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Baull
wenig fertig
geruͤst werde
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Grofab. Poz. do. 4
Berliner Böorse Den 31. Dezember.
mM.
Sch. 78 ¾ G. do. 4 %, Aul. Eisenbahn-Actien
. Pr. Cour. 2₰ SIBrief. Seld. 8
2 98 tes Ufer 395 Br.
Brief. Geld.
St. Schuld-Sch 4 103 3⁄1½ Pr. Engl. Obl. 30. 4 99 3 ¾¼ wräm. Sch. d Seeh 78 ½ Luarmk. Sehuldv. 24 101 3¾ Neumk. Sechuldv. ³4 101 ¾ Berl. Stadt-O bl./4 —
a. do. in Th.— estp. Pfandbr. 37
Sch. d. K. u. 8
Aetien. Brl. Pots. Eisenb. 5 do. do. Prior. Act. gd. Lpz. Eisenb. 0. do. Prior Act. Berl. Anh Eisenb.
101 ½ 104 ¾ 101 ¾ 103
103 ½
Gold al mareo Neue Dukaten Friedrichsd'or And. Goldmün-
zen à 5 Thl. — Disconto
Oetpr. Pfandbr. 24 Pomm. do. 21 Kur- u. Nenm. do 31 Schlesische do. 22 Coup. und Zius-
100
97 5 91 ½ Br. 127 ½ 102 ½ 107 ¾ Fen.
108 ¾ Cons. 3 % 88 ⅛. Belg. —.
Russ. —.
3 % 19 l½. Engl. Peru 15. Chili —. Paris, 26
5 % Rente fin cour 110. 10.
208 ¼½ 13 ½
71; 63 B8
Port. 20.
Petersburg,
Wmechsel Courns.
Lond. 3 Met. 397/⁄16. 300 Fl. 67. do à 500 72 ⅛.
Pr. Cour. Thl. zu 30 Sgr. Brief. Geld.
Amsterdam .. Fl. do. lHlamburg . 300 do 300 Loudou.. 111 „3500 150 150 . 100 .100
Kurz FI. 2 Me. Mk. Kurz Mk. 2 Mt. LSt Mt. 6 Fr. 2 Mt. Fl. Mt. Fl. Mt. Thl. Mt. Thl. Tage Fl. 2 Mt.
1 SRbl.] Woch.
Augsburg
Breslau
Leiprig W. Z. Frankfurt a. M. WZ .. Petersburg-.
138 ⁄1 1377
St. Germain 650 Br. do Ünkes 305 Br. Strassburg-Basel 235 Br. Leipzig-Dresden 100 ½ Br. Köln-Aachen
Hamburg, 29. Dezember. Bank-Actien 1565. Engl. Russ. 104 ½. 8 London, 28. Dezember. “
Ausg. Sch. 11 1. 2 ½ % Hell 50 ⅞. 5 % 96 ¾. Bras. 71.
Neapl. fin cour. 100. 25. 5 % Span. Rente 23 1 Passive 5 ½. 3 %
Hamb. 34 ⁄.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 30. Dezember.
100 ½ Br. Poln. Loose ½ % Holl. 48 ⁄½. 48 7⁄1 6. Versailles rech-
München-Augsb. 91 Br.
in 3 Abth.
Neue Aul. 22 ¾. Passive 5 . 5 % Port. 30 ½2. 22 ⁄½. Mex. 27.
—2* 72*
Schulz. Akt.
Columb.
. Dezember. 3 % Rente fin cour. 76. 10. 5 %,
22. Dezember.
Paris 408. Poln. à Par.
Werbung.
V 149 ¼ Abgang — von
Gerlmnmn.
Zeitdauer 148 ⅝ Zeitd St. M.
1631
Abgang dor von Haupt.
von Potsdam.
eitdauer t. M.
Im Schauspielhause: Hierauf: matisirte Anekdote in 2 Abth. von E. Raupach. Sonnabend, 2. Jan. schatzung, Lustspiel in 1 Akt. Sittengemaͤlde in 4 Abth., von E. Raupach. 2 Sonntag, 3. Jan. 8 Athalja, Trauerspiel in 5 Akten und 2 Abth., von Racine (mit Ausschluß der Choͤre), uͤbersetzt von E. Raupach. Musik von
Im Schauspielhause: 8 . Hierauf: Buͤrgerlich und romantisch, Lustspiel in 4 Abth., von Bauernfeld.
Der Ball zu Ellerbrunn, Lustspie Der Platzregen als Eheprokurator, dra
Im 1““ Die Brand⸗ Hierauf: or hundert Jahren,
Im Opernhause: Zum erstenmale:
Eine Treppe haͤher, Lustspiel in 1
Koͤnigsstaͤdtisches Theater. Freitag, 1. Lebensbild mit Gesang in 2 Abth., von Fr. Kaiser. Musik vom Kapellmeister Adolph Muͤller.
Sonnabend, 2. Jan. Oper in 3 Akten, nach Jouis und Bis frei bearbeitet von Theo⸗
Jan. 1841. Zum erstenmale wiederholt: Die
Wilhelm Tell. Heroisch⸗romantische
Musik von Rossini. (Herr Wild, K. K. Hof⸗
Opernsanger zu Wien, Arnold, als Gast.)
78 ⁄1 2 ũy—-
99 %
Um 8 ½ Uhr Morgens. 41 „ 11 ½ » Vormitt.. 45 1013/ „ 2 ½ „ Nachmitt. 49
778⁸ „ 6 „ Abends.. 1 100 ⁄1¶ „ 10 38 8 . 58
101 99 ¼ 101 ¼
V 42 40 40
Um 7 Uhr Morgens.. „ 10 2
1840. 1 „ Nachmitt.
30. Dezember.
Meteorologische Beobachtungen. Morgens 6 Uhr.
Nach einmaliger Beobachtung.
Abends 10 Uhr.
Nachmittags 2 Uhr.
50 56
—
1 .
„ 7 ¾ „ Abends... Luftdruc
1 11112 8
Auswärtige “ Amsterdam, 27. Dezember. Niederl. wirkl. Schud 49 ⁄. 5 % do. —. Neue Anl. 215/16. Antwerpen, 26. Dezember. Zinsl. —. Neue Anl. 21 ⅞. 8 Frankfurt a. M., 28. Dezember. Oesterr. 5 % Met. 105 ¼ G. 4 % 99 G. 1 % 24 %1 G. Bank-Actien 1908. 1906. Loose zu 500 Fl. 135 ¼. 135. Looese zu 100 Fl. —.
Börsen.
1“
2 ½ % 56 l Partial-Obl. 158 ¼ Br.
Kanz-Bill. 7 ½ Uhr veranlaßt.
Die lange Dauer der Fahrt um 6 Uhr Abends von Berlin wurde durch die glatten Schienen herbeigeführt, und durch die späte Ankunft dieses Zuges in Potsdam wurde die spätere Abfahrt des Zuges um
Luftwärme... Thaupunkt Dunstsättigung. “ Wind Wolkenzug......
Kentigliichhe
hr. Oper in 5 Abth.
ges: 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Preuss. Präm.
—4*
Schauspiele. — Frreitag, 1. Jan. 1841. Im Opernhause: Der Feensee, große Musik von Auber. Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran⸗
8
Ballets von Hoguet.
337,91“Par. — 8,0° R. — — 9,19 R. 86 pCt. Schnee. W. W
Tagesmittel:
Quellwärme 6,40 R. Flußwärme 0,0° R. Bodenwärme 2,60 R. Ausdünstung 0,022“Rh. Niederschlag 0,093“ Rh. Wärmewechsel — 10 Leghs 3 9 0.
— 4,9 R. 84 pCt. W.
335,94“ „Par.
—22ö9
— 3,19° R. 88 vCt. Schnee.
336 72“ Par,
1,1 0 R.
— 2,7 ° R. 78 „Ct. bezogen.
8
336,36„Par. — 3,80 R...
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. enrzENüemme —
Gedruckt bei A. W. Hayn.
Bekanntmachungen.
Proclama das Aufgebot des Hypotheken⸗Instruments über die auf den Seppauer Gütern, Rubr. III. Nr. 1. haften⸗ den 4000 Thlr.
Das Hvvpotheken⸗Instrument über das auf den Ma⸗ joratsgütern Seppau, Groß⸗Kauer und Mangelwitz aus der notariellen Schuldverschreibung des Königl. Oberst⸗Lieutenants der Kavallerie, Johanniter Malte⸗ ser⸗Ordens Ritters und Domherrn zu Magdeburg, Friedrich Wilhelm Grafen von Schlabrendorff Sep⸗ pvau, vom 10. August 1804 in der dritten Rubrik un⸗ ter Nr. 1. im Hypothekenbuch für Emil Gustav Hein⸗ rich Wilhelm und Wilhelmine Karoline Amalie, Gra⸗ fen und Gräsin von Schlabrendorff, eingetragene mütterliche Erbtheil von 4000 Rthlr., d. i. Viertau send Thaler, nebst Hypotheken⸗Recognition vom 10. September 180¾ ist verloren worden. Diejenigen, welche als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗Inhaber Anspruch zu machen vermei⸗ nen, werden hierdurch aufgefordert: diese ihre An⸗ sprüche in dem zu deren Aungaben angesetzten perem⸗ torischen Termine
den 3. Febrnar 1841, Vormittags um 11 Uhr, vor dem ernannten Commissario, Ober⸗Landesge⸗ richts⸗Assessor Kremnitz, auf hiesigem Ober⸗Landesge⸗ richt entweder in Person oder durch informirte und legitimirte Mandatarien (wozu ihnen auf den Fall der Unbekanntschaft unter den hiesigen Justiz⸗Kom⸗ missarien die Justizräthe Roseno II., Reumann, Bas⸗ senge und Fefath Hoffmann vorgeschlagen werden) ad Protocollum anzumelden und zu bescheinigen, so⸗ dann aber das Weitere zu gewärtigen. Sollte sich jedoch in dem angesetzten Termine keiner der etwait⸗ gen Interessenteu melden, dann werden dieselben mit ihren Ansprüchen präkludirt und es wird ihnen damit ein immerwährendes Stillschweigen auferlegt, das ver⸗ loren gegangene Instrument für amortisirt erklärt und die aufgebotene Post in dem Hvpothekenbnche bei dem verhafteten Gute, auf Ansuchen des Extra⸗ henten, wirklich gelöscht werden.
Glogau, den 6. Oktober 1840. Königliches Ober⸗Landesgericht. I. Senat. (.S) Kunow.
Notbwendiger Verkauf. Das dem Müller Daniel Wilhelm Joachim und säiner Ehefrau Justine Caroline gebernen Nötzel zuge⸗ brige, zur nothwendigen Subhastation gestellte in Gischkau unter Nr. 8 des Hvppothekenbuchs gelegene Grundstück, abgeschätzt auf 6229 Rthlr. 19 Sgr. zu⸗ folge der nebst Hypothekenscheine und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll den 1. Mai 1841 Vormittags um 10 Uhr
vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath Kawerau an hiesiger Gerichtsstelle verkauft werden. Khönigliches Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
— Nn————N—-—
Subhastations -⸗Patent. Nothwendiger 8 a;
Das den Hofbesitzer Michael Kiepschen Eheleuten zugehörige, in der Dorfschaft Käsemack Nr. 31 des Hypothekenbuchs gelegene Grundstück, abgeschätzt auf 5998 Thlr. und 20 sgr. zufolge der nebst Hypotheken⸗
Königlichen Land⸗ und Stadtgerichts belegenen Grund⸗ stücken stehen, und zwar:
und auf dem unter der Gerichtsbarkeit des von Ger⸗ lachschen Patrimonialgerichts über Rohrbeck im Dorfe Rohrdeck belegenen, sonst der verwitweten Leineweber Lange, Friederike Christine gebornen Albrecht, gehörigen Freihause Nr. 12. jetzt Vol. II. Nr. 24. eingetragen, sub rubrica III. Nr. 3.
Berlin gestandene Bediente Kaspar Dietrich aug
Damshagen bei Rügenwalde, so wie deren unbekannte Erben und Erbnehmer wer⸗ den hierdurch aufgefordert, sich innerhalb 9 Monaten, spätestens aber in dem auf
den 9. Juli 1841, Vormittags 11 Uhr, angesetzten Termin im hiesigen Gerichtslokale schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Anweisung zu erwarten, widrigenfalls sie für todt erklärt und ihr zu⸗ rückgelassenes Vermögen den etwanigen gesetzlichen Er⸗ ben, eventualiter aber dem Fiscus als herrenloses Gut ausgeantwortet werden wird.
Rügenwalde, den 11. August 1840. Königliches Land⸗ und Stadtgericht.
1 “ Auf folgenden unter der Gerichtsbarkeit des hiesigen
1) auf dem Hause Vol. III. Nr. 168., in der Richt⸗ straße belegen, aus der Obligation des vormali⸗
23. Juni 1820 für den verstorbenen Eigenthümer Schmidt zu Marienthal sub rubrica III. Nr. 4. 200 Thlr. Couraut zu 5 pCt. Zinsen; auf den Grundstücken des verstorbenen Lohgerber⸗ meisters Johann Gottlieb Albrecht, dem Hause Vol. IIH. Nr. 162, der Bude Vol. IV. Nr. 23 in der Richtstraße gelegen, der vor dem Stresowschen Thore belegenen Lohmühle Vol. VII. Nr. 38. und dem vor dem Königsberger Thore belegenen Obst⸗ und Küchengarten Vol. IX. Nr. 120., aus seiner Obligation vom 5. November 1831 für den Frei⸗ schulzen Kundler zu Woltersdorff sub rubrica III. resp. 3 und 4. 400 Thlr. Courant zu 5 pCt. Zinsen; auf dem jetzt dem Ackerbürger Friedrich Ludwig Lehmann, sonst dem Ackerbürger Johann Friedrich Pätzel zugehörigen Hause Vol. I. Nr. 24. und der Scheune Vol. VII. Nr. 16. sub rubrica III.; Nr. 1. laut Obligation vom 8. Dezember 1733 für den Zimmermann Christoph Brans⸗ cken 50 Thlr.; laut Erbvergleich vom 12. Juli 1774, Johann Daniel Paetzeis Vater⸗ und Mut tererbe 89 Thlr. 1 gGr. 9 pf.; auf dem demselben und ebenfalls früher dem ꝛc. Paetzel zugehörigen Kampen Vol. VIII. Nr. 4. sub rubrica III. Nr. 1. für den abwesenden Schnei⸗ dergesellen Johann Ludwig Schultz 28 Thlr. 14 gGr. 1pf. laut gerichtlicher Obligation vom 8. Januar 1774,
Nr. 2.
5) laut Erbrezesses vom 28. Oktober 1817 an Vater⸗ erbe für den als Missionar nach Südafrika ge⸗ gangenen August Ferdinand Lange 25 Thlr. 7 gGr.
eingetragen.
Die Dokumente über die Schuldposten ad 1 und 2
sind nach Angabe der Gläubiger verbrannt, von den
übrigen Schuldposten wird aber von den Eigenthümern der Grundstücke behauptet, daß sie getilgt seyen und
scheine und Bedingungen in der Registratur einzuse⸗
den Neunten 9. März 1841, Vorm. 10 Uhr an hiesiger Gerichtsstelle verkauft werden. Königl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
9
Ediktal⸗Citation.
1,8 ihrem Leben und Aufenthalt nach unbekaunten
Personen, als:
1) der Johann David Boldt, Sohn der hier verstor⸗ 1 1. Jacob und Anna Maria Boldt⸗
fenca e— 1 en Eheleute; 8 2) 5. zuletzt im Dienste des späteren
6 9 9 sters, damaligen egjors v. 1
8b
henden Taxe, soll sian unbekannt sev.
Kriegsmini⸗ — u und 2 aber für amortisirt erklärt und
der Aufeuthalt der benannten Gläubiger oder deren Es werden daher die ebenge⸗ nannten eingetragenen Gläubiger, deren Erben, Cessio⸗ narien oder wer sonst an ihre Stelle getreten, hier⸗ durch aufgefordert, ihre etwanigen Ansprüche an die dusg Feceneh Schuldodchen oder an die verloren ge⸗ 8 men 1 4
Zens c bem h nüf nnen 3 Monaten, spätestens
„den 3. März künftigen Jahres
Vormittags 11 Uhr. in der hiestgen Verichtssiube au⸗ stehenden Termine geltend zu machen, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf die Schuldposten oder die verlorenen Dokumente präkludirt und mit Löschung der ⸗Schuldposten ad 3—5 verfahren, die Dokumente ad 1 att derer neue
8
auf Verlangen der eingetragenen Gläubiger ausgefer⸗ tigt werden sollen.
storbenen unverehelichten Demoiselle Westphal nachge⸗ lassenen Vermögens an die sich bisher als nächste Er⸗ ben der defunctae legitimirt habenden Prätendenten einen Termin auf den
8 ½ * angesetzt haben, so werden alle diejenigen, welche dem gen E Johann Angust Schultze vom ö zn hed g e Fveleaet g. solches Widerspruchsrecht in termmo praefixe anzu⸗ jeigen und zu bescheinigen, sub pracjudicio pro omni, daß widrigenfalls die Auskehrung des Vermögens an obgedachte Prätendenten geschehen soll, die Latitiren⸗ den aber sich demnächst allein an die zur Hebung ge⸗ langenden Erbinteressenten zu halten haben.
Schwerin, den 21. November 1840.
nächst in der Stuhrschen, Berlin, Schloßplatz Nr. 2, Potsdam, Hohenwegstr. Nr. ä, ist das durch mehrere gründliche Beurtheilungen*) unter den gegenwärtigen Zeitumständen als höchst belehrend, unterhaltend und anziehend empfohlene Werk zu finden:
Pragmatische Beschreibung dieses merkwürdigen Reichs nach allen seinen Beziehungen. A. d. Engl. Davi'’s, Deutsch von F. Wesenfeld. 2 Bde. mit 55 Holzschnitten.
bei E. S. Mittler, (Stechbahn 3):
“
Oder: Alphabetisch geordnete Erklärungen aller in der Sittenlehre vorkommenden Begriffe. ken von Ammon'’s,
's, de 2 0, 808ebsrugs,Maaßz', Platuer's, Schulzes und vieler anderen Theologen und Philosophen neue⸗ rer Zeit zusammengetragen, mit den Namen der Ver⸗ fasser, mit eigenen Erklärungen und mit einem die vorzüglichsten Bibelstellen für die in diesem Wörter⸗ buche gegebenen Wörter enthaltenden Anhange versehen.
aller in der Moral und psychischen Anthropologie vor⸗ kommenden Begriffe von den
und Philosophen neuerer Zeit sehr willkommene Gabe seyn.
Schönfließ, den 25. Oktober 1840.
Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.
ligen Werke über Moral weniger fühlen läßt. Anhang, der für die in diesem Lexrikon vorkommenden Wörter die bedeutendsten Bibelstellen enthält, bildet
Der
Das Königl. Land- und Stadtgericht und das von gleichsam ein Wörterbuch der biblischen Sittenlehre
Gerlachsche Patrimonialgericht Rohrdeck. Kaehne.
Bock⸗Verkauf zu Simmenau. Derselbe findet wie die früheren Jahre am 2. Fe⸗ bruar 1841 statt, von den Thieren wird bis zu diesem Tage keines weggegeben. Nachmittag 2 Uhr erfolgt der Zuschlag. Simmenau bei Constadt, Creutzburger Kreis, Provinz Preuß. Schlesien, den 1. Dezbr. 1840. Rudolph Baron von Lüttwitz.
Wenn wir zur Auskehrung des von der hier ver⸗
3. März k. J., Morgens 10 Uhr,
Stavenhagen im Großherzogthum Mecklenburg⸗
Bürgermeister und Rath.
2 —
Literarische Anzeigen.
In allen thätigen Sortiments⸗Buchhandlungen, zu⸗
CCC1I1I
Subscr.⸗Pr. 5 Thlr. Creutzsche Buchhandl. in Magdeburg.
*) S. Abendzeit., Jen. allg. Lit.⸗Z. u. Bl. f. lit. Unt.
In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Berlin
Joh. Ch. K. Herbig’s Woͤrterbuch der Sittenlehre.
Aus den Wer⸗ Reinhard’s, Steudlin's,
Wette's, Cannabich's, Fries',
Lexikonformat. Preis2 Thlr. 10 gr. Dieses Werk enthält die vollständigen Definitionen
berühmtesten Theologen und dürfte Vielen eine
Die Fütifchn 88 Sit⸗ tenlehre hat kein ähnliches Werk aufzuweisen, das, wie 5 1 Prediger, Kandidaten der Theologie, Schul⸗ und Hauslehrer und überhaupt für Jeden auf Geistes- bildung Anspruch machenden als Repertorium die An⸗ sichten verschiedener gelehrter Männer neben einander enthält, zum vergleichenden Nachdenken Veranlassung giebt und den Nichtbesitz der zum Theil sehr kostspie⸗
Mit 3 Kupfern, auf Maschinen⸗Velinpapier sehr sauber
ufügen, da der aasführlich 1 b 3 2 bereits allen denjenigen, welche ein National⸗ Kochbuch interessirt, Materiales angiebt.
und vermehrt die Brauchbarkeit des Werkes für Theo⸗ logen, Lehrer und Bibelfreunde. Der Druck ist zwar kompreß, aber deutlich.
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(Medizinisch-chirurgisches Prachtwerk.) Von dem in unserem Verlag erscheinenden Werke:
Die Erkenntnifs uad Behandlung der 1“ Eingeweidebrüche. Von 8 Prof. A. K. Hesselbach,
1““
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b . H *† 4 ½ 292870 8272 , 224
eüraümnnhesa
1 & 2 t .70125 h
„ 1. 8 4†.
84
88
Amtl. Rachr. E1“ 88
Rußl. u. Pol. St. Pet. Ordens⸗Auszeichnung der Adm. Stop⸗
ford und Bandiera und des Commod. Napier.
Frankr. Dep. Kammer. Fortgesetzte Verhandl. über die Arbenen der Kinder in den Fabreken. (Seumagsfeier in Frankr.) — Paris. Prozeß des Abbde Lamennais. — Thiers Mitglied der Akad. Ler po⸗ lt. und moral. Wissensch. — Vermischtes.
Großsbr. n. Irl. London. Adm. Stopford soll Gouverneur des Greenw. Hospit. werden. — Antw. des „Globe“ an das „Journ. d. Débats“ — Beurtheil. der Span. Portugies. Differenz. — Verfall des Chartistenwesens. — Bedenkliche Lage der Engländer in China.
Niederl. Haag. Vortrag des Finanz⸗Ministers über den Zustand der Finanzen.
Belg. Feffelg Hr. Rodenbach zum Geschäftsträger in der Schweiz
lannt.
Desterr. Wien. Besuch der Universität Göttingen von Seiten der
Ungarn. — Verordnung in Bezug auf Hazard⸗Spiele.
I Livorno. Ankunft der Königin Marie Chsistine von
panien.
Span. Madrid. Schreiben d. Provinzial⸗Deputation v. Navarra wegen der dieser Provinz bestimmten Fueros. — Verm. Nachrichten,
Griech. Athen. Nachrichten aus dem „Journal de Smyrne“.
Türkei. Konst. Aufgefangene Depeschen Ibrahim's. — Aukunst der Serbischen Bojaren. — Die Blokade der Spr. Häfen aufgehoben. ö d. Aeg. Truppen. — Unterwerfung mehrerer Drusen⸗
inge.
Aeg. Alex. Hier ist bis zum 7. Dez. nichts Neues vorgefallen.
Syr. Mahmud Bei's Gelangung von Jaffa nach Alexandr. — Be⸗ richte aus Aleppo. 2 1
Nord⸗Am. New⸗York. Vice⸗Präsidenten⸗Wahl. — Baarzabl. der Banken. — Seminolen⸗Krieg.
Inland. Köln. Versammlung der Freiwilligen von 1813 — 1815 zu Köln. .
Wiss., K. u. L. Anz v. „Handbuch für Reisende in Italien, 3te Aufl., von Neigebaur.“ 8
den Jahren
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem bei Allerhoͤchstihrer Ge⸗ sandtschaft in Konstantinopel bisher attachirt gewesenen Legations⸗ Secretair Grafen von Pourtales die Erlaubniß zur Anlegung des ihm von dem Sultan verliehenen Ordens des Nischani Ifti⸗ har zu ertheilen geruht.
Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und
Commandeur der Garde⸗Infanterie, von Roͤder, ven Neu⸗ Strelitz.
Abgereist: Der Kaiserl. Russische General⸗Major, Freiherr von Seddeler, nach St. Petersburg.
„
Zeitungs⸗Nachrich Ausland.
Rußland und Polen.
nischen Admiral Stopford:
St. Petersburg, 26. Dez. Die St. Petersburgische V Zeitung publizirt folgendes Kaiserl. Reskript an den Großbrita⸗
„Von Gottes Guaden Wir Nikolaus der Erste, Kaiser und Selbst⸗ 1
herrscher aller Reußen n. s. w. u. s. w. Indem Wir wünschen, Ib⸗ nen Unser besonderes Wohlwollen für die Kriegsthaten und außeror⸗ dentlichen Verdienste zu beweisen, durch welche Sie Ihren Eifer zum Besten Unseres Bündnisses mit Sr. Sultanischen Majestät an den Tag gelegt haben, haben Wir Sie zum Ritter Unseres Ordens des Großmärtvrers und Sieggewinners Georg zweiter Klasse ernannt. Wir übersenden Ihnen hierbei die Ordens⸗Insignien und verbleiben Ihnen wohlgewogen. St. Petersburg, den 16. (28.) November 1840.)
In gleicher Weise sind der Kaiserl. Oesterreichische Contre⸗
Admiral Bandiera und der Koͤnigl. Großbritanische Capitain Commodore Napier zu Rittern des Georg⸗Ordens dritter Klasse
ernannt worden.
Die Contre⸗Admirale Kulitschkin, Melichoff und Durassoff
haben den Rang von Vice⸗Admiralen erhalten.
Frani Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 26. D.e.
um so besser, wenn diese Reaction zum Wohl des Landes aus⸗ schlaͤgt. Aber sie wuͤrde ein großes Ungluͤck seyn, wenn sie die Intoleranz zuruͤckfuͤhrte. (Murren im Centruͤm.) Es ist gegen⸗ waͤrtig nicht die Zeit, diese Fragen zu eröͤrtern. Ich beschraͤnke mich darauf, die moglichen Folgen des 4 Artikels hervorzuheben. Dieser Gegenstand ist von einer großen Wichtigkeit, denn die Exi⸗ stenz des Gesetzes üͤber die Feier des Sonntags ist in diesem Augenblicke der Gegenstand einer Kontroverse. Ein sehr verdienstvoller General⸗Advokat hat die Meinung ausgesprochen, daß dasselbe durch die Charte von 1830 abgeschafft worden sey. Ich kann mich auch auf die Meinung des Herrn Dupin berufen, der, als ich den Vor⸗ schlag machte, die Strafe abzuschaffen, welche diejenigen rrifft, die am Sonntage arbeiten, bemerkte, daß dieser Vorschlag un⸗ nuͤtz sey, da das Gesetz uͤber die Feier des Soantags nicht mehr in Anwendung sey, und da man in Frankreich keinen Gerichts⸗ hof mehr finden wuͤrde, der sich desselben bedienen wollte. Der Berichterstatter der Kommission meint, daß dieses Gesetz existirt. Ich achte seine Meinung, aber ich sage mit Herrn Dupin, daß das Gesetz seiner Wirkung nach aufgehoben worden ist, wenig⸗ stens sagte er dies damals. Wenn die Ihnen jetzt vorgeschla⸗ gene Bestimmung den Zweck haͤtte, das Gesetz uͤber die Feier des Sonntags wieder herzustellen, und wenn es einer Pro⸗ testation bedarf, so protestire ich.“ Herr Fould bestieg die Rednerbuͤhne und sagte: „Ich glaube, daß die Charte von 1830 alle separatistischen Religionen in eine Lage versetzt hat, mit der sie zufrieden und fuͤr die sie dankbar sind. Es existirt in Frankreich eine Religion, der anzugehoͤren ich die Ehre habe. Ihre Mitglieder, welche die Minoritaͤt der Nation ausmachen, wollen den Pflichten von 33 Millionen Einwohnern nicht hinderlich seyn. Der Sonntag wird durch die Majoritaͤt gefeiert; er muß wenigstens fuͤr meine Glaubensgenossen ein Tag der Ruhe seyn. Sie sind zufrieden mit der Lage, die das Ge⸗ setz ihnen gemacht hat, und daruͤber hinaus verlangen sie nichts. (Lebhafter Beifall.) Man hat gesagt, daß die in dem Zten Arti⸗ keln ausgesprochene Bestimmung die Bekenner des üͤdischen Glaudens zwingen wuͤrde, zwei Tage in der Woche zu feiera. Dies ist ein Irrthum. Sie haben allerdings an einem andern Tage als am Sonntag religioͤse Pflichten zu erfuͤllen; aber eine Stunde an diesem Tage genüuͤgt ihnen dazu, und wir kennen die Toleranz der Minister zu gut, um nicht zu wissen, daß man ih⸗ nen dieselbe in keiner Fabrik verweigern wird.“ (Beifall.) — Das Amendement ward hierauf verworfen und der te Artikel angenommen. — Der 5te Artiket, welcher besagt, daß kein Kind unter 12 Jahren in einer Fabrik beschäftigt werden soll, wenn nicht seine Aeltern oder Vormuͤnder beweisen, daß es eine Schule besucht, daß jedes in einer Fabrik aufgenommene Kind bis zum 12ten Jahre eine Schule besuchen muß, und daß Kinder über 12 Jahren nur dann von dem Schulbesuch dispensirt sind, wenn ein Certifikat des Maire ihnen bezeugt, daß sie den Elementar⸗ Unterricht mit Erfolg genossen haben, ward ohne Eroͤrterung an⸗ genommen. Eben so der ö6te Artikel, der Reglementar⸗Bestim⸗ mungen uͤber die Aufnahme eines Kindes in einer Fabrik ent⸗ haͤlt. — Der 7te Artikel, zu welchem mehrere Amendements vor⸗ geschlagen worden sind, ward der Kommission zu abermaliger Pruͤfung uͤberwiesen. 8
Paris, 27. Dez. Der Koͤnig empfing gestern in dem Marschalls⸗Saale der Tuilerieen die Marine⸗Soldaten der Fre⸗ gatte „belle Poule“ und der Korvette „Favorite“, die die Leiche des Kaisers nach Paris eskortirt hatten. Sie begruͤßten den Koͤnig bei seinem Erscheinen mit lebhaftem Zuruf, und Se. Ma⸗ jestaͤt vertheilte selbst nach einer herzlichen Anrede die Kreuze der Ehren⸗Legion, die einigen jener Soldaten bestimmt waren.
Das Gespraͤch des Tages dreht sich hauptsaͤchlich um den Prozeß des Herrn von Lamennais, der gestern vor dem Assisenhofe verhandelt ward. Der Zulauf ist außevordentlich. Unter den Anwesenden bemerkt man Heren von Chateaubriand, den Bildhauer David, Herrn von Cormenin, einige Mitglieder des Englischen Parlaments und noch viele andere ausgezeichnete Personen. Um 10 ¼ Uhr tritt Herr von Lamennais, umge⸗ ben von seinen Vertheidigern, Herrn Mauguin und Benoit, ein. Nachdem mit der Ziehung der Geschworenen durch das Loos eine Viertelstunde vergangen war, tritt der Gerichte hof in den Kon⸗ serenziaal. Der Praͤsident beginnt die gewaͤhnlichen Fragen. Herr von Lamennais ist 58 Jahre alt. Sein Buchhaͤndler, Herr
Pagnere, sitzt neben ihm als Angeklagters⸗Der Gerichtsschrei⸗
em⸗
ber. (Nachtrag.) Der 4. Artikel des Gesetz⸗Entwurfes uüͤber
die Arbeit der Kinder in den Fabriken setzte (wie gestern erwaͤhnt)
fest, daß Kinder unter 16 Jahren an Sonn⸗ und Feiertagen 1 2 ral⸗An walt das Wort.
nicht in den Fabriken beschaͤftigt werden sollen. + Die Einwen⸗ dung, die Herr Luneau gegen diesen Artikel vorbrachte, ist ge⸗ stern mitgetheilt worden. Er schlug vor, den Artikel in folgender Weise zu veraͤndern: „Kinder unter 16 Jahren koͤnnen nicht mehr
als 6 Tage in der Woche beschaͤftigt werden. — Der Justiz⸗
Minister erwiederte auf die Bemerkung des Herrn Luneau,
daß die Zahl der Franzosen, die den christlichen Sonntag nicht
anerkennten, ungemein gering sey. Die Kammer wisse, daß die Zahlder Franzosen, die der juͤhischen Religion angehoͤrten, sich nur auf 3 Mil⸗ lionen belaufe. Das Gesetz hindere nicht, daß die sich zu jener Religion bekennenden Arbeiter an einem gewissen Tage in der oche feiern, falls ihre Religton es ihnen gebiete. Das Amen⸗ dement des Herrn Luneau sey ein Angriff auf die Religion der Majoritat der Franzosen. Man duͤrfe sich nicht fuͤrchten, in einem Gesetze von den Sonn⸗ und Feiertagen zu sprechen. Wenn 81.,e sich verleiten lasse, jene Worte aus dem Gesetze zu so wuͤrde dies ein Tri⸗ r die 2 er se˖ ie
läglich tnehr ies ein Triumph fuͤr die Maͤnner seyn, die ten. Die Kammer duͤrfe daher nicht annehmen. hat ihnen so eben erklaͤrt, lich mehr untergraben wolle.
faäaͤngniß und 5000 Fr. Geldstrafe) verurtheilt ist.
die Grundsaͤtze der Religion zu untergraben wuͤnsch⸗ 8 das Amendement des Herrn Luneau
de “ genheit und einer noch unsicheren Zukunft schwankt, so besteht fast üͤber Ich glaube im Gegentheil an eine : „Um so besser!“) Ja,
ber liest die Anklage⸗Akte vor. Bekanntlich handelt es sich um die Beschlagnahme der Flugschrift: „Das Land und die Regie⸗ rung“, welche bereits durch ein Kontumaz⸗Urtheil (2 Jahre Ge⸗ Geld Nach einem kurzen Verhoͤr der beiden Angeklagten nimmt der Koönigl. Gene⸗ 1 as (Der Praͤsident muß das zahlreich an⸗ wesende Publikum, welches hier und da in Murren ausbricht, zur Ruhe verweisen.) Nach dem Koͤnigl. Prokurator spricht
Herr Mauguin. Dann folgte die Replik des General⸗Advokaten, die wieder durch so heftiges Murren unterbrochen ward, daß sich der Praͤsident genoͤthigt sah, einen Theil des Saales raͤumen
üu lassen. Nach dem Vortrage des General⸗Prokurators erhob sich Herr von Lamennais selbst, und ließ sich, unter dem tiefen Schweigen der Versammlung, solgendermaßen vernehmen.
„M. H.! Ich wuͤrde der Vertheidigung, die Sie gehönt haben, nichts mehr hinzuzufügen wissen, wenn es mir nicht daran läge, mich selbst über einen Punkt auszusprechen, der mir weit mehr am Herzen liegt, als das Resultat des gegen mich eingeleiteten Prozesses. Ich werde nur um wenige Augenblicke die Ermüdung verlängern, die Ih⸗ nen eine Sitzung verursachen muß, welche zu verkürzen weder von meinen Vertheidigern, noch von mir abhing. Hie Bewegung des Ge⸗ dankens verlockt in der Zeit der Unsicherheit und des Zweifels, in der wir leben, die Geister auf sehr verschiedene Bahnen. Daber eine wirre Masse von Lehrsätzen, die sich oft unter einander widersprechen, wie es immer in Epochen des Ueberganges und der Erneuerungen der Fall ist. Wenn die Gesellschaft zwischen einer auf ewig erloschenen Vergan⸗
keinen Punkt ein gemeinschaftlicher Glaube. Man darf, meines Er⸗ achtens, nicht zu sehr erschrecken uüͤber diese für die küͤnftige Entwicke⸗ lung nothwendige und übrigens auch durch keine Macht zu verhindernde
Bewegung und Verwirrung. Wir müssen Vertrauen haben zu dem
menschlichen Geiste; er wird sicherer und wirksamer, als Irgend ein
Gerichtshof, das Wahre vom Falschen trennen, welches letztere von
selbst fällt, wenn man es nicht in den Augen der Menschen dadurch
debt, daß man es mit dem stets geachteten Mantel der Verfolgung be⸗ deckt. Wie dem aber auch sey, unter der Masse von Ideen und Mei⸗ nüͤugen, die die gegenwärtige Zeit gebiert, sind allerdings einige, zu denen ich mich bekenne, andere aber, die ich nicht theile; und Sie werden einsehen, daß ich es mir um so mehr angelegen seyn lassen muß. mich über die Einen wie die Anderen auszusprechen, als mir sonst Je⸗ der in der Ungewißheit diejenigen Meinungen zuschreibt, von denen ex wünscht, daß ich mich zu ihnen bekennen möchte. Sie haben iündeß
gesehen, m. H. daß, wenn Einige sich über meine wahrhaften Gesin-
nungen wirklich oder angeblich täuschten, die Schuld nicht daran lag, daß ich sie jemals dunkel oder zweidentig ausgedrückt hätte. Unter al⸗ len anderen Umständen würde ich es meinen Schriften selbst überlas
sen, denjenigen zu autworten, die mir Grundsätze andichten, welche nicht die meinigen sind; aber bei dieser feierlichen Gelegenheit glaube ich mich auf eine bestimmte und kategorische Weise
aussprechen zu müssen, damit sich fortan Niemand den Anschein geben
kann, daß er sich über das, was ich denke und wünsche, täusche. an kennt mich übrigens genug, hoffe ich, um überzeugt zu seyhn, daß ich
weder meine Ueberzengung verschleiere, noch gegen mein Gewissen spre- Es existiren, wer zweifelt daran, in unserer Gesellschaft
chen werde. Fe. und tiefe Leiden. s ist dies eine allgemein anerkannte
batsache, und die Geister beschäftigen sich auch allgemein damit, ein Mittel aufzusuchen gegen jenes furchtbare Uebel, welches mehr oder weniger an allen Europäischen Nationen nagt. Die große Französische Revolution vom Jahre 1789 ist noch weit davon entfernt, alle ihre
Früchte getragen zu haben; und man fängt sogar kaum an, einzusehen, daß die vorzüglichste Frucht die Verbesserung des Schicksals der Mas-
sen seyon muß und gewiß auch seyn wird. Wenn man über die Mit⸗
tel, diese nothwendige Verbesserung zu verwirklichen, verschiedener Mei:⸗: nung ist, so darf sich Niemand darüber wundern; denn wenn die so⸗
iale Wissenschaft kein Problem darbietet, dessen Lösung von größerer Wichtigkeit für das Glück der Menschheit und für den Frieden der Zukunft ist, so giebt es auch, wie alle Welt eingesteht, kein verwickel⸗ teres und kein schwierigeres.
den sind, die fortan die Gemüther beständig deschäftigen wird, bis sie eine definitive Lösung erhalten sie alle, selbst die unrichtigsten, ein gleiches Recht haben. geprüft zu werden, wenn sie nur von einer aufrichtigen Gesinnung ausgehen, und ich glaube ferner daß keines derselben verschwinden wird, bis es von dem obersten Richter, nämlich der ganzen Nation. verworfen worden ist. Dieser Gedanke, der beständig der der besten Geister war, und zwar solcher, die man keiner Neigung für kecke Neue⸗
rungen verdächtigen konnte, wird durch die Erfahrung aller Zeiten und
aller Orte gerechtfertigt. Aber mir persönlich liegt besonders daran, bei
dieser Gelegenheit sehr ausdrücklich zu erklären, daß, wenn ich von gan⸗-⸗ jem Herzen die Verbesserungen herbeiwünsche, die die leidenden Klassen E
fordern, und die sie von der Gesellschaft zu erwarten ein Recht haben, so ist doch meine innige, auf langes Nachdenken gegründete Ueberzeu gung, daß jene so wünschenswerthen, so unumgänglich nothwendige Verbesserungen nur auf Wegen bewerkstelligt werden können, die fre⸗ sind von jeder Gewaltthätigkeit, von jeder anarchischen Umwälzung von jeder wirklichen Unordnung; denn die Zukunft, nach der wir Alle streben, soll nicht eine Negatton, eine Zerstörung dessen seyn, was vor⸗ angegangen ist, sondern eine Entwickelung der Keime des Guten, welch die Gegenwart in ihrem Schoße trägt. Die Familie und das Eigen⸗ thum, innig verbunden mit den moralischen Glaubenslehren, ohne welche kein Leben möglich ist, sind, meines Erachtens, die ersten Grund⸗ lagen jeder Gesellschaft. Dies zu erklären lag mir am Herzen. Alles Uebrige kümmert mich wenig. Ich selbst bin zu geringe, als daß es sich der Mühe lohnte, von dem zu sprechen, was mich persönlich be⸗ trifft; die Herren Geschwornen werden nach ihrem Gewissen urtheilen.“ Die Jury zog sich in ihr Berathungs⸗Zimmer zuruͤck und
erklaͤrte nach 2 ¼ stuͤndiger Eroͤrterung den Herrn von Lamennais
fuͤr schuldig, zu Haß und Verachtung gegen die Regierung des
Koͤnigs aufgeregt und die den Gesetzen schuldige Achtung verletzt zu haben. Geldstrafe verurtheilt. Herr Pagnére ward freigesprochen.
Die Ehren haͤufen sich auf Herrn Thiers. Er ist gestern einstimmig zum Mitglied der Akademie der moralischen und po⸗ litischen Wissenschaften ernannt worden. Gestern Abend waren die Salons des Herrn Thiers uͤberfuͤllt von Personen, die ihm, sowohl zu jener Ernennung, als zu seiner Erwaͤhlung zum Be⸗ richterstatter der Fortisications⸗Kommission Gluͤck wuͤnschten. — Das Journal des Débats bemerkt, die Kommission habe ihrem Berichterstatter ausdruͤcklich anempfohlen, sich auf die Wuͤr⸗ digung des Gesetz⸗Entwurfes zu beschraͤnken, und keine politische
oder persoͤnliche Frage einzumischen. — Der Courrier françgais sagt uͤber denselben Gegenstand Folgendes: „Herr Thiers ist zum
Berichterstatter der Kommission ernannt worden, welche den Ge⸗ setz⸗Entwurf uͤber die Befestigung von Paris zu pruͤfen hat. Er hat fuͤnf Stimmen erhalten. Die Mitglieder der Minorität, die Herren Bugeaud, Doguereau, Liadieres und Bertin de Vaur ga⸗ ben ihre Stimmen dem Herrn Allard, einem Mitgliede der Ma⸗ sorität. Man wollte durch diese Combination vermeiden, daß der Chef des vorigen Kahinets zum Berichterstatter ernannt werde. An der Loyalitaͤt des Herrn Allard, der sich weigerte, seine Stim⸗
Er ward zu einjahrigem Gefaängniß uhd 2000 Fr.
1 Ich habe hier nicht die verschiedenen Sosteme zu untersuchen, welche durch eine Frage hervorgerufen wor⸗
men sich selbst zu geben, ist diese kleine Verschwoͤrung gescheitert.“
Die mit Pruͤfung des⸗Gesetz⸗Entwurfes uͤber die außer⸗ ordentlichen Kredite fuͤr 1841 beauftragte Kommission hat den Herrn Passy zu ihrem Praͤsidenten und Herrn Jouffroy zu ihrem Secretair ernannt. —
Das Gesetz uͤber das literarische Eigenthum, welches im vo⸗ rigen Jahre wegen Mangel an Zeit nur von der Pairs⸗Kam⸗ mer votirt werden konnte, wird jetzt unverzuͤglich der Deputir⸗ ten⸗Kammer vorgelegt werden. Die Mitglieder der dramatischen Kommission haben in dieser Hinsicht eine Audienz bei dem Mi⸗ nister des oͤffentlichen Unterrichts gehabt, der ihre Bemerkungen mit Wohlwollen und Theilnahme aufgenommen hat.
Es hieß gestern Abend, daß der Finanz⸗Minister außer der Anleihe von 16 Millionen Franken 3 proc. Rente auch noch die Kreirung von 7 Millionen Franken 5proc. Remt verlangen wuͤrde. Dem Journal des Débats wird aus Neuchatel vom 20sten d. M. geschrieben: „Es ist in unserem Kanton eine wichtige Ver⸗ haftung vorgenommen worden, die mit — Darmes schen Acten⸗
tat in Verbindung steht. Ein gewisser orel ee eg
hat. Ich meinerseits denke, daß 8
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