—
. 8
8
“ 5r s e. “] Den 30. März 1840. lmtlicler Fonde- vnd weld-Courz-Ze*εεα. - Pr. Uour. J Fr. Uonr. Hrief Geld. auget. ahr. Mer. 28 ½2. 8..S8. 7 104 1 1
Pr. Eagt. 0bl. 92 4 103 ½ Prümech.d. Seeb’— 73] 2 Kur.-n. Neum. do. ²4 1037/12
103 ⁵% so-epr. Pfandbr. 27 102%
10. 50 , 28.
— Ponun. o. 2n 103 ⁄½ 102 % 5 % Rente fin cour. 113.25. 3 % fin cour. 83. 30. 5 % Neapl. — au compt. 104. 60. 5 % Span. Kente 28 ¶. Passive 71⁄½. 3 % Port. 24.
Cons. 3 % 90 . Ausg. Sch. 11. 2 ½ %. Hol 8 53 1. ⁄% 101 ¾⁄. 5 % Port. 34. Engl. Russ. 113 bras. 78. Cosumb. 2b4 ¾ Peru 16. Cbili 39.
364
Belg. 107. Neue Anl. 28 . Passive 7 ⅛.
Paris. 25. März.
Kaurmärk. Oblig. ²⁷ 102 ½ 1017% Scbleslsche do. ²¹ 1 102 ½ Neum., Sechuldv. 5n 102½ 10128 Coup. ond Zins- 8 Berl. Stadt-Obt. 41 104 — Sch. 4. K. u. N. 94 ¾ 8 1840.
Elbinger dο 2: 100 ⅛ Gold al mareco. 214 213 — W. Marz.
Meteorologische Beobachrtungen.
Morgens 6 Uhr.
2 Ubr. 10 Uhr. Beobachtung.
Uanz. do. in T.— 7 ½ — Neue Dukatan 872 Weatp. Pfandhr. 27 1025% 29⸗ Friedriehsd'or 3 / 13 Grofsb. Pos. 404 105 ¼ 10 4 ¾ [Asd. Goldmün-
ven à 5 Thl. Diskonto Dunstsaͤttigung
12 Mettot..
“ A 9 h Vro'o on 2* Wind 9ö a . “ Wolkenzug.... 4 er e. lehas b Tagesmit Niederl. wirbl. Sabuld 5215⁄1¼., 5 % 49. 9823, Kanz. Hill. 24 ⁄. 3 5 % Span. 1 6. Passive 7 8. Ausg. Sch. 14. Zinsl. 77⁄⁄. Preuas Prim.-Seh. —. Foln. —. Oestecr. Met. 105 ¼ ““ Antwerpen. 25. Märe 11en a
Luftdruck —
— .—
K
esterr. 5“ % Met. 108 5 ½ 7†7 0 1 8 1 „ 84
1 S 90 * 1 d 1 0 101 8 G. 9h 29⁹ „ 59³4 3 6. g str s 1 % 25 % 6. Rank. Acouen 2194. 2192. 1 Partial- Ubl. 168. G. . eerege. (Loose zu 500 fFl. 129 1. 1487½. Luse 2u. 100 F —. Preuss. Präm. Sch. 73 G. do. 4 % Anl. 102 ¾ G. Paoln. I. oose 71 ¼. 71.
Eizenbahn-Acrien. St. Germain 555 Br. Veéersailtes rechtes
Thaurunkt.. ——
333,66„Par. 333 65 Par. 334,19“„Par.] Quelwaͤrme 549 R. Luftwärme... 4. 08 0 A.]4+- 270 82 1,2 0 R. Flußwärme 0,2 0 R. 0,29 R. + 0,20 R.
83 vEt. trüͤbe. No.
re: 323
—
öonig
Dienstag, 31 Maͤrz. Im Opernhause stenm t
b ür 81 ne 18, 31. Mäarz. — „ zum erstenmale wie⸗ Ziinsl. 8 ¼. S u 1“ derholt: Lucrezia Vorgia, Oper mit Tanz, in 3 Abth., von rankfurt a. M., 27. März. Herrn CElaͤpius. Musik von Donizetti. (Herr Beper: Gennaro,
8
Nachmittags Abende Nach einmaliger d
+ 0,40 R. Bodenwaͤrme 2,6 0 R.
81 rCt. 85 vEt. Ausdünstung 0,016„Rb.
truͤbe. trübe.
W. W. Waͤrmewechsel +.˖2,9° + 0.20.
80“ Par. + 1,0 9 R. P. 0,2 °R.. 83 vCt. W.
8 W.
— — ——
liche Schauspiele.
Im Schauspielhause⸗ †) Une couronne dans P'evil, comédie en 1 acts. sar Mr. de Colombry. 2) Keitly, vaudeville en 1 acte. 5 % Span. Anl. 10. 9 . 2 ½ % Holl. 5211 †ꝗ 92. 3) —2 ct gargan, raudeville en 1 ac1, rr. Mr. de Cobombey.
Mittwoch, 1. April. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗
UCfer 555 kr. 40. linkes U'fer 360. Bc. Strafshurg-Hasel 360 Rr. male: Boris Godunow, Zaar von Rußland, Tragodie in 5
Bordeaux-Tesce —. Sambre- Mense —. Leipzig Dresden 99 ½ Br. Aufzuͤgen und einen, Vorspiele, von E. Raupach.
Köln-Aachen 87 ½ G. Comp.-Centrale —.
— — — —.— — — — 2* ————
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Itruerne atz M . —9
111ö1“.“ . 2 . V 1 8 8 11“
8 8 abdmmter.
Niederschlag 0,020"„0 Rd. ⸗
1 1
Dent 5 n1 he st 5 d b sches Theater. 84 nstag, 31. Maͤrz. Endlich hat er es doch gut gemacht. Lustspiel in 3 Akten, nach einer Englischen Idee fuͤr bie Deut⸗ sche Buͤhne bearbeitet von Albini. (Herr Findeisen, vom Hof⸗ Theater zu Meiningen: Mengler, als Gastrolle.) Hierauf Das Kunst⸗Kabiner. Komische Lokal⸗Scene mit Gesang, von 9. Lenz.
Mittwoch, 1. April. Auf Begehren: Zum treuen S chaͤfer Komische Oper in 3 Akten, nach dem Franzoͤsischen des Seribe * vom Freiherrn ven Lichtensten. Musik von
* 4— 2.
X“
8 Die vierteljäͤhrliche Proͤnumeration der Staats⸗Zeitung betraͤgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. fuͤr das Inland. — Bestellungen fuͤr Berlin werden in der Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht und jeder Praͤnumerant erhaͤlt das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. — Auswaͤrtige, des In⸗ oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeirig bei den resp. Post⸗ Aemtern; wer dies versaͤumt, kann nicht mit Gewiß⸗
heit die Nummern erwarten, die vor der hier einge⸗
gangenen Anmeldung erschienen sind.
Verantwortlicher Redacteur Arnold. Gedrudt bei A. W. Hayn.
——— 2—
Bekanntmachungen. „en der Graf Ntcolaus v. Czaveh, 8 b werden hierzu össentlich vorgeladen. Bekanntmachung. —* romherg, den 20. Dezember 1839.
Die bisher zu einer General⸗Pacht vereinigt gewe⸗ senen Vorwerke des Domainen⸗Amts Schrimm, im Schrimmer Kreise, fünf Postmeilen von Posen, in
———yj.—
Ediktal⸗L ad
der Nähe der Stadt Schrimm und des schiffbaren Auf dem mit seinen Haupt⸗Bestandtheilen gegen⸗ Wartha⸗Stroms belegen, sollen, in zwei Pachtungen wärtig dem Königl. Prenß. Herzogtbume Sachsen an⸗
ung.
vorerwähnten Oberst⸗Lieutenants Carl
Betheiligten aufgehört habe und diese 5 Alledium geworden sey, wegen der in
etheilt, von Johannis 1840 bis dah 858 mübei der Stises⸗R ei g Johannis is dahin 1858 im Wege gehörigen, vorhin bei der Stises⸗Regierung zu Merse⸗ Kitzen, Behufs der Ausmittelung etwan
der Submission verpachtet werden.
burg als Mannlehn verliehenen, später jedoch allodifi⸗ten Interessenten, um Anordnung des g.
Dse Erste Pachtung, mit welcher für jetzt die zirten Gute Kitze — 1 d achtung, welcher Gute Kitzen, wovon bei der Landes⸗Abtretung stal⸗Prozesses, gleichwie Amts⸗Verwaltung übertragen wird, besteht aus dem im Jahre 1815 zwei mittelst Reskript vom 20. März veaasr. oihanen scgcee n Feenus
Vorwerk Grzvmpstaw und Pvszaca, enthaltend Brachhal⸗ Superfielat⸗ Parzellen an 8
esen. tende Wie⸗ Hütungen. Inhalt incl. sen. undrauchbar
Gärten. Acker. 2 Wi ““ 21 Acker Wiese 24 15 993 114 Vorw. Drzonek
21 — 846 173 22 15 — — 125 30 10 ⁄17 102 Antheil des Grzvmystawer Sees
171 75 160 126 50 1271 121 ist ein Lehnsquantum von
21,875 Thlr.
üiberhanpt worden.
1 . 2 2 im Conventions⸗Speciebus für die von D
1823 ebenfalls in Erbe und Allodium verwandelte
8. — . M. R. M. R. M. N. bei dem Königl. Sächs. Staatsgebiete verbli
“
25,000 Mfl. oder
.
Wenn nun hierauf letzteres mittelst
Inung vom 9. April dieses Jahres dem eben sind,
Kreisamtes auf obiges Gesuch Entsch
jeskauschen werde, und letzteres für unbedenklich e xnE banhEE888“ ö kari 9 34 E
8 4 5 Agnaten und Mitbelehnten hvpotbekarisch versichert zu gewähren; so werden hiermit alle diejenigen, welche Termine, an Justizamtsstelle allbier persönlich oder an das oben bemerkte, auf dem bei dem Königreiche durch gehörig legitimirte und instruirte Bevollmächtigte
8 . 8
Erdmann von Jahres angesetzten Termine, so wie die in den Brila⸗
Dieskau, zu Erweislichmachung des von ihnen ang Tr. 288 ipzi 23 6, — machunf ange gen zu Nr. 288 der Leipziger Zeitung vom vori sührren Umstandes, daß die Eigenschaft der auf dem Jahre und zu Nr. 10 dersa en Feltung vom 52,88 Gute Kitzen hypothekarisch versicherten Post von 25,000 Jahre, in 1 —
Mfl. als eines Lehnsquantums nach Absterben aller vom vorigen Jabre und in Nr. 18 des Dresdener An,
r. 336 und 357 des Dresdener Anzeigers
orderung freies geigers vom heurigen Jahre, und in Nr. 104 des All⸗ ndem Königl. gemeinen Anzeigers für die Preußischen Staaten vom,
Säͤchs. Staats⸗Gebiete gelegenen Theile des Gutes vorigen Jahre und in Nr. 9 und 29 dieses Anzeigers
iger unbekann⸗vom heurigen Jahre dazu enthaltenen Vorladungen eserlichen Edik⸗hiermit ausdrücklich widerrufen und resp. zurückgenom⸗ auf die Haupt⸗men und statt dessen nunmehr, ergangener ferneren Seits bereits Auordnung vom dien vorigen Monats zufolge, alle
vor sich gegungen, bei dem Königl. hohen Appella⸗ diejenigen etwa noch vorhandenen Mitglieder des Pflngk⸗
8 -gh tionsgerichte zu Dresden, hof 1“ 8 80 zu Dresden, als Lehnhof,
gebeten. schen Geschlechts Meißner und Osterländischer Linle, hoher Verord⸗ welche über die beabsichtigte Veräußerung des Vorwerks unterzeichneten Gohrisch sammt Zubehörungen und die dammt in Ber⸗
Kreisamte zu erkennen gegeben hat, daß hochdasselbe bindung stehenden Angele 8 8 gegeben hat, da ’ bindung genheiten ihre Erklärun “ so viel das Interesse der Lebis⸗ und Hopotheken⸗Be⸗bei den Akten noch nicht abgegeben haben bheda0c hörde betrifft, geschehen lassen könne, daß Seiten des anderweit aufgesordert, 8 1.“
ließung gefaßt den 1 9. Augu st 1 8 10, 1
achtet, dasselbe sals an dem hierzu neuerdings festgesetzten Aumeldungs⸗
44 15 1840 107 55 145 75 160 251 86 273)7 08 Durch eine Stiftungs⸗Urkunde, 4. d Knauthavn S er — 125 2N 251 86 27 eine Ste unde, 4. d. — Sachsen verbliebenen Theile des Gutes §. . . igens⸗ Das geringste jüdrliche Pachtgeld, wefür nach s den 20. Jult 1664 und fenfirmirt Dresden „us 20. n2- eAnn . e Kitzen noch zu erscheinen, sich anzugeben, in der Eigenschaft als
zestsetung die Verpachtung nur erfolgen soll, beträgt Juni 1608, hat nämlich Carl von Dieskau auf Knaut.
25,000 Mfl.
bei dem obgedachten Familien⸗Fideikommisse betheilt 9 8 amilte eiligte Fideikommiß⸗Interessenten sich zu legitimiren, mit —
1283 Thlr. 10 pf. inch ½ Gold. Die Pacht⸗Cantion bahn für jeden seiner 6 Söhne Hans, Otto, Heinrich, Ansprüche machen zu kö chti s 450 FThir. neben der besondern Cantion für die imts. Carl⸗ Gelßter und Gebhard Gebrüder von lskau 7 ve sich für berechtigt hal⸗sin der Person des Herrn General⸗Accis⸗Inspekrors
Verwaltung von 700 Thlr. Mit Johanni 1826 tritt eine Erhöhung der Pacht von 5 pro Cent und mit
ein ö von 40,000 Mfl. errichtet, und es ist diese Disbosition von den Betheiligten i
. von 5 Fy desition 1 in einem welcher zum Anmeldungs⸗Termine anb IJohannt 1852 wiederum eine Erhöhung von 5 pro unter dem 5. April 1675 ausgestellten, am 10. November sist, bei ¹ 88.e. hen.
Verlust ihrer Ansorüche und de
Cent ein. 16 b bestätigten Reverse ausdrücklich anerkannt worden. sthat der Wiedereinsetzung in den vorige
Die Zweite Pachtung besteht aus dem Vorwerk Nochdwo, enthaltend — 9
weiten Vertrag vom 8. Mai 1743 eine Erhöhung der
den Sechsten April 1840,
Adv. Karl August Lorenz zu Havn bestellten Kontra⸗ diktor, so wie mit den Bevollmächtigten der bereirs raumt worden bekannten Mitglieder des Piluglschen Geschlechts ihrer r Rechtswohl⸗ Legitimation halber rechtlich zu verfahren, nächstdem n Stand, an saber auch über den beziehendlich aus freier Haud und
Spaterhm. jedoch, und nachdem durch einen ander Leühger Amtsstelle in Person oder durch legitimirte im Wege freiwilliger Lscitatien zu bewirkenden Verkauf evollmächtigte zu erscheinen, ihr Forderungsrecht an⸗des Vorwerks Gohrisch sammt Zubehörungen, mit Rück⸗
Brachbal. FSurverztian, bis dahim, noch! nicht angefallenen Lehnsquantorum zumelden und 8 bescheinigen, mit dem Bevollmäch⸗sicht auf die dieserhalb bereits getroffenen, aus den 1— ;
Garten. Acker. Wiesen. tende Wie⸗Hütangen. Indalt inel. von 40,000 Msl. auf 50,000 Mfl. erfolgt, sind davonftigten der Dies
auschen Erben, Herrm Dr. Mothes all⸗auftragsweise allhier ergangenen Alten unter Kep. VI.
sen. Undrauchbor 25,000 Mfl. auf das Gnt Kitzen sammt dem Vorwerkeshier, binnen 4 Wo 8 B sen. b ] r Sem — - 8 „ ochen darü⸗ 9 und z ge 8 Finlei . M. N. M. M. M. N. M. l. M. N. M. . . Scorlopp und Zubehörungen als Grundschuld über⸗beschließen, auch sodann se.sa dn ., —.
27 40 1143 98 185 21 30 149 455 198 1925 115 tragen und Seiten der damaligen Besitzerin, Christia⸗
den Neunten Mai 184
Vorw. Pelczyn nen Erdmuthen Rosinen verehel. Hänel, geb. A. der * Vorw. Pet nen Erdmu verehel. H „geb. Auer⸗[der Inrotulation der Akten zur Versendu 12 67 523 13½à 28 130 75 22 178 602 101 bach, für eine Post, welche sie in der Eigenschaft un⸗lichem Ertenntnisse und
7
39 107 1667 42 218 151 38 144 497 170 2538 36 Das jährliche Pachtgeld beträgt 112 Thlr. 26 sgr. kanschen
Fchzui bezahlter Kaufgelder bei der Erkaufung des Guts von
den Zehnten Juni 184
Hans Geißlern und Adolph Geißlern ven Dieskau, der Publication des Urthels sub poena als ein diesen Vertäufern und den damaligen Dies⸗[zu versehen.
Anträge sich zu erflären und nach Befinden weiterer 0 Verhandlungen in der Sache sich zu versehen, widri⸗ ng nach recht⸗genfalls aber gewärtig zu seyn, daß ste in dasjenige.
was hierunter, so wie wegen der ferneren len. 0 der aus dieser Veräußerung zu erlangenden Kaufgelder, publicati sich sim Interesse des Fideikommisses und der damit sonst in Verbindung stehenden Angelegenheiten allenthalben
8 pf. incl. ½ Gold; die Caution 400 Thlr.; die Stei⸗ Kitzen, v lgnaten und Mitbelehnten an dem Gute Uebrigens haben auswärtige Interessenten zu An⸗entweder von den schen bekannten Mitgliedern des
gerung der Pacht wie vor.
ermöge der zwischen ihnen bestehenden Fami⸗
Außer dem Königlichen Saaten⸗ und Bestellungs⸗ en⸗Vertraͤge, Pgedöriges⸗ ohne deren gemeinschaftliche stigte am hiesigen Orte zu bestellen.
Inventariv befindet sich bei den Vorwerken kein Konkurrent un
teres Inventarium. Der äuzerste Termin, bis zu welchem versiegelte
Kollegii, Regierunas⸗Rath Troschel, angenommen wer⸗ den, ist auf den 8. Mat c. bestimmt. Die Herren Be⸗
Ag. d. 8 Eben so ist dieses Lehns 25 00 b werber werden sich bei der Uebergabe der Submissiouen, ieses Lehnsqauantum der 25,000 Mfl. ecediectalzkabnng. b b siouen, annoch in dem neuesten über das Gut Kitzen sammt bas *
bei demseiben zugleich über ihre Kuglification und
vpei⸗ rrent und Buittung nicht zu bezahlendes Lehns⸗ auantum, übernemmen, laut diesfallsiger Schuld⸗ und Pfandverschreibung vom 9. Mai 1789 agnoscirt, es Der Hofrath, Kreis⸗Amtmann und d. K Pacn⸗Offerten, und zwar von dem Justitiartus des ist auch in diese lUebertragung von der vormatigen 1
— Stifts⸗Regierung zu Merseburg unter dem 11. Juni 11789 ausdrücklicher Konsens ertheilt worden.
Leipztg, den 6. November 1829. Königl. Sächsisches Kreisam
Ritter, Ferdinand August K.
11
— —— —
über den Besitz des erforderlichen Vermögens vemügend Zubehörung. wischen dem Kaufmann Joachim Chri⸗[bei dem mit dem Gute Tiefeuau zu dent
auszuweisen und gleichzeitig die ihnen vorzulegenden Pacht⸗Bedingungen zu vellziehen haben.ü
stian Lüche ünd dem Königl. Preuß. Geheimen Regie⸗ rungs⸗Rath ꝛc. Christoph Alerander Carl Friedrich
2. 8 na Fs 8 1 3 . 1221. 1. Vermessungs⸗und. Bonitirungs⸗Register der Bor⸗ fsreiherrn von Wylich abgeschlossenen, so viel die hier⸗Vorwerke Gohrisch solche Veränderungen werke, die Insormation, werauf das festgesetzte gerinaste aündi chen Parzellen beregten Gntes anlangt, am 2. okonemischen Verhältnisse eingetreten, welche den Se⸗ deer 4 0. September 1840
Pachtgeld beruht, und eine nähere Nachricht darüber
wie es mit der Abgabe der Pacht⸗Offerten gebalten eu pretii non soluti mit übernommen worden, das⸗ Withelm Eberbard Ferdinand Pflugk, unt
werden soll, nebst dem Entwurf zu dem abzuschtießen⸗ selbe baftet auch auf sothanen Guts⸗Parzellen, mit
den Pacht⸗Kontrakt, kann täglich innerhalb der Dienst⸗ welchen Fegenwärtig
nahme der etwaigen künftigen Ladungen Bevollmäch. Pflugkschen Geschlechts bereits genehmigt worden 8
oder von Letzteren, so wie von den sonst noch ig sich anmeldenden Interessenten, etwa annoch beschlessen t. werden wird, für einwilligend, ingleichen aller und je⸗ S. C. B. O. der Successtons⸗ eder anderen Ansprüche auf das von unadt. sdem wehrerwähnten Fideikommisse durch die beabfich⸗ tigte Veräußerung a zutrennende Vorwerk Gohrisch sammt Zubehörungen, auch der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, für verlustig
zn 8 4 „ 11.““ In Felge von Frohn⸗ und Hutungs⸗Ablösungen sind werden geachtet werden.
ven August. Zur Jurotnlation der Akten Behufs der Versendung
Ferdinand Grafen Pflugk unter dem 20). Juli 1709 derselben zu Abfassung eines Präklusiv⸗, so wie eines setztwillig errichteten Familien⸗Fideikommisse gehörigen über die Legitimation der sich Anmeldenden, auch nach
der früheren Befinden sonst zu fällenden Erkenntnisses in der Sache inst
November 1822 bestatigten Kauf⸗Kontrakte, in par⸗ nior des Pllugkschen Geschlechts, Herrn Kammerherrn nächstdem aber zur Publication des gedachten Er⸗
er bereits er⸗kenntnisses
klärter Zustimmung der übrigen bekannten Mitglieder der 4. November 18 40 des Pfluͤgkschen Geschlechts, bewogen vaben, Einleitung terminlich anberaumt worden, und es wird dieses Er⸗
8. 4 55 2„ 78 2 ;2 Sile v 37. 1 4 8 7 8 7 stunden in unserer Registratur eingesehen werden. Frau Allerandrine Louise Charlotte verw. Gräfin 88 treffen, ernauntes Borwerk Gorisch nebst dessen Zu⸗stenntniß besagten Tages ruͤcksichtlich der in so hanem „
Posen, den 17. März 1840. V und deren Bruder,
Alerander Adolph Freiherr von
u ß. 8g 8
mertmendiger Berkauf. b er⸗Landesgekicht 9 Bromberg. hier beliehen sind, zur Zeit noch ung
Die im Inowraclawer Krei 1 ü E . 1 2 5“ belegenen Rittergüter Es haben aber sowohl
bei Regulirung der gutsherrlich bä erhä eg 1 bäuerlichen Verhält⸗ nisse eingezogenen Entschädigungs⸗Ländereien von — Morgen 144 JRuthen und der Rente von 135 Tylr. land schaftlich, Pv. 37 7* Thlr. 20 sgr. 10 pf. abge⸗: Erdmann von Dieskau - . 4 Uhr⸗ x — 1840, Vor⸗ vie auch außer ihm ittag . entlicher Gericht 8 hastirt werden. fensa “ 6
Tare, Hypothekenschein und Bedingungen fönnen in unserer Registratur eingesehen werden. ee. Die dem Aufenthalte nach unbekannten Real⸗Gläͤu⸗ 4) biger, 1) die Rosine, geborne Wendland, verwitwete Lilien⸗ 8 r
Härtner zu Dresden,
von Bonin zu Gera,
thal, verehelichte Lange, und deren Ehemann, der 5) —
Kruabesitzer Lange, Iie beiden Kinder des Carl Lilienthal, August Wil⸗ chweidnitz,
egistratur⸗Assistent zu Barlin,
von Dankelmann, geb. Freiin von Hertefeld,
Hertefeld,
elöscht.
Heinrich Edler von Gärtner zu Spremberg, als executor testamenti eines im Jahre 1814 zu weitere ¹ s Nürnberg verstorbenen Oberst⸗Meutenants Carl Sächsischen Hohen Appellations⸗Gerichte
räulein Ernestine Henriette Friederike Edle von
als: err Robert Julius Friedrich Moritz von Bonin, bnigl. Preuß. Lieutenant der Garde⸗Artillerie der⸗ Edictal⸗Citationen außerhalb des Kon
bchörungen, ausschließlich jedoch einer mi
Königreiche Sachsen und beziehendlich a
Da aber die angegebenen, zur Zeit bek
glieder des Pflugks
t dem Kom⸗ Termine Außengebliebenen Mintags 12 Uhr für publi⸗
en; * 2 pler des Gutes Tiesenau zu vereinigenden Wiese, die zirt angenommen werden. 8¼ jen. der Königl. E. Ritterschafts⸗Rath Herr Tarl Dürrwiese genannt, theils an den Staatssiskus im Uebrigens haben auswärtige Interessenten zu Wabr⸗
u den gegen⸗nehmung ihrer Rechte und Annahme künftiger Aus⸗
als die von obbesagtem Geheimen Regierü 1 Fidei iß⸗Inhaber, H August Heinrichss S
1 ꝛsag He hen Regierüngs⸗Rath wärütgen Fideikommiß⸗Inha er, Herrn August Heinrich sertigungen Sachwalter am hiesigen Orte mittel
bn Freiherrn von Wylich zum Besitz des Gutes Kitzen Pflugt, aus freier Hand zue verkaufen, theils im Wege richtlicher Vollmacht zur 85 IWI1“ 88 feestamentarisch berufenen Erben, gemeinschaftlich all⸗freiwilliger Subhastation zu veräußern.
Havyn, den 17. März 1840. 1 annten Mit.⸗ 88 Königl. Sächs. Justizamt. “
chen Geschlechts in der Eigenschaft B
7. 2 EA 8 8 - . *&* btt ¹ che, mut Einschluß der 1) der Königl. Preuß. Majer Herr Erdmann Carlsals alleinige dermalige Fideikommiß⸗Interessenten für genugsam legitimirt nicht zu erachten und sonach die weitere Beschlußnahme über die bei dem Königlich
““ Bekanntmachung. zu Dresden, Am Donnerstag den 23. April 18 0, Vormit⸗
als Lehnhofe und Fideikommiß⸗Behörde, erbetene Ge⸗tags präcise 10 Uhr, zu Lübeck im H
nehmigung jener Veräußerung zu beanstanden gewesen, schen ebens . Berücherungs⸗ .eunrcdar “ so war auf dieserhalb ebendaselbst beschehenen Antrag straße Nr. 16: “
8 zu Ausmittelung der etwa außerdem noch vorhandenen Fran verw. Stadthauptmann von Egidy, geb. unbekannten Mitglieder des Pflugkschen mit Erlassung der gesetzlichen Edictalien nach Maßgabe des Mandats vom 13. November 1779, die Erlassung worin die revidirten Statute der Societät zur Bera⸗
Außerordentliche General⸗Versammlung der Herren
Actionaire der Deutschen Lebens⸗Versich Gesellschaft, s sicherungs⸗
Geschlechts,
kursprozesses thung und Beschlußnahme vorgelegt werden.
betreffend, zu verfahren, das unterzeichnete Justizamt: Lübeck, den 20. März 1840.
au Louise von Kreckwitz, geb. von Bonin, zu durch ermeldetes Hohes Appellationsgericht auch Seiten des Amts bereits zur Anberaumung und öffentlichen Bekanntmachung diesfallsiger Termine ver⸗
8 uund helm und Louis, V 6) Herr Otto Bogislav von Bonin, Königl. Preuß. schritten worden.
2) die Majorin Wilhelmine Behrendt, geborne Freiin v. Schrötter, 8
Eingetretener Umstände halber werden
8 G ssämmtlich als Erben und bezüglich als Nacherben des auf den 28. April, und beziehendlich W.
P
angewiesen, Namens der Direction der Deutschen Lebens⸗ Blerrsicherungs⸗Gesellschaft. 79 C. W. Vermehren, loh zeme General⸗Agent. 8 uni dieses 1“]
Amtl. Nachr.
Rußl. u. Dol. Warschau.
Forts. der Verhandl.
Rede Berrver's. — Nachr. Ertlärung Marofko’s.
Großbr. u. Iri. Unterb. Opiumhandel. Zoll⸗Einnahme. — Ursa
Erklärung des „Jeu
bean abgereist.
xche Bundesst. bh (Hannov.
Papiergeld.
Oesterr.
Port.
Serb. Michael.
Türkei.
Inland. lau.
rankr.
Nievberl. Belg. Deuts
Allgemeine
E“
2 E““
aus Wien. Partei⸗Operationen. Huldigung und er
Fortschreiten der Reforn Königsberg. Wirksam unft des Großfürsten Thronfolgers.
Inhalt.
Aufenthalt u. Abreise des Thronfolgers. wegen der geh. Fonds. — wegen der Kriegs⸗
Engl. Oesterr. Handels⸗ 8 Pearse’'s Petition. — London. des Streits mit China.
rn. de la Havpe.“
— Die Rheinländische Eisenbahn. Kammer⸗Verb. — Darmst. ache). — Braunschweig.
Hannoper. K Verfassungs
sie Regierungs⸗M.
nen. keit der Schiedsmänner. —
— .“ aßregeln des Fürsten
ten des desgerich dem Land⸗ 1 Gerichten des Eckartsbergaer Der bisheri muͤller ist zum Justiz⸗Kommissarius b. erichte zu hleusingen und den in Patrimonial⸗Gerichten bestellt worden. Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendar um Justiz⸗Kommissarius bei den Gerichten
mann Hibsch ist 1 1 reises, mit Anweisung seines Wohnsitzes in
des Rothenburger Rothenburg, bestellt worden.
8
Großfuͤ glänzende S vornehmsten Gaste dargestellt. das Militair⸗La derselbe sechzig Mit Utät und der obersten Thronfolger im empfangen wurde. ren hier veranstaltet Rathhaus⸗S zaͤhlt, dar Kuͤnstler un 80 Fabrikanten beigesteuert. die er in ihrem ganzen dem Schlachtfelde v Statthalter. olger wieder enommen. eneral⸗Adjutant und General⸗Adjutant Adjutant Oberst Baryatynski und kowski, der Leibarzt Secretair Domoradzki.
Frankreich. Kammer.
werden kann.
könnte. ser Kammer über Fr. geschweige denn außerhalb v betrachtet, die an etwas ganz andere essen des Landes, so betruüͤbt man sich tief⸗ die Sympathieen und Autip
tigkeiten über Ruder gebracht haben. —
Ministericun ans
Der Justiz⸗Kommissarius selben Eigenschaft zugleich mit Verstattung zur P. Querfurter Kreises, versetzt, und de ts⸗Referendarius Kruͤger zum und Stadtgerichte zu Coͤlled
an das Land⸗
Angekommen: Se. Excelle schafter am Koͤnigl. uno G tersburg.
Franzoͤsischen
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Mafestaͤt der Koͤnig haben Christoph Scheel das Praͤdikat eines tions⸗Malers beizulegen geruht. Heydrich zu Coͤlleda ist in der⸗ und Stadtgericht zu Querfurt, axis bei den Patrimontal⸗Gerich⸗ r bisherige Ober⸗Lan⸗ tih⸗Kommissarius bei a und den Patrimonial⸗ Kreises bestellt worden. ge Ober⸗Landesgerichts⸗Refer Land⸗ und Stadt⸗ dessen Bezirke belegenen
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daler Johann Hof⸗Zimmer⸗Decora⸗
ius Herr⸗
der Kaiserl. Russische Bot⸗ ofe, General der Kavallerie nt, Graf von der Pahlen, von
8 Zeitu
onfolger eine vom it seiner Gegenwart. ne Reihe lebender Bilder stern fruͤh besuchte Se. Ujasdow, und Mittags zog Hoͤchst⸗ der hoͤheren Geistlichkeit, der Genera⸗ Behoͤrden zur Tafel. 2 Theater, wo Gestern nahm e Kunst⸗ und
Personen ein
Mitglieder
d Dilettanten.
Im Gefol General der und Gener Fuͤrst Dol Adlerberg,
Deputirten⸗ (Forisetzung.) allen Seiten als die Redekunst in der zu dem bereits bekannten zu haben scheint.
„Ich glaube nicht, viel Licht auf unsere wo jene Majerität, welche all In Allem, was g. wodurch den Uedeln, über die das Wenn man die Lage des agen geführt w
das glaͤnzendste
Er begann i
Ansland.
Rußland nud Polen.
Am Dienstag Abend beehrte der Fuͤrsten Statthalter gegebene Es wurde von den vor dem hohen Kaiserl. Hoheit
Sitzung
el. Abends erschien der er mit wiederholten Vivats gerb. die ihm zu Eh⸗ Industrie⸗Ausstellung in den Augenschein, welche uͤber tausend Nummern hundert Gemaͤlde und 17 Skulptur⸗T Zu der Industrie⸗Ausstellung haben und Handwerker aus dem Koͤnigreich Polen begab der Großfuͤrst sich nach der Citadelle, besichtigte, und von da nach bends war Konzert bei dem Heute fruͤh um halb § Uhr ist der Thron⸗ r abgereist; er hat seinen Weg uͤber Kalisch ge seiner Kaiserl. Hoheit befinden sich der Kavallerie, Graf Orloff, der al⸗Lieutenant Kawelin, der Fluͤgel⸗ gorukoff III., die Adutanten Fuͤrst der Wirkliche Staatsrath Schu⸗ Staatsrath Enochyn und der Regierungs⸗
Verke inlaͤndischer
vom 25. Berryer hielt einen Vortrag, der von eschildert wird, was bisher Kammer geliefert habe, und der nicht wenig Resultate des Skrutiniums beigetragen n folgender Weise: zu diesem Augenblick die Erörterung orfen, daß sie uns deutlich gezeigt hat, e Welt sucht, existiren und konstituirt agt worden ist, erblicke ich nichts, Land sich beklagt, abgeholfen werden Landes, die Kämpfe, welche in die⸗ orden sind, die man oft hier nicht, und das Treiben einer Kammer s denkt, als an die großen Inter⸗ tief, ob jener beständigen Strei⸗ athieen, die diese oder jene
Berlin, Mittwoch den Isten April
einmal durch ihre Grundsätze bezeichnen kann sondern die einen durch die Benennung 22. Februar, 6. September, 15. April u. s. w. bestän⸗ dig an den Kalender verweisen. Ich gestehe Ihnen, meine Herren, daß ich anfänglich glaubte, die Wildung des jetzigen Kabinets sev ein Ereigniß. Ich glaubte, daß ein Kabinet, welches seit 25 Jahren zum erstenmal aus den Reihen der Opposition hervorgeht, eine neue Laufbahn eröffnen, und wie Richellen zu den Botschaftern Europa’s sagen würde: Die Politik ist geändert! Ich glaube jetzt, daß dem nicht so ist. Ich habe in den Reden des Censells⸗Präsidenten und des Ministers des Innern nichts bemerkt, was auf eine solche neue Lage hindentete. Ich erblicke in der Stellung, in dem Plane des neuen Kabinets nichts, was den Beginn eines Ministeriums andeutete, wel⸗ ches als Besiegerin eines lange befolgten Systems auftriti. Ich er⸗ blige in dem neuen Kabinette nichts, was einem Minisierium gliche, welches im Namen der Opposition in die Verwaltung eintritt. Ja, meine Ungewißheit ist noch größer geworden, nachdem ich den ebren⸗ werthen Herrn Odilon Barrot vernommen hatte, ihn, der soust immer so klar ist, weil er mit ruhiger Ueberzeugung spricht. Es ist mir, ich bekenne es, nicht möglich gewesen, ihn zn verstehen, als er gestern die Gründe seiner Zustimmung darlegte. Wenn die Lage des neuen Mi⸗ nisteriums dem TConseils⸗Präsidenten aucch vielleicht nicht erlaubte, sich auf zu bestimmte Entwickelungen U. eap se begreife ich doch nicht, wie der Chef der Opposition nicht fühlte, daß er nothwendig sich deut⸗ lich über seine Unterstützung des Kabiners aussprechen mußte. Ich bekenne, daß das Wort Fortschritt, welches man se oft ausspricht, ohne es zu definiren, mir mehr als eine Hoffnung, denn als eine wirkliche Genugthuung erschienen ist. Was liegt in der That in die⸗ ser Debatte, das nicht den Charakter der Personenfrage an sich trüge! Und doch werden diese Personenfragen nur vorgeschoben, um die Dinge, üͤber die man sich nicht deutlich aussprechen will, zu verdecken. Für Jeden, der seit 10 Jahren die Lage der Dinge aufmerlsam beobachtet, gicht es im Schooße der Deputirten⸗Kammer eine tiefe Spaltung über Prinzipien. Und ich verstehe darunter nicht jene Fragen bleßer Form, jene Worte der Versohnung und des Fertschritts. Diese Worte stehen auf den Fahnen aller Ministerien, und Jedermann führt sie im Munde. Wer wäre der Teufel, der hier auftreten und sagen wollte: Ich will die Unordnung, ich will den Haß, ich verabscheue die Ord⸗ nung, ich verabscheue den Fortschritt! Alle Welt will die Ordnung, will den Fertschritt⸗ will die Freiheit, und eben deshalb sind es leere Worte. Sie machen den Gefühlen Jedermanns Ehre. Aber sie kön⸗ nen nicht dazu dienen, Männer zu ünterscheiden, die alle ein Herz im Busen tragen. Es giebt in der Kammer eine tiefe Spaltung. Sie existirt seit langer Zeit; sie ist in unseren Debatten durch zwei bedeu⸗ tende Männer bezeichnet worden, durch meinen ehrenwerthen Freund, den Herrn Dupin, und durch Herrn Guizot. Zwei Wörter, und da man die Dinge bei ihrem Namen nennen muß, zwei berühmt gewor⸗ dene Verbindungs⸗Wörter (Gelächter. Mehrere Stimmen: Auoique et parceque!) haben die Kammer gespalten, und hierin besteht auch die tiefe Meinungs⸗ Verschiedenheit. Nachdem durch diese beiden Wör⸗ ter der Geist der Juli⸗Revolution bezeichnet worden war, erklärte sich mein ehrenwerther Freund, Herr Dupin, (Lärm im Cen⸗ trum) erklärte sich, sage ich, mein ehrenwerther Freund .. (Aber⸗ malige Unterbrechung im Centrum.) Wundert Sie, meine Herren, die Beneunnnung, deren ich mich bediene? Möge die Kammer mir gestat ten, einen Ausdruck zu gebrauchen, den ich seit 30 Jahren nicht zu verleugnen nöthig gehabt habe. (Beifall. Herr Dupin: „Ja, wir sind Freunde und nicht Nebenbuhler!“) Ich sage also, daß Herr Du⸗ pin, nachdem er zuerst den Geist der Jun⸗Rerolution durch jene bei⸗ den Wörter bezeichnet hatte, und als er sich im Jahre 1834 über die Bedingungen aussprechen mußte, unter denen er in das Kabinet ein⸗ treten würde, ausdrücklich sagte, daß die erste von allen die einer wir f⸗ lichen Conseils⸗Präsfidentschaft wäre. Dieses Wort giebt mehr als lange Abhandlungen Aufschluß über die Prinzipien⸗Spaltung in der Kammer. Später, am Schlusse des Jahres 1838, hat sich dieselbe Spaltung durch eine neue Benennung offenbart. Man sprach von einer parlamentarischen Regierung. Es geht mit diesem Worte wie mit den Worten Ordnung und Fortschritt; denn Jeder er⸗ flärt sich mit denselben einverstanden. Es wird sich kein Mitglied in dieser Kammer finden, das nicht behauptet, ein Anhänger der parla⸗ mentarischen Regierung zu seyn. Ja, so lange das Wort nicht deut⸗ lich erklärt worden ist; aber wenn man dasselbe definirt, dann giebt sich die Spaltung kund. Um mich ganz deutlich auszudrücken: Es eristiren seit zehn Jahren in dieser Kammer zwei Factionen; die eine will, in Bezug auf den Gang und die Leitung der Angelegenheiten des Landes das parlamentarische Uebergewicht; die Andere will, in Bezug auf den Gang und die Leitung der Angelegen⸗ heiten des Landes, das Uebergewicht der Krone. (Unterbrechung im Ceutrum.) Lassen Sie uns aufrichtig seyn, meine Herren, das ist die roße Ursache der Spaltung in dieser Kammer. (Lebhafte Bewegung.) Isi es nun in einer solchen Lage nicht klar, daß, wenn ein Ministerium
eine starke und dauernde Majorität haben will, es sich ossen und aus⸗
schließlich einer der beiden Parteien zugesellen, sich zu einem oder dem anderen jener Svpsteme bekennen muß? Hat sich nun aber das Oppo⸗ fünione⸗Ministerium, das Ministerium der linken Seite, uns so gezeigt! Ich dächte nicht. Ich glaube nicht, daß seine Lage in dieser Hinsicht besser ist, als die des vorigen Ministeriums. Die Organe der Verwal
tung haben uns gesagt, daß sie einen vermittelnden Standpunkt ein
nehmen, und von da aus die gemäßigten Männer aller Parteien um sich sammeln wollten. Das heißt mit anderen Worten: Das Ministe⸗ rium stellt sich zwischen den beiden von mir bezeichneten Meinungen auf, und ruft diejenigen Männer zu sich, die die wenigste innere Ueberzeugung haben, und die ihrem Gedanken und ihrem Sosteme nur auf einer schwache Weise anbängen. Es versetzt sich dadurch in die Nothwen⸗ digkeit, daß es, statt die Männer durch das Vertrauen in seine Grund⸗ fätze um sich zu sammeln, diese Grundsätze je nach der Stellung, die die ihm sich zugesellenden Personen einnehmen, modifiziren muß. Ist dies nicht eine Lage, welche der Kammer eine baldige und unvermeid⸗ liche Zersplitterung bereitet! Das Land betrübt sich über diese Schwan⸗ fungen und diese Ungewißheit; es glaubt an eine baldige Erneuerung der Krisen, deren Beendigung man sich von einem Ministerium der linken Seite versprach. Die Lage eines Kabinets kann in der That nur dann stark seyn, wenn es eine entschiedene Stellung einnimmt. Ich frage daher das Kabinet, ob es seine flicht zu erfüllen meint wenn es aller Welt zuruft: „„Wendet Euch zu mir!““ Ishr wisset also nicht, mit wem Ihr gehen werdet? Und dennoch werdet Ihr, die Ihr Euch in der Opposition befandet, die Ihr aus der Opposition ber. vorgegangen seyd, um auf der Ministerbank Platz zu nehmen, die Ihr so viel Glanz durch die Ereignisse erbalten babt, welche Euer Schicksal so ganz anders gestalten, als das meinige; Ihr werder mich in Bezug auf Euch nicht ungerecht finden. Ich lasse Euch volle Ge⸗ nanigsest widerfahren. Ich fühle, daß ich Franzose bin und daß auch in Euren Adern Französisches Blut sließt. Ueber die Interessen des Landes bege ich keine anderen Gefühle als Ibr. Ader je ernster die Lage ist. je weniger müssen ausgezeichnete Männer sich von denen ins Schlepptau nehmen lassen, die sie selbst für unzulänglich erklärt haben. (Lärm im
Ministerien, die man nicht
Centrum.) Proklamirt Eure Grundsätze laut und öͤffeutlich und ver theidigt mit dsesen Grundsätzen die Interessen des Landes. Diree stedr
Euch besser an und wird Euch mehr Freunde gewinnen, als jene klei⸗ nen Tveserekts durch welche Ihr nur ungewisse Anhänger erweckt.”
Auf bik auswaͤrtige Politik üͤbergehend, griff Herr Berryer die Englische Allianz lebhaft an, und bestritt den von vielen Seiten aufgestellten Grundsatz, daß Frankreich nur eine Konti⸗ nental⸗Macht seyn muͤsse, und schon aus diesem Grunde sey eine aufrichtige Allianz mit England nicht moͤglich. Herr Berryer schloß mit folgenden Worten: „Minister, die Ihr aus den Rei⸗ hen der Opposition hervorgegangen seyd, Ihr koͤnnt erklaͤren, daß Ihr die Kinder der Opposition seyd; Ihr koͤnnt stolz darauf seyn, Ihr könnt festes Vertrauen in die Staͤrke dieser Revolution 22 den, aber Ihr muͤßt auch die Schulden derselben bezahlen. ie
Revolution hat dem Lande einen Zuwachs an Macht versprochen,
um seine Verbindungen auszudehnen, und seine Herrschaft zu begruͤnden; die Revolution muß diese Schuld bezahlen, und Ihr seyd damit beauftragt. Die Grundsͤtze, die im Jahre 1830 nach 12 ah⸗ riger Opposition triumphirt haben, sind Verpflichtungen. Das Land sieht Euch im Besitz der Kraͤfte, die der Revolution, welche Ihr hervorgebracht habt, eigenthuͤmlich angehoͤren. Ihr seyd uns fuͤr Frankreich die Anwendung dieser Kraͤfte schuldig! Ihr seyd uns an der Stelle der zertruͤmmerten Stäaͤrke die versprochene Staͤrke schuldig.“ — Unermeßlicher Beifall begleitete den Herrn Berryer auf seinen Platz zuruͤck, und daselbst angelangt, ward er von einer großen Menge von Mitgliedern aller Meinungs⸗ Nuancen und auch von mehreren Ministern begluͤckwuͤnsa t. Die Sitzung blieb beinahe eine halbe Stunde lang unterbrochen. Als sich die Ruhe einigermaßen wiederhergestellt hatte, erschien der Conseils⸗Präͤsident auf der Rednerbuͤhne und suchte die Behauptung des Herrn Berryer, daß das Ministerium sich bis setzt auf vague Ausdruͤcke beschräͤnkt habe zu entkraͤften. Es sey allerdings wahr, wie Herr Berryer in seinem so uͤberaus glaͤn⸗ zenden Vortrage bemerkt habe, daß die Kammer uͤber den Grundsatz der parlamentarischen Regierung getrennt gewe⸗ sen sey. Dieser Grundsatz koͤnne aber jetzt fuͤglich als erledigt betrachtet werden. An dem Tage, wo der Koͤnig einem
nisterium zu bilden, sey die Prinzipien⸗Frage geloͤst worden, und das Wort parlamentarische Regierung koͤnne die Kammer nicht mehr trennen. Die Krone habe bewiesen, daß sie das Wort niemals, woran die Restauration zu Grunde gegangen sey, nicht auszuspvechen gedenke. „Ich bin“, fuhr Herr Thiers fort, „ich bekenne es, ein Minister der Opposition, und an dem Tage, wo die Krone einen Minister der Opposition zu sich berief, ist, wie gesagt, ein Grundsatz gewonnen worden. Ich und meine Kollegen füͤhlen das volle Gewicht und die ganze Verantwortlich⸗ keit, die uns durch diese neue Epoche in unserer parlamentarischen Geschichte auferlegt wird. An dem Tage, wo ich die Schwelle der Tuilerieen uͤbertrat, wußte ich, welche Last sich auf mein Haupt senkte. Ich haͤtte schwanken koͤnnen; aber die Großartig⸗ keit der Lage, die Spaltung der Gemuͤther, der Zustand Europa s legten mir eine Pflicht auf, der ich mich nicht entziehen konnte. Ich vernahm die Stimme des Koͤnigthums und ich habe nur zus einem Gefuͤhl des Patriotismus meine setzige Lage uͤbernommen; dies schwoͤre ich im Angesichte meines Lan⸗ des! (Lebhafter Beifall zur Linken.) Ich werde Minister der Krone, und zu gleicher Zeit ein unabhaͤngiger Minister seyn, der im Stande ist, das, was er denkt, ihr mit Freimuͤthigkeit zu sagen. (Wiederholter Beifall.) — In Bezug auf die Englische Allianz bemerkte Herr Thiers, daß Frankreich dieselbe gewaͤhlt habe, weil sie auf gleiche Prinzipien haͤtte gegruͤndet werden koͤn⸗ nen. An dem Tage aber, wo das Interesse Frankreichs eine Auflöͤsung dieser Allianz erheische, wuͤrde sich Frankreich, ohne Gefahr zu befuͤrchten, davon lossagen. „Herr Berrper“, so schloß der Conseils⸗Praͤsident, „ hat von einer zertruͤmmerten Stäͤrke gesprochen. Ich weiß nicht, welche Staͤrke er meint, und will es nicht untersuchen, aber an dem Tage, wo die Regierung sich auf den Wunsch des Landes gruͤnden konnte, hat sie sich, er⸗ lauben Sie mir, Ihnen dies zu sagen, auf jene große Staͤrke gegruͤndet, die die Siege bei Jemmapbes, bei Zuͤrich und bei Austerlitz erfocht.“ (Lebhafter und anhaltender Beispiel zur Lin⸗ ken.) en Schluß der Sitzung fuͤllten noch einige weniger be⸗
vier aus.
— Sitzung vom 26. März. Zu Anfang der heutigen Sitzung nahm Herr Garnier Pages das Wort und hielt einen sehr pikanten Vortrag gegen das Ministerium. Er erblicke, sagte er unter Anderem, in der Zusammensetzung des gegenwäaͤrtigen Kabinets und in dem, was dasselbe bis jetzt gesagt habe, durch⸗ aus nichts, was ihn veranlassen koͤnnte, seine bisherige Stellung aufzugeben. Das Ministerium habe allerdings noch nichts ge⸗ than, aber es habe auch nicht einmal versprochen, irgend etwas zu thun, woraus man auf eine Aenderung der bisherigen Polnik schließen koͤnne. Auch er erblicke in dem Worte Fortschritt, wo⸗ mit man die Maͤnner der linken Seite zu bethöͤren suche, nichts Wirkliches. Man werde es sehen, oder er sey ein schlechter Pro⸗ phet, daß nach kurzer Zeit dieselden Klagen gegen die jetzige Ver⸗ waltung erhoden werden wuͤrden, die man seit 10 Jadhren mit Recht gegen alle Ministerien erhoden dade. Moͤchten andere ehrenwerthe Mitglieder Vertrauen zu Maͤnnern haben, die fuͤr den Appanage Entwurf und gegen den D. otations Entwurf gestimmt haͤt⸗ ten (alle Blicke richten sich auf Herrn Jaudert), er nicht. Das Ministe⸗ rium Martignac hade dei seinem Antritte gleich so enrtschiedene Maßregeln ergriffen, daß man an einer Veranderung des Sy⸗ stems nicht haͤtte zweiseln koͤnnen, und man thue daher dem jetzi⸗ gen Kabinet zu viel Ehre an, wenn man es mit dem Ministe⸗ rium Martignac vergleiche. Wenn man es mit einem Ministe⸗ rium der Restauration vergleichen wolle, so moͤge man dazu das Ministerium Decazes, jenes schwache, carakterlose, sich dald au
1 tüͤtzende M ium, waäͤhlen. Schließ⸗ diese, bald auf jene Seite stuͤzende Ministerium, lich erklaͤrte Herr Garnier Pagès, daß er gegen die F Fonds und gegen die Minister stimmen werde. Er Per. so beguem Aberaltsmus, daß ihm einige leere Worte und einis
nichtssagende Versprechungen genuͤgen koͤnnten⸗ Er wolle Tha⸗
1ü
Mitgliede der Opposition volle Freiheit gegeben habe, ein Mir
deutende Reden der Herren Mauguin, Duchtel und Jan-