1839 / 82 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8— W

aber his heute vermochte man noch nicht, 1 Formrer. weil sich das Uebel von der Basis, eiwerke des Gebäudes herschreibt. So leicht ist es, aus der Entfernung eine Gewohndeit zu bilden, so s wurzelten Gewohnheit zur Ratur zur

vhd“ dann mildernd zu ändern, zu modifiziren, zu v

auch nur eine Partei nicht von dem

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vA1A1A*X“ 11u“

von der Natur schwer, von einer festge⸗ ückzukehren.

g.

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 21. März.

Abgang

Zeitdauer

Abgang

SZeitdauer

von

um Uhr St. M.

von

um Uhr St. M.

Berlin 8 Mrg. 48 Berlin 11 » 55 Berlin 2 Nm. 60 Berlin 6 47 Berlin 10 Abds. 1 ] 50

Potsdam 6. Potsdam 9 ½ Potsdam 12 ½ Nm.

Potsdam 8 Abds.

Meteorologische Beobachtung.

1839.

21. März. 6 Uhr.

Morgens Nachmittags 2 Uhr.

Abends 10 Uhr.

Nach

Mrg. e

Potsdam [4 ½ »

43 43 42 44

1

Die letzte Fahrt von Berlin und die erste von Potsdam mit Pferden.

Beobachtung.

Luftdruck

92 vCt. Schn. u. Reg. W. W. Wolkenzug.... W. W.

Dunstsaͤttigung Wetter.

Tagesmittel: 332,80"%Par.. + .

384,22 Par. 332,746“ Par. 331,71"Par. Luftwärme..*. 0,9 0 R. +- 6,00 R. +. 3,80 R. Thaupunkt. + 0,1 0 R. 2,0 0 R. 50 „Ct. heiter.

0,40° R. 70 pEt. Regen.

+ 2,00.

Quellwärme 6,7 9 R. Flußwärme 0,2 9 R. Bodenwärme 2,2 0 R. Ausdünstung 0,018“Rh. Niederschlag 0,101“ Rh. W. Wärmewechfel +- 6,20

3,6 0 R. 0,8 0 R.. 71 pCt. W.

1emn 8

Den 22.

r. B 5

März 1839.

Pr. Cour. *] Briof. Geld.

8 Brief.

Fr. Tour.

G¹³d.

St.-Schuld-Sch.

Pr. Engl. Obl. 20. PrämSch.d. Sech. Kurm. Obl. m. 1. C. Nw. Schldverschr 103 1 997⁄¶ Berl. Stads-Obl. 103 %3 102 ⁄1

4 103 ⁄12 4 1- 4 24 4 Königsb. do. 4 4 ½ 2 4 3 ½

102 ¼½¼ 70 70

Elbiuger do.

Dauz. do. in Th. Wertpr. Pfandbr. Grossh. Poz. do. Ostpr. Pfandbr.

48 101 100 ½ 105 ½ 105 101 100 ½

1727772 101 ¾¼

Pomm. Pfandbr. 37 101 ¾⁄ Kur.-u. Neum. do. 2 102 /3 Schlesiache do. 4 103 Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. 4

Gold al marco 2

Neue Ducaten Friedrichsd'or And. Goldmün- zen à 5 Thl. Disconto Ee

3

13 ⁄¼1 2

I 101 ¾

HOenterr. 5 % Met. 106 ¾ G. 4 % 100 ¾ G.

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116““

Börssenn.

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Auswürtige

1

Amsterdam, 17. März. Niederl. wirkl. Schuld 5412⁄11. 5 % do.

Neue Anl. 18. Antwerpen, 16. März.

Neue Anl. 18. 5 Frankfurt a. M., 19. März.

11“ 11“]

2 ½ % 59 ¾ 8. Bank-Actien 1778. 1777. Partial-Obl. 156 ¼4 Br. Loose an 500 FI. 134 ½. 133 ⁄1. Loose zu 100 Fl. 279 G. Preuss. Prüm.-Sch. 705 8 G. 4d0. 4 %, Anl. 102 ½ G. Poln. Loose 67 ⁄. 67 ¼. 5 % Span. Anl. 7 ⅞. 7 ¼. 2 ½ % Holl. 5413⁄1 6. 54 ¾. Kisenbahn-Aetien. St. Germain 640 G. Verzailles rechtes Ufer 630 G do. linkes Ufer 200 G. Straisburg- Basel 340 G. Bordeaux-Teste —. Sambre-Meuse 452 ½ G. ELeipzig-Dresden Köln-Aachen 88 Br. Comp.-Centrale —. 8 Hamburg, 20. März. ““ Bank-Actien 1472. 1470. Engl. Kuss. 107 3¾4. ⁄1. 8b

1 % 252⁄1 G. 25716.

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 23. Maͤrz. Im Schauspielhause. Correggio, Trauerspiel in 5 Abth., von Oehlenschlaͤger. (Herr Duͤringer, Regisseur vom Stadttheater zu Leipzig: Antonio Allegri, als erste Gastrolle. Herr Franz: Michel Angelo. Herr Sevydel⸗ mann: Giulio Romano.)

Sonntag, 24. Maͤrz. Im Opernhause. Der Kapellmei⸗ ster aus Venedig, musikalisches Auodlibet in 1 Akt. Und: Don Quigxote, komisches Ballet in 2 Abth., vom Koͤnigl. Solotaͤnzer Paul Taglioni. Musik von Gaͤhrich. Decoratio⸗ nen von J. Gerst. b

Im Schauspielhause: Drei Ehen und eine Liebe, Lustspiel in 3 Abth., von A. Cosmar. Hierauf: Die Maͤntel.

Montag, 25. Maͤrz. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Sie kang nicht schweigen, Lustspiel in 2 Abth., von A. P. Hierauf: DerdOheim, Lustspiel in 5 Abth. (Herr Duͤringer:

Doktor Loͤwe, als Gastrolle.) Dienstag, 26. Maͤrz. Im Opernhause: Don Juan. (Herr Boͤtticher: Don Juan. Herr Fischer: Leporello.)

Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

Koͤnigsstädtisches Theater. DSonnabend, 23. Maͤrz. Zum erstenmale: Die Entfuͤh⸗ rung vom Maskenball, oder: Die ungleichen Freier. Fast⸗ nachts⸗Posse mit Gesang in 3 Aufz, von J. Schickh. Musik

von Adolph Muͤller. 1 Guido und Ginevra, oder: Die

Sonntag, 24. Maͤrz. Pest in Florenz. Oper in 5 Akten. Aus dem Franzoͤsischen

von Scribe. Musik von Halevy.

Montag, 25. Maͤrz. Hinko, der Stadtschultheißen⸗Sohn von Nuͤrnberg. Schauspiel in 5 Akten, mit einem Vorspiel: „Der juͤngere Sohn“, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. (Mad.

Christel, vom Stadttheater zu Mainz, Margarethe Volkner, als astrolle.)

2

Markt⸗Preise vom Getraide.

Berlin, den 21. März 1839.

Zu Lande: Weizen 3 Rthlr., auch 2 Rthlr. 16 Sgr.; Roggen 1 Riblr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 15 Sgr.; kleine Gerste1 Rihlr. 8 Sgr., auch 1 Rihlr. 5 Sgr.; Hafer 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch rv 2 Rthlr. 8 Sgr. Eingegangen sind 110 Wispel

2 Scheffel.

Zͤu Wasser: Weizen (weißer), einzelner Preiz 3 Rthlr. 5 Sgr., auch 3 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf. und 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf.; Rog⸗ gen (einzeiner Preis) 1 Ribir 25 Sar., auch 1 Rthlr. 20 Sgr.; Erb⸗ sen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf.

357 Wispel. Mittwoch, den 20. März 1839. Das Schock Stroh 7 Rthlr., auch 6 Rtbhlr. 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 20 Sgr.

8 8 Branntwein⸗Preise vom 15. bis 21. März 1830.

14““

Das Faß von 200 Quart, nach Tralles 54 pCt., nach Richter

baare Zahlung und sofortige Ablicferung. Korn⸗

40 pCt., gegen . Kartoffel⸗Branntwein 19 Rthlr. 15 Sgr.,

Branntwein 22 Rliblr.;

auch 18 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.

Kartoffel⸗Preise. * Der Scheffel Kartoffeln 12 Sgr. 6 Pf., auch 8 Sgr. 9 Pf.

An die Leser. Die vierteljaäͤhrliche Praͤnumeration der Staats⸗Zeitung betraͤgt 2 Rtchlr. Preuß. Cour. fuͤr das Inland. Bestellungen fuͤr Berlin werden in der Expedition Nr. 72) gemacht und jeder Pränumerant erhaͤlt das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Auswaͤrtige, des In⸗ oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗ Aemtern; wer dies versaͤumt, kann nicht mit Gewiß⸗ heit die Nummern erwarten, die vor der hier einge⸗ gangenen Anmeldung erschienen sind.

In Vertretung des Redacteurs: Wentzel. rerm⸗ 8 Gedruckt bei A. W. Hayn.

Bekanntmachungen.

Auf den Antrag des Fiskus, vertreten durch die Königl. Regieruug zu Potsdam, resp. das hiesige Königl. Polizei⸗Präsidium, werden folgende ausgetretene Kan⸗

tonisten, als:

1) Carl Heinrich Balway, Stellmacher, geboren den 16. Dezember 1798 zu Friedrichsfelde,

2) Johann Friedrich Alerander Philipp Ernst, Schuh⸗ machergesell, geboren den 23. Februar 1807 zu Berlin,

3) Friedrich August Ludwig Löwe,

1782 zu Vierraden,

4) Peter Muhme, geboren den 30. Mai 1780 zu

Alt, Grimnitz,

5) Johann Christoph Rißmann, geboren den 21. Sep⸗

fember 1785 zu Bretsch,

6) Johaun Ludwig Breddin, Sepeiderselele geboren erlin,

rdinand Theodor Bünger, Handlungs⸗

diener, geboren den 26. September 1814 zu Berlin,

8) Jean Louis Colas, geboren den 20. Mai 1805

den 20. Februar 1807 zu

7) Albert

zu Berlin,

9) Carl Friedrich Ferdinand Dornheim, diener, geboren den 13. Fh⸗ 1811 zu

10) Carl Wilhelm Ludwig 11) Friedrich Carl Otto

11. April 1802 zu Berlin,

13) Ernst David Friedrich Holtermann, geboren den

6. Oktober 1800 zu Berlin,

1²) Carl Ludwig Maus, hen ngediener, geboren erlin,

15) Abraham (auch Adolph Friedrich) Meyer, Buch⸗ halter, geboren den 30. Dezember 1811 zu Berlin, 16) Carl Wilhelm Miersky oder Mierschky, Weber⸗ 72 gesell, geboren den 11. Fersber 1812 zu Berlin, liches E athgeber, Ballettänzer,

eboren den 16. Juli 1812 zu Berlin,

den 21. September 1811 zu

17) Eduard Gustao Adolph

₰1

18) Jeau Louis Schoitstaedt, Bedienter, geboren den

30. Januar 1792 zu Berlin,

19) Heinrich Gottfried Carl Sommer, geboren den

28. April 1797 zu Berlin,

20) Friedrich Wilhelm Voß, Kliempnergesell, geboren den 18. Februar 1810 zu Berlin, 21) Friedrich Julius Weber, Uyrmachergehülfe, gebo⸗ u Berlin, ich in dem auf Juni d. J., Vormittags um 11 Uhr, vor dem Kammergerichts Referendarius Dr. Schneider allhier im Kammergericht anberaumten Termine zu gesiellen und sich wegen ihres Austritts zu verantwor⸗ ten, bei ihrem Ausbleiben aber zu gewärtigen, daß sie für böswillig ausgetreten erachtet und ihr gesammtes gegenwärtiges und zukünftiges, in⸗ und ausländisches Vermögen konsiszirt und der Königlichen Regierungs⸗ Haupt⸗Kasse zu Potsdam, resp. der Königlichen Po⸗ lizei⸗Haupt⸗Kasse hierselbst, zugesprochen werden wird. werden die Justit⸗Kom⸗

ren den 24. Januar 1810 z hierdurch öffentlich vorgeladen, den 26.

Zur Bevollmächtigung

missarien Naudé, Wendland und

schlag gebracht. Berlin, den 4. Februar 1839.

Königl. Preuß. Kammergericht.

o kl a

P r der Bötichermeister Johaun

boren zu Belzig den 8. Okto

ischer, Hufschmidtgesell,

geboren den 25. September 1810 zu Berlin,

rundeis, Schneidergesell, ge⸗ boren den 25. Juli 1818 zu Berlin,

12) Christian Friedrich Wilhelm Gericke, geboren den

geboren den 9. Juni

Berlin,

Becher in Vor⸗

Belzig, Königl.

ist das 1b

und dieses Kapit Instrument zu den F. bragt,

Da jedoch die Löschung der Post im Hypotheken⸗ . 8

- und eine löschungsfähige und nach dem Befinden der folgende Tag anberaumt, in großer und kleiner Schrift,

r und es werden daher alle EEA“ vapier gedruckt, in gepreßtem Leder gebun⸗

Buche

wegen desse ihm noch dessen

der Friede sionarien, zu haben vermeinen, au den 17. Juni,

Allgemeiner Anzeiger f

verstorbenen Böttchermeisters George Friedrich wodur 1— 1 1 1 nur sub beneficio legis et inventarii angetretenen

issel, 2 der Schmiedegeselle Johann Gottlieb Moritz, ge⸗ Rachlaß des am 1. Januar d. J. hie boren zu Kleinmarzehns den 11. August 1801, nen vormaligen Kausmanns und Königl. Preuß. Kon⸗ Sohn des verstorbenen Kossäthen Andreas Moritz, suls Herrn Carl der Nagelschmiedemeister Johann Friedrich Mül⸗ und Ansprüche machen sollten, des Nachtasses und diejenigen, welche zu demselben ge⸗ der Handarbeiter Martin Kissel aus Dippmanns⸗ hörige Sachen, namenilich pfandweise in Händen ha⸗ ben, schuldig erkannt werden, spätestens LEuumuunnmni d. die Gläubiger sub praejudicio praeclusi bei dem im⸗ Linthe gestorben ist, und deren Erben oder nächste plorantischen Auwalde gegen Empfang eines Anmel Fall eines Widerspruchs aber im cht sich anzugeben, die Schuldner

ler aus Belzig,

dorf, die Erben der Marie Elisabeth Brademann, ver⸗ witweten Hehne, welche am 9. Februar 1832 zu

Verwandte, werden hiermit aufgefordert, sich vor oder in dem auf hiesigen Niedergeri el den 31. Dezember 1839, Vormittags 11 Uhr, ihre Schuld bei Strafe doppelter Zablung an denselben hierzu angesetzten Termine bei dem unterzeichneten Ge⸗ zu entrichten; die In dem richt oder in der Registratur desselben, schriftlich oder Nachlasse gehörigen Sachen, davon bei Verlust aller persönlich, zu melden und daselbst weitere Anweisung ihnen daran etwa zustehenden zu erwarten, widrigenfalls, rücksichtlich der ad 1—4 Anjeige zu machen. Genannten, auf ibre Todes⸗Erklärung, und was dem anhängig, nach Vorschrift der Gesetze erkannt werden und der Rachlaß der Witwe Hehne ad 5 als ein her⸗ Handlungs⸗ renloses Gut dem Fiskus anheimfallen wird. den 22. Februar 1839.

Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Ediktal⸗Citation.

dem Zinngießer Thomas Spieß gehörte und im Jahre 1 : hen hiesiger Stadtgemeinde sub hasta erkauft Maschine von 14 Pferde⸗Kraft, die wurde, haften aus dem Hypotheken⸗Instrumente des mes 1 früheren Besitzers Spieß vom 25. Januar 1806 und nufaktur⸗Geräthschaften Recognition 18 degen derenne ünh 89 April 1810 gestorbene Tochter Friederike Dorothea cjn⸗ 8 8 Spieß 186 z8ch. 8 gGr. rubrica nl. loco 3 und zwar selben, mit Rücksicht auf ihre Bauart, zuvörderst in 8 8 Thlr. 8 gGr. Maternum und 114 Thlr. großmütter⸗ einzelnen Abtheilungen nebst Zubehör, 38 1 rbtheil. Bei der vorerwähnten Subhastation salle zusammen mit der Total⸗Summe gesammte Kaufgeld gerichtlich erlegt worden langten al zur Hebung gekommen, auch das den sollen.

nicht

erfolgt ist Luittung des Spieß, welcher zur Empfangnahme f seine Tochter als legitimirt zu erachten ist, fehlt, auch sich gedachten Tages um 9 Uhr „i n inzwischen erfolgten Ablebens weder von Lokale der Mannfaktur in Person oder durch gehörig

Bevollmächtigte einzufinden und jihre Gebote gegen firmanden sind vorzüglich

Erben erlangt werden kann, so wer⸗ G v angemessene Sicherstellung abzu

den alle diejenigen, welche an vorstehende Forderung baare Zahlung oder rike Dorothea Spieß, als deren Erben, Ces⸗ geben, wobei man sich die Auswahl unter den Lici

oder aus sonstigen Rechten, einen Anspruch tanten, wie üblich, vorbehält. 8 b Nähere Auskunft über die zu versteigernden Gegen⸗ gewbhnllch LI6 s gg Itearbt,

stände, so wie die Erlaubniß zu deren Besichtigung, in hiesiges Stadtgericht vorgeladen, mit der Warnung, ertheilen auf Verlangen der unterzeichnete Vorsitzende, daß die Ausbleibenden mit etwanigen Ausprüchen prä⸗ [so wie auch der Bevo kludirt und ihnen ein ewiges Stillschweigen auferlegt Harthau. werden wird und, wenn Niemand sich meldet, die Post im Hypothekenbuche gelöscht und das Instrument kassirt werden wird. Zur Wahruehmung der Gerechtsame wird der Ju⸗ stiz⸗ Kommissarius John zu Neusalz vorgeschlagen. Freystadt in Nieder⸗Schlesien, den 20. Febr. 1839. Königl. Preuß. Stadigericht.

dungsscheins, im

In fidem

Als Licitations⸗Termin wird der 7.

ormittag 11 Uhr,

Leipzia, den 7. März 1839.

ür die Preußischen Staaten.

ch alle, welche an den von den Imploranten jerselbst verstorbe⸗

August Jarck annoch Forderungen so wie die Schuldner

Inhaber von zu dem gedachten

Rechte eben demselben

Aerum Lübeck im Niedergericht, den 9. März 1839. Wibel, Dr.

Bekanntmachung. Der unterzeichnete Verwaltungs⸗Rath der Sächs. Bobbinnei⸗Manufaktur zu ¹j eft Chemnitz bringt zur allgemeinen Keuntniß, daß der⸗ gehaltvolle Beiträge aus der 4 selbe in Uebereinstimmung mit dem Ausschusse der Strauß, Hotho’s, Daumer's, L. FGesellschaft beschlossen hat, die sämmtlichen in Harthau und drei höchst Auf dem Hause Nr. 160 der Stadt, welches früher befindlichen 48 Bobbinnet⸗Stühle (Kraft⸗Maschinen), Bettina zieren.

die dazu gehörigen Hülfs⸗Maschinen, eine Dampf⸗

mechanischen Werkstatt, so wie die Comtoir⸗ und Ma⸗ 98 mittelst notarieller Licitation und Gnesen. an den Meistbietenden öffentlich zu

war, die Maschinen betreffend, in der Art, daß die

Mai d.

Der Verwaltungs⸗Rath der Sächs. Bobbinnet⸗ Jez 1“ Mannfaktur. . Adolph Munckelt, Vorsitzender.

Den Inhalt des Novemberheftes bilden:

entschieden werden kann.

lanv.

Die Blätter aus Prevorstgegendie Schrift: Eutdeckung eines Komplotts wider Re⸗ ligion und Christenthum. Von Dr. Amad. Ottokar.

Kontraste. Gedichte von F. Werner.

Ein Literaturbrief. Von Dr. Franz Din⸗ gelstedt. 1 Das Dezemberheft bringt folgende Artikel:

Marcchiavelli's Zeit, Leben und Schriften; Insbesondere nach ihrem Verhältnisse zum Papstthum. Von Dr. K. Riedel.

Ueber die Reform des Unterrichts an Gvmnasien, vermittelst naturgemäßer Methodik. Von Dr. Gambihler.

Hutten von Dr. Ernst Münch. Kritische Uebersicht der neuesten literari⸗ 1 3 schen Erscheinungen.

arthau bei

lin (Stechbahn Nr. 3), Posen,

versteigern, und Nürnberg, am 15. Februar 1839.

8

alsdann abe 8 der darauf er.

nglische ö

höchsten Separat⸗Licita ausgeboten wer. In der Buchhandlung des Unterzeichne, ten sind die in England gedruckten Bibelnl und neuen Testamente in Deutscher, Frau-

8

sösischer, Englischerund Hebräischer Sprachet, auf Velin⸗

den, zu haben.

——NN—2;——

ümäͤchtigie der Manufaltur in Im Verlage von G. Basse in Quedlinburg ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben,

bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3): Naudin’s

nach ihrem jetzigen Standpunkte.

m a.

778,

8 Auf Imploriren Herrn Niedergerichts⸗Prokurators Lvudwig Mollwo für des verstorbenen vormaligen Kauf⸗

8 Zangs amzer us eann vesse Herrn Carl 8— d onen, deren Aufenthalt unbekannt ist: Jarck Kinder und Beneficial⸗Erben resp. mit ihren olgende Pers⸗ f He ns Wissel, ge⸗ Beiständen und durch ihre Bevollmächtigten besindet

ohn des sich hierselbst ein öffentliches Proklama angeschlagen

für das gebildete Deutschland:

sendet worden.

Literarische Anzeigen.

ATHENAEUM

für Wissenschaft, Kunst und Leben, Preis des halben Jahrgangs

Für Tuchmacher und Fabrik⸗Besitzer. 20 sgr. Diese Schrift eines tüchtigen P

3 ¾ Thlr.,

nologen dargestellt.

. 19849, nlade er 292J 80

aHeCa s n verase.

as u ee 2 is des 2 vz 1chtg 1 8 46 4

2. Mech 1g 8

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ARr 83.

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Eingegangen sind

Anmntliche Nachrichten.

8 6 Der Centner Heu

88 8422 EE111“

selbst (Friedrichs⸗Straße 8

fen werden koͤnnen.

Der einzige Weg, auf welchem die Fragein Betreff dergemischten Ehen bleibend und

den Forderungen der Zeit entsprechend Von Dr. Ghil⸗

fuüuͤr nahe an 12 Mill. u. s. w.

Waaren gemacht. Hoͤuser im Jahre 1838 belief sich auf nahe an 263 Millionen,

nen auf die Ausfuhr kamen.

Paris,

Italienan Kaiser Maximilian. Rach lrich allerlei Wendungen zu machen und dem Kabinet Soult⸗Thiers

Alle gute Buchbandlungen nehmen fortwaͤhrend Werkzeuge der Bestellungen an, namentlich E. S. Mittler in Ber⸗ Bromberg, Culm Bauer & Raspct. 8

des Herrn Thiers abzugeben.

Zum Unterricht und Geschenk für Kon⸗ die mit Nonhpa⸗ reil⸗Schrift gedruckten „Edinburger Bibeln

wegen ihres kleinen Formats und ihre⸗ aun⸗ 8 5 8 8 zu empfehlen.

Iunter den Lin den Nr. 43. 5

praktisches Handbuch der Tuch⸗Fabrication,

raktikers 8 fůür ze. Jeden Interesse, der sich mit der Faͤbrication wollener XyI. (ünatz ceiet)h, Peon der Negasteschrift Stoffe Lachchgtee 1e dbndtes die Literatur über die⸗ sen wichtigen Zweig der Industrie Außerst dürftig ist. Der Verf. hat sich der möglichsten Kürze und Klarbeit befleißigt und das Ganze der Tuch⸗Fabrication in sehr übersichtlicher Form und mit Beschreibung aller einzel⸗

ist so eben das sechste oder Dezemberheft von 1838 ver⸗ nen Manipulationen ur Bülehrung für eee e 1

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Berlin, Sonntag den 24sten Mäaͤrz

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ELEWE KRKironik des Tages. Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der IIten Kavallerie⸗Brigade, von Graͤwenitz, nach Breslau. I. % e I 2

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Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland.

182788 —Bc St. Petersburg, 16. Maͤrz. Der Minister des oͤffent⸗

lichen Unterrichts hatte darauf angetragen, daß, in Betracht der Schwierigkeiten, die mit der Auffindung von tuͤchtigen Kan⸗

didaten fuͤr die Stellen der Klassen⸗Aufseher verbunden sind, Personen, aus allen freien Staͤnden und namentlich auch Aus⸗ lander zu solchen Stellen eben so im Ressort der beiden Pupil⸗ len⸗Kollegien, wie bei den uͤbrigen Lehr⸗Anstalten, sollen beru⸗ Se. Majestaͤt der Kaiser haben jedoch die⸗ ssem Antrage eigenhäͤndig die Worte beigefuͤgt: „Damit einver⸗

standen, nur mit Ausnahme der Ausländer.“ In Odessa

hatte die dasige Kaufmannschaft unter den vier Mitgliedern, die sie zu dem dortigen Bau Comité zu stellen hat, auch einen juͤ⸗

dischen Kaufmann erwaͤhlt. Auf die darauf vom Gouverneur

gemachte Anfrage haben Se. Majestaͤt der Kaiser die Wahl nicht⸗ bestaͤtigt, sondern verfuͤgt, daß nur christliche Individuen von Seiten der Kaufmannschaft zu Mitgliedern des Bau⸗Comités gewaͤhlt werden koͤnnen.

Es ist hier eine hoͤhere Handels⸗Lehr⸗Anstalt fuͤr 50 Zöͤglinge gegruͤndet worden, die unter dem Schutze des Finanz⸗Ministers

steht und deren Kuratorium den Baron L. Stieglitz zu seinem

Direktor gewaͤhlt hat.

Die Handels⸗Zeitung enthaͤlt eine tabellarische Ueber⸗ sicht der in St. Petersburg etablirten gröoͤßeren Handlungehaͤu⸗ ser und der Geschaͤfte in Waaren, welche dieselben im vorigen Jahre gemacht. Die Zahl dieser Handlungshaͤuser belaͤuft sich auf 160, von denen 20 für mehr als 5 Millionen Rubel Um⸗ saͤtze gemacht haben. Man bemerkt darunter die Haͤuser L. Stieg⸗ 19 u. Comp. fuͤr mehr als 22 Millionen; Loder u. Comp. fuͤr 181⁄½ Mill.; Thomson,

Mill.; J. Thomas u. Comp. fuͤr mehr als 13 Mill.; Mitchell, Cayley u. Comp. fuͤr nahe an 13 Mill.; J. Holford u. Comp. Zwei Haͤuser haben fuͤr mehe als 4 Millionen, 10 fuͤr mehr als 3 Millionen, 12 fuͤr mehr als 2 Millionen und 23 fuͤr mehr als 1 Million Umsaͤtze in Der Total⸗Werth aller Umsaͤtze der 160

wovon 188 ½ Millionen auf die Einfuhr und 137 ½ Millio⸗

Frankreich.

18. Febr. Obgleich die Zusammensetzung des neuen Ministeriums noch nicht offiziell bekannt gemacht ist, wie es heißt, aus Ruͤcksicht fuͤr Herrn Humann, dessen Ankunft ab⸗ ewartet werden soll, so setzen doch saͤmmtliche Blaͤtter dieselbe schon als eine bekannte Thatsache voraus und beginnen bereits

gegenuͤber eine bestimmtere Stellung einzunehmen. Das „Jour⸗

Die ersten Hefte des laufenden Jahres werden sehr nal des Debats“ laͤßt dem neuen Kabinet eine entfernte Aus⸗

eder des Dr. D. F. Feuerbach's, Münch’s interessaute Briefe Beethoven’'s au

sicht auf seinen Beistand, und erklaͤrt, es werde zwar zu Ehren der abtretenden Minister keine Lanze brechen, wenn sich das neue Kabinet zu der seit 8 Jahren befolgten Politik verstehen wolle; aber es werde von dieser unter keinen Umstaͤnden ab⸗ weichen. Entschiedener tritt die „Presse““ auf, welche sich fort⸗ waͤhrend bemuͤht, die Fuͤhrer der Coalition und die Mitglieder des neuen Kabinets zu verfeinden. Den Marschall Soult sucht sie gegen Herrn Thiers aufzureizen, indem sie ihm zurust, er werde nur, dem Namen nach, Tonseils⸗Praͤsident seyn, sonst aber sich gefallen lassen muͤssen, ein Instrument in der Hand Wollte sich der Marschall Soult nicht zu dieser Rolle bequemen, so sey schon in der Person des Mar⸗ schalls Maison fuͤr einen Nachfolger gesorgt. Herrn Thiers Sieges⸗ freude sucht das genannte Blatt dadurch zu daͤmpfen, daß es ihm Herrn Odilon Barrot als seinen Oberherrn hinstellt und ihm vorhaͤlt, das neue Kabinet habe sich verpflichten muͤssen, Herrn Odilon⸗Barrot's Praͤsidentschaft offen und frei zu unter⸗ stutzen. Den Doctrinairen wird dann hoͤhnisch zugefluͤstert, Thiers habe besser als sie manoͤverirt und sie im Grunde doch nur dupirt; man denke nur noch darauf, sie sich mit guter Ma⸗ nier vom Halse zu schaffen. Die Organe der Coalition lassen sich in sehr verschiedenem Sinne aus und mehrere beginnen

bereits sich gegen das Ministerium zu erklaͤren. Ganz natuͤrlich,

der Zweck, den man zunaͤchst mit 1n Kraͤften erstrebte, ist erreicht, und die verschiedenen Richtungen gehen wieder aus⸗ einander; es handelt sich fuͤr eine jede Partei nur darum, fuͤr sich selbst zu sorgen. Ein legitimistisches Blatt findet, daß das neue Kabinet aus lauter abgenutzten Namen bestaände. Dem „National“ scheint der Eintritt des Herrn Dupin der Schluß der Komoͤdie und er erklaͤrt ausdruͤcklich, daß er die sanguini⸗ schen Hoffnungen der dynastischen Blätter nicht theile. Die Dectrinaire scheinen auch eine neue Position gewinnen zu wol⸗ len, und ihr Organ, das „Journal générale“, ruͤckt schon ziem⸗ lich deutlich mit der Sprache heraus und erklaͤrt, es sey der Mystificatlonen muͤde, und da die Gruͤnde nicht mehr vorhan⸗ den waren, welche ihm die Polemik waͤhrend der ministeriellen Krise untersagt haͤtten, so werde es das Schweigen brechen.

Ein anderes Blatt will schon die Entdeckung gemacht haben,

Herr Thiers, der Minister in spe, sehe Herrn Thiers, dem Fuhrer der Coalition, gar nicht mehr aͤhnlich. Auch mit Odi⸗ lon Barrot scheint die Sache nicht ganz richtig zu seyn, denn

nicht Alles zugestehen können.

Bonnard u. Comp. fuͤr mehr als 15

der „Siscle“ sagt: „Nicht aus unserer Mitte sind die Mini⸗

ster genommen, und es haben sich nicht alle unsere Hoffnungen

erfuͤllt. Hin und wieder werden auch schon Wuͤnsche und Forderungen laut; es ist von Herabsetzung des Budgets, von gröͤßerer Freiheit der Geschwornen⸗Gerichte, von Entfesselung der Presse, die Rede. Dazu koͤmmt die Renten⸗Reduction und so viele andere schwebende Fragen. Man wird viel fordern und 1b Das Miristerium hat keinen leichten Stand.

Es geht stark das Geruͤcht, die Deputirten⸗Kammer werde bis zu den ersten Tagen des naͤchsten Monats vertagt werden, damit das Ministerium Zeit gewinne, sich mit dem Stande der Dinge bekannt zu machen.

Nach der Berechnung der Presse wuüͤrde sich die numeri⸗ sche Staͤrke der verschiedenen Parteien in der Deputirten⸗Kam⸗ mer folgendermaßen gestalten: rechtes Centrum 2097 Stimmen, Doctrinaire 28, linkes Centrum 84, linke Seite 77, Republika⸗ ner 37, Legitimisten 24. Nimmt man nun an, daß das Mini⸗ sterium Soult⸗Thiers seine eigentliche Staͤrke im linken Cen⸗ trum haben werdꝛ, so wuͤrde es hiernach allerdings in eine be⸗ denkliche Lage gerathen, wenn die verschiedenen Parteien, durch deren Mitwirkung es ans Ruder gekommen ist, sich wieder von ihm lossagten und jede ihren eigenen Weg verfolgten. Auf die Doctrinaire ist nicht fest zu bauen, nachdem es denselben nicht gelungen, zwei oder doch mindestens einen ihrer Fuͤhrer ins Kabinet zu bringen, und die linke Seite hat am Ende auch den Blick nach vorwaͤrts gerichtet. Es darf indeß dabei auch nicht uͤbersehen werden, daß der Jacqueminotsche Verein in seiner letzten Versammlung nur noch 60—70 Mitglieder zaͤhlte, von denen die Uebrigen wohl dem neuen Kabinet zufallen werden, und daß in jeder Kammer eine Menge Mitglieder sind, welche von einem Ministerium aufs andere als Inventarium⸗ stuͤcke forterben, und die quand mème mit den Ministern stim⸗ men, so daß sich fuͤr dieselben immer eine ziemliche kompakte Majoritaͤt ergeben duͤrste.

Obgleich das Kabinet als der Ausdruck der politischen An⸗ sichten zu betrachten ist, welche im linken Centrum repraͤsentirt werden, so sind doch, wie ein hiesiges Blatt bemerkt, die Meinungen mehrerer Mitglieder desselben gerade in Bezug auf die wichtigsten Fragen, welche demnaͤchst in Anregung kommen duͤrften, einander ganz widersprechend. Der Marschall Soult sträubt sich mit Haͤnden und Fuͤßen gegen die Intervention, waͤhrend Thiers der eifrigste Verfechter dieses Prinzips ist. Herr Humann hat sich als einer der waͤrmsten Vertheidiger der Renten⸗Konversion gezeigt, während Dupin derselben ent⸗ schieden abhold ist. Dieser ist zugleich einer der groͤßten Geg⸗ ner der Occupation von Afrika, in welcher Hinsicht ihm Passy zur Seite steht. Bei der Spanischen Frage, der Algierischen Frage, der Renten⸗Frage und der Zucker⸗Frage muß sich diese Meinungs⸗Verschiedenheit deutlicher offenbaren.

Aus einem Berichte uͤber die Munizipal⸗Wahlen des Jah⸗ res 1837, den der Minister des Innern dem Drucke uͤberge⸗ ben hat, geht hervor, daß die Zahl der Waͤhler in diesem Jahre 2,880,131 betrug, von denen nur 1,581,974, oder etwas uͤber die Hälfte von ihrem Rechte Gebrauch machten.

Die Herzogin von Lucca wird zu Anfang der naͤchsten Woche in Paris erwartet; ihr Geschaͤftsfuͤhrer ist bereits hier angekommen. 3

Das Dampfschiff „Papier“ ist am 14ten nach Lissabon ab⸗ gegangen; am Bord desselben befindet sich unser Gesandter, Herr von Varennes.

Der Marschall ne ist, in Begleitung seines Adjutan⸗ ten, Herrn Grespy le⸗Pringe, heute Morgen nach England abgereist. Er wird sich indessen daselbst nur 8 Tage aufhalten zur Eröͤffnung der Kammern wieder nach Paris zuruͤck⸗ ehren. 1 Der Erzbischof von Paris hat eine Verordnung an die Geistlichen seiner Dioͤücese erlassen, worin er ihnen befiehlt, eine allgemeine Kollekte zu veranstalten, deren Ertrag fuͤr die durch das Erdbeben verarmten Einwohner von Martinique bestimmt ist.

Die Korvette „la Creole“, welche (wie gemeldet) am l4ten die Rhede von Brest verließ und von dem Dampfboot „Souffleur“ ins Schlepptau genommen wurde, ist auf die Felsenbaͤnke von Grand Minou gestoßen und hat wieder umkehren muͤssen. Das Schiff wird einer sehr großen Reparatur beduͤrfen.

Die Eisenbahn von Paris nach St. Germain hat, Alles in Allem gerechnet, bis jetzt 10 Millionen Fr. gekostet, und wenn sie erst bis in Paris hinein, bis zur Straße St. Lazare vollendet ist, wird sie 12 Millionen kosten. Dies giebt eine Summe von 2,600,000 Fr. fuͤr die Meile. Auf dieser Bahn sind im Jahre 1838 1,265,000 Menschen befoͤrdert worden, was einen Ertrag von 1,361,000 Fr. gewaͤhrt hat. Hiervon rech⸗ net man allein fuͤr die Stationen Nanterre und Chatou 132,000 Reisende mit 88,000 Fr. Fast drei Viertheile der Reisenden haben sich der einfachen, offenen Waggons bedient, die uͤbrigen theilten sich zwischen den bedeckten Wagen und den Diligencen; die Haupt⸗Einnahme ward also durch den geringsten Platz er⸗ zielt. Die Kosten betrugen 707,000 Fr. Durchschnittlich wur⸗ den mit jedem Zuge nur 112 Personen befoͤrdert, da doch je⸗ desmal 400 befoͤrdert werden koͤnnen, ohne daß die Kosten da⸗ durch um 1 Sous steigen. Man haͤtte also in den 11,000 Fahr⸗ ten des Jahres statt 1,265,000, bis 4,500,000 Reisende besoͤr⸗ dern koͤnnen. Die Herabsetzung der Preise fuͤr die Wagen 3ter Klasse von 1 Fr. auf 75 Cent. hat folgendes Resultat ergeben: Jan. u. Febr. 1838: 91,614 Reisende mit 96,708 Fr. Einnahme

» 1839: 130,889 104,413 »

Mehri. Jahre 1839: 59,275 Reisende mit 8,005 Fr. Einnahme. Durch diese Preis⸗Herabsetzung ist die Frequenz noch immer im Zunehmen. In der ersten Woche des Marz sind 21,300 Pesaßier⸗ befoͤrdert worden, waͤhrend in den ersten 7 Tagen des Maͤrz 1838 nur 12,200 Personen die Eisenbahn benutzten.

Die Pariser Advokaten haben in ihrer Sitzung vom vori⸗ rigen Sonnabend uͤber die Frage die kutirt, ob ein Franzose ei⸗

ville fast kein einziger befindet.

nen Auslaͤnder adoptiren duͤrse? Herr Barbier, einer der Se⸗ cretaire, erstattete den Bericht, die Herren Grevy, de Haut, Blot⸗Lequesne, Gaulot und Bellot nahmen an der Diskussion lebhaften Antheil; der Vorsitzende, Herr Teste, gab hierauf das Resumé und die gesamme Konferenz gab schließlich das von ihr verlangte Gutachten ab, daß kein Franzose einen Auslaͤn der adoptiren duͤrfe.

Herr Feuillet⸗Dumus, erster Harfenist Ihrer Majestaͤt der der Belgier, ist gestern in Paris gestonben.

ach Briefen aus Neapel vom 8. Mäarz hat sich der be⸗

ruͤhmte Saͤnger Adolph Nourrit daselbst in einem Ansall von Melancholie das Leben genommen. Seit der Zeit, daß die Nea⸗ politanische Censur die Auffuͤhrung des „Polyceute“ von Do⸗ nizetti untersagt hatte, befand er sich bereits in diesem trauri⸗ gen Zustande. Am ten trat er in dem Benesiz eines Freun⸗ des auf. Einige Zischlaute, die sich waͤhrend des lauten Ap⸗ plauses vernehmen ließen, verschlimmerten noch seinen Er eilte nach Hause, schrieb mehrere Briefe, entwarf sein Ie⸗; stament und stuͤrzte sich dann aus dem Fenster seiner Wohnung, die sich im vierten Stock des Hotel Barbaja befand.

Nachrichten aus Konstantine vom I17ten v. M. melden, daß die Lebensmittel dort aͤußerst selten und sehr hoch im Preise waren. Man bezahlte fuͤr ein Pfund Kartoffeln 60 Centimen. Das ist die Folge von dem unerwuͤnschten Ausgange mehrerer in der letzten Zeit unternommenen Expeditionen. Seit der Affatre bei Djimilah haben die Araber das Haupt wieder er, hoben und ein neueres Ereigniß hat ihre Kuͤhnheit nur noch gesteigert. Man schickte neulich eine Kolonne von 4 bis 500 Mann unter den Befehlen des Bataillons⸗Chefs Januet vom 12ten Linien⸗Regiment in das Innere des Landes ab, um die Autoritaͤt eines Kadi, dessen Redlichkeit sehr in Zweifel gestellt war, zu sichern. Diese kleine Expedition, die einen Theil des Lagers von Ghelma ausmacht, wurde von einem, aus wenigstens 1200 Mann Araberhauf n angegriffen, der von dem Gegner des Kadi, dessen Herrschast wir befestigen wollten, angefuͤhrt wurde. Unsere Truppen haben sich sehr brav genommen, doch mußten sie sich zuruͤckziehen, und mehrere Todte zuruͤcklassen. Unter den Verwundeten befinden sich 2 Offiziere. In der Umgegend von Bona schreitet man rasch mit dem Austrocknen der Suͤmpfe vor; die Anwesenheit des General 129 b eine gesteigerte Thaͤtigkeit hervorge⸗ rufen, und schon bemerkt man eine wesentliche Verbesserung in dem Gesundheitszustande der Truppen. Bemerkenswerth ist der Umstand, daß, waͤhrend man in Bona eine verhaͤltnißmäͤßig große Anzahl von Kranken zaͤhlt, sich in Stora und Philippe⸗

üa

1 Großbritanien und Irland. 8

London, 16. Maͤrz. Es ist jetzt kaum noch daran zu weifeln, daß Lord Palmerston resigniren und den bisherigen

otschafter in Madrid, Grafen von Clarendon, als Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten Nachfolger erhalten wird, da der „Globe“, der immer fuͤr Lord Palmerston's Haupt⸗Or⸗ gan galt, diese Nachricht in einem Schreiben aus Madrid giebt, ohne ihr zu widersprechen. In diesem Schreiben heißt es, man bedaure in Spanien allgemein die Entfernung des Grafen von Clarendon, da er sich dort die Achtung aller Par⸗

teien gewonnen habe, und man troͤste sich nur damit, daß es

auf seinem neuen Posten als Minister noch mehr in seiner Macht stehen werde, zur Sicherung von Spaniens Unabhaͤn⸗ gigkeit, Frieden und Wohlfahrt mitzuwirken. 9

Wie verlautet, will der Herzog von Cambridge näͤchstens eine Reise nach dem Kontinent machen, um mit dem Prinzen Georg in Italien zusammenzutreffen. b

Der Herzog von Lucca befindet sich seit Dienstag etwas unwohl und hat daher seine Abreise noch aufschieben muͤssen. Auch der Preußische Gesandte, Freiherr von Buͤlow, der schoen auf dem Wege der Besserung war, hat wieder einen Ruͤckfall gehabt, doch sollen die Aezte an einer haldigen vollkommenen Genesung desselben nicht zweifeln.

Im Feldzeugamte herrscht jetzt außerordentliche Thaͤtigkeit; es sollen seit den Napoleonischen Kriegen nicht so bedeutende Auftraͤge von Seiten jenes Departements zur Anfertigung und Lieferung von Kriegs⸗Material aller Art gemacht, und im Tower kuͤrzlich viel Munition nach den Kolonieen und nach verschiede⸗ nen Theilen des Vereinigten Seen eingeschifft worden seyn.

In einer Versammlung der Aldermen wurden dieser Tage mehrere Beschluͤsse in Beziehung auf den jetzt dem Parlamente vorliegenden Gesetz⸗Entwurf uͤber eine Umgestaltung der Poli⸗ zei⸗Einrichtung der City gefaßt und ein Ausschuß ernannt, der eine gegen dieselbe gerichtete Bittschrift an das Parlament ent⸗ werfen soll. Die Versammlung fand in der von der Regierung vorgeschlagenen Maßregel eine Verletzung der Rechte und Fret⸗ heiten der Buͤrger der City, welche die Anwendung aller ge⸗ setzlichen und verfassungsmaͤßigen Mittel rechtfertigen wuͤrde, um sich der Ausfuͤhrung zu widersetzen. Die spaͤter gehaltene Versammlung des Gemeinderathes, in welcher mehrere Mit⸗ glieder sich sehr heftig gegen die Minister Außerten, beschloß ein⸗ stimmig, der Koͤnigin eine gegen den Gesetz⸗Entwurf gerichtete Adresse zu uͤberreichen. 1

Mit Hinsicht auf den Stand der Dinge in Frankreich sagt die Morning Chronicle: „Das Bestehen von sieben Pateien in einer Kaminer, die so konstituirt ist, daß es der Vereinigung von dreien derselben bedarf, um eine Majoritaͤt zu bilden, waͤh: rend man doch nicht zwei zur Uebereinstimmung unter einander bringen kann, ist ein Zustand, der nicht geduldet werden kann und die ganze Repraͤsentariv⸗ Regierung in Verruf bringen muß.”“* Der Standard bemerkt in derselben Hinsicht: „Herr Guizot scheint die Absicht zu haben, in Frankreich eine aͤhnliche Stele- lung einzunehmen, wie Sir Robert Peel in England, naͤmlich die gierkge Jakobinische Faction eine Zeit lang im Genuß der Amtsvortheile zu lassen, aber dafuͤr zu sorgen, daß sie kein Unheil stifte.⸗

———Ein Korrespondent der „Morning Chroniecle“ macht auf

Zustand.