usvige Deranmmachungen oes Gouverneurs b.
Preise d
in den für die Preußische
Monarchie bedeutendsten Marktstädten schnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.
es Krans AS. 1 à△ϑα. Mefr 21 n
er vier Haupt⸗Getraide⸗Arten
im Monat Juni 1810, nach
S.
5 % Neapl. fin cour.
einem monatlichen Durch⸗ 3 % Port. —o
— Weizen
Namen der Städte.
Roggen Gerste
Hafer Namen der Städte.
Gerste 1 Hafer ——
751⁄1 2 ¹ 85 78212 1 888/12 13 61⁄1 72 ⁄12
759612
Koͤnigsberg. Memel Tilsit Insterburg .. Rastenburg .. Neidenburg. Danzig.... Elbing . Konitz Graudenz Kulm 7102612 Thorn 62 ⁄1„
5SegES2ggge
—2———
24119⁄1 Magdeburg
Stendal...
. Nordhausen .. Muͤhlhausen Erfurt Halle
Torgau . .
nSùgggn
362/12
301151 41 V
30 - Bank-Actien —.
Rente üin cour. 118. 90. 3 % Kente
Lond. 3 Met. 301⁄18. 300 Fl. 66 do à 500 74. 8
d %, Met. 100 %¼.
6 ¾.
Paris. 24. Juli. ö ee. fin cour. 86. 30.
108. 40. 5 % Span. Kente 27 6. Passive Petersburg, 21. Juli. — Ilamb. 34 2. Paris —. Poln. à Par. Wien, 217. Juli. 4 % 3 % 83. 2 ¼ % —. de 183 728 ¾. de 1839 336 ⁄¼.
†
1 % 5
Aul.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 28. Jult.
Abgang von
Berlin.
Abgang von Potsdam.
Zeudauer
Zeitdauer [Si.] M E;
St. M.
Muͤnster. Minden ... Paderborn Dortmund
11 Vorn
3 6
u . H68 ⁄12 70 Fraustadt ... . 75 */12
Rawitsch .. . 79 Kempen 615⁄1
9v*ε8ꝙ
Koöln .. . Elberfeld. Duͤsseldorf Krefeld .. Wesel...
99
91
Sv28hggnen
1875⸗ 7111127
.
Brandenburg. Kottbus ... a. andsberg a. Stettin. Stralsund Kolberg.. Stolpe..
SgUg9nhe
“ 7“ Malmedy . EEET1ö111“ Saarbruͤck Kreuznach Simmern Koblenz... Wetzlar
—,———— àęgn8nSSSö2
81
895/12
92112 89
97112 97 ⁄1 2 82* 53 8 Akten, Musik v lle. 1e. Dlle. Gruͤnbaum: Emilie.) 9511612 8541⁄12
912⁄12 3⁄
— 2 „ 2
CäZ
10
Um 6 Uhr Morgens. 8 ⸗ *
Nachmitt. Abends.
20 27 45 4 ¼ 42 47 57
45 [um 6 ½ Uhr Morgens.
45 9 ½ 2 2* . 2 42 Mittags.. 43 Nachmitt. 4 40 Abends .. 44 . 6„
58
nitt..
UIililin
K 5b Donnerstag
Goethe. (Herr Freitag, 31
Gastrolle.
Hierauf: Die
Breslau Gruͤnberg
8
[92g
Hirschberg. Schweidnitz Glatz Neiße ... Leobschütz.. Ratibor
21*
— — —SS
8½2 35227,„
Durchschnitts⸗Preise 12 Preußischen Stäͤdte 5 Posenschen Staͤdte 8 Brandenb. u. Pom⸗ merschen Stäͤdte .. 11 Schlesischen Staͤdte 8 Saͤchsischen Staͤdte 4 Westfal. Städte .. 14 Rheinischen Staͤdte
v sS sS *
74712 7019⁄1 2*
77 ⁄12 65 5/1½ 5812512
,⸗9
922/12
Montag, 3
K 6 Donnerstag teuern, oder: W. Vogel.
13³⁄h1 77⁵⁄12 54112
68
4 Akten, von Ir. mit Gesang in girtes Mitglied ten: Louise von
112
Auswärtige 8 Amstordam, 25. Jull. Niederl. wirkl. Schuld 535⁄161. 5 % do. 101 ¾. 5 % Span. 221 5⁄16. Passive —. Ausg. Sch. —. Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. Met. —. Antwecpen, 24. Juli.
Zinsl. —. Neue Aunl. 22 G.
Börssen.
Kanz-Rill. 2315⁄16. Zinsl. 6 ¾42. Preust.
Hamburg,
Bank-Act. 1830. Engl. Kuss. 10912½.
London,
n. 3 % 23 ⁄½. Eugl. Russ.
Mex. 30 ¼. Peru 16 ⁄½.
Cons. 3 % 91 ½. Belg. 105 ½. Neue Anl. 2058. Passive 6 5⁄¾. 8 Aung. Sch. 12 ⁄½⁄. 20 ⁄ % Hloll. 53 ½. 50 % 102 ¾. 5 % 116. Chili 40.
27. Juli. 8 Marmorbraut.
27. Juli. sik von Herold.
Port. 35 1 4
Bras. 79 ¾. Columb. 27.
lichingen mit der eisernen
Sonnabend, 1. Aug.
Lustspiel in 1 Aufzg. 12 Sebleichhäͤndler.
Sonntag, 2. Aug. Orleans. (Frl. Ch. v.
Freitag, 31. Juli.
Sonnabend, 1. August.
e Schaufpiele.
m Schauspielhause: Goͤtz von Ber⸗ and, Schauspiel in 5 Akten, von Hendrichs: Franz.) — .Juli. Im Opernhause: Othello, Oper in 3 on Rossini. (Dlle. Schebest: Desdemona, 1ans
niglich „ 30. Juli.
Im Schauspielhause: Die Leibrent⸗ (Herr Bercht: Robert, als Gastrolle.) Im Opernhause: Die Jungfrau von Hagn: Johanna. Herr Hendrichs: Lionel.) Aug. Kein Schauspiel.
““
nigsstaäͤdtisches Theater. 8 „ 30. Juli. Zum erstenmale: Liebe zu Aben⸗ Abenteuer aus Liebe. Lustspiel in 4 Akten, von
Der Pariser Taugenichts. Lustspiel in C. Toͤpfer. Hierauf: Die Wiener in Berlin. Posse 1 Akt, von K. Holtei. (Dlle. Pleß, neu enga⸗ dieser Buͤhne: im ersten Sruͤck: Louis, im zwei⸗ Schlingen, als Debuͤt.)
Zum erstenmale:
Zampa oder die Akten, nach dem Französischen.
Oper in 3 Mu⸗
Berantwortlicher Redacteur Arnold.
8
Gedruckt dei A. W. Hayn. ½
—
Allgemeiner Anzeiger
Bekanntmachungen.
Aus z ugg. G Auf den Antrag des Gutsbesitzers von Hagemeister auf Clausdorf werden Alle und Jede, welche an das von ihm verkaufte, im Franzburger Kreise belegene Allodial⸗Gut
nebst dortigen Saaten und Alterarbei⸗
Inventarien,
ten, Forderungen und Ansprüche zu haben vermei⸗
nen, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der nachfolgenden Termine:
den 7. und 28. Juli, auch 18. August c., bei Vermeidung der am §. September c. zu erken⸗ nenden Pränuston, vorgeladen.
Deatum Greifswald, den 5. Juni 1840.
Königl. Hofgericht von Pommern und Rügen.
(ii. 8.) Ziemssen.
Ber in⸗Frankfurter Eisenbahn.
Die Herzen Actionaire der Berlin⸗Frankfurter Eisen⸗ bahn⸗ Gesellschaft werden hierdurch aufgefordert, die iste Einzablung von 9 ¾ pro Cent guf die ihnen zu⸗ stehenden Actien⸗Summen in den Tagen vom 3. bie inclusive den 15. Augnst d. JX.. mit Ausnabhme der Sonntage, in unserm Büreau, Oberwallstraße Nr. 3, Morgens von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr zu leisten. Auf den dafür entgegen zu nehmenden Wuittungsbogen wird die Zahlung von 10 pro Cent durch einen der Direktoren oder Stell virtreter und den Reudanten Herrn Thimm beschei⸗ mit sevn, indem das früher eingezahlte halbe Pro⸗ cent dabei mit angerechnet wird. Es wird gebeten, die Auittungen über dieses halbe Procent, welche durch die Ausfertigung der Quittungsbogen bei der jetzigen Einzahlung ungültig werden, bei der Zahlung zurück zu geben. Berlin, den 12. Juli 1840.
Die — der Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn⸗ Gesellschaft. (gez.) Carl Treu für den Vorsitzenden.
88 Düsseldorf-Elberselder Eisenbahn.
Eilfter Actien-Beitrag.
Die Herren Actien-Inhaber der Düsseldorf-Elber-. felüer Eisenbahn werden, in Gemässheit des §. 5.
ihren
itrap
des Statuts, eingeladen, von dem Betrage Actien-Berechtigung den eilften und letzten B mit zehn Procent an die Bnquierhäuser: Wilhelm Cleff in Döüsseldorf oder vonder Heydt-Kersten & Söhne in Elberfeld bis zum fünfzehnten September dieses Jahres ein- zuzahlen und dabei die über die vorherigen Bei- träge erbaltene Quittung wieder vorzulegen, um darunter die jetzt zu ertheilende Quittung ebenfalls auszufertigen. 1)a alsdaun das Actien-Kapital vollsrändig ent- richtet ist, so wird wegen Aussertigung der Actien-. Dokumente nach Mafsgabe des Statuts §. 3 gegen Ausltieferung der letzten Parriel- Qeittungen die nä. here Bekanntmachung erfolgen. Dösseldorf, den 9. Juli 1840. Ie Direertio
Quest. Deus.
—— mit der Pertinenz Barhöft, teten Gebaͤuden, bestehend in einem großen
In Dresden . V soll am 7. Au gust d. J. durch das Wohllöbl. Stadtgericht baseton. laut dessen Bekannt⸗ machung vom 4. Juli, ein schönes Grund⸗ stüc von cu. 34,000 HEllen Flächeninhalt
mit den vor einigen Jahren darauf errich⸗
herrschaftlichen Wohnhause, Gärtnerwoh⸗ nung, Wagenremise, Pferdestall, Wasser⸗ haus mit Reservoir, Gartensalon ꝛc. frei⸗ willig versteigert werden. Am Schlusse der äußern Pirnaischen Gasse sub Nn. 35 belegen, ver⸗ bindet dieses Grundstück alle Bequemlichkeiten der Stadt mit den Reizen einer läudlichen Besitzung indem man von der eeer aus auf Trottoir und des Abends bei Gasbeleuchtung zu dem mit einem eisernen Gitter umgebenen Vorhofe gelangt während der in Englischem Geschmacke angelegte Gar⸗ ten von zwei Seiten mit freiem Felde umgeben ist über welches hin man aus dem Wohunbhause, au⸗ dem Gartensalon und von den verschiedenen erhabe nen Punkten des Garteas die herrlichste Aussich nach den Gebirgen und nach dem sogenannten „gro⸗ zen Garten“ genießt. Vor dem Wohnhause be⸗ findet sich ein Springbrunnen, und aus dem Reser⸗ voir wird das Wasser sowohl in die bequem einge⸗
leitet. benden Mauern sind höchst sorgfältig und solid ge⸗ daut, die zahlreichen Zimmer des Hauses größtemtheils mnit parquettirten Fußvöden versehen, und das ganze Grundstück befindet sich in dem trefflichsten Zustande. Näbere Auskunft ertheilt auf frankirte Anfragen Herr Advokat Flemming in Dresden (Große Schieß⸗
wichtigen Gegenstand behandelt, ist wieder frei und die Schrift eine Frucht semer Freibeit.
sich der Verbreitung des Christenthn as in Amerika und den Südsee⸗Inseln. Was hat der Perr ausge⸗ richtet durch Missionarek Aufruf.
buchhandlung ist so eben erschienen:
richtete im Souterain gelegene Küche und Badestabe,, als auch nacy verschiedenen Theilen des Gartens ge⸗ Alle Gebäude und die das Grundstück umge
gasse Nr. 7) und Herr Advokat Brandt in Leipzig.
Den 12. September laufenden Jahres soll das im Fürstlich Reußischen Gebiet, 2 Stunden von Gera Stunde von Köstritz gelegene, weiland der verwit⸗ weten Frau Edle von der Planitz, geborenen von Rex, zugehörig gewesene Rittergut Caasch vitz, zum Behuf der Erbiheilung, von den diesfallsigen Interessenten privatim versteigert werden. Kauflustige werden hier⸗ mit eingeladen, gedachten Tages früh um 9 Uhr sich im dasigen Herrenhause einzufinden, von dem mit dem Versteigerungsgeschäft beauftragten Notar die weiteren diesfallsigen Bedingungen zu vernehmen, hierauf ben demselben ihre Gebote anzubringen und zu gewärtigen, daß mit demjenigen, welcher das höchste Gebot bewirkt und 22 sich über seine Zahlungsfähigkeit ausge⸗ wiesen haben wird, der Kauf über besagtes Rittergut, unter Vorbehalt Landes⸗ und Lehnsherrlicher Geneh⸗ migung, abgeschlossen werden wird.
Literarische Anzeigen.
Von Hinrichs in Leipzig ist versandt und zu ha⸗ ben in Berlin auch bei Plahn’scher Buchh., Fager⸗ straße Nr. 37, OHehmigke's, Logier:
Apelt, l)r. E. F., Privatdocent zu Jena, Ernst Reinhold und die Kantische Philo⸗ sophie. Erstes Heft: Kritik der Erfenntnißtheo⸗ rie nebst einer Zuschrift an ihren Verfasser. gr. Svo.
1840. geb. ½ Thlr. König, Dr. G. F., in Olerede,
uͤr die Preußischen Staaten.
rer Rücksicht auf den neuesten Entwurf einer solchen für das Königreich Hannover. gr. 8Svo. 1840. geh. va Thlr.
Der Verf. der vorliegenden Schrift, die einen hoch⸗
Schmidt, C. Chr. G., kurzgefaßte Lebensbeschreibungen der merkwürdigsten evangelischen Missronare. às Bdchn. 8. geh. Thir.
Inhalt: plinv Fisk. Dav. Zeisberger. lleber⸗
89 Hannover. In Verlage der Hahnschen Haf⸗
Vierwöchige Wanderung von Rintelu üben Mühlhausen, Gotha, Wunsiedel nach dem Fichtelgebirge und von da zurück über Bai reuth, Kulmbach, Koburg u. s. w. Von l)r. Ludw. Boclo, Lehrer der Erdkunde und Geschichte am Gymnasio zu Rinteln. 8vo. geh. 18. 1 Thir Zu haben in der 8 Nicolaischen Buchhandlung in Berlin (Brüderstraße Nr. 13), Eibing, Stettin und Thorn.
In meinem Verlage ist neu erschienen und in allen Buchhandlungen lin Berlin Stechbahn Nr. 3]1, Po⸗ sen, Bromberg u. Gnesen bei E. S. Mittler) zu haben: Collecti o0 conle sionum in eccleiis reformatis publicatarum. Edidit Dr. IHI. A. Niemeyer. gr. Svo. (59 Bogen.) Druckpapier 2 Thlr. 15 sgr. Schreibpap. 3 Thlr. 15 sgr.
Nach dem Urtheile der kompetentesten wissenschaftl Zeitschriften die vollständigste, billigste und mil der größten Sorgfalt bearbeitete aller bishe erschienenen Ausgaben der sombolischen Bücher der reformirten Kirche, welcher die vorangeschickten vrolegomena des Herrn Herausgebers einen gauz be⸗ sonderen eigenthümlichen Werth verleihen.
Julius Klinkhardt in Leipzig.
In allen Buchhandlungen, Berlin bei ler, Linden Nr. 109, ist zu haben: Waschen und Baden, vorzüglich mit und in kal⸗ tem Wasser, als die sonverainsten Mittel, sich reine Haut, frische Farbe, rothe Backen, dauerhafte Gesund⸗ heit und ein kräftiges, vergnügtes Alter zu verschaffen. 2te Aufl. 8vo. Magdeburg, Heinrichshofen. 1840. Thlr.
92 .
5 Duümm⸗
Empfehlenswerthe Schrift für Theologen und Volksschullehrer.
Bei C. H. Reclam sen. in Leipzig ist erschienen und in Oehmigke’s Buchhandlung (Jul. Bü⸗ low), Burgstraße Nr. §, so wie in allen ülrigen
Röver, Fr., Ueber 8
Die Aufsicht über die Volksschule, b tige Theil der geistlichen Amtsführung, wirod in den Lehrbüchern der Pasloralklughen meistens nur sehr oberfläylich behandelt; desto wilkommner muß jedem Schul⸗Jusoeettor ein Buc seyn, welches, wie das oben angekündigte, sich über alle Gegeustände der Schulaufsicht verbreitet. Die Brauchbarkeit des Wertes wird dadurch erhöbt, daß es auf die Gesetz⸗ gebung alter Deutschen Länder Kücksicht mmmt. Als ein Anhang zu diesem Buche ist ven demselben Verfasser erschienen: 1 „Eutwurf eines Unterrichtsplanes für Volksschulen“ — gr. Svo. 11 Bogen. Preis ¾ Thlr. ind verdtent besonders auch von Schuttehrern benutzt
zu werden. 1 werben.
8 I“ Das schöne, lirhographirte Tableau, — Fel. Fermat — enthaltend; 1 den letzten Willen Sr. Majestät Friedrich Wilhelm’'s UIl., KNönige von Preußen, — desse vohlgetroffenes Bildniß, über dem der Prer Adler, den Lorbeerkranz in den Klauen b tend, schwebt, und die Ansicht des Mat eums zu Charlottenburg, welches zusam n., mit passenden allegorischen Verzierungen und Figuren umgeben ist, erschien so eben zu dem geringen Preise von 7 ⅛ sgr. im Verlage der unterzeichneten Handlung, und sind in allen Buchhandlungen Berlins (zunächst in der Stuhr⸗ schen), überhäaupt des Preuß. Staats, Exemplare da⸗ von zu haben. Falkenbergsche Buchhandlung in Barmen.
In der Aug. Hirschwaldschen Buchhandlung in Beclin, so wie in allen andern Buchhandlungen, ist nachstebendes für Aerzte und Naturforscher hochwich⸗ lige Werk neu zu haben: 1 Oobservationes Microscopicae adl Morphologiam pathologicam. Etiam 4 titu lo Morphologi a Fluidorum pathologicorum “ Tomi prini purs brima.. auctore I“ bzSyS 8 in 8. m. Accedunt tabellae septem eit tabulae litho .„ eulptae quinque, in foli. Viennae 1840, in Umschl. br. 1 Phlr. Ohne sich in Meinungen und Hvpothesen zu verir⸗ ren, verfolgt diese gründliche Schrift, sowohl in der Auffassung als aud, Darstellung der zahlreichen mit Genauigkeit ausgeführten Versuche ihren eigenen Weg. Viele für die Medizin sehr wichtige neue Entdeckungen, die diese Schrift enthält, berührt der bescheidene Verfasser ganz schlicht ohne Wortprunk. Als Schluß fügte die⸗ ser Naturferscher Resultate, die Scharfsinn und tiefe Einsicht des Gelehrten in die Medizin und Chirurgie verrathen, hinzu.
Buchhandlungen in Berlin, zu haben: Die Aufsicht des Geistlichen über die Volks⸗ schule, nach den Grundsätzen des Deutschen Schul⸗ rechtes. Ein Beitrag zur Pastoralksugheit von K. Kirsch, Diakonus und ersten Mädchenlehrer fn
die Kriminalprozeßordnung, mit besonde⸗
“
Königsbrück. gr. 8vo. 30 ½ Bogen. Preis 2 Th
Die sieben zweckmäßig eingerichteten Tabellen, die der Herr Verfasser genau nach der Natur selbst gezeich⸗ net hat, erleichtern die Uebersicht der Untersuchungen. Auch die anständige Ausstattung verdient eine besou⸗ dere Erwähnung.
1
Arafr. Paris. Beruhigendere Nachrichten aus Spanien. — Er⸗ ledigung der Schwefelerage.
Groaor. au AIrt Oberb. Dritte Lesung der Regentsch. Bill — Unterh. Neue Matrosen⸗Aushebung. — Ministerial Erklär. über die Orieat. Frage. — Verschiedene Suhsidien — Kirchensteuer. —
London Bedenkl. Charakter des Irläud. Mizigk its⸗Vereins. — Ennands Lage m der Türk. Aegppt. Differenz. — Aeußer des Amer. Gesandten über den Gräuzstreit.
Samwed. u. Norw. Stockholm. Feste zu Ehren des Generals v. Borstell. — Geschenke des Kaisers von Rußland und des Königs
„ der Franzosen an den König v. Schweden.
Dan. Krel. Der Großf. Konstantin von Rußland. — Itzehoe.
9% Adresse der Holsteinschen Stände.
Deuthche Bundeesst. Namberg. Herzogl Sächs. Central⸗Eisenbahn⸗ „Spvstem. — Leipzig. Brief. — Karlsr. Eisenbahn. — Aerndte. L 27 Beförderungen in der Arcieren⸗G Neues Stem⸗ pel⸗Gesetz.
Schweiz. Baselland. Salz⸗Prozeß. Italien. Mailand. Meteor.
Span. Aeußerungen des „Constitutionnel“. Lriech. Aus Athen. 1“
Türkei. Konstantinopel. Chosrew Pascha verschwunden. Aeg. Kahira. Rügckehr des Herzogs Paul v. Württemb. aus Fazeglu. Inlanod. Danzig. Erfurt. Elberfeld. Jubelfest der Buchdrucker⸗ ansE. “ Feuersbrunst.
iss., K. u. L. erlin. Ode an Se. Majestät den Künig Frie⸗
drich Wilhelm 1v. Von Kopisch. 8
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
—+ Des Koͤnigs Majestat haben den Kaufmann Robert van Zeller in Ovorto an der Stelle des verstorbenen Preußischen Ronsuls Maja zum Konsul daselbst zu ernennen geruht.
Se. Durchlaucht der Fuͤrst Ludwig zu Anhalt⸗Coͤthen⸗
Pleß ist von Pleß hier eingetroffen. Koͤnigliche Bibliothek.
In der naͤchsten Woche vom 3. bis §. August findet, dem §. XIv. des gedruckten Auszugs aus dem Reglement gemaͤß, die allaemeine Zuruͤcktteferung aller enrliehenen Buͤcher in die Königliche Bäbliothek stait. Es werden daher alle diejenigen, wel he Buͤcher der Koͤniglichen Bibliothek in Haͤnden haben, hier⸗ durch aufgefordert, dieselben an einem der genannten Tage, Vor⸗ mirtags von 9 —12 Uhr, gegen Zuruͤcknahme der
daruͤber ausgestellten Empfangs⸗Scheine, an die Köoͤnig⸗ liche Bibliothek zuruͤckzuliefern. 8 —
5*
Angekommen: Der General⸗Major in der Suite Sr. n des Kacsers von Rußland, von Gruͤnwaldt, von
Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Paris, 25. Juli. Es ist solgende telegraphische Depesche in Barcelona vom 22. Juli 18 eingegangen: „Die Re⸗ gertung hat Depeschen erhalten, welche beruhigender lauten Espartero scheint in Verlegenheit zu seyn uͤber das, was man in semem Namen gethan hat. Der Franzoͤsische Gesandte, Herr Mathieu de la Redorte, ist in Barcelona angekommen.“
Der Moniteur meldet, daß der König von Er Mafestät tem Koͤnige von Preußen die Antwort auf das Kondolenz⸗ und Begluͤckwuͤnschungs⸗Schreiben erhalten hat, welches er an Aller⸗ hoͤchstdenselben bei Gelegenheit des Heimganges Friedrich Wil⸗ helm's liI. und der Thronbesteigung Friedrich Wilhelm's 1V. ge⸗ ri vtet hatte. Der Baron von Werther, Geschaͤftstraͤger Sr. Majestaͤt des Koͤnigs von Preußen, hatre dieses Schreiben dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten uͤbergeben.
Gestern Abend um 7 Uhr traten der Koͤnig und die Koͤnigin der Belgier im Palaste von St. Cloud ein.
Nach der „Virgie de Dieppe“ ist die Ankunft des Koͤnigs in der Stadt offiztell fuͤr den naͤchsten 1. August angekuͤndigt wor⸗ den. Mehrere Eliten⸗Compagniecen sind bereits von Rouen nach Eu abmarschirt.
Der Messager enthaͤlt einige Aeußerungen uͤber die Vorgaͤnge in Barcelona, worin zugleich angedeutet seyn duͤrste, von welchem v„schtspunkte aus das Ministerium dieselben betrachtet. „Die Nachrichten, welche der Regierung heut zugekommen sind, neh⸗ men den traurigen Gewaltthaͤtigkeiten deren Schauplatz Barce⸗ lona war, etwas von ihrer ernsten Bedeutung. Welchem rohen Andrange auch die Koͤnigleche Gewalt ausgesetzt war, so hat er dieselbe doch nicht in die traurige Nothwendigkeit versetzt, eine Entscheit ung zuruͤckzunchmen, die sie vermoͤge ihrer constitutionellen Präaͤroganve gefaßt hatte. Die Koͤnigin ist auf eine grobe Weise bescd impft worden, aber das Koͤnigthum hat wenigstens sein Recht bewahrt. Man braucht also noch nicht zu verzweifeln, und das Unwelter, welches uͤber die ersten Friedene tage der Halbinsel her⸗ eingestuͤrmt ist, wird ohne Zweifel nicht die traurigen Folgen ha⸗ ben, die man vermuthete. Die Regierung hat das Vertrauen,
„daß ihr immer troͤstlichere Mittheilungen zukemmen werden; in allen Faͤlllen aber ist sie auf jede Moͤglichkeit vorbereitet. Wir selbst haben ja genug der boͤsen Tage durchlebt und genug heftige Käͤmpfe siegreich bestanden, um nicht die ernsten Schwierigkeiten zu füch⸗ ten, welche sich in Spanien erheben. Wir wissen aus Erehedn⸗ daß in Revolutionen, selbst wenn sie friedlich und gesetzmaͤßig sind, der Tag nach dem Siege immer bewegt ist; wir wissen aber auch
“ “ 8 .
aus Erfahrung, daß die Klugheit verbunden mit Muth endlich uͤber die Verbiendungen der Leidenschaft und die Gewalt trium⸗ phirt.“ Das Journal des Debars bemerkt hierzu: „Die Ausdruͤcke dieses Artikels lassen keinen Zweifel uͤber die Ansichten der Regierung. Wir erkennen gern an, daß die Regierung nicht zwischen dem Aufruhr und den Rechten der Koͤniglichen Gewalt geschwankt hat. Gestuͤtzt auf Frankveich, wird die Koͤnigin hof⸗ fentlich uüͤber eie neu sich erhebenden Schwierigkeiten triumphiren, und die Freiheit, die den Absolutismus besiegt hat, wird auch die Anarchie besiegen. Die Sprache des Franzoͤsischen Ministe⸗ rium wird eine gute Wirkung in Spanien hervorbringen.“
Der Moniteur parisien bringt 18 ebenfalls die gestern mitgerheilte Liste des neuen Spanischen Ministeriums, welches am Abend des 20sten ernannt wurde. Der Fmanz⸗Minister heißt Feraz, der Marine⸗Minister Armero. Weiter berichtet das ge⸗ nannte Blatt: „Man meldet jetzt im Widerspruche mit den er⸗ sten Nachrichten, daß die Koͤnigin die Sanction des Munizipa⸗ litaͤts⸗Gesetzes nicht zuruͤckgenommen hat. Am 2lsten war die Aufregung groß in Barcelona, aber der Aufruhr hatte aufgehoͤrt.“ Der onstitutionnel findet in diesen Nachrichten einige Beruhigung. Das Koͤnigliche Ansehen sey doch in dem Aufruhr nicht untergegangen und die gegen die Köoͤnigin geuͤbte Gewalt⸗ thaͤtigkeit sey doch nicht so weit gegangen, daß sie gezwungen worden, ihre erste Entscheidung zuruͤckzunehmen. Das Ministe⸗ rium sey allerdings geaͤndert und Maͤnner, welche der exaltirten Partei naͤher ständen, an die Stelle ihrer Vorgaͤnger getreten. Aber man wisse ja, daß der Besitz der Gewalt die gluͤhendsten Leidenschaften kuͤhle. Fuͤr Spanien sey zu fuͤrchten, daß der Auf⸗ ruhr nicht im Lande Wiederhall finde; nachdem er aber am Orte des Ausbruchs zur Ruhe gekommen, werde er sich wohl nicht weiter verbreiten.
Ess heißt, Herr Miraflores, Spanischer Gesandter am Fran⸗ zoͤsischen Hofe, habe gestern dem Franzoͤsischen Kabinette nottft⸗ zirt, daß, da die Koͤnigin Regentin nicht mehr im Gebrauch ih⸗ rer Freiheit sey, er es fuͤr Pflicht halte, seine diplomatischen Functionen vre Dieses Geruͤcht scheint wohl durch die Meldung des Moniteur parisien, daß die Köͤnigin die Sanc⸗ tion des Munizipalttaͤts⸗Gesetzes nicht zuruͤckgenommen habe, wi⸗ derlegt zu werden.
Der Commerce will erfahren haben, daß die Empöoͤrer in Barcelong beim Ausbruch der Em oͤrung bis in das Schlafzim⸗ mer der Koͤnigin Regentin gedrungen seyen, und daß die Mini⸗ ster, welche sich eine Zeit lang in einem küeinen Gemache des Pa⸗ lastes verborgen gehalten, große Muͤhe gehabt haͤtten, unentdeckt an Bord des „Meleagre“ zu gelangen.
Eine telegraphische Depesche von heute meldet, daß der Koͤ⸗ nig von Neapel dem von Frankreich in der Sicilischen Schwefel⸗ Angelegenheit vorgeschlagenen Konklusum seine definitive Geneh⸗ migung ertheilt hat.
Die Franzoͤsischen Renten erlitten an der Boͤrse heute ein abermaliges rasches Sinken, ohne daß am Schlusse des Par⸗ quets ein Reactions⸗Versuch gefolgt waͤre, was als ein schlimmes Anzeichen galt.
Im Ministerium des Innern ist von einem Gesetz⸗Entwurfe die Rede, welcher den Kammern in der naͤchsten Session vorge⸗ legt werden wuͤrde, und welchem zufolge der Brodpreis suͤr das ganze Land immer von gleicher Hoͤhe seyn sollte.
Der einst so vielbesprochene Friedensfuͤrst, Don Emanuel Godoy, Herzog von Alcudia, hatte dieser Tage Audienzen bei dem Koͤnige und dem Minister⸗Präͤsidenten. Das „Capitole“ behauptet, daß Unterhandlungen im Werke seyen, um die Auf⸗ hebung des auf die Besitzungen des Fuͤrsten gelegten Sequ sters zu bewirken, und daß der Einflug einer erlauchten Person sich dafuͤr verwendet habe.
Der Admiral Makkau hatte vorgestern eine Priva⸗Audienz beim Koͤnige und hierauf eine lange Besprechung mit dem Ton⸗ seils⸗Praͤsidenten. Gestern Morgen reiste er nach Cherbourg ab.
Der Courrier francais schreibt: „Espartero laͤßt im Theater von Barcelona Lieder singen, welche beleidigend fuͤr Frankreich sind. Fuͤr einen Triumphator, der durch die Conven⸗ tion von Bergara solchen Ruhm erworben hat, ist dies ein kna⸗ benhafter Streich. Ueberdies darf man nicht, wenn man das Gluͤck gehabt hat, seinen Namen an die Pacisication seines Lan⸗ des zu knuͤpfen, sich undankbar gegen Bundesgenossen bezeigen, welche einiges dazu beigetragen haben. Espartero hat die Eirel⸗ keit eines Spaniers und etwas daruͤber. Die wohlwollenden und nuͤtzlichen Ra hschlage, welche ihm Franzöͤsische Offiziere er⸗ theilt haben, demuͤthigen ihn und er raͤcht sich durch Undankbar⸗ keit. Daher kommt es, daß diejenigen, welche diese Krankheit aller mittelmaͤßigen Koͤpfe nicht kennen, ihn beschuldigen, daß er sich zum Werkzeuge der Englischen Partei gegen Frankreich
ergebe. 8 Häer erfuhr man heute, daß Perez de Castro und der Ge⸗ neral Cleonard in Perpignan angekommen sind. Senn
Der Direktor der großen Oper, Herr Lon Pillet, will sich
nach Ems begeben, um Meyerbeer zu uͤberreden, ihm seine neue
Oper zu geben. Der beruͤhmte Komponist war bis jetzt nicht ge⸗ neigt dazu, weil er die Partitur fuͤr die Stimme der Dlle. Fal⸗ con geschrieben hat und er nicht glaubt, daß eine andere Saͤnge⸗ rin die beabsichtigte Wirkung hervorbringen werde.
Großbritanten und Irland. 1
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 24. Juli. Nachdem mehrere Bills aus dem Unterhause
“ 11u“]
heruͤbergebracht und zum erstenmale verlesen worden waren, er⸗
hielten die Regentschafts⸗Bill und einitze andere die dritte, und die Bill zur Verlaͤngerung der Armen⸗Kommission ohne alle Debatten, die zweite Lesung. Dann wurde ein zweiter Anwalt, Herr Hope, an der Barre des Hauses gegen die Vill zur Re⸗ duction der Dom⸗Kapitel vernommen, und die zweite Lesung die⸗ ser Maßregel auf naͤchsten Montag anberaumt.
Unterhaus. Sitzung vom 21. Juli. (Boͤrs. H.) Der Artikel der heutigen „Morning Post“ uͤber die neueste Phase
der Orientalischen Angelegenheiten hat bereits in der Abend⸗ Sitzung des Unterhauses zu Interpellationen an die Minister Veranlassung gegeben. Es geschah von Seiten des Herrn Hume, der, als in einem Ausschusse wegen Geldbewilligungen an die Regierung von Herrn O'Ferrall, dem Secretair der Admira⸗ lirät, auf Bewilligung von 2000 Ertra⸗Matrosen suͤr den See⸗ dienst waͤhrend der naͤchst n zehn Monate angetragen wurde, sich diesem Antrage aus dem Grunde widersetzte, daß derselbe nur bestimmt sen, die den Interessen des Landes verderbliche Politik der Minister in der Orientalischen Frage zu foͤrdern. Er berief sich dabei auf die in dem Artikel der „Morning Post“ aufgestell⸗ ten Behauptungen, daß die nach der Syrischen Kuͤste abzuord⸗ nende Britische Flotte dazu dienen solle, den Aufstand in Syrien zu foͤrdern, daß man mit Ausschluß Frankreichs die Orientali chen Haͤndel schlichten und Mehmed Ali's Anspruͤche durch Gewalt besei⸗ tigen wolle, wobei er seine fraheren Erklärungen wiederholte, daß ein solches Verfahren nur dazu dienen koͤnne, die immer weiter um sich greifenden Plaͤne Rußlands zu naͤhren. Lord Palmer⸗ ston suchte darauf, wie schon wiederholt bei fruͤheren Gelegen⸗ heiten, darzuthun, daß Rußland keine solche eroberungszüchtige Pläne hege, wie man demselben beimesse, daß aber, wenn dies
der Fall waͤre, nichts so sehr geeignet erscheinen koͤnnte, dieselben zu unterstuͤtzen, als das von Ken Hume und Anderen empsoh⸗ lene System, durch welches die Pforte gaͤnzlecher Ohnmacht wuͤrde anheimgegeben werden. Er widerle te darauf die Behaup⸗ tung, welche Herr Hume ebenfalls wieder vorgebracht hatte, daß naͤmlich das finanzielle Defizit hauptsächlich der verkehrten Orien⸗ talischen Politik des Ministeriums zuzuschreiben sey, dadurch, daß der Ausfall hauptsaͤchlich durch die von Herrn Hume selbst ganz besonders empfohlene Porto⸗Ermaßigung entstanden sey, und dann durch die Kanadischen Unruhen, daß dagegen die Mehr⸗ ausgabe fuͤr die Seemacht, von der Herr Hume hauptsaͤchlich das Defizit ableiten will, im Ganzen unbedeutend und eigen lich nur durch die Nothwendigkeit herbeigeführt sey, die Vorrathe fuͤr die Seemacht in gutem Stande zu halten, was natuͤrlich Orientalischen Frage in nur sehr entfernter Beziehung stehe.
„Was nun den Stand dieser Frage im Allgemeinen betrifft“, fuhr Lord Palmerston fort, „so möchte ich dem ehrenwerihen Mitgliede, das darüber Aufflärung wünscht, und dem Hause überhaupt zu bedenken
geben, daß, da die großen Europäischen Mächte gerade jetzt in einer kompiizirten und schwierigen Verhandlung über diesen Gegenstand be-⸗ griffen sind, es den allgemeinen Interessen sehr entgegen seryn würde, nicht weniger als dem gewichtigen Zecke selbst, den die fünf Mächte eine wie die andere sehr am Herzen haben, wenn ich gezwungen würde, in diesem Stadium der Unterhandlungen Auskunft zu geben über das, was geschieht. Ich kann nur erklären, daß die Regierung sich nicht scheuen wird, ihr Verfahren der Beurtheilung preiszugeben, sobald der geeignete Augenblick gekommen ist, eine Mittheilung darüber an das Parlament zu machen, und daß sie die Ueberzeugung hegt, daß das Haus die Richtigkeit ihrer Politik anerkennen werde. Das ehrenwerthe Mitglied hat gefragt, ob Brilische Agenten abgeordnet worden seven,
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um die Insurrertion in Sprien anzufachen? Von vorn herein dürfte ich vielleicht Einwendungen gegen das Wort „Insurrection“ erheben, wenn es in Betreff der neuesten Unruhen in Syprien gebraucht werden soll, denn es bezeichnet bekanntlich nur Auflehnung gegen einen gesetzlichen Zustand der Dinge. Da aber Svrien dem Sultan unterthan ist, so vermag ich nicht einzusehen, wie man einen Aufstand gegen den von dem Vice⸗ König ausgeübten, nach allen Berichten überaus schweren, ja uner⸗ träglichen Druck eine Insurrectien nennen kann; versichern darf ich aber, daß Britische Interessen durchaus gar nichts damit zu schaffen haben, sondern daß sie nur der ganz natürliche Erfolg der vorhergehen⸗ den Ursachen ist, eine Wiederholung früherer Auflehnungen gegen un⸗ erträgliche Tvrannei. Der einzige Unterschied ist, daß jetzt der Wider⸗ stand viel allgemeiner, viel furchtbarer und viel übereinstimmender ist, als es früher jemals der Fall war. Unzweifelhaft wird auch, sobald dieser Zustand der Dinge bekannt wurde, der die Station bei Smyvrna kommandirende Britische Admiral Schiffe abgeschickt haben, um den Verlauf der Ereignisse zu beebachten. Es ist dem ehrenwerthen Herrn (Hume) wehl bekannt, daß die fünf Mächte in Bezug auf den zu er⸗ reichenden Zweck im Allgemeinen übereinstimmen. Frankreich insbe⸗ sondere hat nicht nur in der Thron⸗Rede, sondern auch durch die Kol⸗ lektiv⸗Note vom 22. Juli seinen festen Entschluß ausgesprochen, die Integrität und Unabhängigkeit des Türkischen Reiches unter seiner jetzi⸗ gen Donastie aufrecht zu erhalten; bekannt ist es aber auch, daß über untergeordnete, mit dieser großen Frage in Verbindung stehende Punkte die Uebereinstimmung unter den fünf Mächten nicht existirt, welche wünschenswertb wäre, aber, falls mich nicht das Haus zwingt, auf eine voreilige Erklärung über diesen Gegenstand einzugehen, glanbe ich den Iuteressen des Landes am besten zu dienen, wenn ich jetzt über diesen Gegenstand nichts mehr hinzufüge.“
Nachdem Herr Hume nochmals darzuthun versucht hatte, daß es nur England sey, welches eine guͤtliche, beide Theile zu⸗ friedenstellende Vereinbarung zwischen der Tuͤrkei und Aegypten verhindere, nahm Lord John Russell das Wort, um nachzu⸗ weisen, daß eine solche guͤtliche Vereinbarung unter den jetzigen Umstaͤnden eine bloße Illusion waͤre.
„Die Verhältnisse sind folgende“, sagte der Minister: „Ein mäch⸗ tiger Vasall sucht seinem Souverain Bedingungen aufzudringen, deren Annahme er von der Furcht oder Schwäche desselben erwartet. Unser Einschreiten, weit entfernt, eine gütliche Vereinbarung zu verhindern, bewirkt nur, daß der Sultan verhindert wird, sich in die Arme Ruß⸗ lands zu werfen. Wir haben schon vordem ihn der ihm gegenüber⸗ stebenden Macht nachgeben und eine Stütze in der Kraft Rußlands suchen sehen; die fortwährende Einmischung Rußlands in Kenstanti⸗ nopel aber und die offenbare Abhängigkeit der Pforte von diesc. Macht würde nur dazu dienen, die Blicke der anderen Europäischen Mäd te mit solcher Eifersucht auf das Uebergewicht Rußlands zu richten, daß der allgemeine Friede dadurch würde gefährdet werden. (Hört!) Frankreich und England hegen dieselben Absichten, aber aller⸗ dings findet keine Uebereinstimmung der Ansichten in Betreff der Aus⸗ führung derselben statt. Ich glaube indeß, daß ich die Ansichten mei⸗ nes edlen Freundes Lord Palmersten) und der Regierung im Allge⸗ mienen ausspreche, wenn ich behaupte, daß dieselbe auf die Fertdauer der freundschaftlichen Beziehungen zu Fraukreich einen eben so hoben Werib leat, wie der chrenwerthe Herr (Hume) oder sonst irgend Je⸗ mand. (Her!) Wenn Riralität zwischen den beiden Ländern ermti⸗ ren muß, so darf sie sich nur auf Rivalinst im Handel und Werttstreit in den Künsten des Friedens bezieben. Der ehrenwerthe Herr hat der Regierung die Förderung der Insurrection in Sprien e Es zeigt sich indeß, daß, wäͤhrend unter der Herrschaft der Pforte all⸗