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das Wort, theils um den Antrag auf die zweite Verlesung der
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verschiedener Lokal⸗Angelegenheiten erhob sich vor einem sehr
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auf das, was gestern in Folge des von dem se
rung der Verwaltung von Jamatka stattgefunden hat. Hause klar seyn, daß dies eine Bill war, welcht mehr als gewöhn⸗
daß, welches Ministerium auch ans Ruder kommen noͤge, die Durchfuͤhrung und Konsolidirung der Neger⸗Emancipation von demselben nicht mehr beeintraͤchtigt werden koͤnne, noch duͤrfe,
sichten obwalteten; das Versammlungshaus von Jamaika wuͤrde sich eines großen Irrthums schuldig machen, wenn es glaubte, daß die Resignirung des Ministeriums den Triumph der Wei⸗
den parlamentarischen Prozeduren bekanntsind, fichals ein solches darstellt, das den endlichen Erfolg der Maßregel durchaus unmöglich macht; und in Betracht, daß diese Maßregel von der höchstmöglichen und überwiegen⸗ den Wichtigkeit ist, sowohl in Bezug auf die Insel, welche sie betrifft⸗ als auf die Durchfaübrung der von beiden Häusern des Parlaments zu so allgemeiner Zufriedenheit angenommenen Maßregel der ee. cipation, die schon so viele Opfer hervorgerufen bat; in 4 auch, daß das bei dieser Gelegenheit abgegebene Votum nt bt. nothwendiger Weise für den Erfolg jener gewichligen vees ce 8 fnitiv verderblich ist, sondern auch mit hinreichender Deutlichkeit un
it ei ; l an Zutrauen von Seiten eines Klarheit einen so großen Mangel a 8 EE
großen Theiles der Mitglieder jenes Hau je Geschäfte der Re⸗ legt, daß es für uns geradezu unmöglich wird, die E . 898
. e Weise fortzuführen, gicrung Ihrer Masestät auf eülnn⸗ 8 die Unmöglichkeit für uns
N theil seyn kann, 1. durch die Lage und die Verhältnisse des Landes unbedingt erfordert werden, die aber, das sev mir vergönnt zu sagen, sobald sie ergriffen e jede etwa zu besorgende Gefahr entfernen, in welchem Theile der Besttzungen dieses Landes es auch sey; in Betracht dessen, sage ich, und unter dem Drange dieser Umstände haben wir es fürunsere Pflicht gebalten, Ihrer Majestät die Entlassung von den Aemtern, welche wir in Besitz haben, einzureichen, welche Entlassung Ihre Majestät huldreichst angenommen haben. *Wir haben diese Aemter jetzt also nur einstweilen noch inne und werden die Functionen derselben nur andere Anordnungen getroffen und unsere Nach⸗
o lange ausüben, bis Auordn. — Fsre der Leitung der Geschäfte des Landes erwählt worden sind.“
Nach Beendigung dieser Rede ergriff Lord Brougham
von ihm eingebrachten Bier⸗Bill zu vertagen, einer Bill, die,
Bewegung setzte; theils aber auch, um seine Ansicht auszusprechen,
wenn auch uͤber die Maßnahmen zu dem Zweck verschiedene An⸗
ßen uͤber die Schwarzen bedeute, und kein Ministerium wuͤrde
sich auch nur 48 Stunden lang halten koͤnnen, wenn es ver⸗
suchen wollte, die Emancipation der Neger zu beeintraͤchtigen.
9 Haus vertagte sich hierauf bis Freitag den 10ten dieses Nonats.
Unterhaus. Sitzung vom 7. Mai. Nach Erledigung
zahlreich besetzten Hause (es sollen gegen 500 Mitglieder zuge⸗ gen gewesen seyn) Lord John Russell und ließ sich folgen⸗ dermaßen vernehmen:
„Ich wünsche dem Hause eine ““ zu “ Sen r ehrenwerthen Baro⸗
net gegenüber gestellten Antrags in Betreff der Bill wegen Reguli⸗ Es wird dem
licher Unterstützung, mehr als gewöhnlichen Vertrauens bedurfte, und
daß sie weniger Unterstützung, weniger Vertrauen von Seiten dieses Hanuses gefunden hat, als gewöhnlich den Ministern Ihrer Majestät
zu Tyeil zu werden pflegt.
1 worden sind. Es würde ohne Zweifel in ihrer deren Stadium der Bill überzugehen und nochm e
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fallen würde, als d 6 a. auf eine nicht größere Majorität, die Bill an das Oberhaus gelangen lassen und nach Gutdünken mit derselben zu verfahren.
milt einer Bill, die allerdings der Regierung,
Es ist ihnen daher zur Pflicht geworden, zu erwägen, in welche Stellung sie in Bezug auf diese Bill versetzt
Kacht stehen, zu einem an⸗ das Haus um
Ansicht darüber zu befragen; aber wir sehen Keinen Grund, an⸗ daß das Urtheil des Hauses zum zweitenmale anders aus⸗ das bereits abgegebene. Wir könnten auch, gestützt als die gestern Abend erhaltene, es diesem anheimstellen, Aber dieses Verfahren dem Gouverneur und
seine zunechmen,
dem Rathe von Jamaika ungewöhnliche Macht überträgt, würde den
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Anschein haben, als sollte dem Oberhause eine Verantwortlichkeit aufgeb ür⸗ det werden, welche ihm zu übertragen wir, wie ich glaube, nach dem Votum,
welches von dem Unterhause abgegeben worden ist, nicht berechtigt sind. Es
scheint uns daher keine andere Wahl gelassen zu seyn, als die Bill
aufzugeben, welche einzubringen wir für unsere Pflicht gehalten ha⸗ ben. Demnach ist nun die Frage, ob wir,
nachdem wir eine Bill von
so großer Wichtigkeit eingebracht haben, die Angelegenhetten in Ja⸗ malka, in den Westindischen Kolonieen und in unseren Kolonieen im
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Vorschlägen torität halte ich es für offenbar, daß die Wirkung dahin gehen muß, in an⸗
Allgemeinen in einem Zustande belassen werden, welchen ein Minister
1 der Krone als zufriedenstellend in * auf diese Kolonieen betrach⸗
ten kann. Es ist offenbar, daß in Jamaika durch die Unterstützung,
welche, der Wirkung und dem Eindrucke nach, ein solches Votum des Unterhauses der Halsstarrigkeit — denn das ist der rechte Aus⸗
im Widerspruch mit den werden läßt, die Au⸗ werden muß. Auch
des Versammlungshauses, der Minister, zu Theil der Krone bedeutend geschwächt
druck —
deren Kolonieen, wo bis jetzt, wenn auch Uicht eifrige, doch unverwei⸗
gerte Zustimmung zu den Wünschen der Krone stattgefunden hat, die Neigung zu erzeugen, lieber das Beispiel Jamaika's nachzuahmen, als
bei dem bis jetzt befolgten Verfahren zu beharren. Außerdem kommt
auch noch das in Betracht, daß es unsere Absicht und Pflicht war, innerhalb der nächsten Tage eine andere Kolonialfrage in Anregung zu bringen, betreffend die wichtigen Provinzen von Ober⸗ und Nie⸗ der⸗Kanada, deren Angelegenheiten die reiflichste Erwägung des Par⸗
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laments erheischt haben und noch erheischen. Offenbar ist es nun, daß,
nachdem die Maßregel in Betreff Jamaika's solchen Widerstand gefunden
hat und von einer so großen Anzahl in diesem Hause bekämpft worden ist, wir nicht auf den zur Ordnung der Kanadischen Angelegenheiten erfor⸗ derlichen Beistand zu rechnen vermochten. Wenn wir also die Ver⸗ waltung der Angelegenheiten ferner beibehielten, so wuͤrden wir, da uns, meiner Ansicht nach, zur wirksamen Fortführung der Regierungs⸗ geschäfte der gehörige Grad des Vertrauens und der Unterstützung
aber doch eine Reihe von
die Kolontalmacht des Reiches gefährden, in einem Augenblicke, ich will nicht sagen, geradezu in Gefahr schweben, ragen der höchsten Wichtigkeit veranlassen. inister Ihrer Majestät berechtigt geglaubt,
fehlt, wo die Kolonieen,
Bis jetzt haben sich die
die Reglerungsgeschäfte fortzuführen, da sie in dem Vertrauen der nrone n09 in dem Vertrauen des Unterhauses ihre Stützen fanden.
Rach dem Votum des vorigen
für Fragen, über welche die Regterung zu einer Entscheidung zu kom⸗ i
men genöthigt ist, eine solche Unterst von Seiten dieses Scaatsruder noch fern 2rfoß Pflicht der Minister Ihrer Majestät gewesen,
Abends aber halte ich mich nicht
berechtigt, zu sagen, daß sie in den großen und wichti⸗
tzung und solches Vertrauen
auses genießen, daß sie im Stande wären, das r mit Erfolg zu führen. Es ist daher die d — 1892 in Rücksicht auf alle
diese Umstände, unterthänigst ihre Entlassung einzureichen. In Be⸗
treff des Verfahrens, welches in der heutigen Sitzung einzuschlagen ist, werde ich
den in solchen Fällen üblichen Weg betreten, nämlich
die Vertagung des Hauses auf eine kurze Zeit beantragen, um Ihre
Masestät in Stand zu fetzen, ein Ministerium zu bilden, welches die Geschäfte des Landes zu slren vermöchte. Aber ich kann nicht schlie⸗ ßen, ohne bei dieser Gelegenheit, wie ich es bei jeder Gelegenheit thue und bis zur letzten Stunde meines Lebeus thun werde, denjenigen meine Dankbarkeit auszudrücken, welche das Mintstertum in den vler Jahren unterstützt haben, während welcher es die schwierige Stellung einnahm, in die es unter nicht wenig schwierigen Verhältnissen ver⸗
daß dasselbe, wenngleich es zu keiner Zeit das Vertrauen der Majo⸗
Ausschuͤsse ihre Geschaͤfte fortfuͤhren sollten, wurde die Verta⸗ gung bis zum 13. genehmigt.
im Ausschusse des Hauses weiter zu foͤrdern, gelang nicht, und
heimniß mehr war. schiedene Geruͤchte uͤber die Schritte zur Bildung eines neuen Ministeriums; hier erzaͤhlte man sich, daß der Herzog von
wie er bemerkte, ihm von groͤßerer Wichtigkeit fuͤr die oͤffent“ Majestaͤt den Grafen Spencer, ehemaligen Lord
liche Moral erscheine (es handelt sich um eine Modisizirung der Bier⸗Abgabe), als die Resignirung irgend eines Ministe⸗ riums oder irgend einer Parteifrage, die das Parlament in
rität des Oberhauses besaß, es doch mit seinen Ansichten von den ihm obliegenden Pflichten gegen das Land für übereiustimmend hielt, die Verwaltung der Staatsgeschäfte fortzuführen. Ich wiederhole es, gegen diejenigen, die uns ihre wirksame Unterstüfung zu Theil wer⸗ den ließen und in diesem Hause stets ihre Bereitwilligkeit zeigten, Alles zu thun, was in ihren Kräften stand, um die bedeutenden Prinzipien zu fördern, in denen wir übereinstimmen, gegen sie werden wir stets die tiefste Dankbarkeit hegen. Ich trage jetzt darauf an, daß sich das Haus bis zum Montage, den 13ten d. M., vertage.“ Als Lord John Russell unter lautem Beifallruf von Sei⸗ ten der ministeriellen Partei und tiefem Schweigen auf Seiten der Opposition jenen Sitz wieder eingenommen hatte, und nachdem auf .r des Sprechers beschlossen worden war, daß, ungeachtet der Vertagung, die wegen Privatbills niedergesetzten
errn Tal—
Ein Versuch des chriftsteller
fourd, seine Bill wegen des Verlagsrechtes der das Haus vertagte sich um 5 ½ Uhr.
London, 7. Mai. Aus einer zweiten Ausgabe des heu⸗ tigen „Standard,“ eines Abendblattes, geht hervor, daß die Abdankung der Minister im Laufe des Tages schon kein Ge⸗ Das genannte Blatt erwaͤhnt bereits ver⸗
Wellington zur Koͤnigin berufen worden, — best znhe Ihre thorp, — an einem anderen Orte wieder, daß sie den bisherigen Kolo⸗ nial⸗Minister, Marquis von Normanby, zu Rathe gezogen habe. Nur vom Grafen Durham, den fruͤher das Geruͤcht so haͤusig als den muthmaßlichen Nachfolger Lord Melbourne's be⸗ zeichnete, scheint keine Rede zu seyn. Die Berufung Lord Nor⸗ manby's wird dadurch unwahrscheinlich, daß dieser doch ohne
Inkonsequenz die Maßregel nicht wuͤrde aufgeben koͤnnen, welche
gerade sein Departement betrifft, und die den Sturz des Mi⸗ nisteriums veranlaßt hat; andererseits koͤnnte er aber dieselbe Maßregel, die Jamaika⸗Bill, doch nicht füglich dem Parlamente
noch einmal vorlegen, da schwerlich ein anderes Resultat, als das erste, zu erwarten waͤre, wenn man nicht etwa durch eine
Aufloͤsung des Parlaments und durch neue Wahlen eine bedeu⸗ tendere Whig⸗Majoritaͤt zu erlangen hoffte. Einmal aber ist ein solcher Erfolg einer neuen allgemeinen — felhaft, und dann wuͤrden wohl Whigs wie Tories in diesem Augen⸗ blick, wo das Land schon durch die Chartistischen Bewegungen sehr auf⸗ geregt ist, sich nicht gern zu einem Schritt entschließen, der die Aufregung noch vermehren wuͤrde und eher das radikale Ele⸗ ment des Unterhauses, als das konservative oder das gemaͤßigt reformistische, verstärken koͤnnte. Unter diesen Umstaͤnden scheint das Glaublichste, daß man einen Versuch machen duͤrfte, aus gemaͤßigten Tories und konservativen Whigs eine Art von Coa⸗ litions⸗Ministerium zu bilden, denn mit einem reinen Tory⸗Ka⸗ binet es noch einmal zu wagen, moͤchten wohl der Herzog von Wellington und Sir R. Peel, den Irlaͤndischen Verhaͤltnissen gegenuͤber, kaum unternehmen, so sehr auch vielleicht gerade die Radikalen dies wuͤnschen, indem sie in diesem Fall auf eine maͤchtige Reaction rechnen, durch welche einem neuen Bewe⸗ gungs⸗Ministerium der Weg geebnet werden koͤnnte. Es fragt sich nun, ob die Fuͤhrer der konservativen Partei im Stande seyn werden, sich einige der einflußreichen Whigs und mit ihnen einen Theil der jetzigen Majoritaͤt des Unterhauses zuzugesellen, da allein mit den feuͤher schon zur konservativen Partei uͤberge⸗
tretenen Whigs, Lord Stanley und Sir James Graham, wenn
diese auch an dem neuen Ministerium Theil naͤhmen, kaum fuͤr jene Partei irgend eine Verstaͤrkung in dem jetzigen Unterhause gewonnen seyn duͤrfte. Die heutige Hof⸗Zeitung meldet bereits die Ernennung des Grafen von Uxbridge zum Ober⸗Kammerherrn der Koͤnigin an die Stelle des Marquis von Conyngham, der sich durch Fa⸗ milien⸗Verhaͤltnisse veranlaßt gesehen hat, diesen Posten aufzu⸗ geben. Dasselbe Blatt meldet die Versetzung des Herrn Sulli⸗ van, Secretairs der Britischen Gesandtschaft am Koͤniglich Sar⸗ dinischen Hofe, in gleicher Eigenschaft an den Koͤniglich Baye⸗ rischen Ho wogegen der bis jetzt bei der Britischen Gesandt⸗ schaft am Bayerischen Hofe angestellt gewesene Secretair, Herr Bingham, nach Turin versetzt wird. Der bisherige erste At⸗ taché der Gesandtschaft in Mexiko, Herr Ball, ist als Gesandt⸗ schafts⸗Secretair nach Buenos⸗Ayres versetzt worden. In einer dritten Ausgabe des heutigen Sun werden als neu designirte Pairs genannt: der Sprecher, Herr Abercromby; Herr Campbell von Islay; Herr Fergusson von Raith und Lord Queensbury, alle vier Schottlaͤnder. 1 Vor dem obersten Gerichtshof in Edinburg ist dieser Tage ein lange schon obschwebender Prozeß gegen einen gewissen Humphreys entschieden worden, der behauptet, dem ausgestor⸗ benen Geschlechte der Grafen von Stirling anzugehoͤren, und deshalb nicht nur diesen Titel und bedeutende Besitzungen in Schottland und Kanada in Anspruch genommen, sondern auch Gelegenheit gefunden hat, auf den Grund dieser Anspruͤche bei verschiedenen Personen Geld aufzunehmen. Die in fuͤnf Theile zerfallende Anklage gegen ihn begruͤndet sich nun darauf, daß er sich zur Darlegung seiner Anspruͤche und also auch zur Er⸗ langung der Geld⸗Anleihen verfaͤlschter Dokumente bedient habe. Ein Theil der produzirten Dokumente, namentlich Lem Be⸗ scheinigungen uͤber Landbewilligungen aus der Zeit Karl's I. auf einer alten Karte von Kanada, waren dem Angeklagten von Mademoiselle le Normand in Paris geliefert worden. Eine große Menge Zeugen wurden abgehoͤrt, sowohl um uͤber den bisherigen Lebenswandel und die Familienverhaͤltnisse, als auch uͤber die behaupteten Faͤlschungen, das Noͤthige zu konstatiren. Die Jury erkannte darauf, daß ein Theil der vorgelegten Do⸗ kumente fabrizirt, daß es aber nicht bewiesen sey, daß der An⸗ geklagte dieselben mit dem Bewußtseyn ihrer Unrechtheit benutzt 18. Der Angeklagte wurde demgemaͤß freigesprochen, seine nspruͤche aber sind vernichtet, besonders auch deshalb, weil sich unter den fuͤr verfaͤlscht erklaͤrten Papieren zwei Geburts⸗ scheine finden, die seine direkte Abstammung von den Grafen von Stirling erweisen sollten, und von denen es nachgewiesen ist, daß sie im Hause der Dlle. Le Normand fabrizirt wor⸗
den sind. ndelsschreiben aus Bombay, das kuͤrzlich an ein
Ein Ha Londoner Sas gekommen, enthaͤlt die Nachricht, der „Wellesley“ Abuschir ab⸗
von 74 Kanonen habe den Befehl erhalten, nach zugehen, diese Stadt zu bombardiren und zu nehmen, und zwar in Folge der Beleidigungen, die dem dortigen Englischen esi⸗ denten von den Persischen Behoͤrden und dem Volke zugefuͤgt worden. Ein Brief aus Aden meldet, daß auch von jenem Hafen mehrere Britische Schiffe nach derselben Bestimmung ausgelaufen seyen. Derselbe Brief fuͤgt bei, das Benehmen
setzt wurde, unter Umständen, die keine Behaglichkeit versprachen, —
den enigen welche das Ministerium auf eine Weise unterstützt haben
der Araber in der Umgebung von Aden sey von der Art, daß
Ruͤckzahlung des Zolls nicht auszunehmen, ohne Unterschied der Flagge eintreten zu lassen. Dieser Antrag der Central⸗Section findet inzwischen hier vielfachen Wider⸗ spruch.
Diese Stimmen naͤmlich aus Ostende, Bruͤ⸗
man es fuͤr noͤthig gefunden habe, die Britische Garnison zu 8
verstaͤrken. Ein Regiment in Bombay hatte Befehl erhalten, sich nach Aden einzuschiffen.
Belgien.
Bruͤssel, 8. Mai. Im Beginn der gestrigen Kammer⸗ Sitzung wurden mehrere Berichte abgestattet, worunter beson⸗ ders derjenige der Kommission, welche mit der Pruͤsung der Ratifications⸗Entwuͤrfe der mit Frankreich und der Pforte ab⸗ geschlossenen Handels⸗ und Schifffahrts⸗Traktate beauftragt ist,
hervorgehoben werden muß. Die Kommission hat sich einstim-
mig fuͤr die Annahme ausgesprochen. Hierauf nahm die Kam⸗ mer die’ Entwuͤrfe der nachtraͤglichen Kredit⸗Bewilligungen fuͤr
das Departement der auswaͤrtigen Angelegenheiten und des Krieges an.
Der Moniteur veroͤffentlicht die Anklage⸗Akte gegen Bar⸗ tels und Kats, welche mehr als neun Kolumnen einnimmt. Der
Hinweisungen auf die Aktenstuͤcke, die derselben zu Grunde lie⸗ gen,
sind mehr als 200. Die mit dem Gesetz⸗Entwurf uͤber den Schelde, Zoll beschaͤf⸗ tigte Kommission hat ihre Arbeit beendet. Der Vorschlag der Regierung hat eine wichtige Veränderung erlitten. Die Sec⸗ tion hat naͤmlich beantragt, die Hollaͤndischen Schiffe von der
sondern dieselbe
Ja, einige Stimmen gehen sogar so weit, zu verlan⸗
gen, daß nicht bloß die Hollaͤndischen; — auslaͤndischen Schiffe von dem Zolle nicht besreit werden. sind jedoch sehr parteiischer Art; sie kommen ge und anderen Hafen⸗Orten, wo
man von dem einseitigen Gesichtspunkte ausgeht, daß man bei
jener Maßregel nur die inlaͤndische Rhederei beguͤnstigen muͤsse,
waͤhrend die vorgeschlagene Art der Bonisication des Schelde⸗ Zolles lediglich . 9
des ganzen Landes zum Vortheil gereichen wuͤrde. und Norwegen.
Schweden — Der beruͤhmte Repraͤsentant des
Stockholm, 7. Mai.
sondern auch alle anderen 1
den Staͤdten Antwerpen und Gent auf Kosten
Bauernstandes beim Schwedischen Reichstage, Anders Daniel⸗ son, ist am 27sten v. M. nach kurzer Krankheit, 55 Jahre alt,
auf seinem Gute bei Gothenburg mit Tode abgegangen. Hie⸗
sige Blaͤtter sagen, es sey dies einer der haͤrtesten Verluste, der
das Schwedische Volk habe treffen koͤnnen.
Der Professor Pehr Henrik Ling, als Dichter wie als Leh⸗ rer der Gymnastik ruͤhmlichst bekannt, ist am 3te M. hier gestorben. 8 18 1
Deutschland. Dresden, 5. Mai. (A. Z.) Den auf seiner Domaine
Jahnishausen bei Oschatz residirenden Prinzen Johann von
Sachsen haͤtte vor einigen Tagen ein großes Familien⸗Ungluͤck betreffen koͤnnen, indem daselbst seine Soͤhne, die jungen Prin⸗ zen Albert und Georg mit ihrem Erzieher, dem Geheimen⸗Rath v. Langenn, in einem kleinen Wagen spazieren fuhren, das da⸗ vor gespannte Litthauer Pferd scheute und durchging, und der
Prinz Georg beim Umwerfen des Wagens, vor den Augen der
Prinzessin, weit hinausgeschleudert wurde und nebst seinem Er⸗
zieher Verletzungen empfing, die jedoch Gottlob schon keine ernst⸗
lichen Besorgnisse vor etwanigen Folgen mehr einfloͤößen. Der auf dem Bocke beim Kutscher sitzende aͤltere Prinz Albert blieb gluͤcklicherweise unbeschaͤdigt.
— — Dresden, 11. Mai. Gestern Abend sind Ihre Majestaͤt die regierende Koͤnigin und der Prinz Luitpold von Bayern, der Prinz Georg von Sachsen⸗Altenburg nebst Ge⸗ mahlin, so wie der Prinz Eduard von Sachsen⸗Altenburg, von Altenburg kommend, auf der Eisenbahn von Leipzig hier ein⸗ getroffen und im Hotel zur Stadt Rom abgestiegen, wo Hoͤchst⸗ denselben gleich nach ihrer Ankunft von Ihren Mäjestaͤten dem Koͤnig und der Koͤnigin, so wie von dem Prinzen Johann nebst Gemahlin, ein Besuch abgestattet wurde.
Karlsruhe, 9. Mai. Die Karlsruher Zeitung ent⸗ haͤlt nunmehr einen laͤngern Bericht uͤber die in Pforzheim ausgebrochenen Unruhen, die jetzt voͤllig unterdruͤckt sind. Nach diesem wurden dieselben dadurch veranlaßt, daß die meisten Fabrikanten sich entschlossen, den Arbeitern im Winter wie im Sommer ihren gleichen vollen Lohn ohne Verkuͤrzung zu bezah⸗ len, dagegen aber auch die gleiche Dauer der Arbeitszeit wie im Sommer in Anspruch nahmen. Hierauf rotteten sich die Arbeiter, als der Inhalt des neuen Regulativs kaum noch be⸗ kannt geworden war, in den Bierschenken zusammen, und verei⸗
Ausschweifungen. 1 von sieben ihrer Dienstherren und zertruͤmmerten dort Laͤden
und Fenster mit Pflastersteinen. Endlich gelang es den Behoͤr⸗ den, nach vergeblichen Anstrengungen der wenigen, zum Theil schwer verwundeten Gendarmen, mit Huͤlfe der Buͤrgerschaft weiteren Exzessen Einhalt zu thun. Die Anzeige dieser Vorgaͤnge wurde sodann an den Chef des Ministeriums des Innern ge⸗ sendet, und schon nach wenigen Stunden traf der Geh. Refe⸗ rendar Eichardt mit dem Commandeur der Gendarmerie und zwei Schwadronen Kavallerie ein. Die Mehrzahl der Arbeiter verharrte indeß im Ungehorsam und am 2ten d. M. fanden sogar neue Zusammenrottungen statt; dießmal bedurfte es indeß nur ernstlicher Demonstrationen. Hierauf wurde beeschlos⸗ sen, die Hersendung von 150 Mann Infanterie nachzu⸗ suchen und die Kavallerie zu entlassen.
vor der Hand noch in Anspruch zu
tere Huͤlfe der Kavallerie Half einem boshaften Fabrikarbeiter ge⸗
nehmen. Es war naͤmlich 1 mehrere von der Neckarfahrt heimkehrende Floͤßer in
und unter Vorspiegelung falscher Thatsachen tair und zu Gunsten der Arbeiter aufzuhetzen. Floͤßer zogen nun mit ihren Stangen und Aexten Abends ge⸗ gen 9 Uhr durch die Hauptstraße, stießen drohendes Geschrei
gegen das Mili⸗
Steinpflaster und hatten eine Masse von herbeigelaufenen Men⸗ schen im Gefolge. Eine Kavallerie⸗Patrouille von 3 Mann wurde von den Floͤßern mittelst der Stangen zuerst angegriffen und mußte demnach von ihren Waffen Gebrauch machen. Floͤßer wurden, obwohl nicht gefaͤhrlich,
Infanterie⸗Wache verhaftet. Indessen war der Fabrikarbeiter, welcher den Exzeß veranlaßt hatte, in die Auvorstadt, das Quartier aller hiesigen Floͤßer, geeilt, und hatte sie zum Schutz ihrer Kameraden unter dem Vorgeben aufgerufen, daß diese so
eben von den Soldaten ermordet wuͤrden. Die sonst wackeren
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nigten sich endlich in einer Zahl von 4— 500 zu den straͤfliclsten Sie zogen in Masse vor die Wohnungen
Leider ereignete sich je⸗ doch noch ein neuer Exzeß, welcher es raͤthlich machte, die wei⸗
lungen einem Wirthshause unterhalb der Stadt betrunken zu machen,
ie berauschten
aus, riefen die Arbeiter auf, hieben mit den Aexten auf das
Drei verwundet und nach langem Kampfe von der herbeigeeilten Gendarmerie⸗ und
dden naͤheren Taunusbaͤdern, z. B. Homburg, schon Badegaͤste
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Regierung
den können.
mhrFsehcfeehseenehherese
treeich, der gluͤcklicherweise die
Z Ueberfluß an Wohnungen. eigenthum noch nicht an Werth verloren.
schen Zeitung Takwimi W
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Floͤßer ließen sich verleiten und versammelten sich bereits i „ diese Luft t wird ihr Blut verderbt deutender Anzahl auf der Bruͤcke; es .2,⸗ er nee⸗ eeatefinetdusn⸗en vübrn huͤlfe der Schiffermeister und einiger Gemeinderaͤt e, sie zu be⸗ ruhigen und von Ausfuͤhrung eines gefaͤhrlichen nternehmens abzuhalten, 1 daß sie und selbst ihre verhafteten Kameraden am andern Morgen ihren Fehler eingesehen und bereut haben. Weitere Ruhestoͤrungen sind bisher nicht mehr vorgefallen, die Untersuchung gegen die Schuldigen geht ihren raschen Gang, eine große Zahl von auslaͤndischen Arbeitern ist bereits mit nen, dem Luftzuge ausgesetzten Hause, militairischer Eskorte uͤber die Graͤnze gebracht, die besonders um sich greift. gravirten erwarten ihr Urtheil im Gefaͤngniß. Alle uͤbrigen Se heeen, ser 9 titte acht, ja, sc Arbeiter gehen ruhig ihren Geschaͤften nach, und die Oordnung dr ö— L-8 F 88 unh
scheint auch fuͤr die Zukunft gesichert. nichten Frühlingstagen, und .2— rseuchte gih⸗
— — Frankfurt, a. M., 10. Mai. Der Bundes⸗ Praͤsidial⸗Gesandte, Herr Graf von Muͤnch⸗Bellinghausen, ist vorgestern Abend aus Wien hierher zuruͤckgekehrt. Es wurde Ihnen aus Wien gemeldet, daß die Ruͤckkehr des Bundes⸗ Praͤsidial⸗Gesandten durch die nun bald faktisch eintreffende Aus⸗ fuͤhrung des zwischen Niederland und Belgien, auch den Groß⸗ maͤchten und dem Deutschen Bunde, abgeschlossenen Definitlv⸗ Traktats beschleunigt worden sey, was auch nicht unwahrschein⸗ F Es ist vee zu 6 die Bel⸗ gische Regierung rasch in den Vorbereitungen zur Erfuͤllung der kommmen, so ins Wasse neuerdings gegen Niederland und den Sheen Bund uͤber⸗ nem S n olen ugthtsrasge Fenancht nommenen Verpflichtungen voranschreitet und zugleich Anord⸗ und Asche gethan, nungen trifft, welche ihre aufrichtigen, friedlichen Gesinnungen jenigen Lrtikel aber, welche Risse bekommen, bekunden. Diese aber von einem Nachbarstaate Frankreichs ge⸗ nigen, die Letzteren stelle man unter freiem nommenen, das Vertrauen auf Aufrechthaltung des Friedens v Gebände hin, bürste den Staub aussprechenden Maßregeln muͤssen doch auch das Zeugniß able⸗ eilen auf. Wenn die gen, daß Belgien von dem jetzigen politischen Zustande Frank⸗ reichs keine Erschuͤtterung der Ruhe dieses Landes erwartet. Um so weniger werden aber die oͤstlichen Maͤchte ernste Besorgniß wegen des Ausgangs des jetzigen Parteien⸗Kampfes in Frank⸗ 1 asse unberuͤhrt laͤßt, hegen, und wir koͤnnen deshalb nicht wohl begreifen, wie oͤffentlich die Ver⸗ nneha ausgesprochen werden kann, daß namentlich im Hin⸗ blick auf den Stand der Dinge in Frankreich eine große Nor⸗ 24c. Macht ihre Heere in einem westlichen Landestheil ver⸗ Wir erfahren heute wieder mit Bestimmtheit, es sey noch sehr ungewiß, ob der Fuͤrst von Metternich in diesem Sommer an den Rhein kommen werde. Der Fuͤrst kommt aber sicher, wenn ihm die Muße zu diesem Pgestoa, s. Theil wird. 8— Zen de hreßhertzag, von “ eimar kam vorgestern ier an und verbrachte 1 n Seb⸗ chte den gestrigen Tag in unse⸗ Der Koͤniglich Wuͤrttembergische Bundestags⸗Gesandt Freiherr von Trott, reist uͤbermorgen nach Wiesbaden F Vnt wird einige Zeit daselbst verbleiben. Bereits ist schon einige Lebhaftigkeit in Wiesbaden zu verspuͤren, so wie sich auch in
wohner ansteckende Kraufheiten; weil aber das kann die Pest in denselben nicht ins Daseyn treten; Effekten und Personen eingeschleppt und verbreitet sich So lunge sie nun der Luft nicht mitgetheilt wird, ist sie
gengesetzten Falle aber gleicht sie einem
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ollen zwar an der Gränze von Syrien und besondere Schutzhäuser oder Quarantai diese Anstalten noch aronen Haup gadt⸗ die Kaserne Kulalt Ie ee Reiche soll den genden kommenden Effekten und Handel
Eingang gestattet seyn, bis sie
audt
nicht gereinigt (desinsizirt) sind.
Solche Artikel, die, wenn man sie ins
Falles mit Wasser,
Kleine
Feuer Stückchen Tuch⸗Abfall und abgebürsteter
geworfen und verbrannt werden.
1“ n Fegs 9 Verbreitung der erhindert werden kann, so schwer ist es, wenn sie bereits vi
sonen angesteckt hat. Wenn ein Mensch mitten im g plötzlich eine allgemeine Erschlaffung und eine verspürt — wenn er dabei in den Sehnen, der Gegend der Nieren heftige
rother Einfassung
Ihr, damit die nöthigen Maßregeln schleunig
machen. — Die Länder Anatoli und Rumili
genießt, so sindet die aus ein Vaterland, und verläßt Euch sobald nicht wieder.
befinden; die seit anfangs dieses Monats eingetretene heiße Platzen fort, oflastert kothige
Witterung mußte allerdings den Anfang der B 1 caleng g fang ade⸗Saison be⸗ es ist in oͤffentlichen Blaͤttern bereits bemerkt worden, da die Baulust in diesem Jahre hier sehr schwach ist. Es ist 16 der That hier in der Baumanie ein Haltpunkt eingetreten, die, wie nach allen Versicherungen nicht zu zweifeln ist, durch en Ueberfluß von Wohnungen in neuerbauten Haͤusern gebo⸗ en werden mußte. Aber auch in den unserer Stadt nahe liegen⸗ den Orten, welche in den letztern Jahren durch die hiesige Baulust mit fortgerissen worden, s sich jetzt gleichfalls ein ier hat indessen das Grund⸗
ten, und begrabt die Leichname der Verstorben hen außerhalb der Wohnorte. storbenen
Eure Wohnungen räuchert m die ö 1 „ sunden Luft begnadigt! diese Luft durch Eure ahrlässtigkeit Aber auch auf Speisen und Getränke
tet Euch der gebrannten Wasser oder Waschet und badet Euch regelmäßig 1g,aaag, gssih könnt. rdienstliches un ott wohlgefälliges Werk th Armen und Nothleidenden mit Gaben der Mälder d der Pest nicht hülflos bleiben, und die Seuche,
„ Der Boͤrsenhandel war bei stei genden Coursen bis in d veasaSre lebhaft. Seit gestern aber vesen. die üges msterdamer Notirung unguͤnstig und es scheint sich eine Reac⸗
tion vorzubereiten. gehe, der seine Hand Der in den ersten Tagen hier beginnenden Kunstausstellung Hnnidh, begecr Snc Huld des Großfuͤrsten Thronfolgers von
meegtana ch durch das Uebrige der göttlichen Barmherzigkeit auheim!“ ßla iejenigen Gemaͤlde ein 3 ver Kaiserl. Hoheit in Duͤsseldech ee werden, welche Se. 8 G riechenland. Athen, 27. April. (A. Z.) Die Italien. machten durch
Florenz, 2. Mat. Gestern wurde die regierende Frau zur Nachahmung. Am 20. April gegen
Großherzogin von einem Prinzen gluͤcklich entbunden. V Sea eeer Vege anine “ ” 1 Tuͤrkei.
(Marathonisi) uͤberfallen und sich augenblicklich Die neueste nach Berlin
damit
von ihnen abgezogen hat.
1 8 1egn. ekommene Nummer der Tuͤrki⸗ t, pluͤnderten mehrere Haͤuser, mißhandelten di akali vom 4. Sefer (18. April) und gebrauchten die grausamsten Mi eje be Pähan ee Pest betreffenden uͤberaus nn gecge inh gen, ihr Geld herzagebln Hrenera ken aserg “ 822 ist leicht zu ermitteln. Es sind naͤmlich ungefaͤhr sa n cece Srage, de,g 2⸗ zwei Monate, daß einige Einwohner vom Bezirk Malevri seit langer en Staat in Lakonien Aufrufe zur Unordnung verbreiteten, um waͤhrend — 8 beabsichtigten tumultuarischen Scenen Gelegenheit um 1G aube zu finden. Die Lokal⸗Behoͤrde hatte die Berfaͤhr⸗ e.e und den Verfuͤhrer, oben erwaͤhnten Sam⸗ 8 „ den Haͤnden der Gerechtigkeit uͤberliefert. Er 8 sahelanglich eingezogen. Sambrekas fand jedoch Mit⸗ 110 einer k- zu entfliehen. In derselben Zeit wurden 1 F Zambrekas' Gefaͤhrten wegen verschiedener Verbre⸗ 28 om Tribunal zu Sparta Verhaftsbefehle erlassen. Die daft werden, weige zad hn Ee chweon undeggen anict hab⸗ den, it Sambrekas an der Spitz . 188 G Bande stehen. Die Regierung sah sich S; 6n8 b ese Land⸗ und Seeraͤuber Truppen⸗Abtheilungen u ent⸗ sn en, ne, am 23sten d. von hier aus eiligst auf dem ampf⸗ giff⸗ „ tto eingeschifft wurden, in Poros Kanonen und in Syra Ainsa gtsie ⸗ Miht reihns an Bord nahmen, um sich von da gen nach der Maina zu begeben. Alle dortigen Bezirke 8 vuhig und aufs thaͤtigste beflissen, durch moͤgliche Beihuͤlfe 19 lephten⸗Unfug zu steuern. Ein sprechender Beweis, daß n diesem Vorfalle vorlaͤufig kein politischer Grund zu fuͤrchten sey, moͤge darin liegen, daß sich der Koͤnig und die Koͤnigin am 5. Mai nach Rumelien begeben, um vor dem Eintritt der großen Hitze noch eine Reise in dieser ebenfalls von Raͤubern spukenden Pro⸗ vinz zu unternehmen. Nach jetziger Bestimmung soll die Reise fuͤnf aeeh dauern und ganz zu Lande zuruͤckgelegt werden. g or Abgang der Post giebt der Courier ein Ertrablatt genden Inhalts: „Wir empfangen so eben die Nachricht F. die Klephtenbande, welche am 20sten d. Marathonisi uͤber⸗ 5 en 2 sich zerstreute, und daß die Scenen der Unordnung, FFehn e; Marathonisi war, ganz geendigt sind. Die . h. Sr aupteinwohner der Provinz Lakonien haben 8 unterrichtet, daß, wenn sie nicht augenblicklich die .258 erlassen, sie an der Spitze des Volkes gegen sie ziehen rden. Hierauf verließen am 24sten d. die Uebelthaͤter er⸗ schrocken die Stadt und zerstreuten sich ohne irgend einen Wi⸗ Der Capitain Kapetanakos zog unmittelbar nachher
; zu zwin⸗ Quelle dieser schaͤndlichen
macht schon m zum Schauplatze ihre 2 8- hat öfter Hunderttansenden das- 1 ö 8; eond. erfüllt sie die Gemüther mit Furcht und Ent⸗ Fegr,ir. edhc. gri zaulend bewirkt sie, daß die Fami⸗ 1 en, und aller Handel und Verkehr K-; En gräth. Damit nun die Unterthanen Sr. Hoheit vfhfätns Fvn. dtegenbe olen Heistande gegen diese sich wahren denselben ähnliche Vorsichts⸗Beaßr⸗ di dis de . aßregeln zu e 2 be⸗ schlossen, wie sie von Seiten der benachbarten Staaten —
vie sen desse eisteince Baterland dieser Seuche ist Aegypten, than. Durch Per gestellte Untersuchungen befriedigend darge⸗
onen und Effekte d ümer Ehain dem Domanisgen n eer herkommen, wird Orten tommenden Perfrnensun cenn, weli se E2 viele Wassen, um unser Land, ie Fecungen und schmieden 8
unsere . Weinberge gegen Feinde zu vertheidt e. 86 9
Mühe, um die Feuersbrunst zu ersticken, . 809 iu sterben g 1 3 8. Iebr⸗⸗ mehr Pest den Faden Menschen gewoöhulich nur
setne Habe, während Der allmächtige Gott at mannigfache 8.Ca. 6s a geschvesder
fen, aber auch zugleich uns B 85½ auch ernunft und mor nen. zangedeutet, so ist
8 “ 1 .e— Sesagnet⸗ Nil sahe tho en zns pabre
Sümpfe und Moräͤste entsiehen, aüle SFregenden, F Sah-
und kolhig 8 und die Leichname nicht tief 8 a enlwickeln
welche im Vereine mit der je
Feuchtigkeit die Luft ungesund
—
Die Europäischen
und somit aue . sich die Pesit. — In den übrigen Staaten Seiner Hoheit enisteben zwar auch von Zält zu Zeit durch unreinliche Lebensweise der Be⸗ Klima felüaber ist, so ie wird durch dann allmäͤlig. gleich, das in einem massiven Gehäude verschlossen bleibt; g- b8 “ Fener 8 einem hölzer⸗ 1 bas nach a Daher kommt es, daß die eingeschleppte , 1b Verlauf ein Wintertagen, wogegen sie an reg. . Vorschein kommt. — Um die Verbreitung der Pest ig 88989 gra Insel Rhodus v nen et werden; nicht bestehen, so ist fürs Erste, als Schutzhaus eingerichtet worden. aus angesteckhten oder verdächtigen Ge⸗ eher
Die Desinfzirung der aus verdäͤchti bd ie Desinf * htigen oder angesteckten O 8 menden Effekten ist nicht schwer und ö Wasser taucht, keine Risse be⸗ und “ eines mit rei⸗ in welches man Sal angefeuchteten Schwammes gerieben werden; 2 soll man durch Luft rei⸗ S 735 in einem M. s 1 ab und hänge sie an starken v. M. seine regelmaͤßigen e zu reinigenden Artikel verpackt sind, so oöffne Die hiesit man das Packet an einsgen Stellen, damit Luft 8 Se, 9 g; 1 ' müssen ins — r üt it besonderer Sor wollene Tuche, Stoffe aus Ziegen⸗ und Kamtelhaaren “ reintgen, weil diese das Miasma leicht annehmen und lange behal⸗ Pest in ihrem ersten Anfang Per⸗ besten Wohlseyn brennende innere Hitze e fan a und in 1 t S ühlt — wenn selhöhle und am Vorderhalse Beulen von rauher Oberfläͤche ng entstehen, in deren Nachbarschaft die Haut rothe schwarze und violette Striemen, wie von Peitschenschlägen, zeigt 8* wenn der Kranke in zwei bis sechs Tagen siirbt, und auf seinem Könper bei eluntretender Verwesung schwarze und vlolette E erscheinen, so müßt V ergriffen we 8 ohne Aufschub den Aerzten des betreffenden En — 8 haben zwar, wie schon bemerkt, ein gesünderes Klima, als Ae - 3 1 V res. , gypten; wenn r Euren Wohnorten Sümpfe und Feuchtigkeit duldet, und S Aegypten kommende Seuche auch bei Euch net die Sümpfe und Moräste in der Rähe Eur “ d 1 b er Wohno schafft allen Schmutz und von den Gassen und Fentlichne, 1 ege, laßt keine Aeser von Thi Häufern und Gassen liegen, sondern verscharrt sie 8* Fevsl,g. auf trockenen Anhö⸗ 1 er korte. Macht die Gräber tief und werft viel Erde, und, wenn es nöthig ist, auch eine Quantität Kalk “ Essig und laßt täglich frische Luft in Allah hat Euch mit einer schönen und ge⸗ st es also nicht ein sfündhafter Frevel, wenn ee 8⸗ und verpestet wird! zuch b nie habt Acht, genießt k fes oder faules Obst, trinkt kein trübes unreines Wasser, “ sogenannten geistigen Getränke. in reinem Wasser, dem Ihr nö⸗ Wollt Ihr endlich ein wahrhaft so unterstützt die voan sie in Zeiten - 1 er sie u erliegen müssen, nicht von ihnen auf den hartherzigen Reaersandet 8 — Leistet allen Vor⸗ bier gegeben, gewissenhaft Folge, und stellet
1 Rumeliotischen Klephten ihre kuͤhnen Ausfaͤlle auch den Mainonsscenh dest korgen haben 200 drei Individuen, Gythium len: mehrerer Punkte Sie verbreiteten sich bald darauf in hi,ena.
Kaufleute
mit den Koͤnigl. Truppen und den denselben vereinigten, in Nachricht war die
ge
Lakoniern ve. e ich m. 8 Marathonisi ein. Vei AüH rdnung in jener Stadt wieder vöͤllig her⸗
Inland.
— — Stettin, den 12. Mai. — Schi . . ifffahrt Handel. — In den Hafen zu Swinemuͤnde .. . nen Monate 119 Schiffe ein⸗ und 146 Schiffe ausgegangen ersteren waren 93 beladen und 26 geballastet und es kamen 8,8 Ost⸗ und 78 aus Norbseehaͤfen. Von letzteren waren 8 4 2. mlich 23 mit Nutzholz, 76 mit Getraide, 4 mit Spiritus - 2 mit sonstigen Waaren beladen und 16 geballastet. Der uen Stettins wurde durch die Ankunft der ersten ⸗ adungen von Bordeaux und Kohlenschiffe von England 8 — hatte in Leinsaamen, welcher geraͤumt wurde, und ve- seine Hauptbewegung. Weizen schwankte im Preise 2. X mehr oder minder guͤnstigen Nachrichten aus Eng⸗ zuen erdalt sich dagegen in Erwartung der Ausfuhr Kolhnialwagrenenen: egenden in ziemlich hohen Preisen. In schaͤfte wan Velang C11“ Reis, sind noch keine Ge⸗ — Dampfschifffahrt. — Das de 8* 1“ r von neuem gebil 1 N in der ersten Hä flossenen Monats zu Sas genaen verwandt e. vre esten⸗ Fahrten nach Kopenha 95* 8 Kopenhagener Kanfmannegecech ange behn “ 35 ionen und die Geschaͤfts⸗ Verwaltung durch — leg⸗ n 6s Arbeiten die Erhaltung dieses ““ ichtigen Courses vorlaͤufig fuͤr dieses Jahr — Landes⸗Kultur. — Die ungaunsti 4 d 1G “ uͤnstige Witter b gnz “ g fast 8 erkraͤuter sproßten erst gegen Ende — spärlich hervor, so daß das Vieh nicht auf die Beige 8 werden konnte. In mehreren Gegenden wird daher uͤber Fut⸗ Färnenge, geklagt. Die Weizen⸗ und Roggensaaten stehen im b gut, dagegen haben Rapps und Klee, ersterer auch urch äusefraß, gelitten und an manchen Orten sind die da⸗ mit bestellten Felder gaͤnzlich ausgewintert. Mit der Bestellun der Sommersaaten konnte erst gegen die Mitte des Monats und auch nur in leichterem Boden, angefangen werden.
— — Erfurt, 11. Mai.
— — Gartenbau⸗Verein. — n ö öu von Blumen, Gemuͤsen und Fruch, 8 en bis zum 6ten d. M. dauerte, fand in ein besser beleuchteten Lokale als die vorjaͤhrige statt. Ene “ ausgestattet und geschmackvoll angeordnet, daher sie sich auch 88. b erfreute. Es hatten 12 Gäartner
57 Ge. e zur au geliefert, von einem i 98 vielen schoͤnen Gewaͤchsen, 140 TCacten; 22 Uinan naren, hatten 451 Topspflanzen hergegeben. Fast alle 1e g,es e etiasten schoͤn, und uͤber das Ganze wird 3 berichten. Fuͤr die schoͤnsten Gru Sewaͤchsen und fuͤr einige Gemuͤse “ 8 3 8 einheimischen Preisrichtern ausgetheilt: 5 große silberne edaillen an 3 Konkurrenten, 1 mittlere Medaille und 7 kleine Medaillen an 6 Personen. Sechs Beitraͤge an Ge⸗ waͤchs⸗Sammlungen wurden ruͤhmend erwaͤhnt.
Duͤsseldorf, 8. Mai. gierung enthaͤlt die Aufhebung von Pferden uͤber
Das Amtsblatt der Koͤnigl. Re⸗ 88 8 wegen der Ausfuhr
l 5 2 i zinr (Vergl. St. Z. Nr. 35.) ““
4“
4 1 8 8 Nachricht. n, 12. Mai. Der Moniteur parisien enthaͤlt Nach Hens „Telegraphische Depesche 89 üttssns den
ten 7 Uhr Abends. Der Gesandte Frankreichs an den Mi⸗ nister der auswaͤrtigen Angelegenheiten. Die Koͤnigin hat heut um 2 Uhr den Herzog von Wellington rufen lassen. Um 3 Uhr hat sie Sir Ro ert Peel empfangen. Ohne allen Zweifel ist dieser mit der Bildung eines neuen 2 kinisteriums beauftragt und hat auch den Auftrag angenommen.“ “
V Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Berlin. In der Oper „Robert der Teufel“ hat der T st &t. 46Q& 8 Ten V Fg r.nn⸗7 dem bei neuen Auftreten immer sat heterer
1
eifall zu Theil wurde, gestern seine Gastrollen igt; d bei dieser Vorstellung bereits nach dem 818. Schlußt⸗ nochmals hervorgerufen. Nachdem derselbe als Adolar schon sein 8 außerordentlichen Beruf zum dramatischen Sänger bekundet 8 nte, V war zu erwarten, daß er auch als Robert ausge eichnet sey⸗ vür 4 und diese Erwartung wurde in j insicht völlto benntigt. 1 urde in jeder Hinsicht vollkommen bestätigt. Schade, daß diese Partie, wegen der bedeutenden Länge der Oper um ein paar Mustkstücke, die beiden Dueits mit Bertram und mit Isabella, die gerade von sehr dramatischer Wirkung sind, ge⸗ kürzt werden muß. Da indeß unser Publikum nicht gewöhnt in so lange im Theater auszuhalten, wie das von Paris und Londen, swas wohl seinen natürlichen Grund darin hat, daß man bei uns einer dramatischen Vorstellung mit gespannterer und ernsterer Aufmerksam⸗ keit folgt, als dort, daher aber auch eher ermüdet, so sind hier derglei⸗ chen Abkürzungen unumgänglich, während dagegen in Paris der Kom⸗ ponist des „Robert“ sogar noch ein Mustkstück in diese Oper einlegen konnte, welches derselde für den Sänger Mario (Grafen Candia) schrieb, und das im Klavier⸗Auszug auch in der hiesigen Schlesinger⸗ schen Musikalten⸗Handlung erschienen ist, nämlich eine Arse Robert’s in D'dur, die man zu dem Besten zählen kann, was aus Meyerbeer's Feder geslossen; die Composition ist einfach, im Anfaug der Cantilene an Glucksche Formen erinnernd, und in sich abgerundet. 2n der ge⸗ strigen Vorstellung dieser Oper trat neben Herrn Tichatscheck auch eine fremde Sängerin, Dlle. Wüst aus Dresden, 15 erstenmale auf der hiesigen Königlichen Bühne auf. Sie gab die Lllice und machte, eini⸗ ge Befangenheit abgerechnet, wodurch ihre Stimme zuweilen etwas Gepreßtes erhielt, sowohl durch ihre angenehme, reine Stimme wie sn ihr lehhaftes und angemeffenes Spiel einen sehr günstigen Ein⸗ rnc. 10.
ten Jahrhundert; mit besonderer auf das Leben Friedrich Wilhelm's, des großen Kurfuͤrsten. Aus archivalischen Quellen und aus vie⸗ len noch ungekannten Original,Handschriften von Leo⸗ pold von Orlich. Zweiter Theil. Mit einem Plane der Schlacht bei Fehrbellin. Berlin, 18390. Gr. Fro Wir hahben in Nr. 319 der Staats⸗Zeitn den ersten Theil des Orlichschen Lenn. üstun 8.he Zen, 10en Feßen
siebze n⸗ ein