1841 / 11 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

n dem Zauberwalde von Brectliande und der Wunderquelle von ,1 (in Eschenbach's Parcival und Hart⸗

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 8. Januar. 8

eeeaaeibeae

. nach Walisischen, Bretagnischen und Nord⸗Französi⸗ und nach lebenden Sagen. Hierauf berichtete Herr Professor von der Hagen von den Veränderungen, welche die

Gesell chaft im verflossenen Jahre erlitten und übergab das Ordner⸗ Amt dem zu seinem Nachfolger erwählten Herrn Konsistorial⸗ Assessor Pischon, welcher demnächst einen Vortrag hielt über ein Lied von Paul Gerhard, mit besonderer Berücksichtigung einer im vergange⸗ nen Jahre erschienenen Schrift des Schulratbs O. Schulz (Paul Gerhard und der große Kurfürst). Herr Professoc von der Hagen legte der Gesellschaft folgende neue Werse vor: Th. Bernd (Bäbliec⸗ tbekar in Bonn), die Hauptstücke der Wappen⸗Wissenschaft; 1r Theil, das Wappenwesen der Griechen und Römer und anderer alter Völker. Mit 17 Bildtafeln. Bonn 1841. 80. Zeitschrift des Wesiphäli⸗

Amsterdam do Hamburg.. do . London.. Pari.ss Wien in 20 Xr. . Aungsburg Breslau Lelprig W. 2Z2Z Frankfirt a. M. W2Z PetersIburgV .

½ 2 2 22 22 9 222*

von

Üneeeeätlltttem Abgang

Berlin

Abgang von Potsdam.

Zendauer St.

Zeitdauer St. M.

ada⸗ M.

Um Uhr Me. 3 * 11 ½ blu.

Me. Ale. Tage

2 8 6 89 80 2

8 20 2&l 2 4„ 9.b. 92 44

Waoch.

schen Vereins für vaterländische Geschichts⸗ und Alterthumskunde. Bd. 2 und 3. Münsier 1839. 40. Märkische Forschungen des Ver⸗ A J“ eins für Geschichte der Mark Brandenburg. Bd. 1. Mit F Auswärtt A Bildtafeln. Berlin 1840. 8vro. (Als Geschenk für die 8 8 .

Bibliothek der Gesellschaft.) Jahres⸗Bericht der Königl. Dä⸗ Niederl. wirkl Schuld 50 ¼ nischen Gesellschaft für Nordische Alterihumskunde. Kopenhagen 5 % Span. 22 ½, Pasuive 6.

1840, in Dänischer Sprache. Mit 7 Tafeln Abbildungen alter Kir⸗: Präm. Sch. —. Pol. —. chen im Rundbogenstyl. Den Beschluß des Festes, an welchem auch— Frauen Theil nahmen, machte ein geselliges Mahl, und das erste Glas galt auch hier, wie überall, wo Preußen festlich versammelt sind, „dem erhabenen Landesvater, der die edle Muttersprache nicht nur so kräftig Sz;. und ehrt, sondern auch selber der mächtigste Fürst Deutscher Rede ist.“

Baunk-Actien 1600 G. Engl. Paris, 5 % Rente fin cour 112. 10.

88

Port. 21 11.

Berliner B

Den 9. Jannar.

Fr. Cour. F. Brief.] Sdeld. 8

103 103

rs e. Lond, 3 Met. 391 3,, 16

300 Fl. 68. do à 590 —.

hgef. 1 Ceum. Sch. d. K. u. N.-97 96

St. Schuld-Sch

Amsterdam, 5. Januar

Oesterr. 103 Antwerpen, 4 Januakrd 1 Zinsl. 6 ¼ Neue Aut. 229 „6

Hamburp, 7. Januar

Neapl fin cour. 101. 75. 5 % Span Kente P 9 Sp

Poetersburg, I. Januar. Hamb. 34 ¾.

Wien, 4. Januar. Pr. Cour. 5 % Met. 1061⁄, 3. 1 0% 99 ¼. 30% 80 ⁄. 2 ½ % —. Bank-Actien 1642. Aul. de 1834 695. 131 de 1839 280 5⁄16.

Meorgens. 49 Vormitt... 12 Nachmitt.. Abends..

z1t 8 Obgleich sämmtliche war es wegen der ungünstigen Witterung nicht möglich, die Zeiten ge⸗ nau einztihalten.

sum 7 Uhr Mergens.. 55

10 * . 6528 49 Nachmitt.. 56

8 50 Abends... 55

45 * 55 ◻⸗ 8 5b 8 8

2 2 2„

Fahrten mit 2 Maschinen geschehen sind, so

ge Börsen. 5 %, d0 90* a- Kanz-Bill. 22 ½

Ausd. —. Ziust. 6 ¼ Preuzs. in 1 Akt, von

stattfinden.)

Russ 16 4

4. Januar 8 3 %, Kente fin cour. 77. 70. 25 ¾

sviel in 5 Ab Lustspiel in 2 Mon ag,

88 Passive 6. 3 %

Paris —. Poln. à Par.

4 Akten, von

F'r. Engl. Obl. 20 Präm. Sch. d Seech Kurmk. Schuldr. 102 101 ⁄½ Neumk. Schuldv. 102 101 ½

1003⁄¼½ 102 ¾¼

78 ⁄¼ 78 % dellen.

Brl. Pots. Eisenb de. do. Prior Act. 42 Mgd.L.pz Mizenb

Meteorologische Morgens

6 Uhr.

122.

1811. 8. Januar.

2 Uhr.

Abends

Beobachtungen. Nach einmaliger Beobachtung.

Montag,

10 Uhr. 2 Akten.

Berl. Stadt-Obl4 103 Daunz do. in Th 8⁵³ Weztp. Pfandbr 2 101 % Grosah. Pos. do 4 Ostpr. Pfandbr. 31 Ponum. do. 21 Kur- u. Neum. do 3⁸

o. do. Prior Act Berl. Anh Eisenb. do. do. Prior. Act.

101 ½ 102

Luftdruck. ... Luftwärme Thaupunkt Dunstsättigung Weiter ... IIN NO. Feuhlesiache do. 3* Wolkenzug . .. Ppee Nd. Coup. und Zina- Tagesmittel: 331 70 Par. 2

333,64“ Par.

379˙ R.

4,0° R. 97 vCt. Schnee. NO.

521 192 + 020 1,2 0

89 vCt.

101 ½¼ 105

101 % 103 1 103 %

Gold al mareo 208 ½ Neue Dukaten Friedrichad'or 13 ⁄12 102 ¼ [Ad. Goldm. a 5 T. 7

1 Disconto 3

1023¾

330 16“ „Par. 331 31“„Par. R. 50 R. Schnee u. Reg.

Dienstag,

Quellwärme 6,3 0 R. ael.

Flußwärme 0,0 ° R.

Bodenwärme 1,90 R.

97 pEt. [Ausdünstung 0,023“Rh.

heiter. Niederschlag 0,181“0 Rh. O. Wärmewechsel +2 0,390 See8 719.

9 9R.. 36 R.. 91 pCt. NO.

R. 520 R. Toͤpfer.

Koͤnialiche Sonntag, 10. Jan. Im Opernhause: Der Betiler, Drama

Ballet in 2 Abth., von P. Taglioni. Frau von Faßmann kann die Vorstellung:

Im Schauspielhause:

KdOoͤnigsstaͤdtisches Theater. Sonntag, 10. Jan. Des Herzogs Befehl Hierauf: Die Wiener in Berlin. Posse mu Gesang in 1 Akr, von K. von Holtei. (Dlle. Schmidt: Louise von Schlungen, als zweites Debuͤt.)

Die Hochzeit des Figaro. Oper in Musik von Mozart

Is Original⸗Lust'piel in 4 Akten, her: Ein Stuͤndchen Incognito. C.

Schauspiele. E. Raupach. Hieauf: Don Quiyrote, komisches (Wegen Unvaͤßlechkeit der Die Vestalin, nicht

Das Blatt hat sich gewendet, Lust⸗ th., von Schroͤder. Hierauf: Abth., von B. A Herrmann.

11. Jan. Im Schauspielhause:

Lustspiel in Dr. C. Toͤpfer

11. Jan.

12. Jan. Das bemooste Haupt, oder: Der lange von R Benedix. Vor⸗ Versspiel in 2 Akten, von Ur.

Veramtwertlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

v5 . h

8 Allgemeiner Anzeiger für

den 20. Jannar d. J., Vormittags 1o Uhr, B ek anntma ch un g en. sim Konferenz⸗Zimmer der unterzeichneten Direction 8 Avertissement. angesetzt worden ist. Es kommen 6200 Thlr. jener Ac. Das im Lübbenschen Kreise der Niederlausitz bele⸗ tien zur Verloosung, gene, zur Graf v. Haeselerschen Kenkursmasse gehd⸗ rer Prioritäts⸗Actten anheimgestellt, dieser Verloosung rige Allodial Rittergut Leibchel, abgeschätzt auf 35,338 beizuwohnen. Thlr. 27 sgr. 8 pf., soll im Wege der nothwendigen Berlin, den 2. Januar 1811. Su bhastatien Die Direction der Berlin⸗Potsdamer Eisen⸗ 1 den siebzehnten Juni 1871, bayn⸗Gesellschaft. von Vormittags 11 Uhr ab, vor dem Ober⸗Landes. gerichts⸗Rath Steinbeck auf dem Königl. Ober⸗Lan⸗ desgericht hierselbst verkauft werden. Die Taxe und der neueste Hypothekenschein sind in unserer Registratur einzusehen. Frankfurt a. d. O. den 24. Oktober 1850.

———

Privat⸗Versteigerung eines Rittergutes.

Ein 2 Meilen von hier und nahe der Chaussee ge⸗ legenes Rüttergut von 33 Hufen 18 Morgen 225 kullmisch soll in freiwilliger Versteigernag unter vop⸗

8 —— die Preußischen standes mit Goethe selber noch in frischer Erinne⸗

rung lebten. Die Korrektheit des Textes anlangend, so sind

und es wird den Inhabern unse⸗ zum Vortheil dieser neuen Ausgabe nicht allein alle lteren Editionen zu Grunde geiegt, sondern es si id

in zweifelhaften Fällen auch die noch vorhandenen Manuskripte zu Rathe gezogen, so daß man denn nicht allein die beste Lesart hat wählen, sondern auch viel⸗ fältige, durch mehrere Ausgaben hindurchgehende, ver⸗

alteie Druckfehler hat beseitigen können.

Die weiteren Lieferungen, je zu 5 Bänden, werden sich von Monat zu Monat folgen, so daß alle à0 Bände dis zur Oster. Messe 1831 fertig sevn werden.

Stuttgart und Tübingen, Nov. 1840. 8 J. G. Cottascher Verlag.

Königl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

theilhaften Bedingungen an den Bestbietenden verkauft werden. Hierzu beauftragt, habe ich einen Bietungs⸗

5165 7

1

mogueenmee en

2

fFfypertt(sement. . Das zur Eraf v. Haeselerschen Konkursmasse gehö. rige, im Lübbenschen Kreise der Niederlausitz belegene Allodial⸗Rittergut Groß⸗Leine, taxirt auf 28738 Thlr. 1 sgr. 3 pf., soll im Wege der nochwendigen Sub⸗ hastäͤtion in termino

8 den siebzehnten Juni 1841,

von Veormittags 10 Uhr ab, auf dem hiesigen Königl.

Ober⸗Landesgerichte vor dem Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Steinbeck meistbietend verkauft werden. 8 Die Taxe und der neueste Hypothekenschein können in unserer Registratur eingesehen werden. Frankfurt a. d. O., den 2⁄. Oktober 1840. Königl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

RIFZbderenmnen. Die zur Graf v. Haeselerschen Konkursmasse gehö⸗ rige, im wSe Kreise der Niederlausitz belegene Standesherrschaft Leuthen, abgeschätzt auf 151,701 Thlr. 23 sgr. 4 pf., soll im Wege der nothwendigen Subhastation in termino

den sechzehnten Juni 1841, von Vormittags 11 Uhr ab, auf dem Königl. Ober Landesgericht vor dem Deputirten Ober⸗Landesgerichts⸗ Rath Steinbeck öffentlich verkauft werden. Die Taxe und der neueste Hvpothekenschein können in unserer Registratur eingesehen werden.

Im Falle von den interessirenden Realgläubigern bis zum Termine die erforderlichen Vorbereitungen bewirkt worden, können auch besondere Gebote auf die einzelnen zur Herrschaft gehörigen Güter Groß⸗ Lenthen, Klein⸗Leuthen, Bückchen, Dolgen, Guhlen, Klein⸗Leine und Ressen angenommen werden.

Frankfurt a. d. OH., den 24. Oktober 1840.

Koönigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

an den in Konkurs gerathe⸗ bristoph Häfcke hierselbst und I an 8 in derLangen⸗ 8 xegene Wo 8 1 sorülche zu machen haben, werdenn hiermit ae herr scbin. in einem der auf den 18ten und zosten dieses Monats so wie auf den 12. Februar dieses Jahres, angesetzten Liquidations⸗Termine, Vormittags 5 Uhr, vor Uns spe⸗ ziell und beglaubigt anzumelden, dei Strafe der in dem etzten Termine zu erkennenden Präklusion. Duatum Barth, den 4. Januar 1841. 8 Bürgermeister und Rath egebs. o m.

Bekanntmachung.

In Gemäßheit des §. 8 des Nachtrages zu den Sta⸗ tulen der Berlin⸗Potsdamer Eisenbahn⸗Gesellschaft wird hierdurch bekannt gemacht, daß zur Verloosung der nach §. 4 des gedachten Nachtrages zur Amorti⸗

Termin auf

den 6. Februar 1841

in meinem Geschäfts⸗Lokal hierselbst, Burgkirchen⸗Platz Nr. 11, angesetzt, wo das Nähere von Kauflustigen selbst täglich erfragt werden kann. .. Königsberg, den 16. Dezember 1840.

Justigrath Magnns.

Literarische Anzeigen.

In Unterzeichnetem sind so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen, in Berlin durch Ferd. Dümm⸗ ler, Linden Nr. 19, zu beziehen: EEE111116““ 1111A“ mit neuen Zusätzen vermehrte, neugeordnete vollst ändigste Ausgabe in vierzig Bänden. Unter des durchlauchtigsten Deutschen Bun,⸗ des schuͤtzenden Privilegien. Zweite Lieferung oder 16r 20r Bd. Subscriptions⸗ Preis 2 Thlr. a llerie hierzu nach Zeichnungen von W. Kaulbach und seinen Schülern,

1 in Stahl gestochen von Steifensand, Weber, Enzing⸗Müller, Hoffmann u. A.

8 ZSweite Lieferung: Faust, 2s8 Blatt, Egmont Legende

Clavigo Wahlverwandtschaften.

Subscriptionspreis 12 ½ sgr. Diese Ausgabe wird die erste durchaus vollstän⸗ dige von Goethe's Schriften zu nennen seypn, indem sie nicht allein den ganzen Inhalt der vergrif⸗ fenen Ausgabe in 55 Bänden von 1826 34 und der in 11 Bänden mit à Abtheilungen in den Jahren 1836 37 erschienenen, sondern auch alles dasjeni e enthal⸗

ten wird, was jenen Ausgaben bisher noch fehlte.

Sie wird aber auch zugleich den Vortheil einer grö⸗ ßeren Bequemlichkeit gewähren, und zwar sowohl durch eine beschränktere Bände⸗Zahl, als die Ausgabe von 1826, wie besonders auch dadurch, daß darin, nachdem nunmehr sämmtliches Material zusammenge.⸗ vracht worden, eine befriedigendere Anordnung und Zusammenstellung des Zusammengehörigen moglich gewesen, als bei Goeihe's Lebzeiten, wo selbst während des Druckes der Ausgabe von 1826 noch ver⸗ schiedene Werke erst im Entstehen waren und man üͤber den dereinstigen Nachlaß nur noch wenig Eni⸗

schiedenes vor Augen hatte. eesene Zusammenstellung möglichst in Goe⸗ ü inne zu dewirken, war man gewissenhaft be⸗ da9. nnd es vüreie wahi ddaffir sprechen, da 15 redigirende vieljährige Mitarbeirer Gosiheis, Dr. J. P. Cgermen uu Weimar,

sation bestimmten Prioritäts⸗Actien ein Mittwoch

ermin auf se vielfache Andenfungen

und Winte hat benutzen

nnen, die ihm aus häufiger Vesorechung des Gegen⸗

9 9 Im Verlage der Gebr. Bornträger zu Königsberg erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen, zu nächst in der Stuhrschen, Berlin, Schloßplatz Nr. 2 Potsdam, Hohenwegstr. Nr. 4, zu haben: Krevssig, W. A., Handbuch zu einem natur⸗ und zeitgemäßen Betriebe der Londwirthschaft in ihrem ganzen Umfange. Zweite ganzumgear⸗ beitete und vervoliständigte Auflage. Vollständig in 4 Theilen. Mit 4 Tafeln Abbit. dungen. Preis 6 Thlr. Diese völlig umgearbeitete, die klimatischen Ver⸗

hältnisse aller Länder Mettel⸗Europas berüctsichtt

zende neue Ausgabe eines weit verbreteten Werkes kann mit Zuversicht allen denkenden Landwirthen em ofohlen werden. Der Verfasser stellte sich die Aufgabe, die lebendig fortschreitende Entwickelung der Landwirthschaft darzuthun und überall das Beste als Ziel hinzustetten, ineoem erc zugleich Mitten uno Wege bejeichnete, die unter den versch edeuen andwirthschaftlichen Verhältnissen zu demselben führen Die Erfayrungen einer vierzigjährigen Praris und die Benuzung der Werke von Burger, Koppe, Schwar und Block bezeichnet der dem landwirthschastlichen Pu dlikum genugsam bekannte Verfasser als den Stützpuntt dessen, was er in dem vorliegenden Werke darbietet.

Jede solide Buchhandlung wird dieses reichbaltige,

als tüchtig anerkannte Werk gern zur näheren Einsicht und eigenen Prüfung vorlegen.

Schmalz, Fr., Theorie des Pflanzenbaues, mit Berspielen aus der Erfahrung im Großen er⸗ läutert und bestätigt. Eine Anteitung, den mög⸗ lichst höchsten Ertrag aus de.n Boden zu ziehen. gr. 8. 840. geh. Preis 1.½ Thlr.

Für reisende Handwerker.

In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Berlin

bei E. S. Mittler (Stechbahn 3):

Theod. Münnich: Das neneste Hand⸗ und Reisebuchh fur junge Handwerker,

enthaltend Belehrungen über die verschiedenen Hand⸗ werks⸗Einrichtungen und Gebräuche: Anstandsregeln: kurze Geographie von Deutschland; Reneronten durch

alle Theite Deutschlands und die angränzenden Län⸗

der; über Münzen, Maße und Gewichte; Verzeichniß

derjenigen Oerter, wo die verschiedenen Handwerker die beste Gelegenheit finden, sich in ihrem Gewerbe zu ver⸗ vollkommnen und auszubilden; Regeln zur Erhaltung der Gesundheit auf Reisen ꝛc. Nebst einer Sammlung von Gebeten und religrösen Gedichten. 2re⸗ Auflage⸗ Mit 1 Karte von Deutschland. geb. Preis sgr.

—22

Nicolaus Becker’s Portrait.

vI. Binnen einigen Tagen erscheint in Kommission ei M. Du Mont⸗Schauberg in Köln und ist durch

alle Buch⸗ und Kunsthandlungen, Berlin durch Alera n⸗ Französ. Str. 21, auf feste Bestellung 4

der Duncker, zu beziehen:

Staaten.

Das von dem Maler Theod. Franken in Düsseldorf 1 g jeichnete und tithographnte 8 wohlgetroffene Bitoniß des allgefeierten Sängers des Rheinliedes Nicolaus Becken. Mit dem Facsimile des Dichters. Felio. Pelinpapier: 1 15 sgr. Chinesi h Papier: 20 sr. Köln, 27. Dezember 1820. S

6

In der Sanderschen Buchhandlung, Withelmsstr. Nr. 73, ist eben erschienen: 8 Leben und Lieder von Paulus Gerbhardt, herausgegeben von E. C. G. Langbecker. Mit P. Gerhardt’'s Bildniß, einem Facsimile sei⸗

ner Handschrift u. neun Musikbeilagen. 2 Fhlr. 20 gr

Im Verlage von C. Troschel in Trier ist so eben ersa ienen und durch alle Buchhandlungen zu erhatten,

in Berlin in Oehmigke's Buchhandtung (J. Bülow), Burgstr Nr. 8:

Festpredigten, von J. A. Küpper, Vice⸗Gene⸗ ral⸗Superintendenten der Rheinprovinz und Mu⸗ glied des Konsistoriums zu Koblenz. Preis bro⸗ schirt 1 Thlr. 15 ser.

Diese Sammlung entt à ¹1 33 Predigten über folgende Haupt itze: Ich bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Die angeborne Verderbtheik des Menschen i sirtlicher Hinsicht, binsichtiy sr. Bezieyung zu Hotlt. Die Weihnachtsfreude. Erstes Keunnzeichen zes Wetheilandes: er ist ein Kind in Winde’n gew Zweues: er liegt in einer Krippe Jesu U münd ich⸗ eit. Jesu heiterer Sinn. Jesi s geht freiwillig in den Tod. Jesu Secle betrüdt bis in den Lod. Ist es möglich, so gehe dieser Keich von mir! Wer zu ihm bteidt der fündigt nicht: em WVort ber Scvei⸗ oung. der Züchrigung und der Weckung. Jesus: Es ist vollbracht Wir: Es ist vollbracht. xzeber sterden, als Jesum verieugnen: ein Charfreitagsgetübde. Die Ausbrenung des Christenthums eine Folge der Auferstehung Jesu. Jesus lebt als der allmäch ige König des ewigen Gotiesreiche. Wie wir zur Ge. wißheit des Glaubens an Christum gelangen. Der Auferstandene ertheilt Stärke und Freudigkeit zu einem göttlichen Wandel. Der beil. Geist betet in uns mi:

unaussprechlichen Seufzern. Die Freudigkeit eines

verenden Christenherzeus. Wir sehen dem. Auffah⸗ renden mit dem Bewußtsevn nach, daß er mitten Unter uns ist. Der beil. Geist wird noch eben so ausge⸗ chetlt, wie am ersten Pfingstfest. Der beil Geist in der christlichen Kirche und in den einzelnen Gräubigen ein und derselde. Das Christenibum hat aus den Menschen ein Herz und eine Seele gemacht. Got,⸗ tes Stimme in dem Siege bei Leipzig. Was fordert das Wesen der evangelischen Kirche ven den Gliedern derelben? 8 Druch und Papier sind vorzüglich und der Preis, um die Anschaffung zu erleichtern, ven der Verlags⸗ handlung billig gestellt worden.

8 S IIannover. Ia Verlage der Iahnschen Hot- buchhanslung ist so e en erschienen: Ueber das Leben und die Lehre

cles 1“

Bruchstücke eines ungedruckten Werbes aus dem Ende des 4. Jahrbumnlerts, im Numen der Giezellschart für ältere Deutsche Ges-huht-kunde herausgegeben und erläutert von GCeorg Wait:.

Mit einem Facsin ile. gr. 4. vel up. Zu haben in der Xicolaischen Buchhandlaug in Berl u

(Hröü.

derstr. 13), LeEbing, Stettin unl Thorn. 1“

Vollaire’s Ferien,

Nathan der Weise, dramatisches Gedicht in 5 Abth., von G. E. Lessing.

88 81

Port.

Wiss., K. u. L. Selbstbiographie v Friedrich de laͤ

Gedruckt bei A. W. Hayn 8 8

u“

Staatsrath Fersen, den St. Johanniter⸗Orden zu

Versitzenden der Servis⸗

1.“

t

schlusse in Kyritz an die Personen⸗Post von Perleberg

streiten versucht seyn wird.

sen Grundsatz anzuwenden.

e .

eẽemein

II1I1“

111A14“

88½ Gt 1“

8 3 8 g 88 5 b ,. E11111““ 222 8 1“ W1“

In E6““ Frankr. Paris. Der „Temps“ über die Ernennung des Generals Bugeand zum Gouverneur von Algier. Admiral Lalande. Vermischtes. 8 Großbr. u. Irl. Jetzige Lage der Whigs. Frankr. und Marokko. Napier’'s Ruf umer den Arabern. Belg. Brüssel. Maschinen auf der Eisenbahn. Dän. Kop. Veränderungen in den Regierungs⸗Kollegien. Deutsche Bundesst. Bayern. München⸗Augsburger Eisenbabn. Sachsen. Dresden. Persönliches. Baden Reform der Strafgesetzgebung. Einberufung der Conscriptionspflichtigen. Oesterr. Wien. Freihr. v Schmidtburg †. Schweiz. Neuchatel. Amtl. Artikel über die Auslieferung Bo⸗ rel's an die Französ. Reg. Genf. Verbotene Bücher. Italien. Turin. Bestand der Sardin. Armee auf dem Friedens⸗ und dem Kriegsfuß. Rom. Gesundheits⸗Zustand. Verhalten der Anarchisten bei d. Span. Port. Streitfrage. Inland. Weitere Nachrichten über den Mord des Bischofs von Erm⸗ land. Uebersicht der Schifffahrt von Danzig im Jahre 1840. stbio Motte Fouque. Personalien von Friedrich Jacobs.

4, et Kronil des Tagees.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kaiserl. Russischen und stellvertretenden Stallmeister bei Ihrer Kaiserl Hoheit der Großfuͤrstin Alexandra Nicolajewna, Grafen von verleihen geruht.

Koͤnig haben dem Stadtrath Pieper, und Einquartierungs⸗Deputation des hie⸗ den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu ver⸗

Se. Majestaͤt der

sigen Magistrats, leihen geruht. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Hofrath Dr. de Leuw

8 5 zu Graͤfrath die Anlegung des ihm von des Landgrafen von Hessen⸗Philippsthal Durchlaucht verliehenen Ritterkreuzes des Er⸗ nestinischen Hausordens zu gestatten geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem von dem hiesigen Tisch⸗

ler⸗Gewerke im Jahre 1791 gestifteten Moͤbel⸗Magazin das Praͤ⸗ dikat: Hof⸗Lieferungs⸗Magazin beizulegen geruht.

Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz August von Preußen haben

den Koͤnigl. Geheimen Medizinal⸗ und Regierungs⸗Rath Dr.

Barez zu Hoͤchstihrem Leibarzt ernannt.

Bekanntmachung.

Mit dem 1. Januar k. ꝛJ. wird die jetzt zwischen Pritzwalk

und Kletzke bestehende woͤchentlich zweimalige Fahr⸗Post aufge⸗ hoben und eine woͤchentlich dreimalige zwischen Pritzwalk und Kyritz mit folgendem Gange:

viersitzige Personen⸗Post

aus Pritzwalk Dienstag, Donnerstag und Sonnabend um 4 Uhr fruͤh,

in Kyritz

an denselben Tagen um 9 Uhr Vormittags, zum An⸗

nach Berlin,

Dienstag, Donnerstag und Sonnabend um 5 ½ Uhr Nach⸗

mittags, nach dem Eintreffen der Personen⸗Post von Ber⸗

lin nach Perlebexg, und 6“ in Pritzwalk an denselben Tagen um 10 ⅛½ Uhr Abends⸗

Das Personengeld bei dieser neuen Post, zu welcher

aus

ichtet. ein auf

Federn ruhender, fuͤr vier Personen bequem eingerichteter Wa⸗

gen in Anwendung kommt und Beichaisen nach Beduͤrfniß ge⸗ stellt werden, betraͤgt 5 Sgr. pro Person und Meile, wofuͤr die unentgel liche Mitnahme von 20 Pfod. Gepaͤck gestattet ist.

Berlin, den 31. Dezember 1820. General⸗Post⸗Amt.

Zeitungs⸗Nachrichten. öA 1I68F85656

* FFeoankreich.

floͤßt dem groͤßten Theile der hiesigen Journale fortwaͤhrend Be⸗ soranisse hinsichtlich der Zukunft der Afrikanischen Kolonie ein. „Die Regierung“, saat der Temps, „verantwortlich fuͤr ihre Agenten, muß die vollste Freiheit bei der Wahl derselben haben; es ist dies ein constitutioneller Grundsatz, den Niemand zu be⸗ Aber wenn jene Wahlen getroffen find, wenn sie eine Bedeutung haben, uͤber deren Sinn sich Nie⸗ mand taͤuschen kann, dann hat die oͤffentliche Meinung das Recht, ihre Besorgnisse oder ihre Hoffnungen auszudruͤcken. Wir haben besonders bei der Ernennung des Generals Bugeaud die⸗ Man darf es dem Ministerium nicht verhehlen, und dasselbe weiß es vielleicht so gut als wir, daß jene Ernennung unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤnden die ganze Wichtigkeit einer Art von Staatsstreich hat. Unsere Besetzung Algiere ist noch nicht so fest begruͤndet, die geheimen Gedanken, die sich an dieselbe knuͤpfen, sind noch nicht so genau bekannt, daß man ohne Schrecken sehen koöͤnnte, wie die oberste Gewalt in Afrika dem Unterhaͤndler an der Tafna anver⸗

2 Die Pariser Post vom 5. Januar ist heute nicht hier einge⸗

1 1 1“ 8

reußische Staats⸗Zeit

88 nestie hat die Franzoͤsische Regierung beschlossen, daß vom 1. Paris, 4. Jan.“*) Die Ernennung des Gencrals Bugeaud - 8n

——

——

traut wird. Herr Bugeaud hat sich niemals verleugnet, sein Geist ist zu starr, um sich durch die Eröoͤrterung aufzuklaͤren, und er ist zu alt, um durch Ersahrung zu lernen. Nun hat sich aber dieser General bis auf den heutigen Tag als der Gegner der Besetzung kundgegeben; wenn es nur von seinen Bemuͤ⸗ hungen abgehangen haͤtte, um das Aufgeben Algiers zu erlan⸗ gen. so wuͤrde unsere Fahne schon seit langer Zeit nicht mehr daselbst wehen, und eben in Folge dieser Meinung hat er seinen Namen auf eine so ungluüͤckliche Weise an einen Traktat geknuͤpft, dessen unermeßliche Uebelstände wir jetzt erleiden. Welche An⸗ spruͤche empfehlen ihn daher zu der Stelle, die er jetzt einnimmt? hat ihn das Ministerium freiwillig gewaͤhlt, oder hat es sich ihn aufdringen lassen? Das ist es, was man sich fragt und was man ein Recht hat, das Ministerium zu fragen. Das Gedeihen un⸗ serer Besitzungen in Afrika demjenigen anvertrauen, der sich auf systematische Weise der Beibehaltung derselben widersetzt hat; die Geschicke einer Kolonie, auf welcher so viel Hoffnungen b ruhen, in die Haͤnde eines Mannes legen, der sie stets hat vernich wollen, das heißt gegen die gewoͤhnlichen Vorschriften der Klughei fehlen und sich die grausamsten Verlegenheiten bereiten. Wen diese Verlegenheiten nur das Ministerium träfen, so konnte ma sich darauf beschraͤnken, es zu warnen und es ihm dann uͤber⸗ lassen, sich, blindlings in dieselben zu stuͤrzen. Aber hinter dem Ministerium und uͤber demselben besinden sich Interessen, denen gegenuͤber es nicht erlaubt ist, sich gleichguͤltig zu zeigen, weil die⸗ selben eben sowohl das Vermoͤgen als die Ehre Frankreichs be⸗ treffen. Was auch Herr Bugeaud thun moͤge, so wird es ihm nicht gelingen, diese Interessen zu beruhigen, und ihre Besorg⸗ nisse sind jetzt schon lebhafter, als sie es zu irgend einer fruͤ⸗ heren Zeit waren. Wir fassen mit Schrecken die Folgen jener Ernennung in's Auge, wir tadeln dieselbe nicht bloß, weil sie unpopulair, sondern weil sie drohend ist. Sie stellt die Beibe⸗ haltung Algiers selbst wieder in Frage. Was man auch sagen, und was man auch thun moͤge, so wird man Herrn Bugeaud nicht von seinen Antecedentien trennen koͤnnen. So lange nur die Rede davon seyn wird, sich zu schlagen, wird der General Bugeaud nicht hinter seinen Soldaten zuruͤckbleiben; selbst Sol⸗ dat, wird er vor keiner der Gefahren jenes Scharmuͤtzel⸗Krieges zittern, in dem er so gewandt seyn soll. Aber diese Eigenschaft, deren Werth wir durchaus nicht herabsetzen wollen, 8 nur die accessorische Eigenschaft eines General⸗Gouverneurs. lgier be⸗ darf neben einem tuͤchtigen Soldaten, der den Feind zuruͤcktreibt, einen organisirenden Geist, der die Institutionen eines Landes, in welchem noch soviel zu thun ist, vorbereitet. Es giebt Niemand, der Herrn Bugeaud einen solchen Geist zuerkennt, als vielleicht er selbst. Die Gegner der Besetzung freuen sich; die abenteuer⸗ lichste Personisizirung ihres Systems, wird ihnen neue Argu⸗ mente zu Gunsten desselben liefern. Sie moͤgen sich auf Herrn Bugeaud verlassen; er wird wissen, uns durch seine Fehler eine Abneigung gegen Algier einzufloͤßen. 1

Der Toulonnais vom 30sten d. enthaͤlt Folgendes: „Das

Ministerium hat in der Stadt Toulon und unter der Marine Mißvergnuͤgen erregt, indem es dem Admiral Lalande den Ober⸗ Befehl uͤber das Reserve⸗Geschwader entzieht. Man hat diese Maßregel dadurch zu rechtfertigen gesucht, daß, da die Functio⸗ nen des Deputirten die Anwesenheit des Herrn Lalande in Paris erforderten, seine Flagge nicht auf einer unserer Rheden wehen koͤnnte. Das Ministerium hat Unrecht, die Ungnade, in welche Herr Lalande gefallen ist, durch den eitlen Vorwand zu verdek⸗ ken, daß man nicht zu gleicher Zeit in Paris und in Toulon seyn koͤnne. Wir koͤnnten noͤthigenfalls die Namen vieler Perso⸗ nen nennen, die mehrere oft ganz unvertraͤgliche Functionen in sich vereinigen. Da gegenwaͤrtig die orientalischen Angelegenhei⸗ ten beendigt scheinen, so wird die Franzoͤsische Flotte wahrschein⸗ lich bis zum Fruͤhjahr vor Anker liegen bleiben. soan konnte daher leicht dem Herrn Lalande den verlangten Urlaub bewilli⸗ gen, ohne daß man deshalb noͤthig gehabt haͤtte, ihn auf eine brutale Art der Stellung zu berauben, die er auf eine so wuͤr⸗ dige Art ausfuͤllte.’ Der Constitutionnel bemerkt hierzu, daß der von dem Ministerium gebrauchte Vorwand um so un- passender sey, da man jetzt eben einen Deputirten zum General⸗ Gouverneur in Afrika ernannt habe.

Die Sitzungen der beiden Kammern waren heute, wenigstens bis zum Abgange der Post, nicht von Interesse, nur daß in der E111 bei Gelegenheit der Kredit⸗Forderung fuͤr die

panischen Fluͤchtlinge, Herr Guizot nochmals die Verstcherun

gab, Frankreichs Politik in Bezug auf Spanien habe sich darauf beschraͤnkt, und werde sich darauf beschraͤnken, diesem Lande dur 1 Rath und moralischen Einfluß zu nuͤtzen; eine andere Interven tion habe nicht stattgefunden und werde nicht stattfinden.

In Folge der den Karlistischen Fluͤchtlingen bewilligten Ant⸗

nuar an aufgehoͤrt werden solle, den gefluͤchteten Spanischen Soh daten und Unteroffizieren eine Unterstuͤtzung zu zahlen. In Strasburg ist am 3. Januar ein Ungluͤcksfull entdeckt worden, der zur Warnung des Publikums allgemein bekannt t werden verdient. Am Morgen des 31. Dezembers bemerkte mah in einem Hause, daß Gas in den Keller eindringe, und benach richtigte sogleich einen Beamten der Gasanstalt davon. Diesten schickte sich allerdings sogleich an, die noͤthigen Nachsuchungen zu machen, um die gesprungenen Roͤhren ersetzen zu lassen, war aber am 3. Januar mit dieser Arbeit noch nicht zu Ende ge⸗ kommen. Unterdessen war das Gas, das nicht e in die Hoͤhe dringen konnte, weil das Erdreich uͤber der Roͤhre gefror, seitwaͤrts durch die untere weiche Erdschicht fortwährend in den Keller eines Hauses gedrungen, bei dem die zersprungene Roͤhre in der Entfernung von 2 Metres unter der A. durchging. Aus dem Keller drang es durch mehrere Zimmer in die Schlafgemaͤcher einer Familie, wo sich Mann, Frau, drei Kinder und eine Magd befanden. Am 3. Januar fand man die Magd und die Kinder todt, den Familien⸗ vater in solchem Zustande, daß er bald darauf starb, die Frau efaͤhrlich krank. Angestellte Untersuchungen ergaben, daß das rsticken bereits in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Ja⸗ nuar statthatte, obwohl man erst am 3. Januar Kenntniß davon

erhielt. Der Direktor der Gas⸗Anstalt veroͤffentlicht in den Journalen folgende Erklärung: „Das ploͤtzliche Erloͤschen der Gas⸗Beleuchtung, welches gestern um 6 Uhr Abends stattgehabt, wurde durch einen außerordentlichen Gas⸗Ausfluß veranlaßt, der an der Ecke des Hauses, zum Tannenfels genannt, ausbrach. Das Gas verbreitete sich in der Abzucht, und durch einen hoͤchst sonderbaren Zufall warf ein Voruͤbergehender ein brennendes Pa⸗ pier darauf, wodurch augenblicklich das Gas sich entzuͤndete. Aus Vorsicht und um weiteren Unfällen vorzubeugen, erachteten wir daher fuͤr nothwendig, unmittelbar die Wanne zu schließen, wo⸗ durch dieses plötzliche Erloschen, das uͤbrigens nur drei Viertel⸗ 2 gedauert hat, veranlaßt wurde. Der Direktor der Gas⸗ nstalt, M. Wild.“ . Im Memorial des Pyrenées liest man: „Es heißt,

daß dringende Besehle von Paris abgegangen wären, um mit

dem groͤßten Eifer an der Ausbesserung des Schlosses in Pau zu arbeiten. Man versichert, daß der Koͤnig unwiderruflich ent⸗ chlossen sey, im naͤchsten Jahre den Suͤden Frankreichs zu be⸗ suchen und daß die Ankunft der Koͤniglichen Familie in Pau auf den Monat Mai festgesetzt worden sey. E“ 1“ 82

Großbritanien und Irland. London, 2. Jan. Die Herren J. H. Lister, E. Phipps und T. Vardon sind zu Kommissarien ernannt, um eine Zäh⸗ lung der Bevölkerung Großbritaniens und Irlands vorzunehmen. 1 Der ministerielle Globe sucht in einer Uebersicht uͤber die Ereignisse des letzten Jahres die vortheilhafte Stellung aufzumei⸗ sen, in welche dieselben das Land versetzt, und schließt daraus auch, daß dem Whig⸗Ministerium, trotz aller heftigen, wenn auch ver⸗ muthlich, wie bisher, nicht immer uͤbereinstimmenden Opposition der Tories, die zuverlässige Aussicht gegeben sey, auch am Ende des Jahres 1841 sich noch am Ruder zu besinden. Das ge⸗ nannte Blatt weist zunaͤchst darauf hin, daß die Aufregung im Innern, die Chartisten Wewehung mit welcher das vorige Jahr begonnen, nicht mehr bestehe, da sie durch die weisen und ge⸗ maäͤzßigten Schritte der Regierung beseitigt worden sey, und es findet schon darin einen Grund zu der Erwartung, daß das Un⸗ terhaus von neuem sein Vertrauen zu dem Ministerium bekraͤfti⸗ gen und den Tories auch nur den Versuch, dasselbe in Frage 5 stellen, unmoͤglich machen werde. Dann geht das ministerielle latt auf die Kolonialverhaͤltnisse uͤber und hebt die Durchfuͤh⸗ rung der Vereinigung der Kanadischen Provinzen und die Beruhi⸗ gung der aufgeregten Pflanzer hervor. Endlich erwaͤhnt es in Betreff der auswärtigen Verhältnisse der erfolgreichen Durchfuͤh⸗ rung des Juli⸗Traktats, der Niederlage Dost Mahomeds in Afghanistan und der durch die ersten Erfolge in China verheiße⸗ nen guͤnstigen Erledigung der Differenzen mit China. So kommt es zu der Frage, an welchen Theil der diesjaͤhrigen Thron⸗Rede, die natuͤrlich alle diese guͤnstigen Ereignisse beruͤhren werde, die Tories das Amendement zu knuͤpfen wagen wuͤrden, durch welches sie beim Beginn der Parlaments⸗Session ihre, wie der „Globe“ zugiebt, noch keinesweges ermaͤßigte feindselige Gesinnung gegen das Ministerium kundzugeben pflegten. Nach der Ansicht der Tory⸗Blaͤtter dagegen wuͤrde es jetzt gar nicht so schwer yn, das Unterhaus zu einer dem Ministerium feindlichen einungs⸗Aeußerung zu veranlassen. Besonders giebt die kimes sich Muͤhe, dies darzuthun. Sie weist zuvöͤr⸗ rst nach, daß das Ministerium schon in der vorigen Cesston rchweg in der entschiedendsten Minoritaͤt gewesen sey; zu dem wecke summirt sie zehn der bedeutendsten Abstimmungen der Porigen Session, die zum Theil guͤnstig, zum Theil unguͤnstig fuͤr

bas Ministerium ausgefallen, und gelangt dadurch zu dem Re⸗ sultate, daß die Minister nur 2472, die Tories 251 gehabt. Dann erwaͤhnt sie des Umstandes, daß die Minister bei den meisten fuͤr sie guͤnstigen Abstimmungen in der vorigen Ses⸗

Stimmen

sion eine nur so unbedeutende Majoritaͤt gehabt, daß die Wieder⸗ besetzung der gerade jetzt erledigten vier Parlamentssitze an sich schon geeignet sey, den Ausschlag fuͤr oder gegen die Minister zu geben, falls die von dem „Globe“ gehoffte neue Bekraͤftigung des Vertrauens des Unterhauses nicht an sich schon eine Aende⸗ rung in das Stimm⸗Verhaͤltniß der vorjährigen Session bringen sollte. Die letzte Vakanz, welche ausgefuͤllt worden, habe bereits einen Tory, den Oberst Bruen in Carlow, an die Stelle eines Ministeriellen ins Unterhaus gebracht. Was die jetzt noch vor⸗ handenen oder naͤchstens zu erwartenden vier Vakanzen betreffen, naͤmlich die in Kirkaldy, Monmouthshire, Walsall, und Canter⸗ bury, so wuͤrden zwar vielleicht die beiden ersten durch Whigs besetzt werden, aber in Bezug auf Walsall und Canterbury zeige die Stimmenzahl bei den letzten dort stattgehabten Wahlen, daß das Resultat mindestens sehr zweifelhaft sey. Verloͤren die Whigs beide oder auch nur einen dieser Parlamentssitze, so gingen ihnen, mit Hinzurechnung des Verlustes in Carlow, vespektive 4 oder 6 Stimmen bei den Abstimmungen, wo natuͤrlich der Verlust doppelt zaͤhle, verloren, und die Sache wuͤrde dadurch ein sehr ernstes Ansehen gewinnen, da die Minister bei den meisten Lebensfragen in der vorigen Session eine Majorität von nur 5 bis 10 Stimmen zu erzielen vermocht hätten. Die „Times“ selbst indeß giebt den Ministern einen Trost, als dessen Urheber sie einen sehr scharfsinnigen Politiker anfuͤhrt, der naäͤmlich darauf hinweise, daß die Whigs schon oft in einer viel schlimmeren Lage gewesen seyen, als jetzt in Betreff des Stimm⸗Verhäͤltnisses, und doch immer den Sturm zu beschwören gewußt haͤtten, und so werde vermuthlich auch in der nächsten Session das Volk mit Gleichguͤltigkeit dem Parteikampfe zuschauen, so lange die Geg ner der Minister nichts in Antrag braͤchten, was den Interessen des Volkes im Großen und Ganzen angemessen waͤre. 8.

In Bezug auf den Streit, den die Franzosen mir 88 ser von Marokko begonnen haben, bemerkt die 11m, ,0,2 nen dabei wahrscheinlich die Wiederholung der . auch Algier vor Augen schwebe. Der Besitz 2 82 Ceutas, obwohl letzteres eine Spanische 2ö32 liesten und ihnen den Schluͤssel des Mittelmeeres in die 8 im Fall eines Krieges den Englaͤndern der Aese ven welche dieselben waͤhrend des lebten Kri 8