1841 / 70 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

weis für die Armuth des Landes.“

fand einen

en. 2u. 9 Laubwerk,

8 9 dogen und Säulenschafte suehen zu. seben, Jschen,

schöner Arbeit, Feree i , suhs 8 wohl erhalten, als ob es eben erst feg ge⸗

1 jesst von da ab westwärts fort bis zur Festung

vegzfesciet Sigma oder Zeugma (dem alten welt⸗ sstorischen Uebergangspunkt). Tief unten windet sich der auf 100 chritt verengte Strom und Erns erhebt sich die überraschend statt⸗

8 che man sie erreicht, passirt man eine Stadt, die A des;, ochnhs ist. Dieser besteht nämlich aus einem Gestein, welches wie das von Malta, anfangs sehr weich, an der Luft erhärtet. In einer sternhellen Nacht stand ich unlängst auf den Trüm⸗ alten Römerschlosses Zeugma. Der Euphrat glitterte tief der felsigen Schlucht und sein Rauschen erfüllte die Stille des Abends. Da schritten Eyrus und Alexander, Xenophon, Cäsar und ulian im Monden chein vorüber; von diesem selben Punkte hatten sie Reich des Chosroes jenseits des Stromes gesehen und gerade so gesehen, denn die Natur ist hier von Stein und ändert sich nicht.“ Nahe dem Ufer des Euphrat, in einer Entfernung von nur 2000 Schritten, entspringt der Tigris; von da ab an 200 Deutsche Meilen laufen beide Ströme neben einander her, um sich endlich dicht vor dem Persischen Meerbusen wieder zu vereinigen. Auf einem Floß von auf⸗ ter zan Hammelhäuten, ein Fahrzeug, wie man es schon zu Cyrus

mern des unten in

eiten konstruirte, fuhr unser Relsende 88 Wegstunden auf dem reißenden igris in 4 ½ Tag bis Mossul hinab. Diese Stadt, Zwischenstation der Karavanen auf dem Wege von Bagdad nach Aleppo und in der Gegend des alten Ninive erbaut, war der westlichste Punkt seiner Wall⸗ fahrt; 87 einmal so nah an Teheran als an Konstantinopel, mußten sich die Türken seines Gefolges beim Gebet schon nicht mehr nach Osten sondern nach Südwesten wenden. Hier am Südfuße des Taurus be⸗ ginnt die Wüste, welche mit geringer Unterbrechung 400 Deutsche Mei⸗ sen durch Arabien fortstreicht bis zum Felsen von Aden, auf dem schon die Flage Englands weht. 3 „Kein Volk sagt unser Verfasser hat Charakter, Sitte und Sprache so treu durch Jahrtaufende bewahrt, als die Araber. Als unstäte Hirten und Jäger streiften sie in wenig gekannten Einöden um⸗ her, während Aegypten und Assyrien, Griechenland und Persien, Rom und Bpzanz entstanden und verstelen. Aber durch einen Gedanken ; weeene sich eben diese Hirten plötzlich empor und mach⸗ ten sich auf lange Zeit zu Beherrschern des schönsten Theiles der alten Welt: Hundert Jahre nach dem Tode des Propheten geboten seine Anhänger, die Sarazenen, vom Himalapa bis zu den Pyrenäen, vom ndus bis zum Atlantischen Meer. Allein das Christenthum und die bhere Entwickelungsstufe der Völker, die es hervorrief, vertrieb die Araher aus Curopa: die rohe Gewalt der; ürken verdrängte ihre errschaft im Orient und die Kinder Ismaels sahen sich zum zweiten⸗ mal hinausgewiesen in die Wüste. Es bedurfte des künstlichen Ge⸗ triebes einer europäisirten Regierung und des Beistandes der Franken; und bedurfte vor Allem eines so mächtigen Geistes, eines so kräftigen Willens und eines so seltenen Glückes wie Mehmed Ali's, um die viel⸗ leicht noch nie erreichte Höhe der Tyrannei zu verwirklichen, unter wel⸗ cher heute die Fellahs in Aegppten und die Araber in Syrien seufzen, um ein ganzes Land in eine Domaine, ein ganzes Volk in leibeigene Sklaven zu verwandeln. 8 .

Aber dei weitem der größere Theil der arabischen Nation war seinen alten Gebräuchen getreu geblieben, und der Despotismus konnte sich seiner nicht bemächtigen. Die Ausdehnung der Wüsten Asiens und Afrikas, ihr glühender Himmel, ihr wasserarmer Boden und die Armuth ihrer Bewohner sind zu allen Zeiten der Schutz der Araber

ewesen. Noch heute führt der Beduine dasselbe Leben der Entbehrung,

her Mühe und Unabyängigkeit wie seine Vorväter, noch heute durch⸗ streift er die Steppen und tränkt seine Heerde an eben den Brunnen, wie zu Moses und Mohammeds Zeit.

So weit jedoch der Araber Rosse. schweifen, kann keine dauernde Nieverlassung bestehen; der ganze Südfuß des Taurus ist bedeckt von Spuren ihrer Zerstörung. Dort kommen köstliche Bäche von den Ber⸗ gen herab. Der Ueberfluß an Wasser vereint sich mit einem glühen⸗ den siets heiteren Himmel und dem fruchtbarsten Boden, um ein Para⸗ dies zu schaffen, wenn die Menschen es nicht zerstörten. Dort fällt kein Schnee mehr; der Oelbaum, die Weinrebe, der Maulbeer⸗, Feigen⸗

und Granat⸗Baum wachsen überall von selbst hervor, wo man nur

einen Wasserfaden hinleitet, und Korn, Reis und Baumwolle geben den üppigsten Ertrag.“ ““

vedigsgen sa g” ren der Verfasser quer durch die nördlichste

itze der Sprischen Wüste. 1 . 4 d Böbrend v (sagt er) durchzogen wir die Tschöll oder Wüste

des nördlichen Mesopotamtens, ohne irgend eine menschliche Wohnung r erblicken. Du mußt Dir diese Wüste nicht als eine Sandscholle

fanvern als eine unabsehbare grüͤne Fläche denken, welche nur hin und wie⸗ 9 g. 5 Araber nennen sie „Bahr“, das

er sanfte Terrainwellen zeigt; die sie r 7 schnurgerader Linie vorwärts, in⸗

Meer, und die Karavanen steuern in ader vorr dem sie sich nach künstlichen Hügeln richten, die wie große Hünengrä⸗ ber sich über die Fläche erheben. Noch einige Wochen später und diese grüne Ebene, welche jetzt ein reichlicher Thau nährt, ist nichts als eine von der Sonne versengie Einöde; das üppige Gras, welches uns jetzt bis an die Steigbügel reicht, ist dann verdorrt und jedes Wasser versiegt. ann kann man nur auf weiten Umwegen dem Ufer des Tigris fol⸗ gen; nur die Schiffe der Wüste, die Kameele, durchschueiden dann noch die Fläche, und auch sie nur des Nachts.“ Mit einer Karavane von 600 Kameelen und 400 Maulthieren, welche Stoffe aus Bagdad, Shawls aus Fs Perlen und Silber⸗ münzen aus Bassora führte, kam Herr von M. zu Hafiz Pascha zu⸗ rück, der so eben beschäftigt war, die gegen Ibrahim bestimmte Tau⸗ rus⸗Armee zu bilden. 8 Dieser mehrjährige Aufenthalt in jenen Gegenden bot Herrn von M. vielfache Gelegenheit, sich von der taurigen Lage des ö Staats⸗ und Kriegswesens, namentlich aber der Finanz⸗Administration zu überzeugen. Die allgemeine Unsicherheit des Eigenthums hindert jede größere Unternehmung, jede Kapitals⸗Anlage. „Die Bedingung alles Reichthums ist hier, daß man ihn flüchten könne. Der Rajah wird lieber ein Geschmeide für 100,000 Piaster kaufen, als eine Fabrik, eine Mühle oder ein Vorwerk anlegen. Nirgends giebt es mehr Vor⸗ liebe für Schmuck als hier, und die Juwelen, welche in reichen Fami⸗ lien selbst Kinder von wenig Jahren tragen, sind ein glänzender Be⸗ Färmahr. in diesen zwei Worten liegt das Geheimniß eines tausendfachen Elends. Sollte hier aber, was Klein⸗Asien angeht, mit Mehmed Ali's „Ordnung“ geholfen werden 1önnen, wie man zu Paris zu glauben scheint? Ist in seinen Händen die Europälsche Civilisation wohl etwas Anderes, als ein Mittel zu seinem Zwechi Hat er nicht diese Civilisation, wie alles Andere, allein zu seinem Besten monopolisirt? Zwischen ihm und seinen Unterthanen gilt noch der Löwen⸗Vertrag in seiner ganzen Strenge⸗ für ihn sind alle Vortheile des Geschäfts, für jene alle Nachtheile, die daraus herfließen; das ist der Aegyptische contrat social. Der freie persönliche Spieiraum, den der orientalische Despotismus für ge⸗ dem Individuum läßt, vertauscht Mehmed Ali mit der Euro⸗ pälschen Staats⸗Administration, die das Individuum auf Schritt und Tritt am Gängelbande führt. Die Achtuͤng vor dem persönlichen und Eigenthumsrecht dieses Individuums ist freilich in Europa daheim ge⸗ blieden und unter dieser Bedingung ist doch allein jene Europäische Ad⸗ ministration zu ertragen. Der alte Türtische Despotismus übersiel

b 294

den: allein wozu den Schein festhalten, wenn das Wesen fehlt! Das Prinzip, was die Türkische Herrschaft in Europa einst so groß und so verderblich machte, ist für sie gewiß auf immer dahin; sie hatte jetzt die Wahl, unterzugehen oder auf die Seite ihrer alten Gegner und neuen Verbündeten herüberzutreten, welche allein durch einen inneren Ent⸗ wickelungsgang der Völker und ihrer Rechts⸗Zustände ihr so weit über

das Haupt gewachsen waren. 3 3 8 8 Grund zur Klage“, sagt unser geist⸗

Pa- e hoch, sondern daß sie willkürlich reicher Beobachter, „daß die Steuern hoch, ie wi t 5 8 nur darin besteht, daß der Ein⸗

sind. So lange die Steuer⸗Erhebung

nehmer dem Unterthan so viel abpreßt, als er pressen kann, ohne jenen zu offener Widersetzlichkeit zu zwingen, kann keine Thätigkeit rechtli⸗ chen Erwerdes Wurzel schlagen. Jeder legt die Hände in den Schooß, wohl wissend, daß man dem, der viel hat, viel abnimmt, und baut dann nur, was der Unterhalt dringend erfordert. Wie viele Natur⸗ kräfte sind hier noch ungenutzt! Wie viel Bäche brausen dahin, welche Mühlen und Werke treiben könnten! Welche endlose Wälder stehen unangerührt aus Mangel an Straßen! Wie viel Bau⸗Material liegt hier umhergestreut! Welche mineralischen Schätze verschließen diese Berge! Wie viel derselben liegen offen zu Tage und warten nur der Ausbeutung: aus dem Sande des Tigris zogen wir mittelst eines Mag⸗ nets über 50 pCt. Eisen. Ganze uadratmeilen Landes sind mit Maulbeerbäumen bestanden, ohne daß eine Oka Seide ge⸗ baut würde; aber welches Kapital will sich in solche Unternehmung einlassen? Was hilft es, daß sie 50 oder 100 pCt. Gewinn verspre⸗ chen, so lange sie mit 50 oder 100 pCt. Steuer belastet werden kön⸗ nen? Darin liegt, mit einem Worte, die außerordentliche Armuth eines so überaus reichen Landes.“

Wir gehen jetzt zu dem Punkte über, welcher uns bald 8 Herrn Duvergier zurückführen wird: Die Nothwendigkeit einer raschen Ent⸗ scheidung der orientalischen Frage und die Unh altbarkeit des Schein⸗ friedens zwischen den feindlichen Parteien. Nirgends ist uns in der That so anschaulich abs in dem Buͤche des Herrn von M. die Folter⸗ qual jenes status quo geschildert worden, welchem man aus den Sa⸗ lons der Rue St. George stets so gemächlich zusah, der aber damals schon den Sultan Mahmud zwang, lieber sein Reich aufs Spiel zu setzen, als die Last der mörderischen Waffenruhe noch länger zu ertragen. Es ist derselbe unertragbare Zustand, der im vorigen Jahre eben dort die Jutervention der Mächte hervorrief; es ist das karikirte Miniatur⸗ bild jenes „bewaffneten Friedens“, mit dem man in diesem Jahre Europa zu beschenken gedenkt. Hören wir Herrn von M.

„Seit dem Frieden von Kiutahja hatten die Waffen in diesen Ländern geruht und man forderte allseitig und von der Pforte wie von Mehmed Ali, in dem jetzt bestehenden ustand der Dinge zu verharren, vielleicht ohne genau zu wissen, ob dieser Zustand erträglich und haltbar sey und ob er nicht auf die Dauer beide Parteien unaus⸗ weichbar zu Grunde richten müsse. Die Natur selbst widersetzt sich allen großen Anhäufungen von Menschen an einem Orte: in Ländern, wie diese, sind sie mörderisch und auf die Dauer unerschwinglich. Schreck⸗ lich war der Druck, der seit Jahren auf diesen unglücklichen Provinzen lastete; aber auch das ganze Reich seufzte unter der Bürde, ein großes Heer in fernen Gegenden ohne irgend einen anderen Grund zu unter⸗ halten, als weil eben ein mächtiger Nachbar dort auch ein Heer unter⸗ hielt. Es sind in 7 Jahren hier mindestens 50,000 Rekruten ausgeho⸗ ben und begraben, 100 Millionen improduktiv verausgabt und die Aerndte ganzer Provinzen verzehrt, nur weil der Gegner densel⸗ ben Aufwand machte. Wer allen diesen gewaltsamen Zuständen nahe stand und überhaupt mit offenen Augen zu sehen wußte, der konnte sich bald überzeugen, daß der status quo den Parteien vielleicht ferner noch vom Frühjahr bis zum Herbst, oder vom Herbst bis zum Früh⸗ jahr aufgedrungen werden könne, daß aber auf die Dauer ein vermit⸗ telndes Einschreiten der Europäischen Mächte, oder eine gewaltsame Erledigung unabwetslich sey. In der That, glaube ich, hatte man in Europa von dem wahren Zustande keine richtige Kenntniß gehabt. Mehmed Ali und die Pforte standen wie zwei Ringer, welche die höchste gleichmäßige Anstrengung aller ihrer Kräfte in einen Zustand anschei⸗ nender Bewegungslosigkeit versetzt, den man für Ruhe nahm. Zufrie⸗ den, hier keinen Kampf zu sehen, sagte die Europäische Diplomatie: „Sehr gut; nun bleibt aber auch still, und wer von euch sich zuerst regt, den werden wir aks Agresseur bezeichnen.“ Sieben Jahre standen die beiden unglücklichen Ringer so, da fühlte der eine, daß die Kräfte ihm ausgehen: er machte eine verzweifelte Anstrengung und erlag.

Dies schrieb der Verfasser unmittelbar nach der Schlacht von Ni⸗ sib, welcher er als Augenzeuge beiwohnte und deren ungemein leben⸗ dige Beschreibuns man im Buche selber lesen muß. Dasselbe hätte er mit noch größerem Rechte im Jahre 1840 schreiben können, als die Pforte, außer allen Folgen des verlorenen Feldzuges, von 1839 einen ganz ähnlichen status quo seit einem Jahre ertragen hatte und nach der Meinung des 1. März noch länger und bis zur Aufopferung des eigenen Daseins ertragen sollte. Unter diesen Um tänden ward der sta⸗ tus quo ein Wort ohne Sinn: kein Beharrungs⸗Zustand, se eennh chronische Krankheit, welche den Patienten langsam aber sicher seinem

Ende entgegen führte. b 8 aus diesem Grunde nicht eine Geschichte der Englisch⸗ ranzösischen Allianz zu schreiben, wie Herr Duvergier mit so viel Feanaeefingatunst gethan, um die Isolirung der Französischen Politik in der orientalischen Frage zu erklären. Sie trägt ihre Erklärung in sich selbst. Wer die Erhaltung des Türkischen Reichs aufrichtig wollte, mußte dem status quo ein Ende zu machen suchen und zwar auf an⸗ dere Bedingungen, als solche, welche gleichfalls die Vernichtung der Türkischen Herrschaft in sich schlossen. Der 1. März schien weder das eine noch das andere zu beabsichtigen und durch dies Faktum war die Isolirung bereits innerlich vollendet, bevor sie noch im äußerlichen

Handeln hervortrat. 1 6 Wir wollen keinesweges versuchen, hinter die Coulissen der Poli⸗ nach Herrn Duvergier's eigener

tik zu blicken, allein es sey 6 erlaubt,

rstellung, eine Frage aufzuwerfen. 1 6 Plnaga erzägtt wird, früher bereit gewesen, in der orien⸗ talischen Angelegenheit mit Frankreich vereint sehr energisch aufzutre⸗ ten. am es zu einer Trennung? aus Laune? ohne politischen Grund? Gewiß nicht. Herr Duvergier sucht die Ursache einmal in den vorwaltenden Nebenabsichten der Englischen Politik. Aber diese müßten jetzt, nach dem Erfolge, hervortreten; und bisher steht man nichts der Art, vielmehr haben feierliche Verträge Gebiets⸗Vergrößerungen und ausschließliche Handels⸗Traktate ansgeschlossen. Er stellt ferner Miß⸗ gunst gegen den Französischen Einfluß im Osten als Motiv auf Englands Seite dar und man kann allerdings zugeben, daß die Politik des lac français“ für die Englische Staatsmänter keine ausgezeichneten Reize haben mochte. Allein, auch im Bunde mit Frankreich und Aegypten handelnd, würde England feinen Einfluß im Mittelmeer, gerade in Be⸗ suß auf die so oft überschätzte Suezstraße wahrscheinlich nicht gefehlt

ben. 1 Es mußte also wohl ein geheimnißvolles Etwas als Ursache jener Wirkung auf dem Wege gelegen haben. Herr Duvergier sucht dasselbe Palmerstons, wo Herr von Talleyrand 2 Stunden

im Vorzimmer Lord He 1 jeni a Beschäftigung habe hingeben müssen, sich derjenigen unterhaltender schäftigung habe h ie Absurdität

welche man in England to dance attendance nennt.

dieser Anekdote, welche seitdem der „Morning Chronicle“ gan⸗ ven is. zeichnet hat, geht schon daraus hervor, daß wenn Lord Herrn von Talleyrand wirklich 2 Stunden hätte warten lassen wollen,

wohl bisweilen, je nach Laune, Noth oder Willkür seine Untert

einige, tödtete andere, die Mehrzahl aber ging frei Aegyptische Despotismus schleppt sie alle miteinander und mit sämmtli⸗ chen armen Sünder⸗Ceremonieen der Civilisation langsam zum Hoch⸗

geriche der Hattischerif von Gülhane eine charte-verité zu wer⸗ den bestimmi sepn sollte, so wird er es zunächst zum Besten der Be⸗ herrschien seyn. Er müßte also eigentlich no größere Aussicht aben, die populairen Pariser Sympathieen für sich zu gewinnen, als jene auf den alten Türkischen Despotismus gepfropfte Civilisation des

Etablissement egyptien.“ Diese widernatürliche Frucht ist verfault, bevor sie reifte: dann haben die Stürme des verflossenen Herbstes sie leicht herabgeschüttelt; ob sie nah oder weit vom Stamme gefallen, wollen wir unentschieden lassen. Freilich ist, mit Montesquieu zu re⸗ den, die Pforte durch jenen Hattischerif shrem Prinzip untreu gewor⸗

ürde. r von Talleyrand gewiß nicht 2 Stunden gewartet haben w⸗

ge Die polatlschen S.aaig hen erinnern sich bei dieser Hesngenbent ahn⸗ weifel sogleich an die Handschuhe der Herzogin von Marl e denmesfae des Kaisers Napoleon und das Glas Wasser des Harn 8 8 8 Aein will man überhaupt dergleichen Motive gestatten, so gö” g-. sie in den Gemäͤchern der Sultaninnen und nicht in ee street zu suchen haben. Wohl werden die Steuermänner berwasseks lischen Staatsschiffs unter der Oberfläche des Franzosischen an Felba Untiefen bemerkt haben, welche sie nöthigten, das Sch f 8 inma⸗ und anderen Cours zu steuern, und man braucht e eh was nach tische veil de boeuf zu Rath zu ziehen, um s rochene Absicht den vorliegenden Thatsachen sich selbst v üib. Au 6 1839 unterzeich⸗ der fünf Mächte, welche die Kollektiv⸗Note vom Ju 9

haltung der orientalischen Frage und auf Beendigung des Osmanischen .

Reichs gerichtet: nicht sowohl Nebenabsichten auf irgend einer Seite,

als vielmehr Vorhandenseyn oder Mangel der Hauptabsicht haben

über diese sogenannte Katastrophe der Allianz entschieden. 8 8 Allein die höhere Aufgabe des Juli⸗Craktats ist noch nicht gelöst;

sie existirt noch heute, moht für elnige, sondern für alle Mächie.

Das Osmanische Reich, einst durch Uebermacht Europa’'s Geißel, könnte

nur noch durch seinen Untergang Europa Gefahren bringen. Man

braucht kaum noch hinzuzufügen, daß nur durch Erhaltung dieses

Reichs, durch friedliche Begründung occidentalischen Rechtszustandes

und occidentalischen Gewerbfleißes für wahre Europäische Gesittung 4 .

die Brücke nach dem Orient geführt werden kann: von dieser gemeiusaem

Europäischen Politik wird sich Frankreich in seinem richtig verstandenen

Interesse nicht ausschließen wollen. ö

Berlin. In der Sitzung der geographischen Gesellschaft am

6. März sprach Herr von Dechen über die nencascghc Lsesoftnase

von Rußland nach den Reisen und Beobachtungen des Barons von Mevendorf und des Grafen von Kevserling, und lezte eine Uebersichts⸗ Karte dieser geognostischen Verhältnisse vor. Demnächst machte er noch

eine Mittheilung, betreffend einen Aufsatz Darwin's: Ueber den Zu⸗ sammenhang vulkanischer Phänomene in Süd⸗Amerika. Vom Herrn Woodbridge waren zur Ansicht eingesandt zwei Amerikanische Zeitungs⸗ Blätter, enthaltend Aufsätze über einige Eisenbahnen Nord⸗Amerika's, mit nach einer neuen Methode eingedruckten Profilen und Karten. Herr Ritter zeigte den betrübenden Hintritt des geschätzten Gesella schafts⸗Mitgliedes, des Herrn Stadtgerichts⸗Direktors Beelitz, an. Herr von Bennigsen sprach über die Südgränzen der Ardennen

und die Nordgränze des Jura⸗Bergzuges an der Maaß und Mosel und legte eine gezeichnete Karte vor, der sein Vortrag zur Erläuterung diente. Herr Lichtenstein gab Nachricht über wichtige antigua- rische Denkmäler, welche in Irland aufgefunden sind, betreffend eine wahrscheinlich aus dem 10ten Jahrhunderte stammende Begräbniß⸗ Stätte einer großen Zahl von Thieren und einiger menschlichen Ske⸗ lette, untermengt mit Gegenständen menschlichen Kunstfleißes, von denen die Thiere zum Theil ausgestorben sind. Sie wurden aufgefunden von Herrn Dr. Wilde aus Dublin, welcher in der Gesellschaft anwesend war. Herr Poggendorf gab nach einem Aufsatze des Herrn Junghuhn neue Nachrichten über Java, namentlich hvp ometrische Messungen, meteorologische und geognostische Verhältnisse betreffend. Herr Abich legte mehrere graphische Arbeiten über das mittlere Italien vor, und

las eine darauf betügliche Abhandlung über die dortigen Erhebungs⸗ Kratere. Herr Kiepert brachte das erste Heft seines Atlas über Hellas und die Hellenischen Kolonieen zur Anschauung und gab dazu Erläuterungen, und das Heft für die Bibliothek der Gesellschaft. Herr Ritter gab eine Nachricht über die Neger⸗Kolonie Liberia im Jahre 1840 nach einem Briefe Bells. Vom Herrn Graͤberg de Hemsöe war als Geschenk eingegangen: dessen Cenni geografici e statistici su- ['Asia centrale. Milano 1840. Auch kamen mehrere neu erschienene geographische Arbeiten zur Ansicht. Herr Mahlmann schenkte seine Abhandlung: Ueber die Temperatur⸗Vertheilung auf der südlichen Hemisphäre und die klimatischen Verhältnisse von Neu⸗Süd⸗Holland

und Vandiemensland.

Berlin. Die Sing⸗Akademie, welche in ihrem letzten Abon-⸗ nements⸗Konzert das Oratorium „die sieben Schläfer“ von Dr. Löwe zum zweitenmale hier zur Aufführung brachte, hat zu ihrem dritten Konzert, welches morgen, Donnerstag, stattfindet, ein hier noch ganz unbekanntes Oratorium von Händel, „Theodora“, gewählt, welches für

die Musikfreunde um so interessanter sevn muß, da es eines der letzten Werke des großen Deutschen Kirchen⸗Komponisten ist; er schrieb das⸗ selbe 1751, im 67sten Jahre seines Alters, ein Dezenntum nach dem „Messias“. Der Stoff des Gedichts ist der christlichen Legende ent⸗ lehnt. Kurz nach Vollendung des Werkes wurde Händel von einer Augen⸗Krankheit befallen, von der er bis zu seinem im Jahre 1759 erfolgten Tode nicht wieder genas. 10.

Meteorologische Beobachtungen.

Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

1841. 9. März.

341,91,„Par. 1,1 ° R. 8902R. 79 vpCt. trübe. N.

Quellwärmie 6,5 0 R. Flußwarme 0,409 R. Bodenwärme 1,00 R. Ausdünstung 0,023“ Rh. Niederschlag 0,044“ Rh. Wärmewechsel +. 4,5 ° 19.

R.. 75 pCt. WNW.

339,21“ „Par. 340,01„Par.

* 2,6 0 R. +† 4,3 0 R.

+ 1,4 ° R. + 1,10 R. 77 pCt. 69 pCt. trübe. trübe.

WNW.

340,28“ Par. + 1,9 90 R..

Luftdruck. Luftwärme Thaupunkt Dunstsättigung Wetter. v...... Wind. Wolkenzug Tagesmittel:

0,190

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 6. Mäürz. Niederl. wirkl. Schuld 505⁄1. 5 % do. 98. 5 % Span. 22 ⁄1. Passive 6. Ausg. —. Zinsl. Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. —.

221

Kanz-Bill. 22 ²2 Preuss.

Antwerpen, 5. März.

Zinsl. 6 1. Neue Anl. 2113/16. Hamburg, 8. März. Bank-Actien 1615. Engl Russ. 1062. London, 3. März. 1 Neue Anl. 24 1. Passive 6. 5 % Port. 311⁄2. b. Li⸗

8 30 887 ⁄1. Belg. —. 1 2 ½ % Kon. 50 1. 5 % 9 8.

3 % 19 ¼. Engl. Russ. Bras. 71 ½. 28 ¾. Peru 17. Chili- —.

1 .März. . Paris, 5 2 76. 95. 5 %

0%„ Rente fin cour. 113. 65 3 % Kente fin cour. Neani. 8 102. 5. 5 % Span. Rente 25 ⁄½. Passive 6. 3 %

Port. —.

Sö; lee,g, 2110 19 0 d. 106¹³ . 4 98 . 7 72·2 2 0 e 0 —, L - 106, 1141, 1684 668 ¾. de 1839 272 ½2. Koͤnigliche Schauspiele, Donnerstag, 11. Maͤrz. Im Romeo und 1 auerspiel in 5 Abth., von Shakespeare. . I, e 1 8 Maͤrz. Im Operngau. Get dan Ss. die in 3 Abth., mit Baller⸗ ihrische Tragodie ielhause: dgranazafas Vorstellung. onnabend, 13. März. Opernhause: Der Degen. : Di Schleichhaͤndler. H1eegeSg, 14. März. Im Opernhause: Hierauf: Die Hamadryaden, choregraphisches Intermezzo in 2 Abth. und 4 Gemaͤlden, Paul Taglioni. Musik von Adam. Im Schauspielhause: Die Braut aus der Residenz. Hier⸗

auf: Der erste Schritt.

Koöͤnigsstaͤdtisches Theater. Donnerstag, 11. Maͤrz. Die schlimmen Frauen im Serail. Zauberposse mit Gesang in 2 Akten.

Freitag, 12. Maͤrz. Die schlimmen Frauen im Serail.

Sonnabend, 13. Maͤrz. Die schlimmen Frauen im Serail.

Magister Quadrat. und pantomimisches von Colombey und

88

Verantwortlicher Repacteur Dr. Z. W. Zinkeisen. “M 8 1“ 11““ S Zepruckt bei A. W. Hayn. 1

t, b lischen Frage, Er altung des Osmani⸗ 8 hen Neseengung ze peg n. eür, dagegen schien mehr auf Er⸗

8

Beeillage zur Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung No 70

erzählt hier unser Verf. meist schlicht und einfach, aber immer das Prägnante und Charakteristische mit sehr richtigem Takt hervorhebend; er handhabt die Sprache kühn, der Ausdruck ist meist schlagend, zuweilen wahrhaft schön, nicht selten aber auch gränzt er an das Geschmacklose, und verräth, was bei Arndt Wunder nehmen muß, eine entschiedene undeutsche Färbung.

Zuerst führt uns der Verf. in seine Heimath und die Umgebungen ein, von denen er die ersten Eindrücke empfing. Er fürchtet, die Schil⸗ derung der jugendlichen Jahre möchte manchem zu breit ausgeführt scheinen, aber mit Unrecht, denn die Dinge und Menschen in jenen Zeiten stehen schon, wie er selbst bemerkt, wie durch ein Paar Jahrbunderte von uns geschieden, so ungeheure Risse haben die letzten funfzig Jahre gerissen, und überdies war das Leben auf Rügen in jenen Kreisen, denen Arndt angehörte, so eigenthümlich, daß eine lebendige Schilderung, wie die vorliegende, sehr dankenswerth seyn muß. Es ist ursprünglich e Kraft und Tüchtigkeit mit sinniger Heiterkeit und Ruhe gepaart in diesen Pächtern und Bauern, denen bei aller Einfalt doch die Empfäng⸗ lichkeit für die leiblichen und geistigen Genüsse der höheren Stände nicht abgeht, Genüsse, die sie auch durch ihren leidlichen Wohlstand sich ver⸗ schaffen können —; sie suchen dann sich jenen vornehmeren Kreisen selbst in der äußeren Erscheinung durch Zierlichkeit und feine Sitte näher zu stellen, ohne die ursprüngliche bäuersche Natur verleugnen zu können. Manche höchst seltsame und charakteristische Erscheinungen müssen so an den Tag kommen, auf die uns der Verf. in seiner hier höchst gemüthlichen Darstellung gebührend aufmerksam macht. Es begreift sich übrigens leicht, daß eine Natur, wie die Arndt's, sich in ihrer Vortrefflichkeit, wie in manchen Schroffheiten gerade unter solchen Umgebungen ausbilden mußte. Das Leben in Stralsund, wo Arndt die Schulzeit verlebte, konnte ihm, wie viel reicher es auch in manchen Beziehungen sevn mochte, nicht behagen. Es schien ihm Alles allzusehr auf Genuß und Lebenslust gestellt; dem sich hinzugeben widerstrebte dem reinen Jüng⸗ ling, welcher sich endlich den mannigfachen Verführungen durch einer förmliche Flucht entzog.

„Die Universitätszeit berührt Arndt nur kurz; vorübergehend er⸗ wähnt er seiner Reisen durch Deutschland, Ungarn und Italien, von denen er an anderen Orten ausführlich berichtet hat. Reich an Kennt⸗ nissen, und Erfahrungen kehrt er in die Heimath zurück, und findet bald Muße, das Eingesammelte zu ordnen und in sich zu verarbeiten, als er im Jahre 1800 nach seinem eigenen Wunsche denn seinem Brodstudium der Theologie hatte er schon früher aus ehrenwerthen Gründen entsagt als Adjunkt der philosophischen Fa⸗ kultät in Greifswald angestellt wird, worauf er im Jahre 1805 zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Hier entwickelte sich nun auch in ihm eine entschiedene politische Gesinnung, mit der er bald handelnd hervortrat, und die er vierzig Jahre hindurch mannhaft vor aller Welt vertheidigt hat. Von der ersten Kindheit an war er ein Anhänger der Monarchie gewesen, die Gewöhnungen der ersten Jugend hatten eine Vorliebe für das Köuigthum in ihm geweckt, und die Fol⸗ gezeit diese nur genährt. Zugleich verleugnete er aber auch nicht seine Vorliebe für den Bauernssand im Gegensatze des Adels, und mit Eifer nahm er sich der damals noch unterdrückten Klasse an. Das scheint überhaupt ein vorwaltender Zug in Arndt's Charakter zu seyn, daß die hülflose Sache ganz sein Mitleid und seine Thätigkeit in Anspruch nimmt, während die mächtige und siegreiche sich selten auf seinen Bei⸗ stand verlassen kann. Arndt ist ein geborener Mann der Opposition, wie uns dünkt; doch wird er nie der gemeinen und schlechten Sache zur Hülfe eilen. Die Noth Deutschland's, die Macht der Franzosen war es, die ihn zu einem so erbitterten Gegner dieser und zu einem so beredten Vertheidiger jener machten. Die Siege Napoleon's in Ita⸗

lien, die Schmach des Friedens zu Luneville, fachten einen gewaltigen Zorn gegen die Franzosen in ihm an, und die weiteren Triumphe der⸗ selben steigerten ihn Unaufhörlich. „Als Oesterreich und Preußen nach

Vissenschaft, Kunst und Literatur.

Erinnerungen aus dem aͤäußeren Leben von E. M. Arndt. Zweite Auflage. Leipzig 1840.

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Es ist der Deutschen Literatur neuerdings der Vorwurf gemacht worden, daß sie in den letzten Jahrzehnden nur universelle Tendenzen in ihrem eigenthümlichen Gange verfolgt und den nationalen Stand⸗ punkt fast ganz verlassen habe. So sey zwar, meint man, ein unermeß⸗ licher Reichthum an Bildung, ein ungeheures Kapital an Wissen durch sie gewonnen worden; allein dies habe der Nation selbst bis jetzt nur wenig Zinsen getragen, und den praktischen Bedürfnissen unseres Va⸗ terlandes nur geringen Ertrag gewährt. Gewiß liegt etwas Wahres in diesem Vorwurfe, nur ist es unbillig, der gesammten Literatur zur Last zu legen, was gerade die Stärke eines sehr bedeutenden Theiles derselben ausmacht. Schriften von rein wissenschaftlichem oder gelehr⸗ tem Inhalte sollen sich von jeder Beschränktheit fern zu halten süchen. ihnen muß es nur um die Forschung und die Erkenntniß zu thun seyn, und es ist der gelehrten Deutschen Literatur zum großen Ruhme an⸗ zurechnen, daß sich eine Freiheit und Unabhängigkeit der Ansicht in ihr gezeigt hat, die man nicht leicht anderswo finden möchte. Ein Anderes aber ist es um die populaire Literatur, den Ausdruck in seiner weitesten Bedeutung genommen die nicht so sehr das Wissen an sich fördern will, als vielmehr das Gefühl zu wecken, den Charakter zu bilden und den Willen zu leiten beabsichtigt; bei einer unendlichen Mannigfaltigkeit des Inhalts verfolgt sie immer denselben Zweck, und sucht zu größerer Wirksamkeit sich einer schönen und einschmeichelnden Form zu bemächtigen. Daß diese populaire Literatur, wie sie von ei⸗ nem reellen praktischen Zweck nie ganz absehen kann, nationale Tenden⸗ zen haben muß, wenn sie wohlthätig in das Leben des Volkes eingrei⸗ fen soll, unterliegt keinem Zweifel; daß aber diese Tendenzen in den neueren Erscheinungen unserer populairen Literatur weniger hervorge⸗ treten sind, das ist es, was dem berührten Vorwurfe gegen die gesammte Literatur einen Schein von Wahrheit giebt. Es ist in der That zu beklagen, wie gerade die Schriftsteller, die durch ihr Talent neuerdings den leichtesten Eingang fanden, meist von der Höhe des Kosmopolitis⸗ mus, oder von einem fremden Standpunkt außerhalb des Vaterlandes sprachen, und es so mitverschuldeten, daß die patriotische Gesinnung in einem großen Theile des Volkes an Kraft verlor.

Täuscht nicht Alles, so steht jetzt der popnlairen Literatur ein be⸗ deutender Umschwung bevor; sie scheint an Ernst und Bedeutung zu gewinnen, und es zeigt sich in ihr das Streben, einen dem Deutschen Volke eigenthümlichen Charakter anzunehmen. Daß sie dabei auf den Beifall des Publikums rechnen kann, und bei der Lage der Dinge ei⸗ nes großen Erfolgs sicher ist, geht daraus hervor, daß die Worte bedeutender Stimmführer einer früheren Zeit, die noch vor kurzem fast überhört zu werden schienen, aufs neue einen fast unerwarteten Anklang finden. So ist auch die Schrift, der diese Anzeige gewidmet ist, Arndt's Erinnerungen, mit der regsten Theilnahme im Publifum aufgenommen worden, und die Rede des siebzigjährigen Greises hat noch die Gemüther zu entzünden vermocht. In kurzer Zeit hat Arndt's Buch eine doppelte Auflage erforderlich gemacht. Es ist nicht zu leugnen, daß äußere Umstände viel dazu bei⸗ getragen haben, die Augen des Volkes vorzugsweise auf diese Schrift zu lenken; so viele Leser jedoch sich zu gewinnen und an sich zu fesseln, vermochte zuletzt nur der Verf. selbst durch das eigenthümliche Inter⸗ esse seines Buches, welches ohne Zweifeldaraufberuht, daß er eine bedeutende Zeit in der Geschichte unseres Vaterlandes lebendig im Andenken verge⸗ genwärtigt, daß er die Interessen und Bedürfnisse der Nation mit war⸗ mer Theinahme bespricht und sich in Allem als ein Mann zeigt, der mit e eele am Deutschen Boden und an Deutscher Sitte hängt. Der Reiz des Neuen, der auch bei literarischen Erscheinungen obwal⸗ tet und leicht täuscht, ist jetzt verschwunden, und es ist wohl an der Zeit, durch eine ruhige Prüfung zu ermitteln, was diese Schrift blei⸗ dend Gutes bietet und etwanige Mängel nicht unbeachtet zu lassen.

Der Titel des Buches: Erinnerungen aus dem äußeren Leben entspricht nicht ganz dem Inhalte desselben, denn wenn 82. n Lrofen auch in der ersten Hälfte seiner Schrift allerdings mehr von seinen Er⸗ lebnissen und seiner äußeren Stellung in der Welt handelt, als daß er psychologisch zu entwickeln suchte, wie sein Inneres sich entfaltet und gestaltet hat, so ist doch in der zweiten Hälfte überwiegend die Rede von den Ansichten und Meinungen des Verfassers über allgemeine po⸗ litische Zustände, von seinem Denken, Glauben und Wünschen, was doch nur als innerlich Erlebtes angesehen werden kann. Auch konnte Arndt hiervon nicht schweigen, da er nach der Einleitung in seinen Denkwürdigkeiten zugleich seine Apologie geben und sich als einen red⸗ lichen und verständigen Mann erweisen wollte, wobei dann vom Wollen nicht minder als vom Wirken zu sprechen war. Da aber die innige Verbindung, die zwischen dem inneren und äußeren Leben des Men⸗ schen stets stattfindet, der Verf. so absichtlich in der Darstellung getrennt bat, so entsteht daraus nach unserem Urtheil Mangel an Einheit und Zusammenhang des Werkes: es will das Ende desselben nicht zu dem Anfange passen.

Wenn man bedenkt, wie Arndt von sich selbst urtheilt, daß er immer in persönlicher Eigenthümlichkeit stecken geblieben sey, und es nimmer bis zu voller Gegenständlichkeit gebracht habe, daß er ein gebor⸗ ner Träumer sey, wenn nichtt irgend ein festes Ziel ihn aus nebelnder Träumerei herausreiße, daß ihm aber Gott für die äußeren Dinge kla⸗ ren Blick und leichten Verstand verliehen habe, und daß es ihm nie schwer gefallen sey, Schwarz und Weiß und schwarze und weiße Men⸗ schen zu unterscheiden ein Urtheil, das ein Anderer gewiß viel schwe⸗ rer über ihn ausgesprochen hätte, das aber doch manches Wahre ent⸗ hält so leuchtet ein, warum jener erste Theil des Buches, wo der Verf. bedeutenden Zeitereignissen gegenübersteht, wo er von Personen mit einem bestimmt ausgeprägten Charakter zu erzählen hat, viel lehrreicher und anziehender ist, als wo er sich später über seine eigene Subjektivität ausläßt. Während er hier sich fast immer zu sehr im Allgemeinen und Unbestimmten hält, und eine pspchologische Entwickelung eigentlich ganz aufgiebt, zeigt sich dort eine klare und sichere Anschauung, ein lebendiges Bild schwebt dem Verf. vor, dessen Umrisse er mit sicherer Hand zu Papier bringt, unbekümmert, wenn auch die Linien öfters zu stark aus⸗ fallen. Bald mit imponirendem Ernste, bald in der harmlosesten Laune,

rung und Entzi zelner kleiner Fl.

Stein fast verge

deren Seite erw

1831 von Arndt der sich hier als um so mehr auf

schrieben ist, die erscheinen läßt.

Glanzpunkte bens zu Petersb nach Preußen d

Kreisen bekannt tem nicht den Ei der Schlacht bei gebenheiten fern,

Rhein derselben eröffne Preußischen Sta

gehabt hatte, so schen Truppen in geworden.

halt in Berlin,

ner Weise, doch

zum Theil über

gung ruhte; doch

könne.

Er kann und wi und glücklich sey

Deutschland mit rechter Liebe zu lieben, und die Welschen mit rechter Treue zu hassen.“ Kurz zuvor heißt es: „Ich hatte noch mehr ein Schwedisches als Deutsches Herz.“ In den Kampf gegen die Willkür des Adels und den Uebermuth Frankreichs warf sich Arndt durch zwei Schriften, die er fast zu gleicher Zeit im Jahre 1802 herausgab. Die Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen zog ihm An⸗ klage und Untersuchung zu, doch waren die unangenehmen Folgen der⸗ selben nur vorübergehend. Ein trauriges Schicksal hätte ihm die Schrift: Germanien und Europa und der inzwischen erschienene erste Theil „des Geistes der Zeit“ zuziehen können; nach der Schlacht bei Jena hielt sich Arndt seines Lebens in Deutschland nicht mehr für sicher und begab sich nach Stockholm. Obwohl diese Zeiten für die spä⸗ tere Gestaltung des inneren und äußeren Lebens unseres Verfassers sehr wichtig waren, sind seine Nachrichten darüber doch nur fragmen⸗ tarisch, und man sieht deutlich, daß eine gewisse Hast, die seiner Natur be ihn zu den späteren Ereignissen treibt.

er Druck, unter dem Deutschland schmachtete, ließ ihn nicht län⸗ ger in der Ferne weilen, mit falschem Namen unter veeee; Gefahren betritt Arndt im Sommer 1809 wieder den Boden des Va⸗ terlandes; erst besucht er die Seinen, dann begiebt er sich nach Berlin. Hier gewinnt die Darstellung wieder an Ausführlichkeit, und möchte Arndt doch noch mehr gesagt haben, als er sagte! Denn nun tritt er mitten in die Bewegungen einer großen Zeit, und wenn er auch nir⸗ Fena⸗ selbst im Vordergrunde erscheint, so steht er doch bedeutenden

ersönlichkeiten so nahe, daß sich seinem Blicke Vieles enthüllen konnte, was Anderen verschlossen war. Für die Glaubwürdigkeit der Nachrich⸗ ten, die wir erhalten, spricht sowohl die Wahrhaftigkeit des Verfassers, wie auch, Zeugnisse derer, die jene Zeiten in ähnlicher Weise durchleb⸗ ten. Wie belehrend aber auch alles dies schon an sich ist, viel anzie⸗ hender macht es noch die Art und Weise, wie es gesagt wird: kaum hätte ein Anderer so erzählen können. Die nächsten Abschnitte unseres Buches sind g. reich an Erfahrung und Anschauung, so warm und hinreißend geschrieben, durch das Ganze weht der belebende Hauch pa⸗ triotischer Begeisterung so erfrischend, daß sie auf jedes Gemüth einen tiefen Eindruck machen und ein bleibender Gewinn für unsere Litera⸗ tur seyn müssen. Im Sommer 1811 erhielt Arndt die gewünschte Entlassung aus Schwedischen Diensten, ungefähr ein Jahr später wurde er durch den Freiherrn von Stein nach St. Petersburg beru⸗ sen und folgte freudig diesem Antrage. Wenn er auch sein Gehalt zuerst aus ussischen Kassen, dann aus der Kasse der Central⸗Verwal⸗ tung für Deutschland bezog, so stand er doch gleichsam in einer Pri⸗

gemurrt zu ha damit, daß da Landschaften an

bessern sey⸗

mit der Entwickel Freiheit des Grurn

joraten gegründet den Bauernstand

haben; denn nach

Nöthigste und W Augenblick schwerl

ja wenn selbst sein er sich doch auch

was bei Anderen

vatstellung zu Stein, den er öfters schlechtweg seinen Daß diese Stellung äußerlich sen „Ich bin von ihm in allerlei kleinen Schreiberei⸗Geschäften, zur Dubli⸗

genheiten, welche die sogenannte Deutsche Legion betrafen.“ untergeordnete Stellung läßt das per

was durch unbeschreibliche Anhänglichke

den Vordergrund der Erzählung, ordentlichen Mann die zuverlste die noch vervollständigt werden

mäßigkeit und Ruhe der Darstellung fassers auszeichnet, und zugleich mi

trachtungen, die Darstellung verliert dah 4* Lebendigkeit. Im November 1813 schrieb Arndt seine Sch eutschlands Strom, aber nicht Deutschlands Gränze“

sein Gehalt bereits aus Preußischen Kassen gezahlt. in Preußische Dienste muß ganz Arndt's Wünschen denn wenn er auch früher manches „Sonderheitsgefüh

Der letzte Theil des Buches h wurde, von den äußeren

an der neu errichteten Universität in Bonn im Familien⸗Verhältnisse werden zwar vorübergehend erwähnt, auch über das schwere Geschick, das Arndt’s Alter trü

von mehreren S seiner Denkweise und seines Handelus gegen die Beschuldigungen, auf welchen die über ihn im Jahre 1820 verhängte Untersuchung be⸗ sieht der Verf. dabei so viel wie möglich vom Einzelnen ab, da er eine Geschichte jener Untersuchung nicht schreiben dürfe und

Es muß dem Leser die

vergeblichen Kämpfen gefallen war, da erst sing mein Herz an, sie und Friedens erscheint ihm völlig ungenügend,

keine bedeutende gewesen sey,

gg Depeschen und Briefen, zur Abfassung ein⸗

ugschr

ssen.

jedert wurde. So stellt denn der

fuͤr die „Allgemeine Zeitung“ Anhang abgedruckt findet. merksam machen zu müssen, da er sich durch

den Verstorbenen wie

en gebraucht worden, so wie bei den Angele⸗ Aber diese önliche Verhältniß Arndt's zu Dieser hegte gegen ihn ein großes Vertrauen⸗ it und Verehrung von der an⸗ Verfasser Stein in und man erhält über diesen außer⸗ gsten und interessantesten Nachrichten, durch den Nekrolog, der schon im Jahre geschrieben wurde, und Wir glauben, auf letzteren lan⸗ vor anderen Schriften des Ver⸗ t einer Innigkeit und Wärme ge⸗ den Verfasser gleich liebenswertt

der Erinnerungen sind nun ferner die Darstellung des Le

urg im Herbst und urch

Winter des Jahres 1812, der Reist - die mit allen Greueln des Krieges bezeichneten Länder, des Königsberger Aufenthalts hier ist für die Geschichtt dieser Tage eine neue, treffliche Quelle eröffnet. Was Arndt zur Charakteristil Blücher'’s, Scharnhorst's, Gneisenau's, Rostopschin’s, Gustavs von kow und Anderer beibringt, ist durch Auszüge schon in den weitesten

Barne“,

geworden, doch macht es außer seiner Stelle bei wei⸗

ndruck, wie im Zusammenhange der Erzählung.

Nach

Leipzig bleibt der Verf. dem Hauptschauplatze der Be⸗

und folgt

te ihm der Fuürst Hardenberg die Aussicht, in

atsdienst zu treten,

ihnen nur mit seinen Ausichten und Be⸗ er merklich an Interesse und rift: „Der ¹; in Folge den und vom Herbst 1814 wurde ihm

Dieser Uebertritt entsprochen haben⸗ l“ gegen Preußen

war er doch seit den ruhmreichen Siegen der Preußi⸗ 1 Jahre 1813 mit voller Liebe und Zuversicht Preuße

Erlebnissen des Verf. seine Anstellung als

nur mit wenigen Worten aus;

allgemeine

andelt wenig, wie bereits bemerkt Sein längerer Aufent⸗ Professor der neueren Geschichte Jahre 1818; mancht

bte, spricht er sich in schb⸗ 1 den größten Raum gehmen politische Erörterungen zum Theil⸗ über frühere Zeitverhältnisse. Fragen ein, durch die er seine Ansichten

eiten zu beleuchten sucht, und endlich eine Rechtferti⸗

ll es nicht einsehen, warum denn Frankreich groß sta

iu solle, das Resultat des ersten und zweitri

ben, mals nicht alle

b von Frankreich wieder Rhein

und Maas mit Preußen

ung der inneren Verhältnisse nicht ganz zufrieden, die id und Bodens, wie für die Gewerbe, hält er für

nachtheilig und gefährlich, er wünscht dagegen den Adel nur auf Ma⸗ ünfte,

„die Wiederherstellung der Fienc cen und an untheilbare Grundstücke geknüpft, die unter man⸗

cherlei Beschränkungen gleichsam Lehne des Staats seyn sollen, u. s. w. Mitunter mag Arndt der Gedankenflug etwas zu 88 1.g

unserer Ansicht befindet er sich meist auf einem Stand⸗

ichtigste dünkt. So arbeitet Arndt einer mit dem

. ich zu vermittelnden Zukunft vor, die zugleich nur der Wiederschein entschwundener und abgestorbener Zustäͤnbe b 8 die er sich mit sehnsüchtiger Liebe heftet.

Wenn aber auch Arndt bhier sich im Einzelnen geirrt haben sollte,

ne Ansicht im Ganzen nicht zu billigen wäre, so zeigt hier als ein wahrer edler Patriot, und Meirass 8

bezweifeln, daß nur wahrhafte Liebe und Hingebun Vaterlandes ihn schreiben hirß, was er schdiebe eu

. Daher erscheint au der Mäkelsucht gleichet, bei ihm in einem viel 8-

nerem und besserem Lichte. Sein Buch wird daher auch bei 3 chen nicht unerheblichen Mängeln, durch seine großen nesmeitbaren Vorzüge, ein bleibendes Denkmal für den Verfasser und für jene große Zeit seyn, deren Andenken es vorunehmlich geweiht ist.

b ebII1“; Allgemeiner Anzeiger füͤr die Preußischen S - d 529 M. 82 1 3 2 ekanntmachungen. eeaflnchzsecneghenn eg neden en üren.uche hehenenen setgnenasvec aenügag

und Baustellen 27 M. 43 ¶Rl., an Wegen und Unland dreier Jahre i i 8 ste R., an and r Jahre in drei gleichen jährlichen Rat . 71 M. 176 QR., überhaupt 2092 M. 147 ◻R. Die speziellen E1“ .

II. Zum Gute Hundsfeld gehören an Acker unserer Registratur zur Einsicht bereit und werden in Schli 1285 M. 146 (¶MR., an Wiesen 26 M. 39 (R., an dem Licitations⸗Termine vorgelegt werden. Wir be⸗ Heh Lipowiec und Hundsfeld Gärten 7 M. 29 ◻¶RR., an Raumweide 7 M. 57 lR., merken noch, daß die Auswahl unter den Bietern sich 1s. dügs nüch ertheilt, vielmehr bestimmt haben, an urbar zu mäachendem Forstlande 485 M. 97 JR. der 88 Geheime Staats⸗Minister v. Ladenberg vor⸗ abgehalten w üter ein nochmaliger Licitations⸗Termin desgleichen an Teichen 18 M. 90 7R., an Hof⸗ und behalten haben, weshalb jeder Bietende bis zum Ein⸗ BZ11 soll, so ist zu diesem Behufe ein neuer Baustellen 3 M. 164 (MR. an Unland 39 M. 151 R., gange dieser Entscheidung an sein Gebot gebunden bleibt. e. sb 1n. April 8 überhaupt 1874 M. 53 ¶. Posen, 8 2. 1841.

3 . gs⸗Saale hierselbst anberaumt. D ini dj enigl. Preuß. Regterun

I. Zum Gute Lipowt ¹ a Das Minimum des Kaufgeldes für das Gut Lipo⸗ Abt ir diedi 12 Kozmin drei ber Füße Becfegüren 8 8 nebst Zubehör beträgt 43,400 Thlr. und für Hunds⸗ heilung für diedirekten Steuern, Domainen u. Forsten. Teiche, eine Wassermühle, eine Pottaschsederei 23,800 Thlr., wovon Käufer in partem praetii bei Prokl am a

8 M. an? 22 M. . en der am 16. 8 1 59 ¶., an Raumweide 24 M. 14 EFö 8 2 übernehmenden Pfandbriefe verbleibenden verwitweten aeaa afer 1n Fefhr eeronbenne g. Kaufgelder⸗Reste ist ein Drittheil mit dem bis Johanni Wilhelmine gebornen Boethke, nämlich:

Bekanntmachung.

Nachdem Se. Excellen 1 m Se. Ex z der Wirkliche Geheime Staats⸗ Veise Per von Ladenberg für die zum sogenannten el Lipowiec in der Herrschaft Kozmin gehörigen

g

werden alle diejenigen, welche

taaten.

8*

a) des Hauptmann Friedrich Wilhelm Sam

8 1 1ss eines Neffen, Fenn Sehe vett

) der verehelichten Steuerrath Schütze, rlott gebornen Boethke zu denag be hee hen Wöre 1

²) der unverehelichten Emma Stünkel zu Stettim⸗ einer Bruders⸗Enkelin,

d) der verehelichten Schlossermeister Engelman Ernestine Amalie Bertha gebornen Schönerman zu Berlin, einer Nichte derselben,

ein näheres oder ein

leich nahes Erbrecht an den Nachlaß der Witwo

Hedler zu haben vermeinen, namentlich aber folgendd ihrem sschwister derselben:

eben und Aufenthalt nach unbekannte Ge⸗

1) der Bau⸗Inspektor August Boethke 2] die Wilhelmine Boethke⸗

3) der Otto Friedrich Philipp Boethke⸗ 4) der Samuel Gotthilf Boethke,

ser politischen Betrachtungen auf den ersten Blick klar werden, daß Arndt von dem Augenblicke, wo 8 Sbe ten Mächte den Sieg über Frankreich davon getragen hatten, sich in einer gewissen Opposition gegen ihre Absichten und Wünsche befindet.

punkt, der außerhalb der wirklichen Lage der Dinge liegt, und von dem er mehr das Entfernte und Entlegene sieht, alg. das⸗ was uns dn

8 8

ariser da der Elsaß und das alte othringen nicht Deutschland wiederum zufällt. Ueber die Wendung der Dinge auf dem Wiener Kongreß bekennt er selbst, oft ungerecht und auch jetzt ist er noch sehr unzufrieden eroberten 6 t vereinigt wur⸗ den, und Deutschland überhaupt nicht eine so mächtige Stellung erhielt, als er ihm gewünscht hatte; er späht Allem nach, was dem Vaterlande noch fehlt, um nach seiner Meinung ein ordentlicher, wahrhafter Staat 8 zu werden, und läßt es nicht an Winken fehlen, wie hier und dort zu Deutschland scheint ihm von drei großen eroberungsluüsti⸗ gen Staaten umgeben, in steter Gefahr zu schweben, er will deshalb ur Deckung der Nord⸗ und Westküste eine Seemacht, wünscht eine trengere Abgeschiedenheit nach außen, sowohl in politischer als kirchli⸗ cher Beziehung, und räth eine größere Einheit und Gleichheit für die Feenet und Kriegsordnung des Deutschen Bundes an. Wie die äußerse age Deutschlands ihm so nicht befriedigend erscheint, so ist er auch

Herrn nennt. 4 sagt er selbst⸗

8