dort verschanzt habe und diese Stellung mit sechs Regimentern besetzt halte.
Dieselben Rachrichten melden, daß d manischen Armee, 10,000 Mann stark, bei Karput standen, wo uͤber der Oberst der Kaiserlichen Garde, Mustapha Pascha, den Oberbefehl fuͤhrte, der fuͤnf andere Paschas unter seinem Kommando hatte. Die Milizen, der sogenannte Redif, ,* aufgeloͤst worden, und Jeder war mit seinem Teskere oder Ur⸗ laubsschein in seine Heimath zuruͤckgekehrt. 8
Bekanntlich hat die Englische Regierung vor ; . dem Vice⸗Köͤnige verlangt, er solle seine Truppen aus Yemen uruͤckziehen und die Verwaltung den einheimischen Hauvtlingen uͤberlassen. Folgendes ist der wahre Hergang dieser Sache. Der Britische Gouverneur von Aden, dieser. neuerworbenen Besitzung am rothen Meere, Herr Hens, hatte seiner Regierung berichtet,
Aegyptischer Truppen in dieser
daß in Folge der Anwesenheit 1 1 Pl vinz * sie die Glaubenswuth der Araber gegen die Englän⸗ 7 1
2 53 8 2 8 SF . 3 der anfeuern, Aden, . e — verurtheilt ist, ein bloßes Kohlen⸗Depot fuͤr die Ostindischen Dam̃ schiffe zu bleiben. Lord Palmerston ließ nach Empfang dieses Berichks durch den hiesigen Englischen Konsul, Herrn Campbell, an den Vire⸗Koͤnig die Forderung stellen, er moͤge augenblicklich seine Truppen aus jenen Landstrichen zuruͤckziehen und sich allein auf die Besetzung der heiligen Staͤdte beschraͤnken. Der Pascha suchte die Antwort auf diese Englische Note so lange als moͤglich hinauszuschie⸗ ben; aber gedraͤngt von Hrn. Campbell, gab er endlich schriftlich die Erklaͤrung ab, daß er, in Ruͤcksicht auf seine gegenwaͤrtige Lage und da seine Angelegenheiten noch nicht entschieden seyen, seine Truppen nicht aus Yemen zuruͤckziehen koͤnne, daß er aber in Zukunft sehen werde, was sich darin thun ließe. Auf diese Entgegnung antwortete der Englische Konsul, der Pascha moͤge sich nicht taͤuschen und vielleicht glaubenmit dieser Angelegenheit so verfahren zu duͤrfen, wie mit dem zwischen ihm und der Pforte obschwebenden Streite. Der vorliegende Streit sey ganz verschiedener Art, und er moͤge wohl bedenken, daß die Britische Regierung viel mehr zu fuͤrch⸗ ten sey, wo es sich um ihre eigenen Angelegenheiten und direkten Interessen handele, als wo sie vereint mit anderen Regierungen Maßregeln treffe. Da die letzte Erklaͤrung des Pascha von dem Konsul seiner Regierung mitgetheilt worden ist, so muß man abwarten, was dieselbe darauf antworten wird.
Der Herzog Paul von Wuͤrttemberg will die Reise nach Fasoglu in Sennaar machen. 88
“
8 Dirschau, 7. Dez. Durch fleißiges Bahngteßen ist es moͤglich geworden, bereits heute fruͤh die Passage uͤber die Eis⸗ decke der Weichsel fuͤr Pferde und leichtes Fuhrwerk frei zu ge⸗ ben. Hoffentlich wird sich nach dem heutigen Schneefall der Frost verstaͤrken und dadurch in kurzem eine sichere Passage fuͤr alles Fuhrwerk uͤber die Eisdecke stattfinden koͤnnen. Das Was⸗ ser faͤllt und steht heute 7 Fuß 4 Zoll. — Der uͤberall in einer Hoͤhe von 7 bis 8 Zoll gefallene Schnee laͤßt eine schoͤne Schlit⸗ tenbahn erwarten.
— — Breslau, 11. Dez. In dem abgelaufenen Kirchen⸗ jahre vom ersten Advent⸗Sonntage 1838 bis zu demselben 1839, sind hierselbst und in den zur Stadt eingepfarrten Vorstaͤdten und Doͤrfern gestorben, mit Einschluß der todtgeborenen Kinder, 3249 Personen und geboren 3595 lebend⸗ und 129 todtgeborene Kinder. Unter den Letzteren waren 606 unehliche. Getraut wurden 913 Paare. — In das Kranken⸗Hospital zu Allerheili⸗ gen sind vom 1. Dezember 1838 bis Ende November 1839 3273
Kranke aufgenommen worden, und am I. Dezember 1838 war
der Krankenbestand 263; mithin sind in dem abgelaufenen Kir⸗ chenjahre verpflegt worden 3536 Personen. Gesund entlassen worden sind 2815, gestorben 454, und zum 1. Dezember 1839 verblieben in der Pflege 269 Kranke als Bestand.
— — Magdeburg, 11. Dez. Nach den eingegangenen Berichten ist die diesfaͤhrige Aerndie im Regterungs⸗Bezirk Er⸗
die Truͤmmer der Os⸗
Breslau, 9. Dez. (Bresl. Z.) 4 Nacht vom 2ten zum 3ten d. M. zu Berlin entdeckte Komet ist, bei
.
5 %
——
1 % 241119 G.
furt in Flachs, Kartoffeln und Futterkraͤutern als eine sehr gute, in Oelfruͤchten als eine gute, in Halm⸗ und Huͤlsenfruͤchten als eine mittelmaͤßige und in Obst als eine geringe zu betrachten.
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Der von Herrn Galle in der
der ersten Aufheiterung seitdem, vom 7ten zum 8ten gegen Morgen, nach der angedeuteten Richtung und Geschwindigkeit seines Laufs, auch hier aufgefunden, und südwestlich unter H in der Jungfrau in 1010 ger. Aufst. und 1½ ° südl. Abweichung beobachtet worden. Seine Licht⸗ stärke ist offenbar im Zunehmen. In der verwichenen Nacht, vom sten zum 9ten, begann er schon sich einem scharfen unbewaffneten Auge zu zeigen. Er wird hiernach wohl bald vor der Morgendämme⸗ rung am südöstlichen Himmel links über Venus und Jupiter durch seinen Schweif kenntlich werden, der sich jetzt schon beinahe einen hal⸗ ben Grad lang im Fernrohre ausdehnt. v. B.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 12. Dezember. Abgang Seitdauer Zeitdauer
von Gerln. St. M. St. M. 8 52
Um 7 Uhr Morgens.. — „ 10 „ . — 5 43 — àaà I 55
b
Potsdam.
Um 8 ½ Uhr Mergens. I „ 12 „ Mittags.. Nachmitt.
—
„ 2 ⸗ Nachmitt... 8 „ 6 ⸗ Abends. — 58 üe 8
„ Abends... . 1 2 .„ „2272 1 9
1
—
Meteorologische Beobachtungen. Morgens Nachmittags Abends ach einrnialiger
1839. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
12. Dezember.
Quecwarme 6,40 R. 0,0 9 R. Rodenwärme 3,20 R. Ausdunstung 0,919 “Rh. Niederschlag 0. Wärmewechsel — 42 3,1 0. — 4,1 90 R. 80 Ct. SEoO.
Luftdruck....... 334,04“ Par. 333 62“ Par. Luftwärme...e 4,40 R. — 0,5 90 R. Thaupunkt. — 5,00 R. — 3,60 . — 3,80 R. Dunstsoͤrtigung 89 pCt. 62 pEt. 89 vCt. trübe. trübe. trübe. SSO. SSO. S. Wolkenzug ..... — 8. 1 — Jagesmittel: 333,62“ Par... — 2,7 9 R...
332,59“Par. 3,20 R. Flußwärme
2 — „2
h“] ö5u6 Den 13. Dezember 1839. 8 Hdmtlicher Fonds- und Ge tu-Cours-Zettel.
Pr. Gour. Pr. Cour. Brief. 1 Geld. Brief. † Geld.
108776 1925 ¾ 102 1 10:1 ⁄⅞
1025,„ 102 ⁄1 103 8. 72 1 71 ⁄½ A☛ 102 18 10111₰ 1021⁄½
1011/
1027 8
2 /
A b
8 4 Uvstpr. Pfandbr. 3¹* Pomm. do. 33 Kur- u. Neum. do. 27 Schlesische do. 3¼ Ceup. und Zins-
Gecb. d. K. u. N.— 96 Gold al marco — 216 Nene Dukaten — 18 ½
Friedrichzd'or And. Goldmün- ben Tit. 3 Diskonto
— —
St.-Sebuld-Seh. Pr. Eugl. Obl. 20. 4 PrümSch.d.Seeb.— Kurmärk- Obüg. 2 101³ Neum. Schuldv. 2* 101³ Berl. Stadt-Ubl. 4 103³ Kövuigsh. do. 4 — Elhiuger do. 44% — dito. o. 25 100 Dam. do. in Th. —47 ½ Westp. Prandhr. 28] 1021⁄12
Grossh. Pos. do. 41 104 h¼½ Z A c111 Amsterdam, 9. Dezemhber.
Niederl. wirkl. Schuld. 525⁄18. 5 % do. 995⁄16. 5 % Span. 237⁄16. Passive 6 ⁄1. Ausg. Sch. —. Präm.-Sch. —. Poln. —. Ocsterr. Met. 103 ¼.
Antwerpen, 8 Dezember. Zinsl. —. Neue Anl. 23 1. Frankfurt a. M., 10. Dezember. Oesterr. 5 % Met. 106 1 G. 4 % 99 ⅞. 995 g. 21½ % 57 ½ C.
V 101 ¼ V 3
Kanz-Rill. 24: 72. Ziusl. 7. Preuss
Bank-Actien 1922. 1930 Partal-Obl. 151 ⁄½ G. Loose zu 500 Fl. 144 ⅞. 144 ⅝eͦ. Loose zu 100 Fl. — Preuss. Präm.-Sch. 721 3 EC. do. 4 % Anl. Span. Anl. 8 %¾. 81 ½. 21 % Holl. 52³/1 6 Eisenbahn-Acgtien. St. Germain 575 klr. Versallles rechtes do. Unkes ÜUfer 325 Rr. Strafsburg-HBasel 315 C.
.21⸗;
521/7à2.
102 Br. Paln. Loose 7938. 70 0 -
Bordeaux-Teste —. Sambre- Meuse — Leipzig-Dresden 94 ½ E. Köln-Aacben 82 Br. Comp.-Centrale —. 8. Hamburg, I1. Dezember. Bank- Aetien 1600. Engl. Russ. 10612. London, 6. Dezember. Cons. 3 % —. Belg. 100 ½. Neue Anl. 24 ¼. do. 3 % 23 1. Engl. Russ. 1111 ½. Bras. 71 ½. Columb. 29 %i. Mex. 29 ½¼. Peru 17. Chili 38.
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Koͤnigliche Schauspiele.
Sonnabend, 14. Dez. Im Schauspielhause: Auf Begeh⸗ ren: Nathan der Weise, dramatisches Gedicht in 5 Abth., von G. E. Lessing. 8
Sonntag, 15. Dez. Im Opernhause: Fernand Cortez, Oper in 3 Aöch., Musik von Spontini. Ballers. von Hoguet.
Im Schauspielhause: Die Schoͤngeister in der Livree, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: Die Einfalt vom Lande, Lustspiel in 4 Abth., vom Dr. C. Toͤpfer.
Nontag, 16. Dez. Im Schauspielhause: Zum erstenmale wiederholt: Ein Tag der Abenteuer, komische Oper in 3 Abth., Musik von Mehul. Hierauf: Das Stelldichein, komische Oper in 1 Akt, Musik von N. Isouard. 8
Koͤnigsstaͤdtisches Theater. Sonnabend, 14. Dez. Auf hoͤchsten Befehl: Zum ersten⸗ male: Lucretia Borgia. Oper in 3 Akten, nach dem Jealiani⸗ schen des Romani, uͤbersetzt von Claͤpius. Musik von Donizetti. Sonntag, 15. Dez. Der Minister und der Seidenhaͤndler, oder: Die Kunst, Verschwoͤrungen zu leiten. Lustspiel in 5 Akxen, nach dem Franzoͤsischen des Eugen Scribe, uͤbersetzt von Karl Riemann, fuͤr die Koͤnigsstaͤdtische Bühne eingerichtet von A. Wolff. 88. dem herannahenden Schluß des Jahres werden alle Diejenigen, welche Forderungen an die Haupt⸗Kasse des Lem. staͤdtischen Theaters haben, aufgefordert, sich mit ihren desfallsi⸗ gen Rechnungen und Anspruͤchen, vor Ablauf dieses Monats, in den Vormittagsstunden bei dem Rendanten gedachter Kasse zu melden und, nach Befund der Richtigkeit, sofortige Zahlung zu gewaͤrtigen. Berlin, den 13. Dezember 1839. Die Direction des Koͤnigsstaͤdtischen Theaters.
Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 12. Dezember 1839. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf., auch 5 Ssr.; Roggen 1 Rihlr. 17 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr.; große Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr.; kleine Gerste 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Hafer 1 Rthlr., auch 27 Sgr. 6 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf.; Lin⸗ sen 2 Rthlr. 20 Sgr. Eingegangen sind 178 Wispel 12 Scheffel. Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 25 Sgr., auch 2 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf. und 2 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr.; kleine Gerste 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.; Hafer 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf. Eingegangen
sind 973 Wispel. Mittwoch, den 11. Dezember 1839. Das Schock Stroh 7 Rthlr., auch 6 Rthlr. 5 Sgr. Der Cent⸗
ner Heu 1 Rthlr., auch 20 Sgr.
Branntwein⸗Preise vom 6. bis 12. Dezember 1839. von 200 Quart, nach Tralles 54 pCt., nach Richter 30 pEt., gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: Korn⸗Braunt⸗ wein 20 Rthlr., auch 19 Rthlr. Kartoffel⸗Branntwein 17 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 17 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf.
Kartoffel⸗Preise. 8 Der Scheffel Kartoffeln 17 Sgr. 6 Pf., auch 11 Sgr.
82—
Verantwortlicher Redacteur Arnold. —ysgggnnéö;— —
Gedruckt bet A. W. Hayn.
——
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All
Bekanntmaͤchungen.
GI66611
. 19 7 “ ⸗ d 5 r Anzeiger fuͤr die Pr Bekanntmachung. „IHier will ich nur so viel sagen, Die Fürstliche Rentkammer hierselbst hat Amte Varenholz gelegene, von der ürst Lehnkammer lehnrührige Gut Heidelbeck, nach vorhe⸗ une
das im nem Cefühl dieses Gedicht an der hiesigen Fürstlichen hinreissender Gewalt der Leidensc 17 -
eußischen Sta In der Unterzeichneten ist erschienen und durch alle 1
Pathos und Erhos, an Buüͤchhandlungen zu erhalten (in Berlin bei L. Hold⸗ hafe wie en Hoheit Königsstraße Nr. 62, neben der Post):
1 Zartheit der Gesinnungen, schwerlich übertrof-
dafs nach mei-
Rietz, Erzählungen und Gedichte zur Belebung des sittlich⸗religkösen Gefühles. Ein Beihnachts⸗ und
2 Rthlr.
Der Privatschreiber Hugo Friedrich Alexander
Apel hat sich am 1. Dezember c. des Diebstahls und der Unterschlagung von Geldern, verbunden mit Fäl⸗ schung einer öffentlichen Urkunde, schuldig gemacht und der Untersuchung durch die Flucht sich entzogen.
Alle resp. Civil⸗ und Militair⸗Behörden des In⸗ und Auslandes werden dienstergebenst ersucht, auf den un⸗ ten näher beschriebenen Apel ihr Augenmerk zu rich⸗ ten, im Betretungsfalle ihn verhaften, mit den bei ihm sich vorfindenden Geldern und Sachen unter siche⸗ rer Begleitung hierher transportiren und in die Expe⸗ dition der Stadtvoigtei⸗Gefängnisse, Molkenmarkt Nr. 1, abliefern zu lassen. Wir versichern die ungesäumte Er⸗ siattung der Auslagen und den verehrlichen auslän⸗ dischen Behörden eine gleiche Rechtswillfährigkeit in ähnlichen Fällen.
Berlin, den 11. Dezember 18390. Koönigliches Kriminalgericht hiesiger Residenz.
Persons⸗Beschreibung. Der Privatschreiber Apel ist 24 Jahr alt, aus Tan⸗ germünde gebürtig, evangelischer Religion, etwa 5 Fuß à Zoll groß und von schlanker Statur. Er hat blon⸗ des Haar, hohe Stirn, blaugraue Augen, gewöhnliche Nase und Mund, röthlichen Stutzbart, spitzes Kinn, polles Gesicht, gesunde Gesichtsfarbe und schielt mit dem rechten Auge. Bei seiner Entweichung war er bekleidet mit einem neuen olivenfarbenen oder dunkel⸗ braunen Tuchüberrock mit abgerundeten Klappen, vorn in den Schößen mit seidenem Zeuge und hinten mit Kattun gefüttert und mit Schnur besetzt, mit einem schwarzen, kleinen und alten Tuchüberrock, einer weiß⸗ estreiften Trilinitweste mit Chably⸗Kragen, schwarzen Fuchhosen über die Stiefeln zu ziehen und wahr⸗ scheinlich mit einer Tuchmütze. 18
Freiwilliger Verkauf. 1“ Stadtgericht zu Berlin, den 20. April 1839. Das am Wilhelmsplatz Nr. 6 belegene Grundstück der Erben des Kaufmanns André Arnons, tarirt zu 28,180 Thlr. 17 sgr. 2 pf., soll zum Zweck der Ausein⸗
andersetzung am 28. Januar 1840, Vormittags 11 Uhr,
geschlossen werden sollen.
riger Allodification desselben, durch einen mit dem fen werden kann.
Oder⸗Lieutenant von Westphalen zu Altmühl in Pom⸗ mern abgeschlossenen Kauf⸗Kontrakt eigenthümlich an sich gebracht. Auf Antrag des Anwalts Fürstlicher Rentkammer werden alle diejenigen, welche auf das genannte Gut Heidelbeck Ansprüche irgend einer Art 2 haben glau⸗ ben, aufgefordert, dieselben in dem auf den 27. De⸗ zember, Morgens 11 Uhr, dazu angesetzten Ter⸗ mine vor dem unterzeichneten Gerichte so gewiß an⸗ zumelden und zu begründen, als sie sonst damit aus⸗ v Detmold, den 24. Oftober 1839. Fürstl. Lippische Justij Ball
»Kanzlei. orn Rosen.
2 E e
Die Coupons⸗Bogen zu den Holländischen ö5proc. Obligationen oder Inscriptionen à 1000 Gulden Nr. 10,027 bis incl. 10,031 sind verloren gegangen; der inder derselben wird gebeten, solche Jerusalemerstraße Nr. 18 1 Tr. h. bei Hrn. Franz Mitschke gegen eine angemessene Belohnung. adzugeben, indem bereits alle Vorkebrungen getroffen sind, daß selbige Niemanden, außer dem rechtmäßigen Eigenthümer, von Nutzen seyn können.
Literarische Anzeigen. Weihnachtsgeschenk. 8 In unserm Verlage ist vor kurzem in höchst ele- ganter Ausstattung erschienen und als werthvolle Weihnachtsgabe besonders zu empfeblen: Nalas und Damajanti. Eine Indische Dichtung aus dem Sanskrit übersetzt von Franz Bopp. Mit einem äufserst saubern Titelbiläe und Umschlag, in Farbendruck. Gebanden 1 Phfr. 20 sgr. Dieses Gedicht ist eine Episode des Mahaà-Bharata, und zwar die grösste, untern den Indern die berühm- teste und ohne Zweifel die schönste jenes riesen- haften Epos. Ueber den ästhetischen Werth dessel- ben urtheilt A. W. v. Schlegel in seiner Kritik
Es ist ganz dazu gemncht, Alt und Jung anzusprechen, Vornehm und Gering; die- Kenner der Kunst und die, wel he sich blofs ihrem natürlichen Sinne überlassen. chen in Indien unendlich volasmäfsig und verschie- dentlich in neueren Formen und Mondarten behan-. deit worden. Dort ist die heldenmüchige Treue und Ergebenheit der Damajanti eben so beruhmt als d. e der Penelope unter uns; und in Europa, dem Sam- melblatz der Erzeugnisde alser Welttheile und Zeit- alter, verdient sie es ebenfalls zu werden.“ NRicolaische Buchhandlung in Berlin (Bröderstrasse No. 13), Elbing und Thorn.
In meinem Verlage ist so eben erschienen und durch alle Buchbandlungen zu beziehen, namentlich durch E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn No. 3), Posen, Bromberg, Culm, Gnesen und Inowraclaw;: p. Peremnti Comoediae eum scholus Acsi Donati er Eugraphi commentariis edidit K. Klotz. Vol. II. Adelphos. IIecyram, Pbormienem continens. 8 maj. 3 Thlr. Vol. I., we ches im vorigen 4†hre erschienen jst, kostet auch 3 Thlec. In dieser neuen Bearbeitung des Terenz und sei- ner Ausleger ist der Herr Herausge' er bemünst ge⸗ wesen, nicht nur den Text des b hters auf eine genauere diplomatische Grundlage zurtekführen son- dern auch die bisher so seur vernachw ässigten Scho- lien des Donatus, der ein so wesentliches Ifülfs- mittel so zur Erklärung des Textes selbst, wie zur Erkenntnifs des Alterthums überbaupt liefert, so weit als es mit den ihm zu Gebote stehenden älteren Ausgaben möglich war, zu berichtigen und zu ver- vollständigen. Es wird also von meiner Seite die- ses neue Werk mebr einer Ankündigung als einer Empfehlung bedürfen. Auch sind dem Werke dop- pelte Register zu den inhaltreichen Scholien des Donatus beigegeben, von denen das eine die Sachen, das andere die citirten Schriftsteller nachweist. zLum Gebrauch unf Schulen und Universitöten sind die einzelnen Stücke des Terenz mit den zu ihnen gebörenden Scholien auch cinzeln abgedruckt worden.
an der Gerichtsstelle sese werden. Taxe und Hppothekenschein sind in der Registratur einzuseben.
Z11I1Iq
der ersten Text-Ausgabe (Indische Biblioth. S. 98) Wie folgtt ..8 b““ u“
Leipzig, im November
jener frühen Zeit, fasser des
Geburtstagsgeschenk für Kinder von 9— 12 Jah⸗ ren. Preis geb. 17 ⅞ sar.
Auch ist das Mähr-. C. Löffler's Buchhdlg. (C. Hingst) in Stralsund⸗
Vaterländisches Weihnachtsgeschenk. Das Kreuz in der Mark 1 von Carl Seidel. Elegant kart. 1 Thlr. 15 sgr.
Bei dem durch die Reformationsfeter so allgemein angeregten Sinne für die Glaubensgeschichte im Va⸗ terlande kann es nur von höchstem Interesse seyn, sichere Kunde zu vernehmen von der ersten Einführung des Christenthums in der Mark; die Jahrhunderte wäh⸗ renden blutigen Kämpfe mit dem Heidenthume, die⸗ ansprechenden Legenden und heimischen Volkssagen aus giebt der rühmlichst bekannte Ver⸗ „Charinomos“ hier in edelster poetischer Form, worüber, wie über den gediegenen Werth dieses echt vaterländischen Werkes im Allgemeinen, die Kri⸗ tiken des In⸗ und Auslandes sich bereits vollständig. ausgesprochen haben. Sauber gebundene Exemplare⸗ dieser auch für die erwachsene Jugend ganz besonders geeigneten Weihnachtsgabe sind stets vorräthig.
Plahnsche Buchhandlung (L. Nitze),
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Wergr⸗
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1 aa-Ib. 210 898 „
Berlin, Sonntag den l5ien Dezember
——— —
lImtliche Nachrichten Kronik des Tageös.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Geschwistern August Wilhelm, Laura Wilhelmine Charlotte und Wilhelm Ferdinand Schaͤring den Adelstand und die Landesherrliche Erlaubniß zu ertheilen geruht, den Namen und das Wappen ihres Adoptiv⸗Vaters, des Premier⸗Lieutenants von Koͤthen an⸗ zunehmen, und sich in Zukunft Schaͤring genannt von Koͤthen nennen und schreiben zu duͤrfen.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Schichtmeister Thomas u Langenbogen, im Regierungs⸗Bezirk Merseburg, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geriyhtet.
3 Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung
zu Gumbinnen ist dem bisherigen Praͤzentor Otto David Koͤhler aus Picktupoͤnen die erledigte zweite Predigerstelle an der Deutsch⸗lutherischen Kirche zu Tilsit, Kreises gleichen Namens,
und dem bisherigen Rektor Gustav Adolph Leopold Hecht
die erledigte Prediger⸗Adjunktur an der evangelischen Kirche zu Pillkallen, Kreises gleichen Namens, verliehen worden;
u Potodam ist der Kandidat Adolph Friedrich Hein⸗ dorff als Prediger zu Lindenberg, der bisherige Prediger in Stuͤlpe, Karl Friedrich Wilhelm Hermanni, als Prediger zu Krahne, der Kandidat Karl Julius Rißmann als Pre⸗ diger zu Stuͤlpe, der bisherige Prediger in Prietzen, Karl Fer⸗ dinand Schulze, als Prediger zu Strodehne, der bisherige Pfarr⸗Adjunkt in Marwitz, Christian Adam Schuͤtze, als Prediger daselbst, der bisherige Prediger und Rektor in Zossen, August Friedrich Eduard Kahlbau, als Prediger zu Se⸗ geletz, der bisherige Prediger in Craatz, Friedrich Kaudel, als Prediger zu Teupitz, der Kandidat Wilhelm Peter Abra⸗ ham Rouvel als Prediger der Franzoͤsisch⸗reformirten Gemeinde zu Schwedt und der Kandidat Karl Ludwig Ferdinand Tournier als Prediger der Franzoͤsisch⸗reformirten Gemeinde zu Straßburg angestellt worden;
zu Stettin ist der Pastor Schlichting, bisher in Bur⸗ senfelde, als Pastor zu Isinger in der Synode Pyritz angestellt worden;
zu Stralsund tritt der bisherige Pastor substitutus zu Alten⸗ saͤhr, Joachim Daniel Rosenkranz, als Pastor ordinarius daselbst ein, und ist der Kandidat Karl Wilhelm Schwing als Pastor zu Samtens berufen worden; 8
zu Oppeln ist dem zeitherigen Kapellan Joseph Slawik u Rauden die erledigte Pfarrei zu Deutsch⸗Zernitz, Kreis Tost⸗ Gleiwitz, verliehen worden;
zu Minden ist die erledigte Pfarrstelle in der Altstadt Warburg dem seitherigen Pfarrer zu Arolsen, Johann Franz Willcke, verliehen worden;
zu Koͤln ist der evangelische Predigtamts⸗Kandidat Karl Johann Krafft zum Pfarrer der verenigten Gemeinden zu Hlamersheim und Großbuͤllesheim erwaͤhlt und bestätigt worden.
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na. Freonkreich
Paris, 9. Dez. Heute publiziren die offiziellen Blaͤtter einen Bericht des Marschalls Valée vom 30. November, wel⸗ cher zwar die unheilvollen Geruͤchte uͤber neue Niederlagen in Afrika nicht bestatigt, aber auch nicht geeiagnet ist, die Besorg⸗ nisse fuͤr die naͤchste Zukunft gänzlich, zu beseitigen. Der Mar⸗ schall sagt im Eingange seines B.
Berichtes, daß seit Abgang des letzten Couriers keine wichtige Veranderung in der dortigen Lage stattgefunden habe. Man bereite sich von beiden Seiten auf den Krieg vor. Aodel Kader rufe die Voͤlkerschaften zu den Waffen, scheine indeß nicht uüͤberall auf eine große Sympathie zu stoßen. Der Marschall hat allen Franzosen und Eingebornen vorgeschrie⸗ ben, Einige Kolonisten haben ihre Häͤuser in Vertheidigungs⸗Zustand gesetzt, und sind von dem Marschall mit Waffen und Lebensmit⸗ teln versehen worden.
trirung auf mehrere Hauptpunkte zu bewerkstelligen.
iüden die nur zur Beaufsichtigung der Diebe errichtet waren, er⸗ ch
hheinen von dem Augenblick an, wo der Krieg erklaͤrt war, von keiner Wichtigkeit mehr. Einige derselben haͤtten ohnehin in der schlech⸗ In der Provinz
ten Jahreszeit nicht behauptet werden koͤnnen. Oran hat, den Berichten des Generals Gueheneuc zufolge, bis
zum 28. November noch kein Akt der Feindseligkeit stattgefun⸗
den, und man glaubt, daß dieser Zustand der Dinge bis zur Abreise des Agenten Abdel Kader's fortdauern werde. Provinz Konstantine hat Achmed Bei versucht, einige benach⸗
barte Stämme durch den Reiz der Pluͤnderung an sich zu zie⸗ Aber dies ist ihm nicht allein nicht gelungen, sondern jene Staͤmme haben die Reiterci Achmed's feindlich behandelt, und Der General Galbois meldet, daß eine kuͤrzlich stattgehabte Terrain⸗Versteigerung die besten Resultate
hen. 7 seiner Leute getoͤdtet.
geliefert habe, woraus zu schließen sey, daß das Vertrauen der Bevoͤlkerung zu der Macht Frankreichs unerschuͤttert sey.
truͤbend.
Kuͤste von Afrika vielen Schaden angerichtet.
genscheinlich nur ein Auszug aus den Mittheilungen des Mar⸗
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schalls Valée an die Regierung ist, giebt weniger eine Norm fuͤr die gegenwaͤrtige Lage der Dinge, als die Betrachtungen einiger Journale. So sagt z. B. das e des Débats. „Beim Abgang der Depeschen aus Algier schien man eine Empoͤrung von Sei⸗ ten der Maurischen und Arabischen Bevoͤlkerung zu fuͤrchten. Diese Befuͤrchtungen, welche die Vorsicht der Behoͤrden nicht unberuͤck⸗ sichtigt lassen darf, scheinen indeß nicht ernstlich begruͤndet zu seyn. Es koͤnnen allerdings Emissaire des Abdel Kader uͤbertriebene Ge⸗ ruͤchte verbreitet haben, um den Fanatismus jener Bevoͤlkerung wieder zu erwecken; aber sie sind entwaffnet, sie werden genau beaufsichtigt, und uͤbrigens haben die Mauren auch nicht jene Energie des Charakters, welche zur Rebellion erforderlich ist. Ein wichtigerer Umstand ist das Erscheinen des vormaligen Bey von Konstantine an den Ufern der Seybuse, wo er den Weg von Bona nach Konstantine abschneiden und auf diese Weise die Hauptverbindung zwischen letzterer Stadt und dem Meere hemmen zu wollen scheint. Es unterliegt keinem Zwei⸗ fel, daß der vormalige Bey Achmed mit Abdel Kader einverstanden ist; und so koͤnnen mehrere große Distrikte der Provinz Konstantine gegen uns aufgeregt, oder durch jene beiden Haͤuptlinge gepluͤndert werden. In der That kann Abdel Kader, waͤhrend der General Galbois sich nach der Seybuse be⸗ giebt, um seine Verbindungen zu sichern, mit einem Theil seiner Truppen von Medeah sich auf Setif werfen, waͤhrend der andere Theil dem Marschall Valse gegenuͤber bleibt, der bis zur An⸗ kunft der Verstaͤrkungen auf die Defensive beschränkt wird. In der Provinz Oran endlich muͤssen wir, wenn die Sraͤmme sich gegen uns auflehnen, worauf man gefaßt seyn muß, eine starke Kolonne detachiren, um Arzew, Mosta⸗ ganem und Mazagran zu beschuͤtzen. Große Schwierigkei⸗ ten erheben sich also von allen Seiten; wozu wuüͤrde es nuͤtzen, dies zu verheimlichen? Aber wir werden dieselben uͤberwinden, und wir zweifeln nicht, daß die Krisis selbst zum Nutzen unserer Niederlassung ausschlagen wird, indem wir fortan mäachtigere Huͤlfsmittel als jemals aufbieten, um un⸗ sere Herrschaft in Afrika zu befestigen. Der Tag ist nicht ent⸗ fernt, wo Frankreich endlich den Lohn fuͤr seine edelmuͤthigen Opfer einaͤrndten und der Welt zeigen wird, daß es auch beharr⸗ lich zu seyn weiß.“ Der. Constitutionnel! enthaͤlt Briefe aus Algier vom 30sten, denen zufolge die Berichte aus der Ebene sehr Besorgniß erregend waren. Man versicherte, daß Abdel Kader, an der Spitze von 6 bis 8000 Reitern, unsere Truppen fortwaͤhrend beunruhige, und daß der Marschall den Verstaͤrkun⸗ gen aus Frankreich sehnlichst entgegensehe. In Algier selbst sind mehrere Verhaftungen vorgenommen worden, und die Kanonen der Forts sind auf die Stadt gerichtet.“
Der Moniteur Algerien publizirt nachstehendes Schrei⸗ ben des Koͤnigs an den Marschall Valée aus den Tuilericen vom 19. Nov. datirt. „Mein lieber Marschall. Nachdem Ich vor zwei Jahren das Gluͤck gehabt habe, Meinen Sohn, den Herzog von Nemours, unter Ihren Befehlen an den ruhmvollen Waf⸗ fenthaten bei der Einnahme von Konstantine Theil nehmen zu sehen, ist es fuͤr Mich ein wohlthuendes Gefuͤhl, Mir neuer⸗ dings mit Ihnen zu dem Antheil Gluͤck zu wuͤnschen, den Mein Sohn, der Kronprinz, an dem glanzenden Unternehmen genom⸗ men hat, welches Sie so wohl ausgedacht, und so geschickt aus⸗ gefuͤhrt haben. Ich sehe immer mit lebhafter Genugthuung Meine Soͤhne in den Reihen unserer tapfern Soldaten, ihre Strapazen, ihre Leiden und ihre Gefahren theilend, und Ich bin der Dolmetscher der National⸗Stimme, indem ich Ihnen die Dankbarkeit Frankreichs und die, von der mein Herz durch⸗ drungen ist, bezeuge, und Sie ersuche, eben diese Dankbarkeit unserer tapferen Afrikanischen Armee auszudruͤcken. Sie kennen
list Sn Eifersucht unserer Nachbarn auf die Kuͤste der Ar⸗ gentinischen Republik gerichtet. Man kann sagen, daß der Arg⸗ wohn des Kabinets von St. James viel dazu beigetragen hat, die Erkaltung, die man in den Verbindungen zwischen den Ka⸗ binetten Frankreichs und Englands bemerkt, herbeizufuͤhren. Es ziebt keinen Tag, wo sich nicht die Englischen Blätter mit der Blokade von Buenos⸗Ayres beschaͤftigen und daruͤber spre⸗ hen, daß man zu Paris die Vermittelung Englands abgelehnt hat. Sie behaupten, man bereite eine zweite militai⸗ rische Expedition gegen Buenos⸗Ayres vor, und zu diesem Zwecke mache man große Ruͤstungen in unseren Seehaͤfen. In einem Englischen Blatte liest man das Schreiben eines Handelsmannes aus Westindien, der folgende Nachrichten als zuverlaͤssig mirtheilt: „Ein Agent von Montevideo ist zu Paris mit der Aufforderung an den Koͤnig der Franzosen angekommen, Besitz von jener Hauptstadt und der umliegenden Gegend zu nehmen. Das ist das Wesen der Mission des Herrn Elaury. Es ist klar, daß man üͤber diesen Vorschlag mit den Franzoͤsischen Agenten uͤbereinge⸗ gekommen war.“ Hieruͤber laͤßt sich nun der Englische Handels⸗ mann in langen Declamationen aus. Es waͤre in der That zu wuͤnschen, daß die Franzoͤsische Regierung in diesen entfernten Gewaͤssern den kommerziellen Einfluß Englands zu neutralisiren suchte; allein unser Kabinet ist nicht an solche kraftvolle Hand⸗ lungen gewoͤhnt.“ Boͤrse vom 9. Dezember. Das Sinken der Franzoö⸗ sischen Fonds hat heute fortgedauert. Die 3proc. Rente ist von 80. 75 auf 80.50 und die 5 proc. von 112.45 auf 112.05 ge⸗
fallen. Es waren Geruͤchte aller Art verbreitet, um diese ruͤck⸗
gaͤngige Bewegung zu erklären. Man sprach abermals viel von
einer ausgedehnten Bonapartistischen Verschwoͤrung, die von der
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Polizei entdeckt worden sey, und deren Plan es gewesen waͤre,
Paris an allen vier Ecken anzuzuͤnden. Man ging sogar so weit, sen behaupten, daß der Prinz Louis Napoleon verhaftet worden ey, und daß große Quantitaͤten von Waffen und Munition in Beschlag genommen worden wären. Auch versicherte man, daß in einem, vorgestern Abend gehaltenen Minister⸗Conseil beschlossen worden sey, daß in der Thron⸗Rede die Renten⸗Reduction an⸗ gekuͤndigt werden solle. Dies Geruͤcht genuͤgte, um bedeutende Verkaͤufe zu verlassen. Eisenbahn⸗Actien waren gesucht. Ver⸗
sailles, rechtes Ufer, stieg auf 522, linkes Ufer auf 325/‚. e
Großbritanien und Irland. London, 7. Dez. Auch der ministerielle Globe erklaͤrt sich jetzt zu der Anzeige ermaͤchtigt, daß das Parlament zum 16. Ja⸗ nuar werde einberufen werden. Am Donnerstag, wo das neue Porto nach dem Gewicht, mit 4 Pence, dem niedrigsten Satz fuͤr einen einfachen Brief von ½ Unze anhebend, zum erstenmal erhoben wurde, hat sich, ministe⸗ riellen Blaͤttern zufolge, die Zahl der durch das hiesige Postamt befoͤrderten Briefe um 12,000 vermehrt. Fruͤher naͤmlich war die Zahl der Briefe, die hier taͤglich befoͤrdert wurden, 36,000, und am Donnerstag belief sich dieselbe auf 48,000. Der Ausfall an der Einnahme betrug an demselben Tage, im Vergleich zu dem vorhergegangenen Donnerstag, 700 Pfd. In einem Couvert befanden sich 13 verschiedene Briefe, die auf so duͤnnes Papier geschrieben waren, daß sie zusammen nur ½ Unze wogen, also nur das einfache Porto zu zahlen hatten. 11 Heute fruͤh wurde eine Ladung Bauholz, aus Truͤmmern des bei Spithead versunkenen Linienschiffs Royat George“, die durch die Operationen des Oberst Paisley heraufgefoͤrdert wor⸗ den, nach der Admiralitaͤt gebracht. An der Boͤrse hieß es gestern, daß die Herren Rothschild
und Sohn es unternommen haͤtten, fuͤr Herrn Jaudon auf Rech⸗
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ich unter den Schutz der befestigten Punkte zu begeben.
„Die Ereignisse, welche sich vorbereiten”“, heißt es weiter, „haben mich veranlaßt, eine allgemeine Konzen⸗ Mehrere
In der
In Bona ist der Gesundheits⸗Zustand der Truppen noch immer be⸗ Der Sturm, der in der Mitte des vergangenen Mo⸗ nats auf dem Mittellaͤndischen Meere wuͤthete, hat auch auf der Die Brigg „Es⸗ perance“ und die Handelsbriggs „Favorite“ und „Bien aimée“, mit Truppen und Militair Effekten am Bord, sind in der Nahe der Rhede von Philippeville gescheitert; indessen sind die Mann⸗ schaften saͤmmtlich gerettet worden.“ — Dieser Bericht, der au⸗
seit langer Zeit das lebhafte Interesse, welches Ich Algier widme; Ich sehe mit lebhafter Freude, daß es unter Ihrer Leitung, durch die Tapferkeit und die Hingebung unserer Truppen, jene Sicherheit erlangt, welche dem Wohlstande unserer Besitzungen so nothwendig ist. Empfangen Sie u. s. w. (gez.) Ludwig Philipp.“
Mehrere Blaͤtter tadeln den Marschall Valse, daß er unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤnden das obige Schreiben des Koͤnigs zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht habe, da einige Ausdruͤcke in demselben unter den gegenwäͤrtigen Umstaͤnden eine ironische Be⸗ deutung erhielten.
Die Geruͤchte uͤber die bevorstehende Vermaͤhlung des Her⸗
zogs von Nemours sind jetzt, wie ein hiesiges Journal sagt, nicht mehr zu bezweifeln. Der Herzog von Nemours wuͤrde sich mit der Prinzessin Theodolinde, juͤngsten Tochter des Prinzen Eugen, vermählen. Er hat im vorigen Jahre in Dieppe, wo die Prinzessin sich mit ihrer Mutter befand, ihre naͤhere Bekannt
schaft gemacht, und es heißt, daß sich der Herzog im kuͤnftigen theiligten Kaufleute war die gestern bekannt gewordene Nachricht,
Fruͤhjahr auf einige Monate nach Deutschland begeben werde.
Herr und Madame Thiers wurden vorgestern Abend in den Tuilerieen empfangen. Herr Thiers war seit einem Monate nicht im Schlosse gesehen worden.
Im Journal des Déübats liest man: „Wir bemerkten vor einiger Zeit daß eine Kollision zwischen Mehmed Ali und der Englischen Macht in Aden nahe bevorstehend sey. Heute meldet in der That ein Schreiben aus Alexandrien vom 25. No⸗ vember, daß die von den Englaͤndern besetzte Stadt Aden von 4000 Arabern angegriffen worden sey. Die Englaͤnder haben ihnen nur 400 Mann entgegen stellen koͤnnen, welche indeß, wie es heißt, einen Ausfall gemacht, den Arabern viel Schaden zugefuͤgt haben, und ohne einen einzigen Mann zu ver⸗ lieren in das Fort zuruͤckgekehrt sind. Wir koͤnnen uͤbrigens die Richtigkeit dieser Nachricht, uͤber welche wir keine weitere De⸗ tails erhalten haben, nicht verbuͤrgen.“ (Vergl. den Art. Alexan⸗ drien im gestrigen Blatte der St. Ztg.) 11
In einem hiesigen Journale liest man: „Man weiß, mit welchem besorgten Auge England die Operationen Frank⸗ reichs in Suͤd⸗Amerika bewacht. Wenn die Franzoͤsische Wuͤrde durch den Vertrag von San Juan de Ulloa verletzt worden ist, so verdankt man dies den Anstrengungen der Englischen Agenten, welche die Friedens⸗Unterhandlungen beschleunigt haben. Jetzt
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men. „„Durch eine unerforschliche Macht,““ sagt ein steller, „„werden wir zur Eroberung einer Provinz Indiens
nung der Bank der Vereinigten Staaten eine neue Anleihe von
900,000 Pfund Sterling unter denselben Bedingungen zu nego⸗
ziiren, wie es vor kurzem von Seiten der Herren Denison und Compagnie geschehen, naͤmlich zu dem Kontrakt⸗Preise von 92 pCt. und zu 6 pCt. Zinsen, die halbjaͤhrlich in London oder Paris zu zahlen waͤren, so wie gegen Deponirung eines ansehnlichen Be⸗
trages Amerikanischer Staaten⸗Fonds als Sicherheit, und unter
der Bedingung, daß die Anleihe 1841 oder 1842 al pari zuruͤck⸗
gezahlt werden muͤßte. Die Subscription fuͤr diese Anleihe sollte bis naͤchsten Montag offen bleiben. Man glaubt, daß dies Herrn Jaudon in den Stand setzen werde, alle seine ausstehenden Ver
bindlichkeiten zu liquidiren. Sobald dies bewerkstelligt, soll Herr Janudon seine Functionen als hiesiger Agent der Bank der Ver⸗ Feinigten Staaten niederzulegen Willens seyn, und wie verlautet,
duͤrften dann die Herren Rothschild die Geschaͤftsfuͤhrung fuͤr die⸗ ses Institut uͤbernehmen. 1 Sehr niederschlagend fuͤr die bei dem Handel mit China be
daß wiederum eine Anzahl Wechsel, zum Belauf von 26,000 Pfd.,
die der Britische Handels⸗Intendant in China, Capitain Elliot,
fuͤr Opium gezogen hatte, welches aufgekauft wurde, um dem
Chinesischen Kommissar Lin die verlangte Quantitaͤt auszuliefern,
von der Britischen Regierung nicht acceptirt worden. Man
schließt daraus natuͤrlich, daß die Schritte, welche Capitain Elliot
gethan, und die Verpflichtungen, die er eingegangen, von der Re⸗ gierung nicht gebilligt werden.
Der gluͤckliche Erfolg der Expedition nach Kabul giebt in einem von der Morning Chronicle mitgetheilten Schreiben
Anlaß: „Der Fall von Ghizni erweckt manche Erxinnerungen uUnd ruft manches Ereigniß, welches den Beweis liefert, daß seit der Einfuͤhrung des Christenthums in Indien der Islamismus un⸗ aufhaltsam seinem Untergange entgegeneilt, ins Gedaͤchtniß zu⸗ ruͤck. Seit jener Zeit hat der Halbmond immer mehr abgenom⸗
Schrift⸗
— aus Kalkutta vom 25. September zu folgenden Betrachtungen —
nach der anderen getrieben und nachdem wir die Muhameda⸗ nische Macht diesseits des Indus vernichtet hatten, sind wir uͤber diesen Strom bis zur Wiege jener Macht im Orient gefuͤhrt worden.““ Ghizni war vor tausend Jahren der Mittelpunkt der Muselmaͤnnischen Macht, und es ist so reich an Denkmaͤlern
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