

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Vou A. Cosmar. Inhalt: 1) Soldatenliebe, Liederspiel von Fr. Geneée. 2) Die Zwillings⸗Geschwister, Lust⸗ spiel von A. Cosmar. 3) St. Peter und der armen Maler, Drama von L. Barsch. ¼) Der Stellvertreter, Posse von S. Leunz. 5) Der Stumme wider Willen, Schwank von Isi. 6) Alle für Einen und Einer für Alle, veon Glaßbreuner. Preis 1 ½ Thlr. a0 1

EEEEEE Hen In der Jägerschen Buch«⸗, Papier⸗ und Landkan tenhandlung in Frankfurt a. M. ist so eben erschienan und in Berlin in der Enslinschen Buchhandlung (F. Müller), Breitestraße Nr. 23, zu haben: Neues Franzoͤsisches Elementarbuch,

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Hanudbuch der landwirthschaftlichen Baukunde; zum Gebrauch als Leitfaden bei Vorträgen über de selbe, so wie insbesondere zur Selbstbelehrung fit Baumeister, Landwirthe und Kameralisten, 1 von G. Fesns.

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Berlin, November 1838. Veit & Comp.

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Amtliche Nachrichte

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Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Gefreiten Watheler

vom 40sten Infanterie⸗Regiment (Sten Reserve⸗Regiment) die

Rettungs⸗Medaille mit dem Bande zu verleihen geruht.

Bekanntmachung

wegen nachtraͤglicher Einloͤsung der praͤkludirten al⸗

ten Kassen⸗Anweisungen vom Jahre 1824 bis zum 31. Dezember d. J.

Die Inhaber alter Kassen⸗Anweisungen vom Jahre 1824 wurden schon durch unsere wiederholten Bekanntmachungen vom 3. Juli und 16. September v. J. aufgefordert, sich solcher durch Einzahlung an die Kassen oder durch Umtausch gegen neue Fasten Anweisungen vom Jahre 1835 zu entledigen, und ward der Praͤklusiv⸗Termin fuͤr den Umtausch in Gemäͤßheit der Al⸗ lerhoͤchsten Kabinets⸗Ordre vom 14. November 1835 (Gesetz⸗ Sammlung Nr. 1706) durch unsere ebenfalls wiederholte Be⸗ kanntmachung vom 12. Nopember v. J. erst auf den 30. Juni d. J. angesetzt, so daß die Inhaber seit unserer ersten Bekannt⸗ machung fast ein ganzes Jahr Zeit gehabt haben, die alten Kassen⸗Anweisungen umzutauschen. Dessenungeachtet sind den⸗ noch nach Ablauf des Praͤklusiv⸗Termins viele Gesuche um Er⸗ satz fuͤr alte Kassen⸗Anweisungen eingegangen, deren rechtzeitige Einreichung versaͤumt war. Obgleich die Staats⸗Kasse keine Verpflichtung hat, fuͤr solche praͤkludirte Papiere noch nachtraͤg⸗ lich Ersatz zu leisten, so haben des Koͤnigs Mäajestaͤt dennoch in der Ruͤcksicht, daß die Festsetzung des Praͤklusiv⸗Termins ledig⸗ lich den Zweck gehabt hat, das Umtausch⸗Geschaͤft in einer be⸗ stimmten Zeit zum Abschluß zu bringen, nicht aber der Staats⸗ Kasse einen Vortheil dadurch zu verschaffen, Sich bewogen ge⸗

funden, durch Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre vom 25sten d. M.

fuͤr die pkaͤkludirten alten Kassen⸗ den

kulanten beurtheilen.

eine nachtraͤgliche Verguͤtigun Anweisungen im Wege der Gnade mit der Maßgabe zu gestat⸗ ten, daß fuͤr alle diejenigen, welche bis jetzt schon bei den Be⸗ * und Kassen eingegangen sind, oder bis zum 31. Dezem⸗ er d. J. noch eingehen werden, der Ersatz geleistet, daß aber mit diesem Termin das Umtausch⸗Geschaͤft fuͤr immer geschlossen und eine Verguͤtigung fuͤr etwa spaͤter zum Vorschein kom⸗ er Kassen⸗Anweisungen in keinem Falle gewaͤhrt wer⸗ en soll.

Wir fordern daher diejenigen, welche noch im Besitze alter Kassen⸗Anweisungen vom Jahre 1824 sind, auf, solche schleu⸗ nigst entweder hier in Berlin an die Kontrolle der Staats⸗ . oder in den Prorinzen an die Regierungs⸗Haupt⸗

assen gelangen zu lassen und den Ersatz dafuͤr zu gewaͤrtigen, mit dem Beifuͤgen, daß Jeder, der auch diesen endlichen Schluß⸗ Termin unbeachtet laͤßt, den daraus fuͤr ihn entstehenden Ver⸗ lust sich selbst beizumessen hat, und alle vom 1. Januar k. J. etwa eingehenden Gesuche um Ersatz fuͤr alte Kassen⸗Anweisun⸗ gen unberuͤcksichtigt und unbeantwortet bleiben werden.

Denjenigen, welche bis jetzt schon dergleichen praͤkludirte alte Kassen⸗Anweisungen entweder bei uns, oder bei der Kon⸗ trolle der Staats⸗Papiere, oder in den Provinzen bei den Koͤnigl. Regierungen oder Kassen eingereicht haben, wird der Ersatz da⸗ fuͤr nachtraͤglich uͤberwiesen werden.

Berlin, den 27. November 1838.

aupt⸗ ethh d Staats⸗Schulden. Rother. von Schuͤtze. Beelitz. Deetz. von Berger. „Angekommen: Ihre Durchlauchten der Fuͤrst und die 1. Boguslaw Radziwill, von Schloß Ruhberg in Schlesien.

Se. Excellenz der Koͤnigl. Schwedische General⸗Lieutenant und Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Graf von Wacht⸗ meister, von Stockholm.

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Zeitungs⸗Nachrichten.

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Frankreich.

Paris, 23. Nov. Nemours haben sich, in Begleitung des General Pajol und ihrer Adjutanten nach der Ebene von Vesinet begeben, um die Regimenter, welche die Garnison von St. Germain bilden, die Revue passiren zu lassen.

Durch eine Koͤnigliche Ordonnanz vom 20sten d. wird die Organisation der zwei Marine⸗Regimenter, deren Errichtung schon am 14. Mai 1831 beschlossen war, und die Bildung eines dritten vorgeschrieben. Diese 3 Regimenter Fußvolk sind zum Dienst in den Seehaͤfen und den Kolonieen bestimmt.

Der Herzog und die Herzogin von Wuͤrttemberg haben auf ihrer Reise nach Italien nicht, wie mehrere Journale ver⸗ 8” Marseille beruͤhrt, sondern sich uͤber Aix nach Nizza

geben.

Reschid Pascha ist am heutigen Tage mit seinen Kindern nach London abgereist.

General Gusler, Militair⸗Kommandant im Maas⸗Depar⸗ tement, hat den Befehl empfangen, sich nach Luneville zu bege⸗ ben, um das Kommando uͤber die dort stationirte Kavallerie⸗

rigade zu uͤbernehmen.

Der Marschall Macdonald (Herzog von Tarent) steht im vegriff, seine Guͤter in der Touraine zu verlassen und sich zur

iederherstellung seiner sehr angegriffenen Gesundheit nach dem fuͤdlichen Italien zu begeben.

Der Gesundheits⸗Zustand des Herrn Cousin ist noch immer sehr bedenklich. Er hat deshalb in seiner Eigenschaft als Staats⸗

ath im außerordentlichen Dienst seine Entlassung eingereicht.

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welches gestern stattfand, dauerte vier Stunden. dem Tausende von jungen Leuten folgten, ging durch viele

ben würde, ei

Der Deputirte von St. Malo, Herr Besla 1s 3 l p, hat, vorge⸗ ruͤckten Alters halber, seine Entlassung eingereicht, und ber n⸗. didat des Ministeriums, General Berthois, vormaliger Depu⸗

tirter von Vitré, wird sich um diese Stelle bewerben.

Herr Viardot ist an die Stelle des Herrn Robert zum Direktor der Italiaͤnischen Oper ernannt worden.

Das feierliche Leichenbegängniß des Doktor Broussais,

Der Zug,

Straßen und kam, um 1 Uhr vom Sterbehause abgega igen, erst um 4 Uhr auf dem Kirchhofe Pere⸗la⸗Chaise an; hie wa⸗

lauter Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft der Heilkunde darzubringen. Nicht alle Reden konnten gehalten

werden, denn die Nacht brach ein, und die Beerdigung mußte in der Dunkelheit vor sich gehen.

Im Journal des Dobats liest man: „Herr Jaubert,

General⸗Direktor der Eisenbahn von Paris nach dem Meere,

hat seine Entlassung eingereicht, und Herr Lebobe ist proviso⸗ risch zu seinem Nachfolger ernannt worden. Nan hat das Geruͤcht verbreitet, als ob die Compagnee zur Erbauung einer Eisenbahn von Paris nach dem Meere bei der Regierung um die Erlaubniß eingekommen wäaͤre, liquidiren zu duͤrfen. Wir glauben, daß diese Nachricht voͤllig grundlos ist. Das schnelle Sinken der Actien hat bei manchen Actionairen den Wunsch einer Liquidation hervorrufen koͤnnen; aber diesem Sinken der Actien liegt keine andere Ursache zum Grunde, als eine Voͤr⸗ sen⸗Krise, und die Entmuthigung einzelner Personen, die ihre Erwartungen zu hoch gesteigert hatten. Was faͤr eine Aehn⸗ lichkeit waltet zwischen der Zukunft einer so großartigen Unter⸗ nehmung und zwischen ephemeren Speculationen ob? Man darf nicht die Dispositionen derjenigen Actionaire, die es red⸗ lich meinen und die bei weitem die Mehrzahl bilden, nach Wuͤnschen einer kleinen Anzahl abenteuerlicher Spe⸗ kulan Die Compagnie der Eisenbahn von Paris nach dem Meere hat keinesweges den Muth verloren. Sie hatte wahrgenommen, daß die Anschlaͤge, nach welchen die Zahl des Gesellschafts⸗Kapitals festgestellt worden war, sehr luͤckenhaft sind, daher beschaͤfrigt sie sich damit, neue zu ent⸗ werfen, die ein groͤßeres Vertrauen einzufloͤßen im Stande

sind, und bald werden diese zu ihrer S geee bereit seyn.

Wenn es sich herausstellt, daß die Kosten bedeutend groͤßer sind, als man ver sechs Monaten glaubte, so wird die Admi⸗ nistration gewiß in alle diejenigen Ermäßigungen willigen, die ihr zur Erhaltung des oͤffentlichen Zutrauens nothwendig er⸗ scheinen, und so viel als moͤglich suchen, das Betriebs⸗Kapital in die Graͤnzen des fruͤher veranschlagten zuruͤckzufuͤhren.“

Die General⸗Verwaltung der Zoͤlle veroͤffentlicht in diesem Augenblick eine Uebersicht des Franzoͤsischen Handels im Jahre 1837 mit seinen Kolonieen und den Laͤndern der fremden Maͤchte.

Zwei Unteroffiziere des z8 Aurillac garnisonirenden 38sten Linien⸗Regiments sind, dem National zufolge, zu einem Mo⸗ nat Gefaͤngniß verurtheilt, weil sie in der Nacht auf oͤffentlicher Straße die Marseillaise gesungen haben. Nach ausgestandener Gefaͤngnißstrafe sollen sle nach Afrika geschickt und daselbst als Gemeine in eine Straf⸗Compagnie gestellt werden.

Prozjeß des Soldaten Belabre. Seit langer Zeit hatte keine Sitzung des biesigen Kriegs⸗Gerichts eine solche Menge von Sgeress herbeigelockt, als die gestern stattgehabten Debatten dieses

rozesses. Rachdem der Gerichtsschreiber, in Abwesenheit des Ange⸗ klagten und der Zeugen, aber in Gegenwart seines Veriheidigers und des ganzen Pubsikums die Aktenstücke der Prozedur vorgelesen hatte, ward Belabre eingeführt. Er trug die Uniform seines Regiments, und nachdem ihm der Präsident angezeigt hatte, daß er angeklagt worden sey, den Mikolas Fohr freiwillig getödtet zu haben, erzählte der Angeklagte den Vorgang auf folgende Weise: „Ich stand an dem Gitter, welches nach der Rivoli⸗Straße hinausgeht, auf Posten, als am 1½. November gegen 10 ½ Uhr Abends ein Mann in bürger⸗ licher Kleidung an mich herauntrat, und mich aufforderte, mit ihm zu trinken. Nachdem ich dies zu drei verschiedenen Malen abgelehnt hatte, ergoß er sich in Schimpfreden gegen mich, die er mit unschick: lichen Gesteu begleitete. Ich forderte ihn noch einmal auf, seiner Wege zu gehen, aber siatt sich zu entfernen,

an. Da ich fürchtete, daß er mit einem Pistol, oder einem Dolche bewaffnet seyn möchte, so wollte ich das Bajonnet nicht drauchen,

Die Herzoge von Orleans und von sonderu gab Feuer auf ihn.“ Frage: „Habt Ihr die zunäͤchst bei

Euch stehende Schildwache gerufen, als jener Mann Euch schimpfte?“

Antwort: „Die andere Schildwache stand sehr entsernt; mau

konnte sich nicht verstehen.“ Fr.: „Welche Instruction hattet Ibr

von dem Korporal erhalten, der Euch auf den Posten gestellt hatte?“ Antw.: „Er befahl mir, bei Tage Riemand in den Garten ein⸗ zulassen, und fügte hiuzu, daß, wenn sich bei Nachtzeit Jemand naͤ⸗ dern sollte, ich uscht erlauben durfe, daß er das Gitter besteige; weun dies aber trotz meiner Warnung geschähe, so soll ich Feuer geben.“ Auf verschiedene Fragen des Präsidenten erklärte der Angeklagte

noch, daß er fest geglaudt habe, Fohr wolle das Gitter uͤbersteigen, daß er deuselben wenigstens fünf Mal gewarnt habe, und daß derselbe ihm durchaus nicht betrunken erschienen wäre. Bei dem hierauf

folgenden Zengen⸗Verhöre suchte der Präsideut besonders zu ermit⸗ teln, ob die Wunde, die dem Getödteten beigebracht worden sep,

vermuthen lasse, daß derselbe auf gleicher Höhe mit der Schildwache, oder höher als dieselbe gestanden habe; im letztern Falle ließe sich annehmen, daß Fohr wirklich im Begriff gewesen sey, das Gitter zu erklettern. Die Aussage des Doktor Eruveilhier diente dazu, die letztere Vermuthung festzustellen, und kam somit dem Angeklagten zu statten. Die Personen, die sich während des Streites und beim Ab⸗ feuern des Gewehres in der Rähe der Schildwache befunden hatten, erklärten einstimmig, daß Fohr den Poͤsten laut und unanständig ge⸗ chimpft, und sich fest an das Gitter angeklammert habe. Aus den Zerhören der Militairs ergab sich, daß Belabre von seinem Korpo⸗ ral die Instruction erhalten hatte, daß er Jedem, der sich ihm zu sehr nähere, mit dem Bajonnet zurück zu treiben, und auf Jeden, der in den Garten einzudringen Feeehe Zemfhn geben habe. Nach Beendigung des Zeugen⸗Verhörs begann der Berichterstatter sogleich sein Requtsi⸗ sorium, und sprach die Meinung aus, daß Belabre besser gethan ha⸗ n anderes Mittel anzuwenden, um den Rikolas Fohr

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iu entfernen, daß er aber, nicht allein ohne strafbare Absicht, sondern in der Ueberzeugung, eine Pflicht zu erfüllen, gehandelt habe. Er führte mehrere ähnliche Fälle an, die immer mit der Freisprechung der Schildwache geendigt hätten, und erklärte, daß, seiner Meinung nach, anch bei diesem unglücklichen Ereignisse, dem Angeklagten Be⸗ lahre keiue Strafe zu diktiren sey. Die Vertheidigung war hierauf kurz und leicht, und das Gericht sprach nach halbstündiger Berathung den Angeklagten vöͤllig frei. 3

Der Cbnbuznhenne. enthaͤlt ein Schreiben aus Orau

vom 10ten d., worin es heißt: „Mehrere Araber aus dem

1- . näüherte er sich mir immer mehr, und endlich klammerie er sich an das Gitter

Stamme Sidi⸗Khanen sind in die Stadt gekommen, und bie⸗

ren Deputationen der Fakultäten, gelehrten Gesellschaften und —“ Staats⸗Behoͤrden versammelt, dem Hingeschiedenen den Tribut

richt dar, daß Abdel⸗Kader ein Gefangener der Marabouts von Ain⸗Maideh sey. Einer dieser Araber hatte zur Armee dteses Emirs gehoͤrt. Sie sagen aus, daß Abdel⸗Kader unbe⸗ zweifelt von den Marabouts der Wuͤste erwuͤrgt werden wuͤrde; sie haͤtten ihn von allen Seiten umringt, und niemals wuͤrden sie es ihm vergeben, daß er die Ab⸗ sicht gehabt habe, sie zu unterjochen. Sonderbar ist es, daß diese Parteigänger nicht aufhoͤren, unter alle Stämme das Ge⸗ ruͤcht 8 verbreiten, daß Frankreich ihrem Sultan seinen maͤch⸗ tigen Beistand leihen werde, und daß diese Macht dazu durch einen Traktat verpflichtet sey, den Ben⸗Arach in Paris abge⸗ schlossen habe. Mehrere Fluͤchtlinge sind in diesen Tagen von Tekedempt eingetroffen und haben Zeichen von großer Nieder⸗ geschlagenheit gegeben, woraus sich schließen laͤßt, daß die Aus⸗ sage der Araber auf Wahrheit gegruͤndet seyn muß.“

In einem vom Toulonnais mitgetheilten Schreiben aus Algier vom 10ten d. heißt es unter Anderem: „Die Drohun⸗ gen, welche man gegen die Araber erhob, die sich dem Vieh⸗ diebstahl hingeben, sind unbeachtet geblieben. In Folge dessen begab sich der General Bernelle, auf hoͤheren Befehl, an der Spitze mehrerer Truppen von Maelma nach Koleah, um, in Gemeinschaft mit dem su Belidah kommandirenden General Guingret einen Einfall in das Land der Hadjuten zu machen. Diese beiden Offiziere trafen an einem Punkte zusammen, wo sie die Araber in Schlachtlinie aufgestellt fanden. Als die Franzoͤsischen Truppen sich näherten, entwickelten die Araber eine lange Linie von Tirailleurs, und sandten einen Parlamentair, der in einem stolzen Tone fragte: „Was wir fuͤr Absichten haͤtten, in dem wir mit gewaffneter Janz das Gebiet ihres Emirs uͤber⸗ schritten?“ Sie erhielten zut Antwort, man kaͤme, um dte Viehheerden, die sie geraubt und wieder herauszugeben ver⸗ sprochen haͤtten, in Empfang zu nehmen. Der General Guingret empfing hierauf eine sehr unbefriedigende Antwort und beschloß, die Abgeordneten als Geisel zuruͤckzubehalten, aber der General Bernelle widersetzte sich diesem Verfahren, weil die Expedition nicht stark genug sey, um einen ernsthaften Angriff mit Erfolg 2 unternehmen, und weil ein solcher auch außer dem Friedens⸗

ystem liege, das man sich einmal zur Richtschnur genommen habe. So zogen sich denn die Truppen in bester Ordnung zu⸗ ruͤck, ohne eine Flinte losgebrannt, und ohne einen Ochsen wie⸗ der erbeutet zu haben.“

Großbritanien und Irland.

London, 21. Nov. In Folge wichtiger Nachrichten, die das Ministerium aus Kanada erhalten hat, ist wiedee davon die Rede, daß das Parlament fruͤher als gewoͤhnlich, Einige glauden gar, schon am 4. Dezember, eroͤffnet werden wuͤrde, obgleich Lord Melbourne erst ganz kuͤrzlich auf eine von Lord Brougham an ihn gerichtete Anfrage erklaͤrt hat, er koͤnne dar⸗ uͤber keinen Bescheid geben, denn die Eroͤffnung sey noch im Weiten. Vor der Ankunft jener Nachrichten scheint es auch der bestimmte Wille des Ministeriums gewesen zu seyn, das Parlament nicht vor der Mitte Januars einzuberufen; ob es jetzt seinen Entschluß aͤndern wird, muͤssen die naͤchsten Tage lehren. Die nach den erwaͤhnten Berichten baldigst zu erwar⸗ tende Ankunft Lord Durham's wird jedenfalls neues Leben in die 19 politischen Verhaͤltnisse bringen, und man darf in⸗ teressanten Debatten bei Eröͤffnung des Parlaments entgegen⸗ sehen. Es heißt, Graf Durham sey nach einer Vera⸗ thung mit dem Oberbefehlshaber der Truppen in Ka⸗ nada, Sir John Colborne, mit diesem dahin uͤbereinge⸗ kommen, daß er unter den drohenden Aussichten, welche der Stand Sveanr in Kanada darbot, nichts Besseres thun koͤnne, als so schnell als moͤglich nach England zuruͤckzukehren, um der Regierung persoͤnlich die noͤthigen Mittheilungen uͤber die Lage der Kolonie zu machen und ihr die Maßregeln vor⸗ zuschlagen, welche ihm nach der Ueberzeugung, die er an Ort

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und Stelle von den Erfordernissen des Augenblicks gewonnen, die angemessensten zu seyn schienen. Ob Lord Durham, als er diesen Entschluß faßte, schon die von ihm nachgesuchte Ent⸗ lassung erhalten hatte, wird nicht gesagt. Einige wollen auch

die Nachrichten uͤber die in Kanada drohenden Gefahren fuͤr

uͤbertrieben halten und glauben, daß dieselben hauptsaͤchlich auf Geruͤchten beruhten, die schon seit langer Zeit an der Britisch⸗ Amerikanischen Graͤnze umliefen. Andere aber sind der Mei⸗ nung, daß unverzuͤglich eine bedeutende Truppen⸗Verstaͤrkung nach Kanada abgehen werde.

Die oben erwaͤhnten Nachrichten aus Kanada sind uͤber NewYork hier eingegangen. Lord Durham wollte am 1. No⸗ vember von Auebek aus direkt nach England abgehen; man hat naͤmlich Grund, einen Buͤrgerkrieg waͤhrend des Winters in Kanada zu besorgen; Lord Durham eilt deshalb nach Europa zuruͤck. ie Regierung zu Washington soll einem ausgedehn⸗ ten Plan, den Kanadischen Rebellen von der Graͤnze her zu dn. auf die Spur gekommen seyn und alles Erfahrene dem

ord Durham eroͤffnet haben; man vermuthet, daß unverzuͤglich eine Truppen⸗Verstaͤrkung nach Kanada geschickt werden wird. Die Berichte aus New⸗York gehen bis zum 25. Oktober. Sie sind mit dem Packetboot „Garrick“ nach Liverpool gelangt. An beunruhigenden Geruͤchten fehlt es nicht; es sollen, heißt es, an 40,000 Amerikaner aus den Vereinigten Staaten bereit seyn, den Anordnungen Regierung zuwider, in Kanada einzufallen und den Mißvergnuͤgten beizustehen, und Herr van Buren soll er⸗

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