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erste Blatt der Mappa Selenographica und von jetzt an legte sie diese ihren Arbeiten vupschließlich zum Grunde. Aber nicht diese Karte allein, sondern auch die Längen⸗, Breiten⸗ und Höhen⸗Angaben des läuternden Werkes, so wie alle dahin gehörenden Notizen⸗ welche 2 topographische Theil desselben darbietet, sind mit höchster Sorgfalt — nach einem zweckmäßig angelegten Plane bei diesem Relief —,
den, und wo alles dies nicht auszureichen schien, kamen eigene 1
5 B b 2 ftragen hungen
achtungen der Künstlerin hinzu. — Zum Auftragen der Erhö
nhhaas⸗ haegersg der Eeapene du sn sühm 5— 27 al si
ih, da weder Seeg von Wachs und Mastix an⸗
und bildsam genug zeigte, eine Mischucg von 2 die 3 Fuß im Durchmesser haltende ewandt worden. Betrachtet man 2 süebuste der darauf darge⸗
z jeder, auch der kleit 1 seinem richtigen Orte als auch in seiner
9 4 sb 2 8 es — ghno diese nämlich von uns zu erforschen ist, „ ⸗, i. lligen Kugsl wiedergegeben worden, so hat auf einer noch nicht 13zölligen Kuge 2. Fs man einen Begriff von der einheit der einzelnen Theile dieses Bildes. Dem Ref. ist kein geographisches Relief bekannt, welches so sehr ins Detail gearbeitet wäre, selbst die trefflichen Globen und Karten unsers Kummer nicht ausgenommen. Durch Anwendung zweier aufeinander senkrechter beweglicher Gradbögen, deren einer mit einem kleinen Diop⸗ terschieber versehen ist, und eines selenographischen Gradnetzes ist es möglich geworden, jedem Punkte auf eine eben so einfache als sichere Welse seine richtige Position zu geben. Der Maßstab für die Höhen verhält sich zu dem für die horizontalen Dimenstionen gewählten wie 21. Eine völlige Gleichheit hätte für einen Durchmesser von 13 Zoll fleinere Höhen gänzlich verschwinden lassen; eine größere Ungleichheit die richtige Auffassung der Natur⸗Verhältnisse, namentlich aber die Form der Bergschatten und die Lage und Größe der Licht⸗Inseln, die ch längs der Erleuchtungs⸗Gränze zeigen, beeinträchtigt. Bei dem ge⸗ genwärtigen Verhältniß aber stellen sich, wenn man den Globus von der Sonne bescheinen läßt und ihm die für eine bestimmte Mondphase passende Lage giebt, alle Schatten⸗Contouren, Lichtringe, einzelne Punkte u. s. w. eben so dar, wie auf dem wirklichen Monde, besonders wenn man, um die Parallaxe zu vermeiden, den Globus aus einer Entfernung von 30— 40 Fuß durch ein Fernrohr betrachtet. Ref., durch seine fortgesetzten Arbeiten mit diesen speziellen Gegenständen hinreichend vertraut, hat den Globus dieser Feuerprobe ünterworfen und kann nur bestätigen, daß er sie aufs Glänzendste bestanden habe. Bei Darstellung der Mondfarben stellte sich dieselbe Schwierigkeit heraus, die fich bei der Mappa Selenographica gezeigt hatte: ein vollständig detaillirtes Terrain⸗Bild ist nicht im Stande, die Nuancen des Lichts und der Farben in glei⸗ cher Vollständigkeit zu geben. Die Künstlerin hat auch hier das Mög⸗ liche geleistet; man unterscheidet die Mareflächen, die dunkleren Tiefen, das mattere Grau mehrerer Flächeustriche eben so gut als die glänzen⸗ den Punkte, wofür Weiß angewandt worden, während Gelb die Grund⸗ farbe ausmacht; und sie wird den Versuch machen, auch die Lichtstrei⸗ fen, besonders aber die großen Strahlen⸗Systeme des Vollmondes noch hinzuzufügen. Eben so hat die Verfertigerin mir die angenehme Hoff⸗ nung gemacht, den Globus auf einige Zeit nach Berlin schicken zu wol⸗“ len. Sollte dies noch im Laufe des Winter⸗Semesters in Erfüllung gehen, so wird Ref. ihn in seinen am 15ten d. M. beginnenden Vor⸗ trägen (über welche eine Anzeige in seiner Wohnung, Markgrafenstraße Nr. 64. zu erhalten ist) Gelegenheit nehmen, ihn den geehrten Zu⸗ hörern vorzuzeigen, zu erläutern und mit den wirklichen Monde ver⸗ gleichen zu lassen. — Zum Schlusse drängt sich noch die Frage auf: Wird dieses wissenschaftlich wie artistisch gleich werthvolle und bis jetzt einzige Werk sich vervielfältigen lassen? Alle bisher versuchten Methoden, Abdrücke von Hochbilder zu gewinnen, dürften an der außerordentlichen Feinheit dieser Arbeit ein schwer zu bestegendes Hinderniß finden; überdies müßten die Nüancen der Farbe auf jeden einzelnen Exemplar sorgfältig nach⸗ getragen werden, was eine sehr bedeutende Arbeit ist. Die Verfertige⸗
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mühungen gelingen werde, gute Abdrücke zu erhalten ohne Schaden für das Original, dessen Verlust ein unersetzlicher genannt werden müßte. So darf die Deutsche Stadt, die eine Karoline Herschel unter
ihren Burgerinnen zählt, noch eine zweite um die Astronomie verdiente Dame zu den Ihrigen rechnen; ein⸗Beweis, wie ungerecht diejenigen urtheilen, welche dem schönen Geschlecht den Sinn oder das Talent für eruste Wissenschaften absprechen wollen. Mädler.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 7. Oktober. x☛ gang Zeitdauer A — ng Zeitdauer von — von 2b—4 Berlin. St. M. Potsdam. M. Um 7 Uhr Morgens .. 39 [Um 8 Uhr Morgens. 40 „ 10 ½ * 1“ 371 * 12 ½ * Mittags. 46 „ 2 ¾ Nachmitt... 41 4 ½ ⸗ Nachmitt. 42 7 Abends. — 51 8 ½ » Abends.. 50 10 ⸗ 5 “ 55 10 . EE. bg2
In der Woche vom 1. bis 7. Oktober sind auf der Eisen⸗ bahn zwischen Berlin und Potsdam 12,561, und zwischen Ber⸗ lin und Steglitz 2053 Personen gefahren. Zusammen 14,614 Personen. 8
JIo11111 Den 8. October 1839. gJmttreher Fonds- und Geld-Cours- Zette
Pr. Cour. r. Coür. Brief. Geld. Geld. 10⁴ 103 ⁄½ — 102 ¾ 102 ¼ 102 ½
101 ½ 101 —
A. Ostpr. Pfandbr. 34 Pomm. do. 23½ Kur- u. Neum. do. 3½ Schlesische do. 34 Coup. und Zius- Sch. d. K. u. N. Gold al marco Neue Dukaten Friedrichsd'or Aud. Goldmüu- zeu à 5 Thl. Disconto
Brief. 102 ½ 103
103 ⅛ 102 %
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30 PrämSchd. Seeh. Kurmöärk. 0 blig. Neum. Sehuldv. 32 1011⁄2 Berl. Stadt-Obl. 4 103 ¼4 Königsh. do. 4 — Eibinger do. 4 ½ dito. do. 33 Danz. do. in Th. — Westpr. Pfaudbr. 32 Grolsh Pos. do- 4
97 ¼ 215
9
13 ½
96 1 214 100 ¼1 13 47 ½ 102 104 %9¾4
101 ½ 104 /¼
mechsel-Cours.
250 Fl. Kurz 250 Fl. 2 Mt. 300 Mk. Kurz 300 Mk. 2 Mt.
1 LSt. 3 Mt. 200 Fr. 2 Mt. 150 Fl. 2 Mt. 150 Fl. 2 Mt. 100 Thl. 2 Mt. 100 Tbl. 8 Tage Frankfurt a. M. 150 Fl. 2 Mt. Petersburg . 100 Rbl. 3 Woch. II Ig166
Amsterdam, A4. October. Niederl. wirkl. Schuld. 53 ⁄¼2. 5 % do. 1017/16. Kanz-Bill. 25¹¹16- 5 % Span. 2715/⁄18. Passive 8⁄à2. Ausg. Sch. —. Zinsl. 9 ⅛. Preuss. Präm.Sch. —. Poln. —. Oesterr. Met. 103 ¼ Antwerpen, 3. October. 8 Neue Anl. 27 ⁄¶. G.
Amsterdam do. Hlamburg.. do. London . Paris. ,656EEE1ö1.A“; . Augsburg Breslau Leipzig
4 31 1
1
rin giebt indeß die Hoffnung nicht auf, daß es ihren fortgesetzten Be⸗
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ben Ft br 1n se —,25. 1nre *. b. 2 EE1¾²¾mp““ Oesterr. 5 % Met. 106 91. 106 ⁄½. 4 % 100. Br. 2 ⁄½2 8 1 % 25 % Br. 0 Bank-Actien 1826. 1824. Pe riai.961. 3589* b Loose zu 500 Fl- 136 1 136 . Loose zu 100 Fl. —. 2 r. Präm.-Sch. 69 ⅛ G. do. 4 % Anl. 102 9⅞ Br. Poln. Loose 68170 5 % Span. Aul. 15 ⁄2. 15 1. 2 ½ % Holl. 52 ¾. 5211⁄11. 2 G. Eisenbahn-Actien. St. Germain 560 Br. Versailles Ufer 535 Br. do. linkes Ufer 310 Br. Strafsburg-Basel Bordeaux-Teste —. Sambre-Meuse —. Leipzig-Dresden Köln-Aachen 84 Br. Comp.-Centrale —. Paris, 3. October.
5 % Rente fin cour. 110. 90. 3 % fin cour. 81. 55. 5 % Jegpl. 2·
rechtes 315 Ur. 92 Br.
fin cour. 102. 10. 5 % Span. Rente 31 1. Passive 7 ⁄1. 3 % Port. 241 Wien, 3. October.
5 % Met. 107 7⁄1 8.. 4 % 4907/⁄18. 3 % 81. 2 ½ % —
1 % 25. Bank-Actien 1538 ½. Anl. de 1834 —. de 1839 2672⁄11.
Mekeorologische Beobachtungen. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Quellwärme 7,40 R Flußwaͤrme 11,0 0 F. Rodenwaͤrme 11,40 F. Ausdünstung 0,029⸗Rh. Niederschlag 0,060Rh. W. W. Waͤrmewechsel † 11,90 d W. +.790.
339,16 %Par.. 4. 1035 9R. * 820R... 79 »Ct. W.
—
1839. 7. Oktober.
338,81“ Por.
+ 10,00 R.
+ 8,10° R. 79 vCt.
339 26 Par. 339 20 par. 1172 R. + 8,20 R. 77 vCt.
trübe. trüͤbe.
Luftdruck Lustwäͤrme Thaupunkt Dunstsättigung Wetter Wind 2 Wolkenzua Tagesmittel:
Koͤnigliche Schauspiele.
Mittwoch, 9. kt. Im Schauspielhause; Marie von Medicis, Original⸗Lustspiel in 4 Abth., von C. P. Berger. (Frau von Lentz, vom Stadttheater zu Hamburg: Marie, als letzte Gastrolle.) Hierauf: Der Spiegel des Tausendschoͤn, Burleske mit Gesang, in 1 Akt, von C. Blum. “
— — ee Koͤnigsstaͤdtisches Theater..
Mittwoch, 9. Okt. Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 2 Akten. Musik von Rossini. (Herr Oberhoffer: Fi⸗ aro.)
8 Donnerstag, 10. Okt. Das Maͤdchen aus der Feenwelt, oder: Der Bauer als Millionair. Großes romantisches Origi⸗ nal⸗Zauber⸗Maͤhrchen mit Gesang in 3 Akten, von F. Raimund. Markt⸗Preise vom Getraide. „ Berlin, den 7. Oktober 1839.
Zu Lande! Weizen 3 Rthlr., auch 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf; Roggen 1 Rthlr. 18 Sgr., auch 1 Rthlr. 15 Sgr.; große Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr.; Hafer 1 Rthlr., auch 25 Sgr.; Erbsen 1 Rthlr. 29 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf. G
Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf., auch 2 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf. und 2 Rthlr. 20 Sgr.; Roggen (einzeluer Preis) 1 Rthlr. 20 Sgr., auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf.; Hafer 27 Sn. 6 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf.
Sonnabend, den 5. Oktober 1839.
Das Schock Stroh 6 Rthlr. 15 Sgr., auch 5 Rthlr. 10 Sg.
Der Centner Heu 1 Rthlr., auch 20 Sgr.
Verantwortlicher Redacteur Arnold. “ Gedruckt bei A. W. Hayn.
Publikandum. V Ueber den Nachlaß des zu Zbrachlin verstorbenen Obersten von Czarnecki ist der erbschaftliche Liquidations-
Prozeß eröffnet und ein General⸗Liquidations⸗Termin auf Cession eingetretenen
den 15. Januar 1840, hierdurch auf: Vormiltags um 10 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landes⸗ gerichts⸗Assessor Bauer hierselbst angesetzt worden, zu 1 welchem die unbekannten Gläubiger zur Angabe und Bescheinigung ihrer an den Nachlaß des Obersten von Czarnecki habenden Forderungen unter der Verwar⸗ nung vorgeladen werden, daß die Ausbleibenden aller ihrer etwani mit ihren Forderungen nur an dasjenige werden gewiesen werden, was nach erfolgter Befriedigung der sich mel⸗ denden Gläubiger von der Masse etwa noch übrig bleiben möchte. Marienwerder, den 17. September 1839. Civil⸗Senat des Königl. Ober⸗Landesgerichts.
Da über das Vermögen des Kaufmanns Moritz Liepmann hierselbst per decretum vom 29. JuHi d. J. der Konkurs ecöffnet worden, so laden wir alle etwa⸗ nige unbekannte Gläubiger desselben hierdurch vor,
am 13. Dezember, Vormiltags 9 Uhr, auf dem Land⸗ und Stadtgericht hierselbst vor dem Herrn Assessor Bandow zu erscheinen, ihre Forderungen am Kapital und Zinsen entweder persönlich oder durch einen mit Vollmacht und Juformation versehenen Mandata rius, wozu ibnen der Herr Junstiz⸗Kommissarius v. Eich mann in Vorschlag gebracht wird, vollständig zu liqui⸗ diren und die zur Feststellung dienenden Beweismittel anzuzeigen, widrigenfalls sie mit ibren Ansprüchen an die Masse präkludirt und ihnen gegen die übrigen Gläu biger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird.
Stolp, am 31. August 1839 Konigl. Land⸗ und Stadtgericht.
(L. S.) Knauff.
8
Für jeden forderte Zahl Verfalltage nicht
lirt zu erklären.
Oeffentliches Aufgebot.
Auf den Antrag des Kaufmanns F. W. Schubert zu Liegnitz werden alle diejenigen, welche an den Sei⸗ kens des Handlungshauses A. Haase & Comp. hierselbst unterm 7. Junt v. J. auf die Herren Rosenhayn & Comp. zu Berlin gezogenen, von diesen acceptirten, Mitte August zahlbaren und am 13ten desselben Mo⸗ nats von dem ꝛc. Schubert an das Haus W. H. Gold⸗ zu Berlin girirten, an dasselbe b . ich nicht gelangten, diesem aber berichtigten Prima⸗ Wechsel über 270 Thlr., in Worten Zwei Hundert und Siebenzig Reichsthaler, als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗Inhaber Ansprüche zu machen haben, hiermit aufgefordert, sich binnen 3 Mo⸗ naten, spätestens aber in dem auf den 28. Januar 1840, Vormittags um 11 Uhr, vor dem Herrn Stadtgerichts⸗Rath Muzel angesetzten Termine einzu⸗ hanen ihre vermeintlichen Ansprüche anzumelden, im 1
rennerei,
auch komplettes
del für den fest
alle des Ausbleibens aber zu gewärtigen, daß sie mit kauft werden.
bren Ansprüchen an den bezeichneten Wechsel präklu⸗ dirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt,
Allgemeiner Anze
5 - Zur weiteren kräftigen Fortführung des Baues der B ekanntma ch ung en. BZun Söefsfcben Eifenbahn ist . die Einzah⸗ [lung eines Einschusses auf das Actien⸗Kapital erforderlich. 1840, statt 8. April zu lesen. Die unterzeichnete Direction fordert daher sowohl die fursprünglichen Herren Actienzeichner, als auch die durch
vom 5. bis spätestens zum 15. Oktoberc. einen Einschuß von Zehn Procent, oder 20 Tha⸗ ler auf jeden Quittungsbogen, an die Gesellschafts⸗ Kasse, unter den Linden Nr. 6, in deu Vormit⸗ taasstunden von 9 bis 12 Uhr zu leisten. Die QBuittungsbogen ersuchen wir, wie früher, von igen Vorrechte verlustig erklärt und mit einem RNummern⸗Verzeichnisse begleitet vorzulegen, und werden die geleisteten Jablungen demnächst von einem der mit unterzeichneten Direktoren und dem Rendan ten der Gesellschaft, Herru Ritter, bescheinigt werden. Die Berichtigung der Zinsen à 4 pCt. von den frü⸗ heren Einschüssen wird auch wiederum nach §. 16 des Gesellschafts⸗Statuts durch Abrechnung auf den gegen⸗ wärtig zu leistenden Einschuß erfolgen, und sind dem⸗ nach bei Einzahlung desselben auf jeden einzelnen uittungsbogen als baar gezahlt in Anrechnung zu bringen. Quittungsbogen, Zahlung innerhalb vier Wochen nach dem
benannte Actionair in eine Conventional⸗Strafe von 5 Thaler, welche nebst der rückständig gebliebenen Rate und den gesetzlichen eingezogen werden kanmn, nicht vorziehen sollte, ihn des Rechts aus de rungsbogen für verlustig und diesen selbst für annul⸗
Berlin, den 10. September 1839. Direction der Berlin⸗Sächsischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. Bloch. Bode. Carl. Dannenberger. Meyer.
Verkauf eines Ritterguts. Ein mit wenig Abgaben belastetes, romantischen und überaus fruchtbaren Gegend gelege⸗
nes Allodial⸗Rittergut im 1 sehr guten (so gut als neuen) massiven Wohn⸗-⸗ und Wirthschaftsgebäͤuden, die ganz zum Aufenthalt einer anständigen Familie Morgen des schönsten Raps⸗ und Weizenbodens und ungefähr 40 Morgen 2schürige Wiesen; großen Obst⸗ und Gemüsegarten und einen großen Theil hartes Strauch⸗
aber vermeint⸗ Sh hat; ferner:
sten herab; alle Vorräthe, eine Menge Haus⸗ und irthschaftsgeräthe, auch Möbeln, ohne allen Han⸗ gegellgen Preis von
Vermögen von ves haben, wird auf schrift⸗ liche Anfragen nähere Aus der Wechsel selbst aber für amortisirt erklärt werden wird. tair Henning in Halle a.
iger fuͤr die Preußischen Staaten.
pachtsgutes Bahrendorff vom Königl. Land⸗ und Stadt⸗ haben Alles gethan, das Werk auf eine würdige gericht Culm anberaumte Termin:
den 18. April Weise in die Deutsche Literatur einzuführen, und Letzterer die Anschaffung desselben den praktiseben Aerzten durch den sehr billigen Preis für 28 elegant
Inhaber von Quittungsbogen
S. Ch. R. Gebhardt:
Dachziegel, so
in welchen ein hoher
= 21 Silbergroschen =
im Großen betreiben wollen. auf welchen dle einge Auflage. Mit 5 Tafeln Preis 1 Thlr.
geleistet worden ist, verfällt der darin
Verzugszinsen gerichtlich von ihm insofern die Gesellschaft es aus dem Quit⸗
Conf. §. 9 des Statuts. funden, aufgenommen werden. Stück ist 5— 10 sgr.
Vor kurzem erschienen: . „ Les deux wanieères, en 2
in einer höchst
Königreich Sachsen, mit
eingerichtet sind; das circa 300 eigene Gerichtsbarkeit, Iagd; etwas
einigen 20 Stück
Schiff⸗ und Geschirr bis zum Klein⸗ von Dr. G. Krupp. gr. Svo.
1 21,000 Thlr. ver⸗ Kur Selbstkäufern, die ein disponibles
genanntes Werk mit der
d. S. auf dem Neumarkt. umsichtigen und belehrenden
Breslau, den 13. September 1839. . Königliches Stadtgericht. II. Abtheilung.
Behrends. Z. 42 v. o.
Berichtigung. Im gestr. ist der zum
freiwilligen Verkauf des Erb⸗ Uebersicht gestattet.
Literarische Anzeigen. FürZiegeleibesitzer, Kalk⸗ und Gypsbrenner. In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Berlin (Stechbahn Nr. 3) bei E. S. Mittler: S Das Ganze der Ziegelfabrication, 11 so wie der Kalk⸗ und Gvpsbrennerei.
Enthaltend die Fabrication der Fließen, Backsteine, wie auch der feuerbeständigen Backsteine für Glas⸗, Porzellan⸗, Hoh⸗ und alle Heesegiigen Oefen, euersgrad unter — muß, nebst genauer Beschreibung der dabei gebräuchli⸗ chen und erforderlichen Maschinen und Brennöfen. Nach den neuesten in Frankreich, England, Holland und Deutschland gesammelten Erfahrungen. Ein nütz⸗ liches Handbuch für jeden Ziegelei⸗Besitzer, insbeson⸗ dere für diejenigen, welche die Fabrication der Ziegeln Zweite, sehr verbesserte Abbildungen.
Bei Eröffnung des Königl. Französischen Theaters erlaubt sich Unterzeichnete, auf das
2 2. 8 „ 1“ 1* Répertoire du thédtre français à Berlin
(Auswahl der besten bier aufgeführten Stücke), hinzuweisen, in welches alle neueren Franz. Stücke, lie in Paris und in Berlin allgemeinen Beifall ge- Der Preis für jedes Das vollständige Verzeichnifs der 210 bis jett erschienenen Stücke gratis.
actes, p. Bayʒyard, 7 ¼ sg D)ieu vous bénisse, en 1 acte, p. Ancelot, 5 sgr. Un premier amour, en 3 actes, p. Bayard, 7 ½ sgr. Mlle. de Belle-Isle, en 3 actes, p. Dumas, 10 sgr. Les parens de la fille, en 1 acte, p. Anvers, 5 sgr.
Schlesingersche Buch- u. Musikhdlg. in Berlin, unter den Linden No. 34.
In allen Buchbandlungen, zu Berlin und Potsdam in der Stuhrschen, ist zu haben der so eben er- Fischerei und eine sehr nett eingerichtete Branntwein⸗ 1““ Phs 1 “ soll schleunigst wegen eingetretener Fami⸗ 1“ lien-Verhältnisse mit dem sämmtlichen Inventarium, als: 6 Pferden, 24 Stück Kühen, 8 Schweinen und allen Gattungen von Federvieh; so
PiorTry; 2
Diagnostik und Semiotil
mit vorzüglicher Berücksichtigung der neuesten me-
chanisch- nosognostischen Hülfsmittel. A. d. Franz.
28 Bogen.
(3 Bände 5 ½ Thlr.)
Die bereits erfolgte Kritik in Gersdorf’s Reperto- rium XX. Band Ates Heft lautet wie folgt:
„Ref. bittet seine Leser, sich in Bezug auf eben
Versicherung zufrieden zu
unft ertheilen der Secre⸗ stellen, dass auch dieser 3te Theil den vielerfahrenen,
Diagnostiker rühmt,
indem der reiche Inbalt seinem Wesen und seiner
Blatte S. 1152, Sp. 2, Anordnung nach keine Auszüge oder ausführliche — Uebersetzer und Verleger
und comprefs gedruckte Bogen möglichst erleichtert.“ Cassel, im August 1839. Theodor Fischer.
Berlin Bei F. A. Herbig, unter den Linden Nr. 57, sst scoo eben erschienen: Ansichten
uͤber den Dienst der Brigade-Batterieen bei einem Armee⸗Corps im Kriege. Von C. v. Decker, Königl. Obersten und Brigadier ꝛc. Preis ½ Thlr. (Supplement zur Handbibliothek für Offiziere.) Es fehlte bisher an einer Bearbeitung des hier be⸗ handelten Gegenstandes; er ist nicht nur für den Ar⸗ tillerie⸗Offizier wichtig, sondern auch für die Of⸗ fiziere des Generalstabes und für die höheren und niederen der Infanterie.
halten werden
Bei G. C. E. Mever in Braunschweig ist so eben erschienen und in allen soliden Buchhandlungen zu haben (in Berlin bei E. S. Mittler, Stechbahn Nr. 3): Die Behandlung des Krebses. (Eine ausführliche Darstellung der jede Operation mit dem schneidenden Instrumente ausschließenden Methode des Dr. Canquoin. Nebst den Modificationen, die er bei der Behandlung der Uterusgeschwüre eingeführt hat ꝛc. Nach der 2ten Auflage Deutsch bearbeitet von S. Frankenberg. brosch. 1 ½ Thlr.
Eine Uebertragung dieser in Frankreich mit Recht so vieles Aufsehen machenden und der leidenden Mensch⸗ heit so wie der Wissenschaft so großen Nutzen leisten⸗ den neuen Methode des lDr. Canquoin, Krebskranfe aller Art ohne blutige Operationen, mit Umgehung sheftiger Schmerzen, radikal zu heilen, wovon schen der berühmte Hofrath und Prof. Strohmeier in Göt⸗ tingen 1837 sagte: „Man muß es Canquoin Dan wissen, daß er in der Zinkbutter ein kräftiges und der Constitution übrigens nicht gefährliches Aetzmittel in die chirurgische Praxis eingeführt hat“, — und welches in Frankreich die scharfsinnigen und gewandten Pro⸗ fessoren Drs. J.Cloquet, Ronx, Dubois, Récamier, se wie der Dr. Lisfranc rühmlichst anerkannt haben⸗ dürfte gewiß auch in Deutschland bei allen Aerz⸗ ten, Chirurgen und besonders Hospital⸗Diri⸗ genten um so mehr würdigen Anklang finden und die Heilungsweise jener gräßlichen Krankheit einer sich e⸗ ren Richtung zuführen, als es völlig praktisch und mit bboelehrenden unparteiisch erzählten Thatsachen be⸗ legt worden ist. Auch ist dem Werke noch
8vo.
außerden ein möglichst vollständiges, chronologisch eordnet es Verzeichniß aller über den Kreb⸗ erschienenen Schriften und deren Autoren beigegeben worden. Paränesen für studirende Jünglinge auf Deu schen Gymnasien und Universitäten. Gesammee und mit Anmerkungen begleitet von F. T. rie ghin ann, 2 Aten Bandes 2te Abtheilung. bri⸗⸗ irt. 1 ½ Thlr. Durch die günstige Aufnahme der früheren Bänd 8 dieses vortrefflichen Buches, die wiederholte neue Auf Fsen nöthig machte, wird jede Anpreisung dieser neue Abtheilung überflüssig.
1½¼ Thlr.
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Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Rechnungs⸗2 ath von vH“ Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht. 88 hinm nen⸗ 1
Angekommen: Se. Excellenz der General der Infante⸗ rie, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister bei der 8. Bundes⸗Versammlung, von Schoͤler, von Frank⸗ furt a. M. 8
Abgereist: Der Minister⸗Resident der freien Staͤdte Defktsch⸗
aris, Rumpff, nach Weimar. Sasn.
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Unes dbog n d. E111““ 12111 s ah ghhte Rußlamd und Polen u.
St. Petersburg, 3. Okt. Waͤhrend der Anwesenheit Sr. Majestaͤt des Kaisers in Moskau legte Hoͤchstderselbe auch am 22sten v. M. den Grundstein zu dem Tempel des Erloͤsers, welchen zu erbauen bereits Se. Majestaͤt der Kaiser Alexander gelobt 18 Der Metropolit von Moskau hielt bei dieser feier⸗ lichen Handlung, bei welcher auch die in Moskau anwesenden Russischen und fremden Prinzen zugegen waren, eine Anrede an den Monarchen, worin er daran erinnerte, daß der Kaiser Ni⸗ kolaus von den Bruͤdern des Kaisers Alexander der Einzige war, der in Moskau anwesend sich befand, als der verewigte Monarch hier den Gedanken ausgesprochen, einen Tempel des Erloͤsers zum Dank fuͤr die Errettung des Vaterlandes zu erbauen. Außer dem Moetropoliten waren auch drei Bischoͤfe, neun Archimandriten, 200 Erzpriester und Priester und 100 Diakonen bei der großen Prozession, welche sich aus dem Kreml vach dem Orte der Grund⸗ steinkegung begab. Nach beendigter Ceremonie begleitete der Kaiser die Prozession auf ihrer Ruͤckkehr nach der Himmelfahrts⸗ Kirche. Die unzaͤhlbare Volksmenge, welche durch diese Feier⸗ lichkeit herbeigezogen worden war, bot durch die demuͤthige und fromme Gesinnung, welche sie an den Tag legte, ein ruͤhrendes Schauspiel dar. Abends waren die Mauern und Gaäͤrten des Kremls, eben so wie die Straßen, glaͤnzend erleuchtet. Das Volk woͤgte in denselben und auch der Kaiser wurde inmitten seiner treuen Unterthanen gesehen.
Die Fuͤrstin Katharina Capuchin, Ehrendame Ihrer Ma⸗ jesäät der Kaiserin, ist am 28sten d. M. mit Tode abgegangen.
Der Staatsrath Schroͤder ist zum Praͤsidenten des evange⸗ lisch⸗jutherischen Konsistoriums in Moskau ernannt worden.
Einer Verfuͤgung des Kriegs⸗Ministers zufolge, sind alle diejenigen Freisassen, die im Heere als Soldaten dienen und ihre adelige Herkunft nachweisen koͤnnen, von koͤrperlicher Zuͤchtigung zu befreien.
Das Finanz⸗Ministerium macht bekannt, daß Se. Majestaͤt der Kaiser auf weben Jahre nicht bloß die zollfreie Ausfuhr von Weizenmehl und daraus gebackenem Zwieback gestattet, sondern auch noch eine Ausfuhr⸗Praͤmie auf diese Artikel bewilligt haben, die in den ersten vier Jahren 30, im fuͤnften 20, im sechsten 15 und im siebenten 10 Kopeken Silber pro Tonne von 5 bis 6 Pud Gewicht betragen soll. 4“
Fr ankoveah.
Paris, 4. Okt. Vorgestern fuͤhrten saͤmmtliche in dem La⸗ ger von Fontainebleau versammelten Truppen, in Gegenwart des Koͤnigs, ein Feldmanoͤver aus. Der Koͤnig war zu Pferde, und in seiner Suite bemerkte man den Marschall Soult, den Kriegs⸗ Minister, den Finanz⸗Minister, die General⸗Lieutenants Jacque⸗ minot und Dariule. Nach beendigtem Mandoͤver musterte der Koͤnig die Truppen und nahm dann, in Begleitung der Koͤnigin und der Prinzessinnen, das Lager in Augenschein. Als er bei einigen Bataillonen der leichten Infanterie und der Tirailleurs vorbeikam, fragte er den Marschall Soult: „Was denken Sie von unseren Tirailleurs?“ — „Eine herrliche Idee“, erwiederte der alte Marschall“, wir muͤßten 25 solcher Bataillone haben!“— Der Koͤnig nahm das Lager so im Detail in Augenschein, daß er in anderthalb Stunden nur die erste Brigade hatte besichtigen koͤnnen. Da es aber 5 Uhr Nachmittags geworden war, so ver⸗ sprach der Koͤnig, am kuͤnftigen Freitag seinen Besuch fortzusetzen. Alle Schwadrons⸗ und Bataillons⸗Chefs wurden zur Koͤniglichen Tafel gezogen.
Der Herzog von Orleans ist am 27. September um 7 Uhr Morgens auf dem Dampfschiffe „le Phare“ in Algier ange⸗ kommen.
Im Constitutionnel liest man: „Wir erfahren, daß der Justiz⸗Minister mit naͤchstem eine Kommission niedersetzen werde, um den Theil der September⸗Gesetze zu revidiren, in welchem die durch die Presse begangenen Attentate definirt und dem Pairs⸗ hofe zugewiesen werden. Man erinnert sich, daß die Revision dieser Gse ebung eine der Bedingungen des Programms des
linken Centrums war.“
Heerr Passy beschaͤftigt sich, wie es heißt, sehr angelegentlich mit dem Plan zur Konvertirung der 5proc. Renten, der den Kammern im Laufe der kuͤnftigen Session vorgelegt werden soll. Es scheint beschlossen, die Renten auf 4 ½ pCt. zu reduziren, wobei der Staat die Verpflichtung uͤbernehmen will, keine neue Reduction vor Ablauf von 25 Jahren zu bewerkstelligen. Die Renten⸗Besitzer, welche nicht in die Konversion willigen, sollen ihr Kapital zu pari zuruͤckerhalten. Der Finanz⸗Minister soll sich schon 200 Millionen gesichert haben, die zu dieser Ruͤckzah⸗ lung verwendet werden koͤnnen, und er zweifelt nicht, daß er, fuͤr den Fall, daß die Zahl der Geldfordernden bedeutender seyn
vnsollte, eine Anleihe zu 4 pCt. werde abschließen koͤnnen.
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1839.
Alle Truppen, die in Folge der Getraide⸗Unruhen nach den Departements der Sarthe und der Orne gesandt worden waren, sind in ihre respektiven Garnisonen zuruͤckgekehrt.
Die letzten Nachrichten aus den Departements melden ein Sinken der Getraide⸗Preise auf 38 Magrkten und ein Steigen derselben auf 15 Maͤrkten. 2
Ein hiesiges Blatt sagt: „Man giebt sich viele Muͤhe, um dem Don Carlos die Erlaubniß zu verschaffen, Frankreich zu verlassen. Eine große Menge von Legitimisten pilgern nach Bourges, um dem Preaͤtendencen ihre Huldigungen darzubringen. Der Erzbischof von Bourges, Herr von Villnle, giebt ihm be⸗ staͤndig den Titel Majestaͤt. Der „Constitutionnel“ will wissen, daß Don Carlos von seinem jetzigen Aufenthaltsorte schon meh⸗ rere Briefe an den Koͤnig der Franzosen gerichtet habe. In die⸗ ser Korrespondenz gaͤbe er alle seine ersten Anspruͤche auf und dringe nur auf seine Freiheit. Wir wissen nicht, ob Don Carlos solche Briefe wirklich geschrieben hat, aber wir wissen, daß bis vor 2 Tagen den Ministern uͤber eine solche Re⸗ clamation desselben noch nichts mitgetheilt war. Wir hoffen uͤbri⸗ gens mit dem Constitutionnel, daß das Kabinet vom 12. Mai wenigstens die gluͤcklichen Wechselfaͤlle benutzen wird, die sich ihm zur Pacification Spaniens dargeboten haben, und daß in dieser Sache die Juli⸗Revolution nicht zum zweitenmal durch die Um⸗ triebe der. Legitimisten hinters Licht gefuͤhrt werden wird.“
Die Presse enthaͤlt Folgendes: „Wenn es den Spanischen Cortes nicht endlich gelingt, den Erfolg der Unterhandlungen Espartero's aufs Spiel zu setzen, so muß man einraͤumen, daß es nicht ihre Schuld ist. Sollte man es glauben, daß die Fueros⸗ Kommission in dem Augenblicke, wo so viel daran gelegen ist, das Mißtrauen der Provinzen durch eine schnelle Ausfuͤhrung der gemachten Versprechungen zu bekaͤmpfen, Schwierigkeiten auf Schwierigkeiten haͤuft, und es sich nur angelegen seyn laͤßt, das Ministerium durch endlost Beschraͤnkungen in Verlegenheit zu setzen? Sollte man es glauben, daß die Kammer, gleichguͤltige Zuschauerin jener erbärmlichen Chikanen, ruhig mit einkr Verift⸗ zirung der Vollmachten fortfaͤhrt, die schon sechs Wochen dauert? Sollte man es endlich glauben, daß ein Vorschlag des Herrn Mendizabal, der noch vor wenigen Tagen zuruͤckgewiesen wurde, weil er die schwebende Frage zu verwickeln drohe, in der letzten Sitzung in Ueberlegung genommen worden ist? Welche Wider⸗ spruͤche! Welch unseliges Schwanken! Kann man die Vortheile, die noch vor 3 Monaten Niemand zu hoffen gewagt haben wuͤrde, auf eine traurigere Weise aufs Spiel setzen?“ “*
Die Regierung hat den nach Frankreich uͤbergetretenen Ge⸗ neralen der Karlistischen Armee die Staͤdte Vendome und Bourges zu Aufenthaltsoͤrtern angewiesen.
Herr Caß, Amerikanischer Gesandter in Paris, hat von dem Konsul der Vereinigten Staaten in Florenz die Nachricht erhal⸗ ten, daß Herr Lucian Murat, zweiter Sohn der vormaligen Koͤ⸗ nigin von Neapel, der vor einiger Zeit durch Frankreich kam, um in Italien die Erbschaft seiner Mutter zu reguliren, in Tos⸗ kana von der Polizei verhaftet worden seyv. Diese Nachricht hat seinen aͤlteren Bruder, Herrn Achill Murat, der mit Erlaubniß der Regierung nach Paris gekommen war, bestimmt, die Reise nach Italien nicht fortzusetzen.
Bei Herrn Horace Vernet ist ein Gemaͤlde von der Schlacht von Nisib bestellt worden. Dieser Kuͤnstler wird binnen kurzem nach Marseille abgehen, um sich von dort nach Alexandrien ein zuschiffen. Nach einem Besuche bei dem Vice⸗Koͤnige wird er das Schlachtfeld selbst in Augenschein nehmen, dort eine Skizze seines Gemäldes entwerfen und nach den Andeutungen Ibrahim Pascha's und seiner Offiziere das Gemaͤlde selbst waͤhrend seiner Auarantainezeit in Marseille anfertigen und es von da dem Vice⸗ Koͤnige von Aegypten zusenden.
Im Moniteur parisien liest man: „Eine dreimonatliche Erfahrung erlaubt nun schon die Wirkungen des Disziplinar⸗ Reglements vom 10. Mai uͤber die Gefaͤngnisse zu beobachten. Diese Wirkungen, die jetzt schon zufriedenstellend sind, versprechen es noch im weit hoͤheren Grade zu werden. Ja Folge der vor⸗ geschriebenen Bestimmungen hat sich die Verwaltung der meisten Gefaͤngnisse schon wesentlich verbessert, und die Ordnung macht taͤglich mehr Fortschritte. Das Reglement vom 10. Mai verlangt von den Direktoren monatliche Berichte uͤber die Ausfuͤhrung der einzelnen Bestimmungen. Ein Circular des Ministers des In⸗ nern vom 25. Sept. an die Praͤfekten hat zum Zweck, die regel⸗ maͤßige Befoͤrderung jener Berichte, denen sich die persoͤnlichen Bemerkungen der Praͤfekten zugesellen sollen, anzuempfehlen, da⸗ mit die Verwaltung den Fortschritten der Reform in jeder An⸗ stalt folgen koͤnne. In jenem Circular werden die Praͤ⸗ fekten außerdem aufgefordert, von dem Direktor des Central⸗Gefaͤngnisses in dem respektiven Departement neue Erkundigungen zur Vervollstaͤndigung der schon erhaltenen Noti⸗ en einzuziehen. So sollen die Direktoren in der Folge in ihren
erichten auch die Fortschritte in den moralischen und religioͤsen Ideen und in der Lebensweise der Verurtheilten, so wie den Ein⸗ druck andeuten, welche die neuen Anordnungen auf sie gemacht haben; sie sollen ferner anzeigen, wie viel von den Verurtheilten um die Erlaubniß gebeten haben, ihren Familien Beistand zu senden, oder Zuruͤckerstattungen zu bewerkstelligen. In einem Gefaͤngnisse sind bei der Verwaltung schon 40 Gesuche der Art eingegangen. Allmonatlich soll auch eine vergleichende Uebersicht der angeordneten Bestrafungen und der Zahl, so wie der Be⸗ schaffenheit der Vergehungen eingereicht werden. Auch die Krank⸗ heitsfaͤlle in den Monaten dieses Jahres sollen mit denen dersel⸗ ben Monate des vergangenen Jahres verglichen werden. Die Direktoren werden endlich aufgefordert, ihre motivirte Ansicht
uͤber etwanige Modificationen oder Verbesserungen den Monats⸗
berichten beizufuͤgen.“
Der Courrier français aͤußert sich uͤber das Wahl⸗Re⸗ form⸗Projekt des Comités der aͤußersten Linken in folgender Weise: „Die Grundlagen, welche das Comité der aͤußersten Linken durch sein Manifest in Vorschlag bringt, sind von einer großen Einfach⸗ heit. Sie beschraͤnken sich auf den Satz: „„Jeder National⸗ Gardist ist Waͤhler.““ Nach dem Gesetze uͤber die National⸗
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Garde ist jeder Franzose vom 20sten bis zum 60sten Jahre zum Dienst verpflichtet. oll man nun im 20sten Jahre Wahler werden, wie man National⸗Gardist wird? Soll die politische Großjaͤhrigkeit vor der buͤrgerlichen Großjährigkeit beginnen? Und im entgegengesetzten Falle, mit welchem Jabte soll die Aus⸗ uͤbung der Wahlrechte erlaubt seyn? Ferner findet man in dem Gesetze uͤber die National⸗Garde einen ordentlichen und einen außerordentlichen Dienst angeordnet. Der erstere be⸗ Steuerpflichtigen, naͤmlich diejenigen in sich, welche ein omizil und ein Gewerbe haben; ihnen hat die Charte die Be-⸗ wachung unserer Institutionen anvertraut. Der zweite, naͤmlich die Reserve, besteht aus allen dienstfaͤhigen Maͤnnern, also auch aus Dienstboten und nicht domizilirten Handwerkern. Will man nun bloß der erstgenannten Abtheilung das Stimmrecht bewilli⸗ gen? In diesem Fall haͤtte man das vernuͤnftigere und bestimm⸗ tere Reglement der legitimistischen Partei annehmen sollen, wel⸗ ches sich darauf beschraͤnkt, zu sagen: „„Jeder Steuerpflichtige ist Waͤhler.““ Glaubt man im Gegentheil, daß es an der Zeit sey, alle National⸗Gardisten auf die Wahlliste zu setzen, selbst dieje⸗ — nigen, denen man nur Waffen in die Haͤnde geben wuͤrde, um das Gebiet vor einem feindlichen Einfall zu schuͤtzen, dann wuͤrde 8 sich 1PS. aussprechen, Bahn nn das aWenhehus Süschan. recht proklamirte, und ganz einfach sagte: Jeder Buͤrger isß Waͤhler!““ Wir geben alle Mäͤhe, zn 8 zu begreifen, welches von zu bedeutenden Maͤnnern ausgeht, als daß es nicht reiflich erwogen worden seyn sollte. Aber so wie es uns erscheint, nehmen wir keinen Anstand, uns von demselben zu, trennen. Wir lieben eben so wenig die rohe Herrschaft der Zaßle- als das politische Monopol, welches unsere Gesetze 200,000 Fa⸗ milien bewilligt haben. Ein Journal des linken Centrums hat bereits gestern Bruchstuͤcke einer von dem Herrn Odilon Barrot entworfenen Arbeit uͤber die Wahlreform mitgetheilt. (Vergleiche das gestrige Blatt der Staats⸗Zeitung.) Zu dieser Publicaticn war jenes Journal nicht ermaͤchtigt, da erst heute die Mitglieder jenes Comitéès zusammentreten werden, um zu entscheiden, ob jener Reformplan nicht noch einige Veraͤnderungen erleiden duͤrfte.““
Großbritanien und Irland.
London, 3. Okt. Der Herzog von Sussex hat, seines miß⸗ lichen Gesundheitszustandes wegen, die beabsichtigte Reise nach Kinmel auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Dem Standard zufolge, haͤtte Lord Melbourne vor einiger Zeit dem Grafen Clarendon den Posten eines Muͤnzmeisters mit Sitz und Stimme im Kabinet angetragen, der Graf aber dies⸗ Anerbieten abgelehnt.
Vorgestern wurden vom auswaͤrtigen Amte Depeschen an die Britischen Gesandten in Konstantinopel und St. Petersburg ab⸗ gefertigt.
Fuͤrst Soltikoff ist am Montag von St. Petersburg hier angekommen und gedenkt, mehrere Wochen in England zu verwei⸗ len. Vorgestern gab der Fuͤrst Esterhazy ihm, dem Baron Bru⸗ noff und einigen Mitgliedern des diplomatischen Corps ein Diner
Von Rom ist der bekannte Italianische Financier, Herzog von Torlonia, hier eingetroffen. 88
Nach dem woͤchentlich vom Zollamt publizirten offiziellen Be⸗ richt uͤber die Ausfuhr edler Metalle aus dem Hafen von Lon⸗ don sind im Laufe der mit dem 26. September beendeten Woche 4450 Unzen gemuͤnztes Gold nach Hamburg gegangen.
Die gedruͤckte Lage des Geldmarktes nimmt immer mehr zu und es wird von Tag zu Tage schwieriger, Geld geliehen zu bekommen, außer auf das gangbarste Papier. Fuͤr kurze Dar⸗ lehen auf Englische Fonds wird jetzt 8 bis 10 pCt. gezahlt, und auf einige Sorten fremder Staatspapiere noch mehr. Der Plan, welchen die Bank haben soll, Noten zu 1 und 2 Pfd. auszuge⸗ ben, wird vom Courier vertheidigt. „Es werden“, sagt dieses
Blatt, „von verschiedenen Seiten daruͤber Nachforschungen an⸗ gestellt, ob es wohl wahrscheinlich sey, daß die Englische Bank wieder Einpfund⸗ und Zweipfund⸗Noten ausgeben werde. Unsere Leser wissen sehr wohl, daß diese Maßregel nicht ohne einen Ge⸗ heimeraths⸗Befehl erfolgen kann. Sollte nun ein solcher Schritt in diesem Augenblicke rathsam erscheinen, als eine Huͤlfe 88 die Handels⸗Interessen in ihrer jetzigen eigenthuͤmlichen age, da sie durch das unerhoͤrte und gewagte Verfahren der Bank der Vereinigten Staaten noch mehr bedraͤngt worden sind, so scheint uns der dazu erforderliche Befehl nicht füͤglich vorent⸗ halten werden zu koͤnnen. Doch sey es nun die Absicht der Bank, die Annahme dieses Planes zu empfehlen, oder nicht, so sprechen wir es doch ohne Bedenken als eine stark vorherrschende Mei⸗ nung aus, daß die Ausgabe von Einpfundnoten unter den setzi⸗ en Konjunkturen eine zeitgemaͤße Maßregel seyn wuͤrde. Die Menge wuͤrde sie eben so gern wie Sovereigns nehmen, und es wuͤrde daher der Gebrauch von Sovereigns erspart werden. Un⸗ sere Leser werden sich erinnern, daß im Jahre 1825, als der pa⸗ nische Schrecken den hoͤchsten Gipfel erreicht hatte, die Wieder⸗ ausgabe einiger Einpfundnoten, welche zufällig der allgemeinen Vernichtung entgangen waren, von der Bank in ihrer groͤßten Verlegenheit als Zufluchtsmittel ergriffen wurde und vollkommen gelang. Als der Druck voruͤber war, wurden die Noten zuruͤckgezogen. Man koͤnnte sagen, das Um⸗ laufs⸗Mittel, welhses Einpfuͤnd⸗ und Zweipfundnoten darbieten wuͤrden, sey bereits durch das jetzt umlaufende Gold dargeboten. Indeß die Substituirung von Noten fuͤr Gold wuͤrde dies Gold zur Ausfuhr disponibel machen. Es ist einmal uͤber das andere dargethan worden, daß nur der Mangel von ein paar Millionen Gold den allgemeinen Geldverkehr stoͤrt. Da dem so ist, so scheint daraus doch zu folgen, daß die paar Millionen Gold, welche jetzt fuͤr den inneren Verkehr gebraucht werden, besser an⸗ gewandt waͤren, wenn man damit die Luͤcke ausfuͤllen koͤnnte,
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welche durch den auswaͤrtigen Begehr danach verursacht wird. Wir wollen nicht sagen, daß diese Maßregel an und fuͤr sich schon hinreichen duͤrfte, dem unvollkommenen Circulations⸗System abzuhelfen, aber sie wuͤrde jedenfalls in diesem Augenblicke eine Aushuͤlfe seyn.“ In der Morning Chroniele dagegen liest man in Bezug auf denselben Gegenstand: Wenn die Bank
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