1841 / 103 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

in eine Dunkelheit zuruͤckkehren lassen werde, ist. Er ist auf einen zu als daß er hoffen koͤnnte,

man ihn ruhig die fuͤr ihn fortan unmoͤglich schluͤpfrigen Abhang gestellt, 1 in einer solchen Stellung F verharren; er muß noch weiter hinaufsteigen, oder er stuͤrtzt hinab. Ein bescheidener Al⸗ calde seines Dorfes zu werden, wie er es oft in den Anfaͤllen idyllischer Laune gewuͤnscht hat, das ist nicht mehr moͤglich.

Staͤnde es außerhalb der Regierung, so wuͤrde sein Name, sein

Einfläuß auf den Soldaten, sein mehr oder minder verfehltes Mitzvergnuͤgen, eine bestaͤndig uͤber den Haͤuptern der Regenten schwebende Drohung seyn. Regenten ernannt wird, so muß man auf eine Katastrophe ge⸗

faßt seyn, entweder auf einen militairischen Handstreich, der die

Entscheidung der Cortes abaͤndert, oder auf eines jener feigen Auskunftsmittel, durch welche die Parteien sich der Maͤnner zu entledigen wissen, die den Fortschritt hindern. Die Loͤsung wird uͤbrigens nicht lange auf sich warten lassen; die Frage ist ihrer Entscheidung nahe, die Gemuͤther sind in der lebhaftesten Span⸗ nung und die Sprache der Presse verraͤth die allsemeine Erwartung. Die Allocution des Papstes uͤber die kirchlichen Angelegen⸗ heiten hat in Spanien lebhafte Sensation gemacht. Heftig an⸗ gegriffen von den progressiven Journalen, und auf energische Weise vertheidigt von den Organen der gemäͤßigten Partei, hat jenes Dokument einen Eindruck hervorgebracht, der sich in allen Korrespondenzen aus den Provinzen kundgiebt. So haben z. B. in Toledo viele Pfarrer, die von der weltlichen Macht mit der Seelensorge der Gemeinden beauftragt waren, ohne die Geneh⸗ migung der kirchlichen Macht erhalten zu haben, freiwillig ihre Aemter niedergelegt, und die Worte Schismatiker und Heretiker, die von Munde zu Munde gehen, werden in jenem vom katho⸗ lischen Geiste noch ganz durchdrungenen Lande die Gemuͤther heftig aufregen. Die gemaͤßigte Partei faßt ihrerseits wieder Muth. Mehrere Senatoren, Mitglieder der vormaligen Majo⸗ rität, welche durch die September. Emeute aufgeloͤst wurde, haben, sür Widerlegung eines am 2. November v. J. von der Regent⸗ schaft publizirten Dokumentes, worin die vormalige Ma⸗ joritaͤt der Cortes freiheitsmoͤrderischer Plaͤne und der Anschlaͤge gegen die Verfassung beschuldigt wurde, ein sehr wuͤrdiges und sehr kraftvolles Manifest publizirt. Die Unterzeichner dieses Ma⸗ nifestes weisen durch die foͤrmlichsten Widerlegungen jene banalen Anschuldigungen zuruͤck. Sie stellen laut nicht allein die Existenz jener eingebildeten Komplotte, sondern auch das Recht in Abrede, welches die Regentschaft sich angemaßt hat, durch dergleichen An— schuldigungen die Freiheit der Berathung und die Unabhaͤngigkeit einer gesetzlich gewaͤhlten und ungesetzlich aufgeloͤsten Versammlung anzutasten. Wenn die ehrenwerthen Maͤnner, aus denen in Spanien die gemaͤßigte Partei besteht, immer eine so energische Sprache gefuͤhrt haͤtten, so wuͤrden die gegenwaͤrtigen Lei⸗ den, die ihnen uͤbrigens zur Lehre zu dienen scheinen, nicht uͤber sie gekommen seyn. Sie moͤgen sich bereit halten; denn der Moment, wo sie wieder ans Ruder kommen werden, kann nicht entfernt seyn, und moͤge nun Espartero siegen, oder moͤge die Regierung an der blutigen Klippe der Republik zerschellen, so⸗ viel ist gewiß, daß nichts Festes und Dauerhaftes in Spanien be⸗ gruͤndet werden kann, so lange die Regierung sich nicht auf die Koͤnigliche Gewalt, auf das Eigenthum stuͤtzt, und nicht der Geist⸗ lichkeit ihren billigen Einfluß einraͤumt, d. h. so lange die Inte⸗ ressen und die Ideen, welche die gemaͤßigte Partei repraͤsentirt, von den oͤffentlichen Angelegenheiten ausgeschlossen bleibt.“

EEE Hhten.

Alexandrien, 25. Maͤrz. (Globe.) Der Pascha ist von Kahira wieder hierher gekommen, um die Entscheidung des Di⸗ vans abzuwarten; er hat jedoch erklaͤrt, daß er in nichts, als in die Zahlung eines bestimmten jaͤhrlichen Tributs willigen und eine Einmischung in die Details seiner Verwaltung nicht dulden werde. Gleichsam um dem Hattischerif vom 22. Januar Trotz zu bie⸗ ten, hat er befohlen, die Armee auf 70,000 Mann zu vermeh⸗ ren; er laͤßt die Konskribirten in Fesseln nach Kahira schleppen, at die Verschiffung von Getraide von Suez nach den heiligen

taͤdten, welches dieselben als jaͤhrlichen Tribut aus Aegypten beziehen, suspendirt und den Franzoͤsischen Ingenieur⸗Obersten Galise, der Alexandrien befestigt hat und gegenwaͤrtig die Be⸗ festigungs⸗Arbeiten bei Kahira leitet, zum Range eines Bei's mit einem Gehalte von 15 Beuteln jaͤhrlich ernannt. Drei Re⸗ gimenter sind von Kahira nach Alexandrien beordert worden und die Matrosen duͤrfen die Stadt nicht verlassen. Man schätzt die Armee des Paschaͤ's gegenwaͤrtig auf 55,000 Mann. 3 An den Graͤnzen Aegypten's sieht es sehr unruhig aus. Es heißt, Melik Ninir habe den Aegyptischen Gouverneur von Kar⸗ tum geschlagen. Die beiden großen Beduinen⸗Staͤmme im We⸗ sten des Nils sind unter sich im Kampfe begriffen und haben die friedlichen Bewohner gepluͤndert, welche sich mit dem Ein⸗ sammeln des Natrons im Suͤden von Alexandrien beschaͤftigen. Mit den Beduinen der Wuͤste an der Graͤnze hat dagegen der Pascha eine Allianz abgeschlossen, sie vom Tribut befreit und will sie zur Befestigung von Gaza verwenden.

Der Doktor Grassi ist nach Alexandrien zuruͤckgekehrt und hat 800 Mann zuruͤckgelassen, um die Doͤrfer, worin sich die Pest gezeigt, zu purifiziren oder anzuzuͤnden. Außer der Pest haben in diesem Jahre auch die Pocken im Lande gewuͤthet. In den von der Pest heimgesuchten Doͤrfern wurden die Bewoh⸗ ner durch Soldaten gezwungen, ihre Kleider und Hausgeraͤthe zu waschen. Die meisten an der Pest Erkrankten sind gestorben. Hier, in Alexandrien, ist gegenwartig die Krankheit fast ganz auf die Matrosen und Soldaten beschränkt, in deren Baracken die Unreinlichkeit herrscht. Es sterben von denselben etwa

n 13 taglich; 88 befinden sich im Hospital, aber die Meisten ö. v man sie dorthin schaffen kann.

M ööö von Liverpool dem Pascha eine Gluͤck⸗

S e ersandt haben, so trifft er doch noch keine An⸗ stalten, dem Handels⸗ und Schifffahrts⸗Traktat von Balti Liman gemaͤß, den Handel mit A frei Diese gelegenheit so wie die Zurackhaccung der Hensecan⸗ in sich unter der Aegyptischen Armee befinden, hat zu der Kaͤlte zwischen dem Pascha und dem Kommodore Napier die vor der Abreise des Letzteren eintrat, Anlaß gegeb Die Maroniten⸗Emirs und Drusen⸗Scheicks sind i S bommen 5 i Beirut ange⸗

m 22. rz hatte Herr Cochelet eine ieds⸗Audi bei dem Pascha, dem zu gleicher Zeit der EE Stallmeister des Koͤnigs von Wuͤrttemberg, vorgestellt det. welcher in Syrien zwei schoͤne Pferde fuͤr seinen Souverain 8 gekauft hat, mit denen er sich auf dem „Oriental“ nach Europa einschiffen wird. Am folgenden Tage, so wie am AAsten, hatte Herr Cochelet noch eine lange vertrauliche Audienz bei dem Pa⸗ scha, wobei nur Boghos Bei und Artem Bei, erster Dollmet⸗ scher, zugegen waren. Man sagte im Palast, daß „Mehmed

Wenn Espartero nicht zum einzigen

440 V 25, L-. Festungswerke, welche der Oberst Galise hier lange

Ostindien. 1. Maͤrz. (Engl. Bl.)

S

Britischen politischen Agenten angerufen.

Schiri Sing gelungen, sich der Hauptstadt zu bemaͤchtigen und ie Rani, so heißt jene Wittwe, zu verdraͤngen; aber die Auto⸗ ritaͤt des neuen Radscha wurde keinesweges allgemein anerkannt. vJSee 18 sich ir e einer unter seinen Truppen gebrochenen Meuterei genoͤthi ese 9 i⸗ genoͤthigt gesehen, von Lahore nach Fi⸗ 8 1888 in dem Gebiet der Praͤsidentschaft Ma⸗

s, or kurzem ei iner A 9 1 1 zem ein kleiner Aufruhr vor, wurde aber bald us den Sind⸗Staaten hat man, des schlechten Wetters wegen, keine Nachrichten, man glaubt aber, 1 jetzt dort Alles ruhig ist. Nussir Chan behauptet zwar noch das Feld, man sieht jedoch seiner baldigen Unterwerfung entgegen. Dost Mohammed hat sich am 10. Februar von Firozpur nach Budianah begeben; er wuͤnschte nach Kalkutta zu reisen um mit dem General⸗Gouverneur, Lord Auckland, zu sprechen, man zweifelte aber, ob er dazu die Erlaubniß erhalten wuͤrde. Der Gouverneur von Bengalen hat das 2te leichte Kavalle⸗ rie⸗Regiement ganz aufgeloͤst und die Eingeborenen, aus denen es bestand, in Unanade verabschiedet, weil sie in einem Kavalle⸗ rie⸗Angriff gegen Dost Mohammed Chan ihre Europaͤischen Offi⸗ ziere im Stich ließen. Der General⸗Major Sir Robert Dick ist aus Bengalen in Madras eingetroffen und hat das Truppen⸗Kommando in dieser

Praͤsidentschaft uͤbernommen.

China.

Macao, 27. Jan. (Engl. Bl.) Da der Kaiserl. Kom⸗ missar mit den Unterhandlungen, welche zu Canton eroͤffnet wer⸗ den sollten, so lange zoͤgerte und man sein Benehmen fuͤr treu⸗ los hielt, so wurden Vorbereitungen getroffen, um am 9. Ja⸗ nuar die Außenposten der Bocca⸗Forts anzugreifen. Es wurden ungefaͤhr 700 Sepoys, 200 Europaͤische Soldaten und 400 See⸗ leute unter den Befehlen des Major Pratt in den Dampfboͤten „Enterprise“, „Nemesis“ und Nadagascar“ eingeschifft und in der Naͤhe des Forts Tschumpi gelandet. Gleichzeitig eroͤff⸗ neten die Kriegsschiffe „Calliope“, „Larne“ und „Hya⸗ cinth“ eine Kanonade auf die untere Batterie des Forts waͤhrend die Dampfboͤte „Nemesis“”“ und „Lueen“ in den das Fort beherrschenden oberen Thurm Bomben warfen. Der letztere wurde bald von den Britischen Truppen genommen, die ein furchtbares Gewehrfeuer auf alle die unteren Werke rich⸗ teten und die Chinesen schnell von ihren Geschuͤtzen trieben. In zwei Stunden war das Fort in Besitz der Englaͤnder, mit einem Verlust von nur 3 Todten und 23 Verwundeten; der Verlust der Chinesen dagegen wird auf 5 700 Mann geschaͤtzt. Viele kamen dadurch ums Leben, daß sie aus den Schießscharten 20 Fuß tief herabsprangen, um zu entfliehen, wobei aber die Meisten auf den unten befindlichen Felsen sich zerschmetterten. Die Englischen Schiffe und deren Mannschaft kamen ganz unversehrt davon, obgleich das Fort mit 35 Kanonen besetzt war. Zu gleicher Zeit wurde von einem andern Geschwader, welches etwa drei Englische Meilen weiter suͤdlich unter dem Kommando des Capitain Herbert vom „Samarang“, unterstuͤtzt durch die Schiffe „Druid“, „Modeste“ und „Columbine“, operirte, das Fort Tykokto angegriffen. Ein heftiges auf dieses Fort gerichtetes Feuer ward anfangs lebhaft erwiedert, aber die Chinesischen Geschuͤtze wurden auch hier bald zum Schweigen gebracht, und ein Trupp See⸗Soldaten landete, um sich des Forts zu bemaͤchtigen. Die Chinesen leisteten tuͤch⸗ tigen Widerstand, wurden jedoch in kurzer Zeit uͤberwaͤltigt und das Fort genommen. Der erste Lieutenant des „Samarang“ erhielt eine Wunde bei der Erstuͤrmung. Hierauf griffen die Dampf⸗ boͤte die in der Aesons⸗Bucht liegende Dschunken⸗Flotte an, doch wegen der Seichtheit des Wassers konnte nur die „Nemesis“, die 12 bewaffnete Boͤte ins Schlepptau genommen hatte, sich den Dschunken naͤhern. Ihre erste Rakete steckte das Pulver⸗Maga⸗ zin der einen Dschunke in Brand; 18 andere Dschunken wurden von ihrer eigenen Mannschaft in die Luft gesprengt, und die uͤbri⸗ gen flohen in die inneren Gewaͤsser. Am folgenden Morgen be⸗ gann das Kriegsschiff „Blenheim“ Bomben in die Batterieen von Wantong zu werfen und ruͤstete sich so eben zu einem An⸗ griff auf das Haupt-Fort Anunghoy, als der Chinesische Ober⸗ Befehlshaber dem Capitain Elliot eine Mittheilung machte, worauf dieser von ferneren Feindseligkeiten abstand. Am 20. Ja⸗ nuar richtete derselbe, als Britischer Bevollmaͤchtigter, ein Cirku⸗ kular an die Englischen Unterthanen in China, worin er ihnen anzeigte, daß folgende (in der gestern unter Paris mit⸗ getheilten telegraphischen Depeschen schon dem Wesentlichen nach enthalten) vorlaͤufige Uebereinkunst zwischen ihm und dem Kai⸗ serl. Kommissar abgeschlossen worden sey: 1) die Abtretung der Insel und des Hafens Hong Kong an die Britische Krone. Alle gebuͤhrende Abgaben und Zoͤlle von dem dort zu fuͤhrenden Han⸗ del sollen dem Chinesischen Reiche ebenso entrichtet werden, als wenn dieser Handel zu Whampoa gefuͤhrt wuͤrde. 2) Eine Ent⸗ schaͤdigung von 6 Millionen Dollars an die Britische Regierung, wovon l Million sogleich und das Uebrige in gleichen jaͤhrlichen Raten bis zn Ende des Jahres 1846 abgezahlt werden sollen. 3) Direkter offizieller Verkehr zwischen den beiden Laäͤndern auf glei⸗ chem Fuß. 4) Ervͤͤffnung des 8 1 zehn Tagen nach dem Chinesischen Neujahr, und Fortdauer des- selben zu Whampoa, bis die noͤthigen Einrichtungen in der neuen Niederlassung getroffen seyn werden. Ueber das Einzelne soll noch weiter unterhandelt werden. Das 18te Koͤnigl. Irlaͤndische Regiment hat den Befehl erhalten, die Garnison der Insel Hong Kong zu bilden, und zwei Kriegsschiffe von 18 Kanonen sind zum Schutze des Hafens dort zuruͤckgelassen worden. Der Ca⸗ pitain Elliot hat die Englischen Kaufleute offiziell benachrichtigt, daß er es der Britischen Regierung dringend anempfehlen wolle, fuͤr das den Chinesen ausgelieferte Opium den Betheiligten eine ee. zahlen, und daß der General⸗Gouverneur von Indien diese Vorstellung zu unterstuͤtzen geneigt sey.

Aus whrtigee1

8 Amsterdam, 9. April. Niederl. wirkl. Schuld 51 ¼. 5 % do. 99 ¾. Kanz Bill. 23 ⁄¶. 5 % Span. 20 5⁄1 . Passive. —, Ausg. Zinsl. 5 1. Preuss. räm. Sch. —. Pol. 127 ¾. Oesterr. —.

Antwerpen 8. Apri

Handels im Hafen von Canton binnen

Ali's letzte Worte an Ludwig Philivp von Wichtigkeit seyn muß⸗ ten.“ Vor finigen Tagen hesichtigte der Pascha drei Stunde

Zinal. 5 ¾¼. Neue Anl. 20 G.

A Im Pendschab hat eine Emporung stattgefunden. Schiri Sing hat sich des emäaͤchtigt, und die Wittwe Rundschit Sing's, die sich mit ih⸗ em kleinen Sohn in ein Fort eingeschlossen, hat den Schutz des 4 Nach einem Angri auf die Citadelle von Lahore, der drei Tage dauerte, 82 g

1 % 24 ½ G. 500 Fl. 134 ⁄1. 134 ¼.

5 % Span. Anl. 22 ¼. 22 ⅛&.

Par Neapl. au compt. 104.

Port. 20 ¼.

5 % Met.

Oesterr. 5 % Met. 106 1

G.

8 l. Loose zu 100 Fl. Sch. 82 1 G. do. 4 % Anl. 101 1. 101 ⁄⁄. Poln. Loose 72 S 1t 2 ½ % Holl. 50 ⁄16. 50 . Eisenbah n-Actien. St. Germain 715 G. Versaille Cbb6öbö burg-Basel 245 Br. Leipzig-Dresden 99 Br. Köin-Aachen 98 8.

is, 8. April.

Wien, 8. April. 107 Br. 4 % 981½ Bank Actien 1645. Anl. de 1834 134 ½. de 1839

82 ⁄% —.

5 % Rente fin cour. 113. 60. 3 % Keunte fin cour. 78. 95. 5 % Span. Rente 24.

2 ½⁰

Passive

Frankfurt a. M., 10. April. 4 % 98 G.

1/⁄. 0/ 1 Bank-Act. 1973. 1971. 212 ⁄% 55 ½ G.

Partial-Obl. —. Preuss.

00se zu Präm. 71 %¼.

5 % 3 %

2 v 1121

8

Berlin Den 13.

1* April 1841.

Börse.

Pr. Cour.

Geld. I

St. Schuld -Sch.] 4 104 Pr. Eugl. Obl. 20. 4 10011/12 Präm. Sch. der

Seebaudluug. 82 /

27] 1017/

Kurm. Schuldv. 24 1017⁄1 Neum. Schuldv. 31 1017⁄1 Berl. Stadt-Obl. 4 103 ½ Elbinger do. 2²¹ y100. Danz. do. iu Th. 48 Weztp. Pfandbr. 1011⁄½ Groszh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfandbr. 31 Pomm. do. 32 Kur.- u. Neum. do. Schlezische do. 31

82]

103

101 1051 101 ¾ 101] 103

103 ⁄½ 102‧½

1031⁄½˖ ¼

100⁵ 12 Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Act. 8 Mgd. Lpz. Eizenb. do. do. Prior. Act. Berl. Anh. Eisenb. Qdo. do. Prior. Aet. Elb. Eis. do. do. Prier-Act.

101 %

102¹,

Aecllen.

Döss.

2 [Gold al mareo 4 Friedrichsd'or Aud. ren à 5 Th.

Disronte

2

Goldmün-

13 ½

3

Wechse!

C90 6

Thulr. zu 30 Sgr.

Brief.

Geld.

Amgsterdam

do Hlamburg 1u“ do London .

, ,9„ 5b95àb9

Sten in 20 Augsburg

Breslau 5—

Leiprig WZZ.. Frankfurt a. M. WZ. Petersburg

1899P

Kurz 2 Mt. Kurz 300 Mk. 2 Mt.

1 St. 8 mt. Mt. Mt. Mt.

150 Fl. 150 Fl.

0 0 10 2

Tage Mt

1 SRbl.

82 122

M

Woch.

WL 138 ¼ 149 ¼

101 1007 ¼ ö

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 12. April.

Abgang von 6EEIIIö

Zeitdauer

von

Abgang Potsdam.

Zeitdauer St. M.

Um s Uhr Morgens ..

11 Vormitt... 6 Abends.... 10 8

In der Woche vom

44 41 47 3 40 7 ½ 57

6. bis 12. April sind auf der Berlin⸗ Potsdamer Eisenbahn 10,579 Personen gefahren.

8 9

1

1

Um 6 z Uhr Morgens.. Vormitt. .. Nachmitt..

Abends

4 40

I Mittwoch, 14. April. 2 Abth., Musik von Bellini.

astrollen. Im Schauspielhause: In Potsdam: Ein

Lustspiel in 3 Abth., von Frau Schauspiel in 5 Abth., von E

berg, als Gastrolle.) Freitag, 16. April.

als Gastrolle.)

Koͤnigsstaͤ Mittwoch, 14. April. in 3 Akten, von J. Nestroy. Donnerstag heroische Oper in

Freitag, 16. April.

In diesem Zeitraum werd

Auf diese 36 Vorstellungen und man zahlt dafuͤr die uͤblichen Eintritts⸗Preise.

Preise, wie folgt, erhoͤht.

Ein Platz in der Fremden und Ein Platz in den Logen und 1“

Ein Platz im Parquet und in Ein Platz im Amphitheater zweiten Ranges

Parterre

Sperrsitz des d

Gallerie Das

Abonnement ist nur

angenommen. Berlin den 14. April 1841.

8

1 Akt, von Frau von Weissenthurn.

Im Oper lettt und Montecchi, Oper in 4 (Dlle. L. Tuczek, vom K. K. Hof⸗Operntheater

K. K. Hof⸗Opernsaͤnger zu Wien: Auftreten des Herrn Wild in dieser Oper.) Fr. Der Talisman.

1 Die unterzeichnete Direction hat fuͤr die drei Mo Juni und Juli, die Italiaͤnische Opern⸗Gesellschaft des Theater⸗ pächters Herrn Pietro Negri, aus Turin

Die Direction des Koͤnigsstaͤdtischen Verantworilscher Redacteur Dr. J. W Zinkeisen.

Schausp 8 le. 9 orma per in (Dlle. H. Carl: Norma, und

Im Opernhause:

von

Herr Erl, vom K. K. Hof⸗Operntheater zu Wien:

Lear, als

Le verre d'eau, en 5 actes, par Seribe. Mann hilft dem anderen, Lustspiel in G Der erste Schritt,

9 eissenthurn. Donnerstag, 15. April. Im Schauspielhause: Die Geschwister, Leutner (H.

r. Wagner, vom

Koͤniglich Staͤdtischen Theater zu Pesth: den juͤngeren v. Wilden⸗

nhause: Die Familien Capu⸗ Abth., Musik von Bellini. aus Wien: Giulietta,

Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

dtisches Theater.

Der Talisman. Posse mit Gesang

Musik von A. Muͤller.

en 36,

Opern⸗Vorstellungen gegeben werden.

15. April. Der Kreuzritter in Aegypten. Große 4 Akten. Musik von Meyerbeer. (Herr Wild, Adrian als Gast.) (Vorletztes

Mat,

iin, engagirt. also woͤchentlich drei

wird Abonnement angenommen,

im Koͤnigsstaͤdtischen Außer dem Abonnement

Theater bisher

werden die

Rthlr. Sgr. W

in der Orchester⸗Loge 1 ersten

im Balkon des

161

bis z um

den Parquet⸗Logen .. und in den Logen des

15

. 10

8- 6“

1. Mai offen

die mit diesem Tage beginnen. Anmeldungen werden im Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau, Bu straße Nr. 7, von 9 bis 3 Uhr, gegen 1' 6

Theaters.

——

7 ½

usbezahlung,

Fedruckt bei A. W. Hayn.

Beilage

Beilage zur

441

Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeit

Wissenschaft, Kunst und Literatur. Die Nordwest⸗Kuͤste von Nord⸗Amerika. on the Northwest Coast Territories; illustrated

By

Memoir, historical and politic al, of North America and the adjacent . by a Map and a geographical view of those Countries. Robert Greenhow. Walhington, 1840.

Zu Anfang des Jahres 1840 ersuchte der Senator der Vereinigten Staaten und Präsident der Spezial Kommission für das Gebiet Oregon, Herr Linn, den Staats⸗Secretair Herrn Forspih um die Mittheilung sämmtlicher in den Archiven vorhandenen Dokumente, die sich auf die Geographie des genannten Gebiets, auf die Hülfsquellen, welche es dar⸗ bietet, so wie auf die Ansprüche der Vereinigten Staaten an dasselbe, beziehen. Auf seinen Antrag befahl der Senat den Druck dieser Do⸗ kumente unter der Leitung des Herrn. Greenhow, der bereits seit län⸗ gerer Zeit sich mit dem Sammeln und Ordnen der auf die Nordwest⸗ Küste von Amerika bezüglichen Dokumente beschäftigt hatte. So ent⸗ stand das oben genannte Werk. Es bezieht sich hauptsächlich auf die füdlichen und mittleren Theile der Nordwest⸗Küste und der anliegenden Landstriche, die eine Reihe von Jahren hindurch der Gegenstand ven Diskussionen zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten, Groß⸗ britaniens und Rußlands gewesen sind und hat den Zweck, die Ent⸗ stehung, die Art und die Ausdehnung der Ansprüche der genannten Regierungen an jene Landstriche zu beleuchten. Herr Greenhow hat es deshalb für angemessen gehalten, die allmäligen Fortschritte der Ent⸗ deckung und Ansiedlung nicht nur in den genannten Gegenden, son⸗ dern auch weiter nördlich, wo das ausschließliche Niederlassungsrecht der⸗ Russen von den anderen⸗ Mächten anerkannt worden, so wie in dem üdlich gelegenen Californien, welches einen Theil der Merikanischen Republik bildet, zu verfolgen. Er hat daher alle ihm zugängliche Quellen, die sich auf Enideckungs⸗, Handels⸗ oder Ansiedlungs⸗Expedi⸗ tionen nach jenen Ländern und auf die Streitigkeiten beziehen, die un⸗ ter den civilisirten Nationen über die an jene Gebiete zu machenden Ansprüche entstanden, sorgfältig geprüft und verglichen, gewiß eine höchst schwierige Aufgabe, da alle diese Materialien in den Zeitschriften, Beschreibungen von See⸗ und Landreisen, ofsiziellen und Privat⸗ Be⸗ richten der verschiedensten Länder zerstreut sind. Die Ergebnisse seiner Forschungen über die verschiedenen Expeditionen und Streitigkeiten sind nun in einer fortlaufenden Erzählung zusammengestellt und bilden se⸗ mit eine vollständige Geschichte des westlichen Theils von Nord⸗Amerika. Diesem Memoir geht eine geographische Schilderung jener Ländergebiete des Amerikanischen Kontinents vorher, auch ist dem Buche eine nach den zuverlässigsten Materialien entworfene Karte von Nord⸗Amerika beigegeben, die vom Kap Awinoff, Long. 870 W. Grw., ostwärts bis zur James⸗Bai, dem Michigan⸗See und Veracruz, süd— wärts bis zum Parallel der Sandwich⸗Inseln (Hawait⸗Archipel) sich erstreckt. Als Karton befindet sich auf derselben eine kleine Uebersichts⸗ Karte von dem nördlichen Theile des Großen (Stillen) Oceans. Außer⸗ dem ist auf der Karte noch die Medaille abgebildet, die im Jahre 1787 zur Erinnerung an die von Boston nach der Nordwest⸗Küste von Nord⸗ Amerika abgesandten Schiffe Columbia“ und „Washington“ geschlagen wurde. In dem ganzen Werke ist große Sorgfalt auf die Richtig⸗ keit der Data verwendet, und es sind überall die Quellen angeführt worden, so daß Jeder, den der Gegenstand interessirt, sich von der Ge⸗ nauigkeit der Angaben überzeugen kann.

Es ist hier nicht der Ort, in die ausführlich und stets mit Angabe der Quellen erzählte Geschichte der Entdeckungen und Ansiedelungen in diesem Theile Amerika's näher einzugehen, doch dürfte es von In teresse seyn, über ein so wenig gekanntes Gebiet aus der Einleitung Einiges hervorzuheben.

Unter „Nord⸗West⸗Küste“ versteht man in den Vereinigten Staa⸗ ten gegenwärtig den Theil des Amerikanischen Kontinents, der sich, nördlich vom 40 ° N. B., vom Großen Ocean bis zu der Kette der Rockv Mountains erstreckt, wobei natürlich die der Küste vorliegenden Inseln mit hinzugerechnet werden. Der südliche Theil dieses Gebiets, dessen Gewässer fast sämmtlich von dem Columbia⸗Flusse aufgenommen werden, wird Oregon genannt. Südlich von Lat. 40 9 N. bis zum Südende der parallel der Küste des Kontinents und bis über den Wendekreis des Krebses hinaus sich erstreckenden Halbinsel, führt das Land den Namen Californien. Die Annahme des 400 der Breite als Süd⸗Gränze der Nord⸗West⸗Küste ist nicht willkürlich, sondern in

en Natur⸗Verhältnissen begründet. Dieser Parallel theilt nämlich den

Kord⸗Amerikanischen Kontinent in zwei gleiche Hälften und fast genau

nter demselben, vom Kap Mendocino an, ändert die Küsie ihre Rich⸗

ung, indem sie nördlich von diesem Kap auf eine bedeutende Strecke nau nordwärts, südlich davon füdostwärts streicht. Das genannte ap ist überdies das westlichste Ende einer hohen Bergkette, die sich st unter Lat. 40 ° N., vom Großen Ocean bis zu den Rocky Moun⸗ ains erstreckt. Diese Bergkette, gewöhnlich die Snowv Mountains Schnee⸗Gebirge) genannt, scheidet die Wasser, welche südlich, von de— zen, die nördlich vom Kap Mendocino in den Großen Ocean fließen, und ist die natürliche und fast unübersteigliche Gränze zwischen Cali⸗

ornien im Süden und Oregon, oder dem 2

ses im Norden, indem, sowohl hinsichtlich des Klima's als der Pro⸗ dukte, jenes ein südliches, dieses ein nördliches Land zu nennen ist. Die Küsten⸗Umrisse dieses Theils von Amerika sind sorgfältig aufge⸗ nommen und daher auf unseren Karten als richtig anzusehen; dage⸗ gen mangelt es sehr an genauer Kunde von dem Innern des Landes. So viel man bis jetzt weiß, ist das Land nördlich vom 58. Parallel mit schneebedeckten elsgebirgen erfüllt, unfähig, eine Bevölkerung zu ernähren und fast undurchdringlich. Von Californien, oder dem Lande südlich vom 40. Parallel, sind nur die unmittelbar an der Küste lie⸗ genden Landstriche bekannter. Nur von dem zwischen den genannten beiden Parallelen eingeschlossenen Gebiete hat man zuverlässigere Nach⸗ richten, und selbst hier bleibt noch viel zu thun übrig, ehe wir auf un⸗

seren Karten ein richtiges Bild der Oberflächen⸗Gestaltung dieses Lan⸗

des zu geben vermögen. . 6 Durch den im Jahre 1819 zwischen den Vereinigten Staaten und

panien abgeschlossenen sogenannten Florida⸗Traktat wurde eine Linie

Gebiete des Columbia⸗Flus⸗

die andere längs des 42. Parallels, bis zu den Rockyv Mountains, wischen den Vereinigten Staaten und Mexiko. Das snischen diesen eiden Gränzlinien liegende Land war bisher durch keine bestimmte Convention irgend einer Nation zugewiesen worden; indeß nahmen die Amerikaner den Theil nordwärts von Lat. 420°, die Briten südlich von der anderen Gränzlinie, und zwar Beide mit unbestimmter Ausdeh⸗ nung in Anspruch, um sich den Besitz des ausgedehnten und wichtigen Landstrichs, der von dem Columbia⸗Flusse bewässert wird, zu sichern. Provisorisch kamen beide Nationen im Jahre 1818 *) und wiederholt im Jahre 1827, dahin überein, daß das in jenem Theile von Amerika gelegene Gebiet der Schifffahrt, dem Handel und der Ansiedlung bei⸗ der Nationen offen seyn und es jeder von beiden Regierungen freiste⸗ hen solle, diese Uebereinkunft, nachdem sie zwölf Monate zuvor aufge⸗

kündigt worden, aufzuheben. ““ Nach dieser kurzen Uebersicht der Ansprüche, welche Großbritanien, an diesen Theil ven

die Vereinigten Staaten, Rußland und Mexiko eil v- Amerika machen, mögen noch einige Worte über die Natur⸗Verhältnisse dieses Gebiets folgen. 8

Das äußerste Neordende der Westküste von Amerffa und zugleich der westlichste Punkt des ganzen Kontinents ist das Prinz von Wales⸗ Kap unter Lat 600. 52˙% N.; der füdlichste Punkt ist das Kap San Lucas unter Lat. 220. 52 N., das Südende der Halbinsel Californien. Die Küste zwischen diesen beiden Vorgebirgen ist an 4000. Engl. Mei⸗ len lang und wird durch eine zusammenhängende Gebirgskette begränzt,

die zuweilen bis dicht an das Meer berantritt und nirgends mehr als

80 Engl. Meilen von demselben entfernt ist. Vom Kap San Lucas an nordwärts hat die Küste im Allgemeinen eine Nordwest⸗Richtung bis zum Kap Mendocino, von wo sie bis zum Kap Flattery, nahe dem Assten Parallel, am Eingange der Fuca⸗Straße, gerade nördlich streicht und sich dann nach Osten wendet. Südlich vom Kap Flatterv ist die Küste vergleichungsweise regelmäßig und ohne große Einbiegun⸗ gen und die wenigen vorliegenden Inseln sind klein; nordwärts vom Kap Flattery bis zum Kap Spencer (etwa unter Lat. 580 N.) ist dage⸗ gen die Küste von Buchten und Jalets, die tief in das Land eindrin⸗ gen, zerrissen, und es liegen ihm zahlreiche, nur durch schmale und ge⸗ wundene Kanäle getrennte Inseln vor, die den Nordwest⸗Archipel bilden. Sie liegen sämmtlich in einem Einschnitt der Küste des Kon⸗ tinents zwischen Kap Flatterv und Kap Spencer, auf einer Strecke von etwa 700 Engl. Meilen Länge und 120 Meilen Breite, und sind in der That nur die Fortsetzung der Gebirgskette, die das westlichste Bollwerk Amerika's bildet. Jenseit des Kap Spencer ist das Land wahrscheinlich eine Eismasse, von Bergen durchzogen und, außer in der unmittelbaren Nähe des Meeres, gänzlich unfähig, eine Bevölkerung zu ernähren. Die Russen besuchen diese Gegenden nur des Pelzhan⸗ dels wegen, der hier mit Aufopferung jeder Beauemlichkeit des Lebens betrieben wird.

Der Nordwest⸗Archipelliegt, wie erwähnt, in einer Einbiegung

der Küste zwischen Lat. à8 und 50. N., also unter derselben Breite wie Großbritanien und Irland an der Wesiküste Eurapa's. Auf der Baranoffs-⸗Insel liegt Sitcha oder Reu⸗Archangel, die Haupistadt aller Russischen Besitzungen in Amerika. Nach dem Berichte des Admirals Wrangel, der mehrere Jahre Gouverneur der Russischen Kolonieen in Nord⸗Amerika war, hat diese, im Jahre 1804 gegründete Niederlassung eine Bevölkerung von 10,000 Seelen, (Greenhow giebt nur 1000 Ein⸗ wohner an) eine öffentliche Bibliothek, Schulen, Hospitäler, Kirchen und Kapellen; auch ist beschlossen worden, eine Sternwarte und ein Naturalien Kabinet von Produkten des Landes daselbst anzulegen und seit dem Jahre 1833 werden, auf den Wunsch des Herrn von Hum⸗ boldt in einem besonderen Häuschen magnetische Beobachtungen dort angestellt. Die mittlere Jahres⸗Temperatur von Sitcha beträgt +† 7⁰,39 C., die mittlere Temperatur des Winters + 10,52; des Früh⸗ lings 5⁰,71; des Sommers + 13⁰,50; des Herbstes + 8⁰,83 C. Die größte und zugleich die südlichste Insel des Archipels führt den et⸗ was langen Namen Quadra⸗ und Vancouver's Insel.

Das Land zwischen Lat. 490 und 580 N., von den Britischen Pel.

händlern Neu⸗Kaledonien genannt, zeigt in seiner Zerrissenheit, se nen Seen und seiner Unfruchtbarkeit eine große Aehnlichkeit mit dem nördlichen Schottland. Nur an sehr wenigen Stellen ist der Boden des Anbaus fähig, und das Klima, obwohl milder als in anderen Ge⸗ genden Amerika's unter gleicher Breite, ist dennoch für die Gewinnung von Cerealien zu rauh. Die Britische Hudsonsbai⸗Compagnie hat des Pelzhandels wegen, mehrere Niederlassungen dort gegründet, von denen die wichtigsten Fort Alexandrien am Frazer's Flusse, 300. Englische Meilen von der Küste, und Langby an der Mündung dieses L

Oregon oder das Gebiet des C wird begränzt im O. von den Rocky Mountains, die sich von Lat. A10 540 N., etwa 900 Engl. Meilen weit erstrecken; im S. von den Snowy Mountains, die langs des 40. Parallels von den Rocky Mountains bis zum Kap Mendocino, etwa 700 Engl. Meilen weit, streichen; im W. vom Gro⸗ ßen Ocean, vom Kap Mendocino gerade nordwärts bis zum Kap Flat⸗ tery am Eingange der Fuca⸗Straße, in der Nähe des 48. Parallels; im N. durch die Fuca⸗Straße, vom Kap Flattery etwa 120. Meilen ostwärts und von da durch eine Linie, die in nordöstlicher Richtung den Gipfeln des Hochlandes folgt, das die Gewässer des Columbia von denen des Frazer⸗ lusses scheidet und etwa unter Lat. 540 N. die Kette der Rocky Mountains trifft. Das ganze Gebiet, dessen Was⸗ ser dem Columbia zuströmen, hat also einen Flächeninhalt von etwa 14,000 Deutschen Meilen. Oregon hat am Froßen Ocean auf einer Strecke von 500 Engl. Meilen nur zwei Häfen, die den Schiffen Zu⸗ flucht gewähren, nämlich Bulfinch⸗oder Gravs⸗Bai, unter Lat. 460 58 N. und, 30 Engl. Meilen südlicher, die Mündung des Columbia⸗ Flusses. Port Trinidad, Lat. 410 ist nur eine offene Rhede. Süd⸗ lich vom Columbia ergießen sich mehrere kleine Flüsse ins Meer, von denen der Klamet und der Umqua, beide in der Nähe des 43. Paral⸗ lels, die bedeutendsten sind.

Das Land zeigt einen beständigen Wechsel von Bergketten, Thä⸗ lern oder sehr kleinen Ebenen. Außer den Rocky Mountains finden

*) Die betreffenden Artikel dieser am 20. Oktober 1818 zu London unterzeichneten Convention lauten:

längs dem 42° der Breite, von den Rocky Mountains bis zum Gro⸗ ßen Ocean, als Nordgränze des Spanischen Gebiets und als Süd⸗ gränze der Besitzungen der Vereinigten Staaten im westlichen Ame⸗ rika, festgesetzt. Als später Merxiko sich frei machte, wurde dieselbe Li⸗ nie als Gränze zwischen beiden Republiken angenommen. Die Mexi⸗ kaner machen daher auf das Land nordwärts bis zum 42. Parallel Ansprüche; allein Rußland verhinderte durch seine Kolonieen, die es seit dem Jahre 1812 in der Nähe von Lat. 38 ° N, angelegt hatte, die Mexikaner an der Ausübung ihrer Autorität nordwärts der San Frau⸗ cisco⸗Bat. Im Jahre 1834 schlossen Rußland und die Vereinigten Staaten eine Convention, wodurch Ersteres sich verpflichtete, südlich, Letztere, nördlich von Lat. 54° 40. N. weder auf dem Festlande, noch auf den dortigen Inseln Niederlassungen zu gründen. Durch eine ähn⸗ liche Uebereinkunft zwischen Rußland und Großbritanien wurde im Jahre 1825 festgesetzt, daß die Briten nicht nördlich und die Russen nicht füdlich von demselben Breitengrade sich ansiedeln sollten; außer⸗ dem wurde als Gränze zwischen den Russischen und Britischen Besitzun⸗ gen auf dem Kontinent von Amerika gegen NW. eine Linie angenom⸗ men, die von Lat. 54 ° 40 nordwärts längs des Gebirgskammes, 20 Engl. Meilen vom Meere entfernt, bis zum Durchschnittspunkte mit dem Meridian von 141 ° W. Grw. (der über den Elias⸗Berg hinweg⸗ gect) g. von da längs desselben bis zum Eismeere sich erstreckt. Auf 8 zwei Gränzlinien, die eine von Lat. 54 ° 40 norbwärts bis zum Eismeere zwischen Großbritanien und Rußland

Art. Eine Linie von dem nordwestlichsten Punkte des Wälder⸗ Sees (Lake of the Woods) längs des à90 N. B, oder, wenn dieser Punkt nicht unter dem 49. Parallel N. B. liegen sollte, eine Linie von dem genannten Punkte gerade nördlich oder südlich, wie es sich nun er⸗ giebt, bis sie den genannten Parallel schneidet, und von diesem Durch⸗ schnittspunkte westwärts längs dieses Parallels, soll die Demarcations⸗ Linie zwischen den Gebieten der Vereinigten Staaten und denen Sr. Britanischen Majestät seyn und die Nord⸗Gränze der genannten Gebiete der Vereinigten Staaten und die Süd⸗Gränze der Besitzungen Sr. Britanischen Majestät, von dem Wälder⸗See bis zu den Stony Moun⸗ tains bilden.

Art. 3. Jeder Landstrich, den etwa eine von den beiden Par⸗ teien auf der Nordwest⸗Küste von Amerika, westlich von den Stony Mountains, in Anspruch nimmt, soll mit seinen Häfen, Baien, Buchten und Flüssen innerhalb desselben, vom Tage der Unterzeichnung dieser Convention an, auf zehn Jahre den Schiffen, Bürgern und Untertha⸗ nen beider Mächte frei und offen seyn. Es ist jedoch bemer⸗ ken, daß diese Uebereinkunft nicht zum Nachtheil irgend eines nspruches ausgelegt werden darf, den eine der beiden hohen kontrahirenden Parteien an irgend einen Theil des genannten Landes haben mag, noch soll sie die Ansprüche irgend einer anderen Macht oder eines anderen Staates an das genannte Land beeinträchtigen, indem die hohen kontrahirenden Parteien dabei nur die Absicht haben, Strei⸗ tigkeiten und Differenzen unter sich zu verhindern.

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sich hier noch fetten, wodurch das Land sichtlich des Klima's, des von einander unterscheiden.

Land, zw

fette; die zweite Region, Bergkette oder den Blauenbergen; die dritte Land, zwischen

drei Regio

mittleren Region Mountains herabflietenden Arme gebildet wird.

Die dem großen Ocean zunächst gelegene verschiedene Namen gehabt, nommen worden ist; man birge, nach einem kette, wegen der? ein patriotischer Amerikaner vorgeschlagen, 8 und die sieben höchsten Gipfel nach den sieben Präsidenten

nigten Staaten, von Washington

ist von bet an einigen

Das dazwischen liegende Land ist von Das Klima dieser übrige Theil von Oregon, aber doch keinesweges Sommer ist warm und sehr trocken. il b Westwinde, und es regnet selten; während der übrigen Südwinde, und es regnet fast unaufhörlich in dem

gen.

doch hält menden E

Stärke ab, 2 der Ro sich auf wenige Regenschauer im Frühjahr. Landes ist der Schnee

drigen

Land eignet sich zu Erbsen und Kartoffeln; die ungemeine Trockenheit des Sommers ein dernij bau. Pferde, Rindvieh und Schweine gedeihen ziemlich

den die le wahrhaft

bei Fort George oder Astoria, eine Fichte (Fir), die, dem Boden,

ersten Zw

derer Baum derselben Art hatte, bei

Höhe von

200 280 Faß ungewöhnlich. Die Blauen Berge erstrecken

ersten Kette und wie diese beiden meinen vulkanisch und einige mittlere Region,

gränzt,

Bergen, Land.

ben Thonboden,

I

baben ein weiches,

Flüssen. und gesu

Region zum Ack Boden,

Die

tains. felsigen

August 1

auf 7,

hier auch hängen;

ndet, geographi

es regnet estl 200 Engl

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nnern Uckerbau

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gleichen sem Lan geyhören.

Die kleinen Ebenen

ginnen später und hören früher sind sie weniger anhaltend und stark. wenig Schnee,

zen, höchst nahrhaften des versorgen

hohe Land zwischen den Blauen

öhlen

82* Gebiet zeichnet sich aus durch ungemeine großen Unterschied zwischen der Es regnet selten in den Thälern wenig

also von Sonnen⸗Aufgang bis Mittag einen 40°. In dieser Region liegen 1 die nördlichste unter Lat. 54,0 die südlichste unter Lat. 42⁰.

die, welche ohne Abfluß sind, haben salziges Wasser. rößte dieser wo

calante auf seiner Karte zeichnete. um den Clarke Fluß, ist weniger unfruchtbar; die Thäͤler sind weiter,

der Westseite, und bietet dem Mens Mississippi zuströmen, Unterhalt dar. Astoria, die erste im Jahre 1811 von bia gegründete Niederlassung, liegt an der Südseite des Flusses, 8 Eng⸗ lische Meilen vor seiner Muündung und besteht gegenwärtig nur aus einem einzigen Hause,

Vom Kap etwa 1400 Engl. Meilen südostwärts bis zum Kap San Lucas. An dieser Küste regnet es vom übrigen Monaten Vegetation durch Meeres ist die Temperatur zu allen Zeiten gesund und an

theils eine künstliche Bewässerung nöthig machen. ren sich fast ausschließlich von dem Fleische des wilden Rindviehs. Küste hat mehrere die Russen sich zuerst Californien Roß, etwa der aufgegeben ist; Nähe der Küste sind viele kleine Ansiedlungen, Missionaren des geborenen zu civilisiren und zu bekehren. von dem die indolenten Indianer versanken schnell

besser als die gemeinen aus verbannt werden. 8

Der Raum verbietet es, hier noch weiter auf den reichen Inhalt

dieses Werkes einzugehen,

wei unter sich und mit der Küste nahe parallele Berg⸗ 8 drei Regionen getheilt wird, die sich hin⸗ Bodens und der Productionskraft wesentlich Die erste Region oder das niedrige dem Meere zunächst gelegenen Berg⸗ zwischen dieser ersten und der mittleren Region oder das hohe Bergen und den Rockv Mountains. Alle dessen Hauptstrom in der von den Rocky

Gebirgskette hat bereits keiner allgemein ange⸗ das Klamet⸗Ge⸗

ischen der Küste und der

den Blauen nen durchströmt der Columbia, durch die Vereinigung mehrerer,

von denen indeß hat sie das Californische, 1t Indianer⸗Stamme dieses Namens, die Kaskaden⸗ Wasserfälle des Columbia, genannt, und endlich hat

sie die Präsidenten⸗Kette der Verei⸗ bis Jackson, zu nennen. Die Kette Höhe, und ihre Entfernung von der Küste beträgt Meilen, an anderen viel weniger. zahlreichen Nebenketten durchzo⸗ Ackerbau günstiger als der sehr produktiv. Der l bis Oktober herrschen Monate wehen

rächtlicher md Stellen 100 Englische

Region ist dem Vom Apri

niedrigen Lande,

die Trockenheit länger an. Mit der zuneh⸗ Meere nehmen die Regen an Häufit keit und Nähe der Rocky Mountains beschre inken sie In den Thälern des nie⸗ friert nicht oft. Das Gerste, Hafer, Roggen, nicht, und überhaupt ist Hinderniß für den Acker⸗ gut, nur wer⸗ tzteren nicht sett. Die Bäume der dortigen Urwälder erreichen unglaubliche Dimensionen; so fand man am Columbia⸗Flusse, zehn Fuß über einen Umfang von 46 in der Höhe von 35 Fuß die eige und überhaupt eine Länge von 300 Fuß hatte; ein an⸗ Fmh von 57 Fuß, g

216 Fuß bis zu den ersten Zweigen, ga6. und 20 20 Fuß im Umfange sind keinesweges

und Bäume

sich von N. nach S. zwischen der den Rocky Mountains und sind nicht so scharf be⸗ Ketten. Sie sind steil und felsig, im Allge⸗ Gipfel mit ewigem Schnee bedeckt. Die zwischen der Präsidenten⸗Kette und den Blauen trockener und weniger fruchtbar, als das niedrige zwischen Bergketten haben einen gel

der mit Gras und niedrigen Sträuchern bedeckt fehlt es sehr; die vorhandenen Bäume sind klein, unbrauchbares Holz und finden sich nur an den Das Klima dieser Region ist im Sommer sehr angenehm nd, am Tage warm und in der Nacht kühl. Die Regen be⸗ 6 auf als in der niedrigen Region, auch In den südlicheren Thälern fällt in den nördlicheren ist er häufiger. Die Versuche, diese auch eignet sich das Land nicht Weideland dar, indem der überall mit einem kur⸗ diesem Theile des Lan⸗

zuweilen auch ntfernung vom und in der

selten, und es zum Anbau von Weizen, Mais geräth jedoch

ist höher,

Holz

zu kultiviren, sind mißlungen; erbau, bietet dagegen ein treffliches einige Meilen von Columbia entfernt, Grase bedeckt ist, und in Indianer mit Pferden. 1b letzte natürliche Abtheilung von Oregon ist das Bergen und den Rocky Moun⸗ Der südliche Theil dieser Region ist eine Wüste mit steilen, Bergen, tiefen und engen Thälern, von den Pelzhändlern genannt, und weiten, mit Sand oder Kies bedeckten Ebenen. Trockenheit und den des Tages und der Nacht. und nur an eini zen Tagen im Frühling; Schnee fällt und es thaut niemals. Herr Wveth sah im lusse das Thermometer bei Sonnen⸗Aufgang ittag desselben Tages auf +. 33,0 3 C. stehen: Wärmewechsel von mehr als die Quellen des Columbia⸗Flusses und zwar Es giebt usammen⸗ r Salzseen ist der See von Timpanogos, der sich genau da Herr von Humboldt ihn bereits vor dreißig Jahren nach schen Combinationen aus dem Reise⸗Journal des Pater Es⸗ Der nördliche Theil dieser Region,

sich die dritte und

Temperatur

832 am Snake⸗ 08C. und am

mehrere Seen, die zum Theil mit dem Columbita

häufiger und der Boden ist nicht mit Salz durchdrungen.

ich von den Rocky Mountains ist das Land auf mehr als ische Meilen weit fast eben so dürr und unfruchthar, wie auf chen nur an den Flüssen, die dem

den Amerikanern am Colum⸗

das der Hudsons⸗Bai⸗Compagnie gehört und Fort 8 enannt wird. Mendocino an erstreckt sich die Küste von Californien März bis November gar nicht, in den dagegen fast unaufhörlich. Im Sommer wird die den reichlichen Thau getränkt. In der Nähe des enehm; im des Landes soll sie dagegen außerordentlich drückend sevn wird bis jetzt wenig betrieben und dürfte auch wohl meisten Die Einwohner näh

gute Häfen, wie Port Bodega, wo im Jahre 1812 ansiedelten, und deren Haupt⸗Niederlassung in 30 Engl. Meilen nördlicher, war, jetzt aber wie⸗ ort San Francisco und andere. In de die ursprünglich von ranciscaner⸗Ordens gegründet wurden, um die Ein Mit der Losreißung Mexiko's Ansiedlungen zu Grunde und wieder in ihre frühere Roh ie Mexikanische Bevölkerung ist hier nur gering und weni Indianer; die Soldaten und Kolonisten bestehen im All erbrechern, die nach diesem Botany Bap der Republi

serner P

utterlande gingen auch diese

das um so mehr Irters darbietet, als der⸗

Erzeugnisse in den ereinigten Staaten, die⸗

wissenschaftliche Selenseten 1

de des praktischen Nutzens, noch