1841 / 37 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dt gebildet hat, nach der es, unter ganz andern Au⸗ I 1529 Theile und unter andern Fahnen, nach mehr

als hundert Jahren zuruͤckgekehrt ist.

Magdeburg, 3. Febr. Seit dem 20jaͤhrigen Be⸗ stehen des Martinsstiftes zu Erfurt einer unrter der Leitung des Lehrers Reinthaler stehenden Erziehungs⸗Anstalt fuͤr verwahr⸗

sete Kinder sind 8990 Zoͤglinge darin aufgenommen worden.

Davon wurden 42 zu Schul⸗Gehuͤlfen voͤllig ausgebildet, 23 wurden zwar zu Schul⸗Gehuͤlfen vorbereitet, sie gingen jedoch mit den heugnissen vöͤlliger Zufriedenheit zu anderen Verhaͤltnissen uͤber; 369 sind als tuͤchtige Handwerks⸗Gesellen in die Fremde gewandert und zur Haͤlfte schon geschickte Meister geworden, von denen viele wieder aus Dankbarkeit gegen das Martinsstift Lehr⸗ linge daraus erziehen helfen; 21 sind zu brauchbaren Tageloͤhnern erzogen worden; 52 schon erwachsene Maͤdchen haben das Naͤhen und Stricken gelernt; 38 sind in buͤrgerliche Haushaltungen zu sittsamen Dienstmaͤdchen erzogen worden; 23 Pfiegeknaben und 21 Pflegemäaͤdchen haben vor ihrer Einsegnung die Erziehung im Martinsstifte wieder entbehren koͤnnen. 589 Zoͤglinge sind also mit Ehren und zur Zufriedenheit aus dem Institute entlassen worden. 150 Zöͤglinge aus allen vorgenannten Staͤnden haben sich zwar der Einwirkung des Vorstehers fruͤher entzogen, als sie dieselbe entbehren konnten, aber doch die Hoffnung auf ihr an⸗ derweitiges Gedeihen hinterlassen; nur 71 Zoͤglinge, oder von allen nur den Eilften hat der Vorsteher selbst ohne Rettung aufgeben muͤssen, weil ihre Besserung ohne Erfolg versucht wor⸗ den war. So sind zusammen 810 Zoͤglinge abgegangen und 80 Zoͤglinge sind geblieben. Rechnet man, daß fast saͤmmtliche Zoͤg⸗ linge erst zu einer Zeit aufgenommen wurden, wo sich bei den meisten schon die verderblichsten Neigungen eingewurzelt hatten, so ist das Resultat gewiß ein uͤberaus erfreuliches. Die Einnahmen des Martinsstiftes betrugen in dem ganzen Zeitraume seines Be⸗ stehens 42,209 Rthlr. 8 Sgr. 8 Pf., wovon auf die ersten 10 Jahre 17,429 Rthlr. 27 Sgr. 3 Pf. kommen. Die meisten dieser Einnahmen wurden durch milde Gaben wohlthaͤtiger Men⸗ schen erlangt und nur ungefaͤhr der sechste Theil durch bestimmte Beitraͤge fuͤr verschiedene Zoͤglinge erzielt.

Kreuznach, 31. Jan. (Koͤln. Ztg.) Eines der schoͤnsten ammguͤter der alten Rheingrafen, welche Jahrhunderte in un⸗ serem schoͤnen Nahethal auf ihrer Burg Rheingrafenstein gelebt und die Bewohner des Thales, zum Theil ihre Unterthanen, be⸗ schuͤtzt haben, ist nun wieder von einem ihrer Nachkommen zu⸗ ruͤckgekauft worden. Der Prinz Franz von Salm⸗Salm, Rheingraf ꝛc., hat mit dem schon fruͤher erkauften Gheingrafen⸗ steiner Walde, nun auch die Guͤter und den Hof des Rheingra⸗ fensteins an sich gebracht. Durch diesen Kauf ist eine der schoͤn⸗ sten Besitzungen einer in Deutschlands Geschichte ruhmvoll ge⸗ nannten aiten Familie aufs neue deren Eigenthum geworden. Es verlautet, Se. Durchlaucht wollten sich daselbst eine Wohnung einrichten, um läͤngere Zeit im Jahre auf dieser romantischen Besitzung zu leben. Unsere Stadt, die sich in den letzten Jah⸗ ren durch den Besuch vieler Kurfremden so bedeutend gehoben hat, kann durch den laͤngern Aufenthalt des Prinzen nur noch mehr gewinnen, besonders wenn, wie zu erwarten steht, in der Umgebung des Gutes durch Nachhuüͤlfe der Kunst die herrlichen Naturschoͤnheiten den Besuchenden zugänglicher gemacht werden

Von der Mosel, 30. Jan. (Rh. u. M. Ztg.) Nach⸗

em der hohe Wasserstand der Mosel, welcher unmittelbar nach

der letzten Eisfahrt eintrat und die ungewoͤhnliche Hoͤhe von bei⸗ nahe 26 Fuß am Pegel erreicht hatte, gegenwaͤrtig wieder stark gefallen und der Fluß in sein Bett zuruͤckgetreten ist, werden auch die zur Correction desselben in den letzten zwei Jahren angelegten Bauwerke allmaͤlig wieder sichtbar, und es ist fuͤr uns Mosel⸗ Bewohner keine kleine Freude, diese Werke nach dem uͤberstande⸗ nen harten Kampfe so wohlbehalten wieder zu sehen, da wir nunmehr fest uͤberzeugt sind, daß die von dem hohen Gouverne⸗ ment beabsichtigte Verbesserung des Flusses unfehlbar eintreten werde, was von so Vielen seither bezweifelt wurde, indem man den Correctionswerken keine Haltbarkeit gegen den Eisgang zutraute. In diesem Jahre war aber der Eisgang der Mosel gerade fuͤr diese Werke so fuͤrchterlich, wie er nur jemals werden kann, denn das Eis war meistens bis zu 1 ½ Fuß stark und sehr kraͤftig und gesund, und der Wasserstand war bei dem Aufbruch des Eises und noch lange nachher gerade in der Hoͤhe, wo die meisten Werke hart getrof⸗ fen werden mußten; nichtsdestoweniger ist von allen Werken, welche zwischen Trier, und Coblenz angelegt wurden, deren Zahl wohl 300 üͤbersteigen mag, so viel man hoͤrt, auch nicht ein einziges zer⸗ stoͤrt und nur wenige wurden, jedoch meistens⸗ unbedeutend, be⸗ schädigt. Dagegen soll aber, wie kundige Schiffer behaupten, das

Flußbett fast an

llen Stellen, wo Werke liegen, waͤhrend dieses Winters sich bedeutend verbessert und vertieft haben und der Zweck der Werke mithin schon groͤßtentheils erreicht seyn. Die von dem Gouvernement bisher gebrachten Opfer zur Verbesserung der Moselschifffahrt, welche von jedem Moselbewohner auf das dank⸗ barste erkannt werden, koͤnnen nach den vorliegenden Erfahrungen ihren Zweck nicht mehr verfehlen; uͤberdies aber haben sie, ganz ab⸗ gesehen hiervon, der Moselgegend auch noch den großen Nutzen ge⸗ bracht, daß eine bedeutende Anzahl armer Leute bei Ausfuͤhrung der Bauten Beschaͤftigung und Brod findet. Wie man vernimmt, soll noch im Laufe des naͤchsten Monats die Dampfschifffahrt zwi⸗ schen Koblenz und Metz mit erneuter Kraft ins Leben treten.

Elberfeld, 1. Febr. (Elberf. Z.) Unter den civilisirten Staaten wird wohl am meisten Aufmerksamkeit auf die Taub⸗ stummen in Preußen und Wuͤrttemberg verwandt. Preußen hat Anstalten fuͤr diese in Berlin, Breslau, Koͤnigsberg, Muͤnster, Neiße, Liegnitz, Gruͤneberg, Ratibor, Koͤln und Halle. Außer⸗ dem sind solche Anstalten mit den Seminarien verbunden, und es bestehen Privat⸗Anstalten zu Berlin, Stettin, Posen, Marien⸗ burg, Angerburg u. s. w. Das numerische Verhaͤltniß der Taub⸗ stummen stellte sich bis Ende 1837 in Preußen (nach Dr. Schmalz) also heraus: In den Provinzen:

Preußen 2,154,154 C. 2376 Tbst., auf 1 Mill. E. also 1103 Tbst. Posen 15 1,169,706 9604 8 5 »„ 820 » Pommern. 990,285 » 897 “““ 906 » Schlesien 2,679,473 » 2185 815 » Brandenb. 1,740,627 » 1316 » 760 » Sachsen.. 1,564,187 * 1260 » 806 » Westphalen 1,326,467 » 720 543 » Rhrinprov. 2,473,040 »— 1386 560 » Die wenigsten Taubstummen sind in Westphalen, besonders im Regierungs⸗Bezirk Muͤnster, die meisten in Ostpreußen, vorzuͤg⸗ lich im Regierungs⸗Bezirk Gumbinnen. Das Verhaͤltniß der Taubstummen zu den Blinden ist durchschnittlich 10:9. Es giebt weit mehr Taubstumme unter als uͤber 30 Jahre; bei den Blin⸗ den ist das Verhaͤltniß gerade umgekehrt.

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 4. Februar.

Abgang Zeitdauer Abgang Zeitdauer

von 8 von Berlin. St. M.] Potsdam. (St. M.

1 .Pomm. do. 33

Um 7 Uhr Morgens .. 44 Vormitt... 40 Nachmitt.. 43 28 42 Abends... 52

Um 8 ½ Uhr Morgens. 40 » 11 ¼ Vormitt... 44 10 2 ¼ Nachmitt.. 43 -

6 Abends... 52 10 55

Meteorologische Beobachtungen. Morgens Nachmittags V Abends Nach einmaliger

1841. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 klbr. Beobachtung.

A. Februar.

Quellwärme 6,70 R. Flußwärme 0,90 R. Bodenwärme 1,00 R. Ausdünstung 0,021“ Rh. Niederschlag 0,009“ Rr.

336,06“„Par.

12 20 R.

13,4° R.

Luftdruck 338,36“ „Par. 337,41“„Par. Luftwärme...— 13,8 0 R. 10,6 0 R. Thaupunkt.. 15,1 0 R. 12,2 0 R. Dunsisaͤttigung 88 vCt. 84 vpCt. 90 vCt. Wetter heiter. bezogen. heiter. E“ O. O. O. Wärmewechsel 10,1 0 Wolkenzug O. 12,29. Tagesmittel: 337,48“ Par. 12,20 R. 13,6 0 R... 87 pCt. O.

Berliner Börace. DE 5. FEPRnUaR 1841.

Pr. Cour.

Pr. Cour. 8 Brief.] CGeld.

Brief. Geld. R 10à2 103 ½ Actien. 1003⁄¾2 100 1⁄¼à2 [Brl. Pots. Eisenb. 5 807/ 80 [do. do. Prior. Act. ,44 1021 6 1015⁄/ 1) bMgd. Lpz. Eisenb. Neum. Schuldv. 32 102 ⁄1 1015⁄8 sdo. do.Pror.Act.,4 Berl. Stadt-Obl. 103 3 ¾4 103 ⁄¼4 Berl. Auh. Eiseub. Danz. do. in Th. 48 do. do. Prior. Act. 4 Westp. Pfaudbr. 37 101 ¾ Grofsh. Pos. do. 4 105⁄4 101/½2

Ostpr. Pfandbr. 33

103 ⅛6 102 1035⁄6 103 3 102 ¼

St. Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Prüm. Sch.d. Seech Kurm. Schuldv. 3*

127 ¾¼ 126 ¾ 102 ⁄½ 114 102 1063 ¾¼ 105 ¾ 102 ⁄½

115

gold al marco 208 Neue Dukaten Friedrichsd'or 81 13 And. Goldmün- zeu à 5 Th. Discouto

Kur- u. Neum. do. 32 Schlesische do. 3⁄ Coup. nud Zius-

Sch. d. K. u. N. 98 97

621à8 4

Auswärtige Börs Amsterdam, 1. Februar. jederl. wirkl. Schuld 50 1. 5 % do. 97 ⁄½. Kanz-Bill. 21

3 5

1“

Der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 27 Sgr. 6 Pf.

119

6

Passivre —. Ausg. Pol. —. Oesterr. 103 ⁄8.

Antwerpen, 31. Januar. Neue Anl. 22 ⁄⁄l.

Frankfuürt a. M., 2. Februar. Qesterr. 5 % Met. 105 G. 4 % 98 G. 21½ % 1 % 24 X% G. Bank-Actien 1954. 1952. Partial-Obl. —. 0 zu 500 Fl. 1381 ⅛. 137 ⁄1⁄. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Präm. Sch. 80 G. do. 4 % Anl. 103 8 G. Poln. Loose 73 1 G. 5 % Span. Anl. 24 1. 24 ⁄¼24. 2 ½ % Holl 59 ⁄1 6. 49⁄10. Eisenbahn-Actien. St. Germain 705 G. Versailles rech- tes Uter 430 G. do. linkes 318 ½ G. München-Augsburg —. Strass- burg-Basel 250 Br. Leipzig-Dresden 100 ½ Br. Hamburg, 3. Februar. 3 Bauk-Acticn 1615. Engl KRuss. 106 ½.

Koͤnigliche Schauspiele. Sonnabend, 6. Febr. Im Schauspielhause: Der Oheim. Hierauf: Humoristische Studien.

Zu dieser Vorstellung werden Billets verkauft, welche mit „Freitag“ bezeichnet sind.

Wegen Unpäͤßlichkeit des Fraͤul. Ch. von Hagn kann das Trauerspiel „Egmont“ heute nicht gegeben werden, und bleiben die dazu bereits verkauften Billets zur Vorstellung dieses Stuͤcks, welche am naͤchsten Montage stattfinden wird, guͤltig.

Sonntag, 7. Febr. Im Opernhause: Die Flucht nach der Schweiz, Singspiel in 1 Akt. Musik von F. Kuͤcken. Hierauf:⸗ Robert und Bertrand, pantomimisches Ballet in 2 Abth., von Hoguet. Musik von H. Schmidt.

Im Schauspielhause: Nathan der Weise.

Montag, 8. Febr. Im Schauspielhause: Egmont.

Dienstag, 9. Febr. Im Opernhause: Don Juan, Ovper in 2 Abth. mit Tanz. Musik von Mozart. (Mad. Christiani vom Stadttheater zu Hamburg: Zerline als Gastrolle.)

Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

Am Freitag, den 12. Febr., wird im K. Opernhause eine große Redoute stattfinden. Zur Unterhaltung des dieselbe be⸗ suchenden Publikums werden, zum Theil durch das Personal des K. Ballets, verschiedene Aufzuͤge und Quadrillen ausgefuͤhrt werden, mit deren Anordnung die Herren Hoguet und Gropius beauftragt worden sind. Das Naͤhere soll spaͤter angezeigt und vorlaͤufige Anmeldungen zu Billets à 1 Rthlr. von den Kastella⸗ nen des Opern⸗ und Schauspielhauses notirt werden.

Koͤnigsstaͤdtisches Theater. 8

Sonnabend, 6. Febr. Die Reise auf gemeinschaftliche Ko⸗ sten. Posse in 5 Akten, von L. Angely. Vorher: Der Ver⸗ raͤther. Lustspiel in 1 Akt, von Holbein.

Sonntag, 7. Febr. Die Juͤdin. Oper in 4 Akten. Mu⸗ sik von Halevy. (Herr Wild, K. K. Hof⸗Opernsaͤnger zu Wien:

Eleasar, als Gast. 18 8 Des Herzogs Befehl. Lustspiel in

Montag, 8. Febr. 1 4 Akten, 8* Dr. 8 Toͤpfer. Hierauf: Die Wiener in Berlin.

Posse mit Gesang in 1 Akt, von K. v. Holtei.

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 4. Februar 1841.

Su Lande: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 2 Rtblr. 3 Sgr. 9 Pf. und 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr.; große Gerste 1 Rihlr. 1 Sgr. 3 Pf.; kleine Gerste! Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 1 Rthlr., auch 25 Sgr. Eingegangen sind 144 Wispel.

Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rihlr. 5 Sgr., auch 2 Rthlr. 2 Sar. 6 Pf. und 2 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Roagen 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr.; große Gerste 28 Sgr. 9 Pf.: kleine Gerste 27 Sar 6 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 27 Sgr. 6 Pf., auch 25 Sgr.; Erbsen 1 Rihlr. 12 Sgr. 6 Pf. (schlechte Sorte). Eingegan⸗ gen sind 231 Wispel. Mittwoch, den 3. Febrnar 1841.

Das Schock Stroh 10 Rthlr. 20 Sgr., auch 8 Rthlr. 15 Sgr. Branntwein⸗Preise. vom 29. Januar bis incl. 4. Februar 1841.

Das Faß von 200 Brt., nach Tralles 52 pCt., nach Richter à0 pE!., gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung, nach Angabe: Kar⸗ toffel⸗Branntwein 19 Rthlr. 15 Sgr., auch 18 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.

Kartoffel⸗Preise. 1

Der Scheffel Kartoffeln 20 Sgr., auch 17 Sgr. 6 Pf. 8

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. SGedruckt bei A. W. Hayn.

Beilage zur Allgeme

151

inen Preußischen Staats⸗Zeitung E 37.

8 * 8

Griechenland. Athen, 14. Jan. Alle Journale werfen in ihren heuti⸗

b

Nummern einen Ruͤckblick auf das beendete Jahr und diese

evuen sind, mit Ausnahme der des Griechischen „Couriers“, der Regierung nicht guͤnstig. am unmotivirtesten ist der Tadel der Minerva. „Werfen wir“, sagt sie unter Anderem, „einen Blick auf das Ausland, so sehen wir den Zographosschen Vertrag, welcher unseren Handel begra⸗ ben und uns mit der Tuͤrkei in solche Zwistigkeiten verwickelt hat, daß wir deren Loͤsung nicht voraussehen. Wir sehen unsere Be⸗ ziehungen zu den fremden Maͤchten hoͤchst locker und deren Sym⸗ pathie erschuͤttert. Nicht erfreulicher ist das Bild unserer inne⸗ ren Administration. Das Ministerium des Innern ist ohne Leben und Thaͤtigkeit. Die Berufung der Evparchie⸗RNaͤthe schien dieses Ministerium in etwas zu beleben, aber leider sehen wir nun schon seit geraumer Zeit alle Antraͤge derselben unberuͤcksichtigt und unerledigt. Unsere Schul⸗ und Kirchensa⸗ chen charakterisiren sich hinlaͤnglich durch den Zustand, in dem der Klerus, Schulen und Gymnasien sich befinden. Im Finanzfache hoͤren wir von nichts als von Bedruͤckungen der Paͤchter und von Benachtheiligungen der Interessen der Unterthanen von Sei⸗ ten des Fiskus. Die Justiz geht in den Haͤnden des Herrn Paikos ihrer Aufloͤsung entgegen. Das Militairwesen machte im verflossenen Jahre keine Fortschrite; der einzige Fortschritt beur⸗ kundet sich in der Beguͤnstigung der fremden Offiziere. Die Ma⸗ rine ist nicht nur paralysirt, sondern sie hat fast ganz aufgehoͤrt zu existiren die Marine, welche Griechenlands rechte Hand ist. Gewiß, jene Schriftsteller haben Recht, welche behaupten, daß unser politischer Zustand sich mit jedem Jahre verschlechtert, statt verbessert. Die einzige Rettung aus diesem traurigen Zu⸗ stand ist die Constitution. Leider aber scheint es, daß der Brief des Herrn v. Giese, die Proclamation und so viele andere Protokolle und Noten der verbuͤndeten Maͤchte in Vergessenheit gerathen sind. Acht Jahre sind es nun, seit unser Koͤnig den Griechischen Boden be⸗ treten, und noch wurde die National⸗Versammlung nicht berufen, was nach dem erwaͤhnten Briefe sogleich nach Ankunft der Re⸗ gentschaft haͤtte geschehen muͤssen. Acht Jahre sind verflossen, und noch sind viele Fremde, gegen die Gesetze der Voͤlker, in Ci⸗ vil⸗ und Militair⸗Stellen. Acht Jahre sind es, seit das Volk unablaͤssig verlangt, von den Fremden befreit zu werden, deren Anwesenheit die nationale Unabhaͤngigkeit so tief verletzt, seit es die Aenderung des Systems der Regierung und die Constitution verlangt, um aus dem Zustande der Unsicherheit herauszutreten; aber noch ward es nicht erhoͤrt, weil die Scheidewand, welche die Fremden zwischen Volk und Thron errichtet haben, und be⸗ sonders die Camarilla, die gerechten Wuͤnsche der Nation nicht bis zum Thron Otto's gelangen laͤßt. Es bleibt uns darum keine andere Hoffnung, als daß die Fuͤrsorge des Koͤnigs, Glauben schenkend unserer Rede und unsern Bitten, aus diesem erbarmens⸗ werthen Zustand uns befreie. Wir erklaͤren feierlichst, daß uns keine andere Ruͤcksicht, als der aufrichtige Wunsch fuͤr das Wohl⸗ seyn des Volkes und den Ruhm des Thrones unseres Koͤnigs ln dieser offenen Sprache bestimmt. Wenn wir auch in unseren usdruͤcken hart und anstoßend sind, so sind wir doch aufrichti⸗ gere Freunde des Thrones, als die Schmeichler und Parasiten der Regierung, welche, indem sie den wahren Zustand der Dinge verdrehen, dem Thron und dem Vaterlande gleich gefaͤhrlich sind. Erkennt die Wahrheit, und die Wahrheit wird uns retten.“ Nicht viel guͤnstiger spricht sich der „Volksfreund“ aus. Etwas zemaͤßigter ist der Aeon, welcher in der neuesten Zeit der Regie⸗ ung sich wieder etwas genaͤhert hat. Außer der Berufung der Harchie⸗Naͤthe lobt er die Sorgfalt der Regierung in der Un⸗

mruͤckung der Raͤuberei. Fuͤr das Jahr 1841 verlangt er die

Erichtung einer Bank, Achtung der Rechte des Staats⸗

Ruhs, die Bildung eines „eklektischen“ Ministeriums, unter

Erweiterung seiner Befugnisse, Beruͤcksichtigung der Ma⸗

rine, Organisirung der Zustaͤnde des „sehr benachtheilig⸗

ten’ Klerus und Schutz fuͤr die „gaͤnzlich erstorbene“ oͤffentliche

Bildung, die Vertheilung der Staats⸗Laͤndereien, Aufmunterung

der Ansiedelung und die Ertheilung der Constitution. Hoͤren

wir dagegen auch den Griechischen Courier. Er sagt unter

Anderem: „Werfen wir den Blick auf das abgelaufene Jahr,

so bemerken wir mit Vergnuͤgen raschen Fortschritt in allen Din⸗

gen. Die Regierung sieht mit Freuden das Gelingen ihrer Be⸗

muüͤhungen, die Zunahme des allgemeinen Wohlstandes und die

Am staͤrksten und vielleicht auch

Fortschritte und bewiesen aufs neue die reichen Huͤlfsquellen des

Befestigung der Gefuͤhle der Dankbarkeit, welche das Volk an den Thron knuͤpfen. Die finanziellen Quellen haben sich ver⸗ mehrt durch die unausgesetzten Bemuͤhungen der Regierung. Die Staats⸗Kasse war im verflossenen Jahre im Stande, den gegen die Schutzmaͤchte eingegangenen Verpflichtungen zu genuͤgen und die Bezahlung der Interessen und Amortisationen zu beginnen... Die Agrikultur, die Industrie und der Handel machten erfreuliche

Landes. In allen Staͤdten, besonders in Athen, Piraͤus, Patras, Syra, Nauplia und Chalkis, beurkundet eine Menge neuer Eta⸗ blissements den regen Unternehmungsgeist der Griechen... Grie⸗ chenland hat im Jahr 1840 mit allen Maͤchten, besonders aber mit den drei Schutzmaͤchten, die freundlichsten Beziehungen un⸗ terhalten, und sich bemuͤht, Beweise der Achtung zu geben, welche es fuͤr die Meinungen derselben hegt. Es hoͤrte die Rathschlaͤge, welche die Schutzmaͤchte ihm behufs der Erkraͤftigung der Griechi⸗ schen Monarchie und des Wohlstandes des Königreiches ertheil⸗ ten, mit jenem Gefuͤhle der Dankbarkeit, welches Griechenland fuͤr deren jetzigen und fruͤheren Schutz ihnen schuldet... Trotz ihrer Bemuͤhungen war die Regierung nicht im Stande, die Han⸗ delsverhaͤltnisse mit dem Osmanischen Kaiferthum auf festen Grund⸗ lagen zu regeln. Diese Ursachen dieser unangenehmen Verhaͤlt⸗ nisse sind hinreichend bekannt. Die Regierung bedauert die Ver⸗ zoͤgerung, welche die Ausgleichung dieser Schwierigkeit erheischt, und die irrigen Vorstellungen, welche in Bezug auf die gegen⸗ seitigen Verhaͤltnisse Platz gegriffen haben; die Regierung hofft aber, daß die Verzoͤgerung ihrem Ende nahe und die Irrthuͤmer werden berichtigt werden, so daß Griechenland, der Tuͤrkei gegen⸗ uͤber, die ihm gebuͤhrende Stellung wieder einnehmen wird... Betrachten wir das Volk. Nie, seit dem Jahre 1833, zeigten sich die Griechen so gleichguͤltig gegen die Parteien und die Kontroversen der sogenannten einflußreichen Personen; nie beschaͤftigten sie sich mehr mit ihren positiven Interessen und gaben sich so ausschließ⸗ lich den Wissenschaften, Kuͤnsten und Gewerben hin. Nie end⸗ lich waren sie so sicher der Gegenwart, so beruhigt fuͤr die Zu— kunft, so gleichguͤltig gegen hohle Phrasen und so unbesorgt, ge⸗ genuͤber den uͤbeln Prophezeiungen der Journalistik.“

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Albs eine sehr wichtige Erscheinung, sowohl für die archäologische Wissenschaft, als vornehmlich für das Studium der architektonischen Kunst, ist ein Werk zu bezeichnen, welches mit seiner letzten Lieferung unlängst beendet ist und nunmehr vollständig ausgegeben wird, unter dem Titel: „Das Erechtheion zu Athen nebst mehreren noch nicht bekannt gemachten Bruchstücken der Baukunst dieser Stadt und des übrigen Griechenlands. Nach dem Werke des H. Inwood mit Verbesserungen und vielen Zusätzen herausgegeben, durch eine genaue Beschreihung dieses Tempels und eine vollständige Geschichte der Baukunst in Athen vermehrt durch Alexander Fer⸗ dinand von QGuast, Ehren⸗Mitglied der archäologischen Gesellschaft in Athen. Berlin, 1840. Verlag von G. Gropius.“ Das Werk be⸗ stebt aus einem Atlas mit 42 Tafeln in groß Folio und einem Bande Text mit 193 Seiten in Oktav und vier Inschrift⸗Tafeln. Der größere Theil der Abbildungen ist denen des Englischen Werkes von Inwood über das Erechtheum nachgebildet; die übrigen sind zunächst nach Zeich⸗ nungen des Architekten, Herrn Schaubert in Athen, welche vielfach zur Berichtigung, zur Ergänzung und Erweiterung der Inwoodschen Mittheilungen dienen, gegeben; einige Darstellungen sind dem Pracht⸗ werk des Engländers Vulliamp, welches die Griechische Ornamentik zum Gegenstande hat, entnommen. Auf 15 Tafeln ist das Gebäude

Psanfte Deckung der Flächen gemein,

des Erechtheums selbst, das zarteste und anmuthvollste Bauwerk aus der Blüthezeit Griechischer Kunst, in seiner Gesammt⸗Anlage, wie in seinen sämmtlichen, so höchst vollendeten Details, behandelt; 23 andere Tafeln geben ö von anderen Gebäuden aus Athen und Attika; 4 Tafeln die Fragmente von Bauwerken außerhalb Attika, und zwar vornehmlich von solchen Gebäuden, welche dem eigenthümli⸗ chen Style des Erechtheums verwandt erscheinen. In solcher Anlage gewährt das Werk eine möglichst umfassende Uebersicht von jener wei⸗ cheren, zarteren und reicher geschmückten Bildung der Architektur, die sich zu Athen im Gegensatz gegen die, bei größeren Monumenten angewandte Dorische Bauweise unter dem vorherrschenden Einflusse des Jonischen Elementes ausgebildet hatte. Zugleich aber hat die Art und Weise der Mittheilung das große Verdienst, daß alles, so mannig⸗ faltige und so fein gebildete Detail hier mit sicherstem Verständniß, in großem Maßstabe, auch mit eingezeichneten Profil⸗Durchschnitten (zur Bezeichnung seiner plastischen Formation) gegeben ist, so daß, was die Gegenstände an sich und was deren Darstellung anbetrifft, das Werk

als eines der allerwichtigsten für das Studium und für das erschöpfende Verständniß der Griechischen Architektur bezeichnet werden muß. Eben so gediegen als diese bildlichen Mittheilungen ist der vom erausgeber gearbeitete Text. Derselbe enthält zunächst eine Bauge⸗ schichte Athens, die mie klarer Umsicht so gründlich, als vollständig, in diesen Zweig der Kunstgeschichte einführt. Sodann eine geschichlliche Untersüchung über das Erechtheum, welche sowohl die Jahre, in denen der Bau desselben ausgeführt ward, als die Bedeutung seiner einzelnen Räume, soweit es für heute möglich ist, feststellt, auch eine belehrende Kritik der merkwürdigen Bau⸗Inschriften desselben giebt. Endlich eine kurze, aber genügende Erläuterung der Kupfertafeln. Das Vorste⸗ hende wird hinreichen, um das betheiligte Publikum auf die vielseitige Bedeutsamkeit des genannten Werkes aufmerksam zu veh;⸗

7 .

Berlin. Unter den schönen Fortschritten ihrer Kunst, von denen zu berichten uns die hiesigen Kupferstecher neuerdings häufige Gele⸗ genheit gegeben haben, ist die neueste Leistung des Herrn Lüderitz auf das rühmlichste zu nennen, besonders sofern sie füͤr eine bei uns noch nicht geübte Manier die Bahn gebrochen hat. Das uns vorliegende schöne Blatt, Romeo und Julia in der nächtlichen Abschieds⸗Scene, nach einem Bilde von Karl Sohn, vorstellend, ist in geschabter Manier, und zwar in derjenigen Verbindung mit der Radirnadel, worin Französische Künstler neuester Zeit so Treffliches 1,89., auf einer Stahlplatte gearbeitet. Herr Lüderitz hat seinen rüheren Auf⸗ enthalt in Paris benutzt, sich auch diese Kunstart zu eigen zu machen. Zunächst muß man das hier angewandte Verfahren von der Aquatinta ünterscheiden, die, obwohl der Effekt nahe übereinkommt, doch ganz verschieden, ja, fast entgegengesetzt ist, denn die geschabte Manter, oder schwarze Kunst, bringt ihre Töne nicht durch verschiedenen Grad des Aetzens hervor, sondern arbeitet auf einem mittelst des Roulets grainir⸗ ten Grunde vom Dunkeln ins Helle, indem sie mittelst eines Schabeisens die Oberfläche fortnimmt und die Glätte mehr oder weniger herstellt. So schwierig dieses Verfahren, namentlich in den feineren Nüancen des Lichtes, ist, so hat es doch große Vorzüge vor der Aquatinta voraus, weil der Künstler hier alles in der Gewalt seiner Hand behält und der trüge⸗ rischen Wirkung des Scheidewassers nichts anzuvertrauen braucht. Dagegen hat der Effekt des Kunstwerks nachher mit der Aquatinta die welche wie getuscht erscheinen. So sehr dies aber auf der einen Seite ein Vorzug ist, so macht sich doch das Bedürfniß nach Unterscheidung und Belebung der Töne fühl⸗ bar und hier hat eben die neuere Manier ihre Zuflucht zur Radierna⸗ del genommen. Letztere aber wird so angewandt, daß ihre geätzten Schrafftrungen unter dem allgemeinen mit dem Roulet hervorgebrach⸗ ten Grunde liegen, wodurch dann ihre Wirkung nur noch wärmer und frischer erscheint. Das Flaue und Unlebendige, das alle älteren Werke der schwarzen Kunst an sich behielten, ist somit beseitigt, das feinere Auge wird nicht mehr durch Eintönigkeit und Stumpfheit beleidigt, und die Kunst ist um eine Art der Vervielfältigung bereichert, welche zwischen Kupferstich und Steindruck nicht bloß hinsichtlich der Erschei⸗ nung, sondern auch der leichteren Hervorbringung eine sehr willkommene Mitte hält; dadurch aber, daß das Verfahren sogar auf Stahl ange⸗ wendet werden kann, gewinnt man zugleich noch eine größere Zahl von Abdrücken.

Die neu modifizirte Manier ist besonders zur Darstellung solcher Gemälde geeignet, welche einen Licht⸗Effekt einschließen, d. h. die einen starken Kontrast des Dunklen und Hellen darbieten und wo namentlich das erstere gegen das letztere überwiegt. Fhüerae gehört nun das ge⸗ wählte Bild von Sohn allerdings, allein seine Wirkung besteht dem⸗ hauptsächlich aber beruht sein Werth

na auch in der Farbe, chst auch 8 Die Liebenden

auf den feinsten Nüancen des Seelenausdrucks. ind in dem inhaltsvollen Moment genommen, wo sie mit der

nnigkeit und Gluth der begeisterten Liebe von einander schei⸗ den auf immer. Der Maler hatte sich schon das allzu⸗ schwere Ziel gesteckt, durch den Erguß der Liebe, welche doch die Welt und Alles vergißt, zugleich das tragische Schicksal durchscheinen lassen, und in der Hingebung zugleich Wonne und Schmerz vereinigen zu wol⸗ len. Der Kubpferstecher hat dies wohl aufgefaßt und ist davor nicht erschrok⸗ ken. Man wird in dem Ausdruck der Köpfe die Intention des Malers wieder finden, so wie denn das Blatt sogar gestattet, diesen Ausdruck näher und prüfender zu betrachten, als es im Bilde der Fall war, wenigstens von dem Standpunkt aus, der erforderlich ist, um das Ganze zu über⸗ schauen. Alles Beiwerk, die Gewänder und die Architektur sind mit eben so viel Delikatesse als Geschmack ausgeführt. Möchte der gewiß wohlverdiente Beifall des Publikums den Künstler ermuntern, den be⸗ tretenen Weg zu verfolgen! Da die neuere Malerei so gern sich auf einem Gebiet bewegt, welches auf der Mitte zwischen der Historie und dem Genre liegt, so scheint diese geschabte Manier für Vervielfältigung solcher Stücke die geeignetste zu seyn und jedenfalls Vorzüge vor der Lithographie zu haben, da sie die Formen immer noch fester und sicherer und auch den Farben⸗Effekt zugleich energischer und sanfter wiedergiebt. Alsdann würde der Stich nur für Skulptur und die höchsten Sphären der Malerei verbleiben; das Genre aber hätte an der Lithographie genug, und je leichter und entschlossener diese gehand⸗

habt wird, um so besser für sie selbst. 8 SZA

““

Bekanntmachungen.

2) Johann Trangott Gütermann aus Filehne, der im Jahre 1818 von Linkau aus als Papiermacher⸗

Fremde gegangen,

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

thal, wekcher im Jahre 1818 nach Polen in die

2 A v s Die unweit der Städte Dobrilugk und Kirchhain

Geselle auf die Wanderschaft sich begeben; modo ihrer Erben und Erbnehmer werden hierdurch der Postillon Michael Henke aus Ludwigsdorff, aufgefordert, uns von ihrem Leben und Aufenthalt so⸗ der zuletzt, 1796, zu Lauenburg sich aufgehalten; fort Nachricht 2 geben oder in dem am 6. Oktober No. 177 pag. 897 verzeichnete, dem George Hartwig Samuel Wilhelm Schwandt aus Filehne, welcher 1841, Vormittags 9 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗ Gercke Sen Louisen⸗Krystall⸗Glashütte, welche seit im Jahre 1803 auf der Wanderschaft im Oester⸗ Landesgerichts⸗Assessor Pietzcker anberaumten Termine mehreren Jahren nicht mehr im Betriebe und gericht reichtschen sich aufgehalten; persönlich oder durch einen Bevollmächtigten, wozu ih⸗ lich auf 5907 Thlr. A sgr. 2 pf. abgeschätzt ist, soll der Schuhmacher⸗Gesell Joseph Wolff aus Bar⸗ nen die Justiz⸗ Kommissarien, Justizrath Schöpke, ar 11. Juni 1841, Vormittags 10˙Uhr cin, der 1812 in Pakosc su Arbeit gestanden und und Justiz⸗Kommissarius Schultz II. vorgeschlagen an hiesiger Gerichtsstelle in nothwendiger Subhastation dort zum Polnischen Militair ausgehoben worden werden, sich zu melden, widrigenfalls sie für todt er⸗ öffentlich verkauft werden. seyn soll; 39 und ihr Vermögen ihren nächsten legitimirten Er⸗ Die Taxe und der neueste Hypothekenschein können die Gebrüder Lorenz Roch und Valentin Mila ben und Erbnehmern verabfolgt werden wird. in unserer Registratur eingesehen, die Kaufbedingungen aus Inowraclaw, von denen Lorenz Roch 1813 Bromberg, den 17. Oktober 1840. dagegen werden im Termine bekannt gemacht werden. zum Militair ausgehoben worden seyn soll, wäh⸗ Königliches Ober⸗Landesgericht. Dobrilugk, den 4. November 1840. rend Valentin 1820 sich in Warschau aufhielt;; Königl. Land⸗ und Stadtgericht. der Scuhmacher⸗Gesel Wyszkowski aus Nakel, welcher sich im Jahre 1824 von Polnisch Die zur Graf v. Haesele z ea. Die zur 3 rschen Konkursmasse . Crone aus in die Fremde begeben; rige, im Lübbenschen Kreise 8 önar an 1

incx S .e⸗ 8 t t Avertissement. dꝗg en. das im Lübbenschen Kreise der Niederlausitz bele⸗ 3) 1 gene, zur Graf v. Haeselerschen Konkursmasse gehb⸗ für den Schulunterricht. Nach den neuesten Ver⸗ rige Alodial Rittergut Leibchel, abgeschätzt auf 35,338 4) änderungen bearbeitet von LDr. A. Neubig. 24ste Thlr. 27 sgr. 8 pf., soll im Wege der nothwendigen verm. u. verb. Aufl. 8. brosch. 3 ¾ sgr. Subhastation 1 800 Aufgaben aus der rechnenden Geometrie und den siebzehnten Juni 1841, 5) Trigonometrie, so wie über Zinseszins, Renten, von Vormittags 11 Uhr ab, vor dem Ober⸗Landes⸗ Witwenkassen, Sparkassen, Waldberechnung u. s. w. zerichts⸗Rath Steinbeck auf dem Königl. Ober⸗Lan⸗ für polvtechnische Schulen und Gymnasien. Von desgericht hierselbst verkauft werden. Die Taxe und der Dr. A. Neubig. 8. 15 sgr. Auf 1a Fsbe eieüshe sind in unserer Registratur Predigten von Dr. F. H. Ranke. Ir Theil. 2te Auf⸗ enzusehen. · 8a9g gr. 8. 9,Fa Velinp. 15 sgr. rankfurt a. d. O., den 24. Oktober 1840. Untersuchungen über den Pentateuch, aus dem Ge⸗ Königl. Preuß. Ober⸗Landesgericht. biete der höheren Krstie pon Fe. F. H. Ranke. 8 1 2r Band. gr. 8. 1 r. 22 ½ sgr. 1 G Gedichte von Friedrich Rückert. 3r Band. Avertissement. 18 2te Auflage. gr. 8. brosch. Velinp. 2 Thlr. Das zur Graf v. Haeselerschen Konkursmasse gehö⸗ Sammlung von Predigten auf die Sonn⸗ und Fest⸗ rige, im Lübbenschen Kreise der Niederlausitz belegene Allodial⸗Rittergut Groß⸗Leine, taxirt auf 28738 Thlr.

tage des Kirchenjahres zur Beförderung häuslicher und Familienandacht, zur Belehrung und zum 21 sgr. 3 pf., soll im Wege der nothwendigen Sub⸗ hastation in termino

Trost in verschiedenen Lagen des menschlichen Le⸗ bens. Zum Besten der neuen protestantischen Ge⸗ den siebzeynten Juni 1841, von Vormittags 10 Uhr ab, auf dem hiesigen Königl.

meinde zu Unteraltenbernheim herausgegeben von J. A. G. Lützelberger. gr. 8. Druckpap. 2 Thlr. Ober⸗Landesgerichte vor dem Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Steinbeck meistbietend verkauft werden.

Velinpap. 2 Thlr. 15 sgr. Die Emigranten. Eine Erzählung für christliche Die Taxe und der neueste Hypothekenschein können Familien. Von Konr. Scheidler. 8. Velinpap. in unserer Registratur eingesehen werden. Frrankfurt a. d. O., den 24. Oktober 1840.

rosch. 10 sgr. Königl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

im Luckauer Kreise, Frankfurter Regierungs⸗Bezirk, belegene, im Hypothekenbuche von Dobrilugk Vol. III.

Avertissement.

Subhastations⸗Patent. Nothwendiger Verkauf. Das der hran Witwe Johanne Ernestine Labes geb Broen, der Frau Hauptmann Justine Karoline Auguste Schumann geb. Schmidt und dem Herrn Landgerichts⸗ Assessor Ernst Wilhelm Schmidt zugehörige, etwa 3 Mei⸗ len von Danzig entfernte, zu erblichen Deutsch⸗Kullmi⸗ schen Rechten nach dem Privilegio vom 6. Mat 1555 verliehene Gut Nobel Nr. 38, abgeschätzt auf 9097 Thlr. 8 sgr. 4 pf. sufolge der nebst Hypothekenscheine und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll den 18. (Achtzehnten) Juni 1841, Vorm. 10 lUhr, an hiesiger Gerichtsstelle gegen baare Bezahlung ver⸗ kauft werden. Königl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.

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Wopyciech Strzvzinski, welcher sich 1811 von Wa⸗ St

d aus auf die Wanderschaft nach Polen be⸗ Eeen 2efarschasg. Kgeschat 8 e;

die Anna Marianne Ruszkiewicz, welche sich im Subhoßsthe. fechlehnten Juni 1841

Jahre 1809 aus Polnisch Crone wegbegeben; von Vormittags 11 Uhr ab, auf dem Königl. Ober⸗

die Geschwister Anna und Johann Malzahn, Sanng vor dem Deputirten Ober⸗Landesgerichts⸗

welche sich 1807 von Sucholowko (Inowraclawer Rath Steinbeck öffentlich verkauft werden. Die Taxe

Kreis) heimlich eutfernt haben; und der neueste Hopothekenschein können in unserer

Karl Schlieper aus Biegedzin (Kreis Registratur eingesehen werden.

irsitz), welcher sich nach dem Jahre 1810 von Im Falle von den interessirenden Realgläubigern

bf enifernt hat; bis zum Termine die erforderlichen Vorbereitungen

die seit 40 Jahren verschollene Barbara, geborne bewirkt worden, können auch Gebote auf

Walewska, verehelichte v. Zbychikowska I., v. Zu⸗ die einzelnen zur Herrschaft gehörigen Guüͤter Groß⸗

1“* und Alter sich nichts vncgen, Klein⸗Leuthen, Bückchen, Dolgen Guhlen

8 lassen; ein⸗Leine und Ressen an⸗ TEöö“

8. unverehelichte Theodosia eehe . welche Frankfurt a. d. L den 1“

sich um das Jahr 1816 von Bromberg nach Po⸗ Königl. Preuß. Ober-⸗Landesgericht⸗ Nothwendiger Verkauf. 1“ cht zu Berlin, den 11. November

len begeben; 1 4 üller⸗ Gesell Johann Pusch aus Sophlen⸗ DAX ““ . L Nenen Friedrichsstraße N

Lehrbuch der Naturgeschichte für Schulen und zum Selbstunterricht von Dr. G. H. v. Schubert. 12te verm. u. verb. Aufl. 8. 12 ½ sgr.

Staats⸗ und Kirchenverordnungen über die christ⸗ qqütIÜsgatib n. liche Sonntags⸗Feier. Gesammelt u. herausgeg. Folgende Verschollene: . von Dr. J. K. Irmischer. II. Abth. 1s8 Heft. 8. 1) Johann Friedrich Beutler aus Dobieszewo, der brosch. 26 ¼ sgr. ““ lüuletzt im Fr. 1805 zu Nordhausen als Apo⸗

sbeber⸗ ehülfe condittonirt hat;

Bei Carl Hevyder in Erlangen sind so eben erschie⸗ nen und durch alle Buchhandlungen zu bekommen, in Berlin bei W. Logier, Friedrichssir. Nr. 161:

Fahrten. Erzählt von C. Drärler⸗Manfred. 8. brosch.

Velinpapier. 1 Thlr. 5 sgr. un gG Engelmann's neueste Geographie von Europa und 1“ den übrigen vier Welttheilen. Ein Elementarbuch

1““

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2. 5 2 32 2. 7 6 Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Beke t ch b ann machun g en. Kleidung, 6) Verhalten bei Tafel, 7) Höflichkeitsregeln und heutige Verfassung im Umgange mit dem schönen Geschlecht und 8) eine der Die Dividende der Berlin⸗Poisdamer 8 22 55 8 h 3 8. geh. 12 ½ sgr. . Eisenbahn⸗Actien wird gegen Abgabe des 2ten, Unter allen bis jetzt erschienenen Kompli⸗ Dr. E. A. 2 Fenh. C1“ 1 %. März d. J., Vormittags von 9 bis 12 Uhr,schen Buchhandlung herausgekommene das 4 8 it 8 8 S iun Kassen-Lokale auf AAeanch. 1 Erster Theil. gr. 8. Preis 3 ¾ Thaler. mit Ausschluß des Sonntags, im Kassen⸗Lokale auf beste, vollständigste u empfehlungswertheste. Das Wert welches Sen ankündigen, hat sich Hrn. Plahn gezahlt werden. E. J. Kecht in Berlin, Brüderstraße 24 Frie⸗ dis ani er kat in jeder Inhaber vo den⸗C at E. F. Kecht in Berlin, Brüderstraße 24, Frie⸗lischen Kirche Preußens, uͤnter möglichst vollständiger Ein jeder Inhaber von Dividenden⸗Coupons hat drichsstraße 198 u. 199, Wriezen a. d. Oder Berücksichtigung des Provinzialrechts, historisch zu ent⸗ nach den laufenden Nummern geordnet, mit seiner v vo b n der Namens⸗Unterschrift und igs⸗Anzeige versehen, —:⁊ und letzte möglichst bald folgen wird, enthält die Ge⸗ ud Wohnungs⸗Anzeige verseh schichte der katholischen Kirche, mit vorzugsweiser Rück⸗ Die Direction der .

Effenbahn. Befetthht“,demer vollständige Stücke) des in gr. Oktav-Format er- zur evangelischen Kirche, je nach den einzelnen Pro⸗ scheinenden vinzen bis auf die neueste Zeit herabgeführt, und da⸗ ausgegeben. No. 241. Bocquet pèêre et fils p. Lau- 8 des⸗Gesetzgebung über die katholischen

8 renein. In 6 Tagen erscheint die 2te No.: Un verre ““ Meals S Uebersicht der durch In einer zwölften verbesserten Auflage H agr., für Nicht-S 81e di . 8 8 gr., für Nicht-Subskribenten à 72 sgr. t organisation der katholischen Landeskirche, öqZ tlen mser Leu⸗ Linden. Schlesingersche Büch- u. Musikhdlg. ühhsen vesammen geneng der kirchlichen und welt⸗ Neues Komplimentirbuch, tigen Kirchenrechts verbindet. 1 ften beliebt zu ma⸗. Im Verlage der Buchhandlung des Waisen⸗ oder Anweisung, sich in Gesellschaf zu ma⸗h ne lage der, neeas zrhichen bad kh düt Anreden und kleine Gedichte bei Neujahrs⸗, Geburts⸗ in Berlin ves g. 25. Ner b 8 und H Glückwi 1 S. Mittler (Stechbahn 3): und Hochzeitstagen; Glückwünsche bei Geburten und E 8 h reden beim Tanze und bei Gesellschaften, nebst den nöthigen Anstands⸗ und Bildungsregeln, als: 1) Aus⸗ 8 5 von 8 und Bewegung des Körpers, 3) Gesetztheit, 4) Ane e gr. 8. Preis 1 ½ Thaler. ͤ1115 8

9 bildung der Sprache, 5) Wahl und Reinlichkeit der 1I111 Dividende⸗Zahlung. I Blumensprache und Stammbuchaufsätze. katholischen Kirche Preußens Coupons mit Fünf Thaler vom 1. bis inehmentirbüchern ist das obige, in der Ernst⸗ordentl. Professor an der Universttät Halle⸗Wittenberg. dem Berliner Bahnhose durch unseren Rendanten u haben bei EEE111“ gleichzeitig demzufolge eine Specification derselben, und Fürstenwalde. EEEb1““ ein geeci., dan dern g. gebruan aen „Zeben wurde die lete No. der neueg Sorio dl2 sicht auf das Verhältniß zur weltlichen Macht und Répertoire du théatre français à Berlin mit theils eine Charakteristik der Preußischen Provin⸗ Literarische Anzeigen. 2te No.: Un- V d'cau, comédie p. Scribe. Preis für Subskribenten] die politischen Ereignisse dieses Jahrhunderts herbeige⸗ CAe“ lichen, allgemeinen und partikularen Quellen des heu⸗ cen und sich anständigzu betragen, enthalteno; Iüasche⸗ Buchhandlungen des In⸗ und Auslandes zu haben, Gevaiterschaften; Heirathsanträge; Einladungen; An-⸗ S ch ““ bildung des Blicks und der Mienen, 2) die Haltung 86 89 ö1“ van 8 8 . 88