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für 4275 Rthlr. Leinewand, — E11111“.“ oI.
46 Lasten Klappholz, 12,438 Ben.2 20 Sg. 4 . ensar dün 8
8 ausgefaͤhrt. „g Celd. 8 ꝗg k me 1 n. k ee nn 98
Kurz 1417 4 Am 25sten v. M. fand eine
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Bezirk fuͤr 4550 Rthlr. Butter, „ s
Scheffel Weizen, Roggen und Hafer
Schulen dagegen Vormittags statt. 2) Um 1 Uhr Mittags fin⸗ der die Einweihung des im vorigen Jahre von der Stadt, zu eeiner neuen Zusluchtsstaͤtte fuͤr verarmte wuͤrdige hiesige Buͤrger
egruͤndeten und seirdem neu erbauten Nicolaus⸗Buͤrger⸗Hospitals
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üe“ .
Amsterd 111
do. Hamburg
140 152¹¼ 150³
250 Fl. V 2 Mt. 200 Mx. Kurz 200 Mk. 2 Mt.
. 3) Am Mittag werden die hiesigen Invaliden aus den Saldzuͤgen 1813 bis 1815, die Hospitaliten der saäͤmmtlichen evan⸗ eiischen Hospitäͤler, die Kinder sammtlicher evangelischen Waisen⸗ ge⸗ des Friedrichsstifts, der Wadzecks⸗Anstalt, des Louisen⸗ stifts, so wie die Zoͤglinge der Erziehungshäuser fuͤr sittlich ver⸗ wahrloste Kinder, desgleichen die Gefangenen, auf Kosten der Stadt gespeist. ¼) Abends 5 Uhr wird sodann das auf den fol⸗ enden Tag bestimmte Hauptfest von den evangelischen Kirchen in drei verschiedenen Pulsen eingelaͤutet. In den Zwischenpau⸗ sen werden von den Thuͤrmen die Choral⸗Melodieen: „Eine feste Burg ist unser Gott“ und „Nun danket alle Gott“ mit Posau⸗ nen geblasen. 18 SeAls Haupt⸗Festtag wird der 2. November 1) in den festlich geschmuͤckten evangelischen Kirchen durch Vor⸗ und Nachmittags „Gottesdienst gefeiert. In jeder Kirche werden die saäͤmmtlichen Kommunal⸗Beamten des Kirchsprengels dem Vormittags⸗Gottesdienste beiwohnen; der Magistrat, die Stadtverordneten, die staͤdtischen Verwaltungs⸗Deputationen, die Direktoren und Lehrer der Gymnasien und hoͤheren Stadt⸗ chulen, die Kommunal⸗Beamten der Nicolai⸗Parochie und De⸗ putirte der uͤbrigen Kommunal⸗Beamten der Stadt, so wie die Aumeister und Vorsteher der hiesigen Gewerke, werden dem Gottesdienste in der St. Nicolai⸗Kirche, welcher dort um 11 Uhr veginnt, beiwohnen und gemeinschaftlich das heilige Abendmahl nehmen. Sie versammeln sich gegen 10 ½ Uhr auf dem Koͤlni⸗ schen Rathhause, und begeben sich 1
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von dort, in feierlichem Zuge, unter Vortritt der oberen Gesangs⸗Klassen der Gymnasten und Absingung des Liedes: „Eine feste Burg ist unser Gott“ durch die breite Straße, uͤber die lange Bruͤcke, Koͤnigs⸗ und Post⸗ Straße, zur Kirche. Die hoͤchsten und hohen Staats⸗Behoͤrden, die Geistiichen, die Universitaͤt, werden eingeladen werden, sich diesem fcierlichen Kirchgange theils in Person, theils durch De⸗ utationen, anzuschließen. 3) Zum Nachmittags⸗Gottesdienste, welcher in allen evangelischen Kirchen erst um 3 Uhr beginnt, werden die Schuͤler der evangelischen Schulen durch ihre Vor⸗ staäͤnde und Lehrer, von ihren Schul⸗Lokalen aus, nach derjenigen Kirche gefuͤhrt, zu deren Parochie die Anstalten gehoͤren. 27 Am Abend um 6 Uhr wird, zur Erhoͤhung der Feier des Tages, n der festlich erleuchteten Garnison⸗Kirche das Oratorium „Haͤn⸗ debls Messias“ durch die Sing⸗Akademie und die Koͤnigliche Ka⸗ pelle zur Aufführung gebracht werden. Die Einnahme ist dem Fonds des obengedachten Stipendiums bestimmt. Moͤge der llmaͤchtige verleihen, daß die Feier dieses wichtigen Festes dazu beltrage, evangelischen Sinn und evangelisches Leben unter uns zu befestigen und zu staͤrken. Berün, den 25. Oktober 1839. Ober⸗Buͤrgermeister, Buͤrgermeister und Rath hiesiger Koͤnigl. NWsdenziteh. — — Koöoͤslin, 12. Okt. Aerndte. Die Einbringung des Winter⸗ und Sommerkorns ist vollstaͤndig und gluͤcklich beendigt. Auf vielen Feldern ist zwar der Koͤrner⸗Ertrag unguͤnstiger aus⸗ gefallen als im vorigen Jahre, dagegen ist aber das olumen der Aerndie groͤßer. Zur Aufbewahrung der Stiegen reichten die Scheunenraͤume nicht uͤberall aus, vielmehr mußte das Getraide an mehreren Orten in Schobern aufgestellt werden. Die Wintersaat⸗Bestellung ist als beendigt anzunehmen, und die jungen Saaten gewaͤhren einen freundlichen Anblick. Mit dem Aufnehmen der Kartoffeln ist man in voller Thaͤtigkeit; diese Frucht gewährt einen reichlichen Ertrag. Das Obst ist im gan⸗ zen mißrathen. 1 — Schifffahrt und Handel. In die Haͤfen des hie⸗ sigen Regicrungs⸗Bezirks liefen im verflossenen Monate 29 Schiffe und 65 Bsoͤte ein und 54 Schiffe und 69 B;dte gin⸗ gen seewaͤrts aus. Der groͤßte Handels⸗Verkehr fand in Kolberg statt, indem daselbst fuͤr 64,682 Rthlr. Waaren ein⸗ und fuͤr 46,405 Rthlr. ausgefuͤhrt wurden. Von Ruͤgenwalde wurden 966 Klafter Holz exvortirt. Außerdem wurden aus dem Regier.⸗
Stuͤck Bernstein, welches 1 Pfd.
— — vn; 16. Okt. Werth auf 150 bis 200 Rthlr. “
Arbeitsfrau in der Persante ein 31 Lth. schwer war und dessen geschaͤtzt wird. 8 ö“ EEE11““ 8 Z
— — Breslau, 2. Okt. Aus Ober⸗Schlesien gehen sehr guͤnstige Nachrichten ein. Das Herbst⸗Wetter ist vortrefflich, die neuen Saaten stek.a gut, die Kartoffel⸗Aerndte faͤllt gut aus, so wie die Aerndte im Allgemeinen ziemlich ergiebig war. Bei den qguten Getraidepreisen und der Herabsetzung der Pfandbrief⸗Zinsen sind die Guͤter um ½ im Werthe gestiegen. die Berichte aus diesem Theile der Durch das Gesetz, welches die Dienstpflichtigkeit hob, hat die Landwirthschaft, so wie Die Woll⸗Production ist bedeutend geworden. gebaut; Kommunal⸗Wege verbessert; die Koͤnigl.
8
Kunststraßen sind Eisengießerei bei
Gleiwitz (1794 begonnen) mag jetzt eine der groͤßten Deutschlands sind die Hoch⸗Oefen und die Maschinen⸗Werkstatt Die hiesige liefert jetzt eine Reihe von Artikeln uͤber diese
seyn. Eben so in Malapane in steter Thaͤtigkeit und Zunahme. Schlesische Zeitung provinziellen Verhaͤltnisse, sind.
Die Koͤnigl. Kammer⸗Saͤngerin, rollen auf der hiesigen Buͤhne. Der Bau des schreitet rasch vorwaͤrts, so wie sich uͤberhaupt unsere den Hauptstraßen durch viele Neubauten verschoͤnert.
Bonn, 21. Okt. Gestern trafen der Prinz Friedrich von Hessen und Prinz Christian von Holstein⸗Gluͤcksburg, in Beglei⸗ tung des Koͤnigl. Daͤnischen Capitains Tully d'Oxholm, hier ein und werden die hiesige Universitaͤt, dem Vernehmen nach, ein Jahr lang frequentiren.
welche der besonderen Beachtung werth
Essen, 21. Okt. (Koöln. Z.) Zu den interessantesten ge⸗ werblichen Etablissements der Provinz gehoͤrt unstreitig die Guß⸗ stahl⸗Fabrik des Herrn Krupp in unserer Naͤhe. Das Fabri⸗ kat derselben kann voͤllig mit dem Englischen wetteifern, und wohl verdient es bekannter zu werden, daß dieses von dem Gewerbe⸗ Verein in Berlin, nach den Resultaten von Versuchen, welche derselbe bekannt gemacht hat, anerkannt worden ist.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 25. Oktober.
Abgang Zeitdauer Abgang Zeitdauer von “ von 9 Berlin. St. M. Potsdam. St.
Um 7 Uhr Morgens. Um 8 ½ Uhr Morgens. es „ 10 ⸗ e““ . 12 ½ „» Mittags. — 1 Nachmitt... - „ 4 ½ Nachmitt. — „ 6 Abends. 1I1I Abends. — v 10 83 „ 10 ö“
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Gee y111n gss Den 26. October 1839. lf11umtlrecher Fonds- und beld-Cours-Zettel.
Pr. Cour. Geld.
Pr. Cour. 2 CGeld. Brief. (777. s0 tpr. Pfandbr. 226 — 102 Pomm. do. 838 103 ¼ 70 1 s[Kur- u. Neuim. do. 32 103 101 ⅛ (Seblezisch- 40. 24 103 Neum. Sehnldv. 3¹ 101 ¶ [Coup. und 21e- 18 Berl. Stadt- 0bl. 4 102 ¾¼ Sch. d. K. u. N. — 97 1% Königsb. de. 4 V — Gold al mareo — 215
4.
ti Brief. 88. Schald.Sch. [7 1038 Pr. Kngl. 0bl. 20 4 102 ½ PrämSchd. Seech. — ö Kurmuörk. Oblig. 3:
102 %
Elbinger do. 4 Noue Dukateun — 18 ½ dito. 4do. 2²³8 Friedrichsd'or ¹13 ½ Danz. do. ia Th. — And. Goldmöuua. — Weatpr. PEsndbr. 34 eu à 5 Thh. — 12 ⁄¼ Grossb. Pos. do- 4 Disconto 3
1021 ⁄½ 104 ⁄1½ ¹
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do. 1 LS. 3 Mt. 6 213
200 Fr. 2 Mt. 79117, 150 Fl. 1 2 Mt. 101 %¼
Wien i „ „ „ .⸗ Augsburg
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190 . 2 At. —
100 Thl. 2 Mt. —1 100 Thl. Tage 102 %¼ 150 Vl. 2 Mbtb. 1017%¾ . 100 Rbl. 3 Woch. 311s12
Leiprzig Frankfurt a. Petersburg
Ueberhaupt lauten Provinz recht erfreulich. der Bauern auf⸗
die Viehzucht, sehr gewonnen.
Dlle. Löwe, giebt jetzt Gast⸗ neuen Theaters Stadt in
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V 1 I 4 „ e u 12 16 ge1eääö Erankfurt a. M., 21. Oectober. 8
“ Met. 1061½ G. 4 % 100 ½ Br. 21 ⁄½ % 58 Mr.
Hasterr. 2 % . 1 % 25 Br. Bank-Actien 1832. 1830. Partial- Obl. 15, ¾¼ Rr. Loose zu 100 Fl. —. Preuss.
L. oose zu 500 Fl. 137 ⁄1. 1367⁄à1. Pröäm.-Sch. 69 ⅞ G. do. à % Anl. 102 ½ Br. Poln. 1,008 e 68. 67 ¼, 5⁰ 0 Span. Anl. 137 8* 13 ¾. 21 2 % Holl. 5011116. 505%. Eisenbahn-Actien. St. Germain 555 Br. Versailles rechtes Uter 515 Br. do. linkes Ufer 300 Br. Strafsburg-Basel 315 G. Bordeaux-Teste —. Sambre-Meuse —. Leipzig-Dresden 92 ½ Br.
Köln-Aachen 85 Br. Cemp.-Centrale —.
—
chauspiele. Der Verraͤther, Der Seerzuber,
Koͤnigliche S
Sonntag, 27. Okt. Im Opernhause: Lustspiel in 1 Akt, von Holbein. Hierauf: großes Ballet in 3 Abth., von P. Taglioni. 3u dieser Vorstellung werden Opernhaus⸗Billets, mit Sonn
abend bezeichnet, verkauft. b Im Schauspielhause: Der Empfindliche, Lustspiel in 1 Akt, Lebruͤn. Hierauf: Der Zeitgeist,
frei nach Picard, von C. Lo
Possenspiel in à Abth., von C. Raupach. Montag, 28. Okt. Im Opernhause: Alceste, 8
Trauerspiel in 3 Abth., Musik von Gluck. Ballets von Hoguet. Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits geloͤsten, mit Sonn⸗
tag bezeichneten Opernhaus⸗Billets guͤltig; auch werden die dazu
noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Sonntag bezeichnet
seyn.
Im Schauspielhause: 1) zlichel Perrin, vaudeville en 2 ac- les, par Mr. NMelesville. 2) La seconde représemtation de: La de moiselle Majeure, vandeville nouveau en. 1 acte.
In Potsdam: Theater⸗Vorstellung.
Dienstag, 290. Okt. Im Schauspielhause: Die Stieftochter, Lustspiel in 4 Abth., vom Verfasser von Lüge und Wahrheit. Hieranf: Er requirirt, Liederspiel in 1 Akt, von 8* Schneider. Mittwoch, 30. Okt. Im Opernhause: Die Familien Tapu⸗ und Montecchi, Oper in 4 Abth., Musik von Bellini. als Gastrolle.)
Franzoͤsische Vorstellung.
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(Dlle. Hagedorn: Romeo,
Im Schauspielhause: Koͤnigsstäaädtisches Theater.
Sonntag, 27. Okt. Don Juan von Oesterreich, oder: Der Beruf. Historisches Gemaͤlde in 5 Akten, nach dem Franzoͤ⸗ schen des Casimir Delavigne, von De. Baͤrmann.
Montag, 28. Okt. Der böͤse Geist Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt. Zauberposse mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroyv. Musik von A. Muͤller. Dienstag, 29. Okt. Belisar. Oper in 3 Abth., von Sabt⸗ vatore Cammerano, uͤbersetzt von Johann Haͤhnel. Musik von Donizetti. (Dlle. Urban, neu engagirtes Mitglied dieser Buͤhne: Irene, als zweites Debuͤt.) Mittwoch, 30. Okt. Zum erstenmale: Posse mit Gesang in 3 Akten, Musik von A. Müuͤller.
PBerantwortlicher Redacteur Arnold. 8 8 — — —
Die verhaͤngnißvolle nach Holtei, von
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Nestroy.
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dsAetnrs 59 ctt ieen
Bekanntmachungen.
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Allgemeiner Anzeiger für die Preu
seln, ungefüttertem Brustblatt. gewöhnlichem Zaum ohne genden Morgen um 7 Uhr u Aufsetzzuͤgel mit Scheuklappen und rothem Stirnbande. selbst sie sodaan Rachmittags gegen
treffen und übernachten.
Snmeiessrief. Der hiesige Böttchermeister Carl Ludwig Hintze hat sich am 30. September oder 1. Oktober c. von einem hiesigen Fuhrherrn das unten näher beschriebene Fuhrwerk auf 2 Tage geliehen, angeblich, um damit nach Schwedt zu fahren; er ist jedoch nicht zurückge⸗ kehrt, sondern hat sich in Begleitung seiner Ehefrau Emilie, geb. Fischer, wahrscheinlich über Posen nach Warschau begeben, indem er einen Paß dahin erhalten hat. Die sämmtlichen Gerichts⸗ und Polizei⸗Behorden des In⸗ und Auslandes werden dienstergebenst ersucht, auf ßen unten näher beschriebenen Hintze vigiliren, im Betretungsfalle ihn verhaften, mit dem Fuhrwerke un⸗ ter sicherer Begleitung hierher dringen und an die Ex⸗ pedition der Stadtvoigtei⸗Gefängnisse abliefern zu las⸗ fen. Wir versichern die ungesäumte Erstattung der Kosten und den verehrlichen ausländischen Behörden Berlin, den 25. Oktober 1839. . Königl. Kriminalgericht hiesiger Residenz. Beschreibung der Person des Hintze und des Fuhr⸗ werks. Der Böttchermeister Carl Ludwig Hinde ist à8 Jahr alt, evangelischer Religion, 5 Fuß 1 Zoll roß, hat braune Haare und Bart, freie Stirn, schwarze Angenbraunen, blaue Augen, lange Nase, gewöhnlichen Mund, ovales Kinn und Gesicht und gesunde Gesichts⸗ farbe. Besondere Kennzeichen sind nicht vorhanden. Die Kleidungsstücke können nicht angegeben werden. Das Fuhrwerk, mit welchem der Hintze abgefahren ist, besteht in einem einsitzigen kleinen, grünlackirten und verdeckten Korbwagen ohne Federn. Die mit einem Verdeck versehene Sitzbank ist grün lackirt, mit hellem graublauen Tuche ausgeschlagen, oben mit 2 ledernen und darunter mit 2 tuchenen Taschen versehen. Vor der Sitzbank befindet sich eine große lederne Trommel. Der Korb ist an mehreren Stellen schadhaft und durch⸗ gescheuert, der Henkschemel ist von Eisen und die Tritte liegen fest an. An der Scheere befindet sich ein roher » unlackirter Klotz. „ Das Pferd ist ein hellbrauner Wallach, Langschwanz, circa 5 Fuß * Zoll hoch und 8 bis 9 Jahr alt. Die Hinterfüße sind bis an den Fessel weiß, die Vorderfüße is an die Kniece schwarzbraun. Es hat einen klei⸗ nen Steru an der Stirn und anf dem Ruͤücken weiße Druckflece. Das Czeschitr ist ein gewöhnliches Reise⸗ geschitr mit runden ledernen Strängen, lackirten Schluͤs⸗
Von „ Koblenz ⸗ Beun 8 Köln 8
Köln Bonn Koblenz
fort, ankommen
Dampfschiffahrt für
den Rieder⸗ und Mittel⸗Rhein. Duͤsseldorfer Gesellschaft.
Dienst zwischen Mainz und Rotterdam, in Korrespondenz mit London, terdam, Antwerpen und Ostende. Die rühmlichst bekannten Soote „Kronprinzessin von Agenturen in Aachen, Preußen“, „Herzeog von Hessen“, „Viktoria“, rg0 2 sämmtlich versehen mit Niederdruck⸗Maschinen aus den Personal⸗Karten für die berühmten Werkstätten von ler, fahren während des Mo — — t wegen, täglich zwischen Mainz und zent auf den Düsseldorf, aber unr noch füufmal wöchentlich zwischen Düsseldorf und dam
Tage nnd Stunden der Abfahrt.
1. S u
Mainz nach Düsseldorf täglich
Düsselvorf nach Arnheim täglich (mit Ausnahme Dienstags und Freitags) Mergens § Uhr, Arnheim nach Rotterdam täglich (mit Ausnahme Mittwochs und Samstags) Morgens 8 Uhr.
Von Rotterdam nach Emmerich täglich (mit Ausnahme Sonntags und Donnerstags) Morgens 6 ½ Uhr,
von Emmerich nach Düsseldorf täglich (mit Ausnahme Montags und Freitags) Morgens 7 Uhr, zig Prozen von Düsseldorf nach Koblenz töäglich Abends 11 Uhr, überdi
Zu Berg übernachten kommend, in Emmerich, folgenden Morgen 1G n ur 5 Uhr Rachmittags in Dusseldorf ein; sie setzen am der General⸗Steam⸗Navigation⸗ — G G nämlichen Abend um ermäßigten Preisen, fünfmal wöchent⸗In monatlichen L-ieferungen. wo sie anderen Tages gegen à Uhr Machmittags
und üderuachten, und von wo sie am fol⸗lüber
Mainz abf 7 ½ bis 8 Uhr in Düsseldorf an, am folgenden Morgen um 8. Uhr, zeitig in Arnbeim ein, weo sie wo sie am dritten Morgen um 8
VIa Rot⸗ kommen und übernachten.
Kreuznach, Schwalbach und Die Tarife sind Hin⸗ des laufenden
von Rassau“, „Erbgroßberzogin furt, „Gutenberg“ und „Komet“, willigst ertheilt.
Mauodslav's und von Mil⸗ tig für den Dienst Monats Oktoder, der spä⸗ den Vortbeil einer crion Tarif der Rückreise.
Rotterdam. Die Boote der Düsseldorfer
Thal.
Morgens 6 Ubr, renden Dampfschiffen der ] „ 1“ „ „ MNachm. 2½ „ 8 42
zwischen
2* Samstags, von Rotterdam nach London
bedeutende Ermäßigung im sonal⸗Billets, zugleich für die genommen, gültig
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Morgens 7 ½ * „ 4 3 10 ½ ⸗ „ Mainz „ „ Hbö
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General⸗Steam⸗Ravigation⸗ Ostende und London,
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11 Uhr die Fahrt nach Koblenz zu enorm lich, nämlich zweimal über
Ostende, und einmal
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ach Mainz abgehen, wo⸗dem Kontinent nach London,
Zu Thal kommen die Morgens um 6 abrenden Boote in der Regel Abends gegen Büreaus, Agenturen und Filial⸗Agenture verlassen Dusseldorf doerfer Gesellschaft und auf den und treffen Abends turen übernachten, und von
dam abgehen, wo sie Rachmittags gegen ³ Uhr
Jede speziellere Auskunft wird auf allen Bürraus und Agenturen der Gesellschaft, ferner auf ihren Fitial⸗ Cleve, Darmstadt, Ems, Frank⸗
Reduction von Funfzig Pro.. 8
den in genauer, direkter Verbindung mit den ausge⸗ zeichneten, die Königl. Großbritanische Post⸗Mail füh⸗
Geucral⸗Steam⸗Navigation⸗Compauy, Rotterdam und London, welche zweimal wöchentlich, nämlich Mittwochs und London nach Rotterdam, und von
Direkte Einschreibungen vom Rheine nach Lon⸗ don, oder von London nach dem Rheine, gewähren eine
für die Dauer des diesjährigen Dien⸗ sies, genießen außerdem eine Reduction von Funf⸗
jen es überdies der Wahl des Reisenden anheim, hin oder zurück, ohne Nachzahlung, mit den
oder zwischen Antwerpen eie Boote, von Rotterdam und London, zu gehen oder za kommen. — verlassen Emmerich am nen Reisende, welche sich der Boote Uhr und treffen gegen 4 bis Gesellschaft auf dem Rhein und der
über Antwerpeu von
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und eben so oft 1 pis „* Uhr ein⸗über dieselben Häfen von London nach dem Konrtinent reisen. —
um 6 Uhr von Rähere Auskunft über Tarif u. s. w. ist auf allen
u der Düssel⸗ Büreaus und Agen⸗ der General⸗Steam⸗Navigation⸗Compand in London, Rotterdam, Antwerpen und Ostende zu
Uyr nach Rotter⸗ haben.
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Literarische Anzeigen.
In allen guten Buchhandlungen Verlins, so wie in der Stuhrschen Buchhandlung in Potsdam nd bei Ed. Mever in
Wiesbaden, bderrit⸗ daseldst einzusehen. und Rückreise, gül⸗ Jahres, gewähren
Cottbus, ist zu haben: Kurze Feschichte 8G der Einfuͤhrung der in die “
Mark Brandenburg.
Von —
A. Mehring⸗
Diac. an St. Jacobi in Stettin.
2 ½ Bogen. Preis geh. 5 sgr. 8 Diese Schrift ist bestimmt, die Lücke auszufüllen, welche zwischen den größeren Werken, die denselben Gegenstand behandeln, für die
Reformation
Gesellschaft ste⸗
und denjenigen, die 8 Masse des Volkes oder für Kinder geschrieben sind, vorhanden ist. Sie ist in dem Sinne populair, es zu ihrem Verständniß keiner Gelehrsamkeit ben daß aber dazu eine lebhafte geistige Theilnahme ge⸗
dert wird. Berlin, im Oktbr. 1839. Hermann Schultzt. 8 andlungen
So eben ist erschienen und in allen Buchh irc zu haben, zu Berlin und Potsdam in der Srubrschen; Booten der Has Wesertha S
1“ von . Fr. Dingelstedt. 1“ Mit 36 Stahlstichen. Supplement zum malerischen une 8 romantischen Deutschland. Erste Lieferung. 1 jede mit 3 Stahlstiehen Qnart-Ausgabe 15 sgr. Theodor Fiseberg
abfahren.
Preise, und Per⸗ Hin⸗ und Rückreise
Rückreise, und stel⸗
Companvzwischen
Also kön⸗ der Düsseldorfer See⸗Dampfboote bedienen,
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und Text à 10 sgr. Cassel, im Sept. 1839.
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Kronik des Tages.
Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung
u Koͤnigsberg ist dem bisherigen zweiten der Sackheimschen Kirche zu Koͤnigsberg, Dr. Ernst Gottfried Schmidt, die erste Predigerstelle an genannter Kirche, und dem bisherigen Prediger und Lehrer am Friedrichs⸗Kollegium, Karl
Voigdt, die zweite Predigerstelle an derselben
Kirche verliehen worden;
zu Frankfurta. d. O. ist der Predigtamts⸗Kandidat Ernst Reymann als evangelischer Prediger zu Betten, Superinten⸗ dentur Dobrilugk, der Predigtamts⸗Kandidat Luͤders als Archi⸗ diakonus zu Kuͤstrin und Prediger zu Thamsel, Superintenden⸗ zur Kuͤstrin, und der zeitherige Prediger Ehrlich zu Wilmers⸗ dorf als Pfarr⸗Adjunktus zu Gusow und Plattkow, zweite Frank⸗ surter Superintendentur, angestellt und bestaͤtigt worden;
zu Liegnitz ist der Predigtamts⸗Kandidat Steinbruͤck als Ober⸗Diakonus an der leben⸗Frauen⸗Kirche zu Liegnitz bestaͤtigt worden; 1“ . 8 zu Magdeburg ist die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Altemark und das damit verbundene Diakonat an der evangelischen Pfarrkirche zu Egeln, Dioͤzes Gr.⸗Ottersleben, dem Kandidaten des Predigtamts, Rektor Konstantin Alexander Wulle zu Seehausen a. A., verliehen, zu der erledigten evangelischen Pre⸗ digerstelle in Koͤnigsmark und Wolterslage, Dioͤzes Werben, der Kandidat des Predigtamts Johann Friedrich Grabow, zu der erledigten evangelischen Pfarrstelle in Deutsch, Dioͤzes See⸗ ausen a. A., der Kandidat des Predigtamts Albert Herrmann feusen fcher, und der Kandidat des Predigtamts Karl August Mewes zum evangelischen Prediger zu Nitzahne, Bahnitz und Fnoblauch, Dioͤzes Alten⸗Plathow, berufen und bestaͤtigt worden; zu Erfurt ist die evangelische Pfarrstelle zu Wuͤlfingerode und Ascherode im Kreise Nordhausen, dem Kandidaten des Pre⸗ digtamts Friedrich Albert Brenning aus Tuchheim bei ziesar uͤbert ragen worden;
zu Arnsberg ist der Kandidat Friedrich Brechtefeld aus Wehringhausen als Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Herdecke bestaͤtigt worden;
zu Duͤüsseldorf ist der Pfarramts⸗Kandidat Karl Au⸗ gust Wortmann aus Barmen von der evangelischen Gemeinde u Ruhrort zum Prediger erwaͤhlt worden, und hat als solcher ie landesherrliche Bestaͤtigung erhalten.
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Nachrichten. C
Frankrei ch.
Paris, 22. Okt. Der Koͤnig kam heute nach den Tuile⸗ rieen, fuͤhrte den Vorsitz im Ministerrathe und kehrte gegen 5 Uhr nach St. Cloud zuruͤck.
Der Graf Toreno hat gestern mit seiner Familie Paris verlassen, um nach Madrid zuruͤckzukehren.
Der Oberst⸗Lieutenant von Senilhes, der sich fruͤher zu zwei verschidenen Malen, im Auftrage der Franzoͤsischen Regierung, zu Espartero begeben hatte, ist gestern als Courier nach Madrid gesandt worden.
Stephanie Girondelle sitzt noch immer im Depot der Polizei⸗Praͤfektur. Die Aerzte besuchen sie taͤglich mehreremal, um ihren Zustand zu beobachten, und da sich die Ueberzeugung befestigt, daß ihr Wahnsinn nicht verstellt ist, so wird sie wahr⸗ scheinlich heute noch nach der Salpetriere gebracht und dort einer sorgfältigen Behandlung unterworfen werden.
Herr Eulriot ist gestern gegen Abend bei Herbe, 6 den von Paris, gluͤcklich herabgekommen.
Die Thierbaͤndiger van Amburgh ist wieder voͤllig genesen und hat gestern seine Vorstellungen in dem Theater der Porte St. Martin wieder begonnen.
Das Journal des Debats sucht heute die Ansichten der Oppositions⸗Journale zu widerlegen und neuerdings zu beweisen, daß man dem Don Carlos unverzuͤglich die Freiheit geben koͤnne, oͤne neue Unruhen in Spanien befuͤrchten zu duͤrfen. Es sagt unter Anderem: „Kann man sich wohl im Ernste einbilden, daß sich die Insurrection vom Jahre 1833 wie⸗ erholen werde? Hat man sich wohl im Geiste einmal vorge⸗ sellt, welche Rolle Don Carlos spielen wuͤrde, wenn er neuer⸗ dings an der Spanischen Graͤnze erschiene? Vor kaum 2 Mo⸗ naten war sein Haupequartier in Estella; er hatte eine Armee, eine Regierung, Minister und sogar eine Opposition. Dies Alles hat er verloren, ohne einen Schuß zu thun. Seine Armee hat der Koͤnigin Isabella den Eid der Treue geleistet; seine Unter⸗ thanen haben ihn in Masse verlassen; sie haben mit den Cortes
nterhandelt und den Frieden verlangt, weil sie des Krieges muͤde waren. Wir wiederholen es: Don Carlos ist nicht besiegt wor⸗ den; er ist geflohen, nachdem ihn Alles verlassen hatte. Seine Flucht ist eine freiwillige Abdankung. Sieht man denn nicht in, daß die Pacification der Baskischen Provinzen, der einzigen, die im Stande waren, einen ernstlichen Krieg zu unterhalten, in Ereigniß ist, welches den Anspruͤchen des Don Carlos die etzte Chance raubt? Sieht man denn nicht ein, daß es eine oralische Unmoͤglichkeit ist, daß sich Don Carlos abermals jenen Provinzen als Fahne anbietet, die sich waͤhrend seiner Abwesen⸗ 8 insurgirt hatten, und die unter seinen Augen Frieden schlos⸗ üenen Erloͤschen seines Koͤnigthums in den Baskischen Pro⸗ ich 85- eine vollendete Thatsache. Dergleichen Kriege fangen ür . s von vorne an. Don Carlos vermag nichts mehr imaag. and; jenes Land vermag nichts mehr fuͤr ihn. Man m Sinne daß Don Carlos, indem er seine Freiheit verlange, habe, sich dem Cabrera zuzugesellen, un
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Berlin,
Montag den 28sten Oktobe
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Gebirgen von Aragonien die Rolle eines Guerilla⸗Chefs zu spielen. In der That, eine schoͤne Aussicht fuͤr einen Prinzen, der 5 Jahre lang in reichen und fruchtbaren Provinzen geherrscht hat, ohne sich daselbst erhalten zu können! Don Carlos sollte sich nach Frankreich gefluͤchtet haben, um uͤber Deutschland und Ita⸗ lien nach Spanien zuruͤckzukehren, woselbst fuͤr ihn kein einziger sicherer Landungspunkt ist. Er sollte 600 Meilen zuruͤcklegen, um von Navarra nach Aragonien zu gelangen, anstatt daß er, wenn dies seine Absicht gewesen waͤre, viel leichter mit der Es⸗ korte, die ihn nach Frankreich brachte, die Gebirge von Navarra haͤtte uͤbersteigen und sich nach Aragonien werfen koͤnnen. Eine Landung an den Spanischen Kuͤsten wuͤrde ein Akt der Verwegenheit und der Verzweiflung seyn, dessen Don Carlos nicht faͤhig ist. Wenn man Don Carlos gefangen hal⸗ ten wollte, bis die letzten Spuren des Buͤrgerkrieges in Spanien erloschen sind, so koͤnnte er leicht lebenslaͤnglich gefangen bleiben. Der eigentliche Buͤrgerkrieg ist zwar beendigt; die Zeiten ernst⸗ licher Gefahren fuͤr die Madrider Regierung sind voruͤber; aber wer will dafuͤr stehen, daß nicht noch lange Jahre hindurch ein⸗ zelne Provinzen durch Guerillas beunruhigt werden? Wem ist es unbekannt, daß Spanien seit 2000 Jahren der klassische Bo⸗ den der Guerillas ist, und wenn Don Carlos so lange als Staatsgefangener behandelt werden soll, bis in den wildesten Schlupfwinkeln von Aragonien und Castilien Ordnung und Ruhe wieder hergestellt ist, so wuͤrde eine unendliche Ver oͤgerung ein⸗ treten, die sich durch nichts rechtfertigen und En schuibehen ließe.“
Nach dem Memorial bordelais vom l9ten d. werden zwei Soͤhne des Infanten Don Franzisco de Paula, der eine unter dem Namen eines Herzogs von Cadix, der andere unter dem eines Herzogs von Sevilla (Titel, welche ihnen Ferdinand VII. in den Jahren 1822 und 1823 ertheilt hatte), demnaͤchst eine po⸗ litische Reise unternehmen; sie wuͤrden sich nämlich nach den Nord⸗Amerikanischen Staaten begeben, um dynastische Erinnerun⸗ gen in den angraͤnzenden, ehemals der Spanischen Krone unter⸗ worfenen Laͤndern zu erwecken. Man scheint darauf zu rechnen daß in Folge des Buͤrgerkrieges, welcher in diesem Augenblicke noch in den Mexikanischen Staaten wuͤthet, eine oder die andere Partei sich fuͤr diese Sproͤßlinge des alten Herrscherhauses erklaͤ⸗ ren moͤchte.
Der Courrier frangais zeigt die Wiederaufnahme der Unterhandlungen wegen eines Handels⸗Traktats zwi⸗ schen England und Frankreich an. Lord Palmerston häͤtte die Herren Bulwer, Attacheé bei der hiesigen Englischen Gesandschaft, und Mac Gregor zu Kommissarien ernannt. Die Franzoͤsischen Kommissarien waͤren die Herren von Freville und Greterin.
Herr Lerminierverlor bekanntlich vor einiger Zeit seine Popu⸗ laritaͤt dadurch, daß er die Stelle eines Requetenmeisters im außeror⸗ dentlichen Dienst annahm. Durch die Reform⸗Ordonnanz vom 18. Sep⸗ tember ist auch er auf die Liste derer gesetzt worden, welche an den Arbeiten des Staats⸗Raths keinen Antheil mehr nehmen sollen. Er hat nunmehr auch auf den Titel eines Requetenmeisters Verzicht geleistet. Wenn er wegen dieser Kraͤnkung seiner Eigen⸗ liebe jetzt wieder in die Reihen der Opposition zuruͤckkehrt, so wird auch fuͤr ihn die Erfahrung nicht ausbleiben, daß ein oͤffent⸗ licher Charakter in dergleichen eigennuͤtzigen Schwankungen ret⸗ tungslos zu Grunde geht. 8
Bei der Anzeige, daß jetzt saͤmmtliche Orangerieen der
offentlichen Gaͤrten wieder in die Gewaͤchshaͤuser zuruͤckgekehrt waͤren, bemerkt ein hiesiges Journal, daß allein im Garten des Palastes Luxemburg 170 Orangenbaͤume staͤnden.
Die hiesige Sparkasse hat in der abgelaufenen Woche an neuen Zuschuͤssen die Summe von 571,759 Fr. erhalten. Die Ruͤckzahlungen beliefen sich auf 457,000 Fr. — Die Verwal— tung der Pariser Sparkasse hat die Bestimmung getroffen, daß man fuͤr Kinder Einschuͤsse machen kann, welche bis zur Großjaͤhrigkeit derselben mit Zinsanhaͤufung aufbewahrt werden sollen. Auch fuͤr großjaͤhrige Personen koͤnnen dergleichen Einschuͤsse mit Angabe der Dauer der Zins⸗Anhaͤufung gemacht werden. In beiden Faͤllen aber werden vor Ablauf der festgesetzten Zeit weder Kapital noch Zinsen zuruͤckgezahlt.
Die gewoͤhnlichen Recensenten⸗Lobhudeleien scheinen in Pa⸗ ris nicht recht mehr ziehen zu wollen, und man nimmt deshalb zu dem „dramatischen Puff“ seine Zuflucht. So erzaͤhlt ein hie⸗ siges Journal folgendes erbauliches Geschichtchen: Ein Englaͤnder hatte eine so heftige Zuneigung zu der verstorbenen Madame Malibran gefaßt, daß er bei der Nachricht von ihrem Tode wahnsinnig wurde. Seit einigen Jahren in eine hiesige Irren⸗ Anstalt gebracht, hoͤrte sein Arzt von den glaͤnzenden Debuͤrs der Dlle. Pauline Garcia (Schwester der Madame Malibran) und wollte versuchen, welchen Eindruck ihre Stimme auf den Ge⸗ muͤthszustand seines Kranken hervorbringen werde. Bei der er⸗ sten Romanze sprang der Englaͤnder auf und rief: „Ich wußte wohl, daß sie nicht gestorben ist!“ Thraͤnen entstuͤrzten seinem Auge, und von dem Augenblicke an hat er seinen vollen Ver⸗ stand wiedererhalten. Man versichert sogar, daß er der Dlle. Pauline Garcia seine Hand angeboten habe.
Boͤrse vom 22. Okt. Man wollte heute an der Boͤrse wissen, daß in der Thron⸗Rede, bei Eroͤffnung der Kammern, nicht von der Renten⸗Konversion die Rede seyn wuͤrde, und in Folge dieses Geruͤchts stieg die 5proc. Rente auf 110.90. Die Spani⸗ sche aktive Schuld war heute sehr ausgeboten, und schloß zu 29 ¾.
Dagegen wurden die Belgischen Bank⸗Actien fortwaͤhrend gesucht,
und der Cours derselben stieg wieder auf 740.
Afrika. leans ist gestern hier angekommen. Sein Marsch durch unsere Provinz gleicht einem bestaͤndigen Triumphzuge. Sein Gefolge wird taͤglich durch herbeigeeilte Oberhaͤupter der Staͤmme ver⸗ mehrt. Als er sich unserer Stadt naͤherte, gingen ihm die Ka— lifass und Sheiks der Provinz, an der Spitze der Einwohner⸗ schaft, entgegen. Jeder Corporation wurde eine dreifarbige Fahne vorgetragen; dies geschah auch bei dem Mufti und den Ulema's. Die Lebhaftigkeit in dieser sonst so ernsten Bevoͤlkerung war be⸗ sonders dadurch erregt worden, daß der Herzog fuͤnf der vor⸗
6 nehmsten Einwohner, die, wegen einer Korrespondenz mit Achmed, . “ .“ ““ — 8 8 “““ 8
Konstantine, 13. Okt. Der Herzog von Or⸗
(geben nun aber die Widerlegung,
zum Tode verurtheilt waren, begnadigt hatte. Heute, am Jah⸗ restage der Einnahme von Konstantine, hielt der Prinz eine Re⸗ vue uͤber saͤmmtliche Truppen ab und vertheilte darauf an vier der vornehmsten Kalifa's oder Sheiks das Kreuz der Ehren⸗ Legion. Sie waren sehr stolz auf diese Auszeichnung, und ver⸗ sicherten aufs neue, daß sie dem Koͤnige der Franzosen mit Leib und Seele ergeben waͤren. Auch Ben Aissa, der Konstantine so kraͤftig gegen uns vertheidigte, so wie der 90jäͤhrige Mara⸗ bout El⸗Belid, haben das Kreuz der Ehren⸗Legton erhalten. Ein Marabout das Kreuz der Ehren⸗Legion! Welche Veraͤnderung in einer so e Zeit! Der Herzog von Orleans wird uͤber⸗ morgen seine Reise nach Milah und Setif fortsetzen 4† 8
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Großbritanien und Irland. 1 u 8 22. Okt. Morgen wird die Koͤnigin im Park zu Windsor in Gegenwart der Prinzen Ernst und Albert von Sach⸗ sen⸗Koburg, die sich fortwaͤhrend in der Gesellschaft Ihrer Ma⸗ jestaͤt befinden, begleitet von einem glaͤnzenden Generalstabe, eine große Truppenmusterung halten. Es soll jetzt bereits im Gehei⸗ men Rathe uͤber die Vermaͤhlung der Koͤnigin mit dem Prinzen Albert verhandelt worden seyn, und die Zeitungen wollen wissen, daß dieses Ereigniß, welches dem Parlamente bei seiner Wieder⸗ eroͤffnung offiziell angezeigt werden solle, im März oder in der ersten Haͤlfte des April stattfinden werde. Das Parlament ist vorlaͤufig in einer heute Mittag zu Windsor gehaltenen Gehei⸗ meraths⸗Versammlung vom 2isten d. ferner bis zum 12ten 88 zember prorogirt worden, und es wird, wie schon gemeldet, nicht vor Februar, der gewoͤhnlichen Eroͤffnungszeit, wieder zusammen⸗ kommen, wenn nicht unvorherzusehende außerordentliche Umstaͤnde eine fruͤhere Einberufung nöthig machen sollten.
Sir Edward Codrington hat das ihm uͤbertragene Hafen⸗ Kommando von Portsmouth angenommen; da dies ihn noͤthigt, seinen Sitz im Parlamente aufzugeben, so hat er bereits eine Abschieds⸗Adresse an seine Konstituenten gerichtet.
Die heutige Hof⸗Zeitung meldet die Ernennung des Lord Littleton zum Lord⸗Lieutenant der Grasschaft Worcester und auch die des Herrn Henry Southern, bisherigen Attachés bei der Englischen Gesandtschaft in Madrid, zum Gesandtschafts⸗Secre⸗ tair in Lissabon.
Herr von Brunow hat vor seiner Abreise aus England noch mehrere Tage bei dem Herzoge von Wellington in Wal⸗ mer⸗Castle zugebracht.
Der Herzog von Bedford, das Haupt der Familie Russell, ist am Sonntag fruͤh auf seinem Landsitze in Schottland gestor⸗ ben. Er war am 6. Juli 1766 geboren, hat also ein Alter von etwas uͤber 73 Jahr erreicht. Im Maͤrz 1802 vererbte der Herzogstitel auf ihn, nachdem sein Bruder Franeis, der fuͤnfte Herzog von Bedford, mit Tode abgegangen war. Der letztver⸗ storbene Herzog war zweimal verheirathet; von seiner ersten Frau, einer Tochter des Viscount Torrington, hinterläͤßt er drei Soͤhne, den Marquis von Tavistock, eigentlich Baron How⸗ land, nunmehrigen Herzog von Bedford, die Lords George und John Russell; von seiner zweiten, einer Tochter des Herzogs von Gordon, die ihn uͤberlebt, zehn Kinder. Der Verstorbene hatte fuͤnf Pairs⸗Titel, Herzog und Graf von Bedford, 15 quis von Tavistock, Baron Russell von Cheneys, Baron Russell von Thornhough und Baron Howland von Streatham. Er war Ritter des Hosenband⸗Ordens, Geheimer Nath, Recor⸗ der von Bedford, Direktor des Britischen Instituts, Patron des Russellschen Instituts und Doktor der Rechte. Bekanntlich ge⸗ hoͤrte er zu den entschiedensten Whigs; seine Einkuͤnfte werden auf jaͤhrlich 250— 260,000 Pfd. geschaͤtzt. Der jetzige Herzog ist 17 88 geboren, also jetzt 5 Jahre alt; er wurde 1822 unter dem Titel eines Baron von Howland zum Pair erhoben, nachdem er vorher mehrere Jahre die Grafschaft Bedford im Parlamente vertreten hatte. Er ist seit 1808 mit der aͤltesten Tochter des Grafen von Harrington, einer der Hofdamen Ihrer Majestaͤt, vermaͤhlt und hat von ihr einen einzigen Sohn, den nunmehri⸗ gen Marquis von Tavistock, der jetzt 31 Jahre zaͤhle. Mit dem Namen und den Guͤtern des erlauchten Hauses Russell erbt der jetzige Herzog auch die politischen Grundsätze des Verstorbenen.
Gestern und auch noch heute fruͤh war allgemein das Ge⸗ ruͤcht im Umlauf, Lord Brougham sey durch einen Ungluͤcksfall ums Leben gekommen, und die Blaͤtter aller Parteien, dem Grundsatz folgend: de mortunis nil nisi hene. fuͤllten ihte Spal⸗ ten schon mit langen Lobreden auf den vermeintlichen Todten.
aufs aͤrgste geschmaͤht, wußten nun nicht Worte genug zu finden, um seine großen Eigenschaften in das glaͤnzendste L. So hat denn der Er⸗Kanzler den Genuß, der auch sei heren Kollegen und alten Freunde, Herrn Scarlett, jetzigen Lord Abinger, einst zu Theil wurde, noch bet seinem Leben zu erfah⸗ ren, wie man nach dem Tode von ihm sprechen wuͤrde, denn er ist wirklich, wie man heute Abend aus einem “ von ihm weiß, ganz wohlauf und wird sich der ihm 8 gespendeten Lobeserhebungen in aller Behaglichkeit erfreuen koͤnnen. Das Geruͤcht hatte ausgesprengt, er habe eine terfahr „nem Gute Brougham⸗Hall aus gemacht, als Spazierfahrt von seinem Gu⸗ zham e. gen unmersotsen die Pferde durchgegangen seyen und den “ 8 ig haͤtten, wobei Lord Brougham unter die Raͤder gerathen oder don dem Hufschlage eines Pferdes getoͤdtet worden sey. Noch heut fruͤh glaubte man diese Nachricht so e ha een genblaͤtter sich viele Muͤhe gaben, moͤglichst ausfi rliche Derails mitzutheilen, die angeblich dem Briefe eines der Besleiter Lord Brougham's auf jener Spazierfahrt, des Herrn Shafto, an Herrn Montgomery entnommen seyn sollten. Die Abendblaͤtrer und der Globe unter an⸗ Lord Brougham'’s selbst den gegruͤndet, folgendermaßen:
geven erzaͤhlt nach einem Briefe den sich jenes Geruͤcht g. b Lord Brougham befand sich in einem Wagen mit Herrn Leader, dem bekannten Parlaments⸗Mitgliede, und einem errn Shafto nebst dessen Frau, die seine Gaͤste waren, als die re brach, die Pferde durchgingen, der Wagen umfiel und sehr beschaͤdigt wurde. Lord Brougham und seine Begleiter sind in⸗
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