derief sich Rer nochmals und ausfüöͤbrlich auf das Urtheil Navoleon'sn,
mehrere Stellen aus seinen Memoiren. Er fuhr dann
1 H., die Lage der Welt, ältere und neuere Ereignisse unserer Geschichte, der Aussvruch der heiden größten Richter, die man ancufen kann, Pauban und Nadoleon, alles besiehlt uns, Paris zu befentgen. Es bleiben allerdings noch große Fragen zu crörtern übrig. gie und durch weiches Verfahren ist diese große Stadt zu defestigen? Wir baben sagen dören, daß man allerdings eines Handstreichs sicher siellen müsse, daß abet zu dem Ende inige Verschauzungen genüägten, die man im Augenditcke der Gefahr
ausfübhren könne; wit haben sogar sagen hören, daß Napoleon im Jabr⸗ 1
1815 dem Geueral Haxe nichts anderes befohlen habe. Im Jahre 1815 hatte Napoleon allerdings nicht Zeit, mehr für die Befestigung von Paris zu thun; aber als er im Jahre 1880 Pläne entwerfen lich, da beadschttgte er, danernde Festunsswerke aufzuführen, wie aus
Paris wegen
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überzeugt, daß dies möglich ist.
seinen Memolren zur Geuüge hervorgeht. Aber wem leuchtet es nicht
auch ein, daß zur Exrreichung des eben angedenteten Zweckes bloße
Verschanzungen völlig unzureichend sing? Mau wilt Paris nicht den
echseifällen einer Schlacht aussetzen, sondern man will es eben jenen Wechselfällen entziehen. Deshald, m. H. hat die Kommisston, nach Vernehmung aller kompetenten Männer, den Grundsatz aufgestellt, daß Paris durch dauernde Festungswerke geschützt werden müsse, da nur unter dieser einzigen Bedingung eine Juvaston gleichsam unmöglich gemacht werde. Allerdings stellt man uns seibst diese Unmöglichfeit gegraüber, in die wir den answärtigen Feind versetzen wollen. Man fagt uns, daß, wenn es dem Feinde unmöglich sep, das in eine Festung verwandelte Paris zu nehmen, es doch noch weit unmöglicher seon würde, Parts überhaupt zu einer zu machen. Es sey dies, dehaup!et man, in moralischer und materiel⸗ ier Hinsicht unmöglich. Wie tönne man Berölkerungen von einer Million Seclen den Schrecknissen einer Belagerung, eines Bombarde⸗ ments, einer Hungersnoth aussetzen! Wie könne man unter solchen Umständen darauf dechnen, sie zu regieren und im Zaume zu halten. Wie könne man jene großen Hauptstädte, in denen das Herz des Lan⸗ des schiüge, der ganzen Härte des militairischen Sostems unterwerfen wollen! Der Geist bede erschrocken vor einem solchen Gedanken zurück. Sie werden sehen, m. H., daß dies Gespenster sind, welche verschwin⸗ den, wenn man sich ihnen naͤhert. Zuvörderst wiederhole ich Ihnen, was ich Ihnen schon gesagt habe, daß, wenn es Ihnen gelingt, die Hauptstadt so zu befestigen, daß ste einen regelmäßigen Angriff aus⸗ halten fann, Sie dieselbe für ewige Zeiten den Gefahren einer Bela⸗ Herung entziehen; denn wenn Paris sich vertheidigen kann, wie Metz, Straßhurg oder Lille, so wird Paris niemals angegriffen werden. Aber, sagt man, eine große Hauptstart kann keine Belagerung aushal⸗ ten, sie ist dessen nicht fähtn. Und warum Sollte es etwa einer Haupt⸗ stadt an Mutd fehlen? Wir leugnen dies im Namen der tapferen Ein⸗ wohner von Paris. In dem Schooße welcher Stadt wären denn wohl seit 50 Jahren mehr Schlachten geltefert worden als bier? Paris und seine Bevölkerung hat mit der seltensten Japferkeit, sewohl für die Frei⸗ deit, als für die Ordnung geicmpft. Im Jabre 1830 schlug sich die Pariser Bevölkerung für die Charte gegen Elite⸗Truppen, und sie stegte. In den Jayren 1832 und 1834 kämpfte die Rational⸗Garde für die Drdnung, gezen irre geleltete Mäuner, die einen bekiagenswerthen Ge⸗
Festung
drauch von ihrem Muth machten. Aber, angegrisfen oder angrei⸗ d, niemals zeigten sich die Pariser furchtsam oder feige.
ar es im Jahre 81à die Pariser Bevölkerung, welche sich cht verthetdigen wollte! Wir haben eine Menge von Augenzengen befragt, und sie haben uns Alle versichert, daß die “ Bevölke⸗ tung in Massen hexrbeilief und Waffen verlangte. Wir haben niemals daran gezweifelt, ein energischer und patriotischer General würde nur mit dem Fuße auf den heldenmüthigen Beden von Fens zu stampfen hahen, um Tausende von ertheidigern hervorzurnfen. Sollte man
uns einwenden, daß die Hauptstadt durch Kanonendonner nicht belä⸗
ligt werden darf, ko entzegnen wir, daß, als Palenciennes und Lille im Jahre 1794. den Schrecnissen einer Belagerung unterzogen,
si⸗h
Paris gewiß nicht weniger von dem Pflichtgefühl durchdrungen war, welches jede Stadt des Reiches beseelte. Die ösilichen und nördlichen
die Champagne, Flandern,
der Elsaß, Lorbringen, Armeen preisgegeben,
Provinzen, Eindringen der feindlichen
dem ersten
aben eben so großen Anspruch auf unsere Theilnahme, als irgend ein M r. 2 anderer Theil 8 eee es 82 sie empören, wenn sie denken 1n.,egi e Foss an Vieh bedürfe. b beizusch „ nach
e der projektirten Mauer und den Außenwerken unterzubringen. Die Schwierigkeit besteht nur in alllein langen, als ein Viertel oder ein Drittel! rend wenn man idn ven gewissen Chancen
fönnten, daß irgend ein Theil der Französischen Bevölkerung sich so boch über den anderen gestellt glaubte, daß er verlangte, man solle ihn mit den Uebelständen des Krieges verschonen. Aber wir glauben auch nicht an solche Gefühlec. Mag seyn, daß es unter einer zahlreichen Bevölkerung Leute giebt, die eine solche Lage erschreckt; aber sie bilden gewiß den bei weitem kleinsten Theil und würden schwerlich, um sich zu eutfernen, die Aukunft des Feindes abwarten. Die National⸗Garde allein wuͤrde hinrelchen, um der Meinung, daß man Widerstand leisten müsse, das Uebergewicht zu verschaffen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten, und um das Beispiel des Patriotismus zu geben. Man lann übrigens g'orreiche Beispiele von Welagerungen anfübren, die von zahtreichen Einwohnerschaften ausgehaliten wurden. Wir brauchen nur an bdas Beispiel der Einwohner von Wien zu erinnern, die im Jahre 1683 voen 200,000 Türten belagert wurden, und durch eine zweimonatliche Vertheidigung dem tasferen Sobieskv Zeit gaben, sie zu retten. Wir brauchen endlich nur an den unsterblichen Massena zu erinnern, der mit 150,000 Genuesern eine so furchtbare Belagerung ausbielt, wie sie sich, dank dem Himmel, vor Paris niemals wiederholen wird. Es ist daher nicht unmöglich, die Moralität einer belagerten Beyöike⸗ rung zu erhalten und zu leiten, namentlich, wemn dieselbe ein militai⸗ risch organifirtes Element, wie die Natienal⸗Garde von Paris, entdäst, um das sich dann die ganze Bevölrerung schaaren kann. Paris würde außerdem noch das Hauptcentrum der Militatrmacht seyn, der Sam⸗ melplatz der Armee⸗Hepots, der Vereinigungspunkt der Verstärkungen aus allen Theilen Frankreichs, Paris würde enblich das Lager seyn, wohin sich weniestens eine unserer Armeen zurückzichen soöunte und Pa⸗ is hätie daher in allen Fällen eine starke Garnison, die der Bevölke⸗ ung das Beispie! der Pfchterfüllung geben, gewiß aber auch oft ein Vorbild an ibr haben würde. Wir unsererseits degen die Ueberzeugung, daß, Parjs gut geleitet, ein mächtiger Heerd des Patriotismus und des militatrischen Geistes, nicht aber ein Schauplatz der Entmutdigung und dee Abfals feyu würde. Abder, wird gefragt, wie soll man eige so zahlreiche Bevölkerung ernähren? Wie soll man se mnt allen zum Leben nöthigen Dingen versehen?! Wie soll man allen ihren Wedürfniseen genägen? Wir wallen, meine Herren, üder diesen Gegenstand nictt in einzelne eingehen. Diejenigen, welche die
nicht in einen allgemeinen Bericht passenden doetatllirten Beweise ein⸗
zuss en wünschen, verweisen mwir auf die zu diesem Bericht gehkrenden Atrensiühas. Wir würden indeß unsere Aufaabe nicht vollständia er⸗ füllt zu haben glanden, wenn wir diesen Theil der ihnen vorgelegten Frage unberührt gelaßen däͤtten. Wir haben die Verwaltung aufge⸗ fordert, uns zu untemützen, mir haden uns authertifche. Dokumente verschafft, wir haben die mit dem Handel und der Vermwattung
bekanntesten Personen zu Rathe gezogen und legen Ihnen hiermit die
Hanpt⸗Resultate dieser Nachforschungen vor. Wir sind üͤberzeugt, daß im Allgemeinen eine Haubistadt, wenn sie mebr Bedürfnisse vat, auch
mehr Hülfsmittel darbietet, als trgend ein anderer Fbeil eines großen Reichs. Da, wo seit langer Zeit eine grese Anzahl Menschen beisam⸗ men wohnt, hat der Handel, durch den Gewinn angetrieben, unermes⸗ liche Anstrengungen gemacht, um sie zu ernähren, um allen ihren Be dürfuissen abzuhelfen, und er hat große⸗ Riederlagen errichter, ans de⸗ nen der Krieg sich eben so aut er nähren kann, wie der Friede. Die Russen wutten dies sehr wohl, als sie Moskan anzündeten. In are men, undewohnten Orten haben die Armeen Mübe, sich ihren Unter⸗ halt zu verschaffen, aber in Ländern, wie die Lombardei und Flandern, wo die Stäödte zablreich sind, baben die Armeen stets gern gekämpft, weil
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sindlichen Gemeinden, gegenwärtig fast eine Million. unstreitig sich
nach Paris flüchten würden. nur an bekannte Thatsachen zu halten. der nach Paris geflüchteten Landbewohner man dazu die Bewohner der Bannmeile, stehen, und eine Armee von 100,000 Mann, liche Zabl der zu ernäbrenden Bewohner. Nimut man daber 60 Tage
an, eine Zahl, welche jede Wabrscheinlichteit um das Doppelte über⸗ steigt, und eine Bevölkerung von 1,300,000 Seelen, se ist man weit
übder die Wir lichkeit hinaus. Fn Paris ist fuͤr gewöhnlich auf a0 und eintge Tage Getraide oder Mehl vorhanden.
zahlreiche Bevösterung brancht Getraide oder Mehl. Hülsenfrüͤchte,
frisches oder eingesalzenes Fleisch, Getränke, Brennmaterial, Viehfutter. Nun, m. H., Paris ist durch die Kontrafte mit den Bäckern und das Vorrathshäaus auf 35 und zuweilen selbst auf 45 Tage mit Getraide oder Mehl versehen. Paris hat für gewöhn!lich einen ungeheuren Vor⸗ rach an Hülsenfrüchten, sehr viel gesalzenes Fleisch; frisches Fleisch al⸗ lerdings sehr wenig und dies müßte herbeigeschafft werden, auf sechs Monate und länger Wein, Ligneure, Getränke aller Art und edenfalls auf sechs Monate Brennholz. Wahrlich, die meisten belagerten Städte würden sehr glücklich gewesen seyn, wenn fie wentgstens Brod, Salz⸗ steisch, Getränke und Brennmateriol gehabt hälten. Wir h ben eine Hypothese aufgestellt: wir haben untersucht, ob es mög⸗ lich sey, in P'ris für eine Bevolkerung von 1 300,000 Seelen Lebensmittel auf 60 Tage herbeizuschaffen. Wir haben uns
einige Worte über die Zeit von 60 Tagen und die 1,300,000 Bewohner zu sagen. Ein Feind wird sich niemals 60 Tage vor Paris halten können; denn der Feind, nicht Paris, würde Hunger leiden. Es ist nicht anzunehmen, daß ein Feind fich mit weniger als 200,000 bis 200,000 Mann vor Paris zeigen würde. Es wäre ihm unmög⸗ lich, die nöthigen Vorräthe mit sich zu führen, ohne riesen⸗ hafte und unausführbare Anstrengungen zu machen und mehrere Armeen zur Deckung der Straßen in seinem Rücken zu haben. Er müßte, wie wir selbst es oft geihan, im Lande sich zu näbdren su⸗ chen und, um Lebensmittel aufzutreiden, sich weit ausbreiten, wodurch er sich schwächte und sich bloßstellte. Er würde sich zwar Lebensmittel verschaffen, allein der von ihm besetzte Landstrich würde bald so aus⸗ achungert seyn, daß er nicht länger dort subsistiren könnte. In einer solchen Lage 30, 40 oder 50 Tage auszuharren, ist eine phvsische Un⸗ möglichkeit. nöthig seyn würde, Paris auf länger, als auf 00 Tage zu verprovian⸗ tiren. Was nun die angegebene Zahl der Berölkerung betrifft, so be⸗ trägt sie, mit Einschluß der innerhalb der prosektirten Rinamauer be⸗ Bewohner würden aber sie
viele
werden, denn v flüchten,
von Frankreich
vermindert in das Innere
Im Jahre 1812 war die Zahl sehr bedrutend. Rechnet die aus 2.0,000 Köpfen be⸗
Die gesetzliche Verpro
viantirung ist 35 Tage, zuweilen ist dieselbe nicht vollständig, aber die
Vorräthe des Handels
gleichen dies aus und bringen sie auf mehr als
40 Tage. Alle mitdiesem Gegenstande vertrauten Personen sehen ein, daß aus kommerziellen und administrattiven Ursachen die Zeit der Verdrovian⸗ tirung verlängert werden muß; sie halten es für nützlich, Paris auf
50, ja auf 60 Tage zu verproviantiren, längerer Zeit mit den Bäckern, 1 auf 35 Tage mu Vorräthen zu verschen Man wird früher oder später auf die eine oder die andere Weise durch Kombinirung der kommer⸗
dagegen sicherssellte, selbst die ganze Verproviantirung übernehmen. Wir haben auch
Unierdalt erwerben fkönnen, wenn die pendirt rium sie bei
und man unterhandelt seit um sie zu bewegen, sich auf 50, statt
ziellen und admintstrativen Mittel ein Vorsichts⸗Svstem (Svstéme de eréveyance) annedmen müssen; aber wenn es uns nicht gelänge, diese Frage zur Entscheidung zu bringen, so muüssen die verhandenen Ver⸗ rätbe um 80,000 Säcke vermehrt weroen. Sie werden in den beiliegenden Aktenstücken die Beweise für diese Berechnung finden. Wir haben einen der erfahrensten Kauftente der Hauptstadt zu Rathe gezogen und die Antwort exrhalten, daß nichts leis fev, als in furzer Zeit und ohne Mübe einen solchen Einkauf zu machen Wir haben bereits gesagt, daß man um die übrigen Gegen⸗ süände, wie Talzfleisch, Getränke, Brennmaterialien nicht zu bekümmern braucht, indem Paris damit stets auf mindestens sechs Monate ver⸗ sorgt ist. Die einzige ernstliche chwierigkeit wäͤre die Versorgung mit frischem Fleische, aber sie ist mit eluiger Vorsicht nicht unübersteiglich. Man hat nach den jaͤhrlichen Nachweisungen berechnet, wieviel Paris Die nöthige Menge ist leicht her⸗ Paris zu bringen und in den weiten Räͤumen
der Herheischaffung des nöthigen Futters; gewissen Vorsichtsmaaßregeln läßt sich auch dies er⸗ wäre doch immer nicht mehr Futter nöthig, von dem, was in Paris wäh⸗ wird. Der Handelsstand unterrichtete oder
mit d denn es
eines Jahres verbraucht ihn nur Paris ihren
ob die Bewohner von industrienen Arbeiten sus⸗ daß das beschäftigte.
untersucht,
Es wäre hinreichend,
sind. 1 end den Befestigungs⸗Arbeiten
Wir hahben
berechnet, daß 6— 7 Millionen Franken hinreichen, um 200,000 Ein⸗
wohner 50 — 60 Tage lang zu ernühren.
Diese Details heweisen, daß
die Verproviantirung von Paris für eine Zest, die jede mögliche Dauer
einer Belagerung übertrifft, ausführbar ist sie beweisen außerdem noch, daß die großen Hauptstädte große Depots sind, ebensowohl als der Handel seine Hülfsmittel schöpfen I8ib wollte Napeleon schnell Flinten ansertigen lassen. d die Mittel hierzu? In Paris seldst. Er wandte sich an die Menge der Hand⸗ werker, die in Paris leben; er nahm sogar seine Zuflucht zu Uhrmachern und Tischlern, und unter der Leitung von Arüillerie⸗Ofnzteren entstanden inkur⸗ zer Zeit die schönsten und tvaͤtigsten Wassen⸗Fabriken. Noch ganz neuerdings, im Jahre 1840, haben wir mit großer Schnelligkeit Artilleriewagen und eine große Menge Pferdegeschirre aufertigen lassen, und auch diesmalwar Paris
aus denen der Krieg kaun. Im Jahre Wo suchte er
das große Centrum der Fabrication; Paris allein konnte in wenigen
Monaten unsere Wagen bauen und Geschirr für unsere Artilleriepferde anfertigen.
Mit der schnellen Ansertigung von Kleidungsstücken ver⸗
hält es sich ebenso. Miteinem Worie, in einer Stadt, die eine Million Seelen
sie dort Lebensmittel, Klesdung, Hospitäler, furz Allee, selbst bis auf
Ueberflusse fanden.
ie Mutel, ihre W iffen auszubessern, im die Mutel, ihre ff 3 um darzuthun, wie irr⸗
gemeinen Gründe reichen daber schon hin, tbümlich die Meinnn; Ha — darbiete, als jede audere Stadt. Aslein wir wotlen noch einiae wesent⸗ liche Seweise geben. Nehmen wir z. B. au, daß durch eine Art von unmögsicher Ueberraschung der Feind plötzlich vor den betemn ser Haupistadt erschiene, so würde Paris nicht auszuhungern seyn. Eine
Die all⸗ 2 wv Mittelpunkten der Thätigkeit, wo Alles weit schueller und 8 ist, daß eine Hauptstadt weniger Hülfsmittel g 8
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siegen unfere Kriegs⸗Magazine; blinten, find
en, 1 . Militair ⸗Vorräthe
meen zum Kampfe ausgeyen.
fleiden, nähren, mit allen nöthigen Lebensbedürfnissen versehen muß, findet
2
sich täglich von allen dazu nöthigen Dingen mindestens der doppelte Vorrath Uund man würde in kurzer Zeit sich daselbst die Miltel zur Ausrüstung einer greßen Armee verschaffen können.
Dies ist eine wichtige Bemer⸗ fung, die dazu führt, eine der Gewohnheiten der Militair⸗Verwaltung u modifiziren und uns ein Argument mehr für die Befestigung von Paris darbietet. In den festen Pläͤtzen und nicht in offenen Sls
5 8 ¹ c Kanonen, Pulver, Kugeln d. b. an unseren Grän⸗
Pläaten aufgehänsft, 1 89 EFin Theil unse⸗
ssch unsere Festungen. 1 muß sich allerdings an der Gränze, b. h. auf der Ovperations⸗Basis befinden, von der unsere Ar⸗ Aber wenn auch ein Theil un⸗ serer Vorräͤthe dort gut untergebracht ist, so wäre es doch unvorsichtig und könnte höchst nachtheilig für uns werden, wenn wir unsere sämmt⸗ lichen Vorräthe dort ließen. Werden unsere festen Plätze blokirt, so
in den festen 2 denn da definden
find wir auf einmal aller Mittel beraubt, die Bevöskernug zu bewaff⸗ 1 ’ 8 8 llung de 4 8 3 Vorschlaͤgen zur Herste Traktat vom 15 Juli bestanden, mit⸗
Wird eine unferer Festungen genommen, so fällt dem Feinde an einem Tage in die Hände, womit er alle Verluste eines ganzen Feld⸗ zuges ergänzen kann. Der Feind wird dadurch der Mühe überhoben, mit großen Kosten in seinem Rücken Vorräthe aller Art aufzuhäufen, und wir versorgen ihn überdies mit dem, was am schwierigsten zu transportiren ist, nämiich mit Belagerungsgeschütz um unsere Mauern anzugreifen. Dies sst allerrings denen nicht entgangen, die sich mit der Milttair⸗Verwaltung be⸗ äftigen; aglein man wußte nicht, wie dem adzuhelfen sev, da es im Innern des Reichs an sicheren Orten fehlt. Diesen Zustand der Kisg⸗ wird indeß auspvören, wenn Sie zwei große befestigre Punkte im Ju⸗
G 1 jesen beiden großen nern haben werden, nämlich Paris und Lvon. In dies Fcgen
nen.
Menge angefertigt und ausgebessert werden kann, ats sonst
müssen dann die 8ae nneeee aufgebäuft werden. eug Lvon, die bereits durch ibre Bevölkerung, durch ihre politise 8 1 g⸗ keit zwei große Mittelvunfte der moralischen Kraft sind, werden dann
[auch zugleich zwei große Mittelpunfte der materiellen Kraft seyn. Sie
ha⸗
Frlauben Sie mir, Ihnen zuvörderst
Es übersteigt dahber alle Wahrscheinlichkeit, daß es jemals
Diese Zahl würde würde
andererseits auch wieder vermehrt werden durch diejenigen, welche sich Man braucht sich in dieser Beziechung
so hat man die groößtmög⸗
sehr triumphirend in einer leichter
rung einen neuen Impuls gab⸗
würde,
Kriegs⸗ Ministe⸗
werden dadurch diese beiden Kräfte vereinigen, die nicht getreunt von einander bestehen können.“ (Der Schluß folgt mergen.)
Paris, 14. Jan. Die heutigen Blaͤtter sind fast ausschließ⸗ lich mit dem Berichte des Herrn Thiers und mit den Bemerkun⸗ gen daruͤber angefuͤllt. Die letztern sind in diesem Augenblicke von untergeordneterem Interesse, da der Kampf in der Kammer nahe bevorstehend und entscheidend ist.
Gestern Abend hatte eine Versammlung von Pairs bei Herrn Decazes statt. Es war viel von der Fortification von Paris die Rede; die Pairs scheinen ganz und gar geneigt, den Gesetz⸗Entwurf, wenn diec Deputirten⸗Kammer ihn annimmt, zu verwerfen.
Die Taufe des Grafen von Paris ist auf den naächsten er⸗ sten Mai festgesetzt. Das diplomomatische Corps ist bereits da⸗ von in Kenntniß gesetzt worden.
Der General Bugeaud soll eine Reorganisation der Verwal⸗ tung der Franzoͤsischen Besitzungen in Algier vorgeschlagen haben, es solle ein Kolonial⸗Rath rhepat gerst⸗ dazu bestimmt, die Leitung der Verwaltung zu unterstuͤtzen. G
Nach dem Prat hen abermals eine Verhaftung, die mit dem Attentat des Darmes zusammenhaͤngt, in dem Quartier Montorpeuil stattgehabt. Die Instructions⸗Kommission scheint zu glauben, daß Darmes nicht ohne chens sey. 1
Es sind Nachrichten aus Madrid vom 6ten eingetroffen.
Diese Hauptstadt erfreute sich der vollkommensten Ruhe. 7 Sen⸗ 65 14. Jan. An der Boöͤrse wurde heute viel
von dem Anlehen gesprochen, welches die Franzoͤsische Regierung in ganz kurzer Zeit negoziiren wuͤrde. In Folge davon hatten zahlreiche Anerbietungen in Franzoͤsischen Renten statt. 8
Großbritanien und Irland.
London, 12. Jan. Mehmed Ali hat; wie hiesige Bläͤtter melden, die letzte Indische Post bei ihrem Transit durch Aegyp⸗ ten, auf dem Wege von Suez nach Alexandrien, unter seinen besonderen Schutz genommen, indem er derselben ein Kavallerie⸗ Detaschement zur Eskorte gab, weil sich Es wurden zwar von jedem Passagier Schutz gefordert, doch glaubt . Willen des Pascha's geschehen sey, und daß dieser gewiß den Un⸗ terbeamten, der sich eine solche Willkuͤr erlaubt, dafuͤr zur Ver⸗ antwortung ziehen werde. Uebrigens findet man hier, daß die Post jenen Weg sehr langsam zuruͤckgelegt habe, da er nur 300 Englische Meilen betraͤgt und sie dazu sechs Tage brauchte.
Die Siege der Englischen Waffen konnten dem Melbourneschen 8 wo die Er-⸗
als gerade jetzt,
Ministerium nicht gelegener kommen, Sie geben seiner
öͤffnung des Parlaments so nahe ist. tung, die in der letzten Zeit an . man aus dem Resultat mehrerer einzelner schließen duͤrste, wenigstens fuͤr den Beginn der neuen Relief, und es wird den Tories schwer seyn, Debatten ein wesentliches Motiv der Die ministerielee Morning Chronitle Uebersicht uͤber Englands nach außenhin, indem sie unter Anderem sagt: Tie Freude über den glorreichen Sieg der Englischen Waffen und Posititk in der Levante hat kaum Zeit gehabt, sich zu legen, als bereits der Bericht von eben so glänzenden und wichtigen Waffentha⸗ ten auf einem anderen Punkte des Erdballs ver nationalen Begeiste⸗ 1 Nie, selbst nicht zur Zeit Chatham §, ist eine Parlaments⸗Session unter rühmlicheren Nerbedentungen eröff⸗ net worden, als diejenige, welche in wenigen Tagen eroͤffnet werden wird. Sorien geräumt, die stärkste Festung des ganzen Orients in ei⸗ nem einzigen Tage erobert, das Türkische Reich, unser Bundesgenesse, aus den drohendsten Gefahren errettet, dessen Unabhängigkeit gesichert durch die Garantie der Großmächte, das Gleichgewicht der Macht in Europa wiederhergestellt und die Gefahr eines Krieges mit Weisheit . vermieden; dazu bat man nun noch unsere Besitzungen in Indier vermehrt und gisichert, den Thren unseres Bundesgenessen in nistan durch die Unterwerfung seines Gegners auf festen Grundlager gesichert, den moralischen Einfluß des Englischen Namens weit und breit im Herzen von Asten verbreitet, und endlich, was nich ist, uüͤnseren Zwist mit China durch einen Traktat geschlichtet (7), welcher der gekränkten Ehre der Britischen Flagge Genugthuung giebt, den Schaden 8 Britischer Unterthanen ersetzt und unberechendare Vortheile für unsere künftigen Handelsbezijehungen mit dem himmlischen Reiche verspricht: das sind die Ereignisse, die in der bloßen Zwischenzeit von zwei Par laments⸗Selsionen die Pelitik eines Ministeriums gekrönt haben, u ches dessen Feinde schwach und unfähig nannten. Wenn das Ministe rium, welches diese großen Dinge vollbracht hat, schwach und unfähig ist, was soll man dann von der Opposttion sagen, durch welche dessen Politik gehindert ist, dessen Bewegung angegriffen wird und dessen zweckmäßigste Maßregeln als voreilig und Unpolitisch verschrieen wer⸗- den? Wie war in Betreff des Krieges mit China, welcher auf se den höchsten Landes⸗Interessen so vortheilhafte Weise geendigt ist 44) die Sprache und das Benehmen der Opposition? Standen die 9 nister nicht auf dem Punfte, aus dem Amte verdrängt zu werden, bloß weil üie keine schmähliche Unterwerfung unter den Hohn, den der Commissair Lin der Engiischen Flagge anthat, unter den Schaden, den er den Englischen Kaufleuten und Unterthanen zu⸗ fügte, “ 3 besser für die Nation gewesen wäre, hehe angenommen und ein Beschluß des Unterbauses, als 8 gung des Chinesischen Krisgfs⸗ als Fg Art 1es Rörh che an 2 miral Elliot in dem Augenblick, wo die Operatiene 8 abgesendet worden waͤre? Es ist unmöglich, sich eine Frage sen, welche die bervorragendsten Männer delder Parteien in der ee lebhafter beschäftigte, als die Politik und die Rüstungen des Feushse mit China. Die weite Entfernung des Kriegsschauplatzes, die veee. der Umstände, die große Bevölkerung und der sondervare aevenn 227 Reiches, womit wir zu thun hatten, Alles vereinigte sich, um 88 8 gang zweifelbaft zu machen und um den Scharfsinn Anderer zu e gen, welche den Ansgang vorherzusagen wagten. Die düsteren en. sagungen der Torv⸗Häupter sind noch in Aller Gedächtnisse. 63— nref. ist in den Ereiznissen geschrieben. . diese Antwort schneller, f aiti a fiünnen?“ fender. überwoͤltigender seyn können Gra Balewski und Baron Der Standard berichtet, Graf Feonige der Franzosen Mounier haͤtten lat n in . enersicherungen der Wen gehabt, und Letzterer habe Sr. Maje billi 8 “ daß sie bereit sey, allen billigen lüschen Regterung, ütenhvagg r Verhaͤltnisse mit Frankreich, auf
Verwal⸗
wenn die Motion Sir J. Gra⸗
wie sie vor dem Trart⸗ 1 1 zuwirken. Das Franzoͤsische Kabinet soll mit der Abfassung einer
WSshn. chaͤftigt seyn, die als hoͤchst versoͤhnlich bezeichnet wird. Anemere beagtarbech fand am Neujahrstage eine Chartisten⸗Ver⸗ sammlung statt, um eine Petition zu Gunsten Frost'’s und seiner Gefaͤhrten zu berathen. Das Tory⸗Mitglied des Unterhauses, Herr Lidell, an den sich die Chartisten von Nord⸗Durham mit der Bitte gewendet, daß er ihre zu gleichem Z veck verfaßte Pe⸗ tition einreichen und unterstuͤtzen moͤchte, hat ihnen offen erklaͤrt, daß er sich nicht dazu verstehen koͤnne. 1G
Lord Melbourne hat eine große Gesenschen von Pairs auf den 25sten d., den Vorabend der Parlaments⸗Eroͤffnung, zu ei⸗ nem Diner in seiner amtlichen Wohnung in Downing⸗Street eingelade
dem Fuße,
Mitschuldige seines Verbre⸗
das Geruͤcht verbreitet 8
hatte, daß pluͤndernde Beduinen⸗Schwaͤrme die Wuͤste durchzoͤgen. 8* “ 3 Pfd. St. fuͤr diesen man, daß dies ohne Wissen und
Anhang zu verlieren schien, wie Parlamentswahlen Session einen bei den Adreß⸗ Opposition aufzufinden. Außert sich daher auch Verhaͤltnisse
fgha⸗
nicht das Geringste
Wird jetzt wohl Jemand sagen, daß es Mißbilli⸗
beginnen sollten,
Nach dem letzten Monats⸗Bericht hat sich die Baarschaft der
Bank von England um 46,900 Pfd. Sterling vermehrt; man hatte eine Verminderung befuͤrchtet.
Mit der Armee soll angeblich eine neue Organisation vorge⸗ nommen werden; man spricht von dem Abgange von 6 General⸗ Lieutenants und 11 General⸗Majors.
Graf von Cardigan hatte kuͤrzlich eine Unterredung mit dem Prinzen Albrecht und duͤrfte, wie man glaubt, den Posten eines Oberst⸗Lientenants des 11. Husaren⸗Regiments nicht lange mehr behalten.
In Lancashire gehen die Geschzfte jetzt lebhaft, und taͤalich
werden große Umsätze in Baum wolle gemacht; uͤberhaupt scheinen die Handelsaussichten fuͤr das neue Jahr uͤberall sehr guͤnstig zu seyn Sowohl der Außen, als der Binnenhandel beginnen unter gluͤcklichen Auspicien. —
. Die Times erzaͤhlt, daß kuͤrzlich ein wichtiges Paket Briefe, die an den Koͤnig der Belgier gexichtet waren, so wie ein Kast⸗ chen mit kostbaren Juwelen, verloren gegangen sev, daß aber Pa⸗ ket und Kaͤstchen von einem Bedienten gefunden worden, der sich sogleich damtt nach dem Wind or⸗Schlosse begeben, wo die Be⸗ beren die Herzogm von Kent, in der groͤßten Angst geschwebt
abe
Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt jetzt erst die amtliche Nachricht
von der auf Befehl der Ottomanischen Regierung erfolgten Auf⸗ hevung der Blokade der Syrischen Kuͤsten.
Die Nachrichten aus Lissabon mit der Thron⸗Rede der Koͤ⸗ nigin bei Eroͤffnung der Cortes haben an der hiesigen Boͤrse kei⸗ 18 Einfluß auf den Cours der Portugiesischen Obligationen ge⸗
ißert.
Auf der Eisenbahn der mittleren Grafschaften ereignete sich am 6ten Abends das Ungluͤck, daß durch Zusammenstoßen mit anderen Wagen die Maschine nebst einem Wagen von den Schienen geworfen und der Lokomottivfuͤhrer und ein Heizer ge⸗ tödtet wurden. Auch auf der London⸗Birminaham⸗Eisenbahn hat sich vorgestern Abends gegen 9 Uhr durch Zusammenstoßen zweier Tramns ein Ungluͤck ereignet. Zwei Wagen wurden zer⸗ schmettert und die darin befindlichen Passagiere, nach Privaibe⸗ richten, saͤmmmtlich mehr oder minder verletzt, 3 aber so fuͤrch— terlich zugerichtet, daß man ihrem Tode in wenig Stunden ent⸗ gegensah. Ein amtlicher Bericht erwaͤhnt bloß, daß 4 Personen Kontusionen erhalten haͤten und eine 5te das Schluͤsselbein leicht gebrochen habe. Der Aufsichtsveamte des einen Zuges soll den Unfall dadurch veranlaßt haben, daß er mit dem rothen Licht nicht das vorgeschriebene Zeichen gab.
Am 4. Januar hat man angefangen, am Cornhill das Fun⸗
dament zu der neuen Koͤniglichen Boͤrse zu legen.
Der neulich erwaͤhnte große Kaͤse, wescher aus einem der ckerbau⸗Distrikte hier eingegangen ist, um der Koͤnigin als Ge⸗
schenk uͤberreicht zu werden, ist aus der Milch von 750 Kuͤhen
gemacht und hat die Arbeit von 100 Maͤdchen erfordert Er hac
3 Fuß und 1 Zoll im Durchmesser und eine verhaͤlnißmaͤzige Hoͤhe. Oden ist zwischen einer Guirlande das Koͤnigliche Wap pen angebracht. 1 18“
8 Bruͤssel, 15. Jan. Die Repraͤsentanten⸗Kammer fäͤhrt fort, bei ihren Berathungen uͤber das Budget die groͤßte Sparsamkeit an den Tag zu legen und scheint sogar manchmal etwas zu weit
darin zu gehen. So wollte sie dem Minister des Innern von
seiner 20,000 Fr. betragenden Besoldung 1750 Fr. abdingen, und
zwang dadurch den Minister, der Kammer die Vorstellung zu machen, wie sie ihm denn geringere Ausgaben zumuthen koͤnne, wie seinem Vorgaͤnger, da dieser doch unverheirathet gewesen, waͤhrend er, als ein Familienvater, nothwendig auch ein groͤßeres Haus machen muͤsse. Kuͤnftia soll das Budget des folgenden Jahres immer schon nach Ostern vorgelegt werden, um dadurch
em Uebelstande vorzubeugen, daß der letzte Theil des Budgets
n dem Jahre selbst verhandelt werde, in welchem es bereits in
Kraft sey. Die
getreten und hat eine unermeßliche Strecke Landes unter Wasser
1“
Senne ist in Folge des Thauwetters aus ihren Ufern
— —
nen durch ihre Namens⸗Unterschrift auf den auf einem großen Tische parat liegenden Boͤgen zu versprechen, fortan keinen Schnaps mehr zu trinken, ans Werk scheeiten wollten, sich daben doch durch das Herandraͤngen so vieler staͤmmiger, mit kurzen Jacken und hohen Wasserstiefein bekleideter Leute emiger heimli⸗ cher Aenastlichkeit nicht zu erwehren vermochten, ob dies auch wahr und wahrhaftig lauter angehende Wassertrinker seyen, die so eifrig bemuͤht waren, den ganzen Tisch zu umkreisen. Die Beorgniß rechtfertigte sich nur zu bald, indem einige Kerle, die Zipfel des Lakens erfassend, womit der⸗ Tisch uͤberdeckt war,
dasselbe nach sich zogen, so daß alle darauf befindlichen Schriften, Statuten, Protokolle, Feder und Dinte, kurz alles auf die Erde siel und unter die Fuͤße gerieth. Einer der Herren Vorsteher wollte versuchen, den Sturm zu beschwoͤren und bestieg das aus fruͤherer Zeit noch in der Klasse befindliche Karheder, um die Leute anzureden, doch ein vierschroͤtiger Kerl mit machtiger Branntweine⸗Pulle in der Hand, draͤuste ihn herab, postirte sich darauf fest, schenkte ein und brachte dem Koͤm (Kuͤmmel) unter donnerndem Hurrah ein Vivat. Da sich mittlerweile von ver⸗ schied nen Seiten sehr vernehmliche „Smiet se rut“ (werft sie hinaus) vernehmen ließen, so fanden es die Ruheliebenden am gerathensten, den Unruhigen das Feld zu raͤumen. Der auf dem Katheder dem Bachus geopferte Kuͤmmel war der Flasche entwi⸗ chen, sie war leer; das Werfen derselben durch die Scheiben auf die Straße gab das Sianal zum gllgemeinen Anariff auf alles in der Klasse befindliche Wehrlose. Saͤmmiliche Fenster wurden zer⸗ trümmert, die Kreuzhoöͤlzer ausgeschlagen und darauf Katheder, Tische, Stuͤhle, Baͤnke, eine Schul⸗Orgel, kurz alles, was sich vorfand, wurde zerschlagen zum Fenster hinaus auf die Straße geworfen, von wo es sofort weiter in ein nahe gelegenes Fleet (Kanal) hineinflog. Zehn Mann von dem Jaͤger⸗Corps der Buͤrgergarde, die von der nahe gelegenen Rathhaus⸗Wache requi⸗ rirt waren, vor dem Hause Ordnung zu halten, sind uͤbel zuge⸗ richtet worden, man hat ihnen Czako, Montirungen, Lederzeua, alles vom Leibe gerissen; 40 Mann dort postirter Polizeidiener wagten nicht, sich kenntlich zu machen, und mußten sich begnuͤgen, einige Haupt⸗Spektakelmacher ins Auge zu fassen, um sie wieder zu erkennen. verlautete, da auf dem ersten Schlachtfelde nichts mehr zu zer⸗ truͤmmern war, daß man nun nach den Wohnungen der Direkto⸗ ren ziehen wolle, um es dort eben so zu machen und dann die Hazͤuser anzuzuͤnden, da ertoͤnte die von vielen Anwohnenden schon
laͤngst heiß ersehnte Allarmtrommel durch die ganze Stadt, die alle Buͤrger unter die Waffen rief. Die Masse der Tumultuan⸗ ten, solchergesta!t sicher nicht unbedeutend gelichtet, versuchte es dennoch, den herandraͤngenden Bataillonen Widerstand zu leisten, doch diverse, deutlich und fuͤhlbar redende Kolbenstoͤße, begleitet von flachen Saͤbelhieben machten ihnen bemerklich, daß es ernst⸗ lich gemeint sey, und so waren um Mitternacht die Haufen zer⸗ streut; von toͤdtlichen Verwundungen hat man nichts gehoͤrt — Bis 2 Uhr in der Nacht blieben die Buͤrger unter den Waffen,
und dann, uͤver ihr autes Verhalten belobt, nach Hause entlassen, sangen sie selbst die Straßen entlang: „Sie sollen ihn nicht ha- Vielfache Arretirungen sollen
ben, den Mäsigkeits⸗Verein“ — heute in aller Stille stattgefunden haben, die angestellte Unter⸗ suchung wird wohl ergeben, von welcher Seite der Impuls zu diesem
geloͤscht wurden, holten 20 — 30 Skandalmacher Lichter aus ihren Taschen, zuͤndeten sie mit chemischen Feuerzeugen an und hielten sie in die Hoͤhe. Die in der Naͤhe befindlichen Schnapshaͤuser und Bordelle hatten illummirt, schenkten aratis und splendide aus und illuminerten solchergestalt die noch Nuͤchternen. Auch die Veranstalter dieses Unfuges duͤrfte wohl eine Bestrafung treffen.
LETEE8
1 — — Wien, 15. Jan. General Heß ist von seiner Rund⸗
reise durch das suͤdliche Deutschland — wie ich aus guter Quelle weiß — vollkommen zufrieden mit dem Resultate seiner Mission und hochgeehrt durch die Aufnahme, welche er an allen von ihm besuchten Hoͤfen fand, vor einigen Tagen zuruͤckgekehrt. Der na⸗
esetzt. Die Umgebungen von Bruͤssel haben seit gestern das An⸗tionale Geist der Deutschen, ein Selbstgefuͤhl, welches Manche
sehen eines großen Binnensees, und das Wasser hat beinahe die⸗ selbe Hoͤhe erreicht, wie zur Zeit der großen Ueberschwemmungen!
m Februar 1839.
Der Bericht des. Ministers der oͤffentlichen Arbeiten uͤber:
den hoͤhern Unterricht ist gestern erschienen. Die Zahl der Stu⸗
direnden an den beiden Staats⸗Universitaͤten betraͤgt zu Luͤttich:
349, zu Gent: 331. Die beiden Universitaͤten zaͤhlen mithin zu⸗
ammen 780 Zoͤglinge. Der Minister verhehlt in seinem Bericht
icht, daß der Zustand der Staats⸗Universitaͤten bluͤhender seyn
Unter den Ursachen, die am meisten dem hoͤhern Unter⸗
richt schaden, nennt der Minister die Schwaͤche des mittleren Unterrichts. “
Deutsche Bundesstaaten
Muͤnchen, 14. Jan. (M. Z.) starb an einer schleichenden Unterleibs⸗Krankheit Ur. Ignaz Doͤhinger, K. B. Hofrath und Ober⸗Medizinal⸗Rath, Professor der Anatomie und Physiologie, Senior der medizinischen Fakultaͤt, ordentl. Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Mit ihm geht einer der trefflichsten Lehrer, eine der Hauptzierden unserer Universität zu Grabe. Sein unerwarteter Tod hat auf seine Kollegen wie auf die akademische Jugend, und alle, die den ver⸗ dienstvollen Mann kannten, einen tiefen, schmerzlichen Eindruck 8 gemacht. Doͤllinger wirkte seit einem halben Jahrhundert (in Bamberg, dann in Wuͤrzburg, seit 1823 in Muͤnchen) als Lehrer. Err hat Schuͤler in allen Gegenden der Erde zuruͤckgelassen. — — Hamburg, 19. Jan. Seit einiger Zeit haben mehrere respektable Leute hierselbst einen Verein gebildet, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, nach Kraͤften dahin zu wirken, daß der üͤverhand nehmenden Consumtion des Branntweins unter der arbeitenden niedern Klasse moͤglichst gesteuert werde. An der
Spitze dieses Vereins stehen mehrere angesehene Senatoren und Eine oͤffentliche Bekanntmachung in
einige achtbare Kaufleute. den hiesigen „woͤchentlichen Nachrichten“ benachrichtigte in der
vorigen Woche das Publikum, daß der Verein sih konstituirt
habe und seine Wirksamkeit beginnen wolle und richtete daher an alle der arbeitenden Klasse Angehoͤrige herzliche Worte der Er⸗ mahnung, sich dem Verein anzuschließen und lud Jedermann,
der sich fuͤr die Sache interessire, ein, sich am Montage den
18. Januar, 9 gestern Abends 7 Uhr, im Lokale des zum Ab⸗ brechen Few mr. n alten Johanneums in der ehemaligen Prima ein⸗ mabeh. er Zudrang von Menschen war außerordentlich, die 1 e 18pgöe stehen, der Dinge harrend, die . e Passage in den benachbarten Straßen
war dadurch fast ganz gesperrt. s
die zahlreichen Anwesenden freuend, die alle gar ungeduldig schie⸗
auf den Thronen wie in den Huͤtten. enseits des Rheins wohl nicht mehr tauschen.
und man darf mit Grund hoffen, daß Deutschland
Heute fruͤh um 6 Uhr
8 Es mochte wohl 8 Uhr seyn, als die Herren Enthaltsamkeit⸗Vereins⸗Vorsteher, sich i6r, über
bei uns bereits fuͤr erloschen hielten, ist erwacht; es wird getheilt Hieruͤber kann man sich
Bei einer solchen Stimmung der Fuͤrsten und Voͤlker konnten die Antraͤge der Herren von Radowitz und von Heß einer guͤnstigen Aufnahme sicher seyn. Diese haben sie denn auch allenthalben gefunden, in der Ein⸗ rracht seiner Fuͤrsten, in der Vaterlandsliebe seiner Bevoͤlkerung, der weisen Fuͤrsorge seiner Regierungen, unter dem Vortritte Zer beiden Deutschen Großmaͤchte, die Mittel finden wird, vor⸗ kommenden Falles jedweden Angriff eines auswaͤrtigen Feindes siegreich zuruͤckzuweisen. Liegt nun dieser Fall so nahe? Dies ist eben die Frage, welche seit einem halben Jahre die Gemuͤther bewegt, die zaghaften Herzen der Geld⸗ und Boͤrsenmaͤnner er⸗ schuͤttert, in den Massen aber ein gerechtes Selbstgefuͤhl erregt hat. In unseren hoͤheren Geschaͤftssphaͤren hat sich das Ver⸗ trauen an die Fortdauer des Friedens keinen Augenblick verleug⸗ net; damit aber dieses Vertrauen kein blindes sey, mußten die Eventualitaäten des Krieges vorgesehen werden. Von diesem Ge⸗ sichtspunkte aus betrachtet, bietet die Musion der militatrischen
ruhigung; in ihrem gluͤcklichen Erfolge liegt vielmehr eine Buͤrg⸗ schaft der Erhaltung des Friedens. X“
— — Wien, 16. Jan. Der Karneval hat minder lebhaft als gewoͤhnlich begonnen. In der großen Welt verspricht man sich wenig Feste, indem mehrere von unseren groͤßeren Familien den Winter auswaͤrts, in Italien und Frankreich, zubringen. Ein von dem Russischen Botschafter am Sylvester⸗Abend alter Zeit⸗ rechnung veranstalteter Ball, bei welchem die Gemahlin des Fuͤr⸗ sten Staats⸗Kanzlers die Honneurs machte, war von unserem hohen Adel zahlreich besucht und wurde durch die Anwesenheit des Erzherzogs Stephan verherrlicht. Der Sardinische Gesandte, Graf von Sambui, welcher sich waͤhrend der letzten Monate in Familien⸗Trauer befand, hat am verwichenen Donnerstage seine Salons wieder eroͤffnet.
Aus Croͤatien werden große Verheerungen gemeldet, welche das durch den ploͤtzlichen Temperatur⸗Wechsel erfolgte Schmelzen des Schnees und der Austritt der Gewaͤsser angerichtet hat. — Hier war die Donau bis gestern noch fest zugefroren. In Pesth befuͤrchtet man gleichfalls Ueberschwemmungen.
Pesth, 9. Jan. (A. Z.) An mehreren Orten des Landes findet jetzt die Truppenaushebung nach der neuen, von dem letz⸗ ten Reichstage bestimmten Ordnung statt. Hier und da gab es noch einige Widersetzlichkeiten, da sich manche Gemeinden in das neue Rekrutirungs⸗System (durch das Loos) nicht so leicht finden konnten. Selbst in Pesth wollten die Buͤrger der Stadt ihre Soͤhne vom Militairdienst befreit wissen; allein eine Entscheidung
der hohen Stelle hat allen Zweifeln ein Ende Sache geht ihren gehoͤrigen Gang.
mitat angeregt wurden, haben
sunden. bald entgegen, nebst andern kirchlichen Angelegenbeiten Ungarns, treibt. ad, Herr Joseph von Le Erlau, und der gegenwärtige Johann Ladislaus von Porker, war es,
Mit jeder Minute wuchs der Tumult, und als
Skandal gegeben wurde; Vorbereitungen dazu sind gen iß laͤngst getroffen gewesen, denn als alle Laternen auf der Umgegend aus⸗
Bevollmaͤchtigten Oesterreichs in Preußen keinen Stoff zur Beun⸗
gemacht, und die
Die Streitigkeiten uͤber gemischte Ehen, die im Pesther Ko⸗ im Lande keine weitere Folge ge⸗ Man sieht einer friedlichen Aurgleichung um 0 eher da der in Rom anwesende Bischof von Clanad, auch diese be⸗ Dieser in neuester Zeit viel beiprochene Bischof von Csa⸗ Lonovits, ist ein Priester der Erzͤrdeese Patriarch⸗Erzbischof, der beri hmte der ihn bald nach dem Antritte seines Ober⸗Hirtenamtes von einer Pfarre in seir e Naͤhe berief, ihm dann zu einer Domherrnstelle verhalf und zu seiner
weiteren Befoͤrderung kraͤftig mitwirkte. 1
Jan. (A. Z.) Der Aufstand im argauischen Freiamt ist uͤberwaͤltigt. Nach dem Gefechte bei Vumergen schei⸗ nen die Bauern keinen Widerstand mehr geleistet zu haben. Alle Orrschaften wurden entwaffnet. Der verhaftete egierungsrath Waller, den man unter roher Behandlung gezwüngen hatte, an seine Regierung Briefe zu schreiben, die gegen seinen Willen 8 ren, mußte freigegeben werden. Gestern Nachmittags ruͤckten ie Truppen ins Kloster Muri ein, aus welchem die Geistlichen entfio⸗ hen seyn sollen. In Aarau selbst versammelte sich gestern der grohe Rath; doch, wie es scheint, noch nicht in reglementarischer Anzahl⸗ Unterdessen ruͤckten zwei Bataillone von Bern und eines von Ba selland in den Kanton ein. Die Regierung von Bern hat naͤmlich, sobald sie von Aargau gemahnt wurde, fuͤr diesen Kanton einen Theil der Truppen verwendet, die fruͤher fuͤr Solothurn bestimmt gewesen, aber auf dieser Seite embehrlich geworden waren; sie bot ferner drei neue Bataillone auf, zog ein Bataillon in die eigene Haupistadt, und legte sehr große Vollmachten in die Haͤnde des Bundes⸗ Praͤsidenten Herrn Neuhaus. — In Solothurn ist die neue Verfassung mit 6289 Stimmen gegen 4277 angenommen worden⸗ Der Kanton soll sich beruhigen, ohne daß io den militairischen Anstalten bis jetzt etwas nachgelassen worden waͤre. — Fuͤr die Kantone Aargau und Solothurn läͤßt sich nun freilich keine gluͤckliche Zukunft voraussehen. Hingegen ist es fuͤr die Schweiz ein großer Gewinn, daß dem Geist des Aufruhrs, der seit zwei Jahren umgeht, wieder einmal Ernst gezeiat worden ist. Ungewiß ist noch, ob die in Solothurn aufgegriffenen Pa⸗ piere ein ganz klares Licht uͤber die Anschlaͤge und die Verzwei⸗ gungen der Reaction verbreiten werden. — Die Abgeordneten der Reagierung von Zuͤrich sind noch in Aarau, wo sie wahr⸗ scheinlich die Beschluͤsse des großen Rathes abwarten wollen. Unser Bataillon ist erst diesen Morgen an die Aargauische Graͤnze 1
E11 2 5*
Zuͤrich, 13.
marschirt.
Ita
Rom, 4. Jan. (A. Z.) Von Neapel ist der Koͤniain- Wittwe von Spanien ein eigenhaͤndiges Schreiben des Koͤnigs zugekommen, worin derselbe nicht allein seine Zustimmung aiebt, daß sie nach Neapel komme, sondern auch seinen sehnlichen Wunsch 8 ausdruͤckt, seine Königliche Schwester dort zu sehen. Im glei⸗ chen Sinn lauten die Briefe der Koͤnigin und der Koͤnigin⸗ Mutter. Der so schoͤn gelegene Palast Chiatamone ist zur Auf⸗ nahme Christinens eingerichtet, und Alles soll angewendet werden um ihr den Aufenthalt so angenehm als moͤglich zu machen. Man weiß Ubrigens noch nicht, wann sie der Einladung folgen und die Reise nach Neapel antreten wird. Herr Zea Bermudez, dessen Bruder Graf de Colombi sich im Gefolge der Koͤnigin befindet, wird hier erwartet. 8
Briefe aus Neapel sagen, der Hof habe sich auf kurze Zeit nach Caserta begeben, und man erwartet die Niederkunft der Koͤniain im naͤchsten Monat.
Der Bau der St. Paulskirche soll, wie er bis jetzt da steht,
schon 900,000 Scudi gekostet haben. Man berechnet, daß zu der gaͤnzlichen Vollendung dieses Tempels noch mehr als 1 Millon Scudi noͤthig sind. .
Rom, 7. Jan. Wir haben seit drei Tagen ein so anhal⸗ tendes, so heftiges Regenwetter, daß der Tiberstand bereits eine bedeutende Höͤhe erreicht hat und das Indenstadtviertel sowohl als andere niedrig gelegene Plaͤtze und Straßen unter Wasser stehen. Daran sind natuͤrlich vor allem die Winde schuld, welche den Abfluß des Wassers zum Meere bei Ostia und Fiumicino hin⸗ dern. Dieses Wetter macht indeß in der hiesigen Meteorologie Epoche. In der Nacht vom Aten auf den 5ten hat ein so fuͤrch⸗ terlicher Sturm getobt, daß man fuͤrchten mußte, er werde die Daͤcher abdecken. Bei einem Hause hat in der That dieser Un⸗ fall stattgehabt und die Wucht der Dachbedeckung hat 3 Etagen 6 im Herabstuͤrzen durchbrochen, wobei ein Franzose stark be⸗ schädigt worden ist. Das merkwuͤrdigste Phaͤnomen wurde auf dem Observatorium des Collegio Romano beobachtet, von dem das hiesige Tagsblatt vom 5ten d. M. mit Folgendem be⸗ richtet: „Ein ganz entsetzlicher Windstoß, auf den ein langes und scharfes Pfeifen folgte, hat in vergangener Nacht um 9 Uor 25 Minuten Italiaͤnischer Rechnung (gegen 2 ⁄½ Uhr nach Mit⸗ ternacht) stattgehabt. Derselbe ist so heftig gewesen, daß er die große Glocke (3600 Pfund schwer) auf dem Thurme des Collegio Romano in Bewegung gesetzt und laͤuten gemacht und das be⸗ wegliche Dach der Sternwarte gewaltsam abgedeckt hat, indem die Seile zerrissen, mit denen es qut verwahrt gewesen. Dane⸗ ben herrschte auf der hoͤchsten Spitze desselben Observatoriums vollkommene Windstille, woraus sich schließen laͤßt, daß das ange⸗ zeigte Phaͤnomen in einer Hoͤhe von nicht mehr als 160 Fuß uͤber der Meeresflaͤche stattgehabt habe.“ Dieser letzte sehr wohl beobachtete Umstand darf als das groͤßte Gluͤck fuͤr umere Stadt betrachtet werden, indem im entgegengesetzten Fall vielleicht ein großer Theil der hiesigen Palaͤste und hohen Haͤuser abgedeckt worden waͤre. Wirbelwinde von aͤhnlicher Heftigkeit sind in Jra⸗ lien nicht unerhoͤrt. Von den am Meere gelegenen Städten hat jede einen Wind, den sie besonders fuͤrchtet und der gleiche Er⸗ scheinungen in seinem Geleite zu fuͤhren pflegt.
Portugal. *
— — Lissabon, 31. Dez. Das Diario do Governo vom 16ten d. M. bringt uns wieder eine Amnestie, die sich auf die in den letzten Bewegungen zu Lissabon, Castello Branco und Portalegre verwickelten Individuen bezieht; nur die Offiztere sind noch davon ausgeschlossen, aber sie brauchen nicht zu esne es wird sich auch fuͤr sie noch Gnade finden. Das 8 digste ist, daß diese Amnestie gerade in dem Juss becs n⸗ * wurde, wo die Klubs, zu denen die Amnestirten gehönen, e⸗ dem Nachbarlande neue Verlegenheiten fuͤr Peueach e 8 ten oder doch zur Anzettelung derselben beh fuch 1 v48 Man haͤtte also denken sollen, daß 8n. jet büen Leute eingeschlossen gehalten werden muͤßten; Cen essen setzt man sie in Freiheit. Die erstaunliche eduld der