cein au den Seiten der Arme⸗ die feln fehlen ganz, eder sind doch sehr undcutlich, die andere, Opt
veln noch bewegliche Halcn trägt. Es
—
ha ter Papillen an den Mundrändern und durch
8 . „2 11 24 8 in nach ecinem sehr kleinen 212 gro er Scheibe mehrzacige Stachelchen, a
eaand einer der übrigen Galtungen. Herr ꝓ
1
hode. In einem an Herrn Alerxander ven⸗ Humboldt geri
ben des König ichen Gesandten in Londen,
fürliches Wiesentuch gebildet bade, welches 5 2 Een Baner, erzählte man, bade sich eine Weste machen lassen. nder Seune silberweiß ausgebleicht, unten grün un genden erdigen Theilchen staubig.
aus
voer eine ansehn iche Asche zurückläßt, panzern von 9 Bacillarien⸗Arten bestand. chabdosama, Navieult viridis, Comphonemn truncatumnf
Synedra Uh
und gracile, mit Gialli nelta varinns und Cacconema C'stule.
Formen liegen im Konfervengewebe zerstreut, meist an — Feruer zeigte derselbe eine vom Herrn Grafen Jsenpli
Lichtenstein eingesandte, ihm zur Untersuchung übergebene Erde vor, in einem Karpfenteiche nach
Der Boden des Teiches war in starke Gäöbrung gekommen, deren Resultat eine dicke Kruste von einer
rde war, welche als ein vortreffliches Düngungsmiltel von der ein großes Stück vorlag, ist
nach Herrn Ehrenberg’'s Untersüchung ein guter feiner Tripel, welcher
welche sich in Steinbach in Pommern Ablassen des Wassers gefunden hatte.
sehr leichten E
nutzbar wurde, Diese Substanz,
ganz vorherrschend aus leeren Kieselpanzern von todten steht. Als Haupt⸗Bestandtheil zeigte sich
dere Kieselschaalen⸗Thierchen, und auch
Desmidium hexaceras. einem Thierchen mit weichschaaligem Panzer. legen. Neue Formen sind in keiner von beiden Substauzen erkannt werden.
Halle. Die Provinzial⸗Blätter aa. die Provinz Sach⸗
sen vom 27. Juli enthalten einen interessanten Aufsatz findung des Gerippes eines urweltlichen Na chem wir
der Schädel eines unbekannten Thieres gefunden, aber Arbestern. welche ihn anfangs für einen Pferdeschädel b rere Stücke zerschlagen. Der Landralh von Bvla in welcher davon Nachricht erhielt, traf alle Anstalten, daß
Zerstörung vorgebengt werde und die aufgefundenen S
pereinigt bleiben möchten, damit dieselben als ein zusammenhängendes
Ganze in einem vaterländischen öffentlichen Museum au den.
Beiseyn des Landratbes am 28. und 29. Juni durch d mene Bergleute die Nachgrabungen aufnehmen. Ober⸗Gebra liegt dicht am Gipfel des südlichen,
demselben Thiere stäammend, aber doch ei weitem nicht Skeleites aufgefunden. Der Schädel sewebl als alle fundenen Knochen stammten von einem Nashorn, und
jenigen Art, welche von Cuvier Khinoceros tietorhinus genannt wurde. Der Schädel war nicht mehr vollständig, es fehlten ihm der hintere
Theil, die Jochbogen und die Unterkiefer. Dagegen
—₰—
Oberkiefer nt sämmtlichen gazu gehörigen Zähnen, und nur die vor⸗
dere Spitze scheint ursprünglich abgehrochen gewesen zu Thier muß in der Vorwelt ziemlich bäufig gewesen sevn,
und Knochen nicht selten vorkommen und hei Thiede, unweit Braun⸗
schweig, bei Westeregeln und an mehreren Orten in un
Lehm gefunden wurden.
London. Am 24. Juli wurden die Verstellungen der Dent⸗
schen Opern⸗Gesellschaft mit dem „Freischütz“ gesch
Beuefiz des Direktors der Gesellschaft, Herrn Schumann, aufaeführt wurde. Das Haus war sehr gefüllt, und man glaubt, daß die gute
Schuppen am Grunde der Tento⸗ zu
zen Thbiere aufgestellt, das auf un den Vͤrmen unter den Sia⸗
ist dies vielleicht der Jugend⸗ Preresser Ehrenberg 8 lte der Gesellschaft mit, daß die Untersfuchung des Meicor⸗Papiecrs ., 1086 und der Schlesischen waue⸗ oder flaneklartig iu Substanz auch i Englaud eine Beachtung ähnlrcher dortiger Verbälluisse berbrigefübrt
Herrn von Bülow, wird
belläufig gemeldet, daß sich auf einem Gute des Lord Badnor ein na⸗ 5 Acres Wiesen bedeckte.
Die beigefügte Probe gleicht einer Tuchprobe, ist oben ü d eben da von anbäu⸗
Die tuchartiae Substanz desteht aus
nferva rivulers, welche geglübt. verkehlt und sich meist verflüͤchtigt, die aus wohlerbaltenen Kiesel⸗
die sonst weniger häufige lei⸗ tersörmige kleine Fras ilaria diosehrhalima, zwischen welcher noch 13 an⸗ bier und da Eremplare von
olgendes entlehnen: In den Kalksteinbrüchen des Dorfes Ober⸗Gebra zwischen Nordhausen und Heiligenstadt wurde kürzlich
Er ertheilte hicrauf dem Direktor des Königl. Museums in Halle, Professor Dr. Germar, Kunde davon, und dieser ließ persönlich in
Der Steinbruch von F. . dem Dorfe zunächst “ 8 befindlichen Berges und hat über sich eine drei bis vier Fuß hohe Lage Lehm, welche die Gipfel seibst in einiger Verbreitung bedeckt. Es wur⸗ den bier viele Wirbel, Rippen und Fußknochen, wie es schien, alle von
85²
ciner Wiederkehr derselben im nächsten Jahre „Sehr lebenswerth ist es“, sagt die Times, „daß ine Auswabt verschiedener Stücke, sendern auch Preo schiedensten Schulen zu geben bemübt
moenrlN kX.
Geschichte der
Erläuterung der worauf „D
renden „Freischütz“,
nion begann mit „Fidelio“ felgten. penisten (Kenradin
dem
Kreutzer), „das Nachtlager
die echinulirten Sta⸗ Au nahme, welche die Deutsche Oper diesmal in London gefunden hat,
ermuntern wird.
man uns nicht bloß
ben von den ver⸗
war. So dienten diese Vorstel⸗
lungen nicht bloß zur Unterhaltung, sendern zur lebendigen und belch⸗ ’1 8 se 1 Musik. Die
Direc⸗
en Juon“ und
Dann slam eine Oper von einem neueren Kom⸗
in Granada“, in, der aber noch
chteien Schrei⸗ und Spehr’s „Faust“, von dem wir viel gehört hatte * t ihe“ und Marsch⸗
nie bier aufgesübrt war. Es folgten Weber's „Eurvan ner’s „Templer und Jüdin“, wieder eine Prebe v⸗. Kempenisten. Die berrliche „Jessenda“ von Spehr Oper, ein Meisterwerk, das man hier nur vem Aber die Auswahl beschränkte sich nicht eine erhabene Tondichtung unter den G ausgesucht, Gluck's bewundernswerihe „Ipbigenie“, man erst, was eigentlich eine lorische Tragödie sev.
war die letzte Oper, die zur Auffübrung gelangte. ing war die sortschreitende Verstärkung der Gesellschaf gen steis vortreffli h, aber anfangs mußte man den Vor nachsehen und sich mit dem guten Willen, mit der
diesem Zeuge
ma, Frapi aria ancumhatum Diese der Unterseite. tz an Herrn ꝛc.
Pöck allein war unbedingt zu leben. gie der Direction
anderes ersetztwurde, bis endlich das Zusammenwirten ein ter, eines Breiting und Standigt kaum nech etwas zu wuͤ Gaunz) war ausgezeichnet; mit einem Minimum
Iunfusorien be⸗
derlich waren. Im Ganzen gehörle
die wir seit vielen Jabhren in der Haug b sie war weniger als irgend eine auf Sinnenreiz
sich mehr als irgend eine an den feineren und gebil
in einem neneren war die nächste
Hörensagen kannte. auf die Neueren; es wurde Werken eines der älteren Meister
und nun wußte
Mozart’s „Tüue“ Ein anderer Vor⸗
t. Die Chöre gin⸗ stellungen Einiges auten Auffassung
genügen lassen, wenn die Ausführung nicht in allen Theilen befriedigte. Später entwickelte sich die Ener⸗
G immer mehr, und man kenme seben, daß es jedes Mul eine entschiedene Verbessernng war, wenn ein Mitglied durch ein
er Sit cl⸗Heinefe l⸗ uschen übrig ließen.
von Hülssmitteln
Die Präzision und Euergie des Orchesters (unter Leitung des Kapellmeisters
wurden die Stücke steis rühmlich und oft höchst malerisch in Scene gesetzt, wenn nicht gerade die außererdentlichsten Büͤhnen⸗Esselte er
diese Unterhaltung zu den geistigsten, Hauptstadt Englande gehabt haben; berechnet und wandte
erfor⸗
deteren Geschmack
des Publikums.“ Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am
30. Juti.
Abgang Zeitdauer Abgang
— von St. M.
über die Auf⸗ Berlin. Potsda
sborns, wel⸗
Zeitdauer
leider von den Um 6* Uhr eglben
ielten, in meh⸗ ns 1. Nordhausen, 11 2s 40
jeder weiteren 1“ tücke möglichst Abends.. 40 . . 58
40 8 41 1 40
E11I1
fbewahrt wür⸗
àà [um 6 ½ Uhr Morgens.
Mittags.. Nachmitt. Abends ..
422 40 40 38 41 43
—
(i1111
PBerlliner azu angenom⸗ Den 31. Juli 1840.
Amtlicher Fonds- und weld-Courgs-Z21⁴α‿.
Briet. 1. Geld. g
Pr. Cour. Brief. † Geld.
10à14 103 ¾ Coup. uàud ZLiua- 1037 8 103³ 8. Sch. d. K. u. N. 7612½ 760 Seesarx.
103 1% 1022 „ 49740. 1031à 102³ 4 Bri. Ptsd. Eisenb. 104 1¼ 103⁵, 8 SvrvFre Elbinger do. 2] ),100 ⁄1 821 Md. 1a. Riwe a,. Dann. do. in Th. 11 2 do. do- Prior. Act. Westp. Pfaudbr. 8 ¾ 102 ¾¼ Grosah. Pos. 29. 4 106 Ostpr. Pfaudbr. 3 ¾ 103
St.-Schuld-Sch. 4 Pr. Eugl. 0bl. 20. 4 Präm. Sch.d. Seeh— Kurmk. Sechuldv. 2 ½ Neuumk. Schuldv. 3 ½ Berl. Stadt-Obl. 4
alle Theile des übrigen aufge⸗ zwar von der⸗
Gold al marco Neue Dukaten Friedrichsd'or
1021¼ 105 ½
entbielt er den
seyn. Dieses
94 ½
129 ½ 103 ⁄4 112 /⁄½ 1021 2 210 ½ 209 ½ 18 — 13 12 %¾
115 ½
1031⁄½ And. Goldmün- 1037 g zeu à 5 Tul. 1
2 ₰ 2 da seine Zibue ponm. 4d0. 2 104
8 1 Kur.- u. Neum. do. 2¼ 1043¼ serer Nähe er Schlezische do. 2† 193 ¾ 103⁄81 Discouto 4ä41u1““ ö Amsterdam, 27. Jull. Niederl. wirkl. Schuld 52 ¼. 5 %, do. 101. 5 % Span. 21 1. Passive —. Aung. Sch. —. Prüm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. Met. 100.
lossen, der b
Zinsl. 6.
8 ¾ 3
e n.
Kanz Bill. 23⁵ ½ Preuss
Antwerpen, 26. Juli. Neue Aul. 22. Frankfurt 2. M., 28. Juli. Oeuzterr. 5 %, Met. 100,7⁄14 G. 49 % 1 2 G. 2 ½ % 595/8 . 1 % 255 d. Bank-. Aerien 2226 2224¼. LPartial-0Obl. 160 ½ G. Loose zu 50 F. 147 144⁵ 8. Loosne zu 10 "0 Fl. —. Preuaun. Drüm. Sch. 762⁄¼¾4 G. 4ο 4 % Aul. 10à3 % :27 „. 725 „.
Zinal. —.
66. Poin. Loose 727 s. 5 % Span. Anl. 6. 57⁄8. 2 ½ % Holl. 522⁄1 52 * 1ℳ Eizenbahn-Actien. St. Cermnin 705 Br. VNerzailles rerhtes Ufer 520 Ur. do linbes Ufer 350 Br. München-Augsb. 94 88. Strafsburg-Barel 415 Br. Leipzig-UDresdenà 10 G. Rölu-Aachen 95 ½ G. Bordeau-Teste —. Comp. Centrale —. Hamburg, 29. Jh. Bank-Act. 1825. Engl. Kuss. 1091 2. London, 25. Juli. 1 Cons. 30 91 ¾. Belg. —. Neun Anl. 26 /8. Passive 61 2. Ausg. Sch. 12 ⁄1. 2 2 % IIoll. 533 ½. 50 % 14 2 1. 20%. Por. 3511l. Jo. 3 % 23 ½. Eng! Kuss. —. Bras. 79 ½. Columb. 20. Mex. 30. Peru 16. Chili —. Petersburg, 24. Juli. L.0n4d. 3 Met. 39 . llamb. 38 ⁄. Paris h08. 300 Fl. 66 do 5 5000 74.
Koͤnigliche SPchausfpiele. Sonnabend, 1. Aug. Im Schauspielhause: Die Leibrente, Schwank in Akt, von G. A. v. Maltitz. (Herr Vercht: Robert, als Gastrolle.) Dann: Allegro aus dem 1I- monl-Konzert fuͤr Violmne, von Viotti, ausgefuͤhrt von dem Koͤnigl. Schwedischen K onzertmeister Hrn August Berwald, aus Stockholm. Hierauf: Ronldlo brillant, fuͤr Violine, komponirt und exekutirt von demselben. Und: Schleichhaͤndler, Possenspiel in 4 Abrh., von E. Raupach. Sonntag, 2. Aug. Im Opernhause: Die Jungfrau von “ Tragoͤdie in 5 Abth., von Schiller. (Frl. Ch. v. Hagn: Johanna. 1 Montag, 3. Aug. 2h unn. “ Burcau ist an diesem Tage nur Vormittags geeffnet. — a 4. Aug. Im Schauspielhause: Das Rü hsel, Lust⸗ spiel in 1 Akt, von Contessa. (Neu einstudirt.) Besetzung: Elise, Dlle. B. Stich; Karl, Herr Grua; der Oheim, Herr Gern
Poln. à Part.
Hierauf, zum erstenmale: Jen⸗pora we ulantur, oder, die gestrengen
Herren, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum.
Koönigsstädtisches Theater. 1“ Sonnabend, 1. August. Zum erstenmale: Zampa oder die darmorbraut. Oper in 3 Akten, nach dem Franzoͤsischen. Mu⸗
sik von Herold.
Sonntag, 2. Aug. Doctor Faust's Zauberkäppchen, oder:
Die Herberge im Walde. Posse mit Gesang in 3 Akten., von Fr Musik vom Kapellmeister Hebenstreit. (Herr und Ma⸗ dam Beckmann werden, von ihrer Urlaubsreise zuruͤckgekehrt
hierin wieder auftreten) 8 Montag, 3. Aug. Kein Schauspiel. Markt⸗Preise vom Getraide. 83 “ Berlin, den 30. Juli 1830. Zu Lande: Roggen 1 Riblr. 22 Sar 6 Pf., auch 17 Sgr.; Hafer 1 Rtvir. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rihlr. 6 Sgr. 11. Pf. Eingegangen sind 16 Wispel 12 Scheffel. 1 Zu Wasser: Weuten (weißer) 3 Rihlr. 2 Sgr. 0 Pf. und 3 Riblr. auch 2 Rthlr. 25 Sar.: Rogaen 1 Ribhr. 20 Sgr., auch 1 Rihlr. 16 Sgr. 3 Pf. Mütwoch, den 29. Juli 1840. Das Schoc Strob 7 Rihlr. 20 Sgr. 3 Pf., auch 7 Rthlr. T Ceniner Heu 1 Riblr. 5 Sar., auch 22 Sar. 6 Pf. Branntwein⸗Preise vom 24. bis in l. 30. Juli „840. h b Das Faß von 28 Duart, nach Trälles 5 pCt., nach Richter pCt., gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung, nach Angabe: Korn⸗Branntwein 23 Rihlr. 10 Sgr., auch — Branntwein 23 Rihlr. auch 21 Riblr. 7 Sgr 6 Pf.
Veramwortlicher Redacteur Arnold. Gedruck bet A. W. Havn.
.
2524öön—
Bekanntmachungen.
Bekanuntmachung
8
b wegen Sperrung des Friedrich⸗Wilhelms⸗ Louis Julius Baumever aus Chemnitz.
b 2 1 Johan‚n Friedrich August Güntver aus Chemnitz. Wir baingen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Karl Julius Grunert aus Chemuitz.
aß der Friedrich⸗Wilhelms⸗Kanal wegen vorzuneh⸗ Karl Julius Kuhn aus Chemnitz.
mender Reparaturen an Bauwerken desselben vom 1. Karl Aug st Kreß aus Chemnitz.
bis 30. Septemberr. für die Svhifffahrt und Flö⸗ Samuel Wihhelm Krämer aus Chemnitz.
Kanals.
2 88
—
Friedrich August Ferdinand Ludwig aus Chemnitz. Cdristian Gottlob Nitzsche
ßerei gesperrt werden wird. Frankfurt . d. O., den 27. April 1870. Königl. Regierung, Abtheilung des Innern. v. Wedell.
Avertissement. Das adelich Köllmische Gut Deutsch Crottingen nebst den Voerwerken Tarwieden und Gaußen, von zu⸗ sammen 2775 Morgen 134 Ruthen Preuß. Flächen⸗ Inyhalt und 2½ Meilen von Memel gelegen, ist zur freiwilligen Subhastation gestellt. Der Bietungs Ter⸗ min steht auf den 28. September 1840 von Vor⸗ mittags 10 Uhr ab vor dem Kreis⸗Justizrath Hein zu Memel an. Tare, Hvpothekenschein und Verkaufs⸗Be⸗ dingungen können zu Memel bei dem genannten Kom⸗ missarius und auch hier in der Ober⸗ Landesgerichts⸗ Resgistratur eingesehen werden. Kenigsderg, den 4. Mꝛi 1840. Käönigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.
o [168816168. Naeachgenannte, in den Jahren 1815, 1816, 1817 und 1818 gevorne mi itairpflichtige Individuen haben bei der im Monat Dezember 1855, 1886, 18 37 und 1838 stattgefundenen Rekrutirung sich nicht gestellt und werden, da ihr Aufenthalt nicht zu ermitteln gewe⸗ sen ist, in Gemäßbeit §. 66 des Gesetzes vom 26. Ok⸗ t1ober 1834 über Erfüllung der Miltairpflicht bier⸗ mit vorgeladen, binnen einer deppelten Sächsischen
rist, und längstens 1 den 30. September dieses Jahres,
sich bei den Lokalgerichtsper
sonen des dei eines Jeden Karl Wilhelm Levenberg aus Chemnitz.
Aus dem Geburtsjahre 1815.
Ernst Ludwig Nelle aus Chemnitz Schloßvorwerk. Friedrich Wilhel Friedrich Wilheim Neumann aus Cvemuitz. Gustav Adolph Planer aus Neustadt. Louis Römer aus Chemnitz.
Gustad Heinrich Schlief aus Chemnitz. Karl August Scheurel aus Chemnitz. Karl Heinrich Seife t aus Chemnitz.. Karl Wilbelm Traumann aus Zschovau. Johann Heinrich Weiß aus Chemnitz.
Friedrich Louis Metzler aus Zwickau.
Aarl Herrmann Neukirchner aus Sachsenfeld.
Kartl Friedrich August Wellner aus Neidhardtsthal.
Erust Anton Jankowskv aus Marienberg. Johann Adam
Jebhann Christoph Huscher aus Hehndorf.
Johaun Georg Adam Lehrmann aus Hohndorf.
Tbristian Frievrich Löscher aus Molau.
Christian Gottlob Poit aus Ober⸗Marrgrün
Johann Gottlieb Steinfacher aus Gansgrür
Ieorg Adam August Wunderlich aus Adorf.
Johaun Friedrich Leberecht Keßler aus Nieder⸗Haslau. Aus dem Geburtsjahre 1816.
Leonhardt Karl Herrmann aus Zetbau.
Wilhelm Eduard Baum aus Chemnitz. 3
Karl Wilhelm Ludwig Brückner aus Chemnitz.
Karl Friedrich Wilhelm Fischer aus Chemuitz
Karl August Hauschkel aus Frankenberg. .
Karl Eduard Ferdinand Hirsch aus Chemnitz.
Johann August Hänig aus Chemnitz. 8
Friedrich Auton b
Friedrich
ouis Köhler aus Chemnitz. b
Samuel Wilhelm Kröhner aus Chemnitz. August Müller
. 1
Namen angegebenen Geburtsortes persönlich zu ge⸗ Karl Faccria Landgraf aus Chemnitz.
der Erfüllung ihrer Militairpflicht Karl Leber alle Karl August Friedrich Otto aus Chemuttz.
stellen und Behufs Mäült. anzumelden, unter der Verwarnung, daß sie im
des Außenbleibens der durch freiwillige Nachgestel⸗ Karl 88, — etwa zu statten kommenden Milderungs⸗ Karl Gottlob P b würden, vielmehr als Aus⸗ Karl Gottlob Schönherr aus Waldkirchen.
gründe verlustig gehen ihres Vermögens,
würden angesehen und nach §. 74 des ge⸗ Karl —1 1 nach Karl Gottlob Ferdinand Schulz aus Niklasgasse
dachten Gesetzes, hiusichtlich Berstuß eines Jahres, von dem Tage
an gerechnet, Karl Louis Schmidt aus Chemnitz.
riedrich Leberecht Martin aus Ebemnitz Lonis Benjami
Gottfried Wilhelm Olm aus Chemnitz. feifer aus Chemnitz.
Gottlieb Schindler aus Gablenz.
ohann Gottlieb Renner
CTyristian Heinrich Leibner
Karl Heinrich Berndt aus Johar
Oito Julius Reinward aus ECbemnitz. Karl Friedrich Vogt oder Giaf Christian Gottfried Günnel aus E
Jobann Gottlieb Gö
NJebann Adolph Ernst Hedrich aus
Cbristian Friedrich Kupfer aus Reichenbach.
6 Johann David Petzold aus Bergen.
JFohann Ferdinand Wolfermann aus Chemnitz. Johann Christian Sommer ans Ruppertsgrün. Karl August Schmidt aus Pauen.
Friedrich Angust Wolf aus Schöneck.
Karl August Wetzel aus Plauen.
Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen
wo sie sich zur Aushebung persönlich bätten gestellen Julius Albert Schletter aus Chemnitz. sollen, den Deserteurs würden gleich geachtet werden: Ernst Louis Sch V1 1 Karl Wilhelm Scheufler aus Chemnitz. Johann Karl Schubert aus Chemnitz. Eduard Anton Thiele aus Chemnitz. Karl Friedrich Uhlig aus Chemnitz. Karl Friedrich Werner aus Niklasgasse. A bert Maanus Wagner aus Z Peees 8 u1 hristlieb Mü Hartenstein. de.e 1esaned Mrüsgsr g. “ BSitto Ernst Weber aus Meerane. in Jicobi aus Bennewitz. aus Vorna. aus Neumark. ungeorgenstad ans Borna. bersgrün. tz aus Dorfstadt.
aüfer aus Chemnitz.
Zophel aus Esster.
Aus dem Geburtsjahre 181 Ferdinand Bonick aus Chemnitz. Carl Heinrich Conrad aus Chemuitz Christian Friedrich Dietrich aus Chemnitz.
Karl August Dietrich aus Chemnitz. 8 Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Sonn⸗ Friedrich Ferdinand Dittrich aus Wittgensdorf. Karl Angust Fischer aus Memmendorf. b Karl August Fischer aus Chemnitz.
Friedrich Robert Hofmann aus Chemnitz
Karl Moritz Hieronvmus aus Chemnitz. Gottfried Jahn aus Oederan. erdinand Jericho aus Chemnitz. Karl August Korn aus Chemnitz. Friedrich Louis Kühling aus Chemnitz. Gott ieb Jehann Müller aus Chemmitz. Friedrich August Matthes aus Chemnitz,
aus Chemnitz.
Albert August Nitzschmann aus Chemnitz. Karl Julius Richter aus Chemnttz.
iun Schwabe aus Chemnitz. Heinrich Gottlieb Schneider aus Chemnitz. Karl Ferdin nd Teichmann aus Limbach. Karl Leberecht Vogel aus Chemnitz. Friedrich August Werner aus Chemnitz. Trangett Ferdinand Wolf aus Chemuitz. William Louis Wolf aus Chemnitz. — Franz Louis Weiß aus Chemnitz.
Staaten.
FFriedrich Auton Dörfel aus Bärenwalde. Kari Friedrich Meinhold aus Schreibenberg. Karl Heinrich Mühlmaun aus Schneeberg. Friedrich August Tümmler aus Aue. Karl Traugoit Friedel aus Treuen. Coristian August Jubel aus Plauen. 88 Jebann Adolrh Cornstian Kroll aus Greobau. Tyristian Gottlieb Männel aus Crieschwitz. ohann Gotilieb Spenagler aus Adorf.
Aus dem Geburtsjahre 1818. Gottlob Heinrich Schneider aus Loschütz. Gottlieb Friedrich Wilbelm aus Bärenwalde. Johann Friedrich Heidel aus Breiteubrunn. Karl August Fürchtegett Bergelt aus Grumbach Jobann Traugott Scheidler aus Eibenberg. Karl Otto Herrmann Pehle aus Waldenburg. Zwickan, am 1. Juli 1840. Königl. Sävsische Kreis⸗Direction. 1 C. C. Freiherr von Küußberg.
H.frWes
Brambach.
Die Dampfschiffe der Magdeb. Comp. Kronprinz ven Preußen, Paul Friedrich und 7. Stadt Magdeburg werden mit nächster Woche wieder’ Reisen verrichten u 0 Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Frei⸗ tag von hier,
abend von Hamburg
mit Passagieren und Gütern abgehen. Magdeburg, den 29. Fult 1840.
Direction der Magdeb. Dan Näberes in Berlin bei Herrn Carl Lederer,
Poststr. Nr. 11.
Die diesjährige Versammlung des Central⸗Vereins bom opathischer Aerzte findet beschlußmäßig am 10. An⸗ 1 gust d. J. früh 10 Uhr bier in Berlin im Englischen Hause statt, und lade ich im Auftrag des Vereins Alle, welche Interesse an der homöopathischen Heillebre fin⸗ den, biermit nochmals zur freundlichen Theilnahme
sige Besprechung am Abend des 9. August wird auch diesesmal in demselben Lokale stattfinden. Berlin, den 28. Juli 1840. l'r. Reisig,
Die
auch 1 Riblr.
Eingegangen sind 679 Wispel 12 Scheffel 62
Dampfschifffahrts⸗Comp.
ergebenst ein. Die wie bisher üblich gewesene vorläu⸗
d. Z. Direktor des Vereins. 11““
Berlin, Sonntag den 2 ten August
Amrl. Nachr 1öe“
Arankr an der Berse. — Nachr. aus Spanien
wroagop mn rl. Oberbh. ductien der Domkapmtel. — deis⸗Tratt. mu Fraukr. — resigutren.
Bera bindung mu Paris.
Lond.
Danoco. u. Nocmw. Antiministerielle Entscheidungen des Reichtaags. Genua. Ankunft der Großfürstin Helene. — Rom. Der Die Römischen Päpste und prote⸗
Italien. Papst in Castell Gandolso. — “ Geschichtschreiber. pan. RKadrid Feortdauer der Unordnungen. — 2
.;-e u. Valencia. t 3 “ urten. Hinweisungen der „Morning Chronicle“ auf das wahrschei 1b er „A b ein- liche Agiren der Engl. Fleite. — Smyrna. Fiantn Bemegncg
IöSe e9 des Gesandtschafts⸗Schiffes aus Kon⸗
antinodpel — Eutscheidung des Pascha'o uüͤber Beschw
uu in Beirut. eei 1““ ur. Preoclamation der Bergbewehner. — Wirren in Bei
1 ver zuer. Wi eirut, wo
Abbas Pascha und Soliman Pascha ange ommen sind. — Man I,n. b gegen die Aegppt. agiren. „K. u. L. Ueber die Altdeutsche Kunst der Ho zichnitzerei
Ven Kugler. ) Ho zichnitzerei ꝛc.
Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Karl i „ hier wieder eingetroffen. Prinz Karl ist ven Kreuznach
Abgereist: Se. Excellenz der Geheime St
ses, von Ladenberg, nach Zehdenick.
Zeitungs⸗Nachricht Ausland.
Frankreich.
Paris, 27. Juli. Der Moniteur parisien hat ohne weitere Bemerkung den gestern mitgetheilten Artikel des „Con⸗
stirutionnel“ uͤber die Beschluͤsse der Repraͤsentanten Englands,
Oesterreichs, Preußens und Rußlands i 1 Nummer aufgenommen. X“ 3 Es heißt, Herr Guizot habe von der Abschließung des Trak⸗ tats der vier Maͤchte zur Reaulirung der orientalischen Ange⸗ legenh iten erst durch Lord Palmerston Kenntniß erhalten. Aluch heute beschaftigen sich die Journale fast ausschließlich mit den orientalischen Angelegenheiten. Der Constitutionnel hat sich von seiner gestrigen Bestuͤrzung erholt und Kraft gefun⸗ den, die Verhüuülrnisse zu betrachten. „Lord Palmerston“, sagt er, „kommt zu seinen fruͤheren Irrungen zuruͤck; er will nicht, daß die Pforte und Aegypten sich friedlich verstaͤndigen. Diese Loͤsung sagt seiner Polnik nicht zu, Wenn seine Ansicht durchdringt, so wird er sich zum ritterlichen Pa adin des Sultans, des legitimen Herrn Aegyptens und seines Pascha's, machen. Ihm liegt nichts daran, wenn er Europa in Brand steckt, wenn er dem Mosko⸗ witischen Ehrgeize den Weg nach Konstantinopel oͤffnet, voraus⸗ gesetzt, daß er im Orient das Recht der Throne aufrecht erhaͤlc. Lord Palmerston behauptet, er habe nur Englands Interesse im
“ Augse; wenn dies gegruͤndet waͤre, wenn England wirklich bei der Um⸗ woaͤlzung des Orients betheiligt waͤre, so ware Frankreichs erste Pflicht,
augenblicklich mit der Englischen Reagierung zu brechen. Aber Loro Pal⸗ merston taͤuscht sich, die oͤffentliche Meinung in den drer Reichen bekennt sich nicht zu seiner abenteuerlichen Poli ik. Wir sagen nichts von der Rolle, welche Frankreich zukommt. Das Englische Kabinet, welches so stark seine Neigung fuͤr uns betheuert, scheint wenig daran gedacht zu haben. Die Sache unseres Kabinets it es, jenes daven zu unterrichten. Von welcher Beschaffenheit auch die Trakrate seyn, innerhalb welcher Graͤnzen sie sich auch halten
8 mögen, so ist das, was Frankreich zu ihun hat, keinem Zweifel
unteworfen, und in keinem Falle kann sein Beistand dem Vice⸗ Ksnige fehlen.“ — Sehr energaisch lautet die Sprache des Cour⸗ rier fran ais: „Das C aälische Kabinet hat die ersten Prin⸗ zipien des Voͤlkerrechts mit Fuͤßen getreten. England hatte Herrn von Brunnow’'s Vorschlaͤge schon abgewiesen; jetzt sind sie ange⸗ nemmen worden, vielleicht ist man sogar noch wei er gegangen. Konnten wir auf eine solche Inkonsequenz von Seiten einer Re⸗ gierung gefaßt seyn, welche ceine traditionelle Polirtik befelgt? An⸗ dererseits handelt England ohne uns und fast gegen uns, ohne uns aufaefordert zu haben, die Bedingungen anzunehmen oder abzulehnen. Ist das nicht eine Ueberraschung, und folglich eine Tau⸗ schung? Eine Reaterung, welche nicht mir uns im Bunde staͤnde und welche sich in den Beziehungen zu uns einer solchen Falsch⸗ heir schuldig machte, wurde einen Akt der Feindseligkeit gegen uns begehen. Was soll man sagen, wenn dies ein Kabinet thut, das von seiner Freundschaft fuͤr das Franzoͤsische Volk spricht? Wird Lord Patmerston noch je wagen, von seiner Redlichkeit zu sprechen ohne daß Scham oͤche seine Stirn bedeckt?“ — Das genannte Blatt schließt mit folgenden kriegerischen Worten: „Greße Er⸗ eignisse werden sich im Orient erfuͤllen; Feankreich hat sie nicht hervorgerufen, aber es muß auf sie verbereitet seyn. Es genuͤgt nicht, in den diplomatischen Neten einen festen Ton anzunehmen ondern man muß auf alle Wechselfalle gesaßt seyn. England ver⸗ mehrt seine Zuruͤstungen; die un rigen duͤrfen nicht auf demselben unkte bleiben. Wir wuͤn'chen den Krieg nicht, aber wer fuͤrch⸗
ten ihn noch weniger, und Frankreich hat die Mittel, ihn so lange und so erbittert zu fuͤhren, wie man will. Zwerhundert Millio⸗
Paris. Die Blätter über die Orient. Frage. — Schrecken Z peite Lesung der Bill über die Re⸗ Unterb. Eisenbahn⸗Gesetz. — Han⸗ Lord⸗Lientenant con Irl. wilt
Die Frauzös. u. die Flammünd. Sprache. — Schifffahrts⸗Ver⸗
Kronik des ECEEEb““ 8
nen sind fuͤr Rechnung des Schatzes in den Kelle
deponirt: dies fuͤr die Eroͤffnung 2— Feldzuges. Wenn tisation eingestellt wird, und jaͤhrlich fuͤr 209 Millionen Waldun⸗ En verkaufe werden, so können wir zu unseren Geldkraͤften 300 Mellionen und zu unserer Armee 200,000 Mann hinzufuͤgen Kein Volk, mit Ausnahme Frankreichs, ist im Stande Krieg ohne Anleihen zu fuͤhren. Wir koͤnnen ihn zehn Jahre lang aus halten, ohne zum Kredit unsere Zuflucht zu nehmen. Die Um⸗ staͤnde erfordern eine rasche und entschlossene Polittkk. Die Eng⸗ lische Flotte hat Instructionen; wir muͤssen die ungrige zuruͤckrufen ve, dem Admiral Lalande die Befugniß geben, zu handeln. Die nene ist nur 310,8900 Mann stark; bringen wir sie auf 500,000 Mann. Die Regierung muß Pferde kaufen, die festen Plätze in Stand setzen, die Zeughaͤuser fuͤllen, Dampf ’ chiffe bauen, die National⸗Garde und die Reserve organisiren. Man hat Frank⸗ reich isoliren wollen. Gut! wir werden allein gehen und sehen was das Europa der Koͤnige dabei gewinnen wird. Frankreich spoliren heißt, es an die Spitze der Vöͤlker stellen. Uns bleiben Gott sey Dank, Prinzipien, Geld, Soldaten und Kanonen. 8 ist genug, um Europa in Aufruhr zu bringen und das Schicksal dessel⸗ ben zuaͤndern.“ — Das Journal des Debats spricht die Hoffnung aus, daß der allgemeine Friede nicht durch die Ereignisse in Spa⸗ nien und durch die Orientalische Angelegenheit gestoͤrt werden moͤge. Wie oft habe man nicht schon seit zehn Jahren geglaubt der Sturm wuͤrde losbrechen und dennoch sey Alles wieder ruhig abgegangen. Dies sey auch diesmal zu hoffen. Das genannte Blatt sagt, die Verwickelungen der aäͤußeren Angelegenheiten wuͤr⸗ den zugleich die Probe der Talente des Ministeriums geben. Be⸗ sonders in der aͤußeren Politik haͤtten ja die Koriphaͤen desselben, 418 sie noch auf den Oppositions⸗Baͤnken saßen, die großartigsten Windbeuteleien zu Tage gebracht. Jetzt werde sich zeigen, was
. 8⸗ Minister und Chef der 2ten Abtheilung im Ministerium des Köͤnigl. Hau⸗
nanz bringen, betreffend die Aushebung von 240,000 Mann Der Minister⸗Rath war heute versammelt, und um 3 Uhr Nach.
vess. zu halten.
An der Boͤrse herrschte ein außerordentlicher Schrecken i Folge der Nachrichten aus London und des Geruͤchtes 8 hk-. Aushebung von 240,000 Mann. Die Inhaber von Franzoͤsi⸗ schen Renten suchten sich derselben zu entledigen, ohne Kaͤufer finden zu koͤnnen. Gegen Schluß der Boͤrse war allgemein das Geruͤcht verbreitet, morgen werde der „Moniteur“ eine Ordon⸗
mittags war die Sitzung noch nicht beendet.
Die Emancipation de Toulouse vom 24. Juli meldet aus Barcelona vom 22sten, daß in Taragona, Reus, Werona die Nachrichten von den Vorfaͤllen in Barcelona mit Entzuͤcken auf⸗ genommen worden seyen. In Saragossa soll dieselbe Stimmung laut geworden seyn. Der Englische Botschafter befindet sich auf dem Wege nach Barcelona. .
Der Temps meldet: „Wir erhafken neue Nachrichten uͤber die Vorfälle in Barcelona. Sie berichtigen zum Theil die uͤber⸗ triebenen Berichte. Es ist kein Blut rvergossen worden. Eben so wenig ist die Regentin insultirt worden; im Gegentheil wurde ihr Name in allen Vivats vernommen. General van Halen hat die Ordonnanzen unterzeichnet, welche die Entlassung der drei in Barcelona anwesenden Minister Perez de Castro, Cleonard und Sotelo annehmen.“
Im Courrier de Bordeaurx liest man nach Privatbrie⸗ fen aus Barcelona: „Die Koͤnigin ist g eine Sie wird von 800 Mann der Armee Espartero's bewacht, die in buͤrgerliche Kleidung gesteckt sind. In der Konferenz, die der General mit der Koͤnigin gehabt hat, soll derselbe unter Anderem auch die Ernennung des Herrn Campuzano zum Praͤsidenten des Conseils verlangt haben.“
Die Revue de Paris sagt Folgendes uͤber die Reise der Koͤnigen von Spanien und die Motive derselben: „Man lente Christine die Absicht eines Staats⸗Streichs unter; man gab zu verstehen, daß ihr Aufenthalt in Catalonien große Ereignisse ver⸗ kuͤnde; daß sie, gestuͤtzt auf das Schwerdt Espartero’'s, in eine Aera der Macht ein reien werde. Dies waren in der That die Hoffnungen der Regentin, welche ohne bestimmten En schluß auf das Unbekannte mit blindem Vertrauen lesging. Bis dahin hatte sie E partero nie gesehen, sie schmeichelt sich, auf ihn einen starken Eindruck zu machen und den Herzog von Vitoria leicht fuͤr ihre Plaͤne und ihre Politik zu gewinnen. Zu Lerida sah sie ihn zum erstenmal und wurde bald aus ihrer Taͤuschung ge⸗ rissen. Sie sah wohl, daß sie auf den siegreichen Soldaten nicht den gehofften Einfluß uͤbte und sie waͤre gern nach der Hauptstadt zuruͤckgekehrt. Aber es war zu spat. Es wäre unklug gewesen, Esvartero und seiner Armee Mißtrauen zu bezeigen. Sie mußte ihren Weg forisetzen und sehen, ob sie in Barcelona mehr Maͤßigung und Ergebenheit fuͤr das neue Koͤnigthum finden würde, als in Saragossa. Aber Alles hatte sich geaͤndert: die Koͤnigin lenkte nicht, sie schleppte hin erdrein. Sie hat ihren Fehler grausam buͤßen muͤssen; i Madrid, im Mittelpunkte der Monarchie, mußte sie Espartero empfangen.“ — Folgendes saat dasselbe Journal uͤber die Instructionen des Franzoͤsischen Ge⸗ sandten: „Derselbe het den Auftrag, im Namen Frankreichs foͤrmliche Mißbelligung aller Ereianisse auszudruͤcken, welche die Koͤnigliche Majf staͤt und die Unabhaͤngigkeit der Krone verletzt haben. Er wird die Rathschlaͤge u d den Einfluß der Franzoͤsi⸗ schen Politik zur Verfuͤgung der Koͤniain stellen. Ueberall, wo er auf die Umtriebe oder Intriguen Englands stoßen könnte, seoll er sie energiich bekämpfen Es heißt auch, ein Franzoͤsisches Kriegsschiff habe Besehl, sich in die Gewaͤsser von Varcelona zu begeben.“
Die Revue de Paris, in welcher Herr Lherminier die politische Chronik unter dem Einflusse des Herrn Thiers schreibt stellt eine Pairs⸗Promotion fuͤr den 2. Juli in Auesick t. „Es ist unbestreitbar“, sagt dieses Blatt, „daß fast alle Jahre der Zu⸗ stand der Kammer eine mehr oder minder ausgedehnte Pairs⸗ Creation noͤthig macht.“ Unter den Kandidaten nennt man die Grafen Bertrand, den General Gourgaud und den Marquis von La. b p das P
te Blaͤtter enthalten heute das Programm der Jahresfeier der Juli⸗Tage. Am 27sten wird in den .en
verschiedenen Konfessionen ein Leichen Gottesdienst stattfinden. Am Asten wird um 9 Uhr in der Kirche St. Germain⸗L'Auxerrois ein großer Leichen⸗Gottesdienst gefeiert. Die Behörden und Ge⸗ neralstabe, die demselben beigewohnt, begeben sich hierauf nach dem Bastelleplatz. Die Saͤrge werden in einem Trauer⸗Tempel vor der Juli⸗Saule aufgestellt. Wenn der Zug eingetroffen ist, wird das Denkmal eingeweiht, und die Geistlichkeit segnet die Gröber. Der 2uste ist Volks⸗Belustigungen geweiht.
Heute war das Geruͤcht verbreitet, der Prinz Leuis Napo⸗ leon sey in Paris; indeß seyen alle Nachforschungen der Polizet, seiner habhaft zu werden, erfolglos gewesen. Herr Guizot, heiße es, habe das Verschwinden des Prinzen in London gemeldet, und obschon man auf telegraphischem Wege den Befehl zur Verha⸗ tung desselben auf der Straße von Calais, erlassen habe, sey es ihm dech gelungen, sich allen Nachforschungen zu entziehen
Großbritanien und Irland 8
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 27. Juli. Nach langen Debatten erhielt die aus dem Un⸗ terhause heruͤbergebrachte Bill, wodurch die Dem⸗Kapitel vnd Kollegiatstifte reduzirt werden sollen, um die kleinen Pfarren bes⸗ ser dotiren und neue Pfarren, wo die Zunahme der Bevoͤlkerung dies erheischt, gruͤnden zu koͤnnen, die zweite Lesung. Lord Mel⸗ bourne setzte den Zweck der Maßregel, eine gleich mäͤßigere Ver⸗ iheilung der Kirchen⸗Einkuͤnfte und Beschafsung der noͤthigen Seelsorge, wo es an solcher fehlt, auseinander, und der Erz⸗ bischof von Canterbury, so wie der Herzog von Welling⸗ ton unterstuͤtzten dieselbe. Das Amendement des Lischofs von Winchester, der sich der Maßregel widersetzte, wurde mit 99 gegen 48 Stimmen verworfen.
Unterhaus. Sitzung vom 23. Juli. Ais das Haus sich in den Ausschuß uͤber die von Lord Seymour eingebrachte Bill zur Regulirung des Eisenbahnwesens verwandeln wollte, er⸗ hob sich Herr Easthope und bemerkte, daß er in der Kommis⸗ sion, welche sich mit Untersuchung dieser Angelegenheit zu beschaͤf⸗ tigen gehabt, mit seinen Einwendungen gegen legislative Einmi⸗ schung in diese Sache, wobei er besonders von dem Umstand aus⸗ gegangen, daß dem Parlament noch zu unvollkommene Informa⸗ tion daruͤber vorliege, stets in der Minoritat geblieben sey. Er erklaͤrte dann, daß er über das glückliche Gelingen der Eisenbah⸗ nen sehr erstaunt sey, und daß ihm eben dieses Gelingen, welches die sanguinischsten Erwartungen der Unternehmer und des Pu⸗ blikums weit uͤbertroffen habe, eine legislative Maßregel in Pe⸗ zug auf diese groben Unternehmungen fuͤr jetzt durchaus unange⸗ messen erscheinen lasse. Ueberdies koͤnnte eine vorzeitige Gesetzge⸗ bung hier sehr gefaͤhrlich seSyn. Unmoͤglich koͤnne man die vor⸗ jährigen und diesjaͤhrigen Zeugen⸗Aussagen uͤber die Eisenbahnen lesen, ohne sich zu uͤberzeugen, daß die Gesellschaften, welche sich in diese Unternehmungen eingelassen, im ganzen Lande vollkommen von der Identitat ihres eigenen Vortheils und der Interessen des Publikums durchdrungen seyen und sehr wohl einsaͤhen, daß eine niedrige Eisenbahn⸗ Taxe ihnen eintraͤglicher sey, als eine hohe. Auch schien ihm in der Verwaltung und Polizei der Ei⸗ senbahnen nirgends ein solcher Mißbrauch vorzuliegen, daß es noͤthig waͤre, sich mit einem darauf bezuͤglichen Gesetz zu beeilen. Ueber die wesentlichsten Punkte der Verwaltung herrsche selbst unter denen, die mit der Sache am genausten bekannt und am meisten dabei interessirt seyen, große Meinungs⸗Verschiedenheit. Einige Theile der vorliegenden Bill wollte er zwar zu einer an⸗ gemesseneren Zeit gern unterstützen, andere aber hielt er fuͤr durch⸗ aus unpraktisch. Auch fend er viele Luͤcken in der Maßregel und im Ganzen waͤnschte er, daß man erst noch mehr Erfahrun⸗ gen einsammle, ehe man ein solches Gesetz erlasse; man werde dann dem Lande mehr ntzen und weniger in die Gefahr gera⸗ then, den For gang dieser Untern hmungen zu hindern. Indeß wollte er sich doch nicht geradezu durch ein Amendement der Ball w dersetzen, wenn etwa das Haus die Besorgniß hege, daß ein Aufschub gefaͤhrlich werden koͤnnte, und daß es unter allen Um⸗ staͤnden besser sey, selbst bei so vorgeruͤckter Session noch mit der Bill vorzuschreiten, als noch ein Jahr laͤnger damit zu warter. Er wollte in diesem Fall die Maßregel nur in ihren einzelnen Bestimmungen moͤglichst zu verbessern suchen. Das Haus ging nun ohne Weiteres in den Ausschuß uͤber, da Niemand geneie t schien, einen Antrag ragegen zu stellen. Bei der ersten Klausel, welche bestimmt, daß auf keiner Cisenbahn, die nicht schoa vor Annahme dieser Bell eroͤffnet worden, der Transport von Passa⸗ gieren und Gaͤtern eher beginnen soll, als einen Monat nacht em davon dem fuͤr Handel und auswaͤrtige Pflanzungen beste⸗ henden Ausschuß des Geheimen Raths schriftliche Anzeige gemacht worden, schlug Lord Granville vor, daß diese Bestimmung erst zwei Monate nach Annahme der Bill in Kraft treten sollte. Ci⸗ nige Mitglieder wollten eine solche vorherige Anzeige gar nicht fuͤr noͤthig finden und den Direkroren der Eisenbahn allein die Verantwortlichkeit dafuͤr uͤberlassen, daß Alles in geh oöͤrigem Stande sey, um die Bahn eroͤffnen zu koͤnnen. Der Handels⸗Mi⸗ nister sprach sich aber fuͤr die Klausel aus, und diese wurde denn auch ohne das von Lord Granvalle vorgeschlagene Amende⸗ ment mit 8n gegen 1X Stimmen angenommen. Die zweite Klau⸗ sel, welche verfüͤat, kaß die Handels⸗Kammer den Eisenbahn Cem⸗ pagnieen Buchfuͤhrung und Rechnungslegung vorrchreiben koͤnne, wurde nach einigen Debatten gestrichen. Die 3te und die 4te Klausel, deren Inhalt von den Blättern nicht angegeben wird, wurden ohne weitere Diskussion ausge⸗ lassen. Dagegen passirte die 5te Klausel, welche bestimmt, daß die Handels⸗Kammer ermaͤchtiagt seyn soll, Personen zur In⸗ spizirung der Eisenbahnen zu ernennen, wann und wo es ihr an⸗ gemessen scheint. Gestrichen wurden aber die Worte, wonach die Handels⸗Kammer auch besuat seyn sollte, sich die Buͤcher und Dokumente der Eisenbahn⸗Compagnieen zur Durchsicht vorlegen zu lassen.. Die Klauseln 6 bis 10 einschließlich, deren Inhalt wiederum nicht angegeben ist, aingen ohne Eroͤrterung durch. Zu der 11ten Klausel, wodurch die Handels⸗Kammer auterisirt werden soll, die Bestimmungen dieser Bill no higensalls durch