—“
Frankfurt a. M., 3 Dezember. I Qesterr. 5 % Met. 106 % G. 4 % 999⁄1½ G. 2 ½ % 59 G. 1 % 25 h¼ G. Bank- Actien 1798. 1796. Fartial. Obl. 154 ¼ G. Loose zu 500 Fl. 134 ¾. 134 ¼. Loose zu 100 Fl. 275 G. Preuss. Präm.- Sch. 68 ⁄½ G. do. 4 % Anl. 103 ½ Br. Pom. Loose 68 ½.
68 ⅛1. 5 % Span. Anl. 4 ⅞. 4 ½. 2 ½ % Holl. 53³⁄1 . 53 ½
Le spectacle sera terminé par: Les vieux péchés. (Mlle w ö“ — 1 39 première danseuse de Fopéra, remplira, pour cette fois zeul asen S ““ je röle de Ninette.) emen,
Zu dieser Vorstellung sind Billets von fruͤh 9 bis 1
LUig emeine 1“ L e, Hadl habfee, . 20841 8 9⁄4. mnh
hs h 82 ; secrtss 198 Sh sh c eee wes Hetun gin
die verschiedeusten Arten öffentlicher und privatrechtlicher Verhältnisse erstrecken. Die Fortsetzung dieses Werkes über die anderen Lokali⸗ läten der Priegnitz und ihrer Nachbar⸗Landschaften wird gewiß ein Wunsch seyn, der sich nicht bloß auf die Bewohner der Branden⸗ burgischen Gebiere beschränkt, sondern auch die des gesammten Va⸗
111u1XX“*“ 299 Seh 1 2 *
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landes umfaßt.
—— — ——
CU 511be hr „ Den 6. Dezember 1838
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Fr. Tosr. 8 Brief. Seld. 250
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103 02 2½ Pommm. Pfaudubi. 22 11. 27/1 10 23 8 Kar- a. Neum. do. 24 68] 1/⁄1 2 11 8⁵/ 12 Schlesische do. 4 103 102 /½ HRückat. C. und Z. 102 3¾ — Sch. d. K. u. N. 103 ½1 102⁵ 8 —
— — Gold al miareoo Neue Dacaten Friedrichsd'or And. Goldmün- zen à 5 Thl. Disecoonto
Ht.-HGebnid-Seh. Pr. Engl. Obl. 20. Pramseb. d. S- eb. Kaurm. 0 bl. m. I. C. NMm. Int. Sch. do. Berl. Stads-Obl. Köuigsb. do. Eibinger do. Danz. do. in Th. Vestpr. Pfandbr. Grofah. Pos. do. 4 24
IZf.
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2— 8.,—
28 101 1¼.
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1008, 104³ 4 100½
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10177,2 10827* 104“78 „ 8
18 ¼ 13 12
1 101/12
12
mechsel-Courns.
Brief.
Pr. 8 Thlr. zu 30 Sgr.
Gour.
Geld.
Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt.
150 Fl. 100 Thl. 100 Thl. 150 Fl.
—
792 ¾ 101¹¼
100 Rbl.
Auswärtige Börse
sK. I n Amsterdam. 1. Dezember.
Niederl. wirkl. Schuld 52 ⁄1. 5 % do. 100 ⅞1. Kanz
Ausg. Sch. —.
5 % Spean. 1611⁄1 6 Passive —. Oesterr. Met. —.
B Präm.- ctz. —. Poln. —.
140 ¾ 139 ⁄12
1““
11I““ Bill 231 3⁄18. Zinsl. 5, .
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Pre 8.
Antwerpen, 30. November. 1
Zinzl. 5 ¼. Neue Anl. 16 ½ G.
Kisenbahn-Actien. St. Germain 665.660. Versailles rechtez IIfer 585. 580. do. linkes Ufer 245. 220. Strafsburg-Basel 350 Br. Bordeaux-este —. Sambre-Meuse 435 G. Leiprzig-Dresden 91 G. Köln-Aachen 95 Br. Comp.-Centrale —.
Hamburg, 4. Dezember.
Bank-Actien 1288. 1485. Engl. Russ. 1965⁄1. ½. 3 % do. —. Neue Ani. —.
. Paris, 1. Dezember.
5 % Kente sin cour. 110. 30. 3 % fin cour. 81. 70. 5 % Neap. au compt. 101. 85. 5 % Span. Rente 17 1 - Passive —. 3 % Port. —.
— Wien, 1. Dezember.
50% Mer. 107 ½. 4 % 100 ½. 3 % 81 ½. 2 ½ % —- 1 %¾ 25 /18⸗
Bank-Aetien 1507. Neue Anl. —.
— V⏑—ꝛ—ꝛ—xx-
Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger
“ 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
5. Dezember.
Quellwärme 7,1 9Q R. Flußwärme 0,5 0 R. Bodenwärme 3,8 0 R. Ausdünstung 0,923“Rh. Niederschlag 0,010“ Rh.
Luftdruck.. 335,01“„„Par. 335,96„Par. Luftwärme.. —. +† 4,5 ° R. + 6,10 R. Thaupunkt +- 4,00 R. + 5,0 0 R. Dunstsattigung! 81 vECt. 80 vCt. Wetter. früͤbe. heiter. halbheiter. Wiird .. W. S2 SO. Wärmewechsel + 6,30 Wolkenzug. . — SW. 2 + 0,20. Tagesmittel: 335,92, Par.. +†. 4,00 R.. + 3,70 R... 82 pCt. Sʒ.
336,822““ Par.
+ 2,0° R.
+ 1,4° R. 85 vCt.
Koͤnigliche Schauspiele. Freitag/ 7. Dez. Im Opernhause. Der Ehestifter, Lust⸗ spiel in 1 Akt, frei nach Goldoni, von J. R. Miksch. Hierauf⸗
Der Maurer, Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von Auber.
Zu dieser Vorstellung werden Opernhaus⸗Billets mit Sonn⸗ abend bezeichnet verkauft.
Im Schauspielhause. Repréesentation extraordinaire: Bénéfice de retraite de Mr. Clozel. Le spectacle sera composé de: 1) Deux lableaux vivans, représentés par les artistes du théâtre francais.
2) La premieère représemation de: Clermont, ou: Une femme d'ar-
tiste. vaudeville nouvean en 2 remplira le role de Csermont.)
actes, par Seribe. (Mr. Saint-Aubin 3) Le pas Styrien, exécuté par
Mesds. Taglioni et Galster, et par MM. Taglioni et Stullmülller.
in der Wohnung des Herrn Clozel, Mohrenstraße Nr. h. Treppen hoch, zu folgenden Preisen zu haben: — Ein Billet zum Balkon und einer Loge des ersten R ges 1 Rthlr. ꝛc. an Sonnabend, §. Dez. Im Schauspielhause. Zum ersten wiederholt: Maria, Koͤnigin von Schottland, historisches T spiel in 5 Abth. und einem Vorspiel, von E. Raupach. Sonntag, 9. Dez. Im Opernhause. Euryanthe, ar romantische Oper in 3 Abth., mit Tanz; von Helmina v. 8ha Musik von C. M. v. Weher. (Neu einstudirt.) 82
mabe raus
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits geloͤsten, bezeichneten Opernhaus⸗Billets guͤltig; auch werden die da noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Freitag bezeichnet se
Im Schauspielhause. Das laute Geheimniß, romantisch Lustspiel in 5 Abth., frei nach Carlo Gozzi, von C. Blum. b 8 Konigsstädtisches Theater. Freitag, 7. Dez. Nelke und Handschuh, oder: Die Sciig, sale der Familie Monetenpfutsch. Neue Parodie eines sche oft parodirten Stoffes, in 3 Akten, von J. Nestroy. Ma von A. Muͤller. (Herr Beckmann wird nach seiner Genesum hierin wieder auftreten.) (Herr de Marchion: Rampsanger, als Debuͤt.) 4
Sonnabend, 8. Dez. Die weiße Dame, komische Oper i 3 Akten, nach dem Franzoͤsischen des Scribe. Musik von Hoit dieu. (Herr Schrader, vom Theater zu Amsterdam, neu enge girtes Mitglied dieser Buͤhne: Georg Brown, — Dlle. Schnidt Anna, — Dlle. Eichbaum: Jenny, — Herr de Marchion: Diß son, als Debuͤt⸗Rollen.)
Sonntag, 9. Dez. 1717, oder: Der Pariser Perruguie; Komische Oper in 3 Akten, nach dem Franzoͤsischen des Pla
nard und P. Duport, vom Freiherrn von Lichtenstein. Must von Thomas.
——— ——
In Vertretung des Redacteurs: 1 —xmnrwmnn
“ Gedruckt bei A. W. Hayn.
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Bekanntmachungen.
Bekanntmachung, 8
w bei Bolkenhain.
Die unmittelbar bei der Kreis⸗Stadt Bolkenhain,
4½ Meile von Liegnitz, 4 Meilen von Hirschberg, 4 Meilen von Schweidnitz, 2 Meilen von Landeshut und 2 Meilen von der Marktstadt Jauer entfernt liegenden Königl. Domainen⸗Vorwerke Klein Walters⸗ orf und Wiesau, deren nutzbares Areale bestehet: 1) bei Klein Waltersdorf in 408 Morgen 165 ◻½ Ruthen Acker,
S mn⸗ 125 2 Gärten,
30 ’ Wiesen,
1 75 ⸗ Hütung,
7 2 62 8 Gräser. i,
2) bei Wiesau in 351 Morgen 50 ◻᷑¶Ruthen Acker mms 6. 7 ’ Gärten, 428 17 . 103 Hütung, OH14 8279 141 Wi sen,
sollen nebst der mit dem Vorwerke Klein Waltersdorf verbundenen Brauerti und Brennerei dem demsehen Veorwerke zustehenden Verlagsrechte über die Krüge u Kiein Waltersdorf, Hoben⸗Helmsdorf und Einsiedel, den observanzmäßigen Schutzgeldern der Einlieger zu Klein Waltersdork u-d Wiesan, den Wirthschafts⸗
Hanoddiensten aus den Dörfern Klein Waltersdorf und Wiesau, den Bau⸗Handdiensten, welche die Hefe⸗Gärt⸗
ner zu Giesmannsdorf mit Konkurrenz der Hofe Gärt⸗ ner von Hoben⸗Helmsdorf, Einsiedel und Klein⸗Wal⸗ terscorf urbarienmäßig zu den Reparaturbauten auf dem Vorwerke Klein Waltersdorf zu leisten haben, den aus dem Amts⸗Bezirke auffkommenden jäuorlichen
Natural⸗Getreide Zinsen und Me hlen⸗Getreide⸗Zinsen,
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een
jetzt ab schon, sowohl in dem Amtshause zu Klein testens bis
orwerke Klein Waltersdorf und Wiesau und dazu der Domainen⸗Registratur der unterzeichneten Königl. Regierung, woselbst, außer den Karten und Registern, auch die Classifications⸗ und Bonitirungs⸗Verhandlun gen nebst den Heuwerbungs⸗Saat⸗Aerndte⸗Registern und die Viehstands⸗Consignationen von den letzten Jahren befindlich sind, zu jeder schicklichen Zeit einge⸗
sehen
bestehenden 6 114 Scheffeln 10 ½ Metzen Weitzen a 124 . 7 ½ Reoggen,.. 9 . nn . gGae’ex,; 276 . Hafer und
34 3 ⸗ Metzmebhl, und endlich mit der wilden Fischerei innerhalb der Vor⸗
behalten.
egen Verpachtung der Königl. Domainen⸗Waltersdorf, woselbst auch die Vermessungs⸗Karten
werden.
Kein Subhmittent erhält übrigens durch seine Sub⸗ mission irgend ein Anrecht auf den Zuschlag; vielmehr wird dem Königl. Haus⸗Ministerio II. Abtheilung un⸗ ter sfämmtlichen Bewerbern die freieste Auswahl vor⸗ Jeder Submittent bleibt aber an sein Ge⸗ bot so lange gebunden, bis er durch Zuschlag an einen Andern oder sonst durch ausdrückliche Erklärung der Bebörde davon entbunden wird.
Den Pachtlustigen ie freigestellt, die Realitäten vor dem Termine in Augenschein zu nehmen, und &s Sächsf. Mai Reiterei. S üe mögen sie sich dieserhalb 55 den Knigl Domainen CNRRRTWeaede hei esh. Staaehister nnd Beamten, Herrn Sacoph in Klein Waltersdorf wen⸗ den, welcher von uns beauftragt ist, ihnen di: Pacht⸗ Objekte vorzuzeigen und jede senst gewünschte Aus⸗ kunft bereitwillig zu ertheilen.
Liegnitz, den 23. November 1838. Königliche Abtheilung für die Steuern, Domainen und Forsten.
1 4 1 88 3 B1“ MNothwendiger Verkauf. Ober⸗Landesgericht zu Marienwerder.
Das Rittergut Oborry Nr. 43, im Culmschen Kreise, abgeschätzt auf 10,726 Thlr. 1 sgr. 10 pf., zufolge der nebst Hypothekenschein und den Bedingungen in der Regist Tare, — am 5. Junni 1839, an ordentlicher Gerichts
soll
1r heäeembe
gehörigen Register zu finden sind, als in sabgeben zu lassen, damit die eiwanigen weiteren Un⸗ terbandhlungen ohne Unterbändler direkt angeknüpft Bei einem Abschlusse des Kauf⸗Ge⸗ schäfts kann wenigstens die Hälfte des zu verabreden den Preises sofort baar gezahlt werden.
Breslau, den 30. November 1838. .
werden können.
iger fuͤr die Preußischen Staaten.
ftiario des Kollegii zum Zeichen der Auerkennung und [II. K. K. H. in der Wohllöblichen Kornschen Zeitungs⸗ Genehmigung eigenhändig vollziehen muß, können von Expedition in Breslau gefälligst franko, und zwar srxä⸗
“
Denkschriften und Briefe
zur Charakteristik der Welt u. Literatur,
zZweiter Band. Gr. 8vo. Geheftet 1 ⅔¾ Thlr.
Inhalt: a) Briefe von J. J. Engel, HI. Genelli, Fc. v. Gentz, Samuel] Hahnemann, Pb. Hackert, Joseph Fürst v. Hobhenzollern, Fr. L. Jahn, Joh. H. Jung⸗Stilling, Karl XIV., König von Schweden, Abr. G. Kaestner, K. W. Kolbe, Papst Leo XII,
†
0„ .
So eben ist der 2te Baund von
Aerzte, jeden von F. von Tenneck
. Ordens Ritter ꝛc. Svo. Altona, Hammerich. erschienen.
Regterung. Verwaltung der direkten
haben, hervorgehen.
früher Nr. 111, genügen wird. Sämmtliche
und Gnesen. ormittags um 10 Uhr,
lle subhastirt werden Für Juristen.
—.
P ste
werks⸗Gräuzen, vom 1. Juli 1839 an, auf 18 nach einander folgende Jahre, also bis zum 1. Juli 1857 anderweit im Wege der Submission verpachtet werden. Das geriugste jährliche Pachtgeld für die genaunten Realitä en, unter welchem keine Pacht⸗Offerten ange⸗ nommen werden dürfen, ist mit Ausschluß der aus dem Amts⸗Bezirke aufkommenden jährlichen Ratural⸗ und Müblen⸗Getreide⸗Zinsen, welche außer dem Pacht gelde nach näberer Benimmung der gedruckten all e⸗ meinen Pacht⸗Bedingungen aujäbrlich nach den jedes⸗ maligen Maritmi⸗Durchschmtts Preisen der Marttstadt Jauer mit einem Abzuge von 10 Prezent zu bezahlen sind, böhern Orts auf 1780 Thlr. 17 sgr. 2 pf., einschließlich 522 ½ Thlr. in Natural⸗Geold, festgesetzt worden. Miit Annahme der Pacht⸗Offerten ist der Insti⸗ tiarius des Kollegii, Herr Regierungs⸗Rath von Merckel beauftragt worden. An diesen ist die Sub⸗ mission in einer mit dem Privatstegel des Kompeten⸗ 8 2 8 7 2 . ten gehörig verschlossenen Eingabe bis zum 5. Januar 1839, Abends 0 Uhr, spätestens einzureichen. Die A gabe der versiegelten Submission, welche bloß die deutliche und bestimmte Erklärung enthalten darf, wieviel an Pacht unter den festgesetzten Bedingungen jährlich offerirt wird, muß von den resvp. Kompeteu⸗ ten persönlich an den genannten Herrn Kommissarius
werden müssen.
Die allgemeinen und besondern Bedingungen der
Kufforderung.
Die am 4. Dezember 1831 allhier verstorbene Toch⸗ ter des weiland hiesigen Kaufmanns Heinrich Georg Blume, Demoiselle Elisabeth Amalie Blume, hat in
zum Universal⸗Erben ihres Nachlasses, welcher gegen 4000 Thlr. beträ
laden werden solle.
tel gerichtlich übertragen ist, benannter Heinrich Georg Blume auf meine frühern Aufferderungen resp. vom sind so eben folgende Neuigkeiten erschienen und durch 30. März 1833 und 26. Oktober v. J. sich bei mir noch nicht gemeldet hat, so lade ich ihn, im Fall seines Todes seine Erben hiermit zum dritten und letzten Male ein, zur Empfangnahme seines obgedachten Er⸗ bes bei mir sich einzufinden. — Braunschweig, den 30. November 1838.
Der Notar Aug. Grotrian I.
— — — —
. Len Zu einer neuen, eine zroße Waseerkraft erfordernden escheben, weil sie von Letzterem noch besonders zu Fabrik⸗Anlage wird der 2 Protokoll zu vernehmen und zu bedeuten sind und einer Mühlen⸗, auch bäuerlichen Besitzung von grö⸗ zum näheren Ausweise über ihre Qualification und ßerem Umfange, wobei eine solche Waßerkraft vor⸗ den Besitz des erforderlichen Vermögens aufgefordert handen ist, im Schlesischen Gebirge unmittelbar am Bober zwischen Landshut und Hirschberg gewünscht. 1 Eigenthümer solcher Besitzungen, welche zum Ver⸗ Verpachtung, welche jeder Submittent bei Einreichung kauf geneigt sind, werden ersucht, ihre Adresse mit eiuer Submissten vor dem genaunten Herrn Justi⸗ Benennung der Besitzung verstegelt mit der Aufschrift:
n — So eben ist erschienen und durch lungen zu beziehen:
öffentlichen Blätter
in den
Wie mir nun die gedachte Kura⸗ alle Buchhandlungen zu beziehen:
Dr. L. B ö hm,
Die kranke Darm
Mit zwei Kupfertafeln. Gr. Svo. Theodor Mügge.
3 Thle. Gr. 12mo. Inkauf eines Rittergutes oder söhnliche. Absicht und Zufall. Die Brüder. Rosinchen. gien. Der Retter.
ꝛc, eine sehr willkommene Gabe seyn.
Literarische Anzeigen.
Erinnerungen aus meinem Leben. Zum Theil Studienbilder für Kavallerie⸗ Offiziere, Stallmeister, Bereiter, Pferde⸗ ferdezüchter, Pferdehändler und enner und Freund der Pferde,
Ober⸗Pferde⸗Arzt, des Königl. Sächs. Civil⸗Verdienst⸗ Geheftet 1 ½ Thlr.
Mit dem freudigsten Erstaunen sehen wir aus der Feder des Herrn Majors von Tennecker, weilcher bisher für die Thier⸗Heilkunde mit so vieler Auszeich nung thätig gewesen, die anziehendsten belehrend⸗ sten und selbst romantischsten Erzählungen, die alle Bezug auf des Verfassers vielbewegtes Leben
Dieser 2te Vand enthält unter andern die Geschichte des alten Stallmeisters von Lämmergeier, welche selbst dem verwöhnten Geschmack eines Romanlesers
1— Buchhandlungen haben dies interessante Sc Werk vorräthig, namentlich E, S. Mittler in Ber⸗ ratur einzusehenden in (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Culm
Sportel⸗Taxen für sämmtliche Unterge⸗ richte. Mit Ergänzungen. Preis 1 Thlr. Diese Jaren umfassen sowohl den gewöenlichen e . 2 Prozeß, als die Mandats⸗, summarischen und Baga⸗ ibrem bei dem hiesigen Herzoglichen Stadterichte II stell⸗Prozesse und die Nichtigkeitsbeschwerde⸗Sachen. Bezirks ecröffneten Lestamente ihren Bruder Keinrich
1 Von einem der beliebtesten juristischen Schriftsteller Georg Blume, dessen Aufenthalts⸗Ort unbekannt ist,
bearbeitet, wird dieses eben so wohlfeile, als unent⸗ — behrliche Hülfsbuch einem seit Jahren dringend ge⸗ gt, eingesetzt und verordnet, daß ihr fühlten Bedürfnisße abhelfen. gedachter Bruder von dem wegen ihres Nachlasses zu ernennenden Kurator bebuf Empfangnahme der Erbschaft drei Mal vorge⸗:
Stuhr'sche Buchhandlung in Berlin. S chloßplatz Nr. 2.
Im Verlage von Alexander Duncker in Berlin
praktischer Arzt zu Berlin, 19 85
M Schleimhaut in der Asiatischen Cholera,
mikroskopisch untersucht. Geheftet ¾ Thlr.
Novellen und Skizzen. Geh. 4 Thlr.
Inhalt: Die Spanier in London. Streifzüge durch Bel⸗
Diese ausgewählte Sammlung interessanter Novel⸗ len und Skizzen des beliebten Autors wird den zahl⸗ reichen Lesern seines „Chevalier', seiner „Vendée
, .
Moses Mendelssohn, Adam v. Nüller, Frz. V. Reinhard, Ludw. Robert, Gustanr Graf v. Schlabrendorf, Fr. E. Daniel Schleiermacher, Chr. M. Wieland, Fy. Aug. Wolf, Pius Alex. Wolff, J. H. D. Zschokke.
b) Denkschriften, Briefe, Depeschen und di. plomatische Noten, aus der Französischen Re. volution von 1792 bis 1799. Ange Elis⸗ Louis Ant. Bonnier d'Arco, Boulland, E. Niclas Callon, Andrée Dumont, Flo-. real Guiot, Labadie, J. P. Lacombe St. Michel, Napoleon Bonaparte, Rivaud, Philippe Rühl, Sotin.
den
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hatte sich einer ungewöhnlich großen Theilnahme zu erfrenen, dem vorliegenden wird diese vielleicht in noch höherem Grade zu Theil werden.
In demselben Verlage sind unlängst erschienn: Italig. Mit Peiträgen von A. Hagn, A. Ko⸗ pisch, H. Leo, C. Fr. v. Rumohr, K. Wittte u. A. Herausgegeben von Alf. Reumont. Mit einem Titelkupfer nach E. Magnus. 80. Eleg. kartonnirt 2 Thlr.
Cooper's, J. Feuim., Streifereien durch die Schweiz. Rach dem Engl. v. Dr. G. N. Bar⸗ mann. 2 Thle. Gr. 12 m0o. Geh. 3 Thlr.
Gallerie dramatischer Künstler der Ki. nigl. Hofbühne zu Berlin.
Hest I. Charlotte von Hagn,
1— schwarz 1 ⅔ Thlr., kölor. 2 ¼ Thlr.
Heft II. Carl Seydelmann,
alle Buchband⸗ schwarz 1 ¾⅔ Thlr., kolor. 2 Thlr.
des Vivian Grey. Nach dem Engl. von Mr. 33½ Thlr.
Kovpisch, Ang., Gedichte. Geheftet 1¾ Thlr.
Mügge, Th., die Venderin, ein Roman. 3 The⸗ Gr. 12 wo. Geh. 3 ⅔ Thlr.
Revolution, die Französische, vou 1789 bie 1836. Gr. 12 mo. Geh. ¾ Thlr. 8&s
u mI
Gr. 12mo.
1) Minerva. Ein Journal historisch⸗politischen Inhalts. 2) Miscellen aus der neuesten ausländischen Literatur tc. unnsvd sind durch alle solide Buchhandlungen zu beziehen. “ Bransche Buchhandlung in Jena.
Beendigung eines Werks für Alterthums⸗ forscher. Der 3te (letzte) Band von 1 S. A. Böttiger, kleine Schriften archäologischen und antiquarischen Inhalts, gesammelt und heraus⸗ gegeben von J. Sillig. Mit 5 Kupfertafeln. ist nun erschienen und für 2 Thlr. 25 sgr. in allen namhaften Buchhandlungen zu bekommen. Der 1ste Band kostet 3 Thlr. 5 sgr., der 2te Band 2 Thlr. 20 sgr, mithin alle 3 Theile 8 Thlr. 20 sgr. Arnoldische Buchhandl. in Dresden und LeVipzig⸗ In Berlin durch die Voßsche Buchhandlung, Char⸗ lotienstraße Nr. 25, Ecke der Dorotheenstraße, zu beziehen⸗ ö1 E11“
Der Unver⸗ Der Kandidat.
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Amtliche Na
1 gegeben wird, enthaͤlt:
Der erste Band erschien vor einigen Monaten und
Heunriette Temple, eine Liebesgeschichte vom Ver⸗
G. N. Bärmann. 3 Thle. Gr. 12mo. Ech.
In unserem Verlage erscheinen auch im Jahr 1839:
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Sonnabend den Sten
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ch r Kronik des Tages.
—
Das 37ste Stuͤck der Gesetz⸗Sammlung, welches heute aus⸗
unter Nr. 1919. die Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre vom I1. November d. J., betreffend de Declaration des §. 79, Titels 35 der Prozeß⸗Ordnung uͤber die außerordentlichen und willkuͤrlichen Leibesstrafen in siskalischen Unter⸗ suchungs⸗Sachen; 2 1950. die Ministerial⸗Erklaͤrung zur Erlaͤuterung und Er⸗ gaͤnzung der mit der Koͤnigl. Saͤchsischen Regierung wegen der wechselseitigen Uebernahme der Ausge⸗
wiesenen bestehenden Convention vom ö
1820. d. d. Berlin, den 12. November d. J., und 951. die Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre vom 17ten ejusd. m., betreffend die Ausstellung der aͤrztlichen Atteste uͤber den Gesundheits⸗Zustand der Gefangenen. Berlin, den 8. Dezember 1838. Gesetz⸗Sammlungs⸗Debits⸗Comtoir.
Abgereist: Se. Excellenz der Ober⸗Land⸗Mundschenk im Herzogthum Schlesien, Graf Henckel von Donners⸗ marck, nach Breslau.
1““ b
eitungs⸗Nachrichten.
AuslanPd.
Frankreich.
Paris, 2. Dez. Der Munizipal⸗Rath der Stadt Paris hat auf den von den Obersten und Oberst⸗Lieutenants der Na⸗ tional⸗Garden gemachten Antrag beschlossen, daß von den ge⸗ forderten 40,000 Fr. zur Bestreitung der Kosten des Leichen⸗ begaͤngnisses des Marschalls Lobau nur 20,000 Fr. bewilligt werden sollen. „Es scheint sogar“, sagt ein hiesiges Blatt, „daß auch die Bewilligung dieser Summe lebhaften Wider⸗ soruch im Schoße des Munizipal⸗Rathes fand. Man stellte vor, wie laͤcherlich und tadelnswerth es sey, die Gelder der Stadt fuͤr das Begraͤbniß des Marschalls Lobau zu verschleu⸗ dern, der ein Privat⸗Vermoͤgen von 80,000 Fr. Rente hinter⸗ lasse und außerdem jaͤhrlich ein Gehalt von 80,000 Fr. bezogen habe. Wenn die National⸗Garde geneigt ist, ihren Ober⸗Be⸗ fehlshaber durch eine glaͤnzende Beerdigung zu ehren, so ist es auch an ihr, die Kosten der Feierlichkeit aufzubringen. Der Tag der Bestattung ist noch nicht festgesetzt worden, aber man glaubt, daß es bei kuͤnftigem Sonntag den 9. Dezember bleiben wird. Den General Jacqueminot kann man am Donnerstag oder —— in Paris erwarten.“
estern versammelte sich der Minister⸗Rath bei dem Con⸗ seils⸗Praͤsidenten, und es ward, wie man erfaͤhrt, uͤber die Wahl eines neuen Befehlshabers der National⸗Garden berathschlagt, ohne daß man indessen zu einem Entschluß gelangte. Der Mar⸗ schall Gérard soll das ihm gemachte Anerbieten entschieden ab⸗ beone haben, und es heißt jetzt, man schwanke zwischen den eneral⸗Lieutenants Durosnel und Rulhieres. Ersterer ward bekanntlich im Jahre 1815 von Napoleon mit dem Kommando uͤber die National⸗Garde bekleidet. . Heute war das Geruͤcht von dem Tode des Marschall Noncey einen Augenblick lang allgemein verbreitet. Es hat sich dasselbe aber als ungegruͤndet erwiesen. Der Mar⸗ schall 18 zwar seit mehreren Jahren tigen Gicht⸗Anfaͤllen, aber gerade in diesem Augenblick ist sein Zustand ertraͤglicher als seit laͤngerer Zeit.
Die Brodpreise sind fuͤr die erste Haͤlfte des Dezembers
wieder hoͤher gestellt worden, und es scheint, daß diese fuͤr die
arbeitenden Klassen so druͤckende Theuerung einige Besorgnisse
veranlaßt; wenigstens bemerkte man, daß gestern Abend in den Vorstaͤdten St. Marceau und St. Antoine ungewoͤhnlich viel Munizipal⸗Gardisten zu Fuß und zu Pferde patrouillirten.
Der Regierung ist auf telepraphischem zugegangen, daß die Marseiller Handels⸗Kammer, auf einstim⸗ migen Beschluß ihrer Mitglieder, ihre Functionen wieder an⸗ getreten hat.
Auf den (gestern mitgetheilten) Ausfall des „Courrier fran⸗ cais“ erwiedert heute der Constitutionnel: es fuͤr unsere Pflicht gehalten, einigen ministeriellen Journalen
entgegen zu treten, die sich bemuͤhen, die Coalition in einem falschen Lichte zu zeigen, ihren Ursprung, ihre Mittel und ihren Weil wir dies gethan haben, wirft ein Journal der Opposition uns vor, etwas abzuleugnen, was man
Zweck zu verleumden.
sehr gut eingestehen koͤnne, und uns dadurch den Anschein zu geben, als ob wir unsere eigentliche Meinung nicht frei heraus⸗ zusagen wagten. Wir begreifen nicht, wie unser Kollege, mit dem wir vollkommen uͤbereinstimmend zu denken glauben, sich so sehr uͤber den Sinn unseres Artikeis hat taͤuschen koͤnnen. Die Coalition geht so natuͤrlich aus der gegenwaͤrtigen Lage hervor, daß wir derselben ohne irgend einen Ruͤckhalt bei⸗ stimmen. Sie verursacht uns weder Verlegenheit noch Gewissensbisse, weil, unseres Erachtens, die aͤußerste Strenge in den Ansichten nichts daran auszusetzen sinden kann. Nur wuͤnschen wir deutlich festzustellen, woraus eigentlich die Coali⸗ tion besteht. Das Ministerium bemuͤht sich, dieselbe zu ent⸗ stellen und das ist es, was man unserer Meinung nach, nicht dulden muß. Weil man jetzt Parteien, die einen sehr verschie⸗ denen Ursprung und eine sehr verschiedene Vergangenheit ha⸗ ben, in demselben Gedanken vereinigt sieht, so glaubt man sich
kraͤnklich und leidet an hef⸗
Schatten von Parlament Theil nehmen; Wege die Nachricht um die Bildung solcher Junten in Staͤdten zu
„Wir haben der Massen, Anarchie
ermaͤchtigt, zu behaupten, daß ihre gegenwaͤrtige Uebereinstim⸗
mung weder ernstlich noch aufrichtig, daß es ein systematisches kuͤnstliches und eigennuͤtziges Uebereinkommen sey. Man sucht glauben zu machen, daß die Opposition, das linke Centrum und die Doctrinairs in bestaͤndigen, gegenseitigen Besuchen hin und her eilen, daß sie bestaͤndig Konferenzen halten, um den Plan zum Feldzuge zu entwerfen, um die Rollen unter sich zu ver⸗ theilen und
zu verfuͤgen. Die Coalition, auf diese Weise dargestellt, gleicht einem Stuͤcke, welches man in Scene setzen will, und ist nicht mehr das Resultat einer gemeinschaftlichen Ueber⸗ zeugung, sondern 5 eine Speculation auf die Porte⸗ feuilles. Wir strafen alle jene Behauptungen Luͤgen. Heißt das nun, daß wir die Coalition nicht einzugestehen wagen? Nein, sondern wir stellen nur die Coalition in ihrer Aufrich⸗ tigkeit und in ihrer Sittlichkeit wieder her, wenn man ihr die⸗ sen doppelten Charakter zu rauben sucht.“ — Durch diese Er⸗ klaͤrung wird die Eintracht zwischen den beiden wichtigsten Or⸗ ganen der Opposition schwerlich wieder hergestellt werden, denn der „Courrier francais“ will gerade das, was der „Constitution⸗ nel“ hier so sehr tadelt. Er will, daß man zusammenkommen, daß man einen Plan entwerfe, daß man den Angriff organi⸗ sire, und wenn man die Sittlichkeit der Coalition einmal zu⸗ giebt, so duͤrfte nicht in Abrede gestellt werden, daß dies die einzigen Mittel sind, um den Zweck zu erreichen. Es leuchtet daher ein, daß der „Constitutionnel“ noch lavirt. Wahrschein⸗ lich will er abwarten, bis sich erst eine groͤßere Anzahl von De⸗ putirten in Paris eingefunden hat.
Der Admiral Gallois ist am 28. November auf dem Li⸗ nienschiffe „Triton“, von Smyrna kommend, in Toulon an⸗ gelangt.
Die Spanischen Angelegenheiten geben heute der Presse zu nachfolgenden Betrachtungen Anlaß: „Die in Sevilla aus⸗ gebrochene Bewegung bestaͤtigt Alles, was wir kuͤrzlich Spanien gesagt haben. Dieses Land wird durch diejenigen Maͤnner zu Grunde gerichtet, die seine Angelegenheiten leiten. Vor einiger Zeit war es van Halen, der sich mit den drei ihm anvertrauten Provinzen emanzipirte, und heute ist es Cordova, der sich in Andalusien empoͤrt, die von der Regierung ernann⸗ ten Behoͤrden kassirt und an ihrer Stelle eine oberste Junta errichtet, — eine Art von Wohlfahrts⸗Ausschuß, in welchem sich alle buͤrgerlichen, militairischen und richterlichen Befugnisse konzentriren. Wer erklaͤrt uns jene fabelhaften Verhaͤltnisse, un⸗ ter denen die Spanischen Staats⸗Maͤnner so ploͤtzlich auftauchen und verschwinden? Herr Isturiz ist gegenwaͤrtig in der Proku⸗ radoren⸗Kammer der Repraͤsentant der gemaͤßigten Meinung, nachdem er unter dem Ministerium Mendizabal die heft igste Opposition im Sinne der Ultra⸗Revolutionairs machte. Und so finden wir jetzt an der Spitze einer demagogischen Bewe⸗ gung denselben General Cordova, der, als er die Nord⸗Armee kommandirte, sich uͤber die liberalen Zugestaͤndnisse eines der kluͤgsten Ministerien beklagte, die Spanien je gehabt hat, und seine Neigung fuͤr das System, welches man damals den „despotismo illustrade“ nannte, nicht verhehlte. Cordova stand sogar lange Zeit bei den Exaltirten in dem Verdacht, den Plan eines 18. Bruͤmaire gegen die neuen Institutionen zu hegen, und nun auf einmal ist er der Held der Insurrection im ent⸗ gegengesetzten Sinne geworden. ir fragen noch einmal, wie soll man sich jene ploͤtzlichen Uebergaͤnge, jene unerwarteten Wen⸗ dungen erklaͤren, die sich bei allen Meinungen in Spanien kund⸗ geben? Es scheint gewiß, daß der einzige Grund, der Cordova veranlaßt hat, die Fahne der Empoͤrung aufzupflanzen, in der an⸗ scheinenden Ungnade seines Freundes Narvaez besteht. Man weiß, daß schon der letzte Empoͤrungs⸗Versuch in Madrid keinen an⸗ deren Vorwand hatte. Also im Norden droht Espartero mit seiner Entlassung, wenn dem General Narvaez nicht die Koͤnig⸗ liche Gunst entzogen werde, und im Suͤden bringt Cordova
ganz Andalusien in Aufstand, eben weil jene Finhllche Gunst
dem Narvaez entzogen zu seyn scheint. Was soll man dazu sagen? Sind solche Maͤnner, die ihrem jämmerlichen persoͤn⸗ lichen Ehrgeiz jene Eintracht opfern, deren ihr Vaterland so sehr bedarf, nicht das erste und wesentlichste Hinderniß bei der Errichtung der Spanischen Freiheit? Wie soll inmitten aller jener schmaͤhlichen Konflikte eine Regierung bestehen? Und lei⸗ der besteht auch keine. Man sieht wohl in Madrid einen Schatten von Ministerium an einem Schatten von Eroͤrterung vor einem aber eine Regierung nir⸗ gends. Es giebt fast keinen Ort mehr, wo den Dekreten der Koͤnigin Gehorsam geleistet wird. Es genuͤgte, daß in einem jener De⸗ krete den Represfalien⸗Zunten befohlen wuͤrde, sich aufzuloͤsen, veranlassen, die vorher noch keine gehabt hatten. Es zeigt sich uͤberall die furchtbarste Anarchie, die man sich nur denken kann: Anarchie der Chefs, Anarchie der Gewalten, Anar⸗ chie der Institutionen. Niemals hat sich die Unordnung ver⸗ schwenderischer entfaltet, als bei jenem armen Volke, welches fast noch kraͤnker durch die angewendeten Mittel, als durch die ihm beigebrachten Wunden geworden ist. Man hat den Spa⸗ niern zu oft gesagt, daß ihr Uebel die Folge einer angeblichen Nichtausfuͤhrung des Quadrupel⸗Allianz⸗Traktates sey. Es ist Zeit, ihm nun auch laut und wiederholentlich zuzurufen, daß das Uebel nur in ihnen liegt, und daß sie allein es sind, die allen Eifer und alle Ausdauer ihrer Verbuͤndeten unwirksam machen.“ —
Ein hiesiges Abendblatt theilt die Nachschrift eines Ma⸗ drider Schreibens vom 24sten d. mit, in welcher gesagt wird, daß man so eben in jener Hauptstadt die Nachricht erhalten habe, daß der oberste Gerichtshof der Provinz Sevilla und das Artillerie⸗Corps sich geweigert haͤtten, die Autorität der Junta und die des Generals Cordova anzuerkennen. Narvaez war in Sevilla eingetroffen und im Triumphe empfangen worden. Man sah dem Eintreffen Espartero's in Madrid entgegen und zwei⸗ feite nicht, daß er bereit seyn wuͤrde, an der Spihe von 10 bis
12,000 Mann nach Andalusien zu marschiren.
I
Dezember
uͤber
ogar, um uͤber die Beute nach dem Siege
men, und in derselben Stunde sind dien eingelaufen. Was gelten aber die Interessen unseres Rei ches in Asien, verglichen mit jene liebenswuͤrdigen jungen
dem Gebiete der Vereinigten Staaten her —
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1“ Großbrltanien und Irland
rika entgegenzusehen ist,
Maͤnnern die Regierung anvertraut zu sehen.
sollten sich daher,
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1838.
2 1
Loondon, 1. Dez. Ihre Majestaͤt die Köͤnigin ist gestern
Abend wieder in Schloß Windsor eingetroffen.
Dem gestrigen Kabinets⸗Rathe konnte Lord Palmersto nicht deiwohnen, weil er am Abend vorher seine Schwester Mistreß Bowles, durch den Tod verloren hatte.
Mit Hinsicht auf die naͤchste Parlaments⸗Session und die wichtigsten Gegenstaͤnde, welche in derselben zur Sprache kom⸗ men duͤrften, sagt der Courier: „Lord Durham ist angekom⸗ auch Berichte aus Ostin⸗
am Vorabend eines verhaͤngnißvollen Kampfes, der Alles uͤberwiegenden Frage, ob diese oder Stellen im Dienste unserer
Gattung von Leuten gewisse 1 Wir ge⸗
Herrscherin innehaben sollen. hoͤren nicht gerade zu denen, muͤssen aber doch gestehen, daß wir ruhe und entschiedenem Mißbehagen auf den gegenwaͤr tigen Stand der Parteien sehen, der nothwendig Aufmerksamkeit der Nation sowohl, als die Sorge unsere Staatsmaͤnner, von den wichtigen Angelegenheiten des Lande abzieht und auf das faktioͤse Streiten um Amt und Einflu hinlenkt. Fast die ganze Zeit der letzten Parlaments⸗Sessio wurde durch eine Reihe verzweifelter Versuche, das Whig⸗Ka⸗ binet zu sprengen, vergeudet, und bis jetzt haben wir nichts g hoͤrt, was uns veranlassen koͤnnte, zu glauben, daß unsere le tenden Staatsmaͤnner eine politische Linie einhalten werder die zu besserer Verwendung der bevorstehenden Session fuͤh ren duͤrfte. Von der Kanadischen Frage besorgen wir keine un mittelbare Verlegenheit fuͤr das Land. Die in Nord⸗Amerika stehende Streitmacht wird hinreichen, die Ruhe in unseren Besitzungen aufrecht zu halten; sollte es noͤthig werden, e nen Theil derselben abzurufen, so unterliegt es wohl keiner Zweifel, daß die Loyalisten leicht in Armee⸗Corps organtstt werden koͤnnen; diese wuͤrden nicht nur die Ordnung inner⸗ halb ihrer Bezirke zu schuͤtzen, sondern auch jeden Angriff von der uͤbrigens ganz unwahrscheinlich ist — zuruͤckzuschlagen im Stande seyn. So wenig wir indessen, dieser Gruͤnde halber, unmittelbare Gefahr in Kanada sehen, so muͤssen wir doch zugeben, daß der Saa⸗ men kuͤnftiger Mißverhaͤltnisse und Schwierigkeiten dort mie nicht sparsamer Hand ausgestreut worden ist, so datz aller⸗ dings einer neuen Aerndte von Insurrectionen und Ver⸗ schwoͤrungen unter unseren Mit⸗Unterthanen in Nord⸗Ame⸗ falls nicht Mittel aufgefunden wer⸗ den, die Verwaltung unserer Kolonieen so einzurichten, daß einestheils die Liebe des Volkes gewonnen, anderentheils das Ansehen der Regierungs⸗Bevollmaͤchtigten gestaͤrkt werde. Die Kanadische Frage wird nebst der Indischen in der Thron⸗ Rede beruͤhrt werden und im Laufe der Session mehr als ein⸗ mal zur Sprache kommen. Doch selbst diese wichtigen Kole⸗ nial⸗Fragen sind unbedeutend im Vergleich mit einem Punkt unserer inneren Politik, der sich taͤglich unabweisbarer der Er⸗ wäͤgung aufdringt. Wir wissen nicht, wozu sich die Minister in Bezug auf den Getraide⸗Handel entschließen werden; aͤber mit den Schrecken der Hungersnoth vor den Augen, bei der ungemeinen Aufregung der Unteren Volksklassen, die durch De⸗ magogen bearbeitet sind, bei der Nothwendigkeit, in Folge der Amerikanischen und Indischen Complicationen, unsere Ausgaben zu vermehren, bei der Unzulaͤnglichkeit unseres Marine⸗Etats.
mit einiger Un⸗
foll Niemand sagen, die Minister koͤnnten fortan mit Sicher⸗
heit in Betreff der Korn⸗Gesetze neutral bleiben.“ Der Courier ist zwar eben so wie die Times der Mei⸗ nung, es muüͤßten kraͤftige Maßregeln zum Schutze des Landes ergriffen werden; aber uͤber die Mittel zu diesem Zwecke herrsel unter beiden Blaͤttern große Meinungs⸗Verschiedenheit. Das Tory⸗Blatt schreibt alles Unheil der Furcht zu, welche die Mi⸗ nister vor der radikalen Partei hegten, und welche sie zu Maß⸗ regeln uͤbertriebener Sparsamkeit und einer feigen Politik ge⸗ gen das Ausland verleitet habe. Es wuͤnscht daher, anderen Der „Courier“ dagegen mißt der systematischen, alle Maßregeln der Regierun⸗ laäͤhmenden Opposition der Tories die Schuld bei; die Ministe; meint er, jetzt ganz der Nation vertrauen
volksthuͤmliche Maßregeln, namentlich geheime Abstimmung und
b Irlaͤndischen Zehnten⸗Ruͤckstaͤnde wovon jedoch der von dem Herzoge
Zehnten Eigenthuͤmer,
kraͤftigen, als das
ubertrieben und meint,
Die Gruͤnde, worauf
freien Getraidehandel, durchfuͤhren und, wenn es sich darum handele, ob die Wuͤrde Englands oder die der Pairie aufrechr erhalten werden solle, lieber durch Ernennung von 2 — 300 libe⸗ ralen Pairs das Oberhaus reformiren und so die Regierung Land selbst zu Schaden kommen lassen.
Die bis jetzt bei der Regierung in Dublin angegebenen betragen 816,000 Pfd. Sterling, von Devonshire aufgege⸗ bene Anspruch und einige ähnliche Anspruͤche anderer weltlichen die gleichfalls zuruͤckgetreten sind, abge⸗ ogen werden muͤssen. Nach allen Abzuͤgen wird ein Ruͤck⸗ band von 700,000 Pfd. Sterling bleiben, zu deren Tilgung
nur noch 260,000 Pfd. Sterling vorhanden sind, die mithin nur ein Drittel des Betrages decken. 1b
Der Korrespondent eines Englischen Blattes erklaͤrt alle Berichte uͤber die drohende Lage Kanada's fuͤr falsch und ho6ͤchst die Britisch⸗Kanadische Regierung werde im naͤchsten Winter keinem ernstlichen Widerstand begegnen. er diese Behauptung stuͤtzt, sind folgende: inter standen in Kanada nur wenig Truppen un⸗ ter den Waffen; in der ganzen oberen Provinz, westlich vom Niagara, stationirte nur eine Compagnie (zu Malden, an des Einmuͤndung des Detroitflusses in den Eriesee). Zur Zeit steht in jeder der beiden Provinzen eine wohlequipirte Armee unter den Waffen. 2) Die Sympathie der Einwohner der Vereinig⸗ ten Staaten hat nicht nur abgenommen, sondern die dortige
1) Letzten
Regierung hat auch durch weise Maßregeln den Ausbruͤüchen
dieser Sympathie die geherige Schranke entgegenzusetzen gewubs
die gern die Alarmisten spielen,