yAutwerpen, 10. Derember. TZTinsl. 7. Neue Anl. 22 ¾. 11⁄1 . Hamburg, 13 Perember. Bank-Actien 1618. Engl. Russ. 10 5b ⁄.
8S London, 9. Dezember. 1 Cons. 3 % 92. Beig. —. Neue Anl. 23 %.
Ausg. Sch. 10 ½. 2 ½ % floll. 53 ⅞. 50% 59 ½¼.
do. 3⁰ 9 23 ¼. Enal. Russ. Bras. 71 ½. Mezx. 27 ⁄. Peru 16. Chili —.
Paris, 10. Dezember.
5 % Rente fin cour. 112. 50. 3 % fin cour- 80
fin cour. 101. 40. 5 % Span. Rente 25 1 Passive 63 3.
Wien. 10. Dezember.
e, khhe. 102 3. 4 % —. 3 7% 802 ¹.
1 % 24 ¾. Baunk-Actien 636. Anl. de 1834 143 ¾.
—.
5 % Port. 331 4.
80. 70.
232 22 Bilde von Munck.
zͤwerse; 11“¹“
1
Sün r82 ⸗
Dazu Lied
Passive 5 ⁄. Kleine. Dazu Chor von Auber.
Columb. . 1 Gemaäͤlde von Cretius.
26 ¼.
5 % Neapl.
7) A Musical Bore, 3 % Port. 24 ¼₰.
Rossini. stich. Hierauf:
Dienstag, sinnig, Drama in 2
2 ½ % 17. Dez.
de 1839 113 ½.
—.
8 ez. Se elhause. Mpontag, 16. Dez. Im Schauspielha der. —1) uüeberfahrt zur Kirche, nach einem
Schauspiele.
8II—.“ “ Mittwoch, 18. De.
duel sous le Cardinal
Gemaͤlde von
Ermahnungen der Großmutter,
Brunnen in einer Deutschen Stadt, Dazu Soldatenlied von Neithardt. dem Capo di Sorrento, nach einem Gemaͤlde von Bouterweck. 5) Der Tabulet⸗Kraͤmer, nach einem Dazu Lied von Mehul. Laeibro, nach einem Kupfer von Maurin.
Album und Wechsel, Schauspiel in 5 Abth.
Im Schauspielhause: Abth., von L. Angely. V Spiegel des Tausendschoͤn, Burleske in I Akt, mir Gesang, von
Im Ovpernhause: rin, Oper in 3 Abth., Musik von Bellini.
Lebende Bil⸗ Im Schauspielhause: 1) L. de Richelieu,
———————V
nach einem roy. 2) von Kuͤcken. 3) Schwedischer
Soldat aus dem 30jährigen Kriege, scherzend mit Maͤdchen am V In Potsdam: Zum erstenmale, 4 Mode, Schauspiel in 2 Abth., von C. Blum.
moristische Studien, Schwank in
nach einem Gemaͤlde von 9) Ein Abend auf teas. Montag,
J tia Borgia.
Dazu Chor von nach einem Englischen Kupfer⸗ Sie ist wahn⸗ Dienstag,
Hierauf: Der oder:
Un
seconde représentation de: Mr.
drame en 3 actes, par
Roman, uͤbersetzt von Claͤpius.
Das liederliche Kleeblatt. 3 Akten, von J. Nestroy.
La premieère représematinn de:
Schwaͤrmerei nach der Hierauf: Hu⸗ 2 Abth., von C. Lebrun.
nigsstaͤdtisches Theater. W“ 16. Dez. Zum erstenmale wiederholt: Lucre⸗ Oper in 3 Akten, nach dem Italiäͤnischen des Musik von Donizetti.
Der boͤse Geist Lumpacivagabundus,
17. Dez. Zauber⸗Posse mit Gesang in
—
Die Nachtwandle“ FBerrantwortlicher Redacteur Arnold.
Literarische Anzeigen. Empfehlenswerthe Weihnachtsgeschenke. Bei A. W. Hayn in Berlin (Zimmerstr. Nr. 29) st erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhand⸗ lungen, zu haben: * 1 Großer Lehrsaal fuͤr die reifende Jugend. Eine auserwählte Sammlung 8 gediegenen Beleh⸗ rung und nützlichen Unterhaltung. Herausgegeben von einem Lehrer⸗Vereine.
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II “
Allgemeiner Briefsteller zur Bildung des besseren Geschmacks im gewöhnlichen und schwierigen Briefschreiben, von mehreren Schrift⸗ stellern, Schriftstellerinnen und Geschäftsmännern. Herausgegeben von J. D. F. Rumpf, Königl. Preu⸗ ßischem Hofrathe. Ate durchgesehene und vermehrte
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Im Verlage von Duncker und Humblot in Ber⸗ lin ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu
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Friedrich's des Großen Jugend und Thronbesteigung. Eine Jubelschrift.
gr. Svo. Preis: 27 Thlr.
Inhalt:
Thronbesteigung (Kindheit und Unterricht — Verirrung und Leiden — Pflicht und Begeisterung — Thonbe⸗ steigung und Schlesien). — Anhang. Der Herr Verfasser wollte in diesem Buche eine voll⸗ ständige Jugend⸗ und Bildungsgeschichte des großen Königs geben und den Moment der Thronbesteigung, dessen Jubiläum uns bevorsteht, bis zum Einzug in die Hauptstadt Schlesiens urkundlich und so umfassend, als die Quellen es gestatten, schildern. Dadurch ist ein so lebendiges und so ausgeführtes Bild der Zeit entstanden, daß die gesammten äußeren und inneren Verhältnisse des Vaterlandes zur interessantesten Ver⸗ gleichung mit der Gegenwart uns vor Augen treten. Was politisch, kirchlich, sittlich und kulturgeschichtlich irgend wichtig ist, das geht wie zur Erinnerung an unserer Vaͤter Zeiten, in frischen Farben, wie in Spie⸗ gelbildern, uns vorüber und erfreut uns durch den mächtigen Fortschritt, der nicht zu verkennen ist, und der uns unwillfürlich auf ein soateres Jahrhundert ahnend blicken läßt. Friedrich finden wir durchweg im Vordergrunde, und die 218 ersten Tage aus seinem Königsleben, die uns hier gegeben werden, zeigen klar daß sein Jahrhundert würdigst eingeleitet ist. — Bei⸗ egeben ist als Einleitung zur festlichen Gelegenheit gewissermaßen: „Das Jubeljahr 1840 in der Preußi⸗ schen Monarchie, eine bistorische Erinnerung.“ — Schon das Aeußere dieses Buches verkündet, daß der Herr Verf. es auf anmuthige Erzählung Fee. daß Ergötzen und Belehren diesmal seine Haupt⸗Ten⸗ denz gewesen.
— —
Werthvolle Festgeschenke. In unserm Verlage ist erschienen: 2 .„ 2 . 21 * Millin's mythologische Gallerie.
Das Jubeljahr 1840 (eine historische „Pfennig⸗Ausgabe“⸗ — er. Erinnerung). — Friedrich's des Großen Jugend und zu begegnen, die in 1½ Jahren in 88 Heften zu 2 sgr.
vom bisherigen Preise von 8 ½ Thlr. für unbestimmte
llgemeiner Anzeiger fuͤr
von jedem im Durchschnitte 3—6 Gedichte mitgetheilt.
Der Herausgeber hat dafür Sorge getragen, daß man nur gute Gedichte findet, ohne auf das schon in zehn andern Sammlungen Aufgenommene zu stoßen. Die äußere Ausstattung ist lobenswerth.“ (Gersdorff’s Ke- pert. 4. L.it.) „“ Die Verlagshandlung glaubt diese auch von; andern öffentlichen Blättern sehr günstig beurtheilte Schrift als eine passende Festgabe bestens empfeb⸗ len zu dürfen. 1 Nicolaische Buchhandlung in Berlin
(Brüderstraße Nr. 13), Elbing und Theorn.
12 2*
“ 1 . ve“ Bei Friedrich Fleischer in Leipzig ist so eben
in Kommission erschienen und in allen Buchhandlun⸗
gen zu haben, in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen
und Bromberg bei E. S. Mittler: WE1611
Almanach für das Jahr 1870. Herausgegeben ven
Ferdinand Grafen Schirnding
und C. A. F. Hennig.
Mit ausgewählten Beiträgen von Dr. C. Draerler⸗
1.“
(gebornen Ebert), W. A. Gerle, Jarno, Uffo Horn, K. Herloßsohn, J. Kaufmann, Ignatz Kuranda, Charlotte Löw, W. Marsauo, J. Seidlitz, J. Umlauft, St. Zauper und andern geachteten Schriftstellern Böhmens. Erster Jahrgang.
Mit 8 Stahl⸗ und Steinstichen von Carl Meyer in Nürnberg und C. Hennig in Prag, nebst einem musikalischen Souvenir.
In elegantem Einbande. Preis 2 Thlr. 10 sgr., Pracht⸗Exemplare, erste Abdrücke, à Thlr.
86
Bulwer's Romane. Billigste Ausgabe. Um der Konkurrenz der von Zwickau angekündigten
von Bulwer's Romanen
erscheinen soll, somit komplet 1584 „Pfennige (5 ½ Thlr.) kesten wird, setzen wir unsere beliebte, in 76 Bändchen bereits fertig vorliegende Taschen⸗Ausgabe von:
E. L. Bulwer'’s Werken. übersetzt von Fr. Notter und G. Pfizer,
Zeit berab auf: 5 ½ Thlr.
Obige 76 Bdchn. enthalten, mit Ausnahme von „Asmodeus“, den wir in kurzem zum Preise von 1 Thlr. folgen lassen werden, nicht allein sämmtliche Romane und Novellen, die in jener „Pfennig⸗Ausgabe“ versprochen werden, sondern überdies auch noch zwei weitere interessante Schriften Bulwer's, welche die „Pfennig⸗Ausgabe“ nicht aufnehmen will, näͤmlich:
England und die Engländer, 6 Bdchn., und Der Gelehrte, 2 Bdchn.,
worauf wir aufmerksam machen.
Die Preisherabsetzung gilt allein bei kompleter Abnahme aller 76 Bdchn., und einzelne Romane oder Bändchen kosten auch künftig, wie bisher, 4½ sgr. das Bändchen.
Von allen Buchhandlungen ist diese Ausgabe, die durch gelungene und vollständige Uebertragungen vor allen andern vorhandenen sich auszeichnet, vollstän⸗ dig zu obigen Preisen zu erhalten, in Berlin und Potsdam wendet man sich an die Stuhrsche Buchhdlg. Stuttgar, den 1. Dezember 1839.
J. B. Metzlersche Buchhandlung.
8 —
Bei uns ist erschienen und in allen Buchhandlungen u erhalten (in Berlin bei L. Hold, Königsstraße Nr. 62, neben der Post):
Bvron, Junkherr Harold’'s Pilgerfahrt. Aus dem
Eine Sammlung von mehr als 750 antiken Denk. mälern, Statuen, gesehnittenen Steinen, Münzen und Gemälden, auf den 191 Original-Kupferblättern der französischen Ausgabe. Zweite verbesserte Auflage. 1836. (1 Band Text und 1 Band Kupfer sauber geheftet.) Preis 10 Thlfr.
„Eine anserlesene Anzabil. von fast 800 Denk- mälern ist in diesem Schatzbkästlein mythologischer Kunstdarstellungen auf eine Weise zusanmengestellt, der man es noch immer nachrühmen kann, aus den, jhr zu Gebote stehenden Mitteln für Abbildung und Erklärung das Mögliche geleistet zu haben. Wer Millin’s Gallerie, mit den dazu gehörigen Er. äzuterungen, sorgfältig gelesen hat, besitzt in der That die sicherste Grundlage, um die zerstreuten
Englischen ins Deutsche übertragen von H. von Pommer⸗Esche. geh. 1 Thlr. C. Loöfflersche Buchhdlg. (C. Hingst) in Stralsund.
Hannover, im Verlage der Hahnschen Hof⸗Buch⸗ handlung ist so eben erschienen: Die heilige Schrift des neuen Testaments. Uebersetzt und erklärt im Geiste des Urchri⸗ stenthums für denkende Christen aller Konfessionen. In zwanglosen Lieferungen. Erste Lieferung: Der Brief des Apostels Paulus an die Philipper.
gr. Svo. 1839. 17 ⅓ sgr.
Der Herr Herausgeber gehört der katholischen d. i. der allgemeinen Kirche an, hat aber, über konfessionel⸗ len Gegensätzen stehend, in echt christlichem Geiste die
ergebnisse der neuesten Zeit für den Zaeck einer umsichtigen Kenntnifs alter Mythologie und Kunst zu verknüpfen.“ (Urtheil des Herrn Prof. E. Ger- hard, in der Preufs. Staats-Zeitung.) Lyrisches Schatzkaͤstlein der Deutschen, herausgegeben und mit einer Vorrede begleitet von O. F. Gruppe. ruckpapier. geb. 1½ Thlr. — Velinpier. geb. 13 Thlr. Die & Sammlung giebt Proben aus der Ueischen Lyrik von Opitz bis auf die neueste Zeit. ie Dichter sind der Zeltfolge nach aufgeführt und
allen Christus⸗Gläubigen gemeinsame Heilauelle rein aus sich und durch sich selbst zu erklären gestrebt. Es ist daher diese neue Haus⸗ und Schulbibel allen Fa⸗ milien, Geistlichen, Schullehrern und denkenden Chri⸗ sten überhaupt um so mehr zu empfehlen, da die äußere Ausstattung würdig und der Preis jeder auch einzeln verkäuflichen Lieferung verhältnißmäßig möglichst billig seyn wird.
Zu haben in der Nicolaischen Puchhandlung
in Berlin (Brüderstraße Nr. 13³), Elbing,
die Preußischen
Für die reifere weibliche Jugend. 1
HHnhbha.
Belehrende, moralische und unterhaltende
Erzählungen 1
von
K. AU. Stange. 31
Eleg. geb. mit Kupfern. Preis 1 Thlr. 15 sgr.
Der Werth dieses Buches, welches die Bildung des
Verstandes, Veredelung des Herzens bezwecken soll, ist
von vielen Seiten anerkannt. Die elegante Ausstat⸗
tung macht dasselbe für ein Festgeschenk ganz beson⸗ ders geeignet. b
Plahnsche Bu. chhandiung (2. Nitze),
“
BIche 8
Es ist erschienen: Staats⸗ und Oris⸗Bürger⸗ recht in den K. Pr. Staaten. Iste Abth.: Aus⸗ und Einwanderungen; 2te Abth.: Niederlassungen oder Recht der freien Wahl eines Wohnsitzes; 3te Abth.: Domizil⸗Verhältnisse oder Grundfätze, welche bei Fest⸗ stellung der Orts⸗Angehörigkeit zur Anwendung ge⸗ bracht werden sollen; Ate Ablh.: Orts⸗Bürgerrecht. gr. Svo. 1839. 1 Thlr. 12 sgr. Von W. G. v. d. Heyde. Zu haben in allen Buchhandlungen: in Berlin bei Dümmler; in Magdeburg bei Heinrichshofen.
Im Verlage von T. Trautwein in Berlin, Breite Strasse No. 8, sind so cben mit Begleitung d. Pfte* erschienen:
Gluck, ELieder und Oçen von Klopstock. (Ele- gante Ausgabe.) Press 15 sgr. 1 Liieder- Spende, Sammlung ausgewählter Ge⸗
sänge für eine Singstimme in einzelnen Num-
mern von Curschmann, Bernh. Klein, Kücken,
Lauer, H. Barschner, Mathieux, Otto Nicoli,
C. G. Reifsiger, Schnyder von W'artensee. Stü-
mer, Taubert, Prendelenburg u. A. à 5, 7 ½ u. 10 8gr. Vor kurzem wurden ausgegeben:
Marschner (Heinrich). Israelitische Gesänge von Lord Bvron, für eine Singstimme, Fräulein von Fafsmann gew dmet. op. 100. Preis 1 Thir.
Reifsiger, 1. A. Drei Duetten für Sopran und Bass. op. 37. 20 sgr. 3
Neitharut, A. Mensthenwürde, Gedicht von f., Wallmüller, für eine Singstimme. 5 sgr.
Seiffert, C. T. Drei Gesänge für eine tiese Stimme. op. 9. 10 sgr.
——
Buͤcher⸗Auction in Muͤnster. Am 9. März 1840 beginnt zu Muünster die Ver⸗ steigerung der bedeutenden, an werihvollen, selte⸗ nen und zum Theil äußerst kostbaren Werken, vorzugsweise im philologischen und medizinischen Fache, sehr reichen Biblothek des verstorbenen Herrn Regie⸗ rungs⸗Medizinal⸗Raths DYr. Borges. Der aus 2 Theilen bestebende Katalog (ir die philologischen und anderen Wissenschaften, 2r die medizinischen Wis⸗ senschaften enthaltend) ist durch alle Zuchhandlungen und die bekannten Herren Antiquare von Herru W. Engelmann in Leipzig zu beziehen. Münster, im November 1839. Friedr. Negensberg. In Berlin nimmt Aufträge anS Adr. Hrn. W. Besser's Buchhandlung, Behrenstr. Nr. 44.
M
22
In der Universitäts⸗Zuchhandlung zu Kie! ist erschienen und in allen Zuchhandlungen zu haben, in Berlin bei Stange und Brandus, Linden Nr. 22:
Deiffs, WM., die anorganische Chemie in ihren Crundzügen. 1 Thle.
Günther, G. B., Bemerkungen über die Verkrüm mungen des Rückgrals und besonders über die Mittel, denselben vorzubeugen. Als Resultat einer mehr als 16jährigen Erfahrung. 10 sgr.
Harms, C., die Religionshandlungen der lutheri⸗ schen Kirche. 22 ¼ sgr.
Kalker, C. H., die biblische Gese ichte in Vorträ⸗ gen für Gebildete. 2 Bände. * Thlr. 20 sgr. Maack, P. v., die geburtshülftiche Operztions.
lehre tabellariech darsestellt. 1 Thlr.
Pelt, L., Protestantismus, Supranaturalismus Rationalismus und spekulative Fheologie. 4 Vor⸗ lesungen. 25 sgr.
Ritter, H., über das Böse. 12 ½ sgr.
— — kleine philosophische Schriften, 1s Bändchen: über die Prinzipien der Rechtsphilosophie oder der Politik. 1 Thlr. 20 sgr.
Schouw, J. F., Naturschilderungen. (Der Re gen. Das Eis. Der Einfluß des Lichtes auf die Pflanzen. Die Pflanzen der Urwelt. Charakte⸗ ristische Pflanzen verschiedener Völker. Bergwan⸗ derungen im Norden und im Süden. Die Natur in Nord⸗Afrika: in Süd⸗Afrika; auf den Südsee.⸗ Inseln ꝛc.) Mit Abbildungen. 1 Thlr.
SIevers, G. K., Geschichte Griechentands, vom Ende des Pesoponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Montinen. 2 Thlr. 10 sgr.
“
Stettin und Thorn.
In Wien erschien so eben und ist in Berlin zu fin⸗ den bei Alexander Duncker, Franzss. Str. Nr. 21: IA“
Mustkalisches Taschenbuch für das Jahr 1840. Heraus⸗ gegeben von August Schmidt. Erster Jahrgang. Mit Kupfern und Musik⸗Beilagen von Couradin Kreutzer, Lindpaintner, Marschner, Men⸗ delssohn Bartholdi, Adolf Müller, Spohr, Wolfram. Elegant geb. 3 ½ Thlr.
Dies prachtvoll ausgestattete Taschenbuch, in dem Erzählungen, Biograxhicen, Balladen und Gedichte von geachteten Schriftstellern mit den Compositionen oben genannter Meister abwechseln, wird jedem Freund der Musit eine höchst willkommene Cescheinung, den Damen aber ein überaus angenehmes Geschenk seyn.
So eben ist bei Hinrichs in Leipzig erschienen und in allen Buchhandlungen (Berlin in der Ens⸗ linschen Buchhandlung [Ferd. Müller], Breite Straße Nr. 23. und in Cüstrin) zu haben:
Bibliothek Englischer Lustspieldichter. 286 Bändchen: Georg Farquhar's dramatische Werke, Deutsch bearbeitet und mit einem Vor⸗ worte von Siegm. Frankenberg. Inhalt: Das beständige Ehepaar. — Stutzerlist. Svo. 1849. Velinpapier. 16 Bog. geh. 222 sgr.
Das iste vor 4 Monaten erschienene Bandchen ent⸗ hält: Sheridan's Nebenbuhler und St. Patricks⸗ tag. 256 i sgr.
Die Klage über den Mangel Dentscher êchter Lust⸗ sptele hat mehrere geschickte Uebersetzer veranlaßt die kernigen Englischen Komödien maglichst treu zu über⸗ tragen. Bald sollen Foote, Garrick, Syeridan⸗Knowle⸗ u. A. in gleich guter Ausstattung erscheinen. Fabrieeiren.
Eine Vierteljahrschrift, der Unterhaltung und der Besprechung von Zeit⸗Inter⸗ essen gewidmet. Unter Mitwirlung der aus⸗
gezeichnetsten Schriftsteller herausgegeben von O.
Marbach. Herbst 1839. Mit Beiträgen von L. Schefer, Henr. Hanke, R. Morning, Jachmann, Kahlert, dem Herausgeber und einem ungenannten, aber dem Deutschen Publi⸗ kum wohlbekannten Dichter. S8vo. Belinpap. in elegantem Umschlag. 1 Thlr. 10 sgr.
Schulatlas der neueren Erdkunde für Gymnasien und Bürgerschnlen. Nach den
Forderungen einer wissenschaftlichen Methode des
geographischen Unterrichtes bearbeitet und zusam⸗
mengestellt von Dc. C. Vogel, Direttor der verein.
Bürgerschulen zu Leipzig. kl. Fol. 15 kol. Blätter.
kart. 1 Thlr. 10 sgr. ist so eben in einer zwetten vermehrten und verbesserten Auflage erschienen, nachdem derselbe sogleich beim ersten Erscheinen mit allgemeinem Bei⸗ fall aufgenommen worden war. Die ihm zu Grunde liegende Idee: die Verbindung der Geographte mit der Geschichte der Natur und Mensch⸗ heit in ihrer Nothwendigkeit zu veranschau⸗ lichen — hat die Beistimmung aller stimmberechtig⸗ ten Männer vom Fache, so wie der crieuchtetsten Un. terrichts⸗Behörden Deutschlands erfahren. Namentlich hat dieselbe in Preußen Anerkennung und Autllang gefunden, weshalb sich auch der Herausgeber in Ueber⸗ einstimmung mit der Verlagshandiung für verpflichtet ꝛchtete, die neue Auflage mit der „Karte der Preu⸗ zischen Monarchie“ zu vermehrer, ohne den Prets des Ganzen zu erhöhen. — Den Gebrauch des „neuen Schulatlas“ aber zu erleichtern, hat der Herausgeber in demselben Verlage ein besonderes „Hülfsbuch“ erscheinen lassen (geb. 10 sgr.), welches unter Anderem auch „Winke zur Benutzung des Schulatlas“ und eine genauere Erklärung der Randzeichnungen enthält. Hinrichssche Buchhandsung in Leipzig.
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Ed. Bote & G. Bock,
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Beclin, Jägerstr. No. 42, Ecke d. Oberwallstr.
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Englische, Französische, Italiänische und Dautsche von 1 ½ Thlr. his 15 Thlr. das Stück, so wie ein
Assortiment schön ausgestatteter und prachtvoll gebundener Ausgaben der beliebtesten Schriftsteller des Auslandes.
—— —
hRei Simon Schropp & Comp. in Berlin, Jüger- strafee No. 24, ist zu baben: Spruner, von, historisch-geographischer IHIand-Atlas. IIte Lief. 2te Abthetlung. Sub- Eöö 2 Thlr. “ Bergbaus pbysikalischer Atlas. àte Lief. Sub- scriptionspreis 2 Thlr. 8,118 von, Wandkarte von Afrika. 6 Blatt- 1 Thlr.
L'article 960, ou: La donation, vaudeville nouvean en 1 acte, par Mr. Ancelot.
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St. Petersburg, 10. Dez. Die St. Petersburgtische Zeirtung enthaͤlt einen Bericht uͤber den ersten Besuch des Thea⸗ den Ihre Maj. die Kaiserin nach ihrer Krankheit am lsten abgestattet habe. Es wurde an diesem Abend im großen Theater, zum Benesiz der Dlle. Marie Tagliont, das Ballet „der Schatten“ zum erstenmale gegeben. Die genannte Zeitung sagt: bre Kaiserliche M —
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—.
Ihre H Täjestaͤt hatte seit dem Anfange des Monats beptember, in Folze einer Krankheit, ihre Zimmer nicht verlaß⸗ oͤnnen. Baͤlletins wurden nicht ausgegeben, allein mit dem der Liebe und Ergebenheitfolgten wir dem Gange der Krankheit: indliche Liebe sieht scharf und durchdringend. Die Ruͤckkehr des rhoͤchsten Hofes aus Zarskoje Selo in die Hauptstadt(18. Nov.) ver⸗ den treuen Unterthanen, daß die schwere und gefaͤhrliche Periode der Krankheit voruͤber sey, und am 22. November er⸗ schien die Kaiserin zum erstenmale wieder im Publikum. Wahr⸗ scheinlich um alle stuͤrmischen Ausbruͤche des Entzuͤckens zu ver⸗ meiden, welche Ihre noch nicht ganz gestaͤrkten Kraͤfte haͤtten er⸗ schuͤttern koͤnnen, trat Sie leise in die Loge, nach den Großfuͤrstin⸗ nen und nahm, als schon die Ouvertuͤre zu Ende war, und die Puͤbakums sich auf die Srene richtete, un⸗ bemerkt Ihren Nat ein. Bald aber erblickten Sie Alle; man sah in Ihren Zuͤgen die Spuren schwerer Krankheit, und in Ihren Augen das freudige Gefuͤhl der Ruͤckkehr in den Kreis Ihrer Familie. Der Augenblick, in welchem das allgemeine Gefuͤhl in⸗ nigen Entzuͤckens sich laut und einstimmig haͤtte aussprechen koͤn⸗ nen, flog unwiederbringlich voruͤber, aber dessenungeachtet war die reudige Bewegung der durch diesen erfreulichen Umstand begluͤck⸗ ten Herzen nicht weniger aufrichtig und lebhaft. Wir ehren in Ihr Rußlands Kaiserin, die Tochter großer Koͤnige, die Gemah⸗ lin des maͤchtigsten Herrschers der Erde und lieben die gute Ge⸗ mahlin unsers gemeinsamen Vaters, wesche dessen Leben versuͤßt und begluͤckt, dasselbe mit den koͤstlichsten und heiligsten Guͤtern der Erde uͤberschuͤttet und durch den himmlischen Strahl aufrich⸗ tiger Liebe die Augenblicke vergoldet, welche er den Sorgen um seine große Familie abgewinnt, um sie im Kreise derer zu verbrin⸗ gen, welche seinem Herzen nahe sind. 8
2
— Wir lieben in Ihr die muster⸗ hafte Mutter der schoͤnsten Familie, in welcher das Unterpfand des Glackes unserer Kinder und der gesammten Nachkommen⸗ schaft des rechtglaͤubigen Rußlands bewahrt wird; wir lieben in Ihr das Muster aller Tugenden einer Christin, Gattin und Mutter. Und wir sagen die reinste Wahrheit, wenn wir erkla⸗ ren, daß unter den funfzig Millionen Russen kein Einziger ist, der nicht freudig alles opfern wuͤrde, was ihm theuer und werth ist hienieden, um Ihr Leben, um Ihr Gluͤck zu erhalten. Indem wir fuͤr Sie beten, beren wir zugleich fuͤr den Monarchen, fuͤr uns selbst, fuͤr unsere Kinder und Enkel — faͤr das jetzige und kaͤnftige Ruzland! Gott wird unser Gebet cerhoͤren. 8
Das Journal de St. Petersburg meldet: Reichs⸗Rath hat eines seiner ausgezeichnetsten Mitglieder ver⸗ loren. Der Wirkliche Geheime Rath D. Daschkoff, welcher erst vor kurzem von Sr. Majestaͤt zum Praͤsidenten des gesetzgeben⸗ den Departements ernannt worden wear, ist vorgestern nach einer langen und schmerzhaften Krankheit mit Tode abgegangen. Das noch nicht vorgeruͤckte Alter dieses Staatsmannes ließ erwarten, ihn noch lange in der vom Monarchen ihm uͤbertragenen hohen Stellung zu sehen. Sein Verlust erregt bei Allen, die Gelegen⸗ heit hatten, ihn zu kennen, großes Bedauern.
Man schreibt aus Moskau: „Im Herbst 1837 befahl Se. Majestaͤt der Kaiser, bei dem in Moskau garnisonirenden sechsten Infanterie⸗Corps einen Versuch mit dem Unterricht in gymnastischen Uebungen zu machen. Es wurde daher aus den jungen Soldaten aller Regimenter dieses Corps ein Bataillon ge⸗
1I
bildet und unter Leitung des Dr. Mandileni, Direktors des orthe⸗
paͤdischen Instiruts, der bereits vor einigen Jahren die gymnasti⸗ schen Uebungen bei dem Kadetten⸗Corps eingefuhrt hatte, der Un⸗ terricht begonnen. Da der Erfolg den Erwartungen des Kaisers entsprach, so wurde be chlossen, diese Uebungen zur Ausfuͤhrung gewis⸗ ser militairischer Manoͤver zu benutzen, die eine laͤngere Uebung erfordern und daher von den gewoͤhnlichen Soldaten nicht erwartet werden koͤnnen. Bei Gelegenheit der Manoͤver von Borodino mußten die Soldaten dieses Bataillons in Gegenwart Sr. Ma⸗
jjestet des Kaisers und einer großen Anzahl Zuschauer mehrere Manoͤver ausfuͤhren.
So stiegen sie z. B. mit Waffen und Ge⸗ paͤck ein sehr hohes und steiles Ufer der Moskwa hinab, ohne daß ein einziger das Gleichgewicht verlor, machten am Rande des Flusses einen Angriff und stiegen dann dasselbe Ufer mit eben so großer Schnelligkeit als Sicherheit wieder hinauf. Sodann makrschirten sie unter Trommelschlag und Hoͤrnerklang uͤber eine Art zerstoͤrter Bruͤcke, die aus zwei langen runden und parallel laufenden Balken bestand, VFeiche zwet Arschinen von einander entfernt waren, von Geruͤsten unterstuͤtzt wurden und sich ziem⸗ lich hoch uͤber dem Niveau der Moskwa befanden. Alle legten diesen gefaͤhrlichen Uebergang mit großer Sicherheit zuruͤck. Se. Majestaͤt der Kaiser hat zum Zeichen seiner Zufriedenheit dem Doktor Mandileni den Stanislaus⸗Orden zweiter Klasse verliehen.
Frankrelch. Paris, 11. Dez.
uͤber eine gefaͤhrliche und weit verzweigte Verschwoͤrung, der die P auf der Spur sey, noch immer fort. Der Möniteur hat bis jetzt noch nichts mitgetheilt, um die Gemuͤther in dieser Hinsicht zu beruhigen, und die Presse enthaͤlt heute folgenden auffallenden Artikel: „Seit einiger Zeit ist nur von Entdeckun⸗ gen die Rede, welche die Polizei gemacht habe, und wodurch die Regierung einer umfassenden Verschwoͤrung auf die Spur gekommen sey. Die Oppositions⸗Journale selbst,
zleich bei der Hand sind, um solche geheime Machinativnen der Pa
zahlreich besucht, wie zu Ende der vorigen Session.
Obgleich die Ruhe in der Hauptstadt keine Weise gestoͤrt worden ist, so dauern doch die Geruͤchte
teien zu leugnen, habe jene Geruͤchte durch ihre Kommentare daruͤber eher bestaͤtigt, als Luüͤgen gestraft. Wir unsererseits lieben es nicht, die oͤffentliche Meinung zu erschrecken, und haben bis jetzt nur mit Vorsicht und Zuruͤckhaltung von den umlaufenden Geruͤchten gesprochen. Dasjenige, was wir indeß von der Sache wissen, erlaubt uns nicht, eine Sicherheit in die Gemuͤther zuruͤckzufuͤhren, die gewiß durch nichts gerechtsertigt seyn wuͤrde. Wir glauben sogar, daß man ernstlich uͤber die gegenwaͤrtige Lage nachdenken, und besonders die Ursachen der⸗ elben aufsuchen muß. Eine Thatsache ist es besonders, die vie⸗ len Leuten auffaͤllt; daß sich nümlich die Parteien nur ruͤhren wenn sie die Gewalt schwankend und schwach fuͤhlen. In dieser Beziehung sind die Parteien mit einem wunderbaren Instinkt begabt, und ihre Manifestationen sind ein sehr sicherer Maßstab fuͤr die Starke der Regierung. Um sich davon zu uͤberzeugen, braucht man nur die politische Geschichte der naͤchsten Vergangenheit zu studiren. Unter dem 6. Sept. hatte das Ministerium, obgleich aus Maͤn⸗ nern zusammengesetzt, die durch ihren Einsluß und durch ihre Talente ausgezeichnet waren, durchaus keine Konsistenz; seine Majorität in den Kammern war zweifelhaft und schwankend; taͤglich hatte es die lebhaften und leidenschaftlichen Angriffe seiner Gegner auszuhalten, während seine Freunde es nur schwach un⸗ terstuͤtzten; mit einem Worte, Niemand hatte Vertrauen zu sei⸗ ner Dauer, und es glaubte selbst nicht daran, weil es sich im Innern gespalten fuͤhlte. Dies war einer jener Zustaͤnde, wo die Regierung schwankt, und wo die Parteien Muth fassen. Jeden Morgen hoͤrte man von der Entdeckung einer Verschwoͤrung, ohne die⸗ jenigen zu zaͤhlen, die zum Ausbruch kamen, bevor man sie hatte entdecken koͤnnen. So z. B. die Militair⸗Insurrection in Ven⸗ doͤme, das Straßburger Komplott, das Meuniersche Attentat u. s. w. Mit dem 15. April trat die Amnestie hervor. Diese Maßregel der Gnade und der Großmuth fuͤhrte der Regierung viele Ge⸗ muͤther zuruͤck. Die Majoritaͤt, bis 88 ungewiß, sammelte sich unter den Fahnen des Kabinets. ie Regierung erlangte das Uebergewicht wieder, dessen sie nur zu lange beraubt gewe⸗ sen war. Auch herrschte waͤhrend der darauf folgenden 18 Mo⸗ nate eine tiefe Stille in jenen finstern Regionen, wo sich gewoͤhn⸗ lich die Stuͤrme der Anarchie bilden. Wir beruüfen uns auf alle Erinnerungen. War die oͤffentliche Sicherheit nicht allgemein und vollständig? Nun bildete sich aber die Coalition. Wir haben hier nicht zu wiederholen, durch welches Zusammenwirken jammerlicher Ursachen diese anti⸗constitutionelle und anti⸗monarchische Ligue gebildet wurde. Wir nehmen sie fuͤr eine Thatsache. Kaum hatte sich diese Thatsache offenbart, als die Parteien sogleich aus ihrer Erstarrung erwachten. Die geheimen Gesellschaften reorga⸗ nisirten sich; die Beaufsichtigung mußte thaͤtiger werden, und war nicht immer so gluͤcklich wie fruͤher. Der Eifer der Factio⸗ nen wuchs mit jedem Tage, weil sie fuͤhlten, was die Regierung durch jenes Anstuͤrmen wuͤthenden Ehrgeizes an Staͤrke und Fe⸗ stigkeit verlor. Man hat am 12. Mai gesehen, wie exal⸗ tirt ihre Hoffnungen waren; die Monarchie schien ihnen so erschuͤttert, daß sie in Waffen auf dem offentlichen Platze erschienen, um ihr am hellen Tage den letzten Streich zu versetzen. Dies sind Thatsachen, welche Jedermann so gut als wir hat beobachten koͤnnen, und welche ein trauriges Licht auf das Fehlerhafte der jetzigen Lage werfen. Die Factionen regen sich aufs neue, Komplotte werden geschmiedet, die Feinde des öffentlichen Friedens zeigen sich auf eine bedrohliche Weise organisirt; also scheint ihnen der Umsturz der Regierung in diesem Augenblicke leicht! Dies ist die logische Folgerung, welche uns die Erfahrung an die Hand giebt. Da die Kammern sich ver⸗ sammeln werden, so ist es an ihnen, zu pruͤfen, ob es kein Mit⸗ tel giebt, der traurigen Zukunft zu entgehen, welche jene Indi⸗ cien uns verkuͤnden.“
In Commercy ist an die Stelle des zum Pair ernannten Herrn Etienne, sein Sohn, Herr Heinrich Etienne zum Depu⸗
tirten erwaͤhlt worden.
Der Abbée von Genoude, Eigenthuͤmer und Direktor der Gazette de France, ist gestern in Beglettung eines seiner Mitar⸗ beiter, Herrn von Beauregard, nach Rom abgereist. Man spricht von vielen andern Legitimisten, die ebenfalls den Winter in Rom zuzubringen gedenken.
Herr Carl Durand, Haupt⸗Redacteur des „Capitole,“ der in der vergangenen Woche auf Befehl eines der Instructions⸗ Richter nach der Polizei⸗Praͤfektur gefuͤhrt, dort verhoͤrt und dann wieder freigelassen wurde, ist gestern neuerdings, in Folge
eines Verhaft⸗Mandats, eingezogen und, als des Komplottes 1 reich genug, um sich versammeln und gesetzmäßig berathschlagen
angeschuldigt, in die Conciergerie eingesperrt worden.
Das Ministerium hat den Herrn Desaugiers, vormaligen Franzöͤsischen General⸗Konsul in Amsterdam und Herrn Engel⸗ hart, Mitglied der Rheinschifffahrts⸗Kommissiton, erwaͤhlt, um mit Herrn Rochussen wegen eines Handels⸗Traktats zwischen Frankreich und Holland zu unterhandeln.
Der Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten Großfegelbewahrer haben gestern zum erstenmale ihre Salons wieder eroͤffnet. Der Temps sagt in Bezug darauf: „Die Sa⸗ lons des; Marschalls Soult und des Herrn Teste waren eben so Die Zahl Bei Herrn Teste hatte
der Deputirten war schon bedeutend. Runtius gebildet,
sich ein großer Kreis um den Paͤpstlichen
und man unterhielt sich von den neuerlich ernannten Erzbischoͤfen Kardinalat. chof von Arras, von
und von den bevorstehenden Befoͤrderungen zum Man glaubte ziemlich allgemein, daß der vi
Herr von Latour d'Auvergne, der das Erzbisthum Lyon ausgeschlagen hatte, den Kardinalshut erhalten
Im Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten sprach man wenig von dem Oriente, wo man sich in einem Labyrinth von Intriguen zu bewegen scheint, denen indeß, wie man hofft, baldigst ein Ende gemacht werden wird; da⸗
werde.
gegen sprach man viel von den Afrikanischen Angelegenheiten.
Man befragte abwechselnd den Marschall Soult und den Kriegs⸗ Minister üͤber die Depeschen des General⸗Gouverneurs, uͤber die
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Lwcondon, 11. Dez. Nachdem vorgestern in einer zu Wind⸗
schos ergriffenen und noch zu ergreifenden Maßregeln, und man 3 n
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Marschalls Valee gegruͤndet sey. Aus den uns mitgetheilten Antworten wuͤrde hervorgehen, daß das Kabinct woͤrtlich und ohne Vorbehalt alle ihm aus Algier zugegangenen Depeschen publi⸗ zirt haͤtte. Man versicherte auch, daß im Conseil niemals von der Abberufung des jetzigen General⸗Gouverneurs die Rede ge⸗ wesen sey.“
Im TCommerce de Lyon liest man: „Die Burreaus des „Commerce de Lyon“ und die Wohnung des Haupt⸗Redacteur; wurden am 6ten d. um 7 Uhr Morgens durch die Polizei besetzt. Diese Maßregel wurde in Folge eines Befehls des Insteueiic 2 Richters Zangiacomt in Paris vollzogen. Sie bezweckte die Nach⸗ suchung einer Korrespondenz mit dem Prinzen Louis Napoleon und mit dem Marquts de Croy⸗Chanel, der nach dem uns vor⸗ Pene gesetzlichen Dokument eines Attentats gegen die
icherheit des Staates beschuldigt ist. Ist es wohl no⸗ thig, hinzuzufuͤgen, daß die stattgehabte strenge Durchsuchung unserer Papiere und unserer Korrespondenzen kein Resultat her⸗ vorgebracht hat?“
Der Courrier de la Moselle enchaͤlt Folgendes: „Man kehrt theils durch heimliche Manoͤver, theils offen zu den Ge⸗ braͤuchen und Gewohnheiten der Restauration zuruͤck. Die Bruͤ⸗ der der christlichen Lehre drohen, wie man sagt, die Stadt zu verlassen, wenn die Munizipalitaͤt darauf bestehe, zu verlangen, daß ihre Privat⸗Reglements sich vor dem Gesetze beugen sollen. Von einer anderen Seite besucht ein Priester die Generale und Corps⸗Chefs, um von ihnen zu verlangen, daß unsere Soldaten von Neuem in die Messe gesandt werden.“
Boͤrse vom 11. Dezember. Die Rente war heute zu Anfang der Birse steigend, und es wurden bedeutende Ankaͤufe in Zproc. durch einen der angesehensten WechsebAgenten gemacht. Spaͤter gingen die Course etwas niedriger und es verbreitete sich das Geruͤcht, daß die Schiffe, welche bereits mit Verstaͤrkungen nach Afrika abgegangen sind, an der Spanischen Kuͤste gescheitert waͤren. Die Nachricht von dem Staatsstreich des Praͤsidenten Boyer war an der Boͤrse noch nicht allgemein bekannt, indeß wurden starke Posten Haitischer Obligationen zu 515 verkauft.
Havre, 10. Dez. Neuere Nachrichten aus Port au
Prince melden, daß diese Stradt in Belagerungs⸗Zustand versetzt
worden sey. Ueber den Grund dieser Maßregel erfaͤhrt man durch Zeitungen und Briefe Folgendes: „Die Deputirten⸗Kam⸗ mer hatte eine Botschaft an den Praͤsidenten Boyer gesandt, worin demselben gesagt wurde, daß sich Geruͤchte verbreiteten, die ihm verderbliche Plaͤne gegen die Verfassung des Landes, und gegen das Leben derjenigen Repraͤsentanten zuschrieben, die sich, ihrem Mandate und ihrem Gewissen getreu, geweigert haͤtten, an gewissen Handlungen der Regierung Theil zu nehmen. Der Praͤsident beschraͤnkte sich darauf, zu erwiedern, daß er von einem solchen Beweise des Mißtrauens der Depucirten schmerzlich uͤber⸗ rascht sey, daß er zehoff habe, sein Charakter und sein Patriotis⸗ mus waͤren ihnen Allen zu gut bekannt, als daß sie so vaguen Geruͤchten haͤtten Gehoͤr schenken koͤnnen. Es blieb den Depu⸗ tirten nichts weiter uͤbrig, als sich mit dieser Antwort zu begnuͤ⸗ gen; aber Boyer war zu sehr verletzt worden, um nicht die erste elegenheit zur Rache zu ergreifen. Am Sonntag 6. Oktbr. fand auf dem Marsfelde eine Revue statt. Boyer und seine Getreuen hatten die Rollen des zu spielenden Drama's unter sich vertheilt. Bei seiner Ankunft empfing ihn eine Masse von National⸗Gardisten mit Hurrahgeschrei. Schmaͤhungen und Dro⸗ hungen wurden gegen diejenigen Deputirten ausgestoßen, welche die famöͤse Botschaft veranlaßt hatten, und bald darauf ging Boyer auf den Platz zu, der fuͤr die Mitglieder der Kammer reservirt worden war. Erwarfihnen vor, daß sie durch ihre Verleumdungen ihn dem Hasse und der Verachtung des Volkes haͤtten preis geben wollen. Dann seine Brust entbloͤßend, rief er aus: „Hier! Zieht Eure Dolche und stoßt mich nieder, damit ich den Ver⸗ räthern, die das Vaterland an die Fremdlinge verkaufen wollen, kein Hinderniß mehr sey!“ Die Revue ward nicht weiter fort⸗ gesetzt, Boyer kehrte nach dem Palaste zuruͤck und erklaͤrte die Stadt in Belagerungs⸗Zustand. Der fernere Druck der Oppo⸗ sitions⸗Journale wurde verboten, alle Beamten, deren Hingebung irgend verdaächtig war, wurden abgesetzt. Andererseits durchstreif⸗ ten Emissaire des Praͤsidenten die Stadt, bemaͤchtigten sich der zerstreuten Mitglieder der Kammer, um sie mit Guͤte und Ge⸗ walt dahin zu bringen, einen Widerruf der Botschaft, und ein Versprechen, all die Maßregeln zu unterstuͤtzen, welche die exeku⸗ tive Gewalt unter den gegenwaͤrtigen Umständen fuͤr noͤthig hal⸗ ten sollte, zu unterzeichnen. Die Unterschriften waren bald zahl⸗
zu koͤnnen. Es ward sogleich ein Dekret angenommen, demzu⸗ folge diejenigen Deputirten, welche am anderen Tage nicht auf ihren Posten zuruͤckgekehrt seyn wuͤrden, vor ein Kriegsgericht gestellt werden sollen. Der groͤßere Theil der Deputirten ge⸗ horchte dieser Aufforderung, welche nur ein Vorwand war, um die 5 oder 6 Haupter der Opposition aus der Kammer zu ver⸗ treiben.“
Großbritanien und Irland.
sor gehaltenen Geheime⸗Raths ⸗Versammlung die Einberufung des v zum 16. Januar beschlossen worden, enthaͤlt die Hof⸗ Zeitung von gestern Abend bereits die Koͤnigl. Proclamation, wo⸗ durch dieser Beschluß dem Lande angezeigt wird. Man glaubt nun ganz bestimmt, daß die Vermäaͤhlung der Koͤnigin mit dem Prinzen Albrecht schon im Februar stattfinden werde. 8 ben Post⸗Offiziant, Namens Saunders, hat sich dieser Tage unter dem Vorwand, daß er der Koͤnigin die allerwichtigsten Briefe und Papiere aus Deutschland abzugeben habe, mit ge⸗
heimntzvoller Miene Zutritt ins Schloß zu verschaffen gewußt.
Von dem Inspektor aufgefordert, diese Briefschaften an ihn ab: zuliefern, weigerte er sich dessen, ward aber von diesem und sei⸗ nen Leuten uͤbermannt. Aus dem Postzeichen der Briefe, die
man ihm abnahm, ging hervor, daß sie wirklich aus Deutschland
wie man vermuthete, von Prinz Albrecht gesande
gekommen und Interesse der Koͤntgig
Ob ihs nun sein Eifer fuͤr das
8.