ortugi ation ruͤhrt von ihrer großen Schwaͤche her, . 8 898,en8. der Revolutionen; aber jede Geduld hat ihre Graͤnzen, und dieser unpolitische Begnadigungs⸗Akt ruͤckt die⸗ selben naͤher heran, als man vielleicht glaubt. Energischer ver⸗ fährt man gegen die Presse. Das neue Repressiv⸗Gesetz ist in lusfuͤhrung gebracht worden; seine Anwendung auf den „Na⸗ cional“ hat fuͤr den Augenblick gewirkt. Der verantwortliche Herausgeber, obgleich er durch die Finanz⸗Operationen der Re⸗ gierung unter dem durch die Revolution vom 9. Septem⸗ ber 1836 ans Ruder gebrachten Passosschen Ministe⸗ rium zu Vermoͤgen gelangt war, huͤtete sich wohl, die Caution in baarem Gelde zu leisten; er stellte einen Buͤrgen. Als er nun seiner leidenschaftlichen Sprache wegen an⸗ geklagt wurde, verwarf die Behoͤrde den Buͤrgen, weil derselbe nicht die von dem Gesetz bestimmte Qualification besaß, und die Publication des Journals wurde verboten, wenn nicht die gesetz⸗ siche Erforderniß von demselben erfuͤllt wuͤrde. Es handelte sich aber um Geld und so weit reichte der Patriotismus nicht. Der „Nacional“ hoͤrte daher auf, zu erscheinen, und was noch besser ist, mit dem „Direktor“, dem Blatte der Chartistischen Opposi⸗ tion, ging es ebenso. Man sieht, wie traurig es mit der consti⸗ tutionellen Portugiesischen Presse stehttt. —
AArkei.
Konstantinopel, 30. Dez. (A Z.) Ibrahim Pascha waͤrmt und erholt sich in Damaskus, nimmt von der reichen Buͤr⸗ gerschaft acht Millionen Piaster (zwei Millionen Franken) Con⸗ tribution, und zahlt, uͤbt und erquickt, was ihm noch an Pfer⸗ den und Soldaten blieb, mit den Huͤlfsquellen der seinolich ge⸗ sinnten Stadt, betrinkt sich taͤglich in warmem Palmen⸗Rack, und fuͤsilirt die Insurgenten. In einem Kriegsrath, den man nach Aufhebung der See⸗Blokade und dem Ruͤckzuge der verbuͤndeten Flotte nach Marmarizza hielt, machte er sogar den Vorschlag, durch eine letzte und verzweifelte Anstrengung den feindlichen Kordon zu sprengen, einen festen Punket an der Kuͤste zu neh⸗ men, und so die Communication mit Aegypten, wohin man nach dem Aufstand von Jerusalem und Samaria zu Lande un⸗ moͤglich durchdringen koͤnne, auf dem Seewege wieder zu oͤff⸗ nen. Und nur auf einstimmige Erklaͤrung der Generale, daß un⸗ ter den Umstaͤnden der Versuch nur mit Aufopferung alles noch vorraäthigen Materials und so zu sagen des ganzen Heeres gelin⸗ gen koͤnnte, und daß ihn bis an die Kuͤste hoͤchstens ein Haͤuflein von 800 gesunden, erprobten und abgehaͤrteten Soldaten zu fol⸗ gen vermöchte, gab er die offensiven Projekte wieder auf, und beschloß den Ausgang ruhig und auf Kosten der Damascener ab⸗ eec . So wenigstens lautet eine letzte Meldung aus dem
uͤrkischen Hauptquartier. Zugleich sind gestern die Pforten⸗Com⸗ missaire abgereist, um Mehmed Ali neuerdings als Pascha von Aegypten einzusetzen, und endlich einmal die Großherrliche Flotte wieder heimzubringen. —
— Nach den Berichten Franzoͤsischer Blaͤtter soll Ibra⸗ him Pascha in Damaskus fuͤrchterlich wuͤthen. Eine große An⸗ zahl einflußreicher Einwohner wurde auf seinen Befehl hinaerich⸗ ter. Einige seiner Soldaten hatten sich unzufrieden daruͤber geaͤußert, daß sie so schlecht verpflegt wuͤrden. Ibrahim verab⸗ schiedete sie, und ließ ihrer 400 in ein großes Haus bescheiden, in welchem er sie alle auf einmal in die Luft sprengte.
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗ York, 19 Dez. Der Courrier des Etats Unis meldet, es habe ein Reisender aus Bangor nach Boston die Nach⸗ richt uͤberbracht, daß ein Enzlisches Regiment aus Quebek sich des streitigen Graͤnzgediets bemäaͤchtigt haͤtte. Der Gouverneur von Maine habe von dem Gouverneur von Neu⸗Braunschweig
8
8 8 *
eine offizielle Mittheilung uͤber diese Thatsache erhalten. Leute seyen durch diese Nachricht beunruhigt worden; andere haͤt⸗ ten daruͤber gelacht. Das genannte Blatt erklaͤrt, daß es den letzteren beistimme; es sey unmoͤglich, daß die Englische Regie⸗ rung diese Frage mit dem Schwerte sollte loͤsen wollen; im außersten Falle muͤsse man annehmen, daß die Bewegung der Englischen Truppen sich auf einen Durchmarsch nach dem We⸗
sten hin beschraͤnkt habe.
Aus dem von dem Schatz⸗Sekretair dem Kongreß vorgeleg⸗ ten Bericht erhellt, daß die Aussuhr der Vereinigten Staaten waͤhrend der 12 Monate, die dem letzten Oktober vorangingen, sich auf 131,571,950 Dollars belaufen hat. Die Einfuhr betrug
10 4,805,891 Dollars.
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 20. Januar.
Abgang Zeitdauer
von Potsdam. St. M.
Zeindauer St. M.
41 40 10 „ 43 8 „ 53 82 „
52 „ 5
42 42 à2 53
Um 7 Uhr Morgens. — Vormitt.. Nachmitt. .
Abhbends . 88 V
Um 8 ½ Uhr Morgens. 11 ½ » Vormitt...
„ Nachmitt..
„ Abends...
⸗
Beobachtungen.
Abends V i
Meteorologische Nach einmaliger 10 Uhr.
Morgens Nachmittags 6 Uhr. 2 Uhr.
1841.
20. Januar. Beobachtung.
Luftdruck.ü.. 338,48“par. 336,09 „Par. 338,84 „ Par. Quellwärme 6,8 0 R. Luttwärme — 3 ° R. — 3,2 ° R. — 5,10 R. Flußwärme 0,00 R. Thaupunkt.... — 5,4“0 R. — 6,1 0⸗R. — 8,80 R. Bodenwärme 1,9 0 R. Dunstsättigung 81 vCt. 76 vCt. 70 pCt. Ausdünstung 0,024“ Rbh. Wetter ZB bezogen. trübe. trübe. Niederschlag O. Wind. e. N. NNO. NNO. Wärmewechsel — 3,00 Wolkenzug — NRNO. V — — 5,x 9. Tagesmitrel: 337,00“ „Par. — 3,8 R. — 6.4 ‧*R. 76 rCt. NNO.
e Börssen. 1 Amsterdam, 15 Januar 1 8 Niederl. wirkl. Schuld 505⁄1 6 5 % 4o 97 ¾. Kanz-Bill. 22. 5 % Span. 21 ⅞. Passive —. Ausg. —. Zinsl. —. Preuss. Präm, Sch. —. Pol. 131 ½ Oesterr. —. “] . 8 Aoiwe'cpen, 15 Jaunuar. Zinsl. 6. Neue Anl. 21 %⁄. 3 Franbfurt a M., 17. Januar. 2 ½ % Holl. 49 ½. 495⁄1 6. Bank-Actien 2013. 2010. 5 % Span. 23 ⁄1. 23 ½. Poln. L.002 e 73 ½¼½ G. Taunuvsb. Act. 335 ½¼. 335. 1 Hamburg, 19. Januar. Bank-Aciien 1675. Eugl. Russ. 1 61 ½ Paris, 1à. Januar. ““ 5 % Reute fiu cour 112. 40. 4 % Rente fiu cour. 77. 50. 5 %. 5
Viele
Berliner Börse. 3 Den 21. Januar.
Pr. Cour. Brief. Geld. 103 1 103 ⁄ 1003 ¼ 10 5 ¼ 802 4 80 ¼ 102 1 102 18 103 ¾
8
8 St. Schuld-Sch] 4 Pr. Kugl. Obl. 20] /4 Präm. Sch. d Seeh— Kurmk. Schuldv’ 34 Neumk. Schuldv. 3 4 Berl. Stadt-Obl] 4 Danz do. in Th. — — Weztp. Pfandbr. 24¹ 101 ¾ Grossh. Pos. do 4 — Ostpr. Pfandbr. ³ 102 Pomm. do. 31 103 ½ Kur- u. Neum. do 2³% ß103 % Schlesiache- do 2. — „ Coup. und Zins-
Sch. d. K. u. N
chkien.
Brl. Potz. Eiseub do. do. Prior Act. Mgd Lpz Eisenb — o0. do. Prior Act Berl. Anh Eiseub do. do. Prior. Act
102 105 %
—
103 ¼ 105 ½¼ 101 ½ 1025 8 103 ½¼ 102 ¼
Gold al marco Neue Dukaten * , Eriedrichad'or 1 e Aud. Goldm a 5 T.] 62 5.2 Disconto 8 3 4 5 „Cour. Thl. au 30 Sgr. Brief. I 4à&.*. 1354 7 8 137 %¾ Kurz 1491 4 2 Nt. 148%½ 3 Mt. 5 . 11n 2 Mt. 78 ¼ 2 Mt. 997/⁄1 2 t. + 2 At. 99112 995⁄1
8 Tage 2 Mt 100 1
32 Waoch. 1
Weechsel Courg.
250 Fl. Kurz
2 Mlt.
Aimusterdamn
do. Hamburg.. do Londouu.
.22 2—2
Wien in 20 XN1. Augsburg.. Breslau
Leipzig W. Z . Fraakfurt a. M. W2.. Petersburg .
1 101 ⁄ 21 61
Keonigliche Schauspiele.
Freitag, 22. Jan. Im Opernhause: Wohnungen zu ver⸗ miethen. Hierauf, zum erstenmale: Robert und Bertrand, pan⸗ tomimisches Ballet in 2 Abth., von dem K. Balletmeister He⸗ guet. Musik von dem K. Hof⸗Compositeur H. Schmidt. Die Schluß Decoration ist von C. Gropius. 8
Im Schauspielhause: 1) Clermont, ou: siste, vaudeville en 2 actes, par Seribe. vaudeville en 1 acte.
Sonnabend, 23. Jan. Im Schauspielhause: Egmont.
Sonntag, 24. Jan. Im Opernhause: Mary, Max Und Michel, komische Oper in 1 Akt. Musik von C. Blum. Hierauf, zum erstenmale wiederholt: Robert und Bertrand, pantomimisches Ballet in 2 Abth., von Hoguet. 1
Im Schauspielhause: Die schelmische Graͤfin, Lustspiel in 1 Akt, von C. Immermann. Hierauf: Laßt die Todten ruhen, Lustspiel in 3 Abth., von E. Raupach.
Une femme d'ar-
Koͤnigsstadtisches “
Freitag, 22. Jan. Des Herzogs Befehl. Lustspiel in
4 Akten, von Dr. C. Toͤpfer. Vorher: Der Liebe und des Zu⸗
falls Spiel, oder: Maske fuͤr Maske. Lustspiel in 2 Akiten, nach Marivaux und Juͤnger, von C. Lebruͤn. “
Sonnabend, 23. Jan. Peter und Paul.⸗ Lustspiel in 3 Ak⸗
Neapl tin cour. Iul. 75. 5 % Span Kente 243 8 Panzive 6 %b
Port. —.
Petersburg. 12. Januar. Lond. 3 Met. 392 16. Hamb. 349/16. Paris 407.
300 Fl. 68. do à 590 —.
Wien. 16. Januar.
4 % 0 . 3 % —. 2 q˖ % .
de 1839 28075/16.
Poln. à Par.
5 % Met. 106 ⁄1. 2 — ank-Acti Aul. de 1834 696 ⁄h₰.
8
ten, von Castellt. (Neu einstudirt) Hierauf: Der ZJurist und der Bauer. Lustspiel in 2 Akten, von Rautenstrauch. (Neu
einstudirt.) Sonntag, 24. Jan. Die Juͤdin. Opver in 4 Akten. Musik von Halevy. (Herr Wild, K. K. Hof⸗Opernsänger zu Wien: Eleasar, als Gast) — —5 Berantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. —
— Gedruckt bei A. W. Havyn 8
——
u ¹ 28 1 x4 Fn De BV—y —
vrae.
1 ——V Allgemeiner
“ 1 * 11“ Literarische Anzeigen. Bei A. W. Hapn, Zimmerstr. Nr. 29, ist so eben
schi neu: “ Des Koͤnigs Worte an sein Volk in ihrer ““ religiös⸗volitischen Bedeutung. brosch. Preis 5 sgr.
— —em
8. 1 Thlr.
Empfohlen werden in ihren sorgfältig ausgestatte-
en Fortsetzungen für 1841: L e CCTTETIT.j
Gazette des journaux français. Rédigé par Charles
Braudon. 10me année. 4
Ce journal parait tous les huit jours. Prix annuel
du journal avec 52 gravures de modes (une par se-
maine), qui sont différentes de celles de la Modenzei-
tung de L-eipzig et de tout autre journal de Modes
et en outre 3 semaines plus neuves: 6 Thlr. Le texte
seul 4 Thlr. 1 Schnellpost fuͤr Moden.
Magazin für die eleganre Welt und alle Kunst⸗ und Gewerbtreibende, welche für jene wirken. or Jahrgang. Erscheint wöchentlich. Preis mit 52 illum⸗ Modenkupfern 3 Thlr. 34
Die in den zwei so eben erwähnten Journalen mitgetheilten Moden erhalten wir in Original⸗ zeichnungen mit der Briefpost von Paris und erscheinen die neuen Moden deshalb hier 3 Wochen früher als in anderen derartigen Zeit schriften. Dieser Umstand hat besonders dem Voleur in der vornehmen Welit einen seyhr zahlreichen Eingang ver⸗ schafft. Alle Buchhandlungen, in Berlin E. S. Mitt⸗ ler (Stechbahn 3), Zeirungs⸗Expeditionen und Post⸗ ämter nehmen Bestellungen an. Leipzig, im Dezember 1840.
gurentafel.
geh. 24 Theremin,
In
Drr.
Baumgärtner'’s Buchhandlung.
in Verlage von Du ucker und Humblot ist neu erschienen und durch alle Buchhandlungen zu deziehen: Conradi, K., Kritik der christlichen Dogmen, nach Anteitung des apostolischen Symbolums. gr. 8.
2 Thir. . 88 lendorf, F., Historisch⸗kirchenrechtliche Blätter Ernce Deutschland. I1. Bd. As Heft. gr. 8.
4 88 Bd. 58 Hft. gr. 8. geh e „ 6 8 . . . 5 5.8 II. Bd. 68 Hft. gr. 8. geh. * Thlr.
98 III. Bd. 18 Hst. gr. 8. geh. ½ Thlr. E Vorlesungen über die Geschichte der Phi⸗
ie. ausgegeben von Dr. Carl Ludwi Ceephiei, HerEager gheil Zweite verbesserte Auf⸗ age. gr. 8. Subseriptions⸗Preis 172 Thlr.
116“
C.
bekannt.
1“
2
— — Phänomenologie 5b ng von Dr. Johann Schulze. Zweite unverän. erscheinen. derte Auftage. einfins, Th., Teut. 5r Thl. Tuel: Stoff zu Ausarbeitungen, freien Vorträgen und Reden in einer Menge wis⸗ senschaftlich geordneter Aufgaben,
und Stylproben. Fünfte sehr vermehrte und verbesserte Ausgabe.
Huberdt, A. 1 nebst praktischen Aufgaben für höhere Bürger⸗ und Militair⸗Schulen. Mit 1 Fi⸗
gr. 8.
Malinowskyl., L. v., und v. G. schichte der Brandenburg⸗Preußischen Artillerie.]p Fünste Lieferung.
reis ¾ Thlr.
Preuß, J. D. fürst Friedrich rische gen bei Gelegenheit ihrer Thronjubelfeier. gr. 8.
Thlr.
Dr. F., Die
am Sonntage nach der Huldigung, den 18. Okto;
ber und 18ten Sonntag nach genwart Ihrer Majestäten des
Königin gehalten,
unserem Verlag sind so alle Buch⸗ und Musikalienhandlungen zu beziehen, in Berlin bei T. Trautwein, Martin
Geistlich nebst den während seines Sing 88 1
und einigen mehrstimmigen Tonsätzen über dieselben
von Meistern des
als Festschrist für die vier der Erfindung der Buchdruckerkunst
Mit eingedruckten Holzschnitten
geh. In Hoch⸗Musikformat. Preis, kartonirt, Prachtausgabe in Seide gebunden 10 Luther's verrliche Kirchenlieder erscheinen hier, zum ersten Male seit Jahrvunderten, wieder zugleich voll⸗ ständig und ganz in ihrer ursprünglichen Gestalt. Der Beruf des Herrn Herausgebers zu diesem Werke ist Der artistischen bisher bekannt gewordenen Uriheilen, allgemeiner Bei⸗ währtesten fall nicht entgehen, und auch die typographische Einrich⸗ der Bulter,
gr. 8. 3 Thlr. Leipzig, am Auch unter dem
Besprechungen,
Dispositionen In der Riemannschen Buchhd Ein Ideen⸗Magazin für Lehrer. linschen Buchhdlg. (Ferd.
Elemente der ebenen Trigonometrie
ür G asien und 1 lgr Gpannhen den Rauchtaback so zu 4¼ Thlr. daß er mit wenig Kosten den
R. v. Bonin, Ge⸗ erwerthet werden kann, als sein Ei
gr. 8. geh. Subsecriptions⸗ E., Der große Kurfürst und Kur⸗ Eisenzahn. Historische Erinnerun⸗
Gottheit Christi. Predigt
Trinitatis, in Ge⸗ Königs und der
gr. 8. geh. 12 Thlr.
schaft vor Schaden zu bewahren, noch Nutzen zu ziehen,
eben erschienen und durch
Breite Str. 8, vorräthig: Luther's Deutsche
che Lieder Lebens dazu gebräuchlichen weisen
Hensoldt, H.
sgr.
26.
sechzehnten Jahrhunderts.
Herausgegeben , 1 9 te Jubelfe er oder Anleitung zur Verfertigung
laden, Gelées, Pasten, Cremes,
vo
n v. Winterfeld. so wie zur Bereitung
bäckerei, als der verschiedenen To und des Biscuits, aller Arten Aufläufe und anderen Backwerks inng der be⸗ der verschiedenen Chokolaten, Kardinals, delmilch, des Contents, der der seinsten er Weine.
nach Zeichnungen von
Strähuber. 5 Thlr.
Thlr.
Baw
Ausstatiung kann, nach den ch
Vorschriften zur Aufb
eben erschienen und zu baben in Berlin in der Ens⸗ Müller), Breite Str. 23,
in Küstrin in derselben, in Stargard bei Ferd. Müller: Anweisung, erprobte,
seinsten Woh und Geruch erhält und um mehr als die Hälfte
serner verdorbenen Taback wieder stellen, daß nicht die geringste Spur Verdorbensevns an ihm zu bemerken ist, ja er sogar schen höher als früher verkauft werden kann. theilt von einem alten Tabacksfabrikanten. 8.
Block, G. (bprakt. Landwirth), der treu bewaͤhrte Rathgeber in der Haus⸗ “ und Landwirthschaft, oder praktische und durch vieljährige Erfahrungen be⸗ währte Belehrungen, sich in der Haus⸗ und Landwirth⸗
einen sicheren Ertrag der dutte zu erzielen und denselben in den meisten Fällen zu verdoppeln, ja zu verdreifachen. vend
u. nützliches Hülfsbüchlein für Hausväter u. Hausmütter. 8. geh. 15 sgr.
Vollstaͤndiges Taschenbuch uͤber alle Sorten Schneidemuͤhl⸗Waaren. 8—
waaren. Tragantarbeiten. Dragées, Compots, Marme⸗ Gefrornen, Cbokolade,
zum Einmachen der Früchte und Glasiren derselben ꝛc., 84 8 aller Gegenstände der Kunst⸗
liebtesten kalten und warmen Getränke, als
Punsche, dekos, des Glühweins, der Limonade, Man⸗ des Katalogs in England,
Milch, Eier, Citronen,
Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.
des Geistes. Herausgegeben tung wird der Würde des Gegenstandes angemessen jeder Art,
20. Dezember 1840. n Breitkopf & Härtel.
zum Läutern und Aufbewahren des Citro⸗ nensaftes, zum Läutern des Honigs, dem Zuckersorup seinen herben Geschmack zu benebmen, so daß man ihn stalt des Zuckers gebrauchen kann, die Krantheiten der Weine zu heben ꝛc. Ein Hand uch für Schweizer⸗ bäcker und insbesondere auch für Hausfrauen.
1. in Koburg ist so 8 g1h. 1 35
Im Verlage der Buchhandlung des Waisen⸗ bauses in Halle ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen des In⸗ und Auslandes zu haben, in Verlin bei E. S. Miitler (Stechbahn 3): C00 MMENTARII DE BELLIS C. I1UI I11 C4184118 REcENSUIT ET II. LUSTRA I'T EkN. CIHIRls T. SchNEIDERR; LII T. ANT. PbROF. VRkATISL. LWEEE1“ C. IJULII CAESARIS C0 MMENTARIORUNM DE BELLoO GALIL.ICO. ö LIBRUM I-IV. C0NTIXENS. S maj. Preis 1 ¾ Thaler. EnklidIEE funfzehn Bücher aus dem Griechischen übersetzt von
behandeln, Wobhlgeschmack höher nkaufspreis beträͤgt; so herzu
CA R. um einige Gro⸗
Mitge⸗ 15 sgr.
8 e 7 1“
aus Schaden selbst
Pro⸗ F. Lorenz.
Sh Aufs neue herausgegeben nebst einem Anhange von
Ein nothwendiges
M. . [h e 8 Mit 10 Kupfertafeln. öte rerbesserte Ausgabe. Preis 11 Thaler.
Ch r.,
e
Peli, Th. (Schweizerbäcker)) Buͤcherverkaufsanstalt. b das Ganze der Schweizerbackerei,
Um den Besitzern ganzer Büchersammlungen oder einzelner werthvoller Werke Gelegenheit zu geben, die⸗ felben vortheilhaft zu verkaufen, werden wir Anf Oktobers d. J. unter Afsistenz eines K. gerichtl. K missarii eine Büchcrauction abhalten lassen, zu welcher wir bis Ende Juni Beiträge annehmen. Wir beser⸗ gen die systemakische Katalogisirung, Druck des Katz⸗ logs ꝛc. ꝛc. Die günstige Lage unseres Geschäftelokals — Linden Nr. 20 — wo die Auction abgehalten wer⸗ ke, a den soll, so wie die vortheilhafte Gelegenbeit, welche des Bischofs, uns unsere vielseitigen Verbindungen zur Verbreitung Frankreich und Deutschland lassen uns günstige Resultate erwarten, und
aller Arten Zucker⸗
rten, des Marz pans Pasteten, Lebkuchen, ; serner zur Darstel⸗
aroise ꝛc. und endlich darbieten,
Liqueurs, des Ciders und anderer künstli⸗ sehen wir Beiträgen baldigst entgegen. Nebst einem Anhang: enthaltend die be⸗
A. Asher & Comp. ewahrung des Mehls, N. g8 “ 6 Aepfel und Früchte “
2) La Meuniêre de Marly,
schätzt wurde,
“ Preußischen Staats⸗Zeitung
——— 8 8ö
v, 8
Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Die Englisch⸗Chinesischen Streitigkeiten. G Vergl. Staats⸗Zeitung vom 9. u. 14. Januar. Dritter und letzter Artikel.
Ueber den muthmaßlichen Ausgang des Streits und die Rückwirkungen desselben auf die Luropäischen und Welt⸗ Verhältnisse.
Es ist vieler Orten neuerdings übtich geworden, den zwischen Eng⸗ ländern und Chinesen obschwebenden Streit kurzweg einen Opium⸗ krieg zu nennen, um mittelst dieses Ausdrucks das Verfahren der er⸗ steren zu brandmarken. Es läßt sich auch nicht in Abrede stellen, daß die, gegen den Willen der Chinesischen Regierung, vorzüglich durch Britische Schiffe in neuerer Zeit in einer größeren Ausdehnung betrie⸗ dene Eiuschwärzung dieses Produkts eiwas sehr Gehässiges hat. Nichts⸗ destoweniger kann man betzaupten, daß es sehr wenige Umsicht nud Einsicht verrathe, wenn man bei der Beurtheilung der Mißhelligkeiten lediglich vom Opiunm ausgeht und beim Opium stehen bleibt. Die Opiumschmuggelei bildet für die Chinesen den Vorwand zur Rechtfer⸗ tigung ihres Verfahrens, und von ihrem Standpunkte haben sie un⸗ streitig ganz 2 heren Gesichtspunkte ans, als dem partikulären und subjektiven der Chine⸗ sen, jenen Standpunkt als den rechten ansehen könne, und ob die Engländer verpflichter seven, denselben anzuerkennen.
Bleiben wir zuerst beim Opium stehen, so ist der Schmuggelhandel mit demselben, der früher seinen Hauptsitz auf der etwas südlich von Canton gelegenen Insel Whampoa, sodann aber wegen der sich hier immer häufenden Hindernisse in Makao, und endlich in Folge der Er⸗ pressungen der Portugiesen in dem Meerbusen von Lintin, einem kleinen mitten zwischen den beiden genaunnten Punkten, innerhalb der Aus⸗ mündung des Cantonflusses siegenden Eilande, hatte, zwar von je her gegen das Verbot der Chinesischen Regierung betrieben worden; wegen des im Ganzen nicht bedeutenden Verkehrs wurde indessen in früherer Zeit das Verbot niemals sirenge aufrecht erhalten, — mit scharfen und entschiedenen Maßregeln trat man Chinesischer Seits erst offen hervor. als die Opium⸗Importation einen immer bedrohlicheren Umfang ge⸗ wann, als das Opium allmälig zu dem ersten aller Einfuhr⸗Artikel Gü. eheha- so rasch sich entwickelnde Steigerung jenes
erkehrs ergiebt sich v ali s den folgend lrg statisti 38 Netiten. ) vornämlich aus den folgenden verbürgten statisti⸗
Fräher, d. b. noch in den nächsten Jahren nach dem Sturze des Continentalsvstems, war rohe Baumwolle der Haupteinfuhr⸗Artikel der Engländer nach China; noch im J. 1817 betrug das QGuantum der Importation 47 Mill. Pfd. und der Werth desselben mehr als eine Million 300,000 Pfd. St. Seitdem aber, vorzüglich nach⸗ dem der Absatz von Kattunen und anderen baumwollenen Mannfakten so wie von baumwollenem Garn nach China hin beträchtlich zugenemmen, nahm der Abgang des Robprodukts von Jahr zu Jahr sehr bedentend ab, so daß bereits im J. 1822 — 23 nur noch etwa die Pälfte des oben er⸗ wähnten Auantums und Werthes eingeführt ward. Seit derselben nun aber nahm die Einfuhr von Opium ganz ungeheuer zu.
enn während dieselbe im J. 1817 — 1 nur auf ein Gewicht von un⸗ gesähr 360,000 Pfd. und auf einen Werth von 590,000 Pfd. St. ge⸗ hatte sie sich im J. 1822 — 23 schon auf beinahe 79400 Pfd, zu einem Werib von 1 Mill. 865,000 Pfo. St. gesteigert; im J. 1827 — 2 betrug dieselbe mehr als 11 ½2 Mill. Pfd. und das
Weithsquantum gegen 21 Mill. Pfd. St., — neuerdings aber war
sie zu einem Werth von 2 ½ — 3 Mill. Pfd. St. angewachsen. Allein im J. 1828 29 wurden über 13,000 elen x111“ Kiste durchschnittlich nur zu 1500 Dollars gerechnet, ein Kapital von 13 Mill. Dollars ausmacht. Daraus ergiebt sich, daß schon im Anfange der dreißiger Jahre die Opium⸗Einfuhr etwa 1½ Mill. Pfd. St. mehr an Werth betrug, als die gesammte jährliche Thee⸗Ausfuhr der Ostindi⸗ schen Compagnie, und fast eben so viel wie die gesammte Ein⸗ und Gesellschaft nach und von China.
Was nun diese immer gesteigerte Opium⸗Einfuhr betrifft, so leuch⸗ tet ein, daß die Coinesische Regierung, da in . . völkerung des Reichs allmälig physisch und geistig zerrüttet werden mußte, die strengsten Befehle gegen dieselbe erlassen, in Kraft setzen und aufrecht erhalten durfte. Sie war vollkommen in ihrem Rechte wenn sie, nachdem ihre Befehle gehörig bekannt gemacht worden 88 Unterthanen fremder Mächte, wenn sich dieselben auf Uebertretung je⸗ ner Vorschriften einließen, eben so wie einheimische Schuldige bestrafte und die verbotene Waare, wenn sie derselben innerhalb ihrer Gränzen babhaft werden konnte, konfiszirte. Hätte die Chinesische Regierung sich innerbalb dieser Schranken gebal'en, so würde das Britische Gouver⸗ nement sich schon gebütet haben, denjenigen seiner Unterthanen, die durch eigene Schuld sich Schaden zugezogen oder Strafe erlitten, Schutz angedeihen zu lassen. Aher die Chinesischen Behörden thaten weit mehr, sie gingen weit über den Kreis ihrer Rechte hinaus. Die Schuldigen mit den Unschuldigen in eine Kategorie stellend, benahmen sie sich gegen den anerkannten Repräsentanten einer fremden ansehnlichen Macht, als wenn eben diese Macht das veranlaßt habe, was doch allein deren Unterthanen als Privatpersonen zuzuschreiben war; sie stellten an die⸗ sen Repräsentanten durchaus unstaithafte Forderungen, die allenfalls höchsteus von barbarischen Nationen gemacht nicht aber von civllisir⸗ ten erfüllt werden fönnen; sie wiesen jede Remonstration, jede Pro⸗ testation dieses Repräsentanten, jede Berufung desselbenan höhere Chinesische Behörden und namentlich an die höchste Stelle auf höchst beleibigende Weise zurück; sie entblödeten sich nicht, heimtückisch und brutal, aller Gegenvorstellungen und Warnungen ungeachtet, sogar offene Gewalt⸗ thätigkeiten gegen den Englischen Agenten, dessen Untergebene und Schutzbefohlene zu verüben, und auf jegliche Weise die Flagge des Staats zu beschimpfen, durch den China in keiner Weise verletzt wor⸗ den war.
Durch ein solches Verfahren aber, das ist gleichfalls klar, und durch die öffentliche Billigung desselben von Seiten des Chinesischen Gouver⸗ nements, vernichtete das letztere der Hauptsache nach die Basis seines ursprünglichen Rechts, — es gab dadurch der Britischen Re⸗ gierung ein Recht, welches dieselbe unter keinerlei Um⸗
Recht. Nur fragt sich, ob man von einem objektiven, hö⸗
ständen aus dem Benehmen ihrer mit China handelnden Unterthauen abzuleiten im Standegewesen wäre. England eine der 5 grosten Weltmächte, überdies mit der Herrschaft uͤber fast den gan⸗ zen Süden Asiens bekleidet, kann im Verkehr mit anderen Bölkern eine ehren⸗ und rücksichtsvolle, wenigstens eine anständige Behandlung erwarten und verlangen; es war nicht verpflichtet, Beleidigungen, gegen seine Re⸗ präsentanten unter dem lächerlichen Vorwande verübt, daß man das Ausland vollkommen ignorire und zu ignoriren berechtigt sev, stillschwei⸗ gend hinzunehmen. Mit einem Worte, die Chinesischen Behörden ga⸗ ben mittelst ihres unklugen Benehmens der Englischen Krone das gün⸗ stigste Terrain, welches sich die letztere nur wünschen konnte; — sie gaben derselben einen rechtlichen Vorwand zur Eröffnung ven Feindseligkeiten, zur Erklärung des Krieges. Damit aber ist der Englischen Regierung, falls sie nur, was nicht zu bezweifein scheint, die nöthige Macht⸗Entwickelung bewirken fann, auch zugleich die beste und einzige Gelezenheit gegeben, das hiummlische Reich u einem ehrenvollen Frieden, d. h. zur Abschließung eines Trakta⸗ tes, den auf gütlichem Wege zu erlangen man sich so lange Zeit ver⸗ gebliche Mühe gegeben, zu zwingen, durch welchen außer der Abstel⸗ lung der vorliegenden Beschwerdepunkte eine gegenseitige völkerrecht⸗ liche, streng gesetzliche Behandlung der beiderseitigen Unterthanen, eine Anerkennung der Prinzipien des Europäischen Völkerrechts von Seiten des Chinesischen Geuvernements und außerdem in specie vielleicht eine Lneehsng 22 u.“ Verkehrs, die Erlassung fester 8 ie Begünstigung der is Laufle insichtlich der⸗ seiden areicht 5 stigung Englischen Kaufleute hinsichtlich der So stellt sich der Rechtspunkt heraus. Bei diesem aber dür⸗
fen wir nicht steben bleiben. Wenn man der Sache auf den Grund sieht, so möchte sich finden, daß eben sowohl die Erwehrung gegen die Corruption ihrer Bevölkerung mittelst des Opiums nur ein Vorwand von Seiten der Chinesischen Regierung — wie die verletzte Ehre ihrer Flagge und ihrer Repräsentanten von Seiten der Englischen sey. Hinter diesen Vorwänden versteckt sich, wie das meistentheils bei Völker⸗Streitigkeiten der Fall ist, als eigentlicher Grund des Haders auf beiden Seiten die Besorgniß oder die Gewißheit verletzter Interessen.
Der Chinesischen Regierung nämlich, wie sehr sie auch anschei nend in stolzer Zurückgezogenheit verachtend auf die Außenwelt blicken möge, kann es nicht entgehen, daß, je mehr England durch den Gang der Ereignisse gewissermaßen wider Willen genöthigt wird, mit Waffen⸗ gewalt seine Herrschaft von den Ganges⸗-Ländern aus gegen den Nor⸗ den und Osten hin zu erweitern, auch ihr Gebiet und ihre Bevölke⸗ rung allmälig in den Kreis der Unternehmungen der Briten werde hineingezogen werden; sie muß, wenn ihr nicht alles Nachdenken über die Verhältnisse abgeht, sehr lebhafte Besorgniß hegen, daß der politi⸗ sche Einfluß des Britischen Gouvernements sich nicht allein den Chi⸗ nesischen Gränzen nähern, sondern wohl gar dieselben überschreiten möge. Dieser politische Einfluß Großbritaniens, der Geist seiner Ge⸗ schichte und seiner Institutionen, der sich überau Bahn zu brechen weiß, wo sich Britische Waffen einen Boden erkämpfen, würde am ersten der patriarchalen Herrschaft des Bambus, auf welcher am Ende die Festig⸗ keit des Chinesischen Throns beruht, das Garaus machen. 8
„ Was England und seine Interessen betrifft, so ist es zur Ge⸗ nüge bekannt, daß, so wie die Agrikultur, die Industrie, der Handel und die Marine desselben während des Kampfes gegen das Napoleoni⸗ sche Kontinental⸗Sostem künstlich emporgeschroben und in der Höhe er⸗ bhalten war, nach dem Siege eine sehr bedenkliche Krise für die er⸗ wähnten Hebel seiner Macht entstand. Denn wenn auch der Britische Unternehmungsgeist in der vom Spanischen Mutterlande losgerissenen Welt sich einen weiten Spielraum errungen hatte, so erwuchsen demselben auf der anderen Seite sehr bedeutende Beschränkungen durch die nach dem Frieden erfolgte Herausgabe der bisher besessenen zahl⸗ reichen eroberten Kolonieen, so wie durch den glücklichen Versuch, welchen um dieselbe Zeit der Europäische Kontinent unternahm, in Bezug auf ge⸗ werbliche und fommerzielle Verhältnisse sich von England zu emanzipi⸗ ren. Dieser Verlust mußte eingebracht werden. Di⸗ unverhältnißmä⸗ ßig angewachsene Bevölkerung, die erkünstelten Verhältnisse des Briti⸗ schen Grundeigenthums, die bis zu einer schwindelnden Höhe emporge⸗ schofsene Industrie trieben unaufhaltsam zur Verstärkung des Euglischen Handels, zur Aufrechterhaltung und Erweiterung seiner Marine. Die EEE alten, 1 Eröffnung neuer Maͤrkte wurde, wie nie zuvor, eine Lebensfrage für di iti Existenz Großbritankens. .“
Von diesem Gesichtspunkte aus sind großentheils die neueren Ein⸗ wirkungen der Engländer auf die Staaten Süd⸗Amerika's, ihre Versuche, das System ihrer Verbrecher⸗Kolonieen in Neu⸗Süd⸗ Wales und VBandiemensland zu reformiren, und freie Niederlas⸗ sungen in Neuholland zu begründen, ist nicht minder ihre neuerliche Besitzergreifung von Neuseeland, sind ihre verschiedenen Unternehmun⸗ gen von Indien aus, namentlich gegen die Hinterindische Halbinsel und die Inseln des Indischen Archipelagus, — von demselben Gesichtspunkte endlich aus ist Sang elg die Behandlung ihrer Beziehungen zu 8* n — Fi. er Zeit zu beurtheilen.
So ist die hinesische Regierung, nachdem sie die Gefährlich der Englischen Macht erkannt, auf jede Weise und unter lar “ wänden bemüht, sich des wachsenden Einflusses jener Macht zu erweh⸗ ren, wo möglich durch Vernichtung alles Verkehrs mit derselben. So ist andererseits Großbritanien seit längerer Zeit aufs eifrigste bestrebt, seinen Einfluß auch nach dieser Seite Astens hin möglichst zu verstär⸗ ken, und namentlich seine Handels⸗Beziehungen mit dem Chinesischen Reiche, einer schwachen Regierung und einer nach Erwerb und Gewinn sehr begierigen Bevölkerung gegenüber, zu erweitern. Und dazu scheint alle Aussicht vorhanden zu sevn, vorzüglich in Folge der Aufhebung des Monopols der Englisch⸗Ostindischen Compagule. Seit dem Jahre 1814, in welchem die Häfen Hindostans allen Britischen Fahrzeugen ohne Ausnahme geöffner wurden, hat sich der Verkehr Eng⸗ lands mit Indien mehr als verdreifacht; seitdem im Jahre 1834 der Handel mit Ching ebenfalls für sämmtliche Britische Unterthanen frei⸗ gegeben ward, ist auch nach dieser Seite hin ein nie vorher gesebenes Leben erwacht, und es läßt sich mit Grund erwarten, daß innerhalb eines Zeitraums von 10—20 Jahren auch der Britisch⸗Chinesische Han⸗
völlig unbeträchtlich verschwinden.
deutenden Ergebnisse als welche der Britischen
Blicken wir zuletzt noch auf die Mittel,
auf welche dieselbe bei der Durchführung ihrer Entwürfe
die Pun ee richten dürfte, so erscheint eine ansehnliche und
ihr wohlgerüstete, mit kriegsgeübten Truppen bemannte Flotte, diesem Augenblicke in den Chinesischen Gewässern operirt, mehr als binlänglich, um einer eben so wehrlosen, als hochmüthigen Regierung Respeft einzuflößen und dieselbe zu Konzessionen zu zwingen; — sollte dieselbe aber hinsichtlich der letzteren noch schwanken, so wird die Bri⸗ tische Macht von den verletzbarsten P so richtigen Instinkte stets aufzufinden weiß, schon ken zu verbreiten und der Chinesischen Regierung so luste beizubringen wissen, daß eine entschiedene Nachgiebigkeit nicht lange ausbleiben dürfte.
Diesen Instinkt, welchem folgend goland, Gibraltar, Malta, den Jonischen Inseln und anderen Punk⸗ ten Besitz genommen, hat dasselbe auch sofort in hohem Maße in dem jetzt begonnenen Kriege bewiesen.
empfindliche Ver⸗
mit China von Wichtigkeit erscheinen. Das ist 1) an der Sül küste
der Hauptplatz des Chinesisch⸗Europäischen Bocca⸗Tigris und den Inseln Whampoa, Lintin und dem Portlugiesi⸗ schen Etablissement Macao; 2) weiter nördlicher hinauf die nicht un⸗ beträchtliche Insel Formosa (Chinesisch Tas⸗Wak) nebst dem kleinen, gerade gegenuͤber an der Küste der Provinz Foukien, etwa unter 24 ½20
26/ N. Br.) vorzugsweise jenen Namen (Chusan, Chow⸗shan, Chines. Ting⸗hae- héën) trägt; endlich 4) ganz nördlich hinauf der Meerbusen von Petscheli, von dem die gewöhnliche Kaiserliche Residenz, Peling⸗ nicht weit entfernt liegt.
Von diesen Punkten hat sich die Britische Flotte nach kurzem Wi⸗ derstande zuerst der Insel Tschusan, 1 eine Niederlassung besaßen und von wo, wie von Amoy, sie erst 1757
nachbarten Eilanden, ein sehr ausgedehnter Verkehr betrieben wird, die überdies die sichersten und tiefsten Häfen besitzt, bildet nämlich die Vormauer, den eigentlichen Schutzwall Ningpo's, welches von jeher als der Hauptsitz des Chinesisch⸗Japanischen Handels, und als der vor⸗ züglichste Vertriebs⸗Platz der Chinesischen rohen Seide, der Seiden⸗ waaren und des grünen hees angesehen worden ist. Nachdem die Engländer sich dieses festen Punktes, der einen Anhalt für Unterneh⸗ mungen gegen das Innere bildet, bemächtigt, die Befestigungs⸗Werke desselben hergestellt, den mit Chinesischen Sitten und Chinesischer Sprache Phnas bekannten Missionair Gützlaff daselbst zur obersten Magistrats⸗
erson ernannt, dergestalt den wichtigsten Zweig des Chinesischen Ver⸗ kehrs nach dem Handel von Canton unterbrochen und unter ihre Kon trolle gestellt, haben sie außerdem, wie im Fluge, die Befestigungen von Amov, welches einen herrlichen Hafen zur Aufnahme sehr beträchtli cher Fahrzeuge darbietet und von jeher ein Hauptemporium für den Verkehr mit der Insel Formosa, den Häfen der Chinesischen Seeprovin zen und den Inseln des Indischen Archipelagus bildete, mit ihren Ka nonen in den Grund geschossen, und dergestalt, indem sie diesen wichti⸗
der 8
genommen, der sich derselben in diesen Gegenden darbot. Canton da⸗ gegen haben sie, da die Bocca Tigris von Seiten der Chinesen mit vie⸗
nspruch genommen haben würde, ganz bei Seite liegen lassen, wohl wissend, daß nicht hier, sondern vielmehr im Norden die letzte Ent scheidung zu holen sevyx. Dahin, nach dem Norden, hat sich nun, den Vernehmen nach, nachdem Tschusan als ein fester Rückzugspunkt ein gerichtet worden, ein Theil der Expedition in Bewegung gesetzt, und es fraat sich demnach, ob nicht, wenn der Donner Britischer Geschütze im Busen von Petscheli erdröhnt, der Kaiserliche Thron von Peking zi Ueens Antschlcssen. 8 —2 Sg. ob dersfelbe nicht end⸗ ich zum 2 uß eines genügenden Traktats mi Briti Krone renash becben vüin- genüg 8 mit der Britischen Krone
Jedenfalls haben die Engländer für den Fall, daß das Chinest Gouvernement noch einige Zeit zögern sollte, Fhree 85 fahren, feste Basen gewonnen, von denen ans es ihnen sehr leicht wird einerseits sich zu vertheidigen, andererseits den gesammten Chinesischen auswärtigen Verkehr zu unterbrechen und zu vernichten, und endlich nach Belieben zu offenen Angriffen auf beauem gelegene Punkte überzugehen. Daß sie aber Tschusan und mehrere andere demnächst von ihnen in Besitz zu nehmende Plätze, selbst für den Fall, wenn es fur deieehg . E lassen sollten, möchte ebenso zu bezweifeln seyn, als daß sie Gibralte HSaa Race audenen darren b sdnen ea it Spannung sieht die alte Welt der weiteren Kund d
fernen Osten entgegen. Was aber auch dieselbe bringen be e ergebniß scheint nicht zweifelhaft zu seyn. Während im Westen Asiens die Beherrscher der Reiche der Sonne und des Mondes sich immer größerer Anstrengung unterziehen müssen, um ihre Gestirne vor dem Sinken zu schützen, während im Osten die Herrschaft des Drachen in stolzer Selbstgenügsamkeit fast entschlummert ist, scheint der Zeitpunkt zu nahen, wo der Norden und der Süden, beide unter dem Banner des heiligen Ritters Georg, sich immer mehr einander nähern, wo eine baldige Berührung, wenn nicht wahrscheinlich, doch möglich erscheint Welche Folgen aus einer solchen möglichen Annäherung oder Berührung für das Europäische Staalen⸗System erwachsen mögen, ruht im Rath⸗
solchen Ereignisse nur Licht und Leb Bild 8 u“ Gesirtung hervorgehen. 8 üdnes unp Zristliche
xT-s AL”
Allgemeiner
Bekanntmachungen.
NReEemenuauf. Königliches Kammergericht in Berlin. Die zur Konkursmasse des Rittergutsbesitzers Grothe ergGh, im Hypothekenbuche des Kammergerichts 0 .
celle und
vcls und Reetz, jedoch mit Ausschluß:
„ der von der Bauerugemeine zu Bresche als Be⸗ am 10. Juli 1841,
CerHed gshen He 9ge subhastirt werden.
Abga Ale unbekannten Real⸗Prätendenten werden aufge⸗
2) der vor der Gutswehnung in Bresche, siehenden fordert, sich, bei Vermeidung der Präklusion, spätestens Pappveln, der sechs bei dem Mollnitzer Hofe ste⸗ in diesem Termine zu melden.
sitzer ihrer bäuerlichen Stellen, bisher geleisteten an Dienste und Abgaben, 8
henden Eichen, 22 Kiehnbäumen und fünf Ka⸗ veln junger Kiefern, 3) des Rittergutes Bresche, 4) der an den Bauer Nühse verkauften Ackerpar⸗ celle zu Reetz,
kerparcelle, der dem Schulze, Winterfeld
6) verkauften Ackerparcelle,
7) der dem Fatke verkauften Ackerparcelle, 8) der dem Käthner Wendt verkauften Ackerpar⸗
9) der dem Käthner Eggert überlassenen Erbpachts⸗ Gerechtigkeit, hinsichts der sogenannten Reetzer
n : — Kamps⸗ und runden Schäserwiese,
pag. 337 verzeichneten und in der Westpriecg⸗ abgeschätzt auf 22,180 Thlr. 8 sgr. 7 pf., zufolge der
nitz belegenen Rittergüter Bresche, Mollnitz II. An⸗ nedst Hypothekenschein und Bedingungen in der Re⸗
gistratur des Kammergerichts einzusehenden Tare, sollen
„Nothwendiger Verkauf. e Heer ge in Berlin. 8 Reetz. . as im Beeskow⸗Storkowschen Kreise belegene Rit⸗ 5) der den Neumannschen Eheleuten verkauften Ak⸗ tergut Pieskow (sonst EEEö’ Henaunt
nebst Zubehör, abgeschätzt auf 18,257 Thlr. 9 sgr. 9 pf. und Sengebusch zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen jin der Registratur einzusehenden Tagxe, soll
Anzeiger für die Preußischen
am à. August 18à1, Vorm. um 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Alle unbekannten Regl⸗Prätendenten werden aufge⸗ fordert, sich bei Bermeidung der Präklusion spätestens
in diesem Termine zu melden.
tendenten, nämlich:
Vormittags um 10 Uhr,
werden hierzu öffentlich vorgeladen.
5 sgr. 8 P
Köslin, den 1. October 1840.
1) die Gebrüder Erdmann Georg Friedrich und Otto 8 Gottlob Ernst von — 1es 2) Clara Charlolte Wilhelmine Eleonore von Böhmer,
Nothwendiger Verkauf. Ober⸗Landes⸗Gericht zu Köslin. Subhastations⸗Patent.
58 im Stolpschen Kreise belegene Allodial⸗Gut
amerkow B., landschafrtlich abgeschätzt auf 5310 Thlr. waldes Syndikus r. Eichstedt N. 81 zufolge der nebst Hypothekenschein und zirten und nun hierselbst sch ingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, des vormaligen Kaufmanns soll am 30. April 1841, Vormittags um 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Königl. Ober⸗Landes Gericht. Civil⸗Senat.
Staaten. 8
Nothwendiger Verkauf Ober⸗Landesgericht zu g58n. Das Allodial⸗Rittergut Groß⸗Sillfow in Hinter⸗ vommern, und zwar im Stolpschen Kreise belegen, abgeschätzt auf 10,654 Thlr. 13 sgr. 7 pf., soll zufolge
Die dem Aufenthalte nach unbekannten Real⸗Prä⸗ der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in unserer
Registratur einzusehenden landschaftlichen Tare am 7. Juli 18à41, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. 8* Cöslin, den 26. November 1840. Königl. Ober⸗Landesgericht. Civil⸗Senat.
8 ,5 1I m gF. 9 8 Nachdem in der früher beim Magsstrat in Grimmen
anhängig gewesenen, auf Antrag des Gemeinen An⸗ bierselbst von dort apo⸗
webenden Konkurssache Friedrich v- in Grimmen die Convocation der Gläubiger zum Zwecke einer Verhandlung über den gütlichen Abschluß dieser Angelegenheit und eventualiter zur Berathung über 'den ferneren Betrieb derselben für nöthig befunden ist;
sehr
schlusse der Götter; für Asien aber, so scheint es, kann aus einem
del Resultate liefern werde, gegen welche die bisherigen, schon sehr be.
zur Erreichung ihres Zweckes zu Gehote stehen, so wie auf te, wie sie in
unkten aus, welche sie mit einem einen solchen Schrek⸗
Großbritanien allmälig von Hel⸗
Es sind nämlich vorzüglich vier Punkte, welche bei einem Streite Verkehrs, Canton, nebst der
N. Br., belegenen Eilande Amoy (Amuy, Emoev, Chines. Héa⸗mun); 3) noch weiter nördlich hinauf, beinahe unter 310 N. Br., die Stadt Ningpo oder Ningpo⸗soo, än der Provinz Tsche⸗kian, mit der vor der:· selben liegenden Tschusan⸗Insel⸗Gruppe, von der die größte (unter 300
wo schon früher die Engländer
vertrieben wurden, bemächtigt. Diese Insel, von der, wie von den be⸗
gen 2 wehrlos machten, ihre Blokade verstärkt und den Intriguen „Regierung von Siam, die auf Chinesische Veranlassung bereits den Britischen Handel zu beeinträchtigen begann, den Haupt⸗Anhaltspunkt
ler Mühe verrammelt und mit Ketten verschlossen worden, weil eine Finmemrinmn dieser Hindernisse jedenfalls viel Arbeit und Zeit in
raktats käme, so bald wieder sahren
8 8
5