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lifizirter Lehrer erhalten. — An Schulbauten sind im Jahre 1840 ausgefuͤhrt worden: Neubauten 15, und 91 theils groͤßere, theils kleinere Reparaturen und Erweiterungen der Schulzimmer. Außer dem freien Bauholz ist aus Staatsfonds im Ganzen eine Summe von 2317 Rthlr. 5 Sgr. 8 Pf. zn diesen Bauten be⸗ willigt worden, und zwar 1103 Rthlr. 10 Sgr. aus dem Koͤnig⸗
Neapl. au compt. 101. 80. 50 % Span. Rente 24 ¾. Passive 6. 3 % “ lichen Patronats⸗Bau⸗Fonds, 1049 Rthlr. 20 Sgr. aus der Ge⸗ “ . “ 1 8 8 4 neral⸗Staats⸗Kasse und 164 Rthlr. 5 Sgr. 8 Pf. aus dem so⸗ öe “ genannten Kamminer Schulfonds. — In der Stadt Kulm ist 5 % Met. 10815 16, 4 % 9815 19. 20 % —. 21 /½0 % —. 1 % 2 ße½. .
im vorigen Jahre ein massives, der Kaͤmmerei gehoͤriges Haus Bank-Actien —. Aul. de 1834 271 71. de 1839 —. mit einem Kosten⸗Aufwande von 707 Rthlrn. zu einer Maͤdchen⸗ Schule eingerichtet worden. Diese Schule wird ganz aus staͤd⸗ tischen Mitteln unterhalten und genießt keinen Zuschuß aus Staatsfonds.
Aus den drei Haupt⸗Seminarien der Provinz zu Grau⸗ denz, Marienburg und Jenkau sind im Laufe des vorigen Jah⸗ res 39 Seminaristen mit dem Zeugniß der Reife entlassen, und groͤßtentheils im hiesigen Regierungsbezirk angestellt worden.
In allen Schulen ist auf Einfuͤhrung des Unterrichts in den wesentlichen Handarbeiten ernstlich hingewirkt worden. Die An⸗ lage und Benutzung von Obstbaumschulen wird mit Sorgfalt gleichfalls gefoͤrdert. Die Beschaͤftigung mit dem Seidenbau ver⸗ spricht durch die Bemuͤhungen des Landraths Brauns zu Grau⸗ denz, dem es gelungen ist, am 15. October v. J. einen Verein ur Verbreitung des Seidenbaus zu Stande zu bringen, des ehrers Thiele auf dem Gute des Landraths Brauns, und des katholischen Pfarrers Adamsky in Kaszorrek bei Thorn, einen immer erfreulicheren Fortgang.
Das zinsbare Kapital des Schullehrer⸗Wittwen⸗ und Waisen⸗Unterstuͤtzungsfonds des hiesigen Regierungs⸗Bezirks 84 3 betrug am Schlusse des Jahres 1840: 23,446 Rthlr. 20 Sgr. Wechseeln-Conurn v. und es sind im Lauf desselben 85 Wittwen EEE 158
mit 762 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf. 80 FI. 2 Mt. 137 ⅓ und 89 Kinder — 377 2 16 2 6 „ “ 3 Mk. Kurz 8 —
uͤberhaupt mit: I170 Rthir. 14 Sar. — Pf. 1 nr. 2 ue
tes Ufer à15 G. do. linkes 315 G. München-Augsburg —. Strass-.
8 1 arkasse hieselb Die am 1. Januar 1838 errichtete Sparkasse hieselbst⸗ burg-Basel 245 Br. Leipzig-Dresden 101 Br. Köln-Aat
i von 15 Sgr. bis zu 500 Rthlr. annimmt, — 4 bis 200 Rchir. 3 % proc., von hoͤheren aber nur 2 ½ proc. Zinsen gewaͤhrt, hatte am Schlusse des Jahres 1839 einen Bestand von 13,086 Rthlr. 5 Sgr. 6 Pf. Hierzu Jahre 1840 ein Zuwachs: 5 8 b Jahreue Einlagen mit 21,973 Rthlr. 5 Sgr. 2 Pf. Zuschreibung v. Zinsen 566 » „ 6 » ungen sind geleistet worden: 3,gbane 2 e, 2nenmene Einlagen: 11,391 Rthlr. 22 Sgr. 1 Pf. b) „ insen 62 „ 25 E Summa: 11,454 Rthlr. 17 Sgr. 4 Pf. Es verblieb sonach am Schlusse des Jahres 1840 ein Bestand von 24,171 Rthlr. 2 Sgr. 10 Pf. Von dieser Summe sind 14,671 Rthr. 15 Sgr. zu 5 proc. sicher ausgeliehen, und 9675 Rthlr. in 4 proc. Zinsen tragende Papiere umgesetzt.
— — Marienwerder, 22. Febr. Das Schulwesen im hiesigen Departement hat im Laufe des verflossenen Jahres durch die Errichtung von zehn neuen Schulen und Schulklas⸗ sen, und zwar von wei evangelischen und einer katholischen in den Städten, und fuͤnf evangelischen und zwei katholischen auf dem platten Lande eine sehr erwuͤnschte Erweiterung gewonnen. Mehrere neue Schul⸗Anlagen sind im Entstehen begriffen und werden hoffentlich bald zur Vollendung gelangen. Auf Veranlassung des Ober⸗Praͤsidenten der Provinz, Herrn Geheimen Staats⸗Ministers von Schoͤn, wird bei denjenigen Landschulen Koͤniglichen Patronats, welche uͤber 80 Kinder zaͤhlen, eine Tren⸗ —— und die Stiftung neuer Schulen oder Schulklassen vor⸗ ereitet. Die Anzahl saͤmmtlicher Schulen und Schulklassen im hie⸗ sigen Departement betrug am Schlusse des Jahres 1839 1100, und ist mithin unter Hinzurechnung der im verflossenen Jahre etzt auf 1110 und zwar a) staͤdtische Schulelnͤn.... 76 “ b) staͤdtische Lehrer und Schulklassen 175 c) laͤndliche Schulen .. .... .. 93]
Allgemeine
eStaats
Paris, 25. Februar. 8
5 % Rente fin cour. 112. 75. 3 % Rente fin cour. 76. 25. 5 % 4 11““ “ 1“
Berliner Börse.
Den 2. März 1841. — Pr. Vour. 2 [Geld. 8 7 Aetien. — Brl. Pots. Eisenb. 101 1¼ Qdo. do. Prior. Act. 101 ⁄⅛ hlgd. Lpz. Eisenb. 103 do. do. Prior. Act. Berl. Anh. Eisenb. — Qdo. do. Prior. Act. 8 8 — — — — —
1011⁄à Gold al marco 102 ½ [Nene Dukaten 103 ¼˖ Friedrichsd'or 8 Inhalt. And. Goldmün- Amtl. Nachr. 3 8½ zen à 5 Th. Landtags⸗Angelegenheiten. Provinz Brandenburg. Eröff⸗ Disconto nungs⸗Sitzung. — Pommern. — Schlesien. — Posen. — Sachsen. Frankr. Deput. Kammer. Fortsetzung der Verhandlungen übe die geheimen Fonds. — Paris. Verschiedene Ansichten über d. Sitzung der Kammer. — Vermischtes. . Großbr. u. Irl. Oberh. Verhältn zu Persien. — Unterh. For setzung und Schluß der Debatten über die Irländ. Wähler⸗Registrit rung. — London. Sieg der Minister. — Armee⸗Budget. — Neuer Anlaß zu Mißhelligkeiten mit den Vereinigt. Staaten.
Berlin, Donnerstag den Aen
Pr. Cour.
Brief. [ SGeld. In Betracht des allgemeinen Interesses, welches die Mittheilungen über die Verhandlungen der Provinzial⸗Laudtage gewähren dürften, sieht sich die unterzeichnete Redaction
1 hiermit anzuzeigen, daß für die im Monat März erscheinenden Nummern der Staats⸗Zeitung auch ein Extra⸗Abonnement von 20 Silbergroschen stattfindet, wofür das att hier am Vorabend seines Datums frei ins Haus geschickt wird, Auswärtige erhalten es auf dem kürzesten Wege durch die betreffenden Post⸗Aemter, welche die Bestellungen annehmen.
Mit dem 1. April beginnt ein neues vierteljähriges Abonnement zu 2 Rthlr. Bestellungen darauf werden, wegen der Bestimmung der Stärke der Auflage, bei Zeiten erbeten.
8 8 1 Die Redaction der Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung (Friedrichs⸗Straße Nr. 72). “ 8 Dr. J. W. Zinkeisen.
St. Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Prüm. Sch.d. Seeh Kurm. Schuldv. Neum. Schuldv. Berl. Stadt-Obl. Danz. do. in Th. — Westp. Pfandbr. 101 ⅜ Grossh. Pos. do. 105 ⁄ Ostpr. Pfandbr. 101 ¾ Pomm. do-. 103
Kur- u. Neum. do. 103 1à᷑ Schlesische do. — 102 Coup. und Zins- Sch. d. K. u. N.
9 82
1 die den wuͤrde, so haben Wir Uns auf vielfache Antraͤge von Seiten Anspruch nimmt, werden wir ihre Wuͤnsche pruͤfen und was sich der Gerichts⸗Behoͤrden und einzelner Individuen bewogen gefun⸗ davon zur Erfuͤllung eignet, in ehrfurchtsvoller Bitte aussprechen. den, diese Angelegenheit zum legislativen Wege zu verweisen.”“ So hoffen wir, auch diesmal unsern Mitbuͤrgern nuͤtzlich zu — seyn und uns die Zufriedenheit unsers erhabenen Monarchen,
Provinz Schlesien.
den Gott erhalten wolle, zu erwerben. Alles, was unsere treuen Herzen fuͤr Ihn fuͤhlen, wollen wir in dem Rufe aussprechen: Breslau, 28. Febr. Auf Allerhoͤchsten Befehl ist heute Es lebe Se. Majestaͤt der Koͤnig hoch!“ der sechste Schlesische Provinzial⸗Landtag allhier zusammengetre⸗ 1 Te- reas folgte * 5 Sr. Majestaͤt dem Koͤnige ten. 1.- durch den Gottesdienst, Fe⸗ in Süas 2 zu keite Lereinigt. Sta argebrachtes dreimaliges Lebehoch. der Kirche zu St. Elisabeth die evangelischen, in der Kirche zu unterstuͤht worden 5. .. 300 Fr. Mt. 787/12 E ce ö6 vef Ee111“ Als sich hiernaͤchst der Herr Landtags⸗Kommissarius aus der St. Avalbeir die Herren Deputirten Katholischer Konfession bet⸗ Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 1. März. Wien in 20 Kr. 50 Fl. Müt. Tuürtei. Aus E1“ urt a. M. Widerlegung. Versammlung wieder entfernt hatte, hielt der Herr Landtags⸗ wohnten, eingeleitet. Nach Beendigung desselben hatten sich die Abgang Zeitdauer Abgang Zelrdauer Augsburg. Fl. Mt. 1 Marschall den Staͤnden folgende Anrede: Herren Fuͤrsten und Standesherren, so wie die Abgeordneten maet. aller Staͤnde unter dem Vorsitze des von des Koͤnigs Majestaͤt
wissenhaft ertheilen. Wo die Provinz unsere Vermittelung in
Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. 1Geld.
Thlr. 2 Mt. 99 ¼ „Gluͤcklicher, als meine beiden verdienstvollen Vorgaͤnger, die
Breslan..
bl98]) laͤndliche Lehrer und Schulklassen 935
Von den 76 staͤdtischen Schulen gehoͤren 49 Schulen mit
136 Lehrern der evangelischen, und 27 Schulen mit 39 Lehrern der katholischen; von den 931 ländlichen Schulen aber 567 mit
571 Lehrern der evangelischen und 364 Schulen mit eben so viel
Lehrern der katholischen Konfession an. — Der groͤßere Theil der
Schulen, namentlich auf dem platten Lande, wird von Kindern
der evangelischen und katholischen Konfession gemeinschaftlich be⸗
vßt⸗ wiewohl in neuerer Zeit aus manchen erheblichen und durch
Erfahrung bewaͤhrten Gruͤnden fuͤr die Errichtung eigener Kon⸗
. vveees ec beider Religions⸗Parteien schon vielfach gewirkt
worden ist.
MNach der Zaͤhlung im Jahre 1837 betrug die Zahl der im hiesigen Verwaltungs⸗Bezirk vorhandenen evangelischen Bewoh⸗ ner 231,609, der katholischen 242,949. Da von den gegenwaͤr⸗ tig vorhandenen 1110 Schullehrern 707 auf die evangelische und
nur 403 auf die katholische Bevoͤlkerung treffen, so kommt, obgleich die
katholische Bevoͤlkerung die evangelische uͤbersteigt, doch fast auf zwei evangelische Lehrer doch nur ein katholischer. Es ist daher die Vermehrung der katholischen Schullehrer ein vorzugsweise drin⸗ gendes Beduͤrfniß, dem allmaͤhlig wenigstens abzuhelfen angele⸗ gentlich gestrebt wird, wiewohl sich noch fortdauernd Hindernisse entgegenstellen. . In der so eben angegebenen Summe der staͤdtischen Schu⸗ len und Schulklassen sind eben so wenig die Gymnasien zu Ma⸗ rienwerder, Konitz, Thorn, Kulm, das Progymnasium zu Deutsch⸗ Krone und die Provinzial⸗Gewerbe⸗Schule zu Graudenz, so wie die Uebungs⸗Klassen bei dem Seminar daselbst, als die in den meisten, besonders groͤßeren Staͤdten bestehenden und konzessionir⸗ ten Privat⸗Schulen mitbegriffen. Unter den letzteren verdient vorzuͤglich die im Jahre 1838 errichtete, im Jahre 1840 bedeu⸗ tend erweiterte Privat⸗Maͤdchenschule des Pfarrers Alberti zu Marienwerder bemerkt 2 werden, mit welcher gegenwaͤrtig zu⸗ gleich eine Anstalt zur Bildung von Lehrerinnen in Verbindung gesetzt werden soll. Eine verbesserte Einrichtung haben viele Schulen durch eine hoͤhere Dotation der Lehrstellen und durch die Entfernung unqua⸗
von — von Berlin. St. Potsdam. St. M.
Um 7 Uhr Morgens.. Vormitt... Nachmitt..
Abends...
Um 8 ½ Uhr Morgens. 11 ½ » Vormitt... 10 » 6 „ Abends... 4 ½ ⸗
10 2 „. ... 1 „
In der Woche vom 23. Februar bis 1. Maͤrz sind auf der Berlin. Potsdamer Eisenbahn 5742 Personen gefahren. Meteorologische Beobachtungen.
Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
1841. 1. März.
333,78" „Par. 334,21“ „Par. 335,63„Par. Quellwärme 6,40 R. — 6,2 9 R. — 1,00 R. — 4,5 ° R. Flußwärme 0,0 ° R. — 7,00 R. — 4,20 R. — 5,5 ° R. Bodenwärme 1,00 R. 85 pCt. 70 pCt. 88 pCt. Ausdünstung 0,023“ Rh. trübe. heiter. bezogen. Niederschlag 0. NW. WNW. OSO. Wärmewechsel — 1,00 Wolkenzug — OS8. — — 7,2 °. Tagesmittel: 334,61“ Par. — 3,90 R.. — 5,6 0 R... 81 pCt. NW.
Luftdruck Luftwärme Thaupunkt Dunstsättigung
Auswürtige Börsen. Amsterdam, 26. Februar. Niederl. wirkl. Schuld 505/16. 5 % do. 9718⁄1⅛. Kanz-Bill. 225/16. 5 % Span. 22 ⁄⁄. Passive —. Ausg. —. insl. —. Preuss. Präm. Sch. 146 ¼. Pol. 132. Oesterr. —.
Antwerpen, 25. Februar Zinsl. 6 ¼2. Neue Anl. 22 ¼4. Frankfurt a. M., 27. Februar.
Oesterr. 5 % Met. 105 ¾ G. 4 % 98 ¾ G. 2 ⁄½ % 55 ¾ Br. 1 % 24A ⅞⅛ G. Bank-Actien 1964. 1962. Partial-Obl. —. Loose zu 500 Fl. 134 ½. 134 à¼. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Präm. Sch. 81 G. do. 4 % Anl. 1017 G. Poln. Loose 73 /1 G. 0 S an. Anl. 235⁄8. 23 ½. 2 0 % Holl. 4911/16- 49 5⁄3
Eisenbahn-Actien. St. Germain 720 G. Versailles rech-
Leipzig WZ... . Frankfurt a. M. WZ. 8 Fl. Petersburg
Thlr. Tage Mt 100 ¾ 2
Woch. 1
eo to 0 do de de 80
SRbl.
2 actes, par Mr. Melesville. en 1 acte.
8 Koͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 3. Maͤrz. Im Opernhause: Iphigenia in Aulis,
große Oper in 3 Akten mit Ballets. Musik vom Ritter Gluck. (Neu einstudirt.)
1) Elle est folle, drame-vaudeville en 2) Une passion romantique, vaudeville
Im Schauspielhause:
Donnerstag, 4. Maͤrz. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗
male: Estelle, oder: Vater und Tochter, Drama in 1 Akt, nach dem Franzoͤsischen des Scribe. in 3 Abth., nach dem Franzoͤsischen, von L. Angelh.
Hierauf: Onkel Brand, Lustspiel
..“
“
Koͤnigsstaͤdtisches Theater. 8 Mittwoch, 3. Maͤrz. Die schlimmen Frauen im Serail.
Zauberposse mit Gesang in 2 Akten, von Told. Musik von Proch.
Donnerstag, 4. Maͤrz. Die schlimmen Frauen im Serail.
6 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf. * kleine Gerste 28 Sgr. 9 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer
28 Sgr. 9 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf
Der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 27 Sgr. 6 Pf.
“
Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 1. März 1841. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf., auch 2 Rthlr. 2 Sgr.
6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr.; große
Gerste 1 Rthlr. 8 8 1 Rtblr. 1 Sgr. 3 Pf. auch 28 Sgr. 2 Pf.; Hafer 27 Sgr. 6 Pf.,
auch 26 Sgr. 11 Pf.
3 Sgr. 2 Pf, auch 28 Sgr. 9 Pf.; kleine Gerste
Weizen 2 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf., auch 2 Rthlr.
Zu Wasser: 12 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr.
ebruar 1841.
Sonnabend, den 27. 1 gr., auch 8 Rthlr.
Das Schock Stroh 9 Rthlr. 15 15 Sgr.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt bei A. W. Hayn
mesEese-wvrerere
ha
Allgemeiner
Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.
Kreise des Regierungs⸗Bezirks Posen belegenen Do⸗
Mwainen⸗Vorwerke Mlynkowo und Groß⸗Kroschin, zum hen geneigt sind, haben sich bis spätestens zum 8. Mai7. Mai d. J. zu erlassend
15. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt und und Ausführung der vermeintlichen von dem Departements⸗Rath, Regierungs⸗Rath Peiler, sprüche, in nachstehenden Liquidations⸗ in dem Sessions⸗Zimmer der unterzeichneten Regie⸗
Höherer Bestimmung zufolge sollen die im Oborniker rungs⸗Abtheilun abgehalten werden. 1 1 858 ¹ nfelgn, Diejenigen, merlche auf das Pachtverhältniß einzuge⸗ bei dem Nachtheil geladen, daß sie sonst durch die am e Präklusiv⸗Erkenntniß da⸗
Anzeiger fuͤr
Morgens 10 Uhr,
den 2. und 23. März und den 16.
die Preußischen Staaten.
intlichen Vorzüge ihrer An⸗)angesetzt. Bei Hrn. Reiche und dem Justizrath Calow
Terminen, als April d. J., Die Geschwister von Flemm ing.
in Gollnow können die Bedingungen eingesehen werden.
Auction von Vollblut⸗Pferden. Den 15. Julius werden in Angerapp 33
bri d. J. if sönli De⸗ mit von der jetzt vorhandenen Masse ür immer wer⸗ app. Domainen⸗Amte Polajewo sehbnig, von denen das er⸗ d. J. schriftlich oder bei dem gedachten mi h sse f .bp lerd? meistbletend 8e t c, mwell cz:
stere 3 Meilen von Oborn von Iri. und Czarnikau und 6 Meilen von Po⸗ Regierungs⸗-Rath.
sen, das
2562 Morg. 119 QR. an Acker, können. 135 ⸗ ⸗ Gärten,
8³ Wiesen,
136 Hütungen,
94 Ziegelei⸗Grundstücken,
38 * Hof⸗ und Baustellen,
55 Unland ꝛc.,
2206 Morg. 20
E ege d Dem Vorwerke Kroschin sollen in der möglichsten Nähe hen werden.
und Rogasen, 1 ½ Meile partements⸗Rath und dem 1— Troschel, über ihre Qualification zur etztere 2 ½ Meilen von Obornik und 2 Meilen Uebernahme der Pacht, insbesondere über ihre Vermö⸗ von Obrzycko und Czarnikau entfernt ist, mit einem gens⸗Verhältnisse, vollständig E“” widrigen⸗ Areal von 8 8 falls sie bei der Licitation nicht m asse d Außerdem hat Jeder, welcher mitbieten will,
Ertheilung des Zuschlages ausdrück
R., z ; Frhe nebst der Ziegelei bei Mivnkowo, auf 21 hintereinander⸗ ten hat, über die Person des künftigen ahre von Johanni 1841 bis dahin 1862 im schieden haben wird. D. ffentlichen Meistgebots verpachtet werden. Karten können täglich in unserer Registratur eingese⸗ sprüche zu haben vermeinen, Auch kann ein Exemplar der Bedingun⸗ narien werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen
(L. S.)
t zugelassen werden
2₰
bis zum letztgedachten Zeitpunkte eine Bietungs⸗Cau⸗ tion von 2500 Thlr. in baarem Gelde oder in inlän⸗ A sdischen, vollen Cours habenden Staatspapieren oder Pfandbriefen zu deponiren, welche so lange bei unserer Michael und Anna Christine, geborne Zitzke, Fröseschen Haupt⸗Kasse verbleibt, bis des Herrn Geheimen Staats⸗ Eheleute vom A. Januar 1800 über 1000 F Ministers von Ladenberg Excellena, welcher sich die 333 Thlr. 30 gr., welche in der alten Hppothekentabelle vorbehal⸗ des Grundstücks Ellerwalde No. 22. Rubrica III. No. 2. Püchters ent⸗ für die Eva Krüger ex decreto vom 13ten dieses Mo⸗ Die Bedingungen, Register und nats eingetragen worden, oder auf das Dokument An⸗ deren Erben oder Cessio⸗eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Landta
ich selb
100 bis 150 Morgen Wiesen aus dem Godosch . gen in der Wohnung des jetzigen Pächters auf dem 3 Monaten, spätestens
Bruch, sobald die Melioration desselben bewirkt seyn Vorwerke Miynkowo eingesehen werden. Posen, den 28. Januar 1841. Königl. Preuß. Regierung,
wird, gegen einen besonderen höheren Orts festzusetzen⸗ den Pachtzins zugelegt werden. Auch ist 8ö
fowo genehmigt, wozu dem Pächter außer den Mate⸗
rialien des alten Stalles die Summe von 714 Thlr. “ 11 sgr. 2 pf. bewilligt wird. Das Minimum des jähr⸗ lichen Pachtquantums beträgt, exrclusive des Pachtzin⸗ ses für die zuzulegenden 100 bis 150 Morgen Wiesen, = 3460 Thlr. 5 sgr. 7 pf. einschließlich 1152 ¾ Thlr. Gold, manns
1.“
1200 Thlr.; auch muß dem abz
abe baar bezahlt werden.
nventarium.
Icpe Termin zur Verpachtung wird hiermit auf den gehöriger Anmeldung u
C11“ „
8 “ EE111““ 2 7 8 8 88 111“A“
In Selgeden deeaen Fefnche des hiesigen Kauf⸗ 2 osenthal w
und die beim Antritt der Pacht zn erlegende Caution Zweck der Feststellung seines Senden, Fiernenengt boie
ehenden Pächter die senigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde An⸗ terpommern, 2 Mei
Aussaat, te etdegsanhe “ sprüche und Fargernngen an denselben und sein Ver⸗ Cammin, 3 Meilen von Gollnow un
den ehrbestellungskosten no or eber⸗ mögen, namentlich auch an di ’
88 ear⸗ ycqieee 68 e. ee; 8 Mrübienthoh dierselbst Lhereun 8. ae dab
auf den Vorwerken weder lebendes noch todtes mit aschinerieen und den daneben b 1 des Kaufkontrakts haben w
5.b Pferdestall mit Fofplatz s haben EE den 18. März
die Forderung gelöscht werden soll.
m a. 3
ustitiarius des Kollegti, den ausgeschlossen und abgewiesen werden. Datum Greifewald, den 9. Februar 1841. Direktor und Assessores 1836,
des Stadtgerichts. Dr. Höfer.
““ Alle diejenigen, welche aus der Schuldobligation der
den 11. Juni c., Vormittags 11 Uhr, HEAEEEE1A“ Stadtzerichte⸗Asseson 69 1bte Folge, enthaltend die Verhandlungen des
sie mit denselhan fünften Westphälischen und des
wert geltend zu machen, widrigenfalls 2 G d Fürf schen erklärt und
eines Stalles zu 26 Pferden auf dem Vorwerke Miyn⸗ Abtheilung für die direkten Steuern, Domainen u. Fersten. präkludirt und das Dokument für erlo
Marienwerder, den 7. Februar 1841. Königl. Land⸗ Febr Stadtgericht. von
alle jungen Hengste vom Jahre 1839 bis unter denen 7 von Stokee Pokee, A von Portlandson, 2 von Scrapalson, l von Malek, 1 von Skomand und 1 von Varus; ferner 17 theils junge, theils ältere, theils ganz alte Stuten. Angerapp liegt 16 Mei⸗ len von Königsberg, 5 ½ Meilen von Inster⸗
burg und 14 Meilen von Darkehmen. 8 von Farenheid, Gutsbesitzer.
Literarische Anzeigen.
Bei A. W. Hayn, Zimmerstraße Nr. 29, ist so
lor. oder
gs⸗Verhandlungen der Provinzial⸗ Staͤnde in der Preuß. Monarchie.
fünften Rheinischen Provinzial⸗Landtages vom Jahre 1837, nebst den Landtags⸗Abschieden. Herausgegeben J. D. F. Rumpf, Königl. Preuß. Hofrathe. Fortgesetzt von J. F. G. Nitschke, Königl. Hesaach und eh. Registr.⸗Vorsteher der Stände⸗Abtheilung
e belegene Delmühle kauft werden.
Nachweisung, auch zur An⸗
ttergut Klötzin, Camminschen Kreises in Hin⸗
Has ngh,r 2 von Gülzow,
’ rcenst bele⸗
ohne Inventarium theilungshalber ver⸗
88 Abgabe der Gebote event. Abschluß ir einen Termin
c., Vorm. 10 Uhr, vor dem Ju⸗
stizrath Reiche in Stettin (Marienkirchhof
im Königl. Ministerium des Innern.
2 Meilen von Bei Wilhelm Besser ist erschienen:
Ueber Preußens Finanzen. Von Bülow⸗Cummerow. ö geh. 15 sgr. 8 Eine Schrift, die gewiß die Aufmerksamkeit des Pu⸗ blikums ganz besonders verdient.
Amtliche Nachrichten.
v1“
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Banquier Salomon Reis⸗Krautheim zu Prenzlau, so wie dem Arbeitsmanne Johann George Steidinger hierselbst, die Erlaubniß zu er⸗ theilen geruht, die denselben von des Koͤnigs von Wuͤrttemberg Majestaͤt verliehene Kriegs⸗Denkmuͤnze fuͤr die Feldzuͤge von 1814 — 15 anzulegen.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Premier⸗Lieutenant a. D. Polidor von Rymultowski zu Schlawentschuͤtz die Kam⸗ merherrn⸗Wuͤrde zu verleihen geruht.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben die von dem Bischof von Erm⸗ land ausgegangene Befoͤrderung des Probstes Franz Groß⸗ mann zu Koͤnigsberg zum Domherrn bei der Kathedral⸗Kirche zu Frauenburg huldreichst zu genehmigen und die diesfaͤllige lan⸗ desherrliche Approbations⸗Urkunde Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.
Der bisherige Kammergerichts⸗Assessor und Land⸗ und Stadt⸗ richter Jung ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Kammer gericht und zugleich zum Notarius im Departement dieses Kol legiums bestellt worden.
Der bei dem Land⸗ und Stadt⸗Gerichte zu Buͤren angestellte Justiz⸗Kommissarius Rautert ist zugleich zum Notarius im
Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Paderborn bestellt worden.
Die Ziehung der dritten Klasse 83ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotte⸗ rie wird den 11ten d. M., Morgens 8 Uhr, im Ziehungssaale des Lotterie⸗Hauses ihren Anfang nehmen.
Berlin, den 3. Maͤrz 1841. Koͤnigl. Preuß. General⸗Lotterie⸗Direction
Landtags⸗Angelegenheiten.
Provinz Brandenburg. 8
Berlin, 3. Maͤrz. Bei der Eroͤffnung des siebenten Pro⸗
inzial⸗Landtages der Mark Brandenburg und des Markgraf⸗
thums Nieder⸗Lausitz hielt der Herr Landtags⸗Kommissarius,
Wirkliche Geheime Rath und Ober⸗Praͤsident von Bassewitz, fol⸗ gende Anrede an die versammelten Staͤnde:
„Se. Majestaͤt der Koͤnig, der Mitbegruͤnder der provinzial⸗ staͤndischen Verfassung, die Sein Hochseliger Vater, unser unver⸗ geßlicher, innigst geliebter und tiefbetrauerter fruͤherer Landesherr, vor 17 Jahren der Mark Brandenburg und dem Markgrafthum Nieder-⸗Lausitz verlieh, hegt zu dieser Versammlung Seiner Staͤnde das feste Vertrauen, daß dieselbe Ihn in Seinen landesvaͤterli⸗ chen Absichten zur Foͤrderung des Wohles Seiner Unterthanen durch treuen Beirath unterstuͤtzen werde. Ich bin, meine hoch⸗ geehrten Herren, uͤberzeugt, daß Sie diesem Koͤniglichen Ver⸗ trauen entsprechen werden.
Die naͤchst vorhergegangenen fuͤnf Provinzial⸗Landtage der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder⸗Lausitz, de⸗ ren Landtags⸗Kommissarius zu seyn ich die Ehre gehabt habe, sind sich, so sehr auch die Personen gewechselt haben, in der treuen Liebe zu ihrem angestammten Koͤnigshause, in dem praktischen Sinne fuͤr alles Gute und Rechte und in dem regen Streben, die wahren Beduͤrfnisse des Landes zu erkennen und zu foͤrdern, saͤmmtlich gleich geblieben. Diese Liebe, diesen Sinn, dieses Stre⸗ ben auf dem gegenwaͤrtigen Landtage abermals zu bethaͤtigen, werden Ihnen, meine hochgeehrte Herren, die wichtigen Aller⸗ hoͤchsten Propositionen, die ich Ihnen mittheilen werde, Gelegen⸗ heit darbieten.“
Hierauf las der Herr Landtags⸗Kommissarius die bereits durch diese Zeitung bekannt gemachten Allerhoͤchsten Propositio⸗ nen den Staͤnden vor.
Auf diese Mittheilungen entgegnete der Herr Landtags⸗Mar⸗ schall Folgendes:
„ Noch toͤnen in unserem Innern die Worte des Eides, die wir tief bewegt unserm theuern Koͤnige, als wir Ihm huldigten, geleistet haben. Damals schworen wir: Sr. Magestaͤt gehorsam, treu und gewaͤrtig zu seyn! So stehen wir, die getreuen Staͤnde, denn auch jetzt hier, gehorsam und bereit, den hohen und wich⸗ tigen Auftrag, der uns durch unsere Zusammenberufung gewor⸗ den ist, zu erfuͤllen. Der Rath, welchen Se. Majestaͤt auf die von uns so eben vernommenen, inhaltreichen und landesvaͤterli⸗ chen Propositionen von uns verlangt, werden wir im dankbaren Bewußtseyn des Vertrauens, dessen wir gewuͤrdigt werden, ge⸗
S.
haͤnglichkeit an die
der Tod abgerufen hat, ehe sie mehr als zweimal den Vorsitz in dieser hohen Versammlung gefuͤhrt hatten, ist es mir zum dritten Male vergoͤnnt, das ehrenvolle Amt Ihres Landtags⸗Mar⸗ schalls zu bekleiden. Das erste Mal war ich nicht ohne Besorg⸗ niß, ob es mir auch gelingen wuͤrde, Ihnen dasjenige zu leisten, was Sie von mir zu fordern berechtigt waren. Ihr Wohlwol⸗ len, Ihr thaͤtiger Beistand allein haben dies moͤglich gemacht; als ich daher das zweite Mal an diese Stelle trat, geschah es schon mit mehr Zuversicht. Jetzt, ich gestehe es Ihnen, erfuͤllt mich dieselbe vollkommen! In den hochgeachteten Maͤnnern, die mich hier umgeben, erblicke ich meistens gute Freunde und alte Bekannte. In ihren Zuͤgen glaube ich dasselbe Wohlwollen, die⸗ selbe Theilnahme wie damals zu erkennen, und ich hoffe also auf
dasselbe Vertrauen; ich bin voll Muth und habe die begruͤndete
Ueberzeugung, daß wir auch diesmal unsere Aufgabe mit einan⸗ der zu unserer Ehre loͤsen werden.
Als ich vor sieben Jahren zum Landtags⸗Marschall ernannt worden war und mich deshalb bei dem damaligen Kronprinzen, des jetzt regierenden Koͤnigs Majestaͤt, meldete, aͤußerte ich gegen Hoͤchstdenselben: „ich fuͤhle wohl, welche wichtige Pflichten mir meine Stellung auferlege, aber ich hoffe gewiß, sie erfuͤllen zu koͤnnen, weil die Staͤnde, deren Berathungen meiner Leitung an⸗ vertraut waͤren, von der innigsten Liebe zu ihrem Koͤnige, von der tiefsten Ehrfurcht vor dem Gesetze und von der festesten An⸗ bestehende Ordnung durchdrungen waͤren.“ Ja, setzte der Kronprinz hinzu, und weil sie wissen, was sie wollen.
Vielleicht muß ich es mir zum Vorwurfe machen, Ihnen diese schoͤnen Worte so lange vorenthalten zu haben; gewiß sind sie aber jetzt an ihrer Stelle, zu einer Zeit, wo der hohe Herr, der sie damals aussprach, nunmehr unser Koͤnig geworden ist, und wo wir uns zum ersten Male auf Seinen Befehl hier ver⸗ sammelt haben. ie enthalten das groͤßte Lob, welches uns wer⸗ den konnte. Sie sprechen aus, daß wir uns nicht mit wesen⸗ losen Theorieen, mit unpraktischen Hirngespinnsten beschaͤftigt ha⸗ ben, sondern daß unsere Arbeiten der materiellen Wohlfahrt unserer Provinz gewidmet, daß sie auf ausfuͤhrbare und erreich⸗ bare Vortheile gerichtet gewesen, daß wir uͤber unseren Wirkungs⸗ kreis nicht hinausgegangen sind, daß wir denselben aber auch ganz ausgefuͤllt haben. Ist uns dies Lob damals geworden, so koͤnnen wir uns, glaube ich, sagen, daß wir dessen seitdem nicht unwuͤrdig geworden sind, und es wird also nur von uns abhaͤn⸗ gen, uns dasselbe zu erhalten.
Lassen Sie uns daher jene schöͤnen Koͤniglichen Worte als Motto an die Spitze unserer Berathungen stellen; lassen Sie uns auch diesmal zeigen: daß wirwissen, was wir wollen.“
Diese Anrede fand den lebhaftesten Anklang bei der Ver⸗ sammlung und erwiederte Namens derselben der Herr Abgeord⸗ nete des Dom-Kapitels zu Brandenburg, daß auch der Landtag mit groͤßter Freude den Herrn Landtags⸗Marschall wieder an sei⸗ ner Spitze erblicke, und gewiß eifrigst bemuͤht seyn werde, auch dieses Mal Alles aufzubieten, um den landesvaͤterlichen Absichten Sr. Majestaͤt des Koͤnigs zu entsprechen. G
Hiermit wurde die Eroͤffnungs⸗Sitzung geschlossen.
“ Provinz Pommern. “ 8
Stettin, 1. Maͤrz. Die dem Landtage dieser Provinz (so wie außerdem den Landtagen der Provinzen Preußen und Po⸗ sen) vorgelegte Koͤnigl. Proposition hinsichtlich der Verhaͤltnisse der Hypothekschuldner lautet folgendermaßen:
„Den getreuen Staͤnden der Provinz Pommern lassen Wir den Entwurf einer Verordnung: betreffend die Unanwendbarkeit der Bestimmungen des Preußischen Landrechts von VEIb.ö IV. Tit. 5 Art. 9 §§. 4 und 5 mit den dazu gehoͤrigen Motiven zur Erklaͤrung und Begutachtung vorlegen. Das Preußische Land⸗ recht bestimmt, daß eine Hypotheken⸗Forderung zunäͤchst gegen den persoͤnlichen Schuldner und erst subsidiarisch gegen den Be⸗ sitzer des verpfaͤndeten Gutes geltend gemacht werden darf. Diese Vorschrift laͤßt sich mit dem gegenwaͤrtigen Zustande des Hypo⸗ theken⸗Wesens, wie sich dasselbe durch die Hypotheken⸗Ordnung und das Allgemeine Landrecht gestaltet hat, nicht vereinigen.
Aus diesem Grunde ist schon durch einen Beschluß des Staats⸗Ministeriums vom 14. Januar 1799 die Unanwendbar⸗ keit jener Vorschrift ausgesprochen, und es ist bis auf die neueste Zeit dieser Beschluß befolgt worden. Erst vor kurzem haben das Ober⸗Landesgericht zu Marienwerder und das Geheime Ober⸗ Tribunal in einer Prozeßsache die Gesetzeskraft jenes Staats⸗ Ministerial⸗Beschlusses angefochten und den Hypotheken⸗Glaͤubiger mit seiner Klage gegen den Hypotheken⸗Schuldner ab⸗ und zu⸗ naͤchst an den unbekannten persoͤnlichen Schuldner verwiesen.
Da durch diesen Grundsatz der Real⸗Kredit vernichtet wer⸗
wiederum zum Landtags⸗Marschall huldreichst ernannten Herrn Fuͤrsten Heinrich zu Carolath in ihrem Sitzungs⸗Lokal versam⸗ melt, wo sich gegen 1 Uhr Mittag auch Se. Excellenz der Koͤ⸗ nigl. Provinzial⸗ andtaags⸗Kommissarius, Wirkliche Geheime Rath und Ober⸗Praͤsident, Herr Dr. von Merckel einfand, von einer staͤndischen Deputation empfangen und in die Versammlung ein⸗ gefuͤhrt wurde. Derselbe ließ nach einer einleitenden Anrede das nachstehende Allerhoͤchste Propositions⸗Dekret d. d. Berlin, den 23. Februar c. verlesen, und behaͤndigte es sodann nebst saͤmmt⸗ lichen Anlagen Sr. Fuͤrstl. Gnaden dem Herrn Landtags⸗Mar⸗ schall unter den waͤrmsten Wuͤnschen fuͤr den wirksamsten Erfolg der von des Koͤnigs Majestaͤt angeordneten hochwichtigen Bera⸗ thungen. Im Namen und auf Befehl Sr. Koͤnigl. Majestaͤt erklaͤrte demnaͤchst der Koͤnigl. Provinzial⸗Landtags⸗Kommissarius den sechsten Schlesischen Provinzial⸗Landtag auf die Dauer von sechs Wochen fuͤr eroͤffnet, worauf Se. Fuͤrstliche Gnaden der Herr Landtags⸗Marschall in feierlicher Gegenrede die Ver⸗ sicherung aussprach, daß die Staͤnde durch des Koͤnigs Huld um ersten Male nach Allerhoͤchstdessen Regierungs⸗Antritt ver⸗ obwohl wehmuͤthig bewegt durch den von dem gesamm⸗ ten Vaterlande tief betrauerten Verlust, gleichwohl in dankbarer Anerkennung des ihnen gewordenen Gluͤcks, in dem erhabenen Thronfolger wieder einen Vater des Vaterlandes verehren und bewundern zu koͤnnen, sich mit demjenigen Vertrauen und der treuen Hingebung der Berathung der Ihnen vorgelegten Gesetz⸗Ent⸗ wuͤrfe unterziehen wuͤrden, wodurch es, wie Sie hoffen, gelin⸗ gen werde, den Erwartungen des Koͤnigs Majestaͤt zu eutsprechen: Bei dem zur Feier des Tages bei Seiner Excellenz dem Herrn Provinzial⸗Landtags⸗Kommissarius stattfindenden Festmahle, wel⸗ ches nicht nur der Provinzial⸗Landtags⸗Marschall, Herr Fuͤrst zu Carolath, die anderen Herren Fuͤrsten und Standesherren und saͤmmtliche Herren Mitglieder der staͤndischen Versammlung, son⸗ dern auch des kommandirenden Generals, Herrn Grafen von Brandenburg Excellenz, die hohe Generalitaͤt und die Herren Eommandeure der verschiedenen Truppen⸗Abtheilungen, wie denn auch Mitglieder der Geistlichkeit beider Konfessionen, saͤmmt⸗ liche Herren Chefs der Civil⸗Behoͤrden und andere angesehene Personen aus allen Staͤnden mit ihrer Gegenwart beehrten, er⸗ schallten laut, von treuer Verehrung und Begeisterung eingege⸗ ben und mit Enthusiasmus aufgenommen, die feurigsten Wuͤn⸗ sche fuͤr das Wohl Seiner Majfestaͤt des Koͤnigs, Seiner Aller⸗ duͤrchlauchtigsten Gemahlin und des hohen Koͤnigs⸗ Hauses, fuͤr die fortschreitende Wohlfahrt des Vaterlandes und fuͤr die huldreiche Wuͤrdigung der in treuer Hingebung bewaͤhrten Pro⸗ vinz Schlesien. Morgen schon werden die Sitzungen des Pro⸗ vinzial⸗Landtages beginnen. Nachstehendes sind die dem Landtage der Provinz Schlesien vorgelegten Propositionen, die nicht in dem Koͤniglichen Propo⸗ sitions⸗Dekrete an den Landtag der Provinz Brandenburg (Nr 60 der Staats⸗Ztg.) mit aufgefuͤhrt sind: “ 13. ergrecht. 8 “ „Um den Antraͤgen Unserer getreuen Staͤnde und mehrfal tigen Bitten der Bergbau⸗Interessenten zu entsprechen, die Aufhebung mehrerer Bestimmungen der Provinzial⸗Berg⸗Gesetz und die Einfuͤhrung einer gleichfoͤrmigen und den gegenwärtige Beduͤrfnissen der vortheilhaftesten Benutzung der unterirdische Schaͤtze entsprechenden Verwaltungs⸗Norm bei Uns eingegangen sind, ist es rathsam befunden, die Verhaͤltnisse der Berg⸗Eigen⸗ thuͤmer gegen den Staat, gegen die Grundeigenthuͤmer und un⸗ ter einander festzustellen und diejenigen bergrechtlichen Bestimmun⸗ gen, welche neben dem gemeinen Bergrechte in den verschiedene als guͤltig beizubehalten seyn werden, zusammenzu⸗ assen. Nachdem jetzt der Entwurf eines gemeinen Bergrechts, eine 8 Instruction uͤber die Verwaltung des Bergregals und der als provinzialrechtlich beizubehaltenden bergrechtlichen Bestimmungern ausgearbeitet worden ist, wird derselbe Unsern getreuen Staͤnden zur Pruͤfung und Begutachtung vorgelegt, und sehen Wir der Aeußerungen und Erklaͤrungen derselben uͤber diesen Entwur entgegen. 14. Befugniß der Kreisstaͤnde, Namens der Kreis⸗ Corporationen, Ausgaben zu beschließen. 8 Unsere getreuen Staͤnde haben auf die von Unsers Hochseli⸗ gen Herrn Vaters Majestaͤt dem letzten Schlesischen Provinzial⸗ Landtag mit dem Entwurf einer Verordnung uͤber die Besusnch der Kreisstaͤnde Namens der Kreis⸗Corporationen Ausgat pf beschließen vorgelegte Proposition sich dahin erlsage, 8 den Kreisständen die Befugniß einzuraͤumen sey, se gne 8n 8 Unterstuͤtzung huͤlfsbeduͤrftiger Kreis⸗Eingese 9 zu gemein⸗ eseitigung eines Nothstandes zu machen, hae—s 88 Kreises.
n und Anlagen im Int üe Snn ngech ehagnde Anserer übrigen Provinzen die ihnen