1840 / 351 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

.*

*2* 2₰ 8**

b

6“

Bekanntmachungen. Wir Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden

8 Fbn hiermit zu wissen: Wenn auf den Antrag 8 er 2

Nuizin versterbenen Grafen Lurwig Julius Erasmus 323. Erasmus Ermst Friedrich v. Küssow, gestifteten Majo⸗

kats und der Gräflsich v. Küssowschen Kuratel, eine

1 gütliche Regulirung der ganzen Fideikommiß⸗ und Ma⸗ seeter acsen aen des ebengenannten Grasen E. E.

des projektirten Vergleiches es aber für erforderlich er⸗

achtet ist, daß auch den sämmtlichen Prätendenten.

8 Nachlaß hervorgetreten sind, die entworfenen Vergleichs⸗ Prepesitionen vorgelegt und ihre Erklärungen darüber

8* 2

Urer 390 Br. 4o Ulnbes 310 Br

von Mayseder,

.de haA ctien St. Germain 6315 Rr.

Ur.

8

eraswborg⸗Hasel 250 Br. Leipzig-Dcesden 100 ½

91 % G.

Hamwmburg, 15. Dezember. Bank-Act en 1670. Eungl. Kuss. 105 ⁄¼14.

London, 1. Dezember.

Cons. 3 % 80 h Belg. v8 /8. Neue Aul. ¼-

Ausg. Sch. 12 . 2 ½ %, Hofl 51 1. 5 % 98.

2 ,9 2177.. Engl. Russ. 112 ½. Uras. 71. Columb. 252

aru 15 ¾43. Chili 55

Paris, 12. Dezember.

. 5 % Rente ün cour.

Neapl üin ceur. —. 5 %

Dort. 22

Span Kente 24 1 Passi

Wien, 12. Dezember. 106 1. 42 Anl. de

217,0

—, 2

1830 114.

5 ¾%, Met. 9 1834

Bank- Actien 1681. 137. de

Irs pnitt Iebrrch. wetl oann bühe Versailes rech- München-Augsb. 91

111. 25. 3 %, Kente üin cour. 77. 30. 5 %

g8 16142 3 Abth. Musik von Gretry. Im Schauspielhause: 1)

en 1 acte, par Ma . Ancelot.

Hr.

Köln-Aachen Le

5

Gymnase, par Mr. Laurenein. DPassive 5 ½. Sonnabend, 19. Dey.

5 % Dort. 34. ¼. Mex. 29 ⅛. Sonntag, 20. Dez.

Nacht, als Gastrolle.)

ve 5 ¾. 3 %, Frritag, 18. Dez. terläͤndisches Gemälde mit Musik pom Kapellmeister

Königliche Schauspie Freitag, 18. Dez. Im Opernhause; Groß Arie mit Chor, aus der Oper: „Lucia di Lammern von Donizetti, im Kostuͤm

Hierauf:

und Herrn Bötticher.

von dem Herrn

dargestellt von dem Herrn de Bezzi, Mitgled der taliaͤnischen Overn⸗Gesellschaft des Herrn Merelli,

Variationen uͤber ein Thema fuͤr die Klarinette, arrangirt und vorgetragen D. Goudsward, erster Klarinettist des Konzert⸗

des Stuͤcks vorkommende wird von dem gesammten mäͤnnlie gen.) Vorher: Der Liebe und de fuͤr Maske. Lustspiel in 2 Akten,

Sonnabend, 19. Dez. Araber aus der Wuͤste Sahara,

es Duett und noor“, Musik

drei Nadeln der Kleopatra.

2„% —2

Vereins zu Rotterdam. Und: Richard Lowenherz, Singspiel in

Bocquet père et sils, vaudeville nouveau en 2

Im Schauspielhause: Verirrungen, buͤrgerliches Schausviel in 5 Abth., von E. Devrient.

Im Opernhause: Die Zauberfloͤte. Veltheim, Koͤniglich Saͤchssische Kammer Saͤngerin: Koͤnigin der

18 Schauspielhause: Corona von Saluzzo.

Koönigsstaädtisches Zum erstenmale: Gesang in 1 Akt, von Fr. Franz Herr Wild, K. K. Hof⸗Dpernsaͤnger Lied: „Sie sollen ihn nicht haben

Zum letztenmal: in 3 Abth., bestehend in Taͤnzen, großen equilibristischen, . 1 Pyramiden und den

orher:

1

E“ ¼

chäteaun de ma niêce, ecomällie La première représentation de: 2 actes, du théatre du-

(Dlle.

8-,

Theater. Die Rheinländer. Va⸗ Gence. Glaͤser. (Erster Soldat: zu Wien. Das am Schlusse ac. chen Opern⸗Personal vorgetra⸗ 8 Zufalls Spiel, oder: Maske von C. Lebrun. Vorstellung der

Dienstbotenwirthschaft,

oder: Chatoufle und Uhr. Komisches 2 Alten, von Fr. Kaiser. Musik von Hebenstrett.

Die vierteljaͤhrliche Praͤnumeration der Staats⸗Zeitung betrazt 2 Rehlr. Preuß. Cour. fuͤr das Inland. werden in der Expedition selbst Nr. 72) gemacht und jeder Praͤnumerant erhaͤlt da Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor den angegebenen Datum, Auswaͤrtige, ihre Bestellungen 8 Aemtern; wer dies versaͤumt, heit die Nummern erwarten, die vor der hier einge gangenen Anmeldung erschienen sind.

Lokal⸗Charakter⸗Vild in

s emn

An die Leser.

Bestellungen fuͤr Berling (Friedrichs⸗Straßs

frei ins Haus gesandt.

des In⸗ oder Auslandes, bewirken rechtzeitig bei den resp. Post kann nicht mit Gewiß

Gedruckt bei A. W. Hapn.

——— Oö—— ——

Allgeme

Koͤnig von Preußen ec. ꝛc. miestat⸗Erbinnen des am 17. Januar 1824 zu

von Küssow, als des letzten Besitzers des von dem am ai. 1797 zu Pisa verstorbenen Kaiserl. Königl. Würtlichen Geheimen Rathes und Kämmerers, Grasen

r. von Küssow ven Unferem Ober⸗Appellalions⸗ und

ichsten Gerichte eingeleitet worden, zum Abschlusse

welche außer jenen Intestat⸗Erbinnen des letzten Ma orats⸗Besitzers auf die vom Königl. Hofgerichte hier⸗ bcn im Jahre 182 erfannten Proklamata mit Erb⸗

usprüchen auf den Gräfl. von Küssowschen Allodial⸗

wiewohl die von ihnen profitirten Ansprüche selbst nach den vorliegenden Anmeldungen von keiner rechtlichen Erheblichkeit zu seyn scheinen, erfordert werden, und Wir Uns demnach in Maßgabe der Tribunals⸗Ordnung Thl. II. Tit. à §. 8 zu der Erlassung der nachstehenden Ediktal⸗Citation in Gnaden bewogen gefunden haben: Als citiren, heischen und laden Wir alle diejenigen

oder deren etwanige Erben, welche in Felge der von

1824 erlassenen Proklamata auf Grund eines präten⸗ 8 4 o⸗ ablassen, in ein⸗ od. mehrwöchentl., auch ½ oder ganz⸗

1.

anheraumten peremtorischen Termine vor Unserem Ober

49

Gräfl. von Küssowschen Litis Kurator, dem Kamera⸗

dem Königl. Hofgerichte hierselbst unterm 26. Fehrnar

dirten Erbrechts Ansprüche an den in der hiesigen Pr vinz befindlichen Allodial⸗Nachlaß des 1757 zu Pisa verstorbenen Kaiserl. Königl. Geheimen Rathes und Kämmerers, Grafen Erasmus Ernst Friedrich von Küssew, angemeldet haben und nicht bereits durch das Hofgerichtliche Präklusiv⸗Ex⸗ kenntniß vom 11. Julius 1825 rechtskräftig präktudirt worden sind, hierdurch, in dem zu dem Ende auf den 3. März 1841, Vorm. um 10 Uhr,

Appellations⸗ und höchsten Gerichte in Person oder durch hinlänglich instruirte Bevollmächtigte zu erschei⸗ nen und ihre Aeußerung über die Veraleichs⸗Proposi⸗ tionen, welche von ihnen vor dem Termine bei dem

rius Dr. Paepcke hierselbst, eingesehen werden können, abzugeben, widrigenfalls bei itrem Nichterscheinen an⸗ enommen werden wird, daß sie jene Vergleichs⸗Vor⸗ schlöge unbedingt genchmigen und auch mit den von den übrigen Erd⸗Prätendenten ctwa sonst noch zu fas⸗ senden Beschlüssen einverstanden sind.

Wonach Alle, die solches angeht, sich zu richten haben.

Gegeben beim Königl. Ober⸗Appellations⸗ und höch⸗ sten Gericht in Unserer Stadt Greifswald, den 19. Oktober 1840.

Ad Mandatum sacrae Regiae

Majestatis Borussicse proprium. e. (L. S.) (geh) Dr. Goetze. “. HHAHZAAZ11ö1““ Dr. Kirchner,

1 S. R. app. Iud. Protonotarius.

8* 8 1 k

b Rheinische Eisenbahn⸗Gesellschaft.

FZinsenzahlung fro 1820. Die pra 1840 fälligen Zinsen von den Actien unse⸗ rer Geselschaft können vom 2. Januar. 1841 ab für die bereits ausgegebenen ganzen Actien mit 12 ¾ Thlr. per Actie gegen Aushändigung des betreffenden Cou⸗ vons und für die auf 90 3 lautenden Interimsscheine mir 9 Thlr. 5 sgr. 11 pf. per Actie gegen Verzeigung der Interimsscheine entweder bei uns oder bei den Herren J. D. Herstatt 8 .Oppenheim jun. & Co Abr. Schaaffhausen ae 1 1114*“ KRN. Wergifossfe iin Aachen und Mendelssohn & Comp. in Berlin erhoben werden. Köln, den 8. Dezember 1840. Die Direction der Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft Hauchecorne.

————

Literarische Anzeigen. Für Pianoforte⸗Besitzer.

allen Buchhandtungen ist zu haden,

bel E. S. Mitiler (Stechhahn 3): 1“ Kurze und faßliche Anleitung zum

Stimmen des Fortepiano.

mp. in Köln,

„*

8 Für Piganofortestimmer, Iunstrumentenmacher, so wie weiche sich ihr Piano⸗ J. E. H Auser.] Männer.

auch desonders für Dilettanten, feorte selbst stimmen wellea.

74

8

Mit 17 Notenbeispielen und Abbildangen.

bandlung von Alerander Duncker in Berlin:

geboten werden können.

am 26. Mai jährl. d 3 Wirklichen Zeitg., Ceurier, pol. Wochenblatt; bitte aber um

dige Bestellungen.

gleich nach ihrem Erscheinen für ein geringes Lese⸗ geld erhalten, aufgenommen werden. Dezbr.

des Innern und der Polizei und der Finanzeu ist eben im cigenen Verlage des Herausgebers und m

Kommission bei A. durch alle Buch⸗ und Kunsthandlungen für 5 Sgr.

in Berlin

——,—A—

r Anzeiger fuͤr

8. geh.

Preis 15 sgr. (Basse in Quedlinburg.)

t Als geeignete Fest⸗Geschenke empfiehlt die Buch⸗

Gedichte 1

8. eleg. geh. 1 Thlr. 8 ZS88a Gräfin Hahn⸗Hahn, Ae1i en.

1“ 2 7 8 8 8

Eine ansprechendere Gabe dürfie Damen nicht leicht

Gedichte 1 “] 3 8. geh. 1 ¾ Thlr. Deutsche Gedichte fuͤr die Jugend. Herausgegeben von Ernst Wilhelm Kalisch, Professor an der Königl. Realschule in Berlin. Mit 6 Bildern elegant geb. 1 Thir. Die Schul⸗Ausgabe in 3 Abtheilungen 424 Thlr.

4 24 b

Literaturfreunden kann ich 70 der vorzüglich⸗ sten wissenschaftlichen, liter., musikl., juristischen und belletr. Zeitschriften nach 1 bis 3 monatt. Gebrauch für ½ bUis ¼ des Ladenpreises in compl. Jahrgängen

Lieferuugen, auch Augsburger⸗ u. Leipz. . al⸗ Auch können noch cinige Le⸗1-

er, welche diese Zeitschr. nach eigener Auswahl so⸗

Berlin, den 12.

Didler, Auguststr. Nr. 3 a.

Mit besonderer Genehmigung der hohen Eacaiee 0

Stange hierselbst erschtenen und

zu beziehen: 4† Brieftaschen⸗Kalender füͤr 1841. So wenig dieser Kalender dazu geeignet ist, in den

Kreis der lterarischen Auzeigen hineingezogen zu wer⸗

den, so ist der Herausgeder doch zu der Bemerkung und gelaäufig aus zudrücken. ein kängstgefüchltes Be⸗ agerk. wie Bedürfniß geworden, und Auflage um Auflage vergriff sich schnell. Es enthält den ganzen Reichthum der Französischen Sprache an Conversaliensformeln:

veraulaßt, daß derselbe durch 1 . dürfniß hervorgerusen und ganz besonders jedem Rei⸗ senden und gebildeten Geschäftsmanne angenchm sevn dürfte. Derselbe enthält, außer dem Verzeichnisse der Tage und Himmels⸗Erscheinungen, in gedrängter Kürze, die Genealogie aller jetzt regierenden Eurepäischen Für⸗ sten, mit den Angaben der Jahresmessen und den be⸗ deutendsten Wollmärkten Deutschlands, und ist so ein⸗ gerichtet, daß er bequem in die kleinste Brieftasche gelegt werden kann. 1 Zugleich erlaube ich mir die Bemerkung, daß alle Königliche Behörden und Institute diesen Kalender, so wie meine Schriften überhaupt (denen ich, von bo⸗ ben sfachkundigen Beamten unterstützt, jere mögliche Vollkommenheit geben werde), wenn⸗ deren Beziehung unmittelbar von mir erfolgt, steis züm Subscriptions⸗ Preise portofrei bezichen können. Tiec Abodrücke meines Portraits sind vergriffen, weshalb ich den vielfachen Bestellungen nicht nachkommen Lagxhx . Meine Wehnung ist in der großen Friedrichsstr. 133 a, im Kellerstübchen rechts. J. P. Kux, Premier⸗Lieutenaut a. D. Fur kunstfreunde. ““ Nach dem vortrefflichen Gemaälde des A. vahn Dyck im hiesigen Königl. Museo, dem Biüldniese des Tho- mas von Savoyen, Prinzen von Carignan, erscheint in diesen Pagen ein sehr schöues Kupfer- biatt von J. Caspar, worauf man bei uns zuen Prä- num. Preise von 3 Thlr. 20 sgr. mit d⁴. Schr. ud 5 Tlc. 20 sgr. vor d. Schr. umerzeichnet. Schenk & Gerstaecker, Linden Nr. 27.

Als eines der ge eeigntsten Festgeschenke pfehlen wir: 8

C638333“

Gunst von den Subsecribenten aufgenommenen Werke sind bereits 2 Bände beendigt, und vom 3. und letz⸗

sendet.

Beuilagen in gr. Quart mit 24 Begen Text und bil⸗ det ein für sich bestehendes Ganze.

Petsdam durch die Stuhrsche.

evG I hn 4 Muͤller. Prof. Dr. A., Kl historischer Gedichte mit einleitenden,

Aumertungen, Lex.⸗S. 31 Bogen.

g u st. KFohisch 161 1. Fuͤnshundert der besten Hausarzneimittel

Mit einer Anweisang, wie man ein gesu langes Leben erhält, wie man einen schwa⸗

chen Magen stärken kann,

2. Belehrend für Jedermann ist die beliebte

Oder ob wir uns wiedersehen, warum wir uns wiedersehen; Gründe für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele; nach diesem Leben beschaffen! 1 1 Trauernde, zur Beförderung der irdischen und himm

ist zu haben:

Coursier's Französisch⸗De

man will durch den Unterricht in Stand gesetzt wer⸗ den, sich in einer Sprache, die unbestreitbare Vorzüge zur Welt Conversationssprache gemacht haben, richtig

serschienen und in allen Buchbandlungen vorräthig, in Berlin bei E. S. Mittler (Stechbahn z):

em⸗

Museum für Preußische Vaterlandskunde.

die Preußis

Von diesem seit seinem Entstehen mit immer gleicher

en Bande wunden so eben die Lieser. 5 und 6 ver⸗

Jeder Band enthält 72 schbn ausgeführte lithogr.

Preis % Thlr. reh, à4 Thlr. fart. 11 Sowohl complete Erempl, als einzelne Bände sind urch alle Buchhandlungen zu beziechen, in Berlin und

Dreoden, im Dezember 1830. II“— Pietzsch & Comp.

Als ein schätzbares Buch ist Jedermann zu empfeh⸗ en und in Berlin in der Eneslinschen Buchhande!l

Ferd. Muller, Breite Str. 28, chendaselbst in En⸗ trin, so wie bei Ferd. Müller in Stargark, zu haben:

gegen alle Krantheiten der Menschen. ndes und

nebst Hufeland’'s Haus⸗ und Reise⸗Apotheke. br. Preis 15 sgr. Schrist: Ur. Heinichen, Vom Wiedersehen nach dem Tode.

wohin gelangen wir und wie ist da unler Loos (Eine Erbauungsschrift für Frohe und ischen Glückseligkeit.) 2te verb. Aufl. Preis 10 sgr. Verlag der Erustschen Buchhandlung.in Auedlinburg.)

In allen Buchhandlungen, in Berlin in der Ens⸗ inschen Buchhandlung (Ferd. Müller), ebendaselbst n Cüstriun, so wie bei Ferd. Müller in Stargard, 5te nnflage utschem

Conversationsbuch. Man lernt Französisch nicht, um es bleß zu lesen,

Darum war ein

o ursier's Handbuch der Französischen und Deutschen Conversationssyrache, ein geleitet von August Lewald. 5te vermehrte und verbesserie Auflage. (450 Sciten.) 22 ¾ sgr.

——2

C

Musikalien-Leih-Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien-IIandtung vorn E d. Bote & G. Bock, Jägerstrafse No. 42. Ecke der Oberwallstr. Abonnement für 3 Monate 1 Thlr. 15 sgr. Mu der Berechtigung, für den ganzen gezahlten Betrag Mustkahten als Eigenthum zu entnebmen, 3 Tulr. Austührlicher Prospekt gratis. Für Auswärtige die vortheilhattestenßedingungen

—————

Bei J. D. Sauerländer in Frankfurt a. M. ist

Rheinisches Taschenbuch 1811. Herausgegeben von UDr. Adriau. Mit 7 der feinsten Englischen Stahlstiche und einer Ansicht des von Launitzschen Monuments für die Er⸗ findung des Buchdrucks. 2 ½ Thlr. Inhalt: Esel⸗Fritze. Pade⸗Idyll von Franz Din⸗ gelstedt. Der rothe Zwerg. Ven A. v. Stern⸗ berg. Erinnerungen an den Lirder⸗Componisten Jofeph Pannp. BVon A. v. Hungari. Gedichte von Adelheid von Stolterfoth. Die Französische Bühne und einige Deutsche Schauspieler. Von Ed. Beurmann. Reise⸗Brie e, geschrieben im Herbste 1239. Von Adrian.

Mit lithogr. Aobildungen von Preußischen Städ ten, Kirchen, Schlössern, Ruinen u. s. w.; Bildnissen ußischer Fürsten, berühmter Krieger, Staatsmän

zet 18 Gelehrten, Künstler und anderer ausgezeichneter

2 Sewohl in Hinsicht der eleganten artistischen und u topographischen Ausstattung, als des mannigfaltig un⸗ „terhaltenden Inhatts sieht dieser Jahrgang dem all⸗

chen Staaten Ludwig Boͤrne’s Urtheil ü ter

Als Anhang:

Alle F - loser, seigherziger Lüge dem Herausgeber Dan in welchem, so lange Heine’s

Vergessenbeit was die Zeitgenosfen darüber dachten.

Stielfelius,

Tegnér, E. Teaner, E., die Friibjofssage.

Dieselbe ohne Stahlstiche.

E“

111ö61XA“

in Berlin in der Enslinschen 6 Müller) Breitestr. Nr. 23, ebendaseldst in Kuüͤs so wie bei Ferd. Müller in Stargard zu haben

gemeinen Urtheite nach in der vordersten Reihe unter⸗ den Deutschen Almanachen. 8 8

Ungedruckte Stellen aus den Pariser Briefen. Stimmen über H. Heine’s letttch. Buch, aus Zeitblättern. u sgr.

Freande des edlen Tedten, alle Verächter scha die Deutsche Nation wi k wissen für dieses Schriftch. schlechtes Buch nicht do andeimgefallen ist, erbalten bleiden s

Empfehlenswerthe Weihnachtsgeschenke.

In allen guten Buchhandlungen sind zu haben: Klio Eine Sammlu geschichtlich Geheftet ¹ ½ Td. Kartonnirt Thlr. W., Mannal de lecture ou h. prösateurs des trois derniers iccles dο ir sities

ture française, nↄvev explicattuns. 8. 36 Hog

Geheftet i ½ Thlr. nestet 1 ½ Ih. Werke. A. d. Schwedisch

„poetische We 1 von lDr. E. Th. Maperhoff. 2 Bam

Mit Tegueér's Portrait. Geheftet ¹. b 1.2d. Schwe

schen von Dr. C. Th. Maverhoff. Mit Tezn⸗

Portrait und mit Stahistichen. Gehestet 1 N. Gehestet ¹ Thlr.

Berlags⸗Buchhandlung von Hermann Sch ulz

8 8

81*

von * hoher Wichtigkeit für Künstler und Techniker.

So eben ist erschienen und in allen Bachhandlung uchhandlung (5

n

.“

Die Farbenharmoniece, ein praklisches Lehrd zur Kenntniß der phositalischen Gefetze, welchen Farben zusammengestellt werden müs um eine wohlgefällige Wirkung zu machen. 2* Ed. Chevreuil, Vorsteher der GobeliusMan faltur in Paris. Broschirt 1 Rähl. 10 Sgr.

Kunst und Induserie werden durch dieses gus

zeichnete Werk in einem sehr vernachläßigten Zͤw vorwärts gebracht. ger Arbeiter, die bis dahin nur ihren persönlichen Geschn zu Rathe ziehen konnten, hei der W zu Gobelings⸗Geweden zu steuern, die phpsikalischen Gesetze

beuzusammenstellung be ein Gemälde von Wirkung,

Kleidung, das p geschmackvoll genannt werden kann, und faßt nun

Entdeckungen in einfachen Regeln zusammen, wah die praktische Anwend ung derselben bei der farbiger Waaren, Tapeten, Zeuge, Teppiche, Möbel bei der Decoration von Gebänden, Wohnungen, in

Kleidermacherkunst, in der Buchdruckeret, beim Ksg riren, in der Kunstgärtnerei ꝛc., zeigen. Ein Deutsc Techniker, durchdruugen von der Wichtigteit des

geustandes, hat das Werk ins Deutsche übertragen.

Um dem unsichern Pasten sei

hat der Verf ergründet, welche dei der 5 ebachtet werden müffen, da der Häuseranstrich, Ameublement, ein farbiges Fabrikat

Fabricat

Als etwas Nenes, Zwerkmäfsige und zug!

Elegantes empfehlen wr die in unserm Verlage e erschienene

musikalische Bilderfihel,

; 24 zur Erlernung der Noten, ent worfen und gezexh

von F. G. Normann,

in allen Buch- und Musikalien-Haudtungen, nam sich in der Buch- und Mustbkstien-Haudlung ven Trautwein, Breite Strasse No. 8, vorräthig.

Preis mit schevarzen Bal lern 25 sgr. it kolorirten Bildern 1 Phlr. 10 sgt. Trautwein & Courp. Kosssic-

LPutherische Zeitschrift. So eben wurde ausgegeben, in Berhn zu bG

bei W. Logier, Friedrichs Str. No. 101;

Zeitschrift für die gesannmmte lutherische logie und Kirche, herausgegeben von 1. 4. RKadelbach, Consistorialrath und Supecn- dent au Glauchau und 1). 11. E. F. GuerI Professor der Theologie zu Halle. Erster gaug 1840. Viertes (Auartbalhefs. gr. 8. 2

D eve mit ungewoöhnlicner Theilnabame ausger

mene Zeitschrift wiri auch für 1841 in 4 (10*g helten à 25 sgr. erscheiuen. Uernh. Tauechnitz jun. in eipr

Amtl.

*.

Nachr.

Frankr. Paris. Tages⸗Befehl an die National⸗Garde. Verhandl. in den Büreaus. Das ÜUriheil der Lafarge nicht kassirt. He⸗ rüchte von einem Gefechte im Rothen Meere.

Großbr. u. g Lond. Glückwunsch⸗Adresse u. Geschenke. Aunäh. an Frankreichs Finanzlage. Marquis Londonderry in Konstant. Chartisten⸗Diner. Eisenbahn⸗Unglück.

Niederl. Generalstaaten. Bedenken und Vorschläge hinsichtlich des Desizits und der Anleibe zu dessen Deckung.

Belg. Brüssel. Deputation beim Leichenbegängn. Napoleon'’s.

Schwed. u. Norw. Stockh. Instruckionen an den General⸗Kon⸗

lel in Alexand. Eine Schwed. See⸗Expedition in der Levante.

Deutsche Bundesst. Göttingen und Tübingen. Frequenz.

Oesterr. Wien. Ordensverleihungen.

Span. Bilbao. Adresse an die Königin Christine.

Türket. Konst. Audienz der vier Gesandten beim Sultan. Die Politik der Pforte gegen die Sprier. Ein Agent Mehmed Ali's in Konst. Unruben in Rumelien. 8

8 2 Pork. Muthmaßl. Felgen d. neuen Präsideuten⸗

ahl. Russ. Dampf⸗Fregatte. Zustände am La * . Ehe⸗Gesetze. Erdstoß. 5 een

Inland. Berlin. Der Wirkl. Geh. Rath Dr. v. Stägemann f†. Köslin. Schifffahrt und Handel. Breslau. Statistisches. Aachen. Geschenk der Prinzessin Karl.

Wifs., K. u. L. Berlin. Versammlung der Gesellschaft naturfor⸗ E Anz. v. „der Vergiftungs⸗Prozeß der Lafarge,

n Luden.“

Kronik des Tages.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Rittergute⸗Besitzer Grafen von der Schulenburg⸗Hesler auf Vitzenburg zum Landrath des Querfurter Kreises, im Regierungs⸗Bezirk Merseburg, Aller⸗ gnädigst zu ernennen geruht.

Dem Decateur Polis d. J. ein Patent 8 auf eine Dekatir⸗Presse fuͤr wollene Tuͤcher in d r Beschreibung nachgewiesenen Zusammensetzung Z auf Fuͤnf Jahre fuͤr den Umfang des Staates ertheilt worden.

zu Eupen ist unterm 13. Dezember

eitungs⸗Nachrichten. LI

1““ 8 rankreich. Paris, 13. Dez. Das Journal des Débats enthäͤlt heute einen Artikel uͤber die bevorstehende Leichen⸗Feierlichkeit, von dem mehr zu wuͤnschen als zu hoffen ist, daß er eine allge⸗ meine Beruͤcksichrigung finden werde. Derselbe lautet folgender⸗ maßen; „Der Tag naͤhert sich, wo die Translation der sterbli⸗ chen Ueberxreste des Kaisers Napoleon stattfinden wird. Der Prinz von Joinville wird die seiner Bewachung anvertrauten kostba⸗ ren Ueberreste dem Koͤnige, seinem Vater, uͤbergeben. Wir hoffen, daß diese große Feierlichkeit den Charakter der Ruhe und der Andacht beibehalten wird, der ihr gebuͤhrt; wir hoffen, daß seldst der Parteigeist vor der Schmach zuruͤckbeben wird, die ihn in den Augen Frankreichs treffen wuͤrde, wenn er es versuchte, jenen Sarg zum Werkzeug der Unordnung zu machen. Was wuͤrden aufruͤhrerisches Geschrei und anarchische Demonstrationen fuͤr eine Füch gnns zum Gedaͤchtnisse des Mannes seyn, dem man mit Recht vorwerfen kann, daß er in seiner Abneigung selbst vor dem Anschein der Unordnung die Freiheit nicht von der Anarchie zu unterscheiden wußte! Lebend wuͤrde er Euch durch seinen strengen Blick in die Flucht gejagt haben; Ihr wuͤrdet es nicht gewagt haben, selbst die gerechteste Reclamation vor seinem Ohre ertoͤnen zu lassen. Als Frankreich, ruhmvoll aber erschöpft, nach dem brieven seufzte, wer von euch wuͤrde den Muth gehabt haben, ihm zuzurufen: Wir wollen den Frie⸗ den! Achtung daher jener Asche, die nur Erinnerungen der Brd⸗ nung und der bis zur Strenge getriebenen Disziplin zu⸗ ruͤckruft! Machet nicht, daß die Freiheit vor dem Sarge des Kaisers erroͤthe; rechtfertigt nicht den Despotismus; lasset nicht sagen, daß jener große Mann Frankreich gut gekannt habe, als er es mit Schlachten und Ruhm sättiate, und ihm dasjenige verweigerte, was besser ist, und was ein Volk mehr erhebt, als der Ruhm der Waffen: die Freiheit und die Selbstbeherrschung! denn was uns betrifft, wir haben unsere Ge⸗ sinnungen nicht geaͤndert, und der Himmel verhuͤte, daß wir auf das Grab des Kaisers heuchlerischer Weise eine unbedingte Hul⸗ digung niederlegten! Ja, wir raͤumen es gern ein: die Zeit hat verweht, was die Leidenschaften des Augenblicks, aufgereizt durch die Haͤrte der Kaiserlichen Regierung und durch das Ungluüͤck Frankreichs, Hestiges und Ungerechtes an sich tru⸗ gen. Die unsterblichen Siege des großen Feldherrn haben fast den unersättlichen Ehrgeiz des Souverains vergessen gemacht. as Genie des großen Mannes, des Gesetzgebers, des Admini⸗ strators, der in einigen Monaten Frankreich und die Gesellschaft reorganisirte, haben in dem Gedaͤchtnisse eines hochherzigen Vob⸗ kes die Uebertreibungen der willkuͤhrlichen Gewalt ausgeloͤscht Napoleon erscheint vor einer durch seinen Ruhm verfuͤhrten Nach⸗ welt, nur mit seinem siegreichen Schwerdte in der einen und sei⸗ nem Gesetzbuche in der andern Hand. Man verzeiht ihm, oder man vergißt den verwegenen Staatsstreich des 18. Brumaire, die Erniedrigung der Repraͤsentativ⸗Regierung, die nur noch als der luͤgenhafte Schleier des Despotiomus gebraucht ward, die Ab⸗ schaffung aller der Freiheiten, die um den Preis so vielen Blu⸗ tes durch die Revolution erobert worden waren. Man spricht von Siegen; man schweigt über die Niederlagen. Man preist die Eroberungen; man sagt nicht, wie sie geendigt haben. Frank⸗

den den Tornister auf dem Rücken haben.

lgemeine nu“]

ö“n

88 8”

““

111““ „n N a: e“ u““

reich gedenkt des Kaisers mit einem Enthusiasmus, den di t beständig vermehrt. Wir protestiren nicht gegen diese edle 8 5 nung, selbst nicht gegen das, was sie vielleicht Verblendetes und Uebertriebenes hat. Nichts ist eines Volkes wuͤr⸗ diger als seine großen Maͤnner leidenschaftlich zu ehren, wel⸗ chen Preis sie ihm auch gekostet haben moͤgen! Man ver⸗ gesse die Fehler des Kaisers, wir willigen darein; wir ver⸗ gessen sie selbst. Wir wollen in ihm nichts weiter sehen, als den unvergleichlichen Feldherrn, als den Caͤsar Frankreichs, als den Genius der Ordnung! Man vergesse seine Fehler, aber man verwandle sie nicht in Trophaͤen; man mache den Freunden der Freiheit kein Verbrechen daraus, seinen Despotismus mit Unge⸗ duld ertragen zu haben; man erwecke auf seinem Grabe nicht die Spaltungen wieder, die er das Ungluͤck gehabt hat, hervorzu⸗ rufen. Man erniedrige das Frankreich von 1840 nicht vor dem Frankreich von 1810, als ob das letztere das Schauspiel haͤtte darbieten koͤnnen, welches das Frankreich von 1840, das freie Frankreich giebt, indem es das Grabmal des Kaisers mit frei⸗ willigen Huldigungen umgiebt, indem es zu der Leichenfeier des großen Mannes seinen Koͤnig, seine Kammern, seine Buͤrger⸗ Garde, seine Armee und eine Bevoͤlkerung einladet, die nur dem Joche der Gesetze unterworfen ist! Wir wuͤnschen sehnlichst, daß die Feierlichkeit, die stattfinden wird, Frankreichs und des Kaisers wuͤrdig sey! Die Huldigung wird aber nur des Kaisers wuͤrdig seyn, wenn sie den Charakter der National⸗Uebereinstimmung an sich traͤgt. Sehr strafbar wuͤrden diejenigen seyn, die es versuchten, diese Uebereinstimmung durch den Ausbruch ihrer ungestuͤmen Leidenschaften z2 storen! Der Kaiser hat gewuͤnscht, daß seine sterblichen Ueberreste in unserer Mitte ruhten. Er wuͤrde gewiß diesen patriotischen Wunsch unterdruͤckt haben, wenn er haͤtte glauben koͤnnen, daß die Ruͤckkehr seiner Gebeine dazu dienen wuͤrde, erloschene Zwi⸗ stigkeiten wieder neu anzufachen, daß man sich seines Gedaͤchtnis⸗ ses wie einer Fahne der Unordnung und der buͤrgerlichen Zwistig⸗ keiten bemaͤchtigen wuͤrde. Dem wird nicht so seyn, wie wir zu⸗ versichtlich glauben Eine solche Beleidigung wird den Freunden, den Gefaͤhrten, den alten Soldaten des Kaisers, dem Kaiser selbst und ganz Frankreich nicht zugefuͤgt werden! Jenes große Lei⸗ chenbegaͤngniß wird nicht durch die Kleinlichkeiten des Parteigei⸗ stes geschaͤndet werden! Einerseits hat die Behoͤrde, wie wir nicht zweifeln, die geeigneten Maßregeln ergriffen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten; andererseits rechnen wir auf den bewunderns⸗ wuͤrdig guten Sinn der Einwohnerschaft. Welches Gefuͤhl wird die⸗ selbe beleben, indem sie die ruhmvollen Ueberreste des großen Feldherrn durch einen Sohn des Koͤnigs aus der Verbannung zuruͤckgefuͤhrt sieht! Kann es ein anderes Gefuͤhl seyn, als das der Dankbarkeit fuͤr jene unparteiische und gerechte Regierung, die sich nicht scheut, jedem Nationalruhme Ehre wiederfahren zu lassen, die den letzten Wunsch des Kaisers erfuͤllt hat, die ihm eine Grabstaͤtte bereitet inmitten jenes Volkes, welches fuͤr ihn das Werkzeug. so großer Dinge war? Der Koͤnig ist es, der die Bildsaͤäule Napoleon's wieder aufgerichtet hat, der Koͤnig ist es, der gewollt hat, daß einer seiner Soͤhne die Gebeine des großen Mannes nach Frankreich zuruͤckfuͤhrte; der Koͤnigs ist es, der sie an dem Orte selbst empfangen wird, wo der Kaiser sterbend zu ruhen den Wunsch ausdruͤckte! Oh! Wie gut waͤre der Augen⸗ blick gewaͤhlt, um die Juli⸗Monarchie zu beschimpfen!“

Die hiesigen Journale publiziren nachstehenden Tagesbefehl an die National⸗Garde von Paris: 8

„Da am 15ten d. M., am Tage der Ueberbringung der Leiche Na⸗ poleon’s nach dem Hotel der Invaliden, der Zug von der Brücke von Neuillv ansgehen und der Straße und dem Jugang von Neuilly fol⸗ gen, sodaun über den Platz und die Brücke de la Concorde, den Auai von Orsay und die Esplanade der Invaliden ziehen soll, um durch das große Glitter sich in das Hotel zu begeben, so befiehlt der Mar⸗ schall Ober⸗Kommandant in Folge des vom Herrn Minister des In⸗ nern erlassenen Programms folgende Anordnungen: Die National⸗ Garde des Seine⸗Departements wird von beiden Seiten der Straße von Neuillp, von der Brücke bis zur Barriere de l'Etoile das Spalier bilden; sie wird sich hierauf bloß auf der rechten Seite des Zuges, bis zu den Invaliden ausbreiten, wo sie von Neuem auf beiden Seiten bis zum großen Gitter des Hotels das Spalier bilden wird. Das von den Linien⸗Truppen gebildete Spalier wird sich rechter Seits an der Barriere de l'Etoile, linker Seits an dem Duat e Orsap, am Winkel der Straße Austerlitz befinden. Die Regimenter werden sich nuach der Ordnung der Nummern ihrer Brigadeen batailseaufstellen, diejenigen von Paris rechts. Die Truppen müssen sich um 9 Uhr Morgens auf dem Platze einfin⸗ den. Die Sapeurs, Tambours und die Musik werden zur Rechten der Legionen und Regimenter stehen. Die Herren Generale, Oberßen, Oberst⸗Lientenants, Batatllons⸗Chefs, Majore und Adjutant⸗Majore werden sich an der Seite, welche für die Spitzen der Kolonnen bezeich⸗ net ist, aufstellen. Zwei Batterieen Artillerie werden zu Neuilly aus⸗ gestellt seyn; sie werxn eine Ehrensalve von einundzwanzig Kanonen⸗ schüssen, im Angenblicke, wo der ZIng von dort abgeht, abfeuern. Zwei andere Batterieen werden am Triumphbogen de l' Etoile linker Seits, zwischen der National⸗Garde und den Linien⸗Truppen, aufgestellt seyn. Sie werden eine Salve von 21 Kanonenschüssen in dem Augenblicke abfeuern, wo der Leichenwagen unter dem Triumphbogen durchgebt. Die zwei Batterieen, welche an der Spitze des Zuges geben werden, werden sich, angekommen auf der Esplanade der Invaliden, auf dem Quai d'Orsav, ihre Rechte an die Straße Jena lehnend, aufstellen. Sie werden eine Salve von 21 Kanonenschüssen abfeuern, wenn der Wagen auf der Esplanade der Invaliden angekommen seyn wird. Die Herren Generals und anderen Offiziere der National⸗Garde und Linien⸗Truppen werden en grande tenue sevn, die Truppen wer⸗ Die Fahnen und Standar⸗ ten werden mit Flor überzogen seyn; die Offiziere am Arm und am Degen Flor tragen; die Trommeln verhüllt seyn; die Tamboure und Musiker Trauermärsche spielen. Beim Vorbeigehen des Leichenwagens werden die Legionen und die Infanterie⸗Regimenter das Gewehr prä⸗ sentiren; die Fahnen und Offiziere salutiren, die Tamboure den Feld⸗ marsch schlagen; in der Kavallerie werden die Unteroffiziere und die Kavalleristen den Säbel in der Hand halten. Die Standarten und Ofsiziere werden salutiren, die Trompeter den Marsch blasen. Die Po⸗ sten oder Piquets der Kavallerie, die sich an den Plätzen, wo der Wa⸗ gen vorbeisährt, finden werden, müssen die für die das Spalier bilden⸗ den Truppen vorgeschriebenen Honneurs machen. Wenn jedes Cerps sich in Kolonnen gebildet haben wird, um dem Zug zu folgen, werden die begsonen Uund die Infanterie * Regimen⸗

8 188

ter das Gewehr in den linken Arm nehmen, geine Scheide, die Kavallerie wird den Sane⸗ in 8 vnr Legionen und Infanterie⸗Corps, die vor dem Wagen gehen, werden das Gewehr im linken Arm tragen, sobald sie sich in Marsch setzen (Die Ordnung des Zuges befindet sich in unserem gestrigen Blatte.) Der Leichenwagen wird an dem Gitter des Invaliden⸗Hotels Halt machen der Sarg wird hier herabgenommen und von 36 Mann des Petaschements der Königlichen Marine mit den Händen bis zum Vorhofe getrogen werden, und nach dem Weihwasser von 36 Unteroffizieren aus der Na⸗ tional⸗Garde und Linien⸗Infanterie mit den Händen getragen werden; diese werden sich, wenn der Sarg unter dem Katafalk steht, an die ib⸗ neu zu bezeichnenden Plätze zurückziehen. Der Dienst im Junern des Hotels wird gemeiuschaftlich von Invaliden, der National⸗Garde und den Linientruppen versehen werden, das Spalier wird rechts von den Invaliden und einem Bataillon der 10ten Legion der National⸗Garde links von einem Linien⸗Bataillon gebildet werden. Ein Detaschement von 25 Mann, befehligt von einem Offizier, dem von dem De⸗ taschement der angekommenen Matrosen die Leiche des Kaisers über⸗ geben werden wird, wird in die Kirche eintreten und hinter dem Kata⸗ falk aufgestellt werden.“

Die Deputirten⸗Kammer hat gestern in ihren Buͤreaus die Mitglieder der Kommission ernannt, welche die außerordentlichen Kredite fuͤr 1840 prüuͤfen soll. Bei dieser Gelegenheit erneuer sich fast in allen Buͤreaus die Debatte uͤber die orientalische An⸗ gelegenheit, die aber fast nur eine Wiederholung en mniniature der fruͤheren Eroͤrterung war. Herr Thiers sprach sich in sei⸗ nem Buͤreau uͤber die Befestigung von Paris aus, und diejeni⸗ gen Personen, die da glaubten, daß der vormalige Conseils⸗Präͤ⸗ sident jetzt, da er nicht mehr am Ruder sey, jene Maßregel fuͤr unnuͤtz erklaären und bekaͤmpfen werde, haben sich sehr geirrt. Herr Thiers sagte: „Ich betrachte die Befestigung von Paris als den groͤßten Dienst, den man dem Lande leisten kann. Schlechte Buͤrger sind die, die da behaupten, daß man Paris nicht ver⸗ theidigen muͤsse. Im Gegentheil: Paris gut beschuͤtzt macht Frankreich unuͤberwindlich. Ich habe keinen Grund, einer Re⸗ gierung nuͤtzlich seyn zu wollen, welche mich auf eine unwuͤr⸗ dige Weise verrathen hat; aber jeder gute Buͤrger muß seine persoͤnliche Empfindlichkeit beiseite setzen, um vor allen Din⸗ gen dem Lande zu dienen. Welches auch die Regierung, welche auch die Minister und welches ihr Benehmen gegen mich sey möoͤge, so lange ich noch die Kraft haben werde, die Stimme zu erheben, werde ich von meinen Mitbuͤrgern die Befestigung von Paris verlangen.“ Nach dieser sehr beifaͤllig aufgenom⸗ menen Rede des Herrn Thiers ward ein Mitglied der Opposition, Herr Leyraud, zum Kommissarius ernannt. Außer diesem er⸗ langte die Opposition noch zwei Wahlen: die Herren Havin und Billaut. Das Ministerium erhielt fuͤnf Ernennungen: die Her⸗ ren Bugeaud, Rivet, Berthois, Lanyer und de 1Espée. Das vierte Buͤreau hatte seinen Kommissarius noch nicht ernannt.

Der Cassationshof hat gestern nach siebenstüͤndiger Bera⸗ thung das Cassations Gesuch der Madame Laffarge verworfen. So ist denn nun dieser denkwuͤrdige Prozeß, der mit so großer Spannung fast in ganz Europa verfoigt wurde, beendigt. Die Koͤnigliche Gnade kann das Schicksal der Verurtheilten noch mildern, das Urtheil ist nicht mehr anzutasten. Der Name der Madame Laffarge ist jetzt durch die Hand der Gerechtigkeit au f die Liste der Giftmischerinnen verzeichnet; ob mit Recht oder Unrecht, weiß nur Gott und sie! (Es ist vielleicht im Interesse der Verurtheilten zu bedauern, daß eine Broschuͤre zweier Preu⸗ ßischer Kriminalisten, deren Aushängebogen wir so eben gelesen haben, nicht fruͤher im Druck und in der Franzoͤsischen Ueber⸗ setzung erschienen ist. Sie beleuchtet den Laffargeeschen Prozeß aus dem Gesichtsvunkte der Preußischen Kriminal⸗Justiz, und entwickelt namentlich auf das scharfsinnigste den Mangel des objektiven Thatbestandes.) .

Das Journal des Debats enthaͤlt Folgendes: „Eine in zweifelhafter Form durch die Englischen Journale gegebene Nach⸗ richt hat gestern trotz ihrer Unwahrscheinlichkeit einen gewissen Eindruck gemacht. Einem in Aden verbreiteten, von dort nach Bombay gebrachten und so nach London gekommenen Geruͤchte zufolge, waͤren vier Franzoͤische Kriegsschiffe in dem Rothen Meere gesehen worden, ohne daß man ihre Bestimmung kannte; eine Französische Fregatte waͤre durch die Brigg „Elphinstone“ nach einem erbitterten Gefechte, welches die Franzosen begonnen haͤtten, genommen worden. Wir haben allen Grund zu glauben, daß dieses Geruͤcht durchaus ungegrundet ist. Ohne es in Anschlag zu bringen, daß in der Geschichte der Marine kein Beispiel auf⸗ zufinden ist, daß eine Franzoöͤsische Fregatte von einer Englischen Brigg genommen worden waͤre, glauben wir auch versichern zu koͤnnen, daß sich in diesem Augenblicke gar keine Franzoͤsische Fregatte im Rothen Meere befindet. Von Franzoͤsischen Kriegsschiffen befin⸗ det sich in jenen Gewässern nur die Last⸗Korvette „la Dordogne“, die den letzten Nachrichten aus Bombay zufolge, in jenem Hasen ruhig vor Anker lag.“

Das Reserve⸗Geschwader unter den Besehlen des Contre⸗ Admiral Lalande wird sich von Toulon nach Brest begeden, um daselbst zu uͤberwintern. Die groͤßere Billigkeit der Lebensmi im letztern Hasen ist der Vorwand zu dieser Maßregel.

Heute fruͤh um § Uhr begaben sich der Minister des Innern, die Präfekten der Seine und der Polizei nach dem Invaliden⸗ hause, um die dort getroffenen Anstalten zu besichtigen.

Der Herzog von Bordeaur hat dem legitimistischen Comits fuͤr die Subscription zu Gunsten der Ueberschwemmten die Summe von 6000 Fr. zustellen lassen. 1

Der Doktor Esqutrol, der sich durch die Behandlung der Geisteskranken einen so bedeutenden Ruf erworben hat, ist vor⸗- gestern hierselbst mit Tode abgegangen.

Großbritanien und Irland.

London, 12. Dez. Prinz Albrecht empfängt jeht von allen Seiten her Gluͤckwunsch⸗Adressen in Bezug die Gedurt der Kronprinzessin. Die fuüͤr letztere eingehenden mifen erst von dem Oberhofmeister Ihrer Majestaͤr der dig befunden worden seyn, ehe sie der Köntgemn vorz

Die Morning Chronicle enchält in emnem uͤberaus freundlichen Areckel in

Bläͤtter einen