1839 / 257 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

von Aleppo, eiligst aufbrechen, um einen Aufruhr im Bezirke soren und 3 Licentiaten, in der katholisch⸗theologischen Bordeaux. Teste —. Sambre -Meuse —. Leipzig-Dresden 93 ½ Br. 111““ 8 EEETE1“ IigE 61X1X1“ An * von Riha, dessen Bewohner den Muzzelim von Gessur ermor⸗ 4 Professoren, unter denen zum erstenmale der rofessor Mo⸗ Köln-Aachen 84 ⁄½ Br. Comp.-Centrale —. EEEö11““ E1 .—“ 8 det hatten, zu ersticken. Briese aus Aleppo vom I7ten d. M. vers uͤber Exegese und Archͤologie, in der juristischen Fakultaͤt 3 —— 12. September. ““ b 11“ 8 2 2 z8Ammss. melden, daß Ibrahim Pascha Marasch verlassen und eine ruͤck⸗ 23 von 3 Professoren und 2 Privat⸗Dozenten, in der medizi⸗ Bank-Actien veu“* g 1 A4“*“ öö 8 b

gaͤngige Bewegung mit dem groͤßten Theil seiner Armee ge⸗ nischen von 10 Professoren und 4 Privat⸗Dozenten, in der 5 % Rente fin cour. 110. 80. 36, vün v2n 81. 15 5 % Neapl. 1“ 2

macht hatte. Er soll sogar sein Hauptquartier in Aleppo auf⸗ philosophischen Fakultäͤt 12 in der Philosophie, 8 in den mathe⸗ au eompt. 101. 30. 5 % Span. Rente 29 % Passive 71 %¼. 20% Port 2219. 88E11 bn schlagen wollen, wo schon Anstalten zu seinem Empfange ge⸗ matischen, 19 in den Natur⸗Wissenschaften, 7 in den Staats⸗ wien, 9. September. 8. ““ macht werden. Auch dort haben Hinrichtungen und Verhaf⸗ und Kameral⸗ Wissenschaften, 9 in der Geschichte und ihren 5 % Met. 108. 4 % 101 . 3 %, 81 2. 2 ½ % —. tungen statte efunden. Der Aegyptische General wird wohl Huͤlfs⸗Wissenschaften, 13 in den orientalischen Sprachen, 11 in 1 % —. Bank-Actien 1539. Anl. de 1834 137 ⅛. de 1839 107 ¾. icht vergessen haben, daß die Stadt ihm zwei oder der klassischen Philologie, 17 in den neueren Sprachen, im Gan⸗ IIIIIISE11“ Tage vor der Schlacht bei Nisib 160,000 Piaster zen von 17 ordentlichen, 8 außerordentlichen Professoren und Den 14. September 1839. verweigerte, welche er unter seinen Soldaten, die seit 9 Privat⸗Dozenten. Der Universitaͤts Bibliothek steht von nun JImtlieher Fonds- und gweld-Courg- Zattel.

20 Monaten keinen Sold empfangen hatten, vertheilen an der Professor Elvenich als Ober⸗Bibliothekar vor. Fr- Taur. 2 7. Taar. wollte. Ibrahim Pascha zieht jetzt seine Streitkraͤfte bei Adana Magdeburg, 12. Sept. Die Eroöͤffnung der Eisen⸗ zusammen. Er hat schon 5 Regimenter Kavallerie, 1 Regi⸗ bahn⸗Section von Schoͤnebeck uͤber Gnadau bis zur Saale

menter Infanterie und 8 Batterieen leichter Artillerie unter bei Kalbe fand am 9ten d. M. statt, und dadurch ist eine ꝛAchmed Pascha Menekli auf diese Stadt gerichtet. Soliman Strecke von 4 Meilen der Benutzung des Publikums uͤber⸗ Pascha ist noch immer in

8 1

Berlin, Montag den 16ten September

8*Brief. 1 Geld. d Brief. Geld.

St.-Schald-Sch. [41 104 % 103 sCatpr. Pfandbr. 2 8½¶ 102 Pr. Eogl. Obl. 20. 4 1031 /3 102 ¾ Pomm. da. 2⁴ 1035 ⁄,] 103 ½ PrämSch. d. Seeh. —8 69 Kur- u. Neum. do. 103 ¾½ 103 ¼ Kurmürk. Oblig. ²2¹% y102 26 1017 ¾ [Schlesisebe do. 322 103 ¼ Neum. Schuldv. 22 102 101 1 [Coup. und Zius- Beri. Stade-Obl. 4 103 ¾ 103 ⁄¼ seb. d. K. u. N. ) 96 ½½ 95 Königsb. do. Gold al marco 2.* 215 214 Elbiuger do. 4 m Neue Dukaten 18 ½ dito. 4do. 821%u— 99 ½ Friedriebsd'or 13 ⁄½ 13 Dauz. do. iu Th. —08 47 ½ Aud. Goldmün-

konnte indessen nicht zu Stande kommen, wegen der Indiezi⸗ lamente noch zu einer Untersuchung uͤber ihre Recht⸗ plin dieser Truppen. Espartero sollte diesen Morgen mit zw ief mäͤßigkeit Anlaß geben, weil Herr Gregg, da er in Manchester Bataillonen von Tolosa aufbrechen, um auf Lecumberry zu mar⸗ nicht selbst zugegen war, keine Erklaͤrung uͤber seine Qualifica⸗ schiren. Die Auswanderung dauert fort; 80 Offiziere sind ge⸗ tion zum Parlaments⸗Mitgliede abgeben konnte. In Water⸗ stern uͤber Sare auf das Franzoͤsische Gebiet gekommen. ford ist Herr Wyse, der sich wegen seiner Ernennung zu einem Das General⸗Conseil des Departements des Pas de Calais Lord des Schatzes einer neuen Wahl unterziehen mußte, ohne

hat in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, daß die Regie⸗ Opposition wiedergewaͤhlt worden. rung aufs dringendste ersucht werden solle: 1) die schnellsten In Bristol und der Umgegend hat sich am Montag Mor⸗

Kronik des Tages.

9 Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Kammerherrn und Kreis⸗ Deputirten, Freiheern von Loë auf Allner, zum Landrath des Sieg⸗Kreises, im Regierungs⸗Bezirk Koͤln, Allerhoͤchst zu er⸗

Aintab, wo er zwoͤlf der bedeutend⸗ geben.

sten Einwohner, die g* 8 die Stadt er⸗ hee. leichtert haben sollten, hat hinrichten lassen. Von Hafiz Pascha Telegraphische Nachrichten. glaubt man, daß er Malatien verlassen habe, um sich nach Si⸗ Koͤln, 14. Egr eir vom IIten d. enthält was zu begeben. Ibrahim Pascha versaͤumt nichts, um ihn folgende telegraphische Depesche aus Bayonne vom 10ten

4 en

zum Uebertritt zu bewegen, aber Hafiz Pascha weist alle An⸗ traͤge mit Unwillen zuruͤck. Die Tuͤrkische Armee, welche in Malatia durch die Truppen mehrerer Gouverneurs verstaͤrkt wurde, hat jetzt wieder eine bedeutende Staͤrke. Rechnet man das Reserve Corps zu Konieh unter Ized Pascha und das des Pascha von Bagdad dazu, so ergiebt sich, daß die Tuͤrkei noch genug militairische Kraͤfte hat, und daß ihr nur ein Anfuͤh⸗ rer fehlt.“

Inland. 8

Potsdam, 13. Sept. Se. Majestaͤt der Koͤnig leßen heute Vormittag um 10 Uhr die hier aus Berlin ange⸗ langte Garde⸗Kavallerie und Artillerie, naͤmlich: das 2te Garde⸗

Vertrags kein ernstliches Hinderniß finden.“

d. M.: „Der General der Militair⸗Division Nr. 20 berichtet, von Espartero unterm 8ten aus Tolosa die Mittheilung erhal⸗ ten zu haben, daß derselbe am 9ten von dort aus seine Bewe⸗ gungen gegen die Bataillone des Don Carlos beginnen werde, um diesen dadurch zu zwingen, sich nach Frankreich zu fluͤchten.“

Der Messager vom 10ten d. berichtet: „Aus Madrid auf außerordentlichem Wege hier eingegangene Nachrichten mel⸗ den, daß der mit Maroto abgeschlossene Friedens⸗Vertrag von den Cortes mit großem Beifall aufgenommen worden. So viel man zu beurtheilen im Stande ist, wird die Ratification dieses

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 13. September.

Westpr. Pfandbr. 24† 102 ¾ nen à 5 Thl. 12 12 1 3 24

nennen geruht.

Grofah. Pos. do. 4 105 ¼ Diskonto FPr. Teaur.-

Thl. 28 30 Sgxr. Brief. 1 Geld.

meckhrel -Cour v.

Amsterdaun . Kurz 1³30 ¾ do. 250 Fl. 2 Mt. 140 139 ¾ Hamburg 300 Mk. Kurz 152 ¼l 152 1n . 200 Mk. 2 Mt. 150 1 150 ¾ Londou.... 1 LSt. 2 Mt. 6 20 1 Ferma, .. 200 Fr. 2 Mt. 80 ⁄1 2 6⁄%b ð_U— Wien in 20 Xr. 150 Fl. 2 Mt. 102 Angsburg 150 Fl. 2 Mt. Breslau ““ 100 Thl. 2 Mt. 991 2 Leipzig ... 100 Tbl. 8 Tage 102 ½

101 ¼

Bei der am

der dritten Klasse 80ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie siel der Haupt⸗ gewinn von 10,000 Rthlr. auf Nr. 109,936; die naͤchstfolgenden 2 Gewinne zu 3000 Rthlr. sielen auf Nr. 39,254 und 85,105; 3 Gewinne zu 1500 Rthlr. auf Nr. 2754. 80,155 und 99,474; z Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 13,908. 47,657. 64,390

und 79,874, 5 Gewinne zu 600 Rthlr. auf Nr. 47,765. 49,202.

59,086. 79,429 und 93,759; 10 Gewinne zu 300 Rthlr. auf Ne. 3869. 44,360. 53,181. 53,249. 58,021. 61,971. 63,623. 7,820. 78,20 1 und 88,474; 25 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 8318. 13,559. 18,313. 20,840. 21,266. 22,342. 23,822. 24,146. 29,586. 38,105. 47,203. 50,628. 53,887. 55,730. 56,074.

Maßregein zu ergreifen, um das Briefporto mittelst eines festen

2ten und 13ten d. M. geschehenen Ziehung und uͤbereinstimmenden Satzes fuͤr alle Departements zu redu⸗

ziren, und das Porto so billig als moͤglich zu stellen, so wie es

gegenwaͤrtig in England geschehen sey; 2) daß die Regierung dem Uebelstande ein Ende mache, der fuͤr diejenigen Departe⸗ ments, deren Briefe durch Paris gingen, daraus entspraͤnge, daß dieselben in der Hauptstadt uͤber 12 Stunden liegen blie⸗ ben. Jene Briefe traͤfen in Paris theils in der Nacht, theils um 6 Uhr Morgens ein. Die fuͤr die Hauptstadt bestimmten wuͤrden augenblicklich ausgegeben, waͤhrend die, in die Depar⸗ tements adressirten bis um 6 Uhr Abends in Paris liegen blie⸗ ben. Eine zweimal des Tages von Paris abgehende Briefpost wuͤrde diesem Uebelstande leicht ein Ende machen.

Wir nahmen vor einigen Tagen Gelegenheit, auf die oft so

gens, ungefaͤhr um 1 Uhr, eine ziemlich starke Erderschuͤtterung bemerkbar gemacht. Man fuͤhlte die Bewegung in den Betten, die Thuͤren sprangen auf, und das bei solchen haͤnomenen ge⸗ woͤhnliche unterirdische Geraͤusch ließ sich vernehmen. Auch in Wales, zu Newport, Cardiff und anderen Orten hat man die Bewegung gespuͤrt. . Ueber eine neue Erfindung, Tuch ohne Spinnen oder We⸗ ben zu bereiten, enthaͤlt der Leeds Mercury folgende Mit⸗ theilung: „Unter den vielen außerordentlichen und wahrhaft wunderbaren Erfindungen unserer Zeit befindet sich eine Maschine zur Verfertigung von breitem oder schmalem wollenen Tuche ohne Spinnen oder Weben, und nach Untersuchung der Pro⸗

ben von diesem Tuche duͤrfen wir, bei unserer Kenntniß von die⸗ sem Haupt⸗Artikel unseres Distriktes, behaupten, daß diese Fa⸗

Zeitdauer Fraukfurt a. M. WZ.... . 150 PFI. 2 Me. 101 ⁄1 56,090. 61,085, 64,676. 67,269. 69,006. 79,213. 88,029. 97,570. 8 He 89* 48g Petersburg... 100 Rbl. 2 Woch. 31 ½ 108,984 und 111,390; 50 Gewinne zu 100 Rthlr. auf Nr. 788. auffallende Unbekanntschaft der Franzöͤsischen Journale mit aus⸗ ubeSt. AM v1“ B’g 2582. 4154. 5638. 11,652. 11,803. 14,400. 17,389. 18,629. waͤrtigen Verhaͤltnissen aufmerksam zu machen und citirten zu S Koͤnigliche Schauspiele. 1 19,634. 20,414. 21,975. 24,443. 25,235. 25,604. 29,919. 30,467. dem Ende einen Artikel der Presse uͤber die Vorfaͤlle in Zuͤ⸗

onntag, 15. Sept. Im Opernhause; Der Postillon von 31,172. 31,936. 43,031. 43,573. 45,055. 47,485. 48,913. 52,032. rich. Jetzt urtheilt dasselbe Blait uͤber seine eben so sehr ins —t

Lonjumeau, Oper in 3 Abth. Musik von Adam. 56,846. 57,683. 60,110. 61,415. 64,017. 65,166. 66,106. 66,662. Blaue raisonnirenden Kollegen auf folgende Weise: „Die heu⸗ kaner und scheint die gewisse Aussicht zu haben, durch den Ver⸗ Pots Montag, 16. Sept. Im Opernhause: Der Maurer, Ooper 71,227. 73,433. 78,377. 79,028. 79,698. 80,177. 85,533. 89,703. tigen Journale beschaͤftigen sich ausschließlich mit der Eroͤffnung kauf seines Patentrechtes ein großes Vermoͤgen zu erwerben. Verlin [12 . 4 ½ Potsdam 7 Abds. 56 in 3 Abth., Musik von Auber. (Herr Cramolini, vom Herzogl. 92,61. 99,571. 102,347. 104,011. 106,614. 106,520. 108,757. der Sbanischen Cortes und mit den Zuͤricher Angelegenheiten. Wir hoͤren, daß vielen unserer engesehensten Kaufleute 8 Eeev vn e“ 56 Hostheater zu E Roger, als Gastrolle.) 108,899 und 110,691. Mehrere von ihnen sind durch die von letzterer Stadt einge⸗ und Fabrikanten Proben von diesem Tuche, so wie Se [16 , Abds Uer 88 HPeredemn ern 8 59 8 In J161X4“ . 323 von Der Anfang der Ziehung vierter Klasse dieser Lotterie ist troffenen Nachrichten total uͤberrascht worden, und sie scheinen eine Abbildung der Maschinerie, vorgezeigt worden sind, rieen der Garde⸗Artillerie⸗Brigade in das daselbst aufgeschlagene ern- ens. 88.] 1⁵ Potsdam e. 68, ag. Ir nicht das erste Wort von dem zu wissen, warum es sich han⸗ und daß keiner derselben die Faͤhigkeit der letzteren, geringes

auf den 8. Oktober d. J. festgesetzt. g. 9 1 1 ve 1. 2 Zelt Lager einruͤcken ließen. Se. Majestaͤt waren von Sr. Koͤnigl. Meteorologische Beobachtung. Infant von Spanien, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. E1““ e. dg8, 48 e ,8 nehansee⸗

Berlin, den 14. September 1839. delt. 3 8 de. 5ern Ner .

8 . g 8 . S n 4 0 89 8 4 3 9 I 4 . 5133 8 F Hoheit dem Großherzoge von Mecklenburg⸗Schwerin, Sr. Koͤnigl. Morgens Nachmittags bend Nac einmali⸗ . 5 3 oͤnigl. Preußische General⸗Lotterie⸗Directio n. naiv. Da er sich ohne Zweifel einbildet, daß der in Sollte die Erwartung der Patent⸗Inhaber groͤßtentheils in Er⸗ 8 dem . und immttice⸗ e Prinzen . 6 Lne. 2 utr. 10 uge⸗. 827anan. (Mad. Clauer: Prinzessin von Eboli, und Herr Liphardt, vom fuͤllung gehen, so wird die dadurch erlangte Abkuͤrzung der Haͤnde⸗

Abgang Zeitdauer

8 Abgang von um Uhr V St. M.

Ulanen⸗ (Landwehr⸗) Regiment, das Garde⸗Kuͤrassier⸗Regiment, das Garde⸗Dragoner⸗Regiment und 3 reitende Batterieen der Garde⸗Artillerie-⸗Brigade im Hofe des Neuen Palais bei Sich vorbeidefiliren, worauf alsdann in Gegenwart Seiner Majestaͤt das Einruͤcken dieser Truppen in das an der Pirschheide auf⸗ eschlagene Zelt⸗Lager erfolgte. Von hier begaben Se. Majestaͤt

ich nach Redlitz, wo Allerhoͤchstdieselben die um 10 Uhr aus Berlin eingetroffene Infanterie und Artillerie, naͤmlich: das 2te Garde⸗Regiment zu Fuß, das Kaiser Alexander⸗Grenadier⸗Re⸗ giment, das Kaiser Franz⸗Grenadier⸗Regiment, 6 Fuß⸗Batte⸗

bricationsweise, aller Wahrscheinlichkeit nach, die gewoͤhnliche Methode, Tuch durch Spinnen und Weben zu verfertigen, ver⸗ draͤngen wird. Die Maschinen sind sowohl hier als in allen anderen Fabrik⸗Laͤndern patentirt. Der Erfinder ist ein Ameri⸗

Berlin 9. 45 Potsdam Mrg. 44 Berlin 44 Potsdam 12 Mitt. 42 Berlin 40 Potsdam 3 Nm. 45

7

2₰

Zuͤrich ausgebrochenen Bewegung irgend ein liberales Prinzip und Prinzessinnen des Koͤniglichen Hauses umgeben. Gegen 12 Uhr Mittags ruͤckten das Garde⸗Schuͤtzen⸗Bataillon und die zte und 4te Escadron des Regiments Garde du Corps, von Berlin und Charlottenburg kommend, in unsere Stadt ein. Morgen werden auch das 2te Kuͤrassier⸗Regiment (genannt Koͤnigin) und das 6te Kuͤrassier⸗Regiment (genannt Kaiser von Rußland) und eine reitende Batterie der Iten Artillerie⸗Bri⸗ gade das Lager an der Pirschheide beziehen, und ein kombinir⸗ es Regiment der 7ten Infanterie⸗Brigade aus Magdeburg in Potsdam eintreffen. Die heute hier angelangten Truppen wer⸗ den in Vereinigung mit der hiesigen Garnison morgen ein Corps⸗ Manoͤver ausfuͤhren. Uebermorgen, als den löten, ist Ruhetag, und am l6ten große Parade.

Vom 14. Sept. Heute ist auch das 2te Bataillon

es Garde⸗Reserve⸗Infanterie⸗ (Landwehr⸗) Regiments aus Spandau hier eingetroffen, und morgen ruͤckt die Lehr⸗Escadron von Berlin in die ihr angewiesenen Kantonnirungs⸗Quartiere Bornim, Eichow und Golm ein.

Breslau, I1. Sept. Nach dem Verzeichniß der im Win⸗ ter⸗Halbjahr 1839 1840 vom 21. Oktober an zu haltenden Vorlesungen auf der hiesigen Universitat sind angekuͤndigt in der evangelisch⸗theologischen Fakultaͤt 24 Vorlesungen von 5 Profes⸗

Luftwärme

Dunstsaͤttigung 89 vCt. 40 pEt. 69 p„Ct.

Wetter. *...—.n. heiter. halbheiter. bezogen. W. W. W.

W

Wolkenzug

330,01 Par. 333,42Par. 333,41‧„Par.Quenwaäͤrme 7,9 9 N. + 12,20 R. + 221 ° R.+ 12,3 ° R. [Flußwärme 16,2 0 R. Thaupunkt... *† 1080 R. + 8,90 & +. 11,2 ° R. Bodenwärme 13,02 R. Ausdünstung 0,049“ Rbd. Niederschlag 0,814“Rk. Wärmewechsel +. 22,59

FTagesmittel⸗ 333,28Par... + 15 50 R.. + 10 80 R. 66 vCt. W.

Amsterdam, 10. September. Niederl. wirkl. Schuld. 54. 5 % do. 101 ⁄⅞.

Prüm.-Seh. —. Poln. —. Cesterr. Met., 103 ¼¾. Antwerpen, 9. September. Neue Anl. 24 ½. 2⁄10- Frankfurt a. M., 11. September.

Zinsl. 71½.

1 % 251/⁄11 Br.

Präm.-Sch. 69 G. do. 4 % Anl. 102 ¾ G.

UIfer 570 Br. do. linkes Ufer 325 Br.

I11116*—

Kanz-Rill. 263⁄16. 5 % Span. 25 ¾. Passive 7 ¼2. Ausg. Sch. 121 4. Zinsl. S ½¼2. Preuss.

Oesterr. 5 % Met. 107 /1 106 ⁄%. 4 % 100 ½ Br. I 59 Vr. Bank--Actien 1829 Br. Partial-Obl. Leose zu 500 Fl. 136 ¾. 136 ¼. Loose zu 100 Fl. Poln. Loose 67 ½ G. 5 % Span. Anl. 11 ¾. 11 ½. 2 ½ % Holl. 53 ⅛³. 52 ⁄¼1 6. 3

Risenbahn-Actien. St. Germain 587 Br. Versailles rechtes Strafsburg- Basel 315. Br.

Nestroy.

Großherzogl. Hoftheater zu Schwerin: Marquis von Posa, als Gastrollen. Herr Seydelmann: Philipp II.) In Potsoam: Das Tagebuch, Lustspiel in 2 Abth., von

1“

Bauernfeld. Hierauf: Das Jubilaͤum, militairisches Gemaͤlde

in 1 Akt, von Hoguet.

Konigstädtisches Theater. Sonntag, 15. Sept. Der Vater der Debuͤtantin. Posse in 4 Akten, nach Bayard, von B. A. Herrmann. Vorher: Vetter Benedict. Lustspiel in 1 Akt, von Louis Angely. Montag, 16. Sept. Die Puritaner. Oper in 3 Akten, nach dem Jeaaliaͤnischen, von Friederike Elmenreich. Musik von Bellini. (Dlle. Ehnes, K. K. Oesterreichische Hof⸗Opernsaͤnge⸗ rin: Elvira, als siebente Gastrolle. Herr Oberhoffer, vom Koͤnigl. staͤdtischen Theater zu Pesth: Richard Forth, als erste Gastrolle. Dlle. Haͤhnel: Lord Arthur Talbot.) . Dienstag, 17. Sept. Nelke und Handschuh, oder: die Schicksale der Familie Monetenpfutsch Neue Parodie eines schon oft parodirten Stoffes mit Gesang in 3 Akten, von J.

Berantwortlicher Redacteur Arnold. Gedruckt bei A. W. Hapn.

12

Bekanntmachungen.

8 Ediktal⸗Citatiton. Folgende Personen:

von sich Nachricht gegeben hat,

Sllgememner Anseiger für die

Bürgermeister, Beigeordnete, Bürgermeisteret⸗Secre⸗ taire, Steuer⸗Einnehmer und Alle, welche sich mit Annahme von Versicherungs⸗Anmeldungen für die

1 1 Rheinpreußische Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft zu

1) der Tischlergeselle Johann Heinrich Grube aus befassen geneigt sind, sich deshalb in portofreien Brie⸗ kommend, in Emmerich, Freystadt, welcher zuletzt vor 22 Jahren aus Riga fen an sie zu wenden.

sic . h Düsseldorf, den 3. August 1839.

2) der Schneidergeselle Gottfried Rautenberg aus Für den Verwaltungs⸗Ausschuß des Comité's der nämlichen Abend um 11 Uhr d

Zu Berg übernachten die Boote

folgenden Morgen um 7

Prergischen Staaten.

von Bonn nach Koblenz und Mainz täglich Morgens General⸗Steam⸗Navigation⸗Companp zwischen

Ostende und London, oder zwischen Antwerpen

von Koblenz nach Matnz täglich Morgens 7 Uhr. und London, zu gehen oder zu kommen. Also kön⸗ „von Rotterdam nen Reisende, welche sich der Boote der Düsseldorfer en Emmerich am Gesellschaft auf dem Rhein und der See⸗Dampfboote folge Ubr und treffen gegen 4 bis der Geueral⸗Steam⸗Ravigation⸗Company bedienen, 5 Uhr Nachmittags in Düsseldorf ein; sie setzen am zu enorm ermäßigten Preisen, sechsmal wöchent⸗ die Fahrt nach Koblenz lich, nämlich zweimal über Rotterdam, zweimal

Riesendurg, welcher vor 25 Jahren aus Frank⸗ Rheinpreußischen Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft, fort, wo sie anderen Tages gegen à Uhr Nachmittags über Ostende, und zweimal über Antwerpen von

furt a. M. die letzte Rachricht von sich gegeben hat, 3) der Martin Erdmann aus dem Amte Preußisch Mark, welcher im Jahre 1787 von Elbing nach

Aus Auftrag: Schimmelbusch.

Potsdam zur Garde versetzt wurde und seitdem verschollen is

a) die Anna Elisabeth Kraut, die am 5. Dezember 1770 zu Frevstadt geboren ist und im Kindesalter verstorben seyn soll,

8) der Michael Eissing, der am 15. September 1788 zu Rohdau geboren und im Jahre 1812 seinen Wohnort Dakau im Blödsinne verlassen hat,

deren etwa zurückgelassene unbekannte Erben und

Erbnehmer werden aufgefordert, sich bei dem unter⸗

zeichneten Gerichte spätestens

am 17. De zember 1839

ür todt erklärt werden sollen und ihr Vermögen den ich ausweisenden nächsten Erben verabfolgt werden wird. Rieseuburg, den 5. März 1839. Königl. Land⸗ und Stadtgericht.

Bekanntmachung.

Rescript vom 25. Juli c. in besonderer Berücksichti⸗

gung der Verhältnisse das früher erlassene Verbot, wo⸗ von Koblenz nach Düsseldorf und Rotterdam täglich Morgens 11 Uhr, cretalre, Steuer⸗Einnehmer, als Lokal⸗Agenten der vou Bonn nach Düsseldorf und Rotterdam täglich he Rachmittags 2 ½ Uhr, 8 schäften für andere Assekuranzen nicht betheiligen dür⸗ von Köln nach Düsseldorf und Rotterdam täglich Nachmittags 4 ½ Uhr, Versicherungs⸗Gesellschaft in Düsseldorf zu⸗ von Düsseldorf nach Rotterdam (mit Ausnahme Dien⸗ stags) täglich Abends 11 ½ Uhr,

Ab r. zu Berg:

Von Rotterdam nach

nach Bürgermeister, Beigeordnete, Bürgermeisterei⸗Se⸗ Rheinischen Provinzial⸗Feuer⸗Societät, sich aun Ge⸗ fen, in Bezug auf die Rheinpreußische Feuer⸗

rüuͤckgenommen, so daß diese Beamten nunmehr als Agenien dieser Gesellschaft gegen billige Prämien fun⸗ giren dürfen.

Die Direction der Rheinischen Provinzial⸗Feuer⸗So⸗ ecietät in Koblenz hat an saͤmmtliche Ober⸗Bürgermei⸗ von Düsseldorf ster und Bürgermeister der Rheinprovinz Statut, Ta⸗

rif zc. einzusenden die Gewogenheit gehabt, und es erevon Köln nach Koblenz und Mainz täglich Morgens

sucht auumehr die nunterzeichnete Stelle die Herren

1 1 1161“ für den Nieder, und Mittel⸗Rhetn. Duͤsseldorfer Gesellschaft. Taͤglicher Dienst zwischen Mainz und Rotterdam, in Korrespondenz mit London, via Rot⸗ terdam, Antwerpen und Ostende. pdee rühmlichst bekannten Boote „Kronprinzessin von een cg; sprigenfe Preußen“, „Herzog von Massau“, „Erbgroßberzogin Hriftlich oder persönlich zu melden, witrigenfagls sie von Hessen“, „Viktoria“, „Gutenberg“ und „Komet“, sämmtlich versehen mit Riederdruck⸗Maschinen aus den berühmten Werkstätten von Maudslay's und von Mil⸗ fahren in regelmäßigem, täglichem Dienst zwischen Mainz, Düsseldorf, Rotterdam,.

und Zwischenorten. Abfahrtsstunden zu Thal:

Morgens 6 Uhr,

Abends 11 Uhr, lig

ankommen und übernachten, und von wo sie am fol⸗dem Kontinent nach London, und eben so oft genden Morgen umn 7 Uhr nach Mainz abgehen, wo⸗über dieselben Häfen von London nach dem efeelbst sie sodann Nachmittags gegen 3 bis à Uhr ein⸗Kontinent reisen. treffen und übernachten. Sun Thal kommen die Morgens um 6 Uhr von Büreaus, Agenturen und Filial⸗Agenturen der Düssel⸗ Mainz abfahrenden Boote in der Regel Abends gegen dorfer Gesellschaft und auf den Büreaus und Agen⸗ 73 bis 8 Uhr in Düsseldorf an, verlassen Düsseldorf sturen der General⸗Steam⸗Navigation⸗Companv in am nämlichen Abend um 11 ½ Uhr und treffen am London, Rotterdam, Antwerpen und Ostende zu haben. felgenden Nachmittage gegen 5 Uhr in Rotterdam ein.⸗ so daß die Reise von Mainz nach Rotterdam, auf den Booten tieser Gesellschaft, in weniger als 36 Stunden zurückgelegt wird. Jede speziellere Auskunft wird auf allen Büreaus gerstrafse No. 24, ist erschienen:

und Agenturen der Gesellschaft, ferner auf ihren Filial⸗ Manöver - Plan der Gegend um Berlin, entwor- Agenturen in Aachen, Cleve, Darmstadt, Ems, Frank⸗ furt, Kreuznach, Schwalbach und Wiesbaden, bereit⸗ willigst ertheilt. Die

RNähere Auskunft über Tarif u. s. w. ist auf allen

uns veF Enssas.

Literarische Anzeigen.

Bei Simon Schropp & Comp. in Berlin, Jà-

fen und gezeichnet vom Capitain Vogel von Falckenstein. 4 Blatt. Preis 2 Thlr.

1l Tarife sind daselbst einzusehen. NB. Blatt No. 3, enthaltend das Terrain des dies- Personal⸗Karten für die Hin⸗ und Rückreise, gül⸗ jährigen Herbst-Manbver, apart 15 sgr.

tig für den Dienst des laufenden Jahres, gewähren

den Vortheil einer Reduction von Funfzig Pro⸗ zent auf den Tarif der Rückreise.

b 8 Die Boote der Düsseldorfer Gesellschaft ste⸗ Der Herr Ober⸗Präsident der Rheinprovinz hat durch Von Mainz nach Düsseldorf und Rotterdam taͤglich hen in direkter Verbindung mit den ausge⸗ jeichneten, die Königl. Großbritanische Post⸗Mail füh⸗ auf alle Metalle, Leder, Pappe, Papier, .s. w. vögen Van schigen nan Pappe, Papier, Möbeln u. s. w Feneral⸗Steam⸗Navigation⸗Companv, so wie zu vorzüglich schönen Goldfirni f Si zwischen Rotterdam und London, v 1 Kästich shtnti ohi e welche zweimal wöchentlich, nämlich Mittwochs und bar. Rebst verschiedenen Anweisungen zur Bereitung Samstags, von London nach Rotterdam, und von von gutem Leim und Belehrungen über Gvps, Mar⸗ d; EE“ . London abfahren. rekte Einschreibungen vom Rheine nach Lon⸗ fahrungen bearbeitet. Uedlinburg, bei G. 8 don, oder von London nach dem Rheine, gewähren eine 8 Svo. 5 Hlüne . u bedentende Ermäßigung im Preise, und Per⸗ s üsfeldorf und Mainz (mit Aus⸗sonal⸗Billets, zugleich für die Hin⸗ und Rückreise nahme Donnerstags) täglich Morgens 7 Uhr,

In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Berliu (Stechbahn Nr. 3), bei E. S. Mittler: Fr. Stoltz: 89 Rezepte zu Lacken und Firnissen und die sich auch mit allen Farben verbinden lassen,

und Messing, zu Kitten, im Feuer und Wasser halt⸗

mor und Färbung desselben. Nach vieljährigen Er⸗

In der Arnoldischen Buchhandlung in Dresden und

1 genommen, gültig für die Dauer des diesjährigen Dien⸗ Leipzig ist erschienen und in allen Bu⸗ dlungen zu nach und Mainz täglich stes, genießen außerdem eine Reduction von Funf⸗ eee. lersch bei F. Dümmler, Fhnaa Ne⸗ 10h: 9 Prozent auf den Tarif der Rückreise, und stel⸗

ien es überdies der Wahl des Reisenden anheim, hin oder zurück, ohne Rachzahlung, mit den Booten der

G. E. Schmidt, die gemischten Einreden (exceptiones mixtae s. anomalae). Eine

civilistische Abhandlung. gr. 8vo. 25 sgr.

8

M 4 Angekommen:

denen in Frankreich das Wahlrecht beruht.

Bekanntmachung.

Mit dem 15. Oktober d. J. beginnt der Unterricht bei der

oͤnigl. Bau⸗Gewerk⸗Schule hierselbst und wird bis Mitte Maͤrz k. J., Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr ertheilt werden. Lehrlinge und Gehuͤlfen der Bau⸗Gewerbe, welche daran Theil nehmen wollen und die dazu erforderlichen elementaren Vorkenntnisse zu besitzen glauben, melden sich bis zum 6. Oktober d. J. bei dem Herrn Fabriken⸗Kom⸗ missionsrath Brix, Neanders⸗Hof Nr. 4, von 7 bis 9 Uhr Morgens, Dienstag und Freitag ausgenommen Unterrichts kann keine Aufnahme stattfinden.

Im Laufe des

Berlin, den 14. September 1839.

Der General⸗Major und Commandeur der Kadetten⸗Anstalten, von Below I., aus Schlesten.

E n. 11“ 11uu“

11“

Fraunkrelch.

Paris, 10. Sept. Aus dem Lager von Fontainebleau meldet man, daß der Koͤnig und die Koͤnigliche Familie daselbst

in der zweiten Haͤlfte d. M. erwartet werden.

Gestern Abend begaben sich saͤmmtliche Minister zu einem V

Kabinets⸗Conseil, der in St. Cloud, unter dem Vorsitze des Koͤnigs, statifand. Heute fruͤh versammelte sich der Minister⸗ Rath abermals im Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten.

Der Courrier frangais enthaͤlt folgenden Artikel: „Der

„Temps“ behauptet, zu wissen, daß die Minister des 12. Mai,

mit Ausschluß des Herrn Duchaͤtel, in der Absicht uͤbereinstimm⸗ ten, die September⸗Gesetze zu reformiren, und daß Herr Teste einen Gesetz Entwurf in diesem Sinne vorbereite. Wir werden, hevor wir uns uͤber den Werth dieses Zugestaͤndnisses aus⸗ sprechen, so lange warten, bis die gute Absicht des Herrn Teste einen Anfang der Ausfuͤhrung erhalten hat. Wenn aber der Großsiegelbewahrer und das Journal, dem er seine Plaͤne an⸗ vertraut zu haben scheint, den Umfang der Reform den Wuͤnschen der Opposition anpassen wollen, so benachrichtigen wir sie, daß wir nicht sehr leicht zufriedenzu stellen seyn werden. Die Opposition konnte sich einen Augenblick lang, und zwar um den Erfolg einer Combi⸗ nation zu beguͤnstigen, die den Usurpationen der persoͤnlichen Regierungen ein Ende machen sollte, mit einem Reformplane begnuͤgen, der, indem er die Gerichtsbarkeit der Pairs Kammer beseitigte, die Presse ihren natuͤrlichen Richtern zuruͤckgab. Sie hat aber nunmehr Zeit gehabt, sich zu uͤberzeugen, daß sie ih— ren sich außerhalb des Gesetzes stellenden Gegnern nur gewach⸗ sen seyn wird, wenn eine radikale Veraͤnderung mit der aus unsern buͤrgerlichen Unruhen hervorgegangenen Gesetzgebung vorgenommen wird; und da sie von der jetzigen Kammer die Abschaffung jener Gesetze nicht zu hoffen wagt, so dringt sie vor allen Dingen auf die Reform der engen Grundlagen, auf Der „Temps“ giebt sich im Gegentheil das Ansehen, als ob er glaubte, daß

g das Ministerium und die jetzige Kammer uns weit mehr zuge⸗ stehen wuͤrden, als wir zu glauben gewagt haͤtten. Wir wollen jene Taͤuschungen nicht naͤher beleuchten, sondern nur bemerken,

daß, wenn Herr Teste uns die Reform der September⸗Gesetze, des Gesetzes uͤber die Vereine und irgend eine Wahl⸗Reform

„verschafft, wir ihn fuͤr einen Minister von festem Willen und fuͤr einen sehr umsichtigen Staatsmann halten wollen.“

1 Der Moniteur enthaͤlt außer den bereits mitgetheilten sstagsilchen Depeschen noch folgende aus Bayonne vom 9. September: „Don Carlos hat die verschiedenen Navarresi⸗

schen Vataillone nach Lecumberry beschieden; die Operation

didaten, .

zum Grunde liege, so nimmt er, nach einer alten Gewohnheit der Opposition, fuͤr die Urheber jener Insurrection und gegen die Behoͤrde Partei. Was wird dieses Blatt sagen, wenn es vernimmt, daß die Zuͤricher Insurgenten nur die Werkzeuge ei⸗ ner Pfaͤffischen Verschwoͤrung sind. Dergleichen Albenheiten setzen sich die Journale aus, wenn sie uͤber Dinge in Unwissen⸗ heit sind, die sie selbst genau kennen sollen, bevor sie sie ande⸗ ren erklaͤren.“ (Die „Presse“ scheint sich, wie man sieht, sehr viel darauf einzubilden, daß sie schon vor zwei Tagen erklärt hat, über den Ursprung der Zuͤricher Bewegung wisse sie eigent⸗ lich nichts.)

Herr J. Lombard hat in die hiesigen Blaͤtter folgendes Schreiben einruͤcken lassen: „Lin Theil der Pariser Presse hat einem kleinen Schottischen Journale Details uͤber die Anwesen⸗ heit des Prinzen Ludwig Napolecon bei dem Feste in Eglin⸗ town entnommen. Ich habe direkte Nachrichten aus Eglintown erhalten, woraus hervorgeht, daß das Schottische Blatt dem Publikum Unwahrheiten aufgetischt hat. Der Prinz Napoleon Bonaparte hat bei den Festlichkeiten in Eglintown keine an⸗ dere Rolle als die eines bloßen Zuschauers gespielt.

In Toulouse ward am 4. September gegen 9 Uhr Abends ein prachtvolles Nordlicht im Nordwesten beobachtet. Es dauerte ungefaͤhr 10 Minuten und verschwand gegen Norden.

Die Eroͤffnung des Italiaͤnischen Theaters wird wie ge⸗ woͤhnlich am 1. Oktober stattfinden. Das Personale besteht aus den fruͤheren Mitgliedern Rubini, Tamburini, Lablache, und den Damen Grisi und Persiani. Außerdem hat die Direction an die Stelle der Madame Albertagzi, Mlle. Pauline Garcia und an die Stelle von Iwanoff den Herrn Sinico engagirt. Die Oper Nina, Musik von Coppola und in Seene gesetzt von Mlle. Garcia wird eine der ersten Neuigkeiten seyn.

Die Akademie der Inschriften hat den Preis von 10,000 Fr., der durch das Testament des Herrn Gobert jaͤhrlich fuͤr das beste Werk uͤber die Geschichte Frankreichs ausgesetzt worden ist, in vier Theile getheilt, und zu dem Ende dieses Mal fol⸗ gende Schriften gekroͤnt: „Die Geschichte des Rechtes der Franzosen in verschiedenen Staaten“, von Herrn Alexis Mon⸗ teil; „die Geschichte des Franzoͤsischen Rechts“, von Herrn Laferrière; „die Geschichte der Munizipalitaͤt von Rheims“, von Herrn Varin, und „die Geschichte des heiligen Ludwig“, von dem Grafen von Villeneuve⸗Trans. Der Minister des oöͤffentlichen Unterrichts hat aber dieser Theilung des Preises seine Zustimmung verweigert, weil sie den Zweck des Stifters nicht erreiche.

Die Spanische aktive Schuld stieg im Laufe der heutigen Boͤrse wieder auf 30 ¼l, fiel aber zuletzt auf 29 %½. In der passiven Schuld wurden wenig oder gar keine Geschaͤfte gemacht.

Großbritanien und Irland.

London, 10. Sept. Die Koͤnigin befindet sich mit ihren Erlauchten Gaͤsten noch immer in Schloß Windsor.

Graf Durham wird mit seiner Familie gegen Ende dieses Monats die Insel Wight verlassen, wo er sich seit seiner Ruͤck⸗ kehr von Kanada zu Cowes aufgehalten hat, und sich dann nach Lambton⸗Castle in der Grafschaft Durham begeben.

Lord Brougham ist in der nen Woche von hier nach seinem Landsitze Brougham⸗Hall in Westmoreland abgereist.

Sir John Newport hat, ministeriellen Blaͤttern zusolge, das Amt eines Controleurs der Schatzkammer niedergelegt, und Lord Mountragle (Spring Rice) ist damit bekleidet worden.

Thalberg und Doͤhler sind wieder in London; der Erstere kam in Gesellschaft von Iwanoff, Miß Birch und Balfe hier an. Dlle. Pauline Garcia ist von hier nach Bruͤssel abgereist, wo sie bis *G Eroͤffnung der Pariser Italiaͤnischen Oper bleiben wird, fuͤr welche sie dur näͤchsten Saison engagirt ist.

Die unter dem Vorsitz des Mayors zu Manchester vorge⸗ nommene zweite Wahlhandlung schloß am Sonnabend mit ei⸗ ner Majoritaͤt von 165 Stimmen fuͤr den liberalen Kan⸗ Herrn Gre nur wird die Wahl im Par⸗

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Arbeit sowohl, als der Maschinen⸗Arbeit, sehr bedeutend seyn. Es ist bereits Veranstaltung getroffen, diese Maschine bei un⸗ sern Kontinental⸗Nebenbuhlern einzufuͤhren; eine Gesellschaft von eilf Herren in London hat naäͤmlich 5000 Pfd. bei den Pa⸗ tent⸗Inhabern, die eine Maschine fuͤr sie bestellt haben, deponirt; sobald solche fertig ist, werden sie waͤhrend eines Monats Versuche damit anstellen, und wenn sie nach Verlauf derselben glauben, daß sie ihren Zweck erfuͤllt, haben sie 20,000 Pfd. fuͤr das Patentrecht in dem Koͤnigreiche Belgien zu bezahlen, wo die Maschine demnach in Anwendung kommen wird. Wir hoͤren, daß die erforder⸗ liche Maschinerie zur Verfertigung des patentirten wollenen Filz⸗Tuches hier in acht oder vierzehn Tagen, unter der Ober⸗ Aufsicht des Erfinders, von einem Tuchhaͤndler versucht werden wird, welcher Letzterer ein ausschließliches Privilegium erhalten hat, jedoch im Begriff ist, sich mit zwanzig anderen angesehe⸗ nen Geschaͤftsmaͤnnern zu vereinigen, um die Kosten, welche die vollstaͤndigsten Versuche erfordern, gemeinschaftlich zu tragen. Es ist berechnet worden, daß eine einfache Maschine, welche nicht uͤber 600 Pfd. zu stehen koͤmmt, im Stande ist, taͤglich in zwoͤlf Stunden 600 Yards wollenes Tuch, ein Yard breit, zu verfertigen.“

Am 2ten d. M. fand in dem Waterloo⸗Hotel zu Edinburg eine Versammlung der Mitglieder und Freunde einer dort be⸗ stehenden, durch freiwillige Beitraͤge gestifteten und unterhalte⸗ nen Anstalt, der Subscriptions⸗Bibliothek fuͤr Handwerker, statt, welcher gegen 700 Personen beiwohnten. Es hatten sich zu diesem Festmahle Maͤnner von allen Parteischattirungen eingefunden, weil man wußte, daß die Politik nicht wuͤrde be⸗ ruͤhrt werden. Herr Alexander Murray, Inhaber einer Druk⸗ kerei, fuͤhrte den Vorsitz. Nachdem der uͤbliche Toast auf die Koͤnigin ausgebracht worden, erhob sich Herr Macaulay und hielt eine Rede uͤber den Werth der Wissenschaft, uͤber die all gemeine Theilnahme an ihren Gaben und uͤber ihren Reiz und Nutzen. Der Redner ließ sich im Wesentlichen folgendermaßen vernehmen:

„Wir stehen hier auf neutralem Boden. Mit dem innigsten Wohlgefallen habe ich erfahren, daß Personen der verschiedensten po⸗ litischen Meinungen Mitglieder dieses werthvollen Instituts sind. Ich weiß, daß ehrenhafte Mänuer, die meine Ansichten in Diugen des Stagtes zu theilen weit entfernt sind, mit Vergnügen auf eine Anstalt sehen, die in so hohem Grade nuͤtzlichen Unterricht und un⸗ schuldige Freuden fördert. Es giebt freilich auch unter allen politi⸗ schen Parteien Maͤnner, deren Abstchten rein seyn mögen, deren Geist ich aber für beengt halte, da sie mit Eifersucht und Widerwillen stolz auf jeden Plan zur allgemeinen Verbreitung von Kenntnissen herab⸗ sehen. Ihr Argument, wenn so geuanut werden darf, was sie für ihre Meinuug anführen, läßt sich etwa so fassen: Sie geben den Werth der Wissenschaft zu, denn uur der Unvernüns⸗ tige könnte ja eine so klare Sache bestreiten; sie lehren: „„ Wissenschaft ist etwas sehr Werthvolles, vorausgesetzt, daß Einer Zeit und Gelegenheit hat, tiefes Wissen zu erlangen; wenn aber Leute in einer Lebenslage sind, die ihnen, aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht erlaubt, es weiter zu bringen, als zur seichten Halbwisse⸗ rei; wenn der ihnen erreichbare Unterricht nothwendig oberflächlich sevu muß; wenn sie ihre meisten Stunden der Handarbeit widmen müssen, so ist zu erwarten, daß die ihnen zufallende Wissenssumme von einer Art seyn wird, die schlimmer ist als Unwissenheit.““ Die⸗ jenigen, deren Ausicht sich in solcher Weise zu erkennen giebt, pflegen ihr Raisonnement auf einen Vers des Reimfürsten Pope zu stüͤtzen. „„Ein kleines Wissen ist gefährlich““ so ruft freilich der Dichter aus; aber gewiß deutete er dabei auf etwas gaa e ens als auf die Verbreitung nützlicher Kenntuisse. Ich gebe ohne Bedenken au, daß die Mebr⸗ zahl der Individuen, für welche diese Anstalt gegründet und eingerich⸗ tet ist, ihrem Beruf nicht hinlängliche Zeit abgewinnen kann, um tief einzudringen in Gegenstände der Literatur und Wissenschaft. Den⸗ noch werde ich so wenig eiuräumen, daß dies ein Grund sey, sie von den vielen Genuͤssen und Vortheilen geistiger Bildung auszuschließen, als ich der Behauptung beistimmen würde, daß ein Mensch, weil er kurzsichtia, sich die Augen ausreißen, oder, weil er eine schwere Zunge hat, sich taub und stumm wünschen müßte. Reh⸗ men wir an, wir hätten bier einen Mann vor uns, erzogen auf der vortrefflichsten Hochschule, begünstigt mit ungewöhnlich hohem Lebens⸗ alrer, bis zum letzten Hauch ungeschwächter Verstandeskräfte sich er⸗

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