1839 / 214 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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8 8 Eisenbahn⸗Fahrten am 1. August.

Zeitdauer Abgang St. von um Uhr

EZ

M.

0 Potsdam Mrg. Pecsdam 12 Mitt. Potsdam 71 Abds. Potsdam 8 Potsdam 93 9

6 19 ½ Abds.

Meteorologische Beobachtung. Nachmittags Abends

Morgens 2 Uhr. 10 Uhr.

6 Uhr.

1839. 1. August.

Nach einmaliger Beobachtung.

1 b Luftdruck....... 334,29“ Par. 335 110 „Par. 336,02 „Par.Quellwärme 8,90 R. 16 90 R 13,1° R. [Flußwärme 16,9° R. Bodenwärme Ausdünstung 0,041“ Rh.

+ 12 R. + +. 104° R. + 10 s ° R. +. 10,29 R. 79 pCt. 58 pCt. 76 pCt. bezogen. bezogen. SW. Sw. SW. + 11

Luftwãrme daupunkt

Tunstsättigung zsdün Niedersch

Waͤrmew

K.. 71 „Ct.

14,0 90 R.

lag 0,011“ Rh. bechsel †+. 17,2 9 .

SW.

öbööööööe.

8 Den 2. August 1839. Amtlicher Fauds- und geld-Cours-Z.

eltel

[ r. Cour. 8 Brief. Seld.

Brief.

Pr. Cour. Geld.

St.-Schuld-Seb. 7752 [105 ¾ sromm. do. Pr. Engl. Obl. 20. 103 /1 1025/

ramSch. d.Seeh. 70 69 ½ Kurmärk. Oblig. 103 Neum. Schuldv. 103 Ber). Stadt-Obl. 104⁄4 Elbinger do. ges 101 Danz. do. in Th. 47 ½ Weztpr. Pfaudbr 1031 1à2 Grosab. Pozs. do. 4 Oatpr. Pfandbr.

Gold al marco Neue Ducaten Friedrichsd'or Aud. GBoldmün- zen à 5 Thl.

II1““

104

6 Kur- u. Neum. do. 104 ڈ Schlesische do. 92

Coup-. und Zius- 328

Sch. d. K. u. N. 96

215 214 135⁄12

12 78 Disconto 3

103 ¾

12 1¼12

12 ²½1 .

892 Auswärtige Börseu. Amsterdam, 29. Juli Niederl. wirkl. Schuld 55. 5 % do. 102 ½. Kanz.Bill. 271⁄16 Span. 185⁄1 6. Passive 48 . Ausg. Sch. —. Zinsl. 51 ⁄½ Preuss. Präm. Sch. —. Poln. —. Oesterr. Met. Antwerpen, 28 Juli. Neue Anl. 183⁄1 6½. Frankfurt a. M., 30. Juli. .“ Oesterr. 5 % Met. 107 ⁄1. 107 ¼. 4 % 101 G. 2 % 59 ¼½ G. 1 % 25 ¼ G. Bank-Acuien 1843. 1841. Partal- Obl. 151 ½ G. Loose zu 500 Fl. 137 ⁄⅛. 137. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Präm.-Sch. 69 ¾ Br. do. 4 % Anl. 103 ⁄1 G. Poin. Loose 67 5⁄1. 67 ⁄2ů 5 % Span. Anl. 37⁄1. 3 ¾. 2 ½ % Holl. 54 ½. 54 ¼. kisenbahn-Actien. St. Germain 645 Br. Versailles rechtes Ufer 665 G: do. linkes Ufer 330 G. Strassburg. Basel 325 G. Bordeaux -Teste —. Sambre-Meuse —. LELeipzig-Drezden 93 G. Köln-Aachen 86 Br. Cçomp.-Centrale —. Hamburg, 31. Juli. Bank-Actien 1502. Engl. Russ. 107 ¼.

Zinsl. —.

Konigliche Schauspiele.

Sonnabend, 3. August. Im Opernhause. Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburtsfestes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Festmarsch, Sr. Majestaͤt dem Koͤnige zugeeignet von Spontini. Hierauf: Rede, gedichtet von B. Wollheim, gesprochen von Herrn Rott. Dann: Volksgesang, den Preußen gewidmet von Spontini. Die Soli werden ausgefuͤhrt von den Koͤnigl. Saͤngerinnen Dlles. Gruͤnbaum, Hedw. Schulze, Mad. Moͤser, Dlle. Ferber, den Koͤnigl. Saͤngern Herren Mantius, Schneider, Fischer, Zschiesche und Mickler, so wie von Dlle. Galafrés, Dlle. Wit⸗ tuhn und Herrn Bouillon. Und zum erstenmale: Der Schwur, große Oper in 3 Abth., nach dem Italiaͤnischen von Gruͤnbaum. Musik von Mercadante. Ballet von Hoguet. (Die Ouvertuͤre ist vom Koͤnigl. Musik⸗Direktor Moͤser.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

In Charlottenburg. Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburts⸗ festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Rede, gedichtet von A Hein⸗ rich, gesprochen von Herrn Seydelmann. Hierauf, zum ersten⸗ male: Revanche, Lustspiel in 1 Akt, von Louise Fischer. Und,

zum erstenmale: Noch ist es Zeit, Schauspiel in 3 Abth., von A P. Zum ersten⸗

in 3 Abth., von A. P.

Sonntag, 4. Aug. Im Schauspielhause.

male: Noch ist es Zeit, Schauspiel

Hierauf: Er req

Montag, 5. holt:

Dlle. Haͤhnel un

Sonntag, well's. Drama

Montag, 5.

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Zu Lande:

Zu Wasser

1 Rthlr., 3 Pf., auch 1 R Das Schock

vo

40 pCt., gegen

Der Schwur, große Oper in 3 Abth. S

lor, so wie von dem Ouverture aus der Oper: „Oberon“, von C. M. von Weber.

Hierauf, zum erstenmale: Schiller bearbeitet. corationen von Fr. Pape⸗) athletische Vorstellung in 3 Abth. mont), von A. Cosmar.

Der Centner Heu 1 Riblr., auch 20. Sgr.

Branntwein 21 Rthlr., auch 20 Rthir. 3 22 Sgr. 6 Pf., auch 17 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf. b

uirirt! Liederspiel in 1 Akt, von L. Schneider.

Musik von mehreren Komponisten.

Aug.

Im Opernhause zum erstenmale wieder⸗

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Koͤnigstaͤdtisches Theater Sonnabend, 3. Aug. Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburts⸗ festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs. Zum erstenmale: Die Muͤhle. Festspiel in 1 Aufz., meister Franz Glaͤser.

von A. Cosmar, mit Musik vom Kapell⸗

(Der Festgesang am Schlusse wird von ud den Herren Dobrowsky, Eicke und von Ka⸗ gesammten Saͤngerpersonale ausgefuͤhrt.)

Oper in 2 Akten, nach

Turandot. (Die neuen De⸗

Musik von J. Hoven.

Vierundzwanzigste große akrobatisch⸗ Vorher: Die Tochter Crom⸗ in 1 Akt (nach dem Franzoͤsischen des Rouge⸗

4. Aug.

Aug. Zum erstenmale wiederholt: Turandot.

arkt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 1. August 1839. Roggen 1 Rthlr. 15 Sgr., auch 1 Rihlr. 3 Sgr.

9 Pf.; Hafer 29 Sgr. 5 Pf., auch 25 Sgr. Eingegangen sind 17 Wispel.

: Weitzen (weister) 2 Rthlr. 25 Sgr., und 2 Rthlr.

23 Sgr. 9 Pf., auch 2 Riblr. 20 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf.,

auch 1 Rtblr. 3 Sgr. 9 Pf.;

auch 25 Sgr.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rebhlr. 6 Sgr.

kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf⸗; Hafer

thlr. 5 Sgr. Eingegaugen sind 1001 Wispel. Mittwoch, den 31. Juli 1839. Strob 7 Rthlr. 5 Sgr., auch 6 Rihlr. 5 Sgr.

Branntwein⸗Preise m 26. Juli bis incl. 1. August 1839.

Das Faß von 200 Luart nach Tralles 54 pCt., nach Richter

baare Zablung und sofortige Ablieferung. Korn⸗ Kartoffel⸗Branntwein 17 Rthlr.

—— ꝗ0 çO—

Verantwortlicher Redacteur Arnold.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

Bekanntmachungen. V

Nothwendiger Verkauf. b Königl. Kammergericht in Berlin. Das im Thiergarten sub Nr. 2 Etablissement, wovon das Grundstück auf 24,399 Thlr. 8sgr. 1 pf. und das mit zum Verkauf gestellte beweg. liche Inventarium auf 1655 Thlr. 23 sgr. 6 pf.,

worden, soll zufolge der nebst Hvpothekenschein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Tare

am 4. Oktober 1839, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Bekanntmachung

werks Merzdorf bei Landsberg a. d. W.

sge 9 1 „½ 2 M a Meil 8 1 2 Irz ee Vat Das Königl. Domainen⸗Vorwerk Merzdorf, ½ Meile laden, und alle unbekaunte Real Prätendenten werden iommen gleiche Rechte gesichert, fond

291 Allgemeiner Anzeiger Subhastations⸗Patent. Ober⸗Landesgericht zu Marieuwerder. wendiger Verkauf. Das Rittergut Klein⸗Ellernitz Nr. 13, früher Nr. 38, belegene Zeli⸗ im Kreise Graundenz, landschaftlich abgeschätzt auf 7673 Thlr. 28 sgr. zufolge der nebst Hopothekenschein und Bedingungen in der Registratur eimzusebenden Tare, soll Prag die, ungünstiger Umstände wegen, durch zwei Jahre

Noth

r „zu⸗sam 8. Januar 1840, Vorn 2 sammen also auf 26,055 Thlr. 1 sgr. 7 pf., abgeschätzt an ordentlicher E“ 1 9 Die dem Aufenthalte nach un ekannten Gläubiger, als: 4 E“ 78g; IC1ö 1 . 1 eschloß, ward sie durch ihre rüheren Erfah⸗

1) die Geschwister des Casimir v. Prondzonsli, zu rufen beschloß, ward g f 2) die Ehefrau des Töpfermeisters Albrecht Paszotta,

Johanne Elisabeth, geborne Krakowska, 1

3) der Felix Adalbert Krakowsli, chun; 8 4) der Kaufmann Wensinger, h““ wegen Verpachtung des Königlichen 29. oder deren Erben, Cessionarien oder in ihreges sind nicht nur, wie bereits früber, Rechte getreten sind, werden hierzu öffentlich vorge⸗ren ohne Unterschied des Vaterlandes voll

fuͤr die Pr

an der Gerichtsstelle subhastirt 1

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ormitiags um 10 Uhr, ausgesetzte Actien⸗-Unternehmung Kunstwerken unter die Theilnehm

rungen bestimmt, in den bis

und Kunstkenntniß im Vaterlande dificationen vorzunehmen.

von der Stadt Landsberg a. d. W. und ¼ Meile von dersanfgeboten, sich bei Vermeidung der Präklusion spä⸗dem Künstiern des Auslandes

Warthe und der Küstrin⸗Landsberger Chaussée ent⸗testens in diesem Termine zu melden.

fernt, im Landsberger Kreise belegen, soll von Trini⸗ tatis 1840 an bis Johannis 1852, also außer der durch Veränderung des Pacht⸗Termins hinzutretenden Zeit,

auf zwölf nach einander folgende Jahre, im Wege der Frau Hauptmann geborne v

Submission verpachtet werden. 1 Der Flächen⸗Inhalt der zu diesem Vorwerk gehöri gen Grundstücke beträgt: an Gerien...... 9 Morg. 14 R E20238- 1826 Wiesen... Huͤtung .815 93³ nutzbaren Gewässern 12 an unnutzbarem Lande. 70— zusammen 3151 Morg. 15 ᷑R. Mit Ausnahme der Wiesen, die, 1 ¼ Meite vom Vorwerke entsernt, im Warthebruche liegen, bilden jene Erundstücke eine zusammenhängende Fläche, in deren Mitte sich das Vorwerks⸗Gehöft befindet.

tungsfrei. Die Lage des Vorwerks ist für den Absatz seiner liche Tagelöhner⸗Wohnungen und zur Erleichterung der Bewirthschaftung der Wiesen einen bestimmtenz Theil der bei denelben befindlichen Heuscheune. zum Vorwerk, gehörige Königliche Indentarium besteht,

außer den Königlichen Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Ge⸗Königl.

bänden, nur in Bäumen, Saaten und deren Bestellung.

Das Minimum der jährlichen Pacht für das Vor⸗ wert nebst Zubehör ist auf 1675 Thlr. 7 sgr. 1 pf., incl. 557 ½ Thlr. Gold, d“

Die näheren Pachtbedingungen, so wie die Bestim⸗ mungen über das Verfahren bei Submissionen, kön⸗ nen in unserer Registratur eingesehen werden; auch sind wir bereit, dieselben abschriftlich, gegen Erstattung 8 Kopialien, und zwar bei Auswärtigen mittelst Ein⸗ Liehung durch Post Vorschuß, mitzutheilen.

Wir fordern hiernach die betreffenden Pachtbewerber auf, ihre Submissions⸗Gebote bis zum 16. September dieses Jahres, Abends sechs Uhr, dem Justitiarius der unterzeichneten Abtheilung, Herrn. Regierungs⸗Rath Benuecke, versiegelt einzureichen, zugleich demselben ihre WBualification als Landwirthe und das zur Ueber nahme der Pachtung erforderliche Vermögen glaubhaft nachzuweisen, und die Erklärung zu Protokoll zu ge⸗ ben, welche in den Bestimmungen über Submisstonen 90s. 3 vorgeschrieben ist. Später als bis zu obige Beit eingehende Submissions⸗Gebote werden nicht an⸗ genommen. Der Termin zur Eröffnung der Submis⸗ sions⸗Anträge ist auf den 17. September d. J., Vormittags 10 Uhr, in unserem Sesstons⸗Zim mer bestimmt, und können die Pachtbewerber demsel⸗ ben beiwehnen. Unter den sämmtlichen Bewerbern bleibt dem Köuiglichen Ministerio die unbedingte Aus⸗ wahl vorbebalten. Es erlangt keiner derselben durch die Suͤbmission ein Anrecht auf den Zuschlag, bleibt aber an sein Gebot so lange gebunden, bis er durch Zuschlag an einen Anderen oder auf sonstige Weise davon entbunden wird.

Frankfurt a. d. O., den 3. Juli 1839. Königliche Regierung,

Abrheilung für die Verwaltung der direktensst

Bekanntmachung. 6 Die am 9. September 1838 zu Dresden T“ freunde faßte zugleich den Vorsatz, 5 „den, einigen der bestehenden Kunst⸗Vereine gemachten 3 18398 8 ZI ä Vorwurf der Einseitigkeit, allen Richtungen der Kunst 30. August 1838, publ. den 13. September 1838, ihren worwnce umrerung angedeihen zu lassen; auch so 888 deren Schöpfungen sich weniger zum Privatbesitz als für öffentliche Zwecke eignen, eben darum vielleicht in das Leben des Volkes am tiefsten

Gemahl, den Hauptmann Giersberg auf und zu Ochel⸗ SHermsdorf in Schlesien, zum Universal- Erben einge⸗ seetzt, dabei aber zugleich verorduet, ach 8 Fode, bis wohin er im Besitze und Nutznießung es , 66 JE1“” sämm lichen Vermögens bleiben soll, seiner Faulili« Kunstsinn am fräftigsten weete 160 127,600 Thlr., id est: Siebenundzwanziglausend Sechs⸗ 151 hundert Thaler, zufallen sollen. hb 8 Dies wird den ihrem Namen und Aufenthalte nachff (Ignnnantsvreche 1 1.“ Familie 8 publica- sucht und Vorurtbeil freier Kunstliebe E11“ uj I biermit bekannt gemacht Bestimmungen dürfen den Gesellschafts⸗Ausschuß wohl ( 1 1 n diesem Testamente dem Bruder des 1 5,5u— 88 Gottlieb Richter in Aschersleben Eu— äler ergeben hat, in Hedersleben bei andes einigen Peiße F Namens Trau d , dessen Aufent⸗ 8 1“ E1 8 Lolr nehmung erlaubt sich daher, das ku 1 88 Thlr., Ieum des Auslandes zu gefälligem Beitritte durch Ueber

der Zugleich ist ir as Vor 1 8 Sie sind Tischlermeisters sämmtlich, einschließlich der Wiesen, separirt und hü⸗oder wie sich sp

Erzeugnisse sebr günstig. Dasselbe hat hinläng⸗ halt ebenfalls unbekannt ist, - id est Funfzig Thaleru, ausgesetzt, was ihm ebenfalls

on Modrach, hat in ihrem Testamente vom

gen und bei dem Ankaufe die freie kurrenz mit jenen des Inlandes e Der Ausschuß der Gesellschaft

Giersberg, Christiane daß nach seinem

Diese, theils dem Interesse der nehmer, theils den Forderungen

zu der Hoffnung berechtigen, daß

nahme von Actien à 5 Fl. Couv.

9 rne L chle j vI icati jer⸗ 3 21.-2,2 ur Wahrnehmung seiner Rechte in vim publicati hier⸗unterzeichnete Geschäftsführung,

Das durch angezeigt wird.

Glogau, den 19. Juli 1839. Ober⸗Landesgericht schlesien und der Lausitz.

Königl. Pr

Der Antrag

Das in der

Steuern, Domainen und Forsten.

Alle diejenigen,

Bekanntmachung.

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 21. Dez. 1838.

lick des Ackerbürgers Carl Friedrich Christoph Scheer, taxirt zu 11,883 Thlr. 17 sgr., sll

Buch⸗ und Kunsthandlungen, in & Andrë, in Berlin:

Ni 7 g 7, N1[ ziehen sind; alle namhaften Kür

von

11q

sich zug erbietend. Unternehmung

Das Geschäfts⸗Büre ist bei Herrn F

Für die Gesellschaft patr freunde in Herrn Franz Grafen T.

Prag, im Juni 1839.

Hofgericht von Pommern und Rügen.

v. Möller, Praeses.

zwischen Hamburg und Die an Größe einander gleichen, auf das Pracht

am 20. September 1839, Vorm. 11 Uhr,

Hppothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Kunst⸗Verein in Boͤhmen. Als die Gesellschaft patriotischer Kanstfreunde in

herigen Statuten wesent liche, ihrem hohen Zwecke „Beförderung der Kunstliebe

Nach dieser Umarbeitung des bisherigen Actieupla⸗

dessen Erhebung und Veredelung am meisten beitragen.

George Gropins, zu be⸗

uuladen, die jährlich in Prag abzuhaltenden Ausstel⸗ [ungen mit gediegenen Werken bereichern zu wollen. welche an die Perlassen haft des Insbesondere glaubt sie die Directionen anderer, ähn⸗ unds jt Tod 3 dast dessiche Zwecke verfolgenden Kunst⸗Vereine um theilneb⸗ unlängst mit Tode abgegangenen Johaun Friedrich che Srrderung sbres Sirebens ersuchen zu dürfen Zurmeister, Eigenthümer von Hof⸗Wendorsf, beson⸗ mende Fütr beädoh ihres rrebens ersuchen zu die rfen, ders aber an dieses dazu gehörende, auf Rügen im Garzer Kirchspiele belegene Gut nebst dortigem In⸗ ventario Forderungen und Ansprüche machen zu kön⸗ nen glanben, werden zum Zwecke deren Aumeldung und Verification in einem der auf den 30. Juli, 20. August u. 16. September c., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl. Hosgericht anbe⸗ raumten Liquidations⸗Termine, bei der Präklusion, womit durch den am 7. Oktober c. zu., ee; Abschied verfahren werden soll, hier⸗ einzuschicken sind. durch aufgesordert.

Datum Greifswald, den 29. Juni 1839.

eich berettwilligst zu denselben Gegenleistungen

Toun, Sohn, an welchen alle 1t Zuschriften und Zusendungen unter der Adresse:

FWöI Graf Thun, Sohn, Geschäftsleiter der Actien⸗Unternehmung.

Regulaire Dampfschifffahrt

werden. Tare und

zur Verloosung von er wieder ins Leben

"entsprechende Mo⸗

allen Actionai⸗

ern es wird auch bei den Ausstellun⸗ unbeschränkte Kon⸗ röffnet.

patriotischer Kunst⸗ mit Hinblick auf

eingreifen, dessen und befördern, zu

ausländischen Theil⸗ wahrer von Selbst⸗

seine Unternehmung istfreunden des Aus—

Die Geschäftsführung der Böhmischen Actien⸗Unter⸗

kunstltebende Publi⸗

M., welche durch die so wie durch alle 1 Prag: Borrosch

istler aber dazu ein⸗

au für diese Actien ranz Grafen von diese betreffenden iotischer Kunst⸗ hmen

hun, Sohn

in Prag

Magdeburg.

jeden Mittwoch und Sonnabend, Morgens 4 Uhr,

von Magdeburg nach Hamburg in 1 Lag. Preise à Person in der ersten Kajüte 10 Thlr., zur

2ten Kajüte 8 Thlr. Preuß. Cour.; für die Hin und

Rückreise zusammen resp. nur 15 und 12 Thlr.; Kinder unter 10 Jahren bezahlen die Hälfte. Familien von 3 à Personen wird auch für die einzelne Tour Rabatt an den vollen Preisen bewilligt. Wagen und Pferde weden ebenfalls mit befördert. Meldungen sind zu bewirken: in Hamburg am Comtoire des Unterzeichneten, Alter Wandrahm Nr. 58;

in Magdeburg am Comtoire des Herrn August Kühne, Johannisbergstraße Nr. 15. Die Direction der Fluß⸗Dampfschifffahrts⸗ Compagnie in Hamburg.

Julius Kühne.

Verpachtung eines großen Hotels in Leipzig.

In der Nähe der Post und unweit des Bahnhofes der Leipzig⸗Dresdener und Leipzig⸗Magdeburger Eisen⸗ bahn an einer Hauptstraße gelegen, ist in der näch⸗ sten Zeit ein im modernsten Geschmacke massiv und neu erbautes Hotel zu verpachten. Dasselbe enthält einige 30 heizbare Zimmer, mehrere Kammern, Säle, große Keller, Böden und Stallung und ist mit einem großen Hofe versehen. Hierauf Reflektirende, welche sich über die zu diesem Unternebmen nöthigen Mittel⸗ auszuweisen vermögen, belieben sich binnen spätestens 4 Wochen an Hrn. Dr. Eduard Morgenstern in Leip⸗ zig in portofreien Briefen zu wenden. Zu bemerfen ist noch, daß in diesem durch die Post und die Nähe der Eisenbahn jetzt lebhaftesten Theile der Stadt noch wenig Konkurreunz vorhanden ist.

Literarische Anzeigen.

Rabe's Hülfsbuch. Sonst 10 Thlr., jetzt 3 Thlr. Rabe's neues Huͤlfsbuch fuͤr prakt. Juristen in den Königl. Preuß. Staaten. 3 starke Bände, 134 Bogen, gr. 8 v %., ein Werk, welches an Zuverlässigkeit und Vollständig⸗ keit noch nnerreicht und dem praktischen Juristen durch⸗ aus unentbehrlich ist, erhält von jetzt ab auch noch den Vorzug überaus großer Wohlfeilheit; ich habe die Gesammtvorräthe dieses Buches angekauft und den Preis von 10 Thlr. auf 3 Thlr. herabgesetzt. Jede Buchhandlung des In⸗ und Auslandes ist im Stande, das Buch für diesen Preis zu liefern. Berlin. Carl J. Klemann, Burgstraße Nr. 0, 2 Treppen.

In allen Buchbandlungen (Berlin, bei F. Dümm⸗

ler, Linden Nr. 19) ist zu haben: 1 Handwörterbuch der Deutschen Sprache, mit Hinsicht auf Rechtschreibung, Abstammung

und Blildung, Biegung und Fügung der Wörter, so wie auf deren Siunverwandischaft; von Dr.

K. W. L. Heyse. von vielleicht 120 Bgn., Lexikon⸗Format, 42 Thlr.

auf Suͤbhastation des bier sub No. 11 vollste und Bequemste eingerichteten schnellfahrenden . b LEE1e1— 1 ff Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Kulm,

des Brand⸗Katasters belegenen Gasthofs zum Rauten⸗ Hamburger Dampfsch ffe kranz ist zurückgenommen und der zum „Leipzig“ und „Hamburg“, 29. Jannar 1840, Vormittags 11 Uhr, nen schön geschmückten Salo angesetzte Licitations⸗Termin aufgehoben. Weißenfels, am 26. Juli 1839. Königl. Land⸗ und Stadtgericht

welche jedes ein Fortepiano und Sammlung, kleiner Bibliothek,

Zeitungen und Spie

len), reich dekorirte Privat⸗Kabinette, diverse Kajüten, so wie abgesonderte Schlafgemächer mit einer großen A nzahl guter Beiten enthalten und alle nur mögliche Annehmlichkeiten für Passag

Köpuickerstraße Nr. 38 belegene Grund⸗teu, gehen mit Reisenden und Gütern regelmäßig: jeden Dienstag und Sonnabend früh Morgens,

in (nebst anderen Musik⸗Instrumenten, Noten

giere darble⸗

Gnesen, auch bei Bamberg in Greifswaͤld, zu haben Bedenken der theologischen Fakultäten der Landes⸗Universität Jena und der Uni⸗ versitäten zu über das Reskript des Herzoglichen Konsistoriums

betlesfend) und über zwei verwandte

Aktenstücken.) Gr. 8vo. Preis 20 sgr.

von Hamburg nach Magdeburg in 1 ½ à 2 Tagen;

2r Bd., Bg. 31 40: Regel bis schaudern. Pränumerations-Preis fürs Ganze

So eben ist erschienen und bei E. S. Mittler in

Berlin, Göitingen und Heidelberg

zu Altenburg vom 13. November 1838 (den kirch⸗ lichen Separatismus in der Ephorie Ronneburg

Fragen. (Nebst einleitender geschichtlicher Darstellung in

Schnuphasesche Buchhandlung in Altenburg 1

Preußische

Berlin,

Sonntag den Ateu

Augu st

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben die seitherigen Regierungs⸗ Assessoren von Buͤlow zu Marienwerder und Glitzke zu Po⸗ sen zu Regierungs Raͤthen Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.

Angekommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Russische Wirk⸗ liche Geheime Rath und Ober-⸗Jaͤgermeister, Graf von Was⸗ siltschikoff, von Dresden.

Abgereist: Se. Excellenz der Geheime Staats⸗Minister

und Chef der 2ten Abtheilung im Ministerium des Koͤnigl.

Hauses, vo n Ladenberg, nach Zehdenick. Der Weihbischof zu Gnesen, Dr. von Kowalski, nach

Dresden.

8

Nachrichten.

Zeitung ““

e9.

Paris, 29. Juli. Der „Moniteur“ widerspricht der von

mehreren Blaͤttern mitgetheilten Nachricht, daß die Annaͤherung an die Graͤber des Louvre gestern untersagt gewesen, daß der Posten die Waffen ergriffen und sich hinter dem Gitter aufge— stellt habe, als eine Deputation von Handwerkern herangekom⸗ men, und daß die Truppen der Garnison in den Kasernen kon⸗ signirt gewesen seyen. Heute am dritten Tage der Julifeste, der fuͤr die oͤffent⸗ lichen Vergnuͤgungen bestimmt ist, stroͤmte schon seit 7 Uhr Mor⸗ gens eine ungeheure Volksmenge nach den Elysaͤischen Feldern. Bis zum Abgange der Post herrschte die vollkommenste Ruhe. Die ergaͤnzende Instruction uͤber die Vorfaͤlle des 12. und 13. Mai ist noch nicht beendet. Gestern fanden in Folge der Mandate der Untersuchungsrichter Legonidez und Zangiacomi neue Verhaftungen statt, und an mehreren Orten wurden Waf⸗ fen in Beschlag genommen. Herr von Argout, Gouverneur der Bank von Frankreich, ist gestern nach London abgereist. Wie es heißt, hat seine Reise eine Uebereinkunft mit den Direktoren der Bank von England wegen der schon mehrfach erwaͤhnten Anleihe zum Zwecke.

Dem Vernehmen nach, wird schon morgen eine bedeutende Summe von der Bank von Frankreich nach London esendet werden. Die Summe soll sich auf 48 Millionen Fr b 9 und jedes der 12. Bankierhaͤuser, durch deren Vermintelung die 11“ zu Stande gekommen ist, 4 Millionen beigestzuort

aben. Herr Thiers wird am Donnerstage hier erwartet; doch heißt es, er werde nur kurze Zeit verweilen. Auch der Ankunft des Herrn Guizot sieht man entgegen. Man glaubt, daß beide eine Zusammenkunft haben werden, um das Buͤndniß, welches durch Unterhaͤndler geschlossen seyn soll, zu befestigen.

Es befanden sich kaum noch 150 Deputirte in der Haupt⸗ stadt; die anderen konnten die Minister, aller Mühe ungeachtet nicht bis nach den Julifesten zuruͤckhalten. 8 1

Der Infant Don Francesco de Paula ist von neuem bei Herrn Duchäͤtel um die Erlaubniß zum Besuch der Pyrenäͤen⸗ baͤder eingekommen; es ist ihm indeß nicht gestattet worden, sich der Spanischen Graͤnze zu naͤhern. Uebrigens soll die Regie⸗ rung in Erfahrung gebracht haben, daß der Infant eine sehr lebhafte Korrespondenz mit dem Karlistischen Haupt⸗Quartier unterhalte.

Erzbischof von Paris ist neuerdings sehr schwer er⸗

Zu der Vertheilung der industriellen Belohnungen, welche gestern stattfand, hatte sich eine groͤßere Anzahl von Fabrikan⸗ ten und Manufakturisten eingefunden, als je, und ig der gro⸗ ßen Galerie, welche sich vor dem Marschallssaale befindet, wa⸗ ren mehrere Deputirte und Pairs anwesend. Um 1 Uhr kam der Koͤnig mit der Koͤniglichen Familie von Neuilly an und begab sich mit dem Handels⸗Minister und mit den Mitgliedern des Ausschusses, der die Preise zuerkannt hatte, in den Mar⸗ schallssaal, wo sich die Versammelten in einem Halbkreise um den Koͤnig aufstellten. Es hatten sich auch ungefaͤhr 15 Damen ein⸗ gesacen. 1g die Preise fuͤr ihre Arbeiter entgegen zu neh⸗ C 8 8 G Thénard hielt hierauf eine Anrede an den nI g, elcher er die Fortschritte der National⸗Industrie

seinandersetzte, und dem Koͤnige und seinen Soͤhnen fuͤr die wohlwollende Aufmerksamkeit dankte, welche sie den ausgestell⸗ ten Gegenstaͤnden hatten zu Theil werden lassen. Der Koͤnig eee ne daß er sich sreue, sich unter der Elite der Franzoͤs⸗ ö zu befinden, daß er die Fortschritte eines gro⸗ gen 1“ Friedens bewundert habe, daß die roberungen die der Arbeit seyen, und lichen ““ sehe, wie man sich vorzuͤglich dem Nuͤtz— über aus d9 ECE11“ der Koͤnig sein Bedauern dar⸗ hafter Beifall fiss usstellung so bald geschlossen worden. Leb⸗ dels⸗Minister a ag auf die Rede des Koͤnigs, und der Han⸗ Belohnung 1 gh cgn- zum Aufrufe derjenigen, denen eine die Reihes wesahe - worden war. Zuerst kamen diejenigen an nete sich lin⸗ 1bb Oeden erhalten hatten. Hierbei ereig— Fabtleone I Episode. Als Herr Dannet, ein Tuch⸗ vete Peeg⸗ alt und blind, dem Koͤnige vorgestellt Sire 8 n Orden zu empfangen, sagte er: „Niemals, vere bin 107 8 schmerzlicher empfunden, daß ich des Gesichts

sollen Sie hoͤre „Zum wenigsten“, antwortete der Koͤnig, ie hoͤren, wie gluͤcklich ich mich schaͤtze, Ihre Arbei ten belohnen zu koͤnnen.“ ich ich mich schaͤtze, Ihre Arbei⸗ beträgt 27. Die Zahl der vertheilten Kreuze H

er neunte Jahrestag der Julitage giebt dem Courrier

français zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Warum koͤnnen wir von der naͤchsten Vergangenheit und von der Gegenwart nicht ohne einen bittern und tiefen Schmerz sprechen? Die Freiheit hat fast alle Buͤrgschaften eingebuͤßt, die sie erobert hatte, und die Staatsgewast hat ihren Einfluß und ihren Zau⸗ ber verloren. Indem sich beide gesellschaftlichen Maͤchte muth⸗ los bekaͤmpften, haben sie sich selbst vernichtet. Man hat uns das Recht der Association genommen, man hat die Verfolgun⸗ gen gegen die Presse vermehrt, man hat die gesetzmaͤßige Ma⸗ joritaͤt der Jury vermindert, und einen Theil ihrer Vorrechte der Pairs⸗ Kammer uͤbertragen. Der voellstaändigste Aus⸗ druck dieser Schreckenszeit findet sich in den Septemberge⸗ setzen. Durch alle diese Zugestaͤndnisse hofften die Kam⸗ mern, die Koͤnigliche Macht zu befestigen, aber sie ha⸗ ben nur der ihrigen zu Gunsten derselben entsagt. Von diesem Augenblicke an tritt uns uͤberall die Ohnmacht entgegen. Noch ist der Aufruhr moͤglich, die Regierung scheint es nicht mehr zu seyn. Ein Budget von 1100 Millionen, eine Armee von 300,000 Mann, eine Marine von 200 Segeln, eine Na⸗ tional⸗Garde von 500,000 Mann gewaͤhren keine Sicherheit im Innern und geben uns keine Macht nach außen hin. Nie haben die Resultate in einem unguͤnstigeren Verhaͤltnisse zu den aufgewendeten Mitteln gestanden. Uasere politische Existenz ist seit den Juli⸗Tagen nichts als eine lange Fehlgeburt. Die Ver⸗ antwortlichkeit fuͤr diese Lage hat die Staatsgewalt zu tragen, denn eine Regierung ist eben so strafbar fuͤr das Gute, was sie nicht thut, als fuͤr das Boͤse, was sie nicht hindert. Wir wollen indessen die Parteien nicht freisprechen. Ihre gewaltthaͤtigen Unternehmungen haben den Vorwand fuüͤr die schlechten Gesetze abgeben muͤssen. Ohne sie und ihre Thorheiten wuͤrde die Gesellschaft niemals zugegeben ha⸗ ben, daß das, was im Juli 1830 begruͤndet wurde, auf eine so elende Weise unter der Herrschaft von Ausnahme⸗Ge⸗ setzen zu Grunde ginge. Die Willkuͤr hat in unserm Lande keine andere Aussichten, als die, welche ihr die Ausschweifun— gen der Freiheit geben. Aufstaͤnde sind es, Insurrectionen, und nichtswuͤrdige Meuchelmorde, welche den Ruͤckschritt des oͤffent⸗ lichen Geistes in den Kammern, unter den Waͤhlern, und un⸗ ter dem Volke bewirkt haben. Sicherlich, wenn die gesetzmaͤßige Opposition sich selbst uͤberlassen geblieben waͤre, wenn das Ge⸗ schrei des buͤrgerlichen Krieges sie nicht in ihrem Gange aufge⸗ halten haͤtte, so wuͤrden wir nicht jetzt an der Zukunft der Na⸗ tion verzweifeln muͤssen. Nach dem, was wir waffenlos gethan haben, mag man das beurtheilen, was haͤtte gethan werden koͤn⸗ nen, wenn der gewoͤhnliche Lauf der Regierung nicht gestoͤrt worden waͤre. Noch ist es Zeit, sich aus diesem Zustande der Verwilderung zu retten. Wenn das aber geschehen soll, muͤssen sich alle Meinungen, die uͤberspannten, wie die gemaͤßigten, zur Verwerfung des bewaffneten Aufstandes vereinigen. Moͤgen die Parteien eroͤrtern, moͤgen sie an die oͤffentliche Meinung appel⸗ liren, moͤgen sie die ihnen widerstrebenden Interessen und Ueber⸗ zeugungen mit den Waffen der Vernunft bekaͤmpfen, aber die Straßen duͤrfen nicht laͤnger mit ihrem Blute besudelt werden. Es giebt nichts Beklagenswertheres fuͤr ein großes Volk, als wenn es seine Thatkraft in inneren Zwistigkeiten aufzehrt.“

Der Courrier de Bordeaux enthaͤlt einen Artikel zur Widerlegung der Gruͤnde, welche von den Runkelruͤbenzucker⸗ Fabrikanten gegen eine Steuerherabsetzung des Kolonial⸗Zuckers vermittelst einer Ordonnanz geltend gemacht worden sind. In demselben heißt es: „Die Gegner des Kolonial⸗Zuckers behaup⸗ ten, der Zucker sey nicht ein roher Stoff. Darauf antworten wir, daß diese Benennung nie einen bestimmten, festbegraͤnzten Sinn ist. Alle Staats⸗Oekonomisten, Say an der Spitze, er⸗ kennen an, daß ein Produkt wechselsweise Gegenstand der na⸗ tuͤrlichen Consumtion, roher Stoff oder fabricirter Stoff seyn kann, je nach dem Gebrauche, den man davon macht. Gesponnener Flachs oder Baumwolle sind Ge— genstaͤnde der Consumtion fuͤr diejenigen, welche damit naͤhen und arbeiten; fabrizirtes Produkt fuͤr diejenigen fremden Spinner, welche mit den Franzoͤsischen konkurriren, und endlich roher Stoff fuͤr die Leinwands⸗Manufakturen und Baumwol⸗ len⸗Webereien. Eben so ist der Zucker, welcher in unseren Fa⸗ briken gebraucht wird, ohne allen Zweifel ein roher Stoff. Un⸗ sere Gegner behaupten ferner, die Steuer auf dem Kolonial⸗ Zucker sey eine Abgabe, denn dieser sey ja Franzoͤsisches Pro⸗ dukt, und eine Abgabe koͤnne nur durch ein Gesetz modifizirt werden. Abgabe und Zoll sind aber eben so wenig streng von einander zu scheiden und fließen beide in einander uͤber. Ist z. B. eine Waare selten, so erhoͤht der Verkaͤufer den Preis und laͤßt den Zoll, theilweise oder ganz, die Franzoͤsischen Kon⸗ sumenten tragen. Auf diese Weise wird ein guter Theil des Zolls Abgabe fuͤr den Franzosen. Der letzte Grund, den die Runkelruͤben-Zucker-Fabrikanten geltend machen, ist end⸗ lich der, daß es ungerecht sein wuͤrde, den Zoll auf den Kolonial⸗Zucker durch eine Ordonnanz herabzusetzen, waͤhrend dies nicht fuͤr den Runkelruͤbenzucker gestattet ist. Die vermeintliche Ungerechtigkeit, welche hier vorgeschuͤtzt wird, kann nicht zugegeben werden, denn der Runkelruͤbenzucker be⸗ zahlt nur 10 Fr., waͤhrend der Kolonialzucker mit 50 Fr. be⸗ lastet ist. Der Runkelruͤbenzucker ist also schon mehr als er⸗ maͤßigt, da er nicht das Viertheil von dem bezahlt, was der Kolonialzucker erlegt. Wenn die Gesetzgebung gerecht waͤre, so muͤßte die Abgabe fuͤr den Runkelruͤbenzucker erhoͤht, und faͤr beide Arten des Zuckers das Prinzip der Geichheit angenom⸗ men werden.“

Wie es heißt, hatte der Admiral Duperré nach Cherbourg den Befehl geschickt, unverzuͤglich ein Schiff zur Ueberbringung von Depeschen an den Admiral Baudin in Bereitschaft zu setzen. In denselben fordern, sagt man, die Minister den Ad⸗ miral auf, alle Schiffe seines Geschwaders nach Toulon zuruͤck⸗ zusenden und nur ein Schiff zur Empfangnahme der Summe, welche die Mexikanische Regierung zu erlegen hat, zuruͤcklassen. Auch spricht man von einer Aufhebung der Blokade von Bue⸗ nos⸗Ayres und einer friedlichen Ausgleichung.

b Aus Toulon wird vom 24sten geschrieben, daß dort am Morgen dieses Tages eine telegraphische Depesche eingetroffen war, welche den Befehl uͤberbrachte, daß die zwei Linienschiffe „Algier“” und „Marengo“ unverzuͤglich zur Abfahrt ausgeruͤstet werden sollen. An Bord der drei Linienschiffe „Montebello“, „Diademe und. „Santi Petri“ trafen taͤglich Abtheilungen frisch ausgehohener Matrosen zur Vervollstaͤndigung ihrer Be⸗ mannungen ein; es sollten diese Schiffe ganz in der Kuͤcze Toulon verlassen. Die Korvette „Victorieuse“ sollte am 25sten unter Segel gehen, der Levante⸗Flotte die baldige Ankunft die⸗ ser Verstaͤrkungen zu melden. Mit solcher Eile wird die Aus⸗ ruͤstung betrieben, daß die Masten des „Nestor“ auf den „Ma⸗ rengo“ gebracht worden sind, damit dieser um desto eher bereit sech. Wie Fregatte „Thetis“ war zur Abfahrt bereit.

Dem „National“ zufolge, sind den Poinischen Fluͤchtlingen Anerbietungen gemacht worden, sich fuͤr das Heer des Pascha's von Aegypten anwerben zu lassen; einem jeden von ihnen wuͤr⸗ den 500 Fr. zur Bestreitung der Reisekosten bewilligt werden.

Großbritanien und Irland.

Londong 27. Juli. Einer der ausgezeichnetsten Britischen Offiziere, der General Lord Homden, ist 8 saaseeehean Jahre mit Tode abgegangen. Er war einer der aͤltesten Generale Armee, Großkreuz des militairischen Bath⸗Ordens und Ober des 43sten Regiments. Er diente in verschiedenen Theilen der Welt mit großer Auszeichnung. Waͤhrend der ganzen Dauer der Irlaͤndischen Empoͤrung war er General⸗Quartiermeister und wurde bei einer Niederlage der Franzosen verwundet. Im Jahre 18⁰4 wurde er zum Ober⸗Befehlshaber in Ostindie und bei dem Beginn des Krieges auf der Halbinsel zum Be⸗ fehlshaber der vereinigten Englisch⸗Portugiesischen Armee er⸗ nannt. Spaͤter war er Gouverneur der Kolonie am Vorge⸗ birge der guten Hoffnung und von Gibraltar. In seinen poli⸗ tischen Ansichten war er gemaͤßigt, jedoch ein Vertheidiger libe⸗ raler Grundsaͤtze, und unterstuͤtzte bestaͤndig die Whiggs im Parlamente. Er vermaͤhlte sich im Jahre 1799 mit einer Tochter des Grafen von Clanwilliam, und hat nur einen Sohn, den Obersten Caradoc, der Stallmeister der Herzogin von Kent ist und die Pairswuͤrde so wie die Guͤter seines Vaters erbt.“

Auf die erwaͤhnten Bemerkungen der „Times“ uͤber die Orientalischen Angelegenheiten entgegnet der ministerielle Globe: „Wir haben nicht Raum, um einen langen Artikel der „Times“ üͤber die neuesten Ereignisse in Syrien und den Zustand der Tuͤrkei und Aegyptens aufzunehmen und werden uns mit eini⸗ gen Bemerkungen begnuͤgen. Der Artikel ist voll von persoͤn⸗ sicher Bosheit und politischer Unwissenheit. Der Verfasser des⸗ selben kann es offenbar dem Lord Ponsonby nicht verzeihen, daß er als Repraͤsentant Englands eine so hohe Stellung in Konstantinopel einnimmt, und sucht denselben herabzuwuͤrdigen, indem er ihm Fesser aller Art andichtet, die er nicht besitzt. Wir wollen dem Verfasser des Artikels nur erwiedern, daß, selbst wenn die von ihm vorgebrachten Beschuldigungen wahr waͤren, wir lieber wollten, daß unsere Agenten in Konstantino⸗ pel sich der Traͤgheit, als einer niedrigen Intrigue schuldig machten; der Verfasser, wenn auch nicht seine Leser, wird ver⸗ stehen, was wir meinen. Allein obgleich Manche, die feindselig gegen Großbritanien gesinnt sind, uͤber Lord Ponsonby's zu große Thaͤtigkeit, wie sie es nennen, sich beklagt haben, so war es doch jenem sogenannten Gegner Rußland's vorbehalten, den Lord Ponsonby des Mangels an gehoͤriger Thaͤtigkeit zu beschuldigen. Was die , „arge Untuͤchtigkeit und die Thorheit ohne gleichen““ be⸗ trifft, so werden die Ereignisse zeigen, wem jene Eigenschaften mit Recht beizulegen sind, unseren diplomatischen Agenten oder dem Verfasser des Artikels in der „Times.“ Die Zeit wird lehren, was von folgenden Prophezeihungen der „Times“ zu halten ist: daß Rußland im Begriff sey, der Tuͤrkei seine ehrgeizigen und um sich greifenden Bedingungen aufzulegen; daß Frankreich einen Vertrag mit Mehmed Ali abschließen wolle; daß eine Russische Armee nach den Ufern des Mittellaͤndischen Meeres und eine Aegyptische nach Bassora und dem Persischen Meerbusen mar⸗ schiren werde. Man wird sehen, ob diese Plaͤne von grober Abgeschmacktheit und unvergleichlicher Thorheit ausgeheckt wor⸗ den sind, oder nicht.“

Seit der Nachricht von den Ereignissen in Birmingham haben die Chartisten in Edinburg mehrere Versammlungen ge⸗ halten. In einer derselben, zu welcher die arbeitende Volks⸗ klasse durch Mauer⸗Anschlaͤge eingeladen ward, um uͤber die Mittel zur Erlangung ihrer natuͤrlichen Rechte zu berathschla gen, ermahnte ein Sprecher, eine Abgabe von 10 Schillingen zu bezahlen. Ein Anderer verwies es den Anwesenden mi scharfen Worten, daß sie sich nicht verpflichten wollten, sich gei⸗ stiger Getraͤnke und so viel moͤglich selbst des Thees und Kaf⸗ fes zu enthalten, und setzte hinzu, wenn dies nicht geschehe, so koͤnne man nicht auf ihre Bereitwilligkeit rechnen, den Mit⸗ gliedern des Konvents in der Gefahr beizustehen. Nach dem Standard gebrauchen die Chartisten in der Gegend von Newcastle allerlei Einschuͤchterungen, um die sogenannte Natio⸗ nalsteuer zur Unterhaltung der Aufregung einzutreiben. Zwei Mitglieder der noͤrdlichen politischen Union ziehen umher mit einer versiegelten Schachtel, in deren Deckel sich eine Oeffnung einen Beitrag verweigern, werden in ein Buch eingeschrieben. Ein anderer Einsammler sagte der Wirthin eines Gasthofes, die er zu einer Gabe ermahnte, die Beitragenden wuͤrden mit schwarzer, die Weigernden mit rother Dinte in sein Buch eingeschrieben.

Am 23sten und 24sten d. M. wurde die Jahres⸗Versamm⸗ lung der Englischen Ackerbau⸗Gesellschaft zu Oxford unter dem Vorsitze des Grafen Spencer, eines der ersten Britischen Agro⸗ nomen gehalten. Das Interessanteste war die Ausstellung von Zuchtvieh. Es wurden 48 Preise von 5 50 Guineen ausge⸗

Saatweizen, uͤberhaupt zu 830 Pfd.

theilt, 46 fuͤr ausgestelltes Vieh und zwei fuͤr Proben von 8 St. Bei dem Festmahle,