1841 / 16 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ten, davonzulaufen. In derselben Proclamation, die zugleich

1 die Lebensmittel abgeschnitten Verwunderung daruͤber ausgesprochen, mit so vielen Schiffen die Vermuthung geaͤußert, das sey nur

daß den Englaͤndern wird gewagt,

verfuͤgt, 8 werden sollen, daß es dieselben der Kuͤste zu zeigen, indeß geschehen, um sich fuͤr ihre vergangenen wie fuͤr gehenden Verbrechen ihre Strafe zu holen. Lieferung von Lebensmitteln hat die Lage der findlichen

sich

Krankheiten in dem Lager vor

men, Gefluͤgel, war spaͤter fast gaͤnzlich muͤse, und uͤberdies waren so sehr im Preise gestiegen, daß man sie um theurer als in Kalkutta bezahlen mußte. Erst k der Nachrichten

verschwunden,

von dem Eintreffen von geschrieben. Die Britischen Truppen auf ihrer Lage natuͤrlich nicht sehr zufrieden, werden bis zum

Marta, Tunja, Velez, Socorro, Mompex, Antioquia, und Rio Hache haben erklaͤrt, daß sie sich von der Regierung von Neu⸗Granada trennen wollten, bis von den Provinzen ein Konvent zur Reorganisirung des Landes verlangt werde.

Praͤsident Marquez hat resignirt, und der Vice⸗P seine Stelle eingenommen; Revolution aufzuhalten. Die Aufloͤsung einzige Hoffnung beruht noch auf dem Konvent. vinzen, namentlich die an der Kuͤste, wollen ein Foͤ die inneren Provinzen sind dagegen fuͤr die Cen Dies kann noch zu ernstlichen Konflikten Anlaß Gesetze sind dieselben geblieben,

Aenderung erfahren; auch herrscht hier vollkomme

Innern des Landes sieht es schlecht aus, und man erwartete bei

der Hauptstadt eine Schlacht zwischen den Anhaͤ waltung und der Armee des Obersten Gonzalez oder den Separatisten.

Rio⸗Janeiro, 15. Okt. (Engl. Bl.) Die Zoll⸗Einnah⸗

men haben einen so ungewoͤhnlichen Mehrertrag

man dieselben bis zum Ende des Jahres, im Vergleich zu dem

vorhergehenden, auf 3 4000 Contos veranschla glaubt.

Das Oberhaupt der Rebellen in Rio⸗Grande, Bento Gonzal⸗ um die Unterhandlungen

ves, hat an den Praͤsidenten geschrieben, wegen eines Waffenstillstandes wieder anzuknuͤpfen nach der Volljaͤhrigkeits⸗Erklaͤrung des Kaisers, z des Buͤrgerkrieges geneigt ist.

1 tember nach dem Hauptquartier der

II.

Berlin, 14. Jan. Berichte des nach Frauenburg gesandten

vom 10ten d. M. ist es an dem gedachten Tage

der Emordung des Herrn Bischofs von Hatten verdaͤchtigen

Rudolph Kuͤhnapfel zum Gestaͤndnisse des von i

dem Herrn Bischof als an dessen mordes zu bewegen.

1 1

Das Verbot der

Britischen Truppen sehr unbehaglich gemacht, um so mehr, da auch die durch anhaltend feuchte Witterung erzeugten der Stadt immer mehr zuneh⸗ was die Verlegung desselben in die Stadt veranlaßte. das man anfangs in großer Menge haben konnte, eben so Wein, Bier, Gewuͤrze u. s. w.

scheint der Handelsverkehr mit den Chinesen wieder einigermaßen hergestellt werden zu seyn, wenigstens wird 27 Dschunken mit Thee und Zucker Tschusan sind mit

2. Nov. (Engl. Bl.) Seit dem 18. Oktober

Auch die Provinzen Santa

aber das Alles ist zu spaͤt, um die ist vollstaͤndig, und die

und das Zollwesen hat keine

Eines der angesehensten Mitglie⸗ der der Legislatur, Herr Alvarez Machado, ist daher am 30. Sep⸗ * Rebellen abgegangen.

Nach einem gestern hier eingegangenen Polizei⸗Raths Duncker

1 Wirthschafterin veruͤbten Raub⸗ Es ist daruͤber sofort eine gerichtliche Ver⸗

hat, weil derselbe die Riesengestalt des Weltgerichts in ihrer ganzen selbst das stolzeste Menschenherz in den Staub beugenden Größe, in ihrer furchtbaren, erdrückenden Schwere vor das innere Auge des za⸗ genden Sterblichen führt, weil er das Dahinschwinden irdischer Schein-⸗ größe, wenn sie berührt wird von dem Strahle göttlicher Hei⸗ ligkeit und Wahrheit, mit einer Kraft und einer so ergrei⸗ fenden Innigkeit schildert, wie sie nur einem von Frömmrg⸗ keit und Demuth durchdrungenen Gemüthe inwohnen kann.

Kein Wunder daher, wenn die plastische Gestalt dieses Hym⸗ nus uns überall begegnet, wo man das Gemüth zur Betrachtung des Weltendes und der damit verbundenen Vorgänge auffordern und anre⸗ gen will. Hören wir die feierliche Messe am Tage aller Seelen, lau⸗ schen wir dem „Requiem“ eines Meisters, oder begeanen wir dem schauerlichen Zuge der Schwestern des Erbarmens, wenn sie das mensch⸗ liche Elend zu Grabe geleiten, überall tönt uns des dies irze feier⸗ liche Weise entgegen. Eine Menge von Uebertragungen und Nach⸗ bildungen, von den ältesten Zeiten herab bis auf die neuesten entstan⸗ den, bezeugen, wie man zu jeder Zeit bemüht war, sich die Tiefe und

an . 2 23 ¼. 23 ¾.

ihre noch zu be⸗

Port. 21.

in Tschusan be⸗

300 FlI. 68.

das Ge⸗

2 bis 300 pCt.

Zinsl. 6 ¼. Neue Anl.

2 ⁄½ % Holl. Poln. Loose 73 ½ G.

.5 % Kente fin cour 111. 90. Neapl au compt. 101. 25. 5 % Spau Rente 24

Lond 3 Met. 3913 % Hamb. 3 ¾. do à 500 724 4

5 ½% Met. 1 62 Bank- AXctien 1680. Anl. de 1834 —.

Antwarpen, 8. Januar.

22* 16* t¼. 88* Frankfurt a M., 10. Januar 497/186⸗ 49 1. Bank-Actien 2009 2005. 5 %, Span. Taunusb. Act. 335 ½. 335. Paris, 8. Januar. 3 %, Keute 6n caur. 77. 35. S. Passive 53 34 3 %,

Petersburg. 5. Januar.

Paris 410. l'oln. à Par. Wien, 9. Januar.

4“ 1 0 80274 4 „977, bexwee

de 1830 2855 „,6

UHarLiEE11 Den 14. Janunar

den Gehalt dieses Liedes ganz zugänglich und zueigen zu machen.

urz vor Abgang Bei so hohem, anerkannten Werihe des Gegenstandes selbst ist es

. Fe. Cour. s Rhriek. Geld.

daher gewiß eine Sache von großem Interesse, durch eine Zusammen⸗

stellung möglichst aller der zahlreichen Uebertragungen des Homnus ein 8 . Sebuld-Zeh anschauliches Bild von der Mannigfaltigkeit des Geistes zu gewinnen, tee Kucl 681 20 in welchem das dies irae zu den einzeinen Zeiten gefaßt wurde. Hier⸗ Frsm Geb. 8 Sas bei war nun vor Allem nöthig, das Entstehungs⸗Jahr der einzelnen Uebersetzungen und wo möglich auch den Namen ihrer Verfasser zu kennen. Bedenkt man aber, daß selbst der Name des Original⸗Dich⸗ ters dem gewaltigen Brausen seines Hymnus verklungen ist, so ist wohl leicht anzunehmen, daß die Namen seiner Uebersetzer zum Theil kein besseres Schicksal; hatten und in der That, man sehe nur, aus wie vie⸗ len, wie unbekannten und unbedeutenden Büchern der Herr Verfasser vorliegender Schrift die Uebersetzungen und die Namen der lleberretzer *) des dies irae mit dem außerordentlichsten Fleiße zusammenge⸗ sucht hat, so wird man bekennen müssen, daß wohl schwerlich je über dieses Thema Vollständigeres und Besseres geliefert werden

aber dort wohl

Abschluß der Verhandlungen aushalten muͤssen.

1““ 11“ 8 Neu⸗Granada

Cartagena, hat die Provinz Cartagena sich von der Regieru getrennt und unabhaͤngig erklaͤrt.

Neuunk. Schulds Berl. Stadt-UObl Dauz do. in Ti⸗ Westp. Pfaudbr ng von Bo ota Grofah. ge- 9 Oatpr Pfandhr Pocfrtrz d0 Mariquita Schlesizch. 0 9,110 Z. s-

Coöun

s Kuarnk Schuldv [3*

Pos. do

Kur- u N-um. do 3

1903⁵ 193 ⁄14 1003 10 2 ¼ 79³ 79 ½ 102

1921

193

Sch.

dh K. 2 Sceieesn.

Brl Pots. Eisvunt- io do Prior Act Mgd Lpz Eisenl, lo do. Prior Act Berl Anh Eizenkb,

do. do. Prior. Act 102 ¼

Gold al mareo 20817½ NJeue Dukaten Friedrichsd'or 135 2 And. Goldin à 5 P. 7 1/ 62

Hizconteo 8

103 ⁄½1 105 31 102

8 1⸗; 101 ½¼ z. 10512 10112 103/8 1028 1033⁄2½ 103 ¼ 102 ¼

Der könne, wie denn dieses Werk auch alles bis jetzt von mehreren nam⸗

raͤsident Caicedo haften Gelehrten über dasselbe Geschriebene an Vollständigkeit und man⸗

Imesecshsel Courns.

B1. 4 .u Thl. u 2u Sgr. RBriat 4.19

nigfacher, in jeder Zeile des geschichtlichen Abschnittes deutlich bervor⸗ tretender Mühe und Sorgfalt bei weitem lübertrifft. Es enthätt 72* theils vollständige, theils unvollständige Uebertragungen und Nachbil⸗ dungen, ja selbst die Parodieen, die dieser Hymnus erfahren hat; eine äußerst ausführliche Darstellung seiner Geschichte, die mit einer Auf⸗ führung verschiedener Metra endet, und an die sich schließlich eine Musik⸗Beilage reiht, drei Kirchenweisen zum dies irae enthaltend, aus den Jahren 1619, 1741 und 1838. Das Werk ist auch äußerlich vom Im Verleger in einem würdigen Gewande vortrefflich ausvgestaver⸗ Fab.

d0 Mehrere Pro⸗ derativ⸗System, tral⸗Regierung. geben. Unsere

Hlamburg

do

Loudou

Augsburtg

ne Ruhe.

Berichtigung. In dem Artikel: „Englisch⸗Chinesische Streitigkeiten“ im gestrigen Blatte der St. Z. S. 55 Z. 67 ist

ngern der Ver— von Socorro,

Amsterdam .

Wien in 20 Xr. .

N 124 4

Eeö11; 250 F Kurz F 2 Mt Mk. Kurz Mh. Mt 1.S1 Alt Fr. Mt.

1111“ 50 Fi Mt. FI Mt Thl Mr. Thl. Tage FI AIlt

1 SRbl. Woch.

1. 8

2491“ 491 12814 6 103,4

2b ² 7nbN& 19 467 8 4

statt 1496 zu lesen „1498“, denn Gama, nachmals Conde da

Vidigueyra, umsegelte das Kap der guten Hoffnung am 20. No⸗

vember 1497 und landete in Kalkutta den 20. Mai 1498.

(Siehe Barros, Dec. 1. Lib. 4. Kap. 3, 8, 11.)

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 13. Januar.

Abgang Sei

Berlin. t.

, indem er jetzt,

ur Beendigung Um 8 ½ Uhr Morgens. 117 Vormitt...

22 Nachmitt..

6 Abends... 10 28

Freitag,

geliefert, daß

gen zu koͤnnen

Abgang von Potsdam.

Zeitdauer St.

sches Um 7 Uhr Morgens ..

2,0 10 2 2 . Nachmitt..

85 2 1 2

V

1 2 1 2

Meteorologische Beobachtungen. Morgens RNachmittags Abends Nach einmaliger uhr.. lih 10 Uhr. Beobachtung.

1841. 13. Januar.

gelungen, den Quellwärme 6,60 R. Flußwärme 0,00 R. Bodenwärme 1,90 R. Ausdünstung 0,022“ Rh. Niederschlag 0. Waͤrmewechsel + 1,5 3 3 9.

336 520 „Par. 335 52“ Par. + 14 0RN. 2,20 R. + 03° R. 420° R. 91 vCt. 84 pCt. heiter. trübe. Wind SE W SW. Wolkenzug SW.

Lustdruck. 6 Luftwärme Thaupunkt Dunstsättigung Wetter

335,84“ „Par.

0 60 R.

1 429ꝗR. 84 pCt. trübe.

SW.

mon.

hm sowohl an

Zum Schluß:

handlung aufgenommen worden.

Wissenschaft, Kunst und Literat:

Dies irae, Hymnus auf das Weltgericht, ei S von Dr. Lisco. Berlin, bei 840.

1

4 dem Thomas von Celano

b So dunkel und unsicher der eigentliche Verfasser des Dies irae ist, Herr Dr. Mohnike schreibt es zwar mit vieler Wahrscheinlichkeit B zu, so bekannt und gepriesen Gesang selbst, den man nicht unpassend den Giganten⸗Hymnus genannt

Tagesmittel: 335.96“ Par. 010 R. 1.8 R. . 86 vCt. W Angely.

Ir. Auswürtige Börse n. n Beitrag zur Amsterdam, 9. Januar.

G. Bethge. Niederl. wirkl. Schuld 50 1. 5 % do 975⁄18, Kanz-Bill. 5 %, Span. 222 Passive —. Ziusl. —.

0 3 6* Ausg. Präüm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. —.

16. Zum Schluß:

Preuss.

*) Unter denen Grvpbius, Herder, Kind, Schlegel, Fichte, Claus

ist dieser Harms, Knapp so gewichtig hervorklingen.

Kinigliche

mann, komische Oper in 3 Abth. von dem K. Balletmeister Hoguet. Im Schauspielhause: 2) Un premier amour, drame-vandevrilte en 3 actes, pPur Nr. Bayard. Sonnabend, 16. Jan. schule, Lustspiel in 5 Abth., nach Sheridan, von Leonhardi V Sonntag, 17. Jan. Drama in 3 Abth., Im Schauspielhause: tesse, Lustspiel in 4 Abth., von Schroͤder. (Neu einstudirt.)

Koͤnigsstaͤdtisches

Freitag, 15. Jan. Der Bauer als Millionair. ber-Maͤhrchen mit Gesang in 3 Akten, von Ferd. Ratmmund Musik vom Kapellmeister 3 1 Sonnabend,

Sonntag, 17. Jan.

4 Akten, von Dr. C. Toͤpfer. nastische und groteske Uebungen, ausgefuͤhrt von Giovanni Alfonso. 1 Akt, von K. Verantweortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Schazspiele. 15. Jan. Im Opernhause: Musik von A. Lortzing. Tanz

1) Trop heureuse, vaugeville en lIacte.

Im Schauspielhause: Die Laster⸗ Im Overnhause: Die Vestalin, lyri⸗ mit Ballets. Musik ven Spentini. Die unaluͤckliche CEhe durch Delika⸗

8 Das Maͤdchen aus der Feenwelt, oder: Großes romantisches Oriainal⸗Zau⸗

: J. Drechsler. 16. Jan. Zum erstenmale: Engel und Daͤ⸗

. Lustspiel in 3 Akten, nach Courcy und Dupeuty, frei be⸗ arbeitet von Forst und Leutner. groteske Uebungen, ausgefuͤhrt von Giovanny Alfonso, Mitglied

Hierauf: Gymnastische und

-8

der Hofbuͤhne zu Dresden, fruͤher bei Herrn Averino engaairt.

Das Fest der Handwerker. Komische Gemaͤlde

aus dem Volksleben in 1 Akt, als Vaudeville behandelt, von L.

Des Herzogs Befehl Lustspiel in

Hierauf, zum letztenmale: Gym⸗

Die Wiener in Berlin.

m Posse mit Gesang in von Holtei.

—¶Fedrucki bei A. W. Hayn

——

ÜAE

I1. —— 8 aerAeH 2.

Bekanntmachungen.

VCläam Der Gutsbesitzer Bernhard von Waldau hat in sei⸗ nem am 9. März 1611 errichteten Testamente mit den Gütern Schwanowitz, Prambsen, Frunau und einem Hause zu Brieg ein beständiges Familien-Fidei⸗Kom⸗ miß errichtet, welches später in ein Geld⸗Fidei⸗Kom⸗ miß umgewandelt worden ist und seitdem im Deposi⸗ torium des unterzeichneten Gerichts aufbewahrt wird. Zu diesem Fidei⸗Kominiß hat der Stifter zuerst seinen Vetter, den Fürstlich⸗ Muͤnsterbergischen Rath Wolf von Waldau auf Wültschütz, Hundsfeld und Görlitz und dessen Nachkommen nach der Primogenitur be⸗ rufen, demnächst aber über die Fidet⸗Kommiß⸗Folge Nachstehendes wörtlich angeordnet:

„Begäbe sich's aber, da mein geliebter Vetter Wolf „von Waldau auf Wültschütz und Hundsfeld vor „mir mit Tode abginge, oder nach mir verstübe, und „keinen Männlichen Erben nach sich verließ

5 . ße, so sol⸗ „len meine Güther dieser meiner vorhergehenden Verordnung nach und alle Wege der Linie und „Stamm, wie oben gesetzt, auf meine lieben Vettern „aus dem g. Klein Rosen stammen und fallen „daß nehmlich alle Wege der älteste und dessen Ehe⸗ Aliche von Vier Adelichen Ahnen gebohrnen Söh⸗ „nen, und in Mangel derer allewege wiederum der „älteste nächste dieses Stammes und seine Söhne „von Vier Adelichen Ahnen gebohren, so lange die⸗ „ser Stamm von Männlichen Ehelichen Erben wären „und beim Leben seyn würden, obberührtermaßen succe⸗ „diren sollen; da aber von den Waldern aus dem „Hause Klein Rosen keiner, so Männliches Geschlech⸗ vtes mehr beim Leben, so sollen die Güther und „Hauß, jedoch alle Wege obiger meiner Verordnung „nach für und für zu ewigen Zeiten, auf den näch⸗ „sten und ältesten Vettern stammen und fallen, weil veiniger Männlicher Erbe von Waldern Geschlecht „des Wappens in diesem Land Schlesien lebet und 2** 88 1 v1116564“*

2

Wenn nun der jetzige Fidei⸗Kommiß⸗Besitzer der Lan⸗ des⸗Aelteste Herr Carl Bernhard von Waldau zu Bres⸗ projektirten lau sich für den einzigen noch lebenden Fidei⸗Kommißs ist Berechtigten und in Folge dessen sich für dieses Familien⸗? thum zu erklären, diese Erklärung auch tember 1840 in Form eines Familienschlusses bereits zum gerichtlichen Protokoll verlautbaret hat, so werden auf Grund des §.

vor dem Herrn Oberlandes⸗Gerichts⸗Assessor von Uech⸗ tritz im Justructions⸗Zimmer Nr. I. des hiesigen Kö⸗

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.

„da kein Männlicher Erbe mehr vorhanden, soll diese Die etwanigen unbekannten Real⸗Prätendenten werden „meine Verordnung auf die nächste und älteste von hierdurch öffentlich vorgeladen.

„Vier Ahnen Adlichen Geschlechts geb. Frundim, „so mir am nächsten verwand, von Walder⸗Geschlecht des Wappens obangezeigtermaßen auf alle Wege „an die älteste stammen und fauen, jedoch, daß Sie „sich auch ehrlichen verhalten und ihrem Stamm „gemäß sich ehrlich verheirathen.“

Bekanntmachung. Durch den in der Genera!⸗Versammlung der Actio⸗ naire zum Bau einer von hier über Oppeln und Be⸗ run zum Anschluß an die Kaiser⸗Ferdinands⸗Nerdbahn Eisenbahn am Listen c. gefaßten Beschluß der unterzeichnete Comité ermächtigt worden: 1) bei dem Staate zu beantragen, daß schon jetzt jedoch ohne die im Gange befindliche Prüfung der ganzen zum Anschluß an die Kaiser Ferdinands⸗ Nordbahn bestimmten Bahnlinte zu unterbrechen, die Konzession zur Errichtung der von⸗ hier bis Opoeln gehenden Strecke ertheilt werde; nach erfolgter Erlangung dieser Konzession mit dem Bau dieser Bahnstrecke sofort zu beginnen und alle hierzu erforderlichen Maßregeln an⸗ zuordnen; die zum Beginn des Baues nöthigen Anzablun⸗ gen auf die gezeichneten Actien⸗Beträge auszu⸗ chreiben; 8 8 Engagements⸗Kontrakte mit den Beamten de⸗ Gesellschaft zu schließen und die Etats 1“ die zum Bau EEEb1“ des Ter⸗ ains in Ausführung zu bri ; 6) eng.s ver Geselischaft zu entwerfen; 8 7) sich, sofern es ihm nothwendig erscheint, aus den übrigen Interessenten des Unternehmens zu ergän⸗ en und zu verstärken; sämmtliche durch diese Ermächtigung ertbeilten Be⸗ fugnisse durch Beschlüsse, welche nach Stimmen⸗ mehrheit gefaßt werden, auszuüben; in einer innerhalb sechs Monaten zu berufenden General⸗Versammlung die entworfenen Statuten. zur Beschlußnahme über deren Genehmigung, so

befugt hält, freies Eigen⸗ am 30. Sep⸗

Fidei⸗Kommiß für sein

9. des Gesetzes vom 15. Februar 1840 alle etwaigen unbekannten Anwärter zu dem auf 2) den 29. Mai 1841 Vormittags um 11 üUhrk

niglichen Oberlandes⸗Gerichts angesetzten Termine mit 3) der Aufforderung vorgelagen, vor oder in diesem Ter⸗ mine ihre Erklärungen über den zu errichtenden Fa⸗ milienschluß abzugeben, widrigenfalls die Ausgebliebe⸗ 4) nen nach Ablauf des Termins mit ihrem Widerspruche werden präkludirt werden. 5) Breslau, den 13. Oktober 1840. .

Königliches Oberlandes⸗Gericht.

Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 11. November 1840. V 8) .Sns allhier in der Neuen Friedrichsstraße Nr. 68

belegene Grundstück der Geschwister Bartels und resp.

deren Erben, taxirt zu 6485 Thlr. 13 sgr. 10 pf., soll 9) am 29. Juni 1841, Vormittags 11 Uhr,

an der FFsehtecea subhastirt werden. Taxe und

Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

irseak eaem, 19:

EI11“

wie zur Wahl des Direktorli des Vereins, vorzu⸗ 8

legen und den Bericht über die Lage des Unter⸗ nebmens zu erstatten. In Folge dieses Beschlusses fordern wir die Herren Actionaire auf, 1

Fünf Procent

ihrer gezeichneten Actien⸗-Beträge vom 6. Januar 1841 ab in unserem Büreau, Ohlauer⸗Straße Nr. A parterre, gegen Quittung unserer Kassen⸗Kuratoren, Kommer⸗ Nieurath v. Löbbecke und Kausmann Ferdinand Schiller, einzuzablen. Die Zinsen dieser Anzablung zu vier Procent, so wie die Zinsen des bercits einge⸗ zablten halben Procents, werden bei der nächsten Em⸗ zahlung in Anrechnung gebracht werden. 5 Sollte es Einzelnen der Herren A tionaire wünschens⸗ werth sevn, die gezeichneten Actien⸗Beträge auf einm ul zu bezahlen, so werden wir⸗ j doch nur bei Zeichnun⸗ gen innerhalb des Betrages ven Tausend Thalern, den

ganzen Betrag derselben gegen einen Zinsgenuß ven vier Procent, halbjührig zablbar, annehmen. Breslau, den 28. Dezember 1840. 1“ Der Comité der Oberschlesischen Eisenbabn. Graf Hückler, Gräff. Präsid. der Kgl. Regierung zu Oxpeln. Kal. Justtzrath. Klocke, Kraker, Stadtverordneten⸗Vorst. Kgl. Kommerzienratb. 4 Lange, Lewald, Ob.⸗Bürgermeister u. Geh. Reg.⸗Rath. Kaunfmann. v. Löbbecke, Manger, Milde, Kal⸗Kommerzienrath. Kgl. Bau⸗Inspektor. Kaufmann. Graf v. Renard, Guiestav Graf v. Saurma, auf Groß⸗Strehlitz. auf Ieltsch. Schiller, 1“ Kaufmann.

Großbr. n. Irl.

Oesterr.

Türkei. schlüsse des Divans. Mehmed Ali wahrscheinlich auf Lebenszeit

Revpressalien gebrauchen werden. von Ausgaben dem Lande auferlegt werden sollen? Ein mit die⸗

Czaar und Zimmer⸗

1 pfe..

Frankr. Paris. Befestigung von Paris. Der „Courrier francçais“ über den Franz. Handel im Orient. Unruhen unter den Span. Flücht⸗ lingen zu Foix. Beruhigende Nachrichten aus Spanien. Ver⸗ mischtes.

Indiens militair. Zustände und Kriegs⸗Operatio⸗ nen. Verluͤst im Theehandel. Wechselnder Erfolg der Mäßigkeits⸗ Agitation. Chartisten⸗Kirche.

Belg. Unfall auf der Eisenbahn.

Deutsche Bundesst. Sachsen. Universitäts⸗Nachricht aus Leipzig.

rag. Kundmachungen, das Verbot des Nachdrucks betreffend. Triest. Ankunft des Kronprinzen von Bapern in Athen.

Schweiz. Zürich. Annahme der Verf. im Kanton Aargau. So⸗ lothurn. Wirren und Verhastungen.

Konstantinopel. Die Pforte und Mehmed Ali. Be⸗

anerkannt. .

Ostind. Ueber den verstorbenen und neuen Beherrscher von Lahore. Besorgnisse hinsichtlich des Erfolgs der Expedition nach China.

China. Detailbericht über das Gefecht zwischen Engl. und Chin. bei Macao. Die Expedition nach d. Peiho⸗Fluß u. d. Unterhandl. Gefangennehm. von Engländern. Stanton'’s Verhör in Canton.

Brasilien. Vorbereit. zur Krönung.

Inland. Weiteres über den Mord zu Frauenburg. Privat⸗Mittheil. aus Magdeburg.

Wiss., K. u. L. Verhandlungen der Akad. der Wissensch. zu Berlin im Nov. v. J. Erster Artikel.

Amtliche Nachrichten.

Kronik hdes 92

Des Koͤnigs Majestaͤt haben die Kaufleute Theodor Beh⸗ rend und Alexander Gibsone zu Danzig zu Kommerzien⸗ Naͤthen zu ernennen und die deshalb ausgefertigten Patente Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.

Der bisherige Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor und Aktua⸗ rius Duͤhring zu Guhrau ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Landeshut, mit Zuweisung der Praxis bei den Untergerichten des Landeshuter Kreises, und widerruflich des Waldenburger Kreises, zugleich auch zum No⸗ tarius im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Breslau be⸗ stellt worden.

Der Justiz⸗Kommissarius Paul Julius Schumann zu Zeitz ist zugleich zum Notarius im Departement des Ober⸗Lan⸗ desgerichts zu Naumburg bestellt worden.

Zeitungs⸗Nachrichten. 8 Ausland.

v 111AA4X“

Paris, 9. Jan. Der Moniteur giebt heute eine Ueber⸗ sicht der Operationen der Bank, wäaͤhrend des Halbjahres vom 1. Juli bis 31. Dezember 1840. Es ergiebt sich daraus ein Ueberschuß zu Gunsten jenes Instituts von 4,727,783 Fr. Die Summe der in jenem halben Jahre discontirten Wechsel belaͤuft sich auf 459,640,057 Fr. Die auf Renten und Wechsel gelei⸗ steten Vorschuͤsse betrugen 103,719,641 Fr.

Ueber die nun bald zur oͤffentlichen Eroͤrterung gelangende Frage wegen der Befestigung von Paris aͤäußert sich heute die Presse in folgender Weise: „Der Gesetz⸗Entwurf hinsichtlich der Befestigung von Paris scheint der Gegenstand einer sehr leb⸗ haften Eroͤrterung werden zu wollen. Die Regierung und die Majoritaͤt der Kommission sind, wie man versichert, uͤber die Art der Ausfuͤhrung nicht einerlei Meinung. Unsere Ansicht uͤber die Befestigung ist bekannt. Wir sind gegen den Gesetz⸗Entwurf, nicht allein in Bezug auf diese oder jene Bestimmung, sondern gegen den ganzen Plan. Wir mißbilligen eben so sehr die deta⸗ schirten Forts wie die Ringmauer. Wir stehen also voͤllig unbe⸗ fangen zwischen dem Ministerium und der Kommission. Dies hindert uns aber nicht, unsere Ansicht uͤber die beiden Meinun⸗ gen zu sagen, welche sich um die Majoritaͤt bewerben. Wenn der Grundsatz, Paris zu befestigen, einmal zugegeben wird, so giebt es zwei Arten, diesen Grundsatz in Anwendung zu bringen. Dem einen System zusolge, hat man weder einen sofortigen, noch einen nahe bevorstehenden Krieg im Auge; man bereitet sich nur auf die Wechselfaͤlle der Zukunft vor, Wechselfaͤlle, die man nicht hervorrufen, die man sich, im Gegentheil, bemuͤhen wird, durch alle mit der Wuͤrde und der Ehre des Landes vertraͤglichen Mittel zu entfernen. Bei dem zweiten System arbeitet man, als ob man an eine nahe bevorstehende Collision glaubte. Die Maͤnner, die fuͤr das erstere System sind, werden die Ausfuͤh⸗ rung der Arbeiten so kombiniren, daß die finanziellen Huͤlfsquel⸗ len des Landes nicht erschoͤpft werden; sie werden ohne Geraͤusch, ohne Prahlerei, mit Methode zu Werke gehen; sie werden zu⸗ erst damit beginnen, die schwaͤchsten Punkte zu befestigen, und sich nur nach und nach mit den accessorischen Werken beschaͤfti⸗ gen, die nur als Ergaͤnzung des ganzen Vertheidigungs⸗Systems einen Werth haben. Die Maͤnner, welche fuͤr das zweite Sy⸗ stem sind, werden ganz anders verfahren. Fuͤr sie wird Alles von gleicher Dringlichkeit seyn, die Hanptwerke sowohl, wie die accessorischen. Sie werden die Arbeiten in Masse ausfuͤhren lassen, und zu Hunderten von Millionen aus dem Schatze schoͤ⸗ Da es zur Ergaͤnzung ihrer Plaͤne nothwendig ist, daß eine gewisse Gaͤhrung in Europa erhalten wird, so wird man sich besonders bemuͤhen, jenen Arbeiten einen Charakter der Drohung und der Feindseligkeiten aufzudruͤcken. Man wird sich das Ansehen von 1792 geben; man wird das Ausland durch eine Marseillaise von Hacken und Schaufeln einzuschuͤchtern suchen. Es wird der

hat bei seinen Anschlaͤgen die ungeheure Entwerthung gessen, welche die innerhalb der millitairischen

chen Entschaͤdigung zuruͤckgeschreckt,

laͤrmende Enthusiasmus eines vom Revolutionsfieber geplagten Volkes, und nicht die voraussehende Ruhe einer regelmaͤßigen Regierung seyn. Hierin besteht nun eben die Meinungs⸗Ver⸗ schiedenheit zwischen dem Ministerium und der von Herrn Thiers praͤsidirten Kommission. Das Ministerium hatte in dem von ihm vorgelegten Entwurfe die Arbeiten in zwei Kategorieen getheilt; es hatte die Ausgaben auf mehrere Jahre vertheilt, um das Ge⸗ wicht des Defizits so viel als moͤglich zu erleichtern. Die Kom⸗ mission dagegen soll den ganzen Entwurf uͤber den Haufen ge⸗ stoßen haben. Sie will der Regierung die Verpflichtung aufer⸗ legen, die Arbeiten auf allen Punkten zugleich zu beginnen; sie

verlangt die gleichzeitige Ausfuͤhrung der Mauer und der Forts,

e macht aus der Befestigung von Paris eine rein revolutionaire

U Maßregel, welche den Europaͤischen Kabinetten tausend Gruͤnde

gegen welche sie unvermeidlich

ur Besorgniß geben muß, und . Und weiß man, welche Masse

em Gegenstande vertrautes Journal, das „Journal des Sciences

Millitaires“, schlaͤgt die Kosten der Ausfuͤhrung des von der Kom⸗

Millionen Fr. an. Das Verfasser jenes Artikels ver⸗ Terrains und Grundstuͤcke erleiden werden, die Zone liegen. Wer kann berechnen, bis zu welcher Summe sich diese Entwerthung belaufen wird? Die Grundbesitzer der Bannmeile haben von der Kommission eine Entschaͤdigung verlangt. Die Kommission ist vor einer sol⸗ will aber, wie es heißt, der Regierung den Aufkauf der, innerhalb der Zone liegenden Ge⸗ baͤude empfehlen. Ohne untersuchen zu wollen, ob diese Beschraͤn⸗ kung billig ist, laͤßt sich kaum absehen, wohin ein solches System fuͤhren wird. Man eroͤffnet dadurch einen Abgrund, der das ganze Staats⸗Vermoͤgen verschlingen könnte. Wir beschraͤnken uns heute auf diese wenigen Worte. Wir haben nur die Frage, die bald debattirt werden wird, klar hinstellen wollen.“

Der Courrier frangais enthaͤlt uͤber die durch die Er⸗ eignisse im Orient muthmaßlich herbeigefuͤhrte Umgestaltung des

ission entworfenen Planes auf 680 ist aber noch nicht Alles. Der

S einen Artikel, dem wir Folgendes entnehmen: „Der Hafen von Marseille unterhielt fuͤr den Handel mit Syrien un⸗ gefaͤhr 20 Schiffe von 120 bis 220 Tonnen, deren Bestimmung in folgender Art getheilt war: Zwei Viertel fuͤr Beirut, ein Viertel fuͤr Aleppo und ein Viertel fuͤr Tripolis. Auf diesen Schiffen wurden Cochenille, nial⸗Waaren, Gewuͤrze, Seide und Material⸗Waaren ausgefuͤhrt. Die Einfuhr bestand in Wachs, Gallaͤpfeln, Baumwolle, Saf⸗ fran, Indischem Gewebe, Gold⸗ und Silberstoffen und echten Per⸗ len. Vorzugsweise aber muß hier bemerkt werden, daß die We⸗ bestoffe aller Gattungen, worin viele Fabriken des mittaͤgigen Frankreichs fast ausschließend fuͤr die Levante arbeiteten, minde⸗ stens eilf Zwoͤlftel unserer ganzen Ausfuhr einnahmen. Diese Fa⸗ briken haben nunmehr den Kampf mit der Englischen Konkurrenz zu bestehen, und man kennt die loͤbliche Gewohnheit der Englän⸗ der, welche jedes Land, das sie augenblicklich inne haben, auch sogleich mit ihren Waaren uͤberschwemmen. Der Handel zwi⸗ schen Aegypten und Marseille, der fruͤher in guten Epochen 90 Schiffe erforderte, beschaͤftigt jetzt 20 bis 50, je nachdem die Baumwol⸗ len⸗Aerndte ausfaͤllt, da dies der Haupt⸗Handels⸗Artikel ist; dazu kommen wohl noch Indigo, Gummi, Reis, Perlmutter und Ro⸗ sinen. Der Import dahin besteht in Wollen⸗Waaren, gesalzenen Fischen, Getraide, Kaͤse, Kolonial⸗Waaren, Oel, Wein, Toͤpfer“, Glas⸗ und Gold⸗Waaren, Blei, Stahl und Eisengeraͤthen. Die Differenz zwischen dem Ein⸗ und Ausgefuͤhrten wurde in Wechseln bezahlt, was die Haͤuser von Marseille veranlassen mußte, in den verschiedenen Staͤdten Aegyptens und besonders Syriens, Comptoire zu errichten. Schon seit einigen Jahren haben auch die Englaͤnder, die unserm Handel uͤberallhin auf dem Fuße folgen, und Alles aufbieten, uns aus unsern merkan⸗ tilischen Positionen zu verdraͤngen, zu Damaskus, Aleppo und Beirut Comptoire errichtet. Allein die letztere Stadt war dem Franzoͤsischen Handel treu geblieben, und durch sie unterhielten wir Henbendungen mit den Bergvöoͤlkern des Libanon. Wenn diese nach Beirut herabkommen, finden sie vielleicht die Marseiller Kommanditen nicht mehr. Und was Aegypten betrifft, so ist es so gut als gewiß, daß dieses Land fuͤr uns verloren ist.“

Man schreibt aus Foix (Arriege⸗Departement) vom 4. Ja⸗ nuar: „In der vergangenen Nacht wurden die Truppen der hie⸗ sigen Garnison und die Gendarmerie aufgeboten, um sich zur Stillung von Unruhen nach der Umgegend zu begeben. Schon ge⸗ stern Abend hatte sich das Geruͤcht verbreitet, daß die in Paniers lebenden Spanischen Fluͤchtlinge sich versammelt und sich gewei⸗ gert haͤtten, dem an sie ergangenen Befehle, nach Spanien zuruͤck⸗ zukehren, um die Wohlthaten der Amnestie zu benutzen, Folge zu leisten. In der Nacht langte auf der Praͤfektur eine Estafette des Unter⸗Praͤfekten von Paniers an, welche die obere Behoͤrde auf offizielle Weise von der in jener Stadt herrschen⸗ den Aufregung benachrichtigte. Praͤfekt einem Detaschement Linientruppen und der Gendarmerie den Befehl, auf der Stelle nach Paniers aufzubrechen; er selbst folgte ihnen auf dem Fuße. Folgendes ist die Ursache jener Un⸗ ordnung, die sich auf mehreren Punkten unseres Departements zu erneuern droht. Seit Bewilligung der Amnestie hat die Franzoͤsische Regierung beschlossen, den Fluͤchtlingen keine Unter⸗ stuͤzung mehr zu bewilligen, und diese Maßregel ist vom 1. Ja⸗ nuar an zur Ausfuͤhrung gekommen. Seitdem aͤußern die Fluͤcht⸗ linge ihr Mißvergnuͤgen und ihre Befuͤrchtungen. Taͤglich treffen in Foix zahlreiche Abtheilungen jener Ungluͤcklichen ein, die ohne Unterkommen und ohne Huͤlfsmittel, die Doͤrfer verlassen, in de⸗ nen sie kantonirten, um ihre Chefs zu befragen, welches Schick⸗ sal ihnen vorbehalten sey. Sie wollen nicht nach Spanien zu⸗ ruͤckkehren, weil, wie sie sagen, das Amnestie⸗Dekret ihnen kein Vertrauen einfloͤße. Es existire keine Regierung in Spanien, da Isabella nur ein Kind sey, welches sie nicht vor politischen Re⸗ actionen schuͤtzen koͤnne. So eben kehrt der Praͤfekt zuruͤck.

Tuchballen, Kleidungsstuͤcke, Kolo⸗

Um 2 Uhr Morgens gab der

Ende gemacht und die Fluͤchtlinge bestimmt, sich nach Spanien in Marsch zu setzen.“

Die Madrider Berichte vom 3. Januar melden, daß dort Alles ruhig war, und am Neujahrstage keine Demonstration der Nationalgarde, wie befuͤrchtet wurde, stattgehabt hat. Herr Ra⸗ mirez Avellano, der, obgleich nicht mit allen Vollmachten beklei⸗ det, das Amt eines Paͤpstlichen Nuntius versah, war aus dem Koͤnigreiche verwiesen, und alle Papiere der Nuntiatur unter Sie⸗ gel gelegt worden. Die „Madrider Zeitung“ vom 1. Januar enthaͤlt das desfallsige Dekret, das jedoch keine Gruͤnde der Maß⸗ regel angiebt; im Publikum heißt es, daß Herr Ramirez wegen seines Karlismus verbannt worden sey. Alle seine geistlichen Ein⸗ kuͤnfte hatte man mit Beschlag belegt, sein Privat⸗Eigenthum aber nicht angetastet. Durch das naͤmliche Dekret wurde auch das Tri⸗ bunal der Rota aufgehoben. Die „Madrider Zeitung“ enthaͤlt ferner einen Befehl, wodurch die Wohlthaten der Amnestie auch auf Personen in den uͤberseeischen Besitzungen Spaniens ausge⸗ dehnt werden. 1 .

Herr Marliani, Spanischer General⸗Konsul in Paris, ist gestern hier eingetroffen.

Die Deputirten⸗Kammer beschaͤftigt sich noch immer mit dem Gesetz⸗Entwurfe uͤber die gerichtlichen Verkaͤufe von Immobilien. Die Mitglieder finden sich zu dieser Eroͤrterung so wenig zahl⸗ reich ein, daß gestern eine Abstimmung annullirt werden mußte, weil nur 183 Deputirte zugegen waren. 1

Der neueste Bericht des Marschalls Valée aus Algier vom 22. Dezember spricht von einigen Scharmuͤtzeln, die in der Naͤhe von Medeah stattgefunden haben und zum Vortheil der Franzosen ausgefallen sind. .

Die Regierung des Kantons Neuchatel hat den angeblich bei dem Attentat des Darmes betheiligten Borel auf Ansuchen der Franzoͤsischen Regierung verhaftet und in Pontarlier den Fran⸗ zoͤsischen Behoͤrden uͤberliefert.

Boͤrse vom 9. Januar. aus Madrid wieder beruhigend lauten, der Renten und der aktiven Schuld etwas höher; aber gemeinen herrschte große Lauheit in den Geschaͤften.

Paris, 10. Januar. =*2 Die Fortifications⸗Kommission hat gestern ihre letzte Sitzung gehalten. Der Marschall Soult erklaͤrte im Namen des Ministeriums, daß sich dasselbe den von der Kommission vorgeschlagenen Amendements nicht zugesellen koͤnne, und die Kommission beschloß dagegen ihrerseits nachzugeben, und zu erklaͤren, daß es uͤber alle Punkte des Gesetz⸗Entwurfes mit dem Ministerium einverstanden sey. Herr Thiers wird wahr⸗ scheinlich Morgen in oͤffentlicher Sitzung seinen Bericht erstatten⸗

Der General⸗Lieutenant, Graf Hulin, ist gestern, 82 Jahr alt, mit Tode abgegangen.

Gestern sollte das Renaissance⸗Theater mit einem neuen Stuͤcke von Leon Gozlan unter dem Titel: „Es war einmal ein Koͤnig und eine Koͤnigin“, eröͤffnet werden. Da die Jour⸗ nale seit mehreren Tagen gesagt hatten, daß die Censur der Auf⸗ fuͤhrung dieses Stuͤckes Hindernisse in den Weg lege, weil An⸗ spielungen gegen die Koͤnigin von England und gegen die Eng⸗ lische Regierung darin vorkaͤmen, so wurden die Thuͤren des oben⸗ gedachten Theaters schon mehrere Stunden vor der Erxoͤffnung durch eine neugierige Menge belagert. Aber wenige Minuten vor der Eroͤffnung der Kasse wurden Zetlel angeschlagen, welche besagten, daß auf Befehl keine Vorstellung stattfinden wuͤrde. Man erfaͤhrt, daß am Morgen der Minister des Innern desi⸗ nitiv die Vorstellung erlaubt hatte, daß aber Abends ploͤtzlich Ge⸗ genbefehl ertheilt worden sey. Die naͤhere Ursache kennt man nicht; aber es fehlte wenig, so haͤtte das getaͤuschte Publikum seinen Unwillen durch Thaͤtlichkeiten zu erkennen gegeben.

Der Graf von Marcellus hat der Gazette de France eine Note in Betreff der Protestation mitgetheilt, von der Herr von Dreux⸗Brézé in der Pairs⸗Kammer sprach. (Wir werden auf den Inhalt dieser Note Morgen zuruͤckkommen.)

Der Moniteur parisien enthaͤlt Folgendes: Zeitungen aus Bombay, die uns bis zum 30. November zuge⸗ gangen sind, nichts von einem Gefechte zwischen einem Franzoͤsi⸗ schen Schiffe und der Englischen Korvette „Elphinstone“ enthal⸗ ten, so kann man das in dieser Hinsicht schon zweimal verbreitete Geruͤcht als vollkommen ungegruͤndet betrachten.“ G

Da die neuesten Nachrichten so stellten sich die Course im All⸗

„Da die

Großbritanien und Irland.

London, d. Jan. Es heißt, daß die Taufe der Kron⸗ prinzessin in der Koͤniglichen Kapelle in Whitehall stattfinden soll, um die Unbequemlichkeiten zu vermeiden, welche die sehr kleine Koͤnigliche Kapelle in St. James bei der Vermaͤhlung Ihre Majestaͤt darbot. Die Kapelle in Whitehall eignet sich sowohl wegen ihrer Groͤße als wegen ihrer kostbaren Verzierungen ganz besonders zu großen Ceremonien. Sie wurde urspruͤnglich zu einem Banketsaal erbaut und vor etwa 200 Jahren ihre Decke auf Befehl Koͤnig Jakob's von Rubens gemalt und m. Bildwerken und Vergoldung verziert. Sie ist trefflich erhalten und eines der schoͤnsten Gebaͤude in Europa. 1

Mit den Nachrichten aus Indien ist die Times besser zu⸗ frieden, als mit denen aus China; doch veranlaßt die Besorgniß vor einem Einfalle der Nevpalesen in Indien jenes Blatt zu fol⸗ genden Bemerkungen: „Diese Furcht mag fuͤr jetzt noch grund⸗ los seyn, aber es ist nicht zu bezweifeln, und sollte zum Besten unseres großen Indischen Reiches, und namentlich der Compagnie selbst nicht verhehlt werden, daß das System der unuͤberlegten und unsinnigen Sparsamkeit, welches Lord W. Bentinck, der vo⸗ rige General⸗Gouverneuer von Indien, so hartnaͤckig befolgte, fuͤr alle einheimischen Fuͤrsten die staͤrkste Versuchung zu einem oder einer Insurrection seyn wird Aus allen Gegenden barse wir, daß der edle Lord die Armee auf eine wett ger nes n Tes reduzirt hat, als sie jemals seit den Tagen von Hastings in

*) Kurz vor dem Schlusse unseres Pariser Zeitungen vom 10. Jannar zu,

Blattes gehen uns noch die denen wir deshalb nur einige

Seine feste und uͤberzeugende Sprache hat der Bewegung ein

kurze Nolizen eninehmen können.